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Flugtickets, Paketpreise, Kfz-Versicherung: Das ändert sich 2020 für Sie!

Das ändert sich 2020  

Auto, Energie, Reisen: Darauf müssen sich Verbraucher einstellen

31.12.2019, 16:22 Uhr
Das ändert sich 2020 für Verbraucher

Bahnfahren, Fliegen, Renten – 2020 ändert sich für viele Bürger eine ganze Menge. Von den Änderungen sind Millionen Menschen betroffen, hier sind die wichtigsten. (Quelle: dpa)

2020 steht vor der Tür: Das ändert sich für Verbraucher. (Quelle: dpa)


Fliegen wird teurer, Bahnfahren günstiger, für E-Autos steigt die Förderung und der Plastiktüte geht es an den Kragen. Was sich 2020 bei Klimaschutz und Mobilität ändert.

Wir haben die wichtigsten Änderungen, die 2020 anstehen, für Sie zusammengefasst:

Höhere Steuern auf Flugtickets

Fliegen wird 2020 teurer. Der Grund ist die Erhöhung der Steuern auf Flugtickets zum April 2020. Dann wird die Luftverkehrsteuer für Flüge im Inland und in EU-Staaten um mehr als 5 Euro auf 13,03 Euro pro Ticket, für längere Flüge bis 6.000 Kilometer um knapp 10 Euro auf 33,01 Euro angehoben. Bei noch weiteren Flügen sollen 59,43 Euro fällig werden, etwa 18 Euro mehr als bislang. Airlines schlagen diese Steuer wohl zumindest teilweise auf die Flugpreise auf.

Bahntickets werden günstiger

Bahnfahren soll hingegen günstiger werden. Denn: Die Mehrwertsteuer für Bahntickets wird von 19 Prozent auf 7 Prozent gesenkt. Nach Auskunft der Deutschen Bahn soll die Senkung in Gänze an die Bahnkunden weitergegeben werden. Dadurch würde sich ein Bruttopreisvorteil von 10 Prozent ergeben.

Gebäudesanierung absetzbar

Wer in seiner Eigentumswohnung oder in seinem Haus Wände, Decken oder Dach dämmt, Fenster, Türen, Lüftungen oder Heizungen erneuert oder digitale Anlagen zum Energiesparen einbaut, soll ab 2020 über drei Jahre steuerlich gefördert werden. Voraussetzung: Die Immobilie ist älter als zehn Jahre. Die Fördermöglichkeit soll zunächst zehn Jahre bestehen. Vorgesehen ist, dass 20 Prozent der Kosten und maximal insgesamt 40.000 Euro je Haus oder Wohnung über drei Jahre verteilt von der Steuerschuld abgezogen werden können.

EEG-Umlage steigt

Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) steigt die Umlage in 2020 um 5,5 Prozent auf dann 6,756 Cent pro Kilowattstunde. Damit erhöhen sich auch die Kosten für Stromkunden.

Verbot von Plastiktüten

In der ersten Jahreshälfte tritt das sogenannte Plastiktüten-Verbot in Kraft. Es geht jedoch nicht allen Plastiktragetaschen an den Kragen: Vom Verbot betroffen sind leichte Kunststofftragetaschen mit einer Wandstärke zwischen 15 und 50 Mikrometern. Das gilt im Übrigen auch für bioabbaubare oder biobasierte Tüten. Bei Verstößen drohen künftig Bußgelder von bis zu 100.000 Euro. Ausgenommen von dem Verbot sind sehr leichte Kunststofftragetaschen mit einer Wandstärke von weniger als 15 Mikrometern – sogenannte Hemdchenbeutel oder Knotenbeutel, die im Handel von Verbrauchern vor allem für den Transport von losem Obst und Gemüse verwendet werden.



Deutsche Post DHL erhöht Paketpreise

Die Deutsche Post DHL nimmt ab 1. Januar 2020 mehr Geld für das Versenden von Päckchen und Paketen. Im Schnitt steigen die Preise um 3 Prozent. Der Konzern reagiere damit auf allgemein gestiegene Personal- und Transportkosten.

Im Einzelnen steigen die Online- und die Filialpreise für das Päckchen M, Pakete bis 2 Kilogramm, 10 Kilogramm und 31,5 Kilogramm sowie der Onlinepreis für das Paket bis 5 Kilogramm, wie DHL weiter mitteilte.

Umweltbonus für Elektroautos

Bundesregierung und Autoindustrie haben sich auf Erhöhungen und eine Verlängerung der E-Auto-Kaufprämie bis 2025 geeinigt. Der Stromer muss sich dafür auf der Bafa-Liste der förderungsfähigen Autos befinden. Allerdings steht noch die Zusage der Europäischen Union aus, in welcher Höhe die Elektromobilität gefördert wird. Dementsprechend ist der genaue Umweltbonus für den Kauf eines E-Autos noch nicht offiziell bekannt. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass Autos mit Elektroantrieb und Brennstoffzelle künftig bis zu einem Nettolistenpreis von 40.000 Euro mit 6.000 Euro (bisher 4.000 Euro) Prämie gefördert werden. Bis 65.000 Euro wären es 5.000 Euro.

Auch der Zuschlag für E-Hybrid-Modelle soll nach Angaben der Regierung steigen: In der Preisklasse unter 40.000 Euro sind 4.500 Euro vorgesehen (bislang 3.000 Euro). Die Preisklasse über 40.000 Euro soll mit 4.000 Euro gefördert werden. Damit ein Plug-in-Hybrid auf die Liste der förderfähigen Autos kommt, darf er im Normtest nicht mehr als 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen.

Die Förderung galt bislang nur für Neufahrzeuge. Die Bundesregierung prüft nach eigenen Angaben jedoch, wie künftig auch "junge Gebrauchte" gefördert werden können.


Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, welches für die Antragsprüfung zuständig ist, erklärt auf seiner Internetseite: "Die Bundesregierung arbeitet mit Hochdruck an der raschen Umsetzung der Vorgaben des Autogipfels und des Klimakabinetts zur Anpassung des sogenannten Umweltbonus. Die angepasste Förderrichtlinie soll nach beihilferechtlicher Prüfung durch EU-KOM so bald wie möglich in Kraft treten."

Neue Typenklassen bei der Kfz-Versicherung

Für rund jeden vierten Kfz-Haftpflichtversicherten in Deutschland ändert sich 2020 die Einstufung in der Typklasse. Knapp 6,5 Millionen (16 Prozent) kommen mit ihrem Auto im Vergleich zum Vorjahr in eine höhere Klasse, rund 4,6 Millionen rutschen in eine niedrigere (11 Prozent). Für fast drei Viertel (73 Prozent) der Versicherten ändert sich nichts. Rund 29,7 Millionen Autofahrer bleiben damit in der Typklasse des Vorjahres.

Bei der Vollkaskoversicherung bleibt etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) in derselben Klasse. 45 Prozent können von einer niedrigeren Einstufung profitieren, während rund 2 Prozent in eine höhere Klasse kommen. In der Teilkasko bleibt es für 62 Prozent bei der Vorjahreseinstufung. Mehr als jeder Dritte (35 Prozent) rutscht in eine günstigere Klasse, für 3 Prozent geht es rauf.

Verwendete Quellen:
  • Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz
  • Bundesministerium für Gesundheit
  • Verbraucherzentrale Bundesverband
  • Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, AFP
  • Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
  • weitere Quellen
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