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Börsen-News im Ticker | Dax: Favoritenwechsel in Europas Märkten


Finanzen-Ticker
Trendwende im Dax: Neue Favoriten an Europas Börsen

Von dpa, reuters, cho, llb

Aktualisiert am 17.06.2024 - 10:01 UhrLesedauer: 9 Min.
Deutscher Leitindex DaxVergrößern des BildesDax (KI-Symbolbild): Der Dax misst aktuell die Wertentwicklung der 40 größten und liquidesten Unternehmen des deutschen Aktienmarktes.
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Von A wie Adidas bis Z wie Zalando: Erfahren Sie hier alle wichtigen Neuigkeiten zu Dax-Konzernen, deutschen Traditionsfirmen und zum Börsengeschehen weltweit.

++Dax mit Erholungsversuch zu Wochenbeginn++(17.6.2024)

Nach seiner Korrektur zurück auf 18.000 Punkte scheint der Dax am Montag einen Erholungsversuch zu starten. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex knapp zwei Stunden vor Beginn des Xetra-Handels 0,3 Prozent höher bei 18.062 Punkten. Am Freitag war er mit 17.951 Zählern zeitweise bis fast an seine 100-Tage-Linie zurückgekehrt und hatte damit binnen zwei Tagen bis zu knapp 3,7 Prozent verloren.

Damit bestätigte er klar den Bruch seines zuvor seit Oktober 2023 gültigen Aufwärtstrends. Ermutigt werden Schnäppchenjäger nun vor allem durch Kursgewinne bei US-Technologiewerten nach europäischem Handelsschluss. Dem Auswahlindex Nasdaq 100 gelang es schließlich sogar, seine Rekordrally fortzusetzen.

Favoritenwechsel im Anlageportfolio

In Europa stellt sich die Situation nach Einschätzung von JPMorgan etwas anders dar. Die Marktstrategen der US-Großbank gehen davon aus, dass sich der im zweiten Quartal begonnene Favoritenwechsel hin zu defensiven Werten in Europa bis in die zweite Jahreshälfte fortsetzen wird.

Hoch bewertete Zykliker wie Autos, Chemie, Tourismus und Bau hätten es schwer, sagt Experte Mislav Matejka. Die Stärke des Healthcare-Sektors stehe nun auf breiterer Basis und sei nicht mehr nur auf die Rallye von Novo Nordisk zurückzuführen. Skeptisch ist Matejka auch für Banken, die ihre Korrektur vom Hoch seit 2015 ausweiten dürften.

++US-Notenbank Fed behält Hochzinspolitik bei++(13.06.2024)

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hält an ihrer Hochzinspolitik fest und stellt für dieses Jahr nur eine Zinssenkung in Aussicht. Die Fed beließ den Leitzins am Mittwoch zum siebten Mal in Folge in der Spanne von 5,25 bis 5,5 Prozent, wie der Gouverneursrat am Mittwoch in Washington mitteilte.

Zu diesem Satz können sich Geschäftsbanken Geld von der Zentralbank leihen. Der Leitzins bleibt damit auf dem höchsten Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten. Neue Daten der Fed zeigen zudem, dass sich die Inflation als hartnäckiger erweisen könnte als erwartet.

EZB senkt Leitzins, Fed zögert

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte vergangene Woche die Zinswende eingeleitet und den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Die Fed könnte sich mit diesem Schritt noch Zeit lassen. Fed-Chef Jerome Powell sagte, dass es durchaus länger dauern könne, bis die Fed das Vertrauen haben werde, das sie brauche, um mit einer Lockerung der Geldpolitik zu beginnen.

Die neue Konjunkturprognose der Fed deutet zwar weiterhin darauf hin, dass die Notenbank die Zinsen in diesem Jahr noch einmal senken dürfte – allerdings nur noch einmal. In ihren letzten beiden Prognosen war die Fed noch von drei Zinsschritten um jeweils 0,25 Prozentpunkte in diesem Jahr ausgegangen. Nun rechnen die Fed-Entscheider für dieses Jahr im Durchschnitt mit einem Leitzins von 5,1 Prozent (März: 4,6 Prozent), was einem Zinsschritt von 0,25 Prozentpunkten entspricht.

