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Das ist die häufigste Ursache für Krankschreibungen – wegen Homeoffice?

Erstmals an der Spitze  

Das ist die häufigste Ursache für Krankschreibungen

17.08.2021, 17:33 Uhr | AFP

Das ist die häufigste Ursache für Krankschreibungen – wegen Homeoffice?. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung: Die Kaufmännische Krankenkasse hat ermittelt, welche die häufigsten Gründe für Krankschreibungen ihrer Versicherten sind. (Quelle: imago images/Frank Sorge)

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung: Die Kaufmännische Krankenkasse hat ermittelt, welche die häufigsten Gründe für Krankschreibungen ihrer Versicherten sind. (Quelle: Frank Sorge/imago images)

Probleme mit einem bestimmten Körperteil nehmen in Deutschland offenbar zu. Die Daten einer Krankenkasse zeigen, dass rund ein Fünftel aller eingereichten Atteste auf gleichartige Erkrankungen zurückzuführen sind.

Rückenbeschwerden sind erstmals seit Jahren die Ursache Nummer eins für Krankschreibungen. Ein Grund dafür könnten die Arbeitsbedingungen im Homeoffice sein, erklärte die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) am Dienstag in Hannover.

Zu Hause fehlten häufig ein geeigneter Schreibtisch und Bürostuhl, das lange Sitzen in ungesunder Haltung vor dem Rechner führe zu mehr Nacken-, Schulter- und Rückenbeschwerden.

Fälle von Rückenleiden sind gestiegen

Die Daten der KKH aus dem ersten Halbjahr 2021 zeigen, dass bundesweit rund ein Fünftel (20,4 Prozent) der eingereichten Atteste auf Muskel-Skelett-Erkrankungen zurückzuführen sind. Im ersten Corona-Jahr 2020 lag der Anteil demnach noch bei 17,3 Prozent, die Jahre zuvor schwankte er zwischen 15 und 16 Prozent.

Im Vergleich zu anderen Diagnosen stieg nicht nur die Zahl der Fälle von Rückenleiden, sondern auch die Krankheitsdauer: 25,4 Prozent der Fehltage führt die KKH im Jahr 2021 auf Erkrankungen des Bewegungsapparats zurück. In den Jahren zuvor schwankte der Anteil noch zwischen 22 und 23 Prozent.

Auch psychische Belastungen können dahinterstecken

Auch psychische Belastungen können laut KKH Verspannungen und Schmerzen verursachen: So schlügen etwa die Corona-bedingte Wirtschaftskrise, Existenzängste, Unsicherheit und das Gefühl des Kontrollverlusts auf die Seele.

Wie die KKH erläuterte, verschwimmen durch Homeoffice außerdem die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben immer mehr, etwa wenn es durch den Wegfall des Arbeitswegs vom Bett direkt an den Rechner geht und weit nach Feierabend noch berufliche Anrufe und Mails erledigt werden.

Die KKH ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen mit mehr als 1,6 Millionen Versicherten. Sie wertete die Zahl der Kalendertage mit ärztlichem Attest von pflichtversicherten und freiwillig versicherten Mitgliedern für das erste Halbjahr 2021 aus – ohne Arbeitslose und Rentner.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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