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Coronavirus: Sorge um deutsche Wirtschaft – Dax verliert dramatisch

Newsblog zum Coronavirus  

Dax verliert dramatisch – Schweiz verbietet Großveranstaltungen

06.03.2020, 08:43 Uhr | dpa, AFP, rtr, nhr, pdi, aj, ds

Gefahr in Deutschland "gering bis mäßig"

Der Vize-Präsident des Instituts informierte am Freitag in Berlin über die neuesten Entwicklungen. Das Coronavirus habe weltweit derzeit mehr als 80.000 Menschen befallen. (Quelle: Reuters)

Einschätzung der Gefahrenlage: Der Vize-Präsident des Robert-Koch-Instituts informierte am Freitag über die neuesten Entwicklungen zum Coronavirus. (Quelle: Reuters)


Die Ausbreitung des Coronavirus hat immer drastischere Folgen, nun fallen die Börsenkurse weiter. So auch der deutsche Leitindex Dax, der eine wichtige Schwelle unterschritten hat. Alle Infos im Newsblog.

In Deutschland gibt es weitere Coronavirus-Fälle. Gesundheitsminister Jens Spahn kündigte an, er erwarte eine noch deutlich stärkere Verbreitung im Land. Auch weltweit steigen die Zahlen der Neuerkrankungen stetig, bisher gibt es nach offiziellen Angaben mehr als 80.000 Infizierte und fast 3.000 Tote. 

Sonntag, 23.20 Uhr: Erster Fall in Berlin bestätigt 

In Berlin ist erstmals ein Patient nachweislich an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung am späten Sonntagabend mit. Die Person werde stationär isoliert und behandelt. Der zuständige Amtsarzt hat mit der Nachverfolgung der Kontaktpersonen begonnen.

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci werde am Montag um 12 Uhr die Presse über den Fall und das weitere Vorgehen informieren, hieß es. Mehr Details gab die Senatsverwaltung auf Anfrage am späten Sonntagabend nicht bekannt.

Für den Montag wurden Ergebnisse von Mitarbeitern des Brandenburger Erlebnisbads Tropical Islands erwartet. Dort war ein Mann aus Nordrhein-Westfalen zu Besuch, bei dem der Erreger später nachgewiesen wurde.

23 Uhr: Kita im Kreis Neuwied in Rheinland-Pfalz bleibt geschlossen

Wegen eines begründeten Corona-Verdachtsfalls bleibt in Windhagen im Kreis Neuwied in Rheinland-Pfalz am Montag die kommunale Kindertagesstätte "Spatzennest" vorsorglich geschlossen, wie die Rhein-Zeitung berichtet.

22.55 Uhr: Weitere Fälle in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg wurden am späten Sonntagabend vier weitere Corona-Infektionen bestätigt, damit steigt die Zahl auf 20. Das Gesundheitsamt Mannheim meldete drei Fälle. Außerdem teilte das Gesundheitsamt Heilbronn einen weiteren bestätigten Covid-19-Fall mit.

21.08 Uhr: Aufatmen in Bonn: 185 Schüler negativ getestet

Nach der Infektion eines Mitarbeiters einer Offenen Ganztagsbetreuung (OGS) in Bonn gibt die Stadt eine erste vorsichtige Entwarnung. Am Sonntagabend lagen negative Tests für 185 Kinder vor, die die Grundschule besuchen. 30 Tests auf das neuartige Coronavirus stünden noch aus. Darunter seien sowohl Schüler als auch Lehrer.

Krisenteams hatten die Familien am Wochenende aufgesucht, aber noch nicht alle Kontaktpersonen des 23 Jahre alten OGS-Mitarbeiters angetroffen. Er hat nur leichte Symptome und befindet nach Angaben der Uniklinik Bonn in häuslicher Quarantäne. Der Student hatte Karneval im Kreis Heinsberg gefeiert.

Im Fall einer Schülerin aus dem Raum Aachen, die mit ihrer Reisegruppe an der Grenze zu Österreich im Bus gestoppt wurde, gab es am Abend ebenfalls Entwarnung. Nach Angaben eines Sprechers fiel der Test in Bayern auf den neuartigen Coronavirus negativ aus. Die Schülerin hatte vor der Reise "intensiveren" Kontakt zu einem Jugendlichen, bei dem einen Nachweis gab.

18.24 Uhr: Italien meldet 566 neue Infektionen – in 24 Stunden

In Italien ist die Zahl der Coronavirus-Fälle auf 1.694 gestiegen – von 1.128. Fällen am Vorabend. Die Zahl der Toten ist im selben Zeitraum von 29 auf 34 gestiegen, wie Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Sonntag in Rom mitteilte.

Trotz der weiter stark steigenden Zahlen wollen die ersten Regionen ihre wegen der Coronavirus-Krise geschlossenen Schulen von Montag an wieder öffnen. Die Schüler in den drei am härtesten getroffenen Regionen – in der Lombardei, der Emilia-Romagna und Venetien – sollen aber weiter zu Hause bleiben, mindestens noch eine Woche. Der Dom in Mailand sollte ebenfalls am Montag wieder für Besucher öffnen.

Die italienische Regierung plant ein Hilfspaket für die durch die Coronavirus-Welle zusätzlich angeschlagene Wirtschaft in Höhe von 3,6 Milliarden Euro. Diese Summe nannte Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri am Sonntag. Das Programm solle kommende Woche im Kabinett beschlossen werden. Ministerpräsident Giuseppe Conte sprach den Wunsch Roms an, dafür die Defizitquote für den Staatshaushalt zu erhöhen. Gespräche mit der Europäischen Union liefen, hieß es.

Italien ist das in Europa am schwersten von der Lungenkrankheit Covid-19 betroffene Land. Elf Gemeinden in der Lombardei und Venetien sind seit rund einer Woche gesperrt.

18.11 Uhr: 16 Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg

Die Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg ist auf 16 gestiegen. Am Wochenende sei eine weitere Infektion aus dem Raum Freiburg bekannt geworden, teilte das Sozialministerium in Stuttgart am Sonntag mit.

"Es handelt sich um einen 41-jährigen Mann ohne Bezug zu den vorbekannten Fällen", hieß es. Symptombeginn sei am 26. Februar gewesen. Zuvor – innerhalb der Inkubationszeit – sei der Mann vom 21. bis 23. Februar nach Basel gereist. Der Patient sei stationär in einem Krankenhaus in Baden-Württemberg aufgenommen worden, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums. Ihm gehe es gut, er weise keine schwere Symptomatik auf.

In Deutschland mehren sich die Fälle von Infektionen mit dem neuartigen Virus SARS-CoV-2, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. In Baden-Württemberg waren bisher 15 Infektionen bekannt.

18.00 Uhr: BIZ erwartet konjunkturelle Schwächephase

Die Coronavirus-Epidemie wird nach Einschätzung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) die Weltkonjunktur viel stärker ausbremsen als ursprünglich gedacht. Die Erwartung, dass auf den Einbruch eine rasche Erholung folgen werde, "erscheint nun extrem unrealistisch", erklärte Claudio Borio, Leiter der Wirtschafts- und Währungsabteilung der BIZ, am Sonntag anlässlich der Vorlage des aktuellen Quartalsberichts. "Die Unsicherheit herrscht jetzt weltweit." Die Nachrichten über das Virus und die Schritte der Behörden würden weiter die Kursentwicklung an den Finanzmärkten bestimmen, ergänzte Borio. Die in Basel ansässige BIZ gilt als Zentralbank der Notenbanken und ist eine wichtige Denkschmiede für die internationale Geldpolitik.

17.32 Uhr: Delta Air Lines setzt Flüge nach Mailand aus

Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines streicht wegen des neuartigen Coronavirus die Flüge zwischen New York und Mailand. Der vorerst letzte Flug vom New Yorker Flughafen John F. Kennedy (JFK) nach Mailand werde am 2. März starten und der vorerst letzte Flug von Mailand nach New York werde am 3. März abheben, teilte Delta am Sonntag auf ihrer Homepage mit. Die Routen zwischen Rom und JFK sowie Rom und Atlanta würden weiter bedient. Aufgrund von Bedenken wegen des neuartigen Coronavirus hatte Delta Airlines bereits Ende Januar vorübergehend alle Flüge von und nach China gestrichen.

17.19 Uhr: "Leichte Verzögerung" bei Tests 

Bei den laufenden Tests von Proben auf das neuartige Coronavirus läuft an der Berliner Charité nicht alles nach Plan. "Seit Freitagnachmittag kommt es zu einer leichten Verzögerung bei der Testung von SARS-CoV-2-Proben, da eine Lieferung von Laborreagenzien nicht rechtzeitig eingegangen ist", erklärte Charité-Sprecherin Manuela Zingl am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse- Agentur. "Am Montag wird dies behoben sein." Der Test selbst dauere etwa vier bis fünf Stunden, erläuterte Zingl. Zusätzliche Zeiten müssten für den Probentransport eingerechnet werden. "An der Charité/Labor Berlin werden die Tests täglich durchgeführt."

Ein Labor unter dem Dach der Charité untersucht Proben von Menschen, die sich mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert haben könnten. Auftraggeber sind Behörden nicht nur in Berlin, sondern etwa auch in Brandenburg und Thüringen. Der Thüringer Ilm-Kreis hatte am Wochenende mitgeteilt, dass sich ein ursprünglich für Samstag erwartetes Testergebnis für einen 15-Jährigen verzögere. Der Brandenburger Landkreis Dahme-Spreewald erklärte, mit den Testergebnissen für fast 100 Mitarbeiter des Brandenburger Erlebnisbads Tropical Islands werde nunmehr für Montag und nicht mehr wie zunächst geplant am Sonntag gerechnet.

Für die Tests werden laut Charité Abstriche aus dem Nasen-Rachen-Raum und gegebenenfalls auch den tiefen Atemwegen der Menschen genommen. Die Proben werden dann mittels eines molekularbiologischen Tests (Reverse-Transkriptase-PCR) auf das SARS-CoV-2-Virus untersucht.

17.17 Uhr: Louvre wegen Arbeitsniederlegung geschlossen 

Der Pariser Louvre blieb am Sonntag geschlossen, weil die Mitarbeiter aus Sorge um die Coronavirus-Epidemie ihre Arbeit niedergelegt hatten. Trotz der Gespräche mit den Beschäftigten über die vom Louvre angeordneten Präventionsmaßnahmen, habe das Museum nicht öffnen können, teilte die Pressestelle mit. Morgen soll es weitere Gespräche geben. Das Kunstmuseum wurde im Jahr 2019 von 9,6 Millionen Menschen besucht.

In Frankreich wurden bis Samstag 100 Fälle des neuartigen Coronavirus bestätigt. Angesichts der zunehmenden Ausbreitung sind Veranstaltungen mit mehr als 5.000 Personen verboten worden. In Frankreich waren bereits zwei mit SARS-CoV-2 infizierte Menschen gestorben. Mitte Februar starb ein 80 Jahre alter chinesischer Tourist, am Mittwoch ein 60-jähriger Franzose, der erste Todesfall eines französischen Staatsbürgers in Frankreich.

17.07 Uhr: Bremen – Häusliche Quarantäne in fünf Fällen 

Nach Bekanntwerden der ersten Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in Bremen sind insgesamt fünf Menschen in häuslicher Quarantäne. Darunter seien zwei Menschen aus dem familiären Umfeld der 58-jährigen Betroffenen, drei weitere seien Klinikmitarbeiter, sagte der Sprecher der Bremer Gesundheitssenatorin, Lukas Fuhrmann, am Sonntag. Insgesamt gebe es elf Kontaktpersonen, sechs davon seien der Frau aber nur in Schutzkleidung begegnet. Alle seien ohne Symptome, die 58-Jährige selber zeige nur leichte Symptome. Die Frau sei am Donnerstag aus dem Iran zurückgekehrt. Sie befindet sich derzeit im Krankenhaus.

16.38 Uhr: Polizistinnen in NRW infiziert

Von den Coronavirus-Infektionen in Nordrhein-Westfalen sind auch zwei Beamtinnen der Polizei betroffen. Wie die Kreispolizeibehörde Viersen am Sonntag mitteilte, wurden die beiden am Samstag positiv auf das Virus getestet. Demnach zeigen die Beamtinnen, die zwar bei der Kreispolizei arbeiten, aber nicht im Kreis Viersen wohnen, derzeit keine Krankheitssymptome und befinden sich in häuslicher Isolation.

"Wir nehmen die Lage ernst, aber es besteht derzeit kein Grund zur Besorgnis", erklärte der Abteilungsleiter der Polizei, Manfred Krüchten. Alle notwendigen Vorsorgemaßnahmen gegen die Verbreitung des Virus würden verstärkt. "Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Viersen ist nach wie vor gewährleistet", fügte Landrat Andreas Coenen als Behördenleiter der Kreispolizei hinzu.

16.32 Uhr: Erste Fälle in Tschechien bestätigt 

In Tschechien sind die ersten drei bestätigten Coronavirus-Infektionen aufgetreten. Bei keinem der Patienten nehme die Erkrankung einen schweren Verlauf, teilte Gesundheitsminister Adam Vojtech am Sonntag im tschechischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen CT mit. Es handele sich um zwei Tschechen, die in Italien gewesen seien, und eine US-Amerikanerin, die dort studiere.

Die Patienten befinden sich demnach aktuell auf Isolierstationen in Krankenhäusern in Prag sowie in Usti nad Labem (Aussig an der Elbe) nahe der deutschen Grenze. Die Proben, die im nationalen Referenzlabor in Prag untersucht wurden, werden nun für eine zusätzliche Überprüfung an ein Labor in Berlin entsandt.

In Europa breitet sich das neuartige Coronavirus derzeit vor allem in Italien stark aus. Das tschechische Außenministerium rät seit knapp einer Woche von Reisen in die betroffenen norditalienischen Regionen ab.

16.28 Uhr: Japan warnt vor Reisen in bestimmte Regionen 

Die japanische Regierung warnt ihre Bürger vor Reisen in die Regionen Daegu und Cheongdo in Südkorea. Zugleich rät sie dazu, auf nicht unbedingt erforderliche Reisen in die drei norditalienischen Regionen Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna zu verzichten.

16.17 Uhr: Trump kündigt Überprüfung von Reisenden an 

US-Präsident Donald Trump kündigt via Twitter an, dass Reisende aus Ländern mit hohem Epidemie-Risiko besonders überprüft werden. Das gelte sowohl bei der Ausreise als auch bei der Einreise.

16.13 Uhr: Grüne wollen Ärzte schützen 

Nach der ersten Bestätigung einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in Niedersachsen haben die Grünen gefordert, vor allem Ärzte und medizinisches Personal zu schützen. Besonders die Hausärztinnen und Hausärzte als erste Kontaktstelle und zuständig für Abstriche, benötigten "Unterstützung zum Eigenschutz", sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion, Meta Janssen-Kucz, am Sonntag. Die Landesregierung sei verpflichtet, schnellstmöglich die notwendigen Schutzausrüstungen zur Verfügung zu stellen. Dabei solle allem auch auf Bestände des Technischen Hilfswerks und von Feuerwehren zurückgegriffen werden.

Janssen-Kucz forderte zudem, dass nicht einzelne Krankenhäuser mögliche Coronavirus-Fälle isolieren sollten: Notwendig seien regionale Isolationszentren, um so die Gefährdung anderer Patientinnen und Patienten sowie des Personals auszuschließen. "Ansonsten wird das Gesundheitssystem in Niedersachsen destabilisiert", warnte sie. Außerdem verlangte sie die sofortige Einrichtung eines landesweiten Krisenstabes, um die Ausbreitung des Coronavirus soweit wie möglich einzuschränken.

16.09 Uhr: Münsteraner nach Infektion in Uniklinik 

Erstmals gibt es in Nordrhein-Westfalen eine nachgewiesene Infektion mit dem neuartigen Coronavirus, bei der es keinen Bezug zum Kreis Heinsberg gibt. Nach einem zweiwöchigen Urlaub im Iran zeigte ein 51-Jähriger Mann aus Münster Symptome der Erkrankung und meldete sich bei der Uniklinik Münster, wie die Stadt am Sonntag mitteilte. Seit Samstagabend liegt das positive Testergebnis vor. Laut Mitteilung der Stadt wird der Münsteraner stationär und isoliert von anderen Patienten in der Uniklinik behandelt. Die Ehefrau habe sich freiwillig in Quarantäne begeben. Nach Angaben der Klinik zeigt der Mann "leichte Symptome und ist in einem guten Zustand."

Die Stadt hat den Regeln entsprechend einen Krisenstab eingerichtet. Der Mann war von Teheran nach Frankfurt geflogen und von dort mit der Bahn und dem Auto über Köln nach Münster gefahren.

Die Zahl der Covid-19-Fälle im Iran ist in den vergangenen Tagen unaufhaltsam gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums am Sonntag ist die Zahl der Todesfälle innerhalb von 24 Stunden von 43 auf 54 angewachsen. Im gleichen Zeitraum nahm die Zahl der nachgewiesenen Infektionen um 385 zu. Sie liegt derzeit insgesamt bei 978. Am stärkten betroffen ist die Hauptstadt Teheran.

16.06 Uhr: Chinesische Städte wollen Autokäufe unterstützen 

In China wollen die Städte Guangzhou und Xiangtan Autokäufe mit staatlichen Hilfen unterstützen. Damit sollen die Geschäfte der dort produzierenden Hersteller wieder angekurbelt werden, nachdem das Coronavirus deutlich auf den Absatz gedrückt hat. In Guangzhou sind die japanischen Konzerne Toyota, Honda und Nissan mit Gemeinschaftsunternehmen vertreten, in Xiangtan produziert Geely.

16.02 Uhr: Bayern: Häusliche Quarantäne für 1.600 Angestellte

In Bayern sind am Sonntag vier neue Coronavirus-Fälle bestätigt worden. Wie das bayerische Gesundheitsministerium mitteilte, handelt es sich um zwei weitere Fälle aus Oberbayern sowie je einen Fall aus Mittelfranken und aus dem Allgäu. Bei einem der Fälle handelt es sich um einen Mitarbeiter des Unternehmens DMG Mori in Pfronten.

Das Unternehmen informierte die Mitarbeiter darüber, dass am Montag und Dienstag alle Tochterunternehmen des Maschinenherstellers an dem Standort im Ostallgäu geschlossen bleiben. Rund 1.600 Mitarbeiter seien davon betroffen, erklärte Unternehmenssprecher Stephan Knüttel.

16 Uhr: Kreis Heinsberg schafft Anlaufstelle zur Probenentnahme

Der NRW-weit am stärksten vom neuartigen Coronavirus betroffene Kreis Heinsberg will Engpässen in der medizinischen Versorgung entgegensteuern. In der Gemeinde Gangelt mit rund 12.000 Einwohnern seien aufgrund der Quarantänemaßnahmen mehrere Arztpraxen geschlossen, die übrigen sehr stark ausgelastet, teilte der Kreis am Sonntag mit. Zur Unterstützung der hausärztlichen Versorgung richte man ab Montag mit dem DRK eine Zentrale Anlaufstelle zur Probenentnahme ein.

Zudem werde für die "normale" medizinische Versorgung eine größere Arztpraxis bereitstehen. Ein Arzt, der selbst noch unter Quarantäne stehe, stelle seine Praxis bereit, sagte ein Kreissprecher. Eine telefonische Anmeldung sei zwingend. Geschätzt rund 1.000 Menschen waren in Gangelt in häuslicher Quarantäne, die für etwa zwei Drittel der Betroffenen am Sonntag endete. Die anderen müssen sich bis 9. März gedulden. Die Zahl der positiv auf den Erreger SARS-CoV-2 getesteten Menschen sei im Kreis Heinsberg auf 68 gestiegen.

15.52 Uhr: Internationale Schleiftechnik-Messe abgesagt

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus ist nun auch die Fachmesse GrindTec in Augsburg abgesagt worden. Es handelt sich nach Angaben des Veranstalters um die Weltleitmesse im Bereich Schleiftechnik. Ursprünglich sollten vom 18. bis 21. März rund 600 Unternehmen aus 30 Ländern ihre Produkte auf dem Augsburger Messegelände präsentieren. Die Fachmesse solle nun im November nachgeholt werden, berichteten die Messeverantwortlichen am Sonntag.

Die Stadt Augsburg begrüßte die "vernünftige und verantwortungsvolle Entscheidung". Aufgrund der aktuellen Entwicklungen wäre "die Durchführung der Veranstaltung nicht risikofrei möglich gewesen".

Wegen der Zunahme von Infektionen in Deutschland waren zuvor bereits die weltgrößte Tourismusbörse ITB in Berlin und weitere kleine Messen in Deutschland abgesagt oder verschoben worden. Auch im Ausland wurden etliche Veranstaltungen abgesagt.

15.09 Uhr: Leipziger Buchmesse hält an Termin fest

Die Leipziger Buchmesse hält auch nach der Absage verschiedener Messen im Bundesgebiet wegen der Ausbreitung des Coronavirus an ihrem geplanten Termin in wenigen Tagen fest. "Die Leipziger Buchmesse findet statt!", teilten die Verantwortlichen am Sonntag über ihren Twitter-Account mit. Man stehe in Kontakt mit den zuständigen Gesundheitsbehörden. Bislang lägen auch keine Auflagen für die Messe vor.

Die Bücherschau ist nach Frankfurt die zweitgrößte Buchmesse in Deutschland. Sie soll vom 12. bis 15. März veranstaltet werden. Voriges Jahr kamen rund 286.000 Besucher zur Messe und dem dazugehörigen Festival "Leipzig liest", das sich über hunderte Leseorte in der gesamten Stadt verteilt.

Wegen der Zunahme von Coronavirus-Infektionen in Deutschland sind unter anderem die Tourismusbörse ITB, die Pro Wein in Düsseldorf und die Eisenwarenmesse in Köln abgesagt oder verschoben worden. Bis Sonntagvormittag wurden in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 117 Coronavirus-Infektionen nachgewiesen.

15.08 Uhr: 1.600 Mitarbeiter aus Bayern sollen zu Hause bleiben 

In Bayern sind am Sonntag vier neue Coronavirus-Fälle bestätigt worden. Wie das bayerische Gesundheitsministerium mitteilte, handelt es sich um zwei weitere Fälle aus Oberbayern sowie je einen Fall aus Mittelfranken und aus dem Allgäu. Bei einem der Fälle handelt es sich um einen Mitarbeiter des Unternehmens DMG Mori in Pfronten. Das Unternehmen informierte die Mitarbeiter darüber, dass am Montag und Dienstag alle Tochterunternehmen des Maschinenherstellers an dem Standort im Ostallgäu geschlossen bleiben.

Rund 1.600 Mitarbeiter seien davon betroffen, erklärte Unternehmenssprecher Stephan Knüttel. Diese seien bereits am Samstagabend vom Vorstand der Aktiengesellschaft darüber informiert und angewiesen worden, zu Hause zu bleiben. "Der betroffene Mitarbeiter befindet sich auf dem Weg der Besserung", erklärte Knüttel. Aktuell gibt es aktuell acht nachgewiesene Coronavirus-Infektionen im Freistaat

14.56 Uhr: Leipziger Sicherheitskräfte mit Schutzhandschuhen 

Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat Fußball-Bundesligist RB Leipzig die Vorsichtsmaßnahmen erhöht. Vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen trug am Sonntag zahlreiches Personal an den Einlässen sowie im Stadion Gummihandschuhe. Zudem stellte der Club im Stadionbereich Desinfektionsmittelspender auf. Unter der Woche hatte RB bereits alle Reisen für Angestellte storniert, auf Händeschütteln wird größtenteils verzichtet.

14.51 Uhr: Großbritannien meldet 35 Infektionen 

In Großbritannien steigt die Zahl der Infektionen um zwölf auf 35, wie die Gesundheitsbehörden mitteilen.

14.25 Uhr: Vier weitere Fälle in Bayern 

In Bayern sind am Sonntag vier neue Coronavirus-Fälle bestätigt worden. Wie das bayerische Gesundheitsministerium mitteilte, handelt es sich um zwei weitere Fälle aus Oberbayern sowie je einen Fall aus Mittelfranken und aus dem Allgäu. Bereits am Samstag waren drei neue Fälle aus Oberbayern bekannt geworden. Aktuell gibt es damit acht akut Erkrankte im Freistaat.

Bei einem der Fälle handelt es sich den Angaben zufolge um einen Mitarbeiter des Unternehmens DMG Mori in Pfronten. Das Unternehmen informierte die Mitarbeiter darüber, dass am Montag und Dienstag alle Tochterunternehmen des Maschinenherstellers an dem Standort im Ostallgäu geschlossen bleiben.

14.07 Uhr: Auswirkungen auf internationalen Sport 

Das neuartige Coronavirus wirkt sich weiter auf internationale Sportveranstaltungen aus und sorgt für Ausfälle, Verschiebungen und Kuriositäten. Vor allem Events in und rund um Italien sind derzeit stark betroffen, weshalb die Veranstalter besondere Maßnahmen ergriffen haben und ihren Terminplan umwerfen mussten. Prominentestes Beispiel an diesem Wochenende ist die Verschiebung von fünf Partien der Serie A am Wochenende auf den 13. Mai, darunter die Spitzenbegegnung zwischen Meister Juventus Turin und Inter Mailand.

13.55 Uhr: Luftverschmutzung in China geht zurück 

Die Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus haben in China wohl zumindest teilweise zu einem Rückgang der Luftverschmutzung geführt. Das geht aus zwei Satellitenbildern hervor, die die US-Raumfahrtbehörde Nasa veröffentlicht hat. Dort ist der vielerorts relativ hohe Stickstoffdioxid-Ausstoß in China vor den Coronavirus-Maßnahmen Anfang Januar zu sehen – und der deutlich geringere Ausstoß im Februar. Die Daten stammen von Satelliten der Nasa und der europäischen Raumfahrtbehörde Esa.

Der Rückgang des Stickstoffdioxid-Ausstoßes sei zuerst über Wuhan zu entdecken gewesen, hieß es von der Nasa. Aus der Millionenmetropole waren erstmals Infektionen mit dem Erreger SARS-CoV-2 gemeldet worden, kurz danach war die Stadt weitgehend unter Quarantäne gestellt worden. Der Verkehr in und aus der Stadt wurde eingestellt, Fabrik und Unternehmen wurden geschlossen.

Von Wuhan habe sich der Rückgang des Stickstoffdioxid-Ausstoßes über China ausgebreitet. Ein geringer Rückgang sei in dem Zeitraum rund um das chinesische Neujahrsfest Ende Januar oder Anfang Februar immer zu beobachten, der jetzt beobachtete halte jedoch deutlich länger an.

13.46 Uhr: Quarantäne-Betroffene beklagt zu wenig Tests

Eine von der Quarantäne betroffene Frau hat Zweifel geäußert, ob als Vorsorge gegen eine SARS-CoV-2-Ausbreitung genügend Tests vorgenommen werden. "Mein Mann und ich, wir arbeiten beide in sensiblen Bereichen. Wir gehen morgen wieder zur Arbeit ohne sicher zu sein, dass wir nicht infiziert sind." Das sagte eine im sozialen Bereich tätige Frau aus dem Kreis Heinsberg der dpa am Sonntag. Sie habe beruflich viel Kontakt zu Jugendlichen und Familien. Ihr Mann sei Pfleger. "Man hat bei uns keinen Abstrich genommen. Bei Leuten, die in sensiblen Bereichen arbeiten, sollten aber standardmäßig Tests durchgeführt werden." Mit 65 Infektionen bis Sonntagmittag ist der Kreis stark betroffen.

Sie habe mit ihren Kindern die Karnevalssitzung in Gangelt Mitte Februar besucht, die als Ausgangspunkt für die Infektion in NRW gilt. "Wir hatten da auch direkten Kontakt zu dem Ehepaar, das jetzt schwer erkrankt ist." Ein 47-Jähriger – er wird als erster Infizierter in NRW eingestuft – und seine Frau (46) werden derzeit im Düsseldorfer Uniklinikum behandelt. "Ich hätte am liebsten eine schriftliche Bestätigung dafür, dass ich ohne Bedenken wieder arbeiten kann und niemanden anstecke", schilderte die Frau.

Auch als sie wegen leichter Erkältungssymptome ihrer Tochter das Gesundheitsamt kontaktierte habe, sei "niemand rausgekommen zu uns." Aktuell gehe es ihrer Familie gesundheitlich gut. Insgesamt reagiere der Kreis sehr besonnen und informiere fortlaufend.

Der Kreis hält einen Test bei Personen ohne jegliche Symptome einem Sprecher zufolge nicht für sinnvoll. Wer keine Beschwerden habe, aber dennoch unsicher sei, könne sich auch mit dem Arbeitgeber über mögliche weitere Tage zuhause beraten. Als Richtschnur im Kreis gilt: Wer zu einem Infizierten unmittelbar Kontakt hatte und selbst Krankheitssymptome zeigt, soll in häusliche Quarantäne gehen und den Hausarzt konsultieren, der über einen Test entscheide. Geschätzt rund 1.000 Menschen waren im Kreis daheim isoliert. Für etwa 600 bis 700 Menschen endete die Quarantäne am Sonntag. Die anderen müssen noch bis 9. März Geduld haben.

13.29 Uhr: Coronavirus-Test bei Tropical-Islands-Mitarbeitern

Nach den Tests auf das Coronavirus bei fast hundert Mitarbeitern des Brandenburger Erlebnisbads Tropical Islands wird mit den Ergebnissen für Montag gerechnet. Ursprünglich hatte der für die Einrichtung in Krausnick-Groß Wasserburg zuständige Landkreis Dahme-Spreewald die Informationen für Sonntag erwartet. Doch wegen der hohen Arbeitsbelastung des Labors verzögere es sich etwas, sagte ein Sprecher des Landkreises am Sonntag.

Am Donnerstag hatte Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) mitgeteilt, dass sich am Wochenende zuvor ein Infizierter aus Nordrhein-Westfalen in dem Badepark aufgehalten hatte. Zu anderen Gästen habe er keinen engeren Kontakt gehabt, hieß es. Näheren Kontakt gab es demnach zu Mitarbeitern, beispielsweise bei der Essensausgabe.

Die Mitarbeiter gelten nach Definition des Robert Koch-Instituts als Kontaktpersonen zweiten Grades - das heißt, sie müssen nicht isoliert werden und ein Test auf das neuartige Virus SARS-CoV-2 ist freiwillig. Einem Tropical-Islands-Sprecher zufolge wollten sich alle betreffenden Mitarbeiter testen lassen. Nach Angaben des Landkreises war der leicht erkrankte Familienvater, der sich mit seiner Familie vom 20. bis zum 23. Februar als Bade- und Urlaubsgast im Tropical Islands aufhielt, nach seiner Rückkehr nach Nordrhein-Westfalen positiv auf das Virus getestet worden.

13.27 Uhr: Zahl der Toten und Infizierten im Iran steigt 

Die Zahl der Covid-19-Fälle im Iran steigt unaufhaltsam. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums am Sonntag ist die Zahl der Todesfälle innerhalb von 24 Stunden von 43 auf 54 gestiegen. Im gleichen Zeitraum nahm die Zahl der nachgewiesenen Infektionen um 385 zu. Sie liegt derzeit insgesamt bei 978, sagte Ministeriumssprecher Kianusch Dschahanpur auf einer Pressekonferenz. Am stärksten seien die Einwohner der Hauptstadt Teheran betroffen. Gleichzeitig seien laut Dschahanpur 175 Coronavirus-Patienten geheilt und aus den Krankenhäusern entlassen worden.

Im Gegensatz zu den Prognosen des Gesundheitsministeriums, hat sich die Lage im Iran in den letzten Tagen drastisch verschlechtert. Die Armee und sogar die Revolutionsgarden sollen der Regierung bei der Bekämpfung des Virus helfen. Viele Ausländer wollen das Land auf Empfehlung ihrer Außenministerien verlassen. Auch einige ausländische Medienvertreter haben beschlossen ihre Büros in Teheran vorläufig zu schließen. Die Mitarbeiter japanischer Medien wollen das Land verlassen.

13.18 Uhr: Bei Coronavirus-Verdacht telefonisch melden 

Der Böblinger Landrat Roland Bernhard hat an Patienten mit möglichen Symptomen der Krankheit Covid-19 appelliert, sich bei einem Verdacht auf Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus zunächst per Telefon mit dem Hausarzt in Verbindung zu setzen. Bei einem Verdacht sollten Betroffene nicht unaufgefordert und auf eigene Faust in Kliniken oder Arztpraxen gehen. Auch das neue Testzentrum für Infektionen in Herrenberg solle nur nach vorheriger Anmeldung angesteuert werden. "Arztpraxen und Kliniken sollen geschützte Räume bleiben für anderweitig geschwächte oder verletzte Menschen, die akute medizinische Behandlung benötigen", sagte Bernhard (parteilos). "Für sie ist eine Ansteckung mit dem Erreger besonders gefährlich."

13.10 Uhr: Neuer Fall auf Teneriffa

In dem seit Dienstag auf Teneriffa unter Quarantäne gestellten Hotel ist bei einem weiteren Gast eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Damit sei die Zahl der Infizierten auf der spanischen Urlaubsinsel auf fünf gestiegen, teilten die Gesundheitsbehörden der Kanaren am Samstagabend mit. In Spanien insgesamt ist die Zahl der mit dem Virus SARS-CoV-2 infizierten Menschen bis Sonntagmittag auf über 70 gestiegen, teilte der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simón, mit.

Bei dem Patienten handele es sich – wie bereits bei den zuvor bestätigten vier Fällen – um einen Italiener aus derselben Reisegruppe. Der Mann sei aber die ganze Zeit in seinem Hotelzimmer isoliert gewesen. "Das zeigt erneut, dass die im internationalen Protokoll festgelegte Maßnahme der Isolation von Kontakten ein wesentliches Instrument zur Bekämpfung dieses Virus darstellt", sagte der Chefepidemiologe der Kanaren, Domingo Núñez.

Die nicht zur Reisegruppe der Italiener gehörenden Urlauber - darunter viele Deutsche – dürfen sich seit einigen Tagen wieder frei auf dem Gelände des Hotels im Südwesten von Teneriffa bewegen. Die Quarantäne werde voraussichtlich am 10. März zu Ende gehen, hatte Núñez zuletzt betont. Einige Dutzend Gäste durften das Hotel in den vergangenen Tagen aus verschiedenen Gründen bereits verlassen.

13.05 Uhr: Coronavirus in Niedersachsen "kein Grund zur Panik" 

Nach der Bestätigung der ersten Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in Niedersachsen hat Gesundheitsministerin Carola Reimann vor Panik gewarnt. Das Virus sei in Niedersachsen angekommen, sagte die SPD-Politikerin am Sonntag. "Das lässt sich nicht beschönigen, ist aber auch kein Grund zur Panik", betonte sie. Der 68-Jährige aus Uetze in der Region Hannover, bei dem die Infektion nachgewiesen wurde, sei ein Einzelfall. Insgesamt gibt es nach Angaben von Regionspräsident Hauke Jagau neun Verdachtsfälle vor allem aus dem sozialen Umfeld des Patienten. Abstriche wurden gemacht, ein Ergebnis sollte am Sonntagabend feststehen.

Es sei deutlich geworden, dass die Meldeketten in Niedersachsen zuverlässig funktionieren, erklärte Reimann. Der 68-Jährige habe seinen Hausarzt in Peine angerufen, dieser habe im Haus des Patienten einen Abstrich gemacht und die Probe an ein privates Labor geschickt. "Die Bekämpfung wird uns eine Menge abverlangen", räumte die Ministerin ein. Sie rief die Menschen dazu auf, ruhig zu bleiben, die Hygienevorschriften zu beachten und sich bei Anzeichen einer Infektion beim Hausarzt zu melden.

12.50 Uhr: Kölner Feuerwehrmänner infiziert

Wie mehrere Medien berichten, sollen zwei Mitarbeiter der Kölner Feuerwehr mit dem Corona-Virus infiziert sein. Die beiden Mitarbeiter wohnen demnach in den Kreisen Düren und Heinsberg. Sie hatten Kontakt zu Besuchern der Karnevalssitzung im Kreis Heinsberg. 21 weitere Feuerwehrleute sind derzeit in Quarantäne. Das habe jedoch nur geringe Auswirkungen auf die Einsatzfähigkeit der Kölner Feuerwehr. 

12.27 Uhr: ITB-Absage war "Einzelfallentscheidung"

Die Absage der weltgrößten Reisemesse ITB wegen der Ausbreitung des Coronavirus war nach den Worten von Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci eine "Einzelfallentscheidung". "Selbstverständlich muss nicht grundsätzlich jede Veranstaltung abgesagt werden", erklärte die SPD-Politikerin. Jeder Veranstalter müsse aber anhand der Kriterien des Krisenstabs der Bundesregierung selbst eine Risikobewertung durchführen.

"Ich appelliere hier an die Veranstalterinnen und Veranstalter, sorgsam abzuwägen und Verantwortung für ihre Besucherinnen und Besucher zu übernehmen, indem sie veranstaltungsbezogen das Risiko bewerten und gegebenenfalls mit den Gesundheitsämtern abstimmen", so Kalayci. "Wichtig ist, dass der Bevölkerungsschutz immer an erster Stelle steht."

Die ITB war vom Veranstalter am Freitagabend abgesagt worden, nachdem die zuständigen Behörden Auflagen im Hinblick auf den Gesundheitsschutz deutlich verschärft hatten. Eigentlich sollte die fünftägige Messe mit rund 10.000 Ausstellern und zuletzt bis zu 160.000 Besuchern am Mittwoch beginnen. Ausstellern und Messegesellschaft, aber auch Berliner Hoteliers, Gaststätten, Taxibetrieben und Einzelhändlern entgeht durch die Absage viel Geld.

12.10 Uhr: Leibniz-Institut sagt Vortrag ab

Das Leibniz-Institut für Neurobiologie in Magdeburg hat einen geplanten öffentlichen Vortrag wegen der steigenden Anzahl der Covid-19-Infektionsfälle in Deutschland vorsorglich abgesagt. Das teilte eine Sprecherin des Instituts am Sonntag mit. Die Absage diene dem Schutz der Mitarbeiter und Gäste der Einrichtung.

Der Vortrag des Hirnforschers Onur Güntürkün (Bochum) war unter dem Motto "Nicht vergessen – Wie Vergessen zu einem neuen Lernprozess führt" für Montagabend in dem Institut in Magdeburg geplant. In Sachsen-Anhalt gibt es nach Angaben des zuständigen Landesamtes für Verbraucherschutz keine bestätigten Covid-​19-Infektionsfälle. Nach Angaben des Institut soll der Vortrag möglicherweise nachgeholt werden.

12.08 Uhr: Im Iran sind Revolutionsgarden im Einsatz

Im Iran werden die Revolutionsgarden zur Bekämpfung der Epidemie eingesetzt. Ein Kommandeur der Eliteeinheit sagt dem Sender Press TV, dazu würden im ganzen Land Gebäude zur Verfügung gestellt. Im Iran steigt die Zahl der Infektionen nach offiziellen Angaben auf 978, das sind 385 mehr als 24 Stunden zuvor. Die Zahl der Todesfälle wird mit 54 angegeben.

12.04 Uhr: Zwei Deutsche unter Infizierten in Österreich

In Österreich sind zwei deutsche Touristen positiv auf das neue Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden. Die beiden litten nur unter einer milden Form der neuen Lungenkrankheit, sagte ein Sprecher des Wiener Gesundheitsministers am Sonntag. Das Paar war zuvor auf einer Karnevalsveranstaltung in Deutschland und hatte dort Kontakt mit einem Infizierten. Es wurde in einem Wiener Krankenhaus behandelt, durfte dann aber wieder ins Hotel. Dort sei es abgeschottet, um andere Gäste nicht zu gefährden. Insgesamt wurden am Sonntag vier neue Infektionsfälle in Österreich bekannt, die Betroffenen seien in einem guten Zustand, hieß es. Am Mittag lag die Zahl der Infizierten in Österreich damit bei 14. 

11.54 Uhr: Köln und Düsseldorf: "Kühlen Kopf bewahren"

Düsseldorf startet an diesem Montag im Gesundheitsamt ein neues Diagnostikzentrum, in dem Tests auf den Erreger SARS-CoV-2 durchgeführt werden. Wer befürchte, sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt zu haben, solle sich an ein Infotelefon (0211-8996090) wenden, sagte Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) in einer Videobotschaft an die Düsseldorfer. "Niemand sollte von sich aus dieses Diagnostikzentrum aufsuchen." Geschultes Personal kläre im Telefongespräch ab, ob der Verdacht begründet sei und wie man weiter verfahre. Wichtig sei nun: "Dass wir allesamt bei aller verständlichen Aufregung einen kühlen Kopf bewahren."

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) schrieb auf Twitter: "In der aktuellen Lage rufe ich die KölnerInnen zur Besonnenheit auf." Die Stadt sei vorbereitet, könne flexibel und schnell auf neue Entwicklungen reagieren. Mit der Uniklinik und den niedergelassenen Ärzte arbeite die Stadt "Hand in Hand und gut zusammen".

11.51 Uhr: Weitere Infektionen in Aachen 

Im Raum Aachen ist die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen auf sechs gestiegen. Das berichteten die Krisenstäbe der Stadt Aachen und der Städteregion Aachen, die am Sonntag jeweils drei Covid-19-Betroffene meldeten. Neben der bereits bekannten Frau aus Gangelt im Kreis Heinsberg, die in einer Aachener Klinik isoliert behandelt wird, sind nun ein 29-Jähriger und seine gleichaltrige Lebensgefährtin positiv getestet worden. Sie befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Aus der Städteregion waren am Samstag bereits eine infizierte Mutter und ihr Sohn aus Würselen gemeldet worden. Man zähle zudem eine Frau aus Herzogenrath bei Aachen hinzu, deren Fall aber schon vor einigen Tagen publik geworden war, wie ein Sprecher erläuterte. In allen Fällen gebe es einen Bezug zum Kreis Heinsberg. Eine Karnevalssitzung Mitte Februar in Gangelt gilt als Ausgangspunkt der Infektionen in NRW. Ein 47-Jähriger, der im Düsseldorfer Uniklinikum behandelt wird, hatte dort gefeiert – er gilt als erster Infizierter in NRW.

