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Heizölpreis aktuell: Iranischer Widerstand bewegt Rohölpreise aufwärts

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 (Quelle: Mobene)

Heizölpreise aktuell

Iranischer Widerstand bewegt Rohölpreise aufwärts

Heizöl-Marktbericht aktuell: Iranischer Widerstand bewegt Rohölpreise aufwärts Die Entwicklung des Heizölpreises im aktuellen Marktbericht. (Quelle: imago/Chromeorange)

Der Marktbericht informiert täglich, wie sich der Heizölpreis entwickelt. (Quelle: Chromeorange/imago)

+++ Heizöl-Marktbericht vom 22. Juni 2018 +++

Heute steht der Ölmarkt ganz im Zeichen des OPEC-Treffens. Marktteilnehmer warten gespannt auf den Ausgang der Gespräche zwischen den seit Anfang 2017 an den Produktionskürzungen beteiligten Ölproduzenten, die in Wien über ihre künftige Förderstrategie beraten. Ministerstatements der vergangenen Tage haben bereits durchscheinen lassen, dass die Besprechung intensiver Natur sein wird. Intern scheint es gravierende Meinungsunterschiede zu geben. Nicht nur über den Umfang möglicher Fördersteigerungen, sondern auch über das Steigerungsvorhaben selbst herrscht Uneinigkeit. So hat sich Russland für eine Anhebung der Förderraten um 1,5 Millionen Barrel pro Tag ausgesprochen, während Saudi-Arabien eine Steigerung um eine Million Barrel pro Tag befürwortet und kleinere Ölproduzenten wie der Iran den Steigerungsplänen grundsätzlich nicht zustimmen wollen. Diese Differenzen sind voraussichtlich schwer auszuräumen. Dennoch ist mit dem gestrigen Tag eine Lockerung der laufenden Förderlimits wahrscheinlicher geworden. Das Joint Ministerial Monitoring Committe (JMMC) der OPEC hat seine Empfehlung abgegeben.

JMMC unterstützt saudi-arabischen Vorschlag
Nach Analyse der aktuellen Marktlage ist das JMMC zu dem Schluss gekommen, dass eine Anhebung der OPEC-Produktionsrate sinnvoll wäre. Das Komitee rät zu einer Fördersteigerung um eine Million Barrel pro Tag und geht somit mit den Plänen Saudi-Arabiens. Von dem irakischen Vorschlag, die Produktion schrittweise auszubauen, rät das JMMC indes ab. Das JMMC wurde ursprünglich eingerichtet, um die Einhaltung der Produktionskürzungen zu überwachen. Zu seinem Aufgabenbereich zählt zudem, den globalen Ölmarkt zu beobachten und die OPEC hinsichtlich zu ergreifender Maßnahmen zu beraten. Die Empfehlung des JMMC ist somit unverbindlich. Sie dient den versammelten Ministern heute lediglich als Orientierung bietende Entscheidungsgrundlage.
Welche Förderstrategie die OPEC ab Juli verfolgen wird, ist also weiterhin offen. Bislang sind schließlich noch nicht alle OPEC-Mitgliedsstaaten an Bord. Aus iranischen Kreisen hieß es gestern zunächst, man erwäge eine Zustimmung, sofern die Produktionssteigerung nicht auf Drängen der USA erfolge. In der Nacht betonte Irans Ölminister Bijan Zanganeh jedoch, man sei einer Einigung nicht nahe und er rechne nicht mit dem Zustandekommen einer Vereinbarung. Der saudi-arabische Energieminister Khalid Al-Falih ist hingegen der Ansicht, eine Förderanhebung sei unabdingbar. Al-Falih zufolge wird Saudi-Arabien es nicht zu einer Unterversorgung kommen lassen. Analysten gehen davon aus, dass sich der OPEC-Ministerkreis heute auf einen Kompromiss einigen wird. Um unentschlossene oder widerstrebende Staaten wie Venezuela und den Iran ins Boot zu holen, könnte eine moderatere Produktionssteigerung um 500.000 bis 600.000 Barrel pro Tag beschlossen werden.

