Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Weshalb Deutschlands Banken 10 Milliarden Bargeld bunkern


Tresore quellen über  

Weshalb Deutschlands Banken 10 Milliarden Bargeld bunkern

30.12.2017, 10:23 Uhr | dpa, cwe

Weshalb Deutschlands Banken 10 Milliarden Bargeld bunkern. Euro-Schein-Bündel bei der Deutschen Bundesbank. (Quelle: dpa/Bundesbank)

Euro-Schein-Bündel bei der Deutschen Bundesbank. (Quelle: Bundesbank/dpa)

Deutschlands Banken horten Milliarden Euro Bargeld in ihren Tresoren. Schuld ist die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Doch die Lagerung der Papiermassen ist aufwendig.

Finanzhäuser in Deutschland bunkern nach Angaben der Bundesbank wegen der Strafzinsen weiterhin Milliarden Euro in Tresoren. "Aktuell werden noch immer knapp über zehn Milliarden Euro von Kreditinstituten als Bargeld gehortet, um Negativzinsen zu entgehen", sagte Bundesbankvorstand Carl-Ludwig Thiele. In den vergangenen Monaten habe sich der Wert nur geringfügig erhöht. Eine weitere Zunahme sei nicht auszuschließen - allerdings beschränkt durch Tresorkapazitäten.

Thiele hatte im Sommer von zusätzlich zehn Milliarden Euro in den vergangenen zwei Jahren gesprochen. Der Kassenbestand der Geldhäuser war in diesem Zeitraum deutlich gestiegen. Einen Trend zur Aufbewahrung von Bargeld in großem Stil sieht die Branche bei den Instituten allerdings nicht.

Finanzhäuser müssen derzeit 0,4 Prozent Strafzinsen - im Fachjargon Einlagefazilität - zahlen, wenn sie Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken. Die Notenbank kämpft damit unter anderem gegen die niedrige Inflation im gemeinsamen Währungsraum. Strafzinsen, so die Theorie, bringen Banken eher dazu, das Geld als Kredit an Verbraucher und Unternehmen weiterzureichen. Das kann die Konjunktur und die Inflation ankurbeln.

Keine kostenfreie Lösung

Die Aufbewahrung von Bargeld im Tresor ist allerdings nicht umsonst. Für die Lagerung im größeren Stil müssen im Zweifelsfall extra Räume gemietet werden. Hinzu kommen Kosten für den Transport des Geldes und für Versicherungsprämien. Die Belastungen variieren je nach Finanzhaus.

"Bei größeren Mengen an Bargeld sind die Kosten für Aufbewahrung, Versicherung und Transport bei einigen Kreditinstituten nach unseren Berechnungen bereits ab einer Einlagefazilität von minus 0,25 Prozent niedriger als die anderenfalls entstehenden Zinsaufwendungen", sagte Thiele.

Einen generellen Trend erkennt der Sparkassenverband allerdings nicht. "Wir sehen im Moment keine große Diskussion und keine große Bewegung bei dem Thema", sagte ein Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV). Ähnlich äußerte sich ein Sprecher des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR): "In der Praxis ist das nicht im großen Stil zu beobachten."


Quelle: 

- Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Gerry Weberbonprix.deOTTOCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe