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Coronavirus: AC Florenz – Ribéry-Klub meldet zehn Covid-19-Erkrankte


Corona und der Sport  

F1-Weltmeister Hamilton gibt Anleitung zum Händewaschen

19.03.2020, 09:19 Uhr | sid, dpa, t-online.de

Coronavirus: AC Florenz – Ribéry-Klub meldet zehn Covid-19-Erkrankte. War mitverantwortlich für die Absage des Melbourne-Grand-Prix: Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton. (Quelle: imago images/AAP)

War mitverantwortlich für die Absage des Melbourne-Grand-Prix: Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton. (Quelle: AAP/imago images)

Das Coronavirus hat die Sportwelt fest im Griff. Spiele finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit oder gar nicht statt. Die aktuellen Entwicklungen im Überblick.

Die Bundesliga pausiert, der Sport steht still. Grund ist das Coronavirus, dessen Verbreitung durch diese drastische Maßnahme eingedämmt werden soll. Im Newsblog von t-online.de gibt es alle wichtigen Informationen zu den neuesten Entwicklungen. Große Nachrichten werden separat behandelt

++ Alle aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus im Sport ++

19. März, 07:30 Uhr: Ribery-Klub AC Florenz meldet zehn Coronavirus-Fälle – und spendet

Der italienische Fußball-Erstligist AC Florenz um den früheren Bayern-Star Franck Ribéry vermeldet zehn Coronafälle. Wie Besitzer Rocco Commisso mitteilte, befänden sich drei Personen aus dem Umfeld der Fiorentina im Krankenhaus. Zu den Infizierten gehören auch die Spieler Patrick Cutrone, German Pezzella und Dusan Vlahovic. "Die Situation verschlimmert sich", sagte Commisso bei Sky Italia.

Der Klub hat unterdessen eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um die Krankenhäuser der Stadt zu unterstützen. Bislang sind bereits mehr als 400.000 Euro zusammengekommen, alleine Ribery beteiligte sich mit 50.000 Euro. Norditalien ist die am schlimmsten vom Coronavirus betroffene Region Europas.

19. März, 05:30 Uhr: Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton ruft zum Händewaschen auf

Anders als viele seiner Berufskollegen sucht Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton gerne und oft den direkten Kontakt zu seinen Fans, die ihm nach eigener Aussage sehr am Herzen liegen. Deshalb lässt er seine Anhänger auch in der Coronavirus-Krise nicht im Stich und gibt via Instagram eine kleine Anleitung zum richtigen Händewaschen.

"Ich weiß, dass das Coronavirus Menschen nervös machen kann, aber ich möchte, dass ihr alle ruhig bleibt, nicht in Panik verfallt, freundlich seid und Menschen helft, die Hilfe brauchen", schreibt Hamilton unter ein Video, das ihn an einem Waschbecken zeigt.

Seine Fans fordert er auf, nicht zu vergessen, "dass Händewaschen im Moment das Wichtigste ist, um euch und andere zu schützen". Es folgt ein kleines visuelles Tutorium, wie die Hände genau zu waschen sind: "Kein kleines Rinnsal, mindestens 20 Sekunden einseifen und währenddessen das Wasser abdrehen."

18. März, 17.45 Uhr: Radstar Degenkolb zu t-online.de: "Schwierig, das Maß zu finden"

Durch das Coronavirus wird auch der Radsport stark eingeschränkt. Sämtliche Frühjahrsklassiker wurden abgesagt. Deutschlands Radstar John Degenkolb, dessen Lieblingsrennen Paris–Roubaix davon ebenfalls betroffen ist, zeigte im Gespräch mit t-online.de Verständnis dafür: "Ich, wir alle, lieben den Radsport – aber jetzt gehen andere Dinge, nämlich die Gesundheit und das Leben von Mitmenschen, vor. Wenn es hilft, nur ein Leben zu retten, war es die richtige Entscheidung."

Als Profi muss er sich trotz der Krise fit halten: "Klar trainiere ich, war auch schonmal mit der Familie draußen auf dem Rad, natürlich abgeschieden auf einsamen Radwegen", so Degenkolb über seine Trainingsmethoden. Dabei sei es schwierig,  das Training richtig zu planen. "Wir wissen nicht genau, wann es wieder losgeht. Da das richtige Maß zu finden, um dann auch am Tag X wieder voll da zu sein, wird für uns alle jetzt eine spannende Herausforderung." 

18. März, 17.27 Uhr: Fußball-Weltmeister Matuidi positiv auf Coronavirus getestet

Fußball-Weltmeister Blaise Matuidi (32) von Juventus Turin und Hellas Veronas Mattia Zaccagni (24) sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilten beide Klubs mit.

"Ich bin positiv, ich bin stark, meine Moral ist gut, die meiner Familie auch", schrieb Matuidi bei Instagram: "Ich bin ein symptomfreier Träger des Virus, der sich des Privilegs bewusst ist, ein Profifußballer zu sein und als solcher von einer regelmäßigen und hervorragenden medizinischen Überwachung profitiert."

Insgesamt wurde bislang bei 13 Serie-A-Profis der Covid-19-Erreger festgestellt, darunter sieben Akteure von Sampdoria Genua und drei der AC Florenz.

18. März, 17.25 Uhr: Basketball-Zweitligist stellt Antrag auf Kurzarbeit

Basketball-Zweitligist Phoenix Hagen hat Antrag auf Kurzarbeit gestellt. Wie der Verein mitteilte, sei dieser Schritt nach der Einstellung des Spielbetriebes in der 2. Bundesliga als Folge der Coronavirus-Pandemie "ohne Alternative", um die "Gesellschaft und möglichst viele Arbeitsplätze perspektivisch zu schützen". Der Antrag sei mit Wirkung zum 1. April 2020 gestellt worden. Die Maßnahme sei für die 18 Vollzeitangestellten (Trainer, Spieler, Büromitarbeiter) zunächst ein herber finanzieller Einschnitt.

18. März, 17.15 Uhr: Fußballklub lehnt Coronatests ab

Große Aktion des spanischen Erstligisten Real Valladolid im Kampf gegen das Coronavirus. Die Nordspanier erklärten in einer Mitteilung, dass man auf Tests auf das Virus verzichtet habe. "La Liga hat sie uns angeboten, aber wir haben entschieden, sie abzulehnen – aus medizinischen und sozialen Gründen", hieß es in der Erklärung. "Keiner unserer Spieler hat irgendwelche Symptome gezeigt, und wir sind der Überzeugung, dass es dort draußen Menschen gibt, denen es weit weniger gut geht und die diese Tests weitaus dringender brauchen. Diese Menschen sollten nun Vorrang haben."

Spanien ist nach Italien das vom Ausbruch der Krankheit am stärksten betroffene Land in Europa.

18. März, 15.45 Uhr: Bayerische Sportverbände können Schäden melden

Der Bayerische Landes-Sportverband stellt seinen rund 12 000 Vereinen und den 56 Fachverbänden im Zuge der extremen Auswirkungen durch die Coronavirus-Pandemie ein System zur Verfügung, um entstehende finanzielle Schäden zu melden. Dafür hat der BLSV ein digitales System eingerichtet, wie er am Mittwoch mitteilte.

Der Dachverband schickt eine Online-Abfrage an alle im BLSV gemeldeten Sportvereine und Fachverbände. Es geht um Schäden im Bereich des Liga-, Sport und Trainingsbetriebs, der Übungsleiter, Betreuer und Trainer sowie fehlende Einnahmen aus dem laufenden Betrieb sowie durch Miete und Verpachtung.

Der BLSV werde nach der Auswertung der Daten zusammen mit dem Bayerischen Innenministerium, das auch für den Sport zuständig ist, als Hauptansprechpartner darauf hinwirken, die Vereine und Fachverbände "bestmöglich finanziell zu unterstützen".

18. März, 15.25 Uhr: DFB-Präsident kündigt Hilfspakete für Amateurfußball an

Der Deutsche Fußball-Bund wird seine Regional- und Landesverbände in der Coronavirus-Krise "strukturell und finanziell" unterstützen. Einen entsprechenden Beschluss habe das DFB-Präsidium gefasst, sagte DFB-Präsident Fritz Keller am Mittwoch. Details nannte Keller zunächst nicht. "Wir wollen die Zukunft nutzen, um Lösungen zu erarbeiten", sagte der 62-Jährige. "Von der Kreisliga über die Regional- und Landesverbände bis hin zur Bundesliga."

Es gehe nicht um "Ideologien, Vereinsfarben und vor allem nicht um Schuldzuweisungen", sagte der DFB-Präsident. "Es geht darum, dass wir achtsam miteinander umgehen und die Regeln einhalten. Wir müssen uns an die Regeln halten, das kenne wir vom Fußball, zumindest auf dem Platz." Was gestern, "noch richtig und wichtig erschien, ist heute nichtig und klein", sagte Keller. "Manchmal muss man den Blick eben über die Wolken richten und die Perspektive ändern."

18.März, 15.04 Uhr: Weltstar Zlatan Ibrahimovic macht Spendenaufruf

Fußball-Weltstar Zlatan Ibrahimovic hat beim Kampf gegen das Coronavirus zu Spenden für italienische Krankenhäuser, Ärzte und Krankenschwestern aufgerufen. Nur so könne all jenen geholfen werden, "die täglich unsere Leben retten", sagte der Angreifer vom AC Mailand in einem Video, das er über die Sozialen Netzwerke verbreitete.

"Lasst uns das Coronavirus wegkicken und dieses Spiel gewinnen", sagte Ibrahimovic in seiner Botschaft, die er unter anderem "an meine Kollegen" richtete.

Italien ist mit mehr als 31.000 bestätigten Infizierten und mehr als 2500 Toten (Stand Mittwoch) das am stärksten betroffene Land in Europa. Die Ausgangssperre dort gilt bis zum 3. April. Bis zu diesem Termin ist auch die italienische Fußball-Meisterschaft ausgesetzt.

18. März, 13:13 Uhr: FC Chelsea stellt Hotel für Ärzte und Pflegekräfte zur Verfügung

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie stellen der englische Fußballclub Chelsea und sein russischer Inhaber Roman Abramowitsch dem britischen Gesundheitsdienst NHS ein Hotel zur Verfügung. Für mindestens zwei Monate sollen Ärzte, Ärztinnen und Krankenpflegekräfte kostenlos im Millennium Hotel wohnen dürfen, das direkt neben dem Stadion Stamford Bridge steht. Das gab der FC Chelsea am Mittwoch bekannt. Die Initiative kommt demnach von Abramowitsch, der auch die Kosten für die Unterbringung der NHS-Mitarbeiter übernehmen will.

"Viele der medizinischen Mitarbeiter werden in langen Schichten arbeiten und möglicherweise nicht nach Hause fahren können, oder sie hätten lange Wege zurückzulegen», hieß es in der Clubmitteilung. «Eine Unterkunft vor Ort trägt dazu bei, die Gesundheit und das Wohlbefinden dieser wichtigen Mitarbeiter in dieser kritischen Zeit zu erhalten."

18. März, 11 Uhr: DFB-Elf plant wohl Solidaritätsaktion

Wie der "kicker" berichtet, soll die deutsche Nationalmannschaft eine Solidaritätsaktion planen. Mit einem Betrag in Millionenhöhe wolle die Mannschaft von Trainer Joachim Löw Betroffene der Corona-Pandemie unterstützen.

Bestätigt ist diese Aktion vom DFB aber noch nicht. Um 15 Uhr wird der Verband eine telefonische Pressekonferenz halten, in der mit der Bestätigung zu rechnen sei. Seitens des DFB werden Präsident Fritz Keller, Manager Oliver Bierhoff und Bundestrainer Joachim Löw an der Pressekonferenz teilnehmen.

18. März, 10:56 Uhr: Werder-Geschäftsführer: Gehaltsverzicht der Profis ist denkbar

Der SV Werder Bremen hält je nach Auswirkungen der Coronavirus-Krise Gespräche über einen Gehaltsverzicht seiner Fußballprofis für denkbar. "Wenn gar nicht mehr gespielt werden kann, ist das sicherlich auch ein Thema", wird Geschäftsführer Klaus Filbry im "Weser-Kurier" am Mittwoch zitiert. "Wir müssen aber abwarten, wie sich die Situation grundsätzlich entwickelt. Wenn die Saison zu Ende gespielt werden kann, mit oder ohne Zuschauer, dann kann sich die Situation auch wieder entspannen", sagte der 53-Jährige.

18. März, 10 Uhr: Jens Lehmann erntet Kritik für Twitter-Aussage

Der frühere deutsche Nationalkeeper Jens Lehmann hat sich durch Aussagen zum Coronavirus einen kleinen Shitstorm bei Twitter eingehandelt. "Bist du zu oft gegen den Pfosten gelaufen?", schrieb eine Userin und eine andere meinte: "Jens, Liebchen, du warst mal ein ganz guter Torwart, zu diesem Thema kannst du dich ganz sicher professionell äußern. Zu Pandemien und insbesondere Maßnahmen gegen ebenjene solltest du aber einfach mal die Klappe halten, Schätzchen", meinte eine andere.

Der 50-Jährige hatte unter anderem die Maßnahmen zur Bekämpfung von Sars-CoV-2 infrage gestellt. "Was ist, wenn wir mehr Schaden mit dem Schließen von allem anrichten? Ist es besser, zu Hause zu bleiben, gegen etwas unter Quarantäne gestellt zu werden, das wir in den vergangenen Jahren nicht messen konnten, den Job jetzt zu verlieren oder ein erfolgreiches Unternehmen?", schrieb Lehmann: "Wird es mehr Menschen geben, die wegen großer finanzieller Probleme krank werden als durch das Virus? Wer kann das beantworten?"

18. März, 8.07 Uhr: Bericht: F1-Rennen in den Niederlanden fällt wohl ebenfalls aus

Der Saisonstart in der Formel 1 verzögert sich offenbar immer weiter. Nachdem im Zuge der Corona-Pandemie bereits die ersten vier Rennen in Australien, Bahrain, Vietnam und China offiziell verschoben sind, ist laut "De Telegraaf" auch das Comeback des Großen Preises der Niederlande in Zandvoort (3. Mai) zumindest vorläufig geplatzt. Dies berichtete die niederländische Tageszeitung unter Berufung auf eine Quelle aus dem Kreis der Organisatoren.

Eine offizielle Absage des Rennens, das zuletzt 1985 im Formel-1-Kalender stand, wäre aufgrund der Entwicklung der letzten Woche ohnehin keine Überraschung mehr. Nach der kurzfristigen Absage des Auftaktrennens in Melbourne wenige Stunden vor dem ersten Freien Training hatte die Motorsport-Königsklasse bereits verlauten lassen, die Saison werde wohl nicht vor "Ende Mai" starten.

Damit stehen auch die nach Zandvoort terminierten Rennen in Barcelona (10. Mai) und im Fürstentum Monaco (24. Mai) auf der Kippe. "Ich glaube, dass wir frühestens in Baku ein Rennen haben werden", sagte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko in Melbourne. Das Rennen in Aserbaidschans Hauptstadt, gemäß verabschiedetem Kalender der achte von 22 geplanten Grands Prix, ist am 7. Juni geplant.

18.März, 8.02 Uhr:  24-Stunden-Rennen auf Nürburgring verschoben

Das traditionsreiche 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ist aufgrund der Corona-Pandemie verschoben worden. Wie der ADAC Nordrhein mitteilte, soll die 48. Auflage des Langstreckenklassikers nach derzeitigem Planungsstand vom 24. bis 27. September stattfinden.

Ursprünglich sollte am Himmelfahrtswochenende (21. bis 24. Mai) in der "Grünen Hölle" gefahren werden. Bereits erworbene Tickets für das 24h-Rennen behalten ihre Gültigkeit, teilte der Veranstalter mit.

17. März, 22.31 Uhr: Handball-Nationalspieler mit Coronavirus infiziert

Ein deutscher Handball-Nationalspieler hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Dies teilte der Deutsche Handballbund (DHB) in einer Pressemitteilung mit. Den Namen des Spielers gab der DHB nicht bekannt. Nach sid-Informationen soll es sich dabei um Kreisläufer Jannik Kohlbacher von den Rhein-Neckar Löwen handeln.

