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EU erwartet 2021 hohe Inflationsrate fĂŒr Deutschland

dpa, Verena Schmitt

Aktualisiert am 11.02.2021Lesedauer: 3 Min.
EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni: Die EuropÀische Union erwartet, dass die Konjunktur bald wieder anzieht.
EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni: Die EuropÀische Union erwartet, dass die Konjunktur bald wieder anzieht. (Quelle: Kenzo Tribouillard/Reuters-bilder)
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2020 war wirtschaftlich ein Katastrophenjahr. Nun soll es in wenigen Wochen wieder aufwĂ€rts gehen. Die EU-Kommission weckt Optimismus – weiß aber auch, dass ihre Prognose wacklig ist.

Das Wichtigste im Überblick


  • Die Zahlen
  • Die Lage in Deutschland
  • Die Chancen
  • Die Risiken
  • Der Joker

Paolo Gentiloni bemĂŒhte "das sprichwörtliche Licht am Ende des sprichwörtlichen Tunnels". Nach dem historischen Einbruch im Pandemiejahr 2020 soll Europas Wirtschaft ab FrĂŒhjahr wieder wachsen und ab Sommer Fahrt aufnehmen – wenn die Corona-Impfungen nun nach Plan gehen.

Das ist der Kern der Konjunkturprognose, die der EU-Wirtschaftskommissar am Donnerstag in BrĂŒssel prĂ€sentierte. Auch fĂŒr Deutschland wird krĂ€ftiges Wachstum erwartet, wenn auch etwas weniger als im EU-Schnitt.

Die Zahlen

2020 ging es wegen Corona und wegen der Pandemie steil abwĂ€rts – nach Daten der EU-Kommission schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone um 6,8 Prozent, in der EU insgesamt um 6,3 Prozent. So dramatisch der RĂŒckgang ausfiel, so blieb er doch etwa einen Prozentpunkt geringer als die noch schlimmeren Prognosen vom November.

Nun erwartet die Kommission fĂŒr die 19 Staaten der Eurozone in diesem und im nĂ€chsten Jahr jeweils 3,8 Prozent Wachstum, in den 27 Staaten der EuropĂ€ischen Union dieses Jahr 3,7 Prozent und 2022 dann 3,9 Prozent. "Die heutige Prognose bietet echte Hoffnung in einer Zeit großer Unsicherheit fĂŒr uns alle", meinte Kommissionsvize Valdis Dombrovskis.

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Die Lage in Deutschland

Deutschland liegt als grĂ¶ĂŸte Volkswirtschaft der Eurozone bei allen Zahlen etwas unter dem Schnitt. Das gilt fĂŒr den Absturz 2020, der mit 5,0 Prozent weniger schlimm ausfiel als in vielen anderen LĂ€ndern – Spanien etwa verzeichnete ein Minus von 11 Prozent, Italien 8,8 Prozent, Frankreich 8,3 Prozent. FĂŒr diese LĂ€nder wird nun eine etwas stĂ€rkere Erholung angenommen, wĂ€hrend das Wachstum fĂŒr Deutschland mit 3,2 Prozent 2021 und 3,1 Prozent 2022 prognostiziert wird.

AuffĂ€llig ist die fĂŒr 2021 erwartete Inflationsrate von 2,3 Prozent. Das ist mehr als in jedem anderen Eurostaat. Die Kommission sieht dafĂŒr zwei GrĂŒnde: die RĂŒcknahme der Mehrwertsteuer-ErmĂ€ĂŸigung sowie höhere Energiekosten durch die neue CO2-Abgabe zum Jahreswechsel. 2022 soll der Wert wieder auf 1,3 Prozent sinken.

Die Chancen

Die Kommission begrĂŒndet ihre Zuversicht vor allem mit den Impfprogrammen gegen Covid-19. Zugrunde liege die Annahme, dass das EU-Ziel erreicht werde, bis zum Ende des Sommers 70 Prozent der Erwachsenen zu impfen, sagte Gentiloni.

FĂŒr das erste Quartal geht die Prognose noch von starken Pandemie-BeschrĂ€nkungen aus, dann von schrittweisen Lockerungen. Das wĂŒrde vor allem den vom Lockdown besonders hart getroffenen Dienstleistern helfen.

Positiv wertet die Kommission auch den Abschluss des Brexit-Handelspakts in quasi letzter Minute im Dezember. Das verringere die negativen Folgen des britischen EU-Austritts um etwa ein Drittel, sagte Gentiloni. Die EU koste der Brexit nun bis Ende 2022 rund 0,5 Prozentpunkte Wirtschaftswachstum, Großbritannien 2,2 Prozentpunkte.

Die Risiken

Das Tempo der Impfungen und der Lockdown-Lockerung ist allerdings aus Sicht der Kommission auch ein Unsicherheitsfaktor. Gentiloni schloss nicht aus, dass die Impfkampagne schneller als gedacht vorankommen könnte, doch hĂ€lt er auch das Gegenteil fĂŒr möglich, was das Wachstum dĂ€mpfen könnte. Die Virusvarianten machen Sorge, ebenso die globale Infektionslage.

Unter den Risiken verbucht die Kommission auch mögliche wirtschaftliche Langzeitfolgen, etwa durch Pleitewellen und Jobverluste. Dies wĂŒrde auch dem Finanzsektor schaden, langfristige Arbeitslosigkeit in die Höhe treiben und Ungleichheiten verschĂ€rfen, warnte die Kommission.

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Der Joker

Der Effekt des europĂ€ischen Wiederaufbauprogramms im Wert von insgesamt 750 Milliarden Euro sei in der Prognose noch nicht vollstĂ€ndig verbucht, sagte Gentiloni. Der Aufbaufonds RRF mit 672,5 Milliarden Euro könnte im Sommer das erste Geld ausschĂŒtten. "Das bedeutet, dass die wirtschaftliche Erholung 2021 und 2022 stĂ€rker ausfallen sollte als in dieser Prognose, wenn die nationalen RRF-PlĂ€ne umgesetzt werden", sagte der Wirtschaftskommissar.

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