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Bundesnetzagentur warnt: Gasversorgung für den Winter ist nicht gesichert


Bundesnetzagentur
Gasversorgung für den Winter ist nicht gesichert

Von rtr, fho

Aktualisiert am 20.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Jetzt muss gespart werden (Symbolbild): "Jeder Kubikmeter Gas, den wir jetzt nicht verbrauchen, hilft uns, Putins Plan zu durchkreuzen".Vergrößern des BildesEine Person dreht am Thermostat einer Heizung (Symbolbild): Der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, hat die Deutschen aufgefordert Energie zu sparen. (Quelle: serienlicht/imago-images/imago-images-bilder)
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Die Gasspeicher füllen sich, doch das allein ist noch kein Grund zu Entspannung. Ob Deutschland im nächsten Winter genug Gas hat, hänge von mehreren Faktoren ab, heißt es von der Netzagentur.

Die Bundesnetzagentur sieht Fortschritte bei der Befüllung der Gasspeicher in Deutschland, fordert aber weitere Anstrengungen, um eine Gasmangellage im Winter zu vermeiden. "Wir sind bei der Befüllung jetzt bei über 57 Prozent", sagte der Präsident der Bonner Behörde, Klaus Müller, am Montag anlässlich einer Energiekonferenz in Essen. "Wir haben etwas aufgeholt." In zwölf Wochen beginne aber bereits die Heizsaison. Wichtig seien die Gasflüsse. Diese seien nicht garantiert. "Im Kern führt Russland einen Wirtschaftskrieg gegen Europa, insbesondere gegen Deutschland."

Es gebe viele Unbekannte, die eine Rolle spielten. So habe der russische Präsident Wladimir Putin in der vergangenen Woche die Regeln geändert, sagte Müller mit Blick auf die Reduzierung der Liefermengen durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1. Zudem stehe im Juli die Wartung der Pipeline an. Auch müsse der Sommer nicht so warm bleiben wie bislang.

Speicher alleine reichen nicht aus

Aktuell sind die deutschen Gasspeicher zu rund 57 Prozent gefüllt. Laut Branchenverband Ines können die Speicher in Deutschland insgesamt Gas mit einem Energiegehalt von maximal rund 256 Terawattstunden speichern.

Das entspricht etwa einem Viertel des jährlichen Gasverbrauchs in Deutschland (rund 1.000 Terawattstunden). "Dieses Speichervolumen alleine kann Deutschland zwei bis drei durchschnittlich kalte Wintermonate mit Gas versorgen", sagt die Bundesregierung. Die Frage, wie lang die aktuelle Speicherfüllung ausreichen würde, lässt sich dennoch nur näherungsweise beantworten. Rein rechnerisch würde das derzeitige Füllvolumen aber gut ein bis anderthalb Monate unveränderten Verbrauch decken.

An den Zahlen zeigt sich jedoch: Die Speicher allein reichen nicht aus, um den Gasbedarf verlässlich zu decken. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck arbeitet deshalb unter Hochdruck an LNG-Lösungen in deutschen Häfen – und rief zuletzt auch die Bevölkerung zum Energiesparen auf.

"Wir tun alles, um eine Gasmangellage zu vermeiden", erklärte Müller. Er rief ebenfalls erneut Haushalte und Industrie zu Einsparungen auf. Müller äußerte sich nicht dazu, ob in Kürze die zweite von drei Warnstufen des Notfallplans Gas ausgerufen wird. Seit Ende März gilt bereits die Frühwarnstufe. Im Fall einer Gasmangellage wäre die dritte Stufe fällig. Dann kann die Behörde in den Markt eingreifen und entscheiden, wer noch wieviel Gas erhält.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur Reuters
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