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Strategien f├╝r den Ruhestand - Was Sie wissen m├╝ssen

t-online, t-online.de - jdc, mmr

Aktualisiert am 15.09.2021Lesedauer: 4 Min.
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coremedia:///cap/resources/51450820/dataDas Thema Altersvorsorge wird oft als langweilig oder trocken oder undurchsichtig oder teuer bezeichnet und entsprechend stiefm├╝tterlich von den B├╝rgern beachtet. Die Wirtschaftsredaktion von t-online.de hat dem vermeintlich unliebsamen Thema dennoch einen Finanzratgeber gewidmet. Dieser Ratgeber kann allerdings nur Impulsgeber sein. Informieren Sie sich bei Finanzberatern, l├Âchern Sie die Initiatoren von Anlageprodukten und recherchieren Sie im Internet weiter. Sprechen Sie mit Freunden. "Qu├Ąlen" Sie sich heute. Dann werden Sie in den "noch so fernen" Zeiten Ihres Ruhestands nicht von finanziellen Engp├Ąssen gequ├Ąlt.

Wir beginnen mit einer Zeitreise durch die Geschichte der Altersversorgung in Deutschland, die manchen aktuellen Rentenaspekt in einem neuen Licht erscheinen l├Ąsst.

Von Bismarck bis R├╝rup

Die "Rente" hat vieles ├╝berstanden: Kaisertum, Weltkriege, B├Ârsen-Crashs, Wirtschafts- und Finanzkrisen. Seit ├╝ber 120 Jahren sorgen die Deutschen dank der gesetzlichen Rentenversicherung f├╝r ihr Alter vor. Und seit zehn Jahren f├Ârdert der Staat zus├Ątzlich die private Altersvorsorge. Werfen Sie einen Blick auf die bedeutendsten Etappen der staatlichen und privaten Altersvorsorge in Deutschland.

1889: Bismarck f├╝hrt die Rentenversicherung ein

Im Mai 1889 verabschiedet der Reichstag des Deutschen Reiches unter F├╝hrung Otto von Bismarcks das Gesetz zur Alters- und Invalidit├Ątsversicherung. Alle Arbeiter zwischen 16 und 70 Jahren m├╝ssen nun in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Der Beitragssatz betr├Ągt 1,7 Prozent und wird jeweils zur H├Ąlfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Das Gesetz sieht eine Rente ab 70 Jahren vor, wenn zuvor 30 Jahre lang Beitr├Ąge eingezahlt wurden. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt zu Bismarcks Zeiten allerdings bei gut 40 Jahren.

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1911: Die Hinterbliebenenrente kommt

1911 werden in der Reichsversicherungsordnung die Renten-, Kranken- und Unfallversicherungen geb├╝ndelt. Hinterbliebene haben zum ersten Mal einen Anspruch auf Rentenzahlungen. Au├čerdem wird im selben Jahr die Reichsversicherungsanstalt f├╝r Angestellte gegr├╝ndet, die f├╝r die Renten der privilegierten Besch├Ąftigten zust├Ąndig ist.

1916: Fr├╝her in Rente

Das Renteneintrittsalter wird 1916 unter Kaiser Wilhelm II. f├╝r Arbeitnehmer auf 65 Jahre gesenkt. Dadurch verdoppelt sich bis zum Jahresende die Zahl der Rentner.

1921: Erste Rentenkrise

Der Rentenversicherung droht 1921 der Kollaps. Die massive Geldentwertung f├╝hrt zu riesigen Renten, aber auch Beitr├Ągen in horrenden H├Âhen. Zwischenzeitlich muss die Rentenversicherung das (auch heute praktizierte) Umlageverfahren einf├╝hren: F├╝r kurze Zeit werden die Rentenanspr├╝che aus laufenden Einnahmen bedient. Danach bauen die Einzahler wieder einen Kapitalstock auf, aus dem ihre Altersbez├╝ge gezahlt werden.

1941: Krankenversicherung f├╝r Rentner

Zur Zeit des Nationalsozialismus werden einige Anpassungen vorgenommen, aber die Grundz├╝ge der gesetzlichen Rentenversicherung bleiben unangetastet. Im Jahre 1941 wird die Krankenversicherung f├╝r Rentner eingef├╝hrt. Ein Jahr darauf haben zum ersten Mal auch geschiedene Frauen Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente.

