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Coronavirus News: Greta Thunberg wohl an Covid-19 erkrankt

Newsblog zum Virus  

Corona-Patienten flüchten aus spanischen Krankenhäusern

24.03.2020, 21:22 Uhr | AFP, dpa, rtr, t-online.de

Arzt aus Spanien: "Geht nicht ins Krankenhaus!"

In einer Video-Botschaft hat Jesús Candel Patienten dazu aufgefordert, Krankenhäuser nur im Notfall zu betreten. Der Arzt berichtet von folgenschweren Szenen aus Spanien. (Quelle: t-online.de)

"Geht nicht ins Krankenhaus!": Arzt aus Spanien berichtet von Szenen aus der Notaufnahme und fordert Patienten zum Umdenken auf. (Quelle: t-online.de)


Das Coronavirus breitet sich weiter in Europa aus. In Spanien fliehen nun offenbar Erkrankte aus den Krankenhäusern. Die dortige Polizei verurteilt das scharf. Alle Infos im Newsblog.

In Deutschland wird das öffentliche Leben aufgrund der Coronavirus-Pandemie weitreichend eingeschränkt. Bund und Länder haben ein Kontaktverbot im öffentlichen Raum für mehr als zwei Personen beschlossen – mit Ausnahmen etwa für Familien. In Deutschland gilt eine weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Von den Außenministern der G7-Staaten wird es keine gemeinsame Erklärung geben. Hier finden Sie die neuesten Entwicklungen in der Coronavirus-Krise.

Die nachfolgenden Newsblog-Einträge sind der zeitlichen Abfolge nach geordnet. Die erste Meldung ist die aktuellste. Einträge ab Dienstag, 24. März, um 22.05 Uhr lesen Sie im aktuellen Newsblog.

21.27 Uhr: Spanische Polizei warnt, dass Corona-Patienten aus Krankenhäusern fliehen

Zahlreiche Corona-Patienten fliehen in Spanien aus den Krankenhäusern. Es habe bereits mehrere Fälle in verschiedenen Krankenhäusern gegeben, sagte der Direktor der Nationalpolizei, Jose Ángel González, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Madrid. Das bereite den Sicherheitsbehörden unnötigerweise eine "Riesenarbeit", um diese Patienten ausfindig zu machen und wieder in die Krankenhäuser zu bringen.

Allein in den vergangenen Stunden habe es in Leganés bei Madrid sowie im Küstenort Benidorm im Osten Spaniens zwei solcher Fälle gegeben. González klagte, neben solchen Patienten gebe es auch sonst "ziemlich viele verantwortungslose" Bürger, die etwa die vor eineinhalb Wochen verhängte Ausgangssperre verletzten. Allein in den vergangenen 24 Stunden habe man im Rahmen des sogenannten Alarmzustandes 80 "verantwortungslose und unsolidarische" Personen festnehmen müssen.

20.28 Uhr: Greta Thunberg wohl an Corona erkrankt

Greta Thunberg ist wohl mit dem Coronavirus infiziert, dies verkündete sie auf Instagram. Sie habe sich seit zwei Wochen in häuslicher Quarantäne aufgehalten und geht dabei selbst von einer Erkrankung aus. 

"Ich hatte Kälteschauer, Halsschmerzen und habe gehustet", schreibt sie, ihr Vater hätte dieselben Symptome, dieser jedoch auch verbunden mit Fieber. Greta erklärte zudem, dass in Schweden ein Test auf Covid-19 nicht möglich sei, wenn man nicht akut medizinische Hilfe benötige. Sie gehe jedoch aufgrund der Symptome und Umstände von einer Erkrankung aus.

20.01 Uhr: Keine gemeinsame Erklärung der G7-Außenminister

Die Außenminister der führenden westlichen Industriestaaten werden bei ihrer Videokonferenz am Mittwoch voraussichtlich keine gemeinsame Erklärung zur Corona-Krise beschließen. Nach dpa-Informationen konnten sich die USA, Kanada, Japan und die vier europäischen Mitglieder, darunter Deutschland, in Vorgesprächen nicht auf einen gemeinsamen Text einigen.

Zu den Differenzen zählte der Begriff "Wuhan-Virus", der in dem von den Amerikanern vorgelegten Entwurf verwendet wurde. Zuerst berichtete am Dienstag der "Spiegel" über die Auseinandersetzung.

19.26 Uhr: Über 9000 Corona-Infizierte in NRW, auch Baden-Württemberg mit ansteigenden Zahlen

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in Nordrhein-Westfalen auf 9087 gestiegen, gleichzeitig flacht die Kurve der Infizierten im Kreis Heinsberg leicht ab. Nach Angaben des Landes-Gesundheitsministerium sind im Vergleich zum Vortag (jeweils Stand 16.00 Uhr) 863 Fälle dazu gekommen. Die Zahl der dem Land bekannten Todesfälle stieg zum Vortag um 14 - auf 54.

Auch in Baden-Württemberg steigen die Zahlen weiter. Dem Gesundheitsministerium in Stuttgart sind am Dienstag weitere 710 bestätigte Neuinfektionen mit dem Corona-Virus gemeldet worden. Die Gesamtzahl steigt damit auf 6043, wie das Ressort von Sozialminister Manne Lucha (Grüne) mitteilte. Bislang sind 37 infizierte Menschen im Zusammenhang mit Corona gestorben. 28 von ihnen waren 80 Jahre alt oder älter.

19.20 Uhr: Belgier wollen Vignette für Grenzverkehr mit Deutschland

Eine Vignette für den kleinen Grenzverkehr mit Deutschland haben die deutschsprachigen Belgier im Osten des Landes verlangt. Damit sollten die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen beschleunigt werden, sagte der Ministerpräsident des Deutschsprachigen Gemeinschaft, Oliver Paasch, am Dienstag im Grenzort Kelmis. Paasch traf sich dort mit dem belgischen Innenminister Pieter De Crem an einem Grenzübergang, den täglich rund 10 000 Fahrzeuge passieren. Die neuen Kontrollen, die unnötige Fahrten verhindern sollen, behindern dort den Verkehr.

19.15 Uhr: Bundesländer-Streit nach Schleswig-Holsteins Alleingang beim Abitur

Der von Schleswig-Holstein geplante Verzicht auf Abitur-Abschlussprüfungen sorgt für Streit unter den Bundesländern. "Wer ohne Abstimmung mit den anderen Bundesländern vorprescht, gräbt dem Bildungsföderalismus ein Grab und macht die Kultusministerkonferenz überflüssig", erklärte Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) am Dienstag. Schleswig-Holsteins Kultusministerin Karin Prien (CDU) hatte angekündigt, sie werde innerhalb der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) für ein "Anerkennungsabitur" ohne Abschlussprüfungen plädieren.

18.43 Uhr: Verwirrung um Corona-Patienten aus Italien in Sachsen

Wie die "Leipziger Volkszeitung" berichtet, wird Sachsen wohl keine weiteren Corona-Patienten aus Italien aufnehmen. Nach Angaben der Zeitung wurde der Flug einer Militärmaschine gecancelt, mit der sechs Patienten nach Leipzig gebracht werden sollten. Dies sei ohne Angaben von Gründen geschehen.

Ein Sprecher des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt konnte dies am Abend im Gespräch mit t-online.de noch nicht bestätigen. Jedoch sagte er, dass man im Minsterium nicht gewusst habe, wann die Flüge kommen sollten. Zwei Patienten seien bereits letzte Nacht gelandet und befänden sich nun im Uniklinikum Leipzig. Sechs weitere sollten demnach kommen, wann und wie hätte das Ministerium nicht gewusst, da dies die Krankenhäuser unter sich ausmachen würden, so der Sprecher. 

Die Corona Ambulanz an der Universitätsklinik Leipzig: Bereits zwei Patienten aus Italien sind hier untergebracht. (Quelle: imago images/Christian Grube)Die Corona Ambulanz an der Universitätsklinik Leipzig: Bereits zwei Patienten aus Italien sind hier untergebracht. (Quelle: Christian Grube/imago images)

18.25 Uhr: Erneut mehr als 700 Tote an einem Tag in Italien

In Italien sind wieder mehr als 700 Menschen innerhalb eines Tages in Folge der Corona-Pandemie gestorben. Damit wurden am Dienstag vorsichtige Hoffnungen auf eine rasche und deutliche Abflachung der Virus-Kurve zunächst gedämpft. Insgesamt zählte der italienische Zivilschutz bisher 6820 Todesopfer - das waren am Dienstag 743 mehr als am Vortag. In den beiden Tagen davor hatte es jeweils etwas weniger neue Tote gegeben als zuvor. Die Zahl der Menschen, die in Italien positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet wurden, stieg auf mehr als 69 000. Das teilte Zivilschutzchef Angelo Borrelli in Rom mit.

18.22 Uhr:  EU-Kommissarin rechnet mit flächendeckenden Grenzkontrollen

Die wegen der Corona-Krise eingeführten umfangreichen Grenzkontrollen im eigentlich kontrollfreien Schengenraum dürften nach Einschätzung von EU-Kommissarin Adina Valean noch ausgeweitet werden. Sie rechne nicht damit, dass die Länder die Kontrollen an den Grenzen kurzfristig wieder einstellten, sagte die Verkehrskommissarin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwoch). "Im Gegenteil. Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit bis alle Staaten Grenzkontrollen einführen, ob wir das nun mögen oder nicht."

18.11 Uhr: Erste Soldaten helfen in Krankenhäusern

Erstmals in der Coronakrise sind seit Dienstag Soldaten zur Unterstützung in Krankenhäusern in Baden-Württemberg im Einsatz. Je sieben Sanitätssoldaten würden in Krankenhäusern in Freiburg und Titisee-Neustadt (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) zunächst einmal eingewiesen und sollen künftig im Klinikbetrieb helfen, sagte ein Sprecher des Landeskommandos Baden-Württemberg am Dienstag.

Für den Katastrophenschutz und die Gesundheitsversorgung sind in Deutschland zunächst die Landkreise und die kreisfreien Städte verantwortlich. Bei Überforderung können sie um Amtshilfe bitten und sich dabei auch an die Bundeswehr wenden. Jedoch muss zunächst geprüft werden, ob andere zivile und nichtmilitärische Stellen unterstützen können.

17.53 Uhr: Polizei warnt vor spuckenden Jugendlichen

Die Mannheimer Polizei hat auf "Facebook" einen Eintrag verfasst, in dem sie Leute dazu aufruft falsches Verhalten von Jugendlichen zu melden. Demnach sei es nun öfter dazu gekommen, dass ältere Menschen erst bespuckt und dann wohl mit "corona" beschimpft worden seien. 

Die Polizei Mannheim schreibt: "Leider erreichen uns doch Hinweise, dass Kinder und Jugendliche ältere Menschen anhusten oder sie gar anspucken und dann "Corona" rufen. Das ist kein Scherz mehr und geht gar nicht! Wer das erlebt oder sieht, ruft uns bitte gleich an und erstattet Anzeige! Wir sehen auch die Eltern in der Pflicht, ihrem Nachwuchs das ganz klar zu machen." Einen konkreten Fall nennt die Polizei Mannheim allerdings nicht.

Polizei Mannheim: Warnungen vor spuckenden Jugendlichen mit "Corona"-Rufen. (Quelle: imago images/Ralph Peters)Polizei Mannheim: Warnungen vor spuckenden Jugendlichen mit "Corona"-Rufen. (Quelle: Ralph Peters/imago images)

17.16 Uhr: EU gelingt gemeinsame Bestellung von Schutzkleidung

In der Coronavirus-Krise können Deutschland, Italien, Spanien und andere Länder auf Nachschub an dringend benötigter Schutzkleidung hoffen. Die für 25 EU-Staaten gemeinsam ausgehandelten Verträge zum Kauf von Schutzmasken, Handschuhen, Schutzbrillen, Gesichtsschutz, Operationsmasken und Overalls seien unterschriftsreif, teilte die EU-Kommission am Dienstag mit. Über die genauen Mengen und die Verteilung wurde zunächst nichts bekannt.

17.05 Uhr: Polizei zählt 346 Verstöße gegen Corona-Maßnahmen

Die Polizei im Land hat bei Kontrollen im Kampf gegen das Coronavirus am Montag 346 Verstöße gegen das Bundesinfektionsschutzgesetz festgestellt. 93 Strafverfahren und 253 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten wurden eingeleitet. Bei Schwerpunktkontrollen seien 431 Fahrzeuge und 2402 Menschen kontrolliert worden, teilte das Innenministerium am Dienstag mit. "Die Menschen im Land zeigen weit überwiegend Verständnis für die notwendigen Maßnahmen, die wir getroffen haben - und sie halten sich auch daran", bilanzierte Innenminister Thomas Strobl (CDU). Die Ausgangsbeschränkungen und die Einhaltung anderer Maßnahmen würden intensiv überwacht.

16.54 Uhr: DFL-Präsidium empfiehlt längere Bundesliga-Pause 

Die Zwangspause in der Bundesliga und 2. Liga verlängert sich mindestens bis zum 30. April. Einen entsprechenden Vorschlag erarbeitete am Dienstag das neunköpfige Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL). 

16.43 Uhr: Mehr Beatmungsgeräte für britische Covid-19-Lungenkranke

Im Kampf gegen die Covid-19-Lungenerkrankung stehen Großbritannien jetzt 8000 Beatmungsgeräte zur Verfügung. Weitere 5000 sollen in den kommenden Wochen hinzukommen, sagte ein Regierungssprecher am Dienstag in London. Dies sei durch die Zusammenarbeit mit privaten Kliniken und Herstellern außerhalb Großbritanniens gelungen. Noch vor Kurzem standen landesweit nur 5000 Geräte in den staatlichen Kliniken bereit - Großbritannien war damit fast ein Schlusslicht in Europa auf je
100 000 Einwohner berechnet.

16.25 Uhr: 11.000 Bewerber wollen RKI im Kampf gegen Coronavirus helfen

Auf gewaltiges Interesse ist eine Stellenanzeige als Unterstützungskraft beim Robert Koch-Institut (RKI) gestoßen. Zwischen Donnerstag und Montag hätten sich 11.000 Menschen als Helfer im Kampf gegen das Coronavirus beworben, wie das Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln mitteilte. Das Amt hatte die Stelle für das RKI ausgeschrieben. "Einen solchen Andrang auf ausgeschriebene Stellen haben wir noch nicht erlebt", sagte BVA-Präsident Christoph Verenkotte.

16.01 Uhr: Berliner Flughäfen schicken 2200 Mitarbeiter in Kurzarbeit

Nach dem Einbruch der Passagierzahlen in der Corona-Krise schicken die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg ihre 2200 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Die kürzere Arbeitszeit solle Entlassungen vermeiden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Flughafengesellschaft werde das gesetzliche Kurzarbeitergeld auf 80 Prozent des Nettoentgelts aufstocken, bei Alleinerziehenden auf 90 Prozent.

15.53 Uhr: Rheinland-Pfalz stellt 3,3 Milliarden bereit

Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz hat einen Nachtragshaushalt über 3,3 Milliarden Euro beschlossen. In dem Entwurf für das Ausgabengesetz seien 800 Millionen Euro für die aktuelle Krisenbewältigung enthalten, teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag mit. Das Land nehme für das Paket auch eine Neuverschuldung in Kauf. Zunächst war für den Nachtragshaushalt ein Volumen von 650 Millionen Euro genannt worden.

Ministerpräsidentin: Malu Dreyer hat verkündet, dass Rheinland-Pfalz 3,3 Milliarden bereitstellt. (Quelle: imago images/Thomas Frey)Ministerpräsidentin: Malu Dreyer hat verkündet, dass Rheinland-Pfalz 3,3 Milliarden bereitstellt. (Quelle: Thomas Frey/imago images)

15.48 Uhr: VW schickt 80.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit

Bei Volkswagen sollen wegen der Lieferprobleme und Absatzschwäche in der Corona-Krise rund 80.000 Beschäftigte in Deutschland in Kurzarbeit gehen. Dies verlautete am Dienstag aus Konzernkreisen. Das Unternehmen hat die deutschen und europäischen Werke sowie weitere Standorte in Amerika und Russland derzeit vorübergehend geschlossen. Als Grund für die beantragte Kurzarbeit hatten die Wolfsburger bereits in der vergangenen Woche die beträchtlichen Arbeitsausfälle in der Produktion sowie in den angrenzenden Bereichen genannt.

15.42 Uhr: Länder erhöhen Hilfen für Unternehmen in Existenznot

Nach den umfangreichen Hilfen der Bundesregierung für Unternehmen in der Corona-Krise rüsten die Bundesländer nach. Bayern erhöht im Landeshaushalt sein Hilfspaket zur Bewältigung der Coronakrise von bisher zehn auf jetzt 20 Milliarden Euro. Damit sollten Bürgschaften, Soforthilfen und besonders die aktuellen Steuerstundungen bewältigt werden, sagt Ministerpräsident Markus Söder nach einer Kabinettsitzung in München. Auch Hessen hat einen Schutzschirm gespannt, mindestens 8,5 Milliarden Euro gibt es für Unternehmer. Dabei handele es sich um einen Nachtragshaushalt in Höhe von zwei Milliarden Euro, eine Aufstockung des Bürgschaftsrahmen auf fünf Milliarden und steuerliche Hilfen von mindestens 1,5 Milliarden Euro. Wie und wo Sie als Unternehmer in den einzelnen Bundesländern Hilfe bekommen, erfahren Sie in unserer umfangreichen Übersicht.

15.30 Uhr: Schleswig-Holstein plant Absage der Abiturprüfungen - Bayern und Baden-Württemberg nicht

Angesichts der durch die Coronakrise ausgelösten Verwerfungen im Bildungssystem hat sich Schleswig-Holsteins Kultusminister Karin Prien (CDU) für ein Abitur ohne Abschlussprüfungen ausgesprochen. Sie werde innerhalb der Kulturministerkonferenz der Länder (KMK) für ein "Anerkennungsabitur" plädieren, teilte Prien am Dienstag in Kiel mit. Am Mittwoch wolle sie dem Landeskabinett zudem einen Beschluss vorlegen, der diese Vorgehensweise für ihr Bundesland festschreibe. Sie halte dies in der momentanen Lage für "geboten".

Nach Angaben Priens soll die Note bei einem "Anerkennungsabitur" ausschließlich anhand der bisher erbrachten schulischen Leistungen vergeben werden, die auch unter normalen Umständen einen Teil der Note ausmachen. Schriftliche und mündliche Abiturprüfungen, wie sie sonst üblich sind, sollen hingegen ausnahmsweise entfallen.

Das Kultusministerium Baden-Württembergs geht bislang davon aus, dass die zentralen Schulprüfungen, darunter das Abitur, vom 18. Mai an trotz der Corona-Krise stattfinden können. Dennoch bereite man sich auf unterschiedliche Szenarien vor, um auf alle Situationen angemessen reagieren zu können, teilte eine Sprecherin von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Dienstag mit. Auch Bayern möchte es normal stattfinden lassen.

Karin Prien: Schleswig-Holsteins Bildungsministerin plant wegen der Corona-Pandemie eine Absage der Abiturprüfungen im Land. (Quelle: imago images/Uwe Steinert)Karin Prien: Schleswig-Holsteins Bildungsministerin plant wegen der Corona-Pandemie eine Absage der Abiturprüfungen im Land. (Quelle: Uwe Steinert/imago images)

15.17 Uhr: G7-Staaten wollen in Corona-Krise besser zusammenarbeiten 

Die großen Industrienationen der Welt wollen ihre Zusammenarbeit in der Coronavirus-Krise verstärken. Es würden Maßnahmen ergriffen und die Koordination verbessert, um auf die gesundheitspolitischen, wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der Virus-Krise zu reagieren, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Finanzminister und Notenbankchefs der G7-Staaten vom Dienstag.

"Wir werden tun, was auch immer notwendig ist, um das Vertrauen und das Wachstum der Wirtschaft wiederherzustellen und Arbeitsplätze, Unternehmen und die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems zu schützen", hieß es in einer Erklärung der G7. Die Finanzminister kündigten an, sich wöchentlich untereinander abzusprechen, um die Wirkung bisheriger Maßnahmen zu prüfen und weitere Schritte einzuleiten.

15.12 Uhr: Mitarbeiter am Klinikum Magdeburg mit Coronavirus infiziert 

Vier Mitarbeiter des städtischen Klinikums Magdeburg sind positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Es handele sich um drei Ärzte und einen Mitarbeiter aus dem nicht-medizinischen Bereich, teilte eine Kliniksprecherin am Dienstag mit. Alle vier befänden sich in häuslicher Quarantäne. Bislang sei bei keinem Patienten der Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen worden.

15.05 Uhr: Banken verzeichnen hohe Nachfrage nach Notfallkrediten 

Die deutschen Banken und Sparkassen werden von Anträgen für die KfW-Notfallkredite zur Bewältigung der Corona-Krise überrollt. Allein die Deutsche Bank erhielt am ersten Tag des Hilfsprogramms mehr als 5.300 Anfragen von Unternehmen, wie ein Sprecher am Dienstag sagte.

Über 300 konkrete Anträge für die Hilfskredite seien auf den Tischen der Firmenkundenberater des größten deutschen Geldhauses gelandet. Auch bei der Commerzbank habe es bereits Finanzierungsanfragen von Firmen- und Unternehmerkunden im hohen vierstelligen Bereich gegeben, sagte ein Sprecher.

14.56 Uhr: Bayern erarbeitet Bußgeldkatalog für Coronavirus-Verstöße

Bayern erstellt für die Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen wegen der Coronaviruskrise einen eigenen Bußgeldkatalog. Dies kündigte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts an. Konkrete Summen nannte er allerdings noch nicht.

Die zahlreichen Vorschriften würden bislang "ganz überwiegend stark eingehalten", sagte Herrmann. Bei Verstößen gebe es Hinweise und Ermahnungen durch die Polizisten, aber es gebe auch "einige krasse Fälle und auch einige wenige renitente Verstöße", betonte der Minister. "Und dort werden dann entsprechend auch Bußgeldverfahren oder Strafverfahren eingeleitet."

14.48 Uhr: Mehr als 200.000 bestätigte Corona-Infektionsfälle in Europa

Europaweit ist die Zahl der offiziell gemeldeten Coronavirus-Infektionsfälle auf mehr als 200.000 gestiegen. Mehr als die Hälfte der Fälle wurden in Italien und Spanien registriert, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP vom Dienstag ergab. Die Zahl der Todesfälle stieg europaweit auf 10.732.

14.27 Uhr: UN fordert Sanktionen während der Corona-Krise auszusetzen

Angesichts der verheerenden Coronavirus-Pandemie hat die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, das Aussetzen von Sanktionen verlangt. Sie erwähnte den Iran, Kuba, Nordkorea, Venezuela und Simbabwe. "Mit Blick auf die explosiven Konsequenzen wie Todesfälle, Leid und weitere Ansteckungen ist es lebensnotwendig, dass der Zusammenbruch von Gesundheitssystemen in allen Ländern vermieden wird", sagte Bachelet am Dienstag in Genf laut Mitteilung ihres Büros. Wenn das Gesundheitssystem in einem der Länder schwach sei, erhöhe dies das Risiko einer weiteren Virus-Ausbreitung für die ganze Welt.

14.21 Uhr: Test von isländischer Regierungschefin negativ

Entwarnung im hohen Norden: Die isländische Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir ist nicht mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Ein Test sei negativ ausgefallen, teilte die Regierungschefin der Nordatlantik-Insel am Dienstag auf Facebook mit. Es gebe keine Anzeichen, dass sie den Erreger Sars-CoV-2 in sich trage.

Jakobsdóttir hatte sich nach einem positiven Coronavirus-Befund in der Schule ihres jüngsten Sohnes auf das Virus testen lassen und war deshalb vorerst zu Hause geblieben. Ihr Ehemann und der Sohn befinden sich in Quarantäne.

Premierministerin: Islands Katrín Jakobsdóttir wurde negativ getestet. (Quelle: imago images/snapshot)Premierministerin: Islands Katrín Jakobsdóttir wurde negativ getestet. (Quelle: snapshot/imago images)

14.18 Uhr: Falls nötig mehr Ordnungskräfte einsetzen

Die großen Städte in NRW wollen nötigenfalls mehr Kräfte zur Kontrolle der neuen, vom Land erlassenen Corona-Regeln einsetzen. "Wo es nötig ist, wird die Zahl der Ordnungskräfte aufgestockt", sagte Helmut Dedy, Geschäftsführer des Städtetages Nordrhein-Westfalen, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Selbstverständlich kontrollierten Polizei und Ordnungsämter das verabredete Kontaktverbot und die Einhaltung der geltenden Regeln. Wer sich über die Regeln hinwegsetze und sich unsolidarisch verhalte, müsse mit Konsequenzen rechnen, "und Bußgelder gehören nun mal dazu", sagte er.

14.01 Uhr: Zahl der Coronavirus-Toten in Sachsen steigt auf fünf

Die Zahl der Coronavirus-Todesopfer in Sachsen ist am Dienstag auf fünf gestiegen. Am Mittag wurde gemeldet, dass auch zwei Patienten in Dresden gestorben sind, wie Sozialministerin Petra Köpping (SPD) sagte. Nähere Informationen dazu gebe es noch nicht. Seit Ende vergangener Woche sind bereits drei ältere Menschen mit Vorerkrankungen an einer Covid-19-Infektion im Freistaat gestorben - ein Mann im Landkreis Bautzen sowie eine 84-Jährige und ein 87-Jähriger aus Bernsdorf im Landkreis Zwickau. Die Zahl der Infektionen liegt inzwischen bei 1018. "Es gibt keine Entspannung, keine Entwarnung für Sachsen", sagte Köpping.

13.40 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Covid-19-Ausbreitung in Ischgl

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat Ermittlungen zur Ausbreitung des Coronavirus im beliebten Wintersportort Ischgl aufgenommen. Wie die Behörde am Dienstag mitteilte, geht sie dem Verdacht nach, dass ein Gastronomiebetrieb Ende Februar einen positiven Test einer Mitarbeiterin nicht den Gesundheitsbehörden gemeldet habe. Das Land Tirol hatte der Staatsanwaltschaft eine Anfrage des ZDF mit dem entsprechenden Verdacht weitergeleitet. "Es ist unbekannt, um welchen Betrieb es sich dabei handeln soll und ob tatsächlich Meldepflichten verletzt wurden", teilte die Staatsanwaltschaft mit. Daher werde nun ermittelt.

13.23 Uhr: Olympische Sommerspiele in Tokio verschoben

Lange wurde die Entscheidung aufgeschoben, nun ist sie schlussendlich getroffen worden: Die Olympischen Spiele werden nicht wie geplant vom 24. Juli bis zum 9. August in Tokio stattfinden.

13.05 Uhr: Erste Studie zu möglichem Covid-19-Medikament gestartet

Im Kampf gegen das Coronavirus ist am Dienstag die bundesweit erste Studie mit einem Medikament gegen die Lungenkrankheit Covid-19 angelaufen. Das ursprünglich gegen Ebola entwickelte US-Präparat namens "Remdesivir" werde in einer international angelegten Studie an rund 1000 Patienten in rund 50 Kliniken rund um die Welt erprobt, teilte Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing mit. Das Medikament solle dabei an 600 Patienten mit moderaten Symptomen und an 400 mit schwerer Symptomatik erprobt werden.

Wendtner verfügt in Deutschland über die bisher längste Erfahrung mit Covid-19. Er hatte in Schwabing Ende Januar die bundesweit ersten mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierten Patienten behandelt. Die Klinik in Schwabing gehört neben dem Hamburger Uniklinikum Eppendorf und dem Uniklinikum Düsseldorf zu den Zentren, an denen die Wirkung des Ebola-Präparates in Deutschland untersucht wird.

13.00 Uhr: Peter Altmaier warnt vor Rezession schlimmer als bei Finanzkrise

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will eine dauerhafte Wirtschaftskrise durch die Corona-Pandemie verhindern. Altmaier sagte am Dienstag in Berlin nach einer Videokonferenz mit führenden Ökonomen, die wirtschaftlichen Einbußen würden voraussichtlich höher sein als in der Finanzkrise 2009. Die Bundesregierung habe mit Maßnahmenpaketen den ersten Schritt getan, um die wirtschaftlichen Folgen abzufedern. Es müssten aber weitere Maßnahmen ergriffen werden, die Deutschland aus der Krise führten.

Der per Video zugeschaltete Chef der so genannten "Wirtschaftsweisen", Lars Feld, sagte, es brauche nach dem "Abklingen"der Maßnahmen zum Gesundheitsschutz "Initialzündungen" auf steuerlicher Seite. Viel werde davon abhängen, dass Deutschland schnell wieder aus der Wirtschaftskrise herauskomme und 2021 einen ähnlich starken und schnellen Aufschwung hinlegen könne wie nach der Finanzkrise.

12.50 Uhr: Söder über die Lage: "Gibt keinen Anlass zur Entwarnung"

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat bei einer Pressekonferenz gesagt: "Wir ergänzen das Paket der Bundesregierung und setzen bayerische Akzente. Die Lage bleibt weiter sehr sehr ernst, es gibt keinen Anlass zur Entwarnung." In Bayern sind inzwischen 6362 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Mittlerweile gebe es zudem 31 Tote im Freistaat. 

"Ich bedanke mich sehr bei der bayerischen Bevölkerung und den Menschen, die mitmachen. Es ist nicht nur ein Schutz für einen selber, sondern auch für die Nachbarn", sagt der bayerische Ministerpräsident.

"Wir haben heute noch einmal die Rechtsgrundlage verbessert. Das Verwaltungsgericht München hat uns darauf hingewiesen, dass wir eine Rechtsgrundlage ändern müssen. Eine Dame hatte gegen die Ausgangsbeschränkung geklagt. Alleine mit der Entscheidung des Wochenendes konnten wir eine Vielzahl an Todesfällen verhindern", so Söder.

Markus Söder: Bayerns Ministerpräsident hat neue Informationen zur Lage bekanntgegeben. (Quelle: imago images/Sven Simon)Markus Söder: Bayerns Ministerpräsident hat neue Informationen zur Lage bekanntgegeben. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Er sagt weiter: "Wir machen uns riesige Sorgen um die wirtschaftlichen Herausforderungen. Wir glauben es könnte länger gehen, als die Herausforderungen im Gesundheitlichen. Auf Empfehlung des Finanzministers haben wir beschlossen, das Haushaltsvolumen zu erhöhen. Wir steigern das Haushaltsvolumen auf 20 Millionen."

Aber auch an das Gesundheitsministerium hat Söder gedacht, er erklärt: "Wir verstärken das Gesundheitsministerium, weil wir im Katastrophenfall ein maximal großes Ministerium brauchen. Der Gesundheitsdienst wird um 50 Personen im Ministerium verstärkt." Zudem wurde ein Krankenhausplan beschlossen. Der Freistaat Bayern will ab dem 1. April die Kosten für Essen und Trinken der Pflegerinnen und Pfleger in Krankenhäusern, Altenheimen, aber auch Behinderteneinrichtungen übernehmen. "Wir wollen einfach ein Signal setzen, des Dankeschöns, schon jetzt für die Arbeit, die dort geleistet wird", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München.

12.25 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Söder informiert über Lage

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat für 12.30 Uhr erneut zu einer Pressekonferenz eingeladen, in der er über die aktuellen Entwicklungen in der Krise informieren will. Sie können sich die Pressekonferenz hier im Livestream ansehen.

Dieser Livestream wird vom BR zur Verfügung gestellt.

12.20 Uhr: Neue Corona-Regeln im Bundestag

"Social Distancing" im Bundestag: Wegen Ansteckungsgefahr gilt bei den Plenarsitzungen in dieser Woche eine besonders strenge Sitzordnung. Auf vielen blauen Abgeordneten-Stühlen wurden am Dienstag Zettel mit der Aufschrift "Bitte freilassen" verteilt, damit zwischen den einzelnen Parlamentariern möglichst zwei Plätze unbesetzt sind. Weitere Regelungen - etwa zum Betreten und Verlassen des Plenarsaals - wollte die Bundestagsverwaltung im Laufe des Tages bekannt geben.

12.15 Uhr: Die Lage des DAX beruhigt sich weiter

Am deutschen Aktienmarkt haben die leidgeprüften Anleger am Dienstag etwas kräftiger durchatmen können. Die Lage beruhigte sich weiter. Der Dax gewann gegen Mittag 6,38 Prozent auf 9298,57 Punkte. Damit hat der Leitindex seit seinem Anfang der Vorwoche markierten Tief nach dem Coronacrash bei 8255 Punkten nun mehr als 1000 Punte gut gemacht.

Jedoch hole der Dax vorerst nur die maßlose Übertreibung der letzten Handelstage auf, vorschnell als Trendumkehr sollte dies nicht gesehen werden, mahnte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank.

12.10 Uhr: Blutspenden sind laut dem Deutschen Roten Kreuz weiterhin möglich

Blutspenden sind trotz der verschärften Kontaktregeln möglich. Das Blutspendewesen gelte als systemrelevante Einrichtung in der Krankenversorgung, teilte der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost am Dienstag mit. Auch in den nächsten Wochen werde es daher weiter regelmäßig Blutspendetermine in Schleswig-Holstein und Hamburg geben. Das Terminangebot wird hierbei auf einzelne ausgewählte Spendeorte konzentriert, welche die Einhaltung notwendiger Hygiene- und Abstandsregeln zum Schutz der Spender und des Personals ermöglichen.

12.02 Uhr: Volkswagen setzt Produktion in Russland aus

Volkswagen will wegen Problemen bei den Lieferketten in der Corona-Krise nun auch die Produktion in Russland vorübergehend einstellen. Ab der kommenden Woche solle die Fertigung für zunächst zwei Wochen pausieren, hieß es am Dienstag aus der Konzernzentrale in Wolfsburg. VW ist in den Werken Kaluga und Nischni Nowgorod auch auf Zulieferungen von Bauteilen etwa aus Westeuropa angewiesen. Die Versorgung von Händlern und Kunden sei derzeit aber sichergestellt, teilte das Unternehmen laut der russischen Agentur Tass mit.

12.00 Uhr: Hoffnungsschimmer bei Corona-Zahlen in Italien

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht erste Hoffnungszeichen, dass die strikten Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus in Italien Wirkung zeigen. "Die Fallzahlen und Totenzahlen sind in den vergangenen zwei Tagen leicht gefallen", sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris am Dienstag. Es sei aber noch zu früh, von einem Wendepunkt zu sprechen.

Weltweit seien die Zahlen über Nacht weiter sprunghaft gestiegen, sagte sie. Die WHO wollte konkrete Zahlen im Laufe des Tages veröffentlichen. Sie hatte Stand Montagabend rund 335 000 nachgewiesene Infektionen und knapp 15 000 Tote erfasst. Die renommierte Johns Hopkins-Universität hatte am Dienstag bereits knapp 385 000 Fälle und 16 600 Tote verzeichnet.

11.53 Uhr: Laschet ruft Bevölkerung zum Einhalten von Kontaktverbot auf

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Bürger mit Nachdruck zum Einhalten der strengen Kontaktverbotsregelungen in der Corona-Krise aufgerufen. Es könne bis zu zwei Wochen dauern, "bis wir erste Erfolge sehen", sagte Laschet am Dienstag in einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags. "Umso wichtiger ist es jetzt, dass wir die Regeln einhalten." Wenn dies der Fall sei, "können wir dies schaffen". Die meisten Menschen hielten sich an die Regeln und zeigten sich solidarisch, sagte Laschet. Verstöße würden konsequent und hart geahndet. Die NRW-Regierung hatte zuvor einen entsprechenden Straf- und Bußgeldkatalog zur Umsetzung des Kontaktverbots vorgelegt. 

11.30 Uhr: Handel plädiert für steuerfreie Sonderzahlungen für Mitarbeiter

Viele Einzelhändler wollen die große Belastung ihrer Mitarbeiter in der Coronavirus-Krise nach Angaben des Handelsverbandes Deutschland (HDE) mit Sonderzahlungen honorieren. Der HDE-Präsident Josef Sanktjohanser pochte am Dienstag in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darauf, dass diese Prämien nicht versteuert werden müssen.

"Wir möchten das außerordentliche Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf freiwilliger Basis honorieren, zum Beispiel durch krisenbedingte Sonderzahlungen zusätzlich zu Löhnen und Gehältern", schrieb Sanktjohanser. Doch könnten solche Sonderzahlungen dazu führen, dass die Steuerlast der Beschäftigten sehr stark wachse. Sanktjohanser bat deshalb die Kanzlerin, "sich für eine Steuerbefreiung von Sonderzahlungen einzusetzen". Auf diese Weise könnten die Sonderprämien ungeschmälert bei den Mitarbeitern ankommen, die in der Krise den Laden am Laufen hielten.

11.28 Uhr: Hebammen helfen in Viruskrise per Video

Hebammen bieten Schwangeren und Paaren mit Neugeborenen ihre Hilfe in der Corona-Krise mit Videoschalte an. Bis Mitte Juni könne verstärkt auf Beratung oder Kursteilnahme per Videotelefonie zurückgegriffen werden, teilten die maßgeblichen Hebammenverbände und der Spitzenverband der Krankenkassen am Dienstag in Berlin mit. "So bleibt die Versorgung von Schwangeren und Müttern im Wochenbett in dieser außerordentlichen Situation aufrechterhalten und mögliche Verdienstausfälle für freiberufliche Hebammen können minimiert werden."

11.22 Uhr: 85 Prozent Neuinfektionen in Europa und USA

Europa und die USA sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO jetzt das Zentrum der Coronavirus-Pandemie. 85 Prozent der neuen Infektionsfälle in den vergangenen 24 Stunden seien in Europa oder den USA gemeldet worden, sagt eine Sprecherin. Die WHO erwarte, dass die Zahl der Toten von derzeit 14.510 "erheblich" steigen werde.

Die USA könnten nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO das neue Epizentrum der Coronavirus-Pandemie werden. Die Vereinigten Staaten hätten das Potenzial dazu, da die Fallzahlen dort sehr rasch anstiegen, sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris am Dienstag vor Journalisten. 

Deutschland: NRW nimmt zehn Patienten aus Italien auf. (Quelle: imago images/Independent Photo Agency Int.)Deutschland: NRW nimmt zehn Patienten aus Italien auf. (Quelle: Independent Photo Agency Int./imago images)

11.16 Uhr: Saarland nimmt Corona-Patienten aus Frankreich auf

Fünf Corona-Notfallpatienten aus der ostfranzösischen Region Grand Est werden nun im Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg behandelt. Sie seien am Montag eingeliefert worden, nachdem das Saarland der benachbarten Region Unterstützung zugesagt hatte, teilte Regierungssprecher Alexander Zeyer am Dienstag in Saarbrücken mit. Weitere Covid-19-Patienten aus Grand Est würden nicht erwartet. Das Saarland habe sich zur Aufnahme von fünf Kranken bereiterklärt.

11.01 Uhr: NRW nimmt zehn Corona-Patienten aus Italien auf

Nordrhein-Westfalen nimmt zehn Corona-Patienten aus dem besonders von dem Virus betroffenen Norditalien auf. Das sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in einer Sondersitzung des Landtags. Die italienische Luftwaffe werde die Patienten nach NRW verlegen. "Das ist ein kleiner Tropfen", sagte Laschet. "Aber wir wollen signalisieren: Ihr seid nicht allein." Jedes Leben, das man retten können, sei es wert. Zuvor hatten bereits andere Bundesländer Corona-Patienten aus dem Ausland aufgenommen.

10.57 Uhr: Bei Corona-Verdacht jetzt zwei Wochen Krankschreibung möglich

Die Menschen in Deutschland dürfen sich bei leichten Atemwegserkrankungen nun zwei Wochen am Telefon krankschreiben lassen. 

Aufgerissene Kisten mit Mundschutzmasken: Bei der Bundeswehr sind sechs Millionen Atemmasken verschütt gegangen.  (Quelle: dpa)Aufgerissene Kisten mit Mundschutzmasken: Bei der Bundeswehr sind sechs Millionen Atemmasken verschütt gegangen. (Quelle: dpa)

10.17 Uhr: Millionen Atemmasken für die Bundeswehr verschwunden

Bei der Lieferung von sechs Millionen Schutzmasken nach Deutschland gegen eine weitere Verbreitung von Corona-Infektionen hat es eine Panne gegeben. Die Masken der Schutzstufe FFP2 seien auf einem Flughafen in Kenia "spurlos verschwunden", berichtete der Spiegel. Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums sagte, der Vorgang werde untersucht. Der von der Generalzolldirektion geschlossene Liefervertrag habe storniert werden können. Weiter sagte sie, es handele sich um einen Bruchteil des insgesamt bestellten Materials.

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10.03 Uhr: 143 Corona-Tote in Deutschland, über 32.000 Infizierte

In Deutschland sind bis Dienstagmorgen 143 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Über 32.000 haben sich mit dem Covid-19-Erreger infiziert. Wie sich das Virus auf die Bundesländer verteilt, erfahren Sie hier. 

9.53 Uhr: Thailand kündigt Ausnahmezustand an

Thailands Premierminister hat wegen der Corona-Pandemie angekündigt, einen Ausnahmezustand von diesem Donnerstag zu verhängen. Auf diese Weise solle die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden, sagte General Prayut Chan-o-cha in einer Fernsehansprache. Im Zuge der Maßnahmen würden die Menschen aufgefordert, zu Hause zu bleiben, sagte er weiter. Gelten sollten die Regelungen in Gebieten, in denen die Gefahr einer Ausbreitung des Virus bestehe. Weitere Maßnahmen würden am Donnerstag bekannt gegeben.

Das südostasiatische Land hat das öffentliche Leben bereits deutlich eingeschränkt. In Bangkok sind bis zum 12. April die für die Hauptstadt sehr prägenden Einkaufszentren und die Restaurants geschlossen. Ausgenommen sind Supermärkte und Drogerien.

9.20 Uhr: Finnischer Friedensnobelpreisträger hat Corona

Der finnische Friedensnobelpreisträger und Ex-Präsident Martti Ahtisaari ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Wie das finnische Präsidialbüro mitteilte, wurde die Infektion von Ahtisaari am Montag bestätigt. Dem 82-Jährigen gehe es den Umständen entsprechend gut, erklärte die von Ahtisaari gegründete finnische Friedensorganisation CMI. Bereits am Wochenende war das neuartige Virus Sars-CoV-2 bei Ahtisaaris Frau Eeva nachgewiesen worden.

Ahtisaari war von 1994 bis 2000 finnischer Präsident gewesen. Seit den 70er-Jahren setzt er sich als Vermittler für die Lösung von internationalen Krisen und Konflikten in aller Welt ein. Für diese Bemühungen erhielt er 2008 den Friedensnobelpreis. 

9.01 Uhr: Altmaier verspricht: Corona-Hilfe soll in einer Woche fließen

Die von der Coronakrise in wirtschaftliche Not geratenen Firmen und Selbstständigen können auf rasche Staatshilfe hoffen. Bundeswirtschaftminister Peter Altmaier sicherte im "ZDF-Morgenmagazin" zu, dass spätestens Mitte nächster Woche die Gelder fließen sollen. Dann sollte in allen Bundesländern klar sein, welche Behörden und Institutionen das Geld auszahlen. "Und es soll so unbürokratisch wie möglich gehen, wo immer möglich auch elektronisch", so der CDU-Politiker.

8.42 Uhr: Jetzt 37 Covid-Tote in der Türkei

Die Zahl der Todesopfer durch Covid-19 ist in der Türkei auf 37 gestiegen. An einem Tag seien sieben Menschen verstorben, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca auf Twitter mit. Zudem seien 293 weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden, damit steigt die Gesamtzahl der erfassten Infizierten auf 1.529. In 24 Stunden seien rund 3.700 Tests durchgeführt worden, schrieb Koca.

Die türkische Regierung teilt nicht mit, in welchen Städten oder Provinzen Menschen positiv getestet wurden. Koca hatte in einer Pressekonferenz am Montag lediglich gesagt, dass es im ganzen Land Fälle gebe. 

7.06 Uhr: Weltärztepräsident rechnet mit Corona-Krise bis Ende des Jahres

Der Präsident des Weltärztebundes rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Corona-Krise. "Diese Problematik wird uns mit Sicherheit bis zum Ende des Jahres begleiten", sagte Frank Ulrich Montgomery der Deutschen Presse-Agentur. Bis ein Impfstoff verfügbar sei, "werden wir unser gesamtes soziales Leben und unser Arbeitsleben umstellen müssen".

Montgomery begrüßte die Einigung von Bund und Ländern auf eine Kontaktbegrenzung. Es sei ein großer Unterschied, ob Menschen durch staatliche Repression eingeschlossen würden – wie bei einer Ausgangssperre – "oder ob sie es selbst in der Hand haben". Der Weltärztepräsident hatte sich zuvor gegen ein Ausgangsverbot ausgesprochen.

6.59 Uhr: FDP-Politiker Lambsdorff spricht über seine Corona-Erkrankung

Alexander Graf Lambsdorff (FDP) hat sich vor rund zwei Wochen in Quarantäne begeben, nachdem er positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Nun spricht er in einem Interview über seine Erkrankung. Ihm ginge es inzwischen gut, dennoch mahnt er vor den Gefahren der Lungenkrankheit.

6.40 Uhr: China hebt Abriegelung von Provinz Hubei weitgehend auf

In China wird die wegen der Ausbreitung des Coronavirus verhängte Abriegelung der Provinz Hubei weitgehend aufgehoben. In der dortigen Millionenmetropole Wuhan, die als Ausgangspunkt der Pandemie gilt, wird das allgemeine Verbot zum Verlassen der Stadt und Provinz zum 8. April aufgehoben, wie die örtlichen Behörden am Dienstag ankündigten. Für die übrigen Bewohner von Hubei gilt, dass sie ab Mitternacht in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) aus der Provinz ausreisen dürfen. Voraussetzung ist, dass sie gesund sind.

Die Behörden hatten das knapp 60 Millionen Einwohner zählende Hubei zwei Monate lang von der Außenwelt abgeschottet. In den vergangenen Wochen waren die offiziellen Zahlen der Neuinfektionen innerhalb der Provinz deutlich zurückgegangen. Schon seit einigen Tagen gibt es laut den amtlichen chinesischen Statistiken im gesamten Land nur noch sehr wenige neue Corona-Patienten, die sich innerhalb Chinas angesteckt haben. Dagegen verzeichnen die Statistiken eine zunehmende Zahl von Corona-Infizierten, die aus dem Ausland in die Volksrepublik eingereist sind.

5.15 Uhr: FDP will Rettungsfonds auch für Startup-Unternehmen

Zum Schutz wichtiger zukunftsfähiger Geschäftsmodelle in der Corona-Krise kommt aus der FDP-Bundestagsfraktion der Ruf nach einem speziellen Rettungsfonds für Start-Up-Unternehmen. Dieser müsste einen Umfang im einstelligen Milliardenbereich haben, sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin Bettina Stark-Watzinger. "Der Rettungsfonds würde unmittelbar Liquidität für Start-Ups bereitstellen, indem er 75 Prozent der Investitionssumme übernimmt. Die restlichen 25 Prozent kommen von privaten Gesellschaftern, die sich entscheiden, weiter in das Start-Up-Unternehmen zu investieren."

4.05 Uhr: Handwerkspräsident: Betriebe brauchen bis Ende März Hilfe

Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer hat in der Corona-Krise schnelle Hilfen bis zum Monatsende gefordert – sonst gingen viele Betriebe pleite. "Wenn es nicht gelingt, dass die Gelder und Zuschüsse noch vor Ablauf des März bei den Betrieben ankommen, droht das Hilfsunterfangen der Bundesregierung zu scheitern", sagte Wollseifer. "Wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit, bei dem es um nicht weniger geht als die weitere Existenz und den Fortbestand von Tausenden Betrieben und Arbeitsplätzen. Für viele Betriebe im Handwerk ist es inzwischen eine Frage von Tagen, ob sie es schaffen, zu überleben oder ob sie pleitegehen."

Wollseifer sagte weiter: "Schon in der nächsten Woche stehen bei vielen Unternehmen die Lohnzahlungen an, für die liquide Mittel gebraucht werden." Deshalb sei es dringend geboten, dass der Hilfsmittelfluss von allen daran Beteiligten ganz schnell in Gang gesetzt werde – damit nicht schon in der kommenden Woche viele Betriebe für immer ihre Türen schließen müssten.

4 Uhr: Bahn schließt betriebsbedingte Kündigungen aus

Die Beschäftigten der Deutschen Bahn müssen keine betriebsbedingten Kündigungen aus Anlass der Corona-Krise fürchten. Der Konzern und die Gewerkschaften haben dies jetzt in einer Vereinbarung ausgeschlossen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Sie regelt auch zusätzliche Arbeitsbefreiungen für Beschäftigte mit Kindern, Entgeltfortzahlungen, flexiblen Ausgleich versäumter Arbeitszeiten und sichert die Mitsprache der Betriebsräte bei Kurzarbeit. Das Bundesunternehmen hat in Deutschland rund 200.000 Mitarbeiter.

"Die Bahn ist Teil der Lebensadern dieses Landes", heißt es in der Vereinbarung des Konzerns mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer mit Datum vom 19. März. Gemeinsames Ziel sei es, während der Corona-Krise die Gesundheit der Mitarbeiter und ihrer Familien sowie der Kunden zu schützen und den Bahnbetrieb so lange und so gut wie möglich aufrecht zu erhalten.

3.05 Uhr: Pharmafirma Anges startet Impfstoff-Tests an Tieren

Das japanische Biopharmaunternehmen Anges erklärt, dass es mit der Universität Osaka die Entwicklung eines DNA-Impfstoffs gegen das neue Coronavirus abgeschlossen habe und bald mit den Tests an Tieren beginne. DNA-Impfstoffe werden mit einem inaktivierten Virus hergestellt und können schneller produziert werden als proteinbasierte Impfstoffe, so die Unternehmensmitteilung. Takara Bio sei verantwortlich für die Produktion des Impfstoffs und Daicel Gen-Transfer-Technologie würde ebenfalls Anwendung finden, erklärte das Pharmaunternehmen. Die Aktien von Anges stiegen im Vormittagshandel in Tokio um bis zu 17 Prozent.

2.20 Uhr: Patienten aus Italien in Sachsen gelandet 

Eine Gruppe von in Sachsen zu behandelnden Corona-Patienten aus Italien ist in der Nacht zu Dienstag am Flughafen Leipzig-Halle gelandet. Am Montag hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) angekündigt, dass Sachsen Corona-Patienten aus Italien in seinen Krankenhäusern aufnehmen will. Man komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Die Krankenhäuser im Freistaat hätten signalisiert, dafür die Kapazitäten zu haben. Zudem könne man durch die Behandlung der italienischen Patienten lernen, mit dem Virus umzugehen. "Das ist ein ganz wichtiges Zeichen, dass wir auch anderen helfen können", sagte Kretschmer. Zunächst hatte Kretschmer von sechs Patienten aus Italien gesprochen, am Abend war dann von acht Patienten die Rede, die auf mehrere Kliniken verteilt werden sollen.

Auch Rheinland-Pfalz und das Saarland hatten schwer kranke Covid-19-Patienten aus Frankreich aufgenommen.

2.10 Uhr: Zahl "importierter Fälle" in China steigt deutlich

In China ist die Zahl der sogenannten importierten Erkrankungen mit dem Coronavirus deutlich gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Dienstag mitteilte, wurde das Virus bei 74 weiteren Menschen nachgewiesen, die kürzlich in die Volksrepublik eingereist sind. Erstmals seit Tagen wurden auch wieder einige lokale Fälle gemeldet. Wie aus den offiziellen Zahlen hervorgeht, gab es demnach vier Fälle, die nicht bei Eingereisten festgestellt wurden.

Bei einem großen Teil der Rückkehrer handelt es sich um Chinesen, die unter anderem wieder in ihre Heimat kommen, weil sie annehmen, dass dort das Schlimmste nun überstanden ist. Insgesamt seien bislang 427 importierte Fälle festgestellt worden, wie die Kommission weiter mitteilte.

