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Coronavirus-Krise: Neuseeland blockiert Ausreise von 12.000 Deutschen

Newsblog zur Corona-Krise  

Neuseeland blockiert Ausreise von 12.000 Deutschen

31.03.2020, 18:38 Uhr | dpa, AFP, rtr, t-online.de

So breitet sich das Coronavirus weltweit aus

Das Coronavirus breitet sich weltweit immer weiter aus. In welchem Ausmaß das passiert und wie sich die Ausbreitung zeitlich darstellt, zeigen diese Zeitraffer-Animationen. (Quelle: t-online.de)

Zeitraffer-Video: So entwickeln sich die Corona-Zahlen in den stark betroffenen Ländern. (Quelle: t-online.de)


Mehrere Tausend Deutsche sitzen derzeit in Neuseeland fest und warten auf ihre Heimreise. Doch daraus wird so schnell nichts. Die Regierung in Wellington blockiert die Flüge. Alle Infos im Newsblog.

In Deutschland wird das öffentliche Leben aufgrund der Coronavirus-Pandemie weitreichend eingeschränkt. Bund und Länder haben ein Kontaktverbot im öffentlichen Raum für mehr als zwei Personen beschlossen – mit Ausnahmen etwa für Familien. Weltweit setzen Regierungen milliardenschwere Hilfspakete für die Wirtschaft auf. Hier finden Sie die neuesten Entwicklungen in der Coronavirus-Krise.


18.36 Uhr: Wieder drei Corona-Tote in Würzburger Seniorenheim

Erneut sind in einem Würzburger Seniorenheim drei mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Es handele sich um zwei 87 und 91 Jahre alte Frauen sowie um einen 84-jährigen Mann, teilte der Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) mit. Alle drei Bewohner des Hans-Sponsel-Hauses hätten unter schweren Vorerkrankungen gelitten.

Insgesamt sind damit im Raum Würzburg 20 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben, davon 16 im Altenpflegeheim St. Nikolaus und vier in der Einrichtung der AWO.

In dieser seien seit dem Tod eines Bewohners am vergangenen Freitag alle 95 Bewohner und 80 Mitarbeiter auf den Erreger getestet worden. Insgesamt sind dort demnach derzeit 36 Bewohner mit dem Virus infiziert. Neun positiv getestete Mitarbeiter befinden sich den Angaben zufolge in häuslicher Quarantäne. Drei Testergebnisse stünden noch aus.

18.03 Uhr: Neuseeland blockiert Ausreise von 12.000 Deutschen

Die Regierung Neuseelands blockiert weiter die Ausreise von Ausländern, die wegen der Corona-Krise nach Hause wollen – darunter rund 12.000 Deutsche. Die deutsche Botschaft in Wellington teilte auf Facebook mit, dass das neuseeländische Außenministerium die Vertretungen aller Länder informiert habe, dass der ursprünglich bis Mittwoch laufende Stopp der Rückführungsflüge verlängert worden sei. "Für wie lange wurde nicht gesagt."

Premierministerin Jacinda Ardern habe in einer Pressekonferenz erklärt, dass die Regierung an "Rahmenbedingungen" für eine Wiederaufnahme der Flüge arbeite, hieß es in der Mitteilung der Botschaft weiter. Dies werde "einige Tage" dauern.

Neuseeland ist das Land, in dem noch die meisten deutschen Touristen wegen der Corona-Krise festsitzen. Dort wurden auch Reisende von den Südseeinseln zusammengezogen, um dann nach Deutschland zurückfliegen zu können. Das Auswärtige Amt hatte die Rückholaktion aus Neuseeland am Samstag mit einem ersten Flug gestartet. Alle weiteren geplanten Flüge wurden dann aber völlig überraschend zunächst bis Dienstag gestrichen. Die Verlängerung des Stopps kam nun erneut überraschend.

17.57 Uhr: Ökonom Fratzscher im t-online.de-Interview

Wie kommt die Wirtschaft nach der Corona-Krise wieder in Gang? DIW-Chef Marcel Fratzscher plädiert im Interview mit t-online.de für ein umfassendes Konjunkturpaket. Das könnte teuer werden für den Staat.

17.44 Uhr: Nun rund 800.000 Infizierte weltweit

Drei Monate nach den ersten gemeldeten Fällen gibt es weltweit mittlerweile rund 800.000 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus sowie fast 40.000 Covid-19-Todesfälle. Von den bis Dienstagvormittag nachgewiesenen 777.798 Infektionsfällen in aller Welt gehen 386.282 – also knapp die Hälfte – auf Europa zurück, wie eine Auflistung des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) auf Twitter zeigte. International gibt es 37.272 registrierte Corona-Todesfälle, davon 26.110 in den Ländern der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums sowie in Großbritannien.

Anfang Dezember, vielleicht schon im November traten in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan erste Fälle einer bis dahin unbekannten Lungenerkrankung auf. Die Betroffenen hielten sich zuvor auf einem Tiermarkt auf, der seitdem als Ursprung des neuartigen Coronavirus gilt. Erst am 31. Dezember wurden die Fälle aus China offiziell an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeldet.

17.31 Uhr: Türkische Regierungspartei will wegen Coronavirus Gefangene entlassen

Die türkische Regierungspartei AKP hat ein Gesetz zur vorzeitigen Entlassung von bis zu 90.000 Gefangenen auf den Weg gebracht. Der stellvertretende AKP-Fraktionsvorsitzende, Cahit Özkan, sagte, die Haftzeit von Coronavirus-Risikogruppen solle in Hausarrest umgewandelt werden. Dazu gehörten Inhaftierte ab 65 Jahren, Frauen mit kleinen Kindern und nachweislich schwer kranke Insassen. Außerdem sollen Inhaftierte im offenen Vollzug ihre Strafe zu Hause absitzen.

Bis zu 90.000 Inhaftierte wären von dem neuen Gesetz betroffen, sagte Özkan. Von der Regelung ausgenommen seien Gefangene, die wegen Vergehen wie Gewalt gegen Frauen, vorsätzlichem Mord, Sexualstraftaten, Drogendelikten und Terrorverbrechen einsäßen.

17.06 Uhr: Russland: Bis zu sieben Jahre Haft bei Quarantäne-Verstößen

In Russland werden Quarantäne-Verstöße künftig mit bis zu sieben Jahren Haft bestraft. Das Unterhaus des russischen Parlaments verabschiedete im Eilverfahren ein entsprechendes Gesetz. Wer die Quarantäne missachtet und damit absichtlich viele Menschen infiziert oder den Tod eines anderen verursacht, dem drohen bis zu fünf Jahre Haft und Geldstrafen von bis zu zwei Millionen Rubel (23.000 Euro). Sterben zwei oder mehr Menschen, können bis zu sieben Jahre Haft verhängt werden.

Nachdem die Hauptstadt Moskau den Anfang gemacht hatte, wurden nun in rund 40 russischen Regionen Ausgangsbeschränkungen verhängt. Insbesondere Großstädte wie St. Petersburg und Jekaterinburg sind davon betroffen. Dort dürfen alle Einwohner ihre Wohnungen nur noch zur Arbeit, in medizinischen Notfällen und zum Einkauf in Apotheken und Supermärkten verlassen. Parks, Einkaufszentren und Restaurants wurden geschlossen.

16.42 Uhr: Anstieg der Zahlen in der Lombardei verlangsamt sich weiter

Die Zahl der Coronavirus-Toten in der schwer betroffenen Lombardei hat sich nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters gegenüber dem Vortag um rund 381 auf etwa 7.199 erhöht. Der prozentuale Anstieg ging damit weiter zurück und beträgt nun gut 5,5 Prozent.

Die Zahl der Infektionen sei um etwa 1.047 auf 43.208 geklettert, was einem Anstieg von knapp 2,5 Prozent entsprach.

16.01 Uhr: Spahn und Laschet gegen Maskenpflicht in Deutschland

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich gegen eine Tragepflicht für Schutzmasken in Deutschland ausgesprochen. "In der jetzigen Lage sehe ich keine Notwendigkeit zu einer Verpflichtung", sagte der CDU-Politiker in Düsseldorf. Spahn hatte zuvor zusammen mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) das Universitätsklinikum in Düsseldorf besucht.

Der Minister sagte, es müsse unterschieden werden zwischen medizinischen Masken zum Schutz des medizinischen Personals vor einer Ansteckung und anderen in der Öffentlichkeit getragenen – auch selbstgenähten – Masken. Bei diesen gehe es darum, andere nicht anzustecken. Sie könnten "tatsächlich auch eine Hilfe sein dabei, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen". Er nehme wahr, dass es eine zunehmende Bereitschaft gebe, aus Solidarität mit anderen, diese Masken zu tragen, sagte Spahn.

Laschet nannte Spahn Äußerungen "treffend". Man sei jetzt prioritär damit beschäftigt, Masken für den medizinischen Bereich zu beschaffen. "Und wenn es sich gesellschaftlich entwickelt, dass jeder den anderen auch schützen will, dann ist das in Ordnung. Eine Pflicht sehe ich nicht."

15.28 Uhr: 150.000 bis 200.000 Arbeitslose durch Corona-Krise im April

Die Bundesagentur für Arbeit geht wegen der Corona-Krise von einem kurzfristigen Anstieg der Zahl der Arbeitslosen um 150.000 bis 200.000 aus. Das sagte der Vorstandsvorsitzende des Bundesagentur (BA), Detlef Scheele, in Berlin. Zuwächse seien auch bei der Grundsicherung zu erwarten, für deren Zugang ab Mittwoch Erleichterungen gelten sollen. Der nächste Zähltag steht am 12. April an, valide Zahlen gibt es bisher nicht. In die März-Statistik, für die der Stichtag der 12. März war, hatte die Corona-Krise noch keinen Eingang gefunden. Es sei derzeit zu erkennen, dass Arbeitslosigkeit vor allem in der Gastronomie und im Tourismus unausweichbar ist. Dort verfügten viele Betriebe nicht über ausreichende Rücklagen, um ihre Leute halten zu können.

15.03 Uhr: Regierung erwartet "Riesenwelle" an Anträgen für Corona-Kredite

Die Bundesregierung rechnet in der Corona-Krise beim KfW-Sonderkreditprogramm mit einer "Riesenwelle" an Anträgen von Firmen. Das verlautete aus Kreisen des Finanz- sowie Wirtschaftsministeriums. Die Regierung arbeite daneben an Verbesserungen für Firmen mit mehr als 10 Beschäftigten, die keine direkten Zuschüsse bekommen. Es werde dazu "noch etwas kommen". Man sei hierzu auch mit der EU-Kommission in Verhandlungen.

Wirtschaftsverbände hatten beim Sonderkreditprogramm der staatlichen Förderbank KfW eine "Förderlücke" vor allem beim Mittelstand beklagt und gefordert, dass der Staat 100 Prozent des Risikos übernimmt. Viele Betriebe seien derzeit wegen der massiven Folgen der Corona-Krise nicht mehr kreditwürdig.

14.37 Uhr: Virologe überrascht von Zurückhaltung des RKI

Der Leiter der großen Coronavirus-Studie im Kreis Heinsberg ist überrascht, dass das Robert Koch-Institut nicht selbst eine derartige Untersuchung angeschoben hat. "Es ist in jeder Hinsicht eine Pilotuntersuchung", erklärte der Virologe Hendrik Streeck. "Ich war selber überrascht, muss ich sagen, dass das Robert Koch-Institut nicht von vornherein diese Studie selber hat durchgeführt", sagte Streeck. Das Interesse an einer Eindämmung des Virus sei ja "ein bundesweites".

Der Virologe von der Uni Bonn soll nun im Auftrag der NRW-Landesregierung im Kreis Heinsberg nachvollziehen, wie sich das neuartige Coronavirus ausgebreitet hat. Der Kreis hatte früh viele Krankheitsfälle und gilt daher als ein Corona-Epizentrum. Von der Studie erhofft man sich Empfehlungen, wie künftig mit dem Virus umgegangen werden kann.

14.21 Uhr: Tschechien testet Handy-Überwachung von Infizierten

In Tschechien testen die Behörden ein neues Überwachungssystem, das eine Nachverfolgung der Kontaktpersonen von Coronavirus-Infizierten ermöglichen soll. Mit Hilfe des IT-Systems sei es möglich festzustellen, wo sich ein positiv auf das Coronavirus Getesteter genau aufgehalten habe, sagte eine Sprecherin der neugegründeten Software-Experten-Gruppe Covid19cz am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. 

14.13 Uhr: Schweden verbietet Besuche in Altersheimen

Die schwedische Regierung verbietet im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus alle Besuche in Altersheimen. Das gab die Regierung von Ministerpräsident Stefan Löfven am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Stockholm bekannt. Die Maßnahme gelte ab Mittwoch, sagte Vize-Ministerpräsidentin und Umweltministerin Isabella Lövin. "Wir müssen gemeinsam alles tun, was wir können, um die Ansteckungen von den Altenheimen fernzuhalten", sagte Sozialministerin Lena Hallengren.

Die Regierung will zudem mehr Menschen auf das Coronavirus testen. Dabei geht es den Schweden auch darum, zu sehen, ob sich jemand bereits mit dem Virus angesteckt hat und immun dagegen geworden ist. Bisher sind etwa 30.000 Schweden auf Covid-19 getestet worden.

14.10 Uhr: Spahn: Fast die Hälfte der Intensivbetten frei 

Rund 45 Prozent der bestehenden Intensivbetten in Deutschland sind nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) derzeit frei für die Behandlung von Coronavirus-Patienten. Diese freien Kapazitäten seien etwa durch die Verschiebung von planbaren Operationen geschaffen worden, sagte Spahn am Dienstag in Düsseldorf. Er hatte dort zusammen mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) das Universitätsklinikum besucht. 

13.45: Frankreich will 15 Millionen Schutzmasken produzieren – pro Woche

Bis Ende April wird Frankreich nach den Worten von Präsident Emmanuel Macron in der Lage sein, 15 Millionen Schutzmasken pro Woche zu produzieren. Die Unternehmen Air Liquide, Valeo, Schneider Electric und PSA würden zusammenarbeiten, um mehr Beatmungsgeräte für das Land zu fertigen, kündigt Macron an.

Die Regierung in Paris werde vier Milliarden Euro für die Beschaffung von Masken und Beatmungsgeräten bereitstellen. Künftig müsse mehr von dem, was im Kampf gegen die Pandemie benötigt werde, im eigenen Land produziert werden. Die Eigenständigkeit Frankreichs und Europas müsse in dieser Hinsicht wiederhergestellt werden.

13.36 Uhr: Kretschmann für freiwillige Stopp-Corona-App

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) würde eine freiwillige App zur Nachverfolgung der Ausbreitung des Coronavirus befürworten. "Wir müssen wissen, wem die infizierten Menschen begegnet sind, um Kontaktpersonen warnen zu können", sagte er am Dienstag in Stuttgart.

Eine App, die Bewegungen von Menschen festhalten könnte, solle jedoch erstmal freiwillig genutzt werden. "Kein Mensch käme in normalen Zeiten auf die Idee, so etwas zu machen", sagte er zu der Frage nach dem Schutz der Persönlichkeitsrechte. "Wir haben auch nicht vor, für solche Dinge Tür und Tor zu öffnen." Es seien aber keine normalen Zeiten. Kretschmann wolle die Idee auch auf Bundesebene unterstützen.

13.22 Uhr: Von der Leyen zu Notstandsgesetzen: Befristet und verhältnismäßig

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Notstandsgesetze wie das in Ungarn deutlich zurückgewiesen – ohne Budapest jedoch beim Namen zu nennen. "Alle Notstandsmaßnahmen müssen auf das, was notwendig ist, begrenzt und streng verhältnismäßig sein. Sie dürfen nicht unbegrenzt dauern", sagte die CDU-Politikerin am Dienstag in Brüssel. Die EU-Kommission werde die Notstandsgesetze der EU-Staaten in der Corona-Krise genau prüfen.

13.17 Uhr: Sachsen verlängert Ausgangsbeschränkungen

Sachsen verlängert die Ausgangsbeschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise bis 20. April. Das hat das Kabinett am Dienstag in Dresden beschlossen, wie die Regierung nach der Sitzung mitteilte.

13.06 Uhr: Französische Armee fliegt Patienten nach Deutschland aus

Die französische Armee fliegt weitere Corona-Patienten nach Deutschland aus. Ein Hubschrauber bringe Schwerkranke aus Metz nach Essen, schreibt die französische Verteidigungsministerin Florence Parly auf Twitter. Zudem solle ein für Krankentransporte aufgerüsteter Airbus A330 sechs Patienten aus dem elsässischen Mülhausen nach Hamburg fliegen.

13 Uhr: Seehofer fordert Herstellung von Schutzkleidung 

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat an die deutsche Industrie appelliert, in der aktuellen Notlage an der Herstellung dringend benötigter Medizinprodukte mitzuwirken. Es sei doch richtig, "dass wir die Kraft unserer Volkswirtschaft nutzen, um den Mangel zu beheben" sagte Seehofer am Dienstag in einem Interview mit "Bild Live". Als Lehre aus der Corona-Pandemie solle gesetzlich geregelt werden, dass Medikamente in Deutschland künftig stets in ausreichendem Umfang vorrätig sein müssten, erklärte der Innenminister.

12.52 Uhr: Polen verschärft Schutzmaßnahmen

Polen verschärft die Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Kosmetikshops und ähnliche Geschäfte werden geschlossen, ebenso Hotels, wie Ministerpräsident Mateusz Morawiecki mitteilt. Baumärkte müssen an Wochenenden dichtmachen. Die Menschen sollen einen Mindestabstand von zwei Metern einhalten, an Kassen dürfen künftig nur noch drei Personen in einer Reihe anstehen. Der Zugang zu Parks, Stränden und anderen öffentlichen Plätzen wird verboten. Für ältere Menschen soll es gesonderte Öffnungszeiten geben.

Die neuen Maßnahmen sollen mindestens zwei Wochen in Kraft bleiben. Die Regierung hatte bereits Anfang des Monats Beschränkungen erlassen und unter anderem Versammlungen von mehr als zwei Personen verboten sowie die Bürger aufgefordert, bis auf unbedingt nötige Ausnahmen zu Hause zu bleiben.

12.44 Uhr: Zwölfjährige in Belgien gestorben

In Belgien ist ein zwölfjähriges Mädchen in Folge einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. "Das ist ein sehr seltener Fall, aber er erschüttert uns sehr", sagte der für die Corona-Pandemie zuständige Behördensprecher am Dienstag in Brüssel. Demnach hatte das Kind zuvor drei Tage lang Fieber gehabt.

Es ist der erste Corona-Todesfall eines Kindes in Belgien. Vergangene Woche hatte der Tod einer 16-Jährigen bei Paris für Aufsehen gesorgt.

12.32 Uhr: Bayerische Soforthilfe in Höhe von fünf Milliarden Euro

Söder erklärt, dass von den 60 Milliarden Euro des Wirtschaftsfonds "Bayern-Schirm" fünf Milliarden Euro als Soforthilfe zur Verfügung gestellt werden. "Dieses Geld wirkt sofort."

12.29 Uhr: Söder: "Es gibt keinen Platz für Sorglosigkeit"

Söder mahnt: "Mit Blick auf das gute Wetter, das mancherorts in den kommenden Tagen prognostiziert wird: Es gibt keinen Platz für Entwarnung, es gibt keinen Platz für Sorglosigkeit." Der bayerische Ministerpräsident bittet darum, zu Hause zu bleiben und soziale Distanz zu wahren, um so das Gesundheitssystem zu entlasten.

12.22 Uhr: Scholz: "Wir haben noch harte Zeiten vor uns"

Scholz sagt: "Wir haben noch harte Zeiten von uns, da dürfen wir uns keine Illusionen machen." Er glaube dennoch daran, dass die Bundesrepublik durch diese Krise kommen und auch die Wirtschaft sich erholen wird.

12.19 Uhr: "Größtes Wirtschaftsprogramm der Geschichte"

Scholz unterstreicht die historische Tragweite der heutigen Beschlüsse mit Ministerpräsident Söder. "Das ist das größte Wirtschaftsstabilisationsprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik."

12.16 Uhr: Scholz: "Leben zu schützen – das muss vor allem anderen stehen"

Bundesfinanzminister Scholz sagt, gesundheitliche Fragen hätten aktuell höchste Priorität: "Die Infektion einzudämmen und das Leben unserer Mitbürger zu schützen – das muss nun vor allem anderen stehen."

12.11 Uhr: "Bayern-Schirm" verabschiedet – 60 Milliarden Euro für Wirtschaft

Söder erklärt, der sogenannte "Bayern-Schirm" sei heute verabschiedet worden. Dies sei ein 60 Milliarden Euro schwerer Wirtschaftsfonds. Im Detail besteht er aus einer Beteiligung des Landes Bayern in Höhe von 20 Milliarden Euro sowie einer Bürgschaft für insbesondere junge Unternehmen und Start-ups in Höhe von 40 Milliarden Euro.

12.10 Uhr: Zwei Milliarden Euro für bayerische Wirtschaft

Söder gibt bekannt, dass durch eine Stundung von Steuern bereits über zwei Milliarden Euro zur Liquidität der bayerischen Wirtschaft beigetragen habe.

12.07 Uhr: Söder: "Verhindern, dass wir unseren Wohlstand verlieren"

Markus Söder spricht in München zur Presse und erklärt den Grund für seinen Termin mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz: "Wir müssen verhindern, dass unsere Wirtschaft in eine Schockstarre verfällt und wir unseren Wohlstand verlieren." Dazu laute die Strategie: "Überbrücken, überleben – und dann wieder durchstarten."

10.27 Uhr: Stellvertreter des Papstes erkrankt

Der Stellvertreter des Papstes für das Bistum Rom ist an Covid-19 erkrankt. Der Kardinalvikar des Bistums, Angelo De Donatis, sei der erste Kardinal, der sich mit dem Coronavirus angesteckt habe, berichtete die vatikanische Medienplattform "Vaticannews". Der 66-Jährige habe Fieber und sei im Krankenhaus, es gehe ihm aber gut, teilte das Bistum Rom am Montagabend mit. Er liegt in der römischen Klinik, in der auch Päpste behandelt werden.

10.21 Uhr: RKI-Chef: "Handfeste Zahlen" dürften bis Ostern vorliegen

Wieler sagt, grundsätzlich sei er optimistisch, dass die Maßnahmen wirken. Er gehe davon aus, dass "handfeste Zahlen" bis Ostern vorliegen, die Aussagen über einen Trend ermöglichen. 

Mehr Informationen zur Pressekonferenz finden Sie hier.

10.20 Uhr: Pandemie wird noch Monate weitergehen

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, weist darauf hin, dass die Strategie gegen das Coronavirus weiter Bestand habe: Eindämmung, Schutz der besonders gefährdeten Personen, Aufstockung der Kapazitäten. Die Pandemie gehe weiter und werde noch einige Wochen und Monate weitergehen, sagt Wieler.

10.19 Uhr: Mund-Nasen-Schutz dämmt Ausbreitung ein

RKI-Chef Wieler erklärt, der Mund-Nasen-Schutz schränke eine mögliche Tröpfcheninfektion ein. Auch ein selbst genähter Mund-Nasen-Schutz habe diesen Effekt. "Bildlich gesprochen verhindert er, dass die Viren so weit fliegen", so Wieler.

10.17 Uhr: Sterblichkeitsrate liegt bei 0,8 Prozent

Wieler sagt, die aktuell noch vergleichsweise niedrige Sterblichkeitsrate von 0,8 Prozent erkläre sich damit, dass in Deutschland frühzeitig und flächendeckend getestet werde. Jedoch prognostiziert der Epidemiologe ein Steigen der Quote.

10.12 Uhr: Wieler: "Dies ist eine schwerwiegende Krankheit"

Wieler mahnt an, dass Covid-19 ernst genommen werden muss. "Dies ist eine schwerwiegende Krankheit", so der RKI-Chef. Aus einer Studie gehe hervor, dass nur 41 Prozent der Deutschen die Krankheit für gefährlich hielten.

10.07 Uhr: Über 500 Todesfälle in Deutschland

Bisher seien 583 Covid-19-Todesfälle in Deutschland bekannt, so Wieler. Dies sind über 100 Todesfälle mehr als am Vortag. Wieler schlüsselt auf, dass über 500 Todesopfer über 70 Jahre alt gewesen seien. Das jüngste Opfer, das den Folgen von Covid-19 in Deutschland erlegen ist, sei 28 Jahre alt gewesen und habe an Vorerkrankungen gelitten.

Recherchen von t-online.de haben andere, aktuellere Zahlen ergeben. Mehr erfahren Sie hier.

10.05 Uhr: Über 61.000 übermittelte Fälle in Deutschland

Wieler erklärt, bis zur gestrigen Nacht seien über 61.000 Corona-Fälle in Deutschland gemeldet worden. Dies sind über 4.000 mehr als am gestrigen Tag. 

10 Uhr: RKI-Chef stellt drei Säulen Kampf gegen Corona vor

RKI-Chef Wieler hat drei Säulen zum Kampf gegen die Corona-Epidemie in Deutschland vorgestellt. Diese seien: Isolation der Erkrankten, Schutz der besonders Gefährdeten sowie die Versorgungskapazitäten erhöhen. "Wir müssen Intensiv- und Beatmungskapazitäten erhöhen, damit umso mehr Menschenleben gerettet werden können", betonte Wieler.

10 Uhr: Jetzt live: Das Robert Koch-Institut informiert über die aktuelle Infektionslage

Das Robert Koch-Institut (RKI) informiert ab 10 Uhr in einer Pressekonferenz über die aktuelle Ausbreitung des Coronavirus in der Bundesrepublik. Wir fassen die wichtigsten Aussagen für Sie im Liveblog zusammen.

Verfolgen Sie die Pressekonferenz mit RKI-Chef Prof. Lothar Wieler hier im Livestream:

9 Uhr: Israel verhängt strengere Ausgangsbeschränkungen

Israel hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus noch strengere Ausgangsbeschränkungen verhängt. Die Regierung verbot unter anderem öffentliche Gebete und Hochzeiten, wie das Büro des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in der Nacht zum Dienstag mitteilte. An der Klagemauer in Jerusalem dürfen nur noch bis zu zehn Menschen beten. Sie müssen dabei einen Abstand von mindestens zwei Metern zueinander halten.

8.50 Uhr: Infektionen in weiterem niedersächsischen Altenheim

Die Zahl bestätigter Corona-Infektionen in niedersächsischen Senioren- und Pflegeheimen nimmt weiter zu. In einer Einrichtung in Gadenstedt bei Peine steckten sich 13 der etwa 90 Bewohner sowie drei Beschäftigte mit dem Erreger an, wie ein Sprecher des Landkreises der "Peiner Allgemeinen Zeitung" (Dienstag) sagte.

8.47 Uhr: Lambrecht: Handydaten-Erfassung nur auf freiwilliger Basis

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hält eine Nutzung von Handydaten zur Eindämmung des Coronavirus nur unter dem Aspekt der Freiwilligkeit für möglich. "Die Freiwilligkeit ist ein ganz wichtiger Aspekt. Da können und wollen wir nicht drumherum", sagte sie am Dienstagmorgen im Deutschlandfunk. Zudem müsse klar sein, dass es nur eine Nutzung auf Zeit wäre und die Daten nach der Krise gelöscht würden. "Alle Einschränkungen dürfen nur so lange gebraucht werden, wie es absolut notwendig ist."

8.13 Uhr: Söder fordert "nationale Notfallproduktion" von Schutzmasken

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat eine "nationale Notfallproduktion" von Schutzmasken gefordert. "Was wir dringend brauchen sind mehr Masken und zwar die hochwertigen Masken für unser gesamtes Personal in den Krankenhäusern und Arztpraxen", sagte der CSU-Chef am Dienstag im "ARD Morgenmagazin". "Wichtig ist, dass wir eine nationale Notfallproduktion endlich bekommen." Die deutsche Wirtschaft müsse jetzt darauf umstellen. Es brauche einen ausreichenden Vorrat in Krankenhäusern, Arztpraxen und Altersheimen, forderte er.

Markus Söder: Der bayerische Ministerpräsident fordert die rasche Produktion nötiger Atemschutzmasken. (Quelle: imago images/Sven Simon)Markus Söder: Der bayerische Ministerpräsident fordert die rasche Produktion nötiger Atemschutzmasken. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Nach Angaben des bayerischen Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger würden bereits über 10.000 Masken pro Tag im süddeutschen Bundesland produziert. Der Politiker sagte bei einer Pressekonferenz am gestrigen Montag: "Wir haben noch Material, um 10 Millionen Masken zu produzieren."

7.50 Uhr: Jena plant Maskenpflicht für öffentlichen Raum

Die Stadt Jena plant in der Coranavirus-Pandemie eine Maskenpflicht. "In einer Woche soll das Tragen eines Mund-und-Nasen-Schutzes in Jenaer Verkaufsstellen, dem öffentlichen Nahverkehr und Gebäuden mit Publikumsverkehr verpflichtend werden", teilte die Stadt mit. 

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7 Uhr: Datenschutzbeauftragter für freiwillige Apps mit Bewegungsdaten

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber setzt ausschließlich auf freiwillig installierte Apps, wenn es darum geht, die Coronavirus-Ausbreitung mit Hilfe von Smartphone-Daten einzudämmen. "Jeder hätte die Daten, wen er getroffen hat, zunächst nur auf seinem Handy und könnte sie im Falle einer Infektion teilen", beschrieb Kelber eine datenschutzkonforme Lösung in einem Interview der "Wirtschaftswoche".

5 Uhr: Mehr als 3.000 Tote und rund 163.000 Kranke in den USA

In den USA ist die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 auf mehr als 3.000 gestiegen. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor, die am Montagabend (Ortszeit USA) 3.008 Todesfälle verzeichnete. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Sars-CoV-2 in den Vereinigten Staaten stieg demnach auf mehr als 163.000. Damit gibt es in den USA weiterhin mehr bekannte Infektionen als in jedem anderen Land der Welt, noch vor Italien, Spanien und China. Bei der Zahl der Toten liegen die USA hinter Italien, Spanien, China und Frankreich.

China hat derweil 48 weitere Infektionen gemeldet. Weiter teilte die Gesundheitskommission mit, dass ein weiterer Patient an den Folgen der Lungenkrankheit gestorben ist. Nach den offiziellen Zahlen sind bislang 3.305 Menschen in China dem Virus zum Opfer gefallen. Insgesamt wurden auf dem chinesischen Festland 81.518 Infizierte registriert, von denen sich bisher über 76. 000 wieder erholt haben.

4.40 Uhr: Laborärzte: Flächendeckende Tests "illusorisch"

Für großflächige Coronavirus-Tests in der Bevölkerung sieht der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL) momentan keine Möglichkeiten. "Die wünschenswerte "flächendeckende" Testung ist derzeit illusorisch", sagte der BDL-Vorsitzende Andreas Bobrowski der Deutschen Presse-Agentur. Die Testmaterialien wie Entnahmesets und Reagenzien für die Labore würden von Tag zu Tag knapper. Auch die Lieferzeiten der ebenfalls erforderlichen PCR-Geräte seien derzeit extrem lang. Bei PCR-Tests werden Abstriche aus Nase oder Rachen genommen und im Labor mit Hilfe dieser Geräte auf Viren-Erbgut untersucht. Tests müssten derzeit nach medizinischen Notwendigkeiten priorisiert werden, wozu das Robert-Koch-Institut Kriterien erarbeitet habe, sagte Bobrowski. Wer getestet wird, entscheiden im Moment Kliniken und Ärzte selbst. 

4 Uhr: Arzneimittelbehörde warnt vor Nebenwirkungen experimenteller Therapien

Frankreichs Arzneimittelbehörde ANSM hat mögliche gefährliche Nebenwirkungen bis hin zu Todesfällen bei neuen Methoden zur Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 festgestellt. Bei mit dem Coronavirus infizierten Patienten, die mit Plaquenil oder anderen Medikamenten wie Kaletra behandelt wurden, seien rund 30 verschiedene unerwünschte schwere Nebenwirkungen aufgetreten, sagte ANSM-Direktor Dominique Martin. So habe es auch drei Todesfälle gegeben.

Plaquenil enthält den Wirkstoff Hydroxychloroquin, der in der Malaria-Prophylaxe Anwendung findet. Kaletra enthält eine Kombination aus den Wirkstoffen Lopinavir und Ritonavir, die üblicherweise zur Behandlung von HIV-Patienten eingesetzt werden. Die Nebenwirkungen wurden aus Krankenhäusern gemeldet. Ob sie auf die genannten experimentellen Methoden zur Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 zurückzuführen sind, muss laut Martin noch untersucht werden. Er mahnte in jedem Fall, solche Medikamente "in keinem Fall" eigenmächtig einzunehmen.

3.18 Uhr: Große Pyramide in Gizeh mahnt Ägypter: "Bleibt zu Hause"

Auf die Große Pyramide in Gizeh sind Botschaften zur Coronavirus-Pandemie projiziert worden. "Bleibt sicher", "Bleibt zuhause" und "Dank an jene, die uns sicher halten" war am Montagabend in blauen und grünen Lichtzeichen auf dem mächtigen Grabmal des Pharaos Cheops nahe der ägyptischen Hauptstadt Kairo zu lesen.

Ägypten: Die Pyramiden von Gizeh sind wegen der Pandemie derzeit geschlossen.  (Quelle: Mohamed Abd el Ghany / Reuters)Ägypten: Die Pyramiden von Gizeh sind wegen der Pandemie derzeit geschlossen. (Quelle: Mohamed Abd el Ghany / Reuters)

3.07 Uhr: Airbnb erstattet Gastgebern teils Stornogebühren

Die US-Zimmervermittler Airbnb stellt 250 Millionen Dollar (227 Mio. Euro) zur Verfügung, um Verluste von Gastgebern auf der ganzen Welt auszugleichen, deren Gäste Buchungen angesichts der Coronavirus-Pandemie storniert haben.

Die Hilfe, die Gastgeber 25 Prozent ihrer normalen Stornogebühren erstattet, würde weltweit mit Ausnahme von China angeboten, schreibt Geschäftsführer Brian Chesky in einem Brief an die Vermieter. Die Zahlungen würden für die Stornierung von Reservierungen mit Check-in-Terminen zwischen dem 14. März und dem 31. Mai gelten. 

02.45 Uhr: Australischer Bundesstaat verhängt hohe Strafen

Die Bewohner des bevölkerungsreichsten Bundesstaats Australiens, New South Wales (NSW), müssen bei Verlassen ihres Hauses ohne triftigen Grund ab sofort mit hohen Geld- oder Freiheitsstrafen rechnen. Die Gesundheitsverordnung, die am späten Montag erlassen wurde, verhängt bei Regel-Verstößen Geldstrafen von bis zu 6.779 Dollar (11.000 AUD) oder bis zu sechsmonatige Gefängnisstrafen. Die Regierung in NSW warnt vor verfrühten Hoffnungen nach einer Verlangsamung der Infektionsraten im ganzen Land in den letzten Tagen. "Was wir berücksichtigen müssen, ist die Community-to-Community-Übertragung, von der wir vielleicht nicht einmal wissen", sagt die Premierministerin NSW, Gladys Berejiklian, in Sydney. "Es ist wirklich wichtig für uns, in diesem Stadium dieses Maß an Kontrolle beizubehalten und so weit wie möglich einzudämmen." NSW hat 2.032 bestätigte Fälle des Virus, fast die Hälfte der Gesamtzahl des Landes, teilt die Gesundheitsbehörde mit.

1.38 Uhr: Spanien verbietet alle Beerdigungszeremonien – Ausgangsperre verschärft

Spanien hat wegen der Coronavirus-Pandemie alle Beisetzungszeremonien verboten. Die Teilnehmerzahl bei Bestattungen ist bis auf Weiteres auf maximal drei dem Verstorbenen nahe stehende Menschen beschränkt, wie es in einem am Montag veröffentlichten Regierungsdekret heißt. Die Einschränkungen bei Beerdigungen gelten bis zum Ende des derzeitigen offiziellen landesweiten Notstandes, der vorerst bis zum 11. April befristet ist.

Zudem hat in der Nacht zum Dienstag in Spanien eine ebenso drastische wie umstrittene Verschärfung der Ausgangssperre begonnen. Seit Mitternacht dürfen alle Bürger, die nicht in wesentlichen Wirtschaftssektoren tätig sind, nicht mehr zu ihrer Arbeitsstelle fahren. Das entsprechende Dekret der linken Regierung gilt zunächst bis zum 9. April. Betroffen sind vor allem das Baugewerbe und weite Teile der Industrie.

1.40 Uhr: Kanada hilft Ureinwohnern beim Umzug in die Wildnis

In der Corona-Krise hilft Kanadas Regierung den Ureinwohnern des Landes dabei, sich in der arktischen Wildnis zu verteilen. Dafür sollen rund 2,6 Millionen (rund 1,6 Millionen Euro) kanadische Dollar zu Verfügung gestellt werden, teilte die Regierung in Ottawa am Montag (Ortszeit) mit.

Viele Ureinwohner in dem Gebiet Nordwest-Territorien im Norden Kanadas lebten eng zusammen in großen Familienverbünden, weil es zu wenig Häuser und Wohnungen gebe, sagte Kami Kandola, Gesundheitsbeauftragter der Region. Viele von ihnen wollen nun in Jagd- oder Fischerhütten in der Wildnis des Gebiets ziehen, wo sie besser voneinander Abstand halten können, um sich und andere so vor einer Ansteckung mit dem Virus zu schützen.

1.35 Uhr: SPD-Chefin Esken lehnt Handy-Tracking ab

Die SPD-Spitze stellt sich gegen den besonders von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) forcierten Vorschlag zum Tracking individueller Mobilfunkdaten zur Eindämmung der Corona-Pandemie.Der Vorschlag Spahns würde "gar nicht helfen gegen die Ausbreitung des Virus", sagte Parteichefin Saskia Esken (58) dem in Berlin erscheinenden Tagesspiegel (Dienstag). "Weil die Funkzellen viel zu groß sind, wären die Ergebnisse zu ungenau", warnte die SPD-Politikerin. 

Niemandem sei damit gedient, wenn in einer Großstadt auf dem Smartphone die Nachricht aufblinke, dass sich im Umkreis von 500 Metern eine Corona-Infizierte Person befindet. Esken: "Das schürt nur Panik, dämmt aber die Infektionsgefahr nicht ein. Das war einfach nur ein untauglicher Vorschlag." Offen zeigte sich die Parteivorsitzende für den Einsatz von Trackingverfahren auf freiwilliger Basis, wie er als Alternative auch in der Bundesregierung geplant wird. 

Montag, 31. März, 00.30 Uhr: Ford und GE versprechen 50.000 Beatmungsgeräte in 100 Tagen

Der zweitgrößte US-Autobauer Ford will im Kampf gegen die Corona-Krise zusammen mit dem Industriekonzern General Electric (GE) 50.000 Beatmungsgeräte in 100 Tagen herstellen. Die Produktion soll am 20. April beginnen und mit rund 500 Beschäftigten in drei Schichten fast rund um die Uhr laufen, wie Ford am Montag mitteilte. Die Unternehmen gehen davon aus, ab Anfang Juli eine Fertigungskapazität von 30.000 Geräten pro Monat zu erreichen

Sonntag, 30. März, 23.34 Uhr: Trump: Einreisestopp für Europäer soll verlängert werden

Der zunächst auf einen Monat begrenzte Einreisestopp der US-Regierung für Besucher aus Europa soll verlängert werden. Diese und ähnliche Beschränkungen würden in Kraft bleiben und möglicherweise sogar verschärft werden, sagte US-Präsident Donald Trump am Montag im Garten des Weißen Hauses. Dies werde dabei helfen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen, sagte Trump. "Es ist sehr wichtig, Grenzen zu haben."  Zudem werden die USA nach Angaben von Trump Schutzausrüstung in Wert von etwa 100 Millionen Dollar nach Italien schicken. Hier lesen Sie mehr zu dem Thema.

22 Uhr: Deutschland und Frankreich sorgen sich um Beobachter in Ostukraine

Deutschland und Frankreich haben den prorussischen Separatisten in der Ostukraine vorgeworfen, die Arbeit der dortigen OSZE-Beobachter unter dem Vorwand der Corona-Pandemie zu behindern. Die Außenminister beider Länder, Heiko Maas und Jean-Yves Le Drian, erklärten am Montagabend, sie seien "sehr besorgt" über Beschränkungen, die den von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa entsandten Kräften seit dem 21. März auferlegt worden seien.

Die Beobachter müssten auf dem ganzen Gebiet der Ukraine einen sicheren, geschützten und ungehinderten Zugang haben, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. "Der Ausbruch der Corona-Pandemie darf nicht als Vorwand dienen, die Bewegungsfreiheit der SMM (Special Monitoring Mission/Beobachtermission) und die Umsetzung ihres Mandats zu behindern."

21.45 Uhr: Italien verlängert Ausgangssperre bis Ostern

Die in Italien verhängte Ausgangssperre wird bis Ostern verlängert. Die vor drei Wochen angeordnete landesweite Ausgangssperre gelte noch mindestens bis zum 12. April, teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza mit. Damit folge die Regierung der Empfehlung ihres wissenschaftlichen Beratergremiums. Anderenfalls wären die Maßnahmen am Freitag ausgelaufen.

20.19 Uhr: Mehr als 3.000 Tote in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten auf mehr als 3.000 angestiegen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 418 weitere Todesfälle verzeichnet, wie die Behörden mitteilten. Mehr als 5.000 Menschen befänden sich auf Intensivstationen, hieß es weiter.

Insgesamt seien aktuell fast 21.000 Covid-19-Patientinnen und -Patienten im Krankenhaus. Rund ein Drittel der schwer Erkrankten sei jünger als 60 Jahre, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon. Insgesamt zählt Frankreich 44.550 bestätigte Infektionen.

19.45 Uhr: Drei weitere Corona-Tote in Würzburger Seniorenheim

Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus sind erneut drei mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Es handele sich um zwei Frauen im Alter von 105 und 94 Jahren sowie einen 88 Jahre alten Mann, teilte das Landratsamt Würzburg mit. Alle drei hätten unter schweren Vorerkrankungen gelitten. Erst am Sonntagabend hatte das Heim den Tod eines 80-Jährigen gemeldet. Insgesamt sind im Raum Würzburg 17 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben, ein Großteil davon in der Senioreneinrichtung. Die übrigen positiv auf das Virus getesteten Menschen des Heimes wurden am Wochenende auf Stationen innerhalb der Einrichtung isoliert.

19.36 Uhr: Weniger häusliche Gewalt trotz Corona-Krise in NRW

Entgegen den Erwartungen von Experten deuten erste Zahlen auf einen deutlichen Rückgang der häuslichen Gewalt in der Corona-Krise hin. Während im März vergangenen Jahres (1.3.-29.3.) noch 3.003 Polizeieinsätze wegen häuslicher Gewalt registriert wurden, waren es im Vergleichszeitraum dieses Jahres lediglich 2.112 Einsätze. Das hat das NRW-Innenministerium am Abend auf dpa-Anfrage mitgeteilt. Das entspricht einem Rückgang um 30 Prozent.

Eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums betonte allerdings, dass die Zahlen vorläufig seien. Oft werde ein Verfahren wegen häuslicher Gewalt zunächst als Körperverletzung geführt und erst später auch als häusliche Gewalt ausgewiesen. "Wir müssen davon ausgehen, dass die häusliche Gewalt zunehmen wird", hatte etwa Claudia Fritsche von der Koordinierungsstelle der Landesarbeitsgemeinschaft Autonomer Frauenhäuser NRW gesagt.

19.21 Uhr: Auch dritter Corona-Test bei Kanzlerin Merkel negativ

Der dritte Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist wie die ersten beiden negativ ausgefallen. Das teilte ein Regierungssprecher am Montag in Berlin mit. Er ergänzte: "Die Bundeskanzlerin wird auch in den nächsten Tagen die Dienstgeschäfte aus ihrer häuslichen Quarantäne wahrnehmen."

Merkel hatte sich im Zusammenhang mit der Pandemie gegen Pneumokokken impfen lassen, die eine Covid-19-Erkrankung erschweren können. Später stellte sich heraus, dass ihr Arzt mit dem Coronavirus infiziert war. Merkel begab sich daraufhin in häusliche Isolation.

19.14 Uhr: Umfrage: Mehr als die Hälfte der Bundesbürger für schärfere Ausgangssperren

Mit 55 Prozent befürworten mehr als die Hälfte der Deutschen bundesweit schärfere Ausgangsbeschränkungen. 42 Prozent der Bundesbürger lehnen dies dagegen ab, ergab Blitzumfrage des Forsa-Instituts im Auftrag von RTL und n-tv ergab. FDP-Anhänger sprachen sich mit 57 Prozent mehrheitlich gegen verschärfte Beschränkungen aus, gefolgt von der AfD mit 52 Prozent. Die größte Zustimmung kam von Anhängern der SPD (62 Prozent) und der CDU/CSU (57 Prozent).

88 Prozent der Befragten halten es für richtig, dass die geltenden Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus noch mindestens weitere drei Wochen andauern sollten, 76 Prozent würden auch eine Verlängerung mittragen, wenn nötig. 80 Prozent waren dafür, dass der Bund im Kampf gegen die Pandemie mehr Kompetenzen erhalten sollte. Vergleichsweise häufig lehnten dies mit 40 Prozent die AfD-Anhänger ab.

In der aktuellen Diskussion um die Freigabe persönlicher Daten im Kampf gegen Corona wären zudem 62 Prozent der Bundesbürger bereit, den verantwortlichen Behörden persönliche Daten wie Handy-Daten zur Verfügung zu stellen, um Kontakte nachzuvollziehen.

19.01 Uhr: IWF: Europas Wirtschaft wird dieses Jahr schwere Rezession erfahren

Europas Wirtschaft steht nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr eine schwere Rezession bevor. Das sei angesichts der weitgehenden Stilllegung des öffentlichen Lebens inzwischen eine Gewissheit, schrieb der Direktor der IWF-Europa-Abteilung, Poul Thomsen, in einem Blogbeitrag. Für jeden Monat, in dem zahlreiche Branchen in den großen europäischen Volkswirtschaften weiterhin quasi stillstünden, würde die jährliche Wirtschaftsleistung um etwa drei Prozent niedriger ausfallen, schrieb er.

Europas Sozialsysteme sollte es gelingen, einen Teil der Auswirkungen abzufedern, obwohl sie nicht dafür konzipiert worden seien, "Bedürfnisse in dieser Größenordnung" zu bedienen, schrieb Thomsen. Alle Länder müssten jetzt pro-aktiv und mutig gegensteuern, forderte er. Die Dauer der Corona-Krise in Europa sei noch nicht absehbar, eines aber sei klar: "Eine schwere Europäische Rezession in diesem Jahr ist eine ausgemachte Sache", schrieb Thomsen.

18.37 Uhr: Zahl der Corona-Ansteckungen in Italien stabilisiert sich

Der Anstieg der Zahl der Corona-Infizierten in Italien ist so niedrig wie seit Beginn der landesweiten Ausgangssperren nicht. Die Zahl der aktuell Erkrankten nahm bis Montag um 1.648 auf 75.528 zu – so wenig wie seit dem 10. März nicht. In die Zahl sind Tote und Geheilte nicht eingerechnet. Die Zahl der Gesamtinfektionen stieg auf 101.739, wie der Zivilschutz mitteilte. Auch hier war der prozentuale Anstieg geringer. Die Zahl der Verstorbenen ist allerdings nach wie vor so hoch wie in keinem anderen Land der Welt. Bis Montag kamen 812 Tote hinzu, insgesamt sind es nun 11.591.

18.14 Uhr: Maas warnt vor weltweitem "Kampf oder Krieg" um Schutzkleidung

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) blickt besorgt auf den internationalen Wettbewerb um Schutzausrüstung in der Corona-Krise. "Wir brauchen einzelne Bestandteile, um Geräte, um Schutzausrüstung produzieren zu können, die aus dem Ausland zugeliefert werden", sagte er in einer Live-Sendung der "Bild"-Zeitung. "Andere brauchen Lieferungen von uns, um ihre Produktion aufrecht zu erhalten."

Der Außenminister warnte: "Das darf nicht zu einem Kampf oder schon gar zu einem Krieg um Schutzausrüstung, Beatmungsgeräte oder Masken ausarten." Das sei eine der größten Herausforderungen für die internationale Staatengemeinschaft, die es derzeit gebe. Maas zeigte sich zugleich offen für eine Mundschutz-Pflicht wie in Österreich. "Wenn es Sinn macht, sollte man so etwas nicht ausschließen", sagte er. Es müsse dann aber auch sichergestellt sein, dass die Masken geeignet sind, einen selbst oder andere zu schützen. "Es nützt nichts, sich irgendetwas ins Gesicht zu hängen, was überhaupt keine Schutzwirkung entfaltet."

17.35 Uhr: Zahl der Todesopfer in der Lombardei steigt weiter

Die Zahl der Todesopfer in der Lombardei steigt einem Insider zufolge weiter. Sie sei um etwa 458 auf circa 6.818 gestiegen, sagte eine mit den Daten vertraute Person. Am Sonntag waren 416 neue Todesfälle in der besonders stark betroffenen Region gemeldet worden. Die offiziellen italienischen Fallzahlen werden im Laufe des Abend erwartet.

17 Uhr: US-Krankenhausschiff erreicht im Kampf gegen Coronavirus New York

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie ist ein Krankenhausschiff der US-Marine in der Großstadt New York angekommen. Die 272 Meter lange "USNS Comfort" erreichte am Montag den Hafen der Millionenmetropole. Das schwimmende Krankenhaus mit tausend Krankenbetten und zwölf Operationssälen soll die New Yorker Kliniken entlasten.

Die "USNS Comfort" ist vor New York City eingelaufen: Das Schiff soll die Krankenhäuser der Stadt entlasten. (Quelle: Reuters)Die "USNS Comfort" ist vor New York City eingelaufen: Das Schiff soll die Krankenhäuser der Stadt entlasten. (Quelle: Reuters)

Zwar werden auf der "USNS Comfort" keine Coronavirus-Patienten behandelt. Dafür können andere Patienten auf das Schiff verlegt werden, um den Krankenhäusern mehr Kapazitäten für Coronavirus-Patienten zu verschaffen.

16.45 Uhr: Italien denkt über Schritte Richtung Normalität nach

Angesichts von Hoffnungen auf eine Stabilisierung bei den Corona-Neuinfektionen hat in Italien eine Debatte über Wege zur Lockerung der Beschränkungen begonnen. Gleichzeitig warnten Experten, eine Rückkehr zur Normalität werde nur in kleinen Schritten erfolgen. "Es gibt zwar noch keine Signale eines Rückgangs, doch es geht besser", sagte der Präsident des nationalen Gesundheitsinstitutes ISS, Silvio Brusaferro, der Zeitung "La Repubblica" vom Montag.

"Wir warten bis Ostern und werden dann die Zahlen prüfen, um weitere Schritte zu unternehmen", beschrieb er den möglichen Zeitrahmen. In Italien gelten bis Freitag strenge Ausgangsverbote mit wenigen Ausnahmen. Es wird erwartet, dass die Regierung sie verlängert.

16.25 Uhr: Besondere Rückholaktion – Deutsche aus Österreich eskortiert

In einer ungewöhnlichen Rückholaktion hat die deutsche Botschaft in Wien am Montag mehr als 300 Deutschen die Heimreise aus österreichischen Quarantänegebieten ermöglicht. Die Menschen, meist in der Tourismusbranche am Arlberg oder im Paznauntal tätig, harrten seit dem 13. März dort aus, weil die Gemeinden unter Quarantäne gestellt worden waren. Da die Maßnahmen bis zum 13. April verlängert wurden, setzte sich die Botschaft bei der österreichischen Regierung für eine vorzeitige Ausreise ein. "Wir sind dem Außen- und dem Gesundheitsministerium dankbar, dass wir gemeinsam in kurzer Zeit die Möglichkeit zu einer kontrollierten Ausreise schaffen konnten, die mit den österreichischen und den deutschen Vorschriften in Einklang steht", sagte der deutsche Botschafter in Österreich, Ralf Beste.

16.15 Uhr: Ryanair lässt Flotte bis Ostern weitgehend am Boden

Europas größte Billig-Airline Ryanair hält seine Flotte weiterhin zum größten Teil am Boden. Der extrem eingeschränkte Flugplan mit einigen Verbindungen von und nach Irland und Großbritannien werde um eine Woche bis einschließlich Gründonnerstag (9. April) verlängert, teilte das Unternehmen am Montag in Dublin mit. Gründe sind Flugverbote und weitere Einschränkungen in den europäischen Ländern in Folge der Corona-Pandemie. Mehr als 90 Prozent der Ryanair Flotte bleiben damit am Boden.

16 Uhr: 7.000 Menschen in deutschen Krankenhäusern, 1.100 werden beatmet

In den Krankenhäusern in Deutschland werden momentan rund 7.000 Menschen mit Covid-19 behandelt. Davon befinden sich rund 1.500 Patienten auf Intensivstationen, von denen etwa 1.100 beatmet werden müssen. Das ergab am Montag eine Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). "Wir haben es geschafft, die so wichtigen Beatmungsplätze im Bereich der Intensivmedizin von ehemals 20.000 Plätzen auf zwischenzeitlich 30.000 zu steigern", sagte DKG-Präsident Gerald Gaß der dpa.

Die weitere Entwicklung hänge jetzt sehr stark von der Belieferung mit zusätzlichen Beatmungsgeräten durch die Industrie ab. Die Bundesregierung hatte zur Aufstockung der Kapazitäten in den Krankenhäusern 10.000 neue Beatmungsgeräte bestellt. Auch branchenfremde Unternehmen wie Volkswagen überlegen, in einigen Werken übergangsweise Komponenten für medizintechnische Geräte zu bauen, um die Engpässe zu lindern.

15.55 Uhr: 20-Jähriger spuckt Polizisten an – "Ich hab Corona!"

Mit den Worten "Ich hab' Corona!" soll ein 20-Jähriger aus dem Risikogebiet Kreis Heinsberg einen Polizisten angespuckt haben. Er habe in einer Gruppe Alkohol getrunken und die Aufforderung der Polizei, das Gelage aufzulösen, ignoriert, berichtete ein Polizeisprecher am Montag. Ein Polizist sei mehrfach vom Speichel des 20-Jährigen getroffen worden, ebenso ein Streifenwagen.

Weiter um sich spuckend sei der Mann dann in Gewahrsam genommen worden. Bereits zwei Tage zuvor sei ein Bußgeldverfahren gegen ihn eingeleitet worden, weil er das Kontaktverbot missachtet habe. Später gab er an, zumindest nicht wissentlich infiziert zu sein. Nun komme noch ein Verfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte hinzu.

15.03 Uhr: Ungarn: Umstrittenes Corona-Notstandsgesetz verabschiedet

Ministerpräsident Viktor Orban hat seine Macht mit Hilfe der Corona-Krise erheblich ausgebaut: Das Parlament in Budapest billigte am Montag mit deutlicher Mehrheit einen Gesetzentwurf der Regierung, der es Orban nun ermöglicht, im Rahmen eines Notstands von unbegrenzter Dauer per Dekret zu regieren. Kritiker in Ungarn und im Ausland werfen Orban vor, die Pandemie als Vorwand zu nutzen, um die Machtstellung seiner nationalkonservativen Regierung noch weiter auszubauen. Mehr dazu lesen Sie hier.

14.46 Uhr: Niedersachsen ordnet Aufnahmestopp für alle Pflegeheime an

Das Land Niedersachsen hat nach dem Tod mehrerer mit dem Coronavirus infizierter Pflegebedürftiger in Wolfsburg einen Aufnahmestopp für Pflegeheime angeordnet. Ausnahmen gebe es nur, wenn eine 14-tägige Quarantäne für neue Bewohner gewährleistet sei, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann am Montag in Hannover.

Die SPD-Politikerin appellierte zudem an Angehörige, auf Besuche älterer Angehöriger zu verzichten. "Bitte besuchen Sie Ihre Lieben nicht. Damit schützen Sie nicht nur Ihre eigene Mutter oder Ihren eigenen Vater, sondern alle." Es gebe viele Hinweise, dass die Besuchsverbote für Alters- und Pflegeheime nicht beachtet worden seien. Im Wolfsburger Hanns-Lilje-Heim sind 17 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, wie die Stadt am Montag mitteilte. Bei den meisten von ihnen seien vor dem Tod keine Covid-19-Symptome aufgetreten.

14.32 Uhr: Bayern: Arztpraxen warten dringend auf Schutzmasken

Arztpraxen geraten zunehmend wegen fehlender Schutzmasken unter Druck. Rund 60 Praxen hätten deshalb bis Ende vergangener Woche den Betrieb eingestellt, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) am Montag auf Anfrage mit. "Waren es vor zwei Wochen noch Einzelfälle, dass Praxen schließen, melden sich nun verstärkt Ärzte, die ankündigen, ihre Praxen zu schließen", sagte ein Sprecher.

Zwar seien weitere Einzelchargen mit Masken aus der Bestellung des Bundes bei der KVB eingetroffen. Teils fehle aber die notwendige Zertifizierung, die nun nachträglich erreicht werden solle. Nach wie vor gebe es keine Entspannung in Bezug auf die Ausstattung der Praxen mit der dringend benötigten Schutzausrüstung. "Von einer zufriedenstellenden Belieferung aller rund 18.000 Praxen im Freistaat sind wir noch weit entfernt", berichtete der Sprecher.

14.04 Uhr: Netanjahu in Quarantäne – Beraterin infiziert

Nach dem positiven Coronavirus-Test einer Beraterin hat sich Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Quarantäne begeben. Eine erste Untersuchung habe allerdings ergeben, dass eine Ansteckung des 70-Jährigen unwahrscheinlich sei, teilt ein Regierungsvertreter mit. Netanjahu solle aber am Dienstag getestet werden. Auch seine persönlichen Mitarbeiter blieben bis zum Abschluss der epidemiologischen Untersuchung in Isolation.

13.26 Uhr: Linksfraktionschefin für Beschlagnahmung von Masken

Wegen Engpässen und explodierender Preise auf dem Markt für Atemschutzmasken in der Corona-Krise hat Linksfraktionschefin Amira Mohamed Ali auch eine Beschlagnahmung von Masken ins Spiel gebracht. Die Preise für Masken seien um bis zu 3.000 Prozent gestiegen, schrieb Mohamed Ali bei Twitter. "Gesundheitsschutz darf nicht Profitinteressen ausgeliefert sein! Die Bundesregierung muss eingreifen. Auch vor der Beschlagnahmung von Atemschutzmasken darf nicht zurückgeschreckt werden!"

13 Uhr: Seibert: Infektionsquote zu hoch, um Maßnahmen zu lockern

Regierungssprecher Steffen Seibert hat verkündet, dass die vor einer Woche eingeführten Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus weiter Bestand haben werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

12.45 Uhr: Söder beschäftigt sich mit Schutzmaskenpflicht

Im Anschluss an Ministerpräsident Söder sprach Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zur Presse. Der Politiker der Freien Wähler betonte, dass die Priorität der bayerischen Wirtschaft aktuell die Eigenproduktion von Atemschutzmasken sei. "Wir produzieren bereits über 10.000 Masken pro Tag." Aiwanger weiter: "Wir haben noch Material, um 10 Millionen Masken zu produzieren."

Ministerpräsident Söder denkt auch über eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken in Supermärkten nach dem Vorbild Österreichs nach. Derzeit sei das zwar nicht geplant, aber "uns beschäftigt der Gedanke auch." Er habe darüber bereits mit seinem baden-württembergischen Kollegen Winfried Kretschmann (Grüne) gesprochen, sagt Söder.

12.30 Uhr: Bayern verlängert Maßnahmen – Söder: "Sonst droht massiver Rückfall"

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder sprach bei einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage der Corona-Krise in Bayern.

"Die Lage ist weiter sehr, sehr ernst. Es gibt keinen Anlass falsche Hoffnungen zu wecken und über einen voreiligen Exit zu sprechen", sagte der CSU-Politiker. "Wir verlängern die Maßnahmen bis zum 19. April", jedoch betonte Söder: "Es gibt keine Verschärfungen." Der Ministerpräsident mahnte: "Wer zu früh aufsteht, riskiert einen massiven Rückfall."

Söder sagte: "Vor den Schulschließungen hatten wir eine Infektionsquote von über 25 Prozent, seit den Schulschließungen ist sie zurückgegangen auf 17 Prozent." Ohne solche Maßnahmen hätte es 5.000 Fälle mehr in Bayern gegeben, so der Ministerpräsident. "Das zeigt: Es wirkt." 

Mehr zur Pressekonferenz des bayerischen Ministerpräsidenten Söder lesen Sie hier.

12.12 Uhr: Erneut mehr als 800 Corona-Tote in Spanien

Im schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien sind binnen 24 Stunden 812 neue Todesopfer gezählt worden. Das teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Montag mit. Damit waren bereits am dritten Tag in Folge mehr als 800 Tote zu beklagen. Die Zahl erfasster Nachweise lag Montag bei mehr als 85.000 – gut 6000 mehr als am Vortag.

12.05 Uhr: CDU-Minister: Bürger sollen Verstöße bei Polizei melden

Der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat die Bürger aufgefordert, wachsam zu sein und Verstöße gegen die Regeln zur Eindämmung der Corona-Epidemie der Polizei zu melden. "Wenn es Uneinsichtige gibt, die vorsätzlich oder fahrlässig dagegen verstoßen, müssen unsere Sicherheitsbehörden das wissen, damit sie das unterbinden können", sagte Strobl, der auch stellvertretender CDU-Vorsitzender ist, gegenüber der "Bild".

"Es geht darum, die Ausbreitung der Seuche zu verlangsamen, und es geht darum, Menschenleben zu retten", betonte er. "Wenn Bürger feststellen, dass jemand Straftaten begeht, dass jemand sich rechtswidrig verhält, insbesondere dann, wenn man der Auffassung ist, da passiert etwas, was die Allgemeinheit gefährden könnte, dann schadet ein Anruf bei der Polizei nie."

11.45 Uhr: Ärztepräsident: Erste Schulöffnungen nicht vor Mai

Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hält eine schrittweise Aufhebung der flächendeckenden Schließung von Schulen und Universitäten frühestens im Mai für möglich. "Wenn sich die Zahlen weiter so entwickeln wie jetzt, sollten wir im Mai damit rechnen können, dass Schulen wieder aufmachen in Regionen, die nicht extrem belastet sind", sagt der Präsident der Bundesärztekammer "Bild". Man müsse aber auch bereit sein, regional Schulen wieder zu schließen, wenn sich die Lage ändere.

11.22 Uhr: Österreich erlässt Schutzmasken-Pflicht bei Einkäufen

Österreich verschärft die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Ab Mittwoch werden alle Supermarktketten am Eingang Schutzmasken verteilen, die dann verpflichtend getragen werden müssen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz in Wien. Mittelfristig soll dieser Mund- und Nasenschutz überall dort getragen werden, wo man an Menschen vorbeigeht.

11.17 Uhr: Ansturm auf neuseeländische Website zur Meldung von Corona-Verstößen führt zum Crash

Eine Website, auf der Neuseeländer Verstöße gegen die Ausgangssperre wegen des Coronavirus melden können, ist wegen des großen Ansturms nach kurzer Zeit zusammengebrochen. Die am Sonntagnachmittag bereitgestellte Website sei von meldewilligen Neuseeländern geradezu überrannt worden, sagte Polizeisprecher Mike Bush am Montag. Innerhalb kürzester Zeit habe es bereits rund 4.200 Meldungen gegeben.

"Das zeigt, wie wichtig es den Kiwis (Neuseeländern, Anm.) ist, dass alle sich daran halten", zeigte sich Bush überzeugt. Gemeldet worden sei beispielsweise eine Party von rund 60 Leuten in einem Hostel für Rucksackreisende in Queenstown oder Fälle von Touristen, die trotz Ausgangsbeschränkungen weiter im Wohnmobil durchs Land reisten.

11.02 Uhr: Russlands Regierungschef empfiehlt Ausgangssperren

Nach der Hauptstadt Moskau könnte es in Russland nun auch landesweit Ausgangssperren wegen der Corona-Pandemie geben. Das empfahl Ministerpräsident Michail Mischustin am Montag in Moskau. Die Gouverneure und Chefs der Verwaltungen sollten auf die Erfahrung in Moskau achten. Sie sollten zudem die Möglichkeit schaffen, "solche Maßnahmen in ihren Regionen zu ergreifen", sagte er. "Es ist jetzt unsere Aufgabe, die Ausbreitung des Virus einzudämmen."

Michail Mischustin: Der russische Premierminister droht mit weiteren Restriktionen aufgrund der Corona-Krise. (Quelle: imago images/Itar-Tass)Michail Mischustin: Der russische Premierminister droht mit weiteren Restriktionen aufgrund der Corona-Krise. (Quelle: Itar-Tass/imago images)

In der Hauptstadt und im Umland gelten seit Montag Ausgangssperren. Ausnahmen gibt es nur für den Weg zur Arbeit, zum Supermarkt und zur Apotheke. Erlaubt sind außerdem der Gang zum Müllcontainer und Gassigehen mit dem Hund im Umkreis von 100 Metern um die Wohnung.

10.47 Uhr: CDU-Präsidium: Debatte über Ende der Beschränkungen falsch

Das CDU-Präsidium lehnt eine Debatte über eine Lockerung der Ausgehbeschränkungen zum jetzigen Zeitpunkt ab. Erst wenn die "Verdopplungszeit" der Infizierten auf zehn Tage erreicht habe, sei man auf dem richtigen Weg, sagt ein Teilnehmer der Sitzung des Gremiums. Es sei deshalb falsch, jetzt über die Beendigung der Maßnahmen zu diskutieren.

10.43 Uhr: Erste Maschinenbauer denken an Stellenabbau

Stellenabbau wird für die deutschen Maschinenbauer in der Corona-Krise zunehmend ein Thema. "Personalabbau – auch von Teilen der Stammbelegschaft – ist für zwölf Prozent der Unternehmen bereits Thema", sagte Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des Branchenverbandes VDMA am Montag mit Blick auf eine Umfrage des Verbandes. Daran hatten sich 965 Mitgliedsfirmen beteiligt. Die exportorientierte Branche, die schon im vergangenen Jahr die weltweite Konjunkturabkühlung zu spüren bekommen hatte, beschäftigt mehr als eine Million Mitarbeiter.

10.32 Uhr: Johnson-Beraterin: Leben in Großbritannien könnte sich im Herbst normalisieren

Das Leben in Großbritannien dürfte sich nach Expertenangaben frühestens in etwa einem halben Jahr normalisieren. Ein zu schnelles Aufheben der Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie könnte eine zweite Infektionswelle auslösen, warnte Jenny Harries, die die Regierung von Premierminister Boris Johnson in Medizinfragen berät, am Sonntagabend in London. "Das bedeutet aber nicht, dass wir sechs Monate lang eine komplette Ausgangssperre haben werden." Die Maßnahmen müssten regelmäßig überprüft und angepasst werden.

10.14 Uhr: Niederländische Küstenprovinz Zeeland verbietet Tourismus

Die niederländische Küstenprovinz Zeeland hat Übernachtungen von Touristen verboten. Alle Besucher mussten am Montag bis 12 Uhr ihre Unterkünfte verlassen haben, wie die Behörden mitteilten. Sie hatten im Zusammenhang mit der Corona-Krise am Wochenende eine Notverordnung erlassen, die vorerst bis zum 10. Mai gilt. Die Küstenprovinz im Südwesten des Landes ist besonders bei Urlaubern aus Nordrhein-Westfalen beliebt. Von den rund zehn Millionen touristischen Übernachtungen im Jahr werden mehr als vier Millionen von Deutschen gebucht.

9.10 Uhr: 40 Menschen in Altenheim nahe Oldenburg infiziert

Nach dem Tod von 15 Menschen mit Coronavirus-Infektion in einem Alten- und Pflegeheim in Wolfsburg kämpft ein weiteres niedersächsisches Pflegeheim mit Infektionen. Tests hätten bestätigt, dass 23 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 17 Mitarbeiter eines Altenheims in Wildeshausen im Landkreis Oldenburg mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert seien, teilte der Landkreis mit. Das Gesundheitsamt habe alle 51 Bewohner und 44 Mitarbeiter getestet, nachdem ein 89-Jähriger mit schweren Vorerkrankungen und Coronavirus-Infektion gestorben sei. Bei allen Erkrankten in der Seniorenresidenz seien bislang milde Verläufe festgestellt worden.

9.07 Uhr: Desinfektionsmittel aus Kita gestohlen

Im niedersächsischen Algermissen hat ein unbekannter Täter am Wochenende Desinfektionsmittel aus einer Kindertagesstätte gestohlen. Er brach durch ein Fenster in die Kita "Die kleinen Strolche" ein, wie die Polizei Hildesheim am Montag mitteilte. Neben dem Desinfektionsmittel nahm er auch Bastelwerkzeuge mit.

Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf 300 Euro. Die Polizei bat die Bevölkerung, sich bei Hinweisen auf den Täter an die Ermittler zu wenden.

9.04 Uhr: Easyjet lässt komplette Flotte am Boden

Die britische Fluggesellschaft Easyjet lässt wegen der Corona-Pandemie seit Montag ihre gesamte Flotte am Boden. Bereits zuvor hatte die Airline ihren Flugverkehr infolge der Grenzschließungen und Reisebeschränkungen stark eingeschränkt. Easyjet führte nach eigenen Angaben bis Sonntag noch über 650 Rückführungsflüge durch und brachte mehr als 45.000 Kunden nach Hause.

Easyjet: Die britische Airline unterbricht aufgrund der Corona-Pandemie ihren Flugbetrieb. (Quelle: imago images/Stefan Zeitz)Easyjet: Die britische Airline unterbricht aufgrund der Corona-Pandemie ihren Flugbetrieb. (Quelle: Stefan Zeitz/imago images)

"Wir werden weiterhin mit Regierungsbehörden zusammenarbeiten, um zusätzliche Rückführungsflüge nach Bedarf durchzuführen", teilte das Unternehmen mit. Wann die kommerziellen Flüge wieder aufgenommen werden können, sei noch nicht absehbar. Mehr dazu lesen Sie hier.

8.45 Uhr: Marburger Bund fordert: Deutschland muss Schutzkleidung selbst produzieren

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund fordert, dass Deutschland die dringend benötigte Schutzkleidung selbst in großem Umfang produziert. Dafür müssten Gesundheitsminister Jens Spahn und Wirtschaftsminister Peter Altmaier den gesetzlichen Rahmen schaffen, sagte die erste Vorsitzende Susanne Johna dem SWR. Jetzt brauche es die Unterstützung der Industrie und unkonventionelle Lösungen, um möglichst schnell in Deutschland große Mengen produzieren zu können. Die Voraussetzungen gebe es: "Wir sind nicht nur das Land der Dichter und Denker, sondern auch der Ingenieure und Maschinenbauer." Wenn man den ganzen Fokus darauf setze, sei das relativ schnell möglich.

8.10 Uhr: Ifo prognostiziert Kurzarbeit in jedem vierten Industriebetrieb

Die Kurzarbeit in der deutschen Industrie wird einer Prognose des Ifo-Instituts zufolge bald drastisch steigen. 25,6 Prozent aller Firmen erwarten in den kommenden drei Monaten Kurzarbeit, wie die Münchner Forscher unter Berufung auf ihre Unternehmensumfrage mitteilen. Das ist der höchste Stand seit 2010. Vor drei Monaten lag der Anteil noch bei 15,3 Prozent. Überdurchschnittlich betroffen sind demnach die Schlüsselbranchen Automobile (41 Prozent), Maschinenbau (33 Prozent) und Elektro (32 Prozent). "Das volle Ausmaß der Corona-Pandemie ist in all diesen Zahlen vermutlich noch nicht berücksichtigt, denn die meisten Antworten liefen ein bis Mitte März", erläutert Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.

8 Uhr: DIHK schätzt: Mehr als zehn Prozent der Mittelständler von Pleite bedroht

Mehr als jeder zehnte Mittelständler ist nach Angaben des DIHK durch die Corona-Krise von einer Pleite bedroht. "Besorgniserregend ist dabei nicht nur die absolute Zahl der befürchteten Pleiten, sondern die rasante Zunahme der konkreten Insolvenzsorgen innerhalb von nicht einmal drei Wochen", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. "Umso wichtiger ist es, zügig die noch vorhandenen Lücken im Corona-Gesamtpaket zu schließen", fügte er mit Blick auf die Hilfen der Bundesregierung hinzu.

Die Insolvenz-Sorgen beträfen insbesondere mittelständische Unternehmen, sagte Schweitzer mit Verweis auf eine noch unveröffentlichte Sonderauswertung einer DIHK-Umfrage unter insgesamt 15.000 Unternehmen. Im Reise- und Gastgewerbe meldeten sogar 40 Prozent der überwiegend mittelständisch geprägten Betriebe akute Pleitegefahr.

Brasiliens Präsident Bolsonaro: Bolsonaro hat wiederholt eine "Hysterie" über das Virus angeprangert. (Quelle: imago images)Brasiliens Präsident Bolsonaro: Bolsonaro hat wiederholt eine "Hysterie" über das Virus angeprangert. (Quelle: imago images)

7.09 Uhr: Twitter löscht Bolsonaros Corona-Botschaften

Twitter hat zwei Botschaften des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro gelöscht, in denen der Staatschef den Sinn von Isolationsmaßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus in Zweifel gezogen hatte. Die Botschaften hätten gegen die bei Twitter geltenden Regen verstoßen, erklärte das US-Unternehmen am Sonntag. Es würden solche Botschaften gelöscht, die den Informationen der Gesundheitsbehörden zu der Pandemie widersprächen und das Risiko einer Weiterverbreitung des Virus erhöhen könnten. Bolsonaro hat wiederholt eine "Hysterie" über das Virus angeprangert und die von dem Erreger ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 als "kleine Grippe" bezeichnet. 

Bei den von Twitter gelöschten Botschaften handelt es sich um zwei Videos, die zeigen, wie Bolsonaro sich persönlich über Empfehlungen seines eigenen Gesundheitsministeriums für den Kampf gegen die Pandemie hinwegsetzt. Der Präsident ist dabei zu sehen, wie er am Sonntag durch die Hauptstadt Brasília läuft, sich mit Unterstützern trifft und sie drängt, die Wirtschaft am Laufen zu halten.

6.23 Uhr: Toilettenpapier-Engpass gefährdet Abwassernetze

Die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW) warnt laut "Handelsblatt" angesichts der Knappheit von Toilettenpapier in Teilen Deutschlands vor Risiken für das Abwassernetz. Demnach greifen Verbraucher auf Feuchttücher, Haushaltsrollen oder Papiertaschentücher zurück, doch diese drohen Abwasserleitungen zu verstopfen. "Werfen Sie alternative Hygieneartikel nicht in das WC, sondern entsorgen Sie diese bitte in gut verschlossenen Müllbeuteln über die graue Tonne", wird der Verband zitiert.

5 Uhr: Wirtschaftsweise stellen Sondergutachten vor

Angesicht der massiven Folgen der Corona-Pandemie für die Wirtschaft stellt der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am Montag um 11 Uhr ein Sondergutachten vor. Neben den Auswirkungen für die wirtschaftliche Entwicklung wollen die sogenannten Wirtschaftsweisen darin auch Maßnahmen zur Diskussion stellen, mit denen die negativen Folgen abgefedert und eine Erholung der deutschen Volkswirtschaft gefördert werden könnten.

4 Uhr: Trump erwartet Höhepunkt der Todeszahlen in zwei Wochen

US-Präsident Donald Trump erwartet, dass die Zahl der Toten in der Corona-Krise in den USA in zwei Wochen ihren Höhepunkt erreichen könnte. Deswegen verlängere er die ursprünglich bis zum 30. März geltenden Richtlinien zur sozialen Distanzierung bis zum 30. April, kündigte Trump im Rosengarten des Weißen Hauses an. Je besser die Richtlinien eingehalten würden, "desto schneller wird dieser Alptraum enden", sagte Trump. Er zeigte sich optimistisch, dass bis zum Sommer das Schlimmste überstanden sei. "Wir können davon ausgehen, dass wir bis zum 1. Juni auf dem Weg der Erholung sind."

3.50 Uhr: Kreuzfahrtschiff startet Passage durch Panamakanal

Das Kreuzfahrtschiff "Zaandam" mit mindestens zwei positiv auf das Coronavirus getesteten Passagieren hat seine Fahrt durch den Panamakanal begonnen. Gemeinsam mit seinem Schwesternschiff "Rotterdam" habe es die Passage vom Pazifik in den Atlantik eingeleitet, teilte die Verwaltung des Panamakanals mit.  Auf dem Kreuzfahrtschiff sind bereits vier Passagiere gestorben. Nach Angaben der Reederei Holland America Line handelte es sich dabei um vier ältere Menschen. Zuvor hatten sich 53 Passagiere und 85 Besatzungsmitglieder mit Grippe-ähnlichen Symptomen beim Medizinerteam an Bord gemeldet.      

3.41 Uhr: China meldet 31 neue Infektionen - vier Tote

China hat 31 weitere Infektionen mit der Lungenkrankheit Covid-19 gemeldet. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Montag mitteilte, kamen zudem vier weitere Patienten ums Leben. Mit 30 Fällen wurde ein Großteil der Infektion erneut bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist sind. 

Die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen in Südkorea ist erneut auf unter 100 gesunken. Am Sonntag seien 78 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Montag mit. Die Gesamtzahl erreichte damit 9661. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus wurde mit 158 angegeben. Zwar hatte sich in diesem Monat im Vergleich zum Februar ein deutlicher Abwärtstrend bei den Neuansteckungen eingestellt. Doch Sorgen bereiten den Behörden nach wie vor lokale Häufungen sowie "importierte" Fälle.

3.30 Uhr: FDP-Politiker Thomae fordert Schnelltests am Flughafen

FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae plädiert für einen Coronavirus-Schnelltest an Flughäfen. "Damit Personen, die sich mit dem Virus infiziert haben, diesen nach der Wiedereinreise nicht weiter verbreiten können, sollten sich alle Passagiere nach ihrer Ankunft direkt am Flughafen einem Schnelltest unterziehen und das Ergebnis vor Ort abwarten müssen", sagte der Innenpolitiker. Dafür solle die Bundesregierung die nötigen Mittel bereitstellen. Derzeit gelten je nach Reisegebiet unterschiedliche Regelungen.

Bei Flügen aus China, Italien, Japan, dem Iran und Südkorea müssen die Piloten vor der Landung den Tower über den Gesundheitszustand ihrer Passagiere informieren. Bei Symptomen untersucht ein Arzt den Betroffenen an Bord und entscheidet über die weiteren Schritte. Zudem müssen Reisende aus diesen Gebieten eine Aussteigekarte mit Kontaktdaten und Aufenthaltsort in den 30 Tagen nach Landung ausfüllen.

1.42 Uhr: Intensivmediziner fordern zentrale Verteilung von Patienten

Krankenfahrten in Stuttgart (Symbolbild): Intensivmediziner fordern eine zentrale Verteilung von Corona-Patienten. (Quelle: imago images/Leif-Hendrik Piechowski)Krankenfahrten in Stuttgart (Symbolbild): Intensivmediziner fordern eine zentrale Verteilung von Corona-Patienten. (Quelle: Leif-Hendrik Piechowski/imago images)

Sollte in "zwei bis vier Wochen" der Höhepunkt der Coronavirus-Infektionszahlen erreicht sein, würden die Kliniken in einigen Regionen über ihre Belastungsgrenze kommen: Das sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Deshalb forderte er: "Die Bundesregierung muss so schnell wie möglich eine zentrale Stelle einrichten, die in einem solchen Fall die Patienten bundesweit auf weniger ausgelastete Kliniken verteilt."

Dabei sollten das Robert Koch-Institut, das Gesundheitsministerium, das Innenministerium und die Bundeswehr beteiligt werden, sagte Janssens. Damit eine solche länderübergreifende Verteilung funktioniere, müssten zudem Kliniken mit Intensivstationen staatlich verpflichtet werden, ihre Kapazitäten im bundesweiten Intensivregister seiner Vereinigung zu melden. Von den rund 1.160 Kliniken hätten das erst etwa 700 getan.

1.02 Uhr: EU-Kommission: Bei Schutzmaßnahmen nicht nachlassen

Angesichts der Corona-Pandemie hat die EU-Kommission an die Bürger in ganz Europa appelliert, bei den Schutzmaßnahmen vor einer Corona-Infektion nicht nachzulassen. Der effizienteste Schutz sei, Kontakte mit anderen zu vermeiden und zu Hause zu bleiben, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides den Zeitungen der Funke-Mediengruppe."Ich möchte wirklich alle Bürger in ganz Europa dringend auffordern, solche Anweisungen äußerst ernst zu nehmen", sagte Kyriakides. "Zuhause bleiben heißt Leben retten." Auch in Deutschland geht die Debatte um eine Lockerung der Maßnahmen weiter. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 30. März, 00.20 Uhr: Zahl der Corona-Toten in den USA binnen 24 Stunden um 518 gestiegen

Die Zahl der verzeichneten Corona-Toten in den USA ist binnen 24 Stunden um 518 gestiegen. Damit starben bislang insgesamt mindestens 2.409 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Virus in den USA, wie die in Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität am Sonntag mitteilte. Die Zahl der registrierten Infektionsfälle in den Vereinigten Staaten stieg demnach um 21.333 auf insgesamt 136.880 Fälle. Das sind mehr als in den ebenfalls besonders betroffenen Ländern Italien, China und Spanien.

In den USA ist der Bundesstaat New York am schlimmsten betroffen. Dort starben nach Angaben von Gouverneur Andrew Cuomo bislang mindestens 965 Menschen, mindestens fast 60.000 Menschen infizierten sich mit dem Virus, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslöst. Im New Yorker Central Park wurde am Sonntag ein Feldlazarett zur Versorgung von Corona-Patienten errichtet. 

Präsident Donald Trump verzichtet trotzdem vorerst auf eine weitreichende Abriegelung von Hotspots wie New York. "Eine Quarantäne wird nicht notwendig sein", schrieb Trump am Samstag (Ortszeit) auf Twitter. Hier lesen Sie mehr.

Sonntag, 29. März, 21.35 Uhr: Heimkehrer fliehen in der Ukraine vor Zwangsquarantäne aus Terminal

Weil sie wohl nicht in Zwangsquarantäne wollten, sind in der Ukraine Passagiere aus einem Flughafenterminal der Hauptstadt Kiew geflohen. Die aus Thailand mit einem Sonderflug auf dem Fluhafen Kiew-Boryspil eingetroffenen Ukrainer sollten für zwei Wochen in Hotels – und das auch noch selbst zahlen, wie örtliche Medien am Sonntag berichteten. Über den Verbleib der Menschen war zunächst nichts bekannt. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor eine zwangsweise Beobachtung aller Heimkehrer angekündigt.

21.15 Uhr: Zahl der Corona-Toten in Frankreich auf mehr als 2.600 gestiegen

In Frankreich sind inzwischen mehr als 2.600 mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Innerhalb von 24 Stunden seien 292 weitere Todesopfer verzeichnet worden, teilte der Generaldirektor im Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, am Sonntagabend mit. Insgesamt seien somit 2.606 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Allerdings sind in der Statistik nur Menschen erfasst, die in Krankenhäusern starben. Todesfälle im eigenen Heim oder in Alters- und Pflegeeinrichtungen werden bisher in Frankreich nicht erfasst. Dies soll erst ab Montag geschehen.

20.40 Uhr: Aufnahmestopp am Klinikum Wolfsburg wegen Corona-Infektion

Das Klinikum Wolfsburg nimmt aufgrund von Corona-Infektionsfällen unter den Mitarbeitern keine neuen Patienten mehr auf. Diese werden auf umliegende Krankenhäuser verteilt, wie die Stadt am Sonntagabend mitteilte. Zudem seien ab sofort keine Besuche mehr erlaubt, "auch nicht die bisherigen Ausnahmen". Die Stadt hat stark mit der Coronavirus-Pandemie zu kämpfen - in einem Wolfsburger Alters- und Pflegeheim sind insgesamt 15 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

20.30 Uhr: Nancy Pelosi macht Donald Trump schwere Vorwürfe – "Sein Leugnen war tödlich"

Die führende US-Demokratin Nancy Pelosi hat Präsident Donald Trump in der Corona-Krise schwere Vorwürfe gemacht. "Sein Leugnen am Anfang war tödlich", sagte die Sprecherin des Repräsentantenhauses am Sonntag im TV-Sender CNN. Die Oppositionspolitikerin warnte davor, wieder in den Normalbetrieb zurückzukehren, und mahnte, dass alles getan werden müsse, um weitere Tote zu verhindern. "Während der Präsident herumtrödelt, sterben Menschen. Wir müssen einfach jede Vorsichtsmaßnahme ergreifen."

19.55 Uhr: Strenge Ausgangssperre in Moskau ab Montag

Die russische Hauptstadt Moskau verhängt eine Ausgangssperre. Von diesem Montag an dürfe man die Wohnung nur unter bestimmten Umständen verlassen, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Sonntagabend mit. Darunter fallen demnach der Weg zur Arbeit, zum Supermarkt, zur Apotheke und zum nächst gelegenen Müllcontainer. Auch Haustiere dürften nur in einem kleinen Radius um die eigene Wohnung herum ausgeführt werden.

Die Moskauer dürften sich "nicht mehr ohne Grund in der Stadt bewegen", meinte der Bürgermeister. Bislang gab es eine Ausgangssperre für Menschen im Alter von über 65 Jahren. Sobjanin reagiert damit auf weiter steigende Infektionszahlen. In der Millionen-Metropole haben sich nach offiziellen Angaben bereits mehr als 1.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert – Tendenz steigend. An diesem Montag beginnt zudem eine von Kremlchef Wladimir Putin angeordnete arbeitsfreie Woche, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

18.55 Uhr: Zahl der Coronafälle in Italien steigt langsamer

In Italien hat sich der Anstieg der Neuinfektionen mit dem Coronavirus deutlich verlangsamt. Aber auch am Sonntag gab es wieder Hunderte Todesfälle. Wie der Zivilschutz am Abend mitteilte, stieg die Zahl der Corona-Toten um 756 auf 10.779. Dies ist die höchste Zahl weltweit.

Die Gesamtzahl der Infizierten in Italien seit Beginn der Pandemie stieg am Sonntag um 5217 auf jetzt 97.689. Der Tagesanstieg ist deutlich geringer als am Samstag (5.974) und entspricht einer Zunahme um 5,6 Prozent. Vor einer Woche waren die Zuwachsraten noch zweistellig, am Samstag waren es noch 6,9 Prozent.

18.20 Uhr: Wirtschaftsexperte: Corona-Hilfspaket reicht nur für zwei Monate

Der Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle, Reint Gropp, hat die ökonomischen Verhältnisse im Zuge der Coronakrise mit einer Kriegswirtschaft verglichen und ein rasches Ende des Shutdown gefordert. "Zumindest kurzfristig befinden wir uns in einer Art Kriegswirtschaft, in der der Staat bei der Koordinierung der Wirtschaft eine größere Rolle spielen muss als in normalen Zeiten", sagte Gropp dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (RND, Montag). "Die Maßnahmen, die zuletzt von der Bundesregierung und dem Bundestag beschlossen wurden, dienen dazu, Unternehmen zu erhalten und nicht pleitegehen zu lassen, damit die Wirtschaft sich nach dem Shutdown schnell wieder erholen kann. Das Paket wird aber nur für vielleicht zwei Monate reichen." Wenn der Shutdown länger dauere, müsste ein weiteres Hilfspaket aufgelegt werden, sagte Gropp.

17.55 Uhr: Frau von Kanadas Premierminister Trudeau wieder gesund

Die Frau des kanadischen Premierministers Justin Trudeau, Sophie Grégoire Trudeau, hat die Lungenkrankheit Covid-19 überwunden. "Ich fühle mich so viel besser und habe die Entwarnung von meinem Arzt und dem Gesundheitsamt von Ottawa erhalten", schrieb sie am Samstag (Ortszeit) auf Facebook. Sie drängte ihre Landsleute, zu Hause zu bleiben, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern. Anstelle sich direkt zu treffen solle man die sozialen Netzwerke nutzen.

17.45 Uhr: Corona-Verdacht auf Kreuzfahrtschiff – Rückholaktion

Nach dem Corona-Verdacht bei 46 Menschen auf einem deutschen Kreuzfahrtschiff vor Australien hat am Sonntag (Ortszeit) die Rückholaktion für Hunderte Passagiere begonnen. Die westaustralische Regionalregierung berichtete unterdessen von 29 neu bestätigten Infektionen – zuvor war bereits bei neun Menschen an Bord des Schiffes mit insgesamt 832 Passagieren eine Covid-19-Infektion bestätigt worden.

Die Betroffenen werden in Krankenhäusern in Perth behandelt. Drei der Erkrankten seien im kritischen Zustand auf der Intensivstation, hatte der Gesundheitsminister des Bundesstaats von Westaustralien, Roger Cook, mitgeteilt. Alle, die nicht positiv getestet wurden und keine Krankheitssymptome zeigten, durften nach Angaben des Bonner Reiseveranstalters Phoenix nach Hause fliegen. In den dafür vier gecharterten Maschinen sollten auch 40 wegen der Corona-Krise gestrandete deutsche Urlauber nach Frankfurt gebracht werden.

16.40 Uhr: Virologe rechnet mit Millionen Coronavirus-Erkrankten in den USA

Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, rechnet mit Millionen von Corona-Infizierten in den USA. Ausgehend von der aktuellen Lage bestehe die Möglichkeit, dass 100.000 bis 200.000 Menschen in Folge der Pandemie sterben, sagte Fauci am Sonntag dem TV-Sender CNN.

16.15 Uhr: Freiwillige Feuerwehr bekommt Merkel-Anruf und glaubt an Scherz

Um gesund und damit einsatzbereit zu bleiben, hat sich auf Rügen eine Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Bergen auf ihrer Wache in Isolation begeben. Das wollte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einem Anruf würdigen, kam jedoch kaum zu Wort. Darüber berichtet der "Nordkurier". Demnach habe der Wehrleiter an den Scherz eines Radiosenders geglaubt und die Regierungschefin abgewimmelt. Erst als sich ihr Pressebüro meldete, konnte das Missverständnis aufgeklärt werden und die Kanzlerin dann doch noch mit den Feuerwehrleuten sprechen.

Anruf der Kanzlerin: Eine Freiwillige Feuerwehr glaubte an einen Scherz und legte auf. (Quelle: imago images/t-online.de)Anruf der Kanzlerin: Eine Freiwillige Feuerwehr glaubte an einen Scherz und legte auf. (Quelle: t-online.de/imago images)

16.04 Uhr: New Yorks Bürgermeister: "Wie zu Kriegszeiten"

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio schlägt angesichts knapp werdender medizinischer Ausrüstung in der Corona-Krise Alarm. Er könnte den reibungslosen Betrieb der Krankenhäuser nur für eine Woche garantieren, sagte er am Sonntag dem TV-Sender CNN. Dabei gehe es nicht nur um Masken, Schutzkleidung und dringend benötigte Beatmungsgeräte, sondern auch um medizinisches Material. Die Ärzte und Pfleger könnten im jetzigen Tempo nicht über Wochen weiterarbeiten und bräuchten Unterstützung. "Hier in New York fühlt es sich wortwörtlich an wie zu Kriegszeiten", sagte de Blasio.

15.28 Uhr: Verkehr fließt wieder durch Wuhan

Nach langem Stillstand fließt in Chinas Epizentrum der Corona-Pandemie allmählich wieder der Verkehr: In die Millionenstadt Wuhan kehrten nach Wiederaufnahme der Zugverbindungen am Wochenende Zehntausende zurück. Allein am Samstag hätten 60.000 Menschen, die wegen der Blockade andernorts gestrandet waren, die Stadt wieder betreten, berichtete die Nachrichten-Webseite "The Paper" unter Berufung auf die Bahn. Auch die U-Bahn fuhr wieder.

Der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge kamen 12.000 Menschen mit Hochgeschwindigkeitszügen in die schwer von der Corona-Pandemie getroffene Stadt. Bis zum 8. April ist allerdings nur die Einreise nach Wuhan erlaubt. Erst danach können Chinesen die Stadt mit mehr als zehn Millionen Einwohnern auch wieder verlassen.

15.13 Uhr: Norwegen will sich mit Zufallstests besseres Corona-Bild verschaffen

Um ein besseres Bild von der Zahl der Coronavirus-Infektionen im Land zu erhalten, will Norwegen bald auch Menschen ohne Symptome testen. Die norwegischen Gesundheitsbehörden bereiteten sich darauf vor, solche zufälligen Tests in die Wege zu leiten, berichtete der norwegische Rundfunksender NRK am Sonntag. Derzeit werde abgeklärt, wie dies durchgeführt und finanziert werden solle, sagte ein Vertreter des nationalen Gesundheitsinstituts dem Sender. Ziel solcher Zufallstests soll sein, die tatsächliche Ausbreitung des Coronavirus besser einschätzen zu können.

Vorbild soll dabei Island sein, das in Rekordzeit die an der Einwohnerzahl gemessen meisten Tests weltweit auf die Beine gestellt hatte. Bis Mitte der Woche sind auf der Nordatlantik-Insel nach Angaben der isländischen Regierung 12 000 der rund 360 000 Einwohner getestet worden, darunter Tausende, die symptomfrei gewesen sind. Ziel soll es letztlich sein, die gesamte Bevölkerung zu testen.

14.34 Uhr: Hilfen für kleine Firmen: Bund und Länder schließen Vereinbarung

In der Corona-Krise haben sich Bund und Länder bei einem milliardenschweren Hilfspaket für kleine Firmen und Solo-Selbständige auf eine Verwaltungsvereinbarung geeinigt. Dadurch könnten die Länder die Bundesmittel ab Montag abrufen, um Zuschüsse schnell und unbürokratisch auszuzahlen, teilten das Finanz- sowie das Wirtschaftsministerium am Sonntag mit.

Zwei Tage nach dem Bundestag stimmte am Freitag auch der Bundesrat einstimmig den gewaltigen Hilfspaketen zu. Damit können nun große Firmen unter einen 600 Milliarden Euro umfassenden Schutzschirm schlüpfen und notfalls ganz oder zum Teil verstaatlicht werden. Für kleine Firmen und Selbstständige gibt es direkte Zuschüsse von insgesamt 50 Milliarden Euro. Die ersten Gelder sollen noch vor dem 1. April bei den Betroffenen ankommen.

14.28 Uhr: Robert Koch-Institut meldet rund 4.000 neue Infektionen an einem Tag

Innerhalb eines Tages ist die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Deutschland um mindestens 4.000 Fälle gestiegen. Das geht aus den Daten hervor, die das Robert Koch-Institut am Sonntagvormittag veröffentlichte (Stand Sonntag 00.00 Uhr). Demnach zählte es bislang insgesamt 52 547 Fälle - 63 pro 100 000 Einwohner. Das waren 3965 Fälle mehr als am Vortag. Insgesamt seien bislang 389 Infizierte gestorben. Die Zahlen lassen sich nicht einfach von Tag zu Tag vergleichen. So hat das RKI nach eigenen Angaben am Samstag von drei Bundesländern keine Zahlen übermittelt bekommen.

14.17 Uhr: Britischer Ex-Gesundheitsminister sieht Deutschland als Vorbild

Der ehemalige britische Gesundheitsminister Jeremy Hunt hält den Umgang Deutschlands mit der Corona-Pandemie für vorbildhaft. Der konservative Politiker forderte im "Sunday Telegraph", in Großbritannien einen Großteil der Bevölkerung auf den Erreger Sars-CoV-2 zu testen. Mehr Tests - wie in Deutschland - könnten helfen, die Ausbreitung des Virus zu begrenzen und besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen besser zu schützen.

Hunt, einst einer der Kontrahenten von Boris Johnson im Rennen um das Amt des Premierministers, verwies auch auf Erfahrungen in Taiwan und Singapur. Dank vieler Tests und Verfolgung von Kontakten hätten dort weitaus weniger drastische Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus eingeführt werden müssen. "Mit Massentests, begleitet von rigoroser Verfolgung jeder einzelnen Person, die mit einem Covid-19-Patienten in Kontakt kam, kann man die Übertragungskette durchbrechen", schrieb der Ex-Minister.

Jeremy Hunt: Der frühere Gesundheitsminister Großbritanniens sieht Deutschland in Sachen Corona-Umgang als Vorbild an. (Quelle: imago images/ZUMA press)Jeremy Hunt: Der frühere Gesundheitsminister Großbritanniens sieht Deutschland in Sachen Corona-Umgang als Vorbild an. (Quelle: ZUMA press/imago images)

13.34 Uhr: Deutsche Post bereitet Einschränkungen wegen Corona vor

Die Deutsche Post bereitet sich wegen der Corona-Pandemie auf "weitere Einschränkungen" ihrer Dienstleistungen vor. "Der Umgang mit solchen Einschränkungen ist uns in besonderen lokalen Quarantäne-Gebieten bereits vertraut", teilte die Deutsche Post am Sonntag mit. Bisher gebe es keine wesentlichen Einschränkungen der Brief- und Paketversorgung in Deutschland. "Wir tun alles, um sowohl unsere Mitarbeiter wie auch unsere Kunden soweit es geht zu schützen und die Postversorgung wie gewohnt aufrecht zu erhalten", teilte das Unternehmen auf Anfrage mit und machte darüber hinaus keine weiteren Angaben.

13.31 Uhr: Luftwaffe fliegt weitere sechs Corona-Patienten aus Bergamo aus

Ein Medevac-Airbus der Bundeswehr ist in Köln gestartet, um weitere sechs Corona-Patienten aus dem norditalienischen Krisenort Bergamo nach Deutschland auszufliegen. Jeweils zwei der Kranken sollten in den Bundeswehr-Krankenhäusern in Hamburg, Westerstede bei Oldenburg und Koblenz behandelt werden, sagt ein Sprecher der Luftwaffe. Die fliegende Intensivstation werde auf dem Rückflug zunächst in Hamburg, später dann in Köln Patienten absetzen. Der A310 sei über Nacht desinfiziert worden, nachdem er bereits am Samstag sechs Corona-Kranke aus Bergamo abgeholt hatte.

Auf Twitter schrieb die Luftwaffe: "Nun ist auch wieder der A310 unserer Flugbereitschaft auf dem Weg. Wieder nach Bergamo Flagge von Italien um 6 weitere Intensivpatienten zusammen mit dem Sanitätsdienst der Bundeswehr zu holen."

13.20 Uhr: Mehr als 800 neue Corona-Tote in Spanien

Im besonders schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien sind binnen 24 Stunden 838 neue Todesopfer gezählt worden. Das teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Sonntag mit. Das ist die absolut höchste Tageszahl seit Ausbruch der Krise. Insgesamt kletterte die Zahl der Todesopfer auf mehr als 6.500. Die Zahl der Infizierten stieg ebenfalls an: Am Sonntag lag sie bei knapp 79.000 - gut 6.500 mehr als am Vortag.

Es gibt aber gute Nachrichten: Die Anstiegsraten gehen weiterhin deutlich zurück. Bei den Todeszahlen betrug sie am Sonntag knapp 15 Prozent, nach gut 17 Prozent am Samstag. Bei den Infektionszahlen ging sie im Vergleich zum Vortag sogar um fast vier Prozentpunkte auf neun Prozent zurück. 

11.45 Uhr: Bundeswehr fliegt Patienten von Straßburg nach Ulm aus

Die Luftwaffe fliegt am heutigen Sonntag Corona-Patienten aus dem elsässischen Straßburg nach Ulm zur weiteren Behandlung im dortigen Bundeswehr-Krankenhaus aus. "Frankreich braucht jetzt unsere Hilfe. Und natürlich stehen wir unseren Freunden bei", sagt Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. "Mit meiner Amtskollegin Florence Parly habe ich deshalb abgesprochen, dass die Luftwaffe schwer kranke Corona-Patienten aus Frankreich zur Behandlung in eines unserer Bundeswehr-Krankenhäuser nach Deutschland holt. Gemeinsam sind wir stärker". Am Samstag hatte die Bundeswehr bereits Patienten aus dem italienischen Bergamo nach Köln ausgeflogen.

11.16 Uhr: Coronavirus breitet sich in Moskau rasant aus

In der russischen Hauptstadt Moskau steigt die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen rasant. Mehr als 1.000 Menschen hätten sich bereits mit dem hochansteckenden Virus infiziert, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Sonntag mit. "Die Situation im Zusammenhang mit der Ausbreitung hat ein neues Ausmaß erreicht." Die meisten Corona-Fälle in Russland entfallen auf die Millionenmetropole Moskau. Landesweit wurden mehr als 1.500 Fälle bekannt.

In Moskau sei das Virus bislang bei sechs gestorbenen Menschen nachgewiesen worden, teilten die Behörden der Agentur Interfax zufolge mit. "Bitte passen Sie auf sich auf", appellierte Sobjanin. Unter den Infizierten seien auch 13 Kinder.

11.13 Uhr: Bundeswehr zieht Soldaten aus dem Irak teilweise ab

Wegen der Coronavirus-Pandemie zieht die Bundeswehr einen Teil der im Irak eingesetzten Soldaten zurück nach Deutschland ab. Es sei mit der Verlegung von deutschen Soldaten begonnen worden, die für den Grundbetrieb derzeit nicht zwingend erforderlich seien, teilte das Einsatzführungskommando am Sonntag den Obleuten im Verteidigungsausschuss des Bundestages mit. Die ersten Soldaten seien am Sonntag in Deutschland gelandet.

11.03 Uhr: Vorerst letzter Lufthansa-Linienflug mit A380 gelandet

Der vorerst letzte Lufthansa-Linienflug mit dem Großraumflugzeug A380 ist in Frankfurt gelandet. Die aus Bangkok gestartete Maschine setzte am Sonntag nach einem gut elfstündigen Flug um 06.14 am Frankfurter Flughafen auf, wie ein Lufthansa-Sprecher bestätigte. An Bord der Maschine mit 509 Plätzen waren 459 Passagiere und 24 Crew-Mitglieder, die in Zeiten des Corona-Virus dringend auf ihren Heimflug gewartet hatten.

10.54 Uhr: Hunderte Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen in Bayern

Zum Start in das frühlingshafte Wochenende haben in Bayern Hunderte Menschen gegen die in der Corona-Krise erlassenen Auflagen verstoßen. Die Polizei meldete in fast allen Regierungsbezirken zahlreiche Einsätze in Zusammenhang mit der seit dem 21. März geltenden Ausgangsbeschränkung.

Ein Sprecher der Polizei Oberbayern Nord sagte am Sonntag, die Beamten seien zwischenzeitlich von der Anzahl der Einsätze "überrollt" worden. Weil etwa der erforderliche Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten worden sei, sich Menschen in die Sonne legten oder Grillfeste veranstalteten, rückte die Polizei alleine dort mehr als 150 Mal aus. "Das war absoluter Wahnsinn", sagte der Polizeisprecher.

10.51 Uhr: Französischer Politiker nach Coronavirus-Infektion gestorben

Der französische Regionalpolitiker Patrick Devedjian ist an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Wie Devedjians Pressedienst der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, starb der Präsident des Départmentrats der französischen Region Hauts-de-Seine und frühere Minister in der Nacht zum Sonntag.

Der 75-Jährige war am Mittwoch zur Beobachtung ins Krankenhaus gekommen, nachdem er positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden war. Am Donnerstag schrieb der konservative Politiker im Kurzbotschaftendienst Twitter, er sei "von der Pandemie betroffen" und könne sich daher persönlich von der "außergewöhnlichen Arbeit der Ärzte und Pflegekräfte" überzeugen.

Patrick Devedjian: Der Politiker ist am Coronavirus gestorben.  (Quelle: imago images/IP3press)Patrick Devedjian: Der Politiker ist am Coronavirus gestorben. (Quelle: IP3press/imago images)

10.48 Uhr: Etwa 600 Flüchtlinge in Ankerzentrum in Bayern unter Quarantäne

 Etwa 600 Bewohner des Ankerzentrums im bayerischen Geldersheim in Unterfranken sind nach vereinzelten Coronavirus-Infektionen unter Quarantäne gestellt worden. Das teilte die Regierung von Unterfranken am Sonntag mit. Sieben der untergebrachten Flüchtlinge und ein externer Beschäftigter seien positiv auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Die infizierten Bewohner sollten in einem gesonderten Gebäude unterkommen. Für die Einrichtung gelte ein Aufnahme- und Verlegungsstopp.

10.34 Uhr: Mehr als 10.000 Corona-Tote in Italien

In Italien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 10 000 Corona-Patienten gestorben. Der Zivilschutz meldete am Samstag 889 neue Todesfälle. Damit stieg deren Gesamtzahl auf 10 023. Das ist die höchste Zahl weltweit. Die Gesamtzahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Italien erhöhte sich am Samstag um fast 6.000 auf 92.472. Die Zahl der geheilten Menschen stieg auf 12.384. Das sind 1.434 mehr als am Freitag.

"Heute hatten wir die bisher höchste Zahl an Geheilten", sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Abend bei einer Pressekonferenz in Rom. "Anfang der Woche werden wir mit den Experten zusammentreffen und sind zuversichtlich, dass sie uns weitere gute Nachrichten bringen", fügte er hinzu. Er habe jetzt 4,3 Milliarden Euro für die Unterstützung der Gemeinden freigegeben, sagte Conte weiter.

10.29 Uhr: Über 54.200 Corona-Nachweise und 397 Tote in Deutschland

In Deutschland sind bis Samstagabend mehr als 54.200 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit 12.744 nachgewiesenen Fällen und 105 Toten, Bayern mit 11.862 Fällen und 85 Toten sowie Baden-Württemberg mit 10 819 Fällen und 118 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 105,1 die meisten Infektionen, im Bundesschnitt waren es 65,2. 

10.16 Uhr: Sigmar Gabriel wirft EU Versagen in Corona-Krise vor

Ex-Außenminister Sigmar Gabriel hat der Europäischen Union Versagen bei der Bewältigung der Corona-Krise vorgeworfen. "Offensichtlich haben wir eine Schönwetter-EU, denn in der größten Bewährungsprobe seit ihrer Gründung versagt sie bisher vollständig", sagte der Ex-SPD-Chef im ZDF-Politmagazin "Berlin direkt". "Das Schlimmste war sicher am Anfang, dass selbst wir Deutschen nicht bereit waren, dorthin, wo die Menschen schon reihenweise umfielen und starben, nämlich nach Norditalien, Hilfsmittel zu liefern."

10.14 Uhr:  Anspannung durch Coronakrise kann krank machen

Der Ruheforscher Hans-Günter Weeß warnt vor krankmachender Anspannung durch die Corona-Krise. "Bleiben Sie über Telefon und neue Medien in ausreichendem Austausch mit Freunden und Angehörigen, denn soziale Kontakte wirken sich entspannend aus", rät der Leiter des Interdisziplinären Schlafzentrums im rheinland-pfälzischen Klingenmünster.

"Wem es gelingt, trotz der Herausforderungen durch das Coronavirus gelassen zu bleiben, erhöht die Wahrscheinlichkeit für eine entspannte Nacht", betonte der Buchautor ("Schlaf wirkt Wunder"). Besonders in den Gesundheitsberufen sei es wichtig, zwischen Schichten auf sich zu achten und für ausreichend Ruhe zu sorgen.

10.00 Uhr:  Spanien verschärft Ausgangsbeschränkungen weiter

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat im Kampf gegen das Coronavirus eine weitere Verschärfung der bereits seit zwei Wochen geltenden Ausgangsbeschränkungen angekündigt. Ab Montag sollen aller Arbeitnehmer, die keine unbedingt notwendigen Arbeiten verrichten, zwei Wochen lang zu Hause bleiben, erklärte der Regierungschef am Samstagabend in einer Fernsehansprache. Welche Sektoren genau gemeint sind, sagte er nicht. Das Gehalt werde den Betroffenen in dieser Zeit weiter gezahlt, die nicht geleisteten Arbeitsstunden könnten sie später schrittweise nachholen.

9.48 Uhr: Altmaier fordert " Fitnessprogramm" für die Wirtschaft

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) arbeitet bereits an Plänen, wie sich die deutsche Wirtschaft nach der Corona-Krise auch strukturell neu aufstellen kann. "Wir brauchen ein umfassendes Fitnessprogramm für die deutsche Wirtschaft, die Rettungspakete allein werden nicht genügen", sagte Altmaier der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Das Konzept solle sich nicht auf klassische Konjunkturprogramme beschränken, sondern strukturell die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft verbessern.

9.40 Uhr: Quarantäne für New York "nicht notwendig"

Trotz der sich zuspitzenden Coronavirus-Krise sind nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Überlegungen über eine Quarantäne der Bundesstaaten New York, New Jersey und Connecticut vorerst vom Tisch. "Eine Quarantäne wird nicht notwendig sein", schrieb Trump am Samstag (Ortszeit) auf Twitter. Auf Empfehlung seiner Coronavirus-Arbeitsgruppe und nach Beratungen mit den Gouverneuren der drei betroffenen Bundesstaaten habe er die Gesundheitsbehörde CDC aufgefordert, "starke Reisehinweise" zu veröffentlichten. 

In den USA sind mehr als 2.000 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging am Samstagabend aus einer Auflistung der renommierten Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Ein Großteil der Toten entfällt auf den Bundesstaat New York, in dem sich das Coronavirus in den vergangenen Tagen besonders schnell ausgebreitet hat.

9.39 Uhr: Regierung will Beschaffung von Schutzmasken beschleunigen

In der Corona-Krise versucht die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge, die Beschaffung von Schutzmasken und -kitteln zu beschleunigen. Die "Welt am Sonntag" berichtet unter Berufung auf das Bundesgesundheitsministerium, dieses habe ein sogenanntes Open-House-Verfahren gestartet. Das Verfahren unterscheide sich vom klassischen Vergaberecht und solle zügiger zum Geschäft führen: Dabei finden demnach keine Verhandlungen statt, deshalb könne es schneller gehen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der Zeitung, man biete "faire, feste Preise für alle, die uns aus dem In- und Ausland mit Schutzmasken und Schutzkitteln beliefern".

9.35 Uhr: Hamburger Spediteure befürchten Containerstau

Die Hamburger Spediteure können einen Teil der Container aus dem Hamburger Hafen nicht mehr ausliefern, weil die Empfänger ihren Betrieb vorübergehend geschlossen haben. "Wir können das im Moment noch abpuffern, aber es wird zunehmend schwierig", sagte Stefan Saß, Geschäftsführer des Vereins Hamburger Spediteure, der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.

Zum Teil stauten sich Container auf den Terminals, nachdem viele Schiffe wegen der Winterstürme mit Verspätung in den Hamburger Hafen eingelaufen waren. Die Spediteure hätten dank des Seehafens somit noch gut zu tun. Das Problem seien die Empfänger der Waren, die zum Teil die Container nicht abnehmen.

9.31 Uhr: Mit Coronavirus infiziertes Baby stirbt in USA

Im US-Bundesstaat Illinois wird der Tod eines Babys untersucht, das mit dem Coronavirus infiziert war. In Verbindung mit der Erkrankung Covid-19 habe es bislang noch keinen Todesfall eines Babys gegeben, erklärte das Gesundheitsamt des Staates am Samstag (Ortszeit) in einer Mitteilung. Eine "umfassende Untersuchung" solle die genaue Todesursache klären, hieß es weiter. Das verstorbene Kind war demnach jünger als ein Jahr.

Zur Risikogruppe für das Coronavirus zählen vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, chronisch Kranke, Ältere und Schwangere. In Illinois waren 85 Prozent der Toten 60 Jahre oder älter. Das Gesundheitsamt wies allerdings daraufhin, dass die Krankheit bei Menschen aller Altersklassen einen schweren Verlauf nehmen könne.

Medical Center: In den USA ist nun ein Baby gestorben, das mit dem Coronavirus infiziert war. (Quelle: imago images/Xinhua)Medical Center: In den USA ist nun ein Baby gestorben, das mit dem Coronavirus infiziert war. (Quelle: Xinhua/imago images)

8.57 Uhr: Lindner: "Jetzige Zustand darf keinen Tag länger dauern, als es medizinisch geboten ist"

FDP-Chef Christian Lindner pocht auf eine Strategie für einen Ausweg aus den Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise. Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) warnte vor Eile. Lindner sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntag): "Der jetzige Zustand darf keinen Tag länger dauern, als es medizinisch geboten ist." Der FDP-Vorsitzende ergänzte: "Wir müssen uns intensiv mit der Frage beschäftigen, was nach den Ausgangsbeschränkungen kommt." Der jetzige Zustand sei für jeden Einzelnen und für das wirtschaftliche Leben eine große Belastung.

8.49 Uhr: "Rettungsschirm" für Heime und Pflegedienste gestartet

Die Pflegekassen haben umfassende finanzielle Unterstützung für Heime und Pflegedienste in der Corona-Krise zugesagt. "Wir haben einen Pflege-Rettungsschirm aufgespannt, der sofort hilft", sagte der Vize-Vorstandschef des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Gernot Kiefer, der Deutschen Presse-Agentur. Mehrkosten für Schutzausrüstung oder Personal würden voll von der Pflegeversicherung übernommen. Dies solle den 11.700 Heimen und mehr als 15.000 Pflegediensten konkret helfen, um die rund vier Millionen Pflegebedürftigen weiterhin versorgen zu können.

8.24 Uhr: RKI-Chef warnt vor dramatischen Zuständen in deutschen Kliniken

Nach Einschätzung des Chefs des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, droht in der Corona-Krise auch das deutsche Gesundheitssystem an seine Grenzen zu geraten. "Wir müssen damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, ganz klar", sagte Wieler der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Mit Blick auf die vergleichsweise niedrige Sterberate in Deutschland warnte der Seuchenexperte vor Illusionen: Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass in Deutschland viel getestet werde. Zustände wie in Italien seien auch in Deutschland möglich, warnte Wieler. "Wir können nicht ausschließen, dass wir hierzulande ebenfalls mehr Patienten als Beatmungsplätze haben."

8.13 Uhr: Weltgrößter Schutzhandschuh-Produzent rechnet mit Engpässen

Der weltgrößte Hersteller von Schutzhandschuhen Top Glove aus Malaysia rechnet angesichts der hohen Nachfrage aus Europa und den USA mit Lieferengpässen. Die Bestellungen aus diesen Regionen seien in den vergangenen Wochen fast doppelt so hoch wie die Produktionskapazitäten der Firma gewesen, sagte Unternehmenschef Lim Wee Chai zu Reuters. Top Glove könne 200 Millionen Gummi-Handschuhe pro Tag herstellen. Daher seien die Lieferzeiten verlängert worden. "Manche Kunden machen Panik-Bestellungen. Normalerweise bestellen sie zehn Container im Monat, aber auf einmal sind es 20 Container." Top Glove versuche, die Bestellungen pro Kunde zu beschränken. Die Produktion werde weiter erhöht. Zudem brauche die Firma 1000 zusätzliche Arbeiter, sagte Lim. Diese kämen sonst aus Nepal, wegen der Reisebeschränkungen fielen diese aber im Moment aus.

Schutzhandschuhe: Der weltweit größte Hersteller rechnet mit Engpässen. (Quelle: imago images/Frank Sorge)Schutzhandschuhe: Der weltweit größte Hersteller rechnet mit Engpässen. (Quelle: Frank Sorge/imago images)

8.02 Uhr: Ungebremster Anstieg der Corona-Todesfälle in Europa und den USA

In Deutschland geht der Anstieg der Corona-Fallzahlen weiter: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Samstag stieg die Zahl der Infizierten um 6294 auf 48.582. Die Zahl der Toten erhöhte sich auf 325. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete für Deutschland bereits knapp 57.700 Infizierte und 433 Todesfälle.

In anderen Teilen der Welt steht das Schlimmste noch bevor. Die USA haben China und Italien bei der Zahl der Erkrankungen inzwischen überholt und sind mit mehr als 124.000 Fällen das Land mit den meisten Ansteckungen weltweit. Mehr als 2100 Menschen in den Vereinigten Staaten starben an der Lungenkrankheit Covid-19.

7.53 Uhr: Müller will Flüchtlingsregionen unterstützen

Entwicklungsminister Gerd Müller kündigt eine Initiative zum Schutz von Flüchtlingsregionen an. "Es darf in der Corona-Krise nicht zu einer Benachteiligung der Armen gegenüber den Reichen kommen", sagt der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es werde ein Sofortprogramm erarbeitet für die Bekämpfung der Pandemie und der wirtschaftlichen Folgen vor allem in der Region um Syrien.

6.23 Uhr: Scholz: "Unerträgliche Abwägungen"

Bundesfinanzminister Olaf Scholz lehnt eine Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus aus wirtschaftlichen Gründen ab. "Ich wende mich gegen jede dieser zynischen Erwägungen, dass man den Tod von Menschen in Kauf nehmen muss, damit die Wirtschaft läuft", sagt Scholz der "Bild am Sonntag" laut Vorabbericht. "Solche Abwägungen halte ich für unerträglich." Ein Abbau der Maßnahmen dürfe nur nach medizinischen, niemals nach ökonomischen Kriterien erfolgen. "Ich rate allen dringend davon ab, eine Lockerung an wirtschaftliche Fragen zu knüpfen."

6.15 Uhr: Bundesregierung lockert Vergabeverfahren für Schutzmasken

Angesichts der akuten Not an Schutzmaterial in der Coronavirus-Krise versucht die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge schneller an Schutzmasken und -kittel zu gelangen. Das berichtet die "Welt am Sonntag" vorab unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Demnach habe das Haus von Minister Jens Spahn (CDU) ein sogenanntes Open-House-Verfahren gestartet, das sich vom klassischen Vergaberecht unterscheide und zügiger zum Geschäft führen solle. Weil Verhandlungen nicht stattfänden, könne es schneller gehen. Unternehmen, die auf das Angebot eingingen, müssten mindestens 25.000 Stück eines der beiden Produkte liefern, einen Mindeststandard garantieren und die Lieferung verantworten. 

Samstag, 28. März, 20.23 Uhr: 160.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt

Nach Angaben von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sind wegen der Coronavirus-Pandemie bislang mehr als 160.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt worden. Er dankte am Abend im Kurzbotschaftendienst Twitter allen Beteiligten, die daran "unfassbar hart" gearbeitet hätten. An die noch im Ausland Verbliebenen appellierte Maas: "Bitte haben Sie Geduld, wenn wir Ihnen noch nicht helfen konnten."

Die Bundesregierung schätzt die Zahl der Rückkehrwilligen, zumeist Urlauber, auf etwa 200.000. "Wir machen weiter", twitterte Maas. Zunächst hatten alle EU-Länder versucht, angesichts der im Zuge der Pandemie verhängten Reisebeschränkungen ihre Bürger in Eigenregie zurück nach Hause zu holen. Mittlerweile gibt es eine Koordination.

19.38 Uhr: Spanien schließt "nicht lebenswichtige" Unternehmen

Die spanische Regierung hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie die vorübergehende Schließung aller "nicht lebenswichtigen" Unternehmen angeordnet. Alle Angestellten dieser Firmen sollten in den kommenden zwei Wochen zuhause bleiben, teilte Regierungschef Pedro Sánchez am Abend in Madrid mit. Eine ähnliche Regelung gilt auch in Italien. Die beiden Länder sind die weltweit am schlimmsten von der Pandemie betroffenen Länder.

Am Samstag hatte die Zahl der Toten durch die Corona-Pandemie in Spanien einen traurigen Rekordwert erreicht. Binnen 24 Stunden starben 832 Menschen – so viele wie nie zuvor an einem Tag, wie die Regierung mitteilte. Damit starben in Spanien bislang insgesamt 5.690 Menschen an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Die Zahl der Infizierten stieg auf mehr als 72.000.

18.59 Uhr: Polizei löst Demos in Berlin und Hamburg auf

Die Polizei ist in Berlin und Hamburg gegen unerlaubt Demonstrierende vorgegangen. Am Kottbusser Tor im Berliner Stadtteil Kreuzberg lösten Beamte am Nachmittag eine spontane Versammlung von mehr als 200 Menschen auf. Es gab mehrere Festnahmen, wie die Polizei auf Twitter mitteilte. Die Versammlung sei nicht angemeldet gewesen und habe gegen die derzeit geltenden Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verstoßen. Zuvor hatte die Polizei bereits den Boxhagener Platz in Berlin-Friedrichshain gesperrt. Dort hatten sich nach Angaben eines Sprechers rund 150 Menschen aufgehalten.

Zudem wies die Berliner Polizei nach Angaben einer Sprecherin Teilnehmer einer Kundgebung in Mitte unter dem Motto "Grundrechte verteidigen – Sag Nein zur Diktatur!" zurecht. Beamte erklärten, dass die Veranstaltung nicht erlaubt sei, sie hätten von einigen die Personalien aufgenommen. Wie viele Menschen vor Ort waren, war der Sprecherin nicht bekannt. Demo-Mitinitiator Anselm Lenz zufolge war ein Ziel der Kundgebung, angesichts der Corona-Krise auf die Bedeutung der ersten 20 Artikel des Grundgesetzes aufmerksam zu machen.

Auch die Hamburger Polizei löste eine verbotene Demonstration für das Bleiberecht von Flüchtlingen auf. Die etwa 30 Demonstranten hatten sich mit Plakaten auf dem Platz beim Hamburger Hauptbahnhof aufgestellt. Die Demonstranten hätten gemäß der behördlichen Vorgaben zwar ausreichend Abstand zueinander eingehalten, sagte ein Polizeisprecher. Allerdings sei die Versammlung unangemeldet gewesen und wegen der allgemeinen Kontaktsperre ohnehin verboten.

18.18 Uhr: Mehr als 10.000 Tote durch Coronavirus in Italien

In Italien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 10.000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Der Zivilschutz meldete 889 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 10.023.

18.05 Uhr: Stellt Trump New York unter Quarantäne?

Die US-Regierung erwägt nach Aussage von Präsident Donald Trump in der Coronavirus-Krise, New York und andere besonders betroffene Landesteile abzuschotten. "Einige Leute würden New York gerne unter Quarantäne gestellt sehen, weil es ein Hotspot ist", sagte Trump außerhalb des Weißen Hauses zu Reportern. Er präzisierte, dass es bei den Überlegungen um Reisebeschränkungen für Bewohner von Regionen gehe, in denen sich besonders viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben.

Neben New York werde auch über New Jersey und gewisse Teile von Connecticut nachgedacht, sagte Trump. Viele New Yorker würden derzeit nach Florida reisen. "Das wollen wir nicht", sagte Trump. Mit Blick auf mögliche Einschränkungen der Bewegungsfreiheit sagte Trump: "Ich würde es lieber nicht tun, aber vielleicht brauchen wir es." Für den Fall, dass solche Maßnahmen ergriffen werden müssten, würden diese für kurze Zeit gelten. Trump sprach von zwei Wochen und stellte in Aussicht, dass bereits am Samstag eine Entscheidung darüber getroffen werden könnte.

17.48 Uhr: Roboter hilft beim Coronaschutz

Ein kleiner Roboter hilft Kunden eines Edeka-Marktes in Lindlar, untereinander auf Abstand zu bleiben und sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. "Pepper", der eigentlich ein Pflegeroboter ist, steht seit Mittwoch im Kassenbereich der Filiale und weist Einkaufende mit elektronischer Stimme auf die Schutzmaßnahmen hin. Außerdem wirbt er für Rücksichtnahme und Solidarität untereinander und rät mit kindlich-freundlichem "Gesichtsausdruck" von Hamsterkäufen ab.

Die Idee dazu entwickelte Marktinhaber Marc-Philipp Stöcker (31) gemeinsam mit seinem Freund Florian Schaf, der in der Robotertechnologie arbeitet und "Pepper" entsprechend programmierte. "Viele Leute freuen sich und schmunzeln über den Roboter. Das hilft uns, die durch Corona angespannte Situation hier im Markt aufzulockern." Die weiße Figur kann Kopf und Arme bewegen. Sie folgt Kunden mit dem Blick und lotst sie durch die Sicherheitszone an der Kasse.

Coronavirus - Lindlar (Quelle: dpa/Markus Klümper)Coronavirus - Lindlar (Quelle: Markus Klümper/dpa)

17.17 Uhr: Knapp 53.000 Infizierte in Deutschland

In Deutschland haben sich bis Samstag rund 52.800 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, ergaben Recherchen von t-online.de, die sich auf Zahlen der Gesundheitsbehörden der Länder stützen. Das waren rund 5.400 mehr als tags zuvor, was einem Anstieg von rund elf Prozent entspricht. Die Zahlen auf Länderebene im Einzelnen.

16.32 Uhr: Trotz Frühlingswetters: Corona-Verbote werden überwiegend befolgt

Schönstes Frühlingswetter von der Ostsee bis zu den Alpen hat am Samstag nach draußen gelockt - doch wegen der verhängten Restriktionen in der Corona-Krise verzichteten viele Menschen auf ausgiebige Ausflüge. Die Polizei musste bei Kontrollen nur vereinzelt einschreiten. Das geht aus Polizeiberichten aus den Bundesländern hervor. Ein Schwerpunkt der Kontrollen waren Grünanlagen.

In Berlin allerdings musste der beliebte Boxhagener Platz in Friedrichshain gesperrt werden. Dort hatten sich nach Angaben eines Polizeisprechers rund 150 Personen aufgehalten. Lautsprecherdurchsagen mit der Aufforderung, den Platz zu verlassen, hätten nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

Stadtpark in NRW: Die meisten halten Verbote trotz des guten Wetters ein. (Quelle: imago images/Rupert Oberhäuser)Stadtpark in NRW: Die meisten halten Verbote trotz des guten Wetters ein. (Quelle: Rupert Oberhäuser/imago images)

16.28 Uhr: Israels Botschafter in Berlin nach Coronavirus-Infektion genesen

Israels Botschafter in Berlin, Jeremy Issacharoff, ist nach einer Coronavirus-Infektion wieder gesund. Eine Sprecherin des israelischen Außenministeriums in Jerusalem bestätigte, der 65-jährige Diplomat sei genesen. Ein Covid-19-Test sei negativ gewesen. Die israelische Botschaft in Berlin solle am Montag wieder geöffnet werden.

Issacharoff und ein weiterer israelischer Diplomat waren vor knapp zwei Wochen nach einem Treffen mit einem infizierten Bundestagsabgeordneten positiv getestet worden. Sie begaben sich daraufhin in Heimquarantäne, ebenso wie 150 Botschaftsangestellte.

16.00 Uhr: Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen können teuer werden

Das sonnige Wetter ist verlockend - wer aber gegen die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie verstößt, könnte mit saftigen Bußgeldern belegt werden. Im ganzen Land dürfen nur noch zwei Menschen zusammen draußen unterwegs sein. Ausnahmen gibt es nur für Familien.

Wie hoch die Bußgelder tatsächlich sind, ist noch nicht landesweit geregelt. Die Kommunen legen sie derzeit fest. Das Gesundheitsministerium hat zwar schon einen einheitlichen Bußgeldkatalog in der Tasche. Weil aber der Bund in der vergangenen Woche das Infektionsschutzgesetz überarbeitete, halte man den Katalog noch zurück, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

15.48 Uhr: Hohe Umsatzeinbußen bei Unternehmen aller Branchen

Die Corona-Krise trifft sämtliche Branchen der NRW-Wirtschaft inzwischen in voller Härte: Laut einer Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammern (IHK) in Nordrhein-Westfalen verzeichnen 90 Prozent der Befragten aktuell Umsatzeinbußen. Demnach beklagt jedes fünfte Unternehmen Rückgänge seiner Geschäfte von mehr als 50 Prozent. Bei einem Drittel führte die Krisensituation zur Einstellung der Produktion oder zur Schließung. 14 Prozent sind akut von der Insolvenz bedroht.

Die IHK NRW hatten 3200 Mitgliedsunternehmen im Zeitraum vom 24. bis 26. März befragt. Hauptgeschäftsführer Ralf Mittelstädt hob in einer Mitteilung von Samstag den schnellen Start der digitalen Soforthilfe-Anträge als wichtigen Schritt für die vielen Kleinunternehmen hervor. Innerhalb der ersten zwölf Stunden habe es mehr als 8000 Bewilligungen gegeben. Neben der Soforthilfe mit 63 Prozent seien auch Steuerstundungen mit 60 Prozent und Kurzarbeitergeld mit 71 Prozent stark nachgefragt, hieß es.

15.35 Uhr: Russland schließt ab Montag die Grenzen

Russland will seine Grenzen ab dem 30. März schließen. Das gelte für alle Grenzposten, Fahrzeuge sowie Fußgänger und auch an den Seegrenzen, heißt es in einer am Samstag veröffentlichten Anordnung der Regierung. Ausgenommen seien unter anderem russische Diplomaten sowie Lastwagen. Internationale Flüge wurden bereits eingestellt. In Russland sind 1264 Coronavirus-Fälle gemeldet.

15.29 Uhr: Toten- und Infiziertenzahl in Großbritannien steigt

In Großbritannien steigt die Zahl der Toten durch das Coronavirus auf 1019. Die Zahl sei in den 24 Stunden bis 18.00 Uhr MEZ am Freitag um 260 gestiegen. Bis Samstagmorgen hätten sich 17.089 Menschen mit dem Virus infiziert, teilt die Regierung mit.

Großbritannien hatte lange damit gezögert, harte Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus einzuführen. Am Freitag war bekannt geworden, dass sich auch Premierminister Boris Johnson und Gesundheitsminister Matt Hancock inzwischen mit dem Erreger angesteckt haben. Auch Thronfolger Prinz Charles hatte sich mit Sars-CoV-2 infiziert.

15.07 Uhr: TÜV-Frist wegen Corona verlängert

Um Autofahrer in der Corona-Krise zu entlasten, bekommen sie für die Erneuerung der TÜV-Plakette nach den Worten von Verkehrsminister Andreas Scheuer vorübergehend mehr Zeit. Die Frist für die Überziehung sei von zwei auf vier Monate verlängert worden, sagte der CSU-Politiker der "Bild"-Zeitung. Dafür gab es Lob vom Autoclub ADAC: "Damit ist der Widerspruch zwischen den Notwendigkeiten der Krise und den gesetzlichen Vorschriften für die Hauptuntersuchung aufgehoben", sagte Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand am Samstag. Autofahrer sollten jedoch weiterhin darauf achten, Fahrzeuge nur in verkehrssicherem Zustand zu nutzen.

15.05 Uhr: Auf Bali gestrandete Touristen werden ausgeflogen

Hunderte wegen der Corona-Pandemie auf Bali gestrandete Touristen aus Europa sind am Samstag aus dem Urlaubsparadies ausgeflogen worden. "Ich bin froh, nach Hause zu kommen", sagte Marco Zeltner, einer von schätzungsweise mehreren tausend deutschen Touristen, die auf der indonesischen Urlaubsinsel festsitzen. Zwei Flüge seien zuvor gestrichen worden, weshalb er seit zwei Wochen warte. "Aber es ist okay, Bali ist schön, also hätte es schlimmer kommen können."

Deutschland charterte seit Freitag sechs Flüge von Denpasar nach Frankfurt am Main. Die britischen Behörden buchten Sitze auf zwei Linienmaschinen nach London, und auch Frankreich organisierte Flüge für hunderte Staatsbürger nach Paris. Nach Angaben der französischen Botschaft saßen zeitweise rund 2000 französische Touristen in Indonesien fest.

14.49 Uhr: Rückholaktion auf Kreuzfahrtschiff startet

Nach dem Coronaverdacht von 46 Menschen auf einem deutschen Kreuzfahrtschiff vor Australien, soll eine Rückholaktion der nicht-infizierten Passagiere starten. Der Aktion stehe nach Angaben der Behörden nichts im Wege, sagte der Geschäftsführer des Bonner Reiseveranstalters Phoenix, Benjamin Krumpen, der Deutschen Presse-Agentur am Samstag: "Personen, die positiv getestet sind, bekommen einen 14-tägigen Aufenthalt in einem Krankenhaus in Australien." Alle anderen der 832 Passagiere könnten mit eigens dafür gecharterten Maschinen am Nachmittag des nächsten Tages lokaler Zeit nach Hause.

14.39 Uhr: Vier Tote auf Kreuzfahrtschiff vor Panama

Auf einem Kreuzfahrtschiff vor Panama sind vier Passagiere gestorben. Es handle sich um vier ältere Menschen, teilte die Reederei Holland America Line am Freitag mit, ohne weitere Details zu nennen. Zwei Menschen an Bord seien positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden, hieß es weiter. 53 Passagiere und 85 Besatzungsmitglieder hätten sich mit Grippe-ähnlichen Symptomen beim Medizinerteam an Bord gemeldet.

Das in den USA beheimatete Unternehmen hatte das Schiff "Zaandam" vor wenigen Tagen vor der südamerikanischen Pazifikküste unter Quarantäne gestellt. Alle Passagiere sollten bis auf Weiteres in ihren Zimmern bleiben, hieß es. Sie und die Crew hätten alle Schutzmasken erhalten. Die "Zaandam" hat 1243 Passagiere und 586 Besatzungsmitglieder an Bord.

Vor der Küste Panamas: An Bord der "Zaandam" sind vier Passagiere gestorben, nachdem an Bord Covid-19-Fälle bestätigt wurden. (Quelle: t-online.de)

14.25 Uhr: Atemschutzmasken für Land und Bund angekommen

Eine Ladung mit 400 000 Atemschutzmasken aus China ist am Samstag in Braunschweig angekommen. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und der VW-Personalvorstand Gunnar Kilian nahmen die im Einsatz gegen das Coronavirus dringend benötigte Fracht in Empfang. Volkswagen hatte diese erste Ladung bestellt und will nach eigenen Angaben insgesamt Medizingüter für 40 Millionen Euro beschaffen und spenden.

240 000 Atemschutzmasken sollen an medizinische Einrichtungen im Bund gehen, 160 000 Masken an Kliniken und Ärzte in Niedersachsen. Die Verteilung werde durch öffentliche Stellen organisiert, teilte VW mit. Außer Masken sind auch Handschuhe, Desinfektionsmittel, Fieberthermometer, Schutzbrillen und Schutzanzüge bestellt.

14.21 Uhr: Polen will wegen Corona-Krise Briefwahl ermöglichen

Um die Präsidentschaftswahl trotz der Corona-Krise am 10. Mai abhalten zu können, will Polen Älteren und Menschen in Quarantäne die Briefwahl ermöglichen. Das Parlament, in dem die nationalkonservative Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) die Mehrheit hat, beschloss am Samstag eine entsprechende Änderung des Wahlgesetzes. Demnach dürfen Wähler, die über 60 sind, unter Quarantäne stehen oder sich freiwillig in häuslicher Isolation befinden, per Brief wählen.

Ministerpräsident Mateusz Morawiecki und der einflussreiche PiS-Vorsitzende Jaroslaw Kaczynski hatten zuvor erklärt, sie sähen keinen Anlass für eine Verschiebung der Wahl. Der liberale Ex-Regierungschef Donald Tusk und aktuelle Präsident der Europäischen Volkspartei (EVP), sagte hingegen in einem Interview, "nur ein Narr oder Krimineller" würde die Wahl trotz der Corona-Krise stattfinden lassen.

14.20 Uhr: Weitere Einschränkungen im Zugverkehr in Bayern

Nach der Deutschen Bahn streichen in der Corona-Krise jetzt auch mehrere Privatbahnen Verbindungen in Bayern. Züge würden deswegen ab Montag seltener fahren, teilte die Länderbahn am Samstag mit. Außerdem würden Haltestellen entfallen, hieß es weiter.

Weil immer weniger Menschen mit dem Zug fahren, werden einige Verbindungen außerhalb der Hauptverkehrszeit - also früh morgens, spät abends und teilweise am Wochenende - gestrichen.

14.09 Uhr: Berlins Infektionszahlen sind unterschätzt

Der Reinickendorfer Amtsarzt Patrick Larscheid hält die aktuellen Infektionszahlen in der Coronavirus-Pandemie für die Hauptstadt für unterschätzt. "Der Fallzahlanstieg kann ja nur so groß sein wie die Testkapazität ist", sagte er am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist der Knackpunkt. Die Tests in Berlin sind weiter auf 2000 am Tag limitiert. Der Bedarf geht aber darüber hinaus." Für eine Abschätzung, ob Schutzmaßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen wirkten, ist es nach Larscheids Meinung allein wegen dieser unsicheren Datenlage noch viel zu früh.

13.46 Uhr: Justizministerin empört über Stopp von Mietzahlungen finanzstarker Unternehmen

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat sich empört über den Stopp von Mietzahlungen für Ladengeschäfte großer Firmen geäußert. "Wenn jetzt finanzstarke Unternehmen einfach ihre Mieten nicht mehr zahlen, ist dies unanständig und nicht akzeptabel", sagte sie am Samstag in Berlin. Die Corona-Hilfsgesetze böten dafür keine Grundlage. Es gelte weiterhin: "Mieter müssen selbstverständlich ihre Miete zahlen. Falls sie tatsächlich infolge der Krise in ernsthafte Zahlungsschwierigkeiten geraten, kann ihnen lediglich für einen begrenzten Zeitraum nicht gekündigt werden."

Zuvor hatten bekannte Handelsunternehmen wegen der angeordneten Ladenschließungen die Mietzahlungen für ihre Filialen in Deutschland eingestellt. Darunter sind Handelsketten wie Deichmann und Hennes & Mauritz, aber auch Markenhersteller wie Adidas.

13.29 Uhr: Deutsche Unternehmen stellen auf Produktion von Schutzausrüstung um

Angesichts des Engpasses bei Schutzkleidung und medizinischer Ausrüstung stellen auch in Deutschland Unternehmen ihre Produktion um. Bei dem schwäbischen Textilhersteller Trigema löste allein die Ankündigung, in die Produktion von Atemschutzmasken einzusteigen, einen Bestellansturm aus. Der Automobilkonzern Daimler will 3D-Drucker für die Herstellung von Medizinprodukten zur Verfügung stellen.

"Kommunen, Polizeibehörden, Krankenhäuser, einfach alle" meldeten sich, um Masken zu bestellen, sagte Trigema-Chef Wolfgang Grupp der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er kündigte an, kommende Woche werde sein Unternehmen rund 100.000 Schutzmasken herstellen, diese Woche dürften es demnach etwa 80.000 sein. Insgesamt habe Trigema für die Zeit bis Ostern Bestellungen über 300.000 Masken angenommen. Auch für die Zeit danach gebe es schon viele Aufträge, aber noch ohne genauen Liefertermin.

13.25 Uhr: Polizei in Südafrika schießt mit Gummimunition auf Supermarkt-Drängler

Südafrikanische Polizisten haben mit Gummimantelmunition auf Menschen gefeuert, die sich trotz der Corona-Sicherheitsvorschriften vor einem Supermarkt drängelten. Ein AFP-Fotograf beobachtete, wie rund 200 bis 300 Menschen am Samstagmorgen vor einem Geschäft im Johannesburger Stadtteil Yeoville Schlange standen. Im Kampf um ihren Platz in der Menge hielten viele dabei den wegen des Coronavirus vorgeschriebenen Sicherheitsabstand nicht ein.

13 Uhr: UN fordert Waffenruhe wegen erster Infektionsfälle in Syrien

Die Vereinten Nationen haben angesichts der ersten Fälle von Erkrankungen mit der Lungenkrankheit Covid-19 in Syrien zu einer Waffenruhe aufgerufen. Es gelte, eine weitere Katastrophe zu verhindern, sagte der Chef der UN-Untersuchungskommission für Syrien, Paulo Pinheiro, am Samstag in Genf.

Nach neun Jahren Bürgerkrieg seien viele Gesundheitseinrichtungen zerstört, außerdem hätten 70 Prozent der Menschen, die einst im Gesundheitswesen gearbeitet hätten, das Land verlassen, warnte Pinheiro. Die Kommission unterstrich, dass vor allem die Angriffe auf Helfer, Kliniken und Arznei-Transporte sofort eingestellt werden müssten.

12.40 Uhr: Zwei Deutsche auf Zypern und auf Kreta gestorben

Ein 67-Jähriger deutscher Tourist ist auf Zypern an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Dies habe das Krankenhaus im türkischen besetzten Nordteil der Insel mitgeteilt, berichtete das zyprische Staatsfernsehen (RIK) am Samstag. Vor zwei Tagen war auf der griechischen Insel Kreta ein 42 Jahre alter deutscher Mathematikprofessor an einer Lungenembolie als Folge einer Infektion mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben.

12.35 Uhr: Berlin nimmt sechs Corona-Patienten aus Frankreich auf

Berlin nimmt sechs schwerkranke Corona-Patienten aus Frankreich auf. Sie sollen an diesem Samstag in die Charité kommen, teilte eine Sprecherin des Senats mit. Die Infizierten werden den Angaben zufolge per Flugzeug von der Uniklinik Straßburg nach Berlin gebracht, um im Krankenhaus intensivmedizinisch behandelt zu werden. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte sich am Mittwoch mit dem Chef der Charité, Professor Heyo K. Kroemer, darauf verständigt, Corona-Patienten aufzunehmen.

12.25 Uhr: Mehr als 800 Corona-Tote in 24 Stunden in Spanien

Im besonders schwer vom Coronavirus betroffenen Spanien sind innerhalb von 24 Stunden 832 neue Todesopfer verzeichnet worden. Das ist der höchste Anstieg, der in dem Land bislang registriert wurde, wie die Gesundheitsbehörden in ihrer täglichen Bilanz mitteilten. Insgesamt kletterte die Zahl der Opfer seit Freitag auf knapp 5700. Auch die Zahl der Infizierten stieg weiter an und lag am Samstagmittag bei rund 72 000, etwa 8000 mehr als am Vortag. Jedoch hält sich damit der prozentuale Anstieg seit Tagen relativ niedrig.

Mehr als 12 000 Menschen sind bereits wieder gesund. Die am heftigsten betroffene Region bleibt Madrid, wo fast die Hälfte aller Todesfälle verzeichnet wurde. Nach Italien ist Spanien weiterhin das Land in Europa, das vom neuen Virus Sars-CoV-2 am stärksten in Mitleidenschaft gezogen wird.

Spanien: Das EU-Land meldet mehr als 800 Tote in den letzten 24 Stunden. (Quelle: imago images/Agencia EFE)Spanien: Das EU-Land meldet mehr als 800 Tote in den letzten 24 Stunden. (Quelle: Agencia EFE/imago images)

12.16 Uhr: EU und USA fordern verstärkte internationale Zusammenarbeit 

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell und US-Außenminister Mike Pompeo haben vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie "die dringende Notwendigkeit zu verstärkter internationaler Zusammenarbeit" bekräftigt. In einem Telefonat seien die beiden Politiker am Freitag auch übereingekommen, dass die humanitären Hilfen zu medizinischen Zwecken für besonders gefährdete Länder schnellstens verstärkt werden müssten, teilte die EU am Samstag mit.

Während viele reiche Länder umfassende Hilfspakete aufgelegt haben, wächst derzeit die Sorge angesichts der Lage in ärmeren Ländern mit unzureichenden Gesundheitssystemen. Die G20-Staaten hatten bei einer Videokonferenz am Donnerstag internationale Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation und den Internationalen Währungsfonds aufgefordert, Entwicklungs- und Schwellenländern bei den gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen durch Covid-19 zu helfen.

12 Uhr: Fast 50.000 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 316 Tote

 In Deutschland sind bis Samstagvormittag mehr als 48 800 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 12 000 nachgewiesenen Fällen und 88 Toten sowie Bayern mit mindestens 10 180 Fällen und 60 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 9729 Fällen und 101 Toten. Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 95,5 die meisten Infektionen.

11.30 Uhr: Auch Spanien ruft Militär zum Transport der Leichen

Nach Italien wird auch im schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien das Militär beim Transport der Leichen helfen. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Samstag im Amtsblatt mit. Die Streitkräfte würden wegen der großen Zahl der Toten und des Fehlens verfügbarer Bestattungsinstitute während der Dauer des Alarmzustandes eingesetzt, hieß es. Wegen der vielen Todesopfer war zuletzt bereits die Eishalle in Madrid zum Leichenhaus umfunktioniert worden. Die Regierung hat den Alarmzustand und die strenge Ausgangssperre um weitere zwei Wochen bis zum 11. April verlängert. Spanien ist nach Italien das am schwersten von der Krise betroffene Land Europas.

11.05 Uhr: Merkel: "Danke - von ganzem Herzen danke"

"Von ganzem Herzen danke": Angela Merkel hat sich mit einer persönlichen Nachricht aus der Quarantäne gemeldet. (Quelle: t-online.de)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Disziplin bei der Beachtung der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie gedankt. "Danke – von ganzem Herzen danke!", sagte Merkel am Samstag in einem Audio-Podcast, den sie telefonisch aus ihrer häuslichen Quarantäne verbreitete. Darin warnte Merkel auch vor Ungeduld hinsichtlich einer Lockerung der angeordneten Schutzmaßnahmen.

"Die neuen Regeln haben das öffentliche Leben für jeden spürbar in wenigen Tagen auf ein Minimum heruntergefahren", sagte Merkel. Fast alle hätten daraufhin ihr Verhalten umgestellt, um Kontakte zu vermeiden und so Ansteckungen zu verhindern.

Forderungen nach einer raschen Aufhebung der Einschränkungen wies die Kanzlerin zurück. "Noch geben uns die täglichen Zahlen der Neuinfektionen leider keinen Grund, nachzulassen oder die Regeln zu lockern", warnte Merkel. Maßstab bleibe die Zuwachsrate der Infizierten. Derzeit verdoppele sich deren Zahl etwa alle fünfeinhalb Tage. Dies sei bereits ein deutlicher Fortschritt, doch "es muss in Richtung von zehn Tagen gehen, damit unser Gesundheitssystem nicht überfordert wird".

Angela Merkel: Die Bundeskanzlerin hat den deutschen Bürgern in einem Podcast gedankt. (Quelle: imago images/Christian Thiel)Angela Merkel: Die Bundeskanzlerin hat den deutschen Bürgern in einem Podcast gedankt. (Quelle: Christian Thiel/imago images)

10.52 Uhr: Altmaier will Kritik an Staatshilfen entschärfen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) versucht Kritik aus der Wirtschaft an Corona-Hilfsprogrammen zu entschärfen. "Wir helfen mit umfassenden Maßnahmen der gesamten Wirtschaft von klein bis groß und den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, mit dieser Extremsituation umzugehen", heißt es in einem Brief Altmaiers an Wirtschaftsverbände. Das Schreiben lag der Deutschen Presse-Agentur vor.

Die bisher vereinbarten Maßnahmen bildeten das wohl umfassendste Hilfs- und Schutzprogramm in der deutschen Nachkriegsgeschichte, so Altmaier. "Ich weiß, die Hilfen der Bundesregierung können unseren Unternehmen dabei nicht ersetzen, was die Pandemie für Umsätze und Gewinne bedeutet. Aber wir tun alles, damit wir Sie als Partner durch die Krise hindurchbegleiten."

10.45 Uhr: EU-Kommission plant keine eigenen Anleihen

In der Corona-Krise plant die Europäische Kommission keine eigenen Anleihen zur milliardenschweren Schuldenaufnahme. Dies stellte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur klar. "Da gibt es ganz klare rechtliche Grenzen, das ist nicht der Plan. Daran arbeiten wir nicht."

Der "Spiegel" hatte berichtet, die EU-Kommission wolle Arbeitslosenversicherungen der Mitgliedstaaten in der Krise mit Zuschüssen in Milliardenhöhe unterstützen und dazu eigene Anleihen an den Finanzmärkten platzieren, einen Vorläufer für Eurobonds.

10.38 Uhr: Patienten aus Metz nach Deutschland ausgeflogen

Im nordostfranzösischen Metz ist am Samstag ein Militärhubschrauber mit Corona-Patienten in Richtung Deutschland gestartet. An Bord waren zwei mit dem Virus infizierte Patienten, die in Deutschland behandelt werden sollen, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Frankreichs Verteidigungsministerin Florence Parly schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter, Militärhubschrauber des Heeres würden mehrere Covid-19-Patienten von Metz aus nach Deutschland ausfliegen.

10.05 Uhr:  Zahl der Corona-Fälle in Deutschland steigt auf 48.582

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts von Samstag ist die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland auf 48.582 gestiegen, das sind 6294 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten beläuft sich inzwischen insgesamt auf 325, ein Plus zum Vortag von 55.

10.00 Uhr: Zuspruch für Handydaten-Nutzung gegen Coronavirus

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Stephan Mayer (CSU), hat sich für die Nutzung von Handydaten zur effektiveren Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus ausgesprochen. Es wäre sinnvoll, wenn die Bewegungsprofile der Kontaktpersonen von Infizierten auf diese Weise besser nachverfolgt werden könnten, sagte Mayer am Samstag im Deutschlandfunk. Dies könne mit entsprechenden Apps auf freiwilliger Basis geschehen, sagte er weiter. Den Datenschutz müsse man dafür nicht ad acta legen, wies Mayer diesbezügliche Bedenken zurück. 

9.50 Uhr: NRW-Kommunen wollen Kontaktverbot kontrollieren

Am zweiten Wochenende mit massiven Einschränkungen wegen des neuartigen Coronavirus wollen viele Kommunen in NRW die Einhaltung des verhängten Kontaktverbots kontrollieren. Auch angesichts des voraussichtlich schönen Wetters am Samstag wollen die städtischen Mitarbeiter ihre Aufmerksamkeit auf Spielplätze, Parks und besondere "Hotspots" legen, an denen sich unter normalen Umständen gerne Gruppen treffen.

9.12 Uhr: Supermarktkunden sollten Mundschutz tragen

In der Corona-Krise ruft der Einzelhandel in Berlin und Brandenburg die Kunden von Supermärkten dazu auf, beim Einkaufen einen Mundschutz zu tragen. "Je mehr Leute ihn freiwillig tragen, desto mehr schützen sie andere", sagte Verbands-Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen. "Wir freuen uns auch über ein Lächeln hinterm Mundschutz."

Für immer mehr Verkäufer gebe es Plexiglas-Scheiben über den Kassen zum Schutz vor möglichen Infektionen, erklärte der Branchenvertreter. Zudem regelten Händler den Zugang zu ihren Geschäften, etwa über die Zahl der Einkaufswagen. Dann würden nur Kunden mit Wagen eingelassen.

9.10 Uhr: China beendet Isolation der Millionenmetropole Wuhan

In der chinesischen Stadt Wuhan kehrt allmählich der Alltag zurück: Die Isolation der Millionenmetropole, die als Ausgangspunkt der Coronavirus-Pandemie gilt, ist am Samstag (Ortszeit) beendet worden. Die Einreise in die Hauptstadt der Provinz Hubei ist nun wieder erlaubt, während das Ausreiseverbot noch bis zum 8. April gilt. Der U-Bahnverkehr rollte am Samstag wieder an und die ersten Einkaufszentren werden in der kommenden Woche ihre Pforten öffnen.

In den vergangenen Tagen waren bereits die Banken in Wuhan wiedereröffnet worden und auch die Linienbusse in der Stadt nahmen ihren Betrieb auf. Die Bewohner sind aber weiterhin aufgerufen, keine unnötigen Fahrten anzutreten und ältere Menschen sollen den Nahverkehr meiden. Die Abriegelung der Provinz Hubei war bereits am Dienstag weitgehend aufgehoben worden.

9.00 Uhr: Hochschulen bereiten sich auf digitales Sommersemester vor

Die beiden Universitäten und andere Hochschulen im Land bereiten sich wegen der Corona-Einschränkungen auf digitale Veranstaltungen vor. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Einrichtungen in Sachsen-Anhalt hervor. So soll an der Uni Magdeburg das digitale Sommersemester bereits Anfang April starten. "Die Vorbereitungen für die digitale Lehre laufen auf Hochtouren", heißt es von der Universität Halle.

8.45 Uhr: 2,8 Millionen Schutzmasken kommen in Frankfurt an

Rund 2,8 Millionen dringend benötigte Atemschutzmasken sind am Freitagnachmittag für Hessen am Frankfurter Flughafen angekommen. Das bestätigte das hessische Sozialministerium am Freitagabend. Zuvor hatten die Logistikdienstleister DB Schenker und Lufthansa Cargo eine entsprechende Lieferung mitgeteilt. Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und Sozialminister Kai Klose (Grüne) nahmen demnach insgesamt rund 12,7 Tonnen medizinisches Material in Empfang.

8.40 Uhr: Corona-Impfstoff frühestens Ende des Jahres

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sieht im Kampf gegen das Coronavirus frühestens Ende des Jahres einen Impfstoff. "Wir müssen davon ausgehen, dass ein Impfstoff, mit dem breitere Teile der Bevölkerung geschützt werden können, erst gegen Ende des Jahres oder Anfang des nächsten Jahres zur Verfügung steht", sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Für die Impfstoffforschung gelte: "Wir wollen so schnell wie möglich laufen - aber wir dürfen dabei nicht hinfallen. Wir müssen sicher sein, dass die Impfung wirkt und dem Patienten nicht schadet."

Karliczek sagte weiter: "Wir reizen die Forschungsmöglichkeiten bis aufs Letzte aus. Wir sind bereit, weitere Gelder zur Verfügung zu stellen, wenn es erfolgversprechende Projekte gibt. Am Geld wird die Corona-Forschung nicht scheitern."

Anja Karliczek: Die Bundesministerin sagte, dass es frühestens Ende des Jahres einen Corona-Impfstoff geben wird. (Quelle: imago images/Christian Spicker)Anja Karliczek: Die Bundesministerin sagte, dass es frühestens Ende des Jahres einen Corona-Impfstoff geben wird. (Quelle: Christian Spicker/imago images)

8.28 Uhr: Bundesagentur für Arbeit sieht sich für Kurzarbeiter-Ansturm gerüstet

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hält sich in der Corona-Krise für finanziell ausreichend gewappnet, um den Ansturm beim Kurzarbeitergeld zu bewältigen. Es sei absehbar, dass die Zahl der Kurzarbeiter weit höher ausfallen werde als während großen Finanzkrise der Jahre 2008/2009, sagte BA-Vorstandsvorsitzender Detlef Scheele der Deutschen Presse-Agentur.

Damals waren in der Spitze in Deutschland 1,44 Millionen Menschen auf Kurzarbeit angewiesen. Die Bundesregierung legte vor einigen Tagen die Schätzung von 2,15 Millionen Kurzarbeitern in der Corona-Krise vor. Ob diese Schätzung richtig sei, könne derzeit niemand sagen, betonte Scheele. "Wir gehen davon aus, dass es deutlich mehr werden als zur Finanzkrise." Allein in der vergangenen Woche waren bei der Bundesagentur mehr als 76 000 Anzeigen von Betrieben für Kurzarbeit eingegangen.

7.51 Uhr: US-Konzern erhält Marktzulassung für Schnelltest

Der US-Pharmakonzern Abbott Laboratories hat nach eigenen Angaben in den USA die Marktzulassung für einen Coronavirus-Schnelltest erhalten. Der Test liefere Ergebnisse in höchstens 13 Minuten und könne in Arztpraxen, Testzentren oder Krankenhäusern eingesetzt werden, teilt Abbott mit. Der Vertrieb solle kommende Woche starten, eine Produktion von 50.000 Tests pro Tag werde angestrebt. Die FDA hat im Schnellverfahren bereits mehrere Tests zugelassen, darunter auch einen der Schweizer Firma Roche. Die USA haben inzwischen weltweit die höchste Zahl an Corona-Infektionen. Der Bedarf an Tests konnte vielerorts nicht gedeckt werden.

Coronavirus: Ein US-Konzern hat die Marktzulassung für einen 13-Minuten-Test erhalten. (Quelle: imago images/Eibner Europa)Coronavirus: Ein US-Konzern hat die Marktzulassung für einen 13-Minuten-Test erhalten. (Quelle: Eibner Europa/imago images)

7.44 Uhr: 18.000 Neuinfektionen in den USA – an einem Tag

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in den USA ist am Freitag so stark angestiegen wie noch nie zuvor an einem Tag. Die Behörden melden rund 18.000 neue Erkrankungen. Damit wächst die Zahl der bekannten Fälle auf mehr 103.000. Die USA verzeichnen die meisten bestätigten Ansteckungen weltweit. Erst am Donnerstag hatte das Land mit seinen Fallzahlen China und Italien überrundet - die beiden Pandemie-Brennpunkte in Asien und Europa.

6.53 Uhr: Luftwaffe fliegt erkrankte Italiener nach Deutschland aus

Wegen der dramatischen Notlage norditalienischer Krankenhäuser in der Coronavirus-Krise fliegt die Luftwaffe Patienten nach Deutschland aus. Der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der Bundeswehr, sollte am Samstag sechs schwer erkrankte Italiener in Intensivbehandlung von Bergamo nach Köln bringen. Die Maschine sei am Morgen in Köln gestartet, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

"In Zeiten größter Not ist es selbstverständlich, dass wir unseren Freunden zur Seite stehen", sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zu dem Einsatz. "Deshalb holen wir mit unserer fliegenden Intensivstation der Luftwaffe jetzt Schwerstkranke aus Italien zur Behandlung nach Deutschland. Das ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Europa muss zusammenhalten."

6.31 Uhr: Müller fordert Schuldenerlass für Entwicklungsländer

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat die führenden Industriestaaten angesichts der Corona-Pandemie zu einem Schuldenerlass für Entwicklungsländer aufgerufen. "Alle großen Geber, insbesondere der G20, sollten den Aufruf der Weltbank und des IWF unterstützen und auf die Schuldenrückzahlung der ärmsten Länder verzichten", sagte Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstagsausgaben). Der CSU-Politiker lobte die jüngsten Beschluss der G20-Staaten, zusammen fünf Billionen Dollar (gut 4,5 Billionen Euro) in die Weltwirtschaft zu investieren.

6.24 Uhr: Mehr als 100.000 Menschen in den USA mit Coronavirus infiziert

In den USA haben sich inzwischen mehr als hunderttausend Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Die Vereinigten Staaten überholten am Freitag China und Italien bei der Zahl der Infizierten und sind nun das Land mit den meisten Ansteckungen weltweit. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie unterzeichnete US-Präsident Donald Trump das größte Rettungspaket der US-Geschichte und aktivierte nahezu zeitgleich ein Kriegswirtschaftsgesetz, um den Autobauer General Motors zur Produktion von Beatmungsgeräten zu zwingen.

Freitag, 27. März, 22.45 Uhr: Ratingagentur stuft Großbritannien herab

Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Großbritanniens wegen der Coronavirus-Pandemie herabgestuft. Die Bewertung werde auf "AA-" von zuvor "AA" gekappt, teilen die Bonitätswächter mit. Der Ausblick sei negativ. Die Herabstufung spiegele die deutliche Schwächung der öffentlichen Finanzen durch die Auswirkungen der Ausbreitung der Pandemie wider.

22 Uhr: Ab Mitternacht gelten in Irland strenge Beschränkungen 

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus verschärft Irland die Beschränkungen für die Bürger. Von Mitternacht an müssten alle zu Hause bleiben, sagt Ministerpräsident Leo Varadkar. Ausnahmen würden nur für diejenigen gelten, deren Arbeit unerlässlich sei, für Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Sozialfürsorge. Nur zum Einkaufen von Lebensmitteln, zu kurzen sportlichen Betätigungen und zwingend erforderlichen Familienbesuche dürfe die Wohnung verlassen werden. Alle Zusammenkünfte im Freien seien außerhalb der Familie untersagt. Der öffentliche Personenverkehr dürfe nur noch von Beschäftigten genutzt werden, deren Arbeit unerlässlich sei. Die Maßnahmen gelten bis zum 12. April.

21.20 Uhr: Trump aktiviert Kriegswirtschaftsgesetz für Produktion von Beatmungsgeräten

US-Präsident Donald Trump weist den Autokonzern General Motors mit Hilfe eines Gesetzes aus dem Korea-Krieg zur Fertigung von Beatmungsgeräten an. Das geht aus einem Memorandum des Präsidialamtes hervor. Danach werde das Gesundheitsministerium entscheiden, wie viele Beatmungsgeräte der Autokonzern fertigen müsse. Die Verhandlungen mit GM seien produktiv gewesen, erklärt Trump. Der Konzern habe aber Zeit vergeudet. Mit seiner Anordnung beruft sich der Präsident auf das Defense Production Act, das ihm weitreichende Befugnisse einräumt und durch das die Versorgung mit Gütern im Interesse der nationalen Sicherheit unterstützt werden soll.

21.15 Uhr: Gesetz zum Corona-Hilfspaket tritt in Kraft

Das Gesetzespaket mit den Milliardenhilfen für Unternehmen und Bürger in der Corona-Krise ist am Freitagabend im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden und damit in Kraft getreten. Am Vormittag hatte der Bundesrat das Hilfspaket mit Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger einstimmig beschlossen. Am Nachmittag war es von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnet worden. Die ersten Gelder sollen noch vor dem 1. April bei den Betroffenen ankommen.

20.55 Uhr: Fast 300 Tote an einem Tag in Frankreich – Zahl leicht gesunken 

In Frankreichs Krankenhäusern sind innerhalb von 24 Stunden 299 Menschen an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit sei die Zahl der Todesfälle insgesamt auf 1995 gestiegen, teilte am Freitagabend der Generaldirektor im Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, mit. Am Donnerstag hatte die Zahl der neuen Todesfälle noch bei 365 gelegen, sie ging am Freitag also zurück.

20.45 Uhr: Erdogan ruft Türken zur freiwilligen Quarantäne auf

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ruft seine mehr als 80 Millionen Landsleute auf, sich freiwillig in Quarantäne zu begeben. Die Menschen sollten ihre Häuser nicht verlassen, es sei denn zum Einkauf dringend benötigter Dinge. Sie sollten sich an die Auflagen halten, wenn sie striktere Maßnahmen vermeiden wollten. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus würden zudem alle internationalen Flüge gestrichen, kündigt Erdogan an. Alle 30 Großstädte im Land würden Pandemie-Räte einrichten, um notfalls weitere Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen.

20.00 Uhr: Bei Kontrolle in Berlin: Polizisten ins Gesicht gespuckt

Bei ihren Kontrollen zum Kontaktverbot ist die Berliner Polizei auch auf deutlichen Unwillen gestoßen. Im Mauerpark in Prenzlauer Berg habe eine Gruppe von Menschen Widerstand geleistet und einen Polizisten ins Gesicht gespuckt, twitterte die Polizei am Freitag. Die ersten warmen Tage in Berlin führten offenbar zu mehr Übertritten der Verbote. Polizei und Innensenator appellierten seit Donnerstag, auch bei Sonnenschein nicht die Parks zu stürmen.

19.45 Uhr: Angela Merkel telefoniert wegen Corona-Krise mit Donald Trump 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit US-Präsident Trump telefoniert. Schwerpunkt des Gesprächs sei der Austausch zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie gewesen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitagabend mit. Beide hätten vereinbart, hierzu im engen Kontakt zu bleiben und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu nutzen.

19.26 Uhr: Papst spendet in Corona-Krise Segen "Urbi et Orbi"

Im Vatikan hat die Corona-Krise zu einem einzigartigen Moment geführt: Papst Franziskus spendete am Freitag den Segen "Urbi et Orbi" (der Stadt und dem Erdkreis) vor einem verwaisten Petersplatz. Lesen Sie hier mehr darüber. 

Papst Franziskus geht allein auf dem leeren Petersplatz, bevor er den Sondersegen "Urbi et Orbi" (der Stadt und dem Erdkreis) erteilt. (Quelle: dpa)Papst Franziskus geht allein auf dem leeren Petersplatz, bevor er den Sondersegen "Urbi et Orbi" (der Stadt und dem Erdkreis) erteilt. (Quelle: dpa)

19.19 Uhr: Vier Menschen auf gestrandetem Kreuzfahrtschiff gestorben 

Auf einem vor der Küste Panamas gestrandeten Kreuzfahrtschiff mit mehreren Coronavirus-Verdachtsfällen an Bord sind vier Passagiere gestorben. "Vier ältere Gäste an Bord der 'Zaandam'" seien gestorben, teilte die niederländische Reederei Holland America Line am Freitag mit. Aus Sorge vor einer Ausbreitung des Coronavirus hatten mehrere südamerikanische Staaten dem Schiff die Einfahrt in einen Hafen verwehrt. Seit Tagen liegt die "Zaandam" deshalb vor der Küste Panamas vor Anker.

19.14 Uhr: Vor Schließung: Gast gibt in US-Restaurant 10.000 Dollar Trinkgeld 

Großzügige Geste in Krisenzeiten: 10.000 Dollar Trinkgeld hat ein Gast im US-Bundesstaat Florida in einem Restaurant vor dessen Schließung wegen der Coronavirus-Pandemie hinterlassen. "Trotz all der negativen Geschichten, die ihr derzeit hört, gibt es in dieser Welt wirklich fantastische Menschen", schrieb die Restaurantkette Skillets auf ihrer Facebook-Seite.

Medienberichten zufolge besuchte ein Gast eine Skillets-Filiale in der Stadt Naples, bevor eine Anordnung zur Schließung aller Restaurants in Kraft trat. Er hinterließ dann 10.000 Dollar in bar als Trinkgeld, das sich die 20 Mitarbeiter teilten. Jeder von ihnen ging dadurch mit 500 Dollar zusätzlich nach Hause.

18.54 Uhr: Finnlands Polizei und Militär riegeln Hauptstadt ab 

In Finnland beginnen Polizei und Armee damit, die Straßen nach Helsinki zu sperren. Die Hauptstadt und die sie umgebende Region Uusimaa, das Epizentrum der Coronavirus-Epidemie im Land, sollen von Mitternacht an abgeriegelt werden. Die Regierung hat bereits am Mittwoch beschlossen, Uusimaa bis 19. April zu blockieren. Allerdings muss dem das Parlament zustimmen, das noch berät. Menschen sollen durch die Blockade am Reisen gehindert und eine Verbreitung des Virus vermieden werden. Reisen von und nach Uusimaa sollen verboten werden.

18.51 Uhr: WHO: Mangel an Schutzkleidung ist enorme Bedrohung

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird der Mangel an Schutzkleidung für das medizinische Personal immer mehr zu einem drängenden Problem. "Wenn das medizinische Personal in Gefahr ist, sind wir alle in Gefahr", warnte am Freitag in Genf der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus. Dies sei eine enorme Bedrohung.

18.42 Uhr: Bolsonaro kündigt Milliardenhilfe für betroffene Unternehmen an

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat Milliardenhilfen für von der Corona-Krise betroffene kleine und mittelständische Unternehmen angekündigt. Seine Regierung werde 40 Milliarden Real (sieben Milliarden Euro) für solche Betriebe zur Verfügung stellen, sagte Bolsonaro am Freitag bei einer Konferenz mit dem Chef der brasilianischen Notenbank.

18.37 Uhr: Tausende Ukrainer warten an Grenze in Polen auf Ausreise 

Tausende Ukrainer warten an den drei verbliebenen Grenzübergängen zwischen Polen und der Ukraine, um zurück in ihre Heimat zu kommen, bevor dort die Grenze dicht gemacht wird. "Wir beobachten seit einigen Tagen einen Exodus ukrainischer Bürger", sagt eine Sprecherin des polnischen Grenzschutzes. Allein am Übergang Korczowa versuchten jeden Tag 3.500 bis 5.000 Menschen von Polen zurück in die Ukraine zu reisen.

Tausende Ukrainer warten im polnischen Korczowa, nahe der polnisch-ukrainischen Grenze, darauf, zurück in ihre Heimat zu kommen.  (Quelle: imago images)Tausende Ukrainer warten im polnischen Korczowa, nahe der polnisch-ukrainischen Grenze, darauf, zurück in ihre Heimat zu kommen. (Quelle: imago images)

Die meisten von ihnen verließen Polen wegen der Coronavirus-Pandemie, sagt die Sprecherin. Viele von ihnen hätten in Hotels und Restaurants in Polen gearbeitet, würden dort aber derzeit nicht gebraucht. Polen hat vergangene Woche seine Grenzen für Ausländer geschlossen. Freitagnacht wird die Ukraine diesem Schritt folgen. Zwischen einer und zwei Millionen Ukrainer arbeiten in Polen.

18.33 Uhr: US-Repräsentantenhaus billigt Hilfspaket über 2,2 Billionen Dollar

Das US-Repräsentantenhaus billigt das Hilfspaket gegen die Corona-Krise im Umfang von 2,2 Billionen Dollar. Damit es in Kraft tritt, muss es noch von US-Präsident Donald Trump unterschrieben werden.

18.26 Uhr: Reisekonzern TUI bekommt Milliarden-Staatskredit 

Der Tourismuskonzern TUI bekommt wegen der Corona-Krise einen Staatskredit über 1,8 Milliarden Euro. Mit den Mitteln der staatlichen Förderbank KfW soll die bereits bestehende Kreditlinie der TUI bei ihren Banken von 1,75 Milliarden Euro aufgestockt werden, teilte das Unternehmen am Freitag mit. "Die Zusage des KfW-Überbrückungskredits bedeutet einen wichtigen ersten Schritt für die TUI, um die derzeitige Ausnahmesituation erfolgreich zu überbrücken", sagte Konzernchef Fritz Joussen. Er dankte der Bundesregierung, dem Bundestag, der Niedersächsischen Landesregierung und der KfW. "Sie haben im Interesse unserer Kunden, Mitarbeiter und des Unternehmens schnell und lösungsorientiert gehandelt."

18.17 Uhr: WHO warnt vor unkontrollierten Medikamenteneinsatz 

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat davor gewarnt, Medikamente gegen das neuartige Coronavirus einzusetzen, deren Wirksamkeit bislang nicht nachgewiesen ist. "Die Geschichte der Medizin ist voller Beispiele von Mitteln, die auf dem Papier und im Reagenzglas funktionierten, aber nicht im Menschen, oder die sogar schädlich waren", sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. Zudem könnten unkontrollierte Versuche Engpässe bei Medikamenten kreieren, die Patienten mit anderen Diagnosen dringend bräuchten.

18.07 Uhr: Mehr als 1.200 Virus-Tote in den USA

In den USA werden immer mehr Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus und deutlich mehr Infektionen verzeichnet. Binnen 24 Stunden sei die Zahl der Virus-Toten von 994 auf 1.246 gestiegen, teilen die Gesundheitsbehörden CDC mit. Bis zum Donnerstagnachmittag seien 85.356 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Zur selben Zeit am Tag zuvor seien es noch 68.440 Fälle gewesen.

17.59 Uhr: Land bereitet Unterkünfte für Flüchtlinge mit Coronavirus vor

Baden-Württemberg bereitet eine Unterkunft zur Isolierung von Flüchtlingen mit dem Coronavirus vor. Sie soll Anfang April in Althütte (Rems-Murr-Kreis) in Betrieb gehen, wie das Regierungspräsidium Stuttgart am Freitag mitteilte. Bislang gibt es in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes neun bestätigte Ansteckungen von Flüchtlingen mit dem Coronavirus. In der neuen Unterkunft sollen 30 bis 60 Flüchtlinge zeitweise untergebracht werden können – entweder allein oder zusammen mit ihren Familien. In den bestehenden Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes sei eine isolierte Unterbringung aus Platzgründen nur begrenzt möglich, hieß es. Schwer erkrankte Flüchtlinge werden im Krankenhaus betreut.

17.52 Uhr: Türkei verbietet Joggen und Angeln 

Die Türkei begrenzt an Wochenenden den Bus-Verkehr zwischen Städten und verbietet Spaziergänge und Angeln an Küsten und Stränden. Auch Dauerläufe durch Wälder und Parks werden verboten. Innenminister Suleyman Soylu sagt im Sender NTV, örtliche Behörden könnten das Verbot auch auf die Wochentage ausweiten.

17.43 Uhr: Fast tausend Tote in Italien binnen 24 Stunden 

In Italien ist die Zahl der am Coronavirus gestorbenen Menschen so drastisch angestiegen wie noch nie an einem Tag seit Ausbruch der Epidemie. 919 weitere Todesfälle seien gemeldet worden, teilt die Zivilschutzbehörde mit. Die Gesamtzahl im Land steigt damit auf 9.134. Die Zahl der bekannten Infektionsfälle stieg von 80.539 auf 86.498. Von den Menschen, die sich angesteckt haben, seien inzwischen fast 11.000 wieder vollständig genesen. Die Daten zu den Todesopfern enthalten auch 50 Fälle aus dem Piemont, die eigentlich schon am Vortag hätten eingerechnet werden müssen, für die landesweite Statistik aber zu spät gemeldet wurden.

17.18 Uhr: Vereinzelte Angriffe auf Deutsche im Ausland wegen Corona-Krise

Wegen der Corona-Krise ist es in einigen Ländern vereinzelt zu Diskriminierungen oder sogar Gewalt gegen Deutsche gekommen. Lesen Sie hier den gesamten Bericht. 

17.13 Uhr: Frankreich verlängert Ausgangssperre bis 15. April 

Wegen der Coronavirus-Pandemie verlängert Frankreich die Ausgangssperre bis zum 15. April. Das kündigte Premierminister Edouard Philippe am Freitag in Paris an. Sie war bisher bis zum 31. März befristet. "Wir stehen noch am Anfang der epidemischen Welle", sagte der Premier.

Die Ausgangssperre in Frankreich wurde bis zum 15.April verlängert. Das kündigte Premierminister Edouard Philippe am Freitag in Paris an. (Quelle: AP/dpa)Die Ausgangssperre in Frankreich wurde bis zum 15.April verlängert. Das kündigte Premierminister Edouard Philippe am Freitag in Paris an. (Quelle: AP/dpa)

Solle die Corona-Krise anhalten, könnte das Ausgehverbot nach den Worten des Regierungschefs auch noch ein weiteres Mal verlängert werden. Ausnahmen sollen auch künftig unter anderem für zwingende Fahrten zur Arbeit, für das Einkaufen und Arztbesuche gelten.

17.10 Uhr: Deutsche Bierbrauer in Corona-Krise von Pleitewelle bedroht 

Deutschlands Bierbrauern droht wegen der Corona-Krise nach eigenen Angaben eine Pleitewelle. Die mittelständisch geprägte Brauwirtschaft sei von der Pandemie "massiv betroffen", sagte Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes (DBB), der "Bild"-Zeitung laut Vorabmeldung vom Freitag. Vor allem die Schließung von Restaurants und Bars treffe die Unternehmen hart.

"Die mittelständisch geprägte Brauwirtschaft ist massiv betroffen, weil viele der bundesweit 1.500 Brauereien einen Großteil ihres Umsatzes über die regionale Gastronomie erzielen", sagte Eichele. Auch das Exportgeschäft sei weitgehend zum Erliegen gekommen. Eichele fürchtet deshalb jetzt eine Pleitewelle. "Im Mittelstand brennt es lichterloh. Viele Brauereien werden diese Krise ohne Hilfe nicht überstehen."

17.07 Uhr: Zahl der Virus-Toten in New York steigt auf über 500

In New York ist die Zahl der Menschen, die infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben sind, binnen eines Tages von 385 auf 519 gestiegen. Die Zahl der Infizierten sei von 37.258 auf nunmehr 44.635 geklettert, teilt der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, mit. Die Schließung der Schulen werde um zwei Wochen bis zum 15. April verlängert. New York ist in den USA am stärksten von der Epidemie betroffen. Die USA haben inzwischen weltweit die meisten Infektionsfälle.

17.03 Uhr: Argentinien schließt Grenzen auch für eigene Staatsbürger 

Wegen der Corona-Krise riegelt Argentinien seine Grenzen komplett ab. Bis kommenden Mittwoch dürfen selbst argentinische Staatsbürger nicht mehr in ihr Heimatland einreisen, wie die Regierung in Buenos Aires am Freitag mitteilte. Vor knapp zwei Wochen hatte Argentinien bereits seine Grenzen für Ausländer geschlossen. Laut einem Bericht der Zeitung "La Nación" wurden seitdem etwa 12.000 Argentinier aus dem Ausland mit Repatriierungsflügen heimgeholt. Weitere 10.000 sollen noch im Ausland gestrandet sein. 

16.59 Uhr: Modekette H&M beginnt mit Herstellung von Schutzmasken 

Die schwedische Modekette H&M hat mit der Fertigung von Schutzmasken für Pflegekräfte in Krankenhäusern begonnen. Die ersten 100.000 Stück würden je zur Hälfte nach Spanien und Italien gehen, teilt der zweitgrößte Modehändler der Welt mit. Hergestellt würden die Schutzmasken in einem Werk in China, sie seien am 2. April lieferbereit.

16.55 Uhr: IWF: Dutzende Länder wollen wegen Coronavirus-Pandemie Notkredite 

Rund 80 Länder haben sich beim Internationalen Währungsfonds (IWF) wegen der Coronavirus-Pandemie nach möglichen Notkrediten erkundigt. Aus rund 60 Entwicklungs- und Schwellenländern gebe es bereits konkrete Kreditanfragen, die übrigen prüften ihre Optionen noch, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa am Freitag. Die Weltwirtschaft werde wegen des Virus in diesem Jahr eine "schwere" Rezession erleben. Bislang habe sich das Virus vor allem in reicheren Ländern ausgebreitet, doch die wirtschaftlichen Folgen würden bald auch ärmere Staaten treffen, betonte Georgiewa.

16.48 Uhr: Furcht vor Ansteckung mit Corona durch andere Menschen und Türklinken am größten 

In der Corona-Krise fürchten die meisten Menschen in Deutschland eine Ansteckung durch Mitmenschen oder über Türklinken. Als möglichen Übertragungsweg für den Krankheitserreger sehen sie hauptsächlich die Nähe zu anderen Menschen (81 Prozent) und verunreinigte Türklinken (61 Prozent), wie der am Freitag veröffentlichte "Corona-Monitor" des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zeigt. Ein vergleichsweise hohes Ansteckungsrisiko sehen die Befragten auch bei Bargeld (45 Prozent).

16.27 Uhr: Verstoß gegen Corona-Auflagen kostet in Bayern bis zu 5.000 Euro 

Bei einem Verstoß gegen die wegen der Corona-Krise geltenden Ausgangsbeschränkungen droht in Bayern im Regelfall eine Geldbuße von 150 Euro. Wer unerlaubt ein Krankenhaus oder Pflegeheim betritt, muss mit einem Bußgeld von 500 Euro rechnen. Laden- oder Restaurantbesitzern, die unerlaubterweise öffnen, droht eine Geldbuße von 5.000 Euro. Das geht aus einem Bußgeldkatalog hervor, den das bayerische Gesundheitsministerium am Freitag erlassen hat. 

16.17 Uhr: Hunderttausende Schutzmasken und Handschuhe eingetroffen

Hunderttausende Schutzmasken und Handschuhe sind nach Angaben von Gesundheitsminister Manne Lucha in Baden-Württemberg eingetroffen. Weitere noch umfangreichere Lieferungen würden in den kommenden Tagen und Wochen erwartet, teilte der Grünen-Politiker am Freitag mit. Die jeweils mehr als 300.000 Schutzmasken und Handschuhe werden in einer Spedition zusammengeführt und an Stadt- und Landkreise, Universitätskliniken sowie das Innen- und Justizministerium verteilt. Der Autobauer Daimler stellte rund 110.000 Masken bereit.

16.12 Uhr: Verstärkte Corona-Kontrollen an Picknickplätzen 

Angesichts des Ausflugswetters kontrollieren Polizei und Ordnungsamt in Brandenburg auch verstärkt Picknickplätze auf Einhaltung der Kontaktregeln. “Natürlich haben die Kollegen die einschlägigen Orte im Blick und auch die versteckten, kleinen Plätze auf dem Schirm”, sagte ein Polizeisprecher in Potsdam. Insgesamt lautete das Fazit der Polizei aber auch für die Kontrollen zur Eindämmung der Coronavirus-Infektionen am Freitag: “unaufgeregt”.

Die Sicherheitskräfte in den Gärten Berlin-Brandenburg achteten auf Einhaltung der Kontaktregeln und gingen gegen Verstöße vor. “Das Lagern auf den Wiesen, Picknicken etc. ist gemäß unseren Parkordnungen grundsätzlich nicht gestattet”, sagte der Sprecher. Ausnahmen seien dafür ausgewiesenen Flächen. “Wir sind jedenfalls mit den Sicherheitskräften im Einsatz, die uns zur Verfügung stehen.”

15.53 Uhr: Rotes Kreuz warnt vor sozialen Unruhen 

Das Rote Kreuz warnt vor sozialen Unruhen in den Großstädten im Westen, wenn Arme und Randgruppen wegen der Coronavirus-Pandemie ihre Arbeit und damit ihre Lebensgrundlage verlieren. Auch die Gefahr von Selbstmorden steige bei verletzlichen Menschen in der Isolation, sagt der Chef der Internationalen Föderation vom Roten Kreuz und Roten Halbmond, Francesco Rocca. "Wir haben sehr viele Leute, die am Rande der Gesellschaft leben". Er befürchte binnen Wochen soziale Probleme in Brennpunkt-Vierteln der Großstädte. "Dies ist eine soziale Bombe, die jeden Moment explodieren kann - weil sie keine Chance haben, an ein Einkommen zu gelangen."

15.48 Uhr: Steinmeier unterzeichnet Gesetz zu Corona-Maßnahmenpaket 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die im Eilverfahren verabschiedeten Gesetze für das Corona-Maßnahmenpaket am Freitag unterzeichnet. Die sechs Vorlagen seien ausgefertigt worden, teilte das Präsidialamt in Berlin mit. Die umfangreichen Hilfsprogramme können damit in Kraft treten.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnet das Gesetzespaket mit Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise.  (Quelle: dpa)Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnet das Gesetzespaket mit Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise. (Quelle: dpa)

Am Vormittag hatte der Bundesrat die Gesetze gebilligt, die auch dem Bund die Aufnahme zusätzlicher Milliardenschulden ermöglichen. Sie waren am Montag vom Kabinett und danach unter Verzicht auf die sonst üblichen Fristen am Mittwoch vom Bundestag beschlossen worden.

15.38 Uhr: Umweltministerium: Mülltrennung wegen Corona noch wichtiger

Das Bundesumweltministerium hat die Menschen in Deutschland aufgefordert, in der Corona-Krise Abfall zu vermeiden und zu sortieren. Das gelte aber nicht für Haushalte mit infizierten Personen oder begründeten Verdachtsfällen, teilte das Ministerium von Svenja Schulze (SPD) mit: Dort gehörten auch Bio- und Verpackungsmüll sowie Altpapier in stabile und zugeknotete Tüten in die Restmülltonne.

Altglas, Pfandflaschen, Elektromüll oder Batterien sollten nach Ende der häuslichen Quarantäne normal entsorgt werden. Für alle anderen Haushalte sei Mülltrennung nun "wichtiger denn je". Es kommt auf alle an, "damit die Restabfalltonnen nicht überquellen und Hygieneregeln eingehalten werden", teilte das Umweltministerium mit. "Umso wichtiger sind während der Coronavirus-Pandemie die Abfallvermeidung und die richtige Abfalltrennung."

15.29 Uhr: Bundeswehr bereitet sich auf Corona-Einsatz mit 15.000 Soldaten vor

Die Bundeswehr bereitet sich auf einen umfassenden Unterstützungseinsatz in Deutschland wegen der Corona-Pandemie vor. Es gehe um "die Aufstellung eines Kontingents zur Hilfeleistung", sagte ein Sprecher des Kommandos Streitkräftebasis am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. "Das Personal kommt dabei aus den verschiedenen Organisationsbereichen der Teilstreitkräfte."

Wie der "Spiegel" berichtete, soll das Kontingent 15.000 Soldaten umfassen. In einem Plan der Bundeswehrführung würden detailliert die Einsatzfelder beschrieben: So sollten etwa 5.500 Soldaten für "Absicherung" und "Schutz" eingesetzt werden. und weitere 6.000 für die "Unterstützung der Bevölkerung".

600 Mitglieder der Feldjäger sind dem Bericht zufolge für "Ordnungs-Verkehrsdienst" vorgesehen und rund 250 Soldaten der ABC-Abwehr für Desinfektionsmaßnahmen. 2.500 Logistiksoldaten sollten sich mit 500 Lastwagen um "Lagerung, Transport, Umschlag" kümmern.

15.24 Uhr: Ärzte ohne Grenzen in vielen Ländern im Einsatz 

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus ist die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in mehreren europäischen Ländern und darüber hinaus im Einsatz. In Europa richte sich die Hilfe zu einem großen Teil an besonders gefährdete Menschen, wie Obdachlose, Migranten und Geflüchtete, die auf der Straße oder in Lagern leben, sowie Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Das teilte die Organisation am Freitag mit. Mitarbeiter beraten und unterstützen demnach zum Beispiel Heime und Krankenhäuser oder helfen beim Nachverfolgen von Kontakten. Zudem wurden temporäre Krankenhäuser und Isolationsbereiche errichtet. Generell sei auch psychologische Unterstützung für das teils traumatisierte medizinische Personal wichtig, hieß es.

15.08 Uhr: Regierung will deutlich mehr Menschen auf das Coronavirus testen 

Die Bundesregierung setzt im Kampf gegen das Coronavirus auf eine kräftige Ausweitung der Tests. Mehr Menschen zu testen mache "natürlich Sinn", um mit der exponentiellen Ausbreitung des Virus Schritt zu halten, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag. Mehrere Medien zitierten aus internen Dokumenten, wonach die Regierung eine größtmögliche Erhöhung anstrebt. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) machte derweil klar, dass eine Debatte über die Lockerung der Corona-Restriktionen noch nicht anstehe.

15.04 Uhr: Union springt in Umfrage auf Langzeit-Hoch

Aus der Corona-Krise könnten CDU und CSU Umfragen zufolge als politische Gewinner hervorgehen: Die Union springt beim ZDF-"Politbarometer" auf ihren höchsten Wert seit fast zwei Jahren. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden 33 Prozent der Wahlberechtigten für CDU/CSU stimmen, wie aus der am Freitag veröffentlichten Umfrage hervorgeht. Im Vergleich zur letzten Erhebung Anfang März legte sie damit um ganze sieben Prozentpunkte zu. Das ist der höchste Anstieg, den es beim "Politbarometer" je gab. Auch mehrere andere Umfragen hatten die Union zuletzt im Aufwind gesehen.

Großer Verlierer der Corona-Krise ist dem "Politbarometer" zufolge die AfD: Sie stürzte im Vergleich zum Monatsbeginn um vier Punkte auf 10 Prozent. Im Gegensatz zur Union konnte der Koalitionspartner SPD in der Krise bislang nicht zulegen: Die Sozialdemokraten büßten einen Punkt ein und landeten bei 15 Prozent. Die Grünen verloren ebenfalls einen Punkt und kommen auf 22 Prozent. FDP und Linke blieben unverändert bei 6 und 8 Prozent.

15 Uhr: Rückholaktion für in Nepal gestrandete Touristen begonnen 

Deutschland und weitere Länder haben mit einer Rückholaktion für zehntausende in Südasien gestrandete Touristen begonnen. In der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu sei am Freitag ein erstes Flugzeug aus Berlin gelandet und habe 304 Menschen abgeholt, sagte der Chef der nepalesischen Zivilluftfahrtbehörde, Rajan Pokhrel, der Nachrichtenagentur AFP. An Bord seien Deutsche und weitere europäische Ausländer gewesen.

14.55 Uhr: New Orleans entwickelt sich zu weiterem Corona-Epizentrum in den USA

Die für Jazz und Nachtleben berühmte US-Stadt New Orleans entwickelt sich zu einem weiteren Epizentrum der Coronavirus-Pandemiein den USA. In der Stadt im Südstaat Louisiana wurden bereits rund 1.000 Infektionen und mehr als 45 Tote bestätigt. Im gesamten Bundesstaat Louisiana gibt es mehr als 2.300 Infektionsfälle und mehr als 80 Tote. Bei der Ausbreitung dürften die Faschingsfeiern des Mardi Gras eine wichtige Rolle gespielt haben.

14.49 Uhr: Italiens Gesundheitsbehörde: Kurve der Neuansteckungen flacht ab

Die Kurve der Neuinfektionen mit dem neuen Coronavirus scheint sich in Italien nach Aussagen des obersten Gesundheitsinstituts abzuflachen – hat allerdings noch nicht ihren Höhepunkt erreicht. "Wir sind noch nicht auf dem Höhepunkt (...). Aber es gibt positive Anzeichen", sagte der Präsident des nationalen Gesundheitsinstitutes (ISS), Silvio Brusaferro, am Freitag in Rom. Seit dem 19./20. März gebe es eine leichte Abflachung der Kurve der neuen Ansteckungen – die Kurve falle aber noch nicht ab, "wir sind in einer Verlangsamung der Steigung". Er warnte eindringlich davor, dass man nun über eine Lockerung der Ausgangssperren nachdenke. Diese müssten strikt eingehalten werden.

14.42: IWF fordert weitere Hilfspakete 

Der Internationale Währungsfonds fordert angesichts der schweren wirtschaftlichen Folgen der Pandemie weitere Hilfspakete der Länder. "Es braucht noch mehr", sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa. Vor allem angeschlagenen Unternehmen müsse geholfen werden, um 2021 eine Erholung zu ermöglichen. Am schlimmsten werde die Lage in ärmeren Schwellen- und Entwicklungsländern werden.

14.39 Uhr: Dreyer warnt vor verfrühter Debatte über Kontaktbeschränkungen 

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat vor einer zu frühen Debatte über eine Lockerung der wegen der Corona-Krise verhängten Kontaktbeschränkungen gewarnt. "Ich wage im Moment überhaupt keine Prognose, weil klar ist, dass diese drastischen Maßnahmen ja wirklich auch aus Vorsorge getroffen wurden", sagte sie am Freitag dem Radioprogramm SWR Aktuell. Sie verwies auf die "schreckliche" Entwicklung der Krise im französischen Elsass. "Wir sind gut beraten, dass wir weiterhin etwas Ausdauer haben, dass wir diese Maßnahmen auch durchhalten."

Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, hat vor einer verfrühten Debatte um die Kontakbeschränkungen gewarnt. (Quelle: Getty Images)Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, hat vor einer verfrühten Debatte um die Kontakbeschränkungen gewarnt. (Quelle: Getty Images)

14.34 Uhr: Mitarbeiter im russischen Präsidialamt infiziert

Auch im russischen Präsidialamt ist die Coronavirus-Pandemie inzwischen angekommen. Ein Mitarbeiter der Verwaltung habe sich angesteckt, teilt der Kreml mit. Die Person sei aber nicht mit Präsident Wladimir Putin in Kontakt gekommen.

14.25 Uhr: Deutschland will 127 Corona-Patienten aus EU-Ländern aufnehmen 

Deutschland will insgesamt 127 Corona-Intensivpatienten aus Frankreich und Italien versorgen. Das erklärt ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Die Angebote der Bundesländern addierten sich mittlerweile auf 73 Plätze für Schwerkranke aus Italien und 50 aus Frankreich. Beide Länder sind schwer von der Corona-Krise betroffen, die Kliniken sind überfüllt. Deutschland hat derzeit eine relativ geringe Zahl an Toten zu beklagen und verfügt noch über freie Intensivbetten.

14.11 Uhr: Auch britischer Gesundheitsminister infiziert

Auch der britische Gesundheitsminister Matt Hancock ist mit dem Coronavirus infiziert. Er sei positiv getestet worden und habe milde Symptome, teilt Hancock über Twitter mit. Er sei nun zu Hause isoliert. Kurz zuvor hatte Premierminister Boris Johnson mitgeteilt, dass er sich angesteckt und milde Symptome habe. Johnson will die Amtsgeschäfte trotz Quarantäne führen.

14.06 Uhr: Österreich verlangt von Asylbewerbern bei Einreise Gesundheitszeugnis 

Angesichts der Coronavirus-Pandemie hat Österreich die Einreise von Asylbewerbern durch extrem hohe Hürden praktisch gestoppt. "Aufgrund der Corona-Epidemie wird Asylwerbern die Einreise verweigert, wenn sie kein gültiges Gesundheitszeugnis vorweisen können", bestätigte der Generalsekretär des Innenministeriums, Helmut Tomac, am Freitag der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Zuvor hatte die "Kronen Zeitung" darüber berichtet. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) hatte am Vormittag in einer Pressekonferenz erklärt, zuletzt hätten nur mehr einige wenige Flüchtlinge um Asyl angesucht. Er sprach von "maximal zwölf pro Tag".

13.57 Uhr: Stadt Menden plant Zwangsunterbringung für Corona-Verdachtsfälle 

Die Stadt Menden in Nordrhein-Westfalen will Menschen, die sich nicht an die Qurantänevorschriften halten, wenn nötig in einer leerstehenden Turnhalle unterbringen. Das berichtet der WDR. Zwar gebe es noch keinen akuten Fall, man wolle aber laut Stadt vorbereitet sein. Hintergrund für die Maßnahme ist, dass in den vergangenen Tagen etwa 20 Prozent der Bürger, die eigentlich in Qurantäne standen und ihre Wohnung nicht verlassen durften, nicht zu Hause anzutreffen waren. Bei den Betroffenen seien Tests auf das Coronavirus geplant gewesen. 

13.52 Uhr: US-Arbeitslosenquote könnte kurzzeitig deutlich ansteigen 

Die Arbeitslosenquote in den USA könnte einem führenden Notenbanker zufolge zum Höhepunkt der Krise bis auf einen niedrigen bis mittleren Wert im Bereich zwischen zehn und 20 Prozent steigen. Bis zum Ende des Jahres könne sie dann schnell wieder auf sieben oder acht Prozent sinken, sagt der Präsident des Ablegers der Federal Reserve in Dallas, Robert Kaplan.

13.48 Uhr: Absichtlich angehustet: Strafverfahren gegen 38-Jährigen 

Mit den Worten "Ich habe Corona" hat ein 38-Jähriger einen jungen Mann an einer Supermarktkasse in Brilon im Sauerland angehustet – und nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung am Hals. Der 38-Jährige sei aggressiv aufgetreten und habe sich über eine kurzzeitig unbesetzte Kasse aufgeregt, erklärte die Polizei am Freitag. Ein 24-Jähriger habe bei dem Vorfall am Donnerstag versucht, den Mann zu beruhigen. Dabei sei er dann angehustet worden. Ob der 38-Jährige tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert ist, müsse nun das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises prüfen, sagte ein Polizeisprecher.

13.37 Uhr: Frankreich erwartet am Wochenende Welle von Corona-Kranken

Frankreich erwartet am Wochenende die bisher größte Welle von Corona-Kranken: Premierminister Edouard Philippe warnte am Freitag in Paris nach einem Krisentreffen der Regierung vor einer "extrem großen Welle, die "über Frankreich hinwegspült". Neben den überlasteten Krankenhäusern im Elsass riefen auch die Pariser Kliniken um Hilfe.

Philippe sagte weiter, in den kommenden Tagen werde die Situation für die Krankenhäuser und die Bürger besonders schwierig werden. Er sprach von einer "Krise, die andauern wird, von einer Gesundheitslage, die sich nicht schnell verbessert".

13.25 Uhr: China fordert USA zur Zusammenarbeit auf 

Nach zunehmenden Spannungen zwischen China und den USA im Zuge der Corona-Krise haben beide Seiten nun versöhnlichere Töne angeschlagen. Die beiden Länder sollten sich im Kampf gegen die Pandemie zusammentun, sagte Chinas Präsident Xi Jinping laut Staatsmedien in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump am Freitag. Trump sprach von einem "sehr guten Gespräch". Unterdessen protestierte Kanada gegen die mögliche Entsendung von US-Soldaten an die gemeinsame Grenze als Maßnahme gegen die Pandemie.

13.15 Uhr: Söder wirft EU-Kommission Versäumnisse vor 

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder wirft der EU-Kommission um Präsidentin Ursula von der Leyen Versäumnisse vor. "Eigentlich wäre diese Krise jetzt die Stunde Europas und die Stunde der EU-Kommission. Aber es ist merkwürdig still in Brüssel", sagt der CSU-Politiker dem "Spiegel". "Wir dürfen nicht nur nationalstaatlich denken, sondern müssen zum Beispiel die Hilfstransporte nach Italien und Spanien europäisch organisieren. Das gehört ganz oben auf die europäische Agenda, und da wäre die Kommission gefragt." Wichtig wäre besonders, dafür zu sorgen, dass die Grenzverkehre möglich blieben. Derzeit müsse alles bilateral gelöst werden.

Der bayrischer Ministerpräsident Markus Söder hat die EU-Komission um Umgang mit der Corona-Krise kritisiert: "Eigentlich wäre diese Krise jetzt die Stunde Europas und die Stunde der EU-Kommission. Aber es ist merkwürdig still in Brüssel". (Quelle: dpa)Der bayrischer Ministerpräsident Markus Söder hat die EU-Komission um Umgang mit der Corona-Krise kritisiert: "Eigentlich wäre diese Krise jetzt die Stunde Europas und die Stunde der EU-Kommission. Aber es ist merkwürdig still in Brüssel". (Quelle: dpa)

13.06 Uhr: Bislang 160.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt 

Seit Beginn der Rückholaktion sind nach Angaben des Auswärtigen Amtes bereits 160.000 deutsche Reisende aus dem Ausland zurückgeholt worden. Darunter seien 24.000 Menschen mit den vom Auswärtigen Amt gecharterten Flugzeugen zurückgekommen, sagt ein Sprecher des Außenministeriums. Auf den Flügen seien mittlerweile fast immer auch EU-Bürger anderer Nationalität an Bord. Man komme jetzt in eine Phase, in der die Rückführung insgesamt schwieriger werden, unter anderen weil Länder die Flughafenkapazitäten drastisch beschränkten, sagt der Sprecher. Er bat um Geduld. "Wir vergessen keinen."

13.07 Uhr: Pariser Kliniken sind am Limit 

Im Großraum Paris stehen in den Kliniken nach Angaben des französischen Krankenhausverbands kaum noch Betten für Intensivpatienten zur Verfügung. "In 24 oder 48 Stunden werden wir am Rand unserer Kapazitäten sein." Dann komme es darauf an, dass sich andere Regionen solidarisch zeigten und Patienten übernähmen. Ministerpräsident Edouard Philippe sagte, Frankreich werde von einer "extrem hohen epidemischen Welle" überschwappt. Für das gesamte Gesundheitssystem sei das eine erhebliche Belastung. Mehr als ein Viertel der 29.000 bestätigten Infektionen in Frankreich entfallen auf Paris und seine Vorstädte. Knapp 1.700 Menschen sind gestorben, darunter am Donnerstag eine 16-Jährige ohne Vorerkrankungen.

13.03 Uhr: Spanische Behörden: Zahl der Todesfälle stabilisiert sich

Die Coronavirus-Daten in Spanien signalisieren nach Behördenangaben eine allmähliche Stabilisierung bei der Zahl der Todesfälle. "Prozentual gesehen entspricht der heutige Anstieg ungefähr dem der letzten drei Tage, in denen wir eine deutliche Stabilisierung zu sehen scheinen", sagt der Leiter des Gesundheitsnotdienstes, Fernando Simon. Die Zahl der Virus-Todesfälle in Spanien stieg über Nacht um 769 auf 4.858, während die Gesamtzahl der Infizierten um 7.871 auf 64.059 zulegte.

12.56 Uhr: Lufthansa meldet Kurzarbeit für tausende Mitarbeiter an

Die Lufthansa hat Kurzarbeit für tausende ihrer Mitarbeiter in Deutschland angemeldet. Geplant sei dies für rund 31.000 Beschäftigte der Bereiche Kabine, Boden und Cockpit, sagte ein Sprecher am Freitag in Frankfurt. Vereinbarungen gebe es bereits für die Flugbegleiter und das Bodenpersonal, während eine Lösung mit der Pilotengewerkschaft "Vereinigung Cockpit" noch auf dem Weg sei. Die Kurzarbeit soll zunächst bis zum 31. August gelten.

12.50 Uhr: Anwohner in Köln rufen Einsatzkräfte: Um sich zu bedanken 

Bürger in Köln haben sich in den schwierigen Zeiten der Coronavirus-Pandemie mit einer besonderen Aktion bei Polizei, Feuerwehr und Rettungssanitätern bedankt. Sie fragten an, ob ein paar Einsatzkräfte – sofern es die Lage zulasse – am Donnerstag gegen 21 Uhr in den Stadtteil Sülz kommen könnten, wie eine Feuerwehrsprecherin berichtete. Sie kamen – und was dann geschah, ist auf Facebook-Videos zu sehen: Tosender Applaus und "Danke"-Rufe in der ganzen Nachbarschaft. Dazu läuft der kölsche Liedklassiker "En unserem Veedel" (hochdeutsch: "In unserem Viertel") der Bläck Fööss. Er beschwört den Zusammenhalt, auch in schwierigen Zeiten.

Danke für Eure Unterstützung! We❤️Köln 😍😍 #mega #wirfürköln #gemeinsamstark #gemeinsamschaffenwirdas #flattenthecurve #21uhrklatschenfürallehilfskräfte #feuerwehrköln #köln Radio Köln #covid_19 #corona #berufsfeuerwehrköln #freiwilligefeuerwehrköln

Gepostet von Feuerwehr Köln am Freitag, 27. März 2020

Die Einsatzkräfte bedankten sich mit eingeschaltetem Blaulicht. Eine Feuerwehrsprecherin, die dabei war, fasste die Gefühlslage am Freitag so zusammen: "War mega." Zuvor hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet.

12.40 Uhr: Entlastung bei Kurzarbeitergeld kostet Hunderte Millionen Euro

Die in der Corona-Krise beschlossene Entlastung der Wirtschaft beim Kurzarbeitergeld wird Hunderte Millionen Euro im Monat kosten. Bei 2,15 Millionen Kurzarbeitern geht die Bundesagentur für Arbeit nach "überschlägigen Berechnungen" von 630 Millionen Euro pro Monat für die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge aus, wie aus der Antwort auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Bei 1,5 Millionen Kurzarbeitern wären es 440 Millionen Euro.

12.34 Uhr: Boris Johnson positiv auf Coronavirus getestet

Der britische Premierminister ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigte er selbst auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Lesen Sie hier mehr dazu. 

Der britische Premierminister Johnson hat auf Twitter bestätigt, dass er positiv auf das Coronavirus getestet worden ist.  (Quelle: Reuters)Der britische Premierminister Johnson hat auf Twitter bestätigt, dass er positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. (Quelle: Reuters)

12.29 Uhr: Corona-Infektionen bei Marine: Bislang ein Schiff betroffen

Die Deutsche Marine mit ihren rund 16.000 Angehörigen ist bislang in der Corona-Krise trotz der sehr beengten Umstände auf Schiffen und U-Booten nach Einschätzung des Marinekommandos glimpflich davongekommen. Es gebe sieben nachgewiesene Infektionen auf das Coronavirus und rund 100 Verdachtsfälle, sagte der Sprecher des Marinekommandos, Johannes Dumrese, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Rostock.

Allerdings habe es vor etwa 14 Tagen einen bestätigten Infektionsfall auf dem Tender "Mosel" in Heimathafen Kiel gegeben. Der Soldat sei aber schon an Bord gewesen, so dass die gesamte, etwa 35-köpfige Besatzung in Quarantäne gehen musste. Seit Donnerstag seien die Soldaten wieder an Bord. Wegen der Isolation hätte die "Mosel" nicht an einer Geschwaderübung teilnehmen können.

12.21 Uhr: Österreich will massiv auf Antikörpertests setzen 

Auf dem Weg zu einer schrittweisen Normalisierung des öffentlichen Lebens will Österreich in absehbarer Zeit massiv auf Antikörpertests setzen. "Sie könnten, ich formuliere das sehr bewusst als Konjunktiv, eine große Chance werden", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Freitag in Wien. Mit Hilfe dieser Tests, die Antikörper gegen das Virus im Blut nachweisen, könnte der Grad der Immunisierung der Bevölkerung gegen das Coronavirus in einer bestimmten Region oder einer bestimmten Berufsgruppe wie Pflegerinnen ermittelt werden.

12.08 Uhr: Würzburger Seniorenheim wir trotz elf Todesfällen nicht evakuiert 

Das Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus, in dem bisher elf Bewohner nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, soll nicht evakuiert werden. Das teilten Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) und der Leiter des Würzburger Gesundheitsamtes, Johann Löw, am Freitag mit.

Die Isolierung der positiv auf das Virus getesteten Personen auf Stationen innerhalb der Einrichtung sei nach langer Abwägung aller Faktoren die medizinisch sinnvollste Lösung, hieß es. Schuchardt betonte, die Einrichtung leide derzeit vor allem an einem Mangel an Personal und Schutzkleidung.

12.05 Uhr: Studie: Weltweit 40 Millionen Corona-Tote ohne Gegenmaßnahmen 

Ohne Gegenmaßnahmen hätte die Coronavirus-Pandemie dem Imperial College in London zufolge in diesem Jahr bis zu 40 Millionen Menschen weltweit das Leben kosten können. Das geht aus einer Studie hervor, die veröffentlicht wurde. Die Forscher spielten dabei in einem mathematischen Modell mehrere Szenarien durch. Im schlimmsten Fall hätten sich demnach sieben Milliarden Menschen, also beinahe die gesamte Menschheit, innerhalb dieses Jahres mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert.

Daher fordern die Forscher weltweit frühe Maßnahmen zur Unterdrückung der Pandemie, wie sie in vielen Ländern bereits ergriffen wurden. Nur so sei eine Überforderung der Gesundheitssysteme zu verhindern. "Schnelle, entschiedene und kollektive Maßnahmen von allen Ländern sind notwendig, um die Folgen dieser Pandemie zu begrenzen", sagte Professorin Azra Ghani, eine der Autorinnen der Studie. Entscheidend seien Tests, die Isolierung Infizierter und soziale Distanzierung.

12.01 Uhr: Merkel unterzieht sich am Montag drittem Coronavirus-Test

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird sich am Montag einem dritten Coronavirus-Test unterziehen. Das kündigt eine Regierungssprecherin in Berlin an. Die ersten beiden Tests der Kanzlerin fielen negativ aus. Sollte sich dies erneut bestätigen, wird Merkel demnach die Quarantäne beenden und am Mittwoch kommender Woche wieder das Kabinett leiten.

11.43 Uhr: DER Touristik kündigt Kurzarbeit bis Ende September an 

Der Reisekonzern DER Touristik will für seine Veranstalter und zwei Zentralbereiche in Deutschland ab 1. April für rund sechs Monate Kurzarbeit einführen. "Die weltweite Reisewarnung macht das Organisieren, Verkaufen und Durchführen von Reisen aktuell unmöglich", erklärte Ingo Burmester, Zentraleuropa-Chef von DER Touristik, den Schritt mit Blick auf die Coronavirus-Krise.

Demnach werde vom 1. April bis zum 30. September 2020 Kurzarbeit von bis zu 80 Prozent eingeführt. Das gelte für die zum Konzern gehörenden Veranstalter Dertour, ITS, Jahn Reisen, Meiers Weltreisen und ADAC Reisen sowie die zwei Zentralbereiche in Köln und Frankfurt am Main. Zuvor hatte das Unternehmen bereits alle Reisen bis zum 30. April abgesagt. Für im Mai geplante Reisen sei bis zehn Tage vor Abreise eine kostenlose Umbuchung möglich.

11.37 Uhr: Auch Bundesrat billigt Corona-Hilfspaket der Regierung 

Der Bundesrat hat das umfassende Hilfspaket gegen die Corona-Krise beschlossen. Es enthält Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger. Lesen Sie hier den gesamten Bericht. 

11.34 Uhr: Zwei Drittel aller weltweiten Covid-19-Todesfälle in Europa

Etwa jede zweite bestätigte Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sowie zwei Drittel aller damit verbundenen Todesfälle gehen bislang auf Europa zurück. Wie das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) am Freitag auf Twitter mitteilte, wurden bis Donnerstagvormittag weltweit 467.710 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen, davon 232.470 in den Ländern der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums sowie in Großbritannien. Weltweit starben demnach bis zu dem Zeitpunkt 20 947 Menschen an der Covid-19-Erkrankung, darunter 13.692 in Europa.

11.32 Uhr: Industrie- und Handelskammern verschieben Abschlussprüfungen

Die Industrie- und Handelskammern verschieben die für April und Mai geplanten schriftlichen Azubi-Abschlussprüfungen in den Sommer 2020. Hiervon seien rund 210.000 Auszubildende betroffen, teilten die Kammern  mit. Bis einschließlich Mai finden demnach auch keine IHK-Weiterbildungsprüfungen statt. Sie sollen zwischen Juni und August nachgeholt werden.

10.48 Uhr: "Spiegel": Antikörper-Studie soll Durchseuchung klären

Eine große Antikörper-Studie soll einem Medienbericht zufolge untersuchen, wie viele Menschen in Deutschland nach einer durchgemachten Infektion bereits gegen das neuartige Coronavirus immun geworden sind. Die Studie sei in Vorbereitung und solle koordiniert werden von dem Epidemiologen Gerard Krause vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig, berichtet der "Spiegel".

Beteiligt seien unter anderem das Robert-Koch-Institut und das Institut für Virologie der Berliner Charité. Noch sei das Projekt zwar nicht endgültig bewilligt, doch die Forscher hofften, ab April das Blut von über 100.000 Probanden auf Antikörper gegen den Covid-19-Erreger untersuchen zu können. Erste Ergebnisse könnten Ende April vorliegen und eine Entscheidung über eine Lockerung der Beschränkungen des öffentlichen Lebens erleichtern.

10.10 Uhr: NRW verschiebt Abiturprüfungen

Die Abiturprüfungen in Nordrhein-Westfalen werden verschoben. Die Hauptprüfungen sollen erst am 12. Mai beginnen, teilte Schulministerin Yvonne Gebauer mit. Auch die "Rheinische Post" hatte berichtet. Die Landesschülervertretung NRW hatte angesichts des Unterrichtsausfalls eine Wahlmöglichkeit gefordert, ob Abschlussprüfungen geschrieben werden. Dieser Forderung wird nicht entsprochen.

10.07 Uhr: NRW erhöht Kapazitäten bei Corona-Testanalyse

In Nordrhein-Westfalen werden vom kommenden Montag an auch die chemischen und Veterinäruntersuchungsämter Tupferproben von potenziell Corona-Infizierten untersuchen und damit die Untersuchungslabore in dem Bundesland unterstützen. Laut Umweltministerium nutzen die Ämter für die Diagnostik von bestimmten Tierkrankheiten dieselbe Methodik wie für die Corona-Diagnostik. Auch die Sicherheitsvorkehrungen in den Laboren sind demnach auf dem gleichen Niveau.

9.54 Uhr: Keine Entwarnung in Norditalien

Trotz leicht sinkender Neu-Infektionen mit dem Coronavirus ist Norditalien nach Einschätzung eines Experten noch nicht über den Berg. Der Höhepunkt stehe noch bevor, sagte der Medizinische Direktor der Gesundheitsbehörde der Provinz Bergamo, Carlo Alberto Tersalvi, im Deutschlandfunk. Es sei zu früh, von einer Trendwende zu sprechen.

Die Lage in den sechs Krankenhäusern der Provinz Bergamo sei weiter "sehr kritisch", sagte Tersalvi. Die Kliniken seien voll mit Intensivpatienten und "am Limit". Etwas Entlastung verschaffe die hausärztliche Versorgung. Viele weniger schwer Erkrankte würden zu Hause behandelt. "Das hilft", sagte Tersalvi, der die Zusammenarbeit aller Kliniken in der Provinz steuert.

7.40 Uhr: Krankenhausgesellschaft: Kurve muss abflachen

Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft geht davon aus, dass Deutschland in der Corona-Krise vorerst keine Situation wie in Italien droht. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir es zumindest für die nächsten zwei Wochen schaffen werden, italienische Verhältnisse zu vermeiden", sagte Gerald Gaß dem ZDF-"Morgenmagazin".

Allerdings müssten die Ausgangsbeschränkungen eingehalten werden, betonte er. "Wir müssen Anfang, Mitte nächster Woche sehen, dass sich die Kurve abflacht, damit die Zahl der Patienten nicht ins Unendliche wächst, denn dann ist auch ein so gutes System wie in Deutschland bei allem Engagement der Krankenhäuser überfordert." Gaß zufolge ist die Zahl der Beatmungsplätze in deutschen Krankenhäusern inzwischen von 20.000 auf rund 30.000 aufgestockt worden. "Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Monaten die bestellten Geräte geliefert werden", sagte er. Dies entspräche weiteren 1.500 Geräten pro Monat.

5 Uhr: Vereinzelt Angriffe auf Deutsche im Ausland

Wegen der Corona-Krise ist es in einigen Ländern vereinzelt zu Diskriminierungen oder sogar Gewalt gegen Deutsche gekommen. "Es gab einige Anfeindungen in manchen Ländern, in denen kursierte, dass das Virus von Europäern eingeschleppt worden sei. Es gab auch tätliche Angriffe", sagte der Krisenbeauftragte des Auswärtigen Amts, Frank Hartmann. "Das sind aber Einzelfälle. Die große Sorge, dass ein anti-europäischer Rassismus in der Krise entstehen könnte, die sehe ich nicht."

Wo die Fälle aufgetreten sind, sagte Hartmann nicht. Aus Indien berichteten einzelne Reisende, dass sie mit "Corona, Corona"-Rufen beschimpft worden seien. Andere erzählten, sie seien wegen ihrer Staatsbürgerschaft von Hotels abgewiesen worden. Ähnliches berichteten Reisende t-online.de auch aus Marokko. Lesen Sie mehr dazu HIER.

4.02 Uhr: Rückholaktion für Touristen dauert mindestens noch zwei Wochen

Die Rückholaktion der Bundesregierung für die im Ausland gestrandeten Deutschen wird mindestens noch zwei Wochen dauern. So lange werde man noch "sehr intensiv" mit der Organisation der Sonderflüge beschäftigt sein, sagte der Krisenbeauftragte des Auswärtigen Amts, Frank Hartmann. "Und dann werden Einzelfälle bleiben, die schwer zu lösen sind."

Zahlreiche Länder haben wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Grenzen dicht gemacht und Flugverbindungen gekappt. Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte deswegen vergangene Woche angekündigt, zusammen mit Reiseveranstaltern und der Lufthansa Deutsche aus den Ländern zurückzuholen, aus denen es keine regulären Flüge mehr gibt. Insgesamt geht es um etwa 200.000 Reisende, von denen bis Mitte der Woche schon mehr als 150.000 zurückgebracht wurden.

3.24 Uhr: Australien: Heimreise der deutschen Kreuzfahrt-Passagiere gesichert

Die Heimreise der wegen mehrerer Corona-Fälle vor Australien gestrandeten rund 830 Passagiere eines deutschen Kreuzfahrtschiffs ist gesichert. "Bis Ende des Wochenendes werden fast alle von ihnen in drei Flugzeugen nach Deutschland gebracht", kündigte der australische Finanzminister Mathias Cormann in Sky News an. Die Kranken an Bord der "MS Artania" des Bonner Reiseveranstalters Phoenix würden in Australien behandelt.

Fünf Passagiere und zwei Crewmitglieder an Bord des Schiffs waren am Coronavirus erkrankt. Nach Bestätigung der Fälle hatte der Regierungschef des Bundesstaats Westaustralien, Mark McGowan, am Donnerstag gefordert, das Schiff solle die australischen Gewässer unverzüglich verlassen. Die meisten der 832 Passagiere sind Deutsche. An Bord sind daneben rund 500 Besatzungsmitglieder.

3 Uhr: Asylbewerber werden offenbar an deutschen Grenzen abgewiesen

Die Bundesregierung hat einem Medienbericht zufolge die Einreisebeschränkungen wegen der Coronavirus-Krise auf Asylbewerber ausgedehnt. Diese müssten damit rechnen, ab sofort an der Bundesgrenze abgewiesen zu werden, meldet der "Focus" unter Berufung auf Regierungs- und Koalitionskreise. Der Innenausschuss des Bundestags sei am vergangenen Montag über den Erlass informiert worden, der die Zurückweisung von Asylbewerbern aus nichteuropäischen Ländern ermögliche. Begründet worden sei die Maßnahme mit der verschärften gesundheitliche Lage in Deutschland.

2.55 Uhr: Debatte um US-Hilfspaket beginnt im Repräsentantenhaus

Im US-Repräsentantenhaus soll die Debatte über das gut zwei Billionen Dollar schwere US-Hilfspaket am Freitag um neun Uhr Ortszeit (14 Uhr MEZ) beginnen. Für die Aussprache sind zwei Stunden angesetzt. Über die Abstimmungsmodalitäten herrschte angesichts der Abwesenheit zahlreicher Abgeordneter aufgrund der Pandemie noch Unklarheit. Am Mittwoch hatte der Senat das Hilfsprogramm nach zähem Ringen abgesegnet.

1.37 Uhr: 55 Neuinfektionen in China

In Festland-China melden die Behörden 55 Neuinfektionen (Stand Donnerstag). Unter diesen Fällen sei zum ersten Mal seit drei Tagen auch wieder eine sogenannte örtliche Infektion, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Alle anderen Fälle stünden aber im Zusammenhang mit Reisenden aus dem Ausland. Insgesamt seien damit jetzt 81.340 Infektionen bekannt. Für Mittwoch hatten die Behörden 67 neue Erkrankungen gemeldet. Die Zahl der Todesopfer stieg bis Donnerstag um fünf auf 3.292.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in Südkorea ist wieder leicht zurückgegangen. Wie die Gesundheitsbehörden am Freitag mitteilten, kamen am Donnerstag 91 Fälle hinzu. Damit liegt die Zahl der täglich erfassten Fälle seit einigen Tagen um die Schwelle von 100. Bisher wurden in dem Land 9332 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet. Es wurden 139 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus gebracht.

1.32 Uhr: Trump und Macron planen gemeinsame Initiative 

Der französische Präsident Emmanuel Macron plant nach eigenen Worten mit US-Präsident Donald Trump eine neue Initiative im Kampf gegen die Pandemie. Er habe mit Trump zu dem Thema "ein sehr gutes Gespräch" gehabt, schreibt Macron auf Twitter. Mit dem gemeinsamen Vorstoß sei in den kommenden Tagen zu rechnen.

1.20 Uhr: Erschreckende Studie zu Todeszahlen in den USA

Die University of Washington hält einer Studie zufolge in den kommenden vier Monaten mehr als 81.000 Virus-Tote in den USA für möglich. Manche Schätzungen gingen sogar von der doppelten Zahl aus, andere dagegen von 38.000 Todesopfern, sagt Studienleiter Christopher Murray. Die große Abweichung begründet er damit, dass die unterschiedlich schnelle Ausbreitung des Virus in verschiedenen Regionen den Forschern Rätsel aufgebe.

1 Uhr: DGB: Mietkündigungen länger aussetzen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat einen weitergehenderen Schutz von Mietern gefordert als bislang geplant. "Mietkündigungen sollten mindestens bis Ende September ausgesetzt werden, um unzumutbare Härten zu vermeiden", sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag). Der Bundestag hatte am Mittwoch beschlossen, dass Mietern vom 1. April bis zum 30. Juni dieses Jahres nicht mehr gekündigt werden darf, wenn diese wegen der Corona-Krise die Miete nicht zahlen können. Dies ist Teil des großen Corona-Hilfspakets, das der Bundesrat an diesem Freitag endgültig beschließen soll.

"Den Menschen Sicherheit für drei Monate zu geben, greift viel zu kurz", kritisierte Körzell. Denn schon heute sei "absehbar, dass die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie nicht in drei Monaten zu beheben sind". Er kritisierte zudem, dass die Mieter glaubhaft machen müssten, dass sie tatsächlich wegen der Virus-Pandemie die Miete nicht zahlen könnten. "Dies stellt eine unnötige und hohe Hürde für Mieterinnen und Mieter dar und gefährdet ihr Zuhause."

00.20 Uhr: Bericht: Bund und Länder wollen Testkapazitäten erhöhen

Bund und Länder streben einem Medienbericht zufolge eine Ausweitung der Testkapazitäten für Infektionen mit dem Virus an. Die "Bild"-Zeitung (Freitag) berief sich auf das interne Beschlussprotokoll einer Telefonkonferenz zwischen Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) und den Chefs der Staatskanzleien der Länder vom Mittwoch. Darin heiße es: "Bund und Länder stimmen darüber ein, die Kapazitäten zur Testung auf das neue Corona-Virus deutlich zu erhöhen."

Die jüngsten internationalen und heimischen Erfahrungen mit der Corona-Pandemie zeigten, dass die schnelle Verfügbarkeit von Testungen auf das Coronavirus wesentlich für die Eindämmung und schnelle Behandlung der Kranken sei. In dem Bericht heißt es weiter, die Ausweitung der Kapazitäten solle laut Beschluss durch eine "Hochdurchsatz-Methode" aus der Pharma-Forschung oder durch die Nutzung von Laboren aus der Tiermedizin erreicht werden.

00.18 Uhr: Trump: US-Regierung könnte Anteile von Airlines übernehmen

Die US-Regierung könnte sich nach Meinung von Präsident Donald Trump im Zuge eines Rettungsprogramms an strauchelnden Fluggesellschaften beteiligen. Die USA könnten es nicht zulassen, dass die Airlines wegen der Coronavirus-Epidemie Pleite gingen, sagte Trump am Donnerstag im Weißen Haus. Falls die Regierung Fluggesellschaften mit Krediten oder Direkthilfen unterstütze, könne sie sich auch an ihnen beteiligen, sagte er. "Wenn wir das nicht machen, hätten wir keine Airlines mehr", sagte Trump.

Donnerstag, 26.März, 23.50 Uhr: Merkel: Exit-Debatte kommt viel zu früh

Kanzlerin Angela Merkel hält es für viel zu früh, über eine Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu sprechen. Sie wolle "sehr klar sagen, dass im Augenblick nicht der Zeitpunkt ist, über die Lockerung dieser Maßnahmen zu sprechen", sagte sie am Donnerstag in Berlin. Im Moment dauere es immer noch nur vier bis fünf Tage, bis sich die Zahl der Infizierten verdoppele. Diese Zeitspanne müsse sehr viel weiter gestreckt werden, "in Richtung von zehn Tagen". Das Ziel der Maßnahmen sei es, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet werde. Hier lesen Sie die gesamte Meldung.

Angela Merkel: Die Bundeskanzlerin befindet sich derzeit in Quarantäne. (Quelle: dpa/Michael Kappeler/Archivbild)Angela Merkel: Die Bundeskanzlerin befindet sich derzeit in Quarantäne.

23.33 Uhr: EU-Ratspräsident – Binnenmarkt hat für EU-Staatschefs Vorrang

Für die EU-Staats- und Regierungschefs hat Vorrang, dass der Warenverkehr in die EU und der Binnenmarkt erhalten bleiben, sagt EU-Ratspräsident Charles Michel. Europa werde sich an den weltweiten Bemühungen beteiligen, einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu entwickeln, sagt er nach dem EU-Gipfel.

23.24 Uhr: Trump: Arbeitsmarktdaten nur vorübergehend schlecht

US-Präsident Donald Trump hat den sprunghaften Anstieg der Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten infolge der Coronavirus-Epidemie als nur vorübergehend beschrieben. Sobald das Land den "unsichtbaren Feind", das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2, besiegt habe, werde die Wirtschaft sich "sehr schnell" wieder erholen, sagte Trump am Donnerstag im Weißen Haus. "Wir werden sehr stark wieder zurückkommen", sagte Trump.

23.30 Uhr: EU-Staats- und Regierungschefs einigen sich auf Vorgehen in Corona-Krise

Eigentlich sollte der EU-Videogipfel am Donnerstagabend nur bis 18 Uhr dauern. Doch die EU-Staaten konnten sich zunächst nicht einigen – das änderte sich am späten Abend.

Nach Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel sind die Auswirkungen der Corona-Krise größer als die der internationalen Finanzkrise 2008. Sie und die anderen Staats- und Regierungschefs der EU hätten die Finanzminister aufgefordert, binnen zwei Wochen technische Details einer Kreditlinie für die Euro-Zone auszuarbeiten. Mehr dazu lesen Sie hier. 

22 Uhr: EU-Parlament gibt grünes Licht für Investitionsoffensive

Das EU-Parlament hat grünes Licht für eine 37 Milliarden Euro schwere Investitionsoffensive zur Bewältigung der Corona-Krise gegeben. Mit 683 Stimmen dafür, einer dagegen und vier Enthaltungen sprach sich eine breite Mehrheit der Abgeordneten am Donnerstag im Schnellverfahren für einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission aus. Das Geld soll primär in die Gesundheitssysteme der Mitgliedstaaten und an kleinere und mittlere Unternehmen fließen.

Es handelt sich dabei allerdings nicht um frisches Geld, sondern um bislang nicht abgerufene Posten im EU-Haushalt. Acht Milliarden Euro stammen aus EU-Fonds aus dem Jahr 2019 und waren bereits an die Mitgliedstaaten ausgezahlt worden. Diese nutzten die Mittel jedoch nicht, weshalb sie im Normalfall zurück nach Brüssel überwiesen werden müssten. Stattdessen können die Länder sie nun für den Kampf gegen die Corona-Krise verwenden.

Die restlichen Milliarden stammen aus EU-Strukturfonds, die bereits für das Jahr 2020 eingeplant waren. Die Vergaberegeln für diese Töpfe werden nun deutlich vereinfacht. Die EU-Abgeordneten stimmten zudem für eine Änderung der Definition von Naturkatastrophen in den Statuten des EU-Solidaritätsfonds. Wegen einer Gesundheitskrise wie der Corona-Pandemie können nun wie etwa im Fall von Erdbeben oder Überschwemmungen Hilfsgelder des Fonds beantragt werden.

21 Uhr: Kramp-Karrenbauer skizziert Aspekte einer Exit-Strategie aus Beschränkungen

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) listet Aspekte auf, die Teil einer Exit-Strategie aus den weitreichenden Beschränkungen sein könnten. "Vieles deutet darauf hin, dass die besondere Isolation von Risikogruppen, flächendeckende Tests und auch das Sammeln, Nachverfolgen und Auswerten der Daten zu Risikogruppen, Infizierungen, Erkrankungen und Heilungen uns dabei helfen können, gangbare Wege zu finden, um schrittweise die Einschränkungen wieder aufzuheben", sagt Kramp-Karrenbauer im "Welt"-Interview. Freiheit sowie "gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben" seien sehr wichtig. "Gleichzeitig muss unser Gesundheitssystem der Infektionswelle standhalten können."

20.30 Uhr: Mehr als 350 Tote an einem Tag in Frankreich

In Frankreich sind binnen eines Tages 365 weitere Menschen infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Damit liege die Gesamtzahl bei 1.696, teilen die Gesundheitsbehörden mit. In der Statistik werden allerdings bislang nur die Patienten geführt, die in Krankenhäusern der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erlegen sind, nicht aber diejenigen in Alten- und Pflegeheimen. Diese Daten sollen in Kürze mit aufgenommen werden, wodurch die Gesamtzahl der Todesfälle dann drastisch steigen dürfte. Die Zahl der Infizierten sei binnen 24 Stunden um 16 Prozent auf 29.155 gestiegen, teilen die Gesundheitsbehörden weiter mit.

Erstmals sei in Frankreich auch eine Jugendliche unter den Todesopfern – die 16-jährige Covid-19-Patientin sei in der Region Paris gestorben, so ein Gesundheitsdirektor. 

20.05 Uhr: Italiens Ministerpräsident gegen Entwurf EU-Gipfelerklärung

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte lehnt den Entwurf der EU-Gipfel-Erklärung als zu vorsichtig ab. Italien bestehe auf einer sehr viel entschiedeneren Antwort der EU auf die Krise, teilt er in einem Statement mit, das noch während des laufenden EU-Gipfels veröffentlicht wird. "Wir müssen mit innovativen Finanzinstrumenten reagieren", heißt es in der Erklärung. Italien und Spanien gäben der EU dafür zehn Tage Zeit. Italien möchte sogenannte Corona-Bonds, also eine gemeinsame Schuldenaufnahme der Euro-Staaten, um von niedrigeren Zinsen profitieren zu können. Deutschland und andere EU-Staaten lehnen dies ab.

20 Uhr: Erste bewaffnete Gruppen folgen UN-Aufruf zu weltweitem Waffenstillstand wegen Corona-Krise

Die ersten bewaffneten Gruppen sind dem UN-Aufruf zu einem weltweiten Waffenstillstand angesichts der Corona-Krise gefolgt. Die Vereinten Nationen begrüßten, dass die Aufforderung von UN-Generalsekretär António Guterres von einigen Rebellengruppen in Kamerun und auf den Philippinen gehört worden sei, erklärte UN-Sprecher Stéphane Dujarric am Donnerstag.

Am Montag hatte Guterres zu einem "sofortigen weltweiten Waffenstillstand" aufgerufen. Zivilisten in Konfliktgebieten müssten vor den verheerenden Auswirkungen der Pandemie geschützt werden, sagte der Generalsekretär bei einer Rede im UN-Hauptquartier in New York. "Die Heftigkeit des Virus" verdeutliche, wie "unsinnig" Kriege seien.

19.45 Uhr: Söder warnt vor Spekulationen über Ende der Auflagen 

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor verfrühten Spekulationen über ein Ende der wegen der Corona-Krise geltenden Beschränkungen und Auflagen gewarnt. "Wenn wir erfolgreich sein wollen, und wenn wir aus dieser Krise herauskommen wollen, müssen wir diesen Weg, den wir jetzt beschritten haben, weitergehen", sagte Söder in einer am Donnerstagabend verbreiteten Videobotschaft. "Deswegen mein Tipp: Noch nicht vorzeitig darüber spekulieren, wann und wie Maßnahmen gelockert werden können. Sondern jetzt ist es wichtig, die nächste Zeit gemeinschaftlich durchzustehen."

Söder reagierte damit möglicherweise auch auf eine Äußerung seines Stellvertreters Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Der bayerische Wirtschaftsminister und Vize-Regierungschef hatte am Mittwochabend im BR Fernsehen gesagt, natürlich müsse man den Ausstieg "schon im Auge behalten". Schon beim Einstieg habe man gesagt, dass man die Situation nicht monatelang durchhalte. "Meine Einschätzung ist: Irgendwann ab Mitte April müssen wir die Kurve gekratzt haben."

19.24 Uhr: Niederländisches Königspaar sagt Staatsbesuch in Berlin ab

Das niederländische Königspaar hat wegen der Coronavirus-Krise den für Juni geplanten Staatsbesuch in Deutschland abgesagt. Der Besuch sei bis auf Weiteres verschoben worden, teilte der Hof am Donnerstag in Den Haag mit. König Willem-Alexander und seine Frau Máxima sollten vom 2. bis 4. Juni Berlin besuchen. Es sollte der Abschluss einer Reihe von Besuchen des Paares in verschiedenen Bundesländern sein.

19.18 Uhr: Briten müssen sich auf lange Einschränkungen einstellen 

Die Briten müssen sich darauf einstellen, dass bestimmte Einschränkungen des öffentlichen Lebens bis zu sechs Monate in Kraft bleiben. Die Maßnahmen zeigten bereits Wirkung im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus, sagt die stellvertretende Chefin der britischen Gesundheitsbehörde, Jenny Harries. "Wir dürfen aber nicht den Fuß vom Pedal nehmen." Allerdings ist die Zahl der Todesopfer nach Angaben der Regierung um 115 auf insgesamt 578 gestiegen. Bei 11.658 Menschen wurde das Virus nachgewiesen, am Mittwoch waren es noch 9.529.

19.07 Uhr: WHO-Chef: G20-Staaten sollen mehr Schutzkleidung herstellen 

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus ruft die G20-Staaten auf, mehr Schutzbekleidung herzustellen, Exportbeschränkungen aufzuheben und eine gleichberechtigte Verteilung sicherzustellen. Die Ausbreitung des Coronavirus sei eine globale Krise, die eine globale Antwort erfordere, sagt der Generalssekretär der Weltgesundheitsorganisation in einer Rede an die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Die Pandemie breite sich immer schneller aus. Die WHO warnt erneut davor, dass es weltweit eine erhebliche Knappheit vor allem an Schutzbekleidung, Handschuhen und Masken für die Beschäftigten im Gesundheitswesen gebe.

18.48 Uhr: Wieder größerer Anstieg bei Infektionen in Italien 

Nach einem leichten Rückgang bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Italien sind die Zahlen wieder angestiegen. Insgesamt hatten sich bis Donnerstag nachweislich 80.539 Menschen infiziert, das sind 6.153 mehr als am Vortag, wie der Zivilschutz mitteilte. Die Zahl der Toten stieg weiter stark: Bis Donnerstag waren es 8.165, 662 mehr als am Vortag. In den letzten Tagen waren die Neuinfektionen etwas niedriger gewesen, so dass die Hoffnung gewachsen war, dass die strikten Ausgangsbeschränkungen Wirkung zeigten.

18.39 Uhr: Coronavirus: Mehr als 500.000 Menschen positiv getestet

Weltweit hat sich eine halbe Million Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus Daten der US-Universität Johns Hopkins hervor. Die meisten bestätigten Fälle gab es bislang in China, gefolgt von Italien und den USA. In Deutschland sind bislang einer Auswertung von t-online.de zufolge 44.005 Menschen betroffen

18.10 Uhr: Hustattacke auf irischen Gesundheitsminister

Der irische Gesundheitsminister Simon Harris ist nach eigenen Angaben auf dem Weg in sein Ministerium in Dublin zum Opfer einer Hustattacke geworden. "Ein Mann und eine Frau auf der Straße dachten, es sei lustig, zu mir zu kommen und mich laut anzuhusten und dann lachend wegzulaufen", sagte Harris bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in der irischen Hauptstadt. Es scheine einen Trend zu geben, ähnliche Hustattacken als Mutprobe zu filmen und in soziale Netzwerke zu stellen, so der Minister.

"Denken Sie einfach mal daran, wenn das ihre Oma oder ihr Opa wäre, ihr Vater oder ihre Mutter oder der Freund mit gesundheitlichen Problemen." Das sei kein Spiel und Irland werde solche Vorfälle mit aller Macht, die dem Staat zur Verfügung stehe, verfolgen.

18.02 Uhr: Digitalstaatsministerin unterstützt Pläne für "Tracking-App"

Digitalstaatsministerin Dorothee Bär spricht sich für die Verwendung einer sogenannten Tracking App aus. "So eine digitale Anwendung wäre sinnvoll, um das Virus zielgerichtet einzudämmen", sagt die CSU-Politikerin dem "Handelsblatt". In der Bundesregierung gebe es entsprechende Überlegungen. "Datenschutzrechtlich spricht nichts gegen eine solche App, da der Nutzer durch den Download der App der Datennutzung zustimmt", sagt Bär.

17.58 Uhr: Zahnärzte fürchten wegen Coronavirus um ihre Existenz 

Zahnärzte in Deutschland machen sich in der Corona-Krise Sorgen wegen existenzbedrohender Einnahmeausfälle. Da nur dringende Behandlungen durchgeführt werden sollten, gebe es viel weniger zu tun, sagte der Pressebeauftragte des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ), Joachim Hüttmann, am Donnerstag. Ein großer Teil der Praxen habe Kurzarbeit angemeldet und/oder Teile der Belegschaft nach Hause geschickt. Für Praxen ohne ausreichende Rücklagen könne das existenzbedrohend sein.

17.53 Uhr: Klinik-Team aus Jena in die Lombardei entsandt 

Laut den Thüringer Zeitungen der Funke-Mediengruppe wird sich in den kommenden Tagen ein Team aus Ärzten und Pflegekräften des Universitätsklinikums Jena auf den Weg in die Lombardei machen. Mit dem Team sollen auch vier Beatmungsgeräte auf die Reise nach Italien gehen, heißt es unter Berufung auf das Landesgesundheitsministerium.

17.46  Uhr: New York: Starker Anstieg der Zahl von Toten

Die Zahl der Coronavirus-Toten im US-Bundesstaat New York ist sprunghaft angestiegen. Die Zahl der Todesopfer wuchs binnen 24 Stunden um 100 auf 385, wie Gouverneur Andrew Cuomo am Donnerstag sagte. Demnach wurden inzwischen mehr als 37.000 Infektionen bestätigt. Am Vortag waren es noch rund 30.000.

17.35 Uhr: Afghanische Justiz lässt bis zu 10.000 Häftlinge frei

Die afghanische Justiz hat wegen der Coronavirus-Krise die Freilassung von bis zu 10.000 Häftlingen angeordnet. Aus den Gefängnissen würden vor allem Frauen, Jugendliche, Kranke und Alte entlassen, sagte Generalstaatsanwalt Farid Hamidi am Donnerstag vor Journalisten. Mit der Freilassung der Gefangenen will das Land die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus eindämmen.

17.26 Uhr: China schließt seine Grenzen für die meisten Ausländer

Aus Angst vor einer zweiten Corona-Infektionswelle will China den meisten Ausländern die Einreise ins Land verwehren. Die Maßnahme trete am Samstag in Kraft und gelte auch für Ausländer mit gültigen Visa beziehungsweise einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung, erklärte am Donnerstag das Außenministerium in Peking. Es sprach zugleich von einem "vorläufigen" Schritt, wie er auch von anderen Ländern vorgenommen worden sei.

17.21 Uhr: Todesopfer: Portugal verzeichnet starken Anstieg

Die Coronavirus-Krise spitzt sich auch in Portugal zu. Die Zahl der Todesopfer kletterte am Donnerstag um 17 auf insgesamt 60, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Das ist ein Anstieg von fast 40 Prozent in nur 24 Stunden. Die Zahl der Bürger, die sich mit dem Virus Sars-CoV-2 infizierten haben, stieg unterdessen um 18 Prozent auf mehr als 3.500.

Von den Infizierten lagen am Donnerstag den amtlichen Angaben zufolge insgesamt 252 Covid-19-Kranke in Krankenhäusern – davon 61 auf Intensivstationen. Gesundheits-Staatssekretär António Sales macht sich Sorgen um die Kapazitäten der Krankenhäuser. "Es ist immens wichtig, dass nicht alle Infizierten gleichzeitig krank werden", sagte er vor Journalisten in Lissabon. Die Behörden betonten aber, die Lage sei immer noch unter Kontrolle.

17.08 Uhr: Johnson verspricht 210 Millionen Pfund für Suche nach Impfstoff 

Der britische Premierminister Boris Johnson verspricht 210 Millionen Pfund (231 Millionen Euro), um die internationale Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus zu unterstützen. Er rufe die Regierungen der zwanzig führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) und aller Staaten weltweit auf, dabei zu helfen, das Virus zu besiegen, erklärt Johnson.

17.02 Uhr: Berichte über Corona-Fall in der Papst-Residenz 

Im Vatikan sorgen Berichte über einen Coronafall im Umfeld des Papstes für Aufregung. Mehrere italienische Medien schrieben am Donnerstag, in der Residenz von Papst Franziskus, in der Casa Santa Marta, sei ein Geistlicher positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet worden sei. Der Vatikan bestätigte die Berichte auf Anfrage zunächst nicht. Schon Anfang März hatte es die Pressestelle des Kirchenstaates abgelehnt, Berichte über einen angeblichen Virus-Test des 83-jährigen Kirchenoberhaupts genauer zu kommentieren. Dass sich der Vatikan in der Frage von Corona-Tests bisher restriktiver verhielt als viele Politiker und Königshäuser, sorgte bei Vatikan-Berichterstattern für Unmut.

16.58 Uhr: Pandemie wird wohl deutlich mehr als 25 Millionen Jobs zerstören

Durch die Coronavirus-Pandemie dürften nach Einschätzung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) weltweit deutlich mehr als die zunächst geschätzten 25 Millionen Jobs zerstört werden. Sangheon Lee, Direktor der Abteilung Beschäftigungspolitik der ILO in Genf, sagt der Nachrichtenagentur Reuters, die Zahlen über Arbeitslosigkeit, Entlassungen und Arbeitslosengeld seien weitaus höher als zuerst erwartet. Die ILO wird voraussichtlich kommende Woche ihre neue Prognose veröffentlichen.

16.52 Uhr: Deutscher Veranstalter will Passagiere von Kreuzfahrtschiff ausfliegen 

Die überwiegend deutschen Passagiere eines vor Australien liegenden Kreuzfahrtschiffs mit sieben Corona-Fällen an Bord sollen nach Angaben des Veranstalters am Wochenende nach Deutschland ausgeflogen werden. Geplant sei, die 832 Passagiere an Bord per Charterflug am 28. oder 29. März von der westaustralischen Stadt Perth nach Deutschland zurückzufliegen, sagte eine Sprecherin des Reiseveranstalters "Phoenix Reisen" in Bonn am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

16.42 Uhr: Tschechien schickt Schutzanzüge nach Italien und Spanien 

Tschechien stellt Italien und Spanien jeweils 10.000 Schutzanzüge für medizinisches Personal bereit. "Wir können uns das erlauben – und diese Länder brauchen sie dringend", sagte Innenminister Jan Hamacek am Donnerstag in Prag. Den Vorschlag, aus Solidarität ein Team aus Armeeärzten in das schwer vom Coronavirus betroffene Italien zu entsenden, schmetterte Verteidigungsminister Lubomir Metnar ab. Der Ex-Polizist sagte: "Sie können nicht nach Italien fahren. Sie werden zu Hause gebraucht."

16.33 Uhr: G20 investieren fünf Billionen Dollar in Weltwirtschaft

Die G20-Staaten investieren in der Coronavirus-Krise zusammen fünf Billionen Dollar (gut 4,5 Billionen Euro) in die Weltwirtschaft. "Im Zuge unserer gezielten finanzpolitischen und wirtschaftlichen Maßnahmen und Bürgschaften investieren wir mehr als fünf Billionen Dollar in die Weltwirtschaft, um den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der Pandemie zu begegnen", erklärten die G20-Staaten am Donnerstag nach einer Videokonferenz. Sie sagten zu, mit internationalen Organisationen wie der Weltgesundheitsheitsorganisation (WHO) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zusammenzuarbeiten, um ein "robustes" Finanzpaket auf den Weg zu bringen.

16.15 Uhr: Saudi-Arabien mit mehr als 1.000 Corona-Fällen

Als erstes Land der arabischen Welt hat Saudi-Arabien mehr als 1.000 Coronavirus-Infizierte gemeldet. Innerhalb eines Tages seien 112 neue Fälle hinzugekommen, wodurch die Gesamtzahl auf 1.012 gestiegen sei, teilte das Gesundheitsministerium in Riad am Donnerstag mit. Demnach starb zudem eine dritte Person in dem islamisch-konservativen Königreich an der Lungenkrankheit Covid-19.

16.02 Uhr: Frankreichs Polizei will mehr Schutzmasken erzwingen 

Die französische Polizei beklagt in der Corona-Krise einen Mangel an Atemschutzmasken. Die Polizeigewerkschaften des Landes drohten am Donnerstag damit, die Kontrollen der Ausgangssperre auf ein Minimum herunterzufahren, wenn das Innenministerium keine neuen Masken bereitstelle.

15.55 Uhr: Anhusten kann in Großbritannien zu Haftstrafen führen 

Wer in Großbritannien eine Coronavirus-Erkrankung vorgibt und mit Absicht Polizisten, Rettungskräfte oder Einzelhandelsbeschäftigte anhustet oder anspuckt, riskiert eine Gefängnisstrafe von bis zu zwei Jahren. Darauf weist Generalstaatsanwalt Max Hill hin. "Nothelfer sind derzeit wichtiger als je zuvor", sagt er. Hill zeigt sich entsetzt über Berichte in den vergangenen Tagen, wonach Polizisten bewusst angehustet worden seien von Personen, die eine Covid-19-Erkrankung vorgaben. Dabei handele es sich um Körperverletzung. "Das ist eine Straftat", unterstreicht Hill.

15.50 Uhr: G20-Staaten beschließen koordinierten Kampf gegen Coronavirus

Die G20-Staaten haben einen Schulterschluss im Kampf gegen das Coronavirus beschlossen. Dies sei "unsere absolute Priorität", heißt es in einem Statement der 20 größten Industrie- und Schwellenländer nach einer Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs am Donnerstag. Leben müssten geschützt und die Jobs und der Wohlstand gesichert werden, heißt es in der Erklärung weiter. Alle seien entschlossen, wieder Vertrauen herzustellen, finanzielle Stabilität zu sicher und die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Allen Ländern müsse geholfen werden, vor allem den schwächsten. Hintergrund ist die Sorge, dass sich das Virus in den kommenden Wochen auch in den ärmeren Staaten der Welt ohne funktionierendes Gesundheitssystem ausbreitet.

15.32 Uhr: Seehofer: Exit-Strategie erst bei Kontrolle von Virus 

Eine Exit-Strategie kann nach Ansicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer erst dann angegangen werden, "wenn man dieses schnelle und aggressive Verbreiten des Virus im Griff hat". Das erklärt der CSU-Politier via Twitter.

15.22 Uhr: Bericht: Frankreich bittet Bundeswehr um Hilfe 

Die französische Regierung bemüht sich laut einem Bericht des "Spiegel" um Unterstützung durch die Bundeswehr bei der Bewältigung der Corona-Krise. Benötigt werden demnach vor allem Hubschrauber zur Verlegung von Patienten aus besonders betroffenen Regionen in andere Gebiete Frankreichs. Eine offizielle Anfrage wurde dem Magazin zufolge bis Donnerstagnachmittag noch nicht gestellt, dürfte demnach aber in Kürze erfolgen.

Den französischen Wünschen zufolge könnte die Bundeswehr zudem selbst bei der Versorgung von Corona-Kranken in dem Nachbarland helfen, hieß es weiter. Im Gespräch ist laut "Spiegel" auch der Einsatz von Einheiten der deutsch-französischen Brigade. Zu deren möglichem Auftrag gab es allerdings keine näheren Angaben.

15.15 Uhr: Bundesärztekammer-Chef empfiehlt Tragen einfacher Schutzmasken 

Wegen der Coronakrise hat der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, die Menschen in Deutschland zum Tragen einfacher Atemschutzmasken aufgefordert. Lesen Sie hier den gesamten Bericht.

15.08 Uhr: China fordert internationale Zusammenarbeit gegen Corona-Krise

Chinas Präsident Xi Jinping macht sich für eine Internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen die Corona-Krise stark. Wichtig sei es, die globalen Lieferketten in der Industrie aufrecht zu erhalten, erklärt Xi Staatsmedien zufolge bei einer Videokonferenz der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20). Er fordert die G20-Partner auf, Zölle zu senken, Handelsbarrieren abzubauen und den Warenaustausch zu erleichtern. Die Volksrepublik wolle helfen, die Weltwirtschaft zu stabilisieren. Sie werde die Importe erhöhen und die Investitionen im Ausland hochfahren. China werde zudem die Belieferung mit lebensnotwendigem Pharmaziebedarf und Schutzausrüstung für den Weltmarkt verstärken.

14.58 Uhr: Über Hundertjähriger nach Corona-Infektion aus Krankenhaus entlassen 

In Italien ist ein über Hundertjähriger nach einer Coronavirus-Infektion geheilt aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der 1919 geborene Mann sei am Mittwochabend aus dem Krankenhaus von Rimini entlassen worden, sagte die Vize-Bürgermeisterin der Stadt, Gloria Lisi, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. "In der jetzigen Zeit ist es immer gut, ein bisschen Hoffnung zu geben", fügte sie hinzu.

Italien ist mit mehr als 7.500 Todesfällen aufgrund der Coronavirus-Pandemie das in Europa am härtesten getroffene Land. Die Sterblichkeitsrate ist unter über 80-Jährigen besonders hoch. Insgesamt gibt es in dem Land fast 75.000 Infektionsfälle.

14.39 Uhr: In Altenpflege fehlt Schutzausrüstung 

Schutzausrüstung gegen das Coronavirus ist auch in der Altenpflege in Hessen Mangelware. "Die Wohlfahrtsverbände in der Liga Hessen und der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste beklagen derzeit einen gravierenden Mangel an Schutzausrüstung, der die Versorgung alter und behinderter Menschen in der ambulanten und der stationären Pflege akut gefährdet", erklärten die Verbände am Donnerstag in Wiesbaden.

14.27 Uhr: Junge Union für Aufschub der Sommerferien wegen Abi-Prüfungen

Die Junge Union (JU) empfiehlt die Verschiebung der Sommerferien. Da man nicht damit rechnen könne, dass die Prüfungen vor dem Frühsommer stattfinden, könne ein Aufschub der Ferien für die Abiturienten in einigen Bundesländern eine Konsequenz sein, sagt JU-Chef Tilman Kuban dem "Focus". Ebenso müssten Einschreibefristen für Studiengänge im Wintersemester auf einen späteren Zeitpunkt verlegt werden.

14.20 Uhr: Afrikaner flüchten aufs Land: Weitere Corona-Ausbreitung befürchtet

Viele Afrikaner flüchten vor dem Coronavirus-Ausbruch aus den Städten auf das Land und lösen damit Befürchtungen aus, das Virus könnte sich dadurch noch stärker verbreiten. Solche Entwicklungen sind in Kenias Hauptstadt Nairobi aber auch in anderen afrikanischen Großstädten von Kampala bis Johannesburg und Rabat zu sehen. Vielen Behörden bereitet dies Sorgen, weil sich in der Vergangenheit Krankheiten wie Ebola auf ähnlichem Wege verbreiteten.

14.08 Uhr: Rund 200.000 Anfragen nach Corona-Hilfen bei Sparkassen 

Die Nachfrage nach Hilfsdarlehen der staatlichen Förderbank KfW ist nach wie vor riesig. Alleine bei den Sparkassen seien bis zum Donnerstagmittag rund 200.000 Anfragen von Unternehmen und Selbstständigen eingegangen, erklärt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV). 

14.03 Uhr: Klöckner: Personalengpässe bei Lebensmittelversorgung 

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner beklagt Personalengpässe in der Lebensmittelversorgung. Die Reisebeschränkungen für ausländische Saisonarbeitskräfte mache sich bemerkbar, sagt sie. Dies gelte für Schlachtbetriebe und Molkereien. Es gehe nicht nur um die Spargelernte sondern auch um die Aussaat von Getreide, wo Personal fehle. Man setze jetze auf Hilfe etwa von Studenten.

13.58 Uhr: China reduziert internationale Flugverbindungen drastisch 

Aus Angst vor einer zweiten Corona-Infektionswelle reduziert China ab Sonntag die Zahl der internationalen Flugverbindungen drastisch. Chinesische Airlines dürften jedes Land pro Woche nur noch einmal anfliegen, teilte die zivile Luftfahrtbehörde am Donnerstag mit. Auch ausländische Gesellschaften dürften nur noch einen Flug pro Woche nach China anbieten.

13.46 Uhr: Mindestens 60 Priester in Italien am Coronavirus gestorben 

In Italien sind mindestens 60 katholische Priester am Coronavirus gestorben. Das berichtet das Nachrichtenportal "euronews" mit Bezug auf katholische Medien. Demnach seien allein in der Diözese Bergamo, dem Zentrum des Coronavirus-Ausbruchs in Italien, mindestens 22 Tote zu beklagen.

13.38 Uhr: Kassenärzte: Keine Corona-Tests bei gesunden Bürgern 

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat um Verständnis dafür geworben, dass Coronavirus-Tests nur bei Menschen mit Krankheitssymptomen vorgenommen werden. "Es macht keinen Sinn, gesunde, unauffällige Bürger zu testen", sagte der KBV-Bundesvorsitzende Andreas Gassen am Donnerstag in Berlin. "Auch wenn das für den Einzelnen vielleicht interessant sein kann, ist es medizinisch sinnfrei."

13.32 Uhr: Beratung über Kontaktbeschränkungen frühstens nach Ostern 

Über eine mögliche Lockerung der derzeit verfügten Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens wird man nach Worten von Gesundheitsminsiter Jens Spahn erst nach Ostern reden können, "wenn wir bis Ostern alle konsequent sind". Zunächst müsse sich in den Zahlen der Infektionsfälle zeigen, ob die Maßnahmen Wirkung zeigten und die Ausbreitung verlangsamt hätten. "Es braucht jetzt ein paar Tage, bis wir das sehen."

13.25 Uhr: Seehofer gegen zu schnelles Lockern von Beschränkungen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat Überlegungen eine Absage erteilt, aus ökonomischen Gründen die strengen Ausgehbeschränkungen wegen des Coronavirus in Deutschland vorzeitig wieder zu lockern. "So lange das Virus so wütet, ist der Schutz der Menschen alternativlos", sagte Seehofer am Donnerstag der "Süddeutschen Zeitung". Eine Exit-Strategie könne man aus seiner Sicht erst dann angehen, "wenn man dieses schnelle und aggressive Verbreiten des Virus im Griff hat".

13.18 Uhr: Zweifel an Coronavirus-Statistiken in Italien wachsen

In Italien wachsen die Zweifel an den offiziellen Zahlen zur Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. In Norditalien melden sich immer mehr Politiker und Behördenvertreter zu Wort, die die offiziellen Infektions- und Todeszahlen für viel zu niedrig halten. 

13.10 Uhr: RKI-Chef: Keine gesicherten Aussagen zu Tempo von Ausbreitung 

Derzeit ist nach Worten von RKI-Chef Lothar Wieler noch keine gesicherte Aussage möglich, ob sich die Ausbreitung des Virus verlangsamt hat. Es gebe große regionale Unterschiede. Manchen Städten mit einem "großen Ausbruchsgeschehen" sei es gelungen, dieses unter Kontrollle zu bringen.

Am Coronavirus können nach Worten Wielers alle Altersgruppen erkranken. Aber je älter man sei, desto höher sei das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs. Das Durchschnittsalter der in Deutschland durch das Coronavirus Verstorbenen betrage 81 Jahre. Aber auch Jüngere könnten daran erkranken und daran sterben. "Wir stehen gerade am Anfang", sagt Wieler.

12.52 Uhr: Spahn: "Noch ist das die Ruhe vor dem Sturm" 

Bundesgesundheitsminiser Jens Spahn äußert sich auf der Bundespressekonferenz zur aktuellen Lage in der Corona-Krise. "Das Coronavirus bestimmt unser Leben", so der Minister. "Wir haben viele Infizierte und beklagen auch viele Tote. Aber noch ist das die Ruhe vor dem Sturm. Niemand kann genau sagen, was in den nächsten Wochen kommt."

Daher sei es weiterhin nötig, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und gleichzeitig die Kapazitäten in den Kliniken auch mit Intensivbetten zu erhöhen.

Spahn bekräftigte, dass Deutschland wegen sehr vieler Tests früh mit Vorbereitungen beginnen konnte. Die Kapazität liege mit 300.000 bis 500.000 Tests pro Woche auch im internationalen Vergleich sehr hoch. Es sei weiterhin wichtig, dass sie zielgerichtet eingesetzt würden.

Es gehe für die Politik zugleich um Konzepte dafür, dass es "eine Zeit nach Corona" geben werde, in der man weiter gegen das Virus kämpfe, das öffentliche Leben aber schrittweise normalisiere. Dies solle auch bei Beratungen nach Ostern zwischen der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten Thema sein. Dabei solle auch darüber diskutiert werden, wie Handydaten im Krisenfall für die Klärung von Infektionsketten zu nutzen seien, machte Spahn deutlich.

12.43 Uhr: Berliner Regierungschef will Ausgangsverbot weiter vermeiden 

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) will in der Corona-Krise ein Ausgangsverbot nach wie vor unbedingt vermeiden. Er halte eine generelle Ausgangssperre für "das allerletzte mögliche Mittel", sagte Müller am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. "Ich will die sozialen Folgen eines strikten Ausgangsverbots nicht riskieren", betonte er. Der SPD-Politiker verwies darauf, dass etwa häusliche Gewalt in Zeiten sozialer Isolation steigen könnte.

12.27 Uhr: Aachener klagt gegen Kontaktsperre in Nordrhein-Westfalen 

Ein Mann aus Aachen klagt gegen das von der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen wegen der Corona-Krise erlassene Kontaktverbot. Der Kläger wolle sich auch weiterhin mit seinen Freunden in der Öffentlichkeit treffen, sagte Gerichtssprecherin Gudrun Dahme am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster müsse jetzt prüfen, ob die Rechtsverordnung der Landesregierung verhältnismäßig ist und ob es eine Rechtsgrundlage gibt. 

12.23 Uhr: Daimler schickt Großteil der Mitarbeiter in Kurzarbeit 

Der Autobauer Daimler hat für einen Großteil seiner Mitarbeiter wegen der Corona-Krise Kurzarbeit beantragt. Das hätten Vorstand und Gesamtbetriebsrat des Unternehmens beschlossen, teilte Daimler am Donnerstag in Stuttgart mit. Die Kurzarbeit solle ab dem 6. April in Kraft treten und vorerst bis zum 17. April befristet sein. Das Unternehmen reagiert damit auf die gesunkene Nachfrage.

12.12 Uhr: Staubsaugerfirma soll 10.000 Atemgeräte für Briten bauen 

Die britischen Behörden haben bei dem Staubsauger-Hersteller Dyson 10.000 Beatmungsgeräte bestellt. Das Unternehmen hat nach Angaben seines Gründers James Dyson ein neues Gerät entwickelt, das in dieser "schweren internationalen Krise" eingesetzt werden könne. Die Produktion des sogenannten CoVent könne Anfang April anlaufen, wenn die Aufsichtsbehörden grünes Licht geben. Großbritannien benötigt nach Einschätzung der Behörden insgesamt 30.000 Beatmungsgeräte.

12.07 Uhr: In Spanien ist die Zahl der Corona-Toten erneut stark gestiegen 

In Spanien ist die Zahl der an einer Ansteckung mit dem Corona-Virus gestorben Menschen erneut stark gestiegen. Am Mittwoch habe sie sich auf 4.089 im Vergleich zu 3.434 am Vortag erhöht, teilen die Behörden mit. Die Zahl der Infizierten ist demnach von 47.610 auf 56.188 angewachsen.

12.04 Uhr: Drosten: Könnten bald Hoffnungsschimmer sehen 

Virologe Drosten hofft, dass die Beschränkungen des öffentlichen Lebens sich bald auch in den Zahlen der infizierten Fälle bemerkbar machen. Es sei zu hoffen, dass der jüngste Trend mit immer mehr neuen Fällen jeden Tag langsam abgemildert werden könne. Das könne womöglich in den nächsten Tagen in den Zahlen ablesbar sein.

11.55 Uhr: Ausstieg aus Ausnahmezustand am besten in Stufen

Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens sollten dem Virologen Christian Drosten zufolge zu einem geeigneten Zeitpunkt stufenweise aufgehoben werden. "Natürlich muss man da raus", sagt Drosten, ohne einen konkreten Zeitpunkt zu nennen. Es müsse geklärt werden, wo und für wen dies zuerst gelten solle. Hier sei die Wissenschaft gefragt, es brauche Modellvorhersagen. Risikogruppen wie ältere Menschen einfach zu isolieren, funktioniere aber nicht.

11.42 Uhr: 150 Millionen Euro für besseren Austausch zwischen Uni-Kliniken

Das Bundesforschungsministerium will die Universitätskliniken in Deutschland enger verzahnen. Dafür würden für 2020 und 2021 zusammen 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, sagt Forschungsministerin Anja Karliczek. Ziel sei es, mit dem Aufbau eines Netzwerks Informationen zu teilen, welche Maßnahmen jetzt wirkten. Die Berliner Charite soll bei dem Projekt die Federführung haben.

11.30 Uhr: Drosten: "Lokalität ist immens wichtig" 

"Diese Lokalität ist immens wichtig", sagt Drosten. "Die niedergelassenen Labore in der Umgebung profitieren unmittelbar davon, dass da ein regionaler Leuchtturm ist, der einen Schritt voraus ist. Diese regionale Nähe mache den Unterschied.", so Virologe Drosten. Diese ermögliche schnelle Forschung und schnelle Tests.

11.22 Uhr: Drosten erklärt niedrige Todesrate in Deutschland

"Warum wir in Deutschland so wenige Todesfälle im Verhältnis zu den Infizierten haben, ist hinreichend damit zu erklären, dass wir extrem viel Labordiagnostik machen", so der Virologe Drosten. Man sei mit der Versorgung und der Forschung bei den Unikliniken da, wo das ganze derzeit passiert. "Die Labormedizin in Deutschland hat eine sehr große Nähe zum Handwerk", so Drosten. Labormediziner können solche Tests selbst aufbauen. So hätten die Unikliniken schon vor Ende Januar Corona-Tests durchführen können. 

Schätzungsweise gebe es eine halbe Million Tests in der Woche. Charite-Vorstandschef Heyo Kroemer ergänzt, Deutschland habe auch früher als andere von der Pandemie betroffene Länder angefangen zu testen.

11.15 Uhr: Forschungsministerin Karliczek kündigt nationale Taskforce an 

Laut Forschungsministerin Karliczek stellt die Corona-Krise "Deutschland vor die größte Krise seit dem Zweiten Weltkrieg". Die größte Last würden aktuell die Kliniken tragen. Deshalb kündigt sie die Einrichtung einer nationalen Taskforce an. Diese soll der Steuerung und Abstimmung zwischen Universitätsmedizin und Politik dienen. Es sei das Ziel, voneinander zu lernen. Man wolle Prozesse in Kliniken schaffen, "die eine optimale Versorgung der Covid-19-Patienten sicherstellen". 

10.50 Uhr: China meldet erneut Dutzende Corona-Infektionen bei aus dem Ausland Eingereisten

China hat am Donnerstag erneut keine weitere Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus auf seinem Staatsgebiet, dafür aber Dutzende Infektionen bei aus dem Ausland eingereisten Menschen gemeldet. Es seien 67 weitere "importierte" Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium in Peking mit.

10.35 Uhr: Söder gewinnt in Bayern an Zustimmung

In der Corona-Krise ist die Zufriedenheit der Bürger in Bayern mit der Arbeit von Ministerpräsident Markus Söder deutlich gestiegen. Das gilt nach einer Umfrage im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" für Anhänger aller Parteien.

Insgesamt bescheinigten demnach 61 Prozent der Befragten dem Regierungschef und CSU-Vorsitzenden, dass sie mit seiner Arbeit "eher zufrieden" oder "sehr zufrieden" seien. Vor einem Monat lag dieser Wert den Angaben zufolge noch bei 52 Prozent, vor einer Woche bei 54 Prozent. Der Anteil derjenigen, die "eher unzufrieden" oder "sehr unzufrieden" sind, sank innerhalb eines Monats von rund 30 auf etwas mehr als 22 Prozent.

10.29 Uhr: Bundespräsident fordert mehr Solidarität in Europa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fordert mehr Solidarität in der EU in der Corona-Krise. "Unser Blick muss weiter reichen als bis zum nächsten Grenzzaun", sagte der Bundespräsident in einer über soziale Netzwerke verbreiteten Videobotschaft. Es sei gut, dass Krankenhäuser in Deutschland jetzt auch schwer kranke italienische und französische Patienten behandelten. "Ich wünsche mir mehr solche konkrete Solidarität im europäischen Geist."

10.26 Uhr: Künast gegen längerfristige Abschottung älterer Menschen

Die Grünen-Politikerin Renate Künast hat sich gegen den Vorschlag gestellt, zur Bekämpfung der Coronakrise ältere Menschen längerfristig abzuschotten. "Knapp 18 Millionen Menschen kann man nicht kasernieren, ohne Kontakt zu Jüngeren zu haben", sagte sie den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Donnerstag. "Das funktioniert am Ende überhaupt nicht." Auch "die älteren Leute ab 60 aufwärts" würden von der Gesellschaft gebraucht, fügte die 64-Jährige hinzu.

10.21 Uhr: US-Infektiologe: Coronavirus könnte saisonal wiederkehren

Der renommierte US-Experte Anthony Fauci hat davor gewarnt, dass das neuartige Coronavirus in Zukunft immer wieder saisonal auftreten könnte. Deshalb müssten dringend ein Impfstoff und wirksame Behandlungsmöglichkeiten entwickelt werden, sagte der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) Fauci am Mittwoch in Washington.

Das Virus beginne sich nun auch in der südlichen Erdhalbkugel, wo der Winter anbricht, auszubreiten, sagte Fauci. Sollte es in den südlichen Ländern tatsächlich zu einem "erheblichen Ausbruch" kommen, müssten die Länder der Nordhalbkugel "darauf vorbereitet sein, dass wir einen zweiten Zyklus haben werden". 

10.16 Uhr: Polizei: Fragen zu Verboten nicht über Notruf

Die Berliner Polizei hat dringend darum gebeten, mit Fragen zu den Verboten während der Corona-Krise nicht die Notrufnummer 110 zu wählen. Es sei zu verstehen, dass die Menschen viele Antworten bräuchten, twitterte die Polizei. "Aber das darf nicht dazu führen, dass Menschen in Not keine Chance mehr haben, in unserer Notrufzentrale durchzukommen."

Ständig würden Menschen anrufen und Fragen stellen, die mit "Darf ich..." beginnen würden. Entsprechende Sätze "fluten derzeit unseren #Notruf". Als Beispiele nannte die Polizei unter anderem: "Darf ich mit meinen Kumpels zuhause chillen?" und "Darf ich mit meinen Freunden draußen abhängen?". Die Antworten jeweils: Nein.

10.06 Uhr: SPD lehnt Verschiebung der Grundrente ab

Die SPD lehnt eine Verschiebung der Grundrente aufgrund der Corona-Krise entschieden ab. "Die Grundrente ist beschlossen und tritt zum 1. Januar 2021 in Kraft. Wir werden diese Verabredung nicht rückgängig machen", sagte Generalsekretär Lars Klingbeil den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Donnerstag.

Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann hatte zuvor verlangt, die Grundrente vorerst auf Eis zu legen, um Unternehmen nicht zusätzlich zu belasten. Dazu sagte Klingbeil: "Solche politischen Spielchen in der Krise sind unanständig."

"Deutschlandweit stehen in diesen Tagen die Menschen an den Fenstern und applaudieren den Alltagshelden der Corona-Krise: den Supermarktkassiererinnen, den Busfahrern, den Pflegern und Krankenschwestern. Sie halten unser Land am Laufen", hob Klingbeil hervor. Ihnen jetzt die Grundrente streichen zu wollen, "geht gar nicht". Die SPD werde daher die in der Koalition getroffenen Vereinbarungen nicht rückgängig machen.

10.03 Uhr: Acht Länder fordern Ende von Sanktionen wegen Corona-Krise

Kurz vor einem Video-Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der führenden Wirtschaftsmächte (G20) zur Corona-Krise wird die Forderung nach Aufhebung von Sanktionen lauter. Russland, China, Syrien, Iran, Nordkorea, Venezuela, Nicaragua und Kuba dringen in einem Brief an UN-Generalsekretär António Guterres darauf, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax am Donnerstag meldete. Diese Strafmaßnahmen untergrüben den Kampf gegen das Coronavirus, heißt es darin. Vor allem die Beschaffung von medizinischer Ausrüstung und Medikamenten sei deshalb schwierig.

Guterres solle sich dafür einsetzen, dass Sanktionen sofort und vollständig aufgehoben werden, schrieben die Länder demnach in dem gemeinsamen Brief. Der UN-Generalsekretär hatte zuvor angesichts der Pandemie einen weltweiten Stopp aller Kampfhandlungen gefordert. Strafmaßnahmen haben zum Beispiel die USA und Europa verhängt.

10 Uhr: Verbraucherschützer lehnen Gutscheinregelung für Touristen ab

Es regt sich Widerstand gegen den Plan, bei stornierten Flügen und Pauschalreisen den Konsumenten zunächst nur Gutscheine auszuhändigen. "Gutscheine sind unfair, diese staatlich abzusichern aufwendig", schreibt die Mobilitätsexpertin der Verbraucherzentrale Bundesverband, Marion Jungbluth, am Donnerstag im Kurznachrichtendienst Twitter. Bislang haben Verbraucher das Recht auf eine umgehende Erstattung ihres Geldes. In der Coronavirus-Krise haben Vertreter der Bundesregierung Branchenforderungen aufgenommen, zunächst mit Gutscheinen einen schnellen Abfluss von Barmitteln zu verhindern.

9.52 Uhr: Arzt fordert, medizinisches Personal von polnischer Pendler-Quarantäne auszunehmen

Der ärztliche Direktor des Klinikums Uckermark, Rüdiger Heicappell, befürchtet durch die neue polnische Quarantäne-Regelung für Pendler nach Deutschland eine starke Beeinträchtigung für sein Krankenhaus. Etwa 50 Mitarbeiter seien davon betroffen, dass Polen ab Freitag Pendler, die in Deutschland arbeiten, nach ihrer Rückkehr wegen des Coronavirus in eine 14-tätige Quarantäne schicken will, sagte Heicappell im rbb-Inforadio.

Dabei handele es sich überwiegend um Ärzte, aber auch Krankenschwestern und Hebammen. Bei insgesamt 140 Ärzten bedeute das Fehlen von rund 50 Mitarbeitern einen erheblichen Mehraufwand für die verbleibenden Kollegen. Heicappell begrüßte die Ankündigung der Brandenburger Landesregierung, Berufspendler beim Verbleib in Deutschland finanziell zu unterstützen, forderte im Inforadio aber auch: "Sie sollte sich dafür einsetzen, dass medizinisches Personal von der Quarantäne-Regel ausgenommen wird."

9.47 Uhr: Italienerin näht Schutzmasken für Nachbarn und Freunde

Für ihre Nachbarn und Freunde in Eimsbüttel hat Gisella Pindinello, 79, schon mehr als hundert Schutzmasken genäht. Die gelernte Schneiderin aus Racale, einer kleinen Gemeinde in Süditalien, ist seit rund drei Wochen im Dauereinsatz. Aus buntem Stoff und Gummischlaufen schneidert Pindinello in ihrer kleinen Hamburger Wohnung Schutzmasken. Sie verschenkt ihre "Mascherinas" (italienisch für "Masken") an alle, die sich in der Corona-Krise vor einer Tröpfcheninfektion schützen wollen.

"Ich habe gesehen, dass es keine Mascherinas in Italien mehr gibt. Dann dachte ich mir, ich kaufe mir ein bisschen Stoff und mache die selbst", erzählt Pindinello. Die letzte Stofflieferung hat sie geschenkt bekommen, erzählt sie. In allen Größen und Motiven habe sie schon Mundschutze genäht - mit Einhörnern und Blümchen drauf, für jung und alt. Ihre Tochter, die normalerweise ein italienisches Restaurant im Haus betreibt, gibt die Masken weiter.

9.33 Uhr: Bosch bringt Schnelltestgerät für Corona auf den Markt

Der Technologiekonzern Bosch hat zusammen mit Randox Laboratories ein Analysegerät für Corona-Schnelltests entwickelt. Das Gerät mit dem Namen Vivalytic könne zehn Atemwegserreger gleichzeitig innerhalb von zweieinhalb Stunden diagnostizieren. Das Analysegerät für die vollautomatisierten Tests ist schon seit Februar erhältlich, die Testkartuschen für den Covid-19-Erreger sollen nach der Zulassung ab April verfügbar sein. Bosch will die Testvorrichtungen über Medizintechnik-Vertriebspartner Laboren, Krankenhäusern und Arztpraxen anbieten. Der Preis des Apparates sei in etwa so hoch wie der von konkurrierenden Produkten. Eine Kartusche kostet einer Sprecherin zufolge einen höheren zweistelligen Eurobetrag.

9.30 Uhr: Apple spendet Millionen Atemschutzmasken

Apple hat zehn Millionen Atemschutzmasken beschafft und spendet sie an amerikanische Mediziner. Weitere Millionen Masken sollen in besonders schwer betroffene Regionen in Europa gehen, wie Konzernchef Tim Cook in der Nacht zum Donnerstag über Twitter ankündigte. Sie würden Apple-Zulieferern abgekauft und die Aktion werde mit lokalen Regierungen koordiniert, erläuterte er.

In Kalifornien niedergelassene Unternehmen sind außerdem seit den verheerenden Waldbränden von 2018 verpflichtet, Atemschutzmasken für ihre Mitarbeiter vorzuhalten. Facebook hatte jüngst 720.000 Masken aus dieser Reserve gespendet.

9.27 Uhr: Scheuer: Regierung will "stabile Grundversorgung" aufrechterhalten

Die Bundesregierung ist laut Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bemüht, eine "stabile Grundversorgung aufrechtzuerhalten". Das sei "unser gemeinsames Ziel", sagte Scheuer der "Passauer Neuen Presse" vom Donnerstag. Er versuche, in enger Abstimmung mit Lebensmittelhandel, Logistikern, Bauwirtschaft und Bahn, große Ausfälle im Zuge der Corona-Krise zu verhindern. Sein Ministerium sei "in engster Abstimmung mit allen Beteiligten und Akteuren".

"Bei einzelnen Warengruppen kann es im Moment punktuell zu leeren Supermarkt-Regalen kommen", gab Scheuer zu. Ihm sei aber versichert worden, dass die Versorgung insgesamt stabil sei, sagte der Minister mit Verweis auf Telefonkonferenzen mit den Lebensmittel- und Drogeriehändlern.

9.03 Uhr: Russland setzt wegen Corona-Krise alle internationalen Flüge aus

Russland setzt wegen der Corona-Krise ab Freitag alle internationalen Flüge aus. Laut einem am Donnerstag veröffentlichten Dekret der Regierung gilt die Maßnahme ab Mitternacht (Donnerstag, 22.00 Uhr MEZ) und für alle Starts und Landungen auf russischem Staatsgebiet. Ausgenommen seien lediglich Flugzeuge, die wegen der Corona-Pandemie im Ausland gestrandete russische Staatsbürger zurückbringen.

Die Zahl internationaler Verbindungen war zuvor schon stark zurückgefahren worden. Es gab nur noch von der staatlichen Fluggesellschaft Aeroflot angebotene Verbindungen zwischen Moskau und anderen Hauptstädten.

8.37 Uhr: Regierung rechnet mit 2,1 Millionen Kurzarbeitern

Die Bundesregierung rechnet nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit etwa 2,1 Millionen Kurzarbeitern in der Corona-Krise. "Darauf bereiten wir uns erst einmal vor", sagte BA-Vorstand Christiane Schönefeld der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Donnerstag. "Aber wir nehmen auch in den Blick, dass die Zahlen deutlich höher sein könnten."

Die BA wolle für jedes Szenario eine Antwort haben, sagte Schönefeld weiter. Die Behörde lasse sich "aber von den großen Zahlen bezüglich Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit nicht irritieren. Wir arbeiten stattdessen konsequent daran, immer mehr Mitarbeiter an den entscheidenden Stellen einzusetzen."

Alles, was Sie über Kurzarbeitergeld wissen müssen, lesen Sie hier.

8.21 Uhr: Chebli appelliert in Coronakrise an Gemeinsinn

Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD) hat in der Coronakrise zur Unterstützung von Schwächeren aufgerufen und die bisherige Hilfsbereitschaft gelobt. "Wichtig ist, dass Menschen spüren, da sind Mitmenschen, die sich kümmern, Menschen, die zuhören", sagte Chebli der Deutschen Presse-Agentur. Es gehe um Menschen in Not, um Einsame, Ältere, Menschen mit Behinderung, Betroffene, die finanziell am Limit lebten oder Obdachlose. "Sie alle brauchen jetzt unsere Solidarität", betonte die Staatssekretärin für Bürgerliches Engagement und Internationales. Und sie sei dankbar, dass es in Berlin, aber auch in ganz Deutschland, so viele Menschen gebe, die bereit seien, mit anzupacken.

7.15 Uhr: Lebensmittelhandel: 700 Prozent mehr Klopapier verkauft

Die Gewinner der Corona-Krise sind die Hersteller von Toilettenpapier. Hamsterkäufe beim Hygieneartikel haben den Absatz massiv erhöht. Von Februar zum März 2020 sei eine Steigerung um 700 Prozent zu verzeichnen, sagte Christian Böttcher, Sprecher des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), ohne genaue Zahlen zu nennen.

Das Toilettenpapier nehme beim Kaufverhalten der Deutschen eine Sonderstellung ein, so der Sprecher. Wegen der Angst, man dürfe irgendwann nicht mehr das Haus verlassen, werde gebunkert. Es entstehe eine paradoxe Situation. Böttcher: "Einige wissen nicht, wohin damit. Andere haben zu wenig."

7 Uhr: Mittelstandsverbund warnt vor Massensterben von Unternehmen trotz Hilfspaketen

Trotz der Hilfspakete der Bundesregierung wegen der Corona-Krise warnt der Mittelstandsverbund vor einem Massensterben seiner Mitgliedsunternehmen. Die Lage sei "dramatisch", sagte der Präsident des Mittelstandsverbundes, Eckhard Schwarzer, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstagsausgaben). Möbelhändler, Textil- und Modeverkäufer, Schuhgeschäfte, Bau- und Gartenmärkte sowie viele andere fürchteten um ihre Existenz. Dem Verband gehören 230.000 mittelständische Unternehmen aus Handel und kooperierenden Branchen an.

"Die halten nicht mehr lange durch, und wir reden da über Tage, nicht über Wochen", warnte der Verbandspräsident. Bis die Hilfe der Regierung angelaufen und vor allem ausgezahlt sei, könne es für viele Unternehmen schon zu spät sein.

6.53 Uhr: Umfrage: Corona-Krise stimmt Bundesbürger äußerst pessimistisch

Die Corona-Krise stimmt die Bundesbürger laut einer Umfrage so pessimistisch wie kein anderes Ereignis seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1949. Nur 24 Prozent blicken hoffnungsvoll auf die nächsten zwölf Monate, wie die am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Allensbach-Instituts im Auftrag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ergab.

In den sieben Jahrzehnten, in denen das Institut regelmäßig in der Bundesrepublik die Frage nach dem Zukunftsausblick gestellt hat, war dieser Wert noch nie so niedrig – weder nach dem Mauerbau 1961, noch während der beiden Ölkrisen in den siebziger Jahren, noch nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Den bisher niedrigsten "Hoffnungspegel" hatten die Allensbacher Demoskopen mit 27 Prozent im Jahr 1950 bei Beginn des Korea-Kriegs ermittelt.

Kein anderes Ereignis hat auch so wie die Corona-Krise nach Erkenntnissen des Instituts die Einschätzung der Bundesbürger zur wirtschaftlichen Lage innerhalb derart kurzer Zeit so dramatisch verändert. Noch Ende Februar erwartete eine Mehrheit für die kommenden sechs Monate eine stabile Konjunktur. Anfang März war dann der Anteil jener, die einen Abschwung fürchteten, bereits von 28 auf 59 Prozent gestiegen. Nun liegt dieser Wert bei mehr als 70 Prozent.

6.10 Uhr: Deutsches Kreuzfahrtschiff ankert mit Corona-Erkrankten vor Australien

An Bord eines vor Australien ankernden deutschen Kreuzfahrtschiffs sind mindestens sieben Menschen am Coronavirus erkrankt. Es handele sich hierbei um fünf Passagiere und zwei Crewmitglieder, teilte der Bonner Reiseveranstalter Phoenix mit. Allen an Bord von "MS Artania" gehe es aber gut, keine der infizierten Personen befinde sich in einem gesundheitlich kritischen Zustand. Alle Gäste sollten mit eigens gecharterten Flugzeugen voraussichtlich am Samstag aus Australien ausgeflogen werden. Das Schiff bietet laut Phoenix 510 Besatzungsmitgliedern und 1.200 – meist deutschen – Passagieren Platz.

Der Regierungschef des Bundesstaats Westaustralien, Mark McGowan, sagte am Donnerstag, das Schiff solle die australischen Gewässer unverzüglich verlassen. Wenn die sieben Erkrankten zur Behandlung an Land kommen müssten, würden sie in eine Einrichtung beispielsweise der Verteidigungskräfte gebracht. Die Besatzung des Schiffs hatte die australischen Behörden um Hilfe gebeten, 25 Passagiere an Bord hätten Atembeschwerden. Daraufhin waren westaustralische Vertreter der Gesundheitsbehörde an Bord gegangen und hatten die Betroffenen untersucht.

Bekannt ist das Schiff durch die ARD-Serie "Verrückt nach Meer". Seit vielen Jahren begleitet ein Fernsehteam Passagiere und Crewmitglieder auf ihren Reisen über den Globus.

4.50 Uhr: US-Senat verabschiedet Billionen-Konjunkturpaket 

Der US-Senat hat wegen der Coronavirus-Pandemie ein massives Konjunkturpaket beschlossen, mit dem rund 2 Billionen US-Dollar in die Wirtschaft gepumpt werden sollen. Das von Republikanern, Demokraten und der Regierung ausgehandelte Gesetzespaket wurde in der Nacht zum Donnerstag (Ortszeit) mit überwältigender Mehrheit angenommen.

4.29 Uhr: FDP fordert öffentliches Warnsystem

Die FDP hat ein öffentliches Warnsystem gefordert, um Bürger in der Coronakrise schneller erreichen zu können. Dieses soll kurzfristig aufgebaut und auf Basis lokaler SMS oder sogenanntem Cell Broadcasting funktionieren. Das berichtet das "Handelsblatt" und beruft sich dabei auf ein von der FDP-Bundesfraktion beschlossenes Papier.

Mit dem "Cell-Broadcasting-Service" könne etwa eine Nachricht an alle Telefone eines Anbieters in einer bestimmten Gegend geschickt werden, falls die Nutzer die entsprechende Funktion in ihrem Handy vorher freischalten. Ein solches Warnsystem habe den Vorteil, dass Empfang und Verbreitung von Informationen "niedrigschwellig" möglich seien, heißt es demnach in dem Papier.

4.12 Uhr: Linke-Fraktionschef fordert einmalige Vermögensabgabe

Der Fraktionschef der Linken, Dietmar Bartsch, hat zur Finanzierung der Milliardenkosten in der Coronakrise eine einmalige Vermögensabgabe auf große private Vermögen gefordert. Bartsch sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wer wird die aktuelle Krise bezahlen? Die Re-Finanzierung der Hilfspakete ist bisher ungeklärt. Es darf nicht sein, dass die neuen Staatsschulden – wie nach der Bankenkrise – von den Bürgern damit bezahlt werden, dass an der öffentlichen Infrastruktur gespart wird."

3.40 Uhr: New York baut provisorische Leichenhalle – Zahl der Toten in USA steigt auf über 1.000

Angesichts ansteigender Totenzahlen in der Corona-Krise hat die Millionenmetropole New York eine provisorische Leichenhalle errichtet. Die weißen Zelte wurden außerhalb des Bellevue Krankenhauses in Manhattan aufgebaut, wie Fotos zeigten und lokale Medien übereinstimmend am Mittwoch berichteten. Die Internetseite "Politico" berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen im Heimatschutzministerium, dass erwartet würde, dass die Leichenschauhäuser in der Ostküstenstadt nächste Woche an ihre Kapazitätsgrenze stoßen.

New York hat in der Corona-Pandemie mit 280 Toten nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mit Abstand die meisten US-Opfer. Landesweit lag die Zahl der Toten am Mittwochabend (Ortszeit) demnach bei rund 900. Für das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum gelten weitreichende Ausgangssperren. Restaurants, Bars, Schulen, Museen und Broadwayshows sind geschlossen. Hier lesen Sie mehr darüber, wie die Pandemie der Stadt zu schaffen macht. 

In den USA hat die Zahl der durch das Coronavirus ums Leben gekommenen Menschen am Mittwoch die Marke von 1.000 überschritten. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor. Demnach starben mittlerweile sogar mehr als 1.030 Menschen an Covid-19. Mehr als 68.500 Infizierte wurden bestätigt.

3.30 Uhr: Grabeskirche in Jerusalem wegen Coronavirus geschlossen

Die Grabeskirche in Jerusalem, eine der bedeutendsten heiligen Stätten des Christentums, ist wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossen worden. Die Schließung der normalerweise jährlich von Millionen von Pilgern besuchten Basilika in der Altstadt erfolgte am Mittwoch aufgrund von verschärften Maßnahmen der israelischen Behörden gegen die Ausbreitung des Virus.

Die Schließung der Grabeskirche sei nach seinem Verständnis zunächst auf eine Woche befristet, sagte ein Sprecher der katholischen Bischöfe im Land. Er äußerte die Hoffnung, dass die heilige Stätte bis Ostern – also in zweieinhalb Wochen – wieder geöffnet sei. Nach christlicher Überlieferung befindet sich in der Kirche das Grab von Jesus Christus.

2.51 Uhr: Helsinki wird wegen Coronavirus abgeriegelt

Die finnische Hauptstadt Helsinki wird wie zahlreiche andere Großstädte auf der Welt wegen des Coronavirus abgeriegelt. Die Aus- und Einreiseverbote für die Hauptstadtregion Uusimaa gelten ab Freitag und für mindestens drei Wochen, wie Ministerpräsidentin Sanna Marin am Mittwoch mitteilte. Reisen aus sehr wichtigen Gründen wie etwa beim Tod eines Angehörigen oder zum Besuch eines getrennt lebenden Kindes bleiben aber erlaubt. In Uusimaa leben 1,7 Millionen Menschen, das ist ein Drittel der Gesamtbevölkerung des skandinavischen Landes.

In Finnland gibt es bislang rund 880 bestätigte Corona-Infektionsfälle und mindestens drei Todesopfer der Pandemie. Mehr als 500 der Ansteckungsfälle und zwei der Todesfälle wurden in Uusimaa verzeichnet.

2.39 Uhr: Grünen-Fraktionschefin: "Die Grundrente ist kein Luxusprojekt"

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat die Große Koalition aufgerufen, auch in der Coronakrise an der geplanten Grundrente festzuhalten. "Die Krise darf nicht zum Rückwärtsgang der Koalition beim Thema Rente und Soziales werden", sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Die Grundrente ist kein Luxusprojekt, sondern ein wichtiger Baustein, um Menschen vor Altersarmut zu schützen."

2.30 Uhr: Zwei Pariser Flughäfen machen dicht

Zwei der drei großen internationalen Flughäfen von Paris werden vorübergehend geschlossen. Wie Behörden und Betreiber am Mittwoch mitteilen, machen die Airports Orly und Beauvais-Tillé dicht. Als Grund wurde der drastisch gesunkene Betrieb infolge der Reisebeschränkungen genannt. Geöffnet bleibt aber der Flughafen Charles de Gaulle, der größte Airport der französischen Hauptstadt.

Die Schließung des zweitgrößten Pariser Flughafens Orly gilt ab dem 31. März. Sie ist nicht vollständig: Regierungsflüge und Rettungsflüge dürfen weiterhin von dort und dorthin stattfinden. Auch sind Umleitungen von Flügen in Notfällen nach Orly weiterhin erlaubt.

1.36 Uhr: Zahl importierter Coronavirus-Erkrankungen in China steigt weiter

In China ist die Zahl der "importierten Fälle" mit dem Coronavirus erneut gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Donnerstag mitteilte, wurden 67 weitere Erkrankungen bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist sind. Insgesamt zählt China damit bereits 541 solcher Fälle. Wie aus den offiziellen Zahlen hervorging, gab es jedoch erneut keine lokalen Erkrankungen. In der zentralchinesischen Provinz Hubei, von wo das Virus Sars-CoV-2 sich ab Ende 2019 weltweit auszubreiten begann, starben weitere sechs Menschen.

In Südkorea ist die Zahl der erfassten Erkrankungen wieder leicht gestiegen. Am Mittwoch sei bei 104 Menschen der Sars-CoV-2-Erreger nachgewiesen worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mit. Erneut wurden zahlreiche Fälle bei ankommenden Personen aus dem Ausland festgestellt. Die Gesamtzahl der gemeldeten Ansteckungsfälle stieg auf 9.241. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden, kletterte um fünf auf 131.

01.35 Uhr: Volkswagen erwartet Rückkehr zu normaler Produktion in Deutschland bis Sommer

Der deutsche Autobauer Volkswagen erwartet, dass seine in Deutschland wegen der Coronakrise stillgelegte Produktion bis zum Sommer wieder auf Normalniveau läuft. "Wir gehen davon aus, dass es in Deutschland im Sommer wieder zu einer Normalisierung kommt", sagte der Vertriebsvorstand der Marke VW, Jürgen Stackmann, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

In den USA setzte Volkswagen derweil die Produktion in seinem Werk im Bundesstaat Tennessee aufgrund der Coronavirus-Krise für eine weitere Woche aus.

1.13 Uhr: Strenges Ausgangsverbot in Spanien verlängert

In dem von der Coronavirus-Krise besonders schwer betroffenen Spanien müssen die knapp 47 Millionen Bürger nun sogar bis zum 11. April weitgehend zu Hause bleiben. Das Parlament in Madrid billigte am frühen Donnerstagmorgen einen Antrag der linken Regierung auf Verlängerung des Alarmzustands um weitere zwei Wochen. Im Rahmen dieser dritthöchsten Notstandsstufe ist seit dem 15. März im ganzen Land unter anderem ein strenges Ausgangsverbot in Kraft.

Ungeachtet aller Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung des Virus überholte Spanien am Mittwoch China bei der Zahl der Todesfälle. Es wurden bereits mehr als 3.400 Todesopfer gezählt. Nach Italien ist Spanien das am stärksten betroffene Land Europas. Die Zahl der Menschen, die sich in Spanien mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert haben, stieg am Mittwoch auf knapp 48.000 – fast 8.000 mehr als noch am Dienstag.

0.30 Uhr: Coronavirus-Häufung in Pflegeheim: Ortsteile unter Quarantäne

Wegen der hohen Anzahl von Coronavirus-Infizierten in einem Pflegeheim stehen in der Stadt Jessen (Sachsen-Anhalt) zwei Ortsteile ab Donnerstagmorgen unter Quarantäne: Jessen und Schweinitz. Der Landrat des Landkreises Wittenberg habe eine Allgemeinverfügung zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 erlassen, teilte der Sprecher des Kreises am Mittwochabend mit. Ab Donnerstag, 07.00 Uhr, seien die Stadtteile gesperrt.

Personen sei der Zutritt oder die Zufahrt nur gestattet, wenn sie dort ihren Haupt- oder Nebenwohnsitz haben und sich unverzüglich in die häusliche Quarantäne begeben. "Das Haus verlassen darf man, um sich auf kürzestem Wege etwas zu Essen zu holen oder in die Apotheke zu gehen", sagte der Sprecher.

Anlass für die Verfügung sei die kritische Entwicklung in einem Pflegeheim, sagte der Sprecher. Seit Anfang der Woche seien elf Bewohner und fünf Mitarbeiter des Seniorenheims positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Drei infizierte Bewohner mussten demnach ins Krankenhaus. Zuvor hatte die "Volksstimme" über den Ausbruch berichtet. In den beiden Stadtteilen in Jessen gebe es insgesamt 41 Corona-Infizierte. Eine Feierrunde in einem Autohaus sei der Auslöser der Häufung.

00.25 Uhr: Tschechien lässt Gesundheitspersonal nach Deutschland reisen

Tschechien lenkt bei der strittigen Frage der grenznahen Berufspendler teilweise ein. Angehörige des Gesundheits- und Rettungswesens sowie der sozialen Dienste, die in Deutschland oder Österreich arbeiten, aber in Tschechien leben, dürfen die Grenze nun doch weiter täglich überschreiten. Das habe Innenminister Jan Hamacek auf Grundlage entsprechender Wünsche aus den beiden Nachbarstaaten entschieden, teilte seine Sprecherin am Mittwochabend in Prag mit.

00.25 Uhr: US-Experte Fauci warnt vor zweiter Corona-Welle

Das Coronavirus könnte nach Ansicht eines führenden US-Experten zu einem jährlich wiederkehrenden Problem ähnlich der normalen Grippe werden. Es sei bedenklich, dass die Zahl der bekannten Infektionen derzeit in der südlichen Hemisphäre ansteige, wo es langsam kälter werde, sagte der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, am Mittwochabend (Ortszeit) im Weißen Haus. Es sei daher vorstellbar, dass das Virus sich dort verbreite und dann im nächsten Winter wieder von dort ausgehend in die nördliche Halbkugel komme.

"Wir müssen vorbereitet sein", forderte Fauci. Aus diesem Grund sei es nun unverzichtbar, mit Hochdruck an der Entwicklung eines Impfstoffs zu arbeiten und klinische Versuche durchzuführen, um wirksame Medikamente zur Behandlung von Covid-19-Erkrankungen zu finden, erklärte Fauci. Es reiche nicht aus, das Virus Sars-CoV-2 nur jetzt zu bekämpfen. "Wir müssen wirklich auf einen nächsten Zyklus vorbereitet sein", sagte er. Die gegenwärtigen Bemühungen in den USA machten aber gute Fortschritte, sagte Fauci.

US-Präsident Donald Trump hat derweil den Kongress zu einer raschen Verabschiedung des massiven Konjunkturpakets aufgefordert. Er werde das Gesetz unterschreiben, sobald Senat und Repräsentantenhauses zugestimmt hätten, sagte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) im Weißen Haus. In den USA gab es bis Mittwochabend rund 65.000 bekannte Infektionen und mehr als 900 Todesfälle infolge von Covid-19-Erkrankungen.

Donnerstag, 26. März, 00.20 Uhr: Scholz: Krisen-Staatsbeteiligungen später teils mit Gewinn verkaufen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz setzt darauf, mögliche Staatsbeteiligungen an Unternehmen in der Corona-Krise später zum Teil mit Gewinn verkaufen zu können. "Der Staat will die Anteile natürlich nicht auf Dauer behalten, sondern in der Krise den Erhalt des Unternehmens sichern", sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post" (Donnerstag). "Wenn sich die Lage normalisiert hat, wollen wir sie wieder verkaufen. Wir setzen darauf, dass die wirtschaftliche Belebung so groß ist, dass wir sie teilweise mit Gewinn verkaufen, um Verluste in anderen Bereichen abdecken zu können."

Mittwoch, 25. März, 23.16 Uhr: Streit über Corona-Krise bringt Regierung zu Fall

Im Kosovo hat die Regierung von Ministerpräsident Albin Kurti ein Misstrauensvotum inmitten der Coronavirus-Krise nicht überstanden. Die Koalitionsregierung von Kurti ist erst seit knapp zwei Monaten im Amt. Wegen des politischen Umgangs mit der Corona-Epidemie hatten sich die Koalitionspartner gestritten. Es blieb zunächst unklar, wie die Regierung ihre Arbeit nun fortsetzen soll, da das Land wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit keine Neuwahlen abhalten kann.

23 Uhr: Frankreich zieht wegen Corona-Pandemie Soldaten aus dem Irak ab

Frankreich holt wegen der Coronavirus-Pandemie seine im Irak stationierten Soldaten zurück. Da die internationale Anti-IS-Koalition beschlossen habe, die Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte vorerst zu unterbrechen, ziehe Frankreich seine Einsatzkräfte ab, teilte die Armee am Mittwochabend mit. Die knapp 200 an der Ausbildungsmission beteiligten Soldaten sollen demnach vorerst nach Frankreich zurückkehren.

22.51 Uhr: Überlegungen zu Quarantäne für Flugpassagiere aus Drittstaaten

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus erwägt Deutschland, aus Nicht-EU-Staaten ankommende Reisende für zwei Wochen in häusliche Quarantäne zu schicken. Über entsprechende Überlegungen soll das Corona-Krisenkabinett nach dpa-Informationen an diesem Donnerstag beraten. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe darüber berichtet.

22.30 Uhr: Ausbreitung des Coronavirus in Italien verlangsamt sich weiter

Die Ausbreitung des Coronavirus in Italien hat sich den vierten Tag in Folge verlangsamt. Die Zahl der Infektionen sei um 7,5 Prozent angestiegen, das sei der niedrigste Zuwachs seit Beginn der Pandemie, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwochabend mit. Allerdings habe es einen deutlichen Anstieg der Todesfälle in Regionen mit großen Städten wie Neapel und Rom gegeben.

Insgesamt wurden den Angaben zufolge innerhalb von 24 Stunden 683 neue Todesfälle registriert.

22 Uhr: Macron kündigt Militäraktion im "Krieg" gegen Coronavirus an

Angesichts der Corona-Pandemie hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine spezielle Militäraktion angekündigt. Die "Operation Widerstandskraft" werde der bereits existierenden französischen Militäraktion im Kampf gegen den Terrorismus nachempfunden und habe zum einzigen Ziel, die Bevölkerung im "Krieg" gegen das tödliche Virus zu unterstützen, sagte der Staatschef am Mittwochabend im besonders von der Pandemie betroffenem Elsass. Er äußerte sich nach dem Besuch eines neu errichteten Militärlazaretts bei der Stadt Mülhausen, das die überfüllten Krankenhäuser in der Region entlasten soll.

Macron rief die Franzosen zur Geschlossenheit angesichts der Krise auf: "Wenn man in den Krieg zieht, dann tut man das geschlossen, man kämpft gemeinsam." Zugleich kündigte der Präsident ein massives Investitionsprogramm für Krankenhäuser an. Er würdigte die Leistungen aller Mitarbeiter des Gesundheitswesen angesichts der Corona-Krise. Diese verdienten aber auch außerhalb von Krisenzeiten grundsätzlich mehr Respekt und Wertschätzung.

21.50 Uhr: Britisches Parlament billigt Notstandsgesetz zur Bekämpfung der Corona-Krise

Das britische Parlament hat ein Notstandsgesetz zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie verabschiedet. Die Abgeordneten im Unterhaus stimmten am Mittwoch für das Gesetz, das der Polizei, den Gesundheitsbehörden sowie dem Grenzschutz zusätzliche Vollmachten gibt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Anschließend verabschiedeten sich die Parlamentarier in die vorgezogene Osterpause. Die nächste Sitzung ist damit erst für den 21. April geplant.

Das Parlament müsse "mit gutem Beispiel vorangehen", hatte Wohnungsbauminister Robert Jenrick zuvor in der BBC gesagt. Angesichts der geltenden Ausgangssperre sei die vorzeitige Parlamentspause eine "vernünftige" Entscheidung. In Großbritannien wurden inzwischen mehr als 8000 Menschen positiv auf den Erreger Sars-Cov-2 getestet, mehr als 420 Menschen starben.

21.30 Uhr: Berliner Senat denkt über vorübergehende Tegel-Schließung nach

Für den Flughafen Tegel zeichnet sich eine vorübergehende Schließung aufgrund des neuartigen Coronavirus ab. "Also ich werde hier nicht das Versprechen abgeben, dass zum Beispiel Tegel oder eine andere Betriebsstätte des Flughafens nicht temporär geschlossen wird", sagte Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) am Mittwoch im Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Zuvor hatte der rbb berichtet. Aus Fraktionskreisen hieß es, derzeit werde geprüft, wie schnell die Flughafengesellschaft von der sogenannten Betreiberpflicht entbunden werden könne. Das Land Berlin ist zu mehr als einem Drittel an den Hauptstadt-Flughäfen Schönefeld und Tegel beteiligt.

20.45 Uhr: Über 60.000 Corona-Infektionen und 850 Tote in den USA 

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in den USA ist inzwischen auf mehr als 60.000 angestiegen. Laut der Johns-Hopkins-Universität wurden bis Mittwochnachmittag (Ortszeit) mehr als 61.000 Infektionsfälle und rund 850 Todesopfer bestätigt.

Damit stehen die USA in der Liste der Länder mit den meisten gemeldeten Infektionen inzwischen auf Platz drei hinter China und Italien.

20.33 Uhr: Spanien: Krankenwagen mit Corona-Patienten mit Steinen beworfen

Mehrere Krankenwagen mit insgesamt 28 älteren Corona-Patienten sind in Spanien mit Steinen beworfen worden. Die Attacke habe sich bereits am Dienstag in La Línea de la Concepción im Süden des Landes ereignet, berichtete die spanische Polizei am Mittwoch. Dutzende Menschen hätten damit verhindern wollen, dass die infizierten und zum Teil an Covid-19 erkrankten Rentner, die aus einer anderen Gemeinde stammen, in ein Heim der andalusischen Stadt verlegt und dort unter Quarantäne gesetzt werden.

20.22 Uhr: Mehr als 25.000 bestätigte Infektionen in Frankreich

In Frankreich gibt es erstmals mehr als 25.000 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl der Fälle sei innerhalb eines Tages um 2933 auf insgesamt 25.233 gestiegen, teilte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Mittwoch in Paris mit. Demnach wurden 1.331 Todesfälle verzeichnet. Rund 11.500 Patienten würden landesweit in Krankenhäusern behandelt, gut 2.800 davon auf Intensivstationen. Ein Drittel der Patienten in den Kliniken sei jünger als 60 Jahre, sagte Salomon.

19.50 Uhr: Mittlerweile über 200 Coronavirus-Tote in Deutschland

Laut Johns-Hopkins-Universität sind mittlerweile mehr als 200 Menschen in Deutschland an den Folgen des Coronavirus gestorben. Am Mittwochabend um 19.50 Uhr war der Stand bei 205 Todesopfern. 

18:53 Uhr: Europäischer Bauernverband fordert von EU offene Grenzen

Die europäischen Landwirte fordern die EU auf, den Binnenmarkt trotz der Coronavirus-Epidemie offen zu halten. Dies sei nötig, damit die Versorgung der Verbraucher mit Lebensmitteln garantiert werden könne, sagt Pekka Pesonen, Generalsekretär des europäischen landwirtschaftlichen Dachverbandes Copa Cogeca. Hunderttausende Saisonarbeiter vor allem aus Osteuropa können wegen geschlossener Grenzen nicht zum Einsatz kommen. Sie könnten nicht so leicht ersetzt werden, denn einige von ihnen seien spezialisiert, oft kämen sie in eingespielten Teams, erläutert Pesonen.

18:30 Uhr: Über 7.500 Tote in Italien

In Italien sind inzwischen 7.503 Menschen am Coronavirus gestorben. Binnen 24 Stunden seien weitere 683 Patienten der Lungenkrankheit Covid-19 erlegen, teilt die Zivilschutzbehörde mit. Der Anstieg fällt damit wieder etwas flacher aus. Am Dienstag wurden 743 neue Todesfälle gemeldet nach 602 am Montag und 650 am Sonntag.

Die meisten Toten seit Bekanntwerden des Virus-Ausbruchs am 21. Februar wurden am Samstag gemeldet: 793 an einem einzigen Tag. Die Gesamtzahl der Infizierten steigt am Mittwoch auf 74.386, am Vortag waren es noch 69.176 bestätigte Fälle. Italien ist weltweit das Land, das am stärksten von der Epidemie betroffen ist.

18:25 Uhr: Großbritannien – Freiwillige melden sich für Gesundheitsdienst

In Großbritannien haben sich mehr als 400.000 Menschen gemeldet, um freiwillig dem Nationalen Gesundheitsdienst im Kampf gegen das Coronavirus zu helfen. Premierminister Boris Johnson dankt auf einer Pressekonferenz den Freiwilligen für ihre Hilfsbereitschaft. Die Regierung habe am Dienstagabend dazu aufgerufen und die Hoffnung geäußert, dass sich in einigen Tagen 250.000 Menschen melden. "Aber binnen nur 24 Stunden haben 405.000 Bürger auf den Appell geantwortet."

18:15 Uhr: Kanzleramtschef Braun: Junge dürfen als erste wieder raus

Die Bundesregierung will die strengen Kontaktbeschränkungen infolge der Corona-Krise nach den Worten von Kanzleramtschef Helge Braun später einmal zunächst für junge und gesunde Menschen wieder lockern. Der CDU-Politiker sagte am Mittwoch in der Social-Media-App Jodel: "Die nächste Phase lautet natürlich: Junge Menschen, die nicht zu den Risikogruppen gehören, dürfen wieder mehr auf die Straße." Mehr dazu lesen Sie hier. 

17:47 Uhr: Nach erstem Corona-Test: Syrischer Künstler sendet Gruß an Merkel

In der syrischen 50.000-Einwohner-Stadt Binnich ist nach der Nachricht vom ersten negativen Corona-Test der Kanzlerin ein Bild als Gruß an Angela Merkel entstanden. "Frau Merkel, Ihr Wohlergehen freute uns in Idlib", schrieb der Künstler Aziz Asmar in etwas holprigem Deutsch zu seinem Bild auf der Wand eines schwer beschädigten Gebäudes. In den Händen hält Merkel ein Herz mit der Aufschrift "Binnich". Mittlerweile ist auch der zweite Test bei der Bundeskanzlerin negativ ausgefallen. 

"Frau Merkel, Ihr Wohlergehen freute uns in Idlib", schrieb der Künstler Aziz Asmar in seinem Bild.  (Quelle: imago images/Amen Al-Shami)"Frau Merkel, Ihr Wohlergehen freute uns in Idlib", schrieb der Künstler Aziz Asmar in seinem Bild. (Quelle: Amen Al-Shami/imago images)

17:30 Uhr: Bolsonaro wehrt sich gegen Einschränkungen wegen Coronavirus

Einen Tag, nachdem er das Coronavirus in einer Fernsehansprache erneut verharmlost und restriktive Maßnahmen dagegen kritisiert hatte, hat sich der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro wieder gegen Einschränkungen des öffentlichen Lebens und die Isolation der Bevölkerung ausgesprochen. Der rechtsgerichtete Politiker, der von dem neoliberalen Wirtschaftsminister Paulo Guedes beraten wird, begründete seine Haltung damit, dass eine Isolation zu einer Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit führen könnte.

16.55 Uhr: Auch zweiter Corona-Test von Bundeskanzlerin Merkel negativ

Auch der zweite Test bei Bundeskanzlerin Angela Merkel auf das Coronavirus ist negativ ausgefallen. Dies teilte ein Regierungssprecher am Mittwoch in Berlin mit. "Die Bundeskanzlerin arbeitet weiterhin aus der häuslichen Quarantäne und wird sich Anfang der kommenden Woche erneut testen lassen." Merkel hatte am vergangenen Freitag Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt.

16.20 Uhr: Merkel und Xi betonen Zusammenarbeit in Corona-Krise

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Chinas Präsident Xi Jinping haben die Bedeutung der Zusammenarbeit bei der Bewältigung der Corona-Pandemie betont. Beide seien sich "einig, dass die gegenwärtige Krisensituation nur durch enge internationale Zusammenarbeit gelöst werden kann", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin nach einem Telefonat mit. Deutschland und China blieben eng im Austausch.

Die Staats- und Regierungschefs der führenden Wirtschaftsmächte (G20) - kommen an diesem Donnerstag zu einem Video-Sondergipfel zur Corona-Krise zusammen. Dazu gehören auch Merkel und Xi. Die Kanzlerin wird von zuhause aus an der Schalte teilnehmen.

15.28 Uhr: Vereinte Nationen: "Bedrohung für gesamte Menschheit"

Die Coronavirus-Pandemie ist nach Einschätzung von UN-Generalsekretär António Guterres eine "Bedrohung für die gesamte Menschheit". Guterres startete deshalb einen weltweiten UN-Nothilfe-Aufruf zur Bekämpfung des Erregers der Lungenkrankheit Covid-19 in den ärmsten Ländern der Welt. Bis zum Jahresende sollen 1,8 Milliarden Euro zusammenkommen.

14.55 Uhr: Putin verschiebt wegen Coronavirus Referendum über Verfassungsreform

Wegen der Corona-Pandemie hat Russlands Präsident Wladimir Putin das Referendum über eine geplante Verfassungsreform verschoben, die ihm den Weg zu weiteren Amtszeiten ebnen soll. Die Menschen sollten jetzt "besser zu Hause bleiben", sagte der Staatschef. Zugleich ordnete er an, dass die Russen in der kommenden Woche nicht zur Arbeit gehen sollen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

14.18 Uhr: Bis Ostern – Spahn will Plan für "öffentliches Leben"

Gesundheitsminister Jens Spahn will bis Ostern ein entsprechendes Gesamtkonzept erarbeiten, um "öffentliches Leben in Zeiten der Epidemie wieder möglich zu machen". Das sagte Spahn der Wochenzeitung "Die Zeit". Dazu werde auch gehören, die Älteren "möglicherweise über mehrere Monate zu bitten, ihre Kontakte stark einzuschränken und im Zweifel zu Hause zu bleiben."

Nicht nur die Bürger sehnen sich nach Rückkehr zur Normalität. Auch in der Bundesregierung werden Überlegungen angestellt, wie lange eine Kontaktsperre, wie sie derzeit wegen der Corona-Epidemie gilt, in einer freiheitlichen Gesellschaft durchhaltbar ist. Laut Spahn werde man dabei auch nicht "um die digitale Nachverfolgung von Kontakten, also um das Handy-Tracking" herumkommen. 

14.10 Uhr: 21-jährige Britin ohne Vorerkrankungen stirbt an Coronavirus

In Großbritannien ist eine 21-Jährige einem Bericht zufolge an dem Coronavirus gestorben. Die junge Frau habe keine Vorerkrankungen gehabt, berichtet die Zeitung "The Sun". Die Familie aus High Wycombe in Buckinghamshire habe die Bevölkerung auf ihrem Facebook-Account aufgefordert, im Haus zu bleiben, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Der Tod der 21-Jährigen solle als Weckruf angesehen werden, die Pandemie ernst zu nehmen.

13.47 Uhr: Corona-Studie – Wie Hunderttausende Fälle verhindert werden könnten

Flächendeckende Schulschließungen, Arbeit im Homeoffice für die Hälfte der Bevölkerung und strenge Quarantäne für Erkrankte und deren Familien: Mit diesen drei Maßnahmen zusammen könnte man laut einer Simulationsstudie aus Singapur das neuartige Coronavirus erfolgreich zurückdrängen. Ein größerer Ausbruch könne so vorerst verhindert werden, zumindest in Singapur, schreiben die Forscher im Fachmagazin "The Lancet Infectious Diseases".

Für den südostasiatischen Stadtstaat heißt das konkret: Statt – wie im schlimmsten der modellierten Szenarien – 1,2 Millionen Menschen, fast ein Drittel der Bevölkerung, könnten sich bei einer angenommenen hohen Infektionsrate binnen 80 Tagen immer noch etwa eine Viertelmillion Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 anstecken. Immerhin entspreche dies aber einer Senkung um fast 80 Prozent.

13.47 Uhr: Einreisestopp gilt nicht für Pflegekräfte etwa aus Osteuropa

Pflegekräfte etwa aus Osteuropa sind von einem Einreiseverbot für Saisonarbeiter in der Corona-Krise nicht betroffen. Wie das Bundesinnenministerium auf Anfrage am Mittwoch erläuterte, dürfen Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit aus berufsbedingten Gründen einreisen – unter anderem Gesundheits- und Pflegekräfte sowie Berufspendler. Dies sei durch Unterlagen wie Arbeitsverträge oder Auftragsunterlagen zu belegen. In der Pflege in Deutschland arbeiten viele Beschäftigte aus osteuropäischen Ländern.

13.34 Uhr: Erster Todesfall durch Corona-Infektion in Bremen

Das Bundesland Bremen hat den ersten Todesfall infolge einer Corona-Infektion gemeldet. Es handele sich um einen 76-jährigen Mann, der mehrere Vorerkrankungen gehabt habe, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit.

12.23 Uhr: Spanien verzeichnet mehr Corona-Todesopfer als China

Die Zahl der Corona-Todesopfer in Spanien hat die Opferzahlen Chinas überholt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid vom Mittwoch starben bislang 3.434 Menschen in Spanien an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Binnen eines Tages seien weitere 738 Todesopfer hinzugekommen. Trotz der vor elf Tagen verhängten strikten Ausgangssperre stieg die Zahl der Infizierten auf 47.610 an.

Spanien ist nach Italien das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa. In China wurden bislang 3.281 Todesfälle gemeldet.

11.42 Uhr: Saisonarbeiter dürfen nicht mehr einreisen

Um die Ausbreitung der Corona-Pandemie in Deutschland zu bremsen, hat das Bundesinnenministerium ein Einreiseverbot für Saisonarbeiter angeordnet. Erntehelfern und anderen Saisonarbeitskräften werde von diesem Mittwoch um 17 Uhr an im Rahmen der bestehenden Grenzkontrollen die Einreise verweigert, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit.

Diese Regelung gelte für die Einreise aus Drittstaaten, aus Großbritannien, für EU-Staaten wie Bulgarien und Rumänien, die nicht alle Schengen-Regeln vollumfänglich anwenden, sowie für Staaten wie Polen oder Österreich, "zu denen Binnengrenzkontrollen vorübergehend wieder eingeführt worden sind". Diese Beschränkungen seien "zwingend erforderlich, um Infektionsketten zu unterbrechen", fügte der Sprecher hinzu.

11.34 Uhr: Etwa tausend Corona-Infizierte auf deutschen Intensivstationen

In den deutschen Kliniken werden nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) derzeit etwa tausend Corona-Patienten auf Intensivstationen behandelt. DKG-Präsident Gerald Gaß sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe am Mittwoch, dass insgesamt zwischen 3.000 und 4.000 Corona-Patienten aktuell in Krankenhäusern seien, davon tausend auf Intensivstation.

In den kommenden Tagen erwarte er eine deutliche Steigerung der Infektionszahlen auf etwa 70.000 registrierte Infektionen, sagte Gaß. Mit Auswirkungen der Kontaktsperre in Form einer Verlangsamung der Infektionszahlen rechne er erst ab Anfang oder Mitte kommender Woche.

10.30 Uhr: Schutzmasken für Corona-Infizierte sinnvoll

Zur Notwendigkeit des Tragens von Schutzmasken für Mund und Nase sagt RKI-Präsident Lothar Wieler, dass erkrankte und infizierte Menschen eine solche Maske tragen sollten. Der häufigste Übertragungsweg des Coronavirus sei über Tröpfchen, als über Niesen und Husten. Mit einer Maske werde die Streuung entsprechend erheblich reduziert. Derweil sind Schutzmasken kaum noch im Handel erhältlich.

10.18 Uhr: Ende der Beschränkungen nicht in Sicht

RKI-Chef Lothar Wieler sagt, es könne derzeit keine Aussage darüber getroffen werden, wann die in Deutschland bestehenden Einschränkungen wieder gelockert werden könnten. Die Epidemie werde sicher "noch einige Wochen" im Land bleiben. Er sei aber optimistisch, dass die Maßnahmen griffen. Wichtig sei, Abstand zu halten, und dass Kranke zu Hause blieben.

10.10 Uhr: RKI will mehr Menschen auf Coronavirus testen

Das RKI spricht sich für einen Ausbau der Testkapazitäten in Deutschland aus, um möglichst viele Menschen mit Symptomen überprüfen zu können. Flächendeckende Testungen aller Personen würden hingegen die Ressourcen der Labore belasten. 

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9.55 Uhr: Autokino in Essen hat noch geöffnet

In Essen sind seit dem 17. März Restaurants, Bars, Museen und auch Kinos wegen des Coronavirus geschlossen. Ein einziges Kino ist aber dennoch geöffnet: Das Autokino in Essen-Bergeborbeck. Für den Betrieb hat der Betreiber "Drive in" eine Sondergenehmigung erhalten.

Durchschnittlich 250 Besucher pro Abend zählen die Betreiber derzeit, berichtet die "WAZ", womit diese zufrieden seien. Allerdings gibt es auch für das Autokino einige Beschränkungen. So dürfen laut Auskunft von "Drive in" nur zwei Menschen in einem Auto sitzen, eigene Kinder seien davon allerdings ausgenommen. "Wir werden und können keine Ausnahme machen", teilen die Betreiber online mit.

Die Snackbar muss geschlossen bleiben und auch die Kinokasse ist zu. Tickets können ausschließlich online im Vorverkauf erworben werden. 

9.53 Uhr: Schneider der Bonner Oper nähen Atemschutzmasken

Obwohl sämtliche Aufführungen der Bonner Oper wegen der aktuellen Corona-Krise bis auf Weiteres ausfallen, haben die fünf Schneider und Schneiderinnen der Kostümabteilung derzeit trotzdem alle Hände voll zu tun. Sie haben sich von nun an vorgenommen, in jeder Woche 1.000 Atemschutzmasken für Feuerwehr und Polizei zu nähen, teilt das Haus auf Twitter mit.

9.45 Uhr: Scholz schwört Deutschland auf schwierigen Kampf ein

Vize-Kanzler Olaf Scholz hat Deutschland auf einen schwierigen Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie eingeschworen. "Vor uns liegen harte Wochen", sagte der Bundesfinanzminister am Mittwoch im Bundestag. Die Regierung mache alles, um die Folgen der Krise abzumildern. "Dafür gibt es kein Drehbuch." Die Krise sei ohne Vorbild, eine schicksalhafte Herausforderung für die ganze Menschheit. Deswegen stehe Deutschland auch an der Seite seiner europäischen Partner. Italien und Spanien sind mit am stärksten von der Pandemie betroffen.

Das Kabinett hatte am Montag ein Hilfspaket im Volumen von rund 750 Milliarden Euro beschlossen. Darin vorgesehen ist ein Nachtragshaushalt von 156 Milliarden Euro, der komplett über neue Schulden finanziert werden soll. "Das ist eine gigantische Summe", sagte Scholz, fast die Hälfte eines normalen Haushalts. Der SPD-Politiker verwies aber auf die in den vergangenen Jahren solide Haushaltspolitik. "Wir können uns das leisten." Trotzdem seien die aktuellen Summen nicht aus den Rücklagen zu stemmen.

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9.42 Uhr: RKI will sich zu neuen Zahlen äußern

Um 10 Uhr gibt das Robert Koch-Institut ein Statement zur Entwicklung der jüngsten Corona-Infektionen ab. 

9.22 Uhr: Chinesische Studenten fliehen mit Privatjets aus USA

Die Sorge einer Ansteckung mit dem Coronavirus in den USA treibt chinesische Studenten aus dem Land. Eltern mit genügend Geld besorgen einen Privatjet für ihre Sprößlinge, da immer mehr Charterflüge zwischen China und den USA gestrichen werden. Ein Platz auf einem Flug etwa von Los Angeles nach Shanghai kostet nach Angaben des Unternehmens Air Charter Service 23.000 Dollar. In den USA nimmt die Zahl der Infektionen zur Zeit sprunghaft zu, während es in China laut offiziellen Daten der Regierung keine neuen Ansteckungen mehr gibt.

8.30 Uhr: Vietnam exportiert keinen Reis mehr

Vietnam stoppt vorerst seine Reisexporte, um die Nahrungsmittelversorgung der eigenen Bevölkerung sicherzustellen. Sowohl die Corona-Pandemie als auch eine schwere Dürre und ein Eindringen von Salzwasser in das Mekong Delta im Süden des Landes böten Grund zur Sorge, begründete die Regierung in Hanoi den Schritt am späten Dienstagabend.

Nahrungsmittel könnten knapp werden, warnte Ministerpräsident Nguyen Xuan Phuc in einer Mitteilung. Zudem ordnete er an, das Land solle zusätzliche Reisvorräte einkaufen. Der Zoll des südostasiatischen Landes wies die Dienststellen in den Provinzen an, ab dem heutigen Mittwoch keine Reisexporte mehr zu genehmigen.

Im Mekong Delta ist in diesem Jahr das Salzwasser weiter in die örtlichen Flüsse eingedrungen als üblich und bedroht die Wasserversorgung für die landwirtschaftliche Produktion. Darunter leiden vor allem die Reisbauern in der Region. Nach Berichten von Staatsmedien haben der Klimawandel und der Bau von Dämmen flussaufwärts in China das Problem noch verstärkt.

6.49 Uhr: Demokraten und Republikaner einigen sich auf Konjunkturpaket

In den USA ist der Weg für das größte Konjunkturpaket der jüngeren Geschichte zur Linderung der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie frei. Demokraten und Republikaner haben sich geeinigt, wie der führende Demokrat im Senat, Chuck Schumer, und der republikanische Mehrheitsführer, Mitch McConnell, am Mittwoch vor Journalisten mitteilten. Senatoren der beiden großen Parteien hatten bis zuletzt letzte Einzelheiten verhandelt. US-Präsident hatte am Dienstag (Ortszeit) im Weißen Haus gesagt, dass das von Kongress und Regierung vorbereitete Coronavirus-Konjunkturpaket ein Volumen von rund 2 Billionen Dollar (1,9 Billionen Euro) hat.

6.26 Uhr: 100-Meter-Radius: Israel verschärft Ausgangsbeschränkungen

Israel hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Ausgangsbeschränkungen im Land weiter verschärft. Die israelische Regierung beschloss nach Medienberichten in der Nacht zum Mittwoch weitere Notstandsmaßnahmen: Demnach sollen die Menschen sich grundsätzlich nur in einem Radius von bis zu 100 Metern von ihrem Zuhause entfernen. Ausnahmen sind unter anderem essentiell wichtige Arbeitsplätze, Lebensmitteleinkäufe und ärztliche Behandlungen. Banken und Tankstellen sollen geöffnet bleiben. Öffentliche Verkehrsmittel sollen jedoch stark eingeschränkt und sportliche Aktivitäten draußen verboten werden. Die neuen Anweisungen sollten am Mittwochabend in Kraft treten.

6.23 Uhr: Maas warnt vor "nationalen Egoismen"

Bundesaußenminister Heiko Maas hat zu mehr internationaler Solidarität im Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgerufen. "Das Resultat der nationalen Kraftanstrengungen, die jetzt bei uns allen gefordert sind, darf nicht eine Spirale nationaler Egoismen sein", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur vor den für Mittwoch geplanten Beratungen der G7-Außenminister. "Im Vordergrund steht für die Bundesregierung, unser Handeln weltweit mit Partnern zu koordinieren und dort solidarisch zu sein, wo auch immer wir Spielräume dafür haben."

Die Außenminister sieben führender westlicher Industriestaaten schalten sich am Mittwochnachmittag zu einer vierstündigen Videokonferenz zusammen. Die rasante Ausbreitung des Coronavirus wird zu den Hauptthemen zählen. Mit Italien zählt das derzeit am stärksten betroffene Land zur G7. Von den USA sagt die Weltgesundheitsorganisation, dass sie das neue Epizentrum der Pandemie werden könnten. 

"Nur wenige Staaten wurden bislang so wie die G7-Staaten ins Mark getroffen vom Ausbruch des Coronavirus", sagte Maas der dpa. "Wer jetzt sieht, vor welche Herausforderung diese Krise die Staaten der G7 trotz all der Wirtschaftskraft und dem geballten medizinischen Know-how stellt, der kann sich ausrechnen, wie schwerwiegend die Folgen andernorts ausfallen können."

4.41 Uhr: Indien verbietet Export einer vielversprechenden Arznei

Die indische Regierung verbietet den Export des Arzneistoffes Hydroxychloroquin. Experten testen das Malaria-Mittel aktuell auf seine Wirksamkeit bei der Behandlung von Patienten, die mit COVID-19 infiziert sind. Anfang dieser Woche sagte der US-Pharmaverband ASHP, Hydroxychloroquin sei knapp.

4.35 Uhr: Für Missachtung der Quarantäne in Italien nun bis zu fünf Jahre Haft

Die Regierung in Italien hat die Strafen für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie drastisch erhöht. Wer positiv auf das Coronavirus getestet sei und sich vorsätzlich nicht an die Quarantäneauflage halte und die Wohnung verlasse, könne mit Gefängnis von einem bis zu fünf Jahren bestraft werden, stand in einem am Dienstagabend veröffentlichten Dekret der Regierung in Rom. Schon zuvor hatte Ministerpräsident Giuseppe Conte auch höhere Geldstrafen von 400 bis 3000 Euro angedroht. Bisher drohte bei Vergehen eine Strafe von 206 Euro, auch eine Haft von bis zu drei Monaten war möglich. Das von Conte vorgestellte Dekret sieht vor, dass regionale Autoritäten im Kampf gegen das Virus zeitweise eigene Maßnahmen erlassen dürfen, wie der Premier ankündigte.

Italiens Polizei hat seit Einführung der Ausgangsverbote am 10. März mehr als zwei Millionen Menschen kontrolliert. Dabei habe es mehr als 100.000 Anzeigen wegen Verstößen gegeben, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Kontrolliert wurden zum Beispiel Menschen, die versuchen, aus dem stark von der Covid-19-Krankheit betroffenen Norden in Ferienhäuser und zu Familien in den Süden zu fahren. Das ist nicht erlaubt. Außerdem gehen Sportler joggen, oder Menschen besuchen Freunde. Man darf jedoch die Wohnung nur verlassen, wenn man zum Beispiel unbedingt zur Arbeit muss, zum Arzt oder zum Einkaufen.

Die Zahl der Menschen, die in Italien positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet wurden, stieg bis Dienstag auf mehr als 69.000. Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus gelten bis 3. April. Conte sagte, Gerüchte über eine Verlängerung bis Ende Juli seien komplett falsch.

4.30 Uhr: Lage auf deutschen Intensivstationen noch relativ entspannt

Die Lage auf den deutschen Intensivstationen ist nach Angaben von Intensivmedizinern und Deutscher Krankenhausgesellschaft (DKG) insgesamt noch entspannt, aber regional sehr unterschiedlich. Seit drei Wochen seien die Kliniken nun aber damit beschäftigt sich auf die Krisenlage einzustellen. Es mangelt vor allem an Pflegepersonal und Schutzausrüstung. Hier lesen Sie die gesamte Meldung.

4 Uhr: Todesfall eines Teenagers sorgt in den USA für Alarm

In den USA sorgt der erste bekannt gewordene Todesfall eines minderjährigen Menschen durch den neuartigen Coronavirus für Alarm. Der verstorbene Teenager aus Lancaster nördlich von Los Angeles sei bei "guter Gesundheit" gewesen, bevor er sich mit dem Virus infiziert habe, sagte am Dienstag der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti. Zum Geschlecht und genauen Alter des oder der verstorbenen Minderjährigen machten die Behörden keine Angaben.

Garcetti und andere Behördenvertreter appellierten an die jungen Menschen in Kalifornien, die geltenden Ausgangsbeschränkungen ernst zu nehmen. "Dies kann auch Euch treffen", sagte Garcetti über das Coronavirus. Der Erreger mache "bei Alter, Rasse oder Einkommensniveau keinen Unterschied", sagte die oberste Gesundheitsbeamte von Los Angeles, Barbara Ferrer.

3.20 Uhr: Neun Tote im Heim: Verantwortliche äußern sich in Würzburg

Nach neun Todesfällen bei Heimbewohnern aus einer Würzburger Senioreneinrichtung, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind, gehen die Verantwortlichen heute an die Öffentlichkeit. Neben dem ärztlichen Direktor des Würzburger Universitätsklinikums, Professor Georg Ertl, werden unter anderem auch Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) und Landrat Eberhard Nuß (CSU) Stellung beziehen.

3.15 Uhr: Grüne fordern deutsche Hilfen auch für italienische Unternehmen

Die Grünen im Bundestag fordern in der Corona-Krise, dass Deutschland auch kleine und mittelständische Unternehmen im besonders betroffenen Italien unterstützt. In einem Antrag der Fraktion für den Haushaltsausschuss an diesem Mittwoch heißt es, als wirtschaftlich starkes Land solle Deutschland - wenn möglich gemeinsam mit Frankreich - über die Förderbank KfW "in begrenztem Umfang" auch kleinen Betrieben in Italien in dieser Notzeit finanziell unter die Arme greifen und versuchen, weitere Förderbanken der EU-Mitgliedsstaaten ins Boot zu holen.

Die KfW solle "als Einstieg ein Globaldarlehen über eine Milliarde Euro an die italienische Förderbank Cassa Depositi e Prestiti (CDP) anbieten", für das der Bundeshaushalt haften solle, heißt es in dem Antrag weiter. Die CDP solle die Kredite nicht selbst vergeben, sondern an lokale Geschäftsbanken weiterreichen, die den Unternehmen wiederum schnell und unbürokratisch helfen sollten.

3.13 Uhr: Kubicki verteidigt Eiltempo im Bundestag - das Land stabilisieren

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki hat die Verabschiedung der weitreichenden Gesetze gegen die Folgen der Corona-Krise im Eilverfahren verteidigt. "Wir haben eine Lage, in der aktuell schnell gesetzliche Grundlagen geschaffen werden müssen, damit die Exekutive handlungsfähig bleibt", sagte der FDP-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Zugleich betonte er: "Dieses beschleunigte Verfahren wird definitiv nicht der legislative Normalfall." So etwas könne nur in Notsituationen angewendet werden.

3 Uhr: Lokführergewerkschaft: Deutlich weniger Züge fahren lassen 

Die Lokführergewerkschaft GDL fordert, das Fahrtenangebot für Bahnreisende in der Corona-Krise deutlich zu reduzieren. "Wir müssen nicht auf Teufel komm raus heiße Luft transportieren", sagte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky der Deutschen Presse-Agentur. "Wir müssen mindestens auf 50 Prozent runter."

Die Fahrgastzahlen seien deutlich gesunken, erklärte der Gewerkschafter. Deshalb müsse die Bahn jetzt Personalreserven bilden, um auch in den nächsten Wochen ein verlässliches Grundangebot aufrecht erhalten zu können. "Auch Lokführer und Zugbegleiter werden krank", sagte Weselsky mit Blick auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus.

Aus seiner Sicht hat die Bahn zu lange an einem 100-Prozent-Angebot festgehalten, jetzt sei sie noch bei etwa 90 Prozent. Das könne auch für die Werkstätten zu einer Herausforderung werden, wenn es die Krise schwieriger mache, Ersatzteile zu bekommen.

2.55 Uhr: Trump bittet Südkorea um medizinische Ausrüstung 

US-Präsident Donald Trump hat Südkorea nach Angaben des Präsidialamts in Seoul um die Lieferung medizinischer Ausrüstung für die Bekämpfung des Coronavirus-Ausbruchs in den USA gebeten. Die Bitte sei bei einem Telefongespräch mit Präsident Moon Jae In am Dienstagabend (Ortszeit Seoul) ausgesprochen worden. Moon habe seine größtmögliche Unterstützung zugesagt, falls genügend Ausrüstung vorhanden sei. Für die eventuelle Zustimmung durch die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde (FDA) wolle Trump noch am Dienstag sorgen, hieß es.

Aus dem Weißen Haus in Washington hieß es lediglich, beide Präsidenten hätten über die Maßnahmen beider Länder gegen die Corona-Pandemie gesprochen. Trump habe betont, mit Staatsführern weltweit zusammenarbeiten zu wollen, um "Leben zu retten und wirtschaftliches Wachstum wiederherzustellen".

Nach den Angaben von Moons Büro interessierte sich Trump dafür, wie sich die Infektionskurve in Südkorea entwickle. Das Land mache seine Sache "sehr gut", wurde Trump zitiert.

2.30 Uhr: Bolsonaro ruft zu Rückkehr zur Normalität auf

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat das Coronavirus erneut verharmlost und die Ausgangsbeschränkungen kritisiert. Bolsonaro beschuldigte in einer Fernsehansprache am Dienstagabend (Ortszeit) die Medien, ein Gefühl der Angst zu verbreiten und forderte dazu auf, zur Normalität zurückzukehren. "Wenn ich mich mit dem Virus infiziere, bekomme ich nur eine 'gripezinha' (kleine Grippe) oder ein 'resfriadinho' (kleine Erkältung)", sagte der Präsident, während Tausende Brasilianer in mehr als einem Dutzend Städten wieder protestierten. Es war der achte Tag in Folge der sogenannten panelaços, bei denen die Menschen auf Töpfe und Pfannen schlugen; auch "Lügner" und "Bolsonaro raus" -Rufe wurden aus den offenen Fenstern laut.

1.59 Uhr: Neuseeland verhängt Ausgangssperre

Neuseeland ruft den Notstand aus. Ab Mitternacht (Ortszeit) sei das Land mit einer vollumfassenden Ausgangssperre belegt, erklärt die Regierung. Das Land hatte Stand Mittwoch 47 neue Fälle bestätigt. Die neuseeländische Generaldirektorin für Gesundheit, Dr. Ashley Bloomfield, sagt auf einer Pressekonferenz, dass die Zahl der Fälle noch mindestens 10 Tage weiter steigen würden, bis eine Trendwende erkennbar sei.

01.47 Uhr: Neuninfektionen in China gehen weiter zurück

In China gehen den Behörden zufolge die Zahl der neuen bestätigten Coronavirus-Fälle zurück. Die Neuerkrankungen fallen von 78 am Vortag auf 48, wie das Gesundheitsamt mitteilt. Alle seien Reisende aus dem Ausland. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Fälle auf den chinesischen Festland auf 81.218, die Todesfälle summieren sich zum Ende des Dienstags plus vier auf 3.281.

Die Zahl der erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist angesichts zunehmender "importierter" Fälle wieder gestiegen. Am Dienstag sei bei 100 Menschen der Sars- CoV-2-Erreger nachgewiesen worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. Unter ihnen seien 34 Personen, die mit dem Flugzeug aus dem Ausland angekommen seien. Das war der bisher höchste Tagesanstieg. Die Gesamtzahl der in Südkorea gemeldeten Infektionen stieg auf 9.137. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden, kletterte um sechs auf 126.

1.11 Uhr: Heil fordert mehr Lohn für besonders strapazierte Berufsgruppen 

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat Lohnerhöhungen für bestimmte Berufstätige wie Kassiererinnen oder Pfleger gefordert, die in der Corona-Krise besonders strapaziert sind. "Wir sehen gerade unglaublich viele Heldinnen und Helden des Alltags", sagte Heil den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwochsausgaben). Diese Menschen hätten "nicht nur warme Worte, sondern langfristig auch bessere Löhne verdient".

Wo dies möglich sei, sollten die Löhne für diese Berufsgruppen auch schon jetzt erhöht werden, fügte Heil hinzu. Allerdings lasse sich dies nicht staatlich verordnen. Der Minister rief dazu auf, den Begriff des "Leistungsträgers" neu zu definieren: "Leistungsträger sind nicht nur Krawattenträger, sondern auch diejenigen, die jetzt im Supermarkt an der Kasse sitzen, die in Krankenhäusern Zusatzschichten schieben oder weiterhin unseren Müll entsorgen." Mitunter würden diese Tätigkeiten zu sehr geringen Löhnen ausgeübt.

Zudem hat sich Heil nicht festgelegt, ob die Grundrente wie geplant zum Jahresanfang 2021 starten kann. "Das ist mein Ziel und daran arbeite ich weiter", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Auf die Frage, wie groß seine Zweifel seien, erwiderte er: "Ich will, dass die Grundrente kommt. Allerdings kann keiner sagen, wie lange diese Krise andauert und wie lange bewährte Abläufe eingeschränkt werden müssen." Auch der Bundestag arbeite unter veränderten Bedingungen.

1.10 Uhr: Richterbund – Vorschriften dürfen nicht Normalität werden

Der Deutsche Richterbund hat davor gewarnt, dass Sondervorschriften in der Corona-Krise zur Normalität werden. "Wichtig ist, dass alle Sonderregeln anlässlich der Corona-Krise nur befristet gelten und ein Enddatum haben", sagte Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwoch). Damit sei sichergestellt, dass Ausnahmevorschriften nicht schleichend zur Normalität werden.

Das Justizministerium arbeitet momentan an einer gesetzlichen Regelung, die eine längere Unterbrechung von Hauptverhandlungen von Strafgerichten für maximal drei Monate und zehn Tage erlaubt. Diese flexibleren Vorschriften ermöglichten, sich im Notbetrieb auf Haftsachen und andere Eilfälle konzentrieren zu können, sagte Rehbehn. Sie dürften aber nur befristet gelten. "Die von der Verfassung gebotene Verhältnismäßigkeit muss bei allen Maßnahmen auch in Krisenzeiten der Kompass politischen Handelns sein."

1 Uhr: Bericht – Bundestag will Boni-Grenze für Chefs von Firmen mit Staatshilfe

Der Bundestag will einem Medienbericht zufolge Firmen, die in der Corona-Krise Staatshilfen in Anspruch nehmen, die Auszahlung von Dividenden, Boni oder Aktienpaketen an ihre Topmanager untersagen. Das berichten die Zeitungen der "Funke Mediengruppe" vorab unter Berufung auf eine Beschlussvorlage für die Sitzung des Haushaltsausschusses an diesem Mittwoch. Bei Unternehmen, die Eigenkapital oder Garantien aus dem 600 Milliarden Euro starken Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) in Anspruch nehmen, müsse die Bundesregierung sicherstellen, "für die Dauer der Maßnahmen keine Dividenden, Boni, Sonderzahlungen in Form von Aktienpaketen oder andere gesonderte Vergütungen (Gratifikationen) neben dem Festgehalt für ihre Organe ausgeben dürfen", heißt es.

Die Haushälter wollten damit Lehren aus der Finanz- und Bankenkrise ziehen. Damals hatten sich unter anderem Vorstände der verstaatlichten Skandal-Immobilienbank HRE Millionen-Boni genehmigt, obwohl ihr Institut mit dem Geld der Steuerzahler vor dem Untergang gerettet werden musste. Beteiligt sich der Bund demnächst an strauchelnden Konzernen wie etwa der Lufthansa oder dem Reisekonzern TUI, erwartet der Bundestag nach Informationen der Funke-Zeitungen, dass der Staat "spätestens nach zehn Jahren" die Anteile wieder verkauft, "außer es sprechen dringende ökonomische oder für die deutsche Wirtschaft bedeutsame Gründe dagegen". Änderungen seien in der Sitzung des Ausschusses noch möglich. Der Bundestag wolle darüber hinaus Finanzminister Olaf Scholz (SPD) bei der Verwendung der gigantischen Corona-Hilfen für die Wirtschaft regelmäßig auf die Finger schauen.

00.32 Uhr: Pompeo verschärft Kritik gegen China

US-Außenminister Mike Pompeo verschärft seine Kritik am Umgang Chinas mit dem Ausbruch des Coronavirus. Er behauptet, dass die Kommunistische Partei weiterhin der Welt Informationen vorenthalte, die benötigt würden, um den Virus aufzuhalten. In einem Interview mit der Radiosendung "Washington Watch" wiederholt Pompeo frühere Vorwürfe, dass Pekings Verzögerung beim Offenlegen von Informationen beim ersten Auftreten des Virus Risiken für die Menschen weltweit geschaffen habe. Dieses Verhalten habe "wirklich Tausende von Leben aufs Spiel gesetzt". "Meine Sorge ist, dass durch diese Vertuschung, diese Desinformation, der Welt immer noch die Informationen fehlen, die sie braucht, um weitere Fälle oder eine Wiederholung einer solchen Epidemie zu verhindern", fügt Pompeo hinzu.

00.08 Uhr: Stoiber – Deutschland wird Krise rasch überwinden

Der ehemalige bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende, Edmund Stoiber, ist einem Medienbericht zufolge davon überzeugt, dass Deutschland den wirtschaftlichen Einbruch infolge der Corona-Krise rasch überwinden wird. Stoiber erinnert im Interview mit der Zeitung "Bild" (Mittwochsausgabe) daran, dass Deutschland in der Finanzkrise vor zehn Jahren fünf Prozent des Bruttosozialprodukts eingebüßt habe. Das habe man ein Jahr später bereits wieder aufgeholt gehabt. Stoiber: "Das macht mich optimistisch, dass wir auch diese Krise meistern werden."

Mittwoch, 25. März, 0.00 Uhr: Laschet – Entscheidung über Ende der Kontaktbeschränkungen "Ende der Osterferien"

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nennt das Ende der Osterferien in seinem Bundesland (18. April) als Richtpunkt für die Corona-Maßnahmen. Bei "BILD live" sagte Laschet: "Wir haben alle Maßnahmen befristet bis zum 19. April." Wenn die Infektionszahlen runtergehen, sei "Ende der Osterferien der Entscheidungspunkt". Allerdings könne man nicht spekulieren, "weil die Maßnahmen erst einmal wirken müssen". Und: Man könne "eine naturwissenschaftliche Frage nicht politisch entscheiden". Er warnte vor auch Gefahren für die Wirtschaft. Wenn etwa die Automobilproduktion stillstehe, dann werde das "ein Land nicht lange aushalten".

Die Zeit bis dahin müsse genutzt werden, um das Virus einzudämmen und das Gesundheitssystem für die Pandemie zu präparieren, sagte der Vizevorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) warnte vor Gefahren für die deutsche Wirtschaft bei einer zu langen Blockade ihrer Aktivitäten. Wenn etwa die Automobilproduktion stillstehe, dann werde das "ein Land nicht lange aushalten", sagte Laschet in der Internetsendung "Bild live".

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Carsten Linnemann (CDU), hat derweil ein schnelles Ende des Wirtschaftsstillstandes wegen der Corona-Krise gefordert. "Für manche Unternehmen ist jetzt schon die Grenze erreicht", sagte Linnemann zu "Bild" (Mittwoch). "Für die gesamte Volkswirtschaft und unseren Staat wird der Schaden nachhaltig und über Jahrzehnte nicht kompensierbar sein, wenn wir nicht spätestens nach Ostern die Wirtschaft wieder schrittweise hochfahren." Die Zeit bis dahin müsse genutzt werden, um das Virus einzudämmen, und das Gesundheitssystem für die Epidemie zu präparieren.

24. März, 23 Uhr: Müller: Berlin will Corona-Patienten aus Italien aufnehmen

Berlin will so wie andere Bundesländer schwer kranke Corona-Patienten aus Italien zur Behandlung aufnehmen. Das kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstagabend an. "Solidarität macht nicht an der Stadtgrenze halt", sagte Müller in der rbb-Talksendung "Wir müssen reden!". "Wir wollen helfen und Patienten aus Italien aufnehmen. Darüber habe ich heute mit dem Charité-Chef gesprochen."

Müller folgte damit dem Beispiel anderer Länderchefs: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte am Dienstag: "Wir wollen auch da ein Signal der Humanität setzen." Bayern will ebenfalls Covid-19-Patienten aus Italien aufnehmen. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte die Aufnahme von zehn Patienten aus dem besonders leidenden Norditalien zu. "Wir wollen signalisieren: Ihr seid nicht allein." In Sachsen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sind bereits erste Corona-Notfälle aus dem Ausland in Kliniken untergebracht.

22.38 Uhr: Vollständige Ausgangssperre für alle 1,3 Milliarden Inder 

Für Indiens 1,3 Milliarden Einwohner gilt die kommenden 21 Tage eine Ausgangssperre. Die wegen der Corona-Krise verhängte Sperre werde ab Mitternacht gelten, sagte Premierminister Narendra Modi am Dienstagabend (Ortszeit) in einer am Fernsehen übertragenen Rede. Er forderte seine Landsleute auf zu vergessen, wie es sich anfühlt, das Haus zu verlassen. "Wenn wir diese 21 Tage nicht gut bewältigen, dann wird das Land um 21 Jahre zurückgeworfen. Viele Familien werden für immer zerstört", sagte der Premier. "Um Indien zu retten, um jeden Einwohner zu retten, um Sie zu retten, um Ihre Familie zu retten... wird jede Straße, jedes Viertel unter Ausgangssperre gestellt", so Modi weiter. 

"Wenn ihr eure Türschwellen überschreitet, dann ladet ihr die gefürchtete Pandemie nach Hause ein." Modi teilte außerdem mit, dass seine Regierung umgerechnet rund 1,83 Milliarden Euro zur Stärkung der Gesundheitsinfrastruktur einsetzen werde.

22.28 Uhr: Frankreich meldet als fünftes Land mehr als 1.000 Virus-Tote 

Als fünftes Land weltweit meldet Frankreich mehr als 1.000 Todesopfer der Coronavirus-Pandemie. Die Zahl sei um 240 auf 1100 gestiegen, teilt der Chef der Gesundheitsbehörde, Jerome Salomon, mit. Das sei ein Plus von 28 Prozent. Damit hat Frankreich neben Italien, China, Iran und Spanien die meisten Todesopfer zu beklagen. Die Zahl der Infizierten stieg Salomon zufolge binnen 24 Stunden um zwölf Prozent auf 22.300. Experten, die die Regierung beraten, schlagen vor, die vergangene Woche für 15 Tage verhängte Ausgangsbegrenzung auf mindestens sechs Wochen auszudehnen. Damit wäre das öffentliche Leben in Frankreich bis 28. April weitgehend lahmgelegt.

22.12 Uhr: Müller: Einschränkungen wegen Corona wohl auch nach Ostern 

Die Coronakrise wird nach Einschätzung von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) nicht schon bald wieder vorbei sein – und wohl auch nach Ostern mit Einschränkungen im Alltag verbunden sein. "Wir müssen damit rechnen, dass es auch länger gehen kann", sagte Müller am Dienstagabend in der rbb-Talksendung "Wir müssen reden!".

Dienstag, 24. März, 22.05 Uhr: Dritter Corona-Toter in Berlin 

In Berlin gibt es einen dritten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Dabei handelt es sich um einen 42 Jahre alten Mann, wie die Senatsverwaltung für Soziales am Dienstagabend mitteilte. Weitere Details wurden nicht mitgeteilt. Zuvor waren zwei Menschen im Alter von 70 und 95 Jahren gestorben. Bis Dienstagnachmittag gab es demnach 1.425 bestätigte Fälle des neuartigen Coronavirus (Stand 16.30 Uhr) in der Hauptstadt, 206 mehr als am Vortag.

 

Um das Lesen zu erleichtern und die Ladezeiten zu verringern, beginnt die Redaktion den Newsblog an dieser Stelle neu. Die bisherigen Entwicklungen in der Corona-Krise können Sie hier nachlesen.

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