1957: Adenauer ├Ąndert die Finanzierung

Unter F├╝hrung des Bundeskanzlers Konrad Adenauer stellt der Bundestag im Januar 1957 die Rentenfinanzierung um: Zuvor war das angesparte Kapital f├╝r die H├Âhe der Ruhestandsbez├╝ge entscheidend. Beim neuen Umlageverfahren zahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit den Rentenversicherungsbeitr├Ągen die Bez├╝ge der Rentner. ├ťber die H├Âhe der Renten entscheidet der Bundestag. Au├čerdem werden noch im selben Jahr Arbeiter und Angestellte bei der Rente gleichgestellt.

1972: Die Altersgrenze wird flexibel

Auch Hausfrauen und Selbst├Ąndige bekommen 1972 durch das Rentenreformgesetz Anspruch auf eine Rente. Der Gesetzgeber erm├Âglicht gro├čz├╝gige Nachzahlungen, mit denen Interessierte auch nachtr├Ąglich Anspr├╝che erwerben k├Ânnen. Frauen und langj├Ąhrige Versicherte k├Ânnen mit 63 in Rente gehen, Schwerbehinderte sogar schon mit 60 Jahren.

1986: "Die Rente ist sicher"

Bundesarbeitsminister Norbert Bl├╝m startet 1986 seine Kampagne zur Rente und spricht erstmals die ber├╝hmten Worte: "Die Rente ist sicher!". M├Ąnner und Frauen werden noch im selben Jahr bei der Hinterbliebenenrente gleichgestellt.

1992: Zweite Rentenkrise

Nach der deutschen Einheit ger├Ąt das Rentensystem 1992 in die Krise. Die Renten sinken, denn k├╝nftige Rentenerh├Âhungen beziehen sich nicht mehr auf Brutto-, sondern auf Nettol├Âhne. Das Renteneintrittsalter steigt wieder auf 65 Jahre. Wer fr├╝her in den Ruhestand gehen m├Âchte, muss f├╝r jedes Jahr einen Abschlag von 3,6 Prozent in Kauf nehmen.

2001: Die Riesterrente kommt

Die gesetzliche Rente bleibt ein Sorgenkind. Die Bundesregierung beschlie├čt eine weitere Absenkung des Rentenniveaus. Der Staat f├Ârdert aber von nun an die private Altersvorsorge. Mit staatlichen Zulagen und Steuervorteilen wird die - nach dem Arbeitsminister Walter Riester benannte - Riesterrente im Jahr 2001 eingef├╝hrt.

2002: Die betriebliche Altersvorsorge wird erneuert

Im Jahr 2002 bekommen Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge. Die Betriebsrente finanzieren die Besch├Ąftigten allerdings meistens allein mittels einer sogenannten Entgeltumwandlung. Arbeitgeber k├Ânnen sich ├╝ber f├╝nf verschiedene Durchf├╝hrungswege an der betrieblichen Altersvorsorge ihrer Arbeitnehmer beteiligen.

2005: R├╝ruprente f├╝r Selbst├Ąndige

2005 kommen auch Selbst├Ąndige und Freiberufler in den Genuss einer staatlich gef├Ârderten Altersvorsorge. Die R├╝ruprente, nach dem ├ľkonomen Bert R├╝rup benannt, beruht auf einem Rentenversicherungsbeitrag und wird mit hohen Betr├Ągen steuerlich gef├Ârdert. Sie funktioniert im Wesentlichen wie die gesetzliche Rente (Leistungen und steuerliche Behandlung), ist aber nicht umlagefinanziert, sondern kapitalgedeckt. Versicherte k├Ânnen sich ihren Sparbetrag allerdings nicht einmalig auszahlen lassen, sondern bekommen einen lebenslange Rente.

2006: Die Rente mit 67 kommt

Die Gro├če Koalition beschlie├čt 2006 die Verl├Ąngerung der Lebensarbeitszeit - die Rente mit 67 kommt. Die neue Ruhestandsgrenze betrifft alle, die 1964 oder sp├Ąter geboren wurden. Wer allerdings 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, kann dennoch mit 65 Jahren abschlagsfrei seinen Ruhestand genie├čen.

2009: Rentengarantie

Die Gro├če Koalition beschlie├čt im Juni 2009 eine Schutzklausel vor Rentenk├╝rzungen. Mit dem Eingriff in die Rentenformel werden Rentenk├╝rzungen, die bisher vor allem in Wirtschaftskrisen theoretisch m├Âglich waren, per Gesetz verboten. Die ausbleibenden K├╝rzungen sollen allerdings in wirtschaftlich besseren Zeiten mit Rentensteigerungen verrechnet werden. In dem Fall drohen den Rentnern Nullrunden.

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Von Frederike Holewik
Eine Kolumne von Ursula Weidenfeld
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