Erneut kam es zu neuen Todesfällen. Nach offiziellen Angaben vom Dienstag kletterte die Zahl der Opfer um sieben auf nun 3.277. Insgesamt wurden auf dem chinesischen Festland 81.171 Infizierte registriert, von denen sich bislang mehr als 73.000 wieder erholt haben.

Auch in Südkorea ist die Zahl der Neuinfektionen wieder leicht angestiegen. Wie die Gesundheitsbehörden am Dienstag mitteilten, wurden am Montag 76 neue Fälle festgestellt – nach 64 am Sonntag. Die Gesamtzahl stieg damit auf nunmehr über 9.000. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Sars-CoV-2-Erreger in Verbindung gebracht werden, kletterte um neun auf 120.

2 Uhr: Fraktionen bereiten Bundestags-Sitzung zu Hilfen vor

Die Fraktionen im Bundestag bereiten am Dienstag die wichtige Bundestagssitzung mit Beschlüssen über Hilfsprogramme in der Corona-Krise vor. Die meisten Fraktionen haben dafür digitale Sitzungen angekündigt. Am Mittwoch soll der Bundestag im Schnellverfahren mehrere Gesetzesvorhaben beschließen und auch eine Notfallregelung für die Schuldenbremse in Kraft setzen, die dem Bund neue Kredite in Höhe von 156 Milliarden Euro ermöglicht. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) spricht zudem mit den "Wirtschaftsweisen" über die aktuelle wirtschaftliche Lage.

1.50 Uhr: Bombardier setzt Produktion aus

Der kanadische Flugzeug- und Bahntechnikhersteller Bombardier setzt nach Insiderinformationen die Produktion seiner Geschäftsflugzeuge aus. Die kanadischen Provinzen Ontario und Quebec, wo Bombardiers Flaggschiff Global 7500 und andere Modell-Business-Jets montiert und fertiggestellt werden, haben angeordnet, dass alle nicht wesentlichen Arbeitsplätze am späten Dienstag geschlossen werden.

Bombardier-Sprecherin Anna Cristofaro sagte, das Unternehmen prüfe "derzeit, was die heutigen Ankündigungen der Regierungen von Quebec und Ontario für unsere Aktivitäten bedeuten". In einem internen Brief an die Mitarbeiter von Bombardier Aviation, der von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehen wurde, heißt es jedoch, das Unternehmen würde "alle nicht wesentlichen Operationen" in Quebec und Ontario bis zum 13. April oder bis auf weiteres stilllegen, um die Ankündigungen der Regierung zu unterstützen.

1.20 Uhr: Verschärfte Maßnahmen in den USA – Trump verspricht rasche Erholung von der Krise

US-Präsident Donald Trump hat der amerikanischen Bevölkerung eine baldige Erholung von der Coronavirus-Krise in Aussicht gestellt. "Die Beschwernisse werden enden, sie werden bald enden", sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) im Weißen Haus in Washington. "Amerika wird bald wieder offen sein für Geschäfte", versicherte er. Und dies werde früher sein als erst in drei oder vier Monaten. Das normale Leben werde zurückkehren und die Wirtschaft werde sich erholen. Hier lesen Sie die gesamte Meldung.

Im US-Senat ist bislang noch immer keine Mehrheit für ein geplantes Konjunkturpaket in Höhe von mehr als einer Billion US-Dollar zustande gekommen.Die Zahl der Infektionen in den USA stieg am Montag auf rund 44.000 Fälle an.

Der US-Staat Kalifornien benötigt derweil 50.000 zusätzliche Krankenhausbetten. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom sagt, dass einige dieser Betten von Krankenhäusern zur Verfügung gestellt werden könnten, aber dass Tausende weitere gefunden werden müssten, wenn sich Vorhersagen über die Ausbreitung des Virus bewahrheiteten. Zudem werden in dem Staat erstmals die Strände geschlossen. Der Bürgermeister von San Diego ordnete am Montag (Ortszeit) die Schließung städtischer Strände, Parks und Wanderwege an. Zu viele Menschen hätten am Wochenende die zuvor verhängten Auflagen missachtet, voneinander Abstand zu halten, klagte Bürgermeister Kevin Faulconer auf Twitter. Auch in dem beliebten Küstenort Laguna Beach bleiben die Strände ab sofort zu.

Auch der US-Bundesstaat Washington hat Ausgangsbeschränkungen erlassen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen. Gouverneur Jay Inslee gab den "Bleib zuhause, bleib gesund"-Erlass am Montagabend (Ortszeit) bekannt. Für den nächsten zwei Wochen werden die über sieben Millionen Einwohner des Westküstenstaates angewiesen, nur für wichtige Erledigungen, etwa um Lebensmittel einzukaufen oder Ärzte aufzusuchen, ihre Häuser zu verlassen. Auch Spaziergänge sind noch erlaubt, aber dabei müssen die Menschen Abstand voneinander halten.

Dienstag, 24 März, 1.01 Uhr: Erster Fall in einem Gefängnis in Hamburg

Die Justizbehörde in Hamburg meldet einem Medienbericht zufolge den ersten Fall eines mit dem Corona-Virus infizierten Gefangenen. Der Inhaftierte sei nach einem Vorabbericht der Zeitungen der "Funke Mediengruppe" (Dienstagsausgaben) in der Haftanstalt isoliert worden und die Kontaktpersonen der vergangenen Tage bereits ermittelt. Es ist laut Umfrage der Funke-Zeitungen in den Bundesländern der bisher erste Corona-Fall in einer deutschen Justizvollzugsanstalt. Einige Bundesländer verweigern jedoch die Auskunft über mögliche Corona-Fällen in Gefängnissen.

Montag, 23. März, 23.30 Uhr: Bericht: NRW plant teils hohe Bußgelder für Verstöße gegen Corona-Vorschriften

Als erstes Bundesland hat Nordrhein-Westfalen laut einem Zeitungsbericht einen Bußgeldkatalog erarbeitet, mit dem Verstöße gegen die Maßnahmen zum Schutz vor der Coronavirus-Pandemie geahndet werden sollen. Teilweise sind hohe Geldbußen vorgesehen, wie die "Bild"-Zeitung in ihrer Dienstagsausgabe meldet. So sollten etwa bei unerlaubten Besuchen in Krankenhäusern oder Altenheimen 800 Euro fällig werden, heißt es in dem Bericht.

Bei öffentlichen Treffen von mehr als zwei Menschen, die durch keine Ausnahme gedeckt sind, ist laut "Bild" ein Bußgeld von 200 Euro geplant, bei Picknick und Grillen 250 Euro. Wer eine Bar, eine Disco oder ein Fitnessstudio trotz verlangter Schließung weiter betreibt, müsse sogar 5.000 Euro zahlen. Wer sein Restaurant weiter betreibt, habe 4.000 Euro zu entrichten.

Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) sagte zu "Bild", der Bußgeldkatalog solle deutlich machen, dass es sich bei Verstößen gegen die Anti-Corona-Maßnahmen nicht um "Kavaliersdelikte" handele: "Die Strafen tun weh, und das müssen sie auch." Der Katalog solle der Wichtigkeit der Kontakt-Verbote und anderer Maßnahmen Nachdruck verleihen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte zu "Bild", so hart wie sein Bundesland die Clan-Kriminalität bekämpft habe, werde nun auch bei der Seuchenbekämpfung vorgegangen: "Null Toleranz gilt auch gegenüber Rechts-Brechern im Kampf gegen das Coronavirus."

23 Uhr: Weitere EU-Staaten verschärfen Maßnahmen

Angesichts steigender Infektions- und Todesfälle durch das Coronavirus verschärft Frankreich seine Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Premierminister Édouard Philippe kündigte am Montag im Fernsehsender TF1 eine Ausweitung der Ausgangssperre an. Körperliche Betätigung werde ab Dienstag strikt eingeschränkt und die meisten Märkte müssten schließen, sagte Philippe.

Betätigungen wie Joggen oder Spazierengehen dürften nur noch im Umkreis von einem Kilometer des Wohnortes stattfinden und nur noch einmal täglich maximal eine Stunde lang, erklärte der Premierminister. Märkte würden geschlossen. Nur in Ausnahmefällen könnten örtliche Behörden anders entscheiden, unter anderem an Orten, wo der Markt die Hauptbezugsquelle für Lebensmittel sei.

Die niederländische Regierung hat derweil das wegen der Corona-Krise verhängte Versammlungsverbot bis 1. Juni verlängert. Sollte das Verbot nicht eingehalten werden, werde eine Ausgangssperre verhängt, warnte Ministerpräsident Mark Rutte am Montag. "Ich hoffe, das ist nicht notwendig." Ursprünglich sollte das Verbot am 6. April enden.

Auch Großbritannien verschärft die Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Premierminister Boris Johnson sagt in einer Fernsehansprache, alle Geschäfte mit nicht absolut notwendigen Waren, Bibliotheken und Gebetshäuser würden geschlossen. Große Familienfeiern wie Hochzeiten würden untersagt. Treffen von mehr als zwei Personen, die nicht zum selben Haushalt gehören, würden verboten. Den Briten sei der Ausgang nur noch erlaubt, um Lebensmittel einzukaufen, sich zur Arbeit zu begeben, zum Arzt zu gehen oder Sport zu treiben. Die Botschaft an die Bevölkerung laute: "Bleiben Sie zu Hause." Die Polizei habe die Befugnis, die Regeln durchzusetzen.

Wegen des neuartigen Coronavirus gelten weltweit mittlerweile für mehr als eine Milliarde Menschen Ausgangssperren oder Ausgangsbeschränkungen.

Der britische Premierminister Boris Johnson hat am Montagabend eine mindestens dreiwöchige Ausgangssperre angekündigt.  (Quelle: AP/dpa)Der britische Premierminister Boris Johnson hat am Montagabend eine mindestens dreiwöchige Ausgangssperre angekündigt. (Quelle: AP/dpa)

22.41 Uhr: Trump erlässt Dekret gegen Hamsterkäufe und Wucherpreise

US-Präsident Donald Trump erlässt ein Dekret gegen das Horten von Produkten, die im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie notwendig sind. Zudem solle mit der Anordnung verhindert werden, dass es bei solchen Waren zu Preistreiberei komme, erklärt eine Sprecherin.

22.45 Uhr: Altmaier: Nicht alle Probleme sind mit Geld zu lösen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier geht nach eigenen Worten nach dem 750 Milliarden Euro schweren Hilfspaket nicht davon aus, dass weitere Maßnahmen in dieser Größenordnung noch nötig werden. Es seien mit Geld auch nicht alle Probleme zu lösen, sagt er im ZDF. "Ich glaube auch, dass es falsch wäre, die gesamte finanzielle Solidität und Stabilität der letzten Jahre einfach über den Haufen zu werfen."

22 Uhr: IWF-Chefin warnt vor schlimmerer Rezession als in Finanzkrise 2008

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat angesichts der Coronavirus-Pandemie vor einer schlimmeren weltweiten Rezession als bei der Finanzkrise 2008 gewarnt. Die Pandemie werde "schwerwiegende" wirtschaftliche Auswirkungen mit sich bringen, erklärte IWF-Chefin Kristalina Georgieva am Montag. Der Ausblick für dieses Jahr sei "negativ": Erwartet werde eine "Rezession mindestens so schlimm wie während der weltweiten Finanzkrise oder schlimmer".

Für das Jahr 2021 werde dann aber eine Erholung erwartet, führte Georgieva nach einer Telefonkonferenz der G20-Finanzminister und Zentralbankchefs aus. Dazu müssten die Ausbreitung des Virus gestoppt und Gesundheitssysteme gestärkt werden. "Je schneller das Virus stoppt, desto schneller und stärker wird die Erholung sein."

Georgieva begrüßte die Maßnahmen zahlreicher Länder, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzufedern. Zugleich beklagte sie, dass Investoren seit Beginn der Krise bereits 83 Milliarden Dollar an Kapital aus Schwellenländern abgezogen hätten - das sei mehr als jemals zuvor. Georgieva erklärte, der IWF stehe bereit, seine gesamte Kreditkapazität in Höhe von einer Billion Dollar einzusetzen.

22.22 Uhr: Mehr als 500 Tote in den USA

Die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus in den USA ist auf mehr als 500 gestiegen. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervor. Demnach sprang die Zahl der Todesopfer am Montagnachmittag (Ortszeit) von 499 auf 573. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 in den USA lag diesen Angaben zufolge bei mehr als 41.700. Damit liegen die USA bei der Zahl der bestätigten Fälle an dritter Stelle – hinter China und Italien, aber noch vor Spanien und Deutschland. Am schwersten in den USA ist der Bundesstaat New York an der Ostküste betroffen, gefolgt vom Bundesstaat Washington an der Westküste.

22.00 Uhr: Umfrage: Hohe Akzeptanz für Ausgangsbeschränkungen

Die von Bund und Ländern am Sonntag vereinbarten verschärften Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus stoßen bei einer großen Mehrheit der Deutschen einer Umfrage zufolge auf Zustimmung. 95 Prozent der Deutschen befürworten nach einer am Montagabend veröffentlichten Blitz-Umfrage von infratest dimap für den ARD-"Deutschlandtrend", dass man sich in den kommenden zwei Wochen nur noch in der eigenen häuslichen Gemeinschaft oder mit einer weiteren Person treffen darf. Nur 3 Prozent lehnen diese Maßnahme ab.

Dennoch sorgen sich 55 Prozent vor einer Ansteckung mit dem Virus. Vor einer Woche waren es noch 48 Prozent, Anfang März 23 Prozent. 75 Prozent der Befragten vertrauen darauf, dass das deutsche Gesundheitssystem die Corona-Pandemie bewältigen kann. Bei 19 Prozent ist das Vertrauen weniger groß, bei 4 Prozent nur klein.

Die Zufriedenheit in das Krisenmanagement der Bundesregierung ist mit 75 Prozent der am Montag 1.006 Befragten hoch. 18 Prozent sind weniger und 5 Prozent gar nicht zufrieden.

20.58 Uhr: Rheinland-Pfalz und Saarland nehmen Patienten aus Frankreich auf

Auch Rheinland-Pfalz und das Saarland haben schwer kranke COVID-19-Patienten aus Frankreich aufgenommen. Fünf Notfall-Patienten seien in das Uniklinikum in Homburg verlegt worden, teilt die Staatskanzlei in Saarbrücken mit. Im pfälzischen Kandel seien inzwischen zwei französische Patienten in Behandlung, erklärt das Gesundheitsministerium in Mainz. Beide hätten Vorerkrankungen, würden beatmet, seien aber stabil und in relativ gutem Zustand. Weitere Krankenhäuser stünden zur Aufnahme französischer Patienten bereit.

20.52 Uhr: Altmaier: Staatsschulden sollen ab 2023 wieder zurückgeführt werden 

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier geht nach eigenen Worten davon aus, dass Deutschland seine im Zuge der Krise steigenden Schulden ab 2023 wieder zurückführen kann. "Das ist allerdings davon abhängig, wie schnell wir die aktuelle Krise überwinden", sagt der CDU-Politiker dem "Handelsblatt". "Niemand hindert uns daran, ehrgeiziger zu sein."

20.41 Uhr: Hoffnungsschimmer in Italien: Anstieg der Zahl der Virus-Toten schwächt sich ab 

In Italien haben sich in der Corona-Krise die Zuwächse bei Infektionen und Todesfällen verlangsamt. Der Zivilschutz gab am Montag einen Anstieg der Todesfälle um 602 auf 6077 bekannt. Das ist der niedrigste Anstieg seit vier Tagen. Die Zahl der bekannten Ansteckungen legte in den vergangenen 24 Stunden um 4.789 auf 63.927 zu. Das war kleinste Zuwachs seit fünf Tagen.

"Heute ist vielleicht der erste positive Tag, den wir in diesem harten, sehr schweren Monat hatten", sagte Giulio Gallera, der führende Vertreter der Gesundheitsbehörden in der norditalienischen Region Lombardei, die von dem Virusausbruch am stärksten betroffen ist. "Es ist nicht die Zeit, einen Sieg zu feiern, aber wir sehen langsam Licht am Ende des Tunnels." Der Chef der nationalen Gesundheitsbehörde, Silvio Brusaferro, gab allerdings zu bedenken, es sei noch zu früh um zu sagen, dass der jüngste Rückgang bei den täglichen Todesfällen und Neuinfektionen sich fortsetzen werde.

20.12 Uhr: Erster Todesfall in Sachsen-Anhalt 

In Sachsen-Anhalt gibt es einen ersten Todesfall nach einer Coronavirus-Infektion. In Halle sei am Samstag eine 80-jährige Frau mit schweren Vorerkrankungen gestorben, bei der auch das Coronavirus festgestellt wurde, teilte die Stadt Halle am Montagabend mit. Es sei die erste bekannte Tote im Zusammenhang mit Corona in Sachsen-Anhalt, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums.

20.05 Uhr: Neuinfektionen und Todesfälle legen in Frankreich deutlich zu 

In Frankreich meldet Gesundheitsminister Olivier Veran einen Anstieg der Todesfälle um 28 Prozent auf 860 und einen Zuwachs der Neuinfektionen binnen 24 Stunden um rund 20 Prozent auf 19.856.

19.47 Uhr: Erneute Verfahrensabstimmung zu Corona-Hilfspaket im US-Senat gescheitert 

Im Streit um ein billiardenschweres Coronavirus-Hilfspaket in den USA hält die Blockade im Kongress an. Die oppositionellen Demokraten brachten am Montag im US-Senat erneut eine Verfahrensabstimmung zum Scheitern und verhinderten damit eine Debatte über den eigentlichen Gesetzestext. Lediglich 49 der insgesamt 100 Senatoren stimmten dafür, die Debatte zum Hilfspaket zu beginnen. Nötig gewesen wäre eine Mehrheit von 60 Stimmen.

19.33 Uhr: Johnson will um 21.30 Erklärung abgeben 

In Großbritannien meldet die Regierung einen Anstieg der Todesfälle um 54 auf 335 und einen Zuwachs der Infektionen auf 6.650 von 5.683 am Sonntag. Premierminister Boris Johnson will gegen 21.30 Uhr (MEZ) eine Erklärung abgeben, wie der Sender BBC berichtet. Es soll um neue Maßnahmen im Kampf gegen die Krise gehen.

19.10 Uhr: Bericht: IOC will Olympiade nun doch verschieben 

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will die Olympischen Sommerspiele in Japan laut einem Zeitungsbericht nun doch verschieben. Lesen Sie hier den gesamten Bericht. 

18.52 Uhr: Bundesregierung will strengere Auflagen für die Betreiber von Online-Netzwerken 

Die Bundesregierung will laut "Handelsblatt" strengere Auflagen für die Betreiber von Online-Netzwerken wie Facebook durchsetzen. "Das Vertrauen der Bürger beruht darauf, dass objektiv berichtet wird", wird Innenstaatssekretär Markus Kerber zitiert. "Wir setzen alles daran, den Internetkonzernen klar zu machen, dass genügend Raum sein muss für vertrauenswürdige Informationen." Dafür werde es auch zusätzliche "Eingriffe des Staates in soziale Netzwerke" geben.

18.25 Uhr: Macron und Xi wollen außerordentlichen G-20-Gipfel einberufen

Angesichts der Corona-Krise wollen Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Chinas Staatschef Xi Jinping einen außerordentlichen G-20-Gipfel einberufen. "Die beiden Präsidenten waren sich einig, dass die Abhaltung eines solchen Gipfels sinnvoll wäre", erklärte der Elysée-Palast am Montag in Paris, nachdem Macron und Xi miteinander telefoniert hatten.

Bei dem Gipfel solle es insbesondere um eine gemeinsame Linie - in Abstimmung mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) - über Behandlungen und die Entwicklung von Impfstoffen gehen. Ferner liege der Fokus auf der Stabilisierung der Weltwirtschaft durch koordinierte Haushalts- und Währungsmaßnahmen sowie die Unterstützung der schwächsten Staaten, erklärte die französische Präsidentschaft.

18.09 Uhr: Inzwischen gibt es 30.085 Infizierte in Deutschland

Das Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter aus. Bundesweit gibt es derzeit 30.085 bestätigte Infektionen (Stand: 23. März, 16:25 Uhr), wie die Zahlen nach Recherchen von t-online.de zeigen. 116 Menschen sind verstorben.

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17.36 Uhr: EU-Länder einigen sich auf Aussetzung der Schuldenregeln

Im Kampf gegen die Coronavirus-Krise werden erstmals überhaupt die europäischen Schulden- und Defizitregeln vorübergehend ausgesetzt. Dem stimmten die EU-Wirtschafts- und Finanzminister am Montag zu.

Die EU-Staaten haben Pläne gebilligt, wegen der Corona-Krise erstmals die europäischen Regeln für Haushaltsdefizite auszusetzen. Europas Finanzminister stimmten am Montag einem Vorschlag der EU-Kommission zu, eine entsprechende Klausel im Stabilitäts- und Wachstumspakt zu aktivieren, wie sie in einer Erklärung mitteilten. Dies solle "die erforderliche Flexibilität" gewährleisten, um in der Krise "alle notwendigen Maßnahmen" zur Unterstützung der Gesundheitssysteme und der Wirtschaft zu ermöglichen.

17.27 Uhr: UN-Generalsekretär ruft zu sofortigem Waffenstillstand weltweit auf

UN-Generalsekretär António Guterres hat in der Corona-Pandemie einen weltweiten Stopp aller Kampfhandlungen gefordert. "Beendet die Seuche namens Krieg und bekämpft die Krankheit, die unsere Welt verwüstet", sagte Guterres am Montag in New York. Überall müssten Konfliktparteien ihre Feindseligkeiten einstellen und ihr Misstrauen vor einander überwinden. "Bringt die Waffen zum Schweigen, stoppt die Artillerie, beendet die Luftangriffe."

Die UN-Vermittler für die Konflikte würden sich mit den Gegenspielern in den Krisenländer der Welt in Verbindung setzen, um Feuerpausen auszuhandeln. Guterres sagte, er habe auch eine Botschaft an die Anführer der Industrienationen der G20 geschrieben. Wenn die Kriege auf der Welt, die viele Kapazitäten in den einzelnen Ländern binden würden, nicht aufhörten, könne sich das nur negativ auf die Verbreitung des Virus auswirken.

17.14 Uhr: Eurowings kürzt Flugprogramm weiter

Die Lufthansa-Billigmarke Eurowings streicht ihr Flugprogramm wegen der Corona-Krise wie erwartet weiter zusammen. Ab 25. März werde die Kapazität auf noch etwa zehn Prozent des bisherigen Plans schrumpfen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Betroffene Kunden würden informiert. Im Zuge der Kürzungen legt der Konzern zwei seiner Flugbetriebe vorerst still. Die Töchter Germanwings und Eurowings Europe, die für Eurowings fliegen, lassen ihre Maschinen dann komplett am Boden.

Auch Eurowings Deutschland fährt den eigenen Flugplan stark zurück und konzentriert sich auf die Rückholer-Flüge sowie eine Grundversorgung an großen deutschen Standorten. Bereits in den vergangenen Wochen habe Eurowings auf mehr als 100 Flügen rund 20 000 Passagiere nach Hause geflogen, hieß es.

Eurowings: Ein Flugzeug im Landeanflug, allerdings wird weiter an Flügen gekürzt. (Quelle: imago images/Sven Simon)Eurowings: Ein Flugzeug im Landeanflug, allerdings wird weiter an Flügen gekürzt. (Quelle: Sven Simon/imago images)

17.05 Uhr: Österreichs Vizekanzler für Verschiebung der Olympischen Spiele

Österreichs Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler hat sich wegen der Coronavirus-Krise für die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio ausgesprochen. "Ich plädiere im Sinne der Gesundheit aller TeilnehmerInnen, BetreuerInnen und ZuschauerInnen für eine Verschiebung der Olympischen Sommerspiele 2020", teilte er der österreichischen Nachrichtenagentur APA in einer Erklärung mit. Er begrüßte demnach den "mutigen Schritt" von Kanada, das auf die Entsendung seiner Sportler nach Japan verzichten will.

Österreich: Vizekanzler Werner Kogler ist für eine Verschiebung von Olympia. (Quelle: imago images/photonews.at)Österreich: Vizekanzler Werner Kogler ist für eine Verschiebung von Olympia. (Quelle: photonews.at/imago images)

16.34 Uhr: Erster Corona-Test bei Kanzlerin Merkel negativ

Beim ersten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. "Das Testergebnis des heutigen Tests ist negativ", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Weitere Tests werden in den nächsten Tagen durchgeführt".

Merkel: Der erste Coronatest der Bundeskanzlerin fiel negativ aus. (Quelle: imago images/Christian Thiel)Merkel: Der erste Coronatest der Bundeskanzlerin fiel negativ aus. (Quelle: Christian Thiel/imago images)

15.42 Uhr: Altmaier fährt in Corona-Krise selbst Auto

Der Wirtschaftsminister selbst am Steuer: Peter Altmaier (CDU) fährt in der Corona-Krise seine Dienstlimousine sicherheitshalber lieber selbst. Nachdem er am Montag mit Finanzminister Olaf Scholz (SPD) umfassende Maßnahmen vorgestellt hatte, setzte er sich in den Wagen, hob den Daumen und fuhr davon.

Vorher verriet er noch, dass er wegen dauernder Krisensitzungen derzeit ohnehin die meiste Zeit nur zwischen Wirtschaftsministerium, Kanzleramt und Bundespressekonferenz unterwegs sei - die Orte liegen in Berlin nicht weit voneinander entfernt. Auf Twitter schrieb Altmaier dann noch: "und wenn es demnächst etwas wärmer wird, fahre ich selbstverständlich auch wieder mit dem Fahrrad!"

16.30 Uhr: Bayern liefert 800 000 Schutzmasken an Kliniken aus

In der Corona-Krise hat Bayern mit der Auslieferung von 800 000 Atemschutzmasken an Krankenhäuser und andere Einrichtungen begonnen. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag mit. "Weitere Lieferungen durch den Bund und die Eigenproduktion im Freistaat werden folgen", erklärte er.

