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Italien will EU-Verbot fĂŒr Skiferien – Österreich strikt dagegen

Von afp, dpa, rtr, t-online
Aktualisiert am 24.11.2020Lesedauer: 140 Min.
Ein Junge fĂ€hrt Ski in den PyrenĂ€en: Italien will die Skigebiete ĂŒber Weihnachten EU-weit schließen lassen.
Ein Junge fĂ€hrt Ski in den PyrenĂ€en: Italien will die Skigebiete ĂŒber Weihnachten EU-weit schließen lassen. (Quelle: Cavan Images/imago-images-bilder)
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In der EU bahnt sich ein Streit an: Wenn es nach Italien ginge, wĂ€ren ĂŒber Weihnachten alle Skipisten dicht. Österreichs Regierung ist nicht begeistert, UnterstĂŒtzung kommt aus Bayern. Alle Infos im Newsblog.

Weltweit haben sich laut Johns-Hopkins-UniversitÀt knapp 58,5 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 1,3 Millionen Erkrankte sind gestorben. In Deutschland gab es bislang mehr als 932.367 Infizierte. Die Zahl der TodesfÀlle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt in der Bundesrepublik bei 14.091 (Johns-Hopkins-UniversitÀt, Stand: 23. November).

Italien fordert Absage der Skiferien – Österreich dagegen

Österreich weist die Forderung des Nachbarlandes Italien zurĂŒck, die Skipisten ĂŒber Weihnachten europaweit zu schließen. "Ich halte generell nichts vom italienischen Vorschlag, österreichische Skigebiete zu schließen", sagte Finanzminister Gernot BlĂŒmel am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Sollte die EU dem Wintertourismus tatsĂ€chlich einen Riegel vorschieben, wolle man eine AusfallsentschĂ€digung, fĂŒgte der konservative Politiker hinzu.

Italiens MinisterprĂ€sident Giuseppe Conte appellierte an seine Landsleute, in den Weihnachtsferien nicht Skifahren zu gehen, um die zweite Welle der Corona-Pandemie einzudĂ€mmen. In diesem Jahr sei es nicht möglich "Ferien im Schnee zuzulassen", sagte Conte. Zugleich rief er andere europĂ€ische LĂ€nder dazu auf, gemeinsame Regeln fĂŒr die Branche zu vereinbaren. UnterstĂŒtzung kommt aus Bayern. Laut "Bild" betonte am Rande einer Ladtagssitzung die QuarantĂ€ne-Pflicht fĂŒr ReiserĂŒckkehrer aus Risikogebieten: "Mir wĂ€re lieber, wir wĂŒrden ein einheitliches Übereinkommen auf europĂ€ischer Ebene haben: keine Skilifte offen ĂŒberall. Beziehungsweise kein Urlaub ĂŒberall."

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MinisterprÀsident Orbån verhÀngt Notstand
Viktor Orban bei einer Pressekonferenz (Archivbild): Der ungarische Regierungschef hat jetzt den Notstand verhÀngt.


Österreich bangt um milliardenschwere Einnahmen und hofft, die Wintersaison durch den derzeitigen harten Lockdown zu retten. Der Tourismus macht rund 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Landes aus und sorgt alleine im Winter fĂŒr Hunderttausende ArbeitsplĂ€tze. Das Land gehört wie Italien, Frankreich, Slowenien und die Schweiz zu den LĂ€ndern mit einem bedeutenden Anteil an den Alpen. Italiens Skigebiete erwirtschaften einen Jahresumsatz von rund elf Milliarden Euro, ein Drittel davon stammt aus den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr. In der Schweiz sind die Skigebiete trotz hoher Fallzahlen geöffnet.

Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen steigt weiter

Angesichts steigender Zahlen von schwer erkrankten Corona-Patienten haben Intensivmediziner vor einer Überlastung der KrankenhĂ€user gewarnt. "Die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich zu", sagte der PrĂ€sident der Deutschen interdisziplinĂ€ren Vereinigung fĂŒr Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens, der "Rheinischen Post". Die Politik habe seit September zu viel Zeit verschenkt. "Noch immer gibt es keine klaren Anweisungen an die KrankenhĂ€user, dass sie planbare Eingriffe und medizinisch unkritische Operationen verschieben sollen."

Diese Anweisung sei jetzt zwingend notwendig, damit die KrankenhĂ€user handlungsfĂ€hig blieben und gleichzeitig unbĂŒrokratisch und schnellstmöglich finanzielle Kompensationen fĂŒr Einnahmeverluste bereit gestellt werde. "Es darf nicht dazu kommen, dass wir NotfĂ€lle wegen ĂŒberlasteter Corona-Stationen abweisen mĂŒssen", sagte Janssens.

Nach Divi-Daten stieg die Zahl der Patienten auf 3.709 (Stand 22.11.) – das waren 79 mehr als am Vortag. 2.132 von ihnen wurden invasiv beatmet. Derzeit sind rund 6.650 Betten frei. Vor einem Monat wurden etwas mehr als 1100 Patienten mit Covid-19 intensivmedizinisch behandelt, vor zwei Monaten rund 290.

SĂŒdtirol: Massentest findet ĂŒber 3.000 Infizierte

Ein dreitĂ€giger Corona-Massentest in der norditalienischen Provinz SĂŒdtirol hat große Resonanz gefunden und mehr als 3.000 Infektionen ans Licht gebracht. Bis Sonntagabend ließen in der kleinen Alpen-Provinz mehr als 343.000 BĂŒrger und BĂŒrgerinnen einen kostenlosen Abstrich machen. Wie die Behörden mitteilten, erhielten nach Abschluss der zentralen Phase bis 20 Uhr insgesamt 3.185 Teilnehmer (0,9 Prozent) ein positives Corona-Resultat.

Danach war geplant, dass die SĂŒdtiroler noch fĂŒr weitere 72 Stunden bei Ärzten und an einigen anderen Orten an der Aktion teilnehmen können. Die Landesregierung wollte so die zweite Corona-Welle schneller brechen: VirustrĂ€ger, die nichts von ihrer Infektion ahnen, sollten entdeckt werden. Sie gelten als gefĂ€hrliche Ansteckungsquelle. Landeshauptmann Arno Kompatscher sprach am Abend von einem "außergewöhnlichen Ergebnis". Allerdings bemĂ€ngeln Kritiker, dass die Resultate von Antigen-Schnelltests nicht verlĂ€sslich genug seien.

PatientenschĂŒtzer verlangen PrĂŒfung von Corona-Schnelltests

PatientenschĂŒtzer verlangen geprĂŒfte Angaben zur ZuverlĂ€ssigkeit von Corona-Schnelltests. Bisher verlasse man sich dabei allein auf die Angaben des jeweiligen Herstellers, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. "Deshalb muss der Bundesgesundheitsminister dafĂŒr sorgen, dass sofort staatlich anerkannte, unabhĂ€ngige Labore die QualitĂ€t evaluieren." Es mĂŒsse unbedingt verhindert werden, dass Tests minderer QualitĂ€t zum Einsatz kommen - schließlich könne schon ein einziges falsches Testergebnis mehrere TodesfĂ€lle zur Folge haben.

"In den letzten Wochen ist die Zahl der Anbieter von Schnelltests explodiert", sagte Brysch. Beim Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) werden Antigen-Tests zum Nachweis von Sars-CoV-2 aufgelistet, die laut Herstellerangaben die Mindestkriterien erfĂŒllen, die durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) festgelegt werden. Bis zum Freitag waren dort bereits mehr als 200 Produkte erfasst.

"Dass Schnelltests rasche Ergebnisse ĂŒber die InfektiositĂ€t liefern, ist unbestritten", so Brysch. "Jedoch sind die Ergebnisse nicht immer von gleicher QualitĂ€t." FĂŒr KĂ€ufer wie Pflegeheime sei nicht zu erkennen und nicht prĂŒfbar, ob die von den Herstellern gemachten Angaben tatsĂ€chlich stimmten. Brysch plĂ€diert dafĂŒr, nur staatlich geprĂŒfte Antigentests einzusetzen. Der Markt mĂŒsse geordnet, die Aussagekraft der Angaben gesichert werden. "Sonst wiegen sich die Tester in einer Scheinsicherheit", sagte er. "Ich habe da aus Patientensicht große Sorgen."

Gastronomie: Aus Novemberhilfen mĂŒssen Winterhilfen werden

Die Gastronomie fordert mit der VerlĂ€ngerung des Lockdowns auch eine VerlĂ€ngerung der Hilfen. "Wenn die Politik am Mittwoch eine weitere Schließung von Hotels und Restaurants beschließt, muss es zeitgleich auch eine Zusage zur FortfĂŒhrung dieser Hilfen geben. Aus der Novemberhilfe muss eine Winterhilfe werden", sagt Ingrid Hartges, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Dehoga-Bundesverbands, der Zeitung "Rheinischen Post". FĂŒr die meisten Betriebe habe das WeihnachtsgeschĂ€ft eine hohe Relevanz.

Großbritannien lockert zu Weihnachten QuarantĂ€nebestimmungen

Die britische Regierung will einem Medienbericht zufolge rechtzeitig zum Weihnachtsfest die allgemeinen QuarantĂ€nebeschrĂ€nkungen lockern. ReiserĂŒckkehrer aus HochrisikolĂ€ndern mĂŒssten anstatt den bislang 14 Tagen nur fĂŒnf Tage in Selbstisolation und ein negatives Testergebnis vorweisen, berichtet die Zeitung Telegraph. Die Regelung trete voraussichtlich am 15. oder 16. Dezember in Kraft.

Karliczek fĂŒr Wechselunterricht in höheren Klassen

Vor der Bund-LĂ€nder-Schalte zur EindĂ€mmung der Corona-Pandemie spricht sich Bundesbildungsministerin Anja Karliczek fĂŒr eine teilweise RĂŒckkehr zum Homeschooling aus. "Wechselunterricht sollte insbesondere in den höheren Klassen ins Auge gefasst werden, wenn in der jeweiligen Region die Infektionsbelastung sehr hoch ist", sagt die CDU-Politikerin den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Dabei sollten SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, die generell eine höhere Betreuung benötigten, vorwiegend in der Schule unterrichtet werden.

Australien: New South Wales und Victoria öffnen Grenzen

Die beiden bevölkerungsreichsten Staaten Australiens öffnen am Montag nach vier Monaten wieder ihre Grenzen. "Heute werden einige Leute, die seit MÀrz nicht mehr gearbeitet haben, zum ersten Mal wieder ein Flugzeug besteigen", sagt Alan Joyce, Chef der australischen Fluglinie Qantas dem lokalen Fernsehsender Seven News.

New South Wales und Victoria hatten Anfang Juli – zum ersten Mal seit dem Ausbruch der Spanischen Grippe 1919 – ihre Grenzen zur EindĂ€mmung der zweiten Welle in Melbourne geschlossen. Victoria verzeichnet den 24. Tag in Folge ohne Ansteckungen.

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Spahn und Scholz erwarten noch in diesem Jahr erste Impfungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet noch in diesem Jahr mit ersten Impfungen gegen das Coronavirus. "Es gibt Anlass zum Optimismus, dass es noch in diesem Jahr eine Zulassung fĂŒr einen Impfstoff in Europa geben wird. Und dann können wir mit den Impfungen sofort loslegen", sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er habe die LĂ€nder gebeten, dass die Impfzentren Mitte Dezember einsatzbereit sein sollen. Das scheine zu klappen.

Auch Finanzminister Olaf Scholz (SPD) machte Hoffnungen auf Impfungen noch in diesem Jahr. "Wir haben die Vorbereitungen dafĂŒr getroffen, dass es noch im Dezember losgehen könnte", sagte Scholz am Sonntagabend auf "Bild live". Er glaube, es gehe "mit der Impfung schneller los, als wir vor einiger Zeit gedacht haben", betonte der Vizekanzler.

Spahn zeigte sich optimistisch, dass es nicht bis Ende 2021 dauern werde, bis alle Bevölkerungsgruppen durchgeimpft sind. So benötige man fĂŒr viele der voraussichtlichen Impfstoffe keine tiefe KĂŒhlung. Sie könnten in normalen Arztpraxen gegeben werden. "Und dann geht es schnell: Vergessen wir nicht, dass jĂ€hrlich in wenigen Wochen bis zu 20 Millionen Menschen gegen Grippe geimpft werden", sagte Spahn.

Spahn kĂŒndigte den Aufbau einer Online-Plattform ĂŒber die erreichten Impfquoten an, differenziert nach Alter und Regionen. "Insbesondere dann, wenn wir bei den besonders gefĂ€hrdeten Bevölkerungsgruppen eine hohe Impfquote erreicht haben, werden wir die BeschrĂ€nkungen schrittweise lockern können."

Gesundheitswesen im Gazastreifen gerÀt an seine Grenzen

Gesundheitsexperten warnen angesichts stark ansteigender Corona-Infektionszahlen FĂ€lle vor einer Überlastung der Krankenversorgung im Gazastreifen. "In zehn Tagen wird das Gesundheitswesen nicht mehr in der Lage sein, einen solchen Anstieg bei den FĂ€llen aufzufangen", sagt Abdelraouf Elmanama von der Gaza-Pandemie-Taskforce. Es könne sein, dass der Platz auf Intensivstationen ausgehe und es mehr Tote geben werde. In dem von Armut geplagten und dichtbesiedelten KĂŒstenstreifen leben zwei Millionen Menschen. Bislang wurden 14.000 Corona-Infektionen und 65 TodesfĂ€lle registriert.

US-Behörden wollen Mitte Dezember mit dem Impfen beginnen

Die Behörden in den USA rechnen bereits Mitte Dezember mit den ersten Corona-Impfungen. "Unser Plan ist es, die Impfstoffe binnen 24 Stunden nach der Zulassung an die Impfzentren zu liefern", sagte der Leiter der Impfstoff-Arbeitsgruppe der US-Regierung, Moncef Slaoui, dem Sender CNN am Sonntag. Die US-Arzneimittelbehörde FDA wird sich Medienberichten zufolge zwischen dem 8. und dem 10. Dezember treffen, um ĂŒber die Zulassung von Corona-Impfstoffen zu entscheiden.

USA: Notfallzulassung fĂŒr Antikörper-Cocktail zur Covid-Behandlung

US-PrĂ€sident Donald Trump lobte das Medikament in den höchsten Tönen – nun hat der Antikörper-Cocktail zur Behandlung von Covid-19 in den USA eine Notfallzulassung erhalten. Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte sie dem Biotech-Unternehmen Regeneron am Samstag (Ortszeit). Damit kann der Cocktail mit zwei Antikörpern zur Behandlung von Patienten ab zwölf Jahren eingesetzt werden, bei denen das Risiko besteht, dass sie schwere Covid-19-Symptome entwickeln. Patienten, die sich im Krankenhaus befinden oder Sauerstoff benötigen, dĂŒrfen das Medikament nicht bekommen.

Die FDA erteilte die Zulassung nach einer klinischen Studie mit 799 Erwachsenen mit leichten bis mittelschweren Covid-19-Symptomen, die nicht im Krankenhaus waren. Nach Angaben der "New York Times" erhielt Regeneron von der US-Regierung mehr als 500 Millionen Dollar fĂŒr die Entwicklung des Medikaments. Der Antikörper-Cocktail soll verhindern, dass das Virus in die Zelle eintreten kann.

Nach seiner Genesung von Covid-19 hatte Trump im Oktober fĂŒr die Behandlung der Krankheit mit dem Antikörper-Cocktail von Regeneron geworben. Das Medikament sei keine Behandlungsmethode, sondern ein "Heilmittel" und ein "Wunder", das bald allen zur VerfĂŒgung stehen solle, hatte er versprochen.

RKI meldet 15.500 neue FĂ€lle in Deutschland

Die Zahl der neu gemeldeten Corona-Infektionen ist etwas niedriger als noch vor einer Woche, meldet das Robert-Koch-Institut. Ein anderer wichtiger Wert aber steigt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Spahn: Wellenbrecher-Strategie funktioniert - Lindner widerspricht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den seit Anfang November geltenden Teil-Lockdown als Erfolg im Kampf gegen die Corona-Krise bewertet. "Der Wellenbrecher funktioniert doch", sagte der CDU-Politiker der "Welt" (Samstag). "Das exponentielle Wachstum ist gebrochen. Wir sind uns einig, dass das nicht reicht. Aber es ist gelungen – einmal mehr."

Spahn rechtfertigte die hohe Bedeutung, die die Bundesregierung den Infektionszahlen beimisst. "Wir sind das Land mit einer der Ă€ltesten Bevölkerungen weltweit", sagte der Minister. Mit wachsenden Infektionszahlen steige frĂŒher oder spĂ€ter auch der Behandlungsbedarf auf den Intensivstationen. "Ich will, dass wir die Welle brechen, bevor unnötig viel Leid in den KrankenhĂ€usern entsteht", betonte Spahn.

FDP-Vorsitzende Christian Lindner widersprach in dem "Welt"-StreitgesprĂ€ch dem Minister und warf der Regierung Strategielosigkeit vor. "Meine BefĂŒrchtung ist: Wir finden aus dem aktuellen November-Lockdown in diesem Jahr nicht wieder raus", sagte Lindner. "Und falls wir ihn beenden, dann ist wenige Wochen spĂ€ter der nĂ€chste da. Das wĂ€re eine Stop-and-Go-Politik, die enormen sozialen und wirtschaftlichen Schaden verursacht." Die Wellenbrecher-Strategie der Regierung funktioniere nicht, sie sei nicht dauerhaft durchhaltbar, konstatierte Lindner. Er bekrĂ€ftigte seine Position, dass mit einem besseren Schutz der Risikogruppen die Schließung von Gastronomie, Kultur, Freizeit und Sport unnötig gewesen.

Umfrage: Angst vor einsamen Corona-Weihnachten geht um

Trotz weiterhin hoher Corona-Infektionszahlen und der Diskussion ĂŒber eine VerschĂ€rfung der Maßnahmen setzt Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) darauf, dass das Weihnachtsfest im Familienkreis gefeiert werden kann. "Es ist fĂŒr mich nicht vorstellbar, dass die Großeltern an Weihnachten nicht mitfeiern", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Zugleich appellierte er an die Menschen, dafĂŒr Sorgfalt walten zu lassen. "Wichtiger als die Anzahl der Menschen, die zusammenkommen, ist, dass man vorher seine Kontakte reduziert und darauf achtet, dass niemand Symptome hat", erklĂ€rte er.

Wie eine Umfrage der KaufmĂ€nnischen Krankenkasse zeigt, beeinflusst die Corona-Krise die Sorgen der Bevölkerung mit Blick auf Weihnachten. Mehr als die HĂ€lfte der von Forsa Befragten bedrĂŒckt die Angst, dass ein Familienmitglied die Feiertage im Bett oder gar in einer Klinik verbringen muss – sei es wegen Covid-19 oder einer anderen Krankheit. 41 Prozent befĂŒrchten, das Fest wegen der Pandemie im kleinen Kreis oder sogar allein feiern zu mĂŒssen. Fast jeder Vierte sorgt sich, ĂŒber die Feiertage nicht verreisen zu können. In einer vergleichbaren Umfrage vor zwei Jahren hatten 44 Prozent Angst vor Krankheit an Weihnachten, nach Einsamkeit oder Reisen wurde damals nicht gefragt.

94 Corona-FĂ€lle an Hamburger Stadtteilschule

Es ist wohl der bislang grĂ¶ĂŸte Corona-Ausbruch an einer Schule in Deutschland: Fast 100 SchĂŒler und LehrkrĂ€fte einer Hamburger Schule sind positiv getestet worden – und es stehen noch weitere Ergebnisse aus. Hier lesen Sie mehr dazu.

Gericht kippt QuarantĂ€nepflicht fĂŒr AuslandsrĂŒckkehrer in NRW

Das Oberverwaltungsgericht in MĂŒnster hat die in Nordrhein-Westfalen geltende QuarantĂ€nepflicht fĂŒr AuslandsrĂŒckkehrer aus Risikogebieten gekippt. Nach Ansicht des Gerichts hat das Land in der entsprechenden Corona-Einreiseverordnung nicht berĂŒcksichtigt, dass Reisende bei der RĂŒckkehr aus LĂ€ndern mit geringeren Infektionszahlen als an ihrem Wohnort nach der Heimkehr einem höherem Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Somit sei die QuarantĂ€ne aktuell kein geeignetes Mittel zur EindĂ€mmung der Corona-Pandemie in Deutschland, teilte das Gericht am Freitag mit.

Frankreich: Infektions-Höhepunkt in zweiter Corona-Welle ĂŒberwunden

Frankreich hat nach Ansicht der nationalen Gesundheitsbehörde den Höhepunkt von Neuinfektionen in der aktuellen Phase der Corona-Pandemie bereits hinter sich. "Auch wenn die Indikatoren auf hohem Niveau bleiben, legt ihre Beobachtung nahe, dass der epidemiologische Spitzenwert der zweiten Welle ĂŒberwunden wurde", heißt es in einer ErklĂ€rung der Behörde vom Freitag. In der vergangenen Woche habe es einen RĂŒckgang positiver Tests um 40 Prozent gegeben. Auch in den KrankenhĂ€usern und auf Intensivstationen wurden demnach weniger Patientinnen und Patienten aufgenommen.

Auch Premierminister Jean Castex sagte am Freitag, die aktuelle Strategie beginne, Resultate zu zeigen. Er betonte aber, dass es weiterhin wichtig sei, sich an die geltenden Regeln zu halten. Dies sei sicherlich nicht der Zeitpunkt, um nachzulassen. In dieser Woche hatte Frankreich die Grenze von zwei Millionen Infizierten ĂŒberschritten. Allerdings hatte es in letzter Zeit auch stĂ€rker auf Corona-Tests gesetzt. Mehr als zwei Millionen Corona-Tests pro Woche wurden in dem Land mit rund 67 Millionen Einwohnern zuletzt durchgefĂŒhrt. Außerdem haben die Menschen seit einiger Zeit die Möglichkeit, ohne Rezept in Apotheken Antigen-Schnelltests zu machen.

Seit etwa drei Wochen gelten in Frankreich strenge AusgangsbeschrĂ€nkungen. Die Menschen dĂŒrfen nur mit einem Formular und triftigem Grund vor die TĂŒr, Einzelhandel und Gastronomie sind geschlossen. Mögliche Lockerungen der BeschrĂ€nkungen hatte die Regierung fĂŒr Anfang Dezember in Aussicht gestellt. PrĂ€sident Emmanuel Macron will am kommenden Dienstag eine Ansprache halten.

Tschechien beschließt vorsichtige Erleichterungen bei Corona-Regeln

Tschechien senkt seine Corona-Warnstufe von der höchsten auf die zweithöchste der fĂŒnf Stufen. Das gelte von Montag an, sagte Gesundheitsminister Jan Blatny nach einer Kabinettssitzung am Freitag. Der Mediziner appellierte an die Bevölkerung, sich weiter verantwortungsvoll zu verhandeln. Die Pandemie sei "unberechenbar". Das neue Warnstufen-System "Pes" (tschechisch fĂŒr "Hund") gilt erst seit wenigen Tagen.

Die nĂ€chtliche Ausgangssperre beginnt kĂŒnftig erst um 23.00 Uhr, zwei Stunden spĂ€ter als bisher. Die GeschĂ€fte des tĂ€glichen Bedarfs wie SupermĂ€rkte dĂŒrfen abends lĂ€nger öffnen. Es dĂŒrfen sich bis zu sechs statt bisher zwei Menschen versammeln. Die meisten anderen Maßnahmen bleiben unverĂ€ndert, wie etwa die Schließung der Restaurants und die Maskenpflicht im Freien und in InnenrĂ€umen.

Der EU-Mitgliedstaat mit knapp 10,7 Millionen Einwohnern ist stark von der Corona-Pandemie betroffen. Der Notstand wurde bis zum 12. Dezember verlĂ€ngert. Insgesamt starben seit Beginn der Pandemie knapp 7000 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Die Zahl der tĂ€glichen Neuinfektionen ging indes in den vergangenen Wochen zurĂŒck. Am Donnerstag kamen 6471 neue FĂ€lle hinzu. Nach Angaben der EU-Gesundheitsagentur ECDC gab es in Tschechien innerhalb von 14 Tagen 843,3 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. FĂŒr Deutschland lag dieser Wert bei 313,8; fĂŒr Österreich bei 1081,2.

SĂŒdtirol startet Massentest gegen zweite Corona-Welle

In SĂŒdtirol hat am Freitag ein Corona-Massentest begonnen. Bis zu 350.000 freiwillige Schnelltests sollen nach Angaben der Gesundheitsbehörden der norditalienischen Provinz dabei helfen, Corona-Infizierte ausfindig machen. Zuletzt hatten die Infektionszahlen in SĂŒdtitol demnach "solche Ausmaße angenommen", dass die Massentests nun als SchlĂŒssel zur EindĂ€mmung der Pandemie gelten.

Ziel der Aktion sei es, in drei Tagen 70 Prozent der Bevölkerung zu testen, erklĂ€rten die Behörden. Schon am Freitagmorgen kamen mehr als 24.000 Menschen zum Abstrich; knapp 600 Tests waren positiv. Die Massentests sollen die geplante Wiedereröffnung von Grundschulen und KindergĂ€rten am Dienstag vorbereiten. Italien vermeldet zurzeit mehr als 35.000 neue Corona-Infektionen pro Tag. SĂŒdtirol gilt wegen hoher Infektionszahlen als "rote Zone".

Italien war das erste Land in Europa, das auf schnelle Antigentests setzte. Die Methode gilt zwar als weniger zuverlĂ€ssig als die bislang ĂŒblichen PCR-Tests, dafĂŒr aber als schneller und gĂŒnstiger. PCR-Tests sind zu fast 100 Prozent sicher, Schnelltests nur zu 80 bis 90 Prozent.

US-Experte Fauci: Schnelle Impfstoff-Entwicklung kein Grund zur Sorge

Der renommierte US-Immunologe Anthony Fauci hat Bedenken zurĂŒckgewiesen, wonach die Entwicklung der Corona-Impfstoffe zulasten der VertrĂ€glichkeit und Wirksamkeit beschleunigt worden sein soll. "Die Geschwindigkeit des Prozesses hat die Sicherheit in keiner Weise kompromittiert", sagte Fauci im Weißen Haus. Auch die wissenschaftliche IntegritĂ€t sei nicht beeintrĂ€chtigt worden.

Anthony Fauci: Der Immunologe appellierte an die US-Amerikaner, sich impfen zu lassen, sobald die Impfstoffe verfĂŒgbar seien.
Anthony Fauci: Der Immunologe appellierte an die US-Amerikaner, sich impfen zu lassen, sobald die Impfstoffe verfĂŒgbar seien. (Quelle: Susan Walsh/ap-bilder)

Die Daten der Studien zu den Impfstoffen seien von unabhĂ€ngigen Experten beurteilt worden, die niemandem etwas schuldeten, auch "nicht der Regierung". Es gebe in dieser Hinsicht keinen Grund zur Sorge, betonte Fauci. "Das ist wirklich solide." Sobald die AntrĂ€ge auf eine Notfallgenehmigung fĂŒr die Impfstoffe eingingen, wĂŒrde die zustĂ€ndige Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA alles "sehr sorgfĂ€ltig" ĂŒberprĂŒfen, sagte Fauci.

Der Immunologe ist ein Mitglied der Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses. Experten befĂŒrchten, dass manche Menschen dem Impfstoff wegen der beschleunigten Entwicklung und politischen Debatten skeptisch gegenĂŒberstehen könnten. Fauci sagte, wirksame Impfstoffe seien im Kampf zur EindĂ€mmung der Pandemie die "Kavallerie", aber bis zu deren Eintreffen mĂŒssten alle bekannten Vorsichtsmaßnahmen weiter praktiziert werden. "Wenn man in einer Schlacht kĂ€mpft und die Kavallerie ist unterwegs, dann hört man nicht auf zu schießen. Man macht weiter, bis die Kavallerie da ist – und dann will man vielleicht weiter kĂ€mpfen", sagte Fauci.

Corona: Übersterblichkeit ĂŒber Schnitt der Vorjahre

Die sogenannte Übersterblichkeit in Deutschland liegt aktuellen Daten zufolge fĂŒnf Prozent ĂŒber dem Durchschnitt der vier Vorjahre. Die am Freitag veröffentlichten Daten beziehen sich auf die Woche vom 19. bis zum 25. Oktober, als die Corona-Neuinfektionen deutlich anzogen. Zahlen fĂŒr die Zeit danach liegen noch nicht vor. Laut Statistikamt starben in der Oktober-Woche gut 18.000 Menschen. Davon wurden 351 als Covid-FĂ€lle registriert – das waren 273 mehr als drei Wochen zuvor.

Merkel rechnet noch in diesem Jahr mit Impfstoff

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rechnet schon im Dezember oder "sehr schnell nach der Jahreswende" mit der Zulassung eines Corona-Impfstoffes in Europa. "Und dann wird das Impfen natĂŒrlich beginnen", sagte die CDU-Politikerin nach einem EU-Videogipfel. "Man muss ja sagen, dass die Nachrichten der letzten Tage bezĂŒglich der Entwicklung eines Impfstoffes sehr zuversichtlich stimmen."

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen sagte nach dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs am Donnerstagabend, dass die Impfstoffe von Biontec/Pfizer sowie von Moderna der EuropÀischen Arzneimittel-Agentur zufolge in der zweiten DezemberhÀlfte eine bedingte Marktzulassung bekommen könnten, wenn alles problemlos weitergehe.

Der Mainzer Hersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten am Mittwoch mitgeteilt, dass die Wirksamkeit ihres Impfstoffs bei 95 Prozent und damit noch höher als bis dahin bekannt liege. Das Vakzin funktioniere ĂŒber alle Altersgruppen und andere demografische Unterschiede hinweg Ă€hnlich gut und zeige praktisch keine ernsten Nebenwirkungen. Der US-Pharmakonzern Moderna hatte zuletzt fĂŒr sein PrĂ€parat eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent errechnet. Die steigende Zahl von Menschen, die Impfstoffen misstrauen, alarmiert die Staats- und Regierungschefs. Die Menschen mĂŒssten besser ĂŒber den Wert von Impfungen aufgeklĂ€rt werden, sagte EU-RatsprĂ€sident Charles Michel.

Frankreich: Höhepunkt der zweiten Welle wohl ĂŒberwunden

Der Höhepunkt der zweiten Corona-Welle in Frankreich ist offenbar ĂŒberwunden: Das hat die nationale Gesundheitsbehörde SantĂ© publique am Freitag festgestellt. "Selbst wenn alle Werte auf hohem Niveau bleiben, legt ihre Auswertung nahe, dass der epidemische Höhepunkt der zweiten Welle ĂŒberschritten ist", heißt es in dem Wochenbericht der Behörde.

Die abendlichen Ausgangssperren in GroßstĂ€dten wie Paris oder Lyon seit Mitte Oktober und der vor drei Wochen verhĂ€ngte landesweite Lockdown hĂ€tten eine "direkte Wirkung" gehabt, schreibt die Behörde weiter. Zum ersten Mal seit Beginn der zweiten Welle seien auch die Krankenhaus-Einweisungen rĂŒcklĂ€ufig, hieß es weiter.

Dennoch will die Regierung vorerst an ihren strikten Maßnahmen festhalten. Die Regierung verweist darauf, dass die Intensivstationen immer noch zu rund 94 Prozent mit Corona-Patienten belegt sind. Allerdings prĂŒft das Kabinett erste Lockerungen vor Weihnachten.

Australien: Pizza-LĂŒge löste harten Lockdown aus

Der vergleichsweise harte Lockdown im australischen Bundesstaat South Australia ist der Regierung zufolge durch eine LĂŒge ausgelöst worden. Ein erkrankter Mann habe zu seiner Ansteckung in einem Restaurant angegeben, sich dort nur schnell eine Pizza gekauft zu haben, sagt MinisterprĂ€sident Steven Marshall. Daher hĂ€tten die Behörden angenommen, dass es sich um einen Ă€ußert ansteckenden Virusstrang handeln mĂŒsse.

TatsĂ€chlich habe der Mann dort mehrere Schichten lang neben einem kranken Kollegen gearbeitet. "Wir wissen jetzt, dass sie gelogen haben", sagt Marshall, ohne auf ein Motiv einzugehen. Er sei stinksauer. Die Maßnahmen sollen nun frĂŒher aufgehoben werden als zunĂ€chst geplant.

WHO gegen Einsatz von Remdesivir in KrankenhÀusern

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht sich gegen den Einsatz von Remdesivir bei Covid-Patienten im Krankenhaus aus. Es fehlten Belege, dass das Mittel von Gilead bei ihnen zu einem besseren Krankheitsverlauf fĂŒhre. Der Pharmakonzern zeigt sich enttĂ€uscht und verweist auf den Einsatz des Mittels in mehreren Staaten.

Mehr als neun Millionen Corona-Infektionen in Indien – 90 Prozent der Intensivbetten belegt

Indien hat die Schwelle von mehr als neun Millionen nachgewiesenen Corona-Infektionen ĂŒberschritten. Landesweit hĂ€tten sich seit Beginn der Pandemie mehr als 9.004 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, teilten die Gesundheitsbehörden in Neu-Delhi am Freitag mit. Die Zahl der TodesfĂ€lle sei auf 132.162 gestiegen.

Zuletzt hatte sich die Infektionsgeschwindigkeit in Indien zwar etwas abgeschwĂ€cht. Im Schnitt stecken sich derzeit aber tĂ€glich immer noch rund 45.000 Menschen mit dem Coronavirus an. In vielen indischen StĂ€dten geraten die KrankenhĂ€user inzwischen an ihre Belastungsgrenzen. In der Hauptstadt Neu-Delhi waren am Donnerstag mehr als 90 Prozent aller Intensivbetten mit Anschluss an ein BeatmungsgerĂ€t belegt. Angesichts der dramatischen Lage kĂŒndigten die Behörden in der Mega-Metropole eine Vervierfachung der Bußgelder bei VerstĂ¶ĂŸen gegen die Maskenpflicht an.

Mehr als 2.200 Corona-Tote binnen 24 Stunden in den USA

In den USA sind binnen 24 Stunden mehr als 2.200 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Wie aus einer am Donnerstagabend (Ortszeit) veröffentlichten ZĂ€hlung hervorging, gab es landesweit zudem mehr als 200.100 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Wegen der stark steigenden Zahl an Neuinfektionen haben mehrere Bundesstaaten ihre Corona-Maßnahmen inzwischen wieder verschĂ€rft.

Die Gesundheitsbehörde CDC riet den US-BĂŒrgern wegen der Corona-Pandemie am Donnerstag dringend von Reisen zum Thanksgiving-Feiertag in der kommenden Woche ab. Es handele sich nicht um eine Anordnung, aber um eine "eindringliche Empfehlung", sagte CDC-Vertreter Henry Walke. Thanksgiving ist das wichtigste Familienfest in den USA. In mehreren Bundesstaaten treten diese Woche derweil neue VerschĂ€rfungen der Corona-Maßnahmen in Kraft.

Mehr als 100.000 Corona-Tote in Mexiko

In Mexiko sind seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 100.000 Menschen an der Krankheit Covid-19 gestorben. Vize-Gesundheitsminister Hugo LĂłpez-Gatell gab die Bilanz von insgesamt 100.104 TodesfĂ€llen am Donnerstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz bekannt. Mexiko ist das vierte Land, das die Schwelle von 100.000 Corona-Toten ĂŒberschritten hat.

In den vergangenen 24 Stunden seien 576 weitere Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben, sagte LĂłpez-Gatell. Die Zahl der seit Pandemie-Beginn registrierten Infektionen stieg nach seinen Angaben auf mehr als 1,019 Millionen.

Mexiko ist das am viertschwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt. Auf den ersten PlÀtzen liegen die USA, Brasilien und Indien.

Corona-Fall: BrĂŒssel und London setzen Brexit-GesprĂ€che online fort

Die ChefunterhĂ€ndler Michel Barnier und David Frost werden ihre GesprĂ€che ĂŒber einen Brexit-Handelspakt der EuropĂ€ischen Union mit Großbritannien online fortsetzen, weil ein Mitglied des EU-Teams positiv auf das Coronavirus getestet wurde. "Die GesprĂ€che werden persönlich fortgesetzt, wenn dies als sicher erachtet wird", teilte ein britischer Regierungssprecher am Donnerstagabend in London mit. Die Gesundheit und das Wohl aller Beteiligten hĂ€tten Vorrang.

Ausgangssperre in Kalifornien: "Wir schlagen Alarm"

Kalifornien erlĂ€sst fĂŒr besonders betroffene Landkreise eine Ausgangssperre von 22.00 Uhr bis 05.00 Uhr. "Wir schlagen Alarm", heißt es in einer ErklĂ€rung von Gouverneur Gavin Newsom. Die Ausbreitung des Virus mĂŒsse gestoppt und die Belastung fĂŒr die KrankenhĂ€user reduziert werden, bevor die Todesrate steige.

Trotz Infektionsrekorden: Pence sieht USA in Pandemie auf gutem Weg

Der amtierende US-VizeprĂ€sident Mike Pence sieht die USA trotz der dramatisch steigenden Corona-Fallzahlen in der Pandemie auf einem guten Weg. "Die FĂ€lle und die Positivrate steigen im ganzen Land. Aber wir nĂ€hern uns diesem Moment mit der Zuversicht der Erfahrung und wir wissen, dass das amerikanische Volk weiß, was zu tun ist", sagte Pence am Donnerstag bei einer Pressekonferenz der Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses. Der amtierende PrĂ€sident Donald Trump war nicht dabei.

"Amerika war noch nie so gut auf die BekĂ€mpfung dieses Virus vorbereitet wie heute", fĂŒgte Pence mit Blick auf die Ausweitung der Testungen, die VerfĂŒgbarkeit von SchutzausrĂŒstung und die Fortschritte bei den Impfstoffen, die schon in wenigen Wochen fĂŒr besonders gefĂ€hrdete Menschen bereitstehen könnten, hinzu.

Die Ärztin Deborah Birx machte im Weißen Haus deutlich, dass zwar immer mehr Menschen getestet wĂŒrden, aber der Anteil der positiven Tests deutlich angestiegen sei. Trump fĂŒhrt die hohe Zahl der Corona-FĂ€lle in den USA auf die Vielzahl der durchgefĂŒhrten Tests zurĂŒck. Nachgewiesen sind insgesamt mehr als 11,6 Millionen Ansteckungen. Birx mahnte: "Jeder Amerikaner muss in diesem Moment wachsam sein."

USA rechnen fĂŒr Freitag mit Zulassungsantrag fĂŒr Pfizer-Biontech-Impfstoff

Die US-Regierung rechnet fĂŒr diesen Freitag mit dem Antrag auf eine Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs der Unternehmen Pfizer und Biontech. "Pfizers Partner Biontech hat angekĂŒndigt, dass sie morgen die Notfallzulassung bei der FDA beantragen wollen", sagte US-Gesundheitsminister Alex Azar am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Washington. Die LebensmittelĂŒberwachungs- und Arzneimittelbehörde der Vereinigten Staaten (FDA) ist auch fĂŒr die Zulassung von Impfstoffen zustĂ€ndig.

Er gehe davon aus, dass auch das US-Pharmaunternehmen Moderna bald eine Zulassung fĂŒr seinen Impfstoffkandidaten beantragen werde, sagte Azar weiter. Die USA, die EU und zahlreiche weitere Staaten haben bereits hunderte Millionen von Dosen der vielversprechendsten Impfstoffkandidaten vorbestellt.

EU-Zulassung von zwei Corona-Impfstoffen noch in diesem Jahr möglich

Zwei Impfstoffe gegen das Coronavirus könnten noch in diesem Jahr in Europa zugelassen werden. "Wenn alles ohne Probleme verlÀuft", könnten die Impfstoff-Kandidaten von Pfizer-Biontech und Moderna "in der zweiten DezemberhÀlfte 2020" eine bedingte Marktzulassung erhalten, sagte EU-KommissionsprÀsidentin Ursula von der Leyen am Donnerstag. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach von möglichen Zulassungen "im Dezember oder sehr schnell nach der Jahreswende".

Biontech-MitgrĂŒnder Ugur Sahin hĂ€lt eine Auslieferung und Zulassung des Corona-Impfstoffs in diesem Jahr ebenfalls fĂŒr möglich. Sein Team arbeite "fieberhaft" daran, sagte der Mainzer der Nachrichtenagentur AFP. In Europa ist die Arzneimittelbehörde Ema fĂŒr die Zulassung zustĂ€ndig. Die Ema sei in "tĂ€glichem Kontakt" mit ihrem US-Pendant FDA, um die Bewertung der Impfstoffkandidaten möglichst zeitgleich durchzufĂŒhren, sagte von der Leyen nach einer Video-Konferenz der EU-Staats- und Regierungschefs.

Brexit-ChefunterhÀndler unterbrechen GesprÀche wegen Corona-Fall

Die ChefunterhĂ€ndler Michel Barnier und David Frost haben ihre GesprĂ€che ĂŒber ein Brexit-Handelsabkommen der EuropĂ€ischen Union mit Großbritannien vorerst ausgesetzt, weil ein Mitglied des EU-Teams positiv auf Corona getestet wurde. Dies teilten Barnier und Frost am Donnerstag auf Twitter mit. Die Teams verhandelten aber in Einklang mit den Richtlinien weiter, schrieb Barnier. Frost ergĂ€nzte, er sei in engem Kontakt mit Barnier. Er dankte der EU-Kommission fĂŒr die sofortige Hilfe und UnterstĂŒtzung.