So reagiert der Dax

Am Donnerstag wird der Dax nach den Vorgaben der Terminbörsen mit Verlusten in den Handel starten. Am Mittwoch hatte er 1,4 Prozent höher bei 18.630,86 Punkten geschlossen. Für gute Stimmung am Aktienmarkt sorgte der überraschende Rückgang der US-Inflation. Nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank schlossen die US-Börsen allerdings uneinheitlich.

Während in den USA der Technologiesektor, getrieben von der KI-Fantasie bei den großen Tech-Giganten, deutliche Kursgewinne verbuchte, konnte der Dax mit den US-Techwerten nicht mithalten, schrieb Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners am Morgen.

Neben der niedrigeren Technologiequote belaste die Unsicherheit vor den Neuwahlen in Frankreich weiterhin die Börsen im Euroraum. Kurze Ausbrüche aus der seit einem Monat gültigen Seitwärtsrange des Dax waren zuletzt stets nach unten erfolgt.

++Fielmann-Gruppe übernimmt Shopko Optical++(11.06.2024)

Die Optikerkette Fielmann setzt ihre Expansion in den USA mit einer Übernahme fort. Fielmann USA, eine Tochtergesellschaft der Fielmann-Gruppe, habe eine Vereinbarung zum Erwerb von 100 Prozent der Anteile an Shopko Otical getroffen, teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit.

Shopko Optical ist ein Optiker-Einzelhandelsunternehmen mit Sitz in Green Bay, Wisconsin, das sich im Besitz von Monarch Alternative Capital LP befindet. Das Unternehmen ist seit 40 Jahren regional führend in den Bereichen Augenoptik und Augengesundheit. Es betreibt mehr als 140 Geschäfte in 13 US-Bundesstaaten und erzielte 2023 einen Umsatz von 168 Millionen US-Dollar.

Die Übernahme wird voraussichtlich im dritten Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein. Nach Abschluss der Transaktion plant Fielmann USA, Shopko Optical in seine Omnichannel-Plattform zu integrieren. So können die Kunden nach der Übernahme künftig über digitale Vertriebskanäle und insgesamt mehr als 220 Niederlassungen in 19 US-Bundesstaaten, insbesondere im Mittleren Westen, versorgt werden.

Nach eigenen Angaben ist die Transaktion ein weiterer Meilenstein in der Wachstumsstrategie der Fielmann-Gruppe in den USA. Der Markteintritt erfolgte 2023 mit der Übernahme des Online-Brillenhändlers Befitting sowie des Augenoptikers SVS Vision, der 80 Niederlassungen in neun US-Bundesstaaten betreibt und Marktführer in Michigan ist.

++Stühlerücken in der Dax-Familie – wer kommt, wer geht++ (7.6.2024)

Der Nebenwerteindex bekommt in knapp drei Wochen drei neue Mitglieder. Der Reisekonzern TUI, der Großküchen-Ausrüster Rational und der Lkw-Hersteller Traton ziehen zum 24. Juni in den Index der 50 wichtigsten Werte unterhalb des Dax ein, wie die Deutsche Börse bereits am Mittwochabend mitteilte.

Dafür weichen müssen der Solar-Zulieferer SMA Solar, der Biotech-Konzern Morphosys und der Autovermieter Sixt, die in den Kleinwerteindex SDax absteigen.

Einziger echter Aufsteiger aus dem SDax ist dabei die MAN- und Scania-Muttergesellschaft Traton. TUI war erst im Frühjahr von der Londoner Börse an den Frankfurter Markt zurückgekehrt.