700 000 Schutzmasken seien vom Gesundheitsministerium bestellt und bezahlt worden, teilte die Behörde mit. BMW habe zusätzlich 100 000 Schutzmasken zur Verfügung gestellt.

16.22 Uhr: Hygienesets in Streifenwagen für Polizei-Schutz

Zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus sollen Thüringer Polizisten die Hygienesets in ihren Streifenwagen nutzen. Jedes Polizeiauto sei mit Schutzanzügen, Einweghandschuhen, Masken und Desinfektionsmittel ausgestattet, sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion am Montag auf Anfrage. Die Utensilien gehörten demnach schon vor der Coronakrise zur Standardausrüstung. "Bis jetzt haben wir auch noch genug davon. Einen Engpass gibt es noch nicht", sagte der Sprecher. Die Beamten seien sensibilisiert worden, die Hygienesets auch zu benutzen.

16.10 Uhr: Dänemark verlängert Maßnahmen bis Ostern

Dänemark verlängert all seine Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus bis einschließlich Ostern. Alle ergriffenen Initiativen gelten nun vorerst bis zum 13. April, dem Ostermontag, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Montag auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen. Oberste Priorität habe, zu verhindern, dass Menschen schwer erkranken. Seit dem Beginn der Maßnahmen vor fast zwei Wochen sei es den Dänen geglückt, ihr Verhalten zu verändern. "Wir halten Abstand, und wir bleiben zu Hause", sagte Frederiksen. Das müsse auch an Ostern gelten, so schwer das gerade für Familien sei.

16.03 Uhr: Rund 120 000 Deutsche aus dem Ausland zurückgekehrt

Die Bundesregierung hat gemeinsam mit Reiseveranstaltern und der Lufthansa inzwischen rund 120 000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche zurückgeholt. "Wir haben den Rückfluss aus den Haupturlaubsgebieten weitestgehend abgeschlossen und widmen uns jetzt ganz besonders Ländern auch in weiterer Entfernung", sagte Außenminister Heiko Maas am Montag. Es sei davon auszugehen, dass es bei der Aktion um mehr als 200 000 Deutsche im Ausland gehe.

Zahlreiche Länder haben wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Grenzen dicht gemacht und Flugverbindungen gekappt. Maas (SPD) hatte deswegen vergangenen Dienstag angekündigt, Deutsche aus den Ländern zurückzuholen, aus denen es keine regulären Flüge mehr gibt. Dafür hat das Auswärtige Amt Maschinen gechartert, die bisher 40 Flüge absolviert haben. Zusätzlich bringen die Reiseveranstalter und die Lufthansa auf eigene Faust Urlauber mit Sonderflügen zurück.

15.37 Uhr: Gauner haben 200.000 durch Atemschutzmasken-Betrug erbeutet

Mit einem vorgetäuschten Angebot von Atemschutzmasken und anderen Medizinartikeln haben Betrüger knapp 200 000 Euro ergaunert. Mehrere Großabnehmer hätten bei dem angeblich in Bremen ansässigen Händler bestellt, es sei aber trotz Vorkasse keine Ware geliefert worden. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Bremen am Montag mit. Die Medizinartikel, die in der Corona-Krise vielerorts Mangelware sind, seien im Internet angeboten worden. Zugleich suchten die Betrüger bundesweit telefonisch nach Kunden. Die geprellten Abnehmer erstatteten Strafanzeige. Nachforschungen der Polizei ergaben, dass die Firmenadresse in Bremen nur eine Scheinanschrift war.

15.30 Uhr: Söder als Gast bei "ProSieben"-Live-Talkshow

Ein Live-Talk mit Politikern zur besten Sendezeit - das ist bei dem auf Entertainment spezialisierten Sender "ProSieben" äußerst ungewöhnlich. An diesem Mittwoch um 20.15 Uhr sind bei dem Format "ProSieben Live. Deutschland fragt zu Corona" unter anderem der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und der Biochemiker Prof. Dr. Alexander Kekulé zu Gast. Zuschauer sollen fragen, Experten antworten. 

15.18 Uhr: Ausgangssperre in Griechenland in Kraft getreten

In Griechenland ist am Montag eine landesweite Ausgangssperre wegen der Coronavirus-Pandemie in Kraft getreten. In der Hauptstadt Athen waren am Morgen fast keine Menschen auf der Straße. Es war auch deutlich weniger Verkehr als in den Vortagen oder an einem normalen Montag.

Regierungschef Kyriakos Mitsotakis hatte die Ausgangssperre am Sonntag in einer Fernsehansprache angekündigt. Griechenland werde "jede angebrachte Maßnahme" im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus ergreifen, sagte Mitsotakis.

Seit Montagmorgen dürfen die fast elf Millionen Einwohner Griechenlands ihr Zuhause nur noch verlassen, um zur Arbeit oder zum Arzt zu gehen, Einkäufe zu erledigen, Medikamente zu besorgen oder anderen Menschen zu helfen. Erlaubt ist auch, mit dem Hund Gassi zu gehen oder alleine oder zu zweit im Freien Sport zu treiben.

14.50 Uhr: Frankfurt am Main untersagt Hamsterkäufe

Die Stadt Frankfurt am Main will Hamsterkäufe per Verordnung unterbinden. Nach einer am Montag ergangenen Allgemeinverfügung dürfen in den Geschäften der Stadt nur noch handelsübliche Mengen verkauft werden. Außerdem wird die Zahl der Menschen begrenzt, die sich in Geschäften aufhalten dürfen. Niemand darf nach der Verfügung mit mehr als einem Einkaufswagen unterwegs sein.

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) erklärte, fast alle Bewohner verhielten sich vorbildlich, "doch immer wieder hören wir von Fällen, in denen einige wenige unsolidarisch sind, andere Kunden und teilweise sogar die Angestellten in den Geschäften beschimpfen, wenn diese haushaltsübliche Mengen durchsetzen wollen." Er hoffe, dass sich die Lage nun bessere.

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14.42 Uhr: Merkel wartet auf Ergebnis des Corona-Tests

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich am Montag einem Test auf das neuartige Coronavirus unterzogen und wartet nun auf das Ergebnis. "Der Bundeskanzlerin geht es gut", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Merkel habe telefonisch zugeschaltet die Kabinettssitzung geleitet und mache ihre Arbeit vorläufig von Zuhause aus. "Jetzt warten wir das Ergebnis ab und sehen dann, was daraus folgt." Grundlagen dafür seien die Empfehlungen der Ärzte und des Robert-Koch-Instituts.

Auf die Frage, ob sich auch Merkels Ehemann Joachim Sauer in häuslicher Quarantäne befinde, sagte Seibert, über Familienangehörige der Kanzlerin gebe er grundsätzlich keine Auskunft. Er könne auch nicht sagen, wann genau mit dem Ergebnis des Tests zu rechnen sei. "Wenn es Neuigkeiten gibt, werden wir Sie sofort informieren."

14.35 Uhr: Daimler benötigt noch keine Staatshilfe

Der Autobauer Daimler sieht nach den Worten von Vorstandschef Ola Källenius zurzeit wegen der Corona-Krise keinen Bedarf an staatlicher Finanzhilfe. "Daimler benötigt derzeit keine Staatshilfe", sagte Källenius dem "Handelsblatt" am Montag. "Wir sind mit einer hohen Liquidität solide ausgestattet." Die Krise sei auch kein Anlass, die Dividendenausschüttung, also eine Teilausschüttung des Gewinns an die Aktionäre, von knapp einer Milliarde Euro für das vergangene Geschäftsjahr zu streichen. Neben Europa werde Mercedes-Benz in dieser Woche auch die Produktion im US-Werk in Tuscaloosa (Alabama) zurückfahren. In Deutschland wolle Daimler die Möglichkeit nutzen, für Beschäftigte Kurzarbeit zu beantragen.

14.30 Uhr: In Wuhan kehrt langsam wieder Normalität ein

Nach zwei Monaten strikter Isolationsmaßnahmen wegen des Coronavirus kehrt in Zentralchina langsam wieder Normalität ein. In der Millionenmetropole Wuhan, wo das Virus im Dezember erstmals auf einem Wildtiermarkt aufgetreten war, durften die Menschen am Montag wieder zur Arbeit gehen. Auch der öffentliche Nahverkehr rollte langsam wieder an.

Nach Behördenangaben dürfen als gesund geltende Bewohner von Wuhan sich frei in der Stadt bewegen, mit dem Bus und der U-Bahn fahren. Dabei müssen sie sich allerdings ausweisen. Wenn eine entsprechende Erlaubnis des Arbeitgebers vorliegt, ist auch eine Rückkehr an die Arbeitsstelle möglich. Auch das Verlassen von Wuhan und Reisen in anderen Teilen der umliegenden Provinz Hubei sind wieder erlaubt, wenn die Betroffenen auf das Virus getestet wurden und eine Gesundheitsbescheinigung vorlegen können.

14.04 Uhr: Altmaier-Fauxpas bei Pressekonferenz

Ausgerechnet bei einer Pressekonferenz zu Maßnahmen der Bundesregierung in der Corona-Krise ist Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ein Fauxpas unterlaufen: Er streckte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) am Montag zur Begrüßung intuitiv die Hand entgegen - Scholz lehnte den Körperkontakt jedoch ab. Anschließend informierten die beiden Minister gemeinsam über Vorhaben des Kabinetts, mit denen die Auswirkungen der Krise auf Bürger und Wirtschaft gemildert werden sollen. Die Regierung hat dazu laut Scholz einen Nachtragshaushalt mit der Rekordsumme von 156 Milliarden Euro beschlossen.

Peter Altmaier: Streckt Scholz ausgerechnet in Zeiten von Coronavirus die Hand entgegen, dieser lehnte ab. (Quelle: Reuters/POOL)Peter Altmaier: Streckt Scholz ausgerechnet in Zeiten von Coronavirus die Hand entgegen, dieser lehnte ab. (Quelle: POOL/Reuters)

13.55 Uhr: Zusammenbruch der Krankenhausversorgung droht laut Klinikverbund

Der Klinikverbund Hessen e.V. hat den vorgelegten Gesetzentwurf zur Liquiditätssicherung der Krankenhäuser scharf kritisiert und im Falle der Umsetzung vor einem Zusammenbruch der Krankenhausversorgung in Deutschland gewarnt. "Offensichtlich ist der Politik nicht klar, dass eine unveränderte Abrechnungssystematik Personal mit pflegerischer und ärztlicher Kompetenz in den Krankenhäusern - aber im Übrigen auch bei den Kassen und dem Medizinischen Dienst - bindet", das jetzt dringend für die Versorgung benötigt werde, betonte Reinhard Schaffert, Geschäftsführer des Klinikverbunds Hessen, am Montag in einer Mitteilung.

Die Vereinigung aller hessischen Krankenhäuser in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft beklagte, dass die von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) in einem Eckpunktepapier vorgeschlagenen notwendigen Maßnahmen im vorliegenden Gesetzentwurf völlig ignoriert worden seien. Statt für die Dauer der Corona-Krise eine bürokratiearme Pauschalfinanzierung der Kliniken einzuführen, müssten diese trotz der Ausnahmesituation durch die zunehmende Zahl an Fällen weiterhin jeden Patienten einzeln abrechnen. Die vorgesehene Prüfung von fünf Prozent der Fälle durch den Medizinischen Dienst bezeichnete Schaffert als "Wahnsinn". Dies sei für die Krankenhäuser nicht zu leisten.

13.47 Uhr: Erste Reservisten melden Bereitschaft bei Bundeswehr

Die Bundeswehr bereitet sich in Sachsen-Anhalt auf einen möglichen Einsatz in der Coronakrise vor und bittet dafür Reservisten, sich zu melden. Seit einem entsprechenden Aufruf in der "Volksstimme" (Samstag) hätten sich bis Montagmittag rund 50 gemeldet, teilte Oberstleutnant Thomas Poloczek vom Landeskommando Sachsen-Anhalt mit. Insgesamt gibt es rund 1300 Reservisten im Land.

"Derzeit halten wir Verbindung zu jedem der gemeldeten Reservisten und fragen diese nach Verfügbarkeit und Expertise ab", sagte Poloczek. Aus diesen Angaben erstellt die Bundeswehr einen Personalpool, um die Reservisten im Falle eines Einsatzes schnell ansprechen und einplanen zu können. 

13.25 Uhr: Scholz redet für Merkel im Bundestag

Weil Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Kontakt zu einem Corona-Infizierten in häuslicher Quarantäne ist, redet Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) am Mittwoch für sie im Bundestag. Merkel habe ihn gebeten einzuspringen, sagte Scholz am Montag nach einer Kabinettssitzung in Berlin. Merkel war zu dieser Sitzung telefonisch zugeschaltet, sie hält sich in ihrer Berliner Privatwohnung auf. Der Bundestag soll am Mittwoch zahlreiche Gesetze im Zusammenhang mit der Corona-Krise verabschieden. Merkel wollte die Debatte zur Bewältigung der Pandemie ursprünglich selbst eröffnen.

13.22 Uhr: Aus Fastfood-Drive-In wird Corona-Teststation

Wo man früher Pommes und Burger direkt ins Auto gereicht bekam, wird jetzt auf Corona getestet: Die Stadt Mechernich (Kreis Euskirchen in NRW) hat in einer ehemaligen Burger King-Filiale eine Drive-In-Teststation für das neuartige Virus eingerichtet. Dort werden seit Montag an einem Schalter Proben entgegengenommen, die sich Menschen im Auto selber mit einem Teststäbchen und einem Röhrchen entnehmen können. Getestet werden kann dort aber nur, wer sich ausweisen kann und nach Absprache mit seinem Hausarzt einen Termin vereinbart hat. Nach Angaben der Stadt soll so alle drei Minuten ein Test entgegengenommen werden können. Zuvor hatte unter anderem bereits Duisburg eine Drive-In-Teststation eingerichtet, auch Düsseldorf will in dieser Woche eine solche öffnen.

13.12 Uhr: Kabinett-Beschluss beinhaltet auch Nothilfen für Kliniken

Die deutschen Kliniken sollen mit Milliardenhilfen für besondere Belastungen in der Corona-Krise gewappnet werden. Das sehen Gesetzespläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, die das Kabinett am Montag auf den Weg gebracht hat. So soll es für jedes nun frei gehaltene Bett eine Tagespauschale von 560 Euro geben. Für jede neue intensivmedizinische Behandlungseinheit mit künstlicher Beatmung sollen Kliniken 50 000 Euro Bonus bekommen. Um Mehrkosten etwa bei Schutzausrüstung aufzufangen, soll es - für die Zeit von April bis Ende Juni - außerdem einen Zuschlag von zunächst 50 Euro für jeden Patienten geben.

Hintergrund ist, dass die Krankenhäuser planbare Operationen und Neuaufnahmen, wenn medizinisch vertretbar, vorerst aussetzen sollen. Dies soll Kapazitäten freimachen, um für viele Corona-Patienten mit schwereren Krankheitsverläufen vorbereitet zu sein. Außerdem soll die Zahl von bisher 28 000 Intensivbetten verdoppelt werden. Die Hilfen sollen Einnahmeausfälle abfedern und vermeiden, das Kliniken Defizite machen. Der Bund kalkuliert allein für den Ausgleich der Verschiebung planbarer OPs mit möglichen Mehrausgaben von 2,8 Milliarden Euro.

Jens Spahn: Der Gesundheitsminister hat Gesetzespläne mit Milliardenhilfen für deutsche Kliniken vorgestellt. (Quelle: imago images/IPON)Jens Spahn: Der Gesundheitsminister hat Gesetzespläne mit Milliardenhilfen für deutsche Kliniken vorgestellt. (Quelle: IPON/imago images)

13.03 Uhr: Geschäfte müssen Desinfektionsmittel bereitstellen

Die noch geöffneten Läden und Geschäfte in Thüringen müssen ihre Kunden über Corona-Schutzmaßnahmen informieren und Desinfektionsmittel bereitstellen. Das geht aus einem neuen Erlass hervor, den das Thüringer Gesundheitsministerium an den Verband der Wirtschaft Thüringens und den Handelsverband Thüringen verschickte und der am Montag veröffentlicht wurde.

Damit konkretisiert das Ministerium die bereits geltenden Anweisungen für Einzelhandelsgeschäfte, die bislang nicht von den angeordneten Schließungen betroffen sind. Dazu gehören unter anderem Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Apotheken, Bau- und Gartenmärkte sowie Läden für Tierbedarf.

13.01 Uhr: Corona-Zahlen in Spanien steigen weiter

In Spanien steigt die Zahl der Corona-Infizierten trotz aller bisherigen Maßnahmen weiter an. Bis Montagmittag wurden rund 33 000 Fälle bestätigt, 14 Prozent mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten kletterte auf knapp 2200, von 1720 am Sonntag. Allein in der Region Madrid, dem Zentrum der Krise in Spanien, lag die Zahl der Todesopfer bei rund 1200. Nach Italien ist Spanien das am heftigsten betroffene Land Europas.

12.50 Uhr: Armeekrankenhaus im Elsass fast einsatzbereit

Der Osten Frankreichs ist von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen, jetzt steht der Aufbau eines Armeekrankenhauses kurz vor dem Abschluss. Nach zwei Tagen Montage sei die Einrichtung der mobilen Klinik im elsässischen Mülhausen (Mulhouse) fast fertig, teilte die französische Verteidigungsministerin Florence Parly am Montag auf Twitter mit. In der mobilen Klinikeinheit werde es eine Intensivstation mit 30 Betten geben, schrieb Parly. Sie lobte den Einsatz der Soldaten.

12.40 Uhr: Blutspendebereitschaft in der Corona-Krise hoch

Die Blutspendebereitschaft in Nordrhein-Westfalen bleibt in der Corona-Krise bislang hoch. Nach einer leichten Delle in der Karnevalszeit habe sich das Spendenaufkommen wieder nachhaltig gebessert und sei nun trotz oder auch gerade wegen der sich ausbreitenden Coronavirus-Pandemie besonders hoch, sagte Stephan David Küpper, Sprecher des DRK Blutspendedienstes West am Montag. "Wir appellieren derzeit sogar an Spender, daran zu denken, dass wir auch in den kommenden Wochen für Kontinuität sorgen müssen", sagte Küpper.

Laut DRK steckt hinter der hohen Spendenbereitschaft offenbar der Wunsch vieler Menschen, sich in dieser besonderen Situation solidarisch zu zeigen. "Jeder will seinen Teil beitragen", sagte Küpper. Gleichzeitig weist er daraufhin, dass weder Spender noch deren Blut auf das Coronavirus getestet werden. "Wenn bei dem ein oder anderen die Hoffnung mitschwingt, dass man auf diese Weise quasi nebenbei auf Corona getestet wird: Das können und das werden wir nicht tun", betonte er. Für die Übertragbarkeit des Erregers durch Blut und Blutprodukte gebe es keine Hinweise. Wer Erkältungssymptome zeige, soll aber ohnehin nicht Blut spenden.

12.22 Uhr: Kabinett beschließt beispielloses Hilfspaket 

Zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen in der Corona-Krise hat das Bundeskabinett am Montag ein beispielloses Hilfspaket beschlossen. Dafür will sich der Bund in diesem Jahr mit der Rekordsumme von rund 156 Milliarden Euro neu verschulden. Zudem sollen Mieter entlastet, Hartz-IV-Anträge erleichtert und Kliniken unterstützt werden.

Das in der Geschichte der Bundesrepublik beispiellose Maßnahmenpaket soll Bürger und Unternehmen vor dem Verlust der Existenzgrundlage durch die Krise bewahren.

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12.14 Uhr: Heinsberger Landrat bittet China um Hilfe

Der Landrat des vom Coronavirus in Nordrhein-Westfalen besonders betroffenen Kreis Heinsberg, Stephan Pusch (CDU), hat China um Unterstützung bei Schutzmaterialien gebeten. Die im Kreis verfügbaren Masken oder Schutzkittel reichten nur noch für ein paar Tage, schrieb Push am Montag in einem offenen Brief an den chinesischen Staats- und Parteichefs Xi Jinping.

Im Kampf gegen das Virus hätten die Verantwortlichen in China immer wieder betont, wie wichtig ausreichendes Schutzmaterial sei, schrieb Pusch in dem Brief, der an die chinesische Botschaft in Berlin andressiert ist. "Soweit der Krisenstab und die Krankenhäuser hier vor Ort nicht ausreichend Schutzmaterialien besorgen können - was mehr als schwierig ist - hätte das weitreichende schwere Folgen für das Gesundheitssystem im Kreis Heinsberg und für die Menschen hier. In meiner Funktion als Landrat bitte ich daher die Volksrepublik China um Unterstützung", heißt es in dem Schreiben weiter.

Landrat des Kreises Heinsberg:  Stephan Pusch bittet China um Hilfe. (Quelle: imago images/Reichwein)Landrat des Kreises Heinsberg: Stephan Pusch bittet China um Hilfe. (Quelle: Reichwein/imago images)

12.10 Uhr: Bundesbank geht von einer "ausgeprägten" Rezession aus

Die Bundesbank rechnet wegen der Coronavirus-Krise mit einer "ausgeprägten" Rezession in Deutschland. Die Maßnahmen zu Eindämmung der Infektionszahlen hätten massive wirtschaftliche Auswirkungen, hieß es im am Montag veröffentlichten aktuellen Monatsbericht der Notenbank. "Das Abgleiten in eine ausgeprägte Rezession ist nicht zu verhindern." Eine wirtschaftliche Erholung werde erst einsetzen, wenn die Pandemiegefahr wirksam eingedämmt sei. "Voraussichtlich werden die Auswirkungen der Pandemie die Wirtschaftsleistung mindestens in der ersten Jahreshälfte massiv beeinträchtigen", hieß es in dem Bericht weiter.

12.07 Uhr: Zugang zu Schwangerschaftsabbruch eingeschränkt

Ärzte sorgen sich wegen der Corona-Krise um ungewollt schwangere Frauen, die einen Abbruch planen. Es könne sein, dass diese wieder zu unsicheren Abtreibungsmethoden griffen, "mit der Gefahr von gesundheitlichen Schäden wie Entzündungen, Sterilität, Blutungen, bis hin zum Tod", erklärte die Gießener Ärztin Kristina Hänel am Sonntagabend gemeinsam mit einem Netzwerk aus Ärzten, die die Eingriffe anbieten.

Derzeit gebe es große Einschränkungen in Beratungsstellen sowie Praxen und Kliniken. Zu befürchten sei zugleich, dass es wegen der Ausgangsbeschränkungen zu mehr unerwünschten Schwangerschaften infolge einer Zunahme häuslicher und sexueller Gewalt komme. Das Netzwerk aus Ärzten und Verbänden wie Pro Familia fordert unter anderem, Videoberatung oder telefonische Beratung der Frauen zu ermöglichen. Ansonsten müssten die vor den Eingriffen vorgeschriebene Pflichtberatung und die Wartefrist ausgesetzt werden. 

11.51 Uhr: Großbritannien stellt Zugverkehr unter staatliche Kontrolle

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie hat Großbritannien den Zugverkehr des Landes unter staatliche Kontrolle gestellt. Der Staat übernehme für mindestens sechs Monate "alle Einnahme- und Kostenrisiken", die bisherigen Verträge mit privaten Betreibern würden vorübergehend ausgesetzt, teilte das Verkehrsministerium in London mit. Damit solle sichergestellt werden, dass inmitten der Corona-Krise Menschen wichtiger Berufsgruppen weiterhin zur Arbeit kämen.

11.44 Uhr: Über 8000 Coronavirus-Infektionen in NRW

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in Nordrhein-Westfalen über die Marke von 8000 Fällen gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag (Stand: 10.00 Uhr) gab es im bevölkerungsreichsten Bundesland 8011 nachgewiesene Fälle und damit 560 mehr Fälle als am Tag zuvor. Freitag waren es noch 5734 Fälle. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle erhöhte sich um acht auf nun 40 in NRW. Freitag waren es noch 17.

Der Kreis Heinsberg verzeichnet weiterhin die meisten Infektionen: Die Zahl erhöhte sich leicht von 964 Fällen am Sonntag auf 984 am Montag. In der Millionenstadt Köln gab es am Montag 809 nachgewiesene Erkrankungen - am Sonntag waren es noch 688 Fälle. In Aachen und der Städteregion stieg die Zahl der Erkrankungen nunmehr auf 513.

11.31 Uhr: Deutsche Bank schließt hunderte Filialen

Die Deutsche Bank schließt als Sicherheitsmaßnahme in Zeiten der Corona-Pandemie vorübergehend über 200 Filialen in Deutschland für den Kundenverkehr. Von diesem Dienstag (24.3.) an werde das bundesweite Filialnetz bis auf Weiteres von mehr als 500 auf rund 290 verkleinert, teilte Deutschlands größtes Geldhaus am Montag in Frankfurt mit. Ziel sei, dennoch für Kunden im ganzen Bundesgebiet gut erreichbar zu sein.

Bei Schließung eines Standortes werden dessen Dienstleistungen von den nächstgelegenen Deutsche-Bank-Filialen oder vom mobilen Vertrieb übernommen. Die Selbstbedienungs-Bereiche der vorübergehend für den Kundenverkehr geschlossenen Filialen bleiben zugänglich und werden - sofern ein Geldautomat vorhanden ist - weiterhin mit Bargeld versorgt. Auch andere Banken und Sparkassen haben ihre Filialnetze als Reaktion auf die Coronavirus-Ausbreitung vorübergehend ausgedünnt.

11.20 Uhr: Robert-Koch-Institut vorsichtig optimistisch

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hat sich vorsichtig optimistisch gezeigt, dass die wegen der Corona-Krise getroffenen Maßnahmen in Deutschland bald greifen könnten. "Wir sehen den Trend, dass sich die exponentielle Wachstumskurve etwas abflacht", sagte Wieler am Montag in Berlin. Für wirklich fundierte Aussagen sei es aber noch zu früh. Wieler zufolge könnte der Trend am Mittwoch definitiv besser bewertet werden.