Das gesamte DHB-Team, das am Lehrgang vom 9. bis 13. März in Aschersleben teilgenommen hat, werde sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. "Sämtliche Kontaktpersonen werden sich an die Empfehlungen des leitenden Mannschaftsarztes Prof. Dr. Kurt Steuer und insbesondere des Robert-Koch-Instituts halten", teilte der DHB mit, "jeder Teilnehmer des Lehrgangs ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und wird sich an die von den Behörden empfohlenen Maßnahmen halten."

Das für den vergangenen Freitag in Magdeburg geplante Länderspiel gegen die Niederlande als Abschluss des Lehrgangs war kurzfristig abgesagt worden.

17. März, 16.50 Uhr: French Open starten erst am 20. September

Die Veranstalter der French Open haben auf die Corona-Krise reagiert und das berühmteste Sandplatzturnier im Tennis in den Herbst verlegt. Dies wurde am Dienstag bekannt. Demnach soll das Grand-Slam-Event vom 20. September bis 4. Oktober stattfinden. Ursprünglich waren die French Open vom 24. Mai bis 7. Juni geplant. Frankreich ist stark von der Corona-Pandemie betroffen, mit Stand Dienstagnachmittag waren dort bereits 148 Menschen der Erkrankung COVID-19 erlegen.

17. März, 16.34 Uhr: Auch DFB-Länderspiel in Spanien abgesagt

Auch das für den 26. März angesetzte Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Madrid gegen Spanien ist abgesagt worden. Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Am Donnerstag vergangener Woche hatte die Stadt Nürnberg im Zuge der Corona-Krise bereits den für den 31. März geplanten Klassiker gegen Italien im Max-Morlock-Stadion untersagt.

In Spanien waren am Dienstagnachmittag mehr als 11.300 Fälle von Corona-Infektionen in Spanien bekannt, 509 Menschen waren der Erkrankung COVID-19 erlegen.

17. März, 16.01 Uhr: IOC zu Olympia 2020: "Keine drastischen Entscheidungen erforderlich"

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) lässt weiter keinen Zweifel am Festhalten an der Austragung der Olympischen Spiele in Tokio aufkommen. "Das IOC bleibt den Olympischen Spielen Tokio 2020 uneingeschränkt verpflichtet", teilte das IOC am Dienstag nach einer Telefonkonferenz des Exekutivkomitees über das weitere Vorgehen in der Coronakrise mit Athletenvertretern, Nationalen Olympischen Komitees und internationalen Verbänden mit.

"Da bis zu den Spielen noch mehr als vier Monate verbleiben, sind zum jetzigen Zeitpunkt keine drastischen Entscheidungen erforderlich", hieß es in der IOC-Mitteilung weiter. "Jegliche Spekulation zum jetzigen Zeitpunkt wäre kontraproduktiv." Die Tokio-Spiele sollen am 24. Juli eröffnet werden.

17. März, 15.35 Uhr: Champions und Europa League bis auf Weiteres ausgesetzt

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat im Zuge der EM-Verschiebung auch die Aussetzung aller anderen Uefa-Wettbewerbe bekannt gegeben. Bis es eine andere Verlautbarung gibt, werden demnach in der Champions und Europa League keine Spiele stattfinden. Auch die Frauen-Wettbewerbe werden ruhen. Die für Ende März angesetzten Länderspiele sollen ebenso wie die Play-offs zur EM Anfang Juni ausgetragen werden, sofern es die Corona-Pandemie zulässt.

17.März, 15.26 Uhr: EM offiziell auf 2021 verschoben

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat auf die Coronavirus-Pandemie reagiert und die für dieses Jahr geplante EM auf kommenden Sommer (11. Juni bis 11. Juli) verschoben. Das beschloss das Uefa-Exekutivkomitee am Dienstag nach einem Krisengipfel, an dem per Videoschalte unter anderem Vertreter aller 55 Mitgliedsverbände, der nationalen Ligen sowie der Europäischen Klubvereinigung ECA teilnahmen. Das Turnier sollte in diesem Jahr vom 12. Juni bis zum 12. Juli in zwölf Ländern ausgetragen werden, als deutscher Spielort war München vorgesehen.

Angesichts der raschen Verbreitung des Virus ruht derzeit in fast allen europäischen Ligen der Spielbetrieb. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) hatte am Montag beschlossen, dass in der Bundesliga und 2. Bundesliga bis mindestens 2. April nicht gespielt wird. Bis zuletzt hatte die UEFA noch strikt am Terminkalender für die EURO festgehalten. Durch die Verschiebung haben die nationalen Ligen nun den dringend benötigten Puffer, um die Saison noch im Sommer zuende spielen zu können.

17. März, 14.54 Uhr: Handball-Bundesligist mit weiteren Maßnahmen

Die Rhein-Neckar Löwen haben nach dem ersten bekannten Fall eines mit dem Coronavirus infizierten Profis in der Handball-Bundesliga weitere Maßnahmen ergriffen. Alle Mitspieler, die in den vergangenen Tagen persönlichen Kontakt zum positiv getesteten Mads Mensah hatten, wurden wie der dänische Rückraumspieler vom Klub in häusliche Quarantäne überstellt.

"Es ist eine harte Entscheidung, die aber zum Schutz aller zwingend notwendig ist. Die Spieler haben alle einen individuellen Trainingsplan an die Hand bekommen und fühlen sich so weit gut", sagte Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann. Die Entscheidung wurde in Absprache mit dem Gesundheitsamt und dem Mannschaftsarzt getroffen, teilte der Verein am Dienstag mit.

17. März, 14.40 Uhr: Auch Copa América soll auf 2021 verschoben werden 

Nach der Europameisterschaft soll wohl auch die Copa América, also das Turnier, das den Meister Südamerikas ernennt, auf 2021 verschoben werden. Dies schreibt aktuell ein Portal auf Twitter. Offiziell bestätigt wurde es noch nicht. 

17. März, 13.37 Uhr: Fußball-EM soll auf Sommer 2021 verschoben werden

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) will wegen der Coronavirus-Pandemie die für diesen Sommer geplante EM auf kommendes Jahr verschieben. Nach SID-Informationen haben dem entsprechenden Vorschlag am Dienstag bereits die nationalen Ligen sowie die Europäische Klubvereinigung ECA zugestimmt. Nun müssen in einer weiteren Videokonferenz noch die 55 Nationalverbände zustimmen, ehe das Exekutivkomitee die endgültige Entscheidung trifft. Das Turnier sollte in diesem Jahr vom 12. Juni bis zum 12. Juli in zwölf Ländern ausgetragen werden, als deutscher Spielort war München vorgesehen.

Angesichts der raschen Verbreitung des Virus ruht derzeit in fast allen europäischen Ligen der Spielbetrieb. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) hatte am Montag beschlossen, dass in der Bundesliga und 2. Bundesliga bis mindestens 2. April nicht gespielt wird. Bis zuletzt hatte die Uefa noch strikt am Terminkalender für die Europameisterschaft festgehalten. Durch die Verschiebung hätten die nationalen Ligen nun den dringend benötigten Puffer, um die Saison noch im Sommer zu Ende spielen zu können.

17.März, 13.23 Uhr: Bayern-Profis bekommen Geräte mit heim

Der FC Bayern München rüstet seine Fußballprofis wegen der Coronavirus-Krise für ein individuelles Training daheim aus. Der deutsche Rekordmeister veröffentlichte am Dienstag ein Foto mit Fahrradergometern, die den Spielern um Kapitän Manuel Neuer und Torjäger Robert Lewandowski nach Hause geliefert würden.

Der 31-jährige Lewandowski veröffentlichte in den sozialen Medien ein Foto, das ihn nach dem Anbruch der Schienbeinkante am linken Knie zu Hause im Kraftraum zeigt. Bei Liegestützen liegt dabei Tochter Klara auf dem Rücken des polnischen Nationalstürmers.

Ursprünglich hätte das Team des Bundesliga-Tabellenführers am Dienstag nach freien Tagen erstmals wieder auf dem Vereinsgelände trainieren sollen. Die sportliche Leitung um Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Trainer Hansi Flick hatte die Einheit aber abgesagt. Über das weitere Vorgehen wollte der Verein am Dienstag beraten.

