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"Deutschlandtrend": Groko im Umfragetief – SPD nur noch viertstärkste Partei

Umfrage-Trauerspiel für Koalition  

SPD nur noch viertstärkste Partei

12.10.2018, 08:36 Uhr | AFP, pdi

"Deutschlandtrend": Groko im Umfragetief – SPD nur noch viertstärkste Partei. Andrea Nahles, Olaf Scholz (links) und Lars Klingbeil: Die SPD ist laut Umfragen nur noch die viertstärkste Partei im Bund. (Quelle: imago)

Andrea Nahles, Olaf Scholz (l.) und Lars Klingbeil beim SPD-Parteitag: Die SPD ist laut Umfragen nur noch die viertstärkste Partei im Bund. (Quelle: imago)

Das Groko-Umfragetief hält an: Die Zustimmung für CDU und SPD sinkt im aktuellen "Deutschlandtrend" auf ein Rekordtief. Die Sozialdemokraten sind demnach aktuell nur noch viertstärkste Kraft.

Union und SPD stürzen laut dem aktuellen ARD-"Deutschlandtrend" in der Wählergunst weiter ab. Die CDU/CSU verlor der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage zufolge drei Prozentpunkte und fiel auf 26 Prozent. Die SPD verlor ebenfalls drei Punkte auf nur noch 15 Prozent. Sowohl für die Union als auch für die SPD sind dies die bislang schlechtesten Werte im "Deutschlandtrend" überhaupt.

Die Grünen legten dagegen um drei Punkte zu und zogen mit 17 Prozent an SPD und AfD vorbei auf Platz Zwei. Dies ist ihr bisheriger Spitzenwert. Für die AfD sprachen sich unverändert 16 Prozent aus. Die FDP gewann zwei Punkte auf zehn Prozent. Ebenfalls bei zehn Prozent bleibt die Linkspartei.

Unzufrieden mit Arbeit der Regierung

Union und SPD wären demnach weit von einer Regierungsmehrheit entfernt. Möglich wären ausschließlich Bündnisse von mindestens drei Parteien, darunter ein Jamaika-Bündnis aus Union, Grünen und FDP, eine Kenia-Koalition aus Union, SPD und Grünen oder ein Bündnis von Union, SPD und FDP.

Nur 24 Prozent der Befragten äußerten sich zufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung, sieben Prozentpunkte weniger als im September. 76 Prozent sind dagegen weniger oder gar nicht zufrieden. Als Hauptverantwortliche für den Zustand der Regierung machen 56 Prozent Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aus, 31 Prozent CSU-Chef Horst Seehofer und zwei Prozent die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles.

Kanzlerin Merkel, CSU-Chef Seehofer und SPD-Chefin Nahles auf einer Pressekonferenz: Die Große Koalition ist laut einer aktuellen Umfrage weit von einer Mehrheit entfernt. (Quelle: imago)Kanzlerin Merkel, CSU-Chef Seehofer und SPD-Chefin Nahles auf einer Pressekonferenz: Die große Koalition ist laut einer aktuellen Umfrage weit von einer Mehrheit entfernt. (Quelle: imago)

Maas beliebtester Politiker

Betrachtet man einzelne Themenfelder so äußern sich 82 Prozent unzufrieden mit dem Handeln der Regierung mit der Dieselnachrüstung beziehungsweise dem Umtausch älterer Fahrzeuge. 78 Prozent sind unzufrieden mit der Schaffung bezahlbaren Wohnraums, 73 Prozent halten die Klimapolitik der Regierung für falsch. 68 Prozent wenden sich gegen deren Flüchtlingspolitik, 65 Prozent gegen die Renten- und Sozialpolitik. Die Zufriedenheit überwiegt dagegen beim Schutz vor Kriminalität und Verbrechen mit 50 Prozent und bei der Wirtschaftspolitik mit 59 Prozent.


In der Liste der beliebtesten Politiker liegt nun Außenminister Heiko Maas (SPD) mit 46 Prozent Zustimmung vorn (minus eins), es folgt Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) mit 45 Prozent (plus zwei) vor Finanzminister Olaf Scholz (plus eins) und Merkel (unverändert) mit jeweils 44 Prozent. Nahles erreicht 30 Prozent (minus fünf). Grünen-Chef Habeck, der 58 Prozent der Befragten noch unbekannt ist, holt auf 28 Prozent auf (plus fünf). Seehofer erreicht nur noch 22 Prozent (minus zwölf).

Mehrheit befürwortet Einwanderungsgesetz

Im "Deutschlandtrend" wurden die Deutschen auch nach politischen Inhalten gefragt. Die deutliche Mehrheit befürwortet so das von der Bundesregierung geplante Zuwanderungsgesetz für Fachkräfte. In dem am Donnerstag veröffentlichten ARD-"Deutschlandtrend" äußerten sich 71 Prozent der Befragten positiv. 26 Prozent gaben an, dass sie ein solches Gesetz ablehnen. Die Bundesregierung will bis Jahresende ein Gesetz beschließen, um den Zuzug von Arbeitskräften aus dem Ausland zu regeln und so den Fachkräftemangel in Deutschland zu lindern.

Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-"Tagesthemen" befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1.508 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte. Die Schwankungsbreite wird mit bis zu 3,1 Prozent angegeben.

Verwendete Quellen:
  • AFP
  • dpa

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