Die beiden Teams verhandeln seit Wochenbeginn erneut in BrĂŒssel ĂŒber das angestrebte Handelsabkommen fĂŒr die Zeit nach 2021. Die Unterbrechung kommt zur Unzeit, denn es bleiben nur noch wenige Tage fĂŒr eine Einigung. Ein hoher EU-Vertreter hatte den kommenden Montag (23. November) als wichtigen Stichtag genannt.

Großbritannien ist Ende Januar aus der EU ausgetreten, befindet sich bis zum Jahresende aber noch in einer Übergangsphase, in der weitgehend die gleichen Regeln gelten wie zuvor. Ohne eine Einigung drohen ab Neujahr Zölle, lange Staus an den Grenzen und andere HandelshĂŒrden.

WHO: Ein Corona-Toter in Europa alle 17 Sekunden

Die Weltgesundheitsorganisation WHO beklagt eine wachsende Zahl an Corona-TodesfÀllen in Europa. In den vergangenen beiden Wochen habe die Zahl der SterbefÀlle in Verbindung mit Covid-19-Erkrankungen um 18 Prozent zugenommen, sagte der Direktor der WHO-Region Europa, Hans Kluge, am Donnerstag auf einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. Vergangene Woche seien mehr als 29.000 TodesfÀlle registriert worden, was bedeute, dass alle 17 Sekunden eine Person in der europÀischen Region mit Covid-19 stirbt.

Dass derzeit pro Tag 4500 Leben an Covid-19 verloren gingen, sei vermeidbar, sagte Kluge. Wer sich an Richtlinien halte und gegen Missinformationen vorgehe, liefere einen Beitrag, um SterbefÀlle zu vermeiden. Kluge hatte aber auch Positives zu berichten: Dank dem Befolgen eines umsichtigen Verhaltens habe sich die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen in der vergangenen Woche von mehr als zwei Millionen in der Vorwoche auf schÀtzungsweise 1,8 Millionen verringert. "Das ist ein kleines Signal, aber ein Signal nichtsdestotrotz", so Kluge.

DarĂŒber hinaus gebe es allerdings auch zunehmende Anzeichen dafĂŒr, dass die Gesundheitssysteme in Europa wegen zunehmender Corona-Zahlen an ihre Grenzen stoßen. In Frankreich zum Beispiel seien die Intensivstationen seit zehn Tagen mit mehr als 95 Prozent ausgelastet, in der Schweiz sei die volle Auslastung schon erreicht.

Nach Angaben des Regionaldirektors gehen 28 Prozent aller bisher registrierten weltweiten Corona-Infektionen sowie 26 Prozent aller global erfassten Corona-TodesfĂ€lle auf Europa zurĂŒck. In der europĂ€ischen Region, zu der die WHO mehr als 50 LĂ€nder zĂ€hlt, gab es nach Angaben der Organisation bislang rund 15,8 Millionen Infektionen und fast 355.000 damit in Verbindung stehende TodesfĂ€lle.

Bars und Restaurants in Barcelona dĂŒrfen wieder öffnen

In Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona dĂŒrfen alle Bars und Restaurants sowie alle Kinos und Theater wegen einer Besserung der Corona-Lage ab Montag nach mehr als fĂŒnf Wochen wieder öffnen. FĂŒr alle Gastronomiebetriebe werde es in der gesamten Region im Nordosten Spaniens aber ab 21.30 Uhr eine Sperrstunde geben, teilte die Regionalregierung am Donnerstag mit. Neben weiteren EinschrĂ€nkungen soll im Innenbereich die Auslastung auf maximal 30 Prozent beschrĂ€nkt werden. Restaurants und Bars sind in Katalonien seit dem 16. Oktober per Dekret dicht.

Mit diesen Maßnahmen starte die Region einen zweimonatigen Plan, bei dem es alle zwei Wochen neue Lockerungen der Corona-EinschrĂ€nkungen geben werde, soweit es die Entwicklung der Pandemie zulasse, hieß es. Das Versammlungsverbot fĂŒr mehr als sechs Personen und die Abriegelung der Region solle bei gĂŒnstiger Entwicklung am 21. Dezember aufgehoben werden. Die seit Ende Oktober geltende nĂ€chtliche Ausgangssperre sowie die Absperrungen aller Gemeinden an den Wochenenden sollen unterdessen mindestens bis Ende Januar in Kraft bleiben.

Die Behörden Kataloniens hatten mit den fĂŒr spanische VerhĂ€ltnisse vergleichsweise strengen EinschrĂ€nkungen auf einen starken Anstieg der Zahlen reagiert. Die Maßnahmen zahlen sich aber fĂŒr die rund 7,6 Millionen Einwohner langsam aus: Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen fiel in nur einer Woche von 256,7 auf 157,3. Strenge EinschrĂ€nkungen gelten derzeit wegen der Corona-Pandemie in den meisten Regionen Spaniens. Die Lage habe sich in den vergangenen Tagen aber landesweit deutlich gebessert, sagte am Donnerstagabend der Chef der Behörde fĂŒr Gesundheitliche NotfĂ€lle, Fernando SimĂłn.

Biontech-GrĂŒnder hĂ€lt Auslieferung von Corona-Impfstoff im Dezember fĂŒr möglich

Der MitgrĂŒnder des Impfstoffentwicklers Biontech, Ugur Sahin, hĂ€lt eine Auslieferung des Corona-Impfstoffs noch in diesem Jahr fĂŒr möglich. Es sei "im Bereich des Möglichen, dass wir noch im Dezember vielleicht den Impfstoff ausliefern können", sagte Sahin im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag. "Aber da mĂŒssen wirklich alle sehr, sehr eng und intensiv zusammenarbeiten." Der von Biontech und dem US-Pharmariesen Pfizer entwickelte Impfstoff ist einer der HoffnungstrĂ€ger im Kampf gegen die Pandemie.

Sahin hĂ€lt es fĂŒr möglich, dass der Impfstoff noch in diesem Jahr in den USA oder in Europa "oder in beiden Regionen" zugelassen wird. Nach Angaben des Biontech-GrĂŒnders könnten im Falle einer Zulassung bis zu 70 Prozent der Bevölkerung vor Herbst kommenden Jahres geimpft werden.

"Ich denke, wenn wir wirklich einen guten Job machen, und mit 'Wir' meine ich alle Beteiligten – Regierungen, verschiedene Pharmaunternehmen und auch die Impfstoff-Logistiker – dann könnten wir es schaffen, dass 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung vor Herbst 2021 geimpft werden", sagte er AFP. "Und wenn wir das schaffen, dann können wir einen normalen Winter haben, ohne wieder in den Shutdown zu gehen."

Wegen Corona-Ausbreitung: Verbot von Silvesterfeuerwerk?

Über Sinn und Unsinn der Silvesterböllerei wird schon lĂ€nger diskutiert. Doch mit der Corona-Krise bekommt die Debatte neuen Schwung. Das ganze verbieten, meinen manche. Auf die Vernunft der BĂŒrger setzen, fordern andere. Mehr dazu lesen Sie hier.

Demos in Berlin: Ist den Corona-Leugnern noch zu helfen?

FĂŒr sie ist Corona eine Grippe und die Bundesrepublik eine Diktatur. Bei vielen Corona-Demonstranten stehen keine echten Ängste mehr im Vordergrund. Wie kann man sie zurĂŒck in die Wirklichkeit holen? Den Artikel lesen Sie hier.

Nerzfarmer Thorbjoern Jepsens mit einem seiner Tiere im Oktober: Seitdem wurden alle 17 Millionen der Tiere in DĂ€nemark gekeult.
Nerzfarmer Thorbjoern Jepsens mit einem seiner Tiere im Oktober: Seitdem wurden alle 17 Millionen der Tiere in DĂ€nemark gekeult. (Quelle: Henning Bagger)

DĂ€nemark: Corona-Mutation mit rabiaten Mitteln ausgerottet

Das in DĂ€nemark bei Nerzen festgestellte neuartig mutierte Coronavirus ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums "aller Wahrscheinlichkeit nach" ausgerottet. Das Ministerium in Kopenhagen beruft sich in einer Mitteilung auf entsprechende Erkenntnisse des Staatlichen Serum-Instituts. Demnach sind seit dem 15. September keine Infektionen mit dem sogenannten Cluster-5-Virus mehr festgestellt worden.

Die dĂ€nische Regierung hob daraufhin die meisten der Corona-BeschrĂ€nkungen fĂŒr die von der Nerzzucht geprĂ€gte Region NordjĂŒtland vorzeitig auf. Der Großteil der Maßnahmen werde schon an diesem Donnerstag gelockert, hieß es. Ab Freitag wird auch der öffentliche Nahverkehr wiederaufgenommen, Restaurants und Lokale sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen dĂŒrfen dann ebenfalls wieder öffnen. UrsprĂŒnglich war geplant gewesen, dass die BeschrĂ€nkungen bis zum 3. Dezember gelten sollten.

Mittlerweile sind alle 17 Millionen Pelztiere auf den infizierten Nerzfarmen getötet worden. Besonders die sogenannte Cluster-5-Variante war vom dĂ€nischen Gesundheitsinstitut SSI als besorgniserregend und mögliche Gefahr fĂŒr kĂŒnftige Corona-Impfstoffe eingestuft worden. Sie ist bislang bei zwölf Menschen in NordjĂŒtland nachgewiesen worden.

Merkel ruft zu SolidaritÀt der Generationen in Corona-Krise auf

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zu weiterem Zusammenhalt und zu SolidaritĂ€t der Generationen in der Corona-Krise aufgerufen. Es sei wichtig, dass alle in der Gesellschaft aufeinander RĂŒcksicht nĂ€hmen und nun nicht notwendige Kontakte vermeiden, sagte Merkel am Donnerstag in einem Online-Dialog zur Situation der Pflege. So, wie junge Menschen mit der Bewegung Fridays for Future darum bitten, dass Ältere ein Herz fĂŒr den Klimaschutz haben, bitte sie jetzt die JĂŒngeren um ein Herz fĂŒr die Älteren. Chronisch Kranke und Alte gehören zur Corona-Risikogruppe fĂŒr schwere KrankheitsverlĂ€ufe.

Die Wintermonate seien im Kampf gegen die Pandemie nun eine schwere Zeit, sagte Merkel. Die Nachrichten ĂŒber die Entwicklung von Impfstoffen seien aber positiv. Man könne nur die Daumen drĂŒcken, dass die Wissenschaft ordentlich arbeite. "Im FrĂŒhjahr könnte man schon mehr wissen." Die Kanzlerin bekrĂ€ftigte, dass Risikogruppen dann zuerst geimpft werden könnten, auch PflegekrĂ€fte hĂ€tten PrioritĂ€t.

Japan meldet Rekord bei Neuinfektionen – "höchste Alarmstufe"

Japans Regierungschef Yoshihide Suga hat die "höchste Alarmstufe" ausgerufen, nachdem in seinem Land eine Rekordzahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden ist. Er rufe die Bevölkerung auf, die Corona-Richtlinien vollstÀndig umzusetzen, sagte Suga am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Tokio. Unter anderem verwies er auf die Empfehlung zum Maskentragen.

Am Mittwoch hatten die Behörden in Japan einen Höchstwert von 2.000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Allein knapp 500 der FĂ€lle waren in der Hauptstadt Tokio aufgetreten. Dem Sender NHK zufolge beauftragte Suga Experten damit, den Ursachen des Anstiegs bei Beratungen am Donnerstag und Freitag auf den Grund zu gehen. Danach wolle sich die Regierung mit möglichen VerschĂ€rfungen der Corona-Maßnahmen befassen.

Suga hat bereits angekĂŒndigt, strengere Maßnahmen in den Regionen unterstĂŒtzten zu wollen. Auch regte er an, die Zahl der Menschen, die sich in Restaurants treffen dĂŒrfen, auf vier zu begrenzen. Japan gehört bisher zu den weniger schwer von der Corona-Pandemie betroffenen LĂ€ndern. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Inselstaat knapp 121.000 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen, 1.900 Infizierte starben.

Pressekonferenz: RKI-Chef berichtet ĂŒber Corona-Lage

In Deutschland haben die GesundheitsĂ€mter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.609 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind gut 5.000 FĂ€lle mehr als am Mittwoch (17.561). Im Vergleich zum Wert von vor einer Woche wurden etwas mehr FĂ€lle gemeldet. RKI-Chef Lothar Wieler Ă€ußerte sich auf einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage. Seine Aussagen sehen Sie oben im Video oder hier. Im Folgenden gibt es die wichtigsten Aussagen zudem zum Nachlesen.

10.01 Uhr: Die Lage sei noch immer ernst, sagt Wieler. Zwar sind die Neiunfektionszahlen in den vergangenen Tagen oftmals nicht weiter angestiegen, aber sie seien noch immer viel zu hoch. Man befinde sich auf einem "Plateau". Das sei zwar eine gute Nachricht, so Wieler. Ob es sich bei der Entwicklung aber um eine Trendwende handle, mĂŒsse man noch abwarten. Wieler zeigt sich aber optimistisch, dass sich der Trend fortsetze.

10.03: Ute Rexroth, Leiterin des RKI-Lagezentrums, sagt, die Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei 139 deutschlandweit. Die Zahl sei hoch, aber habe sich "auf dem hohen Niveau" stabilisiert. Die Zahlen zeigen, dass "wir auf dem richtigen Weg sind", sagt Rexroth. Die Maßnahmen wirken. Besorgniserregend sei jedoch, dass die GesundheitsĂ€mter stark beansprucht seien.

Lothar Wieler, Leiter des Robert Koch-Instituts: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen habe sich auf hohem Niveau stabilisiert.
Lothar Wieler, Leiter des Robert Koch-Instituts: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen habe sich auf hohem Niveau stabilisiert. (Quelle: Tobias Schwarz/Reuters-bilder)

10.06: Es seien immer mehr Ă€ltere Menschen betroffen, sagt Rexroth. In diesen Altersgruppen steige die Inzidenz. Damit steigen auch die schweren FĂ€lle, die im Krankenhaus behandelt werden mĂŒssen.

10.08: Es könne sein, dass in dieser Woche mehr als 1.000 TodesfĂ€lle gemeldet werden. Auch wenn jetzt ein "Plateau" erreicht sei, mĂŒsse weiter mit steigenden Intensiv- und TodesfĂ€llen gerechnet werden, sagt Rexroth. Das werde auch die KrankenhĂ€user zunehmend belasten.

10.14: Wieler erklĂ€rt, warum eine Personen, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben, zehn Tage in QuarantĂ€ne mĂŒssen, Menschen mit Risikokontakten aber 14 Tage in QuarantĂ€ne mĂŒssen: Der Risikokontakt lasse sich genau auf einen Zeitpunkt festlegen. Das sei bei Reisen im Risikogebieten nicht der Fall. Wenn man jedoch wisse, dass man sich am letzten Tag der Reise angesteckt habe, solle man ebenfalls 14 Tage in QuarantĂ€ne.

10.17: Wieler betont, dass an den GesundheitsĂ€mtern noch immer die Nachverfolgung von Clustern, also großen Ereignissen, bei denen sich das Virus verbreitet haben könnte, PrioritĂ€t habe, die Einzelfallnachverfolgung sei zweitrangig.

10.18: "Was können wir tun?", fragt Wieler. Er verweist auf die AHA-Regeln (Abstand, Hygienemaßnahmen, Alltagsmaske) und das regelmĂ€ĂŸige LĂŒften. Er bittet alle, die Maske richtig zutragen, "auch ĂŒber die Nase". Falls jemand Symptome eines Atemweginfekts habe, solle die Person mindestens fĂŒnf Tage zu Hause bleiben.

10.22: "Wir sind nicht machtlos gegen dieses Virus, wenn wir die Fakten vor Augen haben", sagt Wieler. "Wir haben es in der Hand". Die Maßnahmen aber werden noch lĂ€nger bleiben mĂŒssen, sagt Wieler. Zumindest solange, bis durch Impfungen ein maßgeblicher Teil der Bevölkerung geschĂŒtzt sei.

10.26: "Welche Maßnahmen wie lange bleiben, vermag ich nicht zu sagen", sagt Wieler auf Nachfrage einer Journalistin. Das sei Aufgabe der Politik. Es sei jedoch wichtig, dass einige Maßnahmen durchgehend eingehalten werden. Er gehe zudem derzeit davon aus, dass die Schnelltest immer besser werden.

10.37: Er sei ĂŒberrascht, dass die Entwicklung des Imfpstoffes nun so schnell ging, sagt Wieler auf Nachfrage. Die neuesten Nachrichten ĂŒber die sehr weit fortgeschrittene Entwicklung zweier Imfpstoffe gebe Hoffnung.

US-Arzneimittelbehörde lĂ€sst Corona-Test fĂŒr Hausgebrauch zu

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat erstmals einen Corona-Test fĂŒr den Hausgebrauch zugelassen. Der Testkit des US-Herstellers Lucira Health habe eine Notfall-Zulassung bekommen, teilte die FDA mit. Der Test, der auf Erbgut des Erregers Sars-CoV-2 reagiert, sei im Hausgebrauch fĂŒr Menschen ab 14 Jahren geeignet und zunĂ€chst nur auf Verschreibung eines Arztes erhĂ€ltlich.

Wer den Test benutzt, muss mit einem StĂ€bchen eine Probe aus der Nase entnehmen, dieses dann in ein Röhrchen legen und das Röhrchen wiederum in einem Testmodul befestigen. In maximal 30 Minuten zeige das Display des Testmoduls dann ein positives oder negatives Ergebnis an. Wer ein negatives Ergebnis habe, aber trotzdem Symptome entwickle, solle seinen Arzt kontaktieren, denn der Test könne eine Infektion mit dem Coronavirus nicht hundertprozentig ausschließen.

Laut Hersteller ist der Test zuverlĂ€ssig: Im Vergleich zu einem anderen von der FDA zugelassenen Verfahren habe er 94 Prozent der Sars-CoV-2-Infektionen und 98 Prozent der Corona-freien Proben richtig zugeordnet. Auf den Markt kommen soll der Test demnach in Florida und Kalifornien in der nahen Zukunft und landesweit im FrĂŒhling.

Bislang fast 90 Corona-Infektionen im Bundestag

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind im Bundestag bis Mitte November insgesamt 89 Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 gezĂ€hlt worden. Das geht aus einer Antwort der Bundestagsverwaltung auf eine Anfrage der Funke Mediengruppe hervor. Darunter sind demnach 15 Abgeordnete, der Rest sind ĂŒberwiegend Mitarbeiter und Verwaltungsangestellte. In lediglich neun FĂ€llen handelt es sich laut dem Bericht um Mitarbeiter von Fremdfirmen, etwa fĂŒr Reinigung, Fahrdienst, Handwerker oder andere Dienstleister.

Insgesamt sind demnach rund 10.000 Personen im Bundestag tĂ€tig, Dienstleister eingerechnet. Im Vergleich zur Gesamtzahl falle die Infektionsrate damit relativ gering aus. Unklar ist zudem, wo sich die Betroffenen infiziert haben – innerhalb oder außerhalb des Parlaments.

Zahl der Corona-Toten in den USA ĂŒberschreitet Schwelle von 250.000

Die Vereinigten Staaten haben die Schwelle von mehr als einer Viertel Million Corona-Toten ĂŒberschritten. Wie aus einer ZĂ€hlung der in Baltimore ansĂ€ssigen Johns-Hopkins-UniversitĂ€t (JHU) am Mittwochabend (Ortszeit) hervorging, starben in den USA seit Pandemie-Beginn 250.029 Corona-Infizierte. Dies ist die mit Abstand höchste Zahl an Corona-Toten in einem einzigen Land. An zweiter Stelle folgt Brasilien mit knapp 167.000 TodesfĂ€llen. Hier lesen Sie mehr.

Athen hat Corona-Impfplan – zwei Millionen Impfungen monatlich

Griechenland wird monatlich mehr als zwei Millionen Menschen gegen das Coronavirus impfen können, sobald das nötige Serum verfĂŒgbar ist. "Wir haben bereits landesweit 1.018 Impfstellen festgelegt. Die Impfung wird kostenlos sein", sagte Gesundheitsminister Vassilis Kikilias am Mittwoch im Staatsfernsehen. "Die ersten Impfungen werden im ersten Monat des Jahres 2021 sein", ergĂ€nzte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

Die BĂŒrger sollen per SMS, elektronisch oder telefonisch einen Termin in einem Impfzentrum vereinbaren können. "Das System ist schon bereit", sagte Kikilias. Als erste wĂŒrden Ärzte und das Krankenhauspersonal geimpft, danach alle BĂŒrger ĂŒber 65 Jahre oder mit chronischen Krankheiten.

Im Vergleich zu anderen LĂ€ndern ist Griechenland mit seinen rund elf Millionen Einwohnern bisher nicht so stark von Corona betroffen gewesen. Allerdings schnellten die Zahlen in den vergangenen Wochen vor allem in den GroßstĂ€dten Athen und Thessaloniki unkontrolliert in die Höhe. Am Mittwoch zĂ€hlte die griechische Gesundheitsbehörde 3.200 Neuinfektionen und 60 Tote innerhalb von 24 Stunden.

New Yorker Schulen mĂŒssen erneut schließen

Angesichts steigender Corona-Zahlen schließt die US-OstkĂŒstenmetropole New York erneut ihre Schulen. Die Stadt habe die Schwelle von drei Prozent positiven Corona-Tests ĂŒberschritten und werde die Lerneinrichtungen deshalb ab Donnerstag vorĂŒbergehend dicht machen, schrieb BĂŒrgermeister Bill de Blasio am Mittwoch auf Twitter.

New York war im FrĂŒhjahr zum Epizentrum der Pandemie in den USA geworden und hatte Mitte MĂ€rz alle Schulen schließen mĂŒssen. Über den Sommer hatte sich das Infektionsgeschehen wieder stabilisiert, eine erneute Öffnung war jedoch immer wieder verschoben worden. Die ersten Schulen konnten schließlich erst ab Ende September wieder öffnen. Zuletzt hatte sich die Lage jedoch wieder angespannt.

Erst vor einer Woche hatte der Gouverneur des gleichnamigen Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, neue Maßnahmen angekĂŒndigt. Restaurants, Bars und Fitnessstudios mĂŒssen demnach um 22.00 Uhr schließen. Treffen in PrivathĂ€usern sind auf maximal zehn Personen beschrĂ€nkt.

Reform des Infektionsschutzgesetzes beschlossen

Die Debatte war hitzig. Doch am Ende verabschiedete der Bundestag mit klarer Mehrheit die Reform des Infektionsschutzgesetzes. Am Nachmittag zog der Bundesrat nach. Mehr dazu lesen Sie hier.

Impfstoff von Biontech vor Zulassungsantrag in den USA

Die Mainzer Biotechfirma Biontech und ihr Partner Pfizer haben die entscheidende HĂŒrde fĂŒr eine mögliche Zulassung ihres Corona-Impfstoffs in den USA genommen. Nach einer finalen Analyse der entscheidenden Studie habe der Impfstoff einen Schutz von 95 Prozent vor Covid-19 gezeigt, teilten die beiden Unternehmen am Mittwoch mit. Den Antrag dafĂŒr wollen sie nun innerhalb weniger Tage bei der US-Gesundheitsbehörde FDA einreichen. Die Daten sollen zudem auch anderen Regulierungsbehörden weltweit vorgelegt werden.

Biontech und Pfizer veröffentlichten auch positive Daten zur Sicherheit des Impfstoffs. Die Probanden haben es demnach gut vertragen, es seien meist leichte bis moderate Nebenwirkungen aufgetreten, die schnell abgeklungen seien. Die einzige schwere Nebenwirkung sei bei mehr als zwei Prozent der Geimpften MĂŒdigkeit gewesen, von der 3,7 Prozent nach der zweiten Dosis betroffen gewesen seien. Bei Ă€lteren Erwachsenen ĂŒber 65 Jahren habe die beobachtete Wirksamkeit mehr als 94 Prozent betragen.

Biontech und Pfizer waren in der vergangenen Woche die weltweit ersten Unternehmen, die erfolgreiche Daten zur Wirksamkeit aus der zulassungsrelevanten Studie mit einem Corona-Impfstoff vorgelegt hatten. Nach einer ersten Zwischenanalyse zeigte das Vakzin eine Wirksamkeit von mehr als 90 Prozent beim Schutz vor Covid-19. Am Montag zog der US-Biotechkonzern Moderna nach und verkĂŒndete, dass sein Impfstoff einen Schutz von 94,5 Prozent vor Covid-19 bietet.

Medizinerin fordert strengere Corona-BeschrÀnkungen

Die leitende AmtsĂ€rztin des Gesundheitsamts NeumĂŒnster, Alexandra Barth, hat striktere Corona-EinschrĂ€nkungen gefordert. "Wenn die EinschrĂ€nkungen lasch bleiben, werden wir auch in Schleswig-Holstein bald nicht mehr handlungsfĂ€hig sein", sagte Barth am Mittwoch in einer Expertenanhörung des Landtags. Familienfeiern und religiöse Feste seien die Hotspots der Übertragung. In den Betrieben gebe es mittlerweile weniger Infektionen. "Die meisten Übertragungen sind im privaten Bereich."

Barth warnte davor, sich angesichts im Vergleich zu anderen BundeslÀndern niedrigeren Infektionszahlen in Sicherheit zu wiegen. "Wenn wir in Deutschland einen Monat eine komplette Ausgangssperre haben, dann lÀuft sich die Epidemie tot." Dann könnten die GesundheitsÀmter die Nachverfolgung noch auftretender FÀlle gut bewÀltigen.

Auch der Direktor des Instituts fĂŒr Klinische Molekularbiologie der Kieler Uni, Philip Rosenstiel, sprach davon, dass das nördlichste Bundesland in der Pandemie bislang wahrscheinlich GlĂŒck gehabt habe. Aber dennoch fĂŒllten sich auch hier die Kliniken, sagte er. "Auch in Schleswig-Holstein wird auf den Intensivstationen gestorben."

Corona-Todeszahlen in Russland erreichen Höchststand

Der russische PrĂ€sident Wladimir Putin hat sich wegen der massiv steigenden Todeszahlen bei Corona-Patienten in Russland besorgt gezeigt. Die Behörden meldeten am Mittwoch 456 Tote – so viele wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie in Russland. "Leider wĂ€chst die Zahl der schweren Erkrankungen, am meisten Sorgen macht der Anstieg der Sterblichkeit", sagte Putin bei einer im Staatsfernsehen ĂŒbertragenen Video-Konferenz.

Noch im FrĂŒhjahr hatte Russland im internationalen Vergleich mit niedrigen Todeszahlen fĂŒr Aufsehen gesorgt. Putin hatte dies als Erfolg seiner Politik bezeichnet. Der PrĂ€sident, der fast nur von seiner Moskauer Vorstadtresidenz Nowo-Ogarjowo aus arbeitet, sprach von einer zwar insgesamt "kontrollierbaren" Lage. In einigen Regionen sei die Situation aber schwierig. Der 68-JĂ€hrige kritisierte, dass es zu lange dauere, bis Testergebnisse vorlĂ€gen – im Schnitt etwa 48 Stunden.

Vize-Regierungschefin Tatjana Golikowa sagte, dass in einzelnen Regionen kaum noch Betten in KrankenhĂ€usern frei seien. Die Auslastung liege insgesamt in Russland bei 81 Prozent. Sie kĂŒndigte an, dass im November 653.000 Dosen des russischen Impfstoffs "Sputnik V" auf den Markt kĂ€men – und im Dezember dann schon 2,2 Millionen. Russland hat mehr als 140 Millionen Einwohner.

Söder kĂŒndigt weitere Corona-Maßnahmen an

Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder kĂŒndigt weitere Maßnahmen zur BekĂ€mpfung der Coronavirus-Pandemie an. Nach der MinisterprĂ€sidenten-Konferenz am kommenden Mittwoch werde sich das bayerische Kabinett am Donnerstag mit der Umsetzung der Ergebnisse befassen.

Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder bekrĂ€ftigt sein PlĂ€doyer fĂŒr eine möglichst weitgehende Fortsetzung des Schulbetriebs. "Schule soll so lange wie möglich offen bleiben. Aber wir mĂŒssen eine Hotspot-Vereinbarung treffen", sagt Söder in MĂŒnchen. Wo es hohe Infektionszahlen gebe, solle Schule in anderer Form stattfinden können. DarĂŒber wolle er kommende Woche auf der MinisterprĂ€sidentenkonferenz sprechen.

FĂŒr Freitag kommender Woche habe er eine Sondersitzung des Landtags beantragt, "weil wir dann auch entsprechend weitere Maßnahmen zum Thema Corona einbringen werden", sagt der CSU-Chef in MĂŒnchen.

Söder will zudem beim nĂ€chsten Corona-Gipfel in der kommenden Woche das Absenken der Zahl der Corona-Neuinfektionen auf 50 pro 100.000 Einwohner an sieben Tagen in den Mittelpunkt stellen. Strategie fĂŒr die nĂ€chsten Beratungen der MinisterprĂ€sidenten mit Angela Merkel mĂŒsse sein zu ĂŒberlegen, wann auf diese 50 gekommen werden könne und wie dies gelingen könne, sagte Söder am Mittwoch nach einer Klausur seines Kabinetts in MĂŒnchen. Söder fĂŒgte hinzu, diese Zahl 50 sei "keine fixe Idee". Es sei die Zahl, bei der die Nachverfolgung der Neuinfektionen und eine Austrocknung der Pandemie durch die GesundheitsĂ€mter gelingen könne.

Frankreich meldet mehr als zwei Millionen Corona-FĂ€lle seit Beginn der Pandemie

Frankreich hat am Dienstag die Schwelle von zwei Millionen Corona-Infektionen ĂŒberschritten. Die Gesundheitsbehörden teilten mit, dass sich seit dem Beginn der Pandemie 2.036.755 Menschen mit dem neuartigen Virus angesteckt hĂ€tten. Allein innerhalb der vergangenen 24 Stunden seien mehr als 45.500 neue FĂ€lle hinzugekommen.

Am Montag habe es außerdem mit 33.500 Menschen eine Rekordzahl von Corona-Patienten in KrankenhĂ€usern gegeben. Auf dem Höhepunkt der Pandemie im FrĂŒhjahr waren es etwas mehr als 32.000 Menschen. Bislang starben in Frankreich ĂŒber 46.000 Menschen an den Folgen einer Erkrankung mit dem Virus.

SĂŒdaustralien wegen 22 Neuinfektionen im Lockdown

Nach einem Ausbruch des Virus im australischen Bundesstaat SĂŒdaustralien mit 22 Infektionen wird ein sechstĂ€giger harter Lockdown verhĂ€ngt. "Wir brauchen diese Unterbrechung, damit wir dem Virus immer einen Schritt voraus sind," erklĂ€rt MinisterprĂ€sident Steven Marshall. Schulen, UniversitĂ€ten und Restaurants bleiben ab Mitternacht geschlossen, Hochzeiten und Beerdigungen werden ausgesetzt. Pro Haushalt darf nur eine Person pro Tag fĂŒr essenzielle EinkĂ€ufe das Haus verlassen, der Reiseverkehr ist eingestellt.

BER-Betreiber drohen wegen Corona mit Einstellung des Flugbetriebs

Wegen Corona-bedingter Verluste erwĂ€gen die Betreiber des Hauptstadtflughafens BER eine Einstellung des Flugbetriebs, sofern die EigentĂŒmer – der Bund sowie die LĂ€nder Berlin und Brandenburg – nicht kurzfristig weitere Finanzhilfen bereitstellen. Das geht aus einem Schreiben der GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) an die Berliner Senatsverwaltung fĂŒr Finanzen hervor, das dem Handelsblatt (Mittwochausgabe) vorliegt.

FDA erlaubt ersten Schnelltest fĂŒr zu Hause

Die US-Gesundheitsbehörde FDA genehmigt den ersten Corona-Schnelltest fĂŒr zu Hause. Der Selbsttest des US-Unternehmens Lucira Health ist ein molekularer Einweg-Test zum Nachweis des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2, das Covid-19 verursacht.

KinderschutzverbÀnde kritisieren BeschrÀnkungen: "kinderfeindlich" und "furchtbar"

KinderschutzverbĂ€nde kritisieren die von Bund und LĂ€ndern vorgeschlagene EinschrĂ€nkung von Kontakten fĂŒr Kinder und Jugendliche. "Soziale Interaktion ist sehr wichtig, gerade fĂŒr Jugendliche ist sie das zentrale Entwicklungsmoment", sagte Holger Hofmann, BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Deutschen Kinderhilfswerks (DKHW), den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" (Mittwochsausgaben). Es sei völlig unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig und kinderfeindlich, das auf einen Kontakt zu beschrĂ€nken.

Mit der Schließung von Sportvereinen, KulturstĂ€tten und Freizeitzentren werde Kindern und Jugendlichen ohnehin schon sehr viel zugemutet im Moment, so Hofmann weiter. Auch beim Deutschen Kinderschutzbund (DKSB) sieht man den Vorstoß mit Sorge. "Es ist furchtbar fĂŒr das Kind, das sich zwischen seinen Freunden entscheiden soll und es ist furchtbar fĂŒr jenes Kind, das im Zuge einer solchen Entscheidung vielleicht abgewiesen werden musste", sagt PrĂ€sident Heinz Hilgers den Zeitungen.

Darum hÀtte Merkel gerne "noch ein bisschen mehr" beschlossen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rechnet mit schwierigen Verhandlungen mit den MinisterprĂ€sidenten der LĂ€nder ĂŒber eine Corona-Strategie bis Weihnachten und Silvester. "Ich hoffe, dass wir nĂ€chste Woche zu weiteren Dingen kommen", sagte Merkel in einer virtuellen Sitzung der Unionsfraktion in Berlin. Von Teilnehmern wurde sie mit den Worten zitiert: "Das werden sehr, sehr schwierige Entscheidungen werden." An die Haushaltspolitiker in der Fraktion gewandt sagte sie, je lĂ€nger man die Diskussion ĂŒber die Maßnahmen hinziehe "und wenn wir es nicht entschlossen genug machen, dann wird es nicht billiger".

Die MinisterprĂ€sidenten hatten am Montag PlĂ€ne Merkels ausgebremst, schon zur Halbzeit des bis Ende November geltenden Teil-Lockdowns weitergehende verbindliche Maßnahmen fĂŒr KontaktbeschrĂ€nkungen auch in Schulen zu beschließen. Noch sei man in einer relativ guten Lage, es zĂ€hle aber jeder Tag, begrĂŒndete Merkel in der Unionsfraktion ihr Dringen auf schnelle Entscheidungen. Auch weil man zu Weihnachten ein gewisses Maß an Freiheit geben wolle, hĂ€tte sie am Montag gerne "noch ein bisschen mehr" beschlossen. Je mehr man sich jetzt anstrenge, umso besser könne man dann auch wenigstens unter Corona-Bedingungen wieder bestimmte Lockerungen zulassen. Noch komplizierter werde die Frage, wie man Silvester gestalte, sagte Merkel.

Mit Blick auf die Maßnahmen ĂŒber den Jahreswechsel sagte Merkel, dies mĂŒsse auch noch auf europĂ€ischer Ebene besprochen werden. Wenn etwa Österreich durch den dortigen harten Lockdown relativ schnell von der sehr hohen Infektionsrate herunterkomme, mĂŒsse man trotzdem aufpassen, dass nicht zu Silvester wieder alles eingerissen werde, indem dort die Skisaison eröffnet werde. Es mĂŒsse versucht werden, sich in Europa auf bestimmte einheitliche Verhaltensmaßregeln zu konzentrieren. Das werde nicht ganz einfach, sagte Merkel voraus.

Steinmeier: Deutschland sollte Corona-Impfstoff mit armen LĂ€ndern teilen

BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier fordert Deutschland und Europa auf, ihre Kontingente eines Impfstoffes gegen das Coronavirus mit Ă€rmeren LĂ€ndern zu teilen. "Deutschland und Europa sollten jetzt ein politisches Signal geben, dass sie bereit sind, von Beginn an einen Teil dieser Kontingente abzugeben, um etwa Gesundheitspersonal auch in Ă€rmeren LĂ€ndern der Welt so rasch wie möglich zu schĂŒtzen", schrieb der BundesprĂ€sident in einem Gastbeitrag fĂŒr den "Tagesspiegel".

Die EU-Kommission schließt derzeit im Auftrag der Mitgliedstaaten zentral VertrĂ€ge mit Herstellern möglicher Impfstoffe. Mit den Pharmaunternehmen Pfizer und Biontech wurde die Lieferung von 200 Millionen Dosen sowie eine Option auf weitere 100 Millionen Dosen vereinbart.

Auf die Leistungen des Biontech-Unternehmerpaares Özlem TĂŒreci und Uğur ƞahin könne man stolz sein, schrieb Steinmeier. "Aber es sollte uns noch stolzer machen, wenn wir die Einsicht und die Weisheit hĂ€tten, in dieser Situation der Welt ein Beispiel zu geben" und zeigen, dass eine enge und solidarische Zusammenarbeit in der EU und international "mehr ist als ein Lippenbekenntnis, sondern buchstĂ€blich lebensrettend".

Ärmeren LĂ€ndern zu helfen und Teile ihrer Bevölkerung zu impfen, sei nicht allein ein Akt der SolidaritĂ€t, betonte der BundesprĂ€sident. Eine Pandemie, die in anderen LĂ€ndern weitergehe, koste Wohlstand und Leben. Außerdem bestehe die Gefahr einer Mutation des Virus anderswo, "die dann auch uns erneut gefĂ€hrdet".

Frankreich ĂŒberschreitet Marke von zwei Millionen FĂ€llen

Frankreich hat die Schwelle von zwei Millionen registrierten Infektionen ĂŒberschritten. Wie der Chef der Gesundheitsbehörden, Jerome Salomon, weiter mitteilt, stieg die Zahl der TodesfĂ€lle im Zusammenhang mit Covid-19 in den vergangenen 24 Stunden um 437 auf 46.273.

Pfizer: Genug Daten aus Impfstoff-Studie fĂŒr SicherheitsprĂŒfung

Pfizer hat nach eigenen Angaben genug Daten aus seiner Impfstoff-Studie, um sie fĂŒr die vorgeschriebene SicherheitsprĂŒfung einzureichen. Dabei gehe es um die Ergebnisse von zwei Monaten von etwa der HĂ€lfte der rund 44.000 Teilnehmer, sagt Konzernchef Albert Bourla auf einer Konferenz der "New York Times". Pfizer entwickelt den Impfstoff zusammen mit dem deutschen Unternehmen Biontech.

Markus Söder (CSU): Bayerns MinisterprĂ€sident spricht sich fĂŒr eine Hotspot-Strategie fĂŒr Schulen aus.
Markus Söder (CSU): Bayerns MinisterprĂ€sident spricht sich fĂŒr eine Hotspot-Strategie fĂŒr Schulen aus. (Quelle: Sven Simon/imago-images-bilder)

Söder: Schulen "nicht auf Biegen und Brechen" offen lassen

MinisterprĂ€sident Markus Söder (CSU) stimmt SchĂŒler, Eltern und Lehrer in Bayern auf Klassenteilungen und Wechselunterricht zumindest in einigen Klassenstufen und in schweren Corona-Hotspots ein. "Ich bin der festen Überzeugung: Schulen sollen offen bleiben, aber nicht auf Biegen und Brechen", sagte Söder in MĂŒnchen. Man mĂŒsse nun genau prĂŒfen, in welchen JahrgĂ€ngen es ein besonders hohes Infektionsgeschehen gebe, wie man Lehrer besser schĂŒtzen könne und wie man den Schulalltag möglicherweise mit einem Wechselunterricht fĂŒr bestimmte Klassen gewĂ€hrleisten könne. Dies könne auch ein Modell im Rahmen einer Hotspot-Strategie sein.

Bund und LĂ€nder hatten Entscheidungen ĂŒber eine Fortsetzung des befristeten Teil-Lockdowns und ĂŒber mögliche VerschĂ€rfungen an Schulen auf kommende Woche vertagt. In einer Beschlussvorlage des Bundes, die die LĂ€nder in wesentlichen Teilen einkassierten, war bereits am Montag von Klassenteilungen die Rede gewesen.

Söder verteidigte das Vorgehen: "Ich hĂ€tte mir gestern auch deutlich mehr vorstellen können. Aber es ist auch nicht falsch, das nĂ€chste Woche zu machen, und zwar mit einer lĂ€ngerfristigen Perspektive." Er bekrĂ€ftigte erneut, fĂŒr Lockerungen sehe er "keinen Spielraum". "Denn die Zahlen gehen zwar etwas runter, aber sie gehen nicht so runter, dass es seriös wĂ€re, jetzt einfach wieder alles aufzumachen." Man mĂŒsse vielmehr ĂŒberlegen, "wo wir es noch vertiefen können". Er sagte aber, es solle "keine EinschrĂ€nkungen bei der Wirtschaft" geben.

Merkel erwartet "krĂ€ftigen Wachstumsschub" fĂŒr 2021

Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet fĂŒr das kommende Jahr einen "krĂ€ftigen Wachstumsschub". Voraussetzung sei, dass das Land die Pandemie in den Griff bekomme und Impfstoffe dann in Reichweite seien, sagte die CDU-Politikerin am Dienstag bei einer Konferenz der "SĂŒddeutschen Zeitung".