17. März, 13.12 Uhr: Heldt kontert Söder: "Populistische Scheißausdrücke"

Sport-Geschäftsführer Horst Heldt vom 1. FC Köln verurteilt öffentliche Forderungen aus der Politik nach einem Gehaltsverzicht hoch bezahlter Fußballprofis in schärfstem Ton. "Ich glaube, es wäre absolut sinnhaft, dass man sich mit populistischen Scheißausdrücken erst mal zurückhält", sagte Heldt am Dienstag: "Meine Erwartung ist, dass die Politik führt und den Menschen einen Plan an die Hand gibt und sich nicht mit Vorschlägen in Teilbereiche hineinbewegt, nur um populistisch dazustehen."

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Montag gefordert, Fußballer, die "ganz große Gehälter bekommen", sollten "ein bisschen zurückhaltender sein mit dem Geld". Bei "so vielen Millionen, die da jedes Jahr verdient werden", sei Solidarität gefragt, auch vonseiten der Spieler.

Heldt konterte: "Ich weiß, dass Fußballprofis ein soziales Gewissen haben. Ich finde es unverschämt und anmaßend, das öffentlich infrage zu stellen." Der erste große Fehler sei, "dass wir irgendwelche Menschen in irgendeine Ecke stellen und so tun, als würden die sich für gar nichts interessieren". Der Verein werde das Thema in aller Ruhe mit seinen Spielern besprechen.

17. März, 13 Uhr: Präsentation des Deutschland-Achters abgesagt

Auch die traditionelle Präsentation des Deutschland-Achters kann wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Die für den 2. April geplante Veranstaltung in Dortmund ist offiziell abgesagt worden. Der Saisonstart ist durch die Absagen der Ruder-Weltcups und der Olympia-Qualifikation auf unbestimmte Zeit verschoben.

Wie Pressesprecher Carsten Oberhagemann am Dienstag außerdem mitteilte, steht das Bootshaus nur noch für den Trainingsbetrieb von Sportlern zur Verfügung, die sich auf die Olympischen Spiele in Tokio (24. Juli bis 9. August) vorbereiten. Die Ruderer des Deutschland-Achters hatten zuletzt auch ihr Trainingslager in Lago Azul, Portugal vorzeitig beenden müssen.

17. März, 12.38 Uhr: Auch Hoffenheim und Köln-Profis trainieren zu Hause

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie lässt auch Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim den regulären Trainingsbetrieb ruhen. "Das war vorerst die letzte Laufeinheit am Trainingszentrum", teilten die Kraichgauer am Dienstag bei Twitter mit. Die Profis sollen nun "bis auf Weiteres mit individuellen Plänen zu Hause" trainieren. Wann ein gemeinsames Mannschaftstraining wieder aufgenommen werden soll, ist offen.

Auch die Kölner machen es nun so. "Es macht aus vielerlei Hinsicht derzeit keinen Sinn", sagte Sportchef Horst Heldt am Dienstag. "Wir haben das der Mannschaft eben mitgeteilt, dass sie in den nächsten zehn Tagen erst mal individuell trainieren soll."

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) und ihre Mitglieder hatten am Montag entschieden, den Spielbetrieb in der Bundesliga mindestens bis zum 2. April ruhen zu lassen.

17. März, 12.02 Uhr: Chef des Olympischen Komitees hat wohl Coronavirus

17. März, 11.52 Uhr: Drittliga-Vorstandschef fordert Liga zu Geschlossenheit auf

Vorstandschef Daniel Sauer von den Würzburger Kickers appelliert angesichts der Corona-Krise an die Solidarität unter den Drittligisten. Der Solidaritätsgedanke "ist und muss für uns alle unantastbar sein", sagte er: "Wir erwarten hier ganz klar, dass sich die gesamte 3. Liga solidarisch erklärt, als starke Einheit auftritt, kein Verein ausschert."

Ein Alleingang sei angesichts der schwierigen Lage "nicht angebracht, wäre vollkommen deplatziert und würde nur unterstreichen, dass es einem Verein nur um sich und nicht um das Gemeinwohl der 3. Liga und der Gesellschaft allgemein gehen würde", betonte der Funktionär.

Bei den Kickers ruht der Spielbetrieb zunächst bis zum 30. April. Die Profis wurden laut Trainer Michael Schiele mit individuellen Trainingsplänen ausgestattet.

17. März, 11.41 Uhr: Wiesbadens Zweitliga-Profi Mißner positiv getestet

Tobias Mißner vom Fußball-Zweitligisten SV Wehen Wiesbaden ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 20 Jahre alte Außenverteidiger der Hessen habe sich wahrscheinlich bei einem Familienbesuch in Dortmund angesteckt und befinde sich dort in häuslicher Quarantäne, teilte der Verein am Dienstag mit. "In meiner Familie gab es bereits mehrere positive Fälle. Mir geht es aber gut, ich bin symptomfrei", berichtete Mißner in einer Mitteilung des Tabellen-16. vom Dienstag. "Jetzt gilt es, die Quarantäne entsprechend den Vorgaben durchzuziehen."

Der Verein reagierte umgehend und ordnete für die Mannschaft und das komplette Funktionsteam vorsorglich ebenfalls eine häusliche Quarantäne an. Die Spieler wurden mit individuellen Trainingsplänen ausgestattet. Sollte ein Profi in den kommenden Tagen Symptome des Virus zeigen, würde er umgehend getestet werden. Der Klub stehe deswegen in engem Austausch mit den Gesundheitsbehörden.

Zuvor hatte es bei den Zweitliga-Rivalen Hannover 96, 1. FC Nürnberg und Holstein Kiel sowie den Bundesligisten SC Paderborn und Hertha BSC insgesamt sechs positive Coronavirus-Fälle gegeben.

17. März, 11.26 Uhr: Verband bittet Fifa um Transfer-Verbote

Der Norwegische Fußballverband (NFF) fordert im Zuge der Corona-Krise ein internationales Transferverbot durch die Fifa. "Wir haben den Fußball-Weltverband gebeten, alle Spielertransfers zu untersagen, solang wir diese außergewöhnliche Situation haben", sagte Verbandspräsident Terje Svendsen der Zeitung "Verdens Gang".

In den großen Ligen wie der Bundesliga ist das nächste Transferfenster in der Regel zwischen dem 1. Juli und dem 31. August geöffnet. In vielen kleineren Ligen gelten andere Zeiträume, in Norwegen etwa ist das aktuelle Fenster bis 1. April offen, dann wieder im kompletten August.

Hintergrund von Svendsens Vorschlag: "In den Standardverträgen der Spieler gibt es Klauseln, wonach die Verträge nicht mehr bindend sind, wenn jemand 14 Tage beurlaubt ist." Beurlaubungen seien aber für kleinere Klubs ein Mittel, der aktuellen Lage Herr zu werden. 

17. März, 11.10 Uhr: Hertha-Profi positiv auf Coronavirus testet

Zweiter Corona-Fall in der Fußball-Bundesliga: Ein Profi von Hertha BSC ist an Covid-19 erkrankt. Das teilten die Berliner am Dienstag mit, ohne den Namen des Spielers zu nennen. Trainer, Mannschaft und Funktionsteam begeben sich laut Vereinsauskunft in eine 14-tägige Quarantäne.

Zuvor war Luca Kilian vom SC Paderborn positiv auf das Coronavirus getestet worden.

17. März, 11 Uhr: BVB schickt Spieler nach Hause

Bundesligist Borussia Dortmund schickt seine Spieler vorerst nach Hause. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie gab der BVB am Dienstag allen Profis bis zum kommenden Montag frei. Lucien Favre und sein Trainerteam statteten die Spieler allerdings mit individuellen Trainingsplänen aus.

Wann die Mannschaft in der Liga wieder gefragt sein wird, ist offen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte den Spielbetrieb am Montag bis mindestens zum 2. April ausgesetzt.

Unterdessen befindet sich die BVB-Aktie vor dem Hintergrund der Pandemie auf extremer Talfahrt. Der Kurs des Anteilsscheins wurde am Dienstag im frühen elektronischen Handel (Xetra) nur noch mit 4,41 Euro notiert. Das war ein Minus von über vier Prozent gegenüber dem Schlusskurs am Montagabend (4,60).