Widersprüchliche Meldungen aus Libyen
Die libyschen Exporthäfen Es Sider und Ras Lanuf sind in dieser Woche durch Kämpfe stark beschädigt worden. Medienberichten zufolge haben unter anderem Öltanks gebrannt. Im Zuge dessen wurde die libysche Ölförderung um mehr als 450.000 Barrel pro Tag zurückgefahren. Die National Oil Corporation (NOC) des OPEC-Mitgliedsstaates meldete, der Wiederaufbau der Infrastruktur werde Jahre dauern und es sei nicht von einer baldigen Erholung auszugehen. Laut dem jüngsten Statement der NOC könnte der Exporthafen Ras Lanuf jedoch schon in Kürze wieder in Betrieb genommen werden. Derzeit würden Reparaturen durchgeführt. Augenzeugen berichten indes davon, dass ein dritter Öltank auf dem Hafengelände brennen soll und die Exportstation noch weit vom Normalbetrieb entfernt sei. Die instabile und undurchsichtige Förderlage in Libyen stützt die Rohölpreise am Morgen gemeinsam mit der vom US-amerikanischen Department of Energy verzeichneten bullishen Nachfrageentwicklung. Auch der iranische Pessimismus hinsichtlich einer heutigen OPEC-Einigung wirkt am Markt bullish. Die Rohölpreise befinden sich daher momentan im Aufwärtstrend. WTI wird bei 66,38 US-Dollar gehandelt, während ein Barrel der Nordseesorte Brent 74,01 US-Dollar kostet. Beide Referenzöle haben somit bereits 60 Cent auf ihre heutigen Eröffnungskurse gewonnen. Die Heizölpreise hatten sich in den vergangenen Tagen aufwärts bewegt und sich der 70-Euro-Marke genähert. Zum Wochenende geben sie hierzulande nach. Aktuell kosten 100 Liter Heizöl im Deutschlanddurchschnitt 68,46 Euro. Damit befinden sich die Heizölpreise nicht nur auf ihrem Monatstief, sondern zugleich auf dem niedrigsten Stand seit Anfang Mai.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 21. Juni 2018 +++

Kurz vor dem ersten offiziellen OPEC-Treffen in diesem Jahr sind Marktteilnehmer weiterhin unentschlossen. Es herrscht Ungewissheit über den Ausgang der Gespräche. Die Rohölpreise entwickeln sich daher bereits seit Montag unbeständig. Gestern Nachmittag war die Stimmung dann zum ersten Mal seit einer Weile wieder eindeutig bullish. Aufwärtspotenzial bestand zum einen, da sich Vermutungen über eine ohne Beschluss endende OPEC-Versammlung mehrten. Zum anderen wirkte bullish, dass die libysche Ölförderung um 450.000 Barrel pro Tag eingebrochen ist und die National Oil Corporation des OPEC-Mitgliedsstaates nicht mit einer zügigen Erholung rechnet. Der Bestandsbericht des US-amerikanischen Department of Energy (DOE) lieferte die dritte Grundlage für die Aufwärtsbewegung am Ölmarkt, von der besonders WTI profitierte.