Rational war im März wegen eines Verstoßes gegen die Grundsätze guter Unternehmensführung aus den Dax-Indizes ausgeschlossen worden. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses im Aufsichtsrat galt nicht wie vorgeschrieben als unabhängig, inzwischen hat Rational aber die Zusammensetzung des Gremiums geändert.

Auch im SDax gibt es Veränderungen

Morphosys steht vor der Übernahme durch den Schweizer Pharmariesen Novartis, weshalb der Streubesitz nur noch für einen Platz im SDax reicht.

Dort verdrängen die drei Absteiger den Versicherungs- und Bauspar-Konzern W&W, den Anlagenbauer Heidelberger Druck und die ThyssenKrupp-Wasserstoff-Tochter Nucera, die im vergangenen Jahr an die Börse gebracht und umgehend in den Index aufgestiegen war.

Nach dem Rüstungszulieferer Renk, der bereits im Mai in den Index nachgerückt war, zieht dafür auch der zweite Börsenneuling dieses Jahres neu in den SDax ein: die Parfümeriekette Douglas ist dort der einzige echte Aufsteiger. Die im März an die Börse zurückgekehrte Parfümeriekette holt sich auch ihren vor Jahren eingebüßten Platz in der Dax-Familie zurück und wird ab dem 24. Juni im Nebenwerteindex SDax gelistet.

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So reagierten Anleger

Erwartungsgemäße Indexveränderungen in der Dax-Familie haben die Anleger am Donnerstag kaum gereizt. Auffällig waren allenfalls Rational, die angesichts ihrer baldigen MDax-Rückkehr mit 830 Euro in den Bereich ihrer Vierwochenhochs vorstießen. Damit bauten sie ihre dreitägige Erholungsrallye von der 100-Tage-Linie auf über acht Prozent aus.

Douglas blieben mit gut einem Prozent Tagesplus in ihrer jüngsten Spanne. Tui und Traton zumindest gaben nach mehreren positiven Handelstagen um bis zu 4,8 Prozent nach.

++Spannung an den Märkten vor der Zinsentscheidung der EZB++ (5.6.2024)

Am Tag vor der erwarteten Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte der Dax am Mittwoch mit Gewinnen in den Handel starten. Das legen die Kurse an den vorbörslichen Handelsplätzen nahe. Am Dienstag hatte der deutsche Leitindex rund ein Prozent tiefer im Vergleich zum Vortag, bei 18.405,64 Punkten, geschlossen.

Wie in den vergangenen Tagen richten Börsianer am Mittwoch ihr Augenmerk vor allem auf US-Konjunkturdaten, von denen sie sich Rückschlüsse auf die Geldpolitik der US-Notenbank Fed erhoffen.

Im Tagesverlauf stehen die Arbeitsmarktdaten der privaten US-Arbeitsmarktbehörde ADP auf dem Programm, die einen Vorgeschmack auf die offiziellen Daten am Freitag geben. Experten erwarten für Mai 175.000 neue Stellen im Privatsektor.

Mit Spannung wird auch das Stimmungsbarometer der Einkaufsmanager im US-Dienstleistungssektor erwartet. Am Montag hatte der Einkaufsmanagerindex für die Industrie eine konjunkturelle Abkühlung signalisiert.

Dax, MDax und SDax werden neu gemischt

Die deutsche Börse entscheidet heute über die Auf- und Absteiger in Deutschlands wichtigsten Aktienindizes: Dax, MDax und SDax. Während im Leitindex alles beim alten bleiben dürfte, schafft es der Touristikkonzern Tui vermutlich in den MDax und die Parfum-Filialkette Douglas in den SDax.

Insider: Verkauf statt Börsengang für Sunrise Medical

Der Heidelberger Rollstuhlhersteller Sunrise Medical geht doch nicht an die Börse. Der skandinavische Finanzinvestor Nordic Capital hat eine Woche nach der Ankündigung des Börsengangs doch noch einen Käufer gefunden, der ihm das ganze Unternehmen abnimmt.