Bereits tags zuvor hatte das BVB-Papier an der Börse knapp 17 Prozent verloren, nachdem die Dortmunder aufgrund der Aussetzung der Ligaspiele ihre Jahresprognose zurückgezogen hatten. Noch am 21. Februar stand die Aktie bei 9,39 Euro, dreieinhalb Wochen später hat sich der Wert mehr als halbiert.Unterdessen befindet sich die BVB-Aktie vor dem Hintergrund der Pandemie auf extremer Talfahrt. Der Kurs des Anteilsscheins wurde am Dienstag im frühen elektronischen Handel (Xetra) nur noch mit 4,41 Euro notiert. Das war ein Minus von über vier Prozent gegenüber dem Schlusskurs am Montagabend (4,60).

Bereits tags zuvor hatte das BVB-Papier an der Börse knapp 17 Prozent verloren, nachdem die Dortmunder aufgrund der Aussetzung der Ligaspiele ihre Jahresprognose zurückgezogen hatten. Noch am 21. Februar stand die Aktie bei 9,39 Euro, dreieinhalb Wochen später hat sich der Wert mehr als halbiert.Unterdessen befindet sich die BVB-Aktie vor dem Hintergrund der Pandemie auf extremer Talfahrt. Der Kurs des Anteilsscheins wurde am Dienstag im frühen elektronischen Handel (Xetra) nur noch mit 4,41 Euro notiert. Das war ein Minus von über vier Prozent gegenüber dem Schlusskurs am Montagabend (4,60).

Bereits tags zuvor hatte das BVB-Papier an der Börse knapp 17 Prozent verloren, nachdem die Dortmunder aufgrund der Aussetzung der Ligaspiele ihre Jahresprognose zurückgezogen hatten. Noch am 21. Februar stand die Aktie bei 9,39 Euro, dreieinhalb Wochen später hat sich der Wert mehr als halbiert.

17. März, 10.56 Uhr: Söder fordert Bundesliga-Profis mit Millionengehältern zu Solidarität auf

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat von mit Millionengehältern bezahlten Fußballprofis der Bundesliga gegenüber ihren Vereinen einen Beitrag gefordert, um die Corona-Krise wirtschaftlich zu überstehen.

"Ich fände es in Ordnung, wenn Spieler, die ganz große Gehälter bekommen, zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebs gegenüber ihrem Arbeitgeber, ihren Vereinen, ein bisschen zurückhaltender wären mit dem Geld", sagte Söder der "Bild"-Zeitung vom Dienstag. Bei "so vielen Millionen, die da jedes Jahr verdient werden", sei "Solidarität gefragt".

17. März, 10.18 Uhr: Regionalligist plant Kurzarbeit

Fußball-Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen will seine Spieler aufgrund der Coronavirus-Pandemie in Kurzarbeit schicken. "Wir versuchen, für diese schlechte Zeit Lösungen zu finden. Deshalb werden wir am Dienstag unserer Mannschaft die Kurzarbeit anbieten", sagte Präsident Hajo Sommers der "WAZ".

Derzeit ruht der Spielbetrieb in den Regionalligen. Bei einem Saisonabbruch droht RWO ein massiver finanzieller Schaden. "Dann werden unsere Arbeitnehmer nur noch 60 bis 67 Prozent ihres Gehalts erhalten - für weniger Arbeitsstunden", so Sommers. Ansonsten "haben wir ein Problem am Arsch", fügte er in drastischer Form an. Die Spieler müssen dem Vorschlag des Vereins allerdings noch zustimmen.

17. März, 9.49 Uhr: Hertha-Manager Preetz: Stadtderby-Ausfall würde den Klub "so hart treffen wie kein vergleichbares Spiel"

Hertha BSC will unter anderem die finanziellen Folgen für den Berliner Bundesligisten durch die Coronavirus-Krise in einer Arbeitsgruppe abschätzen. "Wie alle werden auch wir recht empfindlich von Ausfällen getroffen und natürlich müssen wir beantworten, was das für Mitarbeiter und Spieler bedeutet", sagte Geschäftsführer Michael Preetz im "rbb"-Podcast "Hauptstadtderby".

In der Bundesliga ruht der Spielbetrieb bis mindestens 2. April, in Berlin kann gemäß eines Senatsbeschlusses bis zum 19. April kein Fußball gespielt werden. Sollte das ursprünglich für den 21. März angesetzte Stadtderby mit dem 1. FC Union ausfallen, würde der Einnahmeausfall dieser Partie den Verein "natürlich so hart treffen wie kein vergleichbares Spiel in der Saison", sagte Preetz. "Das ist ein Einnahmeverlust, der auf jeden Fall im siebenstelligen Bereich liegt. Das zweite Thema ist der Wegfall der TV-Gelder. Das würde die Vereine noch viel größer treffen."

Hertha BSC: Manager Michael Preetz spricht über die Folgen einer Stadt-Derby-Absage. (Quelle: imago images/Nordphoto)Hertha BSC: Manager Michael Preetz spricht über die Folgen einer Stadt-Derby-Absage. (Quelle: Nordphoto/imago images)

17. März, 9.20 Uhr: Hamilton appelliert mit einem Video, wie man richtig Hände wäscht, an seine Fans

Auf Instagram hat nun der sechsmalige Formel 1-Weltmeister Lewis Hamilton ein Video geteilt, in dem er selbst Hände wäscht und zeigt, wie es geht. Er schreibt zu dem Video auch: "Ich weiß, dass das Coronavirus Menschen nervös machen kann, aber ich möchte euch beruhigen und daran erinnern nicht in Panik auszubrechen und Freundlichkeit zu verbreiten und anderen zu helfen. Vergesst nicht, dass Händewaschen das Wichtigste ist, um euch vor dem Virus zu schützen. Es geht nicht um ein schnelles Händewaschen, sondern darum richtig Seife zu benutzen und mindestens 20 Sekunden lang die Hände zu waschen."

17. März, 8.54 Uhr: Ex-DFL-Boss Rettig rät Spielern zu Gehaltsverzicht

Der frühere DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig hat angesichts der drohenden finanziellen Probleme der Vereine aufgrund des Coronavirus die Fußball-Profis nachdrücklich zum Gehaltsverzicht aufgefordert.
Er sagte in der Sendung "100 Prozent Bundesliga - Spezial" beim TV-Sender "Nitro": "Jeder sollte bedenken, dass in dem Fall, dass es keinen Gehaltsverzicht der Spieler gibt, die Kosten woanders gespart werden müssen. Also werden die Vereine die Kader von 30 auf vielleicht 25 Spieler reduzieren. Damit fallen Arbeitsplätze auch bei den Spielern weg. Darüber sollte sich jeder klar sein." Im Falle eines Abbruchs der Saison würden den Vereinen Einnahmen in Höhe von rund 750 Millionen Euro verloren gehen. 

17. März, 8.43 Uhr: WrestleMania findet ohne Zuschauer statt

Die Wrestling-Liga WWE hat beschlossen, den Höhepunkt, das WrestleMania zwar noch immer in Florida (USA) auszutragen. Allerdings in Orlando und nicht in Tempa. Zusätzlich sind keine Zuschauer oder Fans vor Ort erlaubt. Ursprünglich wären in Tempa rund 60.000 Zuschauer erwartet worden. Fans können das Event auf dem "WWE Network" live sehen.

17. März, 8.11 Uhr: Monaco glaubt weiter an Formel 1-Start im Mai

Monaco hält trotz der Coronavirus-Pandemie an seinen Plänen für das Formel-1-Rennen Ende Mai fest. Es werde erwartet, dass der Grand Prix in Monte Carlo "wie ursprünglich geplant stattfindet", teilte der Automobilclub des Fürstentums als Veranstalter mit. Im ursprünglichen Formel-1-Kalender war das Rennen als siebter WM-Lauf für den 24. Mai vorgesehen. Nach der kurzfristigen Absage des Auftakts in Australien und der Verschiebung der Rennen in Bahrain, Vietnam und China muss die Rennserie ihre Terminpläne aber völlig neu organisieren.

Die Formel-1-Spitze hatte zuletzt einen Saisonbeginn für Ende Mai angekündigt. Damit könnte Monaco zum Ort des Neustarts werden. Offen ist, was mit den Rennen im niederländischen Zandvoort und in Barcelona passiert, die für den 3. und 10. Mai angesetzt waren.

Formel-1-Sportchef Ross Brawn rechnet derzeit mit mindestens 17 Grand Prix für dieses Jahr. Ursprünglich waren 22 Rennen vorgesehen. Um Platz für verlegte WM-Läufe zu schaffen, will die Königsklasse des Motorsports auf die knapp vierwöchige Sommerpause im August verzichten. Einige Grand-Prix-Events könnten dann zudem von drei auf zwei Tage verkürzt werden.

