HomeWirtschaft & FinanzenUnternehmen & VerbraucherUnternehmen

Einzelhandel droht riesige Insolvenzwelle – Folgen der Corona-Krise


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextRapper Coolio ist totSymbolbild für einen TextInnenministerium widerlegt Merz-AussageSymbolbild für einen TextMelanie Müller: Ermittlungen ausgeweitetSymbolbild für einen TextUmstrittener HSV-Vorstand zurückgetretenSymbolbild für einen TextGaspreisdeckel: EU macht VorschlägeSymbolbild für einen TextBiden leistet sich peinlichen PatzerSymbolbild für einen TextNBA-Star lehnt wegen Impfung 100 Mio. abSymbolbild für einen TextVerletzte nach nach Pyro-Chaos in JenaSymbolbild für einen TextGeorge drohte Freund mit Vater WilliamSymbolbild für einen TextHailey Bieber bricht ihr SchweigenSymbolbild für einen TextEx-Minister will zur FDP wechselnSymbolbild für einen Watson TeaserMeghan und Harry: Brisante E-MailSymbolbild für einen TextJackpot - 500.000 Casino-Chips geschenkt

Einzelhandel droht riesige Insolvenzwelle

Von rtr, mak

Aktualisiert am 15.07.2020Lesedauer: 2 Min.
Innenstadt von Würzburg (Symbolbild): Wegen der Corona-Krise könnten tausende Geschäfte in Deutschland schließen.
Innenstadt von Würzburg (Symbolbild): Wegen der Corona-Krise könnten tausende Geschäfte in Deutschland schließen. (Quelle: Ralph Peters/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Düstere Aussichten für den deutschen Einzelhandel: Durch den Lockdown und die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus fehlen der Branche Milliarden Euro an Umsatz. Tausende Geschäfte könnten schließen.

Nach einem Jahrzehnt mit konstantem Wachstum stürzt die Corona-Pandemie den deutschen Einzelhandel in eine tiefe Krise. Der Handelsverband (HDE) befürchtet für 2020 ein dickes Umsatzminus von vier Prozent.


Diese Firmen sind in der Corona-Krise in Schieflage geraten

Adler-Modemärkte: Die Textilkette hat ihr Insolvenzverfahren Ende August 2021 beendet. Bis zu 500 der insgesamt 3.100 Arbeitsplätze fallen weg, rund 30 Filialen sind von Schließungen betroffen, wie ein Sprecher des neuen Eigentümers Zeitfracht Gruppe am Dienstag sagte. Das Insolvenzverfahren war im Januar beantragt und am 1. Juli eröffnet worden.
Nobiskrug: Die insolvente Rendsburger Traditionswerft Nobiskrug wurde im Juli 2021 von der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) übernommen – und ist damit gerettet. Nahezu alle 300 Arbeitsplätze blieben erhalten, hieß es. Nobiskrug hatte im April diesen Jahres einen Insolvenzantrag gestellt. Die Werft hat unter anderem die "SY A" gebaut (auf dem Bild), die als als einer der größten Luxusjachten der Welt gilt.
+11

Der Nicht-Lebensmittel-Handel werde rund 40 Milliarden Euro Umsatz verlieren, schätzt der HDE."Die Kunden kommen nicht in der gewohnten Zahl, die Umsätze sinken dementsprechend weit unter Normalniveau", klagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Mittwoch in einer Video-Pressekonferenz mit Journalisten.

Er sieht zum Jahresende eine Pleitewelle auf den Wirtschaftszweig mit seinen insgesamt 300.000 Firmen und drei Millionen Beschäftigten zurollen. Die Branche erlebe den "stärksten wirtschaftlichen Einbruch seit dem Zweiten Weltkrieg".

Die Eindämmungsmaßnahmen im Frühjahr haben vielen Händlern das Geschäft verhagelt – Umsätze, die nicht zurückkommen, wie die Branche befürchtet. Sie wird laut HDE noch einige Jahre an den Folgen der Krise zu knabbern haben – und erst 2022 das Umsatzniveau von 2019 erreichen.

Anzeigen
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Königin Margrethe II.: Die Monarchin hat sich für Veränderungen entschieden.
Königin Margrethe II. entzieht Royals ihre Titel
Loading...
Symbolbild für eingebettete Inhalte

Embed

Modehäuser in Innenstädten sind besonders bedroht

Zwar hat der Lebensmittelhandel zeitweise durch Hamsterkäufe stark profitiert. Doch beispielsweise Textilläden mussten heftige Einbußen verkraften. "Das Frühlingskleid wird eben nicht im Sommer gekauft", erläuterte Genth. Zudem seien auch Geschäfte ins Internet abgewandert, was Läden in Innenstadtlagen zunehmend zu schaffen mache.

Vielen Kunden schwinde die Lust auf den Einkaufsbummel in Zeiten der Maskenpflicht und sozialen Distanzregeln – mit fatalen Folgen für den Handel. Unter Verweis auf die wegen der Pandemiefolgen bis Ende September ausgesetzte Pflicht zum Antrag auf Insolvenz sagte Genth: "Wir müssen leider davon ausgehen, dass eine Insolvenzwelle erst später zu erwarten ist – also letztendlich im Herbst und zum Jahresende."

Im Bereich außerhalb des Lebensmittelhandels könnte es letztlich 10.000 Einzelhändler treffen, warnte er. Als besonderes Sorgenkind gälten derzeit große Modehäuser in Innenstadtlagen, denen Laufkundschaft fehle."Wir sehen die Innenstädte mit Sorge", so Genth. Die Politik sei gefordert – mit Überbrückungsmaßnahmen für einen begrenzten Zeitraum.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur Reuters
  • HDE-Pressekonferenz
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Frederike Holewik
CoronavirusDeutschlandEinzelhandelInsolvenzLebensmittelLockdownWürzburg
Ratgeber

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website