• Home
  • Wirtschaft & Finanzen
  • Geld & Vorsorge
  • Hohe Verbraucherpreise: Inflation springt im MĂ€rz ĂŒber sieben Prozent


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextRussland stellt GasvertrĂ€ge infrageSymbolbild fĂŒr einen TextHier leben die unglĂŒcklichsten MenschenSymbolbild fĂŒr einen TextKondomhersteller ist pleiteSymbolbild fĂŒr ein VideoBritische Rakete zerstört Russen-HelikopterSymbolbild fĂŒr einen TextBoris Becker klagt gegen Oliver PocherSymbolbild fĂŒr einen TextSchottland: Neues UnabhĂ€ngigkeits-VotumSymbolbild fĂŒr einen TextKomiker Nick Nemeroff stirbt mit 32Symbolbild fĂŒr ein VideoInsel bereitet sich auf Untergang vorSymbolbild fĂŒr einen TextSylt: Edelrestaurant muss schließenSymbolbild fĂŒr einen TextFĂŒhrerschein auf dem Handy – so geht'sSymbolbild fĂŒr einen TextKind in Kanal: Ermittler ziehen FazitSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserDjokovic droht nĂ€chstes Corona-ProblemSymbolbild fĂŒr einen TextDieses StĂ€dteaufbauspiel wird Sie fesseln

Inflation springt im MĂ€rz ĂŒber sieben Prozent

Von dpa
Aktualisiert am 12.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Verbraucher spĂŒren die Inflation an den Tankstellen, doch nicht nur da: Auch Lebensmittel sind zuletzt deutlich teurer werden.
Verbraucher spĂŒren die Inflation an den Tankstellen, doch nicht nur da: Auch Lebensmittel sind zuletzt deutlich teurer werden. Ein Ende des Trends ist noch nicht in Sicht. (Quelle: Marijan Murat/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Wiesbaden (dpa) - Das Leben in Deutschland hat sich nach Beginn des Ukraine-Kriegs sprunghaft verteuert und eine Entspannung bei den Verbraucherpreisen ist vorerst nicht in Sicht. Nach EinschĂ€tzung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) haben sich die Inflationsrisiken nochmals deutlich erhöht. "Zentraler Treiber fĂŒr den Höhenflug der Verbraucherpreise sind derzeit vor allem die durch den Krieg in der Ukraine stark beeinflussten Rohölnotierungen", erlĂ€uterte BVR-Vorstand Andreas Martin.

Angeheizt von massiv gestiegenen Energiepreisen kletterte dieJahresinflationsrate im MÀrz auf 7,3 Prozent. Das Statistische Bundesamt bestÀtigte damit am Dienstag eine erste SchÀtzung. Es ist die höchste Teuerungsrate im wiedervereinigten Deutschland. In den alten BundeslÀndern gab es einen Àhnlich hohen Wert zuletzt im Herbst 1981.

Im Februar hatte die Jahresinflationsrate noch bei 5,1 Prozent gelegen. Höhere Teuerungsraten schmĂ€lern die Kaufkraft von Verbraucherinnen und Verbrauchern, weil sie sich fĂŒr einen Euro dann weniger leisten können.

Energiepreise Haupttreiber der Inflation

Der russische Angriff auf die Ukraine Ende Februar trieb die schon seit Monaten steigenden Öl- und Gaspreise weiter nach oben. Im MĂ€rz verteuerte sich leichtes Heizöl gegenĂŒber dem Vorjahresmonat um mehr als das Doppelte (plus 144,0 Prozent). Der Besuch an der Tankstelle kostete 47,4 Prozent und Erdgas 41,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Sprengmeister Erdoğan – Jetzt droht der große Knall
Recep Tayyip Erdoğan: Der tĂŒrkische PrĂ€sident blockiert die Aufnahme von Schweden und Finnland in die Nato.


Auch fĂŒr Strom und feste Brennstoffe wie Kohle mussten Verbraucherinnen und Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. Ohne Energie hĂ€tte die Inflationsrate bei 3,6 Prozent gelegen.

Doch nicht nur an der Tankstelle und auf der Heizkostenrechnung ist der Blick auf die Preise fĂŒr viele Verbraucher ein Schock. Auch Lebensmittel werden immer teurer. Im MĂ€rz kosteten Nahrungsmittel 6,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Preisauftrieb beschleunigte sich damit (Februar: plus 5,3 Prozent). Teurer wurden vor allem Speisefette und Speiseöle (plus 17,2 Prozent) sowie frisches GemĂŒse (+14,8 Prozent).

Entspannung nicht in Sicht

Ein Ende des Anstiegs der Lebensmittelpreise ist vorerst nicht in Sicht. So kĂŒndigten jĂŒngst verschiedene Supermarktketten weitere Preiserhöhungen fĂŒr bestimmte Produkte an, darunter Discount-MarktfĂŒhrer Aldi. Es werde an der Supermarktkasse erst einmal keine anhaltende AbwĂ€rtsbewegung mehr geben, meinte auch Josef Sanktjohanser, PrĂ€sident des Handelsverbands Deutschland (HDE).

GegenĂŒber dem Vormonat Februar kletterten die Verbraucherpreise im MĂ€rz insgesamt um 2,5 Prozent.

Die Dynamik zeigt sich auch an den Großhandelspreisen, die im MĂ€rz gegenĂŒber dem Vorjahresmonat um 22,6 Prozent stiegen. Dabei dĂŒrften auch die ersten Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine sichtbar sein, erklĂ€rten die Statistiker. Erhebungsstichtag war der 5. MĂ€rz.

Inflation belastet immer mehr Menschen

FĂŒr immer mehr Menschen werden gestiegene Verbraucherpreise zur Belastung. Etwa jeder siebte Erwachsene in Deutschland (15,2 Prozent) kann nach eigenen Angaben laut einer Yougov-Umfrage im Auftrag der Postbank von Ende MĂ€rz kaum noch seine Lebenshaltungskosten bestreiten. Bei der Vergleichsumfrage im Januar lag der Anteil noch bei 11 Prozent. Zwei Drittel der 2144 Befragten gaben an, dass sie ihre Ausgaben aufgrund der steigenden Preise verringert haben.

Vor dem Hintergrund gestiegener Energiepreise einigte sich die Ampel-Koalition auf ein zweites Paket zur Entlastung der Verbraucher. Geplant sind unter anderem eine Energiepreispauschale, eine Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe fĂŒr drei Monate sowie Hilfen fĂŒr Familien und Geringverdiener.

Ökonomen rechnen fĂŒr das Gesamtjahr derzeit mit einer durchschnittlichen Teuerungsrate von mehr als sechs Prozent in Europas grĂ¶ĂŸter Volkswirtschaft.

EZB zieht Gegenmaßnahmen in Betracht

Das wichtigste Ziel der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) gerĂ€t damit in immer weitere Ferne: Die Notenbank strebt im Euroraum mittelfristigstabile Preisebei einer Teuerungsrate von zwei Prozent an. Ökonomen schließen eine EZB-Leitzinserhöhung in diesem Jahr nicht mehr aus. Mit höheren Zinsen kann eine steigendeInflationim Euroraum bekĂ€mpft werden, gegen hohe Energiepreise können Notenbanken allerdings nicht viel machen.

Die WĂ€hrungshĂŒter haben aber ein Auge darauf, dass es nicht zu einer gefĂ€hrlichen Lohn-Preis-Spirale kommt. Klettern die Löhne als Reaktion auf hohe Inflationsraten zu stark, könnte das die Preise weiter anheizen, weil Unternehmen gestiegene Löhne als Rechtfertigung von weiteren Preiserhöhungen heranziehen. Löhne und Preise schaukeln sich dann gegenseitig hoch. Bislang sieht die EZB aber noch keine Anzeichen fĂŒr eine solche Entwicklung.

Im gemeinsamen WĂ€hrungsraum erreichte dieTeuerungsrate im MĂ€rzmit 7,5 Prozent den höchsten Stand seit EinfĂŒhrung des Euro als VerrechnungswĂ€hrung 1999. Bislang hat die EZB in Aussicht gestellt, ihre milliardenschweren AnleihenkĂ€ufe schneller zurĂŒckzufahren als zuvor geplant. Im dritten Quartal könnte demnach der Ankauf zusĂ€tzlicher Anleihen von Staaten und Unternehmen eingestellt werden. Wann genau danach die Zinsen angehoben werden, ließen die WĂ€hrungshĂŒter offen. Der EZB-Rat kommt an diesem Donnerstag zu seiner nĂ€chsten Sitzung zusammen.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
  • Christine Holthoff
Von Christine Holthoff
DeutschlandEZBLebensmittelTankstelleUkraineWiesbaden
Ratgeber Aktien










t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website