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Karstadt Kaufhof-Insolvenz: Diese Galeria-Filialen stehen vor dem Aus


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Für diese Galeria-Filialen wird es nun eng

Von dpa, rtr, lw

Aktualisiert am 20.01.2023Lesedauer: 3 Min.
Galeria Kaufhof in München: Dutzenden Filialen droht das Aus – aber welchen?
Galeria Kaufhof in München: Dutzenden Filialen droht das Aus – aber welchen? (Quelle: Manfred Segerer/imago images)
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Wie geht es für Galeria Karstadt Kaufhof weiter? Dutzende Filialen sind bedroht – aber einem Bericht zufolge könnten es weniger sein als zunächst angenommen.

Die Zahl der Filialschließungen bei Galeria Karstadt Kaufhof soll nun doch nicht so hoch ausfallen, wie noch im Dezember in einem Schreiben des Gesamtbetriebsrats befürchtet. Damals war von bis zu 90 Schließungen der bundesweit 131 Filialen die Rede.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) aus Unternehmenskreisen erfuhr, sollen nun etwa 60 Filialen im Zuge des Insolvenzverfahrens geschlossen werden. Betroffen seien vor allem Doppelstandorte, Filialen in großer Nähe zueinander, und Stadtviertel-Filialen in Großstädten.

Als sichere Standorte gelten dem Bericht zufolge unter anderem Aachen, Bonn, Braunschweig, Bremen, Dresden, Kassel, Mannheim und Würzburg. Daneben fänden sich in vielen anderen mittelgroßen Städten im gesamten Bundesgebiet Filialen, deren Fortführung zwar vielleicht im Moment nicht sicher sei, die sich aber berechtigte Hoffnungen darauf machen dürften, etwa in Erlangen, Heilbronn, Karlsruhe oder Konstanz.

In etwa 60 Städten ist eine Schließung wahrscheinlich. In Trier und Nürnberg ist das drohende Aus längst ein großes Thema in der lokalen Presse. Aber auch Läden in unter anderem Kiel, Cottbus, Bayreuth, Reutlingen, Wiesbaden, Siegburg, Speyer, Göttingen, Paderborn, Lübeck, Chemnitz, Landshut, Lörrach, Saarbrücken und Münster sind stark bedroht.

Klarheit im März?

Die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ) berichtete am Mittwoch nach einer Sitzung des Galeria-Aufsichtsrats unter Berufung auf Unternehmenskreise, dass die Zitterpartie für die rund 17.400 Beschäftigten über den Januar hinaus andauere. Es werde voraussichtlich erst im März Klarheit darüber herrschen, wie viele und welche Filialen letztlich geschlossen werden.

Der im Schutzschirmverfahren eingesetzte Sanierungsexperte Arndt Geiwitz halte maximal 70 Warenhäuser für überlebensfähig. Für 20 Standorte gebe es Verkaufsgespräche mit Interessenten, meldete die WAZ. Zu den Interessenten machte das Unternehmen keine Angaben.

Doch hat die Dortmunder Modehandelskette Aachener bereits berichtet, dass sie mit der Warenhauskette Gespräche über die Übernahme "einer größeren Zahl von Galeria-Standorten" führe. "Sollte es zu Übernahmen kommen, wird allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der betroffenen Filialen das Angebot gemacht, den Arbeitsplatz zu behalten", kündigte die Kette an. Zur Frage, welche Standorte für sie infrage kommen, äußerte sich Aachener nicht. Hier lesen Sie mehr dazu.

Zahlreiche Arbeitsplätze bedroht

Harte Sparmaßnahmen bei Galeria Karstadt Kaufhof sind der SZ zufolge auch am Firmensitz in Essen geplant. Dort sollen 40 Prozent der Kosten eingespart werden. Von den gut 1.200 Beschäftigten könnten demnach bis zu 600 ihren Arbeitsplatz verlieren. Bestätigt wurden zudem Medienberichte, wonach Galeria-Chef Miguel Müllenbach ersetzt werden soll. Nachfolger soll der ehemalige Kaufhof-Chef Olivier van den Bossche werden, der im vergangenen Jahr Galeria-Vertriebschef wurde, heißt es in dem Bericht.

Galeria Karstadt Kaufhof hatte Ende Oktober vergangenen Jahres zum zweiten Mal innerhalb von weniger als drei Jahren Rettung in einem Schutzschirmverfahren gesucht. Galeria-Chef Miguel Müllenbach sagte damals, das zuletzt noch 131 Warenhäuser umfassende Filialnetz müsse im Zuge des Schutzschirmverfahrens "um mindestens ein Drittel reduziert werden". Damit stünden mindestens 40 Warenhäuser zur Disposition. Doch ist zu hören, dass es auch doppelt so viele Häuser treffen könnte. Galeria selbst betonte allerdings, dass die Zahl der Filialen, die im Fokus der Prüfung einer Schließung standen, zuletzt deutlich reduziert werden konnte – ohne allerdings weitere Details zu nennen.

Das Galeria-Management und der Gesamtbetriebsrat einigten sich nach Angaben der Warenhauskette mittlerweile in den Verhandlungen zu einem Interessenausgleich und Sozialplan auf erste Eckpunkte.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen dpa und Reuters
  • sueddeutsche.de: "Für welche Galeria-Filialen es nun eng wird" (kostenpflichtig)
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