Formel 1: Das Rennen in Monaco Ende Mai könnte zum Neustart werden. (Quelle: imago images/Independent Photo Agency)Formel 1: Das Rennen in Monaco Ende Mai könnte zum Neustart werden. (Quelle: Independent Photo Agency/imago images)

17. März, 2.30 Uhr: US-Rennserie Nascar macht bis zum 9. Mai Pause

Die US-Rennsportserie Nascar unterbricht ihre Saison wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum 9. Mai. "Wir wollen alle 36 Rennen in dieser Saison fahren", hieß es in der Mitteilung vom Montag (Ortszeit). Genaue Angaben zu weiteren und neuen Terminen mache man, nachdem man die Lage weiter beobachtet und sich mit den Gesundheitsbehörden abgestimmt habe. Am Freitag hatte die Serie, in der bislang sieben Rennen gefahren worden sind, zunächst nur die kommenden zwei Wettkämpfe auf Eis gelegt.

17. März, 1.40 Uhr: Abe G7 unterstützt "umfassende" Olympische Spiele

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe gibt bekannt, dass die Gruppe der sieben Staats- und Regierungschefs sich bereiterklärt habe, "umfassende" Olympischen Spiele zu unterstützen. "Wir tun alles in unserer Macht stehende, um uns für die Spiele vorzubereiten, und wir wollen ein komplettes Ereignis als Beweis dafür liefern, dass die Menschheit das neue Coronavirus besiegen kann", so Abe. Die Staats- und Regierungschefs bekunden ihre Unterstützung, sagt er Reportern gegen Mitternacht in Tokio, nachdem sich die Staats- und Regierungschefs der G7 per Videokonferenz abgestimmt hatten.

Auf die konkrete Frage, ob ein G7-Vertreter eine Verschiebung der Spiele angesichts der Coronavirus-Pandemie vorgebracht habe, weicht Abe aus. Die Sportwettkämpfe sind in Europa zum Erliegen gekommen und behindern die Vorbereitung der Athleten auf die Olympischen Spiele. Der Chef des französischen Olympischen Komitees sagt, die Pandemie müsse ihren Höhepunkt erreicht haben und bis Ende Mai rückläufig sein, damit die Olympischen Spiele planmäßig stattfinden können. US-Präsident Donald Trump ist der Auffassung, dass das Schlimmste bis Juli oder August vorbei sein könnte. Die Olympischen Spiele finden vom 24. Juli bis zum 9. August in Tokio statt.

17. März, 1 Uhr: NFL von Coronavirus-Maßnahmen betroffen – Trainingsstart verschoben

Die NFL passt ihren Zeitplan an die Coronavirus-Pandemie an und hat den Trainingsauftakt für die Teams auf unbestimmte Zeit verschoben. Mannschaften mit einem neuen Cheftrainer hätten nach der ursprünglichen Planung am 6. April angefangen, alle anderen Teams wären am 20. April in die Saisonvorbereitung gestartet. Man werde sich in regelmäßigen Abständen austauschen und die Situation rund um die Ausbreitung des Virus neu beurteilen, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung der NFL und der Spielergewerkschaft NFLPA vom Montag (Ortszeit).

In der derzeit laufenden Wechselperiode dürfen sich Teams und Spieler zudem nicht persönlich treffen. Interessierte Mannschaften dürfen Spieler nicht zu ihren Geschäftsstellen oder anderen Orten bringen und selbst keine Angestellten zu den Profis schicken. Ärztliche Untersuchungen müssen in der Nähe der bisherigen Städte vorgenommen werden. Clubs und Spieler auf dem freien Markt dürfen seit Montag miteinander verhandeln. Verträge unterschrieben werden dürfen frühestens ab Mittwoch.

16. März, 23.14 Uhr: Pferderennen Grand National in Aintree abgesagt

In Großbritannien sagt der Jockey Club das Pferderennen Grand National dieses Jahr ab. Das Hindernisrennen, das 1839 erstmals stattfand, war für Anfang April in Aintree geplant. Auch das Boat Race, die berühmte Ruderregatta zwischen den Elite-Universitäten Oxford und Cambridge, wird wegen der Pandemie erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg gestrichen.

16. März, 22.24 Uhr: Ein Drittel des FC Valencia positiv getestet

Beim spanischen Fußball-Erstligisten FC Valencia wächst die Zahl der Corona-Infizierten unaufhörlich. Wie der Verein am Montagabend mitteilte, sind mittlerweile "35 Prozent" aus dem direkten Umfeld der Profimannschaft positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet worden.

Auf eine genauere Definition verzichtete der Klub. Dem Kader der ersten Mannschaft gehören 25 Profis an, hinzu kommen Trainerstab, Betreuer und medizinisches Personal. Jeder positive Fall weise keine Symptome auf und werde in Isolation medizinisch betreut.

Am Sonntag hatte Valencia fünf positive Fälle bekannt gegeben, am Montagmittag kam in dem französischen Abwehrspieler Eliaquim Mangala ein sechster hinzu.

16. März, 21.24 Uhr: Individuelle Trainingspläne beim FC Bayern

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie hat auch der FC Bayern München das für Dienstag angesetzte Teamtraining abgesagt. Der deutsche Fußball-Rekordmeister teilte am Montag mit, dass Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Trainer Hansi Flick so entschieden und den Spielern individuelle Trainingspläne für Zuhause mitgegeben hätten. Über das weitere Vorgehen will die sportliche Leitung am Dienstag beraten.

16. März, 20.01 Uhr: SC Freiburg setzt mit dem Mannschaftstraining aus

Fußball-Bundesligist SC Freiburg setzt wegen der Verbreitung des Coronavirus bis auf weiteres mit dem Mannschaftstraining aus. Die Spieler bekommen stattdessen Trainingspläne für daheim, wie ein Vereinssprecher am Montag auf Nachfrage mitteilte.

16. März, 19.18 Uhr: Italienischer Fußballverband spricht sich für EM-Verschiebung aus

Um die nationale Saison zu Ende spielen zu können, haben der italienische Fußballverband (FIGC) und die Klubs der Serie A eine Verschiebung der Europameisterschaft vorgeschlagen. "In diesem Moment ist eine Verlegung der richtige Weg", sagte FIGC-Chef Gabriele Gravina dem Radiosender Rai. Die Vereine hätten ihren Willen bekräftigt, die Liga weiter zu spielen, sobald die Regierung und die sanitären Bedingungen das angesichts der Coronavirus-Pandemie wieder zulassen.

Der italienische Fußball pausiert erst einmal bis zum 3. April. Die Serie A hat noch zwölf Spieltage vor sich. Zudem stehen noch die Halbfinals und das Endspiel des Pokals an, während noch fünf Vereine an internationalen Wettbewerben teilnehmen.

16. März, 19.17 Uhr: Legendäres Boat Race Oxford gegen Cambridge fällt aus

Auch das legendäre "Boat Race" der englischen Elite-Universitäten Oxford und Cambridge ist wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Das für den 29. März geplante Ruder-Spektakel auf der Themse findet in diesem Jahr nicht statt, wie die Organisatoren am Montag mitteilten.

"Angesichts der beispiellosen Situation, mit der unser Land und jeder von uns als Einzelperson konfrontiert ist, überwiegt das Gemeinwohl bei weitem alle anderen Überlegungen", sagte Robert Gillespie, Geschäftsführer des Rennens: "Die Absage ist daher eindeutig die richtige Entscheidung, aber nicht ohne traurige Konsequenz."

Kiels Hendrik Pekeler setzt zum Wurf an: Die Endrunde des DHB-Pokals wird Ende Juni in Hamburg nachgeholt. (Quelle: imago images/Joachim Sielski)Kiels Hendrik Pekeler setzt zum Wurf an: Die Endrunde des DHB-Pokals wird Ende Juni in Hamburg nachgeholt. (Quelle: Joachim Sielski/imago images)

16. März, 18 Uhr: DHB-Pokal wird Ende Juni nachgeholt

Das Final-Four im um den DHB-Pokal soll am 27. und 28. Juni nachgeholt werden. Das gab die Handball-Bundesliga am Montag bekannt. Den Titel spielen der Rekordtitelträger THW Kiel, der TBV Lemgo Lippe, die MT Melsungen und die TSV Hannover-Burgdorf wie geplant in Hamburg unter sich aus. Zunächst war das Finalwochenende für den 4. und 5. April geplant, dieser Termin war wegen der Corona-Pandemie aber nicht haltbar. Alle bisher erworbenen Tickets behalten ihre Gültigkeit, teilte die Liga mit.

16. März, 13:02 Uhr: Bayern-Boss Hainer: Coronavirus-Krise auch für den Rekordmeister "große Herausforderung"

Der Vereinspräsident vom FC Bayern Herbert Hainer bezeichnet die wirtschaftlichen Folgen der aktuellen Coronavirus-Krise auch für den Rekordmeister als eine "große Herausforderung". Der 65-Jährige sieht den deutschen Rekordmeister, der in der Fußball-Bundesliga die größte Finanzkraft besitzt, aber "hervorragend aufgestellt", wie er am Montag der Deutschen Presse-Agentur sagte: "Wir blicken trotz dieser immensen Herausforderung, die wir alle nur gemeinsam bewältigen können, zuversichtlich in die Zukunft."

Es gebe aber "aktuell weit größere Probleme und Sorgen als die des Fußballs", betonte der ehemalige Chef des Sportartikelherstellers Adidas: "Die Bayerische Staatsregierung hat am Montagvormittag den Katastrophenfall ausgerufen, das zeigt den Ernst der Lage." Der FC Bayern will als Verein mit den meisten Mitgliedern und Fans in Deutschland "versuchen, ein Vorbild in unserem täglichen Handeln zu sein. Das ist ein wichtiger Beitrag, den wir als Verein leisten können", sagte Hainer. "Jeder Einzelne ist gefragt. Jeder Einzelne ist nun wichtig", lautet sein Appell an die Bevölkerung.

16. März, 11.12 Uhr: Handball-Weltmeister der Rhein Neckar Löwen positiv getestet

Die Handball-Bundesliga hat ihren ersten offiziell bestätigten Coronafall. Der dänische Weltmeister Mads Mensah von den Rhein-Neckar Löwen hat sich mit dem Virus infiziert und ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Dies teilte der deutsche Meister von 2016 und 2017 am Montag mit. Mensah sei "umgehend gemeinsam mit seiner Familie vorsorglich in eine 14-tägige häusliche Quarantäne" überstellt worden, hieß es in der Vereinsmitteilung.

"Wir befinden uns in ständigem Kontakt mit unserem Mannschaftsarzt, dem Gesundheitsamt und den Behörden und werden alles tun, was in unserer Macht steht, um eine Verbreitung des Virus zu verlangsamen", sagte Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann: "Wir sind uns unserer Verpflichtung und Verantwortung in dieser kritischen Situation bewusst. Die Gesundheit unserer Spieler und Mitarbeiter hat für uns oberste Priorität." Der Klub hat den Trainingsbetrieb bis auf weiteres ausgesetzt.

16. März, 10:55 Uhr: Spielbetrieb trotz Coronavirus: Brasilianische Fußballer laufen mit Atemschutzmasken ein

Trotz Corona-Pandemie rollte am Wochenende der Ball in Brasiliens Bundesland-Meisterschaften. Größenteils ohne Zuschauer, aber mit Spielern. Und diese demonstrierten ihren Unmut über die Inkonsequenz der Verbände in einer einmaligen Aktion. So lief in Porto Alegre Topklub Gremio aus Protest mit Schutzmasken ein, in Rio de Janeiro betraten die Profis der Traditionsvereine Botafogo und Vasco da Gama mit Atemschutz den Rasen. Gespielt wurde trotzdem.

Immerhin setzte Minas Gerais als erster von 27 Regionalverbänden die laufende Meisterschaft vorübergehend aus – aber erst nach den Spielen am Sonntag. Die übergeordnete CBF stellt den Spielbetrieb ihrer Wettbewerbe nun ab dieser Woche ein. Betroffen sind Pokalpartien, die 1. und 2. Liga der Frauen sowie Jugendmeisterschaften. Die brasilianische Serie A startet erst im Mai.

Der mit seinen Statements polarisierende Staatspräsident Jair Bolsonaro kritisierte angesichts der eher geringen Zahl von bislang 200 bestätigten Fällen in Brasilien beim Nachrichtensender CNN: "Wenn man Fußballspiele absagt, trägt man zur Hysterie bei. Absagen halten den Virus nicht auf. Die Wirtschaft darf nicht stoppen. Das wird zu Arbeitslosigkeit führen."

Dagegen klagte Gremios Trainer Renato Gaucho, der sogar mit Schutzmaske zur Pressekonferenz erschien: "Auch wir sind nicht immun gegen das Virus. Muss der Fußball in Brasilien nicht stoppen? Die ganze Welt stoppt. Brauchen wir hier erst einen Streik?" Der 57-Jährige ist vor allem Anhänger des Hamburger SV wegen seiner zwei Treffer im Weltpokalfinale 1983 (1:2 gegen Gremio) in schlechter Erinnerung.

16. März, 09.49 Uhr: Bericht: Hertha-Legende Pantelic mit Coronavirus infiziert

Der frühere Stürmer von Bundesligist Hertha BSC, Marko Pantelic, soll sich übereinstimmenden Medienberichten zufolge mit dem Coronavirus infiziert haben. Demnach soll sich der aktuelle Vizepräsident des serbischen Fußballverbandes während einer Reise in die niederländische Hauptstadt Amsterdam angesteckt haben. Informationen serbischer Medien befindet sich Pantelic in häuslicher Quarantäne in Belgrad und bei guter Gesundheit sein.

16. März, 08.39 Uhr: Union-Profi Gentner sieht Zwangspause nicht als Urlaub

Fußball-Profi Christian Gentner vom 1. FC Union Berlin ist mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie nach eigenen Worten "weit davon entfernt, dass mich das Ganze in Panik versetzt". In einem Interview des "Kicker" (Montag) sagte der 34 Jahre alte Gentner aber auch, dass er es "nicht nur geschäftsmäßig zur Kenntnis" nehme. "Es ist eine außergewöhnliche Situation."

Die Unioner wollen – so der bisherige Plan – am Freitag das gemeinsame Training wieder aufnehmen. Der Spielbetrieb in der 1. und 2. Bundesliga soll bis zum 2. April ruhen. Einem Beschluss des Berliner Senats zufolge darf in der Hauptstadt sogar bis zum 19. April nicht gespielt werden.

"Es ist definitiv kein Urlaub. Wir müssen die Zeit nutzen, um ein bisschen Abstand zu bekommen und die Zeit mit der Familie zu verbringen", sagte Gentner. "Beruflich ist es so, dass es Tag für Tag Neuigkeiten gibt. Wer weiß, was noch kommt. Privat ist es noch nicht so weit, dass ich Restaurants meide oder auf Abstand gehe", sagte Gentner.

16. März, 08.20 Uhr: RB Leipzig sagt Mitgliederversammlung ab

Die grassierende Coronavirus-Krise hat bei Bundesligist RB Leipzig zu weiteren Einschnitten geführt. So musste der Klub die für den vergangenen Samstag geplante Mitgliederversammlung kurzfristig absagen. Das berichtet die "Bild" (Montag). Klub-Boss Oliver Mintzlaff soll dem Bericht nach einen Großteil der Mitglieder sogar selbst angerufen haben. RB hat aktuell 19 Mitglieder. Daneben waren zu der Veranstaltung auch 400 Fördermitglieder geladen, die allerdings kein Stimmrecht besitzen.

15. März: Weltmeister Benedikt Höwedes spielt trotz Coronavirus-Pandemie

Der ehemalige deutsche Nationalspieler Benedikt Höwedes steht als einer der wenigen deutschen Fußball-Profis trotz der Coronavirus-Pandemie noch aktiv auf dem Rasen. Der 32 Jahre alte frühere Abwehrspieler des FC Schalke 04 gewann am Sonntagabend mit seinem Klub Lokomotive Moskau in der ersten russischen Premjer-Liga auswärts bei Rostow mit 3:1 (3:0).

