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Eon macht sich frei von russischem Gas

Von t-online, fls

16.03.2022Lesedauer: 3 Min.
Eon-Chef Leonhard Birnbaum: Der 55-Jährige ist seit April 2021 Vorstandsvorsitzender des Energiekonzerns.
Eon-Chef Leonhard Birnbaum: Der 55-Jährige ist seit April 2021 Vorstandsvorsitzender des Energiekonzerns. (Quelle: Henning Kaiser/dpa-bilder)
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Wie umgehen mit dem Gas aus Russland? Der Energiekonzern Eon hat sich jetzt klar positioniert: Neues Gazprom-Gas will das Unternehmen künftig nicht mehr einkaufen. Deutschland müsse unabhängig von Russland werden, so Eon-Chef Birnbaum.

Der Energiekonzern Eon hat den Überfall Russlands auf die Ukraine scharf verurteilt und geht auf Distanz zum russischen Gasriesen Gazprom. Gas, das Eon bislang von europäischen Gazprom-Ablegern gekauft hatte, komme künftig nicht mehr zum Einsatz, sagte Eon-Chef Leonhard Birnbaum am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz seines Unternehmens.

"Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs haben wir den Einkauf neuer Mengen von diesen Gesellschaften gestoppt", so Birnbaum. "Wir müssen und werden die Energieabhängigkeit von Russland beenden. Daran führt kein Weg vorbei."

Langfristig sei das auch möglich, etwa über den verstärkten Einsatz von Flüssiggas, das von den USA per Schiff geliefert und an speziellen LNG-Terminals in deutschen Häfen in deutsche Leitungen eingespeist werden könne.

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"Ohne russisches Gas geht es nicht"

Für die kommenden zwei bis drei Jahren jedoch, so Birnbaum, gebe es keine einfachen Lösungen: "Es mag schmerzhaft sein und unbequem – aber kurzfristig geht es ohne russisches Gas nicht." Deshalb sei es gut, dass die Bundesregierung Rufen standhalte, Gasimporte aus Russland kurzfristig zu stoppen. "Denn das würde Deutschland und Europa schwer treffen."

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Der frühere Eon-Konzern und seine Vorgängergesellschaften wie Eon Ruhrgas hatten über Jahrzehnte enge Beziehungen zu Russland. Für Eon gehöre der russische Markt nunmehr aber nicht zu den Zielregionen, erklärte der Konzernchef.

"Aber klar ist: Sollte es über einen mehr oder weniger langen Zeitraum zu einer physischen Verknappung der Energieimporte kommen, wird dies auch für uns Folgen haben", sagte Birnbaum. Ein mögliches Risiko laut Eon-Geschäftsbericht: Die Beteiligung des Konzerns an der Gaspipeline Nord Stream 1, durch die seit mehr als zehn Jahren Gas aus Russland nach Deutschland fließt.

Eon hält an Nord-Stream-Beteiligung fest

Nachdem bereits die Inbetriebnahme der Schwester-Pipeline Nord Stream 2 auf Eis gelegt ist, könnte auch Nord Stream 1 Ungemach durch Sanktionen des Westens gegen Russland drohen. Russlands Vize-Ministerpräsident Alexander Nowak hat bereits mit einem Stopp der Erdgasversorgung über diese Pipeline gedroht (t-online berichtete).

Mögliche negative Folgen für Eon ließen sich theoretisch abwenden, wenn das Unternehmen seine Anteile an Nord Stream 1 verkaufen würde. Das jedoch sei laut Birnbaum nicht geplant: "Eine Veräußerung, ein Ausstieg, ist im Moment überhaupt nicht möglich. Das Asset ist im Moment nicht verkäuflich. Es gibt keinen Markt dafür."

Wie sich der Ukraine-Konflikt weiter auf das Geschäft des Konzerns im laufenden Jahr auswirken wird, ist damit noch offen. Das vergangene ging für Eon dagegen erfreulich zu Ende. 2021 erzielte Eon einen bereinigten operativen Gewinn in Höhe 7,9 Milliarden Euro und übertraf damit die eigenen Erwartungen sowie die der Analysten.

Für 2022 geht Eon allerdings von einem Ergebnis-Rückgang auf 7,6 bis 7,8 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen für 2021 eine Dividende von 49 Cent je Aktie erhalten, zwei Cent mehr als für das Jahr davor.

Tochterfirma betreibt eines der letzten Kernkraftwerke

Grund für diese Entwicklung dürfte unter anderem der Wegfall des Kernkraftgeschäftes sein. Mit dem Atomkraftwerk Isar 2 in München betreibt die Eon-Tochter Preussenelektra eines der letzten drei Kernkraftwerke, die derzeit noch am Netz sind. Ende dieses Jahres soll es stillgelegt werden.

Der Kurs der Eon-Aktie legte am Mittwochmorgen zunächst um mehr als drei Prozent zu, drehte dann aber ins Minus. Zeitweise war das Papier mit einem Kursverlust von rund 0,1 Prozent zweitschwächster Titel im Dax .

"Insgesamt sehen wir die Ergebnisse als ermutigend an", schrieb Experte John Musk von der Bank RBC. Das gelte auch für die Prognosen des Managements. So hätten Investoren zuletzt befürchtet, dass die hohen Rohstoffpreise auf die Marge im Privatkundengeschäft drücken.

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