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Welche Partei sollte ich wählen, um mehr Netto vom Brutto zu haben?

  • Mauritius Kloft
Von Mauritius Kloft

Aktualisiert am 28.06.2021Lesedauer: 5 Min.
Armin Laschet (CDU), Annalena Baerbock (Grüne), Olaf Scholz (SPD): Die Parteien haben unterschiedliche Pläne für die Steuerpolitik.
Armin Laschet (CDU), Annalena Baerbock (Grüne) und Olaf Scholz (SPD): Die Parteien haben unterschiedliche Pläne für die Steuerpolitik. (Quelle: imago-images-bilder)
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Bereits in drei Monaten ist Bundestagswahl. Grund genug, auf die Programme zu schauen. Bei Steuerfragen unterscheiden sich die Parteien deutlich. Ein Überblick.

Das Wichtigste im Überblick


  • Das wollen die Parteien
  • Einkommen von 25.000 Euro
  • Einkommen von 50.000 Euro
  • Einkommen von 80.000 Euro
  • Einkommen von 150.000 Euro
  • Welche Partei sollte ich wählen?

Der Wahlkampf nimmt Fahrt auf, mittlerweile haben die Parteien ihre Programme beschlossen. Ein wichtiges Thema sind dabei auch die Pläne, wie hoch die Einkommensteuern künftig sein sollen.

t-online stellt die Vorschläge von Union, SPD, Grünen, Linke und FDP vor – und erklärt, welche Auswirkungen sie für Ihren Geldbeutel haben werden. Die Berechnungen stammen vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) und beziehen sich auf das Jahr 2022. Nicht berücksichtigt wird in dem Vergleich das Programm der AfD, da eine Regierungsbeteiligung der Rechtspopulisten als ausgeschlossen gilt.

Wichtig: Das IW hat teils für die Berechnungen Annahmen vorgenommen, wenn die Wahlprogramme zu vage gehalten waren. So haben die Ökonomen beispielsweise bei den Vorschlägen der Union die Annahme getroffen, die erste Progressionszone um 5.000 Euro auszuweiten. Zudem wird nur die Einkommensteuerbelastung betrachtet, eine mögliche Vermögensteuer wie etwa die Linke sie fordert, spielt keine Rolle.

Das wollen die Parteien

CDU/CSU

Die Union spricht sich in ihrem Programm gegen Steuererhöhungen aus. "Gerade nach der Pandemie sind Steuererhöhungen der falsche Weg. Sie stehen dem notwendigen Aufschwung unserer Wirtschaft entgegen", heißt es.

Die Union will "Spielräume, soweit sie sich eröffnen, nutzen, um die Menschen zu entlasten, die jeden Tag Leistung erbringen, damit sie mehr Netto vom Brutto haben. Dabei nehmen wir alle hart arbeitenden Menschen in den Blick", heißt es im Wahlprogramm.

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CDU und CSU möchten dafür den Solidaritätszuschlag für alle abschaffen. Bislang müssen Spitzenverdiener ihn noch zahlen, nachdem der Soli seit Jahresbeginn für die meisten Steuerzahler entfallen war. Mehr dazu lesen Sie hier. Ansonsten bleibt die Union recht unkonkret. Es heißt lediglich, man wolle "kleine und mittlere Einkommen bei der Einkommensteuer entlasten". Wie genau das ausgestaltet werden soll, bleibt offen.

Die Grünen

Die Grünen möchten den Spitzensteuersatz "moderat" anheben. "Ab einem Einkommen von 100.000 Euro für Alleinstehende und 200.000 Euro für Paare wird eine neue Stufe mit einem Steuersatz von 45 Prozent eingeführt", heißt es im Wahlprogramm der Ökopartei. "Ab einem Einkommen von 250.000 bzw. 500.000 Euro folgt eine weitere Stufe mit einem Spitzensteuersatz von 48 Prozent."

Zudem wollen die Grünen den steuerlichen Grundfreibetrag anheben. Derzeit liegt dieser bei 9.744 Euro. Auf welches Level er steigen soll, lässt die Partei noch offen.

SPD

Im Wahlprogramm der SPD heißt es: "Wir wollen die Steuern für die Mehrheit senken." Dazu strebt die Partei eine Einkommensteuerreform an, "die kleine und mittlere Einkommen besserstellt, die Kaufkraft stärkt und dafür im Gegenzug die oberen fünf Prozent stärker für die Finanzierung der wichtigen öffentlichen Aufgaben heranzieht."

Konkret heißt das: Der Soli für die Spitzenverdiener bleibt bestehen. Außerdem wollen die Sozialdemokraten einen Aufschlag von drei Prozentpunkten zur Einkommensteuer einführen. "Er soll künftig bei Verheirateten für den zu versteuernden Einkommensanteil oberhalb von 500.000 Euro im Jahr, bei Ledigen ab 250.000 Euro im Jahr gelten."

FDP

Die Freien Demokraten planen umfassende Steuererleichterungen. So will die FDP den sogenannten "Mittelstandsbauch" vollständig abschaffen. Stattdessen wollen die Liberalen "einen leistungsgerechteren linearen Chancentarif gestalten". Das soll in drei Schritten in den Jahren 2022 bis 2024 erfolgen.

Der Spitzensteuersatz soll erst ab einen Einkommen von 90.000 Euro greifen, so der Vorschlag – und nicht bereits ab 58.000 Euro wie heute. Auch den Soli wollen die Liberalen ganz abschaffen.

Die Linke

Die Linkspartei will ebenfalls den steuerlichen Grundfreibetrag anheben – und zwar deutlich, auf 14.000 Euro. Zudem möchte die Linke Besserverdiener stärker als bislang zur Kasse bitten.

So soll der Spitzensteuersatz von 42 auf 53 Prozent steigen, auch soll er bereits ab einem Einkommen von 70.000 Euro greifen. Den Reichensteuersatz will die Linkspartei ebenfalls anheben – auf 60 Prozent ab einem Einkommen von 250.000 Euro, und auf 75 Prozent ab dem Euro, der jährlich oberhalb von einer Million Euro verdient wird.

Einkommen von 25.000 Euro

Ein Single mit einem Einkommen von 25.000 Euro brutto wird von den Linken am meisten entlastet. Ganze 1.074 Euro im Jahr müssten Geringverdiener weniger Steuern zahlen, wenn der Plan der Linken umgesetzt wird. Das liegt vor allem an dem steuerlichen Grundfreibetrag, den die Partei deutlich anheben möchte.

Die zweithöchste Entlastung winkt Geringverdienern bei der FDP. Hier sind es nach den Berechnungen des IW rund 592 Euro. Am wenigsten Entlastung gibt es laut den Ökonomen bei der SPD. Die Sozialdemokraten wollen Singles mit einem Einkommen von 25.000 Euro nur um 64 Euro pro Jahr entlasten.

Auch Alleinerziehende mit einem Kind und einem Bruttolohn von 25.000 Euro würden besonders von den Plänen der Linken und der FDP profitieren.

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Beachten Sie: Ehepaare und Ehepaare mit zwei Kindern zahlen mit einem Einkommen von 25.000 Euro keine Steuern.

Einkommen von 50.000 Euro

Wer als Alleinstehender 50.000 Euro brutto im Jahr verdient, profitiert besonders von den Plänen der FDP. Bei ihren Vorschlägen würden Singles mit mittlerem Einkommen um rund 2.484 Euro pro Jahr entlastet, rechnet das IW vor.

Die Linke zieht hier mit einer Entlastung von 1.052 Euro auf den zweiten Platz. Danach folgt die Union. Bei den Christdemokraten könnten Alleinstehende damit rechnen, rund 617 Euro mehr Netto vom Brutto im Jahr zu haben.

Ein Ehepaar mit zwei Kindern und einem Bruttoeinkommen von 50.000 Euro würde dagegen besonders von dem Vorschlag der Linken profitieren. Die Entlastung läge bei 2.166 Euro.

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Einkommen von 80.000 Euro

Wer als Single 80.000 Euro brutto im Jahr verdient, wird mit der Idee der FDP am meisten entlastet: um rund 5.199 Euro im Jahr, wie das IW berechnet hat. Die Entlastung bei der Union liegt bei 710 Euro. Während SPD und Grüne noch eine Mini-Entlastung von 77 bzw. 98 Euro planen, will die Linke die Steuern für Besserverdiener erhöhen.

Bei einem Ehepaar mit zwei Kindern und einem Bruttoverdienst von 80.000 Euro im Jahr soll bei allen Parteien künftig mehr Netto vom Brutto übrig bleiben – bei Linke und FDP am meisten.

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Einkommen von 150.000 Euro

Für Spitzenverdiener klaffen die Steuerideen der Parteien – wie zu erwarten war – stark auseinander. Nur FDP und Union wollen diese Einkommensgruppe entlasten. Nach den Plänen der Liberalen hätten Spitzenverdiener mit einem Bruttoverdienst von 150.000 Euro jährlich rund 6.129 Euro mehr Netto vom Brutto, bei der Union immerhin 710 Euro, rechnen die IW-Ökonomen vor.

Spitzenverdiener werden besonders von den Linken zur Kasse gebeten. Alleinstehende mit einem Einkommen von 150.000 Euro brutto im Jahr sollen nach den Vorschlägen der Partei künftig 7.724 Euro mehr an Einkommensteuer zahlen. Auch SPD und Grüne wollen diese Gruppe deutlich mehr belasten – aber bei Weitem nicht so stark wie die Linken.

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Welche Partei sollte ich wählen?

Diese Entscheidung müssen Sie – natürlich – selbst treffen. Und in Ihre Wahlentscheidung sollte nicht nur die Frage nach niedrigen Steuern einfließen. Denn: Kommen weniger Steuern in die Staatskasse, muss das Defizit an anderer Stelle aufgefangen werden – entweder mit geringeren Investitionen oder mit höheren Schulden.

"Der Wähler kann am Ende selbst entscheiden, wer seine Stimme bekommt", sagt IW-Ökonom Tobias Hentze, Mitautor der Studie. "Aber man sollte die Staatsfinanzen immer im Hinterkopf haben."

Sein Vorschlag für eine Steuerpolitik: "Sinnvoll ist, den Einkommensteuertarif zu strecken." Das heißt, die Besteuerungszonen, nach denen sich die Einkommensteuer richtet, auszuweiten – und zu glätten. "Ansonsten birgt das die Gefahr, dass ein zusätzlicher Euro plötzlich deutlich mehr belastet wird. Das mindert jedoch Anreize, mehr zu verdienen – und ist daher kontraproduktiv."

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Von Christine Holthoff
Von Anna Sophie Kühne
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