Angesichts der massiven Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus rechnete das RKI zunächst damit, dass sich frühestens Ende dieser Woche mögliche Effekte zeigen und die Maßnahmen greifen. Er sei "optimistisch", dass die Auswirkungen der Maßnahmen "schon jetzt sichtbar sind", sagte Wieler am Montag. Mit hundertprozentiger Sicherheit könne dies aber jetzt noch nicht bestätigt werden. Außerdem fehlen in der Zählung der Infektionen noch einige Zahlen vom Wochenende.

10.54 Uhr: Olympisches Komitee: "Nicht so blöd, Olympia nach Plan auszutragen"

Gastgeber Japan rückt wegen der Coronavirus-Pandemie immer stärker von Olympischen Spielen in diesem Sommer ab. "Wir sind nicht so blöd, die Olympischen Spiele wie geplant auszutragen", sagte Yoshiro Mori, der Präsident des Organisationskomitees von Tokio, auf einer Pressekonferenz.

Trotz allem soll der Fackellauf in Fukushima am Donnerstag wie geplant beginnen. Japans Premierminister Shinzo Abe zögere jedoch, an der Zeremonie teilzunehmen, sagte Toshiro Muto, der Geschäftsführer des Olympia-Organisationskomitees.

Premierminister Abe hatte zuvor von einer möglichen Verschiebung der Sommerspiele in seinem Land gesprochen. Vor dem Parlament in Tokio sagte er, dass damit gerechnet werden müsse. Von einer Absage könne aber keine Rede sein. "Es ist schwierig, Spiele unter diesen Umständen abzuhalten, wir müssen über eine Verschiebung entscheiden, wobei die Gesundheit der Athleten oberste Priorität hat", sagte der Premierminister. Die endgültige Entscheidung aber liege beim IOC. Das Gremium hat sich am Sonntag eine Vier-Wochen-Frist für die Entscheidung gesetzt.

10.42 Uhr: Welthungerhilfe warnt wegen Coronavirus vor Folgen in Afrika

Die Welthungerhilfe warnt angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus vor drastischen Folgen für Afrika und andere Entwicklungsländer. "Es ist davon auszugehen, dass wir in den nächsten Wochen und Monaten dort viele Tote beklagen müssen", sagte die Präsidentin der Welthungerhilfe, Marlehn Thieme, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montag). "Damit werden auch Existenzen vernichtet, und die Armut könnte nicht zuletzt wegen der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Pandemie dort weiter ansteigen", sagte Thieme. Das Virus werde sich vor allem dort verheerend auswirken, wo es ein schlechtes oder kaum funktionierendes Gesundheitssystem gebe.

10.30 Uhr: Britische Ärzte fühlen sich wie "Kanonenfutter"

In Großbritannien übernimmt das Militär die Auslieferung von Schutzausrüstungen für das medizinische Personal. Tag und Nacht würden die Lastwagen der Armee eingesetzt, um Millionen Artikel wie Atemschutzmasken zu verteilen, kündigt Gesundheitsminister Matt Hancock an. Zuvor hatten über 6.000 Ärztinnen und Ärzte in einem offenen Brief an Premierminister Boris Johnson appelliert, die Versorgung mit Schutzmaterialien zu erhöhen. Ohne würden sie ihr Leben riskieren, sie fühlten sich wie "Kanonenfutter".

10.26 Uhr: RKI verzeichnet immer mehr Heilungen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnet neben steigenden Zahlen von Infizierten auch eine Zunahme bei den Heilungen. "Von den bestätigten Fällen sind mindestens 2.809 genesen", sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Das RKI hat am Montag 22.672 Infizierte gezählt. Die Zahl der Toten liegt demnach bei 86. Am Sonntag waren 18.610 Infizierte und 55 Tote gemeldet worden. Das Institut warnte zuletzt, dass am Wochenende nicht aus allen Ämtern Daten übermittelt worden seien, so dass der tatsächliche Anstieg der Fallzahlen höher liegen könne als gemeldet.

10.15 Uhr: 10.000 Corona-Infektionen in New York City befürchtet

In New York City steigt die Zahl der Coronavirus-Infizierten weiter stark an. "Wir befinden uns an der Schwelle von 10.000 Fällen", teilte der Bürgermeister von New York am Sonntag mit. Bill de Blasio sprach von einer schockierenden Zahl im "Epizentrum" der Corona-Pandemie in den USA und warnte vor einer "neuen Realität", die Wochen oder Monate andauern werde. Auf die mit knapp neun Millionen Einwohnern größte Stadt in den USA kommen damit rund ein Drittel der erfassten Covid-19-Fälle in den Vereinigten Staaten.

In dem besonders betroffenen US-Bundesstaat New York stieg die Zahl der Infizierten nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bis Sonntagabend (Ortszeit) auf knapp 15.800, 117 Menschen sind in dem Staat bereits an Covid-19 gestorben. Mehr Tests haben die Zahl der Corona-Fälle in New York in den letzten Tagen hochschnellen lassen.

8.40 Uhr: Corona-Krise könnte eine Million Jobs kosten

Die Coronavirus-Krise könnte Deutschland nach Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts mehr als eine halbe Billion Euro und mehr als eine Million Jobs kosten. "Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest am Montag. "Je nach Szenario schrumpft die Wirtschaft um 7,2 bis 20,6 Prozentpunkte. Das entspricht Kosten von 255 bis 729 Milliarden Euro."

"Auch am Arbeitsmarkt kommt es durch die Krise zu massiven Verwerfungen", betont Fuest. "Diese stellen die Zustände auf dem Höhepunkt der Finanzkrise in den Schatten." Bis zu 1,8 Millionen sozialversicherungspflichtige Jobs könnten abgebaut werden, mehr als sechs Millionen Menschen von Kurzarbeit betroffen sein.

8.05 Uhr: Vereinte Nationen wollen Corona-Fonds auflegen

Die Vereinten Nationen wollen nach Angaben des norwegischen Außenministeriums einen globalen Corona-Fonds auflegen. Damit solle weltweit die Behandlung von Coronavirus-Patienten unterstützt werden, wie das Ministerium am Montag in Oslo bekannt gab. "Ein Fonds unter der Schirmherrschaft der UN wird unseren Partnern Berechenbarkeit verschaffen und dazu beitragen, die Bemühungen effektiver zu gestalten", sagte Außenministerin Ine Eriksen Soereide.

Ziel sei es auch, Entwicklungsländer mit schwachen Gesundheitssystemen bei der Bewältigung der Krise zu unterstützen. Auch sollen die langfristigen Folgen abgemildert werden. Die Gründung des Fonds könne noch im Laufe dieser Woche offiziell bekannt gegeben werden.

Weltweit sind fast 340.000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert worden und mehr als 14.500 gestorben. Viele Experten befürchten, dass eine Ausbreitung des Virus etwa in Afrika viele weitere Opfer fordern könnte.

7.30 Uhr: Soldaten desinfizieren Bangkoks Straßen

Im Einsatz gegen das Coronavirus haben nach Militärangaben 500 Soldaten die Straßen der thailändischen Hauptstadt Bangkok desinfiziert. Die Aktion in der Nacht zum Montag war demnach der fünfte solche Einsatz. In der Corona-Krise ist das öffentliche Leben in Bangkok eingeschränkt: Schulen, Einkaufszentren und Restaurants sind offiziell geschlossen. Auch der Königspalast, eine große Touristenattraktion, hat bis Mitte April zu. Ausgenommen von der Schließung sind Supermärkte und Drogerien. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag stieg die Zahl der bekannten Coronavirus-Fälle in dem südostasiatischen Land um 122 auf 721.

7 Uhr: Drei Ärzte sterben auf Philippinen

Im Kampf gegen das Coronavirus sind auf den Philippinen mindestens drei infizierte Ärzte ums Leben gekommen. Tausende Helfer behandelten Covid-19-Patienten, auch wenn es an Schutzausrüstung mangelte. Hunderte Klinikmitarbeiter mussten sich in Quarantäne begeben, berichten die Krankenhäuser. "Alle sind müde, aber wir haben keine Wahl, wir haben uns diese Arbeit ausgesucht", sagte Antonio Ramos, Manager des philippinischen Lungenzentrums. "Wir haben keine Zeit dafür, um um unsere Freunde zu trauern." Ramos warb in einem Radiobericht um Spenden für Schutzausrüstung. 

In einer Klinik in der Provinz Laguna mussten sich die Ärzte und Schwestern mit Plastiktüten als Schutz behelfen. Die drei Ärzte unter den Opfern – ein Kardiologe, ein Anästhesist und ein Onkologe – hatten sich laut Medizinverband in drei unterschiedlichen Kliniken von Manila infiziert. Der südostasiatische Inselstaat hat bisher 380 Patienten mit dem Virus verzeichnet, 25 davon starben.

6.30 Uhr: Kuba entsendet medizinisches Personal in die Lombardei

Seit dem Wochenende sind 52 kubanische Mediziner in der Lombardei, um dem am schlimmsten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Land Italien zu helfen. Auch andere Länder, etwa Jamaika, haben in der Corona-Krise um die Entsendung kubanischen Medizinpersonals gebeten.

Kubanische Ärzte und Pfleger arbeiten derzeit im Auftrag ihrer Regierung in gut 60 Ländern, wo sie teils dringend benötigte Beiträge zur Gesundheitsversorgung leisten. Sie sind für den sozialistischen Staat auch ein Mittel der Diplomatie. Großes Lob gab es international für ihren Einsatz 2014 im Kampf gegen Ebola in Afrika.

4.40 Uhr: Klingbeil: "Es wird uns als Gesellschaft stärker machen"

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil erwartet von den geplanten Not- und Schutzgesetzen in der Coronakrise eine wirkungsvolle Linderung der Folgen für die Wirtschaft und Menschen in Deutschland. "Auch Jobs, Existenzen und Unternehmen sind massiv bedroht, und der gesellschaftliche Zusammenhalt wird auf die Probe gestellt", sagte er. "Ich bin mir aber sicher, wir kommen gut durch diese Krise."

4.30 Uhr: Rückholung von Europäern beschäftigt EU-Außenminister

Über die Rückholung von Europäern aus Drittländern angesichts der Coronavirus-Epidemie beraten die Außenminister der 27 EU-Staaten an diesem Montag in einer Videokonferenz. Wegen der fortschreitenden Ausbreitung des Virus können die Minister nicht wie gewohnt nach Brüssel reisen. Die EU unterstützt die Rückkehr von EU-Bürgern, die in fernen Ländern festsitzen, weil Flüge im Zuge der Viruskrise abgesagt wurden. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell will diese Aktion in den Mittelpunkt der Konferenz stellen.

Außenminister Heiko Maas hatte zuvor auf Schwierigkeiten bei der Hilfe für deutsche Urlauber im Ausland hingewiesen. "Oft stehen wir dabei vor großen Herausforderungen, damit die Menschen überhaupt die Flughäfen erreichen können", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In vielen Ländern sei zum Beispiel der inländische Flugverkehr zum Erliegen gekommen. Seit Beginn der Woche seien über 100.000 Deutsche nach Hause zurückgekehrt. Viele weitere hätten sich registriert und warteten auf Flugmöglichkeiten.

4 Uhr: Lindner fordert Nachbesserung bei Reform des Infektionsschutzgesetzes

Christian Lindner: Der FDP-Chef kritisiert die Reform des Infektionsschutzgesetzes.  (Quelle: dpa/Sonja Wurtscheid)Christian Lindner: Der FDP-Chef kritisiert die Reform des Infektionsschutzgesetzes. (Quelle: Sonja Wurtscheid/dpa)

Die geplante Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes mit deutlich mehr Rechten für den Bund stößt bei der FDP auf Kritik. Ihr Parteivorsitzender Christian Lindner verlangt größere Mitspracherechte für den Bundestag. "Der Bund will sich im geänderten Infektionsschutzgesetz erhebliche Kompetenzen für den Fall einer epidemischen Notlage sichern. Dabei sind die Beteiligungs- und Kontrollrechte des Parlaments nicht hinreichend gewürdigt", sagte Lindner. "Dieser Gesetzentwurf muss deshalb dringend nachgebessert werden, wenn er eine breite Mehrheit finden soll."

Konkret forderte Lindner: "Die Regierung sollte eine Notlage nur gemeinsam mit dem Parlament ausrufen können. Umgekehrt ist es nötig, dass das Parlament als erste Gewalt auch auf eigene Initiative diese Notlage beenden kann. Freiheiten können nicht ohne den Deutschen Bundestag als Volksvertretung eingeschränkt werden." Alle Krisenregelungen sollten zudem strikt auf ein Jahr begrenzt sein. Statt nur eines Berichts der Regierung sei ein fixiertes Verfallsdatum der jetzt angestrebten Beschlüsse nötig. 

3.49 Uhr: Verdi fordert Nachbesserungen an Spahns Klinik-Rettungsschirm

Verdi-Chef Frank Werneke hat den geplanten Schutzschirm von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für das Gesundheitswesen als löchrig kritisiert. "Er mutet den Kliniken und den Beschäftigten zu viel zu – so droht ein Absturz", sagte Werneke der Deutschen Presse-Agentur.

Spahn will Kliniken, Ärzte und Pflegeheime in der Coronakrise mit zunächst deutlich mehr als drei Milliarden Euro vom Bund unterstützen und hatte weitere mögliche Mittel in Aussicht gestellt. Das Gesetz soll mit weiteren Not- und Schutzgesetzen am Montag im Kabinett beschlossen werden. Bund und Länder hatten einen ursprünglichen Entwurf bereits nachgebessert.

3.30 Uhr: EU-Finanzminister befassen sich mit Aussetzung von Defizitregeln

Die EU-Finanzminister befassen sich am Montag in einer Videokonferenz mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise (15 Uhr). Die EU-Kommission wird dabei ihre Pläne für die Lockerung der Vorgaben für Staatsbeihilfen vorstellen. Darüber hinaus hat Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgeschlagen, wegen der Krise erstmals überhaupt die Regeln für Haushaltsdefizite im EU-Stabilitätspakt auszusetzen, damit die Regierungen die Wirtschaft mit massiven Finanzhilfen stützen können.

Die EU-Kommission rechnet damit, dass die europäische Wirtschaft in diesem Jahr wegen der Corona-Krise schrumpfen wird. Mehrere EU-Länder haben Milliardenprogramme angekündigt, um sich gegen die wirtschaftlichen Folgen der Krise zu stemmen und Unternehmenspleiten zu verhindern. Die europäischen Finanzminister müssen der Aussetzung der Defizitregeln zustimmen.

3.20 Uhr: 10.000 Infektionen in New York City befürchtet 

In New York City steigt die Zahl der Coronavirus-Infizierten weiter stark an. "Wir befinden uns an der Schwelle von 10.000 Fällen", teilte der Bürgermeister von New York am Sonntag mit. Bill de Blasio sprach von einer schockierenden Zahl im "Epizentrum" der Corona-Pandemie in den USA und warnte vor einer "neuen Realität", die Wochen oder Monate andauern werde. Auf die mit knapp neun Millionen Einwohnern größte Stadt in den USA kommen damit rund ein Drittel der erfassten Covid-19-Fälle in den Vereinigten Staaten.

In dem besonders betroffenen US-Bundesstaat New York stieg die Zahl der Infizierten nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bis Sonntagabend (Ortszeit) auf knapp 15.800, 117 Menschen sind in dem Staat bereits an Covid-19 gestorben. Mehr Tests haben die Zahl der Corona-Fälle in New York in den letzten Tagen hochschnellen lassen.

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, haben zudem auch die US-Bundesstaaten Ohio, Delaware und Louisiana eine weitgehende Ausgangssperre angeordnet. Damit sind nun rund 100 Millionen Amerikaner von Ausgangsbeschränkungen verschiedener Bundesstaaten betroffen

3.10 Uhr: Krise verschärft sich in Neuseeland

In Neuseeland spitzt sich die Corona-Krise zu. Dort hat es mutmaßlich die ersten beiden Virusübertragungen innerhalb des Landes gegeben. Premierministerin Jacinda Ardern kündigte am Montag an, dass Bars, Cafés und Geschäfte für den nicht dringend notwendigen Bedarf schließen müssten. Supermärkte bleiben geöffnet. Ab Dienstag sind auch die Schulen geschlossen. Die Zahl der bestätigten Virusfälle sprang um 33 auf 102.

In Australien gab es unterschiedliche Ansagen, ob die Schulen schließen sollten, was Kritik der Lehrergewerkschaft auslöste. Regierungschef Scott Morrison wollte die Schulen geöffnet lassen, aber einige Regionen entschieden anders. In Australien gibt es um die 1.500 bestätigte Fälle des Virus, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Obwohl die meisten Geschäfte im Land schließen sollten, sagte Morrison am Sonntag, Kinder sollten in die Schule gehen. Er werde seine zwei Töchter auch dorthin schicken. 

3.09 Uhr: Erste offizielle Infektion in Syrien

Syrien meldet den ersten offiziellen Coronavirus-Fall. Gesundheitsminister Nizar al-Yaziji sagt den staatlichen Medien, dass "notwendige Maßnahmen" in Bezug auf die 20-jährige Frau ergriffen worden seien, die nach seinen Angaben 14 Tage lang unter Quarantäne gestellt und medizinisch untersucht werde.

In den letzten Wochen gab es unbestätigte Berichte über Coronavirus-Fälle in Syrien, dessen Gesundheitssystem und Infrastruktur von neun Jahren Bürgerkrieg gezeichnet sind. Die Behörden haben bislang einen Ausbruch und Vertuschungsvorwürfe bestritten.

Der Kleinstaat Montenegro beklagte dagegen sein erstes Todesopfer durch das Coronavirus. Ein 65-jähriger Montenegriner sei am Sonntag kurz nach seiner Ankunft zur Behandlung im Krankenhaus gestorben, berichtete das Staatsfernsehen RTCG in der Nacht zum Montag. Aktuell seien in dem kleinen Staat an der Adria 22 Personen an dem Virus erkrankt, weitere knapp 5.500 Menschen stünden unter Beobachtung, berichteten die Gesundheitsbehörden in der Hauptstadt Podgorica.

2.49 Uhr: Singapore Airlines lässt fast gesamte Flotte am Boden

Singapore Airlines kündigt an, fast ihre gesamte Flotte am Boden zu halten. Die Kapazität sei um 96 Prozent reduziert, so das Unternehmen. Das Drehkreuz Singapur ist für Reisende und Transitpassagiere geschlossen. Die Aktien der Fluggesellschaft fallen am Montag morgen um mehr als acht Prozent, der breitere Markt sinkt um mehr als sieben Prozent.

2 Uhr: Virologin erwartet bald schnellere Coronavirus-Tests

Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek erwartet noch in diesem Monat einfachere und schnellere Tests auf das Coronavirus. "Was die Tests angeht, wird sich die Lage bald entspannen", sagte Ciesek der Deutschen Presse-Agentur. Ciesek ist eine der führenden Forscherinnen für Sars-CoV-2 in Deutschland und arbeitet am Klinikum der Frankfurter Goethe-Universität. Sie sei sehr hoffnungsvoll, dass es in den kommenden Wochen Tests geben werde, die nicht so anspruchsvolle Laborarbeit erfordern. Verschiedene Firmen hätten schnellere Tests entwickelt, die vielleicht noch im März oder April auf den Markt kämen – zum Beispiel ein System, "mit dem man zum Beispiel in der Notaufnahme in etwa 90 Minuten ein Testergebnis bekommt".

In den USA wurde bereits ein neuer Schnelltest auf Sars-CoV-2 zugelassen. Er soll laut Hersteller Cepheid innerhalb von 45 Minuten eine Infektion nachweisen. In einer Mitteilung der Arzneimittelbehörde FDA hieß es, der Test ermögliche es, "innerhalb von Stunden" Ergebnisse zu bekommen. Cepheid will die Tests ab kommender Woche ausliefern. Er ist für ein Diagnostik-Gerät desselben Herstellers konzipiert.

2 Uhr: EZB-Vize Guindos erwartet vorübergehende Rezession in Europa

Der Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Luis de Guindos geht als Folge des Coronavirus-Ausbruchs von einer Rezession in Europa im ersten Halbjahr aus. "Die Auswirkungen des Virus werden sehr hart sein und Europa in eine Rezession stürzen", sagte de Guindos in einem Interview mit dem spanischen Fernsehsender La Sexta am Sonntag.

"Ich glaube, dass das erste Halbjahr sehr schlecht sein wird. Dies wird die gesamte europäische Wirtschaft in diesem Jahr in negative Wachstumsraten ziehen, aber im zweiten Teil des Jahres werden wir, glaube ich, positive Wachstumsraten für Europa sehen", fügte er hinzu. De Guindos betonte, dass die EZB so viel wie nötig zur Bekämpfung der schädlichen wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus tun werde, und bekräftigte, wie wichtig es sei, eine Schuldenkrise in Europa zu vermeiden. 

1.54 Uhr: Städtetag hält Kontakte-Verbot für "richtig und verhältnismäßig"

Das im Kampf gegen das Coronavirus von Bund und Ländern verhängte Kontakte-Verbot ist vom Deutschen Städtetag als "richtig und verhältnismäßig" worden. Die Kontaktbeschränkungen seien nötig, damit sich in der Corona-Krise nicht nur die große Mehrheit der Bürger, "sondern alle" angemessen verhielten, sagte Städtetag-Präsident Burkhard Jung den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben).

Es gehe darum, Menschenleben zu retten und das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, betonte der Leipziger Oberbürgermeister: "Das muss so konsequent wie möglich geschehen." Jung kündigte an, dass in den Städten die Ordnungsbehörden gemeinsam mit der Polizei sicherstellen würden, dass das Kontakte-Verbot umgesetzt werde.

1.31 Uhr: Erneut keine Neuinfektionen in Inland-China

In Festland-China ist den Behörden zufolge den fünften Tag in Folge keine Neuinfektion gemeldet worden. Allerdings stieg die Zahl der aus dem Ausland eingeschleppten Fälle weiter an, wie die Nationale Gesundheitskommission am Montag mitteilt. Von 39 Neuinfektionen gingen alle darauf zurück. Dabei handelt es sich vor allem um chinesische Heimkehrer. Die Zahl der Infektionen in China steigt damit auf 81.093, die Zahl der Todesfälle legt um neun auf 3.270 zu.

Auch in Südkorea wird erneut von einem Abwärtstrend der Neuinfektionen berichtet. Das Land hat demnach den geringsten Tagesanstieg seit dem Höhepunkt Ende des vergangenen Monats verzeichnet. Am Sonntag seien 64 neue Fälle festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Montag mit. Die Gesamtzahl stieg damit auf 8.961. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Sars-CoV-2-Erreger in Verbindung gebracht werden, kletterte um sieben auf 111.

00.38 Uhr: Bericht: Regierung plant Aufhebung der Präsenzpflicht bei Hauptversammlungen

Das Bundesjustizministerium will wegen des Versammlungsverbots während der Corona-Krise dem "Handelsblatt" zufolge die Präsenzpflicht bei Hauptversammlungen aufweichen. Ein entsprechender Gesetzentwurf sei Bestandteil der Maßnahmen, die die Bundesregierung am Montag beschließen wolle, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise. Darin solle die Möglichkeit einer virtuellen HV geschaffen werden, auf der Aktionäre nicht physisch anwesend sein müssen, um Beschlüsse zu fassen.

00.07: Corona-Hilfspaket vorerst im US-Senat gescheitert 

Das zur Bekämpfung der Corona-Krise geplante gigantische US-Hilfspaket ist vorerst im Senat gescheitert. Lesen Sie hier die gesamte Meldung zu den aktuellen Entwicklungen in den USA.

Montag, 23. März, 00.00 Uhr: Klinische Tests von vier Mitteln in Europa begonnen

In Europa beginnen klinische Tests von vier experimentellen Methoden zur Behandlung von Covid-19. Bei den Tests an rund 3.200 Versuchspersonen kämen die Mittel Remdesivir, Lopinavir sowie Ritonavir mit oder ohne die Wirkstoffe Interferon Beta und Hydroxychloroquin zum Einsatz, teilte die französische staatliche Forschungseinrichtung Inserm am Sonntag mit.

Getestet werden soll demnach an Patienten in Frankreich, Deutschland, Belgien, Luxemburg, den Niederlanden, Spanien und Großbritannien, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind und deswegen in einem Krankenhaus behandelt werden.

Der Generaldirektor im französischen Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, erläuterte, die Medikamente würden "unter strikter Aufsicht" getestet. Es sei "sehr wichtig, es schnell und unter diesen Bedingungen zu tun", fügte er mit Blick auf die weltweit massiven Folgen der Coronavirus-Pandemie hinzu. Die Testreihe trägt nach Salomons Angaben den Namen "Discovery" (Entdeckung), außerdem laufen laut Inserm weitere klinische Tests unter Führung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter dem Namen "Solidarity" (Solidarität).

Sonntag, 22. März, 23.49 Uhr: Tempelberg in Jerusalem geschlossen

Aus Angst vor einer Ausbreitung des Coronavirus ist der Tempelberg in Jerusalem am Sonntag bis auf Weiteres geschlossen worden.Die Muslime wurden in einer am Abend verbreiteten Mitteilung um Verständnis für diese Entscheidung gebeten. Sie sollten zunächst zu Hause beten. Zuvor war bereits die Al-Aksa-Moschee in Jerusalems Altstadt, die drittheiligste Stätte des Islams, geschlossen worden. Der Tempelberg mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee ist die drittheiligste Stätte im Islam. Juden ist der Ort ebenfalls heilig, weil dort früher zwei jüdische Tempel standen, von denen der letzte im Jahr 70 von den Römern zerstört wurde. Die Klagemauer ist ein Überrest des im Jahre 70 zerstörten Tempels und ist die heiligste Stätte der Juden.

23.50 Uhr:  Arabische Emirate schotten sich ab

Im weltweiten Kampf gegen das Coronavirus haben sich jetzt auch die Vereinigten Arabischen Emirate weitgehend abgeschottet. Die Gesundheitsbehörden ordneten am frühen Montagmorgen eine Reihe von Schutzmaßnahmen an, mit denen eine Ausbreitung des Virus möglichst verlangsamt werden soll. Unter anderem würden in den VAE mit sofortiger Wirkung alle Einkaufszentren und Restaurants geschlossen, berichtete der Sender Al Arabiya.