11.44 Uhr: Neun Verdachtsfälle in Niedersachsen 

Nach der Bestätigung der ersten Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in Niedersachsen gibt es neun weitere Verdachtsfälle. "Überwiegend" handele es sich dabei um Kontakte aus dem sozialen Umfeld des 68 Jahre alten Patienten, sagte Hauke Jagau, Präsident der Region Hannover, am Sonntag. In 15 Fällen sei häusliche Quarantäne angeordnet, darunter sei die Ehefrau des 68-Jährigen, die keine Symptome zeige. Das Paar sei auf einer Busreise nach Südtirol gewesen, insgesamt seien 47 Menschen vor allem aus Sachsen dabei gewesen. Auch das Busunternehmen sei aus Sachsen.

Dem 68-Jährigen gehe es gut, seine Temperatur sei nicht erhöht, sagte Mustafa Yilmaz, Leiter des Fachbereichs Gesundheit der Region Hannover. Gesundheitsministerin Carola Reimann betonte: "Es ist ein Einzelfall." Die meisten Verläufe seien mild.

11.22 Uhr: Kleve arbeitet mit Fieberzelt zur Diagnostik 

Im Kreis Kleve am Niederrhein ist ein Diagnostikzelt für Coronavirus-Tests an den Start gegangen. Das Katholische Karl-Leisner-Klinikum richtete "zur Corona- und Grippe-Ausschlussdiagnostik" eine zentrale Fieberambulanz ein. Diese steht als Zelt vor dem St.-Antonius-Hospital und ist einer Klinik-Mitteilung zufolge seit Samstag startklar. An anderen Standorten des Krankenhauses finde damit keine Diagnose mehr statt – auch, um Mitarbeiter und Patienten vor einer Infektion zu schützen. Medien hatten zuvor berichtet.

Laut "Rheinischer Post" sollen Menschen mit Grippesymptomen in dem Zelt von medizinischen Fachkräften in Ganzkörperschutzanzügen empfangen werden. Im Kreis Kleve ist bisher keine SARS-CoV-2-Infektion bekannt geworden. Ein Sprecher des Klinikverbundes sagte der RP, es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme.

11.19 Uhr: Krisenstab im Kreis Heinsberg tagt

Im bisher NRW-weit am stärksten vom Coronavirus SARS-CoV-2 betroffenen Kreis Heinsberg ist am Sonntag erneut der Krisenstab zusammengekommen. Bis in den späten Samstagabend waren dort 60 Infektionen bekanntgeworden. Neuere Zahlen lagen am Sonntagmorgen zunächst nicht vor, wie ein Kreissprecher sagte. Insgesamt gibt es in Nordrhein-Westfalen inzwischen rund 70 nachgewiesene Covid-19-Fälle. Am Samstag waren einzelne Infektionen auch aus Köln, Bonn, Duisburg, Mönchengladbach, aus dem Raum Aachen und dem sauerländischen Lüdenscheid gemeldet worden.

Am Sonntag wurden Ergebnisse aus Bonn erwartet, wo ein infizierter Student in der Ganztagsbetreuung einer Grundschule Kontakt zu Schülern hatte. Bei rund 185 Schulkindern waren daher am Samstag Test-Abstriche genommen worden. Offen ist auch, ob sich eine junge Erwachsene aus der Städteregion Aachen angesteckt hat. Ein Reisebus musste am Samstagabend in Österreich umdrehen und wurde in Bayern gestoppt, wo die junge Frau mit Erkältungssymptomen in einer Klinik getestet wurde. Die Reisegruppe musste auf Feldbetten in einer Turnhalle schlafen. Eine Diagnose werde am Sonntagnachmittag erwartet, sagte ein Sprecher der Stadt Aachen.

11.17 Uhr: Infizierter aus Niedersachsen war in Südtirol

Ein 68 Jahre alter Mann aus der Region Hannover, der sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt hat, ist zuvor in Südtirol gewesen. Das sagte ein Sprecher des niedersächsischen Gesundheitsministeriums am Sonntag. Am Samstagabend war bekanntgeworden, dass der Mann sich zuletzt in Norditalien aufgehalten hatte, dort soll er sich aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Virus infiziert haben. Bisherigen Angaben zufolge wurde der Mann isoliert. Er befinde sich in einem guten Zustand. Noch am Sonntagvormittag will Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) über weitere Details informieren.

Das Risiko für die Bevölkerung, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, werde vom Landesgesundheitsamt und dem Robert Koch-Institut (RKI) weiterhin als gering bis mäßig eingestuft, teilte das Ministerium zudem mit. In Bremen war ebenfalls am Samstag der erste Fall bekanntgeworden. Dort ist eine Frau betroffen, die sich noch bis Donnerstag im Iran aufgehalten hat. 

11 Uhr: 117 Coronavirus-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen 117 bestätigte Fälle einer Coronavirus-Infektion. Auf Nordrhein-Westfalen kommen insgesamt 66 Infizierte. In Bayern beträgt die Zahl der Infizierten 19, inklusive der Menschen im Umfeld des Autozulieferers Webasto, die sich bereits vor einigen Wochen angesteckt hatten. 15 Fälle gibt es in Baden-Württemberg, acht in Hessen.

10.19 Uhr: Erste Erkrankung in Luxemburg

Das neuartige Coronavirus hat jetzt auch das Großherzogtum Luxemburg erreicht. Das Virus SARS-CoV-2 wurde bei einem 40 Jahre alten Mann bestätigt, teilte Gesundheitsministerin Paulette Lenert am Samstagabend in Luxemburg mit. Der Mann hatte sich in Italien aufgehalten und war Anfang der Woche per Flugzeug über Charleroi (Belgien) nach Luxemburg zurückgekehrt. Es gehe ihm gut. "Wir sind jetzt dabei, zu untersuchen, mit wem die Person in Kontakt war", sagte Lenert. Der Mann habe sich nach dem Auftreten von Symptomen der Lungenkrankheit Covid-19 gemeldet und befinde sich jetzt in einer Luxemburger Klinik. Zu Panik gebe es keinen Anlass, sagte Lenert.

10.18 Uhr: Italien stellt Wirtschaftshilfe bereit

Italien stellt in der kommenden Woche Hilfen für die vom Coronavirus betroffene Wirtschaft in Höhe von bis zu 3,6 Milliarden Euro bereit. Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri sagte der Zeitung "La Repubblica", er sei zuversichtlich, dass die EU grünes Licht gebe für eine Ausweitung des italienischen Defizitziels. Die Minister der Eurogruppe würden Mitte der Woche bei einer Telefonkonferenz über die Situation beraten.

10.11 Uhr: Virus sorgt für "Geister-Sumo" 

Im Gastgeberland der kommenden Olympischen Spiele beeinflusst die Coronavirus-Epidemie weiter die sportlichen Großereignisse. Das Sumo-Frühlingsturnier in Osaka, einer der populärsten Wettkämpfe in Japan, wird vom 8. bis 22. März unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen. Dies gab der japanischen Sumo-Verband am Sonntag bekannt.

"Wir haben diese Entscheidung getroffen, um mitzuhelfen, dass die Ausbreitung der Infektion gestoppt wird", hieß es in einer Verbands-Mitteilung. Das Turnier war mit rund 7.000 Zuschauern pro Tag ausverkauft.

In Japan, dessen Hauptstadt Tokio vom 24. Juli bis 9. August Olympia-Schauplatz sein soll, sind mindestens 230 Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert worden, fünf Todesfälle soll das Virus verursacht haben. Deswegen wird die Davis-Cup-Partie zwischen Japan und Ecuador ohne Zuschauer ausgetragen, alle Spiele der höchsten Fußball-Liga wurden bis zum 15. März abgesagt.

10.05 Uhr: Großbritannien plant für den Ernstfall 

Großbritannien wappnet sich für einen schweren Ausbruch des Coronavirus. "Wir haben eine klare Strategie, um mit dem Coronavirus umzugehen – eine sehr, sehr erhebliche Herausforderung", sagt der britische Gesundheitsminister Matt Hancock dem Sender Sky News. "Wir planen auch für den Fall, dass es schlimmer, viel schlimmer wird."

9.58 Uhr: Infizierter Lehrer in Mönchengladbach – Schule dicht

Eine Lehrkraft aus einer Grundschule in Mönchengladbach hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das teilte die Stadt am späten Samstagabend mit und kündigte die Schließung der Grundschule mitsamt eines dazugehörenden Teilstandorts bis zum 15. März an. Die Lehrkraft befinde sich seit Donnerstag in häuslicher Quarantäne und habe zuvor an einem Unterrichtstag Kontakt zu Schülern der dritten Klassen sowie zum Lehrerkollegium gehabt. Daher sollen die rund 70 Schüler der dritten Klassen, alle 30 Lehrer und das übrige Schulpersonal in häuslicher Quarantäne bleiben.

Geschwisterkinder der betroffenen Schüler können weiterhin andere Schulen oder Kindergärten besuchen. Die Eltern der unter Quarantäne stehenden Jungen und Mädchen müssten ebenfalls nicht daheim isoliert bleiben. Insgesamt besuchen laut Stadt 375 Kinder in 15 Klassen die Grundschule.

9.58 Uhr: Türkei verbietet verschiedene Flüge 

Die Türkei hat alle Flüge von und nach Italien, Südkorea und Irak verboten. Das sei Teil der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus, sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca. Die Türkei hatte zuvor auch Flüge in den Iran und nach China verboten. Das Verbot für die drei weiteren Länder gilt ab Mitternacht in der Nacht auf Sonntag.

9.57 Uhr: Jeder Dritte verzichtet auf Auslandsreisen 

Rund jeder dritte Deutsche will einer Umfrage zufolge wegen des neuartigen Coronavirus auf Auslandsreisen verzichten. 35 Prozent der Befragten bekundeten diese Absicht in einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Kantar für "Bild am Sonntag". 62 Prozent der Befragten verneinten die Frage, 3 Prozent waren unentschlossen.

17 Prozent gaben an, die Verbreitung des Coronavirus habe Auswirkungen auf ihren persönlichen Alltag. Etwas mehr als jeder Fünfte der Befragten (22 Prozent) erklärte, Angst vor einer Ansteckung zu haben. Ende Januar hatte dieser Wert bei identischer Fragestellung noch bei zwölf Prozent gelegen.

9.56 Uhr: Abriegelung von Städten als "letztes Mittel" 

Bundesinnenminister Horst Seehofer geht nicht von einem schnellen Ende des Kampfes gegen das neuartige Coronavirus aus. "Ich rechne damit, dass wir zum Jahreswechsel einen entsprechenden Impfstoff zur Verfügung haben", sagte er der "Bild am Sonntag". Bis dahin müsse man das Virus "mit den klassischen Mitteln des Seuchenschutzes bekämpfen. Wir müssen die Infektionsketten konsequent unterbrechen." Auch die Absperrung von Regionen oder Städten schloss Seehofer nicht völlig aus. "Dieses Szenario wäre das letzte Mittel", sagte der CSU-Politiker.

Seehofer selbst gibt als Schutzmaßnahme nach eigener Aussage anderen Menschen derzeit nicht mehr die Hand. "Ich sage aber jedes Mal, dass das nichts mit Unhöflichkeit zu tun hat."

9.54 Uhr: Weitere 35 Tote und 573 Infektionen in China

In China sind weitere 35 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Sonntag mitteilte, wurden fast sämtliche Todesfälle und neue Erkrankungen in der besonders schwer betroffenen und weitgehend abgeriegelten Provinz Hubei registriert. Dort gab es 34 Tote und 570 neue Erkrankungen. Im Rest des Landes kamen ein weiterer Todesfall und drei neue Infektionen hinzu. Damit sind in China bislang 2.870 Menschen dem neuartigen Coronavirus zum Opfer gefallen. Die Gesamtzahl der Infektionen auf dem chinesischen Festland lag bei fast 80.000, von denen jedoch laut offizieller Angaben etwa die Hälfte bereits geheilt wurde.

9.41 Uhr: Athen meldet weitere Coronavirus-Fälle

Die griechischen Gesundheitsbehörden haben am Sonntag drei weitere Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt. Damit stieg die Zahl der Infizierten in Griechenland auf sieben. Keiner der Erkrankten sei in Lebensgefahr, berichtete der Staatsrundfunk unter Berufung auf das Gesundheitsministerium in Athen.

9.20 Uhr: Börsen im Nahen Osten auf Talfahrt

Die Börsen im Nahen Osten und Nordafrika sind wegen der Angst vor den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus auf Talfahrt. Der Index in Saudi-Arabien rutschte um knapp vier Prozent, die Börse in Kuwait stürzte um knapp elf Prozent ab. Der ägyptische Leitindex fiel um knapp vier Prozent.

9.10 Uhr: Südkorea meldet mehr als 3.700 Fälle 

Südkorea meldet 210 neue Fälle des Coronavirus. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf 3.736, wie die Gesundheitsbehörden des Landes mitteilen. 18 Personen seien gestorben.

9.09 Uhr: Vier weitere Fälle in Hessen bestätigt

Das neuartige Coronavirus hat Frankfurt am Main erreicht. In Hessen wurden am späten Samstagabend vier weitere Infektionen bestätigt, wie das Sozialministerium in Wiesbaden auf seiner Internetseite mitteilte. Betroffen seien drei Männer aus der Mainmetropole und eine Frau aus dem Landkreis Groß-Gerau. Damit steigt die Zahl der bestätigten SARS-CoV-2-Fälle in Hessen auf acht.

8.11 Uhr: Quarantäne für Hunderte im Kreis Heinsberg beendet

Für mehrere hundert Bewohner im Kreis Heinsberg ist die häusliche Quarantäne zu Ende gegangen. Rund 300 Karnevalisten, die eine Sitzung am 15. Februar in Gangelt besucht hatten, und ihre Familien waren zu der vorsorglichen Maßnahmen aufgerufen worden.

Ab heute dürfen Betroffene, die keine Krankheitssymptome zeigen, sich wieder ohne Einschränkungen bewegen, sagte ein Kreissprecher. Der 47-Jährige, der als Erstinfizierter in NRW gilt und weiterhin in ernstem Gesundheitszustand ist, hatte an der Karnevalssitzung teilgenommen. 

6.29 Uhr: Südkorea ruft  höchsten Krisenalarm aus

Im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie hat Südkorea die höchste Krisenalarm-Stufe ausgerufen. Dies teilte Präsident Moon Jae In mit. Die Regierung werde alle nötigen Maßnahmen ergreifen, um die Epidemie einzudämmen. "Wir werden den Covid-19-Ausbruch überstehen und unsere schrumpfende Wirtschaft wieder beleben." Auch am Sonntag vermeldeten die südkoreanischen Behörden wieder hunderte neue Infektionen. 

5.16 Uhr: Erster Coronavirus-Fall in Armenien

Armenien meldet den ersten Fall. Der 29-Jährige sei am Freitag aus dem Iran zurückgekommen, schreibt Ministerpräsident Nikol Paschinjan auf Facebook. Er sei zum Arzt gegangen, weil er sich unwohl fühlte. "Es geht ihm jetzt gut." Personen, die mit ihm Kontakt hatten, sollten isoliert werden.

4.25 Uhr: Steht die Bundesliga auf der Kippe?

DFB-Präsident Fritz Keller hält die weiteren Folgen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus für den Sport für schwer abschätzbar und will sich bei möglichen Konsequenzen im Fußball auf das Urteil von Experten verlassen. "Letztendlich müssen das die Behörden entscheiden, ob ein Spiel stattfindet oder nicht. Das steht nicht in unserer Macht", sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes am Samstagabend im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF.

Er könne nicht vorhersagen, ob Bundesliga-Spiele oder die EM betroffen sein könnten. Der Expertenstab der Bundesregierung hatte am Freitagabend empfohlen, bestimmte internationale Großveranstaltungen abzusagen. Viele große Messen zogen bereits Konsequenzen. In der Schweiz sind alle Veranstaltungen ab 1.000 Besuchern derzeit verboten. Das betrifft auch alle Erstligapartien.

4.15 Uhr: Erster Australier stirbt an Covid-19

In Australien ist erstmals ein mit dem neuartigen Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Der 78-Jährige aus Perth starb am Sonntagmorgen, wie die Gesundheitsbehörden im Bundesstaat Westaustralien mitteilten. Der Mann war zuvor zusammen mit seiner Frau auf dem vor der Küste Japans unter Quarantäne stehendem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" gewesen und hatte es dann Richtung Australien verlassen können. 

3.00 Uhr: American Airlines stellt Flüge nach Mailand ein

American Airlines stellt Flüge nach Mailand von New York und Miami ein. Dies gelte zunächst bis zum 24. April, teilt die Fluggesellschaft mit. Kurz zuvor hatte das US-Außenministerium die Reisehinweise für die italienischen Regionen Lombardei und Venetien verschärft.

29.2.2020, 22.20 Uhr: Erster Coronavirus-Fall in Irland bestätigt

In Irland ist ein erster Coronavirus-Fall bestätigt worden. Die Ansteckung stehe in Zusammenhang mit einer Reise nach Norditalien, teilte das irische Gesundheitsministerium mit.

21.54 Uhr: Zweiter Fall in Schleswig-Holstein bestätigt

In Schleswig-Holstein hat sich eine zweite Infektion mit dem Coronavirus bestätigt. Es handele sich um eine Person aus Lübeck, die sich wahrscheinlich auf einer Geschäftsreise in München angesteckt habe, teilten das Gesundheitsministerium in Schleswig-Holstein und die Hansestadt mit. Behörden in Bayern hätten das Gesundheitsamt in Lübeck informiert. Die Person zeige bislang keine Symptome. Sie sei häuslich isoliert.

Zuvor war bereits eine Infektion bei einem Kinderarzt des Hamburger Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) nachgewiesen worden, der in Henstedt-Ulzburg in Schleswig-Holstein lebt.

21.50 Uhr: Zwei Infektionen in Duisburg – Reisebus gestoppt

In Duisburg sind zwei junge Frauen mit nur geringen Symptomen positiv auf den SARS-CoV-2-Erreger getestet worden. Wie die Stadt mitteilte, hatten sie bei einer Karnevalsfeier in Geilenkirchen im Kreis Heinsberg direkten Kontakt zu einem Infizierten. Die Betroffenen sind in häuslicher Quarantäne. Eine der Frauen wohnt in Geilenkirchen und ist zu Besuch in Duisburg, die andere wohnt in der Ruhrgebietsstadt, beide arbeiten in Viersen am Niederrhein. Das Gesundheitsamt ermittle nun die Kontaktpersonen, Geilenkirchen und Viersen seien informiert.

Zeitgleich berichtete die Städteregion Aachen über einen Bus mit jungen Heranwachsenden auf dem Weg nach Österreich, der umdrehen und wegen Coronavirus-Verdachts in Bayern stoppen musste. In dem Bus saß eine junge Frau, die "intensiveren" Kontakt hatte zu einem infizierten Elftklässler aus Würselen bei Aachen.

Sie wurde zur Abklärung des Verdachts in ein Krankenhaus gebracht, die übrige Reisegruppe sollte in Feldbetten in einer Turnhalle warten. Die Betroffene war mit Erkältungssymptomen in den Bus gestiegen. Sollte der Test negativ ausfallen, kann der Urlaub am Sonntag losgehen.

21.18 Uhr: Weiterer Coronavirus-Fall in Gießen

In Hessen hat sich am Samstagabend eine weitere Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt. Es sei der zweite Fall in Gießen, teilte der Landkreis mit. Der Mann sei 1992 geboren und stamme aus dem Landkreis Gießen. Er sei der Mitbewohner der Erkrankten, deren Infektion am späten Freitagabend bestätigt wurde.

In Hessen gibt es damit insgesamt vier bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Die anderen drei Betroffenen sind ein 31-Jähriger aus dem Lahn-Dill-Kreis, ein 29-Jähriger aus dem Hochtaunuskreis sowie die 24-Jährige aus Gießen.

Der Mann, bei dem die Infektion nun neu bestätigt wurde, befinde sich in häuslicher Quarantäne, teilte der Landkreis weiter mit. Er werde engmaschig vom Gesundheitsamt betreut, sein gesundheitlicher Zustand werde regelmäßig kontrolliert. Die Infektionskette könne wie bei der 24-Jährigen nach NRW zurückverfolgt werden. Nach derzeitigem Stand sind die Kontaktpersonen beider Fälle identisch.

20.58 Uhr: Verdacht auf Coronavirus: Zug in Hagen gestoppt

Wegen des Verdachts auf das Coronavirus bei einem Mitarbeiter hat die Bundespolizei einen Zug in Hagen gestoppt – für etwa eineinhalb Stunden. Das Ganze habe sich aber als Fehlalarm entpuppt, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei später. Die Beamten seien alarmiert worden, weil den Kollegen des Mitarbeiters Erkältungssymptome bei ihm aufgefallen waren.

In der Folge nahm die alarmierte Bundespolizei beim nächsten Stopp des Regionalexpress 7 in Hagen die Personalien von 48 Fahrgästen in dem Zug auf, der von National Express betrieben wurde. Das ebenfalls alarmierte Gesundheitsamt untersuchte den Mitarbeiter und gab dann Entwarnung. Nach rund anderthalb Stunden habe der Zug seine Fahrt fortsetzen können, sagte die Sprecherin weiter.

20.46 Uhr: Lehrkraft in Mönchengladbach erkrankt – Schule dicht

Eine Lehrkraft an einer Grundschule in Mönchengladbach hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte die Stadt mit und kündigte die Schließung der Grundschule mitsamt eines dazugehörenden Teilstandorts bis zum 15. März an.

Die Lehrkraft befinde sich seit Donnerstag in häuslicher Quarantäne und habe zuvor an einem Unterrichtstag Kontakt zu Schülern der dritten Klassen sowie zum Lehrerkollegium gehabt. Daher sollen die rund 70 Schüler der dritten Klassen, alle 30 Lehrer und das übrige Schulpersonal in häuslicher Quarantäne bleiben.

Geschwisterkinder der betroffenen Schüler können weiterhin andere Schulen oder Kindergärten besuchen. Die Eltern der unter Quarantäne stehenden Jungen und Mädchen müssten ebenfalls nicht daheim isoliert bleiben. Insgesamt besuchen laut Stadt 375 Kinder in 15 Klassen die Grundschule.

20.37 Uhr: Erster Todesfall – USA verschärfen Einreisebestimmungen

Die USA haben ihren ersten Todesfall durch das Coronavirus bekanntgegeben. Präsident Trump sagte in Washington, es handele sich um eine Frau Ende 50 aus dem Landkreis King im Bundesstaat Washington, zu dem auch die 700.000-Einwohner-Stadt Seattle gehört. Weitere Todesfälle seien wahrscheinlich, sagte Trump und warnte zugleich vor Panikmache. Betroffene ohne Vorerkrankungen würden wieder genesen, betonte er. In den USA sind nach offiziellen Angaben inzwischen mehr als 60 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, die meisten davon in Kalifornien.

Zugleich verschärften die USA ihre Reisehinweise. Vizepräsident Mike Pence, der den Umgang mit der Epidemie koordiniert, sagte bei der Pressekonferenz, der Einreisestopp aus dem Iran gelte nun für alle Ausländer, die den Iran in den vergangenen zwei Wochen besucht hätten. Zudem wurden die Reisehinweise für die betroffenen Regionen in Italien und Südkorea verschärft.

Trump bemühte sich bislang, das Thema herunterzuspielen. Er hat wiederholt betont, die USA seien auf das Virus vorbereitet. Die Leiterin der CDC-Abteilung für Immunisierung und Atemwegserkrankungen, Nancy Messonnier, hatte am Dienstag gesagt, es sei weniger eine Frage, ob sich das Virus in den USA ausbreiten würde, sondern vielmehr, wann das geschehen werde. Trump sagte dagegen bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, er denke nicht, dass eine Ausbreitung in den USA unvermeidlich sei.

20.21 Uhr: Erster Fall in Niedersachsen bestätigt

In Niedersachsen ist ein erster Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Das teilte das niedersächsische Gesundheitsministerium mit.

19.30 Uhr: Frankreich meldet 27 neue Fälle

In Frankreich ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle von 73 auf 100 gestiegen. Das teilt die zuständige Behörde mit. Bislang seien zwei Personen an der Lungenkrankheit gestorben.

19.18 Uhr: Erster Coronavirus-Todesfall in den USA

In den USA ist erstmals eine mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Person gestorben. Die Gesundheitsbehörde im US-Bundesstaat Washington bestätigte den Todesfall am Samstag. US-Präsident Donald Trump wollte sich im Weißen Haus zu den jüngsten Entwicklungen rund um das Virus in den USA äußern.

18.38 Uhr: Drei weitere Fälle in Bayern

In Bayern ist die Zahl der Coronavirus-Fälle am Samstag gestiegen. Wie das bayerische Staatsministerium für Gesundheit in München mitteilte, wurden bis zum späten Nachmittag drei neue Fälle bestätigt, die aus Oberbayern stammen. Weitere Einzelheiten sollen am Sonntag folgen.

Nach Angaben des Ministeriums gibt es damit derzeit vier bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern. Am Donnerstag war demnach der Fall eines Mannes in Mittelfranken bekannt geworden, der in Deutschland Kontakt zu einem Italiener hatte, der später positiv auf das Virus getestet wurde.

18.37 Uhr: Bremen meldet ersten Fall

In Bremen wurde der erste Corona-Fall bestätigt. Die betroffene Patientin befindet sich zurzeit im Klinikum Bremen-Mitte und weist aktuell nur leichte Symptome auf, wie der Senat mitteilte.

Es handele sich um eine Frau, die am Donnerstag aus dem Iran zurückgekehrt sei. Darüber hinaus befinden sich den Angaben zufolge seit Freitag zwei weitere Verdachtsfälle sowie deren Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. Ein Verdachtsfall von Freitag konnte durch ein negatives Testergebnis die häusliche Quarantäne wieder verlassen.

18.25 Uhr: Zahl der Infektionen in Italien steigt drastisch

In Italien ist die Zahl der Coronavirus-Fälle auf 1.128 gestiegen. Das sei ein Anstieg um rund 240 in den vergangenen 24 Stunden, teilte die zuständige Behörde mit. Bislang seien 29 Personen an der Lungenkrankheit gestorben.

Im Kampf gegen die Coronavirus-Krise strebt Italiens Regierung ein höheres Haushaltsdefizit für 2020 an. Die Regierung in Rom wolle sich ihre Pläne in der kommenden Woche von Parlament absegnen lassen, teilt das Finanzministerium mit. Man erwäge Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur, hieß es.

18.01 Uhr: Weiterer Fall in Baden-Württemberg 

In Baden-Württemberg wurde ein weiterer bestätigter Corona-Fall bekannt. Damit steigt die Zahl in Baden-Württemberg auf 15. Das Gesundheitsamt Freiburg teilte mit, dass es sich dabei um eine 42-jährige weibliche Kontaktperson zu einem bereits bestätigten Fall aus Freiburg handele. Sie befindet sich seit dem 27. Februar in häuslicher Isolation im Landkreis Emmendingen.

17.56 Uhr: 15-Jähriger aus Thüringen – Ergebnis liegt noch nicht vor

Der wegen des Verdachts auf eine Infektion mit dem Coronavirus isolierte 15-Jährige aus Amt Wachsenburg (Thüringen) muss weiter ausharren. Das eigentlich für Samstag erwartete Ergebnis aus dem Labor der Berliner Charité verzögere sich bis voraussichtlich Sonntagabend, informierte eine Sprecherin des Ilm-Kreises. Als Ursache wurde eine Überlastung des Labors angegeben. Der Junge bleibe daher zunächst weiter isoliert in den Ilm-Kreis-Kliniken in Arnstadt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es bisher keine bestätigte Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in Thüringen.

Der Schüler hatte nach einem Aufenthalt in einem Skilager in der Lombardei Grippe-Symptome gezeigt. Die Region gilt inzwischen als Risikogebiet für Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus. Wegen des Verdachts war am Freitag der Unterricht an der Schule des Jungen, der Regelschule in Ichtershausen, ausgefallen. Auch die Grundschule, die sich im gleichen Gebäudekomplex befindet, wurde geschlossen. An beiden Schulen lernen insgesamt knapp 400 Kinder und Jugendliche. Die Schulen bleiben bis auf Weiteres vorsorglich geschlossen, hieß es am Samstag.

17.50 Uhr: Zweiter bestätigter Fall in Hamburg

In Hamburg gibt es einen zweiten bestätigten Fall einer Coronavirus-Erkrankung. Bei der betroffenen Person handelt es sich um eine Frau, die in der Nacht zum Samstag gegen 1 Uhr mit leichten Symptomen von der Feuerwehr unter entsprechenden Schutzmaßnahmen und Vorankündigungen in die Asklepios Klinik St. Georg gebracht und dort isoliert medizinisch betreut wurde, wie die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz mitteilte. Die in Hamburg gemeldete Frau, die aus dem Iran stamme, befinde sich mittlerweile in häuslicher Isolation.

17.39 Uhr: Fünfte Infektion in Hotel auf Teneriffa

In dem wegen des Coronavirus abgeriegelten Hotel auf Teneriffa ist eine fünfte Infektion festgestellt worden. Nach Auskunft der örtlichen Gesundheitsbehörden handelt es sich um eine Person mit italienischer Staatsangehörigkeit.

17.31 Uhr: Ecuador meldet erste Erkrankung

Ecuador meldet den ersten Erkrankungsfall. Das Gesundheitsministerium teilt mit, es handele sich um eine ältere Frau, die am 14. Februar per Direktflug aus Madrid eingereist sei.

17.30 Uhr: Messe Düsseldorf verschiebt Eigenveranstaltungen

Die Messe Düsseldorf verschiebt die Messen ProWein, wire, Tube, Beauty, Top Hair sowie die Energy Storage Europe. In Abstimmung mit allen beteiligten Partnern wird das Unternehmen nach eigenen Angaben zeitnah über alternative Messetermine beraten, um größtmögliche Planungssicherheit zu garantieren. Damit folge die Messe Düsseldorf der Empfehlung des Krisenstabs der Bundesregierung, bei der Risikobewertung von Großveranstaltungen die Prinzipien des Robert-Koch-Instituts zu berücksichtigen.

17.13 Uhr: Einige Regionen in Italien starten Schulunterricht wieder

In Italien soll in ersten Regionen, die Schulen wegen der Coronavirus-Krise geschlossen hatten, der Unterricht am Montag wieder beginnen. Das verlautete nach einem Treffen von Ministerpräsident Giuseppe Conte mit Regionalpolitikern am Samstag in Rom. Wie die Nachrichtenagentur Ansa schrieb, sollten die Schüler nur in den drei am härtesten getroffenen Regionen, darunter in der Lombardei, weiter zu Hause bleiben. Conte bestätigte diese Details zunächst nicht. Er verwies stattdessen auf eine Expertengruppe, die noch berate.

Der Präsident der Lombardei, Attilio Fontana, jedoch schrieb auf Facebook über seine Region: "Auch in der kommenden Woche bleiben die Schulen und Kindergärten geschlossen." Der Präsident der Emilia-Romagna kündigte Ähnliches für Universitäten, Schulen und Kinderhorte an. Aus der dritten Region mit vielen SARS-CoV-2-Fällen, aus Venetien, kam das gleiche Signal.

Dagegen sollen unter anderem in Friaul-Julisch Venetien im Nordosten Italiens die Kinder nächste Woche zurück in die Klassenzimmer kommen, wie es hieß. In Teilen Italiens, besonders im Norden, waren Schulen und Unis rund eine Woche geschlossen gewesen.

In der Lombardei war am 21. Februar der erste Fall des Ausbruchs der neuen Lungenkrankheit gemeldet worden. Italien verzeichnet mit rund 900 Infizierten den größten Ausbruch von SARS-CoV-2 in Europa. Die Regionen sind aber sehr ungleich betroffen.

17.00 Uhr: Weltweit weiterhin mehr Infizierte

Die WHO vermeldet weltweit mehr als 50 betroffene Länder mit aktuell 85.402 gemeldeten Infektionen. Während in Italien rund 900 Menschen infiziert sind, vermeldet die Schweiz 15 Fälle, in Österreich sind neun Personen betroffen, in Skandinavien insgesamt 25. In Spanien sind laut WHO 50 Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert, in Frankreich sind es 57 Menschen. 

16.30 Uhr: Messen in Düsseldorf werden verschoben 

Wegen des Coronavirus wird die Düsseldorfer Fachmesse "Pro Wein" verschoben. Über einen alternativen Termin werde zeitnah beraten, teilte die Messe Düsseldorf am Samstag mit. Die Weinmesse sollte eigentlich am 15. März beginnen. Im vergangenen Jahr waren 6.900 Aussteller und rund 61.500 Fachbesucher aus mehr als 130 Ländern gekommen – darunter viele aus Italien, Frankreich und Übersee.

Auch weitere Eigenveranstaltungen in Düsseldorf werden den Angaben zufolge auf einen späteren Zeitpunkt verlegt. Dies betreffe die Messen "Beauty", "Top Hair", Draht-Fachmesse "wire" und Rohr-Messe "Tube".

Zuvor hatte auch die Kölner Messegesellschaft angekündigt, die Fitnessmesse Fibo und die Kölner Eisenwarenmesse zu verschieben.

16.14 Uhr: Kirschblüten-Feste in Japan abgesagt

Wegen der anhaltenden Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat Japan mehrere seiner berühmten Kirschblüten-Feste abgesagt. Die traditionellen Frühlingsfeiern in den Städten Tokio und Osaka, die jährlich Millionen von Menschen anlocken, werden nicht wie geplant im April stattfinden, wie die Organisatoren am Freitag mitteilten. Weitere Absagen werden nach Berichten der örtlichen Medien voraussichtlich folgen.

15.57 Uhr: Coronavirus erreicht Köln 

Das Coronavirus hat die Millionenstadt Köln erreicht. Das neuartige Virus sei am Samstag bei einer Frau nachgewiesen worden, die im Kreis Heinsberg Karneval gefeiert habe, teilte die Stadt mit. Sie habe dieselbe Karnevalsveranstaltung in Gangelt besucht wie der 47-Jährige, der als Erstinfizierter in NRW gilt. Die Kölnerin werde im isolierten Bereich eines Krankenhauses behandelt. Sie zeige aber nur vergleichsweise leichte Symptome, sagte eine Sprecherin. Damit gibt es mittlerweile alleine in NRW mehr als 60 Coronavirus-Infizierte. 

15.53 Uhr: Schulen und Unis in Norditalien bleiben geschlossen 

In den drei norditalienischen Regionen Emilia-Romagna, Lombardei und Venetien sollen Schulen und Universitäten auch kommende Woche geschlossen bleiben. Das kündigen die Behörden der Emilia-Romagna an. Es ist die zweite Woche in Folge.

15.51 Uhr: Spieleentwicklerkonferenz verschoben 

Als nächstes großes Event der Technologie-Branche wird die Spieleentwickler-Konferenz GDC in San Francisco wegen der Coronavirus-Gefahr nicht wie geplant stattfinden. Sie werde von Mitte März auf den Sommer verlegt, teilten die Veranstalter am Wochenende mit. Einen konkreten neuen Termin nannten sie zunächst nicht. Zuvor hatten bereits Schwergewichte wie Sony, Microsoft und Electronic Arts die Teilnahme an der Konferenz abgesagt.

15.46 Uhr: Schweiz kündigt Senkung der Konjunkturprognose an 

Die Schweiz wird ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr wegen des Coronavirus nach unten korrigieren. Das kündigt ein Vertreter des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) an. Die neue Prognose soll am 17. März veröffentlicht werden. Die bisherige ging von einem Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent im laufenden Jahr aus.

15.41 Uhr: Sondersitzung des Gesundheitsausschusses am Montag

Der Gesundheitsausschuss des Bundestags wird am Montag in einer Sondersitzung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) über die neuste Entwicklung bei der Ausbreitung des Coronavirus informiert, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet.

15.40 Uhr: Kirchen mahnen zu Vorsicht im Gottesdienst

Die Kirchen haben die Gläubigen vor den Gottesdiensten am Sonntag zu erhöhter Vorsicht und Achtsamkeit wegen des neuartigen Coronavirus aufgerufen. Angesichts der weiteren Ausbreitung des Erregers empfahl die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ihren Gemeindemitgliedern, etwa beim Abendmahl nicht aus ein und demselben Kelch zu trinken. "Es ist möglich, bei der Austeilung vorübergehend Einzelkelche zu verwenden", erklärte eine Sprecherin am Samstag. "Da wir darauf vertrauen, dass wir auch im Brot die ganze Fülle des Heils empfangen, kann in Zeiten großer Ansteckungsgefahr auch nur das Brot zu sich genommen werden." Die katholische Kirche hatte zu ähnlichen Vorbeugemaßnahmen geraten.

15.37 Uhr: Lebensmittelhändler in Bayern bereiten sich vor 

Die Lebensmittelhändler in Bayern verzeichnen eine gestiegene Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln und Getränken. Die Lieferanten hätten ihre Lagerbestände deswegen bereits erhöht, teilte ein Sprecher des Handelsverbands Bayern am Samstag mit. "Auf eine erhöhte Nachfrage sind wird vorbereitet", so der Sprecher. In der Fläche sei bislang keine Zunahme an Hamsterkäufen aus Sorge vor einer Ausbreitung des Coronavirus wahrzunehmen, hieß es weiter. In Einzelfällen könne er dies aber nicht ausschließen.

Ein Blick in mehrere Lebensmittelgeschäft in der Landeshauptstadt München bestätigt das. Während in zwei Geschäften alle Regale voll sind und die Mitarbeiterin eines Geschäftes von normaler Nachfrage spricht, sind in einem anderen Supermarkt mehrere Regale leer. So sehe es sonst nie aus, sagte ein Mitarbeiter am Samstag der dpa. Bereits seit Montag würden zahlreiche Konserven wie Nudeln aber auch Obst verstärkt nachgefragt. Weil die Lieferanten nicht mehr als die übliche Menge liefern könnten, blieben einige Regale zur Zeit leer. An einem Regal hingen Zettel, die die Kunden auf die Lieferengpässe aufmerksam machten.

15.34 Uhr: Infektionszahl in Großbritannien steigt auf 23

In Großbritannien ist die Zahl der bekannten Infektionen um drei auf 23 gestiegen, wie das Gesundheitsministerium bekanntgibt.

15.20 Uhr: Halbmarathon in Paris abgesagt 

Wegen des Coronavirus fällt in Frankreich ein weiteres Sportgroßereignis aus. Die Organisatoren des Halbmarathons in Paris sagten das Rennen am Samstag rund 24 Stunden vor dem geplanten Start ab. Durch die Entscheidung soll eine weitere Ausbreitung des Virus verhindert werden.

Die Absage erfolgte unmittelbar nach dem Erlass neuer Vorschriften für Großereignisse durch die französische Regierung vom Samstagmittag. Demnach dürfen in Frankreich vorerst keine Hallenveranstaltungen mit über 5.000 Besuchern und bestimmte Freiluftveranstaltungen mehr stattfinden.

15.19 Uhr: Frankreich verbietet Großveranstaltungen 

Wegen des neuartigen Coronavirus hat Frankreich alle Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Menschen untersagt. Diese Entscheidung sei vom Verteidigungs- und Ministerrat getroffen worden, teilte Gesundheitsminister Olivier Véran am Samstag mit. Seinen Worten zufolge stieg die Zahl der bekannten Viruserkrankungen in dem Land auf 73. Neue Todesfälle gebe es nicht.

15.04 Uhr: Entscheidung über Düsseldorfer "Pro Wein" noch offen 

Ob die internationale Fachmesse "Pro Wein" ab 15. März in Düsseldorf stattfinden kann, wird nach Angaben des Messe derzeit noch geprüft. Es treffe nicht zu, dass eine Absage als Folge auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus beschlossene Sache sei, sagte eine Sprecherin am Samstag auf dpa-Anfrage. Sollte die dreitägige Fachmesse nicht planmäßig stattfinden, werde sie auf jeden Fall verschoben, nicht abgeblasen. Die Entscheidung werde in Kürze fallen. Im vergangenen Jahr waren 6.900 Aussteller und rund 61.500 Fachbesucher aus mehr als 130 Ländern zu der "Pro Wein" gekommen – darunter viele aus Italien, Frankreich und Übersee.

14.58 Uhr: Kein "kursierender Erreger" in Baden-Württemberg

Auch nach 14 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Baden-Württemberg gibt sich Sozialminister Manne Lucha zuversichtlich, die Lage im Südwesten zu kontrollieren. "Wir haben nach wie vor keinen kursierenden Erreger", sagte der Grünen-Politiker am Samstag. "Denn wir haben einen Überblick über die meisten Kontaktketten und reden nach wie vor von einzelnen Fällen oder von Clustern."

Ein Dutzend der bisherigen Fälle im Südwesten könne eingegrenzt werden, bei zwei weiteren Fällen werde die Infektionskette abgeklärt. "Das ist der Unterschied zum Beispiel zu den nordrhein-westfälischen Fällen. In Baden-Württemberg haben wir außerdem relativ moderate Verläufe", sagte Lucha.

Allerdings sei er sich der Gefahr, die für einen infizierten Menschen von dem Virus ausgehe, bewusst, sagte der Minister. "Unsere Körper sind gegenüber dem Coronavirus naiv. Wir haben noch nichts." In der Bevölkerung habe sich noch keine Immunisierung gegen das Virus aufgebaut. "Damit sind wir natürlich anfälliger als zum Beispiel beim Influenzavirus."