Die Kanzlerin verwies auf die Hilfsprogramme der Regierung fĂŒr die Wirtschaft. Die Bundesregierung habe bei der BrĂŒsseler EU-Kommission die HĂ€lfte aller BeihilfeantrĂ€ge in der Pandemie gestellt. Staatliche UnterstĂŒtzung ab einer gewissen GrĂ¶ĂŸenordnung muss von der EU-Behörde genehmigt werden, damit es nicht zu Verzerrungen auf dem europĂ€ischen Markt kommt. Merkel betonte, Deutschland könne sich diese UnterstĂŒtzung leisten, weil die Finanzlage des Bundes nach der Politik der letzten Jahre gut sei. Auch die Kurzarbeit bewĂ€hre sich.

Der Digitalisierung verleihe die Corona-Pandemie ebenfalls einen Schub, sagte Merkel. "Mir kann es gar nicht schnell genug gehen." Es sei wichtig, insbesondere SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern die Teilnahme am Fernunterricht zu ermöglichen. Das sei auch eine Frage der Gerechtigkeit, SchĂŒler mit Förderbedarf dĂŒrften nicht zu Verlierern der Pandemie werden. Bund und LĂ€nder seien aber entschlossen, eine flĂ€chendeckende Schließung von Schulen und Kitas wenn irgend möglich zu vermeiden.

Corona-Test bei Premierminister Johnson negativ

Der britische Premierminister Boris Johnson ist seinem Sprecher zufolge negativ auf das Coronavirus getestet worden. Er werde aber vorerst weiter in Selbstisolation bleiben. "Er hat gestern einen Test gemacht, und dieser Test war negativ, aber er wird sich in Übereinstimmung mit den QuarantĂ€ne-Regeln weiterhin selbst isolieren", sagt der Sprecher.

Johnson hatte sich am Wochenende in Selbst-Isolation begeben nach einem Kontakt mit einer Person, die positiv getestet wurde. Er hatte sich vor einigen Monaten wegen einer Corona-Erkrankung in eine Klinik begeben mĂŒssen.

Veranstalter sagt Corona-Demo vor ReichstagsgebÀude ab

Die umstrittene Demo gegen die Corona-Maßnahmen vor dem Reichstag in Berlin ist vom Veranstalter abgesagt worden – man sehe das "Risiko gewalttĂ€tiger Auseinandersetzungen". Lesen Sie hier weiter.

Justin Trudeau empfiehlt Corona-Imagefilme der Bundesregierung

Besonderen Eindruck gemacht haben die beiden Imagefilme der Bundesregierung in Kanada: Premierminister Justin Trudeau teilte einen der beiden Clips auf seinem Social Media Account und stimmte der Botschaft darin eindeutig zu. "Habt ihr Deutschlands Videos zur Covid-BekĂ€mpfung gesehen? Egal, welche Sprache man spricht, die Botschaft ist klar. Jeder kann ein Held sein und gegen das Virus kĂ€mpfen – du musst nicht einmal viel dafĂŒr tun."

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Die Videos spielen in der Zukunft. Senioren sprechen darin rĂŒckblickend ĂŒber ihre Pandemie-Erfahrung und was sie tun mussten, um die Krise zu besiegen: NĂ€mlich nicht viel, außer "faul wie die WaschbĂ€ren" zuhause zu bleiben. Die Botschaft: Es sei ĂŒberhaupt nicht schwer, sich an die Regeln zu halten und so die Pandemie unter Kontrolle zu bringen. Doch die Videos sind nicht unumstritten, denn die negativen Konsequenzen von Lockdown und KontakteinschrĂ€nkungen finden nahezu keine Beachtung.

Virologin: "Abwarten in einer Pandemie ist meistens keine gute Idee"

Die Virologin Isabella Eckerle von der UniversitĂ€t Genf hĂ€lt es fĂŒr riskant, weitere Maßnahmen zur EindĂ€mmung des Coronavirus zurĂŒckzustellen. "Ein zögerliches Vorgehen beziehungsweise ein Abwarten in einer Pandemie ist meistens keine gute Idee", sagte Eckerle nach den Beratungen von Bund und LĂ€ndern am spĂ€ten Montagabend in den ARD-"Tagesthemen". "Die Zahlen haben sich zwar verlangsamt, aber sie steigen immer noch an."

So lange die Entwicklung noch in die falsche Richtung gehe, sei klar, dass die EinschrĂ€nkungen zumindest aufrechterhalten, wahrscheinlich aber verschĂ€rft werden mĂŒssten. "Wenn man die Infektionszahlen wirklich runter bekommen möchte, die Kliniken entlasten, in der Gesellschaft ein bisschen mehr NormalitĂ€t haben möchte, dann wĂ€re es besser gewesen, schon jetzt damit anzufangen", betonte Eckerle. Sie verwies darauf, dass man die positiven Effekte von EinschrĂ€nkungen erst mit Zeitverzögerung sehe. "Das ist sicher noch einmal ein bisschen Zeit, die man da verschenkt hat."

Bund und LĂ€nder hatten ihre Entscheidung ĂŒber das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie am Montag auf kommende Woche, den 25. November, verschoben.

RKI meldet mehr als 14.000 Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut meldet erneut eine hohe Zahl an tĂ€glichen Neuinfektionen in Deutschland. Es gibt aber auch gute Nachrichten: Im Vergleich zur Vorwoche ist die Ansteckungszahl zurĂŒckgegangen. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

Bericht: Spahn will Corona-Warn-App verbessern

Einem "Bericht zur Weiterentwicklung" der Corona-Warn-App zufolge, aus dem der "Spiegel" zitiert, will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Anwendung nachbessern lassen. Unter anderem sollen Nutzer demnach kĂŒnftig mehrfach tĂ€glich ĂŒber mögliche Risikobegegnungen informiert werden. Im Fall eines positiven Testergebnisses soll die App den Anwender zudem mehrmals dazu auffordern, das Ergebnis zu teilen.

Bisher ermöglichte die App tĂ€glich nur eine ÜberprĂŒfung auf Risikobegegnungen. Nach derzeitigem Stand könne der Risikostatus sechsmal binnen 24 Stunden ĂŒberprĂŒft werden, wie es in dem Bericht heißt. Zudem solle die BenutzeroberflĂ€che vereinfacht werden. Aktuelle Informationen zur Pandemie wie Kennzahlen zur Warn-App sollen Nutzer kĂŒnftig dazu anregen, die Anwendung zu nutzen. Die Meldung der eigenen Infektion bleibe weiter freiwillig.

Auch sollen durch die Möglichkeit einer freiwilligen Datenspende kĂŒnftig mehr epidemiologisch wertvolle Daten gesammelt werden. Positiv getestete Nutzer sollen einen Link gesendet bekommen, ĂŒber den sie an einer Umfrage teilnehmen können. Zudem werde "geprĂŒft, in welcher Form ein Kontakttagebuch eingebunden werden kann", zitiert der "Spiegel" aus dem Papier.

Zuvor hatte es einige Kritik an der App gegeben, die das Gesundheitsministerium dem Bericht zufolge mit den Nachbesserungen adressieren will. Einen Zeitraum fĂŒr die Neuerungen soll in dem Papier nicht genannt werden.

Spahn: Krankschreibung dauerhaft ausschließlich per Videosprechstunde

BeschĂ€ftigte sollen dauerhaft die Möglichkeit bekommen, sich in bestimmten FĂ€llen ausschließlich per Videosprechstunde krankschreiben zu lassen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf einen Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Demnach sollen erstmalige Krankschreibung und VerlĂ€ngerung auf digitalem Weg auch dann möglich sein, wenn es keinerlei persönlichen Kontakt zwischen Patient und Arzt gibt.

"Insbesondere bei einfach gelagerten ErkrankungsfĂ€llen und zur Vermeidung von Infektionen ĂŒber Wartezimmer, sollte die Feststellung von ArbeitsunfĂ€higkeit im Rahmen der Videosprechstunde auch im Rahmen einer ausschließlichen Fernbehandlung erfolgen können", heißt es im Referentenentwurf eines "Gesetzes zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege", wie das RND berichtet. Vorgesehen ist, dass die entsprechende Richtlinie durch das höchste Entscheidungsgremium der gesetzlichen Krankenversicherung, dem Gemeinsamen Bundesausschuss, angepasst wird.

Lockdown in Österreich tritt in Kraft

In Österreich tritt am Dienstag ein strenger Lockdown in Kraft. Die neuen Maßnahmen zur EindĂ€mmung der Corona-Pandemie sehen Schul- und GeschĂ€ftsschließungen sowie eine ganztĂ€gige Ausgangssperre vor. Ausnahmen gibt es nur noch fĂŒr den Weg zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen sowie fĂŒr Sport und SpaziergĂ€nge im Freien. Die Maßnahmen gelten vorerst bis zum 7. Dezember.

Der Handel muss schließen, nur LebensmittelgeschĂ€fte, Apotheken, Drogerien, Banken und PostĂ€mter bleiben geöffnet. Grund fĂŒr die neuen Maßnahmen sind die insgesamt steigenden Infektionszahlen in Österreich trotz eines vor zwei Wochen verhĂ€ngten Teil-Lockdowns samt nĂ€chtlicher Ausgangssperre. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte am Wochenende zudem angekĂŒndigt, nach Ablauf der strengen BeschrĂ€nkungen Corona-Massentests einzusetzen.

Berlin statt Kloster Seeon – CSU-Landesgruppe verlegt Winterklausur

Wegen der Corona-Pandemie verlegt die Bundestags-CSU ihre traditionelle Winterklausur Anfang Januar vom oberbayerischen Kloster Seeon nach Berlin. Dies kĂŒndigte der Chef der CSU-Landesgruppe, Alexander Dobrindt, im "MĂŒnchner Merkur" (Dienstag) an. Der Auftakt ins Bundestags-Wahljahr am 6. und 7. Januar soll nun im Congress Center am Alexanderplatz stattfinden - und zwar mit einem strengen Hygienekonzept und als sogenannte hybride Veranstaltung. Das bedeutet, dass einige GĂ€ste anwesend sind und andere digital zugeschaltet werden.

Dobrindt sagte, mit dem geĂ€nderten Tagungsort sowie Corona-Schnelltests, Maskenpflicht, Abstandsregeln und einem Hygienekonzept werde auf das Infektionsgeschehen reagiert. Auch so werde die Klausur aber einen "traditionellen, deutlich wahrnehmbaren Impuls" fĂŒr das politische Jahr 2021 geben. Bis vor einigen Jahren tagte die CSU-Landesgruppe noch in Wildbad Kreuth.

Jetzt setzt auch Schweden auf Verbote

Die schwedische Regierung fĂŒhrt im Zuge von schnell steigenden Infektionszahlen verschĂ€rfte Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ein. Ab Dienstag kommender Woche dĂŒrfen sich nur noch maximal acht Menschen fĂŒr öffentliche ZusammenkĂŒnfte und Veranstaltungen versammeln, wie MinisterprĂ€sident Stefan Löfven auf einer Pressekonferenz bekanntgab. Dies sei dringend notwendig, um die Corona-Ausbreitung einzudĂ€mmen, wĂ€hrend die Bereitschaft zur Einhaltung der Maßgaben geringer geworden sei. Bislang liegt die maximale Teilnehmerzahl fĂŒr Versammlungen und Veranstaltungen in Schweden bei 50 Personen. FĂŒr Kinos, Konzerte, Theater und Sportveranstaltungen mit gewissen SitzplatzkapazitĂ€ten gelten seit wenigen Wochen Ausnahmen von bis zu 300 Teilnehmern.

"Wir leben in einer Zeit der PrĂŒfung. Es wird schlimmer werden. ErfĂŒlle deine Pflicht, ĂŒbernimm deine Verantwortung, um die Ausbreitung der Infektionen zu stoppen", sagte Löfven gleich zweimal eindringlich an seine Landsleute gerichtet. Mit RatschlĂ€gen und Empfehlungen sei man im FrĂŒhjahr weit gekommen, nun aber brauche es Verbote, um die Zahl der Infizierten zu senken. Man sende ein deutliches Signal an jeden Schweden, sagte Löfven. Man solle darauf verzichten, ins Fitnessstudio zu gehen, in die Bibliothek zu gehen oder Feste zu feiern. Innenminister Mikael Damberg ergĂ€nzte, zu viele Menschen verhielten sich so, als sei die Gefahr vorĂŒber.

Schweden war in der Corona-Krise bislang einen viel beachteten Sonderweg mit vergleichsweise lockeren Maßnahmen und Appellen an die Vernunft der BĂŒrger gegangen. Eine VerordnungsĂ€nderung fĂŒr die deutliche TeilnehmerbeschrĂ€nkung soll nun am 24. November in Kraft treten und vorlĂ€ufig fĂŒr vier Wochen und damit bis unmittelbar vor Weihnachten gelten. Private Feste kann die schwedische Regierung allerdings formal nicht verbieten. Wie im FrĂŒhjahr hat Schweden mit seinen rund 10,3 Millionen Einwohnern mittlerweile wieder die mit Abstand höchsten Neuinfektionszahlen Skandinaviens. Auf die Bevölkerung heruntergerechnet lag das Land in den vergangenen 14 Tagen bei etwa 430 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, verglichen mit einem Wert von rund 309 fĂŒr Deutschland.

Laschet: HĂ€rtestes Weihnachten seit langer Zeit

Der nordrhein-westfĂ€lische MinisterprĂ€sident Armin Laschet stimmt die BĂŒrger auf EinschrĂ€nkungen zu Weihnachten ein. "Es wird kein Weihnachten wie jedes andere", sagt Laschet nach Beratungen von Bund und LĂ€ndern. "Es wird das hĂ€rteste Weihnachtsfest, das wir seit Jahrzehnten erlebt haben." Die Politik wolle aber so viel NormalitĂ€t und Begegnung ermöglichen, wie es "in irgendeiner Form verantwortbar ist". Dieses Ziel bleibe – ob es gelinge, liege auch am Verhalten der BĂŒrger.

Beim nÀchsten Treffen von Bund und LÀndern am 25. November solle ein Konzept beschlossen werden, "das bis zum Januar trÀgt". Schule und Bildung sollten ebenso wie das wirtschaftliche Leben möglichst offen bleiben. Jetzt gehe es darum, den positiven Trend bei den Infektionszahlen zu verstetigen.

Spahn: Krankschreibung dauerhaft ausschließlich per Videosprechstunde

BeschĂ€ftigte sollen dauerhaft die Möglichkeit bekommen, sich in bestimmten FĂ€llen ausschließlich per Videosprechstunde krankschreiben zu lassen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf einen Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Demnach sollen erstmalige Krankschreibung und VerlĂ€ngerung auf digitalem Weg auch dann möglich sein, wenn es keinerlei persönlichen Kontakt zwischen Patient und Arzt gibt.

"Insbesondere bei einfach gelagerten ErkrankungsfĂ€llen und zur Vermeidung von Infektionen ĂŒber Wartezimmer, sollte die Feststellung von ArbeitsunfĂ€higkeit im Rahmen der Videosprechstunde auch im Rahmen einer ausschließlichen Fernbehandlung erfolgen können", heißt es im Referentenentwurf eines "Gesetzes zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege", wie das RND berichtet. Vorgesehen ist, dass die entsprechende Richtlinie durch das höchste Entscheidungsgremium der gesetzlichen Krankenversicherung, dem Gemeinsamen Bundesausschuss, angepasst wird.

Tschechische Regierung will Notstand verlÀngern

In Tschechien soll der Corona-Notstand bis kurz vor Weihnachten verlĂ€ngert werden. Dies kĂŒndigte Gesundheitsminister Jan Blatny nach einer Kabinettssitzung am Montagabend in Prag an. Die endgĂŒltige Entscheidung ĂŒber eine VerlĂ€ngerung bis zum 20. Dezember liegt beim Parlament. Es soll am Donnerstag beraten. Der Notstand gilt in dem EU-Mitgliedsland bereits seit Anfang Oktober. Bislang ist er nur bis Freitag dieser Woche terminiert.

Zudem beschloss die Regierung, dass die Kundenzahl in GeschĂ€ften auf eine Person je 15 Quadratmeter beschrĂ€nkt werden soll. Die Verordnung tritt an diesem Mittwoch in Kraft. EinzelhandelsverbĂ€nde warnten vor langen Warteschlangen vor SupermĂ€rkten. Aktuell dĂŒrfen nur GeschĂ€fte des tĂ€glichen Bedarfs öffnen.

Tschechien ist besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen, obwohl sich eine Abflachung der Infektionskurve abzeichnet. Nach Angaben der EU-Gesundheitsagentur ECDC waren innerhalb von 14 Tagen statistisch 26,1 TodesfÀlle je 100.000 Einwohner zu verzeichnen. Das war der höchste Wert unter allen EU-Mitgliedstaaten.

14 TodesfÀlle nach Corona-Ausbruch in Berliner Pflegeheim

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Alten- und Pflegeheim in Berlin hat sich die Zahl der TodesfĂ€lle nach Betreiberangaben erhöht. "14 positiv getestete Bewohner sind nach unserer Kenntnis leider verstorben", teilte eine Sprecherin der Betreiberfirma Kursana am Montagnachmittag mit. Zuletzt waren zwölf TodesfĂ€lle bestĂ€tigt gewesen. "Nach wie vor sind 27 Bewohner sowie 17 Mitarbeiter positiv getestet", hieß es. Rund 100 Menschen lebten aktuell in der Einrichtung. Am Freitag waren 14 Bewohner in KrankenhĂ€user und andere Heime verlegt worden.

Die Senatsverwaltung fĂŒr Gesundheit zeigte sich noch vor Bekanntwerden der weiteren TodesfĂ€lle "bestĂŒrzt" ĂŒber die Ereignisse. Die Heimaufsicht sei tĂ€tig, sagte ein Sprecher am Montag. Vom Betreiber erwarte man "absolute Transparenz und nötigenfalls Konsequenzen". Zuvor war bekannt geworden, dass in dem Heim innerhalb von fĂŒnf Wochen zwölf coronainfizierte Menschen gestorben sind – die meisten im Krankenhaus. Nach Betreiberangaben hatten alle schwerwiegende Vorerkrankungen oder befanden sich in der Palliativphase. Weiter hieß es, dass ab Mitte der Woche die Mitarbeiter vor Dienstantritt Corona-Schnelltests nutzen sollen.

Schon im FrĂŒhjahr hatte es in Berlin und bundesweit AusbrĂŒche in Alten- und Pflegeheimen gegeben, teilweise mit hohen Todesraten unter den Bewohnern.

Von der Leyen: Impfstoff-Vertrag mit Curevac abgeschlossen

Die EU-Kommission hat mit der TĂŒbinger Firma Curevac einen Vertrag ĂŒber den Kauf von bis zu 405 Millionen Dosen Corona-Impfstoff vereinbart. Dies teilte KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen am Montagnachmittag in BrĂŒssel mit. Es handelt sich um den fĂŒnften Rahmenvertrag mit Pharmafirmen, die einen aussichtsreichen Impfstoff gegen das Coronavirus in der Entwicklung haben.

Ebenfalls am Montag hatte der US-Konzern Moderna vielversprechende Testdaten zu seinem Impfstoff veröffentlicht. Mit diesem Hersteller ist die EU-Kommission aber nach von der Leyens Angaben noch in Verhandlungen und hofft, diese bald abschließen. Curevac ist in der Testphase seines Impfstoffs noch nicht ganz so weit wie Moderna und der Konkurrent Biontech/Pfizer, der vergangene Woche ebenfalls vielversprechende Testdaten veröffentlicht hatte.

Von der Leyen betonte, noch sei nicht klar, welcher der Impfstoffe sich als sicher und wirksam herausstellen werde. Deshalb setze die EU-Kommission auf ein breites Portfolio. Nach der Zulassung wĂŒrden die angekauften Mengen nach BevölkerungsstĂ€rke an die EU-Staaten verteilt. Die zustĂ€ndige Arzneimittelbehörde EMA werde die Mittel vor der Zulassung einer robusten ÜberprĂŒfung unterziehen und keine Abstriche bei der Sicherheit machen, betonte von der Leyen.

Binghamton: Eine Krankenschwester bereitet eine Spritze mit einem potenziellen Impfstoff der US-Biotech-Firma Moderna gegen Covid-19 vor.
Binghamton: Eine Krankenschwester bereitet eine Spritze mit einem potenziellen Impfstoff der US-Biotech-Firma Moderna gegen Covid-19 vor. (Quelle: dpa-bilder)

US-Experte Fauci ĂŒber Impfstoff-Hoffnung: "Besser wird es nicht"

Ein weiterer Impfstoff hat bei Tests sehr gut abgeschnitten. Die Wirksamkeit des amerikanischen Kandidaten ist sogar noch besser als die des Mainzer Herstellers Biontech. Immunologe Fauci ist begeistert. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

US-Konzern Moderna legt positive Daten zu Corona-Impfstoff vor

Im weltweiten Rennen um einen Corona-Impfstoff hat ein weiteres Forschungsprojekt einen entscheidenden Erfolg gemeldet. Der Corona-Impfstoff des US-Biotechkonzerns Moderna zeigte in einer Zwischenanalyse eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent beim Schutz vor Covid-19. Moderna erwarte, in den kommenden Wochen in den USA eine Notfallgenehmigung beantragen zu können, teilte der Konzern am Montag mit.

Moderna ist der zweite große US-Pharmakonzern, der innerhalb einer Woche positive Daten aus der zulassungsrelevanten Studie mit einem Corona-Impfstoff vorlegt. Am vergangenen Montag hatten die Mainzer Biotechfirma Biontech und ihr US-Partner Pfizer mitgeteilt, dass ihre Impfung einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19 bietet. Mehr Informationen ĂŒber den Biontech-Impfstoff

Expertin: Viele Corona-Tode in Großbritannien auch wegen Übergewicht

Die hohe Corona-Todesrate in Großbritannien fĂŒhrt die frĂŒhere medizinische Regierungsberaterin Sally Davies auch auf das Problem des Landes mit Übergewicht zurĂŒck. "Es gibt eine direkte Korrelation zwischen starkem Übergewicht und hoher Covid-Sterblichkeit", sagte Davies, die bis zum vergangenen Jahr die Regierung in medizinischen Fragen beriet, am Sonntag dem "Times Radio". Fettleibigkeit – definiert als Body-Mass-Index (BMI) ĂŒber 30 – erhöhe das Risiko, an Covid-19 zu sterben, um fast 50 Prozent.

"Einer der GrĂŒnde, warum wir ein Problem mit unserem Gewicht haben, ist das strukturelle Umfeld, in dem Werbung, PortionsgrĂ¶ĂŸen und viele andere Dinge eine Rolle spielen", so Davies. Tausende von Corona-TodesfĂ€llen hĂ€tten verhindert werden können, wenn die Politik die Übergewichtskrise rechtzeitig und wirksam bekĂ€mpft hĂ€tte, sagte die Medizinerin.

Boris Johnson hatte nach seiner schweren Corona-Erkrankung im FrĂŒhjahr das Thema tatsĂ€chlich auf die politische Agenda gesetzt und eingestanden, dass die Briten nach den Maltesern die Nation in Europa mit dem höchsten Anteil an Übergewichtigen sei. Bislang blieb es aber bei AnkĂŒndigungen.

Corona-Maßnahmen: Diese VerschĂ€rfungen könnten kommen

Der Bund will die KontaktbeschrĂ€nkungen schon vor Ablauf des Teil-Lockdowns im November drastisch verschĂ€rfen. Die hohen Infektionszahlen lassen einfach keine Lockerungen zu, findet auch Kanzlerin Merkel. Unter anderem sollen sich weniger Menschen verschiedener Haushalte treffen dĂŒrfen, auf private Feiern soll bis zum Weihnachtsfest ganz verzichtet werden. Auch bei der Maskenpflicht an Schulen soll sich etwas Ă€ndern. Mehr dazu lesen Sie hier.

Corona-Leugner unter Ärzten: Ärztekammer prĂŒft Beschwerden

Die Ärztekammer Niedersachsen hat Patienten ermutigt, Ärzte zu melden, die sich als Corona-Leugner hervortun. Es gebe nur wenige EinzelfĂ€lle, teilte die Ärztekammer mit. Bezogen auf die Gesamtmitgliederzahl von knapp 43.000 Ärztinnen und Ärzten in Niedersachsen handele es sich um eine sehr niedrige zweistellige Zahl "unter 20". Dennoch gebe es auch in Niedersachsen Beschwerden von Patienten und Ärztekollegen oder generelle allgemeine Hinweise von Dritten.

"Wenn wir Beschwerden erhalten, prĂŒfen wir diese berufsrechtlich und holen in diesem Rahmen auch Stellungnahmen der betroffenen Ärzte ein", sagte der Sprecher der Ärztekammer, Thomas Spieker. Gegebenenfalls werde ein berufsrechtliches Verfahren eingeleitet mit den Möglichkeiten, eine RĂŒge zu verhĂ€ngen oder ein berufsgerichtliches Verfahren zu beantragen. "Im Einzelfall kann es auch sinnvoll sein, Strafanzeigen zu erstatten", sagte Spieker. Beschwerden wĂŒrden sehr ernst genommen, da die dort geschilderten VorwĂŒrfe aus Sicht der Kammer nicht mit gewissenhaftem Ă€rztlichem Verhalten vereinbar seien. Die Kammer warnte zugleich vor GefĂ€lligkeitsattesten zur Befreiung von der Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Schon mehr als elf Millionen Corona-Infektionen in den USA

In den USA hat die Zahl der Corona-Infektionen die Schwelle von elf Millionen FĂ€llen ĂŒberschritten. In weniger als einer Woche kamen eine Million Neuansteckungen hinzu, wie die Johns-Hopkins-UniversitĂ€t in Baltimore am Sonntagabend (Ortszeit) mitteilte. Seit Beginn der Pandemie wurden in den USA demnach insgesamt 11.025.046 Infektions- und 246.108 TodesfĂ€lle registriert. Das sind die mit Abstand höchsten Zahlen weltweit.

Der kĂŒnftige PrĂ€sident Joe Biden hat den Kampf gegen das Coronavirus zu seiner dringlichsten Aufgabe erklĂ€rt. Weil der republikanische Amtsinhaber Donald Trump seine Wahlniederlage aber nicht einrĂ€umt und Schritte zur Übergabe der RegierungsgeschĂ€fte verweigert, darf Bidens Team bislang nicht den renommierten Seuchenexperten und PrĂ€sidentenberater Anthony Fauci konsultieren.

Söder: Bei lĂ€ngerer Schließung muss es EntschĂ€digung geben

Sollte die Schließung von Gastronomie und Freizeiteinrichtungen ĂŒber den November hinaus verlĂ€ngert werden, muss es CSU-Chef Markus Söder zufolge weitere finanzielle Hilfen des Staates geben. "Wenn verlĂ€ngert wird, muss das auch finanziert werden." Der bayerische MinisterprĂ€sident betont im ZDF mit Blick auf die heutigen Bund-LĂ€nder-GesprĂ€che, dass man mit Entscheidungen hierĂŒber noch eine Woche warten sollte. Er warnt davor, Anti-Corona-Maßnahmen vorzeitig abzubrechen.

Russland verzeichnet mit fast 22.800 Neuinfektionen Höchstwert

In Russland melden die Behörden 22.778 Neuinfektionen – so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden. Allein in Moskau seien 6.360 AnsteckungsfĂ€lle nachgewiesen worden. Im ganzen Land steigt die Zahl auf fast 1,95 Millionen. Damit ist Russland nach den USA, Indien und Brasilien eines der am stĂ€rksten betroffenen LĂ€nder weltweit. Die Zahl der Todesopfer steigt um 303 auf 33.489.

Forscher beklagen: Berliner Senat blockiert Corona-Forschung

Spitzenvertreter der deutschen Biomedizin werfen Berlins Senat nach einem Zeitungsbericht vor, die Wissenschaft zu blockieren – und so mitten in der Corona-Pandemie zur "erheblichen Verzögerung beantragter Forschungsvorhaben" beizutragen. Laut "Tagesspiegel" könne eine zustĂ€ndige Tierversuchskommission nicht tagen, weil Justizsenator Dirk Behrendt (GrĂŒne) sie zum Teil mit TierschĂŒtzern neu besetzen wolle.

Der Bericht bezieht sich auf einen Brief an den Senat, der unterzeichnet wurde von Lothar Wieler, PrĂ€sident des Robert Koch-Instituts (RKI), CharitĂ©-Dekan Axel Pries, Thomas Sommer, Vorstand des Max-DelbrĂŒck-Centrums fĂŒr molekulare Medizin (MDC) und GĂŒnter Ziegler, Chef der Freien UniversitĂ€t (FU).

Die Forscher beschweren sich ĂŒber aufgeschobene AntrĂ€ge fĂŒr Tierversuche, da die zustĂ€ndige Kommission "ihre regulĂ€ren Sitzungen seit Anfang September ausgesetzt hat". Laut Zeitungsinformationen warten seit Wochen 20 AntrĂ€ge auf Genehmigung, darunter ein Experiment zur Covid-19-Forschung. Vor Versuchen muss die siebenköpfige Tierversuchskommission angehört werden. FĂŒr sie zustĂ€ndig ist Justiz- und Verbraucherschutzsenator Behrendt. Er blockiere die turnusmĂ€ĂŸige Neubesetzung der Kommission und drĂ€nge darauf, die meisten Sitze mit TierschĂŒtzern zu besetzen, heißt es demnach aus Wissenschaftskreisen.

Boris Johnson wieder in QuarantÀne

Der britische Premierminister Boris Johnson begibt sich wieder in die Selbst-Isolation. Johnson habe mit einer Person Kontakt gehabt, die positiv auf Covid-19 getestet worden sei, teilt ein Sprecher Johnsons mit. Johnson werde aber weiter arbeiten. Ihm gehe es gut und er sei frei von Symptomen. Der Premierminister war vor einigen Monaten wegen einer Corona-Erkrankung in einer Klinik.

Biontech-GrĂŒnder: NormalitĂ€t im Winter 2021?

Der MitgrĂŒnder des Impfstoffentwicklers Biontech, Ugur Sahin, rechnet mit einer RĂŒckkehr zur NormalitĂ€t bis Winter 2021. DafĂŒr sei es aber "absolut essentiell", eine hohe Impfquote gegen das Coronavirus vor dem Herbst zu erreichen, sagte er am Sonntag dem britischen Fernsehsender BBC. Er sei aber optimistisch, dass dies gelingen könnte. Der von Biontech und dem US-Pharmariesen Pfizer entwickelte Impfstoff ist einer der HoffnungstrĂ€ger im Kampf gegen die Pandemie.

Unternehmenschef Sahin kĂŒndigte an, den entwickelten Impfstoff bereits ab Ende dieses Jahres oder Anfang 2021 auszuliefern – "wenn alles gut geht", fĂŒgte er hinzu. Er sprach allerdings von einem "harten Winter" und verwies darauf, dass bald fertig entwickelte Impfstoffe noch keine große Auswirkung auf die jetzige kalte Jahreszeit hĂ€tten. Biontechs Ziel sei es jedoch, mehr als 300 Millionen Dosen bis April zu liefern: "Das könnte schon einen Effekt haben", sagte er.

Das Mainzer Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten in der vergangenen Woche weltweit mit der Mitteilung fĂŒr Schlagzeilen gesorgt, dass in der laufenden klinischen PrĂŒfung eine Wirksamkeit ihres Impfstoffkandidaten von mehr als 90 Prozent festgestellt worden sei.

Am Montag wohl keine Lockdown-Lockerungen

Am Montag treffen im Kanzleramt Bundeskanzlerin Merkel und die LĂ€nderschefs zusammen, um ĂŒber den bisherigen Erfolg des Teil-Lockdowns zu beraten. Dabei soll es aber wohl keine grĂ¶ĂŸeren Entscheidungen geben. Hier lesen Sie mehr.

Bundeswehr soll mit mehr Soldaten unterstĂŒtzen

Die Bundeswehr wird ihre Hilfe in der Corona-Pandemie von 15.000 auf 20.000 Soldaten aufstocken. Das kĂŒndigt Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in der ARD an. Man wolle in den GesundheitsĂ€mtern, bei den Corona-Tests, in den KrankenhĂ€usern, aber auch in Pflegeheimen und bei der Umsetzung der Impfstrategie helfen. Die Bundeswehr sei auch bereit, sich mit eigenen mobilen Impfzentren beim Impfen zu engagieren. Das gelte auch fĂŒr den Aufbau der Logistik fĂŒr die KĂŒhlketten, die notwendig sind, um das erwartete Impfserum gegen Covid-19 ausreichend kalt zu halten, so die CDU-Politikerin. Derzeit gebe es GesprĂ€che mit dem Bundesgesundheitsminister und den BundeslĂ€ndern.

Österreich: Kurz will Corona-Massentests

Österreichs Regierung will Corona-Massentests zumindest bei Teilen der Bevölkerung durchfĂŒhren. Das kĂŒndigte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Sonntag in einem Interview des Senders ORF an.

Vorbild sei die Slowakei, die an zwei Wochenenden einen Großteil ihrer 5,5 Millionen Einwohnern getestet und Zehntausende Corona-Infizierte in QuarantĂ€ne geschickt hatte. "Das ist ein absolutes Erfolgsbeispiel und wir haben uns entschieden, hier in Österreich einen Ă€hnlichen Schritt zu machen", sagte Kurz. Über die genauen PlĂ€ne wolle die Regierung im Lauf der Woche informieren.

"Wir werden einerseits diese Massentests in gewissen Gruppen, zum Beispiel bei Lehrerinnen und Lehrern, aber auch bei anderen Gruppen nutzen, um mit dem 7. (Dezember) möglichst sicher wieder aufsperren zu können", sagte Kurz. Am 6. Dezember endet nach jetziger Planung der rund dreiwöchige Lockdown mit Ausgangsregeln sowie Schließung von Handel und Schulen, den die Regierung am Samstag verkĂŒndet hatte. "Zum zweiten sind wir in Vorbereitung, dieses Instrument auch vor Weihnachten nochmal zu nutzen", sagte Kurz. Schnelltests seien mittlerweile in millionenfacher StĂŒckzahl am Markt verfĂŒgbar.

1.857 Bundespolizisten sind aktuell in QuarantÀne

Mehr als jeder fĂŒnfte Beamte der Bundespolizei war oder ist einem Medienbericht zufolge wegen Corona in QuarantĂ€ne. Dabei handele es um 11.890 der insgesamt rund 51.000 Mitarbeiter, schreiben die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf die Potsdamer Behörde.

Seit Beginn der Pandemie seien 594 Bundespolizisten an Covid-19 erkrankt. Aktuell seien 1.857 Mitarbeiter in QuarantĂ€ne. In 261 FĂ€llen seien die Corona-Tests positiv ausgefallen. 54 Prozent der InfektionsfĂ€lle hĂ€tten einen privaten Bezug, 46 Prozent einen dienstlichen Hintergrund. Dies Entwicklung wechsele aber hin und wieder. Phasenweise hĂ€tten auch die FĂ€lle mit dienstlichem Bezug ĂŒberwogen.

Altmaier rechnet noch mit monatelangen EinschrÀnkungen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier rechnet bis ins neue Jahr hinein mit EinschrĂ€nkungen zur EindĂ€mmung der Corona-Pandemie. In den nĂ€chsten vier bis fĂŒnf Monaten wĂŒrde es noch zu erheblichen Vorsichtsmaßnahmen kommen, sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". Die Infektionszahlen seien nach wie vor viel zu hoch. Sie seien sogar sehr viel höher als vor zwei Wochen als die verschĂ€rften Maßnahmen beschlossen wurden. "Trotz aller Anstrengungen ist eine Wende zum Besseren noch nicht erreicht." Deshalb sehe er kaum Spielraum fĂŒr Lockerungen.

Auch weitere Spitzen-Politiker hatten am Wochenende davor gewarnt, zu frĂŒh mit Lockerungen zu beginnen. Bayern MinisterprĂ€sident Markus Söder brachte sogar eine VerschĂ€rfung der Maßnahmen ins Spiel. Mehr dazu lesen Sie hier. Am Montag wollen die MinisterprĂ€sidenten der 16 BundeslĂ€nder und Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Zwischenbilanz der EinschrĂ€nkungen, die den ganzen November ĂŒber dauern sollen, ziehen.

Sebastian Kurz: Österreich muss "massiv reagieren"

Seit dem 3. November befand sich Österreich schon im Teil-Lockdown, nun muss das Land angesichts der sich verschlechternden Corona-Krise "massiv reagieren", wie Bundeskanzler Sebastian Kurz in einer Pressekonferenz erklĂ€rt hat. "Treffen Sie niemanden! Jeder soziale Kontakt ist einer zu viel", sagte Kurz. "Wir erleben herausfordernde Zeiten in unserem Land." Um die Lage in Österreich zu entschĂ€rfen werden ab dem kommenden Dienstag etwa GeschĂ€fte geschlossen, die nicht der Versorgung der Bevölkerung dienen, ebenso Schulen. Diese sollen den Kindern Fernunterricht ermöglichen.

"Auch wenn sich niemand einen zweiten Lockdown wĂŒnscht, so ist der zweite Lockdown das einzige Mittel, von dem wir verlĂ€sslich wissen, dass es funktioniert", erlĂ€uterte Kurz. Der neue Lockdown soll vorerst bis zum 6. Dezember. Der Entwurf fĂŒr die entsprechende Verordnung war bereits am Vormittag bekannt geworden. Hier lesen Sie die Details.

Zehn Corona-Patienten sterben nach Brand auf Intensivstation

Zehn schwerkranke Covid-19-Patienten sind am Samstagabend in einem Krankenhaus der nordostrumĂ€nischen Stadt Piatra Neamt an schweren Verbrennungen gestorben. Das Feuer war in der Intensivstation ausgebrochen, wo insgesamt 16 Patienten kĂŒnstlich beatmet wurden. Sieben weitere Menschen erlitten schwere Verbrennungen, darunter auch der fĂŒr die Intensivstation verantwortliche Arzt. Nach Angaben der Behörden dĂŒrfte ein Kurzschluss den Brand ausgelöst haben. Medien kommentierten, dass der Sauerstoff in den Beatmungsvorrichtungen das Feuer wohl noch verstĂ€rkt habe.

Gesundheitsminister Nelu Tataru reiste umgehend zum UnglĂŒcksort. Es wurde erwartet, dass die Staatsanwaltschaft zu den Ursachen ermitteln werde.

"Querdenken"-Demos in verschiedenen StÀdten: Eskalation in Frankfurt/Main

Mit Wasserwerfern ist die Polizei bei einer "Querdenker"-Demo am Samstagnachmittag in Frankfurt gegen linke Gegendemonstranten vorgegangen. Wie in der hessischen Metropole fanden auch in anderen StĂ€dten Protestaktionen von "Querdenken"-AnhĂ€ngern statt. In Regensburg sind am Samstag rund 800 AnhĂ€nger gegen staatlich vorgeschriebene Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen. In Karlsruhe haben sich am Samstag rund 900 Menschen versammelt. Bei sonnigem Wetter demonstrierten sie der Polizei zufolge friedlich gegen die derzeit geltenden Corona-Maßnahmen. Ohne Maske, aber mit Abstand.

Merkel: "Der Winter wird uns viel abverlangen"

Kanzlerin Angela Merkel hat in ihrem Video-Podcast die BĂŒrger auf harte Monate eingestimmt. "Der vor uns liegende Winter wird uns allen noch viel abverlangen", sagte sie wörtlich. Zudem Ă€ußerte sie sich zur deutschen Impf-Strategie. Hier lesen Sie mehr.

548 Corona-Tote in Polen – Rekordzahlen in Russland

Polen verzeichnet binnen eines Tages 548 TodesfĂ€lle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion – so viele wie noch nie. Damit sind dort mittlerweile 10.045 Menschen an oder mit dem Virus gestorben, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Zudem werden 25.571 Neuinfektionen gemeldet. Das sind mehr als 2.000 weniger als bei dem Höchstwert vor einer Woche. Die Zahl der bestĂ€tigten Ansteckungen nimmt damit auf 691.118 zu. Die steigenden Infektionszahlen belasten zunehmend das Gesundheitssystem in Polen.

Russland verzeichnet indes erneut einen Höchstwert bei den Corona-Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden sei die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen um 22.702 auf rund 1,903 Millionen gestiegen und damit so stark wie noch nie, teilen die Behörden mit. Die Zahl der TodesfÀlle nach einer Infektion habe sich um 391 auf 32.834 erhöht.

Griechenland verschĂ€rft Lockdown – Schulen geschlossen

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen hat Griechenland die Schließung von Grundschulen, KindergĂ€rten und Krippen angekĂŒndigt. "Die griechische Regierung hat beschlossen, den Schulbetrieb bis zum 30. November auszusetzen", erklĂ€rte der Gesundheitsminister Vassilis Kikilias am Samstag.

Bisher habe die Regierung versucht, die Schließung der Grundschulen zu vermeiden. Die Entscheidung, dies doch zu tun, zeige, "wie ernst die Situation ist", erklĂ€rte der Minister weiter. In Griechenland sind die Mittel- und Oberstufen bereits seit Montag geschlossen, der Unterricht findet digital statt.

Die griechische Regierung verhĂ€ngte am 7. November zum zweiten Mal seit Ausbruch der Pandemie einen Lockdown. Seit dem dĂŒrfen nur noch GeschĂ€fte öffnen, die der Grundversorgung dienen. Dazu zĂ€hlen etwa Apotheken und LebensmittellĂ€den. Seit Freitagabend gilt zudem eine landesweite Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und 5 Uhr.

Der Lockdown endet am 30. November. Experten halten es jedoch fĂŒr möglich, dass die Frist aufgrund der dramatischen Lage verlĂ€ngert wird.

Trump: Corona-Impfstoff wird zunÀchst nicht an New York geliefert

Ein voraussichtlich demnĂ€chst erhĂ€ltlicher Corona-Impfstoff soll in den USA nach Aussagen von PrĂ€sident Donald Trump zunĂ€chst nicht in den Bundesstaat New York geliefert werden. Der demokratische Gouverneur Andrew Cuomo traue der Regierung in Washington nicht und wolle das Mittel separat prĂŒfen. "Wir werden es also erst nach New York liefern, wenn wir die Genehmigung dazu haben", sagte Trump.

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Der amtierende US-PrĂ€sident kritisierte Cuomo damit indirekt fĂŒr dessen AnkĂŒndigung vor einigen Wochen, einen zugelassenen Impfstoff von eigenen Experten auf dessen Sicherheit prĂŒfen zu lassen. Cuomo hatte dies mit Bedenken begrĂŒndet, dass Trump ein PrĂ€parat fĂŒr politische Zwecke nutzen und vorzeitig an die Bevölkerung verteilen könnte.

Cuomo Ă€ußerte sich nur kurze Zeit spĂ€ter beim Sender CNN und versicherte, dass ein Impfstoff in New York nicht spĂ€ter zugelassen wĂŒrde als im Rest des Landes: "Es wird keine Verzögerung geben." Seiner Darstellung nach solle das Mittel genauso wie an andere Staaten auch nach New York ausgeliefert werden. Die Untersuchung des New Yorker Expertengremiums finde zeitgleich statt. Die New Yorker GeneralstaatsanwĂ€ltin Letitia James drohte damit, die Bundesregierung zu verklagen, falls der Bundesstaat vorlĂ€ufig keine Impfdosen erhĂ€lt. New York wurde im FrĂŒhjahr besonders von der Corona-Pandemie getroffen. Auch jetzt im Winter befĂŒrchten Experten, dass die Situation in den KrankenhĂ€user außer Kontrolle geraten könnte. Mehr dazu lesen Sie hier.

Neue Corona-Rekord in den USA

Die USA verzeichnen derzeit tÀglich immer neue Höchstwerte der Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Anzahl der registrierten FÀlle binnen 24 Stunden erreichte am Freitag 184.514, wie aus Daten der Johns-Hopkins-UniversitÀt (JHU) vom Samstagmorgen hervorgeht. Das ist der bisher höchste Tageswert der Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie.

Insgesamt wurden nach jĂŒngsten JHU-Angaben in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie rund 10,7 Millionen Coronavirus-Infektionen bestĂ€tigt. Mehr als 244.300 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus – mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Österreich plant VerschĂ€rfung des Teil-Lockdowns

Wegen steigender Corona-Zahlen nach anderthalb Wochen Teil-Lockdown plant Österreich eine VerschĂ€rfung der Maßnahmen. Details will die Regierung an diesem Samstag verkĂŒnden.

Die Zahl der gemeldeten Ansteckungen erreichte am Freitag einen Höchstwert von 9.586 binnen 24 Stunden. Der Schnitt in den vergangenen sieben Tagen liegt österreichweit bei 554,2 FĂ€llen pro 100.000 Einwohner, regional aber bei bis zu 850. Seit Donnerstag wurden 53 neue TodesfĂ€lle gezĂ€hlt. 3.922 Covid-19-Erkrankte lagen im Krankenhaus, 567 von ihnen auf Intensivstationen – ein zunehmend kritischer Wert fĂŒr das österreichische Gesundheitssystem.

Schon seit dem 3. November gilt in Österreich der Teil-Lockdown. Gastronomie, Tourismus, Kulturbetrieb und Freizeiteinrichtungen sind zum allergrĂ¶ĂŸten Teil geschlossen, der Handel, Dienstleister und Schulen bis zur Mittelstufe blieben geöffnet. Zudem gelten AusgangsbeschrĂ€nkungen von 20 bis 6 Uhr.

Gericht lehnt Eilantrag von "Querdenken"-Initiative ab

Das Verwaltungsgericht Regensburg hat einen Eilantrag gegen die Auflagen fĂŒr eine geplante Demonstration von Corona-Maskengegnern abgelehnt. Der Antrag sei unzulĂ€ssig, teilte das Gericht am Freitagabend mit. Die fĂŒr Samstag auf dem Dultplatz in Regensburg geplante Demo der Initiative "Querdenken" soll unter dem Motto "Demonstration fĂŒr Selbstbestimmung und Maskenbefreiung" stehen. Die Antragsteller hĂ€tten es versĂ€umt, zuerst eine Klage einzureichen, ohne die ein Eilantrag nicht zulĂ€ssig sei, so die BegrĂŒndung fĂŒr die Entscheidung.

Das Gericht machte zudem deutlich, dass es auch einem zulĂ€ssigen Eilantrag nicht zugestimmt hĂ€tte, wenn er sich gegen die "Begrenzung der Teilnehmerzahl auf höchstens 1.000, das Verbot der Abgabe von Speisen und GetrĂ€nken sowie die Pflicht zur Freihaltung bestimmter Fahrwege fĂŒr Rettungsfahrzeuge auf dem VersammlungsgelĂ€nde gewandt" hĂ€tte. Das Gleiche gelte fĂŒr die Vorgabe der Stadt, dass die Ordner zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen gesundheitlich in der Lage sein mĂŒssten und diese auch zu tragen hĂ€tten.

Gegen den Beschluss kann noch Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eingelegt werden.

Frankreich verschiebt Regionalwahlen wegen Pandemie

Die fĂŒr MĂ€rz geplanten Regionalwahlen in Frankreich sollen wegen der Corona-Krise um drei Monate verschoben werden. Die Regierung werde in den kommenden Wochen einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen, teilte Premierminister Jean Castex am Freitag mit.

Er reagierte damit auf den Bericht eines Expertengremiums, das empfahl, die Regionalwahlen erst im Juni kommenden Jahres abzuhalten statt wie geplant im MÀrz. Die Wahlen gelten als wichtiger Stimmungstest vor der PrÀsidentschaftswahl 2022.

Die Verschiebung der Wahl soll eine möglichst große Beteiligung an dem Urnengang sicherstellen, nachdem es bei der Kommunalwahl im Juni zu einem Einbruch der Wahlbeteiligung gekommen war. Das Expertengremium warnte in seinem Bericht auch vor erheblichen EinschrĂ€nkungen des Wahlkampfs fĂŒr die Regionalwahlen inmitten der zweiten Corona-Welle.

Frankreich: Neue Zahlen machen Hoffnung

In Frankreich bricht die Zahl der neuen Positiv-Tests ein auf 23.794, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Am Donnerstag waren es 33.172, vor einer Woche noch 60.486 FĂ€lle. Die Zahl der positiv getesteten Menschen, die ins Krankenhaus kamen, sinkt drastisch auf 24 von 737 am Donnerstag.

Italien weitet Lockdown aus

Italien weitet angesichts neuer Rekordanstiege bei den Fallzahlen den Lockdown auf weitere Regionen aus. Das Gesundheitsministerium will nun auch die Toskana und Kampanien als "rote Zonen" einstufen. FĂŒr das ganze Land gibt es 40.902 neue Positiv-Tests bekannt – ein Rekord – und damit insgesamt mehr als 1,1 Millionen. In knapp einen Monat hat sich damit die Zahl der nachgewiesenen FĂ€lle verdreifacht.

Lockerung des strikten Lockdowns in Nord-DĂ€nemark

Die Corona-Maßnahmen in der dĂ€nischen Nerzregion NordjĂŒtland werden teils wieder gelockert. Ab Montag dĂŒrfen die rund 280.000 Einwohner der sieben betroffenen Kommunen wieder ĂŒber die kommunalen Grenzen fahren, nicht aber in andere Landesteile reisen. FĂŒnft- bis AchtklĂ€ssler, die in den vergangenen Tagen aus der Ferne unterrichtet wurden, dĂŒrfen zum Start der neuen Woche zurĂŒck in die Schule. Auch der öffentliche Nahverkehr zwischen den Kommunen wird wiederaufgenommen, wie Gesundheitsminister Magnus Heunicke auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen bekanntgab.

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den sieben Kommunen sei ebenso gefallen wie diejenige der von Nerzen stammenden Infektionen in der Region, sagte Heunicke. Von der als besorgniserregend eingestuften Cluster-5-Variante sei in den letzten beiden Wochen des Oktobers kein neuer Fall gefunden worden. DarĂŒber hinaus werde damit gerechnet, dass der letzte Nerz in den Kommunen bereits an diesem Montag gekeult werde.

Niederlande verbieten Silvesterfeuerwerk

In den Niederlanden wird dieses Jahr alles Silvesterfeuerwerk verboten. Damit soll verhindert werden, dass die wegen der Corona-Krise stark beanspruchten medizinischen Notdienste sich auch noch um Verletzungen durch Feuerwerkskörper kĂŒmmern mĂŒssen.

Die Branche werde mit insgesamt rund 40 Millionen Euro entschÀdigt, teilte StaatssekretÀrin Stientje van Veldhoven mit. Die Mittel sollen HÀndlern zugute kommen, die sich schon mit Raketen und anderen Feuerwerkskörpern eingedeckt haben, berichtete die niederlÀndische Nachrichtenagentur ANP.

BestĂ€nde mĂŒssten nicht vernichtet, sondern dĂŒrften im kommenden Jahr verkauft werden. Kleinere Knaller, Wunderkerzen oder Knallbonbons sind nicht von dem Verbot betroffen.

SPD-Fraktionschef MĂŒtzenich in QuarantĂ€ne

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf MĂŒtzenich befindet sich in hĂ€uslicher QuarantĂ€ne. Wie sein Sprecher Ali von Wangenheim am Freitag in Berlin mitteilte, erhielt MĂŒtzenich am Donnerstag die Information, dass er am 7. November Kontakt mit einer inzwischen Covid-19-erkrankten Person hatte.

Daher habe sich der Fraktionschef bis zum 21. November in QuarantĂ€ne begeben. MĂŒtzenich habe jedoch keine Krankheitssymptome. Angaben zu Corona-Testergebnissen des Politikers oder weiteren möglicherweise betroffenen Kontaktpersonen gab es zunĂ€chst nicht.

Tschechien erklÀrt Deutschland zum Risikogebiet

Deutschland wird fĂŒr Tschechien zum Corona-Risikogebiet. Von Montag an werde die Bundesrepublik auf der sogenannten "Reise-Ampel" des EU-Mitgliedstaats rot markiert sein, teilte der tschechische Außenminister Tomas Petricek bei Twitter mit. Das bedeutet, dass ReiserĂŒckkehrer und Einreisende aus Deutschland einen aktuellen Testnachweis vorlegen oder einen Corona-PCR-Test machen mĂŒssen. Zudem muss vor der Ankunft online ein Einreiseformular ausgefĂŒllt werden. Ausgenommen sind unter anderem grenzĂŒberschreitende Berufspendler und Transitreisende.

Touristische Reisen nach Tschechien sind derzeit ohnehin nicht möglich. Aufgrund des geltenden Corona-Notstands dĂŒrfen Hotels nur GeschĂ€ftsreisende beherbergen. Die deutsche Bundesregierung hat Tschechien bereits seit dem 25. September als Risikogebiet eingestuft und eine Reisewarnung ausgesprochen.

Corona-Leugner Bodo Schiffmann veranstaltet Demo mit rund 450 Teilnehmern

Rund 450 Menschen haben nach Angaben der Polizei am Freitag in Hannover gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Veranstalter war der Hals-Nasen-Ohrenarzt Bodo Schiffmann, der gemeinsam mit Gleichgesinnten in einem Bus durch verschiedene StĂ€dte fĂ€hrt, um seine Sicht auf die Corona-Pandemie darzulegen.

Viele der Demonstranten trugen keine Maske und hielten sich nicht an den vorgeschriebenen Mindestabstand. "Wir haben einige VerstĂ¶ĂŸe festgestellt und versucht, sie konsequent zu ahnden", sagte ein Polizeisprecher am Einsatzort. Mehrfach ĂŒberprĂŒfte die Polizei Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht und wies Menschen an, mehr Abstand zu halten.

Rund 90 weitere Frauen und MĂ€nner versammelten sich auf dem gleichen Platz zu einer Gegendemonstration unter dem Motto "FĂŒr Gesundheitsschutz und gegen Pandemieleugnung". Die Teilnehmer trugen Masken und hielten sich an die Abstandsregeln.

Regierung plant weitere Hilfen fĂŒr Solo-SelbststĂ€ndige

Die Bundesregierung plant weitere Hilfen fĂŒr Solo-SelbststĂ€ndige in der Corona-Krise. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist unter anderem eine einmalige Betriebskostenpauschale von bis zu 5.000 Euro geplant. Dazu soll es eine Vereinbarung zwischen dem Bundeswirtschafts- und dem Bundesfinanzministerium geben, wie die dpa am Freitag erfuhr. Zuerst hatte das ARD Hauptstadtstudio ĂŒber das Vorhaben berichtet.

Slowakei öffnet Kirchen, Kinos und Theater wieder

Die Pandemiekommission der Slowakei hat eine Lockerung des im Kampf gegen Covid-19 erlassenen Veranstaltungsverbots beschlossen. "Soeben wurden meine VorschlĂ€ge angenommen", verkĂŒndete der populistisch-konservative MinisterprĂ€sident Igor Matovic am Freitagnachmittag auf Facebook. Demnach dĂŒrfen ab der kommenden Woche wieder Kirchen, Kinos und Theater öffnen, aber nur fĂŒr 50 Prozent ihrer BesucherkapazitĂ€ten.

Auch Fitnesszentren und SchwimmbĂ€der dĂŒrfen zwar wieder öffnen, aber nur maximal sechs Besucher gleichzeitig einlassen - und auch dies nur, wenn pro Person mindestens 15 Quadratmeter zur VerfĂŒgung stehen. Eine Lockerung gibt es auch fĂŒr den Profisport. In den obersten Ligen fĂŒnf ausgewĂ€hlter Mannschaftssportarten wie Fußball und Eishockey darf wieder gespielt werden, aber ohne Zuschauer.

Zuvor hatten Medien und Opposition kritisiert, dass die Regierung mit großem Aufwand international beispiellose Corona-Massentests durchgefĂŒhrt, aber die im Gegenzug versprochenen EinschrĂ€nkungen des tĂ€glichen Lebens nicht zurĂŒckgenommen habe.

Spahn: Einsatz von infizierten PflegekrÀften nur Ausnahme

Ein Einsatz von Corona-infizierten PflegekrÀften in KrankenhÀusern soll nach Aussage von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Ausnahme in Deutschland bleiben. Solche FÀlle habe es bereits gegeben, damit die Versorgung sichergestellt werden konnte, sagte Spahn am Freitag in Berlin bei der Vorstellung der Konzertierten Aktion Pflege der Bundesregierung. Sie basierten auf einer entsprechenden, bereits seit Monaten bestehenden Empfehlung des Robert Koch-Instituts (RKI).

Am Vortag hatte Spahn auf eine Frage beim Deutschen Pflegetag diese Möglichkeit in der Corona-Pandemie beschrieben. "Ich bin gefragt worden von PflegekrÀften, sie wÀren aufgefordert worden, positiv getestet arbeiten zu gehen, was ich davon hielte", sagte Spahn. "Dann habe ich eingeordnet: Das gilt seit Beginn der Pandemie."

Noch keine Übersterblichkeit wegen Corona

Die Zahl der SterbefĂ€lle in Deutschland liegt laut Statistischem Bundesamt weiterhin im Rahmen der ĂŒblichen Schwankung. Zwischen 1. und 18. Oktober 2020 sind nach vorlĂ€ufigen Ergebnissen mindestens 44 179 Menschen gestorben. Die Zahlen lĂ€gen "knapp ĂŒber dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019", genau genommen um 0,7 Prozent.

In der 42. Kalenderwoche (12. bis 18. Oktober) wurden laut Sonderauswertung 17 189 TodesfĂ€lle gemeldet. Im Durchschnitt der letzten vier Jahre waren es in der betreffenden Kalenderwoche 17 251 TodesfĂ€lle. Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte fĂŒr die 42. Kalenderwoche 212 Covid-19-Tote genannt.

Regierung erklÀrt Schweden und Kanada zu Risikogebieten

Wegen steigender Infektionszahlen hat die Bundesregierung ganz Schweden und ganz Kanada ab Sonntag als Corona-Risikogebiete eingestuft. Zudem wurden am Freitag Regionen in Griechenland, Großbritannien, Norwegen, Lettland, Estland und ein französisches Überseegebiet auf die vom Robert Koch-Institut gefĂŒhrte Risikoliste gesetzt. Eine Region in Finnland wurde dagegen wieder gestrichen. Das skandinavische Land ist damit das einzige in Europa ohne Risikogebiet.

Die Einstufung als Risikogebiet und die damit automatisch verbundenen Reisewarnungen des AuswĂ€rtigen Amts bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben. Das Gute daran fĂŒr Urlauber: Sie können bereits gebuchte Reisen stornieren, wenn ihr Ziel zum Risikogebiet erklĂ€rt wird. Das Schlechte: RĂŒckkehrer aus den Risikogebieten mĂŒssen derzeit bis zu 10 Tage in QuarantĂ€ne, können sich aber durch einen negativen Test ab dem fĂŒnften Tag nach Einreise davon vorzeitig befreien lassen.

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt, wenn ein Land oder eine Region den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen ĂŒberschreitet. Auch ein Großteil Deutschlands ist nach diesen Kriterien Risikogebiet.

Keine Lockerungen in Deutschland zu erwarten

Bei ihrer Videokonferenz am Montag werden Bundeskanzlerin Angela Merkel und die MinisterprĂ€sidenten der LĂ€nder nach EinschĂ€tzung von Regierungssprecher Steffen Seibert an den Maßnahmen zur EindĂ€mmung der Corona-Pandemie festhalten. Beim Stand der Dinge seien fĂŒr Montag "keine Lockerungen zu erwarten", sagt Seibert vor Journalisten in Berlin. "Die kann es nicht geben." Bei der Entwicklung der Infektionszahlen könne von einer Wende noch nicht die Rede sein. Es gebe seit einigen Tagen zwar vorsichtig gute Nachrichten. Der Anstieg der Zahlen habe sich abgeflacht, aber die Zahlen stiegen immer noch an.

Intensivmediziner warnen vor Corona-Mittel Remdesivir

Europas fĂŒhrende Intensivmediziner warnen vor dem Einsatz des Corona-Mittels Remdesivir des US-Biotechkonzerns Gilead. Es sollte nicht routinemĂ€ĂŸig bei Covid-19-Patienten angewendet werden, sagt der PrĂ€sident der EuropĂ€ischen Intensivmedizin-Vereinigung ESICM, Jozef Kesecioglu, im GesprĂ€ch mit Reuters.

Aus einer Mitte Oktober veröffentlichten Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO geht hervor, dass das Mittel keinen substanziellen Einfluss auf die Genesung von Covid-19-Patienten hat. Die Ergebnisse der WHO-Studie stehen in Kontrast zu einer US-Studie, wonach Remdesivir eine positive Wirkung hatte.

Spahn verteidigt Teil-Lockdown – Lindner fordert Alternativen

Ein besonderer Schutz fĂŒr Corona-Risikogruppen kann nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nicht den derzeit geltenden Teil-Shutdown ersetzen. "Das ist keine Alternative, die Risikogruppen zu schĂŒtzen oder jetzt die Zahlen im November runterzubringen – beides muss passieren", sagte Spahn am Freitagmorgen im ARD-"Morgenmagazin". FDP-Chef Christian Lindner hatte zuvor ebenfalls im "Morgenmagazin" erneut den Teil-Shutdown kritisiert und alternative Maßnahmen vorgeschlagen. Man könne zum Beispiel besonders wirksame FFP2-Masken in Apotheken kostenlos an Ältere und Vorerkrankte verteilen lassen.

Lindner zweifelte zudem daran, dass die Schließung gastronomischer Betriebe sinnvoll sei. "Das hat keinen Effekt auf die Pandemie, zumindest keinen grĂ¶ĂŸeren Effekt auf die Pandemie im VerhĂ€ltnis zu dem Schaden, der entsteht." Zu den Bereichen, in denen es kein Infektionsgeschehen gegeben habe, gehöre auch die Gastronomie, "wo auf Hygiene und Abstand geachtet werden kann". Einer Studie von Forschern der US-UniversitĂ€t Stanford zufolge passiert ein Großteil der Coronavirus-Infektionen hingegen unter anderem in Restaurants und CafĂ©s.

Mit Blick auf die seit Anfang November geltenden BeschrĂ€nkungen sagte Gesundheitsminister Spahn, es sei noch zu frĂŒh, die Auswirkungen zu bewerten. "Wir sehen in den Zahlen, das Maßnahmen zeitverzögert wirken. Und jetzt ist es gerade einmal zehn Tage her, seitdem die neuen Maßnahmen in Kraft getreten sind." Die Ausbreitung des Virus steigere sich zwar weniger stark. "Aber wir mĂŒssen runter. Da sind wir eben noch nicht, wo wir hinmĂŒssen."

Eine Test-Station in New Mexico, USA: Die Corona-Zahlen steigen weiter – ohne Aussicht auf Besserung.
Eine Test-Station in New Mexico, USA: Die Corona-Zahlen steigen weiter – ohne Aussicht auf Besserung. (Quelle: Zuma Wire/imago-images-bilder)

Neuer Höchststand in den USA – mehr als 163.000 Neuinfizierte

In den USA steigt die Zahl der neuen Infektionen binnen eines Tages um mindestens 163.289 auf insgesamt 10,58 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Damit wurde erneut ein Höchststand erreicht, berichtet die "New York Times". Vor etwa einer Woche lag die Zahl der Neuinfektionen demnach noch bei knapp 100.000.

Weitere 1.173 starben an oder mit dem Virus. Damit erhöht sich die Totenzahl auf insgesamt 242.982. In weiten Teiles des Landes wurden wieder striktere Maßnahmen eingefĂŒhrt, wie etwa in New York, wo sich die Lage dramatisch verschlechtert. Mehr dazu lesen Sie hier.

Nach Urteil: Bayern verbietet wegen Corona-Krise Indoor-Sport

Wegen der Corona-Krise mĂŒssen ab Freitag so gut wie alle Indoor-SportstĂ€tten in Bayern geschlossen bleiben – einzig Schul- und Profisport bleiben im November in InnenrĂ€umen erlaubt. Hier lesen Sie mehr.

106-jĂ€hrige Frau ĂŒberlebt Corona-Erkrankung

Eine 106 Jahre alte Frau ist in Brandenburg von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. "Die Patientin verfĂŒgt fĂŒr das hohe Alter ĂŒber einen sehr guten Allgemeinzustand, so dass ihr Immunsystem mit unserer UnterstĂŒtzung das Virus erfolgreich bekĂ€mpfen konnte", sagte der Chefarzt der Oberhavel-Kliniken in Oranienburg, Harald Pannwitz. Vor einigen Tagen bereits war eine 97-jĂ€hrige Brandenburgerin, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatte, geheilt aus einer Berliner Klinik entlassen worden. Die Bernauerin war wegen des Verdachts auf Schlaganfall ins Krankenhaus gebracht worden.

Über die 106-JĂ€hrige hieß es weiter, sie sei wegen BauchkrĂ€mpfen und Durchfall in die Oranienburger Klinik gekommen, nennenswerte Atemwegsbeschwerden habe sie nicht gehabt. Ein Test habe aber die Covid-19-Erkrankung bestĂ€tigt. Die Patientin sei umgehend isoliert untergebracht worden. Die Frau sei eine der Ältesten, die in den HĂ€usern der Oberhavel-Kliniken von einer Covid-19-Erkrankung genesen seien, hieß es.

Corona-infizierter Arzt impfte Mitarbeiter im NRW-Verkehrsministerium

Ein nachtrĂ€glich positiv auf das Coronavirus getesteter Arzt hat Dutzende Mitarbeiter des nordrhein-westfĂ€lischen Verkehrsministeriums gegen Grippe geimpft. Alle – inklusive Minister Hendrik WĂŒst (CDU) – wechselten nach Bekanntwerden der Erkrankung des Arztes vorsorglich ins Homeoffice. Bislang gebe es aber keine bestĂ€tigte Infektion und es sei auch niemand in QuarantĂ€ne gekommen, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. Die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" hatte zuvor berichtet.

WĂŒst war vergangene Woche ins Homeoffice gewechselt, nachdem er dem Ministerium zufolge "kurzen Kontakt" zu einer infizierten Person hatte. Dass es sich dabei um den Arzt handelte, wurde zunĂ€chst nicht bekannt. Die Impfung war vom Ministerium als Vorsorgemaßnahme fĂŒr die Mitarbeiter initiiert worden. WĂŒst will nach Angaben seines Hauses am Montag zurĂŒck ins BĂŒro kommen.

Bundesverfassungsgericht lehnt Corona-Eilantrag von Kinobetreiberin ab

Das Bundesverfassungsgericht hat den Eilantrag einer Kino- und Restaurantbetreiberin auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen die bayerischen Coronaregeln abgelehnt. Zwar sei die erzwungene Schließung des Restaurants ein Eingriff in das Grundrecht auf Berufsfreiheit, erklĂ€rte das Gericht am Donnerstag in Karlsruhe. Jedoch seien die Maßnahmen befristet, weswegen sie die Frau nicht unbedingt in ihrer Existenz bedrohten.

FĂŒr die Schließung von Restaurants sprechen den Richtern zufolge in der Pandemie gute GrĂŒnde. Es mĂŒsse zwar grundsĂ€tzlich geprĂŒft werden, ob diese verfassungsgemĂ€ĂŸ seien. Aber in dem Fall mĂŒsse zusĂ€tzlich berĂŒcksichtigt werden, dass die Maßnahmen nur bis zum 30. November erlassen seien und es zudem wirtschaftliche Hilfen fĂŒr GaststĂ€tten gebe. BezĂŒglich des Kinos hĂ€tte sich die Betreiberin zunĂ€chst an den bayerischen Verwaltungsgerichtshof wenden mĂŒssen.

Die Gefahren der Pandemie seien weiterhin sehr ernst zu nehmen, erklĂ€rte das Verfassungsgericht. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Restaurants zum Infektionsgeschehen beitrĂŒgen. Der Schutz von Leben und Gesundheit ist demnach in dem Fall wichtiger als die Berufsfreiheit.

Bayern: Verwaltungsgerichtshof kippt vollstĂ€ndige Schließung von Fitnessstudios

Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die vollstĂ€ndige Schließung von Fitnessstudios im Zuge des teilweisen Lockdowns gekippt. Die vollstĂ€ndige Schließung verstoße gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz, entschied das Gericht in einem am Donnerstag in MĂŒnchen veröffentlichten Beschluss. Die entsprechende Regelung in der bayerischen Landesverordnung sei außer Vollzug gesetzt. Rechtsmittel sind nicht möglich.

Mit der Entscheidung gaben die Richter dem Eilantrag eines Betreibers eines Fitnessstudios zum Teil statt. Der Senat geht davon aus, dass Inhaber von Fitnessstudios mit der vollstĂ€ndigen Schließung benachteiligt werden, ohne dass dies sachlich gerechtfertigt sei. Die vollstĂ€ndige Schließung sei nicht verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig, weil Individualsport nach der Verordnung zulĂ€ssig bleiben solle. Dies mĂŒsse auch fĂŒr Fitnessstudios gelten.

Den Antrag des Betreibers auf Außervollzugsetzung auch der restlichen BeschrĂ€nkungen des Individualsports lehnte das Gericht aber ab. Das derzeitige Infektionsgeschehen rechtfertige die BeschrĂ€nkungen, auch wenn die wirtschaftliche BetĂ€tigung der Sportbetriebe stark beschrĂ€nkt werde.

Weiteres deutsches Unternehmen will Impfstoffstudie starten

Das TĂŒbinger Biotechunternehmen Curevac will in KĂŒrze mit der entscheidenden Studie zu seinem Corona-Impfstoff beginnen. Curevac wolle mit der Studie, die 36.000 Teilnehmer umfassen soll, so schnell wie möglich starten, sagte Vorstandschef Franz-Werner Haas am Donnerstag bei einem Online-PressegesprĂ€ch des Vereins der auslĂ€ndischen Presse in Deutschland. DafĂŒr will sich Curevac auch einen Partner ins Boot holen.

Impfung in Deutschland: Gegen das Coronavirus wollen mehrere deutsche Pharma-Unternehmen mit einem Impfstoff vorgehen.
Impfung in Deutschland: Gegen das Coronavirus wollen mehrere deutsche Pharma-Unternehmen mit einem Impfstoff vorgehen. (Quelle: Kirchner-Media/imago-images-bilder)

Die fĂŒr die Zulassung relevante Studie soll innerhalb von drei Monaten abgeschlossen werden. Curevac plane, im ersten Quartal den Einreichungsprozess fĂŒr eine Notfallgenehmigung zu starten, sagte Haas. Mit einer finalen Zulassung sei im dritten Quartal zu rechnen. Haas geht davon aus, dass Curevac im kommenden Jahr 300 bis 400 Millionen Impfstoffdosen herstellen könne.

Das Unternehmen hatte Ende Oktober positive Zwischenergebnisse aus der Phase-1-Studie mit dem Impfstoff veröffentlicht. Der Impfstoff von Curevac gehört zu einem von drei deutschen Projekten, die von der Bundesregierung mit einem Sonderprogramm von rund 750 Millionen Euro finanziell unterstĂŒtzt werden. Die EuropĂ€ische Kommission hat mit Curevac wie auch mit einer Reihe anderer Impfstoffentwickler SondierungsgesprĂ€che abgeschlossen, um sich Hunderte Millionen Impfdosen zu sichern. Die GesprĂ€che ĂŒber den Liefervertrag seien noch am Laufen, sagte Haas.

RKI-Chef Wieler: Personal-EngpĂ€sse befĂŒrchtet

Die deutschen KrankenhĂ€user berichten nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) zunehmend ĂŒber EngpĂ€sse. Fast die HĂ€lfte der Kliniken melde derzeit eine eingeschrĂ€nkte VerfĂŒgbarkeit, sagte RKI-PrĂ€sident Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Mehr dazu lesen Sie hier.

Neuseeland meldet ersten Corona-Fall seit August

In Neuseeland ist erstmals seit August wieder ein lokal ĂŒbertragener Corona-Fall bestĂ€tigt worden. Derzeit werde ĂŒberprĂŒft, wo sich die junge Frau in der Metropole Auckland angesteckt haben könnte, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mit. Im GeschĂ€ftszentrum der Stadt wurden die Menschen aufgefordert, wenn möglich zunĂ€chst im Homeoffice zu arbeiten.

Neuseeland sei aber weiter in einer "sehr starken" Position, um das Virus im Griff zu haben, sagte der neue Minister fĂŒr Covid-19-BekĂ€mpfung, Chris Hipkins. Die Menschen dort sind zu einer weitgehenden NormalitĂ€t zurĂŒckgekehrt und brauchen nicht einmal Masken zu tragen. Die Behörden bestĂ€tigten auch zwei weitere neue FĂ€lle an der Grenze. Insgesamt hat das Land bislang rund 1.600 Infektionen gemeldet, 25 Menschen sind in Verbindung mit der Krankheit gestorben.

Straßenszene in der neuseelĂ€ndischen Metropole Auckland: In dem Land wurde erstmals seit August eine Coronavirus-Übertragung registriert.
Straßenszene in der neuseelĂ€ndischen Metropole Auckland: In dem Land wurde erstmals seit August eine Coronavirus-Übertragung registriert. (Quelle: Xinhua/imago-images-bilder)

Ukrainischer PrÀsident in Klinik

In der Ukraine wird der mit dem Coronavirus infizierte PrÀsident Wolodymyr Selenskyj in einem Krankenhaus behandelt. Selenskyj habe sich entschlossen, in eine Klinik zu gehen, um sich besser zu isolieren und niemanden zu gefÀhrden, sagt eine Sprecherin des PrÀsidialamtes zu Reuters. Es sei nichts Ernstes, beschreibt sie den Gesundheitszustand des PrÀsidenten. Selenskyj hat am Montag erklÀrt, dass er positiv getestet worden sei. Auch der Finanzminister, der Verteidigungsminister und der Chefberater des PrÀsidenten sind infiziert. Die Ukraine verzeichnet am Donnerstag mit 11.057 Neuinfektionen einen neuen Höchstwert, wie Gesundheitsminister Maxym Stepanow mitteilt. Die Gesamtzahl der bestÀtigten Ansteckungen steigt damit binnen 24 Stunden auf 500.865. Die Zahl der TodesfÀlle erhöht sich um 198 auf 9145.

Mehrere europÀische LÀnder melden alarmierende Corona-Zahlen

Aus mehreren europĂ€ischen LĂ€ndern werden neue alarmierende Corona-Zahlen gemeldet: In Großbritannien starben nach Angaben der britischen Behörden vom Mittwoch mittlerweile bereits mehr als 50.000 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus – so viele wie in keinem anderen Land Europas. Spanien ĂŒberschritt am Mittwoch die Marke von 40.000 Corona-Toten und Italien registrierte mehr als eine Million Ansteckungen seit Beginn der Pandemie im FrĂŒhjahr.

In Großbritannien stieg die Zahl der Corona-Toten auf insgesamt 50.369, nachdem die Gesundheitsbehörden weitere 595 TodesfĂ€lle binnen 24 Stunden meldeten. Das war die höchste Zahl seit dem Höhepunkt der Pandemie im Mai, als 612 Tote binnen 24 Stunden registriert wurden. Weitere 22.950 Menschen steckten sich demnach innerhalb eines Tages neu mit dem Virus an.

Die spanischen Behörden meldeten am Mittwoch eine Gesamtzahl von 40.105 Toten, nachdem am Vortag eine Rekordzahl an TodesfÀllen innerhalb von 24 Stunden registriert worden war. Insgesamt hÀtten sich mehr als 1,4 Millionen Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert, teilten die spanischen Behörden mit.

Italien, das als erstes europĂ€isches Land im FrĂŒhjahr von der Pandemie schwer getroffen wurde, meldete derweil mehr als eine Million Corona-Infektionen. Die italienischen Behörden registrierten in den vergangenen 24 Stunden 32.961 neue FĂ€lle und 623 TodesfĂ€lle. Insgesamt starben in dem Land knapp 43.000 Menschen infolge einer Corona-Erkrankung. Italien hat nach Großbritannien und Frankreich die dritthöchste Sterberate in der EU.

Knapp 22.000 Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnet binnen 24 Stunden 21.866 Neuinfektionen in Deutschland. Damit liegt die Gesamtzahl der bestÀtigten Ansteckungen bei 727.553. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mehr als 140.000 Neuinfektionen in den USA

Die USA verzeichnen mit 142.279 Corona-Neuinfektionen den zweiten Tag in Folge einen Rekordwert. Zudem liegt die Zahl den achten Tag in Folge ĂŒber der Schwelle von 100.000, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Insgesamt sind demnach in den USA etwa 10,4 Millionen Ansteckungen nachgewiesen.

Auch die Zahl der Menschen, die wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden, stieg sprunghaft an und erreichte am Mittwochabend mit mindestens 64.939 ebenfalls einen neuen Höchstwert. Die Zahl der TodesfÀlle nach einer Infektion erhöhte sich um 1.464 auf 241.809. Die USA sind das am stÀrksten von der Pandemie betroffene Land.

Weiterer Corona-Fall im Weißen Haus

Im Weißen Haus in Washington ist ein weiterer Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei dem politischen Direktor Brian Jack sei das Virus am Wochenende nachgewiesen worden, berichteten die Zeitung "New York Times" und der Sender CNN am Mittwoch. Jack hatte am Dienstag vergangener Woche den Wahlabend im Weißen Haus verbracht, um die Bekanntgabe der Ergebnisse mitzuverfolgen.

Laut "New York Times" wurde auch bei einem weiteren PrĂ€sidentenberater das neuartige Coronavirus nachgewiesen. Einen Namen nannte die Zeitung nicht, zudem blieb unklar, ob dieser Berater am Wahlabend im Weißen Haus war.

Mehr als 3.000 Schulen in Deutschland nicht mehr im Regelbetrieb

Wegen steigender Infektionszahlen bei SchĂŒlern und Lehrern mĂŒssen immer mehr Schulen den Regelbetrieb aufgeben. Das zeigen Daten aus 14 BundeslĂ€ndern, die den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" (Donnerstagsausgaben) vorliegen. Danach findet der PrĂ€senzunterricht an 3.240 Schulen nicht mehr vollstĂ€ndig statt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Spahn rechnet mit Verdopplung von Corona-Patienten auf Intensivstationen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet mit einer Verdopplung der Corona-Patienten auf Intensivstationen noch in diesem Monat. Angesichts des Verlaufs "werden wir jetzt im November wahrscheinlich noch ĂŒber 6.000 Covid-19-Patienten gleichzeitig auf unseren Intensivstationen sehen", sagt er der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) laut Vorabbericht. "Höher dĂŒrfen die Zahlen nicht steigen. Falls doch, wĂŒrden wir absehbar an einen Punkt kommen, an dem das Gesundheitssystem ĂŒberfordert ist."

Zwei Tage frĂŒher Weihnachtsferien fĂŒr SchĂŒler in NRW

In Nordrhein-Westfalen starten die SchĂŒler wegen der Corona-Pandemie frĂŒher in die Weihnachtsferien als geplant. Um den Familien ein möglichst unbeschwertes Weihnachtsfest zu ermöglichen, habe man sich dazu entschieden, den 21. und 22. Dezember freizugeben, sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch dem WDR. Damit wird Freitag, der 18. Dezember, in NRW der letzte Schultag in diesem Jahr.

Sie wolle in den kommenden Tagen mit Lehrer-, Eltern- und SchĂŒlerverbĂ€nden klĂ€ren, wie der Ausfall im laufenden Schuljahr kompensiert werden und eine Notbetreuung am 21. und 22. Dezember sichergestellt werden könne. Eigentlich hĂ€tten die Weihnachtsferien am 23. Dezember begonnen.

Merkel: Zweite Welle "wird uns noch den ganzen Winter beschÀftigen"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Erwartung gedĂ€mpft, dass mit der schnellen Entwicklung von Impfstoffen die Corona-Krise bald vorbei sei. "Wir mĂŒssen davon ausgehen, dass die zweite Welle hĂ€rter ist, und sie fĂ€llt vor allem in eine schlechte Jahreszeit", sagte Merkel am Mittwoch bei der Übergabe des Gutachtens des SachverstĂ€ndigenrates in Berlin.

"Sie wird uns noch den ganzen Winter beschĂ€ftigen", fĂŒgte sie hinzu. Auch die positiven Nachrichten ĂŒber die Impfstoffentwicklung wĂŒrden daran nichts Ă€ndern und sich noch nicht im Winter niederschlagen. Deshalb mĂŒssten Corona-Vorsichtsmaßnahmen weiter gelten.

Auch Russland meldet Studienerfolg bei Impfstoff

Zwei Tage nach dem Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer hat auch ein russischer Impfstoffentwickler verkĂŒndet, dass sein Vakzin zu mehr als 90 Prozent sicher sei. Die Wirksamkeit von "Sputnik V" liege bei 92 Prozent, teilten das Gamaleja-Forschungsinstitut und der russische Staatsfonds RDIF, der den Impfstoff finanziert, in einer gemeinsamen ErklĂ€rung mit.

Der russische Impfstoff befindet sich derzeit in der dritten und letzten Phase der klinischen Studien, in der er außer auf seine VertrĂ€glichkeit auch auf seine Wirksamkeit untersucht wird. Laut der ErklĂ€rung beziehen sich die Berechnungen nun auf ein Zwischenergebnis bei 16.000 Probanden, die zwei Dosen bekommen haben. Nur 20 Probanden, auch aus der Gruppe der Placebo-EmpfĂ€nger, hĂ€tten nach Erhalt der zweiten Dosis Covid-19 entwickelt. Laut RDIF umfasst die klinische Studie insgesamt 40.000 Teilnehmer.

Laut der ErklĂ€rung wurde der Impfstoff im September separat Ärzten und gefĂ€hrdetem Personal in KrankenhĂ€usern verabreicht. Dabei habe er ebenfalls eine Wirksamkeit von "ĂŒber 90 Prozent" gezeigt. Die Behörden der sibirischen Region Altai hatten hingegen am Dienstag berichtet, mindestens drei der 42 geimpften Krankenhausmitarbeiter hĂ€tten sich mit dem Virus angesteckt. Russland hatte "Sputnik V" bereits im August zugelassen, ohne die letzte Testphase mit den zehntausenden Probanden abzuwarten.

Was Sie ĂŒber die geplanten Impfzentren wissen sollten

Wenn ein Corona-Impfstoff in Deutschland verfĂŒgbar ist, soll er ĂŒber neu errichtete Impfzentren verteilt werden. Was Sie darĂŒber wissen sollten, lesen Sie hier.

Italien: Jetzt ĂŒber eine Million Corona-FĂ€lle

Auch in Italien ĂŒberschreitet die Zahl der Corona-FĂ€lle die Schwelle von einer Million. Das geht aus den neuen Daten des Gesundheitsministeriums hervor. Demnach wurden 32.961 neue FĂ€lle registriert und damit weniger als am Dienstag mit 35.098. Die Zahl der TodesfĂ€lle erhöht sich um 623 auf 42.953. In Europa hatten bereits Spanien und Frankreich mehr als eine Millionen Infektionen gemeldet.