Gleichzeitig wurden alle Menschen aufgerufen, möglichst in den eigenen vier Wänden zu bleiben und bei dringend notwendigen Aufenthalten in der Öffentlichkeit Schutzmasken zu tragen. Zur weiteren Absicherung beschlossen die Behörden zudem eine komplette Schließung der Flughäfen für die nächsten zwei Wochen für den gesamten Flugverkehr. Dies werde in den kommenden 48 Stunden umgesetzt, hieß es. Zuvor schon hatte die Fluggesellschaft Emirates die Einstellung der meisten ihrer Passagierflüge ab Mittwoch angekündigt.

23.40 Uhr: Trump ordnet Entsendung von Notlazaretten an 

US-Präsident Donald Trump hat die Entsendung von Notlazaretten in die besonders vom Coronavirus betroffenen Bundesstaaten New York, Washington und Kalifornien angeordnet. Die Katastrophenschutzbehörde FEMA und die Streitkräfte würden binnen der nächsten 48 Stunden mit der Auslieferung der Lazarette beginnen, sagte Trump am Sonntag im Weißen Haus. Damit sollten in New York zunächst rund 1.000 zusätzliche Krankenhausbetten verfügbar sein, 2.000 in Kalifornien und 1.000 in Washington.

Das Lazarettschiff "Mercy" des US-Militärs mit nochmals 1.000 Betten soll etwa in einer Woche in Los Angeles in Dienst genommen werden, um die örtlichen Krankenhäuser zu entlasten, erklärte Trump. Zudem habe er für die betroffenen Staaten den Einsatz der Nationalgarde freigegeben und einen außerordentlichen Notstand verhängt, sagte Trump. Aufgrund des Notstands kann die Bundesregierung den Staaten mehr Unterstützung zukommen lassen und die Kosten dafür tragen. Washington werde alle Kosten übernehmen, versprach Trump. Hier lesen Sie die gesamte Meldung den neuesten Entwicklungen in den USA

22.30 Uhr: US-Konzern baut Produktion von Atemschutzmasken massiv aus

Der US-Mischkonzern 3M will seine Produktion hochwertiger Atemschutzmasken vom Typ N95 innerhalb eines Jahres auf eine Stückzahl von zwei Milliarden verdoppeln. Seit dem Beginn der Coronavirus-Pandemie sei die Produktion bereits auf 1,1 Milliarden Masken pro Jahr ausgeweitet worden, erklärte der Vorstandsvorsitzende Mike Roman am Sonntag. Zudem würden in Zusammenarbeit mit der Regierung Kooperationen geprüft, die Produktion mit Hilfe anderer Firmen noch weiter anzukurbeln. Mehr als 500.000 Atemschutzmasken seien jetzt auf dem Weg in die am schwersten betroffenen Gebiete in den USA, in die Bundesstaaten New York und Washington, erklärte er.

In den USA werden die Masken, mit denen sich Angestellte im Gesundheitswesen vor einer Ansteckung schützen, angesichts der stark zunehmenden Zahl der Covid-19-Erkrankungen vielerorts knapp. "Ich sehe die Appelle unserer heldenhaften Ärzte, Krankenschwestern und Ersthelfer, die Atemmasken und andere Ausrüstung dringend brauchen", schrieb Roman. 3M tue in dieser außergewöhnlichen Lage alles in seiner Macht stehende, die Nachfrage zu bedienen, erklärt er weiter.

Im Gegensatz zu chirurgischen Masken bieten N95-Masken den Trägern bei korrekter Nutzung weitgehenden Schutz vor möglicherweise infektiösen Partikeln wie Bakterien oder Viren in der Luft. Die Masken sollen 95 Prozent der Aerosole herausfiltern.

22.18 Uhr: Frankfurt zeigt Herz

Sonntagabend am Main-Ufer in Frankfurt. Das Hotel Intercontinental sendet ein Zeichen der Solidarität in der Corona-Krise. In einigen Zimmern brennt das Licht. Zusammen bilden die erleuchteten Fenster ein Herz.

Ein Herz für Frankfurt: Hotel Intercontinental am Main-Ufer. (Quelle: Reuters/Kai Pfaffenbach)Ein Herz für Frankfurt: Hotel Intercontinental am Main-Ufer. (Quelle: Kai Pfaffenbach/Reuters)

21.24 Uhr: Zweimonatiger Gesundheitsnotstand in Frankreich

Frankreichs Parlament hat am Abend abschließend für ein Gesetz gestimmt, das zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie einen Gesundheitsnotstand ermöglicht. Er gilt für zunächst zwei Monate. Damit sind im Kampf gegen die Corona-Krise nun Einschränkungen der Bürgerrechte etwa durch Ausgangssperren und Beschlagnahmungen möglich. Das Gesetz bevollmächtigt die Regierung zudem, eine Reihe von Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft in diesen Krisenzeiten zu beschließen und die zweite Runde der französischen Kommunalwahlen zu verschieben.

Aus Infektionsschutzgründen stimmte nur ein kleiner Teil der Abgeordneten der Nationalversammlung per Handzeichen ab, kurz zuvor hatte der Senat das Gesetz gebilligt. Wegen der Pandemie gilt in Frankreich bereits seit Dienstag eine Ausgangssperre. Die Zahl der Todesopfer stieg am Sonntag um 112 auf 674. Landesweit wurden bislang 16.018 Infektionen registriert.

21.09 Uhr: Wer hat's erfunden?

Nach dem gemeinsamen Beschluss von Bundesregierung und Bundesländern über schärfere Beschränkungen im Alltag reklamieren nun mehrere Landesväter für sich, die Urheber des neuen Maßnahmenpakets zu sein. "Wir haben uns in weiten Teilen darauf verständigt, dass das, was wir in Schleswig-Holstein an Regelungen haben, jetzt Standard in ganz Deutschland wird", meinte etwa Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). "Damit werden nahezu alle Einschränkungen bestätigt, die wir in Bayern schon am Freitag beschlossen haben", erklärte dagegen der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Und Thüringens Regierungschefs Bodo Ramelow betonte selbstsicher: "Das sind alles Sachen, die bei uns schon gegolten haben. Die übernehmen die anderen Länder jetzt." Tja, wer hat's denn nun erfunden?

20.58 Uhr: Weitere US-Bundesstaaten verkünden weitgehende Ausgangssperre

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, haben nun auch die US-Bundesstaaten Ohio und Louisiana eine weitgehende Ausgangssperre angeordnet. Damit sind nun rund 100 Millionen Amerikaner von Ausgangsbeschränkungen verschiedener Bundesstaaten betroffen.

"Wir befinden uns im Krieg", erklärte der Gouverneur von Ohio, Mike DeWine, am Sonntag über Twitter. "In Kriegszeiten müssen wir Opfer bringen", erklärte er. Ausgenommen seien nur wichtige Dienstleistungen wie Supermärkte und der Gesundheitssektor. Der Gouverneur von Louisiana, John Bel Edwards, erklärte, die Verhängung der ab Montagabend geltenden Ausgangsbeschränkungen sei notwendig, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.

Zuvor hatten bereits die Bundesstaaten Kalifornien, New York, New Jersey, Connecticut und Illinois weitgehende Ausgangsbeschränkungen angeordnet.

20.17 Uhr: Anstieg bei Covid-19-Opfern in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der Covid-19-Kranken und -Toten weiter gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte, wurden 16 018 Ansteckungen registriert, 674 Menschen sind an der neuartigen Lungenkrankheit gestorben. Erstmals starb auch ein Krankenhausarzt. Am Vortag lag die Zahl der Infizierten noch bei 14 459, die der Toten bei 562. Frankreich hatte am Dienstagnachmittag eine Ausgangssperre verhängt.

19.06 Uhr: NRW verbietet Besuche in Pflegeheimen

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat die NRW-Regierung Besuche in stationären Pflegeheimen jetzt grundsätzlich untersagt. Besuche seien nur erlaubt, wenn sie der medizinischen oder pflegerischen Versorgung dienten oder aus Rechtsgründen erforderlich seien, teilte die Staatskanzlei mit. Die Einrichtungsleitungen sollen Ausnahmen unter Schutzmaßnahmen nur zulassen, wenn es medizinisch oder ethisch-sozial geboten sei. Das gelte etwa auf Geburts- und Kinderstationen sowie bei Palliativpatienten.

18.22 Uhr: Italien: Zahl der Toten und Infizierten steigt langsamer

Die Zahl der Coronavirus-Toten in Italien ist um 651 auf 5476 gestiegen – damit ist der Anstieg nicht so rasant wie noch am Vortag ausgefallen. Am Samstag hatte der Zivilschutz die bisher größte Zahl von 793 Toten an nur einem Tag vermeldet. Es handele sich um weniger Fälle als in den vergangenen Tagen, man hoffe, dass sich das in den kommenden Tage fortsetze, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli in Rom. Er warnte aber vor voreiligen Schlüssen. "Wir dürfen in der Wachsamkeit nicht nachlassen."

Bis Sonntag wurden insgesamt 59.138 Infizierte erfasst. Das sind rund 5.500 mehr als am Samstag. Die Steigerung war auch hier geringer als am Vortag.

17.50 Uhr: Bayern setzt Ansammlungsverbot für mehr als zwei Personen nicht um

Bayern will das von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Krise vereinbarte Ansammlungsverbot für mehr als zwei Personen nicht übernehmen. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus der bayerischen Staatskanzlei. Es bleibt bei der strengeren bayerischen Regelung, wonach man nur mit Angehörigen des eigenen Hausstandes an die frische Luft gehen darf.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zuvor in einem Statement die Bevölkerung zu "Verzicht und Opfern" im Kampf gegen die Corona-Krise aufgerufen. Das öffentliche Leben und die sozialen Kontakte müssten durch neue Abstandsregeln und Schließungen weiter reduziert werden, sagte sie am Sonntag bei der Vorstellung eines neuen Maßnahmenkatalogs von Bund und Ländern. 

17.40 Uhr: Bayerns Polizei zieht Bilanz: 500 Verstöße gegen Regeln

Die meisten Menschen in Bayern haben sich nach einer ersten Bilanz des Landesinnenministeriums an die neuen Vorgaben in der Corona-Krise gehalten. Bis Sonntagnachmittag habe die Polizei landesweit rund 25.000 Kontrollen durchgeführt wegen der Ausgangsbeschränkungen, sagte ein Ministeriumssprecher. Dabei habe es etwa 500 Beanstandungen gegeben.

Seit der Nacht zum Samstag zunächst bis 3. April gelten im gesamten Freistaat weitreichende Ausgangsbeschränkungen, mit deren Hilfe die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden soll. Das Verlassen der Wohnung ist nur noch mit triftigen Gründen erlaubt.

17.18 Uhr: Griechenland verhängt landesweite Ausgangssperre

Wegen der Corona-Krise verhängt nun auch Griechenland eine landesweite Ausgangssperre. Die Maßnahme zur Eindämmung der Pandemie trete am Montag in Kraft, sagte der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis am Sonntag in einer Fernsehansprache. Wegen des neuartigen Coronavirus gelten weltweit mittlerweile für rund eine Milliarde Menschen Ausgangssperren oder Ausgangsbeschränkungen.

16.46 Uhr: Bund und Länder wollen Restaurants und Friseure schließen

Bund und Länder wollen Restaurants und Gaststätten unverzüglich schließen - wo dies noch nicht der Fall ist. Darauf einigten sich die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag in ihrer Telefonkonferenz. "Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause", heißt in dem Beschluss.

Ebenso sollen unverzüglich Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege geschlossen werden. Davon betroffen sind etwa Friseure, Kosmetikstudios, Tattoo-Studios und Massagesalons, wie aus einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Sonntag vorliegenden Beschluss von Bund und Ländern hervorgeht. Medizinisch notwendige Behandlungen sollen weiter möglich bleiben.

16.36 Uhr: Sachsen verhängt Ausgangsbeschränkung für gesamten Freistaat

Das Land Sachsen verschärft die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Von Montag null Uhr an gilt für den gesamten Freistaat eine Ausgangsbeschränkung. Danach ist das Verlassen von Wohnung oder Haus ohne triftigen Grund untersagt, wie Innenminister Roland Wöller (CDU) am Sonntag in Dresden sagte. Wege zur Arbeit und zum Einkaufen bleiben demnach erlaubt.

16.12 Uhr: Ausgangsbeschränkungen wegen Corona-Krise auch in Berlin möglich

In Berlin könnte es im Kampf gegen die Corona-Pandemie bald Ausgangsbeschränkungen geben. Das sieht der Entwurf für eine entsprechende Verordnung vor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Danach soll es weiterhin erlaubt sein, die Wohnung beispielsweise für kurze Spaziergänge oder für Einkäufe zu verlassen, genauso wie für Besuche in ärztlichen oder therapeutischen Praxen. Auch aus wichtigen persönlichen oder familiären Gründen wie für die Teilnahme an einer Trauerfeier oder für unaufschiebbare Behördengänge soll das dem Entwurf aus der Gesundheitssenatsverwaltung zufolge gelten.

15.56 Uhr: Spanische Regierung will Ausgangssperre verlängern

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die spanische Regierung die im ganzen Land geltende Ausgangssperre bis zum 11. April verlängern. Dies kündigte am Sonntag Ministerpräsident Pedro Sánchez an. Die 46 Millionen Einwohner Spaniens dürfen seit dem 14. März ihr Zuhause nur noch in dringenden Fällen wie Arbeitseinsätze, Einkäufe oder Arztbesuche verlassen.

15.45 Uhr: Bund und Länder für Kontaktverbot gegen Coronakrise

Bund und Länder wollen eine Art Kontaktverbot im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschließen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag bei einer Telefonkonferenz darauf, Ansammlungen von mehr als 2 Personen grundsätzlich zu verbieten. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen. Mehr zu diesem Thema lesen Sie hier.

14.33 Uhr: Hanau will Hamsterkäufe unterbinden

Die Stadt Hanau sagt Hamsterkäufen den Kampf an. Von Montag an dürfen Waren nur noch in haushaltsüblicher Menge an die Kunden abgegeben werden, wie Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) mitteilte. "90 Prozent der Menschen sind vernünftig, aber der kleine Teil der Unvernünftigen gefährdet zunehmend die Versorgungslage", erläuterte der Rathauschef. Hanau orientiere sich dabei am Landkreis Marburg-Biedenkopf, der eine entsprechende Regelung bereits am Samstag auf den Weg gebracht habe.

"Mit der neuen Anordnung wollen wir verhindern, dass die Ehrlichen am Ende die Dummen sind. Und wir wollen damit auch den Kassiererinnen und Kassierern den Rücken stärken", erklärte Kaminsky. Er habe am Wochenende mehrere Rückmeldungen bekommen, dass das Kassenpersonal angefeindet werde, wenn es "Hamsterkäufer" um Rücksichtnahme bitte. "Das ist unerträglich und muss ein Ende haben", sagte Kaminsky laut Mitteilung. "Das führt dann auch dazu, dass jene, die sich tagsüber zum Beispiel um Kranke oder unsere Versorgung kümmern, nach Feierabend kein Klopapier mehr bekommen." Hanau begrenzt auch die Zahl von Menschen, die sich gleichzeitig in einem Geschäft aufhalten dürfen.

14.15 Uhr: Merkel berät über schärfere Corona-Maßnahmen

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten haben am Sonntag ihre Beratungen über weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie begonnen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Teilnehmerkreisen. In der Telefonkonferenz soll es vor allem darum gehen, ob es bundesweite Ausgangsbeschränkungen gibt. Neben Merkel nehmen auch die für den Kampf gegen die Ausbreitung und die Folgen des Coronavirus wichtigsten Minister teil.

So sollen neben Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz auch Innenminister Horst Seehofer, Außenminister Heiko Maas, Gesundheitsminister Jens Spahn und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer dabei sein. Einige Bundesländer - allen voran Bayern - haben ihre Bestimmungen bereits verschärft. Wie lange die Beratungen Merkels mit den Regierungschefs der Länder dauern werden, war unklar. Gegen 17.30 Uhr wollte sich Merkel im Kanzleramt zu den Ergebnissen äußern.

13.50 Uhr: Macron droht Großbritannien mit Grenzschließungen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron droht Großbritannien nach einem Zeitungsbericht mit einer Grenzschließung. Hintergrund sei die Unzufriedenheit damit, dass die britische Seite weniger drastische Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus als Frankreich ergriffen habe, schreibt die französische Zeitung "Liberation".

Macron und der britische Premierminister Boris Johnson hatten am Freitag miteinander telefoniert. "Die Beschreibung ist ein bisschen harsch, aber wir planen tatsächlich die Grenze zu schießen", sagte ein französischer Regierungsvertreter zu Reuters. Die britische Regierung erklärte, dass sie Entscheidungen im Kampf gegen die Pandemie auf Grundlage von wissenschaftlichen Empfehlungen treffe.

12.22 Uhr: Fast 400 neue Corona-Todesfälle in Spanien

In Spanien sind innerhalb von 24 Stunden fast 400 weitere Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Es seien 394 neue Todesfälle registriert worden, teilte am Sonntag die Regierung in Madrid mit. Dies sei ein Anstieg um rund 30 Prozent. Die Zahl der Infizierten sei zudem auf mehr als 28 500 geklettert. Das sind 3500 Fälle mehr als am Vortag. 

Die Intensivstationen einiger Krankenhäuser Madrids sind bereits total überlastet, berichteten Medien unter Berufung auf Krankenhaussprecher. In Spanien herrscht seit einer Woche eine landesweite Ausgangssperre. Sie soll zunächst für 15 Tage gelten. Nach Medienberichten will die Regierung diese aber aufgrund der dramatischen Lage um zwei Wochen bis zum 12. April verlängern. Diese Maßnahme müsste aber vom Parlament gebilligt werden.

12.15 Uhr: Steinbrück – Corona-Pandemie wird schlimmer als die Finanzkrise

Der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat in einem Gastbeitrag für die “Bild am Sonntag” schlimme wirtschaftliche Folgen prognostiziert. Der Ex-SPD-Kanzlerkandidat glaubt, dass die Corona-Krise eine "weitaus größere Dimension als die Finanz- und Bankenkrise von 2008/9" annehmen und zu einer “wirtschaftlich tieferen Regression” führen wird.

Gleichzeitig lobte Steinbrück das Handeln der verantwortlichen Personen in Deutschland. "Die Kommunikation der Bundesregierung und Landesregierungen zeichnet sich bisher durch Ernsthaftigkeit und Besonnenheit aus. Die staatlichen Organe sind handlungsfähig und die Bürgerinnen und Bürger sollten ihren Anweisungen und Empfehlungen folgen", so der 73-Jährige. 

11.55 Uhr: WHO – Ausgangssperren reichen nicht für Kampf gegen Virus

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt Regierungen davor, im Kampf gegen das Coronavirus vor allem auf die Einschränkung des gesellschaftlichen Lebens zu setzen. "Worauf wir uns wirklich konzentrieren müssen ist, die Kranken mit Infektionen zu finden und sie zu isolieren", sagt der WHO-Experte Mike Ryan in der BBC. "Die Gefahr mit den Ausgangsbeschränkungen ist: Wenn wir keine starken Gesundheitsmaßnahmen beschließen, droht sich der Virus wieder zu verbreiten, wenn die Bewegungseinschränkungen wieder aufgehoben werden", warnt er.

11.20 Uhr: Regierung plant Nachbesserungen bei Kreditprogramm

Die Bundesregierung plant in der Coronavirus-Krise Nachbesserungen bei Kredit-Sonderprogrammen für mittelständische und große Unternehmen. Demnach soll die staatliche Förderbank KfW bei Betriebsmittelkrediten statt wie bisher 80 Prozent nun 90 Prozent des Kreditrisikos übernehmen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Kreisen des Wirtschaftsministeriums erfuhr.

10.57 Uhr: Kreis Heinsberg – Bundeswehr liefert Schutzmasken und Kittel

Die Bundeswehr hat am Sonntagmorgen damit begonnen, Nothilfe an den von der Ausbreitung der Corona-Krise besonders betroffenen Kreis Heinsberg zu leisten. Dazu übergaben Soldaten den Hilfskräften in Erkelenz 3.000 Atemschutzmasken und 15.000 Mund- und Nasenschutzmasken sowie 8.000 Kittel. Außerdem stellte die Bundeswehr zwei Beatmungsgeräte für Intensivstationen zur Verfügung, wie das Landeskommando NRW der Bundeswehr mitteilte.

Der Landkreis an der Grenze zu den Niederlanden gehörte schon früh zu den Brennpunkten der Infektionswelle und hatte die Bundeswehr um Hilfe gebeten. Das Material hatten die Streitkräfte in mehreren Standorten in Deutschland zusammengestellt und mit Lastwagen in Richtung Heinsberg gefahren.

10.30 Uhr: Bundesregierung erwartet ein Schrumpfen der Wirtschaft von fünf Prozent

Die Bundesregierung rechnet offenbar auf Grund der Corona-Krise mit einem Wirtschaftseinbruch von fünf Prozent in diesem Jahr. Wie die "Bild am Sonntag" berichtete, geht Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) in seinen Berechnungen für den Nachtragshaushalt laut Regierungskreisen von einem Schrumpfen der Wirtschaft in dieser Höhe aus. Das führe zu Mindereinnahmen im Haushalt 2020 von 33,5 Milliarden Euro, heißt es weiter. Scholz plant einen Nachtragshaushalt, also einen geänderten Haushalt, mit einer Neuverschuldung in Höhe von 156 Milliarden Euro. Nach seiner Finanzplanung wird es 20 Jahre dauern, diese Corona-Krisen-Kredite zurückzuzahlen, berichtete die Zeitung weiter.

10.10 Uhr: Britisches Gesundheitssystem könnte überwältigt werden

Eine ungebremste Ausbreitung des Virus in Großbritannien würde nach den Worten von Premierminister Boris Johnson das staatliche Gesundheitssystem NHS überfordern. "Wenn wir nicht zusammenarbeiten, wenn wir nicht die heldenhafte und gemeinsame nationale Leistung vollbringen, die Ausbreitung zu verlangsamen - dann ist es nur zu wahrscheinlich, dass unser NHS in ähnlicher Weise überfordert wird", sagte Johnson mehreren Sonntagszeitungen zufolge mit Verweis auf die Lage in Italien. "Wir sind nur Wochen - zwei oder drei - hinter Italien", fügte er hinzu.

Warum es Großbritannien härter treffen könnte als Italien, lesen Sie hier

9.42 Uhr: Wirtschaftsweiser: Deutschland hält Lockdown nur bis Mai durch

Der Wirtschaftsweise Lars Feld lobt die angekündigten Maßnahmen der Bundesregierung, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie einzudämmen – darunter auch eine hohe Neuverschuldung. "Es ist absolut richtig, dass die Bundesregierung die im Gesetz von Anfang an eingebaute Klausel für Notsituationen nutzt und die [Schulden]-Bremse dafür außer Kraft setzt", sagte Feld.

Lars Feld: "Große Zweifel, dass wir den Stillstand länger als drei Monate durchhalten." (Quelle: dpa)Lars Feld: "Große Zweifel, dass wir den Stillstand länger als drei Monate durchhalten." (Quelle: dpa)

Der Staat könne jedoch "nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag alles tun, was notwendig ist, so wie es die Bundesregierung gerade versprochen hat". Jeder Euro müsse so gut wie möglich eingesetzt werden, im nächsten Schritt vermutlich für ein Konjunkturprogramm, mit dem die Wirtschaft nach dem Stillstand wieder in Schwung gebracht werde.

Die Zeit der harten Eingriffe in das wirtschaftliche Leben müsse begrenzt bleiben. Er habe "große Zweifel, dass wir den Stillstand länger als drei Monate durchhalten", sagte er. Spätestens im Mai müsse die medizinische Strategie überdacht werden. "Irgendwann werden wir zu einer personalisierten Isolierung übergehen müssen", sagte Feld. Dann müssten die Geschäfte wieder öffnen, in Quarantäne blieben nur noch jene, die infiziert seien oder einer Risikogruppe angehörten.

9.10 Uhr: Maas räumt Probleme bei Rückholaktion ein

Außenminister Heiko Maas sieht bei der Rückholung deutscher Urlauber aus dem Ausland große Herausforderungen. "Leider können wir nicht in allen Fällen innerhalb kürzester Zeit Abhilfe schaffen", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Oft stehen wir dabei vor großen Herausforderungen, damit die Menschen überhaupt die Flughäfen erreichen können."

In vielen Ländern sei zum Beispiel der inländische Flugverkehr zum Erliegen gekommen. Seit Beginn der Woche seien über 100.000 Deutsche nach Hause zurückgekehrt. Viele weitere hätten sich registriert und warteten auf Flugmöglichkeiten.

6.10 Uhr: Indien verhängt Ausgangssperre für eine Milliarde Menschen

Über eine Milliarde Menschen haben in Indien den Sonntag bei einer landesweiten Ausgangssperre zu Hause verbracht. Premierminister Narendra Modi hatte angesichts der Corona-Krise für das Land eine auf 14 Stunden begrenzte Ausgangssperre von 7  bis 21 Uhr (Ortszeit) ausgerufen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Zugleich sollte die Zeit genutzt werden, Indiens Kapazitäten im Kampf gegen die Pandemie besser einzuschätzen.

Ein Verkäufer zeigt in Kalkutta eine Schutzmaske: Tagsüber sollen Inder nun nicht mehr am öffentlichen Leben teilnehmen.  (Quelle: dpa)Ein Verkäufer zeigt in Kalkutta eine Schutzmaske: Tagsüber sollen Inder nun nicht mehr am öffentlichen Leben teilnehmen. (Quelle: dpa)

"Lasst uns alle Teil dieser Ausgangssperre werden, die zusätzliche gewaltige Kraft im Kampf gegen die Covid-19-Bedrohung verleihen wird", twitterte Modi kurz vor Beginn der Ausgangssperre. "Die Schritte, die wir jetzt ergreifen, werden uns in Zukunft helfen. Bleiben sie drinnen und gesund." In Indien sind aktuell 315 Menschen an dem Virus erkrankt, vier Personen sind bisher daran gestorben.