14.41 Uhr: UN-Großveranstaltungen werden überprüft

Wegen des neuartigen Coronavirus sollen alle internationalen Treffen und Konferenzen bei den Vereinten Nationen in New York einzeln überprüft werden. Dabei würden die Details des jeweiligen Treffens und die Entwicklung der Lage in Betracht gezogen, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric in der Nacht zum Samstag in New York. Die endgültige Entscheidung liege bei den Mitgliedsstaaten, die dazu am Montag noch einmal beraten wollten.

Ein geplantes großangelegtes Treffen der UN-Kommission zur Rechtsstellung der Frau (CSW) vom 9. bis 20. März in New York solle in kleinerer Form stattfinden, riet UN-Generalsekretär António Guterres den Veranstaltern. Nur die sowieso schon in New York ansässigen Vertreter sollten teilnehmen.

Zuvor hatte Guterres gesagt, dass die Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 seiner Einschätzung nach einen kritischen Punkt erreicht habe. "Wir wissen, dass eine Eindämmung möglich ist, aber das Zeitfenster schließt sich." Es sei für alle Regierungen die Zeit gekommen, den Erreger mit allen Mitteln zu bekämpfen – "und dies ohne Stigmatisierung und unter Achtung der Menschenrechte". Es gelte, bestmöglich vorbereitet zu sein.

14.39 Uhr: Handelsverband ist auf Hamsterkäufe vorbereitet

Dem deutschen Einzelhandel bereiten erste Hamstereinkäufe wegen der Verbreitung des Coronavirus in Deutschland bislang keine Sorgen. Die Lieferstrukturen im Handel seien effizient und gut vorbereitet, die Versorgung der Bevölkerung gewährleistet, sagte der Sprecher des Handelsverbands Deutschland, Kai Falk am Samstag.

Einschränkungen bei der Warenverfügbarkeit im Handel seien bislang nicht festzustellen, sagte Falk weiter. Wie die weitere Verbreitung des Virus die Konsumstimmung und das Kaufverhalten beeinflusst, bleibe abzuwarten. Die Unternehmen seien mit den Behörden in Kontakt, um auf weitere Entwicklungen und Empfehlungen zum Schutz der Kunden und Mitarbeiter angemessen reagieren zu können.

14.36 Uhr: Stadt Halle wirbt für große Schau 

Die Stadt Halle will als Konsequenz der Absage der Internationalen-Tourismusbörse (ITB) in Berlin verstärkt direkt bei Reiseveranstaltern in Deutschland um Besucher werben. Im Mittelpunkt stehe dabei eine große Ausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte, sagte Isabel Hermann, Sprecherin der Stadtmarketing Halle (Saale) GmbH, am Samstag. Unter dem Motto "Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte" widmet sich die Schau ab 20. November neuen Erkenntnissen zur Entstehung der etwa 3.600 Jahre alte Bronzescheibe.

14.18 Uhr: Mediziner ruft zur Besonnenheit auf 

Die Universitätsmedizin Greifswald hat im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus zur Besonnenheit aufgerufen. Der wichtigste Schritt zur Vermeidung einer Infektion sei Hygiene, sagte der leitende Krankenhaushygieniker Nils Hübner am Samstag am Rande einer Informationsveranstaltung in Greifswald. "Es ist ein neuer Erreger, aber es ist kein neues Problem." Neben den 50 Zuhörern im Hörsaal seien rund 12.000 Facebook-User der Veranstaltung gefolgt.

Die Menschen sollten einen realistischen Blick auf das Geschehen werfen. Laut Robert Koch-Institut waren in der vergangenen Woche in Deutschland knapp 100.000 Menschen mit dem Influenza-Virus infiziert. Dies sollte mit der aktuellen Zahl von Covid-19-Erkrankungen von wenigen Dutzend ins Verhältnis gebracht werden, sagte Hübner. "Das muss man sich mal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen und sich selbst sagen, wie aufgeregt man mit dieser Situation umgehen will." Für ihn ist die Aufmerksamkeit, die das Virus erhält, Teil eines medialen Ereignisses: "Der Rauch, der entsteht, steht im Moment noch in keinem Verhältnis zum Feuer, das wir haben."

Er warnte in diesem Zusammenhang auch vor Hamsterkäufen. Ihm seien weder aus China noch Norditalien Meldungen über Hunger bekannt. Er erwarte auch nicht, dass in Deutschland eine solche Mangelsituation auftauche. Zudem würden viele Lebensmittel wieder weggeschmissen. Er sehe auch die psychologische Komponente von Hamsterkäufen: "Wenn die Menschen vor leeren Regalen stehen, führt das wieder zu Hamsterkäufen. Das ist ein selbstverstärkender Prozess."

14.09 Uhr: BVB installiert Desinfektionsstationen im Stadion

Borussia Dortmund hat auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus reagiert. Für die Partie an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den SC Freiburg wurden im gesamten Stadionbereich Desinfektionsstationen installiert. Den Spielern wurde Fan-Kontakt wie zum Beispiel beim Schreiben von Autogrammen und bei Selfies verboten. Das Mitführen von Fläschchen mit Desinfektionsmittel wurde den Zuschauern aus Sicherheitsgründen untersagt. Sie könnten als Wurfgeschosse eingesetzt werden.

14.03 Uhr: Iran dementiert Berichte über mehr als 200 Tote 

Der Iran hat einen Medienbericht über mehr als 200 Coronavirus-Tote in dem Land als "Gerücht" zurückgewiesen. Im Iran seien bislang 43 Menschen an dem neuartigen Coronavirus gestorben – 593 Menschen seien mittlerweile infiziert, sagte ein Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums am Samstag. Er warf ausländischen Medien vor, Falschinformationen zu verbreiten, und verwies in diesem Zusammenhang auf einen Bericht der BBC, wonach mindestens 210 Menschen im Iran durch die Coronavirus-Epidemie gestorben seien.

"Das, was wir als endgültige Statistiken veröffentlichen, beruht auf den neuesten endgültigen Ergebnissen von Laboruntersuchungen", sagte Ministeriumssprecher Kianusch Dschahanpur. Er prangerte "Gerüchte" sowie "falsche und widersprüchliche Inhalte" von Medien an, die "dem iranischen Volk nicht positiv" gegenüber stünden.

Das Gesundheitsministerium meldete am Samstag demnach neun neue Todesfälle. Innerhalb eines Tages seien die Infektionsfälle in seinem Land um rund 50 Prozent auf 593 angestiegen, erklärte Dschahanpur. Es war den Angaben zufolge die höchste Anzahl neuer Infektionsfälle an einem einzigen Tag seit der Bekanntgabe der ersten beiden Todesfälle vor zehn Tagen im Iran.

13.40 Uhr: Nach ITB-Absage: Frage nach Entschädigungen bleibt offen

Nach der Absage der weltgrößten Reisemesse ITB in Berlin wegen der Ausbreitung des Coronavirus ist offen, ob Aussteller oder andere beteiligte Unternehmen eine Entschädigung erhalten. Das Bundeswirtschaftsministerium stellte am Samstag eine Prüfung dieser Frage in Aussicht.

"Wir müssen uns jetzt die einzelnen Fälle genau ansehen und prüfen", sagte eine Sprecherin auf dpa-Anfrage und verwies auch auf andere abgesagte Messen. "Die privatrechtlichen Verträge der jeweiligen Betreiber oder Aussteller können unterschiedliche Regelungen beinhalten. Deshalb ist es wichtig, sich das jetzt genau anzusehen und zu prüfen." Bei der Messe Berlin als ITB-Veranstalter hieß es, man prüfe nun alle Folgen, die sich aus der Absage ergäben.

13.34 Uhr: USA melden vierten Coronavirus-Fall 

Die USA haben einen vierten Coronavirus-Fall ungeklärten Ursprungs gemeldet. Beim jüngsten Fall handelt es sich um einen minderjährigen Jungen im Bundesstaat Washington, der "vermutlich positiv" getestet wurde, wie die örtlichen Behörden am Freitag mitteilten, ohne weitere Angaben über den Patienten zu machen. Er befindet sich demnach in der Region Snohomish County in häuslicher Isolation. Seine Schule bleibt laut dem Gesundheitsministerium des Bundesstaates Washington bis kommenden Dienstag geschlossen und wird gründlich gereinigt.

13.14 Uhr: Vier Kita-Kinder in NRW haben Coronavirus

Bei vier Kindern in Nordrhein-Westfalen ist eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Die Kinder gehen in die Kita im Kreis Heinsberg, in der eine an Covid-19 erkrankte Frau als Erzieherin arbeitet. Das teilte der Kreis Heinsberg am Samstag nach einer Sitzung des Krisenstabs mit. Den Kindern gehe es gut. Sie zeigten "allenfalls leichte Erkältungssymptome", sagte eine Sprecherin.

Insgesamt besuchen 114 Kinder die Kita. Rund 100 Jungen und Mädchen machten den Test, bei vieren war der Befund positiv. Die anderen rund 14 Kinder seien zu dem freiwilligen Test nach bisherigen Erkenntnissen nicht erschienen. Insgesamt sei die Zahl der Personen, die sich mit dem Erreger SARS-CoV-2 im Kreis Heinsberg nachweislich infizierten, nun auf 60 gestiegen.

Alle Personen, die unmittelbar zu einer infizierten Person Kontakt hatten und die selber Krankheitssymptome zeigen, sollen in häusliche Quarantäne gehen. Sie sollen der Kreissprecherin zufolge ihren Hausarzt konsultieren, der entscheide, ob ein Test vorgenommen wird.

13.11 Uhr: Lehrer aus dem Sauerland infiziert

Im nordrhein-westfälischen Lüdenscheid ist bei einem Lehrer das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Ein Sprecher des Märkischen Kreises sagte am Samstag auf dpa-Anfrage, es seien 36 Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne geschickt worden. Man habe von allen Abstriche genommen, die nun ins Labor geschickt würden. Die Förderschule des Kreises mit 95 Schülern und 20 Lehrern bleibe bis Ende der kommenden Woche geschlossen. Der Lehrer habe in dem besonders betroffenen Kreis Heinsberg an der Karnevalssitzung teilgenommen, die für NRW bisher als Ausgangspunkt gilt.

Unter den Betroffenen der häuslichen Quarantäne sind vier weitere Lehrkräfte der Förderschule. Der an Covid-19 erkrankten Pädagoge habe nur leichte grippeähnliche Symptome, sagte der Sprecher.

13.07 Uhr: Patienten in Baden-Württemberg weiter stabil 

Den insgesamt 14 mit dem Coronavirus infizierten Patienten in Baden-Württemberg geht es nach Angaben des Landessozialministeriums weiter vergleichsweise gut. Ihr Gesundheitszustand sei stabil, teilte das Ministerium am Samstag in Stuttgart mit. In Baden-Württemberg waren am Freitagabend noch zwei weitere Coronavirus-Fälle bekanntgeworden, darunter ein Bekannter eines 25-Jährigen aus dem Kreis Göppingen, dessen Fall als erster registriert worden war.

13.01 Uhr: Michelin sagt Sterneverleihung ab 

Der Restaurantführer Guide Michelin hat die Dienstag geplante Sterneverleihung in Hamburg wegen des neuartigen Coronavirus abgesagt. Als Grund nannte Michelin Europe North am Samstag in einer Mitteilung die gesundheitlichen Risiken für die Teilnehmer. Die Auszeichnung der Restaurants erfolge in einer "digitalen Pressekommunikation".

12.50 Uhr: Bonner Patient wurde zunächst nicht getestet

Der infizierte Mitarbeiter einer Offenen Ganztagsbetreuung (OGS) in Bonn ist erst bei seinem zweiten Besuch in der Uniklinik auf das Coronavirus getestet worden. Nachdem der 23-Jährige am Mittwoch leichte Erkältungssymptome entwickelt hatte, sei er am Donnerstag zur Uniklinik gefahren, sagte die Leiterin des Bonner Gesundheitsamtes, Ingrid Heyer, am Samstag. Dort sei aber kein Test vorgenommen worden.

Den Klinik-Mitarbeitern sei zu dem Zeitpunkt nicht bekannt gewesen, dass der Student zuvor Karneval im Kreis Heinsberg gefeiert hatte, wohin fast alle 40 Infektionsfälle in NRW einen Bezug haben. Der 23-Jährige habe nichts davon gesagt. Als er sich am Freitag auf Anraten seiner Chefin dann erneut zur Uniklinik begeben habe, sei der Test gemacht worden - und positiv ausgefallen.

Bei dem Klinik-Personal, das mit dem Patienten Kontakt hatte, würden ebenfalls Test-Abstriche gemacht, sagte der Ärztliche Direktor der Uniklinik, Wolfgang Holzgreve.

Der 23-Jährige sei mit dem Bus von seiner Wohnung zur Klinik gefahren. Jedoch habe er auf der kurzen Strecke keine nahen Kontakte zu Mitfahrenden gehabt, sagte eine Sprecherin der Stadtwerke.

12.44 Uhr: Erster Coronavirus-Fall in Katar 

In Katar gibt es den ersten Coronavirus-Infizierten, wie die staatliche Nachrichtenagentur des Landes berichtet.

12.38 Uhr: Fünf Serie-A-Spiele in Italien abgesagt 

Die Corona-Epidemie wirbelt den internationalen Sportkalender immer stärker durcheinander. In der italienischen Fußball-Meisterschaft sind am Samstagmittag zur Vermeidung einer weiteren Ausbreitung des Virus gleich fünf Begegnungen des Wochenendes abgesagt worden.

Zu den gestrichenen Begegnungen gehört auch das Topspiel zwischen Meister Juventus Turin und Inter Mailand. Außerdem sagte der nationale Ligaverband die Spiele AC Mailand gegen CFC Genua, FC Parma gegen SPAL Ferrara, US Sassuolo gegen Brescia Calcio und Udinese Calcio gegen AC Florenz ab. Die Spiele hatten ursprünglich unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden sollen.

12.35 Uhr: Japans Premier verstärkt Kampf gegen Virus

Angesichts wachsender Kritik an Japans Regierung wegen ihres Umgangs mit dem neuen Coronavirus hat Ministerpräsident Shinzo Abe weitere wirtschaftliche Hilfen des Staates in Aussicht gestellt. Der rechtskonservative Regierungschef kündigte am Samstag ein weiteres Konjunkturpaket über 270 Milliarden Yen (2,3 Milliarden Euro) im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus an. "Japan wird alle möglichen notwendigen Schritte ergreifen", versprach Abe. Analytiker warfen ihm vor, die Situation nicht richtig ernst genommen und unzureichend darauf reagiert zu haben. Zudem gibt es Vorwürfe, die Regierung teste nicht genügend, angeblich um die Infektionszahlen niedrig zu halten.

12.30 Uhr: Inzwischen neun Infektionen in Österreich 

In Österreich sind inzwischen neun Fälle von Infektionen mit dem neuen Coronavirus bestätigt. Ein Ehepaar aus der Nähe von Wien sei positiv getestet worden, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Samstag. Damit wurde das Virus SARS-CoV-2 in vier von neun Bundesländern nachgewiesen. In Österreich wurden auf der Suche nach dem Erreger bisher 1650 Tests gemacht.

Ein Treffen von Österreichs Regierungschef Sebastian Kurz mit US-Präsident Donald Trump ist vom Weißen Haus auf zunächst unbestimmte Zeit verschoben worden. Kurz wollte am Sonntag in die USA reisen und sich am Dienstag mit Trump über aktuelle politische Fragen austauschen.

12.25 Uhr: Coronavirus wirkt sich auf Güterverkehr aus 

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wirkt sich am Wochenende auch auf den Güterverkehr in Nordrhein-Westfalen aus. Im Umfeld eines Mitarbeiters des Stellwerks in Köln-Kalk ist laut Angaben der Deutschen Bahn ein Verdachtsfall aufgetreten. Das Stellwerk war am Samstag deshalb nicht besetzt. Der Schienengüterverkehr werde umgeleitet. Auswirkungen auf den Personenverkehr gibt es den Angaben zufolge aber nicht.

Die Umleitungen sollen voraussichtlich noch bis Sonntag bestehen. Ob sich der Verdachtsfall bestätigt hat, war am Samstag zunächst noch unklar. Zuvor hatte die "Rheinische Post" berichtet.

12.19 Uhr: Arabische Zentralbank rät zu speziellen Maßnahmen 

Die Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate rät den Banken zu speziellen Maßnahmen, um die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus-Ausbruchs abzumildern. In einer Mitteilung des Instituts heißt es, es werde erwartet, dass die Banken die Kredite umschuldeten, monatliche Zinszahlungen verschöben und Gebühren und Provisionen für betroffene Kunden senkten.

11.55 Uhr: Häusliche Quarantäne für Schüler in Bonn angeordnet

Nach der Infektion eines Studenten aus Bonn hat die Stadt häusliche Quarantäne für rund 180 Schüler angeordnet. Der Student hatte die Kinder bei den Hausaufgaben betreut. Nach der Infektion des Mitarbeiters einer Offenen Ganztagsbetreuung (OGS) bleibt eine Bonner Grundschule von Montag an für zwei Wochen geschlossen. Die rund 185 Kinder, die die Schule besuchten, würden nun auf das Virus getestet, sagte die Leiterin des Bonner Gesundheitsamtes, Ingrid Heyer, am Samstag. Dazu würden Krisenteams die Familien im Laufe des Tages zu Hause aufsuchen.

Der 23 Jahre alte OGS-Mitarbeiter zeige nur leichte Symptome und befinde sich in häuslicher Quarantäne, sagte der Ärztliche Direktor der Bonner Uniklinik, Wolfgang Holzgreve.

Der junge Mann habe im Kreis Heinsberg Karneval gefeiert und sei dann am Aschermittwoch nach Bonn zurückgekehrt, wo er in der OGS arbeite, schilderte Heyer. Dort habe er dann Kinder bei den Hausaufgaben betreut. Danach habe er sich schlecht gefühlt und sei am Donnerstag nicht in der Schule gewesen. Am Freitagnachmittag sei er dann in der Uniklinik positiv auf den Coronavirus getestet worden.

Bisher haben alle nun fast 40 Infektionsfälle in NRW einen Bezug zum Kreis Heinsberg, wo auch der 47-Jährige feierte, der als Erstinfizierter in NRW gilt und weiter in der Uniklinik Düsseldorf behandelt wird.

11.49 Uhr: Drei Infektionen aus dem Raum Aachen 

In Aachen und im nahe gelegenen Würselen ist bei drei Personen das SARS-CoV-2 nachgewiesen worden. Es handele sich in Aachen um eine Frau aus Gangelt im Kreis Heinsberg, die aus anderen Gründen in einer Aachener Klinik behandelt wurde, wie ein Sprecher der Stadt am Samstag mitteilte. Sie sei nun isoliert, alle Kontaktpersonen würden ermittelt. Auch wenn sie aus dem besonders betroffenen Kreis Heinsberg stamme, gehöre sie nicht zu den bisher vom Kreis Heinsberg gemeldeten Fällen.

In Würselen wurden eine Frau und ihr Sohn positiv getestet. Bei dem Sohn handele es sich um einen Heranwachsenden oder jungen Erwachsenen. Er sei Schüler der elften Klasse, sagte ein Sprecher der Städteregion Aachen auf dpa-Anfrage. Weitere Details zu den Personen seien noch nicht bekannt. Aufgrund "des leichten Krankheitsverlaufes" wurden beide nach Hause entlassen. Auch hier würden Kontaktpersonen ausfindig gemacht.

11.46 Uhr: Matratzenwerk produziert nun Atemmasken 

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat der Matratzenhersteller Breckle in Weida (Kreis Greiz) einen Teil seiner Produktion auf Atemschutzmasken umgestellt. Die Ostthüringer Firma habe einen Großauftrag über 400.000 Stück erhalten, berichtete die "Ostthüringer Zeitung" am Samstag unter Berufung auf Geschäftsführer Gerd Breckle. Die Masken seien aber nicht für den Handel, sondern für öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser bestimmt. Weitere Kapazitäten über diesen Auftrag hinaus habe das Unternehmen aber nicht, hieß es.

In Sorge vor dem Coronavirus ist die Nachfrage nach Gesichtsmasken stark gestiegen. Der Thüringer Apothekerverband hatte erst am Freitag berichtet, dass Mundschutz nicht mehr vorrätig und auch nicht lieferbar sei. Auch Desinfektionsmittel zum Auftragen auf die Haut seien so gut wie ausverkauft.

11.44 Uhr: Besucher der Ostseemesse von Virus unbeeindruckt

Die Besucher der Rostocker Ostseemesse zeigen sich nach Angaben der Hansemesse von der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus unbeeindruckt. "Wir haben die gleichen Besucherzahlen wie in den Vorjahren", sagte Messesprecherin Bärbel Grawe am Samstag. Sie rechnete weiter mit gut 40.000 Besuchern bis Sonntag, dem Ende der fünftägigen Verbrauchermesse. Bei manchen Ausstellern sei nach der Absage der Internationalen Tourismusbörse ITB in Berlin allerdings Unruhe zu spüren. Sie hätten im Anschluss an die Ostseemesse weitere Veranstaltungen gebucht.

Bei den Schutz- und Vorsorgemaßnahmen für die Besucher sei jedoch nachgebessert worden. In den Toiletten wurden Hygienehinweise angebracht, an mehreren Stellen in der Messehalle stehen nun Geräte zur Händedesinfektion. "Besucher mit einem Mundschutz habe ich noch nicht gesehen", fügte Grawe hinzu. Noch bis Sonntag stehen in der 30. Ausgabe der Messe rund 220 Aussteller bereit, den Besuchern neueste Waren und Dienstleistungen zu präsentieren.

11.41 Uhr: 38 Infizierte in Heinsberg – Krisenstab tagt

Im Kreis Heinsberg ist die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten auf 38 gestiegen. Am späten Freitagabend sei eine weitere Person gemeldet worden, sagte eine Sprecherin des Kreises am Samstagmorgen. Der Krisenstab werde angesichts der raschen Ausbreitung des Erregers am Vormittag erneut zusammenkommen. Man warte weiter auf die Testergebnisse von Dutzenden Kindern aus der Kita, in der die erkrankte und in der Düsseldorfer Uniklinik behandelte Erzieherin arbeitet. "Dazu liegen uns noch keine Ergebnisse vor".

Patienten waren am Freitag auch aus Düsseldorf und Bergheim gemeldet worden. Alle Infizierten haben laut NRW-Gesundheitsministerium Bezüge zu Infizierten im Kreis Heinsberg. Unter allen 37 bekannten Fällen werden nur die 46 Jahre alte Erzieherin und ihr Ehemann (47) – er gilt als Erstinfizierter in NRW - im Krankenhaus behandelt. Dabei gilt der Zustand des Mannes als ernst, hatte sich aber zuletzt "etwas stabilisiert". Geschätzte rund 1.000 Menschen befinden sich als Vorsichtsmaßnahme in häuslicher Quarantäne.

11.40 Uhr: Asean-Treffen in Las Vegas abgesagt 

Die US-Regierung hat wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einem Medienbericht zufolge ein Gipfeltreffen mit den Staaten des Verbands Südostasiatischer Nationen (Asean) in Las Vegas abgesagt. Das meldete der US-Sender NBC am Freitagabend (Ortszeit) unter Berufung auf ungenannte US-Regierungsvertreter. Das Spitzentreffen sollte demnach am 14. März stattfinden. NBC berichtete weiter, auch ein für kommenden Dienstag geplantes Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz sei auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

11.31 Uhr: DIW-Chef kritisiert Verhalten in der Coronakrise

Der Ökonom Marcel Fratzscher hält verbreitetes "Herdenverhalten" für eine der größten Gefahren in der aktuellen Coronakrise. "Das ist meine große Sorge: Diese Panik, dieses Herdenverhalten von Finanzinvestoren", sagte der Chef des Berliner DIW der "Passauer Neuen Presse" (Samstag). "So etwas gibt es auch bei Unternehmen und Konsumenten. Das ist zum Teil sehr irrational." Im schlimmsten Fall könne dies einen Abwärtsstrudel auslösen.

Fratzscher zeigte sich besorgt, dass "Dinge, die wir in China sehen, nämlich Verhaltensänderungen bei den Konsumenten" bei einer Ausweitung der Krise bald auch in Europa und Deutschland möglich seien. "Dafür gibt es schon erste kleine Anzeichen. Irgendwann könnten Firmen und Verbraucher auf die vielen Unsicherheiten mit Verhaltens- und Nachfrageänderungen reagieren. Dann könnte eine Teufelsspirale drohen, in der Finanzmärkte absacken, die Unternehmen ihre Investitionen zurückfahren und Verbraucher ihre Nachfrage eindämmen.

11.29 Uhr: 167 Coronavirus-Tests bei UAE Tour sind negativ 

Für die Radprofis und Teammitglieder bei der abgebrochenen UAE Tour in den Vereinigten Arabischen Emiraten gibt es eine erste Entwarnung. Alle bisher 167 durchgeführten Tests auf das neuartige Coronavirus fielen negativ aus. Das teilten die Veranstalter und das Gesundheitsministerium von Abu Dhabi am Samstagvormittag mit. Im Laufe des Tages sollen die übrigen Tests ausgewertet sein.

Die siebentägige Rundfahrt am Persischen Golf war nach fünf Etappen in der Nacht zum Freitag abgebrochen worden, weil zwei italienische Mitglieder eines Teams laut Veranstalterangaben positiv getestet wurden. Daraufhin wurden alle in dem Hotel der beiden Italiener wohnenden Beteiligten an der Rundfahrt unter Quarantäne gestellt und auf das Virus getestet.

11.21 Uhr: Besondere Bedingungen für Heimspiel des MTV Stuttgart 

Das Champions-League-Heimspiel der Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart gegen Imoco Conegliano aus Italien wird am 4. März (19 Uhr) "unter besonderen Hygienebedingungen" stattfinden. Die Viertelfinal-Rückpartie beim favorisierten Weltpokalsieger am 10. März muss wegen der Coronavirus-Gefahr ohne Zuschauer über die Bühne gehen. Dies teilte der deutsche Meister am Samstag mit. Conegliano liegt rund 50 Kilometer nördlich von Venedig und damit in dem vom Virus besonders betroffenen Norditalien.

Im Hinblick auf das Hinspiel wird auf die grundsätzlichen Hygiene-Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts verwiesen - "vor allem zur Händedesinfektion und Husten- und Niesetikette". Zudem sollen beide Mannschaften nach dem Match das Spielfeld zügig verlassen, das obligatorische Abklatschen mit den Fans entfällt, den Hallenbesuchern wird kein Zutritt zum Spielfeld, zur Interviewzone oder zu den Katakomben gewährt. Der Einsatz von Sicherheitspersonal werde erhöht. Fans aus Italien werde "dringend empfohlen", von einer Reise nach Stuttgart abzusehen.

Eine Absage stehe zum jetzigen Zeitpunkt zwar nicht zur Debatte. "Eine kurzfristige Veränderung der Sachlage durch eine ungünstige Entwicklung der Infektionswelle mit dem Coronavirus in Deutschland ist jedoch jederzeit möglich", hieß es.

11.19 Uhr: Polizisten sollen vorsorglich zu Hause bleiben 

Nach Kindern, Schülern, Lehrern und vielen Beamten sollen nun auch baden-württembergische Polizisten zunächst vorsorglich zu Hause bleiben, wenn sie in den vergangenen Tagen in einem Risikogebiet für das neuartige Coronavirus gewesen sind. Dies gelte unabhängig von eigenen Krankheitssymptomen, wie aus einem internen Schreiben des baden-württembergischen Innenministeriums hervorgeht. Die Beamten würden vom Dienst freigestellt, bis ihr Gesundheitszustand zweifelsfrei geklärt sei.

11.18 Uhr: 43 Coronavirus-Tote in Iran 

Im Iran ist die Zahl der am Coronavirus gestorbenen Menschen auf 43 gestiegen, wie ein Vertreter der Gesundheistbehörden im Staatsfernsehen sagt. 593 Personen seien inzwischen infiziert, das seien 205 neue Fälle an einem Tag.

11.10 Uhr: Japan plant weiter mit Olympischen Spielen

Der japanische Premierminister Shinzo Abe rechnet damit, dass die Olympischen Spielen im Sommer in Tokio stattfinden werden. Die Pläne dazu sowie für einen Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping würden trotz des Coronavirus-Ausbruchs weiter geführt, sagt Abe auf einer Pressekonferenz. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, müsse man in den kommenden ein bis zwei Wochen alles Notwendige unternehmen. "Um ehrlich zu sein, wir können diesen Kampf nicht allein durch die Bemühungen der Regierung gewinnen."

11.03 Uhr: Spahn berät mit Gesundheitsexperten 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am Samstag mit den Gesundheitspolitikern aller Bundestagsfraktionen über die Lage angesichts der Ausbreitung des neuen Coronavirus beraten. Er habe sie in einer Telefonkonferenz "über die dynamischen Entwicklungen der letzten drei Tage informiert", teilte der CDU-Politiker im Kurznachrichtendienst Twitter mit. "Wir werden am Montag in einer Sondersitzung des Ausschusses für Gesundheit erneut zusammenkommen. Es ist mir wichtig, in dieser Situation parteiübergreifend zu informieren."

Für kommenden Freitag ist zudem ein Sondertreffen der europäischen Gesundheitsminister in Brüssel geplant. "Wir stehen am Beginn einer Epidemie, in Deutschland und in Europa. Das erfordert gemeinsames Handeln", erklärte Spahn in einer Mitteilung seines Ministeriums.

10.56 Uhr: Journalismus-Treffen wegen Coronavirus abgesagt

Aus Sorge vor dem neuartigen Coronavirus ist das Internationale Journalismus Festival in Perugia in Norditalien abgesagt worden. Man sei sich der damit verbundenen Unannehmlichkeiten und möglichen finanziellen Einbußen bewusst, aber eine andere Entscheidung sei angesichts der gegenwärtigen Lage unverantwortlich, teilte der Veranstalter am Samstag mit. "Die Gesundheit und Sicherheit der Redner, Gäste, Helfer, Mitarbeiter, Zulieferer sowie der Bürger von Perugia ist und müssen oberste Priorität bleiben." Die Veranstaltung, hätte vom 1. bis zum 5. April stattfinden sollen. Das nächste Treffen ist nun für April 2021 geplant.

Bei dem Coronavirus-Ausbruch in Italien, der in der Lombardei vor rund einer Woche seinen Anfang nahm, stieg die Zahl der erfassten Infizierten in Richtung 900. Davon starben 21 Menschen bis Freitagabend an der neuen Lungenkrankheit oder im Zusammenhang damit. Elf Gemeinden im Norden sind gesperrt, in weiten Teilen des Landes ist der Tourismus stark geschrumpft.

10.52 Uhr: Dritter Coronavirus-Fall in Dänemark

Dänemark hat einen dritten bestätigten Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. Ein Mitarbeiter des Universitätskrankenhauses in Aarhus habe sich wahrscheinlich während eines Besuches in Deutschland angesteckt, teilten die Gesundheitsbehörden am Samstag mit. Auf einer Konferenz in München habe er in engem Kontakt mit einem infizierten Italiener gestanden, hieß es weiter. Der Mann halte sich nun isoliert in seiner Wohnung auf.

Skandinavien blieb bisher weitgehend verschont von dem neuartigen Virus SARS-CoV-2, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. In Schweden stieg die Zahl der bestätigten Infektionen bis Freitagabend auf elf, darunter war eine Frau, die kürzlich den vom neuartigen Virus stark betroffenen Iran besucht hatte. Norwegen registrierte bis Freitag sechs Fälle.

Finnland bestätigte bislang drei Fälle, darunter eine Frau, die sich zuvor in Norditalien aufgehalten hatte. Dort gibt es derzeit ebenfalls verhältnismäßig viele Fälle von Coronavirus-Infektionen. Die beiden anderen Infizierten in Dänemark waren kürzlich im Skiurlaub in Norditalien gewesen.

10.48 Uhr: Test-Kapazitäten in NRW werden hochgefahren 

Das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen rechnet mit einem steigenden Bedarf an SARS-CoV-2-Tests. Derzeit werden Proben in NRW dezentral von rund 20 zertifizierten privaten Laboren und universitären Laboren durchgeführt, wie ein Ministeriumssprecher sagte. Der Arzt oder das Gesundheitsamt, das einen Abstrich aus den Atemwegen eines möglicherweise Betroffenen nimmt, entscheide selbst, welches Labor die Probe dann untersucht.

Wie viele der drei bis vier Stunden dauernden Analysen tagtäglich vorgenommen werden, sei nicht bekannt. Allerdings: "Es ist davon auszugehen, dass die Anzahl der zu untersuchenden Proben weiter steigen wird. Daher werden die Untersuchungskapazitäten weiter hochgefahren."

10.39 Uhr: Betroffene aus Heinsberg halten zusammen 

Die unter häusliche Quarantäne gestellten Menschen im Kreis Heinsberg erhalten aus ihrem Umfeld nach Worten einer Betroffenen viel Unterstützung: Bekannte bringen Einkäufe und Essen vorbei und stellen es vor die Tür. Das schilderte eine Frau, deren Sohn in den Kindergarten geht, in dem die an Covid-19 erkrankte und weiter in der Uniklinik Düsseldorf behandelte Erzieherin arbeitet. "Die Kinder gehen auch schon mal in den Garten, das ist ja das Gute an einer ländlichen Gegend. In der Stadt würde uns wahrscheinlich die Decke auf den Kopf fallen." In ihrer Familie zeige niemand Symptome.

Großes Mitgefühl herrsche gegenüber dem Ehepaar, bei dem das Virus zuerst festgestellt wurde: "Die kennen wir sehr gut. Wir hoffen alle, dass sie bald wieder nach Hause kommen und dass alles gut ausgeht", sagte sie. Es gebe aber auch Anfeindungen in den sozialen Medien, denen zufolge das Ehepaar unverantwortlich gehandelt haben soll. Einige in der Nachbarschaft fühlten sich von der Öffentlichkeit stigmatisiert, sagte die Betroffene, die ihren Namen nicht nennen möchte. Die häusliche Quarantäne für geschätzt rund 1.000 Menschen im Kreis sollte im Laufe des Samstag für viele enden.

10.29 Uhr: Ministerium rät Italien-Rückkehrern, auf Symptome zu achten 

Bayerns Gesundheitsministerium hat aus Anlass des Endes der Faschingsferien im Freistaat Italienurlauber zu besonderer Vorsicht wegen der Coronavirus-Erkrankungen aufgefordert. Feriengäste, die nach ihrem Urlaub einen begründeten Verdacht auf eine Infektion hätten, sollten sich telefonisch an ihren Hausarzt wenden, teilte das Ministerium am Samstag mit. Ein begründeter Verdachtsfall bestehe bei Menschen, die Symptome haben und sich vorher in einem Risikogebiet aufgehalten haben. "Wer in Italien mit einem Coronavirus-Erkrankten persönlichen Kontakt hatte, sollte sich umgehend an sein Gesundheitsamt wenden", betonte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).

10.15 Uhr: Expertin: Noch keine Pandemie in Deutschland

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ist nach Einschätzung der Hamburger Expertin Marylyn Addo noch keine Pandemie in Deutschland. "Bis vor einigen Wochen hatten wir nur wenige Einzelfälle, die relativ schnell eingedämmt werden konnten", sagte die Leiterin der Sektion Infektiologie und Tropenmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Nun gebe es viele Infizierte an mehreren Orten, vor allem in Nordrhein-Westfalen, und man wisse nicht, wo die Infektion herkomme. "Insofern ist das ein dynamischeres Geschehen, das über Einzelfälle hinausgeht", meinte Addo.

Das Geschehen sei im Moment noch relativ niedriggradig. Man könne die meisten Infektionsketten zurückverfolgen. Insgesamt sei die Situation momentan noch gut unter Kontrolle. Addo fügte aber hinzu: "Wir wissen nicht, wo wir in zwei Monaten stehen."

10.12 Uhr: Japans Quarantäne auf Schiff führte zu mehr Infektionen 

Japans umstrittene Quarantäneanordnung an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" hat nach Erkenntnis von Forschern zu vermeidbar vielen Infektionen mit dem neuen Coronavirus geführt. "Die Infektionsrate an Bord des Schiffes war rund vier Mal höher als was wir an Land in den am schlimmsten infizierten Gebieten Chinas sehen können", erklärte Joacim Rocklöv, Professor für Epidemiologie an der schwedischen Umeå Universität. Hätte Japan die anfangs 3.700 Passagiere und Crewmitglieder sofort nach Ankunft von Bord gelassen, wären nicht so viele Menschen mit dem Erreger infiziert worden. Zu diesem Schluss kamen Rocklöv und seine Kollegen in einer im "Journal of Travel Medicine" veröffentlichten Studie.

10.05 Uhr: Coach vom FC St. Gallen bedauert Coronavirus-Folgen 

Der deutsche Trainer Peter Zeidler vom Schweizer Tabellenführer FC St. Gallen befürchtet wegen des Coronavirus demnächst Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit. "Wir haben jetzt demnächst zwei Heimspiele, und falls dem wirklich so sein sollte, dass die unter Ausschluss der Zuschauer stattfinden müssten, dann wäre das für unseren Verein brutal", sagte der 57-Jährige mit Blick auf dann wegfallende Einnahmen zum Beispiel durch Ticketverkäufe.

Der Spieltag an diesem Wochenende wurde in der Schweiz bereits verschoben. Wegen der Coronavirus-Epidemie waren zuvor bis zum 15. März alle Sport-Großveranstaltungen verboten worden. Spiele mit mehr als 1.000 Zuschauern dürfen auf Anweisung des Bundesrats in diesem Zeitraum nicht mehr stattfinden. Möglich bleiben demnach aber Geisterspiele ohne Fans oder Partien mit geringeren Zuschauerzahlen.

9.35 Uhr: Spahn ruft zu gemeinsamem Handeln auf 

Mit Blick auf das erneute EU-Sondertreffen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu gemeinsamen Anstrengungen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus in Europa aufgerufen. "Die Lage hat sich in vielen Ländern Europas in den letzten Tagen und Stunden deutlich verändert", erklärte Spahn. Die Zahl der Infektionen steige, die Verfolgung aller Kontaktketten quer durch Europa werde immer schwieriger.

"Wir stehen am Beginn einer Epidemie, in Deutschland und in Europa", fügte Spahn hinzu. "Das erfordert gemeinsames Handeln."

Gemeinsam mit seinen Kollegen aus Frankreich und Italien habe er sich "darauf gedrängt, dass sich die Gesundheitsminister der EU nächste Woche treffen", erklärte der Minister. Ein Sprecher der EU-Kommission hatte zuvor am Freitagabend mitgeteilt, dass die EU-Gesundheitsminister bei einem Sondertreffen erneut ihr Vorgehen abstimmen wollen. Nach Angaben von Spahns Ministerium soll das Treffen voraussichtlich am Freitag stattfinden.

9.23 Uhr: Berlins Kliniken bereiten sich vor

Der landeseigene Klinikkonzern Vivantes und die Charité sind als große Berliner Krankenhausträger auf Patienten mit dem neuen Coronavirus vorbereitet. In den neun Vivantes-Häusern gebe es rund 1.860 isolierfähige Zimmer, teilte der Konzern auf Anfrage mit. Für die Senatsgesundheitsverwaltung sind grundsätzlich aber alle 38 Berliner Notfallkrankenhäuser und Notfallzentren für Patienten geeignet, die am SARS-CoV-2-Virus erkrankt sind. Die Nachweisverfahren übernehme das Labor von Vivantes und Charité für alle Kliniken.

Vivantes hat eine Task-Force zum Coronavirus eingerichtet. Vertreten sind unter anderem die Bereiche Hygiene, Infektiologie, Klinikmanagement und Katastrophenschutz. Das Gremium legt zum Beispiel Regeln fest, wie mit Verdachtsfällen und Patienten umzugehen ist. Es geht aber auch um die Nutzung von Schutzkleidung des medizinischen Personals und um Schulungen.

Auch die Charité hat einen Pandemiestab für die neue Lungenentzündung Covid-19 eingerichtet, der täglich tagt und die aktuelle Lage einschätzt. Zusätzlich gibt es einen Pandemieplan. Diese Vorbereitung ist nicht völlig neu – es gab sie beispielsweise auch schon zu Zeiten der Schweinegrippe.

9.19 Uhr: Coronavirus lässt Chinas Industrie einbrechen

Die um sich greifende Coronavirus-Epidemie belastet Chinas Wirtschaft schwer: Die Industrie des Landes ist so stark eingebrochen wie noch nie. Der amtliche Einkaufsmanagerindex (PMI) sank im Februar auf ein Rekordtief von 35,7 Punkten nach 50,0 Punkten im Januar, wie das Statistikamt am Samstag mitteilte. Damit liegt er deutlich unter der Marke von 50 Zählern, ab der anziehende Geschäfte signalisiert werden. Selbst zum Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren war der Index nicht so deutlich eingebrochen. Analysten hatten für Februar mit einem Abrutschen auf 46 Punkte gerechnet. Das wäre aber auch schon der niedrigste Stand seit Januar 2009 gewesen. Das Barometer für den Dienstleistungssektor brach auf 29,6 Punkte ein von 54,1 Zählern im Januar.

9.06 Uhr: Rom beschließt Hilfen für Betroffene

Die Regierung in Rom hat am Freitagabend ein Bündel von Nothilfen für Menschen in den vom Coronavirus stark betroffenen Gebieten angeschoben. So will das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte den Bürgern die Möglichkeit geben, Zahlungen an Versorgungsunternehmen und Versicherungen vorübergehend auszusetzen. Die durch die Corona-Krise geschwächten Unternehmen Italiens sollten konkrete wirtschaftliche Hilfen erhalten, kündigte ein Sprecher auf Facebook an.

Außerdem sollen Schüler, deren Schulen wegen des Ausbruchs der Infektion mit dem neuartigen Coronavirus geschlossen sind, keine Angst haben vor der Aberkennung ihres Schuljahres. Die Mindestzahl der Tage für die Anwesenheit wird nach dem Willen der Regierung ausgesetzt.

9.05 Uhr: Südkorea mit fast 600 neuen Infektionsfällen 

Die Zahl der Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus in Südkorea ist binnen 24 Stunden um fast 600 gestiegen. Wie die Gesundheitsbehörden am Samstag mitteilten, kamen über Nacht 594 neue Fälle hinzu. Damit steckten sich bisher 2.931 Menschen mit dem Erreger von Covid-19 an – so viele wie nirgendwo sonst außerhalb Chinas, wo der Ursprung der Lungenkrankheit vermutet wird. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden, kletterte um drei auf bisher 16.

Die Mehrzahl der neuen Fälle konzentriert sich weiter auf die südöstliche Millionen-Stadt Daegu und die umliegende Region. Allein 476 der neuen Infizierungen wurden in Daegu erfasst. Dort gibt es die größte Anhäufung von Fällen unter Anhängern der christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu.

9.05 Uhr: Zahl der Infektionen in China steigt weiter

In China sind weitere 47 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Samstag mitteilte, stammen allein 45 der neuen Opfer aus der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, wo das Virus ursprünglich ausgebrochen war. Auch die Zahl neuer Erkrankungen legte erneut zu. Laut offiziellen Angaben wurden landesweit 427 neue Fälle registriert, davon 423 in Hubei. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen stieg auf dem chinesischen Festland damit auf 79.251. Bislang wurden 2.835 Tote in China bestätigt.

9.03 Uhr: United Airlines verschiebt Investorentag

Die US-Fluggesellschaft United Airlines hat aufgrund der Folgen des neuartigen Coronavirus ihren für Donnerstag geplanten Investorentag verschoben. Die Veranstaltung solle stattdessen voraussichtlich im September stattfinden, teilte das Unternehmen am Freitag nach US-Börsenschluss mit.

Da die Ausbreitung des Virus zugenommen und sich die Marktreaktion verschlechtert habe, beschäftigten Anleger derzeit ausschließlich die kurzfristigen Auswirkungen, so United Airlines. Es sei daher nicht davon auszugehen, dass in der kommenden Woche produktive Gespräche über die langfristige Strategie geführt werden könnten.

8.43 Uhr: Coronavirus bei Mitabeiter einer Bonner Schülerbetreuung

In einer Bonner Grundschule ist ein Mitarbeiter einer Offenen Ganztagsbetreuung mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das meldete die Stadt Bonn. In der Nacht habe man von dem Testergebnis erfahren und rufe jetzt alle Eltern an mit der Bitte, die Kinder zunächst zuhause zu lassen. Der Mann habe in Gangelt im Kreis Heinsberg Karneval gefeiert.

Bisher haben alle nun fast 40 Infektionsfälle in NRW einen Bezug zum Kreis Heinsberg, wo auch der 47-Jährige feierte, der als Erstinfizierter in NRW gilt und weiter in der Uniklinik Düsseldorf behandelt wird.

8.27 Uhr: FIBO in Köln wird auf zweite Jahreshälfte verschoben

Die FIBO in Köln, weltweit größte Messe für Fitness, Wellness und Gesundheit, wird wegen des grassierenden Coronavirus vom geplanten Termin im April auf die zweite Jahreshälfte verschoben. Obwohl es enttäuschend sei, die Veranstaltung zu verschieben, sei es unerlässlich, "dass wir der Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten Priorität einräumen", sagte Silke Frank, Direktorin der FIBO Global Fitness Events. Die FIBO bringt jedes Jahr mehr als 1.000 Aussteller und rund 145.000 Besucher aus 135 Ländern zusammen.

8.25 Uhr: UN rät Diplomaten von Teilnahme an Konferenz ab

UN-Generalsekretär Antonio Guterres empfiehlt Ministern und Diplomaten aufgrund von Covid-19, nicht an einer jährlichen Konferenz zur Geschlechtergleichberechtigung im März teilzunehmen. Das geht aus einem Brief hervor, den Reuters einsehen konnte. Üblicherweise nehmen mehr als 7.000 Delegierte an dem Treffen teil, das dieses Jahr vom 9. bis 20. März stattfinden soll.

6.37 Uhr: Covid-19 breitet sich in Deutschland aus – weitere Infektionen

Das neuartige Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter aus. Am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag wurden unter anderem aus Hessen und aus Baden-Württemberg neue Infektionsfälle gemeldet. Im besonders betroffenen Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen erhöhte sich die Zahl der Infizierten nach Behördenangaben um drei weitere Fälle auf 38. In dem Landkreis befinden sich rund 1.000 Menschen unter Quarantäne.

Die hessische Landesregierung vermeldete ihrerseits einen dritten Fall: Eine junge Frau aus dem Landkreis Gießen sei erkrankt und zeige "milde Krankheitszeichen". Der Fall stehe in Zusammenhang mit einem Infektionsfall in NRW. Ebenfalls milde Krankheitszeichen zeigt demnach ein 29-Jähriger im Hochtaunuskreis. Auch bei ihm scheine der Ansteckungsweg klar. In Baden-Württemberg wurde derweil ein weiterer Fall im Landkreis Göppingen bestätigt – damit sind es im Land nun 14 Fälle. 

5.56 Uhr: Südkorea bittet Bürger am Wochenende zu Hause zu bleiben

Südkorea ruft seine Bürger auf, am Wochenende zu Hause zu bleiben. Das Land befinde sich an einem kritischen Punkt im Kampf gegen das Coronavirus, sagt der stellvertretende Gesundheitsminister Kim Kang Lip. Die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen und der Kontakt zu anderen Menschen solle vermieden werden. 

2.17 Uhr: United Airlines verschiebt Investorentag wegen Coronavirus

Die große US-Fluggesellschaft United Airlines hat aufgrund der Folgen des neuartigen Coronavirus ihren für Donnerstag geplanten Investorentag verschoben. Die Veranstaltung solle stattdessen voraussichtlich im September stattfinden, teilte das Unternehmen nach US-Börsenschluss mit.

2.01 Uhr: Südkorea mit fast 600 neuen Infektionsfällen

In Südkorea ist die Zahl der Infektionsfälle binnen 24 Stunden um fast 600 gestiegen. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, kamen über Nacht 594 neue Fälle hinzu. Damit steckten sich bisher 2.931 Menschen mit dem Erreger von Covid-19 an – so viele wie nirgendwo sonst außerhalb Chinas. Die Zahl der Todesfälle in Südkorea, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden, stieg um drei auf bisher 16. Die Mehrzahl der neuen Fälle konzentriert sich weiter auf die südöstliche Millionen-Stadt Daegu und die umliegende Region.

1.45 Uhr: Zahl der Infektionen in China steigt auf über 79.000 

In China sind weitere 47 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Wie die Pekinger Gesundheitskommission mitteilte, stammen allein 45 der neuen Opfer aus der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, wo das Virus ursprünglich ausgebrochen war. Auch die Zahl neuer Erkrankungen legte erneut zu. Laut offiziellen Angaben wurden landesweit 427 neue Fälle registriert, davon 423 in Hubei. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen stieg auf dem chinesischen Festland damit auf 79.251. Bislang wurden 2.835 Tote in China bestätigt. 

Freitag, 28.2.2020, 21.22 Uhr: Krisenstab rät zu Absage bestimmter Großveranstaltungen

Die Bundesregierung verlangt von Reiseunternehmen künftig Angaben zur Gesundheit von nach Deutschland kommenden Passagieren aus insgesamt fünf Staaten. Damit soll die Verbreitung des neuartigen Coronavirus in der Bundesrepublik begrenzt werden. Der Krisenstab von Bundesinnenministerium und Bundesgesundheitsministerium teilte mit, die Anordnungen für Beförderer im Luft- und Schiffsverkehr würden entsprechend erweitert.

Zusätzlich zu China sei künftig für Reisende aus Südkorea, Japan, Italien und dem Iran vor der Einreise der Gesundheitsstatus der Passagiere zu melden. Zudem sollten an alle Reisenden, die über eine Landesgrenze nach Deutschland kommen, Informationen zur Krankheitsvorbeugung verteilt werden. Diese Regelung gilt den Angaben zufolge auch für Passagiere im Zug- und Busverkehr.

Die Bahnunternehmen werden zudem verpflichtet, Fahrgäste mit Symptomen einer Coronavirus-Erkrankung den Behörden zu melden. Der Krisenstab bereitet auch Maßnahmen zur Sicherung der Versorgung mit Schutzausrüstung vor. "Hierzu gehört insbesondere auch eine geplante zentrale Beschaffung und Bevorratung durch den Bund", erklärten die Ministerien.

Bei der Risikobewertung von Großveranstaltungen soll den Prinzipien des Robert Koch-Instituts gefolgt werden. "Der Krisenstab ist der Auffassung, dass bei Anwendung dieser Prinzipien unmittelbar bevorstehende internationale Großveranstaltungen wie die ITB abgesagt werden sollten." Die weltgrößte Reisemesse ITB in Berlin wurde von den Veranstaltern am Freitagabend bereits abgesagt.

21.20 Uhr: Zweite Infektion in Hessen nachgewiesen

In Hessen ist eine zweite Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Bei einem 29-Jährigen aus dem Hochtaunuskreis sei der Erreger SARS-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte das Sozialministerium mit. Der Fall stehe in Zusammenhang mit dem ersten hessischen Coronavirus-Infizierten aus dem Lahn-Dill-Kreis.

Der 29-Jährige zeige milde Krankheitszeichen und sei häuslich isoliert. Er werde engmaschig vom Gesundheitsamt betreut, sein Zustand regelmäßig kontrolliert. Derzeit prüfe das Gesundheitsamt, ob es Kontaktpersonen gibt, die der Mann angesteckt haben könnte.

19.52 Uhr: Frankreich: Mehrere Infektionsherde im ganzen Land

In Frankreich ist die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen auf 57 angestiegen. Neunzehn neue Fälle seien am Freitag bestätigt worden, teilte Gesundheitsminister Olivier Véran mit. Damit habe man eine neue Etappe der Epidemie überschritten, erklärte er. Es gebe mittlerweile mehrere Infektionsherde im ganzen Land. Véran empfahl, bis auf weiteres auf das Händeschütteln zu verzichten.

In Frankreich waren bereits zwei mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierte Menschen gestorben. Mitte Februar starb ein 80 Jahre alter chinesischer Tourist, am Mittwoch ein 60-jähriger Franzose, der erste Todesfall eines französischen Staatsbürgers in Frankreich.

19.35 Uhr: Berliner Reisemesse ITB abgesagt

Wegen des Coronavirus haben die Organisatoren der weltgrößten Reisemesse ITB Berlin die Veranstaltung abgesagt. Das sagte ein Messesprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Messe sollte vom 4. bis 8. März in der Hauptstadt die Tore öffnen. In den Tagen und Wochen zuvor hatten sich immer mehr Aussteller abgemeldet, nicht nur aus China. Die Messeleitung hatte aber weiter an der ITB festgehalten. Die Messe war bereits ausgebucht.

Nach Angaben der Messegesellschaft hat das zuständige Gesundheitsamt Charlottenburg-Wilmersdorf Auflagen stark erhöht. "Unter anderem ordnet die Behörde an: Jeder Messeteilnehmer muss der Messe Berlin belegen, nicht aus den definierten Risikogebieten zu stammen oder Kontakt zu einer Person aus den Risikogebieten gehabt zu haben", teilte die Messe Berlin mit. "Die Auflagen insgesamt sind von der Messe Berlin nicht umsetzbar."

Von den insgesamt 10.000 erwarteten Ausstellern aus aller Welt wären 22 aus China gekommen, 25 weitere aus Hongkong und Taiwan. Die Organisatoren rechneten ursprünglich mit etwa 160.000 Besuchern, hatten aber in den Tagen zuvor aufgrund des Virus die Erwartungen etwas zurückgeschraubt.

Die ITB ist ein wichtiger Treff der internationalen Reisebranche. Noch wenige Tage vor der Absage hatten sich die Messe Berlin sowie die Betreiber der ITB zuversichtlich geäußert. Die Messe werde wie geplant stattfinden, hieß es noch zu Beginn der Woche. Im weiteren Verlauf wurden dann die Auflagen vor Aussteller verschärft. So sollten keine Teilnehmer eingelassen werden, die in Risikogebieten waren oder typische Symptome der Lungenkrankheit Covid-19 zeigen, die durch das Virus ausgelöst werden kann.

19.25 Uhr: Weiterer Coronavirus-Fall in Baden-Württemberg 

Baden-Württemberg meldet eine weitere Infektion mit dem Coronavirus. Es handle sich um einen 32-jährigen Mann im Landkreis Heilbronn, teilt das Sozialministerium in Stuttgart mit. Er habe sich bis zum 21. Februar in Mailand aufgehalten und sei nach Atemwegsbeschwerden im Krankenhaus aufgenommen worden. Damit steige die Zahl der bestätigten Infektionen in Baden-Württemberg auf 13.

19.19 Uhr: Lufthansa plant Kürzungen von Angebot wegen Coronavirus 

Die Lufthansa plant wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus eine deutliche Verringerung ihres Flugangebots. Wie sich dies auf die Geschäftszahlen auswirke, sei derzeit nicht abschätzbar, teilte der Konzern am Freitag mit.

Lufthansa habe weitere Maßnahmen beschlossen, um den wirtschaftlichen Folgen zu begegnen, teilte die Fluggesellschaft mit. Danach könne das Angebot von Kurz- und Mittelstreckenflügen in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung bei der Verbreitung des Coronavirus in den kommenden Wochen um bis zu ein Viertel reduziert werden. Auch bei den Langstreckenverbindungen würden die Airlines der Lufthansa Group ihr Programm weiter verringern.

Die Zahl der rechnerisch nicht eingesetzten Langstreckenjets der Lufthansa Group wird von 13 auf bis zu 23 Flugzeuge ansteigen. Der Konzern prüft darüber hinaus die Möglichkeit von Kurzarbeit in verschiedenen Bereichen.

19.14 Uhr: Kölner Fitnessmesse Fibo verschoben 

Die Kölner Fitnessmesse Fibo wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus verschoben. Statt Anfang April solle sie in der zweiten Jahreshälfte 2020 über die Bühne gehen, teilten die Veranstalter am Freitagabend mit. "Obwohl es enttäuschend ist, die Veranstaltung zu verschieben, ist es unerlässlich, dass wir der Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten Priorität einräumen", erklärte Silke Frank, Direktorin der FIBO Global Fitness Events. Die Fibo bringt nach Veranstalterangaben jedes Jahr über 1000 Aussteller und rund 145 000 Besucher aus 135 Ländern in Köln zusammen.

18.43 Uhr: Sitzung des Krisenstabs der Bundesregierung dauert an

Der Krisenstab der Bundesregierung berät über weitere Vorkehrungen gegen das neue Coronavirus. Nach dpa-Informationen dauerte die Sitzung in Berlin am frühen Freitagabend zunächst noch an. Unter anderem sollen Kriterien zum Umgang mit Großveranstaltungen wie Messen erarbeitet werden, wie es vorab hieß. Dies soll den zuständigen Behörden vor Ort helfen, über Maßnahmen zu entscheiden. Konkrete Empfehlungen soll der Krisenstab nicht geben. Es gehe um eine "Handlungsorientierung", um bei vergleichbaren Situationen auch vergleichbare Krisenmaßnahmen zu gewährleisten. Beraten werden sollte zudem über die Verfügbarkeit von Schutzausrüstung wie Atemmasken.

Sitzung des Krisenstabs der Bundesregierung: Bei dem Treffen soll über weitere Vorkehrungen gegen das neue Coronavirus Sars-CoV-2 beraten werden. Unter anderem sollen Kriterien für den Umgang mit Großveranstaltungen ausgearbeitet werden. (Quelle: dpa)Sitzung des Krisenstabs der Bundesregierung: Bei dem Treffen soll über weitere Vorkehrungen gegen das neue Coronavirus Sars-CoV-2 beraten werden. Unter anderem sollen Kriterien für den Umgang mit Großveranstaltungen ausgearbeitet werden. (Quelle: dpa)

18.40 Uhr: Mindestens 210 Coronavirus-Tote im Iran

Im Iran sind in mehreren Städten mindestens 210 Menschen am Coronavirus gestorben, berichtet die BBC unter Berufung auf Krankenhauskreise.

18.31 Uhr: Infantino: Absage der März-Länderspiele nicht ausgeschlossen 

FIFA-Präsident Gianni Infantino hält eine Absage der kommenden Fußball-Länderspiele im März aufgrund des Coronavirus nicht für undenkbar. "Ich würde im Moment nichts ausschließen", sagte der 49-Jährige laut der Nachrichtenagentur AP am Freitagabend in Holywood in Nordirland. "Ich hoffe, wir müssen nicht in diese Richtung gehen. (...) Wir dürfen das nicht unterschätzen und sagen, es ist nichts. Aber wir dürfen auch nicht überreagieren und in Panik geraten. Wir müssen uns an die Anweisungen der Behörden halten."

Fifa-Präsident Gianni Infantino: Aufgrund des Coronavirus hält Infantino eine Absage der für März angesetzten Länderspiele für nicht ausgeschlossen.  (Quelle: imago images)Fifa-Präsident Gianni Infantino: Aufgrund des Coronavirus hält Infantino eine Absage der für März angesetzten Länderspiele für nicht ausgeschlossen. (Quelle: imago images)

Die deutsche Nationalmannschaft spielt im Rahmen der Vorbereitung auf die EM 2020 am 26. März in Madrid gegen Spanien und fünf Tage später in Nürnberg gegen Italien. Stand jetzt stehen diese Spiele auch nach dem Ausbruch von SARS-CoV-2 in Deutschland nicht zur Diskussion.

Spiele ohne Zuschauer, wie derzeit im italienischen Fußball als Vorsichtsmaßnahme praktiziert, sind für Infantino nur eine kurzfristige Lösung. "Man kann sich nicht vorstellen, dass ein Wettbewerb über mehrere Monate mit mehreren Spielen hinter verschlossenen Türen ausgetragen wird."

18.21 Uhr: Drei weitere Todesfälle in Italien

Die Behörden melden drei weitere Tote durch das Coronavirus in der norditalienischen Lombardei.

In Italien gab es bislang 888 bestätigte Coronavirus-Infektionen. Dies schließt auch die 21 Menschen ein, die bereits an dem Virus gestorben sind, und 46 Menschen, die sich inzwischen erholt haben, berichten die Behörden. 

18.16 Uhr: Auch Ölpreise beschleunigen Talfahrt wegen Coronavirus

Die Ölpreise haben am Freitag im Rahmen eines allgemeinen Ausverkaufs an den internationalen Finanzmärkten wegen der Coronavirus-Krise ihre rasante Talfahrt fortgesetzt. Seit mittlerweile sechs Handelstagen in Folge geht es mit den Notierungen für US-Öl und Rohöl aus der Nordsee nach unten.

Auf Wochensicht steuerte der Ölmarkt auf die stärksten Verluste seit 2011 zu. Seit Ende der vergangenen Woche hat sich Rohöl auf dem Weltmarkt massiv verbilligt. Im Verlauf etwa einer Handelswoche rutschte die Notierung für Rohöl aus den USA um rund 19 Prozent und für Nordsee-Öl um etwa 16 Prozent.

Am späten Nachmittag wurde ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent für 50,45 US-Dollar gehandelt. Das waren 1,73 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI fiel um 2,43 Dollar auf 44,66 Dollar. Zurzeit notieren die Rohölpreise jeweils auf ihren tiefsten Ständen seit der Jahreswende 2018/2019.

"Mit dem jüngsten Preisrückgang hat der Brentölpreis alle Gewinne seit Anfang 2019 wieder abgegeben", sagte Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Seiner Einschätzung nach gewinnt die in der kommenden Woche anstehende Sitzung der in der Opec zusammengefassten Förderstaaten "zusätzliche an Brisanz". In der Opec+ sind Mitglieder des Ölkartells und verbündete Förderländer wie Russland zusammengefasst.

Mit der Talfahrt der Ölpreise steigt der Druck auf die großen Ölfördernationen spürbar, ihre Produktion weiter zurückzufahren. Nach Einschätzung von Experten steht das Ölkartell vor einer wegweisenden Entscheidung. Selbst bei einer vergleichsweise starken Kürzung der Fördermenge dürfte es schwierig sein, die aktuelle Talfahrt der Preise zu stoppen, sagte Experte Howie Lee von der Oversea-Chinese Banking Corporation. Sollte die Opec um eine Million Barrel pro Tag kürzen, könnte dies die Ölpreise allenfalls "ein wenig stützen". Geringere Kürzungsmengen wären eine Enttäuschung für den Markt, sagte Howie Lee.

18.08 Uhr: Forscher: Coronavirus kursierte "wochenlang unbemerkt" in Italien

Das Coronavirus aus China ist nach Einschätzung italienischer Forscher "wochenlang unbemerkt" in Italien zirkuliert, bevor die ersten Fälle nachgewiesen wurden. Möglicherweise sei der Erreger schon seit Mitte Januar im Land, und offenbar sei er seitdem mutiert, sagte der Leiter des Biomedizinischen Forschungsinstituts, Massimo Galli, am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Gallis Team am Sacco-Krankenhaus in Mailand war es zuvor gelungen, den italienischen Erregerstamm zu isolieren.

Dass der Erreger inzwischen mutiert ist, sei keine "unglaubliche Entdeckung", sagte Galli. Das Virus verändere sich von Person zu Person. Doch helfe diese Entdeckung, die "Dynamik der Epidemie" besser zu verstehen: Warum beispielsweise Italien besonders viele Infektionsfälle aufweise oder welche Unterschiede der Erreger dort zum Coronavirus in China aufweise. Dies könne auch bei der Behandlung und der möglichen Entwicklung eines Impfstoffs helfen.

Zur Untersuchung des Erregers nutzte Gallis Team unter Leitung der Immunologin Claudia Balotti die Proben von drei Patienten der am schwersten betroffenen Kleinstadt Codogno und ihrer Umgebung. Als "Patient 1" gilt dort ein 38-Jähriger, der unter anderem seine Frau, einen Freund, Besucher einer Bar sowie seine Ärzte, Pfleger und andere Patienten im örtlichen Krankenhaus ansteckte, bevor das Virus bei ihm entdeckt wurde. Bei wem sich "Patient 1" aber ansteckte, ist bis heute unklar.

Rund 650 Menschen wurden bis Freitag in Italien positiv getestet, knapp über 300 sind auch erkrankt. 17 meist ältere Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen starben.

Dass inzwischen so viele Fälle gemeldet wurden, bedeute nicht, dass sich das Virus unkontrolliert ausbreite, sagt Galli. Bei den meisten Fällen handle es sich um Menschen, die sich schon vorher angesteckt hätten, aber bisher noch nicht getestet worden seien. In der abgeriegelten "'Roten Zone' suchen sie immer noch nach allen Kontakten der Patienten und testen sie, deshalb finden sie die weiteren Fälle".

Nach Angaben des Experten lässt sich die Mehrheit der Infektionen nach Codogno zurückverfolgen. Gallis Kollegin Balotta schätzt, dass es noch "Wochen" dauern wird, um das genaue Ankunftsdatum des mutierten Erregerstamms in Italien zu bestimmen. Wahrscheinlich würden die Ergebnisse erst dann vorliegen, "wenn die Epidemie vorüber ist", sagt sie.

18.01 Uhr: Köpping: Kein Fall mit neuem Coronavirus in Sachsen 

In Sachsen gibt es keinen bestätigten Fall einer Infektion mit dem neuen Coronavirus. Das sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) in einer auf Facebook verbreiteten Videobotschaft. Sie schränkte ein, dass sich dies rasch ändern könne.

Die Ministerin versicherte, dass die Menschen zuverlässig auf dem Laufenden gehalten würden. "Das Robert-Koch-Institut, das Ministerium und ich informieren Sie immer wieder über die aktuelle Entwicklung", sagte Köpping und wandte sich damit direkt an die Bürger.

Die Ministerin rief dazu auf, Ruhe zu bewahren. Es gelte vorsichtig zu sein, aber keine Panik zu schüren. Hamsterkäufe seien unnötig. "Sie brauchen keine Einkäufe zu machen, die über das normale Maß hinausgehen", betonte sie.

17.50 Uhr: Wegen Sorge vor Coronavirus-Pandemie: Dax mit schwärzester Woche seit August 2011

Der Kursrutsch aus Sorge vor einer Coronavirus-Pandemie hat am Freitag mit einem Dax-Verlust von zeitweise mehr als 5 Prozent einen vorläufigen Höhepunkt erlebt. Der deutsche Leitindex erholte sich aber im späten Handel etwas und schloss mit 3,86 Prozent im Minus bei 11 890,35 Punkten. Mit einem Rutsch um letztlich 12,44 Prozent seit dem vergangenen Freitag erlebten die Anleger gleichwohl die schwärzeste Woche seit dem Börsencrash im August 2011, der im Zusammenhang mit der Weltfinanzkrise stand.

17.45 Uhr: Mann aus Nürnberg positiv auf das Coronavirus getestet 

Ein Mann aus Nürnberg ist während einer Geschäftsreise nach Baden-Württemberg positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Der 36-Jährige werde in einem Krankenhaus in Karlsruhe isoliert behandelt, teilten das Gesundheitsministerium in Stuttgart sowie die Stadt Nürnberg am Freitag mit. Auch seine Familie habe Symptome gezeigt, hieß es. Die Ehefrau, zwei Kinder, sowie die Schwiegermutter des Mannes befänden sich in einer Nürnberger Isolierstation zur Abklärung, hieß es. Mit den Testergebnissen werde frühestens am Samstag gerechnet. In Baden-Württemberg gibt es damit nun zwölf Menschen, die sich mit dem neuen Virus SARS-CoV-2 infiziert haben.

17.28 Uhr: Veranstalter fürchten Einbußen wegen Coronavirus

Angesichts der Absage von Großveranstaltungen in Norditalien und der Schweiz aufgrund des Coronavirus zeigen sich Konzert- und Tourneeveranstaltern in Deutschland besorgt. Wie der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV) am Freitag mitteilte, bedroht die mögliche Absage von Veranstaltungen die Existenz vieler Unternehmen der Branche. "Wir beobachten bereits seit einigen Tagen einen erheblichen Einbruch bei den Kartenverkäufen", sagte Verbandspräsident Jens Milchow.

"Sofern wir zukünftig Veranstaltungen aufgrund behördlicher Anordnungen ausfallen lassen müssen, droht zahlreichen Veranstaltungsunternehmen der wirtschaftliche Kollaps", sagte der Verbandspräsident weiter. Der Verband appellierte deshalb an die Behörden, Absagen nur nach Einzelfallprüfung und bei konkreter Gefährdungslage anzuordnen.

Laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung, die der BDKV in Auftrag gegeben hat, werden mit Konzert- und anderen Veranstaltungen jährlich circa 5 Milliarden Euro umgesetzt. Dabei verzeichnet alleine Hamburg 2,3 Millionen Kurzurlauber, die Musikveranstaltungen besuchen.

17.17 Uhr: Coronavirus-Ausbreitung: Lückenkemper will keine Olympischen Spiele ohne Zuschauer

Für Sprinterin Gina Lückenkemper sind Olympische Spiele ohne Zuschauer keine Option. "Ich glaube nicht, dass das IOC so etwas macht. Entweder die Spiele werden abgesagt oder sie finden statt – und wenn sie stattfinden, dann finden sie so statt, wie gewohnt", sagte die 23 Jahre alte Soesterin dem "Westfälischen Anzeiger" mit Bezug auf die Ausbreitung des Coronavirus. Ihre Vorbereitung auf die Wettkämpfe in Tokio will die EM-Zweite über 100 Meter unbeirrt fortsetzen: "Mir bleibt nichts anderes übrig, als mich optimal auf die Olympischen Spiele vorzubereiten und abzuwarten, ob sie stattfinden."

Das Internationale Olympische Komitee hält derzeit trotz des Coronavirus-Ausbruchs in Japan an den Olympischen Spielen in Tokio fest. Die IOC-Koordinierungskommission setze sich voll und ganz für die planmäßige Austragung der Sommerspiele ein, hatte IOC-Präsident Thomas Bach angekündigt. Die Sommerspiele sollen am 24. Juli eröffnet werden.

17.06 Uhr: Hongkong stellt Haustiere von Coronavirus-Infizierten unter Quarantäne

Alle Haustiere von Hongkonger Coronavirus-Infizierten sollen nach Anordnung der Regierung unter Quarantäne gestellt werden. Wie die Behörden am Freitag mitteilten, wird der Hund einer 60-jährigen Erkrankten bereits auf einer Isolierstation behandelt, weil er sich möglicherweise mit SARS-CoV-2 angesteckt hat. "Proben aus der Nasen- und Mundhöhle wurden schwach positiv auf Covid-19 getestet", sagte ein Regierungssprecher.

Laut dem Sprecher ist unklar, ob sich der Hund tatsächlich mit dem Virus angesteckt hat oder ob die niedrigen Werte im Nasen- und Mundbereich vielleicht aus seiner Umwelt stammen könnten. Der Hund zeige zwar keine "relevanten Symptome", sei aber vorsichtshalber für 14 Tage unter Quarantäne gestellt worden, hieß es weiter. Der Vierbeiner wird demnach intensiv medizinisch überwacht und weiteren Tests unterzogen.

Der Hund war am Mittwoch aus dem Haus seiner Besitzerin geholt und in die Isolierstation eines Krankenhauses gebracht worden, nachdem die 60-jährige Frau positiv auf das neuartige Coronavirus aus China getestet worden war.

Weltweit hat damit erstmals eine Regierung Haustiere wegen der Coronavirus-Epidemie unter Quarantäne gestellt. Bislang gab es keine Anzeichen darauf, dass sich Haustiere wie Hunde oder Katzen mit dem Virus anstecken oder es auf Menschen übertragen könnten. Ungeachtet dessen ordnete die Hongkonger Regierung an, dass alle Haustiere infizierter Menschen unter Quarantäne gestellt und 14 Tage lang regelmäßig auf das Virus getestet werden sollten.

In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong wurden bislang 94 Infektionsfälle bestätigt, zwei Menschen starben dort an der Atemwegserkrankung Covid-19. Weltweit gab es bislang mehr als 83.000 Fälle.

16.57 Uhr: WHO: Risiko weltweiter Ausbreitung des Coronavirus "sehr hoch"

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts der wachsenden Zahl von Coronavirus-Fällen das Risiko einer weltweiten Verbreitung des Virus von "hoch" auf "sehr hoch" gesetzt. Noch aber sei der Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus SARS-CoV-2 nicht verloren, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. "Die Eindämmung beginnt mit jedem Einzelnen", sagte er. "Zusammen sind wir stark. Unser größter Feind ist nicht das Virus. Unsere größten Feinde sind Angst, Gerüchte und Stigma. Was wir brauchen, sind Fakten, Vernunft und Solidarität."

Die meisten Fälle seien bislang zu anderen Infizierten oder Regionen mit vielen Fällen zurückzuverfolgen. "Wir haben noch keine Hinweise, dass sich das Virus frei in der Bevölkerung überträgt", sagte er. Tedros wiederholte die Ratschläge der Gesundheitsdienste: unter anderem, dass sich alle Menschen stets gründlich die Hände waschen, sich über vertrauenswürdige Quellen informieren, sich im Fall von Unwohlsein von anderen fernhalten und Menschen, mit denen sie in Kontakt waren, informieren.

Nach seinen Angaben sind etwa 20 Impfstoffe in der Entwicklung, zudem würden einige Medikamente getestet. Erste Ergebnisse gebe es in den kommenden Wochen. Das neuartige SARS-CoV-2-Virus kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen.

16.37 Uhr: Hausärzte zu Coronavirus: "Schutzmaterialien werden knapp"

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus werden die Schutzmaterialien in vielen niedersächsischen Hausarztpraxen knapp. Es sei derzeit schwierig, Ausrüstung wie Schutzkittel oder Mundschutz nachzubestellen - auch weil die Masse davon in China produziert werde, sagte der Vorsitzende des niedersächsischen Hausärzteverbandes, Mathias Berndt, am Freitag.

Angesichts der steigenden Zahl der bestätigten Infektionen in Deutschland forderte Berndt einen anderen Umgang mit Verdachtsfällen in Niedersachsen. "Wir brauchen Schwerpunkt-Praxen, wo die Diagnostik gemacht wird", sagte der Mediziner. Die Schutzmaterialien könnten dann auf diese Zentren konzentriert werden. Denkbar sei, die regionalen Anlaufstellen an Notfallambulanzen oder Gesundheitsämtern anzusiedeln - möglicherweise auch in Containern oder Zelten, um die Betroffenen von anderen Patienten zu trennen.

Wer glaubt, sich mit dem neuartigen Virus infiziert zu haben, sollte sich zunächst telefonisch an den Hausarzt wenden. Derzeit werden Patienten mit SARS-CoV-2-Verdacht laut Berndt in der Regel außerhalb der regulären Sprechzeiten einbestellt, um einen Abstrich zu nehmen. Dies sei bei steigenden Erkrankungszahlen nicht mehr praktikabel. "Wir müssen die Patientenströme trennen", sagte Berndt.

Der Verbandschef lobte das Krisenmanagement in Niedersachsen. "Es gibt eine bemerkenswert gute Abstimmung zwischen den Behörden." Die Lage werde täglich neu bewertet.

16.18 Uhr: Krisenstab der Bundesregierung zusammengekommen

Der Krisenstab der Bundesregierung ist am Freitag in Berlin zusammengekommen, um über weitere Vorkehrungen gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2 zu beraten. Unter anderem sollen Kriterien zum Umgang mit Großveranstaltungen wie Messen erarbeitet werden, wie es vorab hieß. Dies soll den zuständigen Behörden vor Ort helfen, über Maßnahmen zu entscheiden. Konkrete Empfehlungen soll der Krisenstab nicht geben. Es gehe um eine "Handlungsorientierung", um bei vergleichbaren Situationen auch vergleichbare Krisenmaßnahmen zu gewährleisten.

Beraten werden soll zudem über die Verfügbarkeit von Schutzausrüstung wie Atemmasken und Spezialanzügen, die weltweit stark gefragt sind. Der Krisenstab hat schon erste Maßnahmen auf den Weg gebracht. So sollen auch Flugpassagiere, die mit Maschinen aus Südkorea, Japan, Iran und Italien kommen, Angaben zu ihrer Erreichbarkeit nach der Landung machen. Dies gilt bereits für Direktflüge aus China. Solche "Aussteigekarten" sollen eine rasche Kontaktaufnahme ermöglichen, wenn sich herausstellt, dass jemand an Bord infiziert war.

16.14 Uhr: Zahl der Infizierten im Kreis Heinsberg auf 35 gestiegen

https://www.t-online.de/tv/news/panorama/id_87431654/corona-faelle-in-heinsberg-landrat-erklaert-quarantaene-massnahme.html

Im Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der bestätigen Coronavirusfälle auf 35 gestiegen. Das sagte Landrat Stephan Pusch (CDU). Bis auf ein Ehepaar, das stationär im Krankenhaus behandelt werde, seien die anderen Krankheitsverläufe mild. Die Infizierten stünden zu Hause unter Quarantäne. Insgesamt befinden sich dem Landrat zufolge derzeit rund tausend Menschen im Landkreis in Quarantäne. Die sogenannte Person null, der Ursprung der Ansteckungsketten im Landkreis, sei nach wie vor nicht bekannt, so Pusch.

Angesichts der vielen Querverbindungen zwischen den Menschen und den möglichen Infektionsquellen sei es aber kaum möglich, alle Kontaktpersonen zu ermitteln. "Das stößt an Grenzen", sagte Pusch. Der Fokus liege darauf sicherzustellen, dass tatsächlich Erkrankte schnellstmöglich vom Hausarzt untersucht würden und über das weitere Verfahren entschieden werde.

Besonders betroffen in dem Landkreis ist Gangelt, ein 12.500-Einwohner-Ort an der deutsch-niederländischen Grenze nördlich von Aachen. Das betreffende Ehepaar, das in einer Klinik liegt, stammt aus dem Ort. Der erkrankte Ehemann nahm noch an einer Karnevalsveranstaltung mit rund 400 Besuchern teil. Die Kinder und Verwandten des Paars wurden Pusch zufolge negativ auf das Coronavirus getestet. Untersuchungsergebnisse aus einer Kita, in der die Frau arbeitet, sollten am Freitagabend vorliegen.

16.10 Uhr: Gesundheitsministerium für Absage der Tourismusbörse

Das Bundesgesundheitsministerium ist nach Angaben aus dem Ministerium wegen der Ausbreitung des Coronavirus für eine Absage der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin. In Ministeriumskreisen wurde am Freitag ein entsprechender "Bild"-Bericht bestätigt. Für die am Nachmittag anstehende Sitzung des Krisenstabes der Bundesregierung habe das Ministerium einen Prinzipienkatalog ausgearbeitet, der dort nun beraten werde. Lege man diese Prinzipien zugrunde, könne die Entscheidung zur ITB nur Absage lauten. Bei größeren Veranstaltungen sei unter anderem die Rückverfolgbarkeit von Kontaktpersonen im Fall von Infektionen mit dem Coronavirus äußerst schwierig. 

16.04 Uhr: Virologe Drosten rechnet mit hoher Infiziertenzahl

In Deutschland sind nach Ansicht eines Experten hohe Infektionszahlen mit dem neuen Coronavirus zu erwarten. "Es werden sich wahrscheinlich 60 bis 70 Prozent infizieren, aber wir wissen nicht, in welcher Zeit", sagte der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité. "Das kann durchaus zwei Jahre dauern oder sogar noch länger." Problematisch werde das Infektionsgeschehen nur, wenn es in komprimierter, kurzer Zeit auftrete. "Darum sind die Behörden dabei, alles zu tun, um beginnende Ausbrüche zu erkennen und zu verlangsamen."

Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin: Nach Ansicht von Drosten werden sich 60 bis 70 Prozent in Deutschland mit dem Coronavirus infizieren, man könne nur noch nicht sagen, in welcher Zeit. (Quelle: dpa)Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin: Nach Ansicht von Drosten werden sich 60 bis 70 Prozent in Deutschland mit dem Coronavirus infizieren, man könne nur noch nicht sagen, in welcher Zeit. (Quelle: dpa)

Zahlen aus China deuten laut Drosten darauf hin, dass es so kommen könnte wie bei den großen Grippe-Pandemien 1957 und 1968. "Das es so wird wie die Spanische Grippe 1918, glaube ich nicht." Das Muster mit einem Rückgang der Zahlen im Sommer und einem Wiederauftreten danach könne aber ähnlich sein. "Ich glaube, dass wir das Virus hier bei uns auf sehr, sehr kleiner Flamme halten können, vielleicht sogar auf so kleiner Flamme, dass wir das kaum noch bemerken im Alltag", so Drosten. "Das heißt aber deswegen nicht, dass es weg ist." Man müsse dann weiterhin gezielt danach suchen.

Deutschland sei hervorragend auf die Lungenkrankheit Covid-19 vorbereitet. "Wenn das ganze Pandemiegeschehen, bevor das Virus zu einem landläufigen Erkältungsvirus wird und nicht mehr weiter auffällt, sich so in zwei Jahren abspielt, da können wir damit umgehen", sagte Drosten. "Wenn es ein Jahr ist, wird es deutlich schwerer, weil wir dann in derselben Zeit deutlich mehr Fälle haben."

15.55 Uhr: Coronavirus-Fall in Düsseldorf: 1.500 Kollegen sollen zu Hause bleiben

Nachdem bei einem Mitarbeiter eines großen Beratungsunternehmens in Düsseldorf das Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sollen 1.500 Kolleginnen und Kollegen des Mannes erst einmal zu Hause bleiben. Die Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) berichtete am Freitag, sie sei am Donnerstagabend über die Erkrankung ihres Angestellten informiert worden und habe daraus Konsequenzen gezogen. "Wir haben alle Mitarbeiter der betreffenden Niederlassung darüber informiert und sie aufgefordert, bis auf weiteres zu Hause zu bleiben", erklärte ein Unternehmenssprecher.

Betroffen sind rund 1.400 Mitarbeiter von Ernst & Young in Düsseldorf und weitere 110 Beschäftigte der Niederlassung in Essen, wo der Mann ebenfalls gelegentlich gearbeitet habe. Laut Ernst & Young hatte der Mitarbeiter keinen Kontakt mit Mandanten. Ein eingeschränkter Betrieb könne durch Arbeiten im Homeoffice aufrechterhalten werden, betonte der Sprecher.

Zuvor hatte die "NRZ" über das Geschehen berichtet. Nach ihren Informationen kommt der Mitarbeiter aus dem Kreis Heinsberg.

15.39 Uhr: Virologe: Covid-19 bleibt wohl wie Influenza dauerhaft 

Deutschland wird Experten zufolge mit dem neuen Coronavirus dauerhaft wie mit der normalen Grippe leben müssen. Der Virologe Christian Drosten erwartet in Deutschland eine der höchsten Fallzahlen Europas, "weil unsere Bevölkerung sehr reisefreudig ist", wie der Experte von der Berliner Charité am Donnerstagabend im ZDF sagte.

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, rechnet frühestens 2021 mit einem Impfstoff. "In ein paar Jahren werden wir mit einer weiteren grippeartigen Erkrankung leben, die Covid-19 heißt und gegen die wir impfen können. Jetzt gilt es den Übergang zu managen", sagte Montgomery der "Passauer Neuen Presse" vom Freitag.

Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzender des Weltärztebundes: "In ein paar Jahren werden wir mit einer weiteren grippeartigen Erkrankung leben, die Covid-19 heißt und gegen die wir impfen können. Jetzt gilt es den Übergang zu managen", sagte Montgomery der "Passauer Neuen Presse" vom Freitag. (Quelle: imago images)Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzender des Weltärztebundes: "In ein paar Jahren werden wir mit einer weiteren grippeartigen Erkrankung leben, die Covid-19 heißt und gegen die wir impfen können. Jetzt gilt es den Übergang zu managen", sagte Montgomery der "Passauer Neuen Presse" vom Freitag. (Quelle: imago images)

Drosten sagte in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner": "Wir werden in den nächsten Tagen sehen, dass neue Fälle und kleine Fallgruppen wie die Pilze aus dem Boden schießen werden." Bislang gibt es in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) mindestens 53 Nachweise von Coronavirus-Infektionen. Davon sind mindestens 37 Fälle in den vergangenen Tagen bekannt geworden – hauptsächlich in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, wie eine RKI-Liste zeigt. Trotz der neuen Fälle sieht das Institut in Deutschland derzeit noch kein breites Krankheitsgeschehen. Insgesamt bleibe es bei der Einschätzung, dass das Risiko gering bis mäßig sei, sagte der RKI-Vizedirektor Lars Schaade am Freitag.

15.34 Uhr: Zwölf bestätigte Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg

Die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nimmt in Baden-Württemberg weiter zu. Das Gesundheitsministerium teilte am Freitagnachmittag mit, dass zwei weitere Menschen erkrankt sind. Ein Mann aus Nürnberg hat sich demnach während einer Geschäftsreise in Karlsruhe krank gemeldet und wird in der Fächerstadt isoliert betreut. Auch seine Familie in Nürnberg habe Symptome gezeigt, hieß es. Einen weiteren Fall meldeten die Behörden aus Freiburg. Dort sei ein Mann aus dem Kreis Breisgau-Hochschwarzwald nach einer Italienreise positiv getestet worden. In Baden-Württemberg gibt es damit nun zwölf Menschen, die sich mit dem neuen Virus SARS-CoV-2 infiziert haben.

Bereits am Vormittag hatte das Ministerium zwei neue Fälle gemeldet, darunter ist auch ein Mann aus dem Landkreis Ludwigsburg. Er sei bei der sogenannten Influenza-Überwachung "herausgefischt" worden. Das bedeutet, dass Proben im Labor des Landesgesundheitsamtes, die auf Influenza getestet wurden, automatisch auch auf das Coronavirus hin untersucht werden. Dies ist der erste Fall, der auf diese Art ermittelt wurde.

Bei dem anderen Fall handelt es sich um einen Mann aus dem Rhein-Neckar-Kreis, der sich am Mittwochabend nach seiner Rückkehr aus dem Skiurlaub in Südtirol gemeldet hatte.

15.32 Uhr: Bundeswehr schafft zusätzliche Kapazitäten wegen Coronavirus 

Der Sanitätsdienst der Bundeswehr bereitet zusätzliche Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 vor. Für eine isolierte Unterbringung von Soldaten, bei denen der Verdacht einer Infektion bestehe, stünden dann mehr als 1.200 Plätze bereit, teilte der Sanitätsdienst am Freitag mit. Bisher sei ein Soldat infiziert.

Die fünf Bundeswehrkrankenhäuser seien darauf vorbereitet, mit SARS-CoV-2 infizierte Patienten nach gültigen Richtlinien in Einzelisolierung behandeln zu können. Zusätzlich stelle jedes der Bundeswehrkrankenhäuser Plätze für intensivpflichtige Covid-19-Erkrankte bereit, hieß es weiter.

"Wir stehen vor folgenden Herausforderungen: Es muss offen, ehrlich, zentral und verständlich über das Virus informiert werden. Das ist die entscheidende Grundlage dafür, dass gerade jetzt im Winter nicht jeder eigene Husten oder die laufende Nase in der Familie zu Angst und Unsicherheit führt", erklärte Oberstarzt Thomas Harbaum, für die Präventivmedizin in der Bundeswehr zuständig. "Gleichzeitig gilt es, unsere Vorbereitungen auf eine Epidemie jetzt zu nutzen und alle Maßnahmen umzusetzen, die einer Ausbreitung im Inland und in unseren Einsatzgebieten so weit wie möglich vorbeugen."

Das Sanitätswesen der Bundeswehr ist zunächst für die Versorgung der rund 184.000 Soldaten zuständig. Wenn zivile Stellen Unterstützung anfordern, wird das im Einzelfall geprüft.

15.28 Uhr: Italien bittet EU-Partner um Schutzmasken 

Italien hat seine europäischen Partner nach Angaben der EU-Kommission um Hilfe bei der Beschaffung von Schutzmasken gebeten. Nun werde geprüft, welche Mitgliedstaaten dem vom neuen Coronavirus besonders betroffenen Land die benötigten Masken schicken könne, sagte eine Behördensprecherin am Freitag in Brüssel.

Parallel dazu läuft ein Verfahren, um Material zum persönlichen Schutz vor dem Virus gemeinsam einzukaufen. Die Gesundheitsminister der 27 EU-Staaten hätten das bei ihrem Treffen am 13. Februar auf den Weg gebracht, hieß es. Bis zum Freitag war jedoch nicht klar, wie viele Staaten dabei welchen Bedarf angemeldet hätten.

Die Kommission macht sich den Angaben zufolge Sorgen um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise rund um den Virus. Binnenmarktkommissar Thierry Breton wolle die Folgen EU-weit untersuchen lassen, sagte die Sprecherin. Im März komme das Thema auf die Tagesordnung des Ministerrats.

Die Bundesregierung sucht ebenfalls nach Lösungen, um Schutzausrüstung etwa für medizinisches Personal verfügbar zu halten. Es solle geprüft werden, welche Lagerbestände es in Deutschland gebe, hatte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner" gesagt. Außerdem gelte es - notfalls durch Beschlagnahmungen oder Exportverbote - auch rechtlich sicherzustellen, dass nichts davon mehr das Land verlasse.

15.23 Uhr: Prozessteilnahme für Zwanziger "unzumutbar" 

Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger will auch aus Sorge vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus nicht zum Sommermärchen-Prozess nach Bellinzona in die Schweiz reisen. "Ich halte es für absolut unzumutbar, eine Reise ins Tessin, das an die Lombardei grenzt, und in dem Veranstaltungen abgesagt werden, anzutreten", sagte Zwanziger am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Theo Zwanziger (Archivbild): Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger will auch aus Sorge vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus nicht zum Sommermärchen-Prozess nach Bellinzona in die Schweiz reisen. (Quelle: dpa)Theo Zwanziger (Archivbild): Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger will auch aus Sorge vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus nicht zum Sommermärchen-Prozess nach Bellinzona in die Schweiz reisen. (Quelle: dpa)

Der 74-Jährige ist von den Schweizer Behörden wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung angeklagt. Der erste von zehn Verhandlungstagen ist für den 9. März anberaumt. Neben Zwanziger gehören auch die ehemaligen DFB-Funktionäre Wolfgang Niersbach und Horst R. Schmidt sowie der ehemalige Schweizer FIFA-Generalsekretär Urs Linsi zu den Angeklagten. Alle haben die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

15.19 Uhr: Robert Koch-Institut: 53 Corona-Nachweise in Deutschland

Bislang gibt es in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts mindestens 53 Nachweise von Coronavirus-Infektionen. Davon sind mindestens 37 Fälle in den vergangenen Tagen bekannt geworden – hauptsächlich in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, wie eine RKI-Liste zeigt. Hinzu kommen nach einer dpa-Auswertung Fälle in Rheinland-Pfalz, Bayern, Hessen sowie ein Infizierter in Schleswig-Holstein, der in Hamburg arbeitet. Zudem gibt es 16 ältere Fälle, von denen die letzten am 11. Februar in Bayern bekannt wurden. Von ihnen ging keine weitere bekannte Ansteckung aus.

15.14 Uhr: Unbekannte scheitern in Brandenburg mit Coronavirus-Trickbetrug

In Brandenburg sind Unbekannte mit einem Coronavirus-Trickbetrug an Senioren gescheitert. Ein Telefonanrufer gab sich gegenüber zwei Frauen aus dem Landkreis Oberhavel als Enkel aus, der für die Behandlung seiner Coronavirus-Erkrankung 100.000 Euro benötige, wie die Polizei in Neuruppin am Freitag mitteilte. Ein 85-Jähriger konnte im Mühlenbecker Land von der Polizei kurz vor der Übergabe von 22.000 Euro an die Betrüger aufgehalten werden.

Am Donnerstagnachmittag erhielten die 82 und 67 Jahre alten Seniorinnen einen Anruf von ihrem vermeintlichen Enkel. In beiden Fällen forderte der Unbekannte 100.000 Euro. Beide gingen nicht auf die Forderung ein und legten auf.

Später am Nachmittag informierte die Schwiegertochter des 85-Jährigen die Beamten. Der Mann wurde von seinem angeblichen Sohn angerufen, der sich wegen einer Infektion mit dem Coronavirus in Behandlung befinde. Später rief ein anderer Mann an, der sich als Oberarzt eines Krankenhauses ausgab. Er gab vor, 22.000 Euro für die Behandlung des vermeintlichen Sohns zu benötigen.

Der 85-Jährige fuhr daraufhin zu seiner Bank und hob das Geld ab. Die Polizei konnte ihn aber rechtzeitig vor der Geldübergabe antreffen und von der Zahlung abhalten. Er zahlte das Geld daraufhin wieder bei der Bank ein und erstattete Anzeige.

15.10 Uhr: Wegen Corona würden in Bayern keine Ortschaften abgeriegelt

Die Abriegelung ganzer Ortschaften wegen des Coronavirus wie etwa in Italien steht in Bayern nach Angaben der Staatsregierung nicht zur Diskussion. "Ein ganzes Dorf abzuriegeln, steht definitiv nicht zur Debatte", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag in München nach einer Sitzung des Kabinetts zur Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland und Bayern. Der Freistaat sehe die Strategie vor, Personen die krank sind oder bei denen ein Verdacht bestehe, zu isolieren und unter Quarantäne zu stellen.

15.02 Uhr: Laschet warnt vor Panik wegen Coronavirus 

Die Corona-Infektionen in Nordrhein-Westfalen haben nach den Worten von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zu einer ernsten Situation geführt. Panik und Alarmismus wären allerdings falsch, sagte er am Freitag nach einem Besuch im Krisenstab des bislang am stärksten betroffenen Kreises Heinsberg.

Armin Laschet (rechts, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Stephan Pusch, Landrat des Kreises Heinsberg: Immer mehr Menschen im Kreis Heinsberg müssen nach den ersten Infektionsfällen mit dem neuartigen Coronavirus vorsorglich zu Hause bleiben – Laschet warnte aber vor Panik und Alarmismus.  (Quelle: dpa)Armin Laschet (rechts, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Stephan Pusch, Landrat des Kreises Heinsberg: Immer mehr Menschen im Kreis Heinsberg müssen nach den ersten Infektionsfällen mit dem neuartigen Coronavirus vorsorglich zu Hause bleiben – Laschet warnte aber vor Panik und Alarmismus. (Quelle: dpa)

Der Ministerpräsident wollte sich vor Ort aus erster Hand informieren und sich bei allen Helfern bedanken. Jetzt sei es wichtig, über alles zu informieren, was dabei helfe, das Coronavirus einzudämmen, sagte Laschet. "Das Land Nordrhein-Westfalen wird weiter seinen Beitrag leisten, um dieser Lage gerecht zu werden. Wir sichern volle Unterstützung zu."

14.58 Uhr: Behörden: Sperrbezirk in Kreis Heinsberg bislang kein Thema

In dem besonders stark vom Coronavirus betroffenen Kreis Heinsberg ist nach Angaben nordrhein-westfälischer Behörden bislang kein Sperrbezirk geplant. Sowohl das Düsseldorfer Gesundheitsministerium als auch der Kreis Heinsberg dementierten am Freitag anderslautende Medienberichte. Ein Sperrbezirk sei bislang kein Thema, sagten Sprecher beider Behörden auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. In NRW sind derzeit 20 Coronavirus-Fälle bekannt. Allein im Kreis Heinsberg sind mittlerweile nach Schätzungen der Behörden 1.000 Menschen in häuslicher Quarantäne.

14.55 Uhr: Immer mehr Länder melden Coronavirus-Infizierte 

Das Coronavirus breitet sich weltweit und auch in Europa weiter aus: Neu hinzu kamen in Europa die Niederlande, Litauen und Weißrussland, während am Freitag mit Nigeria erstmals auch ein Land im südlichen Afrika einen Infektionsfall der Lungenkrankheit Covid-19 meldete. Vor allem in Südkorea und im Iran war das neuartige Corona-Virus weiter virulent. In der Schweiz wurden Großveranstaltungen abgesagt, betroffen ist auch die Basler Fastnacht.

14.47 Uhr: Bayerns Ärzte klagen über Mangel an Corona-Schutzkleidung

Viele Mediziner in Bayern klagen über Probleme bei der Beschaffung von geeigneter Schutzkleidung für die Behandlung von Patienten mit dem Coronavirus. Dies sagte am Freitag Landesgesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) nach einer Sitzung des Kabinetts zum Umgang mit der Krankheit. Die Staatsregierung sei diesbezüglich in Gesprächen mit Herstellern der Kassenärztlichen Vereinigung, der Ärzteschaft und der Bundesregierung. Derzeit werde auch diskutiert, ob die Tests auf eine Infektion "materialschonender" an einem zentralen Ort erfolgen könnten. So seien weniger Schutzanzüge notwendig.

14.41 Uhr: Zwei Schulen in Nordrhein-Westfalen sagen Unterricht ab

Wegen des Coronavirus haben zwei Schulen in Bielefeld und Mönchengladbach den Unterricht abgesagt. Das teilten Sprecher beider Städte am Freitag mit. Nachdem bei einer Mitarbeiterin der Verdacht auf eine Erkrankung bestand, hätten Schulleitung und Gesundheitsamt in Bielefeld entschieden, den Unterricht ausfallen zu lassen, sagte ein Sprecher des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe. Montag und Dienstag bleibt voraussichtlich eine Schule in Mönchengladbach geschlossen, weil der Bruder einer Lehrkraft positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.

Ob Schulen geschlossen werden, entscheiden grundsätzlich die Gesundheitsbehörden, teilte das Schulministerium in NRW mit. In Ausnahmefällen könne auch die Schulleitung "zur Abwehr erheblicher konkreter Gefahren" die Schließung veranlassen. Schulleitungen könnten im Einzelfall auch Schülerinnen und Schüler vom Unterricht ausschließen, wenn von ihnen eine Gesundheitsgefahr ausgehe.

Trotz der aktuellen Coronavirus-Lage dürfen Eltern ihre Kinder nicht selbst von der Schule fernhalten. Die Schulpflicht gelte weiter, so lang die Schulen nicht geschlossen würden, hieß es aus dem Schulministerium. Die Entscheidung über die Teilnahme am Unterricht zur Vermeidung einer Coronavirus-Infektion könnten Eltern nur in Rücksprache mit einem Arzt treffen.

14.22 Uhr: Britischer Passagier der "Diamond Princess" gestorben

Ein Brite, der Passagier auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" war, ist einer Meldung der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo zufolge gestorben. Das Schiff steht im japanischen Hafen Yokohama unter Quarantäne.

14.08 Uhr: LKA: Cyberkriminelle nutzen Sorgen wegen Coronavirus aus 

Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat vor einem Medizin-Fakeshop im Internet gewarnt, der die Sorgen wegen der Verbreitung des neuartigen Coronavirus ausnutzt. Cyberkriminelle werben über einen angeblichen Online-Medizinshop beispielsweise mit verschiedenen Atemschutzmasken, wie das LKA über Twitter warnte. Per Spam-Mail hätten die Täter ihr Angebot an zahlreiche Empfänger verschickt und den Firmennamen eines realen deutschen Unternehmens missbraucht - das bereits Anzeige erstattet habe. Das LKA riet im Falle einer Bestellung und Bezahlung bei dem Fakeshop, den jeweiligen Zahlungsanbieter zu kontaktieren und die Zahlung zu stoppen.

14.02 Uhr: Virusangst sorgt für erste Hamsterkäufe 

Die Angst vor dem Coronavirus sorgt inzwischen für erste Hamsterkäufe in Deutschland. Zahlreiche Handelsketten berichteten am Freitag bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur von teilweise deutlich erhöhten Verkaufszahlen bei Produkten wie Konserven oder Desinfektionsmitteln. Kurzfristig sei es in einigen Läden dadurch auch zu Engpässen gekommen.

Der Discounter Lidl teilte mit: "In einigen Regionen und Filialen verzeichnen wir deutlich erhöhte Abverkäufe." Vor allem haltbare Lebensmittel wie Konserven und Nudeln, aber auch Toilettenpapier und Desinfektionsmittel würden aktuell stark nachgefragt. Lidl arbeite intensiv daran, die Warenversorgung in den Filialen sicherzustellen.

Auch Aldi Süd berichtete von einer verstärkten Nachfrage. Das Unternehmen betonte: "Wir sind darauf vorbereitet und erhöhen entsprechend unsere Lagerbestände." Aldi Nord meldete "vereinzelt" höhere Absatzmengen bei haltbaren Lebensmitteln und Hygieneprodukten. Dies könne dazu führen, dass Artikel zeitweise in den Märkten vergriffen seien. Weitreichende Lieferengpässe für Lebensmittel oder Hygieneprodukte schloss das Unternehmen allerdings "zum jetzigen Zeitpunkt" aus. Auch der Großflächendiscounter Kaufland räumte ein: "Bei stark nachgefragten Produkten kann es kurzfristig zu Engpässen kommen."

Die Supermarktkette Rewe verzeichnete "nicht flächendeckend, aber durchaus bundesweit" eine erhöhte Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln. Die Warenversorgung für die Rewe-Märke und die konzerneigene Discountkette Penny gestalte sich aber weiter normal. Ähnlich äußerte sich die SB-Warenhauskette Real. Ein Sprecher sagte, das Unternehmen habe seine Lagerbestände bereits erhöht und beobachte die Entwicklung genau, um auf weitere Nachfrageveränderungen schnellstmöglich reagieren zu können.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) betonte, grundsätzlich seien die Lieferstrukturen im Handel "effizient und gut vorbereitet, sodass die Versorgung der Bevölkerung gewährleistet ist".

13.55 Uhr: 1.200 Untersuchungen auf Coronavirus pro Tag in Bayern

In Bayern werden nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) derzeit täglich 1.200 Proben auf das neuartige Coronavirus untersucht. "Das wird schon noch mehr werden", sagte LGL-Leiter Andreas Zapf am Freitag in München nach einer Sitzung mit Mitgliedern des Kabinetts. Die aktuelle Zahl beruhige ihn aber schon mal. Seit Januar werde die Laborkapazität erhöht, noch seien nicht alle Einrichtungen in Bayern damit befasst.

13.48 Uhr: Ausnahmezustand in Japan – Olympia in Gefahr 

Das Coronavirus rückt immer näher an die Sommerspiele in Tokio heran. Auf der japanischen Insel Hokkaido – und damit auch im Olympiaort Sapporo – wurde der Ausnahmezustand ausgerufen.

Der Gouverneur von Hokkaido, Naomichi Suzuki: Wegen des Coronavirus wurde auf der japanischen Insel Hokkaido der Ausnahmezustand ausgerufen – auch die Olympischen Spiele im Sommer sind in Gefahr.  (Quelle: AP/dpa)Der Gouverneur von Hokkaido, Naomichi Suzuki: Wegen des Coronavirus wurde auf der japanischen Insel Hokkaido der Ausnahmezustand ausgerufen – auch die Olympischen Spiele im Sommer sind in Gefahr. (Quelle: AP/dpa)

Die Hauptstadt der zweitgrößten Insel Japans, Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1972, soll bei den Sommerspielen Schauplatz der olympischen Wettbewerbe im Marathonlauf und im Gehen sein. Die 5,7 Millionen Einwohner Hokkaidos wurden aufgefordert, am Wochenende ihre Wohnungen nicht zu verlassen. Aktuell sind 63 Menschen infiziert.

Dagegen soll der für Sonntag terminierte Tokio-Marathon wie geplant stattfinden. Die Organisatoren hatten aber bereits vor zehn Tagen entschieden, nur 200 Eliteathleten teilnehmen zu lassen. Üblicherweise gingen zuletzt stets zusätzlich rund 40.000 Hobbyläufer auf den Kurs durch die japanische Hauptstadt.

13.36 Uhr: Bayern richtet Krisenstab zum Coronavirus ein 

Bayern richtet einen Krisenstab zum Coronavirus ein. Das kündigte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Freitag nach einer Sitzung des Kabinettsausschusses in München an. Darin sei vor allem das Innenministerium einbezogen. Bislang hatte eine Arbeitsgruppe des Gesundheitsministeriums rund 25 Mal getagt, sagte Huml. Diese sei zuletzt schon mit Vertretern anderer Ministerien verstärkt worden.

13.33 Uhr: Bislang kein weiterer Coronavirusfall nach Infektion von Klinikarzt in Hamburg 

Nach der Ansteckung eines Kinderarztes am Hamburger Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE) mit dem neuen Coronovirus gibt es bislang keine weiteren bestätigten Infektionsfälle. Das teilten die Behörden und das UKE am Freitag in der Hansestadt mit. Derzeit werden rund 50 enge Kontaktpersonen des Manns aus dem Patienten- und Kollegenkreis überwacht und isoliert. Die Tests auf mögliche Infektionen unter diesen liefen jedoch noch.

13.28 Uhr: Wegen Coronavirus: Asienreise von Althusmann droht Absage 

Eine knapp einwöchige Asienreise von Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) steht wegen des Coronavirus vor der Absage. Es könne sein, dass die Reise nach Vietnam und Thailand "mit Blick auf die Gesundheit aller Teilnehmer" nicht stattfindet, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Freitag in Hannover. "Eine Absage erscheint im Moment wahrscheinlich." Die Abreise war bisher für den 8. März geplant. In Bangkok, Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt wollte Althusmann mit einer Wirtschaftsdelegation unter anderem Unternehmen aus den Bereichen Autoindustrie, Digitalisierung, Logistik und erneuerbare Energien besuchen.

13.13 Uhr: 35 Menschen unter Quarantäne in Mönchengladbach 

Wegen des mit dem Coronavirus infizierten Arztes an einer Klinik in Mönchengladbach stehen nun etwa 35 Menschen unter Quarantäne. Der Mann habe Kontakt zu 15 Patienten und 20 Mitarbeitern der Maria Hilf-Kliniken in Mönchengladbach gehabt, sagte ein Sprecher der Stadt am Freitag. Sie seien bislang ohne Symptome. Eine Patientin mit Symptomen sei negativ auf das Virus getestet worden.

Der Klinikarzt war am Rosenmontag in Mönchengladbach im Dienst. Er befindet sich ebenfalls in Quarantäne und sei angewiesen, vorerst zu Hause zu bleiben. Der Arzt wohnt im Kreis Heinsberg und soll auf einer Karnevalssitzung in Gangelt Kontakt zu einem infizierten Ehepaar gehabt haben.

13.10 Uhr: Bund will einheitliche Maßstäbe bei Krisenmanagement 

Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuen Coronavirus strebt die Bundesregierung bundesweit einheitliche Maßstäbe etwa für den Umgang mit Großveranstaltungen an. Der in Berlin eingerichtete Krisenstab wolle Handlungsorientierung geben, damit die zuständigen Behörden in Ländern und Kommunen bei vergleichbaren Situationen auch vergleichbare Entscheidungen treffen, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Freitag.

Bei den Beratungen des Krisenstabs sollte es am Freitagnachmittag laut Gesundheitsministerium darum gehen, Kriterien zu Großveranstaltungen zu erarbeiten. Diese sollen örtlichen Behörden helfen, konkrete Maßnahmen zu treffen. "Eine Empfehlung wird es nicht geben", sagte eine Sprecherin. "Die Entscheidung bleibt vor Ort." Dies gelte etwa auch für die Internationale Tourismusbörse (ITB), die in der kommenden Woche in Berlin ansteht.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beriet mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) über die Lage und lässt sich weiter unterrichten, wie Regierungssprecher Steffen Seibert sagte. Oberstes Ziel sei, die Virusausbreitung einzudämmen sowie die Versorgung infizierter Menschen und die Informationen der Bürger sicherzustellen. Die Bundesregierung stehe dazu in engem Kontakt mit Ländern, Kommunen und EU-Partnern.

13.05 Uhr: Thüringer Schulen wegen Verdachtsfall geschlossen worden 

Wegen Verdachts auf Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus sind im Ilm-Kreis zwei Schulen geschlossen und im Weimarer Land Schulgebäude desinfiziert worden. Das teilten das Landratsamt des Ilm-Kreises und das zuständige Schulamt Mittelthüringen am Freitag mit.

Ein 15-Jähriger aus Amt Wachsenburg wurde am Donnerstag mit Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung zur isolierten Behandlung in den Ilm-Kreis-Kliniken aufgenommen. Untersuchungsergebnisse werden am Wochenende erwartet. Mindestens bis ein Befund vorliegt, fällt der Unterricht an der Regelschule in Ichtershausen, die der Junge besucht, aus. In dem Gebäudekomplex ist zudem eine Grundschule untergebracht. Auch dort werde es vorerst keinen normalen Schulbetrieb geben, hieß es beim Landratsamt.

Auch bei einem achtjährigen Schüler in der Landgemeinde Ilmtal-Weinstraße liegt ein Verdacht vor, teilte das zuständige Schulamt mit. Zuvor berichteten verschiedene Medien über den Fall. Bis geklärt ist, ob tatsächlich eine Infektion mit dem Virus SARS-CoV-2 vorliegt, dürften Eltern selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder in den Unterricht schickten, hieß es.

12.58 Uhr: Starke Nachfrage nach Desinfektionsmitteln in Apotheken 

Die Sorge vor einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus hat die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln und Mundschutz auch in Apotheken in Thüringen stark ansteigen lassen. "Mundschutz ist aber nicht mehr vorrätig und auch nicht lieferbar", sagte der Vorsitzende des Landesapothekerverbandes, Stefan Fink, am Freitag auf Anfrage. Auch Desinfektionsmittel zum Auftragen auf die Haut seien so gut wie ausverkauft. Der Großhandel könne kaum noch nachliefern. Verfügbar seien noch Mittel zum Desinfizieren von Flächen. Die Engpässe beträfen sowohl Verbraucher als auch Arztpraxen, die von Apotheken beliefert würden. "Die Praxen haben sich oft aber schon selbst eingedeckt", sagte Fink.

12.53 Uhr: "Tropical Island"-Mitarbeiter werden auf Corona getestet

91 Mitarbeiter des riesigen Brandenburger Erlebnisbads Tropical Islands sollten am Freitag auf das Coronavirus getestet werden. Zuvor war bekannt geworden, dass sich am Wochenende ein Infizierter aus Nordrhein-Westfalen in dem ehemaligen Luftschiffhangar aufgehalten hatte. Er soll nach eigenen Angaben keinen engeren Kontakt zu anderen Badegästen gehabt haben, wohl aber zu einigen Mitarbeitern. Die betreffenden 91 Angestellten seien freigestellt bis die abschließenden Testergebnisse vorlägen, sagte ein Sprecher des Unternehmens. An dem Wochenende waren nach Angaben von Tropical Islands jeden Tag rund 3.500 bis 4.000 Gäste in dem Erlebnisbad südöstlich von Berlin.

12.42 Uhr: Bielefelder Schule schließt wegen Verdachtsfall

Wegen eines Corona-Verdachtsfalls hat eine Schule in Bielefeld am Freitagmorgen den Unterricht abgesagt. Das bestätigte ein Sprecher der Stadt der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die "Neue Westfälische" berichtet. Es handele sich um eine Mitarbeiterin der Schule, sagte ein Sprecher des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe.

Der Schulleiter habe die Entscheidung in Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt getroffen. Über das weitere Vorgehen werde man sich im Laufe des Tages beraten. Die Frau sei noch nicht getestet worden.

Ob Schulen geschlossen werden, entscheiden grundsätzlich die Gesundheitsbehörden, teilte das Schulministerium in NRW mit. In Ausnahmefällen könne auch die Schulleitung "zur Abwehr erheblicher konkreter Gefahren" die Schließung veranlassen. Schulleitungen könnten im Einzelfall auch Schülerinnen und Schüler vom Unterricht ausschließen, wenn von ihnen eine Gesundheitsgefahr ausgehe.

12.32 Uhr: Radprofi darf wegen Corona-Gefahr Hotelzimmer nicht verlassen

Der dänische Radprofi Michael Mörköv kann wegen des Verdachts auf eine Infizierung mit dem Coronavirus bis auf weiteres nicht an den Bahnrad-Weltmeisterschaften in Berlin teilnehmen. Nach einer Mitteilung des nationalen Radsportverbandes werde der 34-Jährige schnellstmöglich getestet.

Wie die Tageszeitung "Der Nordschleswiger" berichtet, dürfe Mörköv derzeit sein Berliner Hotelzimmer nicht verlassen. Der Madison-Europameister war nach dem Abbruch der UAE-Tour in den Vereinigten Arabischen Emiraten in die deutsche Hauptstadt gereist. Das Etappenrennen war nach positiven Tests bei zwei italienischen Profis vorzeitig beendet worden.

12.20 Uhr: Infizierter Arzt in Hamburg hatte Kontakt zu 50 Patienten

Bei dem ersten im Norden an dem neuen Coronavirus erkrankten Mann handelt es sich um einen Arzt. Das sagte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) bei einer Pressekonferenz. Er arbeitet in der Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Nach Angaben der Senatorin wurden etwa 50 Kontaktpersonen des Erkrankten aus Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg) identifiziert.

11.40 Uhr: Genfer Autosalon wegen Coronavirus abgesagt

Der Genfer Autosalon fällt dem Coronavirus zum Opfer. Wegen der steigenden Zahl von Erkrankten verbot die Schweizer Regierung am Freitag alle Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen. Davon betroffen ist auch das Frühjahrstreffen der Autobranche in Europa, das am Montag beginnen sollte und zu dem 600.000 Besucher erwartet wurden.

"Wir bedauern diese Situation, aber die Gesundheit aller Beteiligten ist für uns und unsere Aussteller absolute Priorität", sagte Autosalon-Chef Maurice Turrettini in Genf. "Dies ist ein Fall von höherer Gewalt. Für die Aussteller, die massiv in ihre Präsenz in Genf investiert haben, ist dies ein herber Verlust." Nun müsse der Abbau organisiert werden. Die bereits verkauften Eintrittskarten würden zurückerstattet.

Viele Aussteller hatten zuvor bereits angekündigt, nur mit verkleinerter Mannschaft anzureisen. Der chinesische Autobauer Byton hatte am Freitagmorgen seine Teilnahme abgesagt "aufgrund der bislang ungeklärten Covid-19-Risikolage in Genf und der Verantwortung unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern".

11.35 Uhr: Coronavirus-Fall auch in Düsseldorf

Ein Mitarbeiter einer Düsseldorfer Unternehmensberatung ist mit dem Coronavirus infiziert. Das hat das Unternehmen Ernst & Young am Freitag mitgeteilt. Er habe im Düsseldorfer Büro gearbeitet. Alle Mitarbeiter der Niederlassung seien aufgefordert worden, bis auf weiteres zu Hause zu bleiben.

Der infizierte Mitarbeiter habe nach derzeitigen Erkenntnissen keinen Kontakt zu Mandanten gehabt. Die weiteren Schritte stimme man mit den zuständigen Behörden ab. Zum Übertragungsweg machte das Unternehmen zunächst keine Angaben. 

11.09 Uhr: Zwei weitere Erkrankte in Baden-Württemberg

Es gibt zwei neue Infektionen in Baden-Württemberg. Damit steigt die Zahl der Fälle in dem Bundesland nach Angaben der Behörden auf 16. Bei einem der neuen Ansteckungen handele es sich um einen Mann, der innerhalb der so genannten Influenza-Surveillance "herausgefischt" worden sei. Dabei seien Proben, die negativ auf Influenza getestet wurden, automatisch auch auf das Coronavirus hin untersucht werden. Dies ist der erste Fall, der auf diese Art ermittelt worden sei. Beim zweiten Neuerkrankten handele es sich um einen Mann, der zuvor im Ski-Urlaub in Südtirol gewesen sei.

10.55 Uhr: Coronavirus vermutlich dauerhaft in Deutschland

Immer mehr Experten gehen davon aus, dass sich das neue Coronavirus dauerhaft in Deutschland einnisten wird. "In ein paar Jahren werden wir mit einer weiteren grippeartigen Erkrankung leben, die Covid-19 heißt und gegen die wir impfen können. Jetzt gilt es den Übergang zu managen", so der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, in der "Passauer Neuen Presse". Das neue Virus SARS-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen.

10.36 Uhr: Dax fällt um mehr als fünf Prozent

Der Dax ist um mehr als fünf Prozent auf 11.743,16 Punkte gefallen. Die Sorge um die Folgen der Coronavirus-Ausbreitung belasten seit Tagen die Finanzmärkte weltweit und haben am Morgen bereits die Börsen in Asien tiefer ins Minus gedrückt.

Mit einem Dax-Verlust von gut 12 Prozent seit dem vergangenen Freitag erleben Anleger die schwärzeste Woche seit Beginn der Griechenland-Schuldenkrise im Sommer 2011. 

10.23 Uhr: Schweiz verbietet sämtliche Großveranstaltungen 

In Deutschland wird heute über mögliche Absagen von Großveranstaltungen beraten. Der Krisenstab der Bundesregierung gibt im Laufe des Tages eine Empfehlung ab. Die Schweiz hat unterdessen bereits sämtliche Großveranstaltungen verboten. Die Situation wird dort als "besondere Lage" gemäß Epidemiengesetz eingestuft, teilte die Regierung mit. Öffentliche und private Veranstaltungen, bei denen sich gleichzeitig mehr als 1.000 Personen aufhielten, würden untersagt. Dieses Verbot gelte mindestens bis zum 15. März.

10.17 Uhr: Neue Zahlen – die mit Abstand meisten Infektionen außerhalb Chinas gibt es in Südkorea

Schon wieder gibt es neue Zahlen aus Südkorea, also dem Land, in dem es weiterhin mit Abstand die meisten Infektionsfälle außerhalb Chinas gibt. Die zuständige Gesundheitsbehörde hat nun 315 Neuinfektionen bekannt gegeben. In den vergangenen 24 Stunden infizierten sich den Angaben zufolge insgesamt 571 Menschen. Die Gesamtzahl bestätigter Ansteckungsfälle stieg damit auf 2.337, die Zahl der Toten liegt bei 13. Das Land hat ein hoch entwickeltes Gesundheitssystem, dessen Statistiken als sehr verlässlich gelten.

09.29 Uhr: Dax bricht bei Handelsstart dramatisch ein

Der Deutsche Aktienindex (Dax) hat vor dem Hintergrund der Ausbreitung des Coronavirus zum Handelsstart erneut mehr als drei Prozent verloren. Der Index rutschte am Freitagvormittag in Frankfurt am Main unter die Marke von 12.000 Punkten und weitete seine Verluste seit Beginn der Woche auf insgesamt rund zwölf Prozent aus. Auch die Börsenbarometer in Paris und London büßten mehr als drei Prozent ein.

Mit einem Dax-Verlust von mehr als 12 Prozent seit dem vergangenen Freitag erleben die Anleger die schwärzeste Woche seit Beginn der Griechenland-Schuldenkrise im Sommer 2011. Das Rekordhoch aus der Vorwoche bei 13.795 Punkten scheint in der aktuellen Panik am Markt so schnell nicht wieder erreichbar.

08.32 Uhr: Bei Ausfall wegen Coronavirus: Bundesagentur zahlt Kurzarbeitergeld

Die Bundesagentur für Arbeit zahlt für Beschäftigte, deren Betriebe vom neuartigen Coronavirus betroffen sind, Kurzarbeitergeld. "Der Anspruch auf Kurzarbeitergeld muss grundsätzlich auf einem unabwendbaren Ereignis oder wirtschaftlichen Gründen beruhen. Dies trifft etwa dann zu, wenn Lieferungen ausbleiben und die Produktion eingeschränkt werden muss", teilte die Bundesagentur am Freitag mit.

Ein unabwendbares Ereignis liege auch dann vor, wenn etwa wegen staatlicher Schutzmaßnahmen Betriebe geschlossen würden. Wichtig sei aber, dass die Betriebe die Kurzarbeit vorab bei der zuständigen Agentur für Arbeit anzeigten. Erste Anfragen seien bereits eingegangen, teilte die Bundesagentur mit.

Zahlreiche Betriebe in Deutschland sind bei ihrer Produktion etwa auf Lieferungen von Materialien und Komponenten aus China angewiesen. Volkswirte befürchten erhebliche Einbußen, sollte sich die Situation rund um das Virus nicht vergleichsweise rasch entspannen.

07.22 Uhr: UN-Sicherheitsrat will Nordkorea-Sanktionen etwas lockern

Der UN-Sicherheitsrat will Ausnahmen von den gegen Nordkorea verhängten Wirtschaftssanktionen erlauben, um dem verarmten Land im Kampf gegen das neuartige Coronavirus zu helfen. Der zuständige Sanktionsausschuss des Sicherheitsrats billigte am Donnerstag die Lieferung medizinischer Ausrüstung an das Land, wie der deutsche Botschafter Christoph Heusgen mitteilte. Angaben zur Art dieser Ausrüstung machte er nicht.

Nordkorea ist wegen seines Atom- und Raketenprogramms mit massiven internationalen Sanktionen belegt und verfügt nur über eine schwache Infrastruktur im Gesundheitswesen.

4.30 Uhr: Ärztekammer: Durch Vermeiden unnötiger Arztbesuche Raum für Corona-Patienten lassen

Die Bundesärztekammer hat die Bürger dazu aufgerufen, unnötige Arztbesuche zu vermeiden, damit Kapazitäten für mögliche Coronavirus-Patienten freigehalten werden. "Es ist wirklich wichtig, dass die Leute jetzt besonnen bleiben", sagte Kammer-Vizepräsidentin Heidrun Gitter den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wer Bagatellerkrankungen mit nur leichten Beschwerden habe, "sollte nicht die Notaufnahmen und Praxen verstopfen, sondern zu Hause bleiben". Im Zweifel könne telefonischer Kontakt zum Arzt gesucht werden.

04.15 Uhr: Hyundai stoppt Produktion in einem Werk

Der Autobauer Hyundai stoppt Gewerkschaftskreisen zufolge die Produktion in einem Werk im Südosten Südkoreas, nachdem ein Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Ein Sprecher der Gewerkschaft bestätigte das Testergebnis, hatte aber keine weiteren Informationen. Hyundai erklärte, den Bericht zu überprüfen.

03.46 Uhr: Neuseeland verhängt vorübergehendes Einreiseverbot aus Iran

Neuseeland verhängt ein vorübergehendes Einreiseverbot für Reisende aus dem Iran. Personen, die in den letzten 14 Tagen im Iran gewesen seien, sollten sich selbst isolieren, teilt Gesundheitsminister David Clark mit. An den Flughäfen werde das medizinische Personal bei Flügen aus Hongkong, Japan, Südkorea, Singapur und Thailand aufgestockt.

03.39 Uhr: Infektionsfälle in Südkorea steigen auf über 2.000

In Südkorea steigt die Zahl der Infizierten um 256 auf 2.022 Fälle. Das teilt die Seuchenschutzbehörde mit. Die südkoreanische Boygroup BTS sagt ihre Konzerte für April ab. Korean Air Lines will bei allen Passagieren auf Flügen in die USA Fieber messen und niemanden mitnehmen, der mehr als 37,5 Grad Körpertemperatur aufweist.

03.29 Uhr: Moody's rechnet mit weltweiter Rezession

Die Ratingagentur Moody's rechnet in der ersten Jahreshälfte mit einer Rezession weltweit und in den USA als Folge des Ausbruchs des Coronavirus. Die anfängliche Einschätzung, dass das Virus auf China beschränkt werden könne, sei zu optimistisch gewesen. Die Wahrscheinlichkeit einer Pandemie steige.

Freitag, 28. Februar, 01.06 Uhr: 327 Neu-Infektionen in China

Am Donnerstag hat es in China 327 neue Fälle gegeben. Einen Tag zuvor waren es noch 433, wie die Nationale Gesundheitsbehörde mitteilt. Damit gibt es auf dem Festland Chinas insgesamt 78.824 mit dem neuartigen Coronavirus Infizierte. Die Zahl der Toten stieg um 44 auf insgesamt 2.788.

Donnerstag 27. Februar, 23.50 Uhr: Erster Coronavirus-Fall in Hamburg bestätigt

Erstmals ist in Hamburg eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Es handele sich um einen Mitarbeiter der Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), teilten die Klinik und die Hamburger Behörde für Gesundheit am Donnerstagabend mit. Der Mann sei in Italien im Trentino im Urlaub gewesen und am Sonntag an seinen Wohnort nach Schleswig-Holstein zurückgekehrt.

Am Montag habe er am UKE gearbeitet – und dann am Dienstag während der Arbeit Krankheitssymptome entwickelt. Daraufhin habe er den Dienst abgebrochen, hieß es weiter. Alle Kinder und Eltern, die engen Kontakt mit dem Mitarbeiter hatten, gehen demnach nun 14 Tage in Quarantäne – je nach Gesundheitszustand im UKE oder zu Hause. Auch andere Mitarbeiter gehen nun in eine häusliche Isolation.

Der Infizierte selbst ist demnach in stabilem Zustand und in häuslicher Quarantäne. Seine Kontaktpersonen sollten informiert und getestet werden. Das Trentino sei nicht als Risikogebiet für das neuartige Coronavirus definiert gewesen, hieß es. Der Fachstab Seuchenschutz der Hamburger Gesundheitsbehörde kam noch in der Nacht mit Experten des UKE zusammen, um über die Maßnahmen und das weitere Vorgehen zu beraten. Details sollen in einer Pressekonferenz am Freitag bekanntgegeben werden.