DOE: US-Rohölbestand mit deutlichem Rückgang
Die US-weiten Vorräte an Rohöl sind zuletzt stark reduziert worden, während die Produktbestände ausgebaut wurden. Das geht aus dem gestern veröffentlichten Report des DOE hervor. Der Rohölbestand sei um 5,9 Millionen Barrel zurückgegangen. Dabei waren das American Petroleum Institute (API) und Analysten in vorherigen Einschätzungen von Abbauten um maximal drei Millionen Barrel ausgegangen. Die vom DOE verzeichnete Bestandsverkleinerung ist somit bullish zu interpretieren. Zurückzuführen ist die Vorratsentwicklung auf die gestiegene Raffinerieauslastung, die Zunahme der Ölexporte sowie die stagnierende Ölförderung. Dass die USA mehr Öl importiert haben, scheint sich hingegen nicht nachhaltig in den Beständen niedergeschlagen zu haben.
Bearishe Daten hielt der DOE-Bericht in den Produktkategorien bereit. Der Bestand an Destillaten sei um 2,7 Millionen Barrel ausgebaut worden, während der Benzinvorrat um 3,3 Millionen Barrel zugelegt habe. Analysten hatten im Vorfeld mit leichten Rückgängen gerechnet. Das API hatte indes geringe Aufbauten verzeichnet. Entgegen aller Prognosen ist die Entwicklung der Produktbestände laut DOE somit eindeutig bearish ausgefallen. Insgesamt lieferte der DOE-Report also in gegensätzliche Richtungen weisende Impulse. Gestern konzentrierten sich Anleger und Analysten auf die bullishen Aspekte. Der Rückgang des US-Rohölvorrats, der Einbruch der libyschen Ölförderung und die Zerrissenheit der OPEC ließen WTI mehr als einen US-Dollar oberhalb seines Eröffnungskurses schließen. Heute wendet sich das Blatt und die Rohölpreise tendieren am Morgen abwärts. WTI wird aktuell bei 65,44 US-Dollar gehandelt. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet 74,29 US-Dollar. Dass die OPEC morgen womöglich doch noch einen Kompromiss finden könnte, begründet die Abwärtsbewegung. Die Heizölpreise orientieren sich indes aufwärts und nähern sich erneut der 70-Euro-Marke, die ihren vorherigen Seitwärtstrend bestimmt hat. Im Deutschlanddurchschnitt kosten 100 Liter Heizöl heute 69,51 Euro.

OPEC: Kompromiss wahrscheinlich
Nachdem sich der Iran in den vergangenen Tagen intensiv gegen die geplante Produktionssteigerung der OPEC gewehrt hat, stimmt der OPEC-Mitgliedsstaat nun mildere Töne an. Den iranischen Vertretern zufolge wird man dem Vorschlag zustimmen, sofern die Strategieänderung nicht auf Drängen der USA erfolge. Vor Kurzem war bekannt geworden, dass sich die US-Regierung vor Ankündigung der Sanktionen gegen den Iran an Saudi-Arabien gewandt und um die Steigerung der OPEC-Produktionsraten gebeten hatte. Die OPEC stritt allerdings ab, dass die Steigerungspläne eine Reaktion auf eine US-Anfrage sind. Morgen werden die an dem seit Anfang 2017 laufenden Abkommen über die Produktionskürzungen beteiligten Staaten diskutieren, welche Förderpolitik angesichts der aktuellen Marktsituation zu verfolgen ist. Zur Debatte steht die von Russland präferierte Anhebung um 1,5 Millionen Barrel pro Tag sowie eine moderatere Produktionssteigerung um 300.000 bis 600.000 Barrel pro Tag.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 20. Juni 2018 +++

In dieser Woche ist die Handelsspanne am Ölmarkt bislang gering. Die Rohölpreise schwanken im Bereich von nur einem US-Dollar, sehen sich allerdings häufigen Richtungsänderungen ausgesetzt. Den Montag beendeten sie mit Gewinnen, gestern schlossen sie mit Verlusten und am heutigen Morgen legen sie wieder zu. Dieses Auf und Ab verdeutlicht die Unentschlossenheit der Marktteilnehmer, die vor dem OPEC-Treffen am Freitag eine abwartende Haltung eingenommen haben. In zwei Tagen werden in Wien die an den Produktionskürzungen beteiligten Staaten zusammenkommen und über ihre künftige Förderstrategie beraten. Bereits im Vorfeld haben sich drei Lager herauskristallisiert. Russland befürwortet eine Produktionssteigerung um 1,5 Millionen Barrel pro Tag und somit die drastischste Strategieänderung. Andere Ölproduzenten haben indes ein moderateres Vorgehen vorgeschlagen und präferieren eine Förderanhebung um 300.000 bis 600.000 Barrel pro Tag. Dem dritten Lager gehören die Gegner der Produktionssteigerung an. Hierzu zählen kleinere OPEC-Mitgliedsstaaten wie der Iran, der Irak und Venezuela, die für eine Beibehaltung der Förderlimits plädieren. Angesichts der internen Zerrissenheit könnte das OPEC-Meeting ohne Beschluss bleiben.

