• Home
  • Wirtschaft & Finanzen
  • Unternehmen & Verbraucher
  • Unternehmen
  • Siemens, VW, Lufthansa: Wie der Ukraine-Krieg deutsche Unternehmen herausfordert


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextCorona-Herbst: Erste MaßnahmenSymbolbild fĂŒr einen TextNasa warnt vor Chinas MondplĂ€nenSymbolbild fĂŒr einen TextSchlagerstars sorgen fĂŒr SensationSymbolbild fĂŒr einen TextNawalny muss unter Putin-PortrĂ€t sitzenSymbolbild fĂŒr einen TextFußball-Traditionsklub verkauftSymbolbild fĂŒr einen TextRekordpreise fĂŒr Lufthansa-TicketsSymbolbild fĂŒr ein VideoKreuzfahrtschiff kollidiert mit EisbergSymbolbild fĂŒr einen TextNĂ€chste deutsche Wimbledon-SensationSymbolbild fĂŒr einen TextE-Mail bringt Innenminister unter DruckSymbolbild fĂŒr einen TextPrinzessin Victoria begeistert mit LookSymbolbild fĂŒr einen TextTeenager in Bayern vermisstSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserRTL-Star wĂŒtet gegen Boris BeckerSymbolbild fĂŒr einen TextErdbeersaison auf dem Hof - jetzt spielen

Wie der Krieg deutsche Unternehmen trifft

Von Frederike Holewik

Aktualisiert am 25.02.2022Lesedauer: 3 Min.
Thyssenkrupp-Stahlwerk Duisburg (Symbolbild): Deutsche Unternehmen sind auch in der Ukraine vertreten.
Thyssenkrupp-Stahlwerk Duisburg (Symbolbild): Deutsche Unternehmen sind auch in der Ukraine vertreten. (Quelle: Jochen Eckel/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Bislang steht die Energieversorgung fĂŒr die deutsche Industrie, die Gaslieferungen aus Russland fließen weiter. Sorgen bereitet der Krieg in der Ukraine den Unternehmen dennoch. Ein Überblick.

Die deutsche Wirtschaft ist gleich mehrfach vom Krieg betroffen. Viele große Unternehmen haben lokale BĂŒros in der Ukraine, die meisten in der Hauptstadt Kiew. DarĂŒber hinaus sind die Konzerne fĂŒr ihre Produktion in Deutschland oftmals von Öl und Gas abhĂ€ngig.

t-online hat bei deutschen Industriekonzernen und Energieversorgern nachgefragt, wie sich der Krieg in der Ukraine auf sie auswirkt.

Industrie sorgt sich um ukrainische Mitarbeiter

Die Reaktionen in der Industrie sind bisher weitgehend zurĂŒckhaltend. Ein Siemens-Sprecher teilt auf Anfrage mit, der Konzern habe einige wenige Standorte in der Ukraine mit "einer niedrigen dreistelligen Zahl von Mitarbeitern". Deren Sicherheit gelte aktuell besondere Aufmerksamkeit. "Das Unternehmen hat daher entsprechende Maßnahmen ergriffen, um dies zu gewĂ€hrleisten", Ă€ußert der Sprecher weiter.


Volkswagen Ă€ußert große "Sorge und Betroffenheit". Man hoffe auf schnelle Einstellung der Kampfhandlungen. "Der Grad der Auswirkungen auf unsere GeschĂ€ftstĂ€tigkeit in den betroffenen LĂ€ndern wird fortlaufend durch einen Krisenstab ermittelt", so ein Konzernsprecher zu t-online. Bei allen AktivitĂ€ten vor Ort stĂŒnden "die Sicherheit und Unversehrtheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an erster Stelle".

Von Thyssenkrupp heißt es, sie bewerteten mögliche Konsequenzen kontinuierlich. "Folgen fĂŒr Energie- und Gaspreise oder auch RohstoffbezĂŒge sind nicht auszuschließen", so ein Sprecher. In der Ukraine ist das Unternehmen mit zwei Mitarbeitern vertreten.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Böses Erwachen
Wladimir Putin: Dreht er uns das Gas ab?


Energiekrise könnte Firmen betreffen

Die BASF ist ebenfalls in der Ukraine vertreten. FĂŒr die Untergesellschaften sind 235 Mitarbeiter tĂ€tig, eigene ProduktionsstĂ€tten gibt es vor Ort jedoch nicht. "Zur Vermeidung von Störungen bei der Belieferung mit Erdgas stimmen wir uns eng mit Lieferanten und Netzbetreibern sowie gegebenenfalls staatlichen Stellen ab", sagt eine Konzernsprecherin ĂŒber die Produktionsbedingungen in Deutschland.

