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Corona-Lockdown, BER, Nutri-Score – das ändert sich im November

  • Christine Holthoff
Von Christine Holthoff

Aktualisiert am 31.10.2020Lesedauer: 4 Min.
Ein Mann trägt Stühle für ein Café nach draußen (Symbolbild): Bund und Länder haben sich auf einen zweiten vorübergehenden Corona-Lockdown geeinigt.
Ein Mann trägt Stühle für ein Café nach draußen (Symbolbild): Bund und Länder haben sich auf einen zweiten vorübergehenden Corona-Lockdown geeinigt. (Quelle: Tom Weller/dpa-bilder)
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Zweiter Corona-Lockdown, neue Regeln für Hausbauer und zwei lang ersehnte Durchbrüche – im November kommen wieder einige Neuerungen auf Verbraucher zu. Wir geben Ihnen den Überblick.

Das Wichtigste im Überblick


  • Bundesweiter Corona-Lockdown
  • Mobile Corona-Labore gehen in Serie
  • Reisen vom Hauptstadtflughafen BER
  • Nutri-Score kann starten
  • Gebäudeenergiegesetz tritt in Kraft
  • EU-Bürger können eID-Karte beantragen
  • Frist für Steuerklassewechsel endet

Es fühlt sich an wie eine Rolle rückwärts: Wegen der drastisch gestiegenen Corona-Infektionszahlen haben Bund und Länder für den November einen zweiten Lockdown verhängt. Das öffentliche Leben wird damit erneut zurückgefahren und auch im Privaten gelten wieder strenge Kontaktbeschränkungen. Es gibt aber auch gute Nachrichten im neuen Monat.

Was lange währt, wird nämlich ... immerhin fertig. Nach mehr als einem Vierteljahrhundert an Planungsfehlern, Technikproblemen und Baumängeln können Reisende ab November endlich vom neuen Berliner Flughafen BER in die Welt starten.

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Nicht ganz so lang, aber auch zäh war der Weg einer Lebensmittel-Kennzeichnung, die Verbraucher nun öfter in Supermärkten sehen könnten. Außerdem bringt der November ein Gesetz, das Käufer von Häusern interessieren dürfte, EU-Bürger bekommen leichter Zugang zu deutschen Behörden im Netz – und bei den Steuern endet eine Frist. Der Überblick.

Bundesweiter Corona-Lockdown

Eigentlich hatte die Politik betont, einen zweiten Lockdown vermeiden zu wollen, doch die dramatisch gestiegenen Fallzahlen ließen wenig Spielraum. Wie im Frühjahr gelten ab 2. November erneut strenge Auflagen für private Kontakte, Kulturveranstaltungen werden wieder untersagt, der Freizeit- und Amateursportbetrieb eingestellt, Bars und Restaurants müssen – mit Ausnahme des Außer-Haus-Verkaufs – schließen. Welche neuen Corona-Maßnahmen außerdem im November gelten.

Mobile Corona-Labore gehen in Serie

Im Kampf gegen das Coronavirus ist die richtige Teststrategie besonders wichtig. Schnell muss es gehen und möglichst gut zugänglich sein. Am besten kommen die Corona-Tests direkt zu den potenziell Infizierten. Labore auf Rädern sollen das bald möglich machen.

Der Lkw-Hersteller MAN schickt im November einen Transporter in Serie, der mit der nötigen Testtechnik ausgestattet sein soll. Medizindienstleister, Laborgesellschaften, Rettungswagen-Betreiber und Hilfsdienste sollen ihn nutzen, um die Pandemie einzudämmen.

Reisen vom Hauptstadtflughafen BER

Nach neun Jahren Verspätung und sechs geplatzten Eröffnungsterminen hat das Baudrama am Berliner Hauptstadtflughafen BER ein Ende. Im November geht der Betrieb richtig los – wegen Corona wird für den Winter allerdings höchstens ein Viertel der üblichen Fluggastzahl erwartet.

2019 hatten die alten Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld noch einen Rekord von mehr als 36 Millionen Reisenden aufgestellt. Während der BER an den Start geht, heißt es am anderen Ende der Stadt Abschied nehmen. Der Flughafen Tegel soll am 8. November vom Netz gehen.

Nutri-Score kann starten

Der Rechtsrahmen steht, jetzt ist die Lebensmittelindustrie gefordert: Ab November kann der Nutri-Score auf Verpackungen von Fertigprodukten starten. Eine Pflicht zur Kennzeichnung besteht aber nicht. Die Politik setzt auf Freiwilligkeit.

Der Score rechnet neben Zucker, Fett und Salz auch empfehlenswerte Bestandteile wie Ballaststoffe in die Gesamtbewertung ein und gibt dann einen einzigen Wert an – auf einer fünfstufigen Skala von "A" auf dunkelgrünem Feld für die günstigste Bilanz über ein gelbes "C" bis zum roten "E" für die ungünstigste. Erste Produkte damit sind schon in den Läden zu sehen.

Gebäudeenergiegesetz tritt in Kraft

Ab 1. November gibt es neue Vorgaben für fast alle Gebäude, die beheizt oder klimatisiert werden. Dabei geht es vor allem um Heizungstechnik und Wärmedämmstandards bei Neubauten oder bei der Sanierung von Bestandsgebäuden.

Darüber hinaus haben Eigentümer von Mehrfamilienhäusern aber auch einige Austausch- und Nachrüstpflichten, die sie zu einem bestimmten Termin erfüllen müssen – etwa bei bestimmten Heizkesseln, die älter als 30 Jahre sind, oder neuen Heizungs- und Warmwasserrohren in unbeheizten Räumen.

Besitzer von Ein- und Zweifamilien-Häusern sind von den Pflichten ausgenommen, wenn sie bereits seit Anfang 2002 in dem Gebäude wohnen. Wer ein solches Haus ab November kauft, muss den Pflichten innerhalb von zwei Jahren nachkommen.

EU-Bürger können eID-Karte beantragen

Bisher hatten nicht-deutsche EU-Bürger hierzulande keinen Zugang zu Leistungen der Verwaltung, für die sie sich online ausweisen mussten. Die eID-Karte soll das ändern. Auf dieser Chipkarte sind wichtige Daten zur Identifizierung wie zum Beispiel Name, Geburtsdatum, Geburtsort und Adresse gespeichert. EU-Bürger können sie ab 1. November beantragen.

Deutsche können die eID-Karte nicht erhalten, brauchen sie aber auch nicht. Für sie gibt es den elektronischen Personalausweis.

Frist für Steuerklassewechsel endet

Wer verheiratet oder verpartnert ist, kann die Lohnsteuerklasse wechseln, wenn eine andere günstiger sein sollte. Dafür müssen Sie einen Antrag beim zuständigen Finanzamt einreichen – für das Kalenderjahr 2020 bis spätestens 30. November 2020. Den Antrag gibt es in Papierform bei jedem Finanzamt oder auf den Internetseiten des Bundesfinanzministeriums.

Wer in eine Suchmaschine die Begriffe "Antrag" und "Steuerklassenwechsel" eingibt, findet das Formular. Eingereicht werden muss er von beiden Partnern zusammen.

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