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Ist Corona immer noch gefÀhrlicher als die Grippe?

  • Sandra Simonsen
Von Sandra Simonsen

Aktualisiert am 17.03.2022Lesedauer: 4 Min.
Corona-Intensivstation (Symbolbild): Auch, wenn Omikron eher zu leichteren VerlĂ€ufen fĂŒhrt, sind Risikogruppen gefĂ€hrdet.
Corona-Intensivstation (Symbolbild): Auch wenn Omikron eher zu leichteren VerlĂ€ufen fĂŒhrt, sind Risikogruppen gefĂ€hrdet. (Quelle: lakshmiprasad S/getty-images-bilder)
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Eine Omikron-Infektion scheint in Großbritannien mittlerweile seltener tödlich zu verlaufen als eine Grippe-Infektion. Ist das auch in Deutschland der Fall? Was bedeuten die Zahlen?

Das Wichtigste im Überblick


  • Was zeigen die Daten aus Großbritannien?
  • Wie ist die Situation in Deutschland?

Die Omikron-Variante des Coronavirus scheint sich zwar deutlich schneller auszubreiten als bisherige Varianten, dafĂŒr fĂŒhrt sie allerdings auch zu weniger schweren VerlĂ€ufen.


Omikron-Variante: Was wir bisher wissen

Seit November 2021 ist die Omikron-Virus-Variante bekannt. Erstmals nachgewiesen wurde sie in SĂŒdafrika. Mittlerweile dominiert Omikron das Pandemiegeschehen weltweit.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Omikron als "besorgniserregend" eingestuft. Diese Klassifizierung ist ein Signal, dass eine Variante ansteckender ist oder zu schwereren KrankheitsverlĂ€ufen fĂŒhrt. Außerdem besteht bei "besorgniserregenden Varianten" die Gefahr, dass herkömmliche Impfungen oder Medikamente weniger wirksam sind.
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Daten aus Großbritannien zeigen nun, dass das Coronavirus dort mittlerweile weniger tödlich ist als die Grippe. Was bedeutet das und wie ist die Situation in Deutschland? Ein Blick auf die Daten und vergleichende Zahlen.

Was zeigen die Daten aus Großbritannien?

Wie die "Financial Times" berichtet, fĂŒhren in Großbritannien aktuell 35 von 100.000 Corona-Infektionen zum Tod. Bei 100.000 Grippe-Infektionen hingegen seien es 40 TodesfĂ€lle. GrĂŒnde dafĂŒr sollen zum einen die hohe Impfquote, zum anderen die leichteren Omikron-VerlĂ€ufe sein.

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Trotzdem habe die hohe Zahl der Omikron-Infektionen letztlich dazu gefĂŒhrt, dass die Gesamtzahl der TodesfĂ€lle durch eine Atemwegserkrankung in diesem Winter mit mehr als 9.600 FĂ€llen um 50 Prozent höher lag als in einer durchschnittlichen Grippesaison.

Omikron ist durch Impfstoffe Grippe "Ă€hnlich geworden"

"Ist Omikron dasselbe wie eine Grippe? Nein. Aber die Impfstoffe haben die Risiken fĂŒr den Einzelnen sehr Ă€hnlich gemacht", sagte Dr. Raghib Ali, Senior Clinical Research Associate in Epidemiologie an der UniversitĂ€t Cambridge, der "Financial Times". Er betonte zudem, dass dies einen "großen Anstieg" bei Krankenhauseinweisungen oder TodesfĂ€llen "unwahrscheinlich" mache – zumindest, sofern Omikron die dominierende Variante bleibe.

Laut Daten der UK Health Security Agency machten Ungeimpfte zwischen Ende Januar und Ende Februar 15 Prozent der Krankenhauseinweisungen von Erwachsenen in ganz England aus, obwohl sie nur rund neun Prozent der erwachsenen Bevölkerung bildeten.

BA.2 könnte fĂŒr langanhaltende neue Welle sorgen

Christina Pagel, Professorin fĂŒr operative Forschung am University College London und Mitglied der wissenschaftlichen Expertengruppe Independent Sage, sagte der "Financial Times" zudem, die schnelle Übertragbarkeit von Omikron bedeute, dass "die Bedrohung durch Covid immer noch nicht mit einer Grippe gleichgesetzt werden könne".

Als Grund dafĂŒr fĂŒhrte sie auch die neue Untervariante BA.2 an. "Ich wĂ€re wirklich ĂŒberrascht, wenn wir eine massive neue Welle hĂ€tten. Ich wĂ€re nicht ĂŒberrascht, wenn wir am Ende das haben wĂŒrden, was wir mit Delta hatten, wo wir monatelang auf einem Hochplateau stecken blieben", prognostizierte sie.

Wie ist die Situation in Deutschland?

Die "Arbeitsgemeinschaft Influenza" am Robert Koch-Institut befasst sich mit der AktivitÀt der akuten Atemwegserkrankungen in Deutschland. Darunter fÀllt unter anderem die Grippe, aber auch andere grippeÀhnliche Erkrankungen. In der Woche vom 28. Februar bis zum 6. MÀrz ist die AktivitÀt dieser Erkrankungen demnach im Vergleich zur Vorwoche gestiegen. Insgesamt gab es 165 bestÀtigte InfluenzafÀlle, 22 von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden (Stand: 9. MÀrz 2022).

ZusÀtzlich gab es bundesweit mehr Arztbesuche mit Atemwegserkrankungen. Insgesamt liegen die Werte laut RKI aber im Bereich der jÀhrlichen Grippewellen vor der Pandemie, aber deutlich höher als noch 2021. Dennoch sei die AktivitÀt weiterhin gering, eine offizielle Grippewelle habe noch nicht begonnen.

Grippe-Todeszahlen stammen aus SchÀtzungen

Um Grippe-TodesfĂ€lle zu zĂ€hlen, werden statistische SchĂ€tzverfahren verwendet, da bei Weitem nicht alle mit Influenza in Zusammenhang stehenden TodesfĂ€lle auch als solche erkannt werden. Ähnlich wie beim Coronavirus haben auch bei der Grippe Ă€ltere Menschen ein erhöhtes Risiko fĂŒr einen tödlichen Verlauf.

Die Zahl der TodesfĂ€lle schwankt allerdings stark: In vielen Jahren sind es nur mehrere Hundert, in der Saison 2017/18 hingegen starben mehr als 25.000 Menschen in Deutschland an der Grippe. Allerdings infizieren sich schĂ€tzungsweise je nach Ausmaß der Grippewelle auch zwischen 5 und 20 Prozent der Bevölkerung mit Influenza.

Von den 4 bis 16 Millionen Menschen konsultieren etwa ein Drittel einen Arzt. Setzt man die beiden höchsten Werte fĂŒr die Grippewelle 2017/18 in ein VerhĂ€ltnis, zeigt sich das etwa 0,15 Prozent der Menschen an einer Grippe-Infektion sterben. Bei "gewöhnlichen" Grippewellen mit etwa 250 TodesfĂ€llen und 4 Millionen Infizierten sinkt der Anteil noch einmal deutlich auf weniger als 0,01 Prozent.

Vergleich: Sterblichkeit bei SARS-CoV-2

Beim Coronavirus beruhen die Daten zu TodesfÀllen ebenfalls auf statistischen Berechnungen und SchÀtzungen, da auch in diesem Bereich nicht davon ausgegangen werden kann, dass alle an Covid-19 Verstorbenen auch als durch SARS-CoV-2 bedingte TodesfÀlle gemeldet werden, insbesondere dann, wenn mehrere Vorerkrankungen vorliegen.

Hinzu kommt, dass sich die Zahlen je nach Variante, Impfquote und Corona-Welle verĂ€ndern. So gibt das RKI fĂŒr die erste Corona-Welle eine LetalitĂ€t von rund 6,2 Prozent an. Dieser Wert liegt also sehr deutlich ĂŒber denen der Grippewellen. Zu Beginn der Pandemie war SARS-CoV-2 demnach deutlich gefĂ€hrlicher als Influenza.

Omikron-Variante bleibt gefÀhrlicher als Grippe

Im November 2021, unter der Delta-Variante, lag der Anteil der Verstorbenen unter den Corona-Infizierten bei etwa 1,8 Prozent. Dieser Wert ist, vermutlich vorrangig durch den aufgebauten Impfschutz, deutlich niedriger, als noch zu Beginn der Pandemie, allerdings immer noch deutlich höher als bei der Grippe.

Betrachtet man nun die Zahlen der Omikron-Variante, die zwar zu deutlich mehr Infektionen, aber zu weniger coronabedingten TodesfĂ€llen fĂŒhrt, zeigt sich: Aktuell gibt es tĂ€glich rund 260.000 Neuinfektionen und etwa 200 bis 300 Corona-TodesfĂ€lle.

Im Februar, als Omikron bereits die vorherrschende Corona-Variante in Deutschland war, gab es insgesamt rund 3.200 TodesfĂ€lle und die Sterblichkeit wurde mit rund 1,3 Prozent angegeben. Es zeigt sich also: In Deutschland liegt die Sterblichkeit auch bei Omikron noch deutlich ĂŒber der der Influenza.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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