US-Präsident Donald Trump: Die Wirkung des Malaria-Medikament ist nicht bestätigt.  (Quelle: AP/dpa)US-Präsident Donald Trump: Die Wirkung des Malaria-Medikament ist nicht bestätigt. (Quelle: AP/dpa)

5.21 Uhr: Trump will "sofort" Malaria-Medikament gegen Corona einsetzen

US-Präsident Donald Trump wirbt mit Nachdruck für den Einsatz eines Malaria-Medikaments bei der Behandlung von Covid-19-Erkrankten. Der Wirkstoff Chloroquin könne in Kombination mit dem Antibiotikum Azithromycin "einer der größten Durchbrüche der Geschichte der Medizin sein", warb Trump. Die Kombination solle "SOFORT" eingesetzt werden, forderte er am Samstag über Twitter. "Was haben wir zu verlieren?" fragte er im Anschluss bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Kritiker warnten jedoch, dass der Einsatz eines Medikaments für einen neuen Zweck nie ohne Risiken sei. Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, bemühte sich im Weißen Haus dann auch, Trumps Begeisterung etwas zu relativieren: Es gebe bislang nur vereinzelte Berichte über eine Wirksamkeit des Medikaments, aber keine ernsthaften klinischen Studien. Fauci zufolge gehe es nun darum, das Medikament kontrolliert und begrenzt einzusetzen, um Daten über die Wirksamkeit zu gewinnen.

Samstag, 21. März, 23.50 Uhr: Italien schließt alle nicht lebensnotwendigen Produktionsaktivitäten

ie italienische Regierung lässt im Zuge der Coronavirus- Pandemie alle nicht lebensnotwendigen Produktionsaktivitäten schließen. Das sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Samstagabend. Mehr dazu lesen Sie hier. 

20.51 Uhr: Trump bietet Nordkorea Hilfe im Kampf gegen das Virus an

Nordkorea hat nach eigenen Angaben ein Hilfsangebot von US-Präsident Donald Trump im Kampf gegen die Virus-Krise erhalten. Trump habe einen entsprechenden Brief geschrieben und darin auch geäußert, dass er sehr beeindruckt sei von den Anstrengungen, die das nordkoreanische Oberhaupt Kim Jong Un unternehme, um sein Volk vor dem Virus zu schützen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur KCNA.

20.19 Uhr: Experten warnen vor Kollaps des spanischen Gesundheitssystems

In dem vom Coronavirus besonders schwer getroffenen Spanien haben Experten vor einem kurz bevorstehenden Kollaps des Gesundheitssystems gewarnt. Eine "totale Isolierung" der Menschen sei deshalb nun unerlässlich, fordern 69 renommierte Epidemiologen, Molekularbiologen und Wissenschaftler anderer Fachbereiche in einem am Samstag veröffentlichten offenen Brief.

Es müsse eine noch stärkere Einschränkung der Bewegungsfreiheit angeordnet werden, hieß es. Die Experten fordern konkret, dass die Fahrt zur Arbeitsstelle nur noch bei Arbeitnehmern der Grundversorgungssektoren gestattet wird. Unter den gegebenen Bedingungen werde es sonst "um den 25. März herum" zu einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems kommen. Rund 18 Prozent der spanischen Bevölkerung seien älter als 65.

Die derzeit geltende Ausgangssperre war in Spanien am vergangenen Sonntag in Kraft getreten. Sie soll mindestens 15 Tage andauern. Eine Verlängerung müsste vom Parlament gebilligt werden. Bei Zuwiderhandeln drohen Geldbußen oder sogar Haftstrafen. Die Behörden hoffen, dass die Ansteckungswelle bald ihren Höhepunkt erreicht und sich die Entwicklung dann verlangsamt.

Nach Italien ist Spanien das von der Krise am schwersten betroffene Land Europas. Bis Samstag meldete das Gesundheitsministerium fast 25.000 Infizierte – 5.000 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten stieg auf mehr als 1.300 nach etwa 1.000 am Freitag. Besonders heftig betroffen ist weiter die Region Madrid, wo fast 9.000 Fälle und 800 Todesopfer verzeichnet wurden.

Angehöriger der spanischen Armee in Schutzkleidung: In Spanien erwarten Wissenschaftler einen baldigen Zusammenbruch des Gesundheitswesens. (Quelle: imago images)Angehöriger der spanischen Armee in Schutzkleidung: In Spanien erwarten Wissenschaftler einen baldigen Zusammenbruch des Gesundheitswesens. (Quelle: imago images)

20.00 Uhr: Zahl der Toten in Frankreich steigt auf 562

In Frankreich ist die Zahl der Coronavirus-Toten um 112 auf 562 angestiegen. Dies teilte das Gesundheitsministerium in Paris mit. Nach Zahlen vom Samstag sind 14.459 Menschen infiziert, 1.847 mehr als am Vortag. Frankreich hatte am Dienstag eine Ausgangssperre verhängt.

19.03 Uhr: Corona-Verdachtsfall in Flugzeug nach Hannover

Ein Corona-Verdachtsfall in einem Ferienflieger aus Lanzarote hat am Flughafen Hannover für einen mehrstündigen Einsatz der Behörden gesorgt. Feuerwehr, Gesundheitsamt und Polizei waren beteiligt, nachdem die Maschine in der Nacht auf Samstag in Langenhagen gelandet war, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Hannover sagte. Der Passagier sei noch an Bord untersucht worden. "Er war im Urlaub krank geworden, hatte sich aber vor Ort nicht testen lassen", sagte eine Sprecherin der Region Hannover der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung", die am Samstag (online) darüber berichtete.

Der Mann sowie die Passagiere neben ihm und in den drei Reihen vor und hinter ihm seien unter häusliche Quarantäne gestellt worden, teilte die Sprecherin weiter mit. "Der Patient wies nach der Landung in Deutschland kein Fieber und auch keine starken Symptome auf", sagte sie. Ein Befund bei dem Mann lag am Nachmittag nach ihren Angaben noch nicht vor.

18.52 Uhr: England: Virus tötet 53 Menschen an einem Tag

Die Zahl der Virus-Toten in England hat sich binnen 24 Stunden um 53 auf 220 erhöht. Die Verstorbenen seien in einem Alter zwischen 41 und 90 Jahren gewesen und hätten alle zuvor bereits unter Grunderkrankungen gelitten, teilten die Behörden mit.

18.13 Uhr: Italien meldet fast 800 Tote an einem Tag

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie hat Italien an nur einem Tag fast 800 Tote vermeldet. Bis Samstag starben 4.825 Menschen, teilte der Zivilschutz in Rom mit. Das sind 793 mehr als am Vortag und so viele wie bisher an keinem anderen Tag seit dem Ausbruch in dem Land Ende Februar. Besonders stark betroffen ist die nördliche Region Lombardei.

Italien ist das Land mit den meisten offiziell gemeldeten Toten wegen des Coronavirus auf der Welt. Die Zahl der Toten ist in Italien im Vergleich zu den offiziell gemeldeten Infizierten auffällig hoch. Noch ist eine genaue Ursache unklar.

17.35 Uhr: Italien: Zahl der Corona-Toten in der Lombardei springt sprunghaft innerhalb eines Tages

In der Lombardei sind binnen 24 Stunden 546 Menschen an dem Corona-Virus gestorben – so viele wie nie zuvor binnen eines Tages. Die Zahl der Virus-Toten in der norditalienischen Region sei damit auf insgesamt 3095 geklettert, teilten die Behörden am Samstag mit. Die Zahl der Erkrankten sei um 3.251 auf 25.515 gestiegen.

Die Lombardei ist die am stärksten vom Virus-Ausbruch betroffene Region in Italien. Für das gesamte Land meldeten die Behörden am Freitag 4032 Todesfälle. Damit sind – gemessen an den Angaben der jeweiligen Behörden – in keinem anderem Staat mehr Menschen an einer Infektion mit dem Virus gestorben.

16.36 Uhr: Berlin verbietet Veranstaltungen mit mehr als zehn Personen

Der Berliner Senat hat am Samstag weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Virus beschlossen. Dies teilte man am Samstag in einer Pressemitteilung mit. Der Beschluss soll am Sonntag in Kraft treten. Künftig dürfen keine Veranstaltungen, Versammlungen und Ansammlungen über zehn Personen mehr stattfinden. Ausnahmen gelten weiterhin für Parlamente, Gerichte und andere staatliche Einrichtungen, sowie für das Aufrechterhalten von Versorgung, Gesundheitsfürsorge und Wirtschaftsunternehmen.

Gaststätten müssen zudem für den Publikumsverkehr geschlossen werden. Sie dürfen allerdings Speisen und Getränke zur Abholung oder zur Lieferung anbieten. Für die Abholung, auch durch Lieferdienste, sind geeignete Vorkehrung zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen zu treffen.

Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte zu dem Beschluss: "Diese weiteren Maßnahmen sind nötig, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. (...) Es ist gut, dass wir im Senat diese Schritte heute gemeinsam beschlossen haben. Weitere Schritte werden wir gemeinsam morgen mit Bund und Ländern diskutieren und auch mit Brandenburg abstimmen."

16.30 Uhr: Kliniken im Südwesten Deutschlands wollen französische Corona-Patienten aufnehmen

Die Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Mannheim und Ulm wollen französische Coronavirus-Patienten aus dem benachbarten Elsass aufnehmen, die dringend auf Beatmung angewiesen sind. Darauf hätten sich die Häuser gemeinsam verständigt, teilte das baden-württembergische Wissenschaftsministerium am Samstag in Stuttgart mit. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) habe den grenznahen französischen Krankenhäusern, die im Kampf gegen Corona an der Grenze ihrer Kapazitäten angelangt seien, Hilfe zugesagt.

Die vier Unikliniken hätten sich dazu bereiterklärt, schnell und unbürokratisch zu handeln und sofort neun Patienten aufzunehmen. Die Freiburger Klinik hatte zuvor mitgeteilt, zwei französische Patienten aufnehmen zu wollen und Beatmungsplätze für sie bereitzustellen. Sie sollten im Lauf des Samstags nach Freiburg verlegt werden.

15.00 Uhr: Regierung will bei Hartz-IV-Antrag Vermögensprüfung sechs Monate aussetzen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bringt in der Corona-Krise ein großes Sozialpaket auf den Weg. Sein Gesetzentwurf sieht vor, dass die Zugangsbeschränkungen für Hartz IV in der Krise massiv gelockert werden, wie die "Bild am Sonntag" berichtet. So soll für den Antrag auf Grundsicherung die Vermögensprüfung und die Überprüfung der Wohnungsgröße wegfallen. "Wir sorgen jetzt dafür, dass die aufwendige Vermögensprüfung für sechs Monate ab dem 1. April entfällt", sagte Heil der Zeitung.

Das Bundesarbeitsministerium rechnet in der Krise mit bis zu 1,2 Millionen zusätzlichen Beziehern der Grundsicherung. In dem Gesetzesentwurf heißt es dem Bericht zufolge: "Unter Berücksichtigung der Branchen- und Einkommensstruktur könnten bis zu 700.000 der 1,9 Millionen Solo-Selbstständigen und bis zu 300.000 der 1,6 Millionen Selbständigen mit Angestellten für eine Antragstellung in Frage kommen."

14.10 Uhr: Zahl der Corona-Toten in Spanien steigt um mehr als 30 Prozent

Innerhalb eines Tages hat sich in Spanien die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie drastisch erhöht. Sie lag am Samstag bei 1.326 und damit um 32 Prozent über der vom Vortag, wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle stieg auf knapp 25.000. Das waren etwa 5.000 mehr als noch am Freitag.

Am schwersten betroffen ist die Region um die Hauptstadt Madrid. Dort wurden bislang 8.921 Infektionsfälle registriert, also gut jeder dritte Fall landesweit. Tausende weitere Fälle wurden in Katalonien, im Baskenland und in Andalusien nachgewiesen.

13.00 Uhr: Bund will Länder offenbar teilweise entmachten

Um in der Corona-Krise schneller und schärfer reagieren zu können, ändert die Bundesregierung nach Informationen der "FAZ" das Infektionsschutzgesetz. Der Bund soll künftig mehr Eingriffsmöglichkeiten im ganzen Land erhalten, während die Bundesländer zum Teil entmachtet werden, wie die Zeitung am Samstag unter Berufung auf einen Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums zur Änderung des Gesetzes berichtete.

Will Kompetenzen bündeln, um schneller reagieren zu können: Gesundheitsminister Jens Spahn. (Quelle: imago images/Jens Schicke)Will Kompetenzen bündeln, um schneller reagieren zu können: Gesundheitsminister Jens Spahn. (Quelle: Jens Schicke/imago images)

Künftig soll die Bundesregierung demnach zum Beispiel grenzüberschreitende Personentransporte untersagen können, per Handyortung die Kontaktpersonen von Infizierten suchen, die Versorgung mit Arzneien und Schutzausrüstung zentral steuern und medizinisches Personal zwangsrekrutieren. Sie kann dem Bericht zufolge aber keine Ausgangssperren anordnen, wie sie derzeit im Gespräch und in einigen Ländern schon in Kraft sind. Der Entwurf soll demnach am Montag im Bundeskabinett verabschiedet und im Laufe der Woche im Eilverfahren im Bundestag und Bundesrat beschlossen werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der "FAZ": "Bund und Länder arbeiten bei der Bewältigung dieser Epidemie Hand in Hand. Hier bündeln wir Kompetenzen. Und noch wichtiger: Wir können künftig in einer Lage wie dieser binnen Stunden für Ärzte, Pflegekräfte, Apotheker und alle anderen, die weit über das normale Maß anpacken, Bürokratie wegnehmen, Regeln anpassen, Vergütungen erhöhen."

12.20 Uhr: Stadt in Thüringen richtet "Corona Drive In" ein

Am Samstag wurde in Gera (Thüringen) eine ganz besondere Coronavirus-Teststation in Betrieb genommen: Sie ist auf einem Parkplatz aufgebaut und besteht aus Zelten. Genutzt werden darf sie nur nach vorheriger Terminvergabe durch das Gesundheitsamt oder den Hausarzt bei begründeten Verdachtsfällen.

Zu den Tests im "Corona Drive In" können die Patienten mit dem Auto vorfahren, die Abstriche werden dann aus dem Auto herausgenommen – als Infektionsschutz für das Personal.

11.35 Uhr: Getränkebranche warnt vor "Hamstern" von Leergut

Die Getränkebranche appelliert an ihre Kunden, Getränke trotz der Angst vor dem Coronavirus nicht massenweise in Kellern und Kammern zu lagern. Es müsse ausreichend Leergut in den Kreislauf des Mehrwegsystems zurückkommen, sagt Julian Schwarzat vom Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels (GFGH). "Das Mehrwegsystem ist ein Kreislaufsystem. Es ist darauf angewiesen, dass Leergut wieder zurückgebracht wird."

Könnte auch bald Ziel der "Hamsterkäufe" werden: Getränke in einem Supermarkt. (Quelle: imago images/imagebroker)Könnte auch bald Ziel der "Hamsterkäufe" werden: Getränke in einem Supermarkt. (Quelle: imagebroker/imago images)

Angespannt sei die Lage vor allem beim Mineralwasser, wenngleich das System nicht vor dem Kollaps stehe, wie Schwarzat betont. Es gebe keinen Grund, kistenweise Flaschen zu horten. Mehrere große Verbände hatten zuvor in einer gemeinsamen Erklärung dazu aufgefordert, leere Flaschen und Kästen zurückzubringen.

11.00 Uhr: Mietern soll in Coronavirus-Krise nicht gekündigt werden dürfen

Mietern soll wegen Mietschulden in der Corona-Krise nicht gekündigt werden dürfen. Das sieht eine Gesetzesvorlage der Bundesministerien für Justiz, Inneres und Wirtschaft vor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Die Vorlage soll an diesem Montag im Bundeskabinett und am Mittwoch im Bundestag beschlossen werden.

Immobilien in München: Mietern soll wegen Mietschulden in der Corona-Krise nicht gekündigt werden dürfen. (Quelle: imago images/Alexander Pohl)Immobilien in München: Mietern soll wegen Mietschulden in der Corona-Krise nicht gekündigt werden dürfen. (Quelle: Alexander Pohl/imago images)

Gelten soll dies für Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2020. Die Verpflichtung der Mieter zur Zahlung der Miete bleibe aber im Grundsatz bestehen. Auch weiteren Schuldnern, die wegen der Corona-Pandemie ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllen können, sollen keine rechtlichen Folgen drohen. Bei Darlehen soll es eine gesetzliche Stundungsregelung geben. Mehr Informationen zu dem Thema erfahren Sie hier.

10.45 Uhr: Türkei stellt Flugverkehr nach Deutschland ein

Die Türkei hat nach Angaben des Auswärtigen Amts in der Freitagnacht den direkten Flugverkehr nach Deutschland wegen der Corona-Krise nahezu vollständig eingestellt. Die Ausreise über Drittstaaten sei aber am Samstag noch möglich, teilte das Ministerium in seinen Reisehinweisen mit.

Das Auswärtige Amt rief eindringlich dazu auf, diese Möglichkeit auch zu nutzen: "Kontaktieren Sie umgehend Ihre Fluggesellschaften bzw. Ihre Reiseveranstalter und nutzen Sie dringend jetzt noch freie Sitzkapazitäten, um umgehend nach Deutschland zurückzukehren."

10.00 Uhr: SPD-Generalsekretär Klingbeil: Mehr Disziplin wegen drohender Ausgangsbeschränkungen

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat die Deutschen mit Blick auf drohende Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise zu mehr Disziplin aufgerufen. "Wenn wir erkennen, dass sich zu viele Bürger unvernünftig verhalten und sich nicht zeitweise aus dem öffentlichen Leben herausziehen, sind auch drastische Maßnahmen wie eine Ausgangbeschränkungen nötig", sagte Klingbeil der in Soltau (Niedersachsen) erscheinenden "Böhme-Zeitung" (Samstag).

Forderte die Bevölkerung zu mehr Disziplin auf: SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. (Quelle: imago images/phototec)Forderte die Bevölkerung zu mehr Disziplin auf: SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. (Quelle: phototec/imago images)

Zugleich sprach sich Klingbeil angesichts der Engpässe in der medizinischen Versorgung dafür aus, mehr Forschung und Produktion nach Deutschland zu holen. Wenn die Corona-Krise überwunden sei, müsse schnell grundsätzlich über Lieferketten gesprochen werden, "auch über die starke Verlagerung von medizinischer Forschung aus Kostengründen ins Ausland", sagte der SPD-Politiker. Es müsse sichergestellt werden, dass "medizinische Grundmittel" in Deutschland entwickelt und produziert würden.

09.38 Uhr: Söder: Keine Passierscheine in Bayern nötig

Trotz der weitreichenden Ausgangsbeschränkungen in Bayern inklusive Polizeikontrollen brauchen die Menschen im Freistaat keine Passierscheine, um sich draußen zu bewegen. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Samstagmorgen dem Radiosender Antenne Bayern.

Hilfreich sei aber, wenn man sich ausweisen und nachvollziehbar begründen könne, warum man auf welchem Weg sei. Wenn jemand von seinem Arbeitgeber eine Bescheinigung bekommen könne, sei das gut. "Wenn nicht, geht die Welt – glaub' ich – nicht unter", sagte der CSU-Chef. "Im Zweifel hat die Polizei ein gutes Gespür dafür, wie ernst und wie ehrlich das ist."

9.30 Uhr: Bayerns Innenminister: Bevölkerung hält Ausgangsbeschränkungen weitgehend ein

Die seit Mitternacht geltenden Ausgangsbeschränkungen in Bayern werden nach Angaben von Landesinnenminister Joachim Herrmann (CSU) weitgehend eingehalten. "Es hat da und dort noch ein paar Gruppen von Jugendlichen gegeben, die da irgendwo in der Öffentlichkeit kleinere Partys durchgeführt haben. Die sind dann von der Polizei nach Hause geschickt worden", sagte er am Samstagmorgen dem Bayerischen Rundfunk ("B5-Interview der Woche"). "Aber insgesamt konnten wir in der vergangenen Nacht keine besonderen Probleme feststellen." Die Polizei werde den ganzen Tag über kontrollieren, ob sich die Menschen an die Maßnahmen halten.

Seit Mitternacht gelten im gesamten Freistaat weitreichende Ausgangsbeschränkungen, mit deren Hilfe die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden soll. Bayern ist das erste Bundesland, das Ausgangsbeschränkungen verhängt hat. Wie es seine Sonderrolle rechtfertigt, lesen Sie hier.

8.20 Uhr: Söder rechtfertigt sich für Ausgangbeschränkungen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die verhängten Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen das neuartige Coronavirus gerechtfertigt. Mit Blick auf rasant steigende Zahlen an Infizierten und Toten sagte er am Morgen dem Radiosender Antenne Bayern: "Das ist wirklich eine dramatische Situation."

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern: "Die ganze Welt reagiert. Dann muss auch Deutschland letztlich reagieren." (Quelle: dpa)Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern: "Die ganze Welt reagiert. Dann muss auch Deutschland letztlich reagieren." (Quelle: dpa)

Er wolle Bayern nicht einsperren, so Söder. Aber mit Verweis auf strengere Regeln in anderen Ländern sagte der CSU-Chef: "Die ganze Welt reagiert. Dann muss auch Deutschland letztlich reagieren." Das seien schwierige Entscheidungen. Appelle an die Vernunft aber seien an Grenzen gestoßen. "Ich hoffe, dass wir so besser durch die Krise kommen als andere", sagte der bayerische Regierungschef.

Seit Mitternacht gelten im gesamten Freistaat weitreichende Ausgangsbeschränkungen, mit deren Hilfe die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden soll.

6.55 Uhr: Bericht: Regierung plant wegen Coronavirus 150 Milliarden Euro neue Schulden ein

Die Bundesregierung plant laut einem Rundfunkbericht zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in diesem Jahr eine Neuverschuldung von insgesamt 150 Milliarden Euro. Zu diesem Zweck solle ein Nachtragshaushalt verabschiedet und die Notfallregelung bei der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse in Anspruch genommen werden, berichtete der Deutschlandfunk in der Nacht zum Samstag unter Berufung auf Koalitionskreise.

Mit der Neuverschuldung sollen demnach die Hilfsprogramme für die Wirtschaft und die zu erwartenden Steuermindereinnahmen aufgefangen werden. Zunächst war von 100 Milliarden Euro die Rede gewesen. Der Bundestag will in der kommenden Woche bereits umfassende Hilfen zum Schutz von Unternehmen und Beschäftigen beschließen.

6.28 Uhr: Dritter Tag in Folge – China meldet erneut keine Neuinfektionen im Inland

China hat den dritten Tag in Folge keine neue Ansteckung mit dem Coronavirus im Inland gemeldet. Allerdings stieg die Zahl der Infizierten, die aus dem Ausland eingereist sind, um 41, wie die Nationale Gesundheitskommission mitteilte. Das waren zwei neue Fälle mehr als am Vortag. Es war damit der bisher höchste Anstieg an sogenannten importierten Infektionsfällen, die nun bei 269 liegen. Dies schürt die Angst vor einer zweiten Infektionswelle zu einem Zeitpunkt, an dem sich das Land gerade vom dem ersten Ausbruch allmählich erholt. 

Bei den eingeschleppten Infektionsfällen handelt es sich zumeist um chinesische Studenten, die in ihre Heimat zurückkehrten, weil in Europa und in den USA zur Eindämmung des Virus auch Universitäten geschlossen wurden. Sie müssen nun für 14 Tage in Quarantäne. 

6.15 Uhr: Mediziner: Immer mehr jüngere Corona-Patienten auf Intensivstationen

Auf den Intensivstationen auch in Deutschland werden immer öfter junge mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt. Das habe sich in Italien gezeigt - und "das ist ein Bild, das sich auch in Deutschland ergibt", sagte der Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. "Die jüngsten symptomatischen Covid-19-Patienten waren Anfang 20 Jahre alt. Insgesamt sehen wir das ganze demografische Altersspektrum, egal ob auf Normalstation oder Intensivstation."

Wendtner hatte in der Schwabinger Klinik Ende Januar bereits die ersten mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierten Patienten in Deutschland behandelt. "Auch ein junger Patient ist nicht gefeit davor, einen schweren Verlauf zu haben", warnte der Mediziner. "Das soll wachrütteln, dass man sich an die Hygienevorschriften und Regelungen hält." Die Gefahr durch das neuartige Virus sei anfangs unterschätzt worden – von der Politik wie auch von der Wissenschaft, räumte der Mediziner ein.

Voll trotz Corona: "Was wir am Bondi Beach gesehen haben, ignoriert komplett alles, was diesen Virus ausmacht." (Quelle: Reuters)Voll trotz Corona: "Was wir am Bondi Beach gesehen haben, ignoriert komplett alles, was diesen Virus ausmacht." (Quelle: Reuters)

5.43 Uhr: Voll trotz Corona: Behörden sperren berühmten Strand in Australien

In Sydney ist der berühmte Bondi Beach geschlossen worden, nachdem sich dort trotz der Corona-Krise Tausende von Strandgängern getummelt hatten. Auch andere Strände könnten nach Behördenangaben geschlossen werden, falls sich die Leute nicht an die Empfehlung halten, Abstand zu wahren. "Wir machen das nicht, weil wir die Spaßpolizei sind, aber wenn wir eine Gemeinschaft haben, die sich nicht an die Anforderungen der sozialen Distanz hält, dann müssen wir eingreifen", sagte der Polizeiminister des australischen Bundestaats New South Wales, David Elliott, am Samstag angesichts der Szenen vom Strand. "Was wir am Bondi Beach gesehen haben, ignoriert komplett alles, was diesen Virus ausmacht." Die australische Regierung erlaubt wegen der Corona-Krise draußen keine Versammlungen von mehr als 500 Menschen, drinnen ist es auf 100 Menschen beschränkt.

