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Jedem Zweiten droht die Altersarmut

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 12.04.2016Lesedauer: 2 Min.
Schon heute haben es manche alte Leute schwer. In 15 Jahren dĂŒrften es von denen, die heute noch arbeiten, viele ebenfalls schwer haben.
Schon heute haben es manche alte Leute schwer. In 15 Jahren dĂŒrften es von denen, die heute noch arbeiten, viele ebenfalls schwer haben. (Quelle: BildFunkMV/imago-images-bilder)
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Fast jedem zweiten BundesbĂŒrger, der ab 2030 in Rente geht, droht ein Leben unterhalb der Armutsgrenze. Das geht aus neuen Berechnungen des WDR zur Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung hervor.

Dass die gesetzliche Rente in Zukunft allein nicht mehr ausreichen wird, um den eigenen Lebensstandard zu halten, ist schon lÀnger klar. Aber nach den neuesten Berechnungen und Recherchen der westdeutschen ARD-Anstalt wÀre ab 2030 beinahe die HÀlfte der Rentner abhÀngig von staatlichen Grundsicherungsleistungen, also faktisch Hartz-IV-EmpfÀnger.

Grund dafĂŒr ist das schon seit langem sinkende Niveau der gesetzlichen Rente. Von 2030 an soll es auf bis zu 43,5 Prozent des Bruttodurchschnittslohns der gesamten Lebensarbeitszeit fallen. Beschlossen hat das schon vor vielen Jahren die rot-grĂŒne Bundesregierung von Gerhard Schröder - und zum Ausgleich die Riesterrente eingefĂŒhrt, deren Erfolg aber eher zweifelhaft ist.

"Ergebnis ist wirklich dramatisch"

Durch die WDR-Berechnung werden die Folgen nun erkennbar. Der Prognose liegt eine Betrachtung zugrunde, die sich auf den heutigen Arbeitsmarkt und die Verteilung der Bruttoeinkommen stĂŒtzt. Wenn man annimmt, dass diese Verteilung in den nĂ€chsten Jahren weitgehend stabil bleibt, dann verdient heute ein Großteil der BeschĂ€ftigten zu wenig, um spĂ€ter eine höhere Rente zu bekommen.

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Dabei ist der Arbeitsmarkt derzeit in guter Verfassung: mit wenig Arbeitslosigkeit und einem hohen Anteil sozialversicherungspflichtiger BeschĂ€ftigung. So sieht es auch der Bremer Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel: "Die Rechnung geht ja von sehr optimistischen Annahmen aus, also nicht davon, dass sich die Arbeitsmarktsituation Richtung prekĂ€rer ArbeitsverhĂ€ltnisse verschĂ€rfen wĂŒrde. Es ist also eine sehr ruhige, zurĂŒckhaltende Annahme. Das Ergebnis ist wirklich dramatisch", kommentiert der Professor die WDR-Berechnungen.

Die Löhne koppeln sich ab

Das sinkende Rentenniveau ist ein Grund fĂŒr die drohenden Armuts-Renten, doch es gibt weitere: niedrige Löhne, die hohe Zahl teilzeitbeschĂ€ftigter Arbeitnehmer sowie der wachsende Anteil von Mini-Jobbern oder Solo-SelbststĂ€ndigen am Arbeitsmarkt. FĂŒr all diese Gruppen gibt es ein sehr hohes Armutsrisiko im Alter, so die WDR-Berechnungen.

Dabei dĂŒrften die Renten bis 2029 laut jĂŒngsten Prognosen im Schnitt um rund zwei Prozent pro Jahr steigen. Von den Löhnen koppeln sie sich aber gleichzeitig immer mehr ab. Faktoren wie die NachhaltigkeitsrĂŒcklage dĂ€mpfen das Rentenplus.

Immer mehr geburtenstarke JahrgÀnge gehen in den Ruhestand. Das Rentenniveau - das VerhÀltnis der Rente zu den Löhnen - liegt bei rund 48 Prozent. Unter 43 Prozent soll es laut politischer Vorgabe bis 2030 nicht fallen. Derzeit sind knapp 45 Prozent bis 2029 vorhergesagt.

Konzepte angekĂŒndigt

Die Politik hat das Problem erkannt - und ringt schon um Lösungen. Die Rente dĂŒrfte auf jeden Fall ein beherrschendes Wahlkampfthema 2017 werden.

Sowohl SPD-Arbeitsministerin Andrea Nahles als auch CSU-Chef Horst Seehofer haben bereits eigene Konzepte fĂŒr eine umfassende Rentenreform angekĂŒndigt. Seehofer plĂ€dierte dabei unter anderem fĂŒr eine Abschaffung der Riesterrente.

Nahles sieht die gesetzliche Rentenversicherung als "das zentrale Versprechen des Sozialstaats" an, dass Arbeitnehmer nach einem Arbeitsleben im Alter auch davon leben können. "Wer die Ärmel hochgekrempelt hat, steht spĂ€ter nicht mit leeren HĂ€nden da."

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  • Christine Holthoff
Von Christine Holthoff
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