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So sichern Sie sich jetzt Lohnsteuer-FreibetrĂ€ge fĂŒr 2022

Von dpa-tmn, cho

Aktualisiert am 27.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Wer hohe Ausgaben hat, kann eine Lohnsteuer-ErmĂ€ĂŸigung beantragen.
Wer hohe Ausgaben hat, kann eine Lohnsteuer-ErmĂ€ĂŸigung beantragen. Mit den FreibetrĂ€gen profitieren Steuerzahler dann monatlich. (Quelle: Christin Klose/dpa)
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Statt auf Steuererstattungen vom Finanzamt zu warten, können Arbeitnehmer auch direkt ihre Lohnsteuer senken lassen. Welche Vorteile das bringt und wozu Sie dann verpflichtet sind.

Das Wichtigste im Überblick


  • Was ist ein Antrag auf LohnsteuerermĂ€ĂŸigung?
  • Welche Bedingung muss ich dafĂŒr erfĂŒllen?
  • Wo stelle ich den Antrag auf LohnsteuerermĂ€ĂŸigung?
  • Welche Fristen gelten?
  • Was ist sonst noch zu beachten?

Normalerweise lĂ€uft es so: Der Arbeitgeber behĂ€lt vom Arbeitnehmer jeden Monat Lohnsteuer ein. Damit haben Angestellte ihre Schuldigkeit gegenĂŒber dem Finanzamt bereits getan. Haben Sie selbst aber hohe Kosten, die Sie von der Steuer absetzen können, geben Sie das in der SteuererklĂ€rung an und erhalten spĂ€ter eine Erstattung. Das geht aber auch schon viel frĂŒher.

Lohnsteuer-ErmĂ€ĂŸigungsverfahren heißt das sperrige Zauberwort. Damit beantragt man beim Finanzamt einen Freibetrag – und sichert sich so ein höheres monatliches Nettoeinkommen. Wie das genau geht, welche Fristen zu beachten sind und wer die Lohnsteuer-ErmĂ€ĂŸigung ĂŒberhaupt nutzen kann, zeigt unser Überblick.

Was ist ein Antrag auf LohnsteuerermĂ€ĂŸigung?

Arbeitnehmer, die hohe Kosten haben, sollten ĂŒber einen Antrag auf Lohnsteuer-ErmĂ€ĂŸigung nachdenken. Denn mit einem Freibetrag können sie sich direkt ein höheres monatliches Nettogehalt sichern und mĂŒssen nicht bis zum nĂ€chsten Steuerbescheid warten.

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Dies können hohe Werbungskosten fĂŒr einen langen Arbeitsweg, Mehraufwendungen fĂŒr eine doppelte HaushaltsfĂŒhrung oder hohe Fortbildungskosten sein.

Auch Sonderausgaben wie zum Beispiel Unterhaltsleistungen an den geschiedenen Ehegatten oder außergewöhnliche Belastungen, wie etwa hohe Krankheitskosten, können beim monatlichen Lohnsteuerabzug berĂŒcksichtigt werden.

Welche Bedingung muss ich dafĂŒr erfĂŒllen?

Die Aufwendungen betragen mehr als 600 Euro pro Jahr. Berufsbedingte Werbungskosten werden dabei allerdings erst berĂŒcksichtigt, wenn sie den jĂ€hrlichen Arbeitnehmer-Pauschbetrag in Höhe von 1.000 Euro ĂŒbersteigen. Machen Sie also allein Werbungskosten geltend, mĂŒssten diese insgesamt mindestens 1.600 Euro betragen.

Wo stelle ich den Antrag auf LohnsteuerermĂ€ĂŸigung?

Sie können den Antrag direkt beim Finanzamt stellen. Der bisher nötige Brief ist dabei nicht mehr nötig: Sie können die LohnsteuerermĂ€ĂŸigung auch elektronisch beantragen.

"Erstmalig können AntrĂ€ge oder Mitteilungen von Arbeitnehmern an das Finanzamt bundesweit ĂŒber das Online-Portal "Mein Elster" gestellt werden", sagt Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler. "Wer einen digitalen Antrag an sein Finanzamt stellen möchte, sollte sich bei "Mein Elster" einmalig registrieren und ein Benutzerkonto anlegen."

Nach dem Registrierungsvorgang, der etwa eine Woche dauert, können Sie bequem von zu Hause aus an das zustĂ€ndige Finanzamt AntrĂ€ge und Mitteilungen ĂŒbermitteln.

Sie können den Freibetrag fĂŒr zwei Jahre beantragen. Ändern sich aber die UmstĂ€nde, so dass der Freibetrag herabgesetzt werden muss, mĂŒssen Sie das dem Finanzamt mitteilen.

Welche Fristen gelten?

Wer bereits ab Beginn des neuen Jahres profitieren möchte, kann noch in diesem Jahr aktiv werden, sollte aber spĂ€testens im Januar den Antrag stellen. Zwar ist ein Antrag auch danach noch möglich, er gilt dann aber erst fĂŒr die dem Antrag folgenden Monate.

Gut zu wissen: Damit die steuerliche Entlastung auch beim Weihnachtsgeld oder dem Jahresbonus greift, muss der Antrag auf Lohnsteuer-ErmĂ€ĂŸigung bis zum 30. November gestellt sein. Lesen Sie hier, wann Sie Anspruch auf Weihnachtsgeld haben.

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Was ist sonst noch zu beachten?

Wer FreibetrĂ€ge erhĂ€lt, muss in jedem Fall eine EinkommensteuererklĂ€rung abgeben. Das Finanzamt rechnet dort nach, ob zu hohe FreibetrĂ€ge berĂŒcksichtigt wurden.

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Von Christine Holthoff
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