Mongolei meldet erste einheimische Coronavirus-Ansteckung

Die Mongolei hat erste einheimische Coronavirus-Übertragungen gemeldet. Ein Lastwagenfahrer, der im Oktober aus Russland in die Hauptstadt Ulan Bator gekommen sei, habe drei Kontaktpersonen mit dem Coronavirus infiziert, teilten die Behörden am Mittwoch mit. Demnach hatte er drei Verwandte angesteckt, obwohl er sich an die geltende dreiwöchige QuarantĂ€ne gehalten hatte. Bisher hat das an China und Russland grenzende Land 376 InfektionsfĂ€lle gemeldet, die jedoch direkt aus dem Ausland eingeschleppt worden waren.

Inzwischen war der Lastwagenfahrer bei einem Konzert mit 3000 weiteren Besuchern. Die Behörden forderten alle möglicherweise Betroffenen auf, sich auf das Virus testen zu lassen. Die Hauptstadt schloss ihre Grenzen zu den anderen Provinzen und ordnete eine dreitĂ€gige Schließung aller Schulen an. Daraufhin kam es in der Stadt zu PanikkĂ€ufen.

50 Jugendliche feiern trotz Corona auf Spielplatz

Etwa 50 Jugendliche haben eine Party auf einem Spielplatz in der Oberpfalz gefeiert. Beim Eintreffen der Streifen seien sie sofort in alle Richtungen geflĂŒchtet, teilte die Polizei mit. Obwohl es erst etwa halb vier am Dienstagnachmittag war, ließen die Feiernden bei ihrem jĂ€hen Aufbruch hochprozentigen Alkohol auf dem Spielplatz in Lappersdorf zurĂŒck.

"Wodka, JĂ€germeister – solche Sachen", sagte eine Sprecherin der Polizei. Von einigen der Jugendlichen notierten sich die Polizisten die Personalien. Sie könnten nun ein Bußgeld erwarten. Derzeit dĂŒrfen in Bayern höchstens zehn Menschen zusammenkommen – in privaten wie in öffentlichen RĂ€umen.

Slowakei verlÀngert Notstand trotz Massentests

Die slowakische Regierung hat in der Corona-Krise den seit Oktober geltenden Notstand bis zum 29. Dezember verlÀngert. Die unabhÀngig davon geltende Ausgangssperre soll dagegen nach derzeitiger Planung nicht verlÀngert werden. Bislang ist vorgesehen, dass schon Ende dieser Woche das Verbot auslÀuft, ohne negativen Corona-Test die eigene Wohnung zu verlassen. Dies bleibe unverÀndert, erklÀrte Justizministerin Maria Kolikova nach einer Regierungssitzung am Mittwoch.

In einer international beispiellosen Aktion hatte die Slowakei an den vergangenen beiden Wochenenden fast alle mehr als zehn Jahre alten Bewohner einem Antigen-Schnelltest unterzogen. Wer keinen negativen Test vorweisen kann, darf seither nicht einmal zur Arbeit gehen. GeschĂ€fte wurden zwar nicht behördlich geschlossen, dĂŒrfen aber nur Kunden einlassen, die einen negativen Test vorweisen können. Die Schulen sind landesweit nur fĂŒr Kinder bis zehn Jahren geöffnet.

36 auslÀndische Corona-Patienten in Deutschland in Behandlung

Seit Beginn der zweiten Corona-Welle sind bereits 36 Patienten aus den NachbarlĂ€ndern in deutsche KrankenhĂ€user verlegt worden. Wie das AuswĂ€rtige Amt am Mittwoch in Berlin mitteilte, handelt es sich dabei um 25 Belgier und drei NiederlĂ€nder, die in nordrhein-westfĂ€lische Kliniken kamen, sowie um acht Menschen aus der französischen Region Grand Est, die ins Saarland ĂŒberstellt wurden.

Viele europĂ€ische LĂ€nder sind derzeit deutlich schwerer von der Corona-Pandemie betroffen als Deutschland. Deshalb hatten verschiedene BundeslĂ€nder die Aufnahme auslĂ€ndischer Patienten angeboten. Eine Ă€hnliche grenzĂŒberschreitende Zusammenarbeit gab es bereits bei der ersten Erkrankungswelle. So waren im FrĂŒhjahr etwa 130 Corona-Patienten aus französischen KrankenhĂ€usern nach Deutschland verlegt worden.

Merz: Zweiter Schnelltest ist negativ

Beim CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz ist ein zweiter Schnelltest auf das Coronavirus nach eigenen Angaben ebenfalls negativ ausgefallen. "Das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises hat meine #QuarantĂ€ne ab sofort aufgehoben", schrieb der ehemalige Unionsfraktionschef am Mittwoch auf Twitter. Merz wurde an diesem Tag 65 Jahre alt. "Ein schönes Geburtstagsgeschenk", ergĂ€nzte er und bedankte sich fĂŒr GlĂŒckwĂŒnsche.

Merz hatte sich kĂŒrzlich nach einem Besuch in Sachsen erneut vorsorglich in hĂ€usliche Corona-QuarantĂ€ne begeben. Bei der Parteienveranstaltung war auch Sachsens Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt (CDU), der am Sonntag mit einem Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Auch in QuarantĂ€ne gingen danach unter anderem CDU-Vorsitzkandidat Norbert Röttgen sowie der sĂ€chsische MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer (ebenfalls CDU).

Ein erster Schnelltest war am Montagmorgen nach Angaben eines Sprechers von Merz negativ ausgefallen, ein weiterer Test hatte Antikörper gegen das Coronavirus ergeben. Der Politiker und seine Ehefrau hatten sich bereits im MÀrz mit dem Virus angesteckt und sich daraufhin im Sauerland in hÀusliche QuarantÀne begeben.

Spahn befĂŒrwortet PlĂ€ne zu frĂŒherem Ferienbeginn in NRW

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich positiv zu Überlegungen von MinisterprĂ€sident Armin Laschet (beide CDU) geĂ€ußert, die Weihnachtsferien wegen der Corona-Pandemie in Nordrhein-Westfalen möglicherweise frĂŒher starten zu lassen. Mehr dazu lesen Sie hier.

EU-Kommission billigt Vertrag fĂŒr Impfstoff

Die EuropĂ€ische Union kann bis zu 300 Millionen Dosen des vielversprechenden Corona-Impfstoffs der Firmen Biontech und Pfizer kaufen. Die EU-Kommission billigte am Mittwoch formal den Rahmenvertrag mit den beiden Firmen, wie EU-Kreise bestĂ€tigten. Deutschland und den ĂŒbrigen EU-Staaten stehen damit Bezugsrechte fĂŒr den Impfstoff zu, sobald dieser eine Zulassung bekommt. Wann es soweit ist, ist offen.

Der EU-Vertrag sieht den Kauf von 200 Millionen Impfstoffdosen von Biontech/Pfizer vor und die Option auf 100 Millionen weitere. Nach einer EU-Vereinbarung werden kĂŒnftige Impfstoffe nach Bevölkerungszahl verteilt. Deutschland kann demnach aus diesem Rahmenvertrag mit knapp einem FĂŒnftel der Menge rechnen – rechnerisch bis zu 57 Millionen Einheiten. Gesundheitsminister Jens Spahn hatte hingegen die Erwartung auf bis zu 100 Millionen Impfdosen geĂ€ußert.

Die EU-Kommission hat aber auch mit drei weiteren Impfstoffherstellern Ă€hnliche RahmenvertrĂ€ge geschlossen – mit Johnson & Johnson, AstraZeneca und Sanofi-GSK. Auch sie haben aussichtsreiche Impfstoff-Kandidaten am Start. Biontech und Pfizer hatten am Montag als erste westliche Hersteller vielversprechende Daten aus ihren klinischen Tests vorgelegt. Noch hat aber keiner der Hersteller eine Zulassung fĂŒr den europĂ€ischen Markt.

ÄrztekammerprĂ€sident sieht Kliniken hart am Limit

Berlins ÄrztekammerprĂ€sident GĂŒnther Jonitz sieht die Kliniken in der Hauptstadt in der Corona-Pandemie hart am Limit. "Wir gehen momentan auf sehr, sehr dĂŒnnem Eis, noch geht es, aber es darf nichts dazukommen", sagte er am Mittwoch im rbb-Inforadio. Er forderte von der Politik lĂ€ngerfristige Lösungen und mehr Pflegepersonal. "Wir erkennen jetzt unter Covid-19, wie unter einem Brennglas, die Grundfehler- und Probleme der Gesundheitspolitik der letzten Jahre." Aus dem Gesundheitswesen sei Gesundheitswirtschaft geworden.

Berlin sei mit seinen Intensivbetten momentan noch nicht komplett am Limit, sagte Jonitz. Wenn es aber so weitergehe, mĂŒsse neben dem Verschieben von Operationen improvisiert werden. Das heiße zum Beispiel, die Teams auf den Intensivstationen neu zusammenzustellen und Patienten so spĂ€t wie möglich dorthin zu verlegen. Die Effekte des Teil-Lockdowns seien erst nach zwei bis drei Wochen messbar. Oberstes Ziel mĂŒsse weiter bleiben, der Virenverbreitung keine Chance zu geben.

Freizeitpark in NRW plant "Drive-In-Weihnachtsmarkt"

Ein Freizeitpark in Nordrhein-Westfalen plant angesichts der Corona-Pandemie einen "Drive-In-Weihnachtsmarkt". Die Besucher sollten dabei ihre Autos nicht verlassen, sagte am Mittwoch eine Sprecherin des Freizeitparks in Kalkar am Niederrhein nahe der niederlĂ€ndischen Grenze. Vorgesehen seien rund 2,5 Kilometer Strecke auf dem weitlĂ€ufigen einstigen KraftwerksgelĂ€nde mit Kunstschnee, Musik, Buden mit Eintopf und GlĂŒhwein und einer Krippe, an der auch echte Kamele zu sehen sein sollen. Sie kommen von einem Zirkus, der auf dem ParkgelĂ€nde ĂŒberwintert. Die Strecke fĂŒhrt auch durch drei Hallen des Freizeitparks.

Die Stadt werde die Genehmigung der Veranstaltung "sehr wohlwollend prĂŒfen", sagte Stadtsprecher Harald MĂŒnzner. Einige Details seien aber noch zu klĂ€ren. Der Weihnachtsmarkt soll nach der bisherigen Planung am 10. Dezember eröffnet werden und bis Ende Dezember immer von Mittwoch bis Sonntag stattfinden. Der Eintritt werde 12,50 Euro pro Auto kosten, sagte die Sprecherin des Freizeitparks Wunderland. Zuvor hatten mehrere Medien ĂŒber die PlĂ€ne berichtet.

Merkel: SpielrĂ€ume fĂŒr Besuche von PflegebedĂŒrftigen ausschöpfen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich dafĂŒr ausgesprochen, pflegebedĂŒrftige Menschen auch in der Corona-Pandemie nicht allein zu lassen. Wichtig sei es, "SpielrĂ€ume fĂŒr soziale Kontakte und Besuche auszuschöpfen", sagte sie in einer am Mittwoch ausgestrahlten Videobotschaft an den Deutschen Pflegetag in Berlin. "Der Schutz der Gesundheit von PflegebedĂŒrftigen hat höchste PrioritĂ€t, aber Schutz allein kann nicht die einzige Antwort sein, denn gerade Ă€ltere Menschen leiden unter Einsamkeit, pflegebedĂŒrftige Menschen brauchen neben Schutz vor allem auch Zuwendung."

Zum Schutz vor Infektionen in Pflegeheimen und Kliniken war in den vergangenen Tagen der Einsatz neuer Corona-Schnelltests angelaufen. FĂŒr November hatte der Bund zunĂ€chst neun Millionen Tests ĂŒber Abnahmegarantien bei Herstellern gesichert, damit die LĂ€nder oder Einrichtungen sie kaufen können. Merkel dankte den PflegekrĂ€ften "von Herzen". Sie gĂ€ben besonders in der Pandemie "ihr Bestes". Sie sagte: "Gute Pflege braucht natĂŒrlich auch gute Rahmenbedingungen." Merkel betonte: "Pflege ist Ausdruck gelebter Menschlichkeit."

Eine Covid-Teststation in Seattle: In den USA breitet sich das Coronavirus weiter rasch aus.
Eine Covid-Teststation in Seattle: In den USA breitet sich das Coronavirus weiter rasch aus. (Quelle: Ted S. Warren/Archivbild/ap-bilder)

Biontech: Keine Bevorzugung der USA bei Verteilung von Corona-Impfstoff

Das Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech ist BefĂŒrchtungen entgegengetreten, dass der von ihm zusammen mit dem US-Konzern Pfizer entwickelte Corona-Impfstoff zunĂ€chst bevorzugt in den Vereinigten Staaten verteilt werden könnte. "Wir haben zusammen mit Pfizer vereinbart, dass wir den Impfstoff gleichmĂ€ĂŸig und gerecht verteilen", sagte Biontech-Finanzvorstand Sierk Poetting den "Stuttgarter Nachrichten" und der "Stuttgarter Zeitung".

Seine Firma wolle "definitiv nicht, dass es eine unfaire Überhöhung der Chargen in einzelnen Regionen gibt", betonte Poetting. Deshalb habe Biontech auch Wert darauf gelegt, dass ein Großteil des Impfstoffs in Europa hergestellt werden könne. "Über die Verteilung entscheiden wir mit Pfizer gemeinsam", betonte der Finanzvorstand.

Biontech hĂ€lt das Ziel der Bundesregierung fĂŒr realistisch, bis zum Sommer 70 Prozent der BĂŒrger in Deutschland gegen Covid-19 geimpft zu haben. "Wir werden unser Bestes tun, damit das funktioniert. Wenn alle Fabriken hochlaufen, sollte es möglich sein, das Ziel zu erreichen", so Poetting. In Hinblick auf die Zulassung des Impfstoffs in der EU sagte Poetting, "dass ein Termin noch im Jahre 2020 im Rahmen des theoretisch Möglichen ist". Biontech, das mit seinem Corona-Impfstoff kurz vor der weltweiten Zulassung steht, könne "jedenfalls in diesem Jahr noch bis zu 50 Millionen Impfdosen liefern".

Spahn sieht "Anzeichen fĂŒr VerĂ€nderung" in Pandemie

Was wir sehen, ist, dass sich die Dynamik deutlich reduziert hat in den letzten Tagen", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn am Mittwoch in der Sendung "FrĂŒhstart" der Sender RTL und ntv. "Es steigt noch, aber es steigt weniger stark. Das ist erstmal ermutigend, aber es reicht noch nicht." Mehr dazu lesen Sie hier.

USA melden Rekord bei Covid-19-Patienten in Kliniken

In den USA hat die Zahl der Covid-19-Patienten in KrankenhĂ€usern nach Medienberichten mit mehr als 60.000 einen Höchststand erreicht. Insgesamt wurden am Dienstag landesweit 61.964 Menschen mit dem Virus in Kliniken behandelt, meldeten mehrere US-Medien unter Berufung auf Daten des Covid Tracking Project. Damit habe sich dieser Wert seit September etwa verdoppelt und ĂŒbertreffe nun auch den zu Beginn der Pandemie erreichten Höchststand von Mitte April (59.940). Ein zweiter Höhepunkt im Sommer hatte diesen Rekord demnach nur knapp verfehlt.

WÀhrend die Zahl der Patienten weiter steige, fehle es an medizinischem Personal, um mehr Krankenhausbetten bereitstellen zu können, schrieb die "New York Times". Auf Intensivstationen werden dem Covid Tracking Project zufolge derzeit knapp 12.000 Menschen behandelt. Diese Wert war im April mit rund 15.000 höher.

Zahl der Neuinfektionen erreichen Höchststand in den USA

Neue Corona-HöchststĂ€nde in den USA: Die Zahl der tĂ€glichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist nach Angaben der Johns-Hopkins-UniversitĂ€t (JHU) am Dienstag (Ortszeit) auf 136.325 gestiegen. Das ist den Daten zufolge der höchste Wert fĂŒr Ansteckungen binnen 24 Stunden seit Beginn der Pandemie. Auch die Zahl der Covid-19-Patienten in US-KrankenhĂ€usern erreichte nach Medienberichten einen Höchststand. So wurden am Dienstag landesweit 61.964 Menschen mit dem Virus in Kliniken behandelt, mehr als je zuvor, wie mehrere US-Medien unter Berufung auf Daten des Covid Tracking Project meldeten.

Laschet erwÀgt lÀngere Winterferien in NRW

Nordrhein-Westfalens MinisterprĂ€sident Armin Laschet (CDU) hat eine VerlĂ€ngerung der Winter-Schulferien im einwohnerstĂ€rksten Bundesland wegen der Corona-Pandemie ins Spiel gebracht – und im Gegenzug zwei schulfreie Tage weniger an Karneval. Mehr dazu lesen Sie hier.

Nordrhein-Westfalens MinisterprĂ€sident Armin Laschet: Er ist fĂŒr eine VerlĂ€ngerung der Winterferien.
Nordrhein-Westfalens MinisterprĂ€sident Armin Laschet: Er ist fĂŒr eine VerlĂ€ngerung der Winterferien. (Quelle: Revierfoto/imago-images-bilder)

Berlins BĂŒrgermeister kĂŒndigt PrioritĂ€tenliste fĂŒr Impfstoff an

Berlins Regierender BĂŒrgermeister Michael MĂŒller hat angekĂŒndigt, dass es bei der Vergabe eines Corona-Impfstoffes in der Hauptstadt eine PrioritĂ€tenliste geben wird. Mehr dazu lesen Sie hier.

Erneuter Rekord bei Corona-Neuinfektionen in den USA

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den USA hat ein neues Rekordhoch erreicht. Binnen 24 Stunden wurden 201.961 neue AnsteckungsfĂ€lle gezĂ€hlt, wie die Johns-Hopkins-UniversitĂ€t am Dienstagabend (Ortszeit) mitteilte. Damit wurden die bisherigen Rekordwerte deutlich ĂŒbertroffen. Der bisherige Höchststand bei den Neuinfektionen in den USA hatte bei rund 127.000 FĂ€llen gelegen und war am vergangenen Samstag erfasst worden.

Mutter und Tochter beim Unterricht zu Hause: Ein neuer Bericht zeigt, dass die Zahl der Kinder in QuarantÀne deutlich gestiegen ist. (Symbolfoto).
Mutter und Tochter beim Unterricht zu Hause: Ein neuer Bericht zeigt, dass die Zahl der Kinder in QuarantÀne deutlich gestiegen ist. (Symbolfoto). (Quelle: Cavan Images/imago-images-bilder)

US-Experte Fauci: Nicht in falscher Sicherheit wiegen

Der fĂŒhrende US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci hat die Amerikaner davor gewarnt, sich wegen eines möglichen Impfstoffs gegen das Coronavirus in Sicherheit zu wiegen. "Die Nachricht ĂŒber den Impfstoff sollte die Menschen nicht dazu veranlassen zu sagen, dass wir die öffentlichen Gesundheitsmaßnahmen nicht weiterfĂŒhren mĂŒssen", sagte Fauci am Dienstag dem Sender CNN. An die Amerikaner appellierte er: "Geben Sie nicht auf, wenn Sie wissen, dass Hilfe auf dem Weg ist." Er wisse um die Erschöpfungserscheinungen beim Thema Coronavirus. "Aber halten Sie durch, noch ein bisschen lĂ€nger."

Fauci rief die Amerikaner dazu auf, Masken zu tragen, Abstand von anderen Menschen zu halten und sich die HĂ€nde zu waschen. Auch wenn ein Impfstoff zugelassen wĂŒrde, wĂŒrde dieser zunĂ€chst nach PrioritĂ€ten verteilt werden. So wĂŒrden beispielsweise Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiteten, zuerst damit versorgt werden. Er rechne aber damit, dass jeder Amerikaner, der das wolle, in den ersten vier Monaten des kommenden Jahres geimpft werden könne.

RKI meldet mehr als 18.000 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland haben die GesundheitsÀmter dem Robert Koch-Institut (RKI) 18.487 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 3.155 FÀlle mehr als am Dienstag. Mehr dazu lesen Sie hier.

Bericht: Mehr als 300.000 SchĂŒler bundesweit in QuarantĂ€ne

Die Zahl der SchĂŒler und Lehrer in QuarantĂ€ne steigt einem Medienbericht bundesweit erheblich an. Wie "Bild" unter Berufung auf den Deutschen Lehrerverband berichtet, sind aktuell mittlerweile mehr als 300.000 SchĂŒlerinnen und SchĂŒler in QuarantĂ€ne. Ende September waren es noch rund 50.000 gewesen.

Die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer in QuarantĂ€ne gebe der Verband derzeit mit bis zu 30.000 an. Die Folge seien immer mehr Schulschließungen, sagte Meidinger dem Blatt: "Wir erleben an den Schulen jetzt einen Salami-Lockdown." Damit meinte er die schrittweise Schließung von immer mehr Schulen. Die Politik habe sich zurĂŒckgezogen, jetzt wĂŒrden die GesundheitsĂ€mter entscheiden.

USA: Rund 15.000 Nerze an Virus gestorben

Mehr als 15.000 Nerze sind nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in den Vereinigten Staaten seit August an dem Coronavirus gestorben. Etwa ein Dutzend Farmen stĂŒnden unter QuarantĂ€ne, wĂ€hrend die FĂ€lle untersucht werden. "Das wird uns helfen, mehr ĂŒber die Übertragungsdynamik zwischen Nerzen sowie anderen Tieren und Menschen zu erfahren", erklĂ€rt die US-Gesundheitsbehörde CDC. Derzeit gebe es keine Hinweise darauf, dass Tiere eine entscheidende Rolle bei der Übertragung des Virus auf den Mensch spielen wĂŒrden.

Rekordzahl von mehr als 400 tÀglich gezÀhlten Corona-Toten in Spanien

In Spanien ist eine Rekordzahl bei den tĂ€glich gezĂ€hlten Todesopfern durch die Corona-Pandemie verzeichnet worden. Innerhalb eines Tages wurden 411 TodesfĂ€lle registriert, wie der fĂŒr die BekĂ€mpfung des Virus zustĂ€ndige Regierungskoordinator Fernando SimĂłn am Dienstag mitteilte. Dies ist die bislang höchste Zahl wĂ€hrend der derzeitigen zweiten Ausbreitungswelle des neuartigen Virus im Land. Es sei möglich, dass die tĂ€glichen Zahlen der TodesfĂ€lle in den nĂ€chsten Tagen weiter zunĂ€hmen, sagte SimĂłn. Insgesamt verstarben seit Beginn der Pandemie nach Angaben der Behörden 39.756 Menschen in Spanien im Zusammenhang mit der Infektion.

Der Regierungskoordinator sieht dennoch Fortschritte im Kampf gegen die Pandemie. Es sei eine "klare Stabilisierung" der Infektionsraten zu verzeichnen. Die "Spitze" der Übertragungsraten habe das Land Ende Oktober hinter sich gelassen, danach habe sich die sogenannte Inzidenz bei rund 525 AnsteckungsfĂ€llen pro 100.000 Einwohnern stabilisiert.

Spanien ist eines der am hÀrtesten von der Pandemie getroffenen LÀnder in Europa. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie verzeichneten InfektionsfÀlle in dem Land liegt bei fast 1,4 Millionen.

Fauci: Wegen möglichem Impfstoff nicht in falscher Sicherheit wiegen

Der fĂŒhrende US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci hat die Amerikaner davor gewarnt, sich wegen eines möglichen Impfstoffs gegen das Coronavirus in Sicherheit zu wiegen. "Die Nachricht ĂŒber den Impfstoff sollte die Menschen nicht dazu veranlassen zu sagen, dass wir die öffentlichen Gesundheitsmaßnahmen nicht weiterfĂŒhren mĂŒssen", sagte Fauci am Dienstag dem Sender CNN. An die Amerikaner appellierte er: "Geben Sie nicht auf, wenn Sie wissen, dass Hilfe auf dem Weg ist." Er wisse um die Erschöpfungserscheinungen beim Thema Coronavirus. "Aber halten Sie durch, noch ein bisschen lĂ€nger."

Fauci rief die Amerikaner dazu auf, Masken zu tragen, Abstand von anderen Menschen zu halten und sich die HĂ€nde zu waschen. Auch wenn ein Impfstoff zugelassen wĂŒrde, wĂŒrde dieser zunĂ€chst nach PrioritĂ€ten verteilt werden. So wĂŒrden beispielsweise Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiteten, zuerst damit versorgt werden. Er rechne aber damit, dass jeder Amerikaner, der das wolle, in den ersten vier Monaten des kommenden Jahres geimpft werden könne.

In den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern hatte die Zahl der Coronavirus-Infektionen seit Beginn der Pandemie am Montag die Marke von zehn Millionen ĂŒberstiegen. Nach der Statistik der Johns-Hopkins-UniversitĂ€t liegt die Zahl der tĂ€glichen Neuinfektionen seit einer Woche bei mehr als 100.000. Mehr als 238.000 Menschen in den Vereinigen Staaten kamen nach einer Infektion ums Leben.

Report aus Großbritannien: Kinder machen im Lockdown RĂŒckschritte

In der Corona-Krise haben viele Kleinkinder nach Angaben einer britischen Bildungsbehörde vergessen, wie man mit Messer und Gabel isst – und manche machen nun wieder in die Windel. Bei Ă€lteren Kindern sei auffĂ€llig, dass ihre Ausdauer beim Lesen und Schreiben nachgelassen habe. Auch die Leistungen beim Rechnen seien zurĂŒckgegangen, teilte Ofsted (Office for Standards in Education) in London mit.

Schulleiter berichteten demnach ĂŒber die Zunahme von Essstörungen und Selbstverletzungen sowie einen RĂŒckgang der Fitness bei Ă€lteren MĂ€dchen und Jungen. Die unabhĂ€ngige Behörde ist unter anderem fĂŒr Schulinspektionen zustĂ€ndig und berichtet dem Parlament. Der Report basierte auf Besuchen von mehr als 900 Einrichtungen seit September.

In England ist diese Entwicklung demnach vor allem auf den ersten Lockdown zurĂŒckzufĂŒhren, als KindergĂ€rten und Schulen geschlossen worden waren. Zurzeit gibt es dort einen Teil-Lockdown: Die Kinder können in die Schulen gehen, jeder britische Landesteil entscheidet ĂŒber seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie.

Laschet: Land erwÀgt wegen Corona lÀngere Winterferien in NRW

Nordrhein-Westfalens MinisterprĂ€sident Armin Laschet (CDU) hat eine VerlĂ€ngerung der Winter-Schulferien im einwohnerstĂ€rksten Bundesland wegen der Corona-Pandemie ins Spiel gebracht – und im Gegenzug zwei schulfreie Tage weniger an Karneval. Dies sei eine "denkbare Möglichkeit", sagte Laschet am Dienstag im WDR Fernsehen zu Überlegungen, die Winterferien zwei Tage frĂŒher beginnen zu lassen.

Konkret wĂŒrde das bedeuten, dass diese nicht erst am 23. Dezember, sondern schon am Montag, 21. Dezember, beginnen wĂŒrden. Die Landesregierung werde das mit VerbĂ€nden erörtern, sagte Laschet. Hintergrund der Überlegungen ist, dass die Menschen vor Weihnachten die Kontakte möglichst beschrĂ€nken sollten, damit es bei Familienfeiern zu Weihnachten nicht zu Ansteckungen kommt. "Eine Sicherheit gibt das aber auch nicht", betonte Laschet.

Die zwei zusĂ€tzlichen Winterferientage könnten nach PlĂ€nen der Landesregierung dann Karneval wieder abgezogen werden. Normalerweise haben die SchĂŒler in NRW rund um Rosenmontag unterrichtsfrei. Das Schulministerium denke ĂŒber diese Ersatzlösung nach, sagte Laschet. "Denn eines ist klar: Karneval gibt es nĂ€chstes Jahr gar nicht." Und eigentlich sollte man in der Zeit auch nicht in Skiurlaub fahren, fĂŒgte er hinzu.

Rund 500 Demonstranten in Schwerin gegen Corona-BeschrÀnkungen

In Schwerin haben nach Polizeiangaben am Dienstagabend rund 500 Menschen gegen die Corona-BeschrÀnkungen demonstriert. Bei den Protesten in der NÀhe des Schweriner Schlosses waren Plakate mit Forderungen wie "Stoppt den Test-Terror", "Niemand wird uns das freie Atmen verbieten" und "Körper, Geist, Seele, alles meins!" zu sehen. Nach Polizeiangaben habe es keine AuffÀlligkeiten gegeben.

Die Stadt Schwerin hatte fĂŒr Dienstagabend zwei Demonstrationen gegen Corona-BeschrĂ€nkungen genehmigt, nachdem sie eine andere Demo mit bis zu 100.000 angemeldeten Teilnehmern per OrdnungsverfĂŒgung untersagt hatte. Nach Angaben der Landeshauptstadt stammt der Anmelder der Demonstration nicht aus Mecklenburg-Vorpommern. Die Versammlungsleiter hĂ€tten bereits mit ihrer Reise ins Bundesland gegen die Corona-Landesverordnung verstoßen und seien umgehend zur Ausreise aus dem Bundesland aufgefordert worden. Ohne einen Versammlungsleiter sei ein reibungsloser Ablauf einer Demonstration nicht zu gewĂ€hrleisten.

Schwerin verbietet große Corona-Demonstration

Nach der Anmeldung einer Demonstration gegen die Corona-BeschrĂ€nkungen hat die Stadt Schwerin diese untersagt. Die Versammlungsbehörde habe die mit bis zu 100.000 Teilnehmern angemeldete Demonstration per OrdnungsverfĂŒgung untersagt, teilte die Landeshauptstadt mit. Die Demonstration sei fĂŒr 22.00 Uhr auf dem Schweriner Marktplatz angemeldet worden. Diese Untersagung gelte ebenfalls fĂŒr jede Form einer Ersatzveranstaltung.

Der Anmelder der Demonstration stamme nicht aus Mecklenburg-Vorpommern. Die Versammlungsleiter hĂ€tten bereits mit ihrer Reise ins Bundesland gegen die Corona-Landesverordnung verstoßen und seien umgehend zur Ausreise aus dem Bundesland aufgefordert worden. Ohne einen Versammlungsleiter sei ein reibungsloser Ablauf einer Demonstration nicht zu gewĂ€hrleisten.

Das PolizeiprÀsidium Rostock hatte zuvor berichtet, dass in Schwerin eine Demonstration gegen die Corona-BeschrÀnkungen mit 500 bis 1.000 Teilnehmern angemeldet worden sei.

Sachsen verschÀrft Corona-Regeln nach "Querdenken"-Demo

Nach der eskalierten "Querdenken"-Demonstration am Samstag in Leipzig beschrĂ€nkt das Bundesland Sachsen ab Freitag das Versammlungsrecht. Die Regierungskoalition zwischen CDU, SPD und GrĂŒnen streitet derweil ĂŒber weitere Konsequenzen. Hier lesen Sie mehr.

Notstand in Ungarn verlÀngert

Das ungarische Parlament hat am Dienstag wegen der Corona-Pandemie nahezu einstimmig die VerlĂ€ngerung des Gefahrennotstands fĂŒr 90 Tage gebilligt. Die Regierung von MinisterprĂ€sident Viktor Orban hatte diesen vergangene Woche fĂŒr zunĂ€chst 15 Tage verhĂ€ngt, wie es die Verfassung erlaubt. Mit der Parlamentsentscheidung vom Dienstag erhĂ€lt Orban nun weitere 90 Tage freie Hand, um die sich ausbreitende Pandemie auf dem Verordnungsweg zu bekĂ€mpfen.

180 Abgeordnete der Regierungs- und der Oppositionsfraktionen stimmten fĂŒr die Vorlage. Lediglich ein fraktionsloser Abgeordneter lehnte sie ab. Im FrĂŒhjahr hatte sich Orban unbefristete Vollmachten fĂŒr den Kampf gegen die Corona-Krise geben lassen. Im In- und Ausland hatte er damit massive Kritik auf sich gezogen.

Bereits am Montag hatte Orban einen neuen Lockdown angekĂŒndigt, der am Mittwoch um 00.00 Uhr (MEZ) in Kraft treten sollte. Die Maßnahmen umfassen eine nĂ€chtliche Ausgangssperre von 20.00 bis 05.00 Uhr, die Schließung von GaststĂ€tten und Hotels und den Übergang vom PrĂ€senz- zum Digitalunterricht ab der 8. Schulstufe.

Estland verschÀrft die Corona-Regeln

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen wird Estland weitere EinschrĂ€nkungen fĂŒr die Bevölkerung verhĂ€ngen. Die Regierung in Tallinn kĂŒndigte am Dienstag eine Maskenpflicht an öffentlichen Orten und im Personennahverkehr an. Auch wird wieder die sogenannte 2+2-Regel in dem baltischen EU-Land eingefĂŒhrt werden. Danach dĂŒrfen nicht mehr als zwei Personen zusammen sein und sie mĂŒssen einen Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Personen einhalten. Die Regelungen sollen am Donnerstag erlassen werden und dann ab 16. November gelten, teilte die Staatskanzlei in Tallinn mit.

"Die Situation in Estland ist kritisch. Eine Krise ist greifbar, daher mĂŒssen wir ernsthafte Maßnahmen ergreifen und uns ernsthaft verhalten. Das Tragen einer Maske wird dringend empfohlen - es ist das Richtige", sagte MinisterprĂ€sident JĂŒri Ratas einem Bericht der Agentur BNS zufolge auf der Regierungspressekonferenz.

Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 6376 bestÀtigte Corona-Infektionen und 76 TodesfÀlle in Verbindung mit dem Virus. Trotz steigender Fallzahlen gehört der Baltenstaat nach Angaben der EU-Behörde ECDC zu den aktuell weniger stark betroffenen LÀndern in Europa.

Lockdown in Berchtesgaden: Zahlen halbiert

Der bundesweit erste Teil-Lockdown dieses Herbstes im Berchtesgadener Land zeigt nach drei Wochen offenbar Wirkung. Die Sieben-Tage-Inzidenz – die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche – sank laut Landratsamt auf 157,65 – die HĂ€lfte des Höchstwertes von 324 Ende Oktober.

Das Landratsamt hatte am Dienstag vor drei Wochen nach einem sprunghaften Anstieg der Infektionen auf den damals deutschlandweit höchsten Stand strenge BeschrÀnkungen angeordnet. Etwa war das Verlassen der eigenen Wohnung bis 2. November nur mit triftigem Grund erlaubt; Hotels und GaststÀtten blieben geschlossen.

Dagegen gab es mehrere Klagen, unter anderem von Hoteliers und Gastronomen sowie von SchĂŒlern, die ihre Schule außerhalb des Landkreises beuchen wollten. Entsprechende EilantrĂ€ge scheiterten aber vor dem Verwaltungsgericht MĂŒnchen. Inzwischen herrschen auch im Berchtesgadener Land die Regelungen des allgemeinen Teil-Lockdowns.

NRW: Über 50.000 SchĂŒler in QuarantĂ€ne

Die Corona-Pandemie wirkt sich immer stĂ€rker auch an den Schulen in Nordrhein-Westfalen aus. 50.152 SchĂŒler (knapp 2,5 Prozent) befanden sich zum Stichtag 4. November in QuarantĂ€ne, wie das Schulministerium am Dienstag mitteilte. Bei mehr als 3.660 SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern sei eine Corona-Infektion bestĂ€tigt worden – das waren mehr als doppelt so viel wie in der Woche zuvor. Bei fast 560 LehrkrĂ€ften wurde das Coronavirus bestĂ€tigt, fast 3.500 Lehrer waren in QuarantĂ€ne.

Sechs Schulen waren landesweit nach Angaben des Ministeriums zum Stichtag ganz geschlossen, an 552 Schulen (12,3 Prozent) gab es Teilschließungen. In der Woche davor hatten erst knapp 70 Schulen teilweise schließen mĂŒssen.

In NRW gibt es mehr als 5.500 Schulen und etwa 2,5 Millionen SchĂŒler. An 87,5 Prozent der Schulen fand den Angaben zufolge zum Stichtag regulĂ€rer PrĂ€senzunterricht statt. In der Vorwoche waren es noch 98,4 Prozent der Schulen.

Deutschland im Teil-Lockdown: Stagnieren die Zahlen?

Zum ersten Mal seit Wochen liegt die Zahl der Neuinfektionen am Dienstag wieder unter dem Wert der Vorwoche. Auch zwei weitere Kennwerte machen Hoffnung: Hier lesen Sie mehr.

Britisches Wörterbuch kĂŒrt "Lockdown" zum Wort des Jahres

Das britische Collins-Wörterbuch hat den Begriff "Lockdown" zum Wort des Jahres 2020 erklĂ€rt. "Wir haben 'Lockdown' zum Wort des Jahres gekĂŒrt, weil es die geteilte Erfahrung von Milliarden Menschen zusammenfasst, die ihren Alltag einschrĂ€nken mĂŒssen, um das Coronavirus einzudĂ€mmen", sagte die Sprachexpertin des Collins-Wörterbuchs, Helen Newstead, am Dienstag in Glasgow. "Sprache spiegelt die Welt um uns herum wider und 2020 war von der globalen Pandemie bestimmt." Mit dem Wort wĂŒrden umgangssprachlich die BeschrĂ€nkungen von Reisen, sozialen Kontakten und öffentlichen Orten beschrieben, hieß es in der ErklĂ€rung des Verlags.

Frankreich: Lehrerstreik fĂŒr mehr Corona-Schutz

An vielen französischen Schulen haben Lehrer fĂŒr eine VerschĂ€rfung der Corona-Maßnahmen gestreikt. Landesweit folgte nach Angaben des Bildungsministeriums am Dienstag im Schnitt jeder zehnte PĂ€dagoge einem entsprechenden Aufruf. Die Gewerkschaften sprachen von einer deutlich höheren Beteiligung und einer "Warnung" an die Regierung. Sie fordern einen besseren Schutz von Lehrern und SchĂŒlern vor einer möglichen Ansteckung.

Gewerkschaftsvertreter sprachen von einer großen "Wut" und einem UnverstĂ€ndnis vor allem an weiterfĂŒhrenden Schulen ĂŒber unzureichende Corona-Maßnahmen. Nach ihren Angaben ist es in vielen Klassen oder Schulkantinen unmöglich, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Aus dem Bildungsministerium hieß es, ab der kommenden Woche wĂŒrde den Schulen rund eine Million Corona-Schnelltests zur VerfĂŒgung gestellt. Nach Protesten in der vergangenen Woche hatte die Regierung die Gymnasien angewiesen, den Unterricht teilweise digital abzuhalten.

In Frankreich gilt seit gut zehn Tagen ein neuer Lockdown. Anders als im FrĂŒhjahr bleiben die Schulen aber geöffnet. Zum Schutz mĂŒssen die SchĂŒler Masken tragen und sollen AbstĂ€nde einhalten.

Moskau verschĂ€rft die Corona-Maßnahmen

Europas grĂ¶ĂŸte Stadt Moskau hat wegen dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen fĂŒr zwei Monate die Schließung von Restaurants, Bars und Nachtclubs zwischen 23.00 und 6.00 Uhr angeordnet. Bis 15. Januar seien auch alle Massenveranstaltungen verboten, teilte BĂŒrgermeister Sergej Sobjanin am Dienstag mit.

Die Schritte seien nötig, um den Anstieg der Zahlen zu stoppen, sagte er. Studenten von Hochschulen und Colleges mĂŒssen demnach zum Online-Unterricht ĂŒbergehen. Theater, Kinos und KonzertsĂ€le dĂŒrfen nur maximal 25 Prozent der verfĂŒgbaren PlĂ€tze besetzen.

Die Zahlen in der russischen Hauptstadt stiegen zuletzt um etwa 6.000 neue FÀlle tÀglich. Einen Lockdown wollten die Behörden in Moskau aber weiter vermeiden.

Lage in der Schweiz weiter besorgniserregend

In der Schweiz bleibt die Lage dem Bundesamt fĂŒr Gesundheit (BAG) zufolge im Hinblick auf die Auslastung des Gesundheitssystems angespannt. Zwar gebe es eine Tendenz zur Abflachung beziehungsweise sogar eine teilweise Stabilisierung, sagt Stefan Kuster, Leiter des Bereichs ĂŒbertragbare Krankheiten im BAG. Aber im internationalen Vergleich seien etwa die Ansteckungszahlen und Einweisungen in KrankenhĂ€user noch sehr hoch. Das BAG meldete 5.980 neue Positiv-Tests binnen 24 Stunden. Am vergangenen Donnerstag war mit 10.128 ein Höchststand erreicht worden. Weitere 107 Personen sind an oder mit Corona gestorben, insgesamt gibt es seit Beginn der Pandemie 2.683 TodesfĂ€lle.

EU-Kommission: Vertrag ĂŒber Biontech-Impfstoff fertig

Die EU-Kommission hat einen Vertrag zur Lieferung des vielversprechenden Impfstoffs der Pharmafirmen Biontech und Pfizer fertig ausgehandelt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Berlin plant bis zu sechs Corona-Impfzentren

In Berlin sind nach Angaben der Senatsverwaltung fĂŒr Gesundheit vier bis sechs Corona-Impfzentren geplant. Bundesweit soll es nach einem Beschluss von Bund und LĂ€ndern insgesamt 60 geben. Mehr dazu lesen Sie hier.