23 Uhr: Erster Coronavirus-Fall in Hessen nachgewiesen

In Hessen ist ein erster Fall des neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Bei einer Person im Lahn-Dill-Kreis sei der Erreger SARS-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte der Landkreis am Donnerstagabend mit. Hessens Minister für Soziales und Integration, Kai Klose (Grüne), und Landrat Wolfgang Schuster wollen am Freitagvormittag (10.00 Uhr) bei einer Pressekonferenz informieren.

22.38 Uhr: Erster Coronavirus-Fall in den Niederlanden

In den Niederlanden ist der erste Fall einer Coronavirus-Infektion festgestellt worden. Es gehe um einen Mann, der in einem Krankenhaus in der südöstlichen Stadt Tilburg liege, teilte Gesundheitsminister Bruno Bruins im niederländischen TV mit.

Der Mann sei erst kürzlich aus der Lombardei in Norditalien zurückgekehrt und liege jetzt auf der Isolationsstation. Über seinen Gesundheitszustand wurden vorerst keine weiteren Angaben gemacht.

22.35 Uhr: Schlechter Tag für die Wall Street

Die Wall Street hat angesichts wachsender Furcht vor dem neuartigen Coronavirus erneut einen schwarzen Tag erlebt. An der New Yorker Börse verlor der Aktienindex Dow Jones am Donnerstag 1.200 Punkte oder 4,4 Prozent. Das war der größte Wertverlust seit mehr als zwei Jahren. Auch der Aktienindex S&P 500 verlor 4,4 Prozent. Der Technologie-Index Nasdaq büßte gar 4,6 Prozent ein.

Die Aktienkurse an der Wall Street sind seit Wochenbeginn deutlich abgerutscht. Die New Yorker Börse könnte damit die schlimmste Woche seit der Finanzkrise im Jahr 2008 erleben. Das Coronavirus hat Börsen weltweit auf Talfahrt geschickt. Anleger befürchten Auswirkungen des Virus auf das Wirtschaftswachstum.

21.35 Uhr: Neuer Coronavirus-Fall in Bayern

In Bayern gibt es einen neuen Coronavirus-Fall. Es handele sich um einen Mann aus Mittelfranken, der in Deutschland Kontakt mit einem infizierten Italiener hatte, teilte das Gesundheitsministerium in München mit. Der Italiener sei erst nach seiner Rückkehr nach Italien positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden.

Die Infektion des Mittelfranken wurde nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Abend bestätigt, wie ein Ministeriumssprecher weiter erklärte. Das zuständige Gesundheitsamt habe begonnen, Kontaktpersonen des Mannes zu ermitteln. Einzelheiten sollen am Freitag mitgeteilt werden.

20.41 Uhr: Frau in Schweden nach Deutschland-Reise positiv getestet

Nach einem Aufenthalt in Deutschland ist eine Frau in Schweden positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Sie habe sich in Deutschland mit dem Virus angesteckt, teilte die schwedische Gesundheitsbehörde mit. Die Frau befindet sich nach Angaben der schwedischen Behörden nun in einem Krankenhaus in Uppsala 70 Kilometer nördlich von Stockholm.

Insgesamt wurden am Donnerstag fünf neue Coronavirus-Fälle in Schweden nachgewiesen, darunter eine Person in Stockholm, die sich während einer Reise in den Iran mit dem Virus angesteckt hat. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle in dem skandinavischen EU-Land stieg damit auf sieben. Beim Nachbarn in Norwegen kamen nach dem ersten Fund am Mittwoch am Donnerstagabend drei weitere hinzu.

19.57 Uhr: Quarantäne: Deutsche Botschaft in Nordkorea schließt vorübergehend

Das Auswärtige Amt wird seine Botschaft in Nordkorea vorübergehend schließen und das Personal bei nächster Gelegenheit befristet abziehen. Grund ist die massiv beschränkte Bewegungsfreiheit der Diplomaten, die auf dem Botschaftsgelände unter Quarantäne stehen, wie es aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß.

Angesichts der Krise um das neuartige Coronavirus hatten die Behörden des abgeschotteten Staats sämtliche Land-, Zug- und Flugverbindungen ins Ausland eingestellt – auch für Diplomaten. Alle Ausländer in Nordkorea stehen derzeit unter Quarantäne. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" über die Botschaftsschließung berichtet.

Weiter hieß es aus dem Ministerium, die Bundesregierung habe ihren Protest dagegen der nordkoreanischen Regierung mehrfach zur Kenntnis gebracht. Sobald ein normaler Dienstbetrieb wieder möglich ist, plant das Auswärtige Amt diesen wieder aufzunehmen. Weiter hieß es den Kreisen zufolge, Nordkorea habe angekündigt, einen Flug für ausreisewillige Ausländer von Pjöngjang nach Wladiwostok in Russland zu organisieren.

19.48 Uhr: Vier weitere Fälle in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg haben sich vier weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das teilte das Sozialministerium in Stuttgart mit. Damit stieg die Zahl der bestätigten SARS-CoV-2-Infektionen in dem Bundesland auf acht.

Bei drei der neuen Fälle handelt es sich um zwei Frauen und einen Mann aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald beziehungsweise der Stadt Freiburg. Sie hatten an einem Business-Meeting in München teilgenommen und gehören laut Robert Koch-Institut zu 13 Kontaktpersonen eines italienischen Teilnehmers, der in Italien positiv getestet worden war. Die drei Patienten sind in einer Klinik.

Ein weiterer bestätigter Fall wurde aus dem Landkreis Böblingen gemeldet. Dieser steht im direkten Zusammenhang mit einem 25 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Göppingen, der sich in Italien angesteckt hatte und dessen Fall am Dienstagabend bekanntgeworden war. Bei dem Mann aus dem Landkreis Böblingen handelt es sich um eine Kontaktperson der infizierten Reisebegleiterin des 25-Jährigen. Infiziert ist zudem der 60 Jahre alte Vater der Reisebegleiterin. Vater und Tochter werden in Tübingen isoliert behandelt.

Am Mittwochabend hatte das Ministerium zudem einen Fall in Rottweil mitgeteilt – dort wird ein infizierter 32-Jähriger beobachtet. Er hatte sich nach seiner Rückkehr aus Italien wegen grippeähnlicher Symptome beim Gesundheitsamt gemeldet.

19.18 Uhr: 14 weitere Infektionen in Nordrhein-Westfalen

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Nordrhein-Westfalen hat sich deutlich erhöht. Am Abend seien 14 neue Fälle im Kreis Heinsberg bestätigt worden, teilt das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mit. Damit seien dort nun insgesamt 20 Personen infiziert.

Alle der aktuell positiv Getesteten seien in häuslicher Quarantäne, eine stationäre Behandlung sei nicht notwendig. Aus dem Kreis Heinsberg stammt auch ein Ehepaar, bei dem die Erkrankung in Nordrhein-Westfalen zuerst festgestellt worden ist. Auch in Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz gibt es einen weiteren Infizierten.

10.55 Uhr: Coronavirus vermutlich dauerhaft in Deutschland

Immer mehr Experten gehen davon aus, dass sich das neue Coronavirus dauerhaft in Deutschland einnisten wird. "In ein paar Jahren werden wir mit einer weiteren grippeartigen Erkrankung leben, die Covid-19 heißt und gegen die wir impfen können. Jetzt gilt es den Übergang zu managen", so der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, in der "Passauer Neuen Presse". Das neue Virus Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen.

10.36 Uhr: Dax fällt um mehr als fünf Prozent

Der Dax ist um mehr als fünf Prozent auf 11.743,16 Punkte gefallen. Die Sorge um die Folgen der Coronavirus-Ausbreitung belasten seit Tagen die Finanzmärkte weltweit und haben am Morgen bereits die Börsen in Asien tiefer ins Minus gedrückt.

Mit einem Dax-Verlust von gut 12 Prozent seit dem vergangenen Freitag erleben Anleger die schwärzeste Woche seit Beginn der Griechenland-Schuldenkrise im Sommer 2011. 

10.23 Uhr: Schweiz verbietet sämtliche Großveranstaltungen 

In Deutschland wird heute über mögliche Absagen von Großveranstaltungen beraten. Der Krisenstab der Bundesregierung gibt im Laufe des Tages eine Empfehlung ab. Die Schweiz hat unterdessen bereits sämtliche Großveranstaltungen verboten. Die Situation wird dort als "besondere Lage" gemäß Epidemiengesetz eingestuft, teilte die Regierung mit. Öffentliche und private Veranstaltungen, bei denen sich gleichzeitig mehr als 1.000 Personen aufhielten, würden untersagt. Dieses Verbot gelte mindestens bis zum 15. März.

10.17 Uhr: Neue Zahlen – die mit Abstand meisten Infektionen außerhalb Chinas gibt es in Südkorea

Schon wieder gibt es neue Zahlen aus Südkorea, also dem Land, in dem es weiterhin mit Abstand die meisten Infektionsfälle außerhalb Chinas gibt. Die zuständige Gesundheitsbehörde hat nun 315 Neuinfektionen bekannt gegeben. In den vergangenen 24 Stunden infizierten sich den Angaben zufolge insgesamt 571 Menschen. Die Gesamtzahl bestätigter Ansteckungsfälle stieg damit auf 2.337, die Zahl der Toten liegt bei 13. Das Land hat ein hoch entwickeltes Gesundheitssystem, dessen Statistiken als sehr verlässlich gelten.

09.29 Uhr: Dax bricht bei Handelsstart dramatisch ein

Der Deutsche Aktienindex (Dax) hat zum Handelsstart erneut mehr als drei Prozent verloren. Der Index rutschte am Freitagvormittag in Frankfurt am Main unter die Marke von 12.000 Punkten und weitete seine Verluste seit Beginn der Woche auf insgesamt rund zwölf Prozent aus. Auch die Börsenbarometer in Paris und London büßten mehr als drei Prozent ein.

Mit einem Dax-Verlust von mehr als 12 Prozent seit dem vergangenen Freitag erleben die Anleger die schwärzeste Woche seit Beginn der Griechenland-Schuldenkrise im Sommer 2011. Das Rekordhoch aus der Vorwoche bei 13.795 Punkten scheint in der aktuellen Panik am Markt so schnell nicht wieder erreichbar.

08.32 Uhr: Bei Ausfall wegen Coronavirus: Bundesagentur zahlt Kurzarbeitergeld

Die Bundesagentur für Arbeit zahlt für Beschäftigte, deren Betriebe vom Coronavirus betroffen sind, Kurzarbeitergeld. "Der Anspruch auf Kurzarbeitergeld muss grundsätzlich auf einem unabwendbaren Ereignis oder wirtschaftlichen Gründen beruhen. Dies trifft etwa dann zu, wenn Lieferungen ausbleiben und die Produktion eingeschränkt werden muss", teilte die Bundesagentur mit.

Ein unabwendbares Ereignis liege auch dann vor, wenn etwa wegen staatlicher Schutzmaßnahmen Betriebe geschlossen würden. Wichtig sei aber, dass die Betriebe die Kurzarbeit vorab bei der zuständigen Agentur für Arbeit anzeigten. Erste Anfragen seien bereits eingegangen, teilte die Bundesagentur mit.

Zahlreiche Betriebe in Deutschland sind bei ihrer Produktion etwa auf Lieferungen von Materialien und Komponenten aus China angewiesen. Volkswirte befürchten erhebliche Einbußen, sollte sich die Situation rund um das Virus nicht vergleichsweise rasch entspannen.

07.31 Uhr: Coronavirus nun auch in Neuseeland und Weißrussland

Neuseeland bestätigt den ersten Fall des Coronavirus in dem Land. Bei dem Patienten handele es sich eine Person, die kürzlich aus dem Iran zurückgekehrt sei, gibt das Gesundheitsministerium bekannt. Auch aus Weißrussland wird der erste Infizierte gemeldet. Ein Student aus dem Iran sei positiv getestet worden, berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Gesundheitsministerium in Minsk.

07.22 Uhr: UN-Sicherheitsrat will Nordkorea-Sanktionen etwas lockern

Der UN-Sicherheitsrat will Ausnahmen von den gegen Nordkorea verhängten Wirtschaftssanktionen erlauben, um dem verarmten Land im Kampf gegen das neuartige Coronavirus zu helfen. Der zuständige Sanktionsausschuss des Sicherheitsrats billigte am Donnerstag die Lieferung medizinischer Ausrüstung an das Land, wie der deutsche Botschafter Christoph Heusgen mitteilte. Angaben zur Art dieser Ausrüstung machte er nicht.

Nordkorea ist wegen seines Atom- und Raketenprogramms mit massiven internationalen Sanktionen belegt und verfügt nur über eine schwache Infrastruktur im Gesundheitswesen.

4.30 Uhr: Ärztekammer: Durch Vermeiden unnötiger Arztbesuche Raum für Corona-Patienten lassen

Die Bundesärztekammer hat die Bürger dazu aufgerufen, unnötige Arztbesuche zu vermeiden, damit Kapazitäten für mögliche Coronavirus-Patienten freigehalten werden. "Es ist wirklich wichtig, dass die Leute jetzt besonnen bleiben", sagte Kammer-Vizepräsidentin Heidrun Gitter den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wer Bagatellerkrankungen mit nur leichten Beschwerden habe, "sollte nicht die Notaufnahmen und Praxen verstopfen, sondern zu Hause bleiben". Im Zweifel könne telefonischer Kontakt zum Arzt gesucht werden.

04.15 Uhr: Hyundai stoppt Produktion in einem Werk

Der Autobauer Hyundai stoppt Gewerkschaftskreisen zufolge die Produktion in einem Werk im Südosten Südkoreas, nachdem ein Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Ein Sprecher der Gewerkschaft bestätigte das Testergebnis, hatte aber keine weiteren Informationen. Hyundai erklärte, den Bericht zu überprüfen.

03.46 Uhr: Neuseeland verhängt vorübergehendes Einreiseverbot aus Iran

Neuseeland verhängt ein vorübergehendes Einreiseverbot für Reisende aus dem Iran. Personen, die in den letzten 14 Tagen im Iran gewesen seien, sollten sich selbst isolieren, teilt Gesundheitsminister David Clark mit. An den Flughäfen werde das medizinische Personal bei Flügen aus Hongkong, Japan, Südkorea, Singapur und Thailand aufgestockt.

03.39 Uhr: Infektionsfälle in Südkorea steigen auf über 2.000

In Südkorea steigt die Zahl der Infizierten um 256 auf 2.022 Fälle. Das teilt die Seuchenschutzbehörde mit. Die südkoreanische Boygroup BTS sagt ihre Konzerte für April ab. Korean Air Lines will bei allen Passagieren auf Flügen in die USA Fieber messen und niemanden mitnehmen, der mehr als 37,5 Grad Körpertemperatur aufweist.

03.29 Uhr: Moody's rechnet mit weltweiter Rezession

Die Ratingagentur Moody's rechnet in der ersten Jahreshälfte mit einer Rezession weltweit und in den USA als Folge des Ausbruchs des Coronavirus. Die anfängliche Einschätzung, dass das Virus auf China beschränkt werden könne, sei zu optimistisch gewesen. Die Wahrscheinlichkeit einer Pandemie steige.

3 Uhr: Erste Infektion in Nigeria

Nigeria meldet den ersten Infektionsfall. Das twittert das Gesundheitsministerium.

Freitag, 28. Februar, 01.06 Uhr: 327 Neu-Infektionen in China

Am Donnerstag hat es in China 327 neue Fälle gegeben. Einen Tag zuvor waren es noch 433, wie die Nationale Gesundheitsbehörde mitteilt. Damit gibt es auf dem Festland Chinas insgesamt 78.824 mit dem neuartigen Coronavirus Infizierte. Die Zahl der Toten stieg um 44 auf insgesamt 2.788.

Donnerstag 27. Februar, 23.50 Uhr: Erster Coronavirus-Fall in Hamburg bestätigt

Erstmals ist in Hamburg eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Es handele sich um einen Mitarbeiter der Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), teilten die Klinik und die Hamburger Behörde für Gesundheit am Donnerstagabend mit. Der Mann sei in Italien im Trentino im Urlaub gewesen und am Sonntag an seinen Wohnort nach Schleswig-Holstein zurückgekehrt.

Am Montag habe er am UKE gearbeitet – und dann am Dienstag während der Arbeit Krankheitssymptome entwickelt. Daraufhin habe er den Dienst abgebrochen, hieß es weiter. Alle Kinder und Eltern, die engen Kontakt mit dem Mitarbeiter hatten, gehen demnach nun 14 Tage in Quarantäne – je nach Gesundheitszustand im UKE oder zu Hause. Auch andere Mitarbeiter gehen nun in eine häusliche Isolation.

Der Infizierte selbst ist demnach in stabilem Zustand und in häuslicher Quarantäne. Seine Kontaktpersonen sollten informiert und getestet werden. Das Trentino sei nicht als Risikogebiet für das neuartige Coronavirus definiert gewesen, hieß es. Der Fachstab Seuchenschutz der Hamburger Gesundheitsbehörde kam noch in der Nacht mit Experten des UKE zusammen, um über die Maßnahmen und das weitere Vorgehen zu beraten. Details sollen in einer Pressekonferenz am Freitag bekanntgegeben werden.

23 Uhr: Erster Coronavirus-Fall in Hessen nachgewiesen

In Hessen ist ein erster Fall des neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Bei einer Person im Lahn-Dill-Kreis sei der Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte der Landkreis am Donnerstagabend mit. Hessens Minister für Soziales und Integration, Kai Klose (Grüne), und Landrat Wolfgang Schuster wollen am Freitagvormittag (10.00 Uhr) bei einer Pressekonferenz informieren.

22.38 Uhr: Erster Coronavirus-Fall in den Niederlanden

In den Niederlanden ist der erste Fall einer Coronavirus-Infektion festgestellt worden. Es gehe um einen Mann, der in einem Krankenhaus in der südöstlichen Stadt Tilburg liege, teilte Gesundheitsminister Bruno Bruins im niederländischen TV mit.

Der Mann sei erst kürzlich aus der Lombardei in Norditalien zurückgekehrt und liege jetzt auf der Isolationsstation. Über seinen Gesundheitszustand wurden vorerst keine weiteren Angaben gemacht.

22.35 Uhr: Schlechter Tag für die Wall Street

Die Wall Street hat angesichts wachsender Furcht vor dem neuartigen Coronavirus erneut einen schwarzen Tag erlebt. An der New Yorker Börse verlor der Aktienindex Dow Jones am Donnerstag 1.200 Punkte oder 4,4 Prozent. Das war der größte Wertverlust seit mehr als zwei Jahren. Auch der Aktienindex S&P 500 verlor 4,4 Prozent. Der Technologie-Index Nasdaq büßte gar 4,6 Prozent ein.

Die Aktienkurse an der Wall Street sind seit Wochenbeginn deutlich abgerutscht. Die New Yorker Börse könnte damit die schlimmste Woche seit der Finanzkrise im Jahr 2008 erleben. Das Coronavirus hat Börsen weltweit auf Talfahrt geschickt. Anleger befürchten Auswirkungen des Virus auf das Wirtschaftswachstum.

21.35 Uhr: Neuer Coronavirus-Fall in Bayern

In Bayern gibt es einen neuen Coronavirus-Fall. Es handele sich um einen Mann aus Mittelfranken, der in Deutschland Kontakt mit einem infizierten Italiener hatte, teilte das Gesundheitsministerium in München mit. Der Italiener sei erst nach seiner Rückkehr nach Italien positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden.

Die Infektion des Mittelfranken wurde nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Abend bestätigt, wie ein Ministeriumssprecher weiter erklärte. Das zuständige Gesundheitsamt habe begonnen, Kontaktpersonen des Mannes zu ermitteln. Einzelheiten sollen am Freitag mitgeteilt werden.

20.41 Uhr: Frau in Schweden nach Deutschland-Reise positiv getestet

Nach einem Aufenthalt in Deutschland ist eine Frau in Schweden positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Sie habe sich in Deutschland mit dem Virus angesteckt, teilte die schwedische Gesundheitsbehörde mit. Die Frau befindet sich nach Angaben der schwedischen Behörden nun in einem Krankenhaus in Uppsala 70 Kilometer nördlich von Stockholm.

Insgesamt wurden am Donnerstag fünf neue Coronavirus-Fälle in Schweden nachgewiesen, darunter eine Person in Stockholm, die sich während einer Reise in den Iran mit dem Virus angesteckt hat. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle in dem skandinavischen EU-Land stieg damit auf sieben. Beim Nachbarn in Norwegen kamen nach dem ersten Fund am Mittwoch am Donnerstagabend drei weitere hinzu.

19.57 Uhr: Quarantäne: Deutsche Botschaft in Nordkorea schließt vorübergehend

Das Auswärtige Amt wird seine Botschaft in Nordkorea vorübergehend schließen und das Personal bei nächster Gelegenheit befristet abziehen. Grund ist die massiv beschränkte Bewegungsfreiheit der Diplomaten, die auf dem Botschaftsgelände unter Quarantäne stehen, wie es aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß.

Angesichts der Krise um das neuartige Coronavirus hatten die Behörden des abgeschotteten Staats sämtliche Land-, Zug- und Flugverbindungen ins Ausland eingestellt – auch für Diplomaten. Alle Ausländer in Nordkorea stehen derzeit unter Quarantäne. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" über die Botschaftsschließung berichtet.

Weiter hieß es aus dem Ministerium, die Bundesregierung habe ihren Protest dagegen der nordkoreanischen Regierung mehrfach zur Kenntnis gebracht. Sobald ein normaler Dienstbetrieb wieder möglich ist, plant das Auswärtige Amt diesen wieder aufzunehmen. Weiter hieß es den Kreisen zufolge, Nordkorea habe angekündigt, einen Flug für ausreisewillige Ausländer von Pjöngjang nach Wladiwostok in Russland zu organisieren.

19.48 Uhr: Vier weitere Fälle in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg haben sich vier weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das teilte das Sozialministerium in Stuttgart mit. Damit stieg die Zahl der bestätigten Sars-CoV-2-Infektionen in dem Bundesland auf acht.

Bei drei der neuen Fälle handelt es sich um zwei Frauen und einen Mann aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald beziehungsweise der Stadt Freiburg. Sie hatten an einem Business-Meeting in München teilgenommen und gehören laut Robert Koch-Institut zu 13 Kontaktpersonen eines italienischen Teilnehmers, der in Italien positiv getestet worden war. Die drei Patienten sind in einer Klinik.

Ein weiterer bestätigter Fall wurde aus dem Landkreis Böblingen gemeldet. Dieser steht im direkten Zusammenhang mit einem 25 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Göppingen, der sich in Italien angesteckt hatte und dessen Fall am Dienstagabend bekanntgeworden war. Bei dem Mann aus dem Landkreis Böblingen handelt es sich um eine Kontaktperson der infizierten Reisebegleiterin des 25-Jährigen. Infiziert ist zudem der 60 Jahre alte Vater der Reisebegleiterin. Vater und Tochter werden in Tübingen isoliert behandelt.

Am Mittwochabend hatte das Ministerium zudem einen Fall in Rottweil mitgeteilt – dort wird ein infizierter 32-Jähriger beobachtet. Er hatte sich nach seiner Rückkehr aus Italien wegen grippeähnlicher Symptome beim Gesundheitsamt gemeldet.

19.18 Uhr: 14 weitere Infektionen in Nordrhein-Westfalen

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Nordrhein-Westfalen hat sich deutlich erhöht. Am Abend seien 14 neue Fälle im Kreis Heinsberg bestätigt worden, teilt das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mit. Damit seien dort nun insgesamt 20 Personen infiziert.

Alle der aktuell positiv Getesteten seien in häuslicher Quarantäne, eine stationäre Behandlung sei nicht notwendig. Aus dem Kreis Heinsberg stammt auch ein Ehepaar, bei dem die Erkrankung in Nordrhein-Westfalen zuerst festgestellt worden ist. Auch in Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz gibt es einen weiteren Infizierten.

19.05 Uhr: Deutsche Urlauber auf Teneriffa fordern Evakuierung

Die Lage in dem wegen Coronavirus-Fällen unter Quarantäne gestellten Hotel auf Teneriffa hat sich zugespitzt. "Die Situation hier vor Ort stellt sich aufgrund der Versorgungssituation und der hygienischen Verhältnisse dramatisch dar", hieß es am Donnerstag in einer an Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) gerichteten Petition deutscher Urlauber. Die spanischen Behörden seien wegen der begrenzten medizinischen Möglichkeiten auf der Kanareninsel offenbar überfordert. "Wegen des mangelhaften Infektionsschutzes, der hier leider festzustellen ist, wäre eine sofortige Evakuierung nach Deutschland erforderlich", hieß es in dem Schreiben.

Aus dem Auswärtigen Amt hieß es: "Die Entscheidung der Abriegelung bzw. Quarantänemaßnahmen obliegt den zuständigen spanischen Behörden." Diese müssten auch über die Dauer der Maßnahmen oder die Möglichkeit einer Abreise entscheiden. Das deutsche Konsulat in Las Palmas de Gran Canaria und der Honorarkonsul auf Teneriffa verfolgten die Entwicklungen aber genau. Grund für die Isolierung des Hotels war am Dienstag ein positiver Test auf den Covid-19-Erreger bei einem Touristen aus Norditalien. Neben seiner Frau wurden später auch zwei weitere Italiener aus seiner Reisegruppe positiv getestet. Sie werden im Krankenhaus behandelt.

Für 130 der festsitzenden Touristen aus elf verschiedenen Ländern gab es derweil gute Nachrichten: Sie sollten noch am Abend das Hotel verlassen dürfen – aber nur, weil sie erst nach dem 24. Februar angereist seien und somit keinen Kontakt zu den vier Infizierten haben konnten, wie die Regierung der Kanaren mitteilte. Alle anderen Gäste müssten aus Sicherheitsgründen weiter in dem Hotel ausharren.

18.54 Uhr: Drei weitere Tote in Norditalien

In Norditalien sind drei weitere Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, wie die Behörden mitteilen. Die Gesamtzahl der Toten steigt damit auf 17. Die Zahl der Infizierten stieg trotz aller Eindämmungsmaßnahmen weiter.

Mittlerweile seien 650 Menschen positiv getestet worden, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli in Rom. Am Vorabend waren es rund 400 Infizierte. Die gute Nachricht sei aber, dass Dutzende wieder genesen seien. Die meisten Fälle gibt es nach wie vor in der nördlichen Lombardei, gefolgt von Venetien und Emilia-Romagna.

18.18 Uhr: Stärkere Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln

Das Coronavirus hat zu einer verstärkten Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln und Hygieneprodukten geführt. Das teilten Aldi-Süd und Lidl mit. "Wir sind darauf vorbereitet und erhöhen entsprechend unsere Lagerbestände", ergänzte Aldi-Süd. Auch Lidl hat den eigenen Angaben nach die Vorräte aufgestockt und arbeitet an der sicheren Warenversorgung. Die Rewe Group hingegen, zu der auch die Penny-Märkte gehören, hat bisher keine auffällig starke Nachfrage verzeichnet.

Den Angaben des Handelsverbandes Deutschland nach kam es bislang trotzdem nicht zu Engpässen bei der Lieferung. Die Lieferstrukturen seien im Handel "effizient und gut vorbereitet, sodass die Versorgung der Bevölkerung gewährleistet ist", ergänzte der Sprecher.

17.29 Uhr: Bayern: Letzter Patient aus Klinik entlassen

Der letzte Coronavirus-Patient in Bayern ist aus dem Krankenhaus entlassen worden. Einzelheiten zu der Person teilte das Gesundheitsministerium in München am Donnerstag wegen des Persönlichkeitsschutzes nicht mit. Im Freistaat gab es 14 positiv getestete Covid-19-Patienten. Alle standen im Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf. Dort war im Januar eine Mitarbeiterin aus China zu Besuch, die das Virus in sich trug. Kollegen und teils deren Angehörige infizierten sich. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gab es in Bayern bis Donnerstagnachmittag keine weiteren Fälle.

17.12 Uhr: Tropical Islands: Infizierter Mann aus NRW war zu Gast im Freizeitpark

Einer der Coronavirus-Infizierten aus Nordrhein-Westfalen hat sich kürzlich im Brandenburger Erlebnisbad Tropical Islands aufgehalten. "Unsere bisherigen Prüfungen haben ergeben, dass kein erhöhtes Ansteckungsrisiko bestanden hat", teilte das zuständige Gesundheitsamt Dahme-Spreewald mit. "Augenblicklich tendiert die Ansteckungsgefahr gegen Null." Der infizierte Mann war nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom 20. bis zum 23. Februar in dem Freizeit-Resort südlich von Berlin.

Wie Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) betonte, hatte der Mann keine sehr engen Kontakte mit anderen Badegästen. Man habe von dem Patienten sehr genau erfahren, mit wem er in Kontakt war. Engeren Kontakt habe es nur zu Mitarbeitern gegeben, zum Beispiel bei der Essensausgabe. Eine Isolation dieser Menschen sei nicht nötig. Sie könnten sich aber freiwillig testen lassen. Mit den Tests soll am Freitag begonnen werden, so Nonnemacher. Die 91 Mitarbeiter des Badeparks zeigten demnach keine Symptome.

Tropical Island ist ein Freizeit-Resort in einer ursprünglich für ein Transport-Luftschiff gebauten Halle.

16.54 Uhr: Italienischer Drittliga-Fußballer positiv getestet

Ein 22 Jahre alter Drittliga-Fußballer aus Italien ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilten die regionalen Behörden mit. Der 22-Jährige vom Club Pianese aus der Toskana hatte vor dem Spiel gegen das U23-Team von Juventus Turin am Sonntag Grippesymptome gezeigt und wurde am Donnerstag in einem Krankenhaus in Siena auf eine Isolierstation gebracht.

Dem namentlich nicht genannten Fußballer gehe es entsprechend gut, hieß es von den Gesundheitsbehörden, die nun einen Mitspieler ausfindig machen wollen, der ähnliche Symptome gezeigt haben soll. In Italien infizierten sich bislang mehr als 400 Menschen.

16.32 Uhr:  Patient war im Kino – Sitznachbarn in Quarantäne

Nach dem Kinobesuch eines Coronavirus-Patienten aus Eislingen (Kreis Göppingen) in Neu-Ulm müssen mehrere Sitznachbarn des Mannes in Quarantäne. Die vier Kinobesucher dürfen nach Anordnung des Gesundheitsamtes vorläufig ihre Wohnungen nicht mehr verlassen, teilte das Landratsamt in Neu-Ulm mit. Die Behörde geht davon aus, dass insgesamt acht Kinobesucher, die in unmittelbarer Nähe des erkrankten 25-Jährigen saßen, gefährdet sind. Nach den anderen vier Betroffenen wird noch gesucht.

Der 25-Jährige hatte am Samstagabend das Kino in Neu-Ulm besucht. In dem Filmsaal saßen insgesamt 138 Besucher. Die anderen Gäste, die weiter entfernt von dem Patienten saßen, sollen in den kommenden Tagen auf Krankheitssymptome wie Fieber, Husten oder Schnupfen achten. Falls sie erkrankten, sollten die Kinogäste sofort die Kontakte zu anderen Menschen minimieren und ihren Hausarzt sowie das örtliche Gesundheitsamt anrufen.

16.25 Uhr: Patient in Kaiserslautern infiziert

Bei einem Patienten im Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern ist das Coronavirus festgestellt worden. Das sagte die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) in Mainz.

Der Mann sei mit Symptomen am Donnerstag selbst in das Klinikum gekommen. Er sei bis vor Kurzem im Iran gewesen und habe dort Kontakt mit einer "symptomatisch auffälligen Person" gehabt, sagte die Ministerin. Der Mann sei Jahrgang 1988, vor wenigen Minuten habe sich dann herausgestellt, dass der Mann infiziert sei.

16.10 Uhr: Klöckner: Übertragung durch Lebensmittel unwahrscheinlich

Mit einer Ansteckung durch Lebensmittel ist nach den Worten von Agrarministerin Julia Klöckner nicht zu rechnen. "Nach derzeitigem Wissensstand ist es unwahrscheinlich, dass importierte Waren wie Lebensmittel die Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten." Hauptgrund dafür sei die relativ geringe Umweltstabilität der Viren, sagt Klöckner und verweist auf Einschätzungen des Bundesinstituts für Risikobewertung."

15.37 Uhr: Bund will 50 Millionen Euro an WHO zahlen

Zur Bekämpfung des neuartigen Coronavirus will die Bundesregierung bis zu 50 Millionen Euro zusätzlich an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zahlen. Darüber informierte das Finanzministerium nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag den Haushaltsausschuss des Bundestags.

Zusätzliche Maßnahmen zur Stützung und Ertüchtigung von Gesundheitssystemen seien dringend erforderlich, vor allem in weniger entwickelten Ländern. Würden jetzt keine umfassenden Maßnahmen ergriffen, könne sich der Erreger weit verbreiten, die globale öffentliche Gesundheit gefährden und das öffentliche Leben beeinträchtigen.

Die WHO rechnet laut Finanzministerium mit einem Bedarf von 675 Millionen Dollar bis Ende April.

15.36 Uhr: Massive Einschränkungen in NRW-Gemeinde

Nach den Coronavirusinfektionen im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg ist das öffentliche Leben in der Region massiv eingeschränkt. Besonders betroffen ist Gangelt, ein 12.500-Einwohner-Ort an der deutsch-niederländischen Grenze nördlich von Aachen.

"Die Gemeinde Gangelt kristallisiert sich derzeit als Schwerpunkt der Covid-19-Infektionen im Kreis Heinsberg heraus", teilten die Behörden am Mittwochabend mit. Tatsächlich zeigten im kleinen Gangelt die Isolierung und häusliche Quarantäne möglicher Kontaktpersonen des infizierten Ehepaars deutliche Auswirkungen – auch im Rathaus.

In der Gemeindeverwaltung und im Bauhof fehlen Mitarbeiter, auch zwei Löschgruppen der örtlichen Feuerwehr sind betroffen, wie Gangelts Bürgermeister Bernhard Tholen im WDR-Hörfunk sagte. Nach dem ersten Schock vom Mittwoch sei es unterdessen "sehr ruhig im Ort". "Ich glaube, die Menschen nehmen es gelassen", betonte der langjährige Gemeindechef.

So hätten die Hamsterkäufe in Gangelter Geschäften "ein wenig nachgelassen". "Ich glaube, es wird sich so langsam wieder normalisieren." Viele Menschen leisteten Tholen zufolge auch der Vorgabe Folge, möglichst zu Hause zu bleiben. "Alle Veranstaltungen der Vereine sind abgesagt."

Wirtschaftsminister Peter Altmaier: Der CDU-Politiker warnt davor, angesichts des Coronavirus in Panik zu verfallen.  (Quelle: dpa)Wirtschaftsminister Peter Altmaier: Der CDU-Politiker warnt davor, angesichts des Coronavirus in Panik zu verfallen. (Quelle: dpa)

15.25 Uhr: Wachstumsprognose könnte wackeln

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier schließt nicht aus, dass sich die Wachstumsprognose der Regierung für die deutsche Wirtschaft von 1,1 Prozent 2020 wegen der Coronavirus-Krise ändern könnte. Die unerwartet schnelle Ausbreitung des Virus in Europa könnte wirtschaftliche Effekte für die deutsche Konjunktur im laufenden ersten Quartal haben, sagt Altmaier. Dies könnte aber in der zweiten Jahreshälfte wieder aufgeholt werden. Derzeit sei es nicht möglich, eine seriöse Zahl zu nennen.

15.23 Uhr: Altmaier: Müssen wirtschaftliche Auswirkungen begrenzen

Die Verbreitung des Coronavirus hat nach Einschätzung der Bundesregierung noch keine Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Panik sei deshalb nicht angebracht, sagt Wirtschaftsminister Peter Altmaier. "Wir müssen dafür Sorge tragen, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen auf ein Mindestmaß begrenzt bleiben."

Die Regierung überlege, wie sie bei einer weiteren Verschärfung der Lage reagieren werde. Es gehe dabei nicht um ein Konjunkturprogramm, sondern um ein Vorziehen ohnehin geplanter Maßnahmen.

14.33 Uhr: Infizierter Klinikarzt hatte Kontakt zu zwölf Patienten

Ein mit dem Coronavirus infizierter Klinikarzt hatte an seinem Arbeitsplatz in Mönchengladbach nach seiner Ansteckung Kontakt zu zwölf Patienten. Wie viele Mitarbeiter mit ihm Kontakt hatten, werde derzeit noch ermittelt, teilte ein Kliniksprecher mit. Sie würden dann auf das Virus getestet und unter häusliche Quarantäne gestellt.

Der Arzt habe sich in seinem Heimatort Gangelt im Kreis Heinsberg am 15. Februar bei einer Karnevalsveranstaltung angesteckt. Seither habe er in der Klinik nur einen Tag gearbeitet. Ein Sprecher des Kreises Heinsberg sagte, alle 300 Teilnehmer der Karnevalssitzung vom 15. Februar seien bis einschließlich Samstag in Quarantäne.

Alle sechs Infizierten aus Nordrhein-Westfalen hätten in Gangelt miteinander Kontakt gehabt. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte am Donnerstagmorgen im WDR gesagt, dass er davon ausgehe, dass der schwer erkrankte 47-Jährige aus Gangelt der erste Infizierte in der aktuellen Kette sei. Beim wem er sich wiederum angesteckt habe, sei aber noch unklar.

Der Zustand des Ehepaares, das auf die Isolierstation der Düsseldorfer Uniklinik gebracht wurde, ist unverändert. Der Zustand des 47-Jährigen Mannes sei weiterhin ernst und habe sich bislang nicht gebessert, teilte das Uniklinikum mit. Beide leiden an einer Lungenentzündung.

14.24 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet 

Jens Spahn und Horst Seehofer haben die Pressekonferenz beendet.

13.46 Uhr: Keine generelle Absage von Großveranstaltungen

Der eingerichtete Krisenstab der Bundesregierung soll nach den Worten von Innenminister Seehofer eine Empfehlung geben, ob Messen wie die Internationale Tourismusbörse ITB abgesagt werden sollten. Es müsse abgewogen werden zwischen Gesundheitsschutz und wirtschaftlichen Interessen. Gesundheitsminister Jens Spahn sagt, Entscheidungen dazu müssten letztlich Länder und kommunale Behörden treffen.

Seehofer sprach sich allerdings gegen eine generelle  Absage von Großveranstaltungen aus. Als Sportminister sehe er auch noch keinen Entscheidungsbedarf, was eine mögliche Absage der Olympischen Spiele in Japan betreffe, sagt Seehofer.

13.38 Uhr: Spahn: "Üben nicht oft genug"

Gesundheitsminister Jens Spahn äußert sich auch zu möglichen Schwächen bei der Umsetzung der Pandemiepläne geäußert: "Ja, wir haben Pandemiepläne, ja, wir haben Abläufe, aber wir üben sie nicht oft genug in diesem Land."

13.34 Uhr: Spahn: "Keine Überreaktion" 

Spahn spricht von einer schwierigen Balance, die Ernsthaftigkeit der Situation zu beschreiben, aber auch keine Überreaktionen in der Bevölkerung zu provozieren. In dem Zusammenhang mahnte Spahn auch die Medien an, ihrer Verantwortung gerecht zu werden.  

13.30 Uhr: Einreisende sollen Daten angeben

Ankommende Fluggäste aus Südkorea, Japan, dem Iran und Italien müssten nun ihre Daten abgeben – zuvor war das das nur bei Personen aus China vorgesehen. Entsprechende Aussteigerkarten sollen sicherstellen, dass alle Reisenden schnell kontaktiert werden können, wenn sich herausstellt, dass ein Fluggast infiziert ist.

Innenminister Horst Seehofer sagte, solche Aussteigerkarten sollten auch im grenzüberschreitenden Zug- und Busverkehr ausgefüllt werden. Hier hoffe er auf eine Selbstverpflichtung der Transportunternehmen. Im Schiffsverkehr werde dies angeordnet. Für das Unterbrechen der Infektionsketten sei so ein Schritt unverzichtbar.

13.26 Uhr: Spahn: 80 Prozent der Coronapatienten haben kaum Symptome

Spahn betont, dass trotz der steigenden Zahl der Coronafälle in Deutschland, die Krankheit oftmals ohne große Schaden überstanden wird. Spahn: "80 Prozent der Infizierten zeigen keine oder kaum Symptome."  Die Behandlung von Menschen, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind, erfordert daher auch keine Hochsicherheitsisoliereinrichtungen.

Zur Behandlung des Virus sei nach bisherigen Erkenntnissen die reguläre Intensivstation und die reguläre Isolierung ausreichend, und hier gebe es einige tausend Betten, so Spahn. Im übrigen sei es jederzeit möglich, weitere provisorische Isoliereinheiten einzurichten. Damit tritt Spahn Berichten entgegen, wonach es für Infizierte nur wenige Behandlungseinrichtungen gebe.

13.22 Uhr: Fragerunde beginnt

Jetzt können Journalisten fragen stellen. Die erste geht an den Gesundheitsminister

13.20 Uhr: Seehofer: Flüchtlinge sollen getestet werden

Innenminister Seehofer will Migranten verstärkt auf den Coronavirus testen. Seehofer sagt, ein Großteil der Flüchtlinge käme über Problemregionen. Sollte sich die Ausweitung des Virus verstärken, könnten auch weitere Maßnahmen geplant werden, etwa eine gemeinsame Unterbringung von potentiell infizierten Migranten. Allerdings betont der Innenminister auch, angesichts des Coronavirus nicht Aktionismus zu verfallen.   

13.15 Uhr: Jetzt spricht Seehofer

Nun ist Seehofer an der Reihe. Direkt zu Beginn erklärt der Innenminister: "Die Situation hat sich deutlich verschärft". Seehofer betonte, die Regierung werde alles "Menschenmögliche" zum Schutz der Bevölkerung tun, einen "absoluten Schutz" könne aber niemand versprechen.

13.11 Uhr: Bei Verdacht nicht in die Arztpraxis

Wer glaube, mit dem Coronavirus infiziert zu sein, soll laut Spahn vermeiden, direkt in Arztpraxen vorstellig zu werden. Stattdessen soll der Hausarzt zunächst angerufen und das weitere Vorgehen abgeklärt werden. 

13.09 Uhr: Spahn: Corona wird sich ausbreiten

Spahn sagt, es müsse damit gerechnet werden, dass sich die Corona-Epidemie auch in Deutschland ausbreite. Flugreisende, die aus China, Südkorea, Japan, Iran und Italien nach Deutschland zurückkehrten, sollten den Behörden ihren Aufenthaltsort melden.

13.08 Uhr: Informationsoffensive geplant

Spahn kündigt zudem eine Informationsoffensive an. Urlauber, die in den nächsten Wochen aus Italien zurückkehren, sollen gezielt mit Info-Materialen über Zeitungen und Radio versorgt werden. Damit sollen sie wissen, wie man sich im Verdachtsfall verhalten soll. 

13.05 Uhr: Spahn: Andere Situation als vor einigen Wochen

Spahn erklärt, dass die Situation rund um den Ausbruch des Virus momentan eine andere ist, als bei den Infizierten in München vor einigen Wochen. "Das liegt daran, dass wir die Erstinfektion noch nicht haben", sagt der Gesundheitsminister. Aktuell gelinge es nur unter größten Aufwand, die Ausbreitung des Virus zu verhindern. 

13.02 Uhr: Spahn: "Nehmen den Ausbruch ernst

Gesundheitsminister Jens Spahn beginnt. Er erklärt, dass die Ministerien der Bundesregierung im ständig Austausch miteinander stehen. Er betonte: "Wir nehmen des Ausbruch ernst und reagieren auf die neue Lage." 

13.01 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt

Innenminister Seehofer und Gesundheitsminister Jens Spahn haben das Podium der Bundespressekonferenz betreten. Die Pressekonferenz beginnt. 

12.37 Uhr: Krisenstab der Bundesregierung informiert über gemeinsamen Kampf gegen Coronavirus

Angesichts der Ausbreitung des neuen Coronavirus in Deutschland hat die Bundesregierung einen Krisenstab gebildet. Innen- und Gesundheitsministerium wollen so den weiteren Ausbruch des Coronavirus eindämmen. Über die Arbeit informieren Innenminister Horst Seehofer (CSU) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag um 13 Uhr auf einer Pressekonferenz. Wir begleiten diese live.

Der Krisenstab war bereits am Mittwoch das erste Mal zusammengekommen. Das Bundesinnenministerium ist unter anderem für Bevölkerungsschutz, Krisenmanagement und für die Bundespolizei zuständig. Grenzschließungen sind aber nach Angaben der Bundesregierung derzeit nicht geplant.

12.29 Uhr: EU-Experte: Höhepunkt der Corona-Welle schwer vorherzusagen

Die Ausbreitung des neuen Coronavirus in Europa schreitet fort. Angesichts der aktuellen Entwicklung ist es EU-Experten zufolge schwer vorherzusagen, wann die Infektionswelle ihr Maximum erreichen wird. "Wann der Höhepunkt sein wird – ich habe keine Ahnung", sagte ein EU-Fachmann.

Die Spezialisten der EU-Agentur für Krankheitenkontrolle (ECDC) hätten noch "viel zu lernen" über das neue Virus. Sars-CoV-2 sei inzwischen in etwa 15 EU-Ländern aufgetreten. Man habe bis Donnerstag EU-weit 480 Infektionsfälle und elf Tote gezählt.

12.08 Uhr: Macron warnt vor Epidemie

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat vor einer rasanten Ausbreitung des neuen Coronavirus gewarnt. "Wir stehen vor einer Krise, die Epidemie kommt", sagte der Staatschef bei einem Besuch in dem Pariser Krankenhaus La Pitié-Salpêtrière. Dort war in der Nacht zum Mittwoch erstmals ein Franzose gestorben, der positiv auf das Virus getestet worden war.

Macron sagte bei dem Besuch in Begleitung von Gesundheitsminister Olivier Véran, die Behörden würden auf die Ausbreitung des Coronavirus "so gut wie möglich reagieren". In den französischen Krankenhäusern kommt es seit Monaten immer wieder zu Streiks des Pflegepersonals wegen der hohen Arbeitsbelastung.

11.54 Uhr: Mehrere Hundert Menschen unter Quarantäne

Mehrere Hundert Menschen stehen in Nordrhein-Westfalen unter häuslicher Quarantäne. Das schätzte der Kreis Heinsberg am Donnerstag. Betroffen seien vor allem Besucher einer Karnevalssitzung in Gangelt (Kreis Heinsberg), die ein infiziertes Paar besucht hatte. Die Maßnahme gelte auch für das Personal und Kinder des Kindergartens, in dem die Frau beschäftigt ist. Auch die Menschen, die mit diesen Betroffenen in einem Haushalt leben, sollen zu Hause bleiben, sagte der Sprecher des Kreises Heinsberg, Ulrich Hollwitz. Genaue Zahlen erhebe der Kreis nicht.

Die Leute dürften 14 Tage lang ihre Wohnungen nicht verlassen und müssten sich von Freunden, Verwandten oder Nachbarn mit Lebensmitteln versorgen lassen, die dann die Einkäufe vor der Haustür abstellten. Das funktioniere sehr gut. Außerdem müssten die Menschen in Quarantäne nach Vorgaben des Gesundheitsamtes eine Art Protokoll zu ihrem Gesundheitszustand erstellen. Das Gesundheitsamt bleibe in der Zeit in Kontakt mit den Betroffenen.

10.50 Uhr: Robert Koch-Institut: Coronavirus tödlicher als Grippe

"Nicht unangemeldet in die Praxis kommen": Wozu das Robert-Koch-Institut anlässlich der steigenden Coronavirus-Infektionen in Deutschland jetzt rät. (Quelle: Reuters)

Nach den bisher bekannten Zahlen ist das neuartige Coronavirus laut Robert Koch-Institut (RKI) tödlicher als die Grippe. Wie viel höher die Sterberate ausfalle, werde man nach dem Ende der Epidemie sehen, sagte Institutspräsident Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. 

Das Virus bezeichnete Wieler als "schwere Krankheitsform": 15 von 100 Infizierten erkrankten schwer, das sei viel, so der Institutspräsident. Nach bisherigen Zahlen würden ein bis zwei Prozent der Infizierten sterben. Auch da Therapeutika und ein Impfstoff fehlten, mache es Sinn, alle Möglichkeiten der Eindämmung auszuschöpfen. Wieler betonte jedoch, dass es keinen Anlass gebe, hierzulande eine Abriegelung von Städten wie etwa in Italien zu erwarten.

10.37 Uhr: Bürgermeister: Infiziertes Ehepaar in NRW wird im Netz massiv kritisiert 

Das infizierte Ehepaar aus Gangelt (NRW) ist nach Angaben des Bürgermeisters der Gemeinde, Bernhard Tholen, im Internet massiven Anfeindungen ausgesetzt. "Für die Familie ist das unheimlich belastend", zitiert ihn die "Aachener Nachrichten".

Coronavirus

Donnerstagmorgen: Landrat Stephan Pusch gibt ein Update zur Lage "Coronavirus"

Gepostet von Kreis Heinsberg am Donnerstag, 27. Februar 2020

Auch Stephan Pusch, Landrat des Kreis Heinsberg, meldete sich auf Facebook zu Wort und nahm die Infizierten in Schutz: "Sie verdienen unser Mitgefühl, nicht Vorwürfe", sagte er. "Es hätte jeden treffen können."  

Das Ehepaar war trotz Erkältungssymptomen auf eine Karnvevalssitzung gegangen. Dort soll es andere Menschen angesteckt haben. Pusch: "Wer von uns hätte auf fest gebuchte Karnevalsveranstaltungen verzichtet, weil er etwas erkältet ist?"

9.54 Uhr: Infektionen in mehreren Bundesländern – ein Überblick

Nach mindestens zehn neuen Coronavirus-Nachweisen in Deutschland erwarten Experten weitere Fälle vom neuartigen Coronavirus. In mehreren Bundesländern wird intensiv nach möglichen Infizierten gesucht.

Eine Übersicht über die Infektionen:

In Nordrhein-Westfalen, wo bis Donnerstagmorgen fünf Fälle bekannt waren, suchen die Behörden nun mit größeren Aktionen nach möglichen weiteren Infizierten. In Gangelt im Kreis Heinsberg sind die rund 300 Besucher einer Karnevalsveranstaltung aufgerufen, sich bei den Behörden zu melden.

In Baden-Württemberg halten die Gesundheitsbehörden Familie, Freunde und Kollegen von vier Infizierten im Blick. In dem Bundesland war am Dienstagabend ein Nachweis bei einem Italien-Rückkehrer in Göppingen bekannt geworden. Nach Angaben der Behörden steht der Fall in Zusammenhang mit zwei Nachweisen in Tübingen. Bei einem Fall im Landkreis Rottweil war ein Mann mit seiner Familie aus einem Risikogebiet, dem Ort Codogno in der italienischen Provinz Lodi, eingereist, teilte das Gesundheitsministerium am Abend mit.

Auch bei einem infizierten Soldaten, der im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz (Rheinland-Pfalz) behandelt wird und am Militärflughafen Köln-Wahn stationiert ist, suchen die Behörden nach Kontaktpersonen. 

Die Fälle in Nordrhein-Westfalen hängen laut den Behörden zusammen. Zunächst waren Infektionen bei einem Ehepaar aus Gangelt bekanntgeworden – eine Kindergärtnerin und ihr Mann. Sie hätten nach der eigenen Infektion bis zu 14 Tage am gesellschaftlichen Leben teilgenommen, hieß es. Der Soldat vom Flughafen in Köln-Wahn hatte laut der Bundeswehr beim Karneval Kontakt zu dem schwer Erkrankten oder dessen Frau aus Gangelt.

Wegen des Verdachts auf eine Covid-19-Erkrankung bei einem Reisenden war am Mittwoch ein Regionalzug von Frankfurt nach Saarbrücken vorübergehend gestoppt worden. Der Mann, der von einer Italien-Geschäftsreise zurückgekehrt war, habe Symptome festgestellt, teilte das rheinland-pfälzische Gesundheitsministeriums mit. Der im Saarland wohnende Fahrgast wurde zur weiteren Klärung in ein Krankenhaus der Region gebracht.

8.55 Uhr: Coronavirus-Infektion bei Soldat: Suche nach Kontaktpersonen

Nach der bestätigten Infektion mit dem Coronavirus bei einem 41 Jahre alten Soldaten in Rheinland-Pfalz geht die Suche nach möglichen Kontaktpersonen weiter. Bereits seit Mittwoch werde eine Liste mit Kontakten des Mannes erstellt, die privat oder dienstlich mit ihm zu tun hatten, sagte ein Sprecher der Bundeswehr. Der Soldat der Flugbereitschaft am Militärflughafen Köln-Wahn wohnt laut Angaben eines Sprechers des Kreises Heinsberg in Gangelt. Dort war bei einem 47-jährigen Mann das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden.

Der Soldat hatte Kontakt zu dem schwer Erkrankten oder dessen Frau aus Gangelt beim dortigen Karneval. Er gehört wohl zum persönlichen Bekanntenkreis des Ehepaars. Am Mittwoch hatten Experten bei ihm das Coronavirus festgestellt. Der 41-Jährige wurde daraufhin im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz behandelt. 

8.21 Uhr: NRW-Gesundheitsminister gegen Abriegelung von Ortschaften

Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sieht derzeit keine Veranlassung, wegen des Ausbruchs in dem Bundesland Ortschaften abzuriegeln. Er halte dies aktuell nicht für die richtige Maßnahme, sagt Laumann im ZDF. Es gehe nun darum, "Schritt für Schritt" jeden Tag über geeignete Maßnahmen zu entscheiden. Diese hingen jeweils ab von der Lagebeurteilung des Robert-Koch-Instituts.

8 Uhr: Erster Coronavirus-Fall in Dänemark bei Italien-Urlauber entdeckt

Auch in Dänemark ist ein erster Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus entdeckt worden. Betroffen sei ein Mann, der am Montag mit seiner Frau und seinem Sohn aus den Skiferien im Norden Italiens zurückgekehrt sei, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Er leide unter Husten und Fieber und sei positiv auf den Erreger getestet worden.

Tests bei seiner Frau und seinem Sohn fielen demnach negativ aus. Dem Mann gehe es relativ gut, er befinde sich derzeit mit seiner Familie unter häuslicher Quarantäne, erklärten die Behörden.

Die dänischen Gesundheitsbehörden hatten am Dienstag erklärt, dass die Wahrscheinlichkeit "gestiegen" sei, dass das Coronavirus nach Dänemark eingeschleppt werde. Das Risiko einer Ansteckung sei aber weiter "gering". Die große dänische Containerschiff-Reederei Maersk ordnete als Vorsichtsmaßnahme bereits an, dass Mitarbeiter, die aus China, Norditalien oder Südkorea zurückkehren, zwei Wochen lang von zu Hause arbeiten müssen.

6.47 Uhr: Stadt in China bietet Infizierten 1.300 Euro, wenn sie sich bei Behörden melden

Die chinesische Stadt Qianjiang aus der von der Epidemie am stärksten betroffenen Provinz Hubei bietet nach Behördenangaben Einwohnern Prämien von umgerechnet rund 1.300 Euro (10.000 Yuan), wenn sie Krankheitssymptome melden und positiv auf den Coronavirus getestet werden. In der Stadt gibt es bislang 197 bestätigte Infektionen.

6.42 Uhr: Städte- und Gemeindebund warnt vor Panik

Die deutschen Kommunen warnen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus vor Panik. "Deutschland ist nicht erst seit Bekanntwerden des neuen Virus sehr gut auf einen möglichen Ausbruch von Pandemien vorbereitet", sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. "Derzeit besteht in Deutschland trotz der jetzt aufgetretenen Infektionsfälle mit dem Coronavirus kein Grund zur Panik."

5 Uhr: Marburger Bund: Krankenhäuser auf Coronavirus vorbereitet

Deutschlands Krankenhäuser sind nach Einschätzung des Marburger Bundes auf eine Ausbreitung des neuen Coronavirus gut vorbereitet. Bereits bisher verfügten die Kliniken über klare Strukturen dazu, was im Fall von Infektionen zu tun sei, sagte die Vorsitzende des Ärzteverbands, Susanne Johna, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Johna ist zugleich das für Epidemiologie zuständige Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer. Dabei gehe es etwa um die Wegeführung im Krankenhaus sowie um die Unterbringung der betroffenen Patienten in Einzelzimmern mit Nasszelle. "Wir sind in Deutschland gut aufgestellt, aber wenn das Infektionsgeschehen außer Kontrolle gerät und Infektionsketten nicht sicher nachvollzogen werden können, wird es schwerer, die Krankheit einzudämmen."

4.30 Uhr: Trotz Sperren: Virus-Patientin kommt mit Auto von Wuhan nach Peking

Nach einem Sturm der Entrüstung untersucht Chinas Regierung nun den Fall einer infizierten Frau, die trotz Krankheitssymptomen mit dem Auto aus der abgeschotteten Metropole Wuhan nach Peking gebracht worden war. Ein derart ernster Verstoß gegen die Kontrollen in der Krisenregion "hätte niemals erlaubt werden dürfen", sagte der Parteichef der Provinz Hubei, Ying Yong, nach Angaben des Staatsfernsehens vom Donnerstag.

Familienmitglieder hatten die Frau nach Peking gefahren. Nach der Ankunft am Samstag kam sie am nächsten Tag wegen ihres Fiebers in ein Krankenhaus, wo die Infektion bestätigt wurde. Offenbar unter Hinweis auf Spekulationen, dass es sich um jemanden mit Geld und guten Beziehungen zu höheren Stellen handele, sagte der Parteichef: "Wir müssen das untersuchen – unabhängig davon, wer es ist."

Nach Medienberichten war die als älter beschriebene Frau zuvor allerdings aus einem Gefängnis entlassen worden, wo es in Hubei auch viele Ansteckungen mit dem Sars-CoV-2 genannten Virus gibt. Warum sie in Haft war, blieb offen. Unklar war auch, ob ihre Familienmitglieder besondere Genehmigungen hatten, um die vielen Kontrollen auf den Straßen passieren zu können. In sozialen Medien zeigten sich viele Nutzer empört. "Ich würde nur gerne wissen, was für Leute in dem streng abgeriegelten Wuhan einfach kommen und gehen können!", schrieb einer.

4 Uhr: Insider – Virus könnte Zeitplan für neues iPhone gefährden

Das Coronavirus macht Insidern zufolge dem Technologieunternehmen Apple zu schaffen. Wegen Reisebeschränkungen nach China könnten Apple-Experten derzeit nicht an der neuen iPhone-Generation arbeiten, sagten ehemalige Mitarbeiter und Supply-Chain-Experten am Mittwoch zu Reuters. In den ersten Monaten des Jahres vor dem großen Produktionsstart im Sommer würden in China bei Zulieferern wie Foxconn die Montageprozesse für die neuen Modelle festgelegt und letzte Fehler ausgebügelt, so zwei ehemalige Apple-Mitarbeiter. Obwohl Apple zwar auch mit anderen Herstellern wie Wistron zusammenarbeitet, würde die Einführung neuer Geräte generell bei Foxconn gehandhabt, weil das Unternehmen am fortschrittlichsten sei, sagten Supply-Chain-Experten.

Foxconn, der weltgrößte Hersteller von Auftragselektronik, musste die Wiedereröffnung wichtiger iPhone-Fabriken in Shenzhen und Zhengzhou nach dem Mondneujahrsfest infolge des Coronavirus verzögern. Das Unternehmen gehe davon aus, bis Ende Februar die Hälfte seiner chinesischen Produktion wieder aufnehmen zu können. Foxconn gab in einer E-Mail bekannt, dass das Unternehmen alle gesetzlich vorgeschriebenen Gesundheits- und Sicherheitspraktiken in seinen Fabriken befolge, um das Wohlergehen der Mitarbeiter zu schützen. "In Übereinstimmung damit verfolgen wir einen vorsichtigen Ansatz bei der Umsetzung unserer Produktionspläne nach dem Urlaub in jedem unserer Standorte in China", so der Apple-Zulieferer. Apple lehnte einen Kommentar zunächst ab.

Vergangene Woche hatte Apple die Anleger mit einer Umsatzwarnung verschreckt: Wegen der Coronavirus-Epidemie in China rechnet der Smartphone-Hersteller nicht mehr damit, seine Umsatzziele für das laufende Quartal erreichen zu können und geht davon aus, dass die weltweiten iPhone-Lieferungen begrenzt würden, da die Standorte in China die Produktion nicht wie erwartet schnell wieder hochfahren.

3.20 Uhr: Krisenstab in NRW sucht rund 300 Karnevalsbesucher

Der Coronavirus-Krisenstab in NRW hat alle Besucher einer Karnevalsveranstaltung gebeten, sich zu melden. Sie sollen in Quarantäne bleiben, wie der Kreis Heinsberg am Mittwochabend mitteilte. Der Grund: An der Karnevalssitzung soll auch ein Ehepaar teilgenommen haben, bei dem das neuartige Coronavirus nachgewiesen wurde. Es handelte sich um die ersten beiden bestätigten Fälle in NRW. Das Paar wird seit der Nacht zu Mittwoch in der Uniklinik Düsseldorf behandelt.

Der Kreis Heinsberg geht davon aus, dass an der Karnevalssitzung in einem Saal am 15. Februar etwa 300 Besucher teilgenommen haben. Diese sowie deren Partner und gegebenenfalls Kinder und andere Mitbewohner müssten für 14 Tage in häuslicher Quarantäne verbleiben, hieß es. Die Besucher der Kappensitzung würden gebeten, sich umgehend zu melden. Es werde dringend darum gebeten, nicht die Notrufnummern zu blockieren oder selbstständig Arztpraxen oder Krankenhäuser aufzusuchen.

3.15 Uhr: Zahl der Infektionen in Südkorea steigt

In Südkorea steigt die Zahl der Infektionsfälle unvermindert an. Die Gesundheitsbehörden melden 334 neue Fälle. Die Zahl der Menschen, die sich nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben, kletterte damit auf 1.595. Bisher werden zwölf Todesfälle mit dem Virus in Verbindung gebracht. Die Mehrzahl der neuen Fälle konzentriert sich weiter auf die südöstliche Millionen-Stadt Daegu und die umliegende Region.

2.30 Uhr: USA und Südkorea verschieben gemeinsame Militärübungen

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus setzen die USA und Südkorea geplante gemeinsame Militärübungen aus. Das für das Frühjahr geplante gemeinsame Training von Kommandozentralen werde verschoben, teilten die Streitkräfte beider Länder am Donnerstag mit. Zuvor war in Südkorea die Alarmstufe wegen des Coronavirus auf den höchsten Grad heraufgesetzt worden. Das Land ist der größte Herd des Erregers außerhalb von China.

Seit Mittwoch wurden in Südkorea weitere 334 Ansteckungsfälle bestätigt, wie die für die Bekämpfung der Epidemie zuständige Gesundheitsbehörde mitteilte. Die Zahl der Infektionen in dem Land stieg damit auf 1.595. Die Zahl der Todesopfer in Südkorea durch das Coronavirus liegt bei zwölf.

In Südkorea sind rund 28.500 US-Soldaten stationiert, die das Land gegen das mit Atomwaffen ausgerüstete Nordkorea schützen sollen. Am Mittwoch war erstmals ein Fall der Ansteckung mit dem Coronavirus unter den US-Soldaten in Südkorea gemeldet worden. Der 23-jährige Soldat wurde in seiner Wohnung außerhalb der Basis Camp Carroll unter Quarantäne gestellt.

2.15 Uhr: Bundeswehr setzt Regierungsflüge fort

Bundesaußenminister Heiko Maas hofft, dass die Coronavirus-Infektion eines Bundeswehrsoldaten der Flugbereitschaft in Deutschland seine für Donnerstag geplante Rückreise aus den USA nicht beeinträchtigen wird. Auf eine entsprechende Frage eines mitreisenden Journalisten sagte er am Mittwoch in New York: "Wenn es meine Rückreise gefährden würde, würde es auch Ihre Rückreise gefährden. Ich hoffe, dass wir beide rechtzeitig nach Deutschland zurückkommen."

Maas war am Mittwochmorgen mit einer Maschine der Bundeswehr-Flugbereitschaft zu einem Besuch bei den Vereinten Nationen in New York aufgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt war bereits bekannt, dass es bei der in Köln-Wahn stationierten Luftwaffeneinheit einen Verdachtsfall gab. Die Bestätigung der Infektion kam allerdings erst am Abend, nachdem Maas bereits in den USA gelandet war.

Die Luftwaffe teilte am Mittwochabend auf Twitter mit, dass die Flugbereitschaft "nach derzeitigem Sachstand die bisher geplanten Einsatzflüge durchführen" könne. Neben Maas ist derzeit auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit der Flugbereitschaft unterwegs. Er reist am Donnerstag von Kenia in den Sudan weiter, bevor er nach Deutschland zurückkehrt.

2 Uhr: Saudi-Arabien schließt Grenze für Pilgerreisen

Saudi-Arabien hat aus Sorge vor einer Verbreitung des Coronavirus seine Grenzen für Pilgerreisen von Ausländern in die beiden Städte Mekka und Medina geschlossen. Dabei handele es sich um eine vorübergehende Präventionsmaßnahme, teilte das Außenministerium in Riad mit, wie die die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA am späten Mittwochabend meldete.

Vorerst ausgesetzt würden auch Einreisen mit Touristenvisa aus Ländern, in denen die Verbreitung des Virus einen Gefahr darstelle. Für welche Länder genau diese Regelung gilt, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Damit solle verhindert werden, dass das Coronavirus Saudi-Arabien erreiche, hieß es weiter. Das sunnitische Königreich hat bislang noch keine Fall des neuartigen Virus Sars-CoV-2 gemeldet.

Allerdings sind in den Nachbarländern zahlreiche Infizierungen aufgetreten. Im benachbarten Iran stieg die Zahl der Covid-19-Toten auf 19. Nach Angaben der Regierung in Teheran wurde das Virus bei insgesamt 135 Menschen aus verschiedenen Teilen des Landes bestätigt. Auch die Golfstaaten Kuwait, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sowie der Irak meldeten mehrere Coronavirus-Fälle. Aus diesen Ländern reisen muslimische Gläubige nach Mekka und Medina, die im Islam als die beiden heiligsten Stätten gelten.

Zur alljährlichen Großen Wallfahrt Hadsch kommen mehr als 1,8 Millionen Menschen aus dem Ausland nach Saudi-Arabien, wo sie mehrere Tage auf engem Raum den Pilgerritualen folgen. Die diesjährige Hadsch beginnt Ende Juli. Außerhalb dieser Zeit reisen Gläubige auch.

1.30 Uhr: Trump sieht nur "sehr geringes" Risiko für USA

US-Präsident Donald Trump sieht durch das neuartige Coronavirus derzeit nur ein "sehr geringes" Risiko für die Vereinigten Staaten. Die USA seien "sehr, sehr" gut vorbereitet und hätten bereits wichtige Maßnahmen ergriffen, sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Er verwies unter anderem auf Einreisebeschränkungen für Nicht-US-Bürger aus betroffenen Gebieten.

"Wegen all dem, was wir unternommen haben, bleibt das Risiko für US-Bürger sehr gering", sagte der Präsident. Trump beauftragte zudem Vizepräsident Mike Pence, die Bemühungen zum Umgang mit dem Coronavirus zu koordinieren.

Das Weiße Haus will 2,5 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) für den Kampf gegen das Virus bereitstellen. Trump signalisierte Bereitschaft, falls nötig auch mehr Geld einzusetzen, wie es die oppositionellen Demokraten fordern.

1 Uhr: Patient: kein Nachweis bei Kontaktpersonen aus Uniklinik

Bei mehr als 40 Menschen, die in der Uniklinik Köln Kontakt mit dem ersten nachgewiesenen Coronavirus-Patienten in Nordrhein-Westfalen gehabt haben sollen, ist bei einem Test der neuartige Virus nicht nachgewiesen worden. Bis zur endgültigen Entwarnung müsse wegen der theoretischen Inkubationszeit jedoch das Ende der zweiwöchigen Isolation abgewartet werden, teilte die Stadt in der Nacht auf Donnerstag mit.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass der 47-Jährige aus Gangelt im Kreis Heinsberg noch in der vergangenen Woche in der Kölner Uniklinik wegen einer anderen Sache behandelt worden war. In dieser Zeit soll er Kontakt zu zehn Mitarbeitern und 31 anderen Patienten gehabt haben, die mit ihm in den Wartebereichen saßen. Alle 41 Kontaktpersonen seien ausfindig gemacht worden und würden von medizinischen Teams auf das Virus getestet, hatte das Gesundheitsamt der Stadt am Mittwoch mitgeteilt.

00.42 Uhr: Kreuzfahrtschiff-Passagiere dürfen in Mexiko nicht aussteigen

Ein Kreuzfahrtschiff der Linie MSC Cruises darf im karibischen Hafen Cozumel anlegen. Ein Hafenbeamter sagt der Nachrichtenagentur Reuters, dass allerdings die Erlaubnis für die Passagiere des Kreuzfahrtschiffes, in Cozumel von Board zu gehen, widerrufen worden sei. Zuvor wurde dem Ozeanriesen mit rund 6.000 Passagieren und Besatzungsmitgliedern bereits die Ausschiffung in Jamaika und Grand Cayman verweigert. Ein Sprecher von MSC Cruises mit Sitz in der Schweiz sagt, das Unternehmen stünde den ganzen Tag mit den zuständigen Gesundheitsbehörden in Mexiko in Kontakt. Die Krankenakten des Schiffes würden "einen einzigen Fall von gewöhnlicher saisonaler Grippe" (Influenza A) durch ein Besatzungsmitglied zeigen, teilt das Unternehmen mit. Es sei kein Fall von Coronavirus an Board.

00.10 Uhr: Aktivisten: Uiguren leiden wegen Coronavirus-Maßnahmen in China unter Hunger

Wegen der drastischen Maßnahmen Chinas zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus leiden Angehörige der muslimischen Minderheit der Uiguren in der Provinz Xinjiang nach Angaben von Aktivisten unter Hunger. Die in Washington ansässige Organisation Uighur Human Rights Project teilte am Mittwoch unter Berufung auf Bild- und Videomaterial sowie Augenzeugen mit, in der Region im Nordwesten Chinas herrsche eine besorgniserregende Nahrungsmittelknappheit. Die unter Quarantäne stehenden Menschen in Xinjiang verfügten nicht über ausreichend Nahrung, Medikamente sowie andere Güter zur Deckung ihrer Grundbedürfnisse, erklärte die Organisation.

Auf einem Video, das den Aktivisten zufolge in der vergangenen Woche aufgenommen worden sein soll und dessen Authentizität sie nach eigenen Angaben bestätigen konnten, schreit ein Mann einen Beamten an: "Ich bin am Verhungern. Meine Frau und meine Kinder verhungern." Anschließend schlägt er seinen Kopf gegen einen Mast und fügt hinzu: "Wollen Sie mich umbringen? Töten Sie mich einfach."

Der US-Sender Radio Free Asia hatte zuvor berichtet, dass Behörden in der Stadt Artux in Xinjiang knapp zwei Meter hohe Metallzäune errichtet hätten, um die Bewohner daran zu hindern, ihr Wohngebiet zu verlassen. Die chinesischen Behörden hatten nach Angaben der Aktivisten Ende Januar nahezu ohne Vorankündigung Teile der Provinz Xinjiang unter Quarantäne gestellt. Zuvor waren demnach zwei Fälle von Ansteckung mit dem Coronavirus in der Regionalhauptstadt Urumqi gemeldet worden waren..

Nach Angaben des Uighur Human Rights Project könnte die Coronavirus-Epidemie auch auf die Lager übergreifen, in denen nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sowie der US-Regierung rund eine Million Menschen festgehalten werden. Nachdem die Regierung in Peking die Existenz der Lager zunächst bestritten hatte, sprach sie zuletzt von "Berufsbildungszentren" zur Deradikalisierung.

Donnerstag, 27. Februar, 00.01 Uhr: Regionalpräsident der Lombardei geht in Quarantäne

Der Regionalpräsident der Lombardei, Attilio Fontana, hat mit einer Corona-Infizierten eng zusammengearbeitet und geht deshalb in eine Art Quarantäne. Das kündigte der 67-jährige Fontana am Mittwochabend auf Facebook an. Viele Italiener haben den Politiker der rechten Lega in den vergangenen Tagen oft im Fernsehen gesehen, weil er dort über die gesundheitliche Notlage und die Infektionszahlen in der norditalienischen Region berichtet hatte.

Sichtlich angefasst sagte er jetzt, eine sehr gute Mitarbeiterin sei positiv getestet worden. Auch er selbst und sein Team hätten daraufhin Proben für Virustests abgegeben. Die Ergebnisse seien zunächst gut, er zeige keine Zeichen für die Sars-CoV-2-Infektion "Wir können unseren Kampf fortführen, um die Verbreitung der Krankheit einzudämmen." Trotzdem gehe er 14 Tage in Isolation, um die anderen Mitarbeiter zu schützen.

Mittwoch, 22.38 Uhr: Coronavirus erstmals in Norwegen nachgewiesen

Auch in Norwegen ist zum ersten Mal das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Eine in Nordnorwegen wohnhafte Person, die am Wochenende aus China in das skandinavische Land zurückgekehrt sei, sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte das norwegische Gesundheitsinstitut am Mittwochabend mit. Der Person gehe es gut, Symptome der Erkrankung zeige sie nicht.

Die Ansteckungsgefahr sei sehr gering, sagte eine Institutssprecherin am Abend auf einer Pressekonferenz. Norwegischen Medien zufolge soll es sich um eine Frau aus Tromsø handeln. Die skandinavischen Nachbarn Schweden und Finnland hatten am Mittwoch jeweils ihren zweiten bestätigten Coronavirus-Fall gemeldet. In Dänemark wurde der Erreger bislang noch nicht nachgewiesen.

22.18 Uhr: Drei weitere Infektionen in Nordrhein-Westfalen

Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums wurden drei weitere Menschen im Kreis Heinsberg positiv auf das Coronavirus getestet. Die drei Infizierten hatten Kontakt zu einem Ehepaar, dessen Ansteckung bereits zuvor nachgewiesen worden war. Wegen der neu nachgewiesenen Fälle will der Krisenstab des Kreises Heinsberg nun alle Besucher einer Karnevalsveranstaltung erfassen, die das erkrankte Ehepaar besucht hatte.

Die Stadt Mönchengladbach teilte ihrerseits mit, die Coronavirus-Infektion sei bei einem Arzt festgestellt worden, der in einem dortigen Krankenhaus tätig sei. Der Mann befinde sich in häuslicher Quarantäne. Der Mediziner wohnt nach diesen Angaben im Kreis Heinsberg. Es war zunächst unklar, ob der Arzt zu dem vom Gesundheitsministerium genannten drei neu bestätigten Infektionsfällen gehörte oder es sich bei ihm um einen vierten Fall handelte.

20.35 Uhr: Wucherpreise für Atemmasken – Razzia bei Amazon und eBay in Italien

Eine Flasche Desinfektionsmittel für 300 Euro: In Italien nutzen manche Online-Händler die Furcht vor dem Coronavirus für schamlose Wucherangebote. Jetzt hat die Polizei Büros von eBay und Amazon durchsucht. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

19.15 Uhr: Verdachtsfall von Luftwaffen-Stützpunkt bestätigt sich

In Rheinland-Pfalz ist bei einem Patienten das neuartige Coronavirus festgestellt worden. Es handele sich um einen Soldaten, der im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz behandelt werde, teilte die Bundeswehr am Mittwoch mit.

Ein Teil des Luftwaffen-Stützpunktes Wahn war am Morgen vorsorglich geschlossen worden. Ein Mitarbeiter der Flugbereitschaft hatte gemeldet, dass er Kontakt mit einem Mann hatte, der mit dem Coronavirus infiziert ist und derzeit in einer Düsseldorfer Klinik behandelt wird, erklärte ein Sprecher der Luftwaffe. Der Mitarbeiter wurde in einer Koblenzer Klinik auf das Coronavirus hin untersucht. Am Abend dann das Ergebnis: Wie die "Rheinische Post" berichtet, verlief der Test positiv.

Der Bereich der Flugbereitschaft in der Kaserne umfasst rund 1.000 Personen. Durch die Arbeit sei die betroffene Person mit weiteren Mitarbeitern der Flugbereitschaft in Kontakt gekommen, heißt es. Dennoch habe man sich nach einer Bewertung der aktuellen Lage in der Kaserne dafür entschieden, die Sperrung des Flugbereitschaftsbereichs gegen 14.15 Uhr bis auf Weiteres wieder aufzuheben. Der restliche Bereich der Luftwaffen-Kaserne in Porz-Wahn war laut des Sprechers nicht von den Maßnahmen betroffen.

19.03 Uhr: Merkel, Kurz und Conte sprechen über Warnketten 

Kanzlerin Angela Merkel hat nach Angaben von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz mit ihm und Italiens Regierungschef Giuseppe Conte über das Coronavirus gesprochen. "Wir werden auch weiterhin eng abgestimmt mit Italien und Deutschland zusammenarbeiten, die Warnketten noch enger knüpfen und alle notwendigen Maßnahmen zum größtmöglichen Schutz der Bevölkerung treffen", twittert Kurz.

18.46 Uhr: Polizei bestätigt Verdachtsfall bei Regionalzug in Rheinland-Pfalz 

Die Bundespolizei in Idar-Oberstein hat am Mittwoch einen Regionalzug mit etwa 70 Fahrgästen wegen Coronavirus-Verdachts gestoppt. Es habe einen Hinweis gegeben, dass ein Reisender möglicherweise mit dem Virus infiziert sei, sagte eine Sprecherin des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums am Mittwoch. Der Zug von Frankfurt am Main nach Saarbrücken sei um 16.15 Uhr im Bahnhof Idar-Oberstein gestoppt worden, teilte eine Sprecherin des Bahnunternehmens vlexx mit.

Bei der Bundespolizei in Kaiserslautern fügte ein Sprecher hinzu, der Einsatz der Polizeibeamten sei abgeschlossen, der Zug habe den Bahnhof am Abend verlassen. Die vlexx-Sprecherin sagte, die Reisenden könnten ihre Fahrt fortsetzen. Zuerst hatte t-online.de über den Fall berichtet. 

18.43 Uhr: Weitere Infektion mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg hat sich ein weiterer Mann mit dem Coronavirus infiziert. Der 32-Jährige aus dem Landkreis Rottweil sei aus dem Risikogebiet in Italien eingereist und habe keine Verbindungen zu den bislang gemeldeten drei Patienten im Südwesten, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Stuttgart mit.

18.38 Uhr: Trump wirft Medien Panikmache bei Coronavirus vor

Angesichts wachsender Furcht vor dem neuartigen Coronavirus auch in den USA hat Präsident Donald Trump den Medien Panikmache vorgeworfen. Trump schrieb am Mittwoch im Kurzbotschaftendienst Twitter, einige Fernsehsender würden alles unternehmen, um das Virus "so schlimm wie möglich" erscheinen zu lassen. Sie wollten damit auch für "Panik" an den Märkten sorgen.

Den oppositionellen Demokraten warf der Präsident vor, sie würden "nur reden und nicht handeln". Den USA gehe es "großartig". In seinem Tweet schrieb Trump den Krankheitserreger falsch - und nannte ihn "Caronavirus". Er wollte am Mittwochabend (00.00 Uhr MEZ) eine Pressekonferenz im Weißen Haus zum Coronavirus abhalten.

18.32 Uhr: Kirche rät zur Vorsicht beim Gottesdienst 

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat wegen der Gefahr einer Infektion mit dem Coronavirus zu Vorsichtsmaßnahmen in Gottesdiensten geraten. So solle vorerst auf das Händereichen als Friedensgruß verzichtet werden, teilte die Diözese am Mittwoch mit. Da auch der Kommunionempfang durch den Mund Gefahren berge, empfiehlt die Diözese derzeit ausschließlich die Handkommunion. Auf die Kelchkommunion mit der Gemeinde solle verzichtet werden, schrieb der für die Liturgie zuständige Weihbischof Gerhard Schneider den Angaben nach an die Leitenden Pfarrer. Die Weihwasserbecken sollen vorerst nicht gefüllt werden.

18.19 Uhr: Hessen gut auf mögliche Corona-Fälle vorbereitet

Hessen ist nach den Worten von HessenGesundheitsminister Kai Klose (Grüne) gut auf mögliche Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus vorbereitet. "Wir stehen in regelmäßigem Kontakt mit Gesundheitsämtern, Krankenhäusern, niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, dem Rettungsdienst sowie Wissenschaft und Forschung, damit wir schnell und angemessen auf mögliche COVID-19-Infektionen reagieren können", sagte Klose am Mittwoch in Wiesbaden. Es gebe auch eine enge Abstimmung mit dem Frankfurter Flughafen, wo es etablierte Verfahren gebe, um mögliche Infizierte zu erkennen.

Nach den Worten von Klose werden täglich Verdachtsfälle abgeklärt. Bislang seien alle Laborergebnisse negativ. Es sei jederzeit damit zu rechnen, dass jemand in Hessen positiv getestet wird. Man beobachte die Entwicklung in Italien und in anderen Bundesländern genau, sagte der Minister. Er wies darauf hin, dass das Robert Koch-Institut die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch die Lungenkrankheit als gering bis mäßig einschätze.

18.10 Uhr: Spahn und Seehofer bilden Corona-Krisenstab

Angesichts der Ausbreitung des neuen Coronavirus in Deutschland bildet die Bundesregierung einen Krisenstab. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wollten am Donnerstag in Berlin über die Einrichtung des gemeinsamen Krisenstabes ihrer Ministerien informieren, hieß es am Mittwoch in einer Einladung. Nach Angaben eines Sprechers tagte der Krisenstab bereits am Mittwoch zum ersten Mal. Regierungssprecher Steffen Seibert hatte zuvor erklärt, das Virus sei deutlich nähergerückt. In Deutschland waren seit Dienstagabend mehrere Fälle bekannt geworden.

17.47 Uhr: Spahn: Deutschland steht "am Beginn einer Coronavirus-Epidemie"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Deutschland "am Beginn einer Coronavirus-Epidemie". Er habe die Gesundheitsminister der Länder in einer Telefonkonferenz aufgefordert, ihre Pandemiepläne "zu aktivieren und ihr mögliches Inkrafttreten vorzubereiten", sagte Spahn am Mittwoch in Berlin. "Die Lage hat sich leider in den letzten Stunden geändert, das muss man leider sagen", fügte der Minister hinzu.

17.42 Uhr: Coronavirus-Patient im Kino: Gesundheitsamt warnt Besucher 

Nach dem Kinobesuch eines Coronavirus-Patienten im bayerischen Neu-Ulm warnt das Gesundheitsamt andere Gäste des Filmtheaters vor einer möglichen Ansteckung. Wie das Landratsamt in Neu-Ulm am Mittwoch berichtete, hatte sich der Mann aus dem Landkreis Göppingen am vergangenen Samstagabend den Actionfilm "Bad Boys for Life" angeschaut. In dem Saal des Neu-Ulmer Kinos seien 138 Besucher gewesen. Später sei bei dem 25-Jährigen das neuartige Virus nachgewiesen worden.

"Die Möglichkeit einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus besteht für Personen, die mindestens 15 Minuten in Gesicht-zu-Gesicht-Kontakt mit dem Erkrankten waren", heißt es in einer Mitteilung der Kreisbehörde. Auf welche Besucher dies möglicherweise zutreffe, könne im Nachhinein nicht näher bestimmt werden.

Besucher der Kinovorführung, die in den kommenden zehn Tagen Krankheitssymptome wie Fieber, Husten oder Schnupfen bekämen, sollten sofort die Kontakte zu anderen Menschen minimieren und ihren Hausarzt sowie das örtliche Gesundheitsamt anrufen, betonte das Landratsamt. Der 25-Jährige hatte sich vermutlich während einer Italienreise in Mailand angesteckt. Am Mittwoch wurde bekannt, dass sich auch seine Reisebegleiterin sowie deren Vater infiziert haben.

17.31 Uhr: Ein Patient ist Oberarzt am Uniklinikum Tübingen 

Einer der beiden mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Patienten in Tübingen ist als Oberarzt in der Pathologie des Universitätsklinikums beschäftigt. Der 60-Jährige soll seit dem Wochenende auch Kontakt zu anderen Medizinern gehabt haben – diese Kontakte seien vollständig erfasst, teilte das Klinikum am Mittwoch in Tübingen mit. Es seien ein Dutzend Oberärzte getestet und "aus der Krankenversorgung rausgenommen worden". Sie seien unter Beobachtung.

Auch die 24 Jahre alte Tochter des Mannes ist mit dem Virus infiziert und wird isoliert behandelt. Sie hatte den ersten baden-württembergischen Patienten, einen 25-Jährigen aus dem Kreis Göppingen, nach Mailand begleitet. In Norditalien gibt es derzeit besonders viele Infizierte.

17.23 Uhr: Litauen ruft wegen Coronavirus vorsorglich Notstand aus 

Das baltische EU-Land Litauen hat als vorbeugende Maßnahme gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus den landesweiten Notstand ausgerufen. Der Schritt sei angesichts der wachsenden Zahl von Coronavirus-Fällen in der Welt und der Ausbreitung der Infektion mit dem Erreger SARS-CoV-2 in Europa unternommen worden, sagte der stellvertretende Gesundheitsminister Algirdas Seselgis der Agentur BNS zufolge am Mittwoch in Vilnius. In Litauen sind bislang noch keine Fälle nachgewiesen worden. 

Nach Regierungsangaben soll die Notstandserklärung dazu beitragen, die Arbeit der zuständigen Institutionen einfacher zu koordinieren.  Auch könnten damit im Ernstfall rasch staatliche Ressourcen mobilisiert werden, hieß es in einer Mitteilung.

17.13 Uhr: Verdacht auf Coronavirus: Regionalzug in Rheinland-Pfalz angehalten

Im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein ist ein Regionalzug von der Bundespolizei angehalten worden. Etwa ein halbes Dutzend Polizisten und Menschen mit weißen Schutzanzügen hielten sich in Zugnähe auf. Laut einer Durchsage im Zug bestehe der Verdacht auf einen Coronavirus-Fall. Dies berichtete ein Augenzeuge t-online.de. Die Fahrgäste seien darüber informiert worden, dass die Weiterfahrt des Zuges bis auf Weiteres nicht möglich sei. Auch das Aussteigen sei untersagt worden. Die Bundespolizei bestätigte t-online.de einen Einsatz, ohne Details zu nennen.

16.45 Uhr: Hohe Nachfrage nach Atemschutzmasken 

Der Medizin- und Sicherheitstechnikhersteller Dräger verzeichnet seit der globalen Ausbreitung des neuartigen Coronavirus eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Atemschutzmasken. "Unsere Produktionskapazitäten für leichten Atemschutz sind voll ausgelastet und können kurzfristig nicht weiter erhöht werden", sagte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch in Lübeck.

Kurzfristige Schwankungen könnten aber noch durch vorhandene Sicherheitsbestände abgefedert werden. "In Anbetracht der hohen Nachfrage erwarten wir jedoch Lieferengpässe", sagte die Sprecherin. Dies hinge von der Entwicklung der Virusausbreitung ab, sagte sie. Die Masken werden nach Angaben des Unternehmens in Niederlassungen in Schweden und Südafrika hergestellt.

16.35 Uhr: Klinikbetreiber Fresenius Helios rüstet sich für Coronavirus 

Deutschlands größter privater Klinikbetreiber Fresenius Helios rüstet sich für Erkrankte mit dem Coronavirus. Das Krankenhauspersonal sei mit Schulungen und regelmäßigen Informationen "auf den Umgang mit an Covid-19 erkrankten Patienten vorbereitet", erklärte das Unternehmen am Mittwoch in Berlin. Auch habe man ein internes Ablaufschema für die Versorgung von Verdachtsfällen entwickelt, sagte eine Helios-Sprecherin.

"Generell können alle Kliniken, die Patienten mit Influenza aufnehmen, auch Patienten mit einer Corona-Erkrankung behandeln", betonte das Unternehmen. Die 86 Helios-Krankenhäuser in Deutschland hätten dafür die hygienischen, medizinischen und baulichen Voraussetzungen. Helios sei auf eine mögliche Pandemie vorbereitet und in die entsprechenden Pläne der Länder eingebunden, so das Unternehmen, das jährlich 5,6 Millionen Patienten behandelt.

Allerdings seien die Helios-Kliniken schon mit der Grippe gefordert. "Derzeit sind alle Kapazitäten durch die saisonale Influenza und einzelne Kliniken auch zusätzlich durch Patienten mit Norovirus-Erkrankungen ausgelastet", so Helios. Coronavirus-Einzelfälle könnten mit internen Verlegungen problemlos betreut werden. "Im Falle einer Pandemie wäre jedoch die regelhafte Versorgung anderer Patienten eingeschränkt", warnte Helios. Bei zunehmenden stationären Coronavirus-Fällen würden die Kliniken nach einem Stufenplan arbeiten und Patienten zuerst versorgen, bei denen es medizinisch nötig sei.

16.24 Uhr: Erster Coronavirus-Fall in Lateinamerika 

Brasilien hat den ersten Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in Lateinamerika bestätigt. Das Gesundheitsministerium teilte am Mittwoch mit, das Virus sei bei einem Bewohner der Metropole São Paulo festgestellt worden. Der 61-Jährige sei am 21. Februar von einer Reise in die italienische Region Lombardei zurückgekehrt, sagte Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta. Der Infizierte sei isoliert worden, es gehe ihm gut.

16.14 Uhr: Reisebegleiterin des Göppinger Patienten und ihr Vater infiziert 

Die beiden neuen Infektionen mit dem Coronavirus in Tübingen hängen nach dpa-Informationen direkt mit dem ersten erkrankten Patienten im Kreis Göppingen zusammen. Sowohl die Reisebegleitung des Mannes aus dem Italien-Urlaub sowie deren Vater seien infiziert. Einzelheiten will das Universitätsklinikum auf einer Pressekonferenz am Nachmittag (16.30) in Tübingen mitteilen. Die beiden neuen Patienten gehörten zu den insgesamt 13 Kontaktpersonen des Mannes aus dem Landkreis Göppingen, die bekannt und informiert worden seien.

16.00 Uhr: Militärflughafen wurde vorübergehend geschlossen 

Der Militärflughafen Köln-Wahn ist am Mittwoch aus Sicherheitsgründen im Zusammenhang mit dem Coronavirus vorübergehend geschlossen gewesen. Ein Soldat der Anlage, die auch Sitz der Flugbereitschaft ist, wurde auf eine mögliche Infektion getestet. Die Untersuchung laufe am Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz, sagte ein Luftwaffensprecher in Berlin. "Weil es keine Symptome gibt, gilt er nicht als Verdachtsfall, sondern als Kontaktperson", sagte er. Bis zur Klärung der Lage seien die Kasernentore zu gewesen, sagte der Sprecher. "Diese Sperrung ist mittlerweile aufgehoben", sagt er weiter.

Der Soldat hatte nach dpa-Informationen auf einer Karnevalsveranstaltung Kontakt zu einem Infizierten aus Nordrhein-Westfalen. Der Test gehört nach Angaben der Bundeswehr zu den Sicherheitsmaßnahmen, die auch ohne Anzeichen auf eine Erkrankung ergriffen werden. Ein Ergebnis wurde im Laufe des Abends erwartet.

15.54 Uhr: Über Hundert Deutsche in abgeriegeltem Hotel auf Teneriffa 

In dem wegen einer Coronavirus-Infektion isolierten Hotel auf Teneriffa halten sich offenbar über Hundert Deutsche auf. "Wir gehen derzeit von einer niedrigen dreistelligen Anzahl Deutscher aus, die sich in dem Hotel befinden", heißt es im Auswärtigen Amt in Berlin. "Unser Konsulat in Las Palmas de Gran Canaria und auch der Honorarkonsul auf Teneriffa verfolgen die Entwicklungen genau und standen bereits mit einigen Betroffenen telefonisch in Kontakt."

15.47 Uhr: Umfangreiche Maßnahmen wegen Coronavirus-Infizierten in Nordrhein-Westfalen

Infolge zweier Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Nordrhein-Westfalen sind umfangreiche Maßnahmen wegen möglicher weiterer Ansteckungen nötig. Das infizierte Ehepaar habe seit zwei Wochen am gesellschaftlichen Leben teilgenommen und Menschen anstecken können, sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Zahlreiche Kontaktpersonen müssten daher in häusliche Quarantäne. Hauptziel sei, die Infektionsketten zu unterbrechen, betonte Laumann. "Ob es uns gelingt oder nicht, werden wir sehen."

Die Frau sei Kindergärtnerin, weswegen alle Kinder aus dem Kindergarten sowie deren Eltern zu Hause bleiben müssen. Zudem habe das Ehepaar zwei eigene schulpflichtige Kinder, sagte Laumann weiter. Bislang zeigten diese noch keine Symptome. Das Paar suchte außerdem den Angaben zufolge zwei Arztpraxen auf, der Mann sei in der Kölner Universitätsklinik gewesen.

Sämtliche Patienten sowie das Personal der Einrichtungen mit Kontakt zu den Infizierten befänden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne, sagte Laumann. Darüber hinaus unternahmen die beiden demnach jüngst einen Kurzurlaub in die Niederlande, weshalb auch etwa ihr dortiges Hotel kontaktiert wurde. Noch ist den Angaben zufolge völlig unklar, wo die beiden sich ansteckten.

Seit Mittwoch sind alle Schulen und Kindergärten im betroffenen Landkreis Heinsberg geschlossen. Frühestens am Montag sollen sie wieder öffnen.

Der Mann ist nach wie vor schwer erkrankt, sagte der Direktor des Düsseldorfer Universitätsklinikums, Dieter Häusslinger. Er sei weiterhin beatmungspflichtig, wobei sich sein Zustand über Nacht nicht verschlechtert habe. Die Frau sei ebenfalls erkrankt, aber "bei weitem nicht in dem Schweregrad" ihres Manns, sagte Häusslinger.

15.40 Uhr: Zwei weitere Coronavirus-Infektionen in Baden-Württemberg 

In Baden-Württemberg haben sich zwei weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das teilte die Universitätsklinik Tübingen am Mittwoch mit. Zuvor war bereits ein Fall aus dem Kreis Göppingen bekannt.

15.14 Uhr: Verstorbener Franzose war vorher nicht in Risikogebiet

Der in Frankreich an dem neuen Coronavirus gestorbene 60-Jährige war nach Angaben der Behörden zuvor nicht in einem Risikogebiet. Bei dem Mann handelte es sich um einen Lehrer aus Nordfrankreich, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Auch ein mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierter 55-jähriger Franzose war nicht in einem Risikogebiet, sein Zustand sei schlecht. Beide seien zunächst nicht als Verdachtsfälle eingestuft worden.

Gegenwärtig seien Untersuchungen im Gange, um die Quelle der Ansteckung zu identifizieren. Beide Männer kommen ursprünglich aus dem Département Oise. Der verstorbene Lehrer habe seit einschließlich dem 12. Februar nicht mehr gearbeitet und dementsprechend die Schule nicht mehr aufgesucht.

In Frankreich gab es bisher insgesamt 17 bestätigte Infektionen mit Sars-CoV-2. Ein Chinese war vor anderthalb Wochen gestorben. Der nun verstorbene 60-Jährige war der erste Franzose, der an dem neuen Virus starb. Elf weitere Patienten gelten als geheilt, vier sind noch im Krankenhaus untergebracht.

15.01 Uhr: Infiziertes Paar war auf Kurzurlaub in den Niederlanden 

Die in Düsseldorf behandelten Coronavirus-Patienten haben kürzlich noch einen Kurzurlaub in einem Hotel in den Niederlanden gemacht. Die niederländischen Behörden und das Hotel seien über die Infektionen des Ehepaares informiert worden, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf.

14.52 Uhr: Coronavirus-Patienten aus NRW haben zwei Kinder 

Die in Düsseldorf behandelten Coronavirus-Patienten haben zwei schulpflichtige Kinder. Die beiden hätten derzeit allerdings keine Symptome und würden von der Großmutter versorgt, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Sie sollen in Kontakt mit anderen Kindern gewesen sein. Die Ergebnisse, ob die beiden mit dem Coronavirus infiziert seien, sollen nach Laumans Worten in den nächsten Stunden vorliegen.

14.45 Uhr: Coronavirus-Patientin aus NRW ist Kindergärtnerin 

Die in Düsseldorf behandelte Coronavirus-Patientin ist als Kindergärtnerin tätig. Sie arbeite in einem Kindergarten, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Die Kinder aus der Einrichtung und deren Eltern seien angewiesen worden, zu Hause zu bleiben. Das Ehepaar, das im Düsseldorfer Uniklinikum behandelt werde, habe noch zwei Wochen am gesellschaftlichen Leben teilgenommen, "wo das Virus so weit war, dass die Menschen sich anstecken konnten", sagte Laumann.

14.38 Uhr: Medienberichte: Bundeswehr riegelt Stützpunkt in Köln-Wahn ab

Medienberichten zufolge hat die Bundeswehr wegen des Verdachts auf das Coronavirus bei einem Soldaten vorsorglich den Stützpunkt in Köln-Wahn abgeriegelt.

Die entsprechenden Medienberichte wollten Offizielle der Bundeswehr gegenüber t-online.de nicht bestätigen. 

14.17 Uhr: Weiterer Todesfall in Japan

In Tokio ist ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Mann gestorben, berichten Medien. Damit steigt die Zahl der Toten abseits derer auf dem Kreuzfahrtschiff auf drei.

13.57 Uhr: Starke Nachfrage nach Atemmasken

Die Furcht vor dem neuartigen Coronavirus sorgt für einen Ansturm auf Schutzmasken in Apotheken. "Atemmasken werden derzeit verstärkt nachgefragt", sagte ein Sprecher des Apothekerverbands ABDA am Mittwoch in Berlin. Das sei schon seit Tagen zu beobachten.

Für die Menschen in Deutschland sei es aber nicht nötig, im Alltag Atemmasken zu tragen, betonte die Apothekervereinigung. Ein einfacher Mund-Nasen-Schutz, wie ihn Ärzte bei medizinischen Eingriffen nutzen, schütze nicht zuverlässig vor einer Ansteckung mit dem neuen Virus Sars-CoV-2. "Sie sind dafür konzipiert, die Umwelt vor einem infizierten Träger zu schützen." Atemschutzmasken mit eingebautem Filter seien wirksamer, aber für medizinisches Personal gedacht und unangenehm zu tragen. "Sie sind für den Alltag nicht zu empfehlen."

Wer sich vor Infektionen mit Atemwegserkrankungen schützen wolle, solle auf Handhygiene achten, also häufig und gründlich die Hände waschen, teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) mit. Auch gelte es, einen "Höflichkeitsabstand" zu anderen Menschen im öffentlichen Raum einhalten.

Von einer starken Nachfrage nach Atemmasken hatte zuletzt auch der Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels (PHAGRO) berichtet. Es gebe "erhebliche und umfängliche Lieferengpässe", hatte Geschäftsführer Thomas Porstner gesagt.

13.45 Uhr: Bundeswehrkrankenhaus testet Soldat

Nach dem ersten nachgewiesenen Coronavirus-Patienten in Nordrhein-Westfalen wird ein Soldat als Kontaktperson des Erkrankten auf eine mögliche Infektion getestet. Die Untersuchung laufe am Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Dies gehöre zu den Sicherheitsmaßnahmen, die auch ohne Anzeichen auf eine Erkrankung ergriffen würden. Der Soldat hatte nach dpa-Informationen Kontakt zu dem Erkrankten auf einer Karnevalsveranstaltung. Ein Ergebnis wurde im Laufe des Tages erwartet. Die "Bild"-Zeitung berichtete, es handele sich um einen Soldaten der Flugbereitschaft der Bundeswehr.

13.42 Uhr: Zweiter Coronavirus-Fall in Nordrhein-Westfalen bestätigt 

Nordrhein-Westfalen hat einen zweiten bestätigen Coronavirus-Fall. Wie das Universitätsklinikum Düsseldorf am Mittwoch mitteilte, werden dort aktuell zwei Patienten behandelt, die infiziert sind. "Bei der zweiten Person, aus dem engen persönlichen Umfeld des Patienten, liegt nun auch ein positives Testergebnis vor", hieß es in einer Mitteilung. 

Ein Sprecher des Uniklinikums in Düsseldorf bestätigte gegenüber dem WDR, dass es sich bei dem zweiten Fall um die Ehefrau des infizierten Mannes handelt. Der Zustand des Mannes sei weiter kritisch. Die Frau, die auch isoliert im Uniklinikum Düsseldorf liegt, zeige momentan keine schweren Symptome. Sie arbeite in einer Kindertagesstätte im Kreis. 

13.37 Uhr: Erster Coronavirus-Patient meldete sich zwei Tage nach erstem Husten 

Der erste mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Patient in Baden-Württemberg hat sich zwei Tage nach den ersten Symptomen beim Gesundheitsamt gemeldet. Der 25-Jährige sei am Freitag (21. Februar) von einem Mailand-Aufenthalt zurückgekehrt, habe am Sonntagmittag Husten bekommen und am Dienstagmorgen Kontakt zum Gesundheitsamt aufgenommen, sagte Stefan Brockmann, der Leiter des Kompetenzzentrums Gesundheitsschutz am Landesgesundheitsamt (LGA), am Mittwoch in Stuttgart. Noch am selben Tag sei ein Abstrich im LGA untersucht worden, der Patient sei in eine Klinik gekommen.

13.19 Uhr: Infektion in Baden-Württemberg ist "Einzelfall"

Bei der ersten Infektion eines Patienten aus Baden-Württemberg mit dem neuartigen Coronavirus handelt es sich laut dem baden-württembergischen Gesundheitsministers Manne Lucha (Grüne) um einen Einzelfall. "Es gibt nach wie vor keinen kursierenden Virus bei uns", sagte Lucha am Mittwoch in Stuttgart. 13 Kontaktpersonen des erkrankten 25-jährigen Mannes aus dem Kreis Göppingen seien bekannt und kontaktiert worden. Bei ihnen sei das Virus nicht nachgewiesen worden.

Der Mann hatte sich nach Angaben des Ministeriums vermutlich während einer Italienreise in Mailand angesteckt. Er sei nach seiner Rückkehr mit grippeähnlichen Symptomen erkrankt und habe Kontakt mit dem Gesundheitsamt aufgenommen.

13.14 Uhr: Hotel in Frankreich nach Tod eines Touristen zum Teil abgeriegelt 

Aus Sorge vor dem neuartigen Coronavirus ist in Frankreich nach dem Tod eines Touristen aus Hongkong ein Hotel teilweise abgeriegelt worden. Mitarbeiter und Gäste seien aufgerufen, das Hotel in der französischen Stadt Beaune in der Region Burgund nicht zu verlassen, erklärte die Hotelgruppe Accor am Mittwoch. Der regionalen Gesundheitsbehörde zufolge betrifft die Maßnahme allerdings lediglich eine Gruppe von 30 Reisenden, zu der auch der Verstorbene gehörte.

Die Maßnahme sei vorsorglich von der Behörde angeordnet worden, um ein mögliches Risiko der Kontaminierung mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 auszuschließen, so die Hotelgruppe. Die Reisegruppe hatte eigentlich geplant, am Mittwoch mit dem Bus nach Paris weiterzureisen. Andere Hotelgäste, die keinen Kontakt mit dem Mann gehabt haben, durften das Hotel verlassen, wie die Gesundheitsbehörde erklärte.

Die Todesursache des Touristen war zunächst unklar. Er war in der Nacht auf Mittwoch gestorben. Die Testergebnisse würden bis Ende des Tages erwartet. Der Gesundheitsbehörde zufolge hat der Mann zuvor keine verdächtigen Symptome gehabt.

13.10 Uhr: Erstmals mehr Corona-Fälle außerhalb als innerhalb Chinas 

Erstmals seit Ausbruch des neuartigen Coronavirus in China gibt es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO mehr neu gemeldete Fälle außerhalb Chinas als in der Volksrepublik selbst. Am Dienstag wurden aus China 411 neue Infektionen mit dem Virus gemeldet, außerhalb Chinas wurden am selben Tag 427 neue Fälle gemeldet, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf berichtete. Allein in China infizierten sich bislang rund 77.500 Menschen.

13.05 Uhr: Bundesligaspiele durch neues Coronavirus derzeit nicht gefährdet 

Die Ausbreitung des neuen Coronavirus mit einigen Fällen auch in Deutschland hat zunächst keine Auswirkungen auf die Fußball-Bundesliga. "Nach derzeitigem Stand gibt es keinen Hinweis darauf, dass die Begegnungen der Bundesliga und der 2. Bundesliga am Wochenende nicht wie geplant ausgetragen werden können", teilte die Deutsche Fußball Liga am Mittwoch mit. Die DFL stehe bei dem Thema in Kontakt mit dem Bundesgesundheitsministerium. "Sollte sich an der derzeitigen Lage etwas ändern, entscheiden die Gesundheitsbehörden vor Ort über mögliche Konsequenzen", heißt es.

13.03 Uhr: EU-Länder sollen Pandemiepläne überarbeiten 

Die EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hat am Mittwoch alle Mitgliedsländer aufgerufen, ihre Pandemiepläne mit Blick auf das neue Coronavirus zu überarbeiten. Sie betonte am Mittwoch in Rom vor der Presse: "Die Europäische Union ist noch in der Eindämmungsphase, es ist wichtig, das zu unterstreichen." Es gehe also weiter um den Schutz vor einer ganz großen Ausweitung. Aber die Lage bei der neuen Lungenkrankheit könne sich schnell ändern. Dies sehe man auch an dem jüngsten Ausbruch in Italien.

Die Europäische Union setze alles daran, ihre Bürger vor dem neuen Corona-Virus zu schützen, versicherte Kyriakides. Der Italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza betonte, dass es sich um eine internationale Gesundheitskrise handele, nicht so sehr um nationale.

Beide hatten sich mit der Direktorin des europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC), Andrea Ammon, und dem Europadirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Hans Kluge, in Rom zu Beratungen getroffen.

12.58 Uhr: Berliner Reisemesse ITB verschärft Auflagen für Aussteller 

Die weltgrößte Tourismusmesse ITB verschärft wegen der Ausbreitung des Coronavirus auf Anweisung der Gesundheitsbehörden die Vorgaben. Aussteller, die innerhalb der vergangenen 14 Tage in den jeweiligen Risikogebieten in China, Iran, Italien oder Südkorea waren, Kontakt zu einer infizierten Person hatten oder Anzeichen typischer Symptome wie Fieber, Husten oder Atembeschwerden haben, erhalten keinen Zutritt zum Messegelände, wie die Betreiber am Mittwoch mitteilten. Alle Aussteller müssten eine Erklärung ausfüllen als Voraussetzung für den Zugang. Wer zur Risikogruppe gehöre oder sich weigere, die Erklärung auszufüllen, erhalte keinen Zutritt.

"Diese Erklärung ist Voraussetzung für den Zutritt zum Messegelände und dient zur Identifizierung von Personen, die zur Covid-19-Risikogruppe gehören", Covid 19 ist der Name der Krankheit, die durch das Sars-CoV-2-Virus ausgelöst wird. Mit dem Fragebogen folgten die Veranstalter Anweisungen der örtlichen Gesundheitsbehörden, hieß es.

Die Messe soll dennoch weiterhin wie geplant vom 4. bis 8. März stattfinden. Erwartet werden rund 10.000 Aussteller und bis zu 160.000 Besucher. Mehrere chinesische Aussteller haben ihre Teilnahme aufgrund der Ausbreitung des Virus bereits abgesagt.

12.56 Uhr: Kreis Heilsberg schließt Schulen bis Montag 

Der Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen hat wegen des Coronavirus-Falls Schulen und Kindergärten bis einschließlich Montag geschlossen. Das gab Landrat Stephan Pusch (CDU) via Facebook bekannt. Die Stadt Geilenkirchen schloss darüber hinaus auch ihr Schwimmbad und die Stadtbücherei, wie eine Sprecherin mitteilte. Das Rathaus stelle bis einschließlich Montag den Publikumsverkehr ein. Im Kreis Heinsberg war ein Sars-CoV-2-Fall bestätigt worden.

12.51 Uhr: Zahl der Coronavirus-Toten im Iran steigt auf 19

Die Zahl der gemeldeten Covid-19-Opfer im Iran ist von 15 auf 19 gestiegen. Das gab der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Kianusch Dschahanpur, am Mittwoch in einer Pressekonferenz bekannt. Laut Dschahanpur wurden insgesamt weitere 135 Menschen - 40 mehr als tags zuvor - aus verschiedenen Teilen des Landes positiv auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 getestet.

12.48 Uhr: Über 80.000 Infizierte weltweit 

Die Weltgesundheitsorganisation WHO verzeichnet inzwischen 80.988 Infektionen mit dem Coronavirus weltweit. 96,5 Prozent der Fälle würden aus China gemeldet.

12.43 Uhr: WHO warnt vor leichtfertiger Verwendung des Begriffs Pandemie

Die Weltgesundheitsorganisation warnt vor der leichtfertigen Verwendung des Begriffs Pandemie. Der Begriff an sich habe keinen Nutzen, könne aber ungerechtfertigte Ängste und Stigmata vervielfachen und Systeme lahmlegen, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Außerdem könnte die Verwendung des Wortes signalisieren, dass das Virus nicht länger einzudämmen sei. Dies aber sei nicht wahr.

12.39 Uhr: Hotel in Frankreich nach Tod eines Touristen aus Hongkong abgeriegelt 

Aus Sorge vor dem neuartigen Coronavirus ist in Frankreich nach dem Tod eines Touristen aus Hongkong ein Hotel abgeriegelt worden. Mitarbeiter und Gäste seien aufgerufen, das Hotel in der französischen Stadt Beaune in der Region Burgund nicht zu verlassen, bestätigte die Hotelgruppe Accor am Mittwoch.

Die Maßnahme sei vorsorglich von regionalen Sicherheitsbehörden angeordnet worden, um ein mögliches Risiko der Kontaminierung mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 auszuschließen, so die Hotelgruppe. Die Todesursache des Mannes war zunächst unklar. Die Testergebnisse würden bis Ende des Tages erwartet, erklärte Accor.

Demnach war der Tourist Dienstagnacht gestorben. Die Leiche sei am Mittwochvormittag abgeholt worden, berichtete der Radiosender France Bleu. Demnach befanden sich im Hotel rund 30 Gäste einer Reisegruppe.

12.31 Uhr: Zahl der Toten in Italien steigt auf zwölf 

Bei dem neuen Coronavirus klettert in Italien die Zahl der Toten und Infizierten weiter. Mittlerweile seien 374 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt, davon seien 12 gestorben. Das gab der Zivilschutz am Mittwoch in Rom bekannt. Am Vortag hatte die Zahl der Infizierten bei gut 320 gelegen, es waren 11 Tote verzeichnet worden.

12.20 Uhr: Bundesregierung bereitet sich auf Zunahme von Infektionsfällen vor 

Die Bundesregierung bereitet sich auf eine Zunahme der Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus auch in Deutschland vor. Mit der Ausbreitung des Virus in Italien sei eine "neue herausfordernde Lage für Deutschland" entstanden, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. Das Virus sei damit "nähergerückt". Nach Angaben eines Sprechers des Auswärtigen Amtes ist derzeit aber keine Reisewarnung für Italien geplant.

Bisher habe es Deutschland geschafft, einzelne Infizierte zu isolieren und zu behandeln, sagte Seibert. Dies sei auch bei den beiden neu aufgetretenen Fällen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg geglückt. "Gleichzeitig bereiten wir uns auf eine Zunahme der Coronavirus-Fälle vor", sagte Seibert weiter.

Wichtig sei der Bundesregierung, sich bei den Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie "mit den europäischen Partnern" abzustimmen. Darüber habe auch beim Treffen der europäischen Gesundheitsminister in Italien am Dienstag Einigkeit geherrscht.

"Wir nehmen die Lage sehr ernst", sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. In den betroffenen Bundesländern seien Krisenstäbe eingerichtet worden, die vom Bundesgesundheitsministerium und dem Robert-Koch-Institut unterstützt würden.

Zur Frage nach möglichen Grenzschließungen hob die Sprecherin hervor, dass die Bundesregierung ihre Reaktion "dem dynamischen Geschehen" anpasse. Reaktionen auf das Infektionsgeschehen müssten "angemessen und verhältnismäßig" sein.

Eine Reisewarnung für Italien sei derzeit nicht geplant, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes. Die Reisewarnung sei die höchste Stufe bei den Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes und werde ausgerufen, "wenn Gefahr für Leib und Leben besteht", betonte der Sprecher. Dies sei ein "Szenario, von dem wir sehr weit entfernt sind".

12.15 Uhr: Coronavirus-Patient aus Göppingen hatte 13 Kontaktpersonen 

Der erste infizierte Coronavirus-Patient in Baden-Württemberg hatte nach Angaben des Göppinger Landrats Edgar Wolff insgesamt 13 Kontaktpersonen. Bei ihnen seien bislang keine Viren nachgewiesen worden, berichtete der SWR am Mittwoch weiter. Die Kontakte stammten aus Göppingen ebenso wie aus dem Kreis Tübingen und dem Alb-Donau-Kreis sowie aus Stuttgart. Der 25 Jahre alte Mann soll sich bei einem Italien-Urlaub angesteckt haben. Sein Gesundheitszustand ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums stabil. Er wird isoliert in einer Einrichtung der Alb Fils Kliniken in Göppingen behandelt.

12.05 Uhr: Düsseldorfer Patient war schon in Kölner Uniklinik in Behandlung 

Der erste nachgewiesene Coronavirus-Patient in Nordrhein-Westfalen ist noch in der vergangenen Woche in der Kölner Uniklinik behandelt worden. Er habe sich am 13. und am 19. Februar zu regulären Nachsorgeuntersuchungen in der Uniklinik aufgehalten, sagte am Mittwoch ein Sprecher der Stadt Köln bei einer Pressekonferenz.

Nach einem Kontakt mit dem ersten nachgewiesenen Coronavirus-Patienten in Nordrhein-Westfalen zeigt eine Mitarbeiterin der Uniklinik Köln Krankheitssymptome. Das Ergebnis des Coronavirus-Tests stehe bei ihr aber noch aus, sagte am Mittwoch der Direktor der Virologie der Uniklinik Köln, Florian Klein.

"Es gibt eine Kontaktperson aus dem medizinischen Personal, die leichte Symptome zeigt", sagte er. Sie sei in der Uniklinik isoliert und werde gerade untersucht. Die Frau sei von sich aus in die Klinik gekommen und habe gesagt, sie fühle sich nicht gut. Die Frau sei daraufhin isoliert worden.

Nachdem das Kölner Gesundheitsamt am Dienstagabend darüber informiert worden war, dass bei dem Mann das Coronavirus festgestellt worden war, wurde ermittelt, wer mit dem Patienten in Kontakt gekommen war. Ermittelt worden seien zehn Mitarbeitende der Uniklinik und 31 Patienten, sagte ein Sprecher der Stadt Köln. Von diesen 41 Kontakten sei die Frau aus dem medizinischen Personal die einzige, die Symptome aufweise.

11.58 Uhr: Großbritannien startet Zufallsprinzip als Frühwarnsystem für Coronavirus 

Großbritannien untersucht Grippekranke nach dem Zufallsprinzip auf das Coronavirus, um ein Frühwarnsystem für die Ausbreitung des Krankheitserregers auf der Insel zu haben. "Wir erhöhen unsere Wachsamkeit, nachdem sich das Virus offenbar außerhalb Chinas verbreitet", sagt der Chef der Gesundheitsbehörde, Paul Cosford, der BBC. Bisher verzeichnet Großbritannien 13 Infektionen mit dem Virus.

11.49 Uhr: Erster Corona-Fall in Brasilien 

In Brasilien gibt es nach Angaben eines Insiders eine erste bestätigte Infektion mit dem Coronavirus. Es handle sich um eine 61-jährige Person, die Italien besucht habe und in Sao Paolo im Krankenhaus sei.

11.42 Uhr: DIW befürchtet permanente Schäden für deutsche Wirtschaft

Bei einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus ist die Wahrscheinlichkeit nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung groß, dass ein permanenter Schaden für die Wirtschaft in Deutschland entsteht. Das Coronavirus "trifft die deutsche Wirtschaft zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, denn die deutsche Wirtschaft lahmt schon. Letztes Jahr 0,5 Prozent Wachstum, das war eine der schwächsten Wachstumsphasen in ganz Europa", zitiert der Sender RTL DIW-Chef Marcel Fratzscher. Betroffen seien vor allem Exporteure, Autobauer und Fluggesellschaften. Fratzscher forderte den Staat auf, mit Investitionen gegenzusteuern.

11.27 Uhr: Flughafen Heathrow trifft Sondermaßnahmen gegen Coronavirus

Der Londoner Flughafen Heathrow verschärft vorsorglich seine Sicherheitsmaßnahmen wegen des Virus über die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden hinaus. "Wir führen auf dem gesamten Flughafen eine gründliche Reinigung an den Stellen durch, an denen Menschen die Geländer berühren könnten, und sorgen für reichlich Handdesinfektionsmittel sowohl für die Kollegen als auch für die Passagiere," sagt Flughafenchef John Holland-Kaye der BBC. Auch die Temperaturen der Fluggäste würden zukünftig überwacht, sollte es nach Einschätzung der Behörden nötig sein.

11.05 Uhr: Iran meldet 19 Tote und 44 Neuinfektionen mit Coronavirus

Der Iran verzeichnet nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens bisher 19 Coronavirus-Tote. In den vergangenen 24 Stunden seien zudem 44 neue Infektionen bestätigt worden, berichtet das Fernsehen unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden.

10.21 Uhr: Weiterer Coronavirus-Patient in Frankreich gestorben

In Frankreich ist ein weiterer Coronavirus-Patient gestorben. Außerdem seien drei neue Infektionen festgestellt worden, erklärt die Gesundheitsbehörde. Die Gesamtzahl der Fälle in Frankreich liege damit bei 17.

10.12 Uhr: "Schule geschlossen": Kein Unterricht wegen Coronavirus

An einem Eingang hängt das Schild mit der Aufschrift: "Die Schule bleibt heute geschlossen". Nach der Infektion eines Mannes aus dem Kreis Heinsberg mit dem neuartigen Coronavirus hat es unter anderem im dortigen Kreisgymnasium am Mittwochmorgen keinen Unterricht gegeben. Davon überraschte Schüler seien am Morgen gegen 8 Uhr auf dem Schulhof nicht zu sehen gewesen, berichtete ein dpa-Reporter. Es seien indes Busse des Nahverkehrs auf den Straßen gefahren.

Laboruntersuchung in Baden-Württemberg: In mehreren Bundesländern ist eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. (Quelle: imago images)Laboruntersuchung in Baden-Württemberg: In mehreren Bundesländern ist eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. (Quelle: imago images)

Der erste Coronavirus-Patient in NRW kommt aus dem Kreis Heinsberg. Eine erste Reaktion darauf war, dass in dem Kreis am Mittwoch Schulen und Kindergärten vorsorglich geschlossen bleiben sollten, wie ein eilig einberufener Krisenstab am Dienstag entschieden hatte.

Der Zustand des Patienten gilt als kritisch. Bei der Ehefrau des Mannes, die ebenfalls mit Symptomen einer Viruserkrankung stationär behandelt wurde, handele es sich weiterhin um einen Verdachtsfall - ein Ergebnis liege noch nicht vor.

9.42 Uhr: Coronavirus-Patienten in Baden-Württemberg geht es gut

Nach dem ersten nachgewiesenen Coronavirus-Fall in Baden-Württemberg hat sich der Zustand des isolierten Patienten in Göppingen nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums nicht verändert. "Es geht ihm gut, er ist in der Klinik und unter Beobachtung", sagte ein Sprecher des Ministeriums. Das örtliche Gesundheitsamt habe bereits Kontaktpersonen des 25-jährigen Mannes informiert und mache weitere Kontakte aus. Nach dpa-Informationen wird der Patient isoliert in der Göppinger Alb Fils Klinik behandelt.

Er hatte sich nach Angaben des Ministeriums vermutlich während einer Italienreise in Mailand angesteckt. Der Mann sei nach seiner Rückkehr mit grippeähnlichen Symptomen erkrankt und habe Kontakt mit dem Gesundheitsamt aufgenommen. Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) will sich gegen Mittag im Stuttgarter Ministerium zum Patienten und zu den nächsten Schritten äußern.

9.26 Uhr: Einstellungsstopp wegen Coronavirus-Krise bei Lufthansa

Wegen der wirtschaftlichen Folgen des neuartigen Coronavirus hat der Lufthansa-Konzern ein Programm zur Kostensenkung gestartet. Geplante Neueinstellungen werden derzeit überprüft, ausgesetzt oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, wie das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt ankündigte. Darüber hinaus sollen die Mitarbeiter zu unbezahltem Urlaub und geringerem Arbeitsvolumen in Teilzeit bewegt werden.

Hintergrund ist der stark reduzierte Asienverkehr. Die Lufthansa Group hat bis Ende März sämtliche Passagierflüge zum chinesischen Festland gestrichen. Auch für Verbindungen nach Hongkong kündigte der Konzern wegen der schwachen Nachfrage weitere Streichungen an. Rein rechnerisch stünden zurzeit 13 Langstreckenflugzeuge der Lufthansa Group am Boden.

Neue Schulungskurse für Bord- und Bodenpersonal wurden abgesagt. Die Teilnehmer aus den bereits laufenden Kursen könnten vorerst nicht übernommen werden, sollen aber mittelfristig Arbeitsverträge erhalten. Zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Epidemie äußerte sich der Dax-Konzern erneut nicht detailliert, sondern verwies auf die Bilanzpressekonferenz am 19. März.

8.25 Uhr: Behörden beraten weiteres Vorgehen

Das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen berät am Mittwoch über das weitere Vorgehen nach der ersten nachgewiesenen Coronvirus-Infektion in dem Bundesland. Es seien Gespräche geplant, um die Situation zu bewerten, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Der Zustand des ersten Coronavirus-Patienten in NRW sei unverändert kritisch. Bei der Ehefrau des Mannes, die ebenfalls mit Symptomen einer Viruserkrankung stationär behandelt wurde, handele es sich weiterhin um einen Verdachtsfall – ein Ergebnis liege noch nicht vor.

Der Mann war am Montag mit Symptomen einer schweren Lungenentzündung in einem Krankenhaus in Erkelenz bei Aachen aufgenommen worden. Er wurde dort auf der Intensivstation isoliert und in der Nacht zu Mittwoch ins Uniklinikum Düsseldorf gebracht. Nach dpa-Informationen ist der Patient Mitte 40 und leidet an einer Vorerkrankung.

7.48 Uhr: Hongkong gibt Bargeld an Bürger aus

Die Regierung in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong begegnet der drohenden Wirtschaftskrise wegen des Coronavirus-Ausbruchs mit einer ungewöhnlichen Maßnahme: Alle dauerhaft in der Finanzmetropole gemeldeten Bewohner erhalten 10.000 Hongkong-Dollar (1180 Euro) in bar, wie Finanzminister Paul Chan am Mittwoch ankündigte. Insgesamt stellt die Stadtregierung 120 Milliarden Dollar im (110 Milliarden Euro) im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Epidemie zur Verfügung.

Die Regierung in der Finanzmetropole hofft, dass die Menschen nach der Bargeld-Ausgabe wieder mehr Geld ausgeben und damit die lokale Wirtschaft ankurbeln. Die Hongkonger Wirtschaft stehe vor einer "enormen Herausforderung", erklärte Chan. Es sei möglich, dass die Wirtschaft wegen der Coronavirus-Krise um bis zu 1,5 Prozent einbreche.

4 Uhr: Seehäfen befürchten Folgen durch Coronavirus

Die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie dürften sich in absehbarer Zeit auch in den Häfen von Wilhelmshaven und Bremerhaven bemerkbar machen. Zwar seien die konkreten Folgen für den Seehandel mit China noch unklar. Aber: "Sicher ist, dass es Auswirkungen haben wird", sagte Bremenports-Sprecher Holger Bruns der Deutschen Presse-Agentur. Belastbare Daten dazu gebe es noch nicht.

Im JadeWeserPort in Wilhelmshaven ist nach Angaben des Terminalbetreibers Eurogate derzeit noch nichts zu spüren. Aber mit Blick auf gestrichene Schiffsabfahrten in Asien sei das wohl nur eine Frage der Zeit, betonte Eurogate-Sprecher Steffen Leuthold. Eine Prognose über das Ausmaß könne er noch nicht geben. Eines der größten chinesischen Logistikunternehmen investiert rund 100 Millionen Euro im JadeWeserPort. Bis 2021 will China Logistics, eine Tochter des Staatsunternehmens China Chengtong Holding Group (CCT), in Deutschlands einzigem Container-Tiefwasserhafen ein Logistikzentrum für den Umschlag chinesischer Waren errichten.

Für die bremischen Häfen hat China seit Jahren eine hohe handelsstrategische Bedeutung. Die Volksrepublik ist nach den USA und vor Russland der zweitwichtigste Handelspartner des kleinsten Bundeslandes. Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) rechnen mehrere Branchen in den kommenden Wochen mit Engpässen bei Lieferungen aus Fernost, unter anderem Elektro, Automobil, Pharma und Papier.

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