Höwedes spielte beim zwölften Saisonsieg seines Clubs durch. Moskau ist Tabellenzweiter mit neun Punkten Rückstand auf Zenit St. Petersburg. In der russischen Liga wird tatsächlich noch mit Fans im Stadion gespielt.

15. März: Französischer Fußball-Serienmeister stellt Trainingsbetrieb ein 

Der französische Fußball-Serienmeister Paris St. Germain stellt den Trainingsbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie "für unbestimmte Zeit" ein. Das teilte der Klub um den deutschen Trainer Thomas Tuchel sowie die beiden Nationalspieler Julian Draxler und Thilo Kehrer am Sonntag mit. Die Aussetzung tritt am Montag in Kraft, neue Informationen soll es am Mittwoch geben. Auch alle weiteren Abteilungen des Klubs sind von dem Trainingsstopp betroffen.

In Frankreich ist das öffentliche Leben nach mehreren Anordnungen der Regierung fast zum Erliegen gekommen. Restaurants, Bars und Cafes sollen schließen, auch die meisten Geschäfte werden dicht gemacht. Der Spielbetrieb in der Ligue 1 steht wie in fast allen europäischen Ligen still. Das letzte Pflichtspiel für PSG war das 2:0 im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Borussia Dortmund am vergangenen Mittwoch.

15. März, 18.52 Uhr: DOSB-Chef glaubt nicht an zügige Olympia-Entscheidung 

DOSB-Päsident Alfons Hörmann glaubt in der Diskussion um eine Durchführung der Olympischen Spiele 2020 in Tokio nicht an eine schnelle Entscheidung. "Es wird nicht im Laufe der nächsten Tage so kommen, dass eine endgültige Klarheit zu schaffen ist. Ich sehe mich außerstande zu bewerten, wie in zwei Monaten die weltweite Situation aussieht. Dann wird eine endgültige Entscheidung zu treffen sein", sagte Hörmann in der "ARD-Sportschau".

An dem geplanten Termin für Olympia (24. Juli bis 9. August) werde er sich angesichts der Corona-Pandemie indes nicht festklammern. Derzeit werde "sehr offen über denkbare Alternativszenarien diskutiert. Am Mittwoch findet eine Konferenz mit allen europäischen Verbänden seitens Thomas Bach statt", sagte Hörmann, der eine grundsätzliche Fragestellungen sieht: "Kann man die Spiele umsetzen? Ist das zu verantworten?"

Japan hatte zuletzt angekündigt, seine Vorbereitung für die Sommerspiele trotz der anhaltenden Corona-Pandemie fortzusetzen. In den ARD-Tagesthemen am vergangenen Donnerstag hatte IOC-Präsident Bach "ernsthafte Probleme mit den Qualifikations-Wettbewerben" eingeräumt. Hörmann versprach in dieser Frage "flexible Lösungen".

Hörmann betonte in dem Zusammenhang, dass die Gesundheit aller immer im Vordergrund stehe. "Der Sport wird gezwungenermaßen zur Nebensache. Jetzt geht es um das Überleben der Menschheit und nicht um die Frage nach einigen Goldmedaillen", sagte er.

15. März, 18.31 Uhr: Sondergenehmigung für HSV und St. Pauli

In Hamburg wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus ab sofort der komplette Sportbetrieb auf Sportplätzen, in Sporthallen sowie in Fitnessstudios und vergleichbaren Einrichtungen untersagt. Eine Ausnahme gelte nur für das Training der Profifußballer des HSV und des FC St. Pauli sowie für Kaderathletinnen und -athleten, die sich zum Beispiel auf die Olympischen Spiele vorbereiten müssen, heißt es in einer Mitteilung der Behörde für Inneres und Sport vom Sonntag. "Die Corona-Ausbreitung stellt unser Gemeinwesen vor große Herausforderungen. Dem Ziel, die Ausbreitung einzudämmen und zu verlangsamen, müssen sich alle anderen Interessen - auch die des Sports - unterordnen", sagte Sportsenator Andy Grote.

15. März, 14.56 Uhr: Sportler mit Millionengehalt sollen andere unterstützen

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat sich im Zuge der Coronavirus-Pandemie für einen Solidaritätsfonds von Topverdienern im Profisport ausgesprochen. Dies sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. "In einer derartigen Krise, wie wir sie jetzt haben, ist unter anderem auch eine hohe Eigenverantwortung und ein hohes Maß an Solidarität, insbesondere bei den Vorbildern unserer Gesellschaft, gefragt", fügte der 59-Jährige an.

Konkret könnte er sich vorstellen, dass Sportler mit Gehältern in Millionenhöhe dazu mithelfen, andere Existenzen zu bewahren. "Deshalb sehe ich die Topverdiener im Sport nun schon in einer besonderen Verantwortung, ihren Vereinen und deren Mitarbeitern aktiv zu helfen", sagte Hörmann. Zudem solle man Pflegekräfte, Ärzte und Krankenschwestern aktiv unterstützen. "Auf deren Wohl muss sich unser aller Blick nun richten!", appellierte Hörmann.

15. März, 14.23 Uhr: Basketballer verlässt Klub wegen Corona-Krise

Die Corona-Krise hat den Basketball-Profi Kaza Kajami-Keane bewogen, den Bundesligisten MBC Weißenfels mit sofortiger Wirkung zu verlassen. Wie der Klub mitteilte, sorgte sich der Kanadier "um die immer härter werdenden Einreisebestimmungen in seinem Heimatland und um immer weniger werdende Flugoptionen". Der Vertrag mit dem 26-Jährigen, mit mehr als 15 Punkten pro Spiel einer der Topscorer des MBC, wurde aufgelöst.

Die Basketball Bundesliga (BBL) hat sich für eine Liga-Unterbrechung "bis auf Weiteres" entschieden und verfolgt weiter das Ziel, die Saison zu Ende zu bringen. Wann wieder gespielt werden soll, ist unklar.

15. März, 13.22 Uhr: Präsident des Halleschen FC mit positivem Test

Der Präsident des Drittligisten Hallescher FC, Jens Rauschenbach, ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Wie der Klub am Sonntag mitteilte, sei Rauschenbach zudem an Covid-19 erkrankt. Der HFC-Boss hatte nach einer Österreich-Reise mit Unternehmern aus Sachsen und Sachsen-Anhalt über leichtes Unwohlsein geklagt und sich vorsorglich selbst in Quarantäne in sein Haus begeben.

"Ich habe bewusst jeden Kontakt vermieden - sowohl mit der Mannschaft, der Geschäftsstelle und meinen Vorstandskollegen als auch in meinem beruflichen und privaten Umfeld. Es besteht damit keine Infektionsgefahr beim HFC", sagte Rauschenbach. Um alle Risiken auszuschließen, wurde seine Frau mittlerweile ebenfalls getestet - mit negativem Ergebnis.

15. März, 13.15 Uhr: "Leben in einer Geisterstadt" 

Der deutsche Fußball-Profi Robin Gosens vom italienischen Erstligisten Atalanta Bergamo hat ein erschreckendes Bild der Lage in seiner Wahlheimat gezeichnet. "So drastisch es klingt: Aktuell leben wir in einer Geisterstadt. Die Menschen sind angehalten, drinnen zu bleiben. Es ist sehr, sehr krass", sagte der Abwehrspieler des Champions-League-Viertelfinalisten im Aktuellen Sportstudio des ZDF.

"Wir dürfen das Haus nur verlassen, wenn wir Einkäufe erledigen müssen. Das darf dann leider auch nur noch mit Schutzmasken und Handschuhen passieren", sagte Gosens. Ihm selbst gehe es "den Umständen entsprechend gut". Bergamo liegt inmitten der Krisenregion Lombardei, die besonders von der Corona-Pandemie betroffen ist.

Gosens beschrieb zudem, wie schnell die Krise ihn und das Land getroffen habe. "Vor zehn Tagen war das noch gar nicht da. Da ist man ganz normal essen gegangen. Theoretisch hätte man sich da schon anstecken können", sagte der 25-Jährige in der Live-Schalte.

Gosens hatte mit Atalanta am Dienstag das Viertelfinale der Champions League erreicht, für den Klub war dies der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Wie es weiter geht, ist völlig offen. Die Serie A ist derzeit bis zum 2. April ausgesetzt, auch die Königsklasse ist gestoppt.

"Wenn wir am 3. April wieder anfangen sollten, haben wir fünf Nