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Amprion: Regionale Stromausfälle im Winter möglich


Weitere Gebührenerhöhung?
Netzbetreiber: Regionale Stromausfälle möglich

Von t-online, wan

Aktualisiert am 17.09.2022Lesedauer: 2 Min.
Unkontrollierte Blackouts sind nach Angaben des Netzbetreibers Amprion nicht zu erwarten. Dennoch kann es zu Stromabschaltungen kommen.Vergrößern des BildesUnkontrollierte Blackouts sind nach Angaben des Netzbetreibers Amprion nicht zu erwarten. Dennoch kann es zu Stromabschaltungen kommen. (Quelle: IMAGO/Michael Bihlmayer)
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Der große deutsche Stromnetzbetreiber Amprion sieht keine bundesweite Blackoutgefahr, aber regionale Ausfälle. Rufe nach Ausgleich der Strompreise werden lauter.

Immer wieder wird von der Gefahr eines großflächigen Blackouts gesprochen, einem Zusammenbruch des Stromnetzes, sollte es im Winter Versorgungsprobleme geben. Der Netzbetreiber Amprion wiegelt jetzt ab: Mit einem Szenario, bei dem in Europa kein Strom mehr fließt, sei nicht zu rechnen. Das hätten mehrere Stresstests gezeigt – Modellrechnungen, die auch extreme Annahmen prüfen. Zeitweise Stromausfälle sind aber nicht ausgeschlossen.

"Wir tun alles dafür, um einen Blackout zu vermeiden und verfügen über die Instrumente dazu", schrieb der Konzern auf Twitter. Dennoch erwarte man eine äußerst gespannte Versorgungssituation im Winter. "Die Gründe sind vielfältig: Gasversorgung, Witterung, Lage auf dem Energiemarkt und Kraftwerkskapazitäten in Europa", so der Konzern, der einer der vier größten Netzbetreiber ist.

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Deshalb könne man nicht ausschließen, dass es in Deutschland in diesem Winter zu Lastunterdeckungen kommt. Das bedeutet, es gäbe dann nicht genug Strom, um den erwarteten Stromverbrauch – die "Last" – zu decken. "Wenn alle anderen Maßnahmen zur Stabilisierung des Stromnetzes nicht ausreichen, ist das letzte Mittel der Wahl die kontrollierte Lastabschaltung. Dann bleibt das Stromnetz weiter stabil", erläutert der Konzern.

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Das bedeutet: Stundenweise wird in bestimmten Regionen der Strom abgeschaltet. Amprion will dabei Unternehmen und Verbraucher gleich behandeln. In einer Anfang des Monats veröffentlichten Analyse von möglichen Szenarien hatten die vier großen Netzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennet und Transnet BW geschrieben: "In allen drei betrachteten Szenarien zeigt sich die Versorgungssituation im kommenden Winterhalbjahr äußerst angespannt – in Europa kann im Strommarkt die Last nicht vollständig gedeckt werden. In den beiden kritischeren Szenarien treten in einigen Stunden Lastunterdeckungen auch in Deutschland auf."

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Bericht: Gebühr für Stromübertragung soll steigen

Die "Bild"-Zeitung meldete am Freitagabend, dass es Pläne zu einer Gebührenerhöhung bei den Netzbetreibern gäbe. Demnach soll der Preis verdreifacht werden. Derzeit werden etwa 3 Cent pro kWh berechnet. Für Verbraucher könnten das bis zu 180 Euro pro Jahr bei einem Zwei-Personen-Haushalt mehr sein – zusätzlich zu den ohnehin schon gestiegenen Energiekosten. Der Grund für den Aufschlag, so Bild, liege in den höheren Kosten für die Stabilität der Netze. Offiziell sind die erhöhten Gebühren aber noch nicht bestätigt worden.

Kommunen wollen Energiepreisbremse

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert derweil eine Gas- und Strompreisbremse, um einen wirtschaftlichen Einbruch und Massenarbeitslosigkeit zu verhindern. Russland führe einen Wirtschaftskrieg gegen Deutschland, "deswegen brauchen wir jetzt die Bazooka in Form einer Gas- und Strompreisbremse", sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Kommunalverbandes der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). Das koste "viele Milliarden Euro", das Geld wäre aus Sicht von Landsberg aber gut angelegt.

Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, hatte am Donnerstag einen Energiepreisdeckel gefordert. Dieser solle bis zu zwei Jahre gelten. Auch aus Bremen gibt es Forderungen, die Gaspreise zu begrenzen. Die Kommunen warnten derweil davor, dass die Energiepreise der Stadtwerke um bis zu 60 Prozent steigen könnten.

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