Zu den Auswirkungen von möglichen Energie- oder LieferengpĂ€ssen wollte sich keines der Unternehmen Ă€ußern. Lesen Sie hier, wie abhĂ€ngig Deutschland von russischen Energielieferungen ist.

Lufthansa setzt FlĂŒge aus

Der Krieg schrĂ€nkt auch die Verkehrswege ein. Die Lufthansa teilt auf Anfrage mit: "Die Lufthansa Group setzt alle FlĂŒge in die Ukraine bis zum 26. MĂ€rz aus." FlĂŒge nach Kiew und Odessa seien bereits seit Montag gestrichen, seit Donnerstag sei auch die Verbindung nach Lwiw ausgesetzt. FluggĂ€ste wĂŒrden ĂŒber die Streichungen informiert.

Insgesamt werde der gesamte Luftraum gemieden. "Die Sicherheit unserer FluggĂ€ste und Besatzungsmitglieder hat zu jeder Zeit oberste PrioritĂ€t. ÜberflĂŒge im ukrainischen Luftraum finden nicht statt", so der Sprecher weiter. Lesen Sie hier, wie eine Ausreise noch möglich ist.

Energieversorger bleiben optimistisch

"Auch in diesem Winter gilt: Jeder Gaskunde wird eine warme Wohnung haben", sagt die Vorsitzende der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft, Kerstin Andreae, auf Anfrage von t-online. An den MĂ€rkten war die Unsicherheit dennoch groß. Die Preise fĂŒr Öl und Gas schossen am Mittwoch und Donnerstag in die Höhe. Lesen Sie hier, wie sich der Krieg auf den Energiemarkt auswirkt.

Ein Sprecher von RWE teilt t-online mit: "Die RohstoffmĂ€rkte reagieren deutlich auf den Krieg, und wir erwarten weiterhin eine hohe VolatilitĂ€t." FĂŒr Kunden gebe es allerdings zunĂ€chst keinen Grund zur Sorge: "Einen physischen Engpass in unserer Stromerzeugung sehen wir aktuell nicht, unsere Anlagen produzieren planmĂ€ĂŸig."

FĂŒr die PreisausschlĂ€ge ist dabei auch eine besondere Ausgangslage verantwortlich. Die deutschen Gasspeicher sind dieses Jahr deutlich weniger gefĂŒllt als in frĂŒheren Jahren. Das lag an technischen Problemen, erhöhtem Energiebedarf, der wieder hochfahrenden Wirtschaft im vergangenen Sommer und einem besonders kalten Winter. Lesen Sie hier, wie es zu den niedrigen FĂŒllstĂ€nden kommen konnte.

Verbraucher sind besonders geschĂŒtzt

"Aktuell liefern die russischen Vertragspartner die vertragsgemĂ€ĂŸ zugesagten Gasmengen", sagt ein Sprecher von EnBW. Zudem gebe es Lieferungen aus Norwegen und den Niederlanden sowie FlĂŒssigerdgas-Lieferungen (LNG-Arrivals). Bei einem normalen Temperaturverlauf "sind wir daher mit Blick auf die Versorgungssicherheit gut ausgestattet".

"Die Strom- und Gasversorgung der Vattenfall-Kunden ist gesichert – nicht zuletzt dank einer guten Gasspeicher-Infrastruktur in Deutschland und dem europĂ€ischen Gas-Verbundnetz, das einen innereuropĂ€ischen Gas-Austausch sicherstellt", teilt das Unternehmen mit. Sollte es doch zu EngpĂ€ssen kommen, seien Haushaltskunden rechtlich besonders geschĂŒtzt, betont ein Vattenfall-Sprecher.

Die Energiekonzerne beziehen ihre Gaslieferungen nicht direkt vom Produzenten, sondern ĂŒber zentrale HandelsplĂ€tze. Dort treffen Lieferungen aus verschiedenen LĂ€ndern zusammen. Viele Energieversorger haben dabei langfristige VertrĂ€ge geschlossen, sodass sich Preiserhöhungen an der Börse, wenn ĂŒberhaupt, erst nachtrĂ€glich fĂŒr Kunden auswirken.

Alle angefragten Energieversorger sind sich darĂŒber einig, dass in Zukunft ein breiter Energiemix geschaffen werden muss, um so dauerhaft die Versorgung zu sichern.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
  • Mauritius Kloft
Von Mauritius Kloft
BASFDeutsche LufthansaDeutschlandDuisburgKiewRusslandThyssenKruppUkraine
Ratgeber

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website