5.01 Uhr: US-Grenzen zu Kanada und Mexiko für 30 Tage dicht

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus haben die USA ihre Grenzen zu Mexiko und Kanada weitgehend für den Personenverkehr geschlossen. Die Maßnahme gilt seit Mitternacht (Ortszeit/05 Uhr MEZ) und betrifft alle nicht notwendigen Reisen. Die Regelung soll 30 Tage in Kraft bleiben und dann überprüft werden. Der Austausch von Waren ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump nicht betroffen. Zuvor hatten die USA bereits einen Einreisestopp für Ausländer aus den Schengen-Staaten sowie aus Großbritannien und Irland erlassen. Auch Ausländer, die aus dem Iran und aus China kommen, können nicht mehr in die USA einreisen.

Ältere Frau mit Rollator vor dem Eingang des Würzburger Senioren-Wohnstiftes: Auch 23 Pflegekräfte wurden positiv auf das Coronavirus getestet. (Quelle: dpa/Karl-Josef Hildenbrand)Ältere Frau mit Rollator vor dem Eingang des Würzburger Senioren-Wohnstiftes: Auch 23 Pflegekräfte wurden positiv auf das Coronavirus getestet. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Freitag, 20. März, 20.38 Uhr: Neun Coronavirus-Todesfälle in Würzburger Pflegeheim

In einem Würzburger Pflegeheim sind nach Coronavirus-Infektionen neun Menschen gestorben, wie ein Sprecher des bayerischen Landesamts für Gesundheit (LGL) auf dpa-Anfrage mitteilte. Die Leiterin der Würzburger Altenpflegeeinrichtung sagte dpa, alle Verstorbenen hätten Vorerkrankungen gehabt und seien über 80 Jahre alt gewesen. Von den 160 Bewohnern lägen derzeit fünf mit einer Covid-19-Erkrankung in Würzburger Kliniken, weitere zehn seien positiv auf das Virus getestet und würden isoliert in ihren Zimmern im Heim versorgt. Hinzu kämen 23 Pflegekräfte mit ebenfalls positivem Test. Diese befänden sich in Quarantäne zu Hause.

Eine Evakuierung des Heims ist nach Angaben des Landesamts derzeit "aus fachlichen Gründen nicht angezeigt". Seit dem ersten Todesfall gelten in dem Heim laut dem Landesamt besondere Schutzvorkehrungen. So gelte seit 12. März ein striktes Besuchsverbot. Die Bewohner würden isoliert und dürften ihre Zimmer nicht verlassen. Die Patientenräume würden von Pflegekräften nur in Schutzanzügen und mit Atemschutzmasken betreten.

Auch Reinigungskräfte trügen Schutzkleidung. Weil infiziertes Personal vorübergehend in Quarantäne zu Hause bleiben müsse, würden Mitarbeiter aus anderen Einrichtungen des Heimträgers in dem Haus eingesetzt, sagte die Heimleiterin. Wie das Virus in die Einrichtung gekommen ist, lasse sich nicht mehr nachvollziehen.

20.34 Uhr: EU-Kommission: Rezession könnte so groß sein wie im Krisenjahr 2009

Die erwartete Rezession infolge der Coronavirus-Krise könnte für die Europäische Union nach Einschätzung der EU-Kommission deutlich heftiger ausfallen als zunächst gedacht. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung könnte 2020 vergleichbar mit dem Abschwung im Jahr der Wirtschaftskrise 2009 sein, teilte die EU-Kommission am Freitagabend mit. Damals war die Wirtschaft in der EU um 4,3 Prozent geschrumpft und in der Eurozone um 4,5 Prozent.

Noch vor einer Woche war die Brüsseler Behörde von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 1,0 Prozent ausgegangen. Seitdem hätten die Entwicklungen nahegelegt, dass ein negatives Szenario mit größeren Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie wahrscheinlich ist, heißt es nun.

Angesichts dieser Aussicht hatte die EU-Kommission am Freitag bereits vorgeschlagen, die Haushaltsregeln zu lockern. Dadurch dürften nationale Regierungen unbegrenzt in die Wirtschaft investieren, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

20.22 Uhr: Berlin kündigt härtere Einschnitte in öffentliches Leben an 

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat angekündigt, dass es auch für die Hauptstadt härtere Einschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Krise geben wird. Der Senat solle vorbereiten, dass es zu Restaurantschließungen komme, sagte er in der Rbb-"Abendschau" am Freitagabend.

Bislang müssen diese Lokale ab 18 Uhr zumachen. Künftig solle es dann nur noch Abhol- und Lieferdienste geben. Auch Versammlungen unter 50 Menschen sollten untersagt werden, kündigte Müller an.

20.10 Uhr: Niederländischer König ruft auf, das "Einsamkeitsvirus" zu stoppen

Der niederländische König Willem-Alexander hat die Bürger seines Landes aufgerufen, in der Coronavirus-Krise zusammenzuhalten. Das Gefühl von Zusammengehörigkeit könne in dieser schwierigen Zeit helfen, sagte der König am Freitagabend in einer TV-Ansprache in Den Haag.

Willem-Alexander rief dazu auf, besonders alten und anderen von der Epidemie besonders getroffenen Menschen beizustehen. Keiner dürfe sich im Stich gelassen fühlen. "Das Coronavirus können wir nicht stoppen, aber das Einsamkeits-Virus schon."

19.42 Uhr: Familienministerin Giffey befürchtet mehr häusliche Gewalt gegen Frauen

Weil sich immer mehr Menschen zu Hause isolieren, wird es mehr häusliche Gewalt gegen Frauen geben, Frauenhäuser könnten überlastet werden. Die Familienministerin appelliert an die Länder. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

19.30 Uhr: WHO-Chef appelliert an Jugend: "Nicht unbesiegbar"

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) appelliert an junge Leute, sich während der Corona-Krise an die strengen Ausgangsbeschränkungen zu halten. "Ich habe eine Botschaft für junge Leute", sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. "Ihr seid nicht unbesiegbar."

Zwar bestehe für ältere Menschen die größte Gefahr, sich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 anzustecken und die Lungenkrankheit Covid-19 zu entwickeln. "Aber es geht nicht an den Jungen vorbei", sagte Tedros. "Dieses Virus kann auch für euch einen wochenlangen Krankenhausaufenthalt bedeuten, oder es kann euch töten." Alle Menschen müssten zusammenstehen, über Landesgrenzen und Generationen hinweg. "Solidarität, Solidarität, Solidarität" forderte Tedros.

19.20 Uhr: Britische Regierung schließt Restaurants und Pubs

Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus schließt nun auch Großbritannien alle Restaurants, Cafés, Bars, Clubs, Theater und Freizeiteinrichtungen. Die betroffenen Betriebe sollten "so schnell wie möglich" ab Freitagabend schließen, sagte Premierminister Boris Johnson. Nur die Ausgabe von Essen zum Mitnehmen sei weiterhin erlaubt.

Der britische Premierminister Boris Johnson demonstriert Verständnis für Ärger über Entbehrungen, die seine Regierung der Bevölkerung auferlegt. "Wir nehmen den freigeborenen Bürgern des Vereinigten Königreichs das althergebrachte, unveräußerliche Recht, in ein Pub zu gehen", sagt Johnson. Er könne verstehen, dass diese außergewöhnliche Maßnahme für die Leute ein schwerer Schlag sei.

19.19 Uhr: Virusforscher äußern sich skeptisch über Ausgangssperren

Während immer weitere Bundesländer Ausgangssperren verhängen, äußern sich führende Wissenschaftler skeptisch. Die Datengrundlage sei viel zu dünn, sagt zum Beispiel der Berliner Virologe Christian Drosten. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

18.51 Uhr: Dow Jones-Index erholt sich weiterhin kaum 

Die US-Aktienmärkte haben sich am Freitag der Erholungstendenz an den europäischen und asiatischen Börsen nur halbherzig angeschlossen. Nach einer festeren Eröffnung bröckelten die Kurse im Handelsverlauf in die Minuszone. Trotz der jüngsten Entspannungssignale hält die Unsicherheit der Anleger wegen der nicht absehbaren wirtschaftlichen Folgen durch die Corona-Krise an.

Der Leitindex Dow Jones Industrial notierte zuletzt 0,95 Prozent tiefer bei 19 896,52 Punkten. Für die abgelaufene Woche deutet sich damit ein Verlust von rund 14 Prozent an. Der marktbreite S&P 500 verlor am Freitag zuletzt 1,08 Prozent auf 2383,47 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 sank um 0,34 Prozent auf 7263,92 Punkte.

18.18 Uhr: Italien meldet mehr als 600 Tote an einem Tag

In Italien haben die Behörden an nur einem Tag mehr als 600 neue Corona-Tote registriert. Damit stieg die Zahl der Todesopfer der Virus-Pandemie auf 4.032. Das teilte der Zivilschutz in Rom mit. In dem Land gibt es inzwischen 47.021 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Menschen. Damit kamen im Vergleich zum Vortag erneut Tausende Infektionen hinzu. Außerdem dürfte die Dunkelziffer nicht erfasster Menschen, die den Sars-CoV-2-Erreger in sich tragen, Experten zufolge hoch sein. Am schlimmsten von der Covid-19-Welle getroffen ist weiter der Norden, besonders die Lombardei. Dort war der Ausbruch vor einem Monat, am 20./21. Februar bemerkt worden.

Italien hatte am Donnerstag insgesamt mehr Todesfälle als China gemeldet und ist damit das Land mit den meisten offiziell gemeldeten Toten wegen des Coronavirus auf der Welt. Es wird erwartet, dass die Regierung in Kürze die Ausgangssperre verschärft.

17.37 Uhr: Mehr als 18 400 Coronavirus-Nachweise in Deutschland – 53 Tote

In Deutschland sind bislang mehr als 18.400 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 6.200, Bayern mit mehr als 3.100 und Baden-Württemberg mit mehr als 2.700 Fällen. Niedersachsen verzeichnet mehr als 1.200 Infektionen. 53 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben, zwei weitere Deutsche nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

17.21 Uhr: USA schließen Grenze zu Mexiko weitgehend

Die USA schließen wegen der Ausbreitung des Coronavirus ihre gemeinsame Grenze mit Mexiko weitestgehend für den Personenverkehr. Der Austausch von Waren sei davon nicht betroffen, erklärte Außenminister Mike Pompeo. Die neue Regelung gelte ab Mitternacht (6 Uhr MEZ Samstag). Es werde nur wenige Ausnahmen geben, unter anderem für Angestellte im Gesundheitsbereich oder medizinisch begründete Grenzübertritte. Die Grenze zu Mexiko ist etwa 3.200 Kilometer lang. Täglich überqueren sie mehr als eine Million Menschen und Hunderttausende Fahrzeuge.

Die Regelung sei die gleiche wie für die nördliche Grenze mit Kanada und werde zunächst für 30 Tage gelten, sagte US-Präsident Donald Trump vor Journalisten. Zuvor hatte bereits der amtierende Heimatschutzminister Chad Wolf erklärt, es gehe darum, alle nicht-notwendigen Grenzübertritte zu begrenzen, um die weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus aufzuhalten.

Der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard bestätigte in Mexiko-Stadt vor Journalisten eine grundsätzliche Einigung. Von der Maßnahme ausgenommen seien der Warenverkehr und die Grenzübertritte von Menschen, die jeden Tag im jeweils anderen Land arbeiten gehen.

17.13 Uhr: Fake-News zu Ausgangssperre in Berlin kursiert im Internet

Eine gefälschte Nachricht zu einer angeblichen Ausgangssperre in Berlin hat sich am Freitag im Internet verbreitet. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) sprach von einer "Fake-News mit der Startseite des Lageso zu einer Ausgangssperre" und betonte: "Das ist falsch. Bitte nicht weiterverbreiten, bzw. verbreiten dass es sich um ein Fake handelt." In dem gefälschten Screenshot war von einer weitreichenden Beschränkung des öffentlichen Lebens ab Montag die Rede.

16.39 Uhr: Zahl der Corona-Toten in England steigt auf 167

Die Zahl der Toten in Folge des Coronavirus in England steigt um 39 auf 167. Das Alter der Opfer bewege sich zwischen 50 und 99 Jahren, alle waren gesundheitlich vorbelastet, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte.

16.28 Uhr: Köln: Beamte sollen Treffen von mehr als zwei Personen auflösen

Köln hat im Kampf gegen das Coronavirus ein konsequentes Einschreiten bei öffentlichen Menschenansammlungen von mehr als zwei Personen angekündigt. "Ganz egal wie schön das Wetter am Wochenende auch werden mag, jetzt ist nicht die Zeit, sich mit Freunden zu treffen. Wer das nicht begreift, gefährdet die Freiheit aller", erklärte Stadtdirektor Stephan Keller. "Ansammlungen von mehr als zwei Personen werden aufgelöst, soweit diese nicht zum engsten Familienkreis gehören."

Umsetzen soll dies das Ordnungsamt. Wer sich widersetze, könne mit einem empfindlichen Bußgeld bestraft werden, so die Stadt. Aufgrund des Infektionsschutzgesetzes könne auch ein Straftatbestand erfüllt sein.

16.25 Uhr: Bericht: Weitere 380 Tote in der Lombardei

In der Lombardei sind binnen 24 Stunden rund 380 weitere Menschen an der Lungenkrankheit COVID-19 gestorben, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen Insider berichtet. Die Lombardei ist in Italien am stärksten von der Pandemie betroffen. Insgesamt sind in der norditalienischen Region etwa 2.550 Menschen der Krankheit erlegen.

15.31 Uhr: Regierung fliegt Pflegekräfte aus den Philippinen ein

Pflegekräfte von den Philippinen sollen Deutschland bei der Versorgung von Covid-19-Patienten helfen. Nach Angaben der Hessischen Krankenhausgesellschaft ist ein "Rekrutierungsflug" für Intensivpersonal geplant. "Wir haben eine Sondergenehmigung bekommen, dass wir noch 75 philippinische Pflegekräfte nach Hessen bringen können", so der Präsident der Hessischen Krankenhausgesellschaft, Christian Höftberger.

Diese Zahl beziehe sich nur auf die Asklepios-Kliniken, deren Regionalgeschäftsführer in Hessen Höfteberger ist. "Aber ich habe Kenntnis darüber, dass im gleichen Flieger weitere philippinische Intensivpflegekräfte sitzen." Sie sollen in einem anderen großen privaten Krankenhausunternehmen arbeiten. Auch zwei weitere große Kliniken hätten noch Pflegekräfte in diesen "Rekrutierungsflieger" hineinbekommen, sagte Höftberger.

Möglich gemacht hätten das Außenminister Heiko Maas (SPD), der Krisenstab der hessischen Landesregierung und die Arbeitsagentur. Maas habe sich sogar dafür eingesetzt, dass trotz der dort verhängten Ausgangsrestriktionen die Visa per Boten von der Botschaft zu den Mitarbeitern gebracht wurden. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass die in den nächsten Tagen in Frankfurt landen können", sagte Höftberger.

15.26 Uhr: Fast 77.000 Anzeigen auf Kurzarbeit binnen einer Woche

Immer mehr Unternehmen nutzen in der Corona-Pandemie die Kurzarbeit, um Beschäftigte halten zu können. In dieser Woche seien rund 76.700 Anzeigen auf Kurzarbeit bei den Arbeitsagenturen eingegangen, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Freitag mit. Das sei ein rasanter Anstieg. Im Jahr 2019 etwa gingen im Schnitt 600 Kurzarbeit-Anzeigen pro Woche ein.

15.13 Uhr: Bußgelder für Obdachlose in Frankreich wegen Ausgangssperre

In mehreren französischen Städten hat die Polizei wegen der landesweiten Ausgangssperre offenbar Bußgelder gegen Obdachlose verhängt. Solche Fälle habe es in Paris, Lyon und Bayonne gegeben, kritisierte ein Dachverband von rund 800 Hilfsorganisationen am Freitag in Paris. Die Fédération des acteurs de la solidarité (FAS) verlangte das "sofortige Ende der Strafmaßnahmen".

Die Präfektur von Lyon im Osten Frankreichs ordnete nach Angaben einer Lokalzeitung eine Untersuchung an. Solche Bußgelder verstießen gegen die Anordnungen, hieß es. Auch in Paris wurde die Präfektur eingeschaltet.

Seit Dienstag gilt in Frankreich eine landesweite Ausgangssperre. Wer einkaufen oder zur Apotheke gehen will, muss eine Bescheinigung von der Webseite der Regierung herunterladen und mit sich führen, wenn er seine Wohnung verlässt. Ansonsten droht ein Bußgeld von 135 Euro.

14.56 Uhr: Bayern will Pfleger aus Rente zurückholen

Bayern will in der Corona-Krise Krankenschwestern und Pfleger aus dem Ruhestand zurückholen. "Wir werden jede helfende Hand brauchen", sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Freitag in München. Angesichts der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sollen Pfleger und Krankenschwestern in Teilzeit zudem überlegen, ob sie die Arbeitszeit aufstocken können. "Schon heute wissen wir, dass wir mit einer steigenden Zahl, vielleicht sogar mit einer dramatisch steigenden Zahl, rechnen müssen", sagte Sibler. "Die Herausforderungen werden in den nächsten Tagen und Wochen nochmal unendlich steigen."

14.54 Uhr: Rheinland-Pfalz verbietet Versammlungen von mehr als fünf Menschen

Auch die rheinland-pfälzische Landesregierung verschärft im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus die Einschränkungen für das öffentliche Leben. Sie ordnete am Freitag die Schließung von Gaststätten an und untersagte Versammlungen von mehr als fünf Menschen.

14.53 Uhr: Sachsen will Menschenansammlungen bestrafen

Sachsen will mit harten Strafen gegen Menschen vorgehen, die sich nicht an die Vorgaben der Behörden in Zeiten der Corona-Krise halten. Sie sollen mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet werden können, teilte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Freitag in einem Videobriefing mit. Rechtsgrundlage sei das Infektionsschutzgesetz. Eine Größenordnung für Menschenansammlungen wurde nicht genannt. Nicht alle dürften in Mithaftung genommen werden für eine kleine Gruppe, die sich nicht an die Regeln halte. Laut Kretschmer gehe es darum, immer wieder nachzusteuern. Nach Angaben von Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) haben sich bisher 562 Menschen mit dem Virus infiziert, 173 mehr als am Vortag registriert.

14.51 Uhr: Auch Baden-Württemberg schränkt öffentliches Leben weiter ein

Baden-Württemberg schränkt das öffentliche Leben wegen des Coronavirus weiter ein. Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen mit mehr als drei Personen sind nicht mehr erlaubt, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag in Stuttgart sagte. Ausnahmen gebe es für Familien und Paare.

"Es geht darum, was der Einzelne an Beiträgen leisten muss, um die Ausbreitung der Krankheit zu verlangsamen und zu verhindern", sagte der CDU-Innenminister Thomas Strobl am Freitag in Stuttgart. Es sei "rücksichtlos und verantwortungslos", die Einschränkungen zu missachten. Verstöße zum Beispiel gegen das neue Niederlassungsverbot könnten mit Bußgeldern bis zu 25.000 Euro und auch mit mehrjährigen Haftstrafen geahndet werden, sagte Strobl.

14.43 Uhr: Linke fordert Anhebung des Kurzarbeitergeldes auf 90 Prozent

Die Linke drängt auf ein höheres Kurzarbeitergeld. Es müsse bei geringen und mittleren Einkommen auf 90 Prozent angehoben werden, sagte Parteichef Bernd Riexinger der Nachrichtenagentur AFP am Freitag in Berlin. Im Zuge der Pandemie war zwar der Zugang zum Kurzarbeitergeld erleichtert worden. Die Höhe war aber bei 60 Prozent beziehungsweise 67 Prozent für Arbeitnehmer mit mindestens einem Kind belassen worden. Gerade Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen kämen damit aber kaum über die Runden, kritisierte Riexinger.

14.39 Uhr: Niederlande melden 534 Neuinfizierte und 30 weitere Tote

In den Niederlanden sind 30 weitere Menschen am Coronavirus gestorben, 534 Menschen haben sich angesteckt. Insgesamt seien damit 106 Patienten gestorben, teilen die Gesundheitsbehörden mit. 2.994 Infektionsfälle seien bislang bestätigt. Die Personen, die der Krankheit erlegen seien, hätten ein Alter von 63 bis 95 Jahren. Insgesamt lägen rund 650 Menschen wegen der Infektion im Krankenhaus. 

14.37 Uhr: Lebensmittelhändler planen keine Öffnung am Sonntag

Trotz des durch die Coronavirus-Krise ausgelösten großen Kundenansturms wollen die führenden deutschen Lebensmittelhändler ihre Geschäfte vorläufig nicht am Sonntag öffnen. Bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bekräftigten Edeka, Rewe, Aldi und Lidl am Freitag, dass vorläufig keine Ausweitung der Geschäftszeiten geplant sei.

Ein Sprecher des größten deutschen Lebensmittelhändlers Edeka betonte, viele Mitarbeiter der Handelskette seien schon jetzt an den Grenzen ihrer Belastbarkeit. "Jetzt noch einen Tag länger zu öffnen, würde diese Situation weiter verschärfen." Die Versorgung der Kunden mit Lebensmitteln sei auch mit den bestehenden Öffnungszeiten bundesweit gewährleistet.

14.26 Uhr: EU-Kommission lockert Haushaltsregeln

Angesichts der erwarteten Wirtschaftskrise infolge der Coronavirus-Pandemie lockert die EU-Kommission die Haushaltsregeln. "Heute, und das ist ganz neu, aktivieren wir die allgemeine Ausweichklausel", sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Freitag in einem auf Twitter veröffentlichten Video. Nationale Regierungen dürften nun unbegrenzt in die Wirtschaft investieren.

14.24 Uhr: Nützliche Infos für Unternehmen und Selbstständige

Die Corona-Pandemie macht Hunderttausenden Unternehmen und Selbstständigen schwer zu schaffen. Die Bundesregierung stellt unbürokratische Hilfen, auch in Form von Krediten, in Aussicht. Hier gibt es eine Übersicht und hilfreiche Telefonnummern.

13.56 Uhr: London schließt Kneipen, Kalifornien verhängt Ausgangssperre

Auch in den USA und Großbritannien werden weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ergriffen. Für London wird es laut einem Bericht des "Evening Standard" eine Anordnung geben, wonach Pubs, Restaurants, Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Kinos in der britischen Hauptstadt schließen müssen. Bislang hat die Regierung nur dazu geraten, Kneipen und Menschenansammlungen zu meiden. Der US-Bundesstaat Kalifornien hat eine allgemeine Ausgangssperre mit nur wenigen Ausnahmen verhängt.

13.31 Uhr: Auch Saarland will eine Ausgangssperre erlassen

Das Saarland will im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Gaststätten schließen und eine Ausgangsbeschränkung erlassen. Das werde Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) noch am Freitag dem Kabinett zum Beschluss vorschlagen, teilte die Staatskanzlei in Saarbrücken mit. Zuvor hatte Bayern ab dem morgigen Samstag eine Ausgangsbeschränkung verhängt.

13.10 Uhr: Autobauer spenden Atemschutzmasken an Kliniken

Volkswagen erklärte am Freitag, der öffentlichen Gesundheitsvorsorge "zeitnah fast 200.000 Atemschutzmasken der Kategorien FFP-2 und FFP-3" liefern zu wollen. Diese fallen in die beiden höheren Stufen, FFP-3 bietet professionellen Schutz vor Krankheitserregern oder schädlichen Stoffen in der Luft. Das Unternehmen habe die Spende mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) abgestimmt.

Medizinische Ausrüstung gehe zudem an die Stadt Wolfsburg, dem Volkswagen-Stammsitz. Personalvorstand Gunnar Kilian sagte: "Die Beschäftigten des öffentlichen Gesundheitswesens vollbringen derzeit herausragende Leistungen für die Gesellschaft. Wir sind überzeugt, dass die Schutzmasken bei ihnen aktuell am besten eingesetzt sind."

Daimler will der baden-württembergischen Landesregierung etwa 110.000 Masken aus dem konzerninternen "Pandemiebestand" für Kliniken und Arztpraxen übergeben. 

13.08 Uhr: Laschet: Ausgangssperre nur letztes Mittel

Eine Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie bleibt für Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) "wirklich das allerletzte Mittel". Schon jetzt seien zahlreiche Grundrechte, wie die Bewegungsfreiheit und die Religionsfreiheit eingeschränkt worden, sagte Laschet am Freitag in einer Bürger-Fragestunde des Radiosenders WDR 2. "Der Staat muss sorgsam überlegen, wie weit kann er gehen."

Richtig sei: "Wenn wir die ganz große Ausgangssperre verhindern wollen, müssen andere Bereiche noch heruntergefahren werden." Es gebe aber eine Vorstufe, ein Betretungsverbot auf öffentlichen Plätzen, ergänzte Laschet. Die Ministerpräsidenten würden sich am Sonntag mit der Bundeskanzlerin über diese Fragen abstimmen.

12.58 Uhr: Söder präzisiert die Maßnahmen

Lokale und Cafés werden in Bayern ab morgen geschlossen sein. Ausnahmen: lediglich Drive-Ins oder Essen zum Mitnehmen. Friseure und Baumärkte werden geschlossen haben. Rausgehen sollte man nur, wenn man zur Arbeit oder sich medizinisch versorgen muss. Gassigehen mit dem Hund sei ebenfalls gestattet. Auch Spaziergänge und Sport im Freien seien überhaupt kein Problem. Aber allein oder mit der Familie, warnte Söder. Größere Menschenansammlungen seien verboten, es drohten Bußgelder von bis zu 25.000 Euro. "Das ist ein Charaktertest für Bayern", sagte Söder.

12.47 Uhr: Details zur Ausgangssperre in Bayern

Zur Eindämmung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) weitreichende Ausgangsbeschränkungen für den ganzen Freistaat angekündigt. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist ab Samstag nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft - dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt. Mehr über Ausnahmen bei einer Ausgangssperre erfahren Sie hier.

12.40 Uhr: Neuer Newsblog 

Um das Lesen zu erleichtern und die Ladezeiten zu verringern, beginnt die Redaktion den Newsblog an dieser Stelle neu. 

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