Spahn nennt die Aussicht auf einen Impfstoff "Licht am Ende des Tunnels"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht eine "hohe Wahrscheinlichkeit", dass im ersten Quartal 2021 ein Corona-Impfstoff zur VerfĂŒgung stehen wird. Dies vermittele Hoffnung und sei "ein Licht am Ende des Tunnels", sagt Spahn. Er hoffe, dass die Menschen deshalb derzeit die Corona-Regeln einhalten wĂŒrden, weil sie damit rechnen könnten, dass der nĂ€chste Herbst und Winter wieder anders wĂŒrden.

PalÀstinensischer ChefunterhÀndler Erakat an Covid-19 gestorben

Der palÀstinensische ChefunterhÀndler Saeb Erakat ist an den Folgen seiner Corona-Infektion gestorben. Wie das palÀstinesische PrÀsidialamt der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag mitteilte, starb Erakat im Alter von 65 Jahren im Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem. Dort war Erakat am 18. Oktober wegen seiner Corona-Infektion aufgenommen worden.

SPD-Chefin ist fĂŒr wechselnden Unterricht in kleinen Gruppen

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen hat sich die SPD-Vorsitzende Saskia Esken dafĂŒr ausgesprochen, in Schulen nur noch kleinere Gruppen im Wechsel zu unterrichten. "Es kommt wirklich darauf an, dass wir PrĂ€senzunterricht auch weiterhin aufrechterhalten", sagte Esken am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin". FĂŒr Kinder und Jugendliche sei es wichtig, ihre Lehrer und MitschĂŒler regelmĂ€ĂŸig zu treffen. Deshalb mĂŒssten die Schulen offengehalten werden. "Auf der anderen Seite ist Infektionsschutz natĂŒrlich sehr wichtig. Und deswegen sind kleinere Gruppen auch sinnvoll."

Konzepte mit einem sogenannten hybriden Wechselunterricht – sprich abwechselnd im PrĂ€senz- und im Fernunterricht – seien sehr hilfreich. Mindestens in der Oberstufe könnten sie nach Auffassung der SPD-Chefin auch durchgĂ€ngig eingesetzt werden. Man habe mittlerweile ein Infektionsgeschehen, das es nicht zulasse, nur an einzelnen Orten zu reagieren. "Deswegen wĂŒrde ich mir wĂŒnschen, dass die Kultusminister sich jetzt auf den Weg machen, solche Modelle eben auch flĂ€chendeckend einzusetzen, um Bildung zu gewĂ€hrleisten.

Brasilien stoppt klinische Impfstoffstudien

In Brasilien wurde eine Impfstoffstudie nach einem "negativen Vorfall" gestoppt. Eine konkrete Ursache ist bislang unklar. Das Mittel galt im Kampf gegen das Coronavirus zunÀchst als vielversprechend. Mehr dazu lesen Sie hier.

Robert Koch-Institut meldet mehr als 15.000 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland haben die GesundheitsÀmter dem Robert Koch-Institut (RKI) 15.332 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 2.000 FÀlle mehr als am Montag, wie aus Angaben des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht. Mehr dazu lesen Sie hier.

USA: 125.000 Infektionen an einem Tag

In den USA haben die Behörden mindestens 125.390 Neuinfektionen binnen eines Tages registriert. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt haben sich demnach bislang rund 10,14 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der TodesfÀlle in Zusammenhang mit dem Virus stieg um mindestens 665 auf 238.427. Die USA sind sowohl bei den Infektions- als auch bei den TodesfÀllen das am stÀrksten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

Trump beklagt Zeitpunkt der Bekanntgabe guter Impfstoff-Nachrichten

Der amtierende PrÀsident Donald Trump hat die Bekanntgabe vielversprechender Ergebnisse der Hersteller eines Corona-Impfstoffs wenige Tage nach der US-Wahl als politisch motiviert dargestellt. Der Pharmakonzern Pfizer "hatte nicht den Mut", die guten Nachrichten vor der Wahl bekanntzugeben, kritisierte Trump am Montagabend (Ortszeit) auf Twitter. Das US-Unternehmen arbeitet bei dem Impfstoff mit der deutschen Firma Biontech zusammen. Hier lesen Sie mehr.

Portugal verhÀngt Notstand und Ausgangssperre

In Portugal ist am Montag zur EindĂ€mmung der steigenden Corona-Zahlen ein Notstand mit einer nĂ€chtlichen Ausgangssperre in weiten Teilen des Landes in Kraft getreten. An Wochentagen gilt sie von 23.00 Uhr bis 5.00 Uhr, an Wochenenden sogar von 13.00 Uhr und bis 5.00 Uhr. Die Maßnahme soll zunĂ€chst bis zum 23. November aufrecht erhalten bleiben und dann ĂŒberprĂŒft werden. Sie betrifft insgesamt 121 Gemeinden einschließlich den StĂ€dten Porto und Lissabon. Damit sind 70 Prozent der insgesamt 10,3 Millionen Einwohner betroffen. Die EinschrĂ€nkungen greifen immer dann, wenn die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen 240 ĂŒbersteigt, teilte die Regierung in Lissabon mit.

Das noch im FrĂŒhjahr wegen seiner damals niedrigen Corona-Zahlen gepriesene Portugal war wegen schnell steigender Infektionszahlen schon Ende Oktober in einen Teil-Lockdown gegangen. Die BĂŒrger waren seither dringend aufgerufen, wo immer möglich von zu Hause aus zu arbeiten und die Wohnung nur aus triftigem Grund zu verlassen.

Kurze SpaziergĂ€nge und der Besuch zum Beispiel von Restaurants sind auch wĂ€hrend des Notstands außerhalb der mit Ausgangssperren belegten Stunden weiter erlaubt. GaststĂ€tten dĂŒrfen jedoch weniger Menschen als sonst bedienen und mĂŒssen frĂŒher schließen. WochenmĂ€rkte unter freiem Himmel und andere Marktveranstaltungen sind verboten. Die Schulen bleiben geöffnet.

Scholz: Corona-Folgen werden im Etat lange zu spĂŒren sein

Die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie werden nach EinschĂ€tzung von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) noch ĂŒber Jahre spĂŒrbar sein. "Die Bundeshaushalte 2020 und 2021 stehen im Zeichen des Kampfes gegen die Corona-Pandemie", sagte Scholz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er bekrĂ€ftigte: "Die gesundheitlichen Folgen der Pandemie haben wir hoffentlich im nĂ€chsten Jahr ĂŒberstanden, doch die wirtschaftlichen Folgen werden viel lĂ€nger zu spĂŒren sein – das muss die Finanzplanung beachten."

Der Wert eines guten Gesundheitswesen, eines starken Sozialstaats und eines leistungsfÀhigen Gemeinwesens sei allen gerade sehr bewusst geworden. "All das muss nachhaltig finanziert sein", sagte er auch mit Blick auf Rufe nach höheren deutschen Verteidigungsausgaben.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Krise kommt der Arbeitskreis SteuerschĂ€tzungen von Dienstag an zu digitalen Beratungen zusammen. Am Donnerstag gibt Scholz die Ergebnisse bekannt. AusschlĂ€ge nach oben oder unten im Vergleich zu den bisherigen Annahmen könnten Einfluss haben auf die laufenden parlamentarischen Beratungen ĂŒber den Haushalt 2021.

Karliczek fĂŒr Maskenpflicht im Unterricht an allen Schulen

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hĂ€lt eine Maskenpflicht im Unterricht an allen Schulen fĂŒr sinnvoll - auch an Grundschulen. "Eine allgemeine Maskenpflicht im Unterricht halte ich in einer Phase hoher Infektionszahlen selbst an Grundschulen ebenfalls fĂŒr zumutbar, auch wenn das Maskentragen ĂŒber den Tag natĂŒrlich lĂ€stig ist", sagte die CDU-Politikerin der DĂŒsseldorfer "Rheinischen Post". "Das Maskentragen ist aber fĂŒr mich das effektivste Mittel, um Unterricht zu ermöglichen."

In mehreren BundeslĂ€ndern gilt wegen der gestiegenen Infektionszahlen derzeit eine Maskenpflicht im Unterricht an weiterfĂŒhrenden Schulen. GrundschĂŒler sind allerdings in der Regel davon ausgenommen.

Karliczek brachte weitere VorschlĂ€ge im Kampf gegen das Coronavirus ins GesprĂ€ch. So könnten Schulen zum Beispiel auf andere RĂ€ume wie etwa Pfarrzentren ausweichen, um mehr Abstand zu erreichen, schlug sie vor. Ein entsprechendes Angebot sei kĂŒrzlich auch aus dem Museumsbereich gekommen. "NatĂŒrlich sind solche RĂ€ume nicht immer fĂŒr Unterricht geeignet. Hier ist insgesamt viel KreativitĂ€t und auch Toleranz von allen Seiten gefragt."

Diese FlexibilitĂ€t forderte Karliczek auch beim Thema LĂŒften in KlassenrĂ€umen ein. "RegelmĂ€ĂŸiges StoßlĂŒften hilft, auch wenn es mal kalt wird in den RĂ€umen. Das war auch das Resultat eines GesprĂ€chs der Kultusministerkonferenz mit Experten des Umweltbundesamtes. Es ist in der momentanen Lage den SchĂŒlern zuzumuten, einen dickeren Pullover anzuziehen", sagte die Bildungsministerin. Mobile LuftfiltergerĂ€te seien "kein Allheilmittel". Diese wĂŒrden das LĂŒften nicht ersetzen.

Jetzt ĂŒber 10 Millionen Corona-FĂ€lle in den USA

In den USA hat die Zahl der Corona-Infektionen die Schwelle von zehn Millionen ĂŒberschritten. Wie die Johns-Hopkins-UniversitĂ€t in Baltimore am Montag mitteilte, wurden seit Pandemiebeginn insgesamt 10.018.278 Infizierte und 237.742 TodesfĂ€lle registriert. Binnen zehn Tagen kamen demnach eine Million neue Ansteckungen hinzu.

Johnson: Situation in britischen KrankenhÀusern ernst

In britischen KrankenhĂ€usern werden wieder fast so viele Covid-19-Patienten behandelt wie im FrĂŒhjahr. "Wir sind auf dem Weg zu dem gleichen Niveau wie in der ersten Welle", sagte der britische Premier Boris Johnson am Montag in London. Am 5. November seien rund 13.000 Menschen im Krankenhaus mit Covid-19 behandelt worden. Auch die Zahl der TodesfĂ€lle sei auf hohem Niveau – sie lag zuletzt mehrfach bei rund 300 FĂ€llen pro Tag.

Bereits nach dem FrĂŒhjahr galt Großbritannien als eines der am schwersten von der Pandemie getroffenen LĂ€nder in Europa. Nach Zahlen der Statistikbehörde hat die Zahl der TodesfĂ€lle in Verbindung mit Covid-19 mittlerweile die Schwelle von 65.000 ĂŒberschritten.

Mit Blick auf die vielversprechenden Nachrichten ĂŒber einen potenziellen Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer sagte Johnson, das "Signalhorn der Kavallerie der Wissenschaft tute heute lauter". Aber es sei noch ein langer Weg. So schwor er die Bevölkerung darauf ein, Geduld zu haben und sich weiter an die KontaktbeschrĂ€nkungen und Hygieneregeln zu halten. In England gilt bis Anfang Dezember ein Teil-Lockdown, in dem die Gastronomie, viele GeschĂ€fte und Freizeiteinrichtungen geschlossen bleiben mĂŒssen.

Friedrich Merz, Norbert Röttgen und Michael Kretschmer in Corona-QuarantÀne

Die CDU-Vorsitzkandidaten Friedrich Merz und Norbert Röttgen und der sÀchsische MinisterprÀsident Michael Kretschmer sind nach einer CDU-Veranstaltung vorsorglich in hÀuslicher Corona-QuarantÀne. Die drei CDU-Politiker hatten von einem Studio aus an einer Online-Konferenz der sÀchsischen Union teilgenommen. Auch Sachsens Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt (CDU) hatte an dem Termin teilgenommen und war am Sonntag mit einem Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Merz war bereits im MĂ€rz infiziert und war daraufhin in QuarantĂ€ne. Ein Schnelltest sei am Montagmorgen negativ ausgefallen, sagte ein Sprecher des Ex-Chefs der Bundestagsunionsfraktion. Außerdem habe ein weiterer Test bei Merz Antikörper gegen das Coronavirus ergeben.

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Auch ein erster Schnelltest bei Röttgen war negativ. Er kĂŒndigte an, sich nach Ablauf der Inkubationszeit nochmals testen lassen zu wollen. Beide Politiker haben alle PrĂ€senzveranstaltungen abgesagt. Auch bei Kretschmer fiel ein erster Schnelltest negativ aus.

Corona-Ausbruch in Altenheim: 84 Infizierte

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Karlsfeld (Landkreis Dachau) sind 65 Bewohner und 19 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. Zehn Infizierte seien im Krankenhaus behandelt worden, zwei Menschen seien gestorben, teilte das Landratsamt Dachau am Montag mit. ZunÀchst hatte der Bayerische Rundfunk ("BR24") berichtet.

Um die Heimbewohner weiter betreuen zu können, werden nach Angaben des Landratsamts systematisch Corona-Schnelltests fĂŒr das Pflege- und Betreuungspersonal eingesetzt. Die Infizierten wĂŒrden von einem separaten Mitarbeiter-Team betreut. Zudem gelte ein strenges Besuchsverbot. Am Dienstag sollen alle Bewohner und Mitarbeiter des Heims noch einmal getestet werden.

44 Priester und sechs Nonnen aus Priesterseminar infiziert

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Priesterseminar im Landkreis Regensburg sind 50 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. 44 Priester sowie sechs Nonnen und HilfskrÀfte seien Stand Montag infiziert gewesen, teilte das Landratsamt Regensburg mit. ZunÀchst hatte die "Mittelbayerische Zeitung" berichtet.

Die 56 Bewohner des Priesterseminars der katholischen PiusbrĂŒder in Schierling seien unter QuarantĂ€ne gestellt worden. Eindeutige Hinweise, worauf der Corona-Ausbruch zurĂŒckzufĂŒhren ist, gebe es nicht, sagte ein Sprecher.

Der Regens des Priesterseminars teilte mit, man habe den Verdacht, dass ein Seminarist das Virus mit Beginn des neuen Studienjahres mitgebracht habe. Der Mann selbst sei symptomfrei gewesen. Über Infektionen außerhalb der Einrichtung durch den Ausbruch ist nach Angaben des Landratsamts bisher nichts bekannt.

Ukrainischer PrÀsident Selenskyj mit Coronavirus infiziert

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat sich mit dem Coronavirus infiziert. "Trotz aller QuarantĂ€nemaßnahmen habe ich ebenfalls ein positives Ergebnis erhalten", schrieb das Staatsoberhaupt am Montag in sozialen Netzwerken.

Der 42-JĂ€hrige hat nach eigenen Angaben eine erhöhte Temperatur von 37,5 Grad Celsius, fĂŒhlt sich jedoch gut. In der Selbstisolation werde er weiterarbeiten. "Die Mehrheit ĂŒberwindet Covid-19, und ich werde das auch durchstehen. Alles wird gut!", schrieb er.

Vor dem Staatschef hatten bereits Kiews BĂŒrgermeister Vitali Klitschko, Ex-PrĂ€sident Petro Poroschenko und Ex-MinisterprĂ€sidentin Julia Timoschenko Covid-19 Erkrankungen ĂŒberwunden.

CDU-PrĂ€sidium: Zu frĂŒh fĂŒr Lockerung des Teil-Lockdowns

Eine Woche nach dem Start des Teil-Lockdowns wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen sieht man im CDU-PrĂ€sidium noch keine Anzeichen, die fĂŒr eine Lockerung sprechen. Mehrere Teilnehmer seien sich einig gewesen, dass es jetzt zu frĂŒh sei, um sagen zu können, wie sich die Maßnahmen auf das Infektionsgeschehen auswirkten, hieß es aus Teilnehmerkreisen der virtuellen Sitzung des CDU-PrĂ€sidiums am Montag. Über Lockerungen könne nicht gesprochen werden. In einer Woche will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den MinisterprĂ€sidenten ĂŒber den Zwischenstand der am 2. November vorerst fĂŒr vier Wochen verhĂ€ngten KontaktbeschrĂ€nkungen beraten.

Gesundheitsminister Jens Spahn sagte demnach im PrĂ€sidium: "Die Zahlen mĂŒssen weiter runter." Ein anderer Teilnehmer betonte, das Ziel sei weiterhin, weniger als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in einer Woche zu erreichen. Davon sei man noch entfernt. Eine Überlastung des Gesundheitswesens mĂŒsse unbedingt verhindert werden. In Deutschland mĂŒssten lĂ€nderĂŒbergreifende Krankentransporte möglich sein, um die Lage in einigen Regionen zu entspannen. Auch wurde ĂŒber die Wirtschaftshilfen sei gesprochen worden, hieß es weiter. Es mĂŒsse sichergestellt werden, dass diese in den Branchen ankommen, wo sie benötigt werden.

Mehr als 3.000 Intensivbetten in Deutschland belegt

Die Zahl der auf der Intensivstation behandelten Corona-Infizierten in Deutschland hat ein neues Allzeithoch erreicht. 3.005 Intensivbetten waren am Montag nach Angaben der Deutschen InterdisziplinĂ€ren Vereinigung fĂŒr Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) von Covid-Patienten belegt. Mehr als die HĂ€lfte von ihnen wurde demnach invasiv beatmet. WĂ€hrend der ersten Pandemiewelle im FrĂŒhjahr hatte der Höchstwert bei bundesweit 2.933 Corona-Infizierten auf Intensivstationen gelegen.

Seit April liefert das Intensivregister der Divi und des Robert-Koch-Instituts Daten zu den freien und belegten Intensivbetten der etwa 1.300 AkutkrankenhĂ€user in Deutschland. FĂŒr die Kliniken gilt eine Meldepflicht. TĂ€glich mĂŒssen sie bis 12 Uhr ihre BettenkapazitĂ€ten an das Intensivregister melden. Ansonsten drohen finanzielle AbschlĂ€ge.

Berlin weist Bericht ĂŒber Infektion durch Schweinshaxe zurĂŒck

Die Bundesregierung hat Berichte chinesischer Staatsmedien zurĂŒckgewiesen, wonach ein Schweinefleischerzeugnis aus Deutschland einen Corona-Fall ausgelöst haben solle. Nach derzeitigem Kenntnisstand sei eine "deutsche Schweinshaxe als Grund fĂŒr einen Corona-Fall in China unwahrscheinlich", erklĂ€rte das Landwirtschaftsministerium am Montag in Berlin. Laut dem zustĂ€ndigen Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung sei bislang ĂŒberhaupt keine Infektion mit dem Coronavirus ĂŒber den Verzehr von Fleisch oder den Kontakt mit kontaminierten Fleischprodukten bekannt.

Gericht kippt allgemeine Maskenpflicht in DĂŒsseldorf

Die AllgemeinverfĂŒgung der Stadt DĂŒsseldorf fĂŒr eine stadtweite Maskenpflicht ist laut einer Eilentscheidung des DĂŒsseldorfer Verwaltungsgerichts rechtswidrig. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ungarn ergreift harte Maßnahmen zur Pandemie-EindĂ€mmung

Ungarn schrĂ€nkt das öffentliche Leben fĂŒr 30 Tage drastisch ein und schließt eine VerlĂ€ngerung des Lockdowns nicht aus. Die Regierung werde eine nĂ€chtliche Ausgangssperre verhĂ€ngen, erklĂ€rt MinisterprĂ€sident Viktor Orban auf Facebook. Hotels dĂŒrften keine Urlauber aufnehmen, nur GeschĂ€ftsreisende. Restaurants, Museen, Theater und Fitness-Studios mĂŒssten ebenso schließen wie weiterfĂŒhrende Schulen, alle Versammlungen seien untersagt. FamilienzusammenkĂŒnfte seien auf zehn Personen begrenzt. "Wenn die Coronavirus-Infektionen im derzeitigen Tempo zunehmen, dann werden die ungarischen KrankenhĂ€user die Belastung nicht bewĂ€ltigen können", sagt Orban.

Chinese soll sich an deutscher Schweinshaxe infiziert haben

China hat eine aus Deutschland importierte Schweinshaxe als Auslöser fĂŒr einen neuen Corona-Fall ausgemacht. Wie staatliche Medien berichteten, habe sich in der ostchinesischen Stadt Tianjin ein Arbeiter in einem KĂŒhlhaus infiziert. Tests hĂ€tten danach ergeben, dass Virus-Spuren an der Verpackung einer gefrorenen Schweinshaxe entdeckt worden seien, die zunĂ€chst aus Bremen nach Tianjin importiert und von dort weiter in die Stadt Dezhou gesendet worden sei.

Acht Menschen, mit denen der Arbeiter zuvor engen Kontakte hatte, wurden laut der staatlichen Zeitung "Global Times" vorsorglich unter QuarantĂ€ne gestellt. Tianjin sei zudem in den "Kriegsmodus" ĂŒbergegangen, womit in der Regel gemeint ist, dass strenge Kontrollen greifen.

Seit Monaten gibt es in China der Regierung zufolge kaum noch neue Infektionen, sodass sich das Leben und die WirtschaftstĂ€tigkeit wieder normalisieren. Zwar gelten große Teile des Landes als "corona-frei", allerdings kommt es immer wieder zu kleineren lokalen AusbrĂŒchen, die mit strengen Maßnahmen wie Lockdowns und Massentests bekĂ€mpft werden. China hat schon mehrfach gefrorene Lebensmittel oder deren Verpackungen, die aus dem Ausland importiert wurden, fĂŒr Infektionen verantwortlich gemacht.

Hamburgs BĂŒrgermeister: Lage in Kliniken wird schwieriger

Hamburgs BĂŒrgermeister Peter Tschentscher (SPD) ist besorgt wegen der zunehmenden Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken der Hansestadt, die möglicherweise bald die Zahlen im FrĂŒhjahr ĂŒbertreffen werden. Die Lage werde schwieriger, sagte er im Interview mit der "Hamburger Morgenpost". Schon im FrĂŒhjahr seien IntensivkapazitĂ€ten begrenzt gewesen, weshalb planbare Eingriffe verschoben wurden. "Das ist in den Kliniken letztlich auch eine Frage des Personals. Wir mĂŒssen an die Belastung und Gesundheit der BeschĂ€ftigten denken." Es gehe deshalb nun darum, mit dem Teil-Lockdown das Infektionsgeschehen stark abzubremsen.

Gleichzeitig nannte er die Berichte aus der Impfstoffentwicklung "ermutigend". So gebe es eine Reihe an Wirkstoffen, die bereits in der klinischen PrĂŒfung seien. "Das ist mehr als man im FrĂŒhjahr erwarten konnte." Dennoch werde es noch dauern, bis tatsĂ€chlich ein Impfstoff da ist und eine ausreichende Zahl an Personen geimpft ist.

Hoffnung auf Weihnachten ohne Corona-Regeln machte Tschentscher nicht. "Wir werden wahrscheinlich auch Ende Dezember noch generelle BeschrÀnkungen haben. Alles hÀngt davon ab, wie gut es uns jetzt gelingt, die Infektionsdynamik zu bremsen."

RKI: 13.363 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet

Die GesundheitsÀmter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13.363 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 2.650 FÀlle weniger als am Sonntag, wie aus Angaben des RKI vom Montagmorgen hervorgeht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Spahn: Corona-Test nur noch unter Bedingungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die neue Corona-Strategie mit stĂ€rker fokussierten Testungen verteidigt. "In einer Phase wie jetzt, mĂŒssen zuerst mal die getestet werden, die Symptome haben, mĂŒssen die getestet werden, die zur Risikogruppe gehören oder etwa die im Pflege- und Gesundheitswesen arbeiten. Und jemand, der keine Symptome hat und ansonsten Kontaktperson ist, da muss auch nicht getestet werden", erklĂ€rte er in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Sobald aber jemand Symptome aufweise, gehe es natĂŒrlich darum, sich beim Arzt zu melden.

Spahn wies darauf hin, dass dies auch fĂŒr Nutzer der Corona-Warn-App gilt, die eine rote Risikowarnung erhalten, weil sie intensiveren Kontakt zu einem Infizierten hatten. Zwar sei seit Oktober klar geregelt, dass in diesem Fall nicht nur der Gesundheitsdienst und das Gesundheitsamt, sondern auch die niedergelassenen Ärzte testen könnten. Das gehe aber immer nur im Rahmen der vorhandenen KapazitĂ€ten. Im Moment seien diese so stark ausgelastet, dass man sagen mĂŒsse, wer keine Symptome habe, solle zu Hause bleiben in QuarantĂ€ne.

Spahn warnt: "30-40 Prozent der Bevölkerung sind Risikogruppe"

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) blickt wĂ€hrend der Corona-Krise mit Sorge auf die Altersstruktur in Deutschland und warnt vor einer Überlastung der Intensivmedizin. Die Bundesrepublik sei nach Japan das zweitĂ€lteste Land der Welt, so Spahn im Livestream "Die richtigen Fragen" der Zeitung "Bild". "Bei uns sind 23 Millionen Deutsche ĂŒber 60. Wir sind ein Wohlstandsland mit Zivilisationskrankheiten: Diabetes, Bluthochdruck, Übergewichtigkeit. Alles Risikofaktoren fĂŒr dieses Virus, wie fĂŒr viele Infektionskrankheiten ĂŒbrigens auch."

Damit gehörten per Definition 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung zu einer Risikogruppe. "Wenn von 20.000 Neuinfizierten an einem Tag etwa zwei Prozent in die Intensivmedizin mĂŒssen, dann sind das 400 am Tag. Wenn die intensivmedizinische Behandlung und Begleitung 15 Tage im Schnitte dauert – sind das 6.000."

Diese Zahl werde Deutschland noch im November erreichen, das sei bereits absehbar. FĂŒr das Gesundheitswesen sei diese Belastung nur "unter ziemlicher Anspannung" zu bewĂ€ltigen. "Wenn die Intensivmedizin mal zu voll ist, ĂŒberfĂŒllt ist, ĂŒberlastet ist, dann ist es zu spĂ€t!"

Weltweit mehr als 50 Millionen Corona-Infektionen

Weltweit sind bereits mehr als 50 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Von den 50.010.400 registrierten Corona-Infektionen endeten 1.251.980 tödlich, wie eine ZÀhlung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben ergab.

Mit 12,6 Millionen nachgewiesenen Corona-Infektionen ist Europa die am stÀrksten von der Pandemie betroffene Weltregion. Mehr als 305.000 Infizierte starben auf dem Kontinent bereits. In Lateinamerika und der Karibik wurden 11,6 Millionen Infektionen und 411.000 TodesfÀlle registriert, in Asien rund elf Millionen Ansteckungen und fast 177.000 Corona-Tote.

Das Land mit den mit Abstand höchsten Fallzahlen sind die USA. Hier wurden 9,88 Millionen Infektionen und mehr als 237.000 Todesopfer registriert. Die Corona-Pandemie hatte auch die US-PrÀsidentschaftswahl am Dienstag deutlich geprÀgt. In Deutschland wurden seit Beginn der Pandemie nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 658.505 Infektionen und 11.289 TodesfÀlle registriert.

Haseloff: Corona-"NachschÀrfungen" Mitte November möglich

Bund und LÀnder könnten bei dem nÀchsten Corona-Spitzentreffen am 16. November nach EinschÀtzung von Sachsen-Anhalts MinisterprÀsident Reiner Haseloff möglicherweise weitere VerschÀrfungen anpeilen.

"An Lockerungen glaube ich angesichts der sehr hohen Zahlen zu diesem Zeitpunkt nicht", sagt Haseloff zu Reuters mit Blick auf das Treffen von Kanzlerin Angela Merkel mit den 16 MinisterprĂ€sidenten. "Die Frage ist, ob wir etwa beim Schutz besonders vulnerabler Gruppen nachschĂ€rfen mĂŒssen", fĂŒgt der CDU-Politiker hinzu.

Höchststand bei Corona-Kranken auf Intensivstation fast erreicht

Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen hat in Deutschland fast wieder den Höchstwert vom FrĂŒhjahr erreicht. Die Deutsche InterdisziplinĂ€re Vereinigung fĂŒr Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) meldete am Sonntag, dass 2.904 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt werden. Davon werden 1.605 (55 Prozent) invasiv beatmet. Der bisherige Höchststand war laut DIVI am 18. April mit 2.933 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen erreicht worden.

TatsĂ€chlich sei die Lage in den Kliniken derzeit sogar schlimmer als im FrĂŒhjahr, sagte Uwe Janssens, PrĂ€sident der Deutschen InterdisziplinĂ€ren Vereinigung fĂŒr Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe wesentlich mehr infizierte Patienten auf den anderen Stationen – von denen ein Teil noch auf den Intensivstationen landen werde. Die gesamte Infektionslage sei nicht mit der im April vergleichbar.

Anders als bei der Spitze am 18. April werde diesmal kein Abflauen folgen, der Anstieg werde sich vielmehr vorerst fortsetzen, sagte Janssens. Der Grund sei, dass sich die jeweilige Zahl an Neuinfektionen erst verzögert in schweren VerlĂ€ufen und schließlich in der Belegung der Intensiv-Stationen niederschlĂ€gt. "In vier Wochen werden wir die Folgen der Spitzenwerte jetzt sehen." Einige Zentren seien bereits am Anschlag, es mĂŒssten vereinzelt bereits Covid-19-Patienten in andere Kliniken gebracht werden.

BundesprĂ€sident besorgt ĂŒber SchĂ€rfe in Corona-Diskussion

BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier hat sich besorgt ĂŒber die zunehmende SchĂ€rfe in den Auseinandersetzungen um den Kurs in der Corona-Pandemie gezeigt. "Mir macht Sorgen, dass das GesprĂ€ch zwischen Gegnern und BefĂŒrwortern schwieriger geworden ist", sagte Steinmeier am Sonntag in einer Videobotschaft zur Eröffnung der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland. Diese Krise sei "eine BewĂ€hrungsprobe fĂŒr unsere Gesellschaft, fĂŒr unsere Demokratie".

Weitere Lockerungen in Israel seit Lockdown Mitte September

Israel hat die Corona-BeschrĂ€nkungen in dem Land weiter gelockert. StraßengeschĂ€fte durften am Sonntag wieder geöffnet werden – zum ersten Mal seit der VerhĂ€ngung eines zweiten Lockdowns Mitte September. In diesen kleinen LĂ€den, die von der Straße aus zugĂ€nglich sind, dĂŒrfen sich nach einer Entscheidung des sogenannten Corona-Kabinetts allerdings nicht mehr als vier Kunden gleichzeitig aufhalten. GeschĂ€fte in Einkaufszentren mĂŒssen weiter geschlossen bleiben.

Die Pandemie verlief in Israel zunĂ€chst glimpflich, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach Lockerungen und einer massiven Zunahme der Fallzahlen im Laufe des Sommers galt seit dem 18. September ein zweiter landesweiter Lockdown. Die Zahl der tĂ€glichen Neuinfektionen konnte von mehr als 9000 am 30. September auf wenige Hundert gedrĂŒckt werden. Die Regierung genehmigt Lockerungen nur sehr allmĂ€hlich, um einen Neuanstieg zu vermeiden.

WHO: Coronavirus auf Nerzfarmen in sechs LĂ€ndern gefunden

Nach den alarmierenden Nachrichten ĂŒber von Nerzen auf Menschen ĂŒbertragene mutierte Coronaviren in DĂ€nemark hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitgeteilt, dass bisher aus sechs LĂ€ndern infizierte Nerze gemeldet wurden. FĂ€lle von Sars-CoV-2 bei Nerzen seien in DĂ€nemark, den Niederlanden, Italien, Spanien, Schweden und den USA nachgewiesen worden, erklĂ€rte die WHO in der Nacht zum Samstag.

Dabei sei bisher lediglich die "Cluster 5" genannte Mutation des Virus in DĂ€nemark besorgniserregend, hieß es weiter: Mögliche Auswirkungen auf die Diagnostik, Therapien und die Wirksamkeit von Impfstoffen seien weitgehend unerforscht und "noch nicht gut verstanden", warnte die WHO. Wissenschaftler befĂŒrchten, dass diese Mutation die Wirksamkeit kĂŒnftiger Impfstoffe beeintrĂ€chtigen könnte.

DĂ€nemark meldete bisher ĂŒber 200 Infizierte mit ursprĂŒnglich bei Nerzen aufgetretenen Varianten des Coronavirus. Zwölf Infizierte trugen die als besorgniserregend eingestufte "Cluster 5"-Mutation. Die Regierung hat deshalb die Notschlachtung aller 15 bis 17 Millionen Nerze im Land angeordnet; Teile JĂŒtlands wurden von der Außenwelt abgeriegelt.

Mehr als 16.000 Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 16.017 Neuinfektionen. Das ist weniger als der Höchstwert von 23.399, der am Samstag verzeichnet worden war, nachdem am Freitag erstmals die Schwelle von 20.000 ĂŒberschritten worden war. Allerdings fallen die Zahlen am Sonntag in der Regel niedriger aus, da die GesundheitsĂ€mter am Wochenende hĂ€ufig nicht alle Daten ĂŒbermitteln.

Am vergangenen Sonntag waren es 14.177 neue FÀlle. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen steigt auf 658.505. Den Daten zufolge starben weitere 63 Menschen an oder mit dem Virus. Die Zahl der TodesfÀlle erhöhte sich damit auf 11.289. Etwa 419.300 Menschen gelten als genesen.

Berlins Gesundheitssenatorin Kalayci in QuarantÀne

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) befindet sich in Corona-QuarantÀne. Mehr dazu lesen Sie hier.

Texas als erster US-Bundesstaat mit ĂŒber einer Million Corona-FĂ€llen

Texas ist der erste US-Bundesstaat, der die Schwelle von einer Million bestĂ€tigten Corona-Infektionen ĂŒberschreitet. Dies geht aus einer Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten hervor. Dahinter folgt Kalifornien mit mehr als 950.000 nachgewiesenen Ansteckungen. Weltweit haben nur neun LĂ€nder mehr InfektionsfĂ€lle als Texas, das 29 Millionen Einwohner hat und dabei mehr als zehn Prozent aller Ansteckungen in den USA verzeichnet. Diese sind mit ĂŒber 9,8 Millionen gemeldeten Ansteckungen und mehr als 230.000 TodesfĂ€llen das am schwersten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

Über 131.000 Neuinfektionen in den USA – vierter Höchstwert in Folge

Die USA verzeichnen mit mindestens 131.420 Corona-Neuinfektionen den vierten Tag in Folge einen Rekordwert. Damit stieg die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 9,91 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Die Zahl der TodesfÀlle nach einer Infektion erhöhte sich um mindestens 1039 auf 237.289. Die USA sind das am stÀrksten von der Pandemie betroffene Land weltweit.

Portugal verhÀngt nÀchtliche Ausgangssperre

Zur EindĂ€mmung des Coronavirus verhĂ€ngt Portugal örtlich begrenzte nĂ€chtliche Ausgangssperren. Betroffen seien 121 der 308 Kommunen, darunter auch die Hauptstadt Lissabon sowie Porto, kĂŒndigt MinisterprĂ€sident Antonio Costa an. Die Ausgangssperre gelte mit Inkrafttreten des 15-tĂ€gigen Ausnahmezustands am Montag von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr. Zudem dĂŒrften die Menschen an den nĂ€chsten beiden Wochenenden zwischen 13.00 Uhr und 05.00 Uhr morgens ihre HĂ€user nicht verlassen.

Mehr als 500 Verfassungsbeschwerden wegen Corona-Teillockdown

Gegen den wegen Corona geltenden Teillockdown liegen beim Bundesverfassungsgericht bislang vier Verfassungsbeschwerden und zwei AntrÀge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung vor. Nach Angaben der Zeitungen der Funke Mediengruppe zÀhlte das Gericht in Karlsruhe zum Thema Corona bisher insgesamt 518 Verfassungsbeschwerden.

331 seien in Karlsruhe eingegangen, aber nicht weiter verfolgt worden. Das Gericht habe sich bislang mit 187 Verfassungsbeschwerden und 53 isolierten AntrÀgen auf Erlass einer einstweiligen Anordnung befasst. Ein Gerichtssprecher bestÀtigte die Zahlen am Freitag im Wesentlichen auch der Deutschen Presse-Agentur.

Verfassungsrechtler kritisieren Corona-Gesetze

Der frĂŒhere PrĂ€sident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-JĂŒrgen Papier, hĂ€lt die von der großen Koalition geplanten Regelung der Parlamentsrechte in der Corona-Pandemie fĂŒr "nicht hinreichend". Zwar wĂŒrden alle denkbaren GrundrechtsbeschrĂ€nkungen in 15 Einzelnummern speziell aufgefĂŒhrt. In der BegrĂŒndung werde sogar festgehalten, dass nicht nur einzelne, begrenzte Maßnahmen, sondern auch weitreichende und lang andauernde Maßnahmen vom Willen des Gesetzgebers getragen seien, erlĂ€uterte er in der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung".

"Die unerlĂ€sslichen AbwĂ€gungsentscheidungen zwischen den divergierenden SchutzgĂŒtern der Gesundheit einerseits und den Freiheitsrechten andererseits werden damit aber gerade nicht dem Parlament vorbehalten, sondern in vollem Umfang an die Exekutive delegiert. Diese behĂ€lt nach wie vor insoweit einen Persilschein."

Gesundheitsminister einigen sich auf Impfstrategie

Die Gesundheitsminister von Bund und LĂ€ndern haben sich auf eine Strategie fĂŒr Corona-Impfungen verstĂ€ndigt. Nun ist klar, wer fĂŒr die Finanzierung aufkommt und wer sich um die Impfzentren kĂŒmmert. Mehr dazu lesen Sie hier.

Polen registriert 28.000 Neuinfektionen

In Polen hat sich die Zahl der tÀglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals der Marke von 28.000 genÀhert. Innerhalb von 24 Stunden kamen 27.875 neue FÀlle hinzu, die meisten davon (4.290) in Schlesien, wie das polnische Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte. Im gleichen Zeitraum starben 349 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus.

Der bisherige Rekordwert war mit 27.143 FÀllen erst am Donnerstag erreicht worden. Seit dem Beginn der Pandemie gab es in Polen 7.636 TodesfÀlle in Verbindung mit einer Corona-Infektion. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner. Deutschland hat Polen als Risikogebiet eingestuft.

Angesichts der drastisch steigenden Zahl von Neuinfektionen gelten seit Samstag in Polen weitere EinschrĂ€nkungen des öffentlichen Lebens. Kinos, Theater und Museen sind erneut geschlossen – ebenso wie GeschĂ€fte in Einkaufszentren, mit Ausnahme von LebensmittellĂ€den und Apotheken. Alle Schulen stellen auf Fernunterricht um.

Über 200 Corona-Infektionen von dĂ€nischen Nerzen

In DĂ€nemark haben sich seit Juni mindestens 214 Menschen mit ursprĂŒnglich bei Nerzen aufgetretenen Varianten des Coronavirus infiziert. 200 der FĂ€lle wurden in der Region NordjĂŒtland nachgewiesen, wie das dĂ€nische Gesundheitsinstitut SSI mitteilte. In dieser Region befinden sich besonders viele Nerzfarmen. Landesweit wurde Sars-CoV-2 bis Freitag in 216 Zuchtanlagen gefunden. Der von den DĂ€nen als besorgniserregend eingestufte Cluster-5-Virustyp wurde bisher auf fĂŒnf Anlagen und bei zwölf Menschen festgestellt.

Die dĂ€nische Regierung hatte am Mittwoch angeordnet, dass alle Nerze im Land – etwa 15 bis 17 Millionen Tiere – getötet werden sollen. Das Cluster-5-Virus sei von den Tieren auf Menschen ĂŒbertragbar, so das SSI. Es sei zwar wohl nicht gefĂ€hrlicher, aber es bestehe das Risiko, dass die derzeit entwickelten Impfstoffe weniger gut gegen diese Variante wirken.

129.000 Neuinfektionen: Erneut Rekordwert in den USA

Die USA verzeichnen nach aktualisierten Daten mit mindestens 129.606 Corona-Neuinfektionen den dritten Tag in Folge einen Rekordwert. Damit stieg die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 9,78 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Die Zahl der TodesfÀlle nach einer Infektion erhöhte sich um mindestens 1.219 auf 236.250. Wie rasant das Virus sich landesweit ausbreitet, zeigt, dass allein 20 der 50 Bundesstaaten einen neuen Höchstwert meldeten. Die USA sind das am stÀrksten von der Pandemie betroffene Land weltweit.

Bundesregierung stuft ganz Italien als Risikogebiet ein

Wegen dramatisch steigender Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ganz Italien ab Sonntag als Corona-Risikogebiet ein. Zudem wurden am Freitag das gesamte portugiesische Festland, fast ganz Schweden sowie DĂ€nemark mit Ausnahme der Inseln Grönland und FĂ€röer auf die vom Robert Koch-Institut (RKI) gefĂŒhrte Risikoliste gesetzt. Auch ganz Nordgriechenland und die Provinz um Athen sowie einzelne Regionen in Estland, Lettland, Litauen und Norwegen kommen hinzu.

Damit gibt es kein Land mehr in Europa ohne Risikogebiet. Bis auf zwei kleine Gemeinden in Österreich ist nun auch das komplette Grenzgebiet zu Deutschland in den neun NachbarlĂ€ndern betroffen.

Merkel startet Corona-Dialog mit BĂŒrgern

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sucht angesichts der KontaktbeschrĂ€nkungen wegen der Corona-Pandemie mit einem neuen digitalen Dialogformat einen Gedankenaustausch mit BĂŒrgern. Unter dem Titel "Die Bundeskanzlerin im GesprĂ€ch" wolle die Kanzlerin an die Tradition von BĂŒrgerdialogen anknĂŒpfen, kĂŒndigte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin an. Es seien vier dieser Veranstaltungen geplant, bei denen jeweils eine gesellschaftliche Gruppe in den Blickpunkt genommen werde. Zum Auftakt soll es am 12. November ein GesprĂ€ch mit Auszubildenden und Ausbildern geben.

Es wĂŒrden ein BĂŒrgerdialog zum Komplex Pflege mit PflegebedĂŒrftigen, pflegenden Angehörigen und PflegekrĂ€ften folgen sowie je eine Veranstaltung mit Polizistinnen und Polizisten sowie mit Studentinnen und Studenten, sagte Seibert. Bei dem Format solle es darum gehen, wie sich Ausbildung, Pflege, Polizeidienst oder Studium in Folge der Pandemie verĂ€ndert hĂ€tten.

Sieben TodesfÀlle nach Corona-Infektion in Altenheim

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim im Landkreis TĂŒbingen sind inzwischen sieben Bewohner gestorben. Das sagte eine Sprecherin des Wohlfahrtswerks Baden-WĂŒrttemberg am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte der SWR berichtet. Zuletzt seien 29 Bewohner des Hauses in Mössingen positiv auf das Virus getestet worden, der Zustand einer Person sei kritisch, hieß es in einer Mitteilung. Am Wochenende seien weitere Tests geplant. Insgesamt bietet das Heim Platz fĂŒr 59 Personen.

Erste Covid-19-FĂ€lle waren schon im Oktober in der Einrichtung aufgetreten, bis Freitag vergangener Woche waren bereits drei Bewohner nach einer Corona-Infektion gestorben. Auch 13 Angestellte des Heims waren positiv auf das Virus getestet worden. Davon seien mittlerweile vier wieder im Dienst, hieß es.

Baden-WĂŒrttembergs Innenminister: Zwangseinweisung fĂŒr QuarantĂ€ne-Verweigerer

Baden-WĂŒrttembergs Innenminister Thomas Strobl will Medienberichten zufolge QuarantĂ€ne-Verweigerer zwangsweise in ein geschlossenes Krankenhaus einweisen lassen. Dies solle möglich sein, wenn die Betroffenen sich nicht an die Auflagen zur hĂ€uslichen Isolation wegen einer Corona-Infektion oder wegen eines Verdachtes darauf hielten, berichten "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten". Mehr dazu lesen Sie hier.

Mutiertes Coronavirus – DĂ€nemark greift zu harten Maßnahmen

DĂ€nemark hat scharfe Maßnahmen gegen die Ausbreitung einer mutierten Form des Coronavirus verkĂŒndet: Im Nordwesten des Landes wurden die Menschen in Teilen JĂŒtlands von der Regierung in Kopenhagen aufgerufen, ab Donnerstagabend ihre Region nicht mehr zu verlassen. Betroffen sind mehr als 280.000 Menschen. Wissenschaftler befĂŒrchten, dass die Mutation des Virus, die bei Nerzen und bei Menschen gefunden wurde, die Wirksamkeit kĂŒnftiger Impfstoffe beeintrĂ€chtigen könnte. Mehr dazu lesen Sie hier.

Es handele sich um eine "wirkliche Absperrung" der Region. DĂ€nen und auslĂ€ndische Besucher wurden aufgerufen, dem Gebiet fernzubleiben, in dem Restaurants und Bars ab Samstag geschlossen bleiben sollen. Mit Ausnahme von Schulbussen wird auch der öffentliche Nahverkehr eingestellt. ZĂŒge und Busse sollen nicht mehr die Grenzen zu den Regionen ĂŒberqueren.

Schwere Ausschreitungen bei Corona-Protest in Slowenien

Bei einer Demonstration gegen die Anti-Corona-Maßnahmen in Slowenien ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. In der Hauptstadt Ljubljana wurden aus einer Menge von Hunderten Demonstranten heraus am Donnerstag Flaschen, Steine, Knallkörper und Rauchbomben auf die Polizei geworfen. Diese ging gegen die Demonstranten mit TrĂ€nengas, Pfefferspray und Wasserwerfern vor.

Nach Angaben des örtlichen Polizeichefs Stanislav Vrecar wurden etwa zehn Polizisten leicht verletzt. Zehn Demonstranten seien festgenommen worden. Am frĂŒhen Abend habe die Polizei wieder "Frieden und Ordnung" in der Stadt hergestellt, sagte Vrecar.

Die Polizei hatte die Demonstranten gewarnt, dass ihre Versammlung aufgrund der geltenden Corona-Restriktionen verboten sei. Die Konfrontationen begannen vor dem ParlamentsgebĂ€ude und setzten sich danach in anderen Stadtteilen fort. Sie dauerten mehr als zwei Stunden. Seit Oktober gelten in Slowenien strikte Corona-Maßnahmen, darunter AusgangsbeschrĂ€nkungen, sowie die Schließung von Schulen und nicht essenzieller GeschĂ€fte.

Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA auf neuem Höchstwert

In den USA ist am zweiten Tag in Folge ein Rekordwert bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie die Johns-Hopkins-UniversitĂ€t am Donnerstagabend (Ortszeit) mitteilte, wurden mehr als 120.000 neue FĂ€lle innerhalb von 24 Stunden erfasst – die genaue Zahl betrĂ€gt 123.085. Damit wurde der Rekordwert vom Vortag deutlich ĂŒbertroffen. Am Mittwoch – dem Tag nach der US-PrĂ€sidentschaftswahl – hatte die UniversitĂ€t 99.660 neue InfektionsfĂ€lle bekannt gegeben.

Die Gesamtzahl der registrierten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in den USA seit Beginn der Pandemie liegt bei mehr als 9,6 Millionen. Die Zahl der Todesopfer im Land liegt laut den amtlichen Statistiken bei knapp 235.000. Von den absoluten Zahlen her sind die Vereinigten Staaten das mit Abstand am stÀrksten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

BeschrÀnkungen in dÀnischer Region nach Corona-Mutation bei Nerzen

Aus Sorge vor einer Ausbreitung einer bei Nerzen aufgetretenen Mutation des Coronavirus erlĂ€sst die dĂ€nische Regierung weitreichende BeschrĂ€nkungen in der Region NordjĂŒtland. In sieben Kommunen wird der öffentliche Nahverkehr eingestellt, die knapp 280.000 Einwohner werden eindringlich aufgefordert, in ihrer jeweils eigenen Kommune zu bleiben. SchĂŒler der fĂŒnften bis achten Klasse sollen ab Montag aus der Ferne unterrichtet werden, gleiches gilt fĂŒr Studenten weiterfĂŒhrender Bildungseinrichtungen, wie die dĂ€nische MinisterprĂ€sidentin Mette Frederiksen am Donnerstagabend bekanntgab.

Betroffen von den BeschrĂ€nkungen sind die Kommunen HjĂžrring, Frederikshavn, BrĂžnderslev, Jammerbugt, Thisted, Vesthimmerland und LĂŠsĂž. Restaurants, Kneipen und andere Lokale mĂŒssen dort ab Samstag schließen, dĂŒrfen aber Essen zum Mitnehmen anbieten. Sporthallen, SchwimmbĂ€der und Fitnessstudios werden ab Montag geschlossen.

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Man könne von einem reellen Lockdown in NordjĂŒtland sprechen, sagte Frederiksen. Dies sei notwendig, weil ein mutiertes Coronavirus das Risiko mit sich bringe, die Wirkung eines kommenden Impfstoffes zu beeinflussen. Alle BĂŒrger in den betroffenen Kommunen werden aufgefordert, einen Corona-Test zu machen. Mehr zu der Corona-Mutation lesen Sie hier.

Aktuelle Corona-Lage in den USA

Die US-Seuchenschutzbehörde CDC registriert binnen 24 Stunden 106.537 Neuinfektionen. Insgesamt haben sich in den USA demnach nunmehr rund 9,464 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der TodesfÀlle stieg um 1.141 auf 233.129. Die Zahlen der CDC können von den aus den einzelnen Bundesstaaten gemeldeten FÀllen abweichen.

Zahl der Neuinfizierten auch in Schweden auf Rekordhoch

Die Zahl der Neuinfizierten in Schweden steigt auf ein Rekordhoch von 4.034. Die Zahl der Toten geben die Behörden nun mit 6.002 an, fĂŒnf mehr als am Vortag. Das Land hat in der Viruskrise eine Strategie verfolgt, die auf die Vermeidung von Lockdowns setzt. Die Zahl der Covid-19-Toten in Schweden ist gemessen an der Einwohnerzahl deutlich höher als in anderen nordischen LĂ€ndern, aber geringer als etwa in Spanien oder Großbritannien.

Neuer Höchststand: Über 58.000 Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich meldet mit 58.046 neuen Ansteckungen binnen 24 Stunden einen neuen Höchststand. Insgesamt sind damit in Frankreich mehr als 1,6 Millionen Infektionen registriert. Die Zahl der im Zusammenhang mit Covid-19 Verstorbenen erhöhte sich um 363 auf 39.037, wie die Behörden mitteilen.

WHO besorgt ĂŒber Corona-"Explosion"

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich besorgt ĂŒber die massiv beschleunigte Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Europa geĂ€ußert. "Wir erleben eine Explosion" der Fallzahlen auf dem Kontinent, sagte der WHO-Regionaldirektor fĂŒr Europa, Hans Kluge, am Donnerstag in Kopenhagen der Nachrichtenagentur AFP. Auch die Sterberate bei den Corona-Infizierten steige "allmĂ€hlich".

Kluge rief die europĂ€ischen Staaten zu "gezielten und angemessenen" Gegenmaßnahmen auf, um die Pandemie einzudĂ€mmen. Die Schulen sollten allerdings "bis zum Schluss" offen bleiben und nur im Ă€ußersten Fall den PrĂ€senzunterricht einstellen.

Europa ist mittlerweile die Weltregion mit den meisten nachgewiesenen Corona-Infektionen. Wie eine ZÀhlung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben am Donnerstag ergab, wurden in Europa mittlerweile 11,6 Millionen Ansteckungen und 293.000 TodesfÀlle registriert.

Griechenland kĂŒndigt dreiwöchigen Lockdown an

Im Kampf gegen die Ausbreitung von Corona hat die griechische Regierung einen dreiwöchigen Lockdown fĂŒr das ganze Land verfĂŒgt. Er könne nicht zulassen, dass das Gesundheitssystem ĂŒberlastet werde, begrĂŒndete Premier Kyriakos Mitsotakis den harten Schritt am Donnerstag in einer Fernsehansprache. Ab Samstagmorgen mĂŒssen alle LĂ€den außer SupermĂ€rkten, Apotheken und anderen lebenswichtigen GeschĂ€ften schließen. Außerdem gilt von 21.00 bis 5.00 Uhr eine allgemeine Ausgangssperre.

Ausgenommen sind BerufstĂ€tige, die vom Arbeitgeber eine entsprechende BestĂ€tigung mitfĂŒhren. Wer tagsĂŒber einkaufen oder zum Arzt gehen will, muss per SMS darĂŒber informieren. Die Schulen im Land werden – bis auf KindergĂ€rten und Grundschulen – auf Online-Betrieb umstellen. Überall gilt Maskenpflicht. Schon jetzt sei die Zahl der Neueinweisungen in KrankenhĂ€user hoch, sagte Mitsotakis. "Geht es so weiter, sind in den nĂ€chsten Tagen die ersten KrankenhĂ€user am Limit."

Ein GeschĂ€ft in Athen: Ab Samstag mĂŒssen fast alle LĂ€den in Griechenland schließen.
Ein GeschĂ€ft in Athen: Ab Samstag mĂŒssen fast alle LĂ€den in Griechenland schließen. (Quelle: Costas Baltas/Reuters-bilder)

Im Vergleich zu anderen LĂ€ndern ist Griechenland bisher nicht so stark von Corona betroffen gewesen. Allerdings schnellten die Zahlen in den vergangenen Wochen vor allem in Athen und Thessaloniki in die Höhe. Am Freitag zĂ€hlte die griechische Gesundheitsbehörde 2.646 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Insgesamt verzeichnet das Land seit Ausbruch der Pandemie bisher knapp 47.000 Infektionen, 673 Menschen sind gestorben. Zum Vergleich: Im einwohnermĂ€ĂŸig Ă€hnlich großen Bundesland Baden-WĂŒrttemberg wurden nach Angaben der Landesregierung seit dem FrĂŒhjahr rund 90.000 FĂ€lle registriert, 2.071 Menschen sind bisher gestorben.

Corona-Tagesrekord in Tschechien

Nach mehreren Wochen leichter Entspannung ist die Zahl der festgestellten Corona-Neuinfektionen in Tschechien auf einen Rekordwert geklettert. Das Gesundheitsministerium in Prag meldete am Donnerstag 15.729 bestĂ€tigte FĂ€lle innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Das ist der grĂ¶ĂŸte Zuwachs innerhalb eines Tages seit Ausbruch der Pandemie. Zudem ist die Zahl der an Covid-19 erkrankten Patienten, die eine Krankenhausbehandlung brauchen, mit 8.300 auf den bisher höchsten Wert geklettert.

Das Land mit seinen knapp 10,7 Millionen Einwohnern war von der ersten Welle im FrĂŒhling nur wenig betroffen, verzeichnete aber im Herbst einen der steilsten Anstiege der Infektionsraten in Europa. Um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern, verhĂ€ngte die Regierung des liberal-populistischen MinisterprĂ€sidenten Andrej Babis Anfang Oktober einen inzwischen bis vorerst zum 20. November verlĂ€ngerten Notstand mit weitgehenden AusgangsbeschrĂ€nkungen und einer nĂ€chtlichen Ausgangssperre. Restaurants und Schulen sowie die meisten GeschĂ€fte sind geschlossen. Die Menschen sind angehalten, auch tagsĂŒber weitgehend zu Hause zu bleiben. Firmen und Behörden sollen nach dem Wunsch der Regierung ihren Mitarbeitern, wenn möglich, Arbeit im Homeoffice anbieten.

Als aktive InfektionsfĂ€lle zĂ€hlten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag 174.820 Menschen, 199.763 gelten bisher als geheilt. Seit Ausbruch der Pandemie wurden 378.716 Infizierte und 4.133 Tote im Zusammenhang mit Corona bestĂ€tigt. Nach Angaben des EuropĂ€ischen Zentrums fĂŒr die PrĂ€vention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Tschechien binnen 14 Tagen am Donnerstag bei 1.594,4 und damit sechseinhalb mal so hoch wie in Deutschland und fast so hoch wie in Belgien.

Erstmals ĂŒber 7.000 neue Corona-FĂ€lle in Österreich

In Österreich schnellen die Neuinfektionszahlen weiter nach oben. Laut Innenministerium wurden 7.416 neue Positiv-Tests binnen 24 Stunden gezĂ€hlt, was einem Rekordwert entspricht. 2.737 Personen befinden sich aufgrund des Corona-Virus im Krankenhaus, davon 407 auf Intensivstationen. In der Hauptstadt Wien sind erstmals seit Beginn der Pandemie mehr als 1.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gezĂ€hlt worden. Die meisten FĂ€lle wurden aus Oberösterreich gemeldet mit 1.540 Positiv-Tests. In Österreich sind bisher insgesamt 1.268 Menschen an den Folgen des Corona-Virus verstorben.

England: Ausschreitungen vor Teil-Lockdown

Bei ausgiebigen Feiern kurz vor dem vierwöchigen Teil-Lockdown in England ist es zu gewalttÀtigen Auseinandersetzungen gekommen. In Merseyside im Nordwesten des Landesteils wurden Polizisten, die ein Treffen von Hunderten Menschen auflösen wollten, am Mittwochabend mit Feuerwerkskörpern attackiert. Die Feiernden hÀtten nicht nur EinsatzkrÀfte bedroht, sondern mit ihrem Verhalten auch das Infektionsrisiko erhöht, so die Polizei.

Die Menschenmenge wollte nach altem Brauch an den vereitelten Anschlag des katholischen Extremisten Guy Fawkes am 5. November 1605 auf den protestantischen König James I. erinnern. Die Verschwörer um Fawkes wollten den König mit einer großen Menge Schießpulver im Londoner Parlament in die Luft sprengen.

In vielen englischen StĂ€dten, vor allem in der Hauptstadt London, wurde ausgiebig kurz vor dem Teil-Lockdown gefeiert. Menschenmengen drĂ€ngten sich durch Straßen, viele PartygĂ€nger waren betrunken. "Das ist wie Silvester hier", sagte ein Mann. Nach einer MassenschlĂ€gerei in SĂŒdengland nahmen die Polizei von Sussex zwei Personen fest.

Corona-Labore kommen mit dem Testen nicht hinterher

Immer öfter kommen Corona-Labore mit dem Auswerten von Tests nicht hinterher. So meldeten laut Robert Koch-Institut (RKI) in der vergangenen Kalenderwoche (bis 1.11.) 69 Labore einen RĂŒckstau von insgesamt 98.931 abzuarbeitenden Proben. Zwei Wochen zuvor waren es noch 52 Labore mit 20.799 abzuarbeitenden Proben, wie aus dem RKI-Lagebericht von Mittwochabend hervorgeht. 55 Labore nannten laut RKI zuletzt Lieferschwierigkeiten fĂŒr Reagenzien unter anderem zum Auswerten der Tests, Plastikverbrauchsmaterialien und Pipettenspitzen.

Corona-Proben: Die Positivenquote bei Corona-Tests hat sich in den vergangenen Monaten verzehnfacht.
Corona-Proben: Die Positivenquote bei Corona-Tests hat sich in den vergangenen Monaten verzehnfacht. (Quelle: Alexander Limbach/imago-images-bilder)

"Mit steigenden Probenzahlen, wie sie zurzeit aufgrund der weiten Indikationsstellung zu beobachten sind, verlÀngern sich auch die durchschnittlichen Bearbeitungszeiten", schreibt das RKI. Es gebe in den letzten Wochen zunehmend Berichte von Laboren, die sich stark an den Grenzen ihrer Auslastung befÀnden.

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Die sogenannte Positivenquote bei Corona-Tests in Deutschland hat sich derweil in den vergangenen zwei Monaten in etwa verzehnfacht. So schlugen in Kalenderwoche 44 (bis 1.11.) laut RKI etwa 7,3 Prozent der Tests an – der höchste Wert seit der ersten AprilhĂ€lfte. In Kalenderwoche 35 (bis 30.8.) waren es noch rund 0,7 Prozent.

Niedersachsen: Corona-AusbrĂŒche in 84 Pflegeheimen

Die Zahl der Coronavirus-AusbrĂŒche in niedersĂ€chsischen Alten- und Pflegeheimen hat weiter zugenommen. In der vergangenen Woche seien insgesamt 84 Einrichtungen mit aktivem Infektionsgeschehen gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover der dpa mit. Aktuell gebe es 372 an Covid-19 erkrankte Bewohner und 214 erkrankte Mitarbeiter (Datenstand Mittwochnachmittag). Zwischen dem 28. Oktober und 3. November starben elf Bewohner in vier betroffenen Seniorenheimen.

Zuletzt waren die Stadt und der Landkreis Hildesheim besonders betroffen. In Sarstedt wurden ĂŒber 30 Bewohner und mehre als ein Dutzend BeschĂ€ftigte eines Heimes positiv auf Sars-CoV-2 getestet. In einer Hildesheimer Einrichtung gab es weit ĂŒber 50 erkrankte Bewohner und Mitarbeiter. Kostenlose Schnelltests sollen eigentlich in der zweiten Welle der Corona-Pandemie AusbrĂŒche in Heimen und Kliniken verhindern. Eine entsprechende neue Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums trat am 15. Oktober in Kraft.

USA verzeichnen erneut Rekord bei Neuinfektionen

In den USA verzeichnen die Gesundheitsbehörden mit mindestens 102.591 Neuinfektionen einen Tag nach der PrĂ€sidentschaftswahl einen neuen Höchstwert. Damit steigt die Zahl der bestĂ€tigten Ansteckungen binnen 24 Stunden auf grob 9,5 Millionen. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Der bisherige US-Rekord wurde am 30. Oktober mit 100.233 Neuinfektionen registriert, dem bislang höchsten Wert weltweit. Zudem wurden zuletzt erstmals seit drei Monaten wieder mehr als 50.000 Covid-19-Patienten in KrankenhĂ€usern behandelt. Der Anteil der positiven Tests liegt in South Dakota bei ĂŒber 50 Prozent und in Iowa und Wyoming bei ĂŒber 40 Prozent. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet Positivtestraten von ĂŒber fĂŒnf Prozent als besorgniserregend, weil sie auf eine unentdeckte Übertragung hinwiesen. Die USA sind das am stĂ€rksten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

Fast 500 Corona-Tote binnen eines Tages in Großbritannien

Mit fast 500 Toten innerhalb eines Tages hat Großbritannien den höchsten Stand an TodesfĂ€llen von Corona-Infizierten seit Mitte Mai erreicht. Die zustĂ€ndige Statistikbehörde meldete am Mittwoch 492 FĂ€lle, in denen die Patienten innerhalb von vier Wochen vor ihrem Tod positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. So hoch lag die Zahl der TodesfĂ€lle nicht mehr seit dem 19. Mai, als 500 Tote gezĂ€hlt wurden. Mit mehreren Zehntausend Toten gilt Großbritannien als das bislang von der Pandemie am hĂ€rtesten getroffene Land in Europa.

FĂŒr den staatlichen Gesundheitsdienst NHS gilt ab Donnerstag zudem die höchste Warnstufe. Man steuere auf eine "ernste Situation" zu, sagte NHS-Chef Simon Stevens am Mittwoch. Ab diesem Donnerstag gilt in England zur BekĂ€mpfung der Corona-Pandemie ein Teil-Lockdown mit Ă€hnlichen Regeln wie in Deutschland.

Australien will BioNTech-Impfstoff kaufen

Australien sichert sich eine Belieferung mit zwei weiteren Covid-19-Impfstoffen - unter anderem vom Mainzer Unternehmen BioNTech. Der Staat werde im Fall einer Zulassung 40 Millionen Dosen von der US-Biotechfirma Novavax und zehn Millionen Dosen von BioNTech und seinem US-Partner Pfizer kaufen, teilt MinisterprÀsident Scott Morrison mit. Die Vereinbarungen haben demnach ein Volumen von umgerechnet rund 917 Millionen Euro. Erst im September hatte Australien den Kauf von 85 Millionen Impfstoffdosen mit dem heimischen Biotech-Unternehmen und dem britischen Pharmakonzern AstraZeneca im Wert von etwa einer Milliarde Euro beschlossen, sollten sich deren Versuche als erfolgreich erweisen.

Italien verschiebt neue Corona-VerschÀrfungen

Die Regierung in Rom verschiebt die jĂŒngsten VerschĂ€rfungen zum Corona-Schutz in Italien kurzfristig um einen Tag. Das sagte MinisterprĂ€sident Giuseppe Conte am Mittwochabend im Fernsehen. Der Beginn sei statt fĂŒr Donnerstag jetzt fĂŒr Freitag vorgesehen, sagte er. Die Regierung plant unter anderem nĂ€chtliche Ausgangssperren im ganzen Land sowie weitere Maßnahmen in Hochrisikozonen in bestimmten Regionen. Die Vorbereitung erfordere noch etwas Zeit.

Polen verhÀngt Teil-Lockdown

Polen hat wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen einen erneuten Teil-Lockdown verhĂ€ngt. "Die Pandemie wird immer schlimmer, deshalb mĂŒssen wir entschlossen reagieren", sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki am Mittwoch bei einer virtuellen Pressekonferenz. Das Land mit seinen 38 Millionen Einwohnern hatte am Mittwoch mit mehr als 24.000 Infektionen binnen 24 Stunden einen Rekordanstieg der Fallzahlen verzeichnet.

Ab Samstag mĂŒssen deshalb die meisten GeschĂ€fte in Einkaufszentren schließen. Nur SupermĂ€rkte, Apotheken und Friseursalons dĂŒrfen offen bleiben. Auch Kinos, Theater und Galerien werden geschlossen. Hotels dĂŒrfen nur noch GeschĂ€ftsreisende beherbergen. Nachdem bereits Ă€ltere SchĂŒler und Studenten auf Fernunterricht umsteigen mussten, ordnete die Regierung dies nun auch fĂŒr die Klassen eins bis drei an.

Ochsenfurt: Corona-FĂ€lle in Seniorenzentrum nehmen weiter zu

In einem besonders von Corona betroffenen Seniorenheim im unterfrĂ€nkischen Ochsenfurt (Landkreis WĂŒrzburg) steigen die Fallzahlen weiter. Inzwischen lĂ€gen 89 positive Testbefunde vor, teilte das Landratsamt WĂŒrzburg am Mittwoch mit.

Betroffen seien bislang 61 Bewohner sowie 28 Mitarbeiter (Stand 15.00 Uhr). Drei Bewohner seien nach wie vor in stationÀrer Behandlung.

Das WĂŒrzburger Gesundheitsamt hatte fĂŒr das komplette Heim QuarantĂ€ne angeordnet, alle 109 Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung wurden getestet. Nun sollen zweimal negativ getestete Personen von den positiv Getesteten getrennt werden.

In zehn Tagen doppelt so viel Intensivpatienten wie heute

Die Intensivmediziner in Deutschland rechnen spĂ€testens in zehn Tagen mit doppelt so vielen Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen wie am Mittwoch. Der PrĂ€sident der Vereinigung fĂŒr Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, appelliert deshalb an die Politik, Voraussetzungen dafĂŒr zu schaffen, dass die Kliniken den Regelbetrieb einstellen können.

"Aus dem Regelbetrieb heraus – damit wird Fachpflegepersonal aus der AnĂ€sthesie freigesetzt", sagt Janssens RTL/ntv. "Dieses AnĂ€sthesiefachpflegepersonal ist doch genau die Lösung. Die haben die gleiche Ausbildung wie Intensivschwestern und können uns dann auch helfen."

Außenminister Heiko Maas muss in Corona-QuarantĂ€ne

Außenminister Heiko Maas muss sich erneut isolieren. Der SPD-Politiker hatte Kontakt zu einer positiv getesteten Person. Mittlerweile liegt ein erstes Testergebnis vor. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sieben-Tage-Inzidenz steigt in Luxemburg auf 750

In Luxemburg ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der vergangenen Woche weiter stark gestiegen. Im Vergleich zur Vorwoche wuchs sie um 39 Prozent auf 4.701 FĂ€lle, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Die sogenannte Inzidenzrate, also die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner, stieg auf 750 (26. Oktober bis 1. November). Das Durchschnittsalter der Neuinfizierten kletterte von 40,3 auf 41,2 Jahre.

Am 1. November gab es laut Statistik 8.224 aktive Infektionen. Eine Woche zuvor waren es noch 4.683 gewesen. 171 Menschen sind in Luxemburg bislang in Verbindung mit Covid-19 gestorben. 225 Menschen befinden sich in Kliniken, davon 30 auf Intensivstationen (Stand 4. November). Die neue Corona-Welle schwappt seit mehreren Wochen ĂŒber das mit gut 600.000 Einwohnern zweitkleinste Land der EU.

Seit vergangenem Freitag gilt in Luxemburg eine nĂ€chtliche Ausgangssperre von 23 bis 6 Uhr und eine verstĂ€rkte Maskenpflicht – immer dort, wo mehr als vier Personen zusammentreffen. In Deutschland lag die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt bei knapp 126 (4. November).

Bundesweit 41 Meldungen ĂŒber EngpĂ€sse in den GesundheitsĂ€mter

Dem Robert-Koch-Institut (RKI) liegen derzeit 41 Mitteilungen zu KapazitĂ€tsengpĂ€ssen in den deutschen GesundheitsĂ€mtern vor. Sieben Meldungen betreffen die Kategorie zwei, nach der die Infektionsschutzmaßnahmen in den nĂ€chsten Tagen nicht mehr gewĂ€hrleistet werden können, wie das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch erklĂ€rte. 34 Meldungen betreffen die Kategorie drei, nach der Infektionsschutzmaßnahmen aufgrund von EngpĂ€ssen nicht mehr vollstĂ€ndig vorgenommen werden können.

Seit Beginn der Erfassung am 30. April sind beim RKI insgesamt 61 Mitteilungen zu KapazitÀtsengpÀssen in Landkreisen und kreisfreien StÀdten eingegangen. Aufgrund der rasant gestiegenen Infektionszahlen fÀllt den rund 375 GesundheitsÀmtern in Deutschland die Nachverfolgung der Infektionsketten in der Corona-Pandemie immer schwerer.

Zur Entlastung der GesundheitsĂ€mter werden Maßnahmen auf lokaler und Landesebene eingeleitet, wie das Gesundheitsministerium weiter mitteilte. Einige GesundheitsĂ€mter werden durch die Bundeswehr oder mit "Containment Scouts" personell unterstĂŒtzt.

Gericht erklĂ€rt Maskenpflicht in Teilen von Koblenz fĂŒr rechtswidrig

Die in den Abendstunden geltende Maskenpflicht in Teilen der Innenstadt im rheinland-pfĂ€lzischen Koblenz ist rechtswidrig. Diese Regelung sei unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig, teilte das Verwaltungsgericht Koblenz am Mittwoch mit und gab damit dem Eilantrag eines BĂŒrgers statt. Die Stadt habe nicht geprĂŒft, ob es in den betroffenen Gebieten mildere Mittel zur EindĂ€mmung der Corona-Pandemie gibt.

FĂŒr die Zeit zwischen 20 Uhr und 5 Uhr hatte die Stadt eine Maskenpflicht in den Stadtteilen Altstadt, Mitte und SĂŒd verhĂ€ngt. Es sei aber nicht ersichtlich, dass sĂ€mtliche Bereiche der Stadtteile in den Abend- und Nachtstunden stark frequentiert wĂŒrden, urteilten die Richter.

Darum verbiete sich die Annahme, dass in allen betroffenen Bereichen mit einer Unterschreitung des Mindestabstands zu rechnen sei. Zudem sei nicht nachvollziehbar, warum im November genau wie im Sommer auch an Werktagen mit Ansammlungen junger Menschen und damit verbundenem Alkoholkonsum gerechnet werden mĂŒsse.

NĂ€chtliche Ausgangssperren und rote Zonen in Italien

Italiens Regierungschef Giuseppe Conte hat nach Medienberichten in der Nacht zum Mittwoch ein Dekret mit neuen Restriktionen im Anti-Corona-Kampf unterzeichnet. Demnach mĂŒssen die 60 Millionen Italiener nun wegen einer nĂ€chtlichen Ausgangssperre von 22 Uhr abends bis um 5 Uhr morgens zu Hause bleiben. Ausnahmen gibt es nur fĂŒr dringende Wege wie etwa zur Arbeit oder zum Arzt. In Hochrisikozonen sind noch schĂ€rfere Teil-Lockdowns vorgesehen. Dort mĂŒssen viele LĂ€den schließen und es gibt Reiseverbote, wie unter anderem die Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch schrieb. Außerdem werden alle Museen des Landes geschlossen.

Die VerschĂ€rfung der Regeln soll am Donnerstag starten und zunĂ€chst vier Wochen lang bis zum 3. Dezember gelten. Über die Maßnahmen hatten die Medien in den Vortagen schon berichtet. Die Regierung wollte das Dekret im Laufe des Tages veröffentlichen.

Zu den Maßnahmen gehört demnach auch ein neues Prinzip der Gefahrenbewertung, das Italien in drei Risiko-Zonen teilt. So will Rom gezielter auf regionale Unterschiede bei der Corona-Entwicklung eingehen. In den roten Zonen mit sehr hohem Corona-Risiko gehen die Verbote deutlich ĂŒber die landesweiten Regeln hinaus. Nach ersten Berichten dĂŒrften die Lombardei und das Piemont im Norden sowie wohl Kalabrien im SĂŒden zu solchen Hoch-Risiko-Zonen erklĂ€rt werden, schrieb die Zeitung "La Repubblica".

Italien hatte am Dienstag rund 28.250 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Diese Zahl lag unter den Höchstwerten der Vorwoche von mehr als 30.000 FÀllen am Tag.

DĂ€nischer Minister positiv getestet – Regierungschefin in Isolation

Der dÀnische Justizminister Nick HÊkkerup ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er werde sich deshalb in der nÀchsten Zeit zu Hause isolieren, teilte der Minister in der Nacht zum Mittwoch auf Facebook mit. HÊkkerup hatte wegen Krankheitssymptomen am Montag einen Corona-Test gemacht und sich seitdem zu Hause aufgehalten. Er zÀhlt in der Corona-Krise neben Regierungschefin Mette Frederiksen und Gesundheitsminister Magnus Heunicke zu den wichtigsten Akteuren der sozialdemokratischen Regierung in Kopenhagen.

Infektionszahlen in NRW steigen weiter deutlich an

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt in Nordrhein-Westfalen weiter deutlich an. Landesweit seien bis Mittwoch (Stand 00:00 Uhr) 148.696 bestĂ€tigte Covid-19-FĂ€lle gemeldet worden, gut 4.500 mehr als am Vortag, teilte das Landeszentrum fĂŒr Gesundheit am Mittwoch auf seiner Homepage mit. Der Wert pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt landesweit bei 167,3 (plus 4,9) und damit weit jenseits der Warnschwellen von 35 und 50. Solingen bleibt nach der Aufstellung mit einem Sieben-Tages-Wert von 226,1 unter den stark betroffenen Kommunen. Noch höhere Werte haben NRW-weit nur Herne, Duisburg, Hagen, Remscheid und Gelsenkirchen.

Tschechien: Mehr als 12.000 Neuinfektionen an einem Tag

In Tschechien melden die Behörden 12.088 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Insgesamt haben sich damit 362.985 der 10,7 Millionen Einwohner nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus gestorben sind, steigt dem Gesundheitsministerium zufolge um 259 auf 3.913. Hier wurden allerdings die TodesfÀlle mehrerer Tage addiert.

USA: Doppelt so viele TodesfÀlle wie am Vortag

In den USA verzeichnen die Gesundheitsbehörden mindestens 92.500 Neuinfektionen. Damit steigt die Zahl der AnsteckungsfÀlle binnen 24 Stunden auf rund 9,42 Millionen. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten.

Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus starben, stieg um mindestens 1.142 auf 232.748. Damit hat sich die Zahl der tÀglichen TodesfÀlle am Wahltag im Vergleich zum Vortag von 557 auf mehr als 1.100 verdoppelt. Die USA sind sowohl bei den Infektions- als auch bei den TodesfÀllen das am stÀrksten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

Generelle Maskenpflicht: Bis zu 25.000 Euro Bußgeld in DĂŒsseldorf

Wer gegen die neue praktisch stadtweite Maskenpflicht in DĂŒsseldorf verstĂ¶ĂŸt, kann mit einer Geldbuße in Höhe von bis zu 25.000 Euro belegt werden. Das geht aus der AllgemeinverfĂŒgung vor, die Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt am Dienstagabend veröffentlicht hat.

Bislang galt die Maskenpflicht – wie in anderen StĂ€dten – in DĂŒsseldorf nur fĂŒr belebte Wege und PlĂ€tze. Die jetzt generelle Maskenpflicht, von der unter anderem Friedhöfe, WĂ€lder und Parkanlagen sowie Rad- und Autofahrer ausgenommen sind, wird mit dem hohen Infektionsgeschehen begrĂŒndet.

Mit Bezug auf das Infektionsschutzgesetz heißt es in der VerfĂŒgung, dass das vorsĂ€tzliche oder fahrlĂ€ssige Weglassen einer Mund-Nasen-Bedeckung "mit einer Geldbuße bis zu fĂŒnfundzwanzigtausend Euro geahndet werden" könne. In NRW kostet es bisher 150 Euro, wenn man zum Beispiel im Bus keine Mund-Nasen-Bedeckung trĂ€gt.

850 TodesfÀlle in Frankreich an einem Tag gemeldet

Frankreich meldet weniger Neuinfektionen als am Montag, aber mehr als doppelt so viele TodesfÀlle wie am Tag zuvor. In den vergangenen 24 Stunden seien 36.330 neue Ansteckungen registriert worden, teilen die Behörden mit.

Am Montag war mit 52.518 Neuinfektionen ein neuer Höchststand erreicht worden. Insgesamt sind in Frankreich jetzt mehr als 1,5 Millionen Corona-Infizierte bekannt, die fĂŒnfthöchste Zahl weltweit.

Die Zahl der TodesfÀlle lag am Dienstag mit 854 so hoch wie seit dem 15. April nicht mehr. Am Montag wurden noch 416 Patienten gemeldet, die im Zusammenhang mit Corona gestorben waren. Insgesamt sind es nunmehr 38.289.

Ungarn verhÀngt wegen Corona-Pandemie erneut den Notstand

In Ungarn wird wegen der Corona-Pandemie erneut der Notstand ausgerufen. Die Maßnahme trete am Mittwoch in Kraft, kĂŒndigte Regierungschef Viktor Orban an. Er werde das Parlament bitten, den Notstand fĂŒr 90 Tage zu verhĂ€ngen. Zudem werde ab Mittwoch eine nĂ€chtliche Ausgangssperre angeordnet.

Das ungarische Parlament hatte die Regierung Ende MÀrz mit umfassenden Sondervollmachten zur BewÀltigung der Coronavirus-Krise ausgestattet. Orban konnte damals im Zuge des nationalen Notstands per Dekret regieren.

Kritiker warfen ihm vor, die Pandemie zum Ausbau seiner Machtposition zu missbrauchen. Auch die EU-Kommission hatte wiederholt Besorgnis geĂ€ußert. Im Juni wurden die Corona-Sondervollmachten fĂŒr Orban wieder aufgehoben.

Polizei meldet Tausende Corona-VerstĂ¶ĂŸe

Die Bundespolizei hat am ersten Tag der neuen KontaktbeschrĂ€nkungen 2.989 BĂŒrger wegen VerstĂ¶ĂŸen gegen die Verordnungen zur EindĂ€mmung des Coronavirus ermahnt. Wie das BundespolizeiprĂ€sidium in Potsdam mitteilte, informierten die EinsatzkrĂ€fte am Montag bundesweit in 26 FĂ€llen die örtlichen GesundheitsĂ€mter, um ein Bußgeldverfahren einzuleiten. Insgesamt seien rund 6.000 Bundespolizisten unterwegs gewesen, um an den Landesgrenzen, in ZĂŒgen, in Bahnhöfen und auf FlughĂ€fen auf QuarantĂ€nevorschriften hinzuweisen und Menschen ohne Mund-Nasen-Schutz anzusprechen.

In Offenburg gerieten sie dabei den Angaben zufolge an einen 51 Jahre alten Mann aus der ReichsbĂŒrger-Szene. Der einschlĂ€gig vorbestrafte Mann weigerte sich demnach vehement, im Zug eine Alltagsmaske aufzusetzen. Als er daraufhin gezwungen wurde, den Zug zu verlassen, schrie er laut Bundespolizei auf dem Bahnsteig und versuchte, die EinsatzkrĂ€fte zu schlagen und zu treten. Die Polizei habe daraufhin Pfefferspray eingesetzt und ihn gefesselt zur Wache gebracht. In Dortmund fiel laut Polizei ein 21 Jahre alter Nigerianer auf. Nachdem er sich konsequent geweigert habe, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, sei bei der Feststellung seiner Personalien aufgefallen, dass der in Italien gemeldete Mann keine Aufenthaltserlaubnis fĂŒr Deutschland habe.

Bericht: Bund und LĂ€nder verabreden Corona-Impfstrategie

Bund und LĂ€nder haben sich einem Bericht zufolge auf eine Impfstrategie gegen das Coronavirus verstĂ€ndigt. Der Bund finanziere die Beschaffung des Impfstoffes, die LĂ€nder seien fĂŒr die Organisation zustĂ€ndig und sollten Impfzentren einrichten, berichteten die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" unter Berufung auf eine Beschlussvorlage der Gesundheitsministerkonferenz. Die LĂ€nder sollen demnach das "notwendige Zubehör zur fachgerechten DurchfĂŒhrung von Impfungen" beschaffen und finanzieren. Je nach Bedarf sollten die KassenĂ€rztlichen Vereinigungen den LĂ€ndern helfen. An den Kosten der Impfzentren werde sich der Bund ĂŒber die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen.

Ein Impfstoff gegen das Coronavirus: Bund und LĂ€nder haben sich auf eine Impfstrategie geeinigt. (Symbolbild)
Ein Impfstoff gegen das Coronavirus: Bund und LĂ€nder haben sich auf eine Impfstrategie geeinigt. (Symbolbild) (Quelle: imagebroker/imago-images-bilder)

Dem Bericht zufolge soll bundeseinheitlich geregelt werden, welche Bevölkerungsgruppen wann geimpft werden. Pflegeheimbewohner, die zur Risikogruppe gehören und voraussichtlich bevorzugt geimpft werden, sollen demnach nicht in die Zentren kommen mĂŒssen – sie sollen stattdessen von den Ärzten besucht werden. Auch Transport und Lagerung des Impfstoffes sollen laut dem Bericht nach klaren Regeln erfolgen. Bundesweit soll der Impfstoff demnach an 60 Standorte geliefert werden. "Die Standorte werden dem Bund bis zum 10. November abschließend benannt", zitierten die Zeitungen aus der Beschlussvorlage.

Schweden kĂŒndigt weitere lokale BeschrĂ€nkungen an

Nach einer schnellen Zunahme der Corona-Infektionen in Schweden kĂŒndigte MinisterprĂ€sident Stefan Löfven strengere Maßnahmen in drei weiteren Regionen des skandinavischen Landes an. Die Lage sei "sehr ernst", sagte er auf einer Pressekonferenz. Mehr und mehr Intensivbetten wĂŒrden nun zur Behandlung von Covid-19-Patienten genutzt. "Die Pause, die wir diesen Sommer hatten, ist vorbei." Besuche in Restaurants wĂŒrden auf acht Personen beschrĂ€nkt.

Deutschland: Hinweise und Stichproben zeigten, dass auch Intensivbetten als frei gemeldet wĂŒrden, fĂŒr die gar kein Pflegepersonal verfĂŒgbar sei.
Deutschland: Hinweise und Stichproben zeigten, dass auch Intensivbetten als frei gemeldet wĂŒrden, fĂŒr die gar kein Pflegepersonal verfĂŒgbar sei. (Quelle: Ralph Lueger/imago-images-bilder)

Intensivmediziner: Mehr Junge schwer an Corona erkrankt

Der Direktor der Intensivmedizin am Hamburger UniversitĂ€tskrankenhaus Eppendorf (UKE), Stefan Kluge, berichtet von immer mehr jungen Corona-Patienten auf der Intensivstation. Anders als bei der ersten Welle der Virusausbreitung im FrĂŒhjahr seien dieses Mal viele JĂŒngere betroffen, sagte der Professor am Dienstag dem Radiosender Bayern 2. "Wir betreuen mehrere Patienten deutlich unter 50 Jahren und teilweise ohne Vorerkrankungen."

Kluge, der auch PrĂ€sidiumsmitglied der Deutschen InterdisziplinĂ€ren Vereinigung fĂŒr Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ist, wies darauf hin, dass die Entwicklung bei der Zahl der Intensivpatienten der der Infizierten um mehrere Tage hinterherlĂ€uft: "In wenigen Tagen werden wir, was die Zahl der Krankenhauspatienten angeht, die erste Welle ĂŒbertreffen. Und das ist besorgniserregend."

DIVI-PrÀsident: Angaben zu freien Intensivbetten nicht immer korrekt

Die Angaben der Kliniken zur Zahl belegbarer Intensivbetten sind der Deutschen InterdisziplinĂ€ren Vereinigung fĂŒr Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) zufolge nicht immer korrekt. Hinweise und Stichproben zeigten, dass mitunter auch Betten als frei gemeldet wĂŒrden, fĂŒr die gar kein Pflegepersonal verfĂŒgbar sei, sagte DIVI-PrĂ€sident Uwe Janssens der Deutschen Presse-Agentur.

Das Ausmaß der fehlerhaften Meldungen sei unklar. KrankenhĂ€user sind seit dem FrĂŒhjahr verpflichtet, die Zahl belegbarer Intensivbetten tĂ€glich an die DIVI zu melden. Dabei zĂ€hlt ausdrĂŒcklich die Zahl der Betten, fĂŒr die ausreichend IntensivkrĂ€fte fĂŒr die Betreuung und Behandlung zur VerfĂŒgung stehen.

BemĂŒhungen vom FrĂŒhjahr fĂŒr den Aufbau einer Notfallreserve mĂŒssten wieder aufgenommen werden. Nötig seien außerdem auch Delegationskonzepte, damit IntensivpflegefachkrĂ€fte von Teams aus erfahrenen PflegefachkrĂ€ften unterstĂŒtzt werden könnten, fordern die GrĂŒnen.

RKI meldet mehr als 15.000 Corona-Neuinfektionen

Die lokalen Behörden in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 15.352 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Am Dienstag vor einer Woche hatte die Zahl bei 11.409 gelegen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Neuer Rekord in Spanien – ĂŒber 55.000 neue FĂ€lle

Auch Spanien meldet einen Rekord mit 55.019 Neuinfektionen. Die Zahl der Toten steigt nach den Daten des Gesundheitsministeriums um 379.

52.518 Corona-Neuinfektionen und mehr als 400 Tote in Frankreich

In Frankreich sind binnen 24 Stunden erstmals mehr als 52.500 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Gesundheitsbehörde meldete am Montagabend 52.518 neu erfasste Ansteckungen. Der bisherige Höchstwert lag bei 52.010 gemeldeten Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Die Behörden zĂ€hlten außerdem mehr als 400 Corona-TodesfĂ€lle innerhalb eines Tages in den KrankenhĂ€usern. Das ist, rechnet man die TodesfĂ€lle in Altenheimen nicht dazu, der höchste Wert seit dem FrĂŒhjahr.

Die Corona-Lage verschlechtert sich in dem Land mit 67 Millionen Einwohnern seit Wochen dramatisch. Seit Freitag gilt bis mindestens Anfang Dezember ein landesweiter Lockdown. Die Menschen dĂŒrfen nur noch mit triftigem Grund das Haus verlassen und mĂŒssen dabei stets ein entsprechendes Formular bei sich tragen. Mehr als 37.400 Menschen im Land sind bereits im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Rund 20,6 Prozent der Corona-Tests sind nach Angaben von Montag positiv.

Kramp-Karrenbauer muss in QuarantĂ€ne – trotz Negativtest

Auch Bundesverteidigungsministerin und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer muss in Corona-QuarantÀne. Sie sei informiert worden, dass es in ihrem nÀheren Umfeld eine Corona-Infektion gegeben habe, teilt das Ministerium mit.

Sie selbst habe zuletzt vor acht Tagen mit dieser Person Kontakt gehabt. Ihre Corona-Warn-App habe am Sonntag ein rotes Warnsignal angezeigt. Zwar sei sie danach negativ getestet worden. Aber vorsorglich begebe Kramp-Karrenbauer sich fĂŒr die kommenden sechs Tage in QuarantĂ€ne, damit insgesamt ein Abstand von 14 Tagen zu dem Kontakt entstehe.

Palmer rĂ€t Senioren vom Busfahren ab – diese sind erbost

TĂŒbingens OberbĂŒrgermeister Boris Palmer (GrĂŒne) hat angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen in einem Appell Senioren in seiner Stadt dazu aufgerufen, den Stadtbus nicht zu nutzen. "Der TĂŒbinger Appell setzt wie Schweden auf Eigenverantwortung und besonderen Schutz der Alten", sagte er der "Bild"-Zeitung. Damit verĂ€rgert er die Senioren. Mehr dazu lesen Sie hier.

Spahn: Es kommen "Monate der EinschrÀnkungen und des Verzichts"

Unmittelbar vor dem Teil-Lockdown im November hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Deutschen auf "Monate der EinschrÀnkungen und des Verzichts" im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie eingeschworen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Spahn unterstĂŒtzt Pflegeeinrichtungen mit Masken

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will mit 290 Millionen Masken aus BundesbestĂ€nden Pflegeheime und ambulante Pflegedienste unterstĂŒtzen. Rund 33.000 bundesweite Einrichtungen sollen die Masken-Hilfspakete bekommen, berichten die Zeitungen der "Funke Mediengruppe".

Die Masken waren in der ersten Phase der Pandemie angeschafft worden. "Die erfolgreichen Beschaffungsanstrengungen eröffnen SpielrĂ€ume, die ich nutzen möchte, um Pflegeeinrichtungen gezielt und zusĂ€tzlich bei der Versorgung mit Schutzmasken zu unterstĂŒtzen", heißt es in einem Brief des Ministers an die Pflegeeinrichtungen, der den Zeitungen vorliegt. Die TrĂ€ger mĂŒssten sich aber weiterhin frĂŒhzeitig um die Beschaffung von SchutzausrĂŒstung fĂŒr die kommenden Monate kĂŒmmern, so Spahn. Die kostenfreie Masken-Lieferung ist ab dem 10. November geplant.

Oberster VerbraucherschĂŒtzer – kĂŒrzere Laufzeiten fĂŒr Abos

Angesichts des zweiten Corona-Lockdowns fordert Deutschlands oberster VerbraucherschĂŒtzer Klaus MĂŒller eine Entlastung der BĂŒrger bei Abo-VertrĂ€gen. "Viele Verbraucher sind von der Krise stark betroffen. Sie sind in Kurzarbeit, haben ihre Arbeit oder EinkĂŒnfte verloren", sagt der Vorsitzende des Bundesverbands der Verbraucherzentralen den Zeitungen der "Funke Mediengruppe".

In dieser Situation seien VertrĂ€ge mit langen Laufzeiten und langen KĂŒndigungsfristen eine besondere Belastung und hinzu komme, dass manche Angebote wie Fitnessstudios wĂ€hrend des Lockdowns gar nicht genutzt werden könnten. Als "Fehler" bezeichnete VerbraucherschĂŒtzer MĂŒller auch das im Mai beschlossene Gesetz, dass fĂŒr abgesagte Veranstaltungen infolge der Pandemie anstelle einer RĂŒckerstattung Gutscheine ausgegeben werden. Mit dieser Regelung legalisiere die Politik "inakzeptable ZwangsvertragsverlĂ€ngerungen".

WHO-Chef in hÀuslicher QuarantÀne

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, begibt sich nach Kontakt mit einem Infizierten in hĂ€usliche Isolation. "Ich wurde als Kontaktperson von jemandem identifiziert, der positiv auf Covid-19 getestet wurde. Ich bin gesund und ohne Symptome, werde mich aber in den kommenden Tagen gemĂ€ĂŸ den WHO-Protokollen selbst unter QuarantĂ€ne stellen und von zu Hause aus arbeiten", schreibt der WHO-Chef auf Twitter.

Söder: Alternative wÀre nur, es laufen zu lassen

Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder hat die ab diesem Montag geltenden strengeren Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie verteidigt. "Die Alternative wĂ€re, es laufen zu lassen", sagte der CSU-Chef am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Anne Will". Das wĂŒrde aber einen enormen Anstieg der Infektionen bedeuten. Die Folge seien das Volllaufen der KrankenhĂ€user und am Ende auch hohe Todeszahlen.

"Es gibt auf der ganzen Welt kein anderes Konzept als das Reduzieren von Kontakten, um auf Corona zu reagieren", so Söder. "Wenn es ein besseres, leichteres gĂ€be, wĂŒrden wir es ja sofort anwenden." Hinzukomme, dass der jetzige Lockdown milder sei als im FrĂŒhjahr und in anderen europĂ€ischen LĂ€ndern.

Gesamtschule in Schwerin geschlossen – SchĂŒler in QuarantĂ€ne

Wegen mehrerer Corona-Infektionen schließt die Stadt Schwerin eine Gesamtschule fĂŒr zwei Wochen. Es sei fĂŒr rund 600 SchĂŒler und 60 Lehrer QuarantĂ€ne angeordnet worden, wie die Stadt mitteilte.

Nach vorherigen Angaben waren bereits am Freitag mehr als 100 SchĂŒler der Schule in QuarantĂ€ne, nun werde sie komplett geschlossen. Damit soll der Ausbruch eingedĂ€mmt werden, die Verfolgung der Infektionsketten sei kaum noch möglich, sagte OberbĂŒrgermeister Rico Badenschier (SPD).

Wenn Symptome auftreten, solle umgehend getestet werden. Am Samstag seien zehn der 16 registrierten Neuinfektionen in der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern im Zusammenhang mit der Gesamtschule gewesen.

Ganz Nordrhein-Westfalen ist Risikogebiet

Ganz Nordrhein-Westfalen ist nach Darstellung des Robert-Koch-Instituts (RKI) Corona-Risikogebiet. Wie aus der Webseite des RKI am Sonntagmorgen hervorging, ĂŒberschritt Soest die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche – damit ist das Bundesland auf der Landkarte nun komplett rot oder hellrot markiert. Besonders angespannt ist die Situation der Statistik zufolge in Duisburg mit einem Wert von 256,1 – einen höheren gab es sonst nirgends in Nordrhein-Westfalen.

Virologe Drosten: Corona ist bis Ostern nicht vorbei

Mit einer schnellen Normalisierung der Lage ist laut Drosten vorerst nicht zu rechnen. "Sicher ist: Ostern ist die Pandemie nicht beendet", sagte er der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung". Mehr dazu lesen Sie hier.

Gesamtschule in Schwerin geschlossen: SchĂŒler in QuarantĂ€ne

Wegen mehrerer Corona-Infektionen schließt die Landeshauptstadt Schwerin eine Gesamtschule fĂŒr zwei Wochen. Es sei fĂŒr rund 600 SchĂŒler und 60 Lehrer QuarantĂ€ne angeordnet worden, wie die Stadt am Samstagabend mitteilte. Nach vorherigen Angaben waren bereits am Freitag mehr als 100 SchĂŒler der Schule in QuarantĂ€ne, nun werde sie komplett geschlossen. Damit soll der Ausbruch eingedĂ€mmt werden, die Verfolgung der Infektionsketten sei kaum noch möglich, sagte OberbĂŒrgermeister Rico Badenschier (SPD).

Wenn Symptome auftreten, solle umgehend getestet werden. Am Samstag seien zehn der 16 registrierten Neuinfektionen in der Landeshauptstadt im Zusammenhang mit der Gesamtschule gewesen.

Bericht: 165 Schulen in Deutschland geschlossen

In Deutschland sind einem Zeitungsbericht zufolge aus InfektionsschutzgrĂŒnden aktuell mindestens 165 Schulen komplett geschlossen. Das ergab eine Umfrage der "Welt am Sonntag" unter den 16 Kultusministerien der BundeslĂ€nder. Am höchsten ist die Zahl demnach mit 135 in Bayern. In Hessen findet derzeit in sechs Schulen wegen der Corona-Pandemie kein PrĂ€senzunterricht statt, in Mecklenburg-Vorpommern vier, in Schleswig-Holstein zwei.

In einer Reihe von LĂ€ndern ist derzeit keine Schule vollstĂ€ndig außer Betrieb. Dazu gehören den Angaben nach Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, das Saarland, ThĂŒringen, Berlin, Hamburg und Bremen. Wie in den anderen LĂ€ndern auch befinden sich hier aber ebenfalls teils viele SchĂŒler und KlassenverbĂ€nde in QuarantĂ€ne, berichtete die Zeitung.

Corona-Inzidenz im Landkreis Rottal-Inn wieder unter 300

Der Sieben-Tage-Wert bei den Corona-Infektionen im Landkreis Rottal-Inn ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wieder unter die Marke von 300 gesunken. Am Sonntag meldete das RKI 293 FÀlle pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Am Vortag waren es noch 304,5 gewesen. Die bayerische Corona-Landkarte ist mittlerweile fast vollstÀndig rot oder dunkelrot gefÀrbt. Nur noch der Landkreis Amberg-Sulzbach befand sich am Sonntag nach RKI-Angaben mit einer Inzidenz von 36,9 nicht in einer der beiden höchsten Warnstufen. Die rote Warnstufe gilt ab einem Wert von 50, die dunkelrote ab einer Inzidenz von 100.

Professor: "Kaum zu fassen, dass man diskutieren muss"

In der "Aktuellen Stunde" des WDR hat sich Professor Michael Hallek von der Uniklinik Köln zur aktuellen Corona-Krise geĂ€ußert. Er könne nicht verstehen, dass es immer noch Diskussionen ĂŒber die Notwendigkeit der EinschrĂ€nkungen gebe. "Man muss deutlich werden, wir haben einen schnelleren Anstieg als im FrĂŒhjahr."

Berlin Pressekonferenz der DGHO Deutsche Gesellschaft fĂŒr HĂ€matologie und Medizinische Onkologie e
Berlin Pressekonferenz der DGHO Deutsche Gesellschaft fĂŒr HĂ€matologie und Medizinische Onkologie e (Quelle: Metodi Popow/imago-images-bilder)

Es sei kaum zu fassen, "dass man darĂŒber redet und diskutieren muss, ob man diese vermeidbare Erkrankung auch vermeidet, durch die Möglichkeiten, die wir eben haben, im öffentlichen Leben." Man dĂŒrfe nicht zulassen, dass es wieder mehr Patienten auf den Intensivstationen gebe. Es sei kein angenehmer Kampf, wenn man an Covid-19 erkranke. "Diese Entfremdung der Kommunikation von denen, die tĂ€glich damit zu tun haben und der Bevölkerung, ist schon etwas, dass mir sehr große Sorgen bereitet."

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RKI meldet mehr als 14.000 Neuinfektionen

Die GesundheitsÀmter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 14.177 neue Corona-Infektionen gemeldet. Mehr dazu lesen Sie hier.

Australien hat seit langem erstmals keine Neuinfizierten

Australien meldet erstmals seit fast fĂŒnf Monaten keine neuen Positiv-Tests. Das gibt Gesundheitsminister Greg Hunt bekannt. Er bedankt sich in einer Twitter-Mitteilung beim australischen Volk und insbesondere den BeschĂ€ftigten des Gesundheitswesens. Es hatte massive EinschrĂ€nkungen des öffentlichen Lebens zur EindĂ€mmung des Virus gegeben. Besonders stark betroffen war der Bundesstaat Victoria, wo weltweit mit die schĂ€rfsten und lĂ€ngsten Lockdown-Maßnahmen verhĂ€ngt worden waren. Diese wurden bereits vergangene Woche grĂ¶ĂŸtenteils beendet.

Italien beklagt fast 300 Corona-Tote in 24 Stunden

In Italien ist die Zahl der Corona-Toten innerhalb von 24 Stunden stark gestiegen. Die Behörden in dem Mittelmeerland registrierten am Samstag fast 300 neue Todesopfer mit oder durch das Virus. Am Vortag lag diese Zahl bei knapp unter 200, vor genau einer Woche etwa halb so hoch (151) wie am Samstag. Auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle hatten Italiens Behörden am 27. MÀrz knapp 1.000 Todesopfer an einem Tag verzeichnet.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages kletterte in dem 60-Millionen-Einwohner-Land um 31.758 FĂ€lle. Dieser Wert lag nur leicht höher als am Freitag. Seit Beginn der Pandemie im Februar gab es in Italien fast 680.000 bestĂ€tigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Die Zahl der Corona-Toten stieg auf ĂŒber 38.600.

In Rom kam es am Samstag bei Protesten gegen die Corona-Politik der Regierung zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Nach Medienberichten versammelten sich auf dem zentralen Campo de' Fiori mehrere hundert Menschen. Sie wandten sich gegen einen möglichen neuen Lockdown. Die Mitte-Links-Regierung von MinisterprĂ€sident Giuseppe Conte beriet an diesem Wochenende ĂŒber weitere VerschĂ€rfungen der Anti-Corona-Vorschriften.

Portugal ordnet "Lockdown light" an

Das noch im FrĂŒhjahr wegen seiner niedrigen Corona-Zahlen gepriesene Portugal hat angesichts immer schneller steigender Infektionszahlen einen Teil-Lockdown angekĂŒndigt. 70 Prozent der rund 10,3 Millionen BĂŒrger des Landes hĂ€tten ab Mittwoch die "BĂŒrgerpflicht", möglichst Zuhause zu bleiben, sagte Regierungschef AntĂłnio Costa nach einer achtstĂŒndigen Krisensitzung am Samstagabend in Lissabon. Die Schulen sollten jedoch geöffnet bleiben.

Es handelt sich nicht um eine strikte Ausgangssperre, da die Menschen ihre HĂ€user verlassen dĂŒrften, um zur Arbeit, zum Arzt oder zu einem pflegebedĂŒrftigen Angehörigen zu gehen, wie Costa sagte. Auch sollen kurze SpaziergĂ€nge sowie der Besuch von Restaurants weiter erlaubt sein, die jedoch weniger Menschen bedienen dĂŒrften und frĂŒher schließen mĂŒssten. Wo immer möglich, solle zur Heimarbeit gewechselt werden. WochenmĂ€rkte unter freiem Himmel und andere Marktveranstaltungen seien kĂŒnftig verboten.

Die neuen EinschrĂ€nkungen sollen in insgesamt 121 Kommunen landesweit einschließlich Porto und der Hauptstadt Lissabon gelten, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen die Zahl von 240 ĂŒberstieg. Costa betonte, die Maßnahmen seien unumgĂ€nglich, um einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems zu verhindern. Andererseits mĂŒsse aber auch die Wirtschaft am Laufen gehalten werden.

Kurz verkĂŒndet zweiten Lockdown in Österreich

Auch in Österreich droht die Corona-Pandemie außer Kontrolle zu geraten, die Infektionszahlen erreichen jeden Tag neue Rekordwerte. Den November wird das Land im Lockdown verbringen. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Touristen mĂŒssen am Montag Hotels in Bayern verlassen

Touristen mĂŒssen Hotels in Bayern wegen des Corona-Teil-Lockdowns spĂ€testens am Vormittag des 2. November verlassen. Touristische Übernachtungen seien von dem Tag an nicht mehr gestattet, sagte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Samstag. "ÜbernachtungsgĂ€ste dĂŒrfen aus Kulanz auch noch im Laufe des Vormittags des 2. Novembers abreisen, obwohl die Verordnung eigentlich schon ab Mitternacht gilt."

Von Montag an soll es bundesweit bis Ende November einen Teil-Lockdown geben. Hotels dĂŒrfen dann keine Touristen empfangen. Unter anderem damit sollen die massiv steigenden Corona-Infektionszahlen in den Griff bekommen werden. Darauf hatten sich Bund und LĂ€nder am Mittwoch verstĂ€ndigt.

Tagesanbruch am Wochenende: Die Wunden der Corona-Furcht

Zum zweiten Mal steht Deutschland vor enormen EinschrÀnkungen. Die Bundesregierung hat sich auf einen Teil-Lockdown geeinigt. Was macht das mit uns? Mit dieser Frage beschÀftigt sich der aktuelle Tagesanbruch von t-online:

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NĂ€chtliches Ausgangsverbot fĂŒr ganz Griechenland beschlossen

Die griechische Regierung hat am Samstag ein landesweites nĂ€chtliches Ausgangsverbot angekĂŒndigt, um die Ausbreitung von Corona zu verringern. "Nach einer langen Phase der StabilitĂ€t nehmen die FĂ€lle auch in unserem Land exponentiell zu", begrĂŒndete MinisterprĂ€sident Kyriakos Mitsotakis den Schritt in einer Videoansprache. "Unsere Wissenschaftler warnen davor, dass die neue Pandemie bald die WiderstandsfĂ€higkeit des nationalen Gesundheitssystems erschĂŒttern wird." Das Ausgangsverbot zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens soll am kommenden Dienstag in Kraft treten.

Touristen mĂŒssen Mecklenburg-Vorpommern bis 5. November verlassen

Touristen mĂŒssen spĂ€testens bis zum 5. November aus Mecklenburg-Vorpommern abreisen. Das kĂŒndigte MinisterprĂ€sidentin Manuela Schwesig (SPD) am Freitagabend in Schwerin nach einer Kabinettssitzung an. GrundsĂ€tzlich dĂŒrften vom 2. November an fĂŒr den restlichen Monat keine GĂ€ste mehr fĂŒr touristische Zwecke aufgenommen werden.

"NatĂŒrlich gilt fĂŒr die GĂ€ste, die schon da sind, dass sie eine Zeit haben, auch wieder zurĂŒckzureisen", sagte Schwesig. Dies gilt demnach fĂŒr alle Buchungen, die bis einschließlich Freitag getĂ€tigt worden seien. Wer eine Unterkunft spĂ€ter buche, mĂŒsse bis zum kommenden Montag wieder abreisen.

Das Nachbarbundesland Schleswig-Holstein hatte am Freitag eine Ă€hnliche Regelung wie Mecklenburg-Vorpommern angekĂŒndigt. GrundsĂ€tzlich mĂŒssen Touristen dort bis zum 2. November abgereist sein, Urlauber auf den Nordsee-Inseln und Halligen bekommen wegen der KapazitĂ€ten im FĂ€hrverkehr sowie den AutozĂŒgen bis zum 5. November Zeit, wie die Landesregierung am Freitag in Kiel unter Verweis auf die jĂŒngsten Bund-LĂ€nder-BeschlĂŒsse mitteilte.

Helios-Chef: Vorsorglich Betten frei halten nicht nötig

Der Chef der Helios-Kliniken, Francesco De Meo, hat sich dagegen ausgesprochen, vorsorglich Klinikbetten fĂŒr Covid-19-Patienten frei zu halten. Im FrĂŒhjahr waren die KrankenhĂ€user dazu angehalten worden und hatten als Ausgleich eine PrĂ€mie erhalten.

"Wir waren weit davon weg, nicht genug freie IntensivkapazitÀten zu haben", sagte De Meo der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Unsere KrankenhÀuser können ganz erheblich mehr an Covid-19 verkraften, als wir im MÀrz angenommen haben." Aus den Meldedaten der KrankenhÀuser lasse sich eine Woche im Voraus ziemlich genau erkennen, wie viele schwere Covid-19-FÀlle auf das Gesundheitssystem zukommen. "Diese Woche reicht uns, um das Krankenhausgeschehen komplett umzustellen."

Griechenland schließt ab Montag fast alle Bars und Restaurants

In Griechenland sollen Bars und Restaurants in den bevölkerungsreichsten Regionen fĂŒr einen Monat geschlossen werden. Außerdem soll die nĂ€chtliche Ausgangssperre ausgeweitet werden, wie MinisterprĂ€sident Kyriakos Mitsotakis ankĂŒndigt. Demnach gelten die Maßnahmen ab Montag.

Hessens MinisterprÀsident muss in QuarantÀne

Hessens MinisterprĂ€sident Volker Bouffier (CDU) wird sich in den kommenden Tagen in hĂ€usliche QuarantĂ€ne begeben, wie die Staatskanzlei in Wiesbaden mitteilt. Grund hierfĂŒr seien zwei positiv getestete Personen in der Staatskanzlei. Eine davon arbeite im direkten Umfeld des MinisterprĂ€sidenten. "MinisterprĂ€sident Bouffier selbst ist negativ getestet, und es geht ihm gut", erklĂ€rt ein Regierungssprecher. Bouffier werde die AmtsgeschĂ€fte in der QuarantĂ€ne weiterfĂŒhren.

RKI meldet mehr als 19.000 Infektionen in Deutschland an einem Tag

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 19.059 FÀllen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Studie: Zahl der Corona-Toten wird im November ansteigen

In den kommenden Wochen werden einer Studie zufolge deutlich mehr Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektionen sterben als in den vergangenen Wochen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Johnson erwÀgt Teil-Lockdown in England

Der britische Premierminister Boris Johnson erwĂ€gt im Kampf gegen die Corona-Pandemie einen neuen strengen Teil-Lockdown in England. Die "Times" meldete, dass Johnson die neuen Corona-Maßnahmen am Montag in einer Pressekonferenz ankĂŒndigen werde. Demnach solle alles geschlossen werden – abgesehen von lebenswichtigen GeschĂ€ften und Bildungseinrichtungen wie Schulen, KindergĂ€rten und UniversitĂ€ten.

Die neuen BeschrĂ€nkungen könnten ab Mittwoch bis 1. Dezember gelten. Die "Times" zitierte eine hochrangige Regierungsquelle, nach der die Maßnahmen diskutiert, aber noch keine endgĂŒltige Entscheidung getroffen sei. Eine Regierungssprecherin wollte die VerschĂ€rfung am Samstag auf Nachfrage nicht kommentieren.

100.000 Neuinfektionen in den USA

In den USA liegt die Zahl der neuen Positiv-Tests erstmals ĂŒber der Marke von 100.000, wie Reuters-Berechnungen ergeben. Mehr dazu lesen Sie hier.

Forscher befĂŒrchten 800 Corona-Tote pro Woche

Die Zahl der TodesfĂ€lle durch Covid-19 könnte sich in Deutschland nach EinschĂ€tzung von Max-Planck-Forschern in den ersten beiden Novemberwochen jeweils verdoppeln. Anfang November könnten wöchentlich 500 bis 800, möglicherweise sogar mehr Menschen an einer Infektion mit dem Coronavirus sterben, berichtete das Max-Planck-Institut fĂŒr Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen am Freitag.

Grundlage ist eine modellhafte Analyse einer Forschergruppe um Viola Priesemann. Demnach sind die immer noch relativ niedrigen Zahlen von TodesfĂ€llen darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass sich Sars-CoV-2 bis Ende September vor allem bei unter 60-JĂ€hrigen ausbreitete. Seither steige die Zahl der gemeldeten Infektionen auch bei Menschen ĂŒber 60 Jahren. Das fĂŒhre mit einem Zeitverzug von etwa zwei Wochen auch zu einem Anstieg der TodesfĂ€lle, der bereits jetzt klar zu beobachten sei.

Die Gruppe analysierte den Anstieg der gemeldeten Neuinfektionen nach Altersgruppen und ermittelte aus der beobachteten Sterblichkeit in der jeweiligen Altersfraktion, wie sich die Zahl der TodesfĂ€lle durch Covid-19 entwickelt. Vorhersagen ĂŒber Mitte November hinaus seien aber schwierig, weil die Entwicklung tödlicher Covid-19-Erkrankungen vom Verlauf der Infektionszahlen insbesondere in der Altersgruppe der ĂŒber 80-jĂ€hrigen abhĂ€nge, erklĂ€rten die Forscher.

Deutsche Firma will bald Zulassung fĂŒr Impfstoff beantragen

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech ist zuversichtlich, schon in zwei Wochen eine Notfallgenehmigung fĂŒr seinen Corona-Impfstoff bei der US-Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) beantragen zu können. Er rechne mit ersten Testdaten aus der entscheidenden Wirksamkeitsstudie bis Anfang November, sagte Biontech-Chef Ugur Sahin dem VRM-Medienhaus. Dann werde sich zeigen, ob der Impfstoff in der Lage sei zu schĂŒtzen. "Wir sind optimistisch", so Sahin.

Mit einer Notfallzulassung fĂŒr den Impfstoff in den USA könnte dieser zunĂ€chst nur an eine kleine Gruppe und spĂ€ter an immer grĂ¶ĂŸere Teile der Bevölkerung ausgegeben werden. "Diese Entscheidung obliegt letztlich der Regierung und den zustĂ€ndigen Behörden", sagte Sahin. Dem "Business Insider" sagte Sahin, Biontech habe die ProduktionskapazitĂ€ten deutlich erweitert.

"Wir planen, bis zum Ende des Jahres bis zu 100 Millionen Impfdosen verfĂŒgbar zu machen. FĂŒr das Jahr 2021 planen wir, ungefĂ€hr 1,3 Milliarden Dosen zu produzieren." Biontech und sein US-Partner Pfizer gehören neben dem US-Biotechkonzern Moderna und der britischen AstraZeneca zu den fĂŒhrenden Unternehmen bei der Suche nach einem Impfstoff. Das Forschungsministerium fördert die Entwicklung eines Impfstoffes mit 750 Millionen Euro.

Touristen mĂŒssen Schleswig-Holstein verlassen

Touristen mĂŒssen aus Schleswig-Holstein spĂ€testens bis zum 2. November abreisen. FĂŒr Urlauber auf den Nordsee-Inseln und Halligen gelte eine Frist bis zum 5. November wegen der KapazitĂ€ten im FĂ€hrverkehr sowie in den AutozĂŒgen, teilte die Landesregierung am Freitag in Kiel mit. Damit soll der Abreiseverkehr entzerrt werden.

Die Regierung verwies auf die jĂŒngsten Bund-LĂ€nder-BeschlĂŒsse fĂŒr einen Teil-Lockdown, der am 2. November beginnt und vier Wochen dauern soll. Die MinisterprĂ€sidentenkonferenz habe am Mittwoch beschlossen, dass "Übernachtungsangebote im Inland nur noch fĂŒr notwendige und ausdrĂŒcklich nicht-touristische Zwecke zur VerfĂŒgung gestellt" werden. FĂŒr Schleswig-Holstein gelte deshalb, dass mit wenigen Ausnahmen fĂŒr die kommenden vier Wochen keine Beherbergungsleistungen mehr in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen angeboten werden.

Erlaubt bleibe weiterhin eine Beherbergung aus beruflichen oder sozial-ethischen GrĂŒnden (beispielsweise Bestattung oder Sterbebegleitung) sowie medizinisch veranlassten Zwecken wie beispielsweise zur Begleitung von Kindern bei einem Krankenhausaufenthalt, erlĂ€uterte ein Regierungssprecher. Einzelheiten zu den EindĂ€mmungsmaßnahmen werde eine Landesverordnung regeln. Sie soll bis Sonntag erarbeitet und dann veröffentlicht werden. "In Kraft treten wird die neue Verordnung am Montag", hieß es.

7-Tage-Inzidenz liegt bei ĂŒber 100 fĂŒr Deutschland

Die Zahl erfasster Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner lag in den vergangenen sieben Tagen erstmals bundesweit ĂŒber 100. Die 7-Tage-Inzidenz liege Stand 0 Uhr bei 104,9, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mit. Tags zuvor hatte sie bei bundesweit 99,0 gelegen, vor vier Wochen noch bei 15,3. Eine hohe 7-Tage-Inzidenz zeigt an, dass sich viele Menschen mit dem Virus infiziert haben.

Besonders viele Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen erfassen den Daten vom Freitag zufolge derzeit Bremen (160,3), Berlin (146,1), Hessen (145,8) und Nordrhein-Westfalen (140,0). Werte ĂŒber dem bundesweiten Mittel haben zudem auch Bayern (114,1) und das Saarland (116,5).

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Klicken Sie in der Tabelle auf die Spalte "7-Tage-Inzidenz", um die Landkreise mit dem geringsten Wert anzuzeigen.

50 Neuinfektionen in einer Region in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner galten in den vergangenen Wochen als wichtiger Grenzwert, ab dem in dem Gebiet oft gezielt Maßnahmen zur EindĂ€mmung der Corona-Welle eingefĂŒhrt wurden.

Deutschland nimmt Corona-Patienten aus EU auf

Deutschland wird nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn solange Corona-Patienten aus anderen EU-Staaten aufnehmen, solange dies möglich ist. Dies gelte etwa fĂŒr Staaten wie Tschechien oder Belgien, aber auch andere, die um Hilfe bitte wĂŒrden. Das AuswĂ€rtige Amt teilt mit, dass derzeit bereits je zwei Corona-Intensivpatienten aus den Niederlanden und Belgien in deutschen Kliniken behandelt wĂŒrden.

Polen meldet mehr als 20.000 Neuinfektionen

Die Behörden in Polen melden 21.629 nachgewiesene Neuinfektionen binnen eines Tages. Das ist abermals ein Rekordwert. 202 weitere Menschen starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Zusammenhang mit dem Coronavirus, insgesamt sind es damit 5.351. Um die wachsende Zahl der Patienten aufnehmen zu können, hat die Regierung mehrere Staatsunternehmen angewiesen, Feldlazarette zu errichten.

Österreich und Italien als Risikogebiete eingestuft

Die Bundesregierung hat Österreich bis auf zwei kleine Exklaven und fast ganz Italien wegen dramatisch steigender Infektionszahlen ab diesem Sonntag zu Corona-Risikogebieten erklĂ€rt. Mit Kroatien, Slowenien, Ungarn, Bulgarien und Zypern werden zudem fĂŒnf EU-LĂ€nder komplett auf die Risikoliste gesetzt, wie das Robert Koch-Institut am Freitag auf seiner Internetseite mitteilte.

Robert Koch-Institut meldet mehr als 18.000 Neuinfektionen

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 18.681 FÀllen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Kreis Pinneberg: Privatschule muss schließen

Im Kreis Pinneberg ist nach mehreren positiven Corona-Tests eine Privatschule vorerst geschlossen worden. Es gebe ein diffuses Infektionsgeschehen, teilte der Kreis Pinneberg am Freitagmorgen mit. So seien unabhĂ€ngig voneinander an der Leibniz-Privatschule Elmshorn fĂŒnf Menschen positiv getestet worden. Das Infektionsgeschehen sei derzeit nicht auf einzelne Klassen einzuschrĂ€nken.

Leeres Klassenzimmer: Im Kreis Pinneberg musste eine Privatschule wegen einiger Corona-FĂ€lle wieder schließen.
Leeres Klassenzimmer: Im Kreis Pinneberg musste eine Privatschule wegen einiger Corona-FĂ€lle wieder schließen. (Quelle: Hartenfelser/imago-images-bilder)

Die rund 150 Lehrer der Einrichtung sollen am Samstag auf das Coronavirus getestet werden. Bis das Testergebnis – vermutlich am Montagnachmittag – vorliegt, bleibt die Schule den Angaben zufolge geschlossen.

Israel beschließt weitere Lockerungen der Corona-BeschrĂ€nkungen

Knapp zwei Wochen nach ersten Lockerungen von Israels zweitem Corona-Lockdown sind weitere Erleichterungen geplant. Das sogenannte Corona-Kabinett beschloss in der Nacht zum Freitag die Öffnung der Grundschulen fĂŒr die 1. bis 4. Klasse, allerdings unter EinschrĂ€nkungen. Von Sonntag an dĂŒrfen auch Ferienwohnungen wieder geöffnet werden. In GebetshĂ€usern können sich bis zu zehn Menschen versammeln und draußen bis zu 20. Auch Friseur- und Kosmetiksalons dĂŒrfen dann wieder einzelne Kunden empfangen.

StraßengeschĂ€fte sollen aber erst eine Woche spĂ€ter geöffnet werden. Sollten die durchschnittlichen Corona-Fallzahlen schon vorher auf rund 500 am Tag fallen, wird schon frĂŒher geöffnet. Auch nach den ersten Lockerungen in Israel waren die Infektionszahlen weiter gesunken. Am Freitag verzeichnete das Gesundheitsministerium 630 neue FĂ€lle. Vor einem Monat waren es noch mehr als 9.000 am Tag gewesen.

Erstmals mehr als 90.000 Corona-Neuinfektionen in den USA

Wenige Tage vor der PrÀsidentschaftswahl in den USA ist im Land ein Rekordwert bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie die Johns-Hopkins-UniversitÀt in Baltimore am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 91.295 neue AnsteckungsfÀlle erfasst. Damit wurde zum ersten Mal die Schwelle von 90.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gebrochen.

Zuletzt breitete sich das neuartige Virus vor allem im Norden und Mittleren Westen der USA stark aus. Die Gesamtzahl der verzeichneten AnsteckungsfÀlle in den Vereinigen Staaten stieg nach Angaben der UniversitÀt inzwischen auf 8,94 Millionen. In absoluten Zahlen sind die USA das am stÀrksten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

Frankreich macht Homeoffice zur Pflicht

Frankreich macht als Teil des neuen Lockdowns die Arbeit von zu Hause zur Pflicht. Ausnahmen seien nur dann zulĂ€ssig, wenn es technisch nicht anderes gehe, erklĂ€rt Arbeitsministerin Elisabeth Borne. Die Regierung stellt auch andere Einzelheiten der bereits am Mittwoch verkĂŒndeten VerschĂ€rfungen vor. Unter anderem gilt die Maskenpflicht jetzt fĂŒr Kinder ab sechs Jahre statt wie bislang ab elf.

Zahl der Corona-Toten in Frankreich auf mehr als 36.000 gestiegen

In Frankreich hat sich die Zahl der Corona-Toten nach offiziellen Angaben auf mehr als 36.000 erhöht. 250 weitere Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden an den Folgen der Viruserkrankung Covid-19 gestorben, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag in Paris mit. In der Nacht zum Freitag trat in Frankreich erneut ein landesweiter Lockdown in Kraft.

Die Zahl der Corona-Patienten, die auf der Intensivstation behandelt werden mĂŒssen, stieg den Angaben zufolge auf 3147 – ein Plus von 395 im Vergleich zum Vortag. Insgesamt werden derzeit mehr als 21.600 mit dem Coronavirus Infizierte in französischen KrankenhĂ€usern behandelt.

Frankreich ist eines der am stÀrksten von der Corona-Pandemie betroffenen LÀnder in Europa. Wegen der seit Wochen stark steigenden Infektionszahlen verhÀngte die Regierung in Paris einen erneuten landesweiten Lockdown.

Berlin beschließt Teil-Lockdown – macht aber Ausnahmen fĂŒr Kinder

Zur EindĂ€mmung der Corona-Pandemie wird das öffentliche Leben in Berlin ab 2. November fĂŒr vier Wochen teilweise heruntergefahren. Der Senat beschloss am Donnerstag weitreichende BeschrĂ€nkungen fĂŒr die BĂŒrger, fĂŒr Gastronomie, Kultur und Sport. Er setzt damit einen von Bund und LĂ€ndern vereinbarten Teil-Lockdown um.

Die MinisterprĂ€sidenten hatten auf eine Schließung von Gastronomiebetrieben, Theatern, Opern, KonzerthĂ€usern, Fitnessstudios, Kosmetiksalons, Freizeit- und SportstĂ€tten verstĂ€ndigt. Der Amateursportbetrieb wird eingestellt, Vereine dĂŒrfen also nicht mehr trainieren. FĂŒr Kinder bis 12 Jahren gilt das in Berlin allerdings nicht - fĂŒr sie ist weiter Training an der frischen Luft möglich.

Der gemeinsame Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur noch Angehörigen zweier Haushalte mit maximal zehn Personen gestattet. Kinder bis 12 Jahren sind von dieser Regel ausgenommen. Hotels und Pensionen dĂŒrfen keine Touristen mehr aufnehmen. Schulen und Kitas sollen ebenso offen bleiben wie GeschĂ€fte.

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