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Bundestagswahl | Volkswagen-Chef: Diess fordert höheren CO2-Preis


Zehn-Punkte-Plan
VW-Chef Diess fordert höheren CO2-Preis

Von t-online, mak

Aktualisiert am 27.09.2021Lesedauer: 2 Min.
Herbert Diess: Der VW-Chef will einen höheren CO2-Preis.Vergrößern des BildesHerbert Diess: Der VW-Chef will einen höheren CO2-Preis. (Quelle: sepp spiegl/imago-images-bilder)
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Die ersten Sondierungsgespräche nach der Bundestagswahl laufen, da schaltet sich VW-Chef Herbert Diess ein: Er will, dass zehn Punkte für den Klimaschutz eine zentrale Rolle in den Verhandlungen spielen. Dazu gehört auch ein höherer CO2-Preis.

Die Bundestagswahl ist gelaufen. Doch noch ist offen, welche Parteien die neue Regierung bilden werden. Die SPD hatte am Sonntag die Bundestagswahl als stärkste Partei gewonnen und setzt auf eine rasche Verständigung mit Grünen und FDP über ein Regierungsbündnis unter der Führung ihres Kanzlerkandidaten Olaf Scholz. Allerdings bereitet sich auch die zweitplatzierte Union auf Gespräche mit Grünen und Liberalen vor.

Während Wirtschaftsverbände vor langen Koalitionsverhandlungen warnen, hat Volkswagen -Vorstandschef Herbert Diess einen Zehn-Punkte-Plan für die Verhandlungen gefordert. Auf Twitter sprach sich der Top-Manager dafür aus, Maßnahmen für den Klimaschutz schneller zu verwirklichen.

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In den Gesprächen über eine künftige Koalition solle es darum gehen, Subventionen für fossile Kraftstoffe zu beenden und den Ausstieg aus der Kohle deutlich vorzuziehen, schrieb Diess am Montag. Ein konkretes Wunschjahr für das Kohle-Aus nannte er nicht.

Diess will höheren CO2-Preis

Auch beim Thema CO2-Preis äußerte Diess seine Vorstellungen: Bereits im Jahr 2024 solle der Preis pro Tonne auf 65 Euro steigen; das wären zehn Euro mehr und zwar zwei Jahre früher als bisher vorgesehen. In Deutschland kostet der Ausstoß von einer Tonne CO2 derzeit 25 Euro, die Belastung soll bis 2025 auf 55 Euro steigen.

"Nur spürbare Maßnahmen bringen die Dekarbonisierung voran", schrieb Diess auf Twitter. Der VW-Manager hatte bereits mehrmals einen höheren CO2-Preis gefordert und dabei auf Schweden verwiesen. Das Land habe es unter anderem mit einem CO2-Preis von mehr als 100 Euro pro Tonne geschafft, den Ausstoß von Kohlendioxid auf 4,2 Tonnen pro Kopf und Jahr zu senken.

"Autonomes Fahren ist unsere Zukunft"

Die Förderung von Dienstwagen solle sich derweil auf E-Fahrzeuge fokussieren, die Kaufprämie für diese Wagen solle beibehalten werden, sich aber bis 2025 "schrittweise verringern", so Diess weiter.

Zudem schlug er vor, verpflichtende Schnell-Ladeziele festzulegen. Auch fordert er von der Politik eine Förderung für "Fahrräder, E-Bikes und elektrifizierte Carsharing-Dienste". Außerdem gelte: "Autonomes Fahren ist unsere Zukunft – dafür flächendeckend 5G."

Diess: "Dekarbonisierung wird viele Dinge günstiger machen"

Diess hat den VW-Konzern für die kommenden Jahre stark auf batteriebetriebene Autos ausgerichtet. Von 2018 bis 2030 will VW den CO2-Gesamtausstoß seiner Fahrzeugflotte um 30 Prozent senken. Umweltorganisationen kritisieren den Autobauer dennoch heftig dafür, Verbrennermotoren nicht schnell genug aus dem Angebot zu streichen.

Die Vermeidung von CO2 sei möglich, ohne dafür den Lebensstandard zu opfern, sagte der VW-Chef. "Dekarbonisierung wird viele Dinge günstiger machen und nicht teurer", hatte Diess Anfang September auf der Automesse IAA Mobility in München gesagt und sprach von sinkenden Betriebskosten von Elektro-Pkw sowie Elektrobussen im Nahverkehr.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Twitter-Profil Herbert Diess
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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