Die kalifornische Beteiligungsfirma Platinum Equity übernimmt Sunrise Medical, wie die Beteiligten am Mittwoch mitteilten. Zum Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Nordic Capital sprach aber von einem "erfolgreichen Ergebnis". Medienberichten zufolge sollte Sunrise beim Börsengang mit rund zwei Milliarden Euro bewertet werden.

Sunrise Medical gehört seit 2015 Nordic Capital, die das Unternehmen aus Malsch bei Karlsruhe vom Finanzinvestor Equistone gekauft hatten. Neun Jahre Haltezeit sind für eine Beteiligungsfirma überdurchschnittlich lange. In dieser Zeit ist der Umsatz laut Nordic Capital um fast drei Viertel auf 636 Millionen Euro (2022/23) gestiegen, bei steigender Ertragskraft. Für Sunrise arbeiten rund 2800 Menschen.

Die Kehrtwende kommt an sich nicht überraschend: Investoren wie Nordic prüfen in der Regel parallel, ob sie mit einem direkten Verkauf oder mit einem Börsengang mehr erlösen können. Dass die Entscheidung so kurz vor der geplanten Emission fällt, ist aber ungewöhnlich.

++Bund verkauft Telekom-Aktien im großen Stil++ (4.6.2024)

Der deutsche Staat hat binnen weniger Stunden 2,43 Milliarden Euro mit dem Verkauf von Telekom-Aktien erlöst und will das Geld in die Sanierung der Bahn stecken. "Der Bund wird den ihm durch die Transaktion zufließenden Nettoerlös einsetzen, um das Eigenkapital der Deutsche Bahn AG zu stärken und die Bahninfrastruktur in Deutschland zukunftsweisend auszubauen", teilte das Bundesfinanzministerium am Montagabend mit. Eine Summe wurde darin nicht genannt.

Die Staatsbank KfW, die das Paket zusammen mit dem Bund hält, platzierte 110 Millionen Aktien des Bonner Telekom-Konzerns und reduzierte den Staatsanteil damit von 30,0 auf 27,8 Prozent, wie sie am späten Montagabend mitteilte. Rund vier Milliarden Euro hat Finanzminister Christian Lindner (FDP) aus dem Verkauf von Staatsbeteiligungen zur Sanierung des Streckennetzes im Haushalt eingeplant.

Bereits in den vergangenen Monaten hatte die KfW unbemerkt 22,4 Millionen Telekom-Aktien über die Börse verkauft. Das FDP-geführte Finanzministerium hielt sich bedeckt, ob und wann es weitere Telekom-Papiere auf den Markt werfen lässt. Das Interesse des Bundes an der Deutschen Telekom sei unverändert.

Bund und KfW blieben "gemeinsam zentraler Aktionär der Deutsche Telekom AG und werden eine dafür erforderliche Beteiligungshöhe wahren", hieß es in der Mitteilung. In den nächsten drei Monaten darf die KfW jedenfalls keine weiteren Telekom-Aktien ohne Zustimmung der Banken verkaufen. Die Aktien wurden zu einem Preis von 22,13 Euro bei großen institutionellen Investoren platziert.

++Schießt die Gamestop-Aktie wieder in die Höhe?++ (3.6.2024)

Der Börsenhype um Gamestop könnte in eine neue Runde gehen. Die Aktien des US-Videospiele-Händlers sind im vorbörslichen US-Handel um 90 Prozent nach oben geschossen. Auslöser ist die Rückkehr einer Schlüsselfigur der Aktienrally von 2021 – des aus sozialen Medien bekannten Amerikaners Keith Gill, der dort unter anderem als "Roaring Kitty" aktiv ist.

Am Sonntag postete Gill auf seinem Account bei der Online-Plattform Reddit, dass er bei Gamestop auf steigende Kurse setze. Ob der Screenshot seines Portfolios echt ist, ist zwar unklar, trotzdem könnte der Post die Aktie des Unternehmens am Montag stark bewegen.

