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Steuerberater: Kosten für Steuerberatung und Alternativen

Steuererklärung 2015  

Lohnt sich ein Steuerberater wirklich?

19.04.2016, 14:19 Uhr | kd (TP)

Steuerberater: Kosten für Steuerberatung und Alternativen. Wann sich ein Steuerberater lohnt. (Quelle: imago images/McPhoto)

Wann sich ein Steuerberater lohnt. (Quelle: McPhoto/imago images)

Die Steuererklärung ist oftmals eine lästige Pflicht. Deswegen wenden sich sowohl viele angestellte Arbeitnehmer als auch Selbstständige an Steuerberater. Ob sich eine Steuerberatung auch für Sie lohnt und wie hoch die Kosten hierfür sind, erfahren Sie hier.

Steuerberaterkosten gesetzlich geregelt

Die Steuerberater-Kosten sind gesetzlich geregelt. Hierfür gibt es die Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV). Diese legt die minimalen und maximalen Gebühren für eine Leistung fest. Angegeben wird die Gebührenspanne in sogenannten Zehnten. So liegt beispielsweise die Spanne für eine Einkommensteuererklärung ohne Ermittlung der einzelnen Einkünfte zwischen 1 und 6/10 der Maximalgebühr.

Die Verordnung bietet lediglich einen Überblick zu möglichen Kosten. Den endgültigen Betrag legen der Steuerberater oder das Beratungsunternehmen selber fest. In der Regel wird die Minimalgebühr fällig, wenn der Aufwand sehr klein ist oder der Berater auf dem Land sitzt.

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In der Stadt teuer als auf dem Land

Teurer wird es dagegen in größeren Städten. Hier werden noch weitere Faktoren mit einberechnet wie beispielsweise das Marktumfeld sowie Angebot und Nachfrage, so das Portal "Financescout24".

Die Kosten rangieren oftmals in der Mitte von Minimal- und Maximalgebühr, die sogenannte Mittelgebühr. Verlang Ihr Steuerberater mehr als die Mittelgebühr, muss er dies gut begründen. Dies wurde in mehreren Gerichtsurteilen bestätigt.

Mithelfen und Geld sparen

Um die vollständigen Kosten für eine Steuerberatung abschätzen zu können, müssen die Maximalkosten bekannt sein. Diese ergeben sich aus dem Gegenstandswert. Bei einer Einkommensteuererklärung ist der Gegenstandswert die Summe der positiven Einkünfte, mindestens aber 8.000 Euro. Wer dem Steuerberater unter die Arme greift, kann die Gebühren verringern. Hier gilt der Grundsatz: Zeit ist Geld. Notwendige Unterlagen sollten geordnet und griffbereit vorliegen. Das erspart dem Steuerberater Zeit und Ihnen Geld.

Lohnt sich nun ein Steuerberater?

Ein Steuerberater lohnt sich nur, wenn die Kosten nicht die Rückzahlung übersteigen. Laut dem Statistischen Bundesamt lag die durchschnittliche Rückzahlung bei 875 Euro im vergangenen Jahr. Der Betrag wird aber fast immer von den Kosten für die Beratung egalisiert. Somit profitieren Sie nur im minimalen Maße von einer professionellen Beratung.

Alternativen zum Steuerberater

Eine günstige Alternative zum Steuerberater sind Vereine für Lohnsteuerhilfe. Hier müssen aber bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Zum einen dürfen Freiberufler, Gewerbetreibende und andere Selbstständige die Hilfe nicht beanspruchen, sondern nur Angestellte, Rentner, Beamte und Pensionäre. Zum anderen dürfen Erträge aus anderen Kapitalanlagen oder Vermietungen die Grenze von 13.000 Euro nicht übersteigen. Bei Ehepaaren sind es 26.000 Euro. Das Gehalt spielt keine Rolle.

Die Kosten ergeben sich aus einer einmaligen Aufnahmegebühr und aus regelmäßigen Mitgliedsbeiträgen. Dieser setzt sich aus dem Gehalt und anderen Einkünften zusammen. Laut "Financesout24" überschreiten die Kosten die Marke von 300 Euro aber nicht.

Noch günstiger sind Computerprogramme

Wer noch mehr sparen möchte, greift am besten zu einem Computerprogramm. Diese bietet den Vorteil, dass Sie mit 15 Euro bis 40 Euro deutlich günstiger als ein Steuerberater und Lohnsteuerhilfeverein sind. Außerdem kann eine einmal angefertigte Steuererklärung jedes Jahr neu angepasst werden. Nachteilig ist, dass Sie bei der selbst erstellten Steuererklärung auch selber haften. 

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