Iran erwartet keine Einigung
Das bevorstehende Treffen der OPEC wird von Marktteilnehmern mit besonderer Spannung erwartet, da sein Ausgang bislang ungewiss ist. Es ist nicht sicher, dass die Wortführer Russland und Saudi-Arabien ihre Steigerungspläne tatsächlich durchsetzen können. Schließlich muss eine Änderung der Produktionsraten einstimmig beschlossen werden. Der iranische Ölminister Bijan Zanganeh stellt sich daher auf ein Treffen ohne Einigung ein. Nach seiner Anreise betonte Zanganeh gegenüber Reportern, der Iran sei gegen eine Anhebung der OPEC-Ölförderung. Bereits zuvor hatte es aus dem Iran geheißen, man werde gegen die Produktionssteigerung stimmen. Auch der irakische Ölminister bekräftigte in Wien, er ziehe einen Ausbau der Förderung nicht in Betracht. Die OPEC steht somit vor richtungsweisenden Gesprächen, die ohne Einigung oder mit einer gespaltenen Organisation enden könnten.

Libyen vor jahrelanger Phase des Wiederaufbaus
Die libyschen Exporthäfen Es Sider und Ras Lanuf wurden vor wenigen Tagen im Zuge von Kämpfen angegriffen und massiv beschädigt. Infolgedessen ist die Ölförderung des OPEC-Mitgliedsstaates um ungefähr 400.000 Barrel pro Tag zurückgegangen. Die National Oil Corporation Libyens rechnet damit, dass der Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur Jahre dauern und sich die nationale Ölförderung entsprechend langsam erholen wird. Da dieser Fördereinbruch die internationale Angebotsknappheit verschärfen könnte, steigen die Rohölpreise am Morgen. WTI wird bei 65,40 US-Dollar gehandelt, während ein Barrel der Nordseesorte Brent 75,41 US-Dollar kostet. Beide Referenzöle liegen damit bereits ungefähr 30 Cent oberhalb ihrer heutigen Eröffnungskurse. Über mehrere Wochen hinweg war die Preisentwicklung am Heizölmarkt von einem Seitwärtstrend bestimmt, bis dieser gestern durchbrochen wurde. Die Heizölpreise gingen zurück und lagen anschließend zum ersten Mal seit Anfang Mai unterhalb der Schwelle von 69 Euro. Heute knacken sie diese Marke wieder. Im Deutschlanddurchschnitt kosten 100 Liter Heizöl 69,26 Euro. Obwohl sie im Vergleich zum Vortag zugelegt haben, befinden sich die Heizölpreise noch immer auf dem niedrigsten Niveau seit einem Monat. Der Bestandsbericht des American Petroleum Institute gerät vor den Spekulationen über das OPEC-Treffen in den Hintergrund. Auch der nachmittägliche Vergleichsreport des US-amerikanischen Department of Energy wird voraussichtlich keinen nachhaltigen Impuls setzen, sollte er keine eindeutigen Überraschungen enthalten.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 19. Juni 2018 +++

Vor dem Wochenende haben die Rohölpreise in New York und London deutlich nachgegeben. Der sich zuspitzende Handelsstreit zwischen den USA und China hatte WTI und Brent am Freitag mit Verlusten von mehr als zwei US-Dollar schließen lassen. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor bekannt gegeben, die US-Regierung habe die Einführung von Wirtschaftssanktionen gegen China geprüft und werde wie angekündigt Strafzölle auf chinesische Produkte im Wert von 50 Milliarden US-Dollar erheben. China zog umgehend nach und vermeldete die Einführung von Strafzöllen auf US-Güter im selben Wert ab Anfang Juli. Zu Beginn dieser Woche haben die USA zu einem weiteren Schlag ausgeholt. Trump betonte, China würden zusätzliche Strafzölle für Handelswaren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar drohen, sollte das Land nicht von seinen Sanktionsplänen abrücken. Auf die Rohölpreise hat der handelspolitische Schlagabtausch eine belastende Wirkung. Hohe Zölle könnten mittel- bis langfristig die Wirtschaftskraft der beteiligten Staaten und folglich den internationalen Warenverkehr beeinträchtigen. Auch die derzeit hohe Nachfrage nach Mineralölprodukten würde dann auf der Kippe stehen. Vor diesem Hintergrund können WTI und Brent ihre gestern eingefahrenen Gewinne am Morgen nicht mehr halten und tendieren abwärts.

OPEC: Moderate Produktionssteigerung als Kompromiss?
Die inzwischen seit Wochen diskutierte Produktionssteigerung der OPEC könnte verhaltener ausfallen als zunächst angenommen. Saudi-Arabien hatte ursprünglich vorgeschlagen, man könne die Förderraten um bis zu eine Million Barrel pro Tag steigern. Russland befürwortete indes eine Anhebung um 1,5 Millionen Barrel pro Tag. Da in den vergangenen Tagen aus kleineren OPEC-Mitgliedsstaaten zunehmend Protest an den Plänen der beiden Wortführer aufkam, scheinen sich Saudi-Arabien und Russland für einen Kompromiss bereit zu zeigen. Intern wird Medienberichten zufolge eine moderatere Produktionssteigerung um 300.000 bis 600.000 Barrel pro Tag diskutiert. Fraglich ist, ob sanktionsbetroffene Ölproduzenten wie Venezuela und der Iran dem abgeschwächten Steigerungsvorhaben am Freitag zustimmen werden. Ihre Kritik, die OPEC-Partnerstaaten würden mit einer Strategieänderung die Sanktionen der USA unterstützen, wäre schließlich nicht ausgeräumt.

Saudi-Arabien: Ölexporte bereits ausgebaut
Obwohl die offizielle Entscheidung der OPEC über die künftige Förderpolitik der Organisation noch aussteht, hat Saudi-Arabien bereits gehandelt. Nicht nur die Ölförderung wurde, wie von saudi-arabischer Seite bestätigt, gesteigert. Auch die Ölexporte haben neuen Schätzungen zufolge in der ersten Junihälfte deutlich zugelegt. Hat Saudi-Arabien noch im Mai durchschnittlich 7,14 Millionen Barrel pro Tag exportiert, sind es im Juni bislang 7,34 Millionen Barrel pro Tag. Durch die Anhebung um 200.000 Barrel pro Tag haben die saudi-arabischen Ölexporte ihr höchstes Niveau seit mehr als einem Jahr erreicht. Die Exportentwicklung lässt darauf schließen, dass Saudi-Arabien nicht von seinen Steigerungsplänen für die OPEC-Gemeinschaft abrücken wird. Am Freitag scheint entsprechend wenig Verhandlungsspielraum zu bestehen, was am Markt für bearishe Stimmung sorgt. Die Rohölpreise orientieren sich daher am Morgen abwärts. WTI wird bei 65,28 US-Dollar gehandelt, während ein Barrel der Nordseesorte Brent 74,69 US-Dollar kostet. Die Heizölpreise hatten sich seit Anfang des Monats nahe der 70-Euro-Schwelle seitwärts bewegt. Mit dem heutigen Tag endet ihr wochenlanger Seitwärtstrend. Im Vergleich zum Vortag sind die Preise hierzulande um ungefähr einen Eurogesunken und befinden sich nun auf dem niedrigsten Niveau seit mehr als einem Monat. Aktuell kosten 100 Liter Heizöl im Deutschlanddurchschnitt 68,98 Euro.

+++ Heizöl-Marktbericht vom 18. Juni 2018 +++

Die Woche der Entscheidung ist gekommen. Am Freitag werden die an den OPEC-Produktionskürzungen beteiligten Staaten in Wien zusammenkommen, über die aktuelle Marktsituation beraten und ihre künftige Föderstrategie festlegen. Die Diskussionen der vergangenen Wochen deuten darauf hin, dass der Ausgang der Gespräche unvorhersehbar ist und das Treffen intensive Auseinandersetzungen bereithalten wird. Zwar sind sich Russland und Saudi-Arabien einig darüber, dass die OPEC-Abkommenspartner ihre Ölförderung schrittweise steigern und die Förderlimits lockern sollten. Allerdings mehrten sich zuletzt Proteste aus dem gegnerischen Lager. Kleinere ölproduzierende Staaten wie Venezuela, der Irak und der Iran hatten sich jüngst zu Wort gemeldet und die Pläne Russlands und Saudi-Arabiens kritisiert. Nun legt der iranische OPEC-Repräsentant Hossein Kazempour Ardebili nach. Ardebili zufolge werden am Freitag drei Gründungsmitglieder der OPEC gegen die Produktionssteigerungen stimmen und das Vorhaben stoppen. Somit bleibt offen, welches Ende das OPEC-Treffen nehmen wird. Saudi-Arabien und Russland hatten die Steigerungsdebatte vor Kurzem angestoßen, da die Versorgungslage knapp ist und sich angesichts der venezolanischen Produktionsausfälle und des möglichen Einbruchs der iranischen Ölförderung verschärfen könnte.

USA und China vor Einführung von Strafzöllen
Der Handelsstreit zwischen den USA und China geht in die nächste Runde. Beide Staaten kündigten bereits Ende März an, ausgewählte Produkte des jeweils anderen mit Strafzöllen zu belegen. Am Donnerstag hat sich US-Präsident Donald Trump erneut mit seinen Beratern abgestimmt und beschlossen, für chinesische Importprodukte im Wert von 50 Milliarden US-Dollar Strafzölle in Höhe von 25 Prozent einzuführen. Wann die Wirtschaftssanktionen in Kraft treten sollen, geht nicht aus der Erklärung hervor. China reagierte umgehend auf die Pläne der USA und gab bekannt, man werde US-amerikanische Güter im Wert von ebenfalls 50 Milliarden US-Dollar ab dem 6. Juli mit Strafzöllen belegen. Die Zuspitzung des Handelsstreits zwischen den USA und China sorgt am Markt für bearishe Stimmung. China ist als bevölkerungsreichstes Land der Welt der bedeutendste Ölnachfrager. Sollte es durch einen Handelskrieg mit den USA an Wirtschaftskraft verlieren, könnte dies die internationale Ölnachfrage belasten und die Preise reduzieren.
Vor dem Hintergrund des anstehenden OPEC-Treffens und des Handelsstreits zwischen den USA und China starten Marktteilnehmer mit bearishen Impulsen in die neue Handelswoche. Die Rohölpreise verfügen am Morgen über entsprechendes Abwärtspotenzial. WTI wird bei 64,02 US-Dollar gehandelt, während ein Barrel Brent 73,00 US-Dollar kostet. Die Heizölpreise bewegen sich hierzulande indes weiterhin seitwärts. Nachdem sie vor einem Monat mit mehr als 73 Euroihren höchsten Stand seit mehreren Jahren erreicht haben, gaben sie bis Anfang Juni um drei Euronach. Seit zehn Tagen befinden sie sich nun nahe der 70-Euro-Marke im Seitwärtstrend. Aktuell kosten 100 Liter Heizöl im Deutschlanddurchschnitt 69,84 Euro.

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