Anfang 2021 war Gamestop der Ausgangspunkt für den Boom der sogenannten Meme-Aktien. Dabei handelt es sich um Werte, bei denen sich Kleinanleger in einschlägigen Internetforen gegenseitig zum Kauf ermuntern. Die Gamestop-Aktie stieg damals um mehr als 500 Prozent, ehe sie wieder auf ihren Ausgangskurs einbrach.

++Wie reagiert der Dax auf den nahenden Zinsentscheid? (3.6.2024)++

Der deutsche Aktienmarkt steht in der neuen Woche ganz im Bann der Europäischen Zentralbank (EZB). Auf der Sitzung der Notenbank am Donnerstag "wird Geschichte geschrieben", betonte Edgar Walk, Chefvolkswirt des Vermögensverwalters Metzler Asset Management. Denn erstmals mache die EZB den ersten Schritt und werde noch vor der US-Notenbank die Zinsen senken. Während dieser Lockerungsschritt an den Märkten bereits erwartet wird, bleibt unklar, wie der weitere Zinspfad nach unten aussieht.

Aussagen der EZB-Chefin Christine Lagarde dürften den Kurs des deutschen Leitindex Dax maßgeblich mitbestimmen. Am Montag soll er Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge mit Gewinnen starten. Am Freitag hatte er kaum verändert bei 18.497,94 Punkten geschlossen.

Die Europäische Zentralbank hat ihre Leitzinsen im Kampf gegen die hohe Teuerung seit Mitte 2022 deutlich angehoben. Wegen des tendenziellen Rückgangs der Inflation wird jetzt aber für Donnerstag eine erste Zinssenkung erwartet – auch wenn die Inflation im Euroraum im Mai wieder angezogen hat.

Die Finanzmärkte bewege aber viel mehr, wie es nach diesem Zinsschritt weitergeht, schrieb Robert Greil, Chefstratege der Privatbank Merck Finck: "Wir rechnen auf Basis des wohl nur noch leicht und nicht linear nachlassenden Inflationsdrucks im Jahresverlauf 2024 noch mit ein oder zwei weiteren EZB-Schritten nach unten – mehr dürfte auch angesichts des bereits wieder anziehenden Wachstums weder sinnvoll noch notwendig sein."

Wie sich Anleger jetzt verhalten sollten

Mirko Hajek, Geschäftsführender Gesellschafter der Rheinischen Portfolio Management GmbH, blickt eher zwiegespalten auf den Donnerstag. So befinde sich der Dax zwar derzeit in einem Bullenmarkt. Die avisierte Zinssenkung der Europäischen Zentralbank sollte sich damit positiv auf den Leitindex auswirken, obwohl sie bereits größtenteils von den Markteilnehmern erwartet wurde. Noch wichtiger für die mittelfristige Entwicklung seien jedoch der Ausblick und die Prognosen, die die EZB mit Blick auf einen möglichen weiteren Zinssenkungspfad veröffentlichen wird. "Hier besteht durchaus Enttäuschungspotenzial", mahnte der Experte.

Allerdings könnte es auch sein, dass der Markt am Donnerstag weder auf die erwartete Zinssenkung noch auf die Aussagen der Europäischen Zentralbank großartig reagiert. Dieses Szenario hält Nicolas Pilz von der Societas Vermögensverwaltung für möglich: "Die EZB und die US-Notenbank Fed betonen seit Monaten, dass sie die weitere Zinsentwicklung von den aktuellen Konjunkturdaten abhängig machen". Vor diesem Hintergrund erwartet der Experte erst einmal ein Fortschreiten der jüngsten Seitwärtsbewegung des Dax.

Anleger sollten Pilz zufolge deshalb die Entwicklung der Inflation im Auge behalten, da diese über das Tempo weiterer Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank entscheiden werde. Insbesondere die Entwicklung des Lohnwachstums gelte es zu beachten.

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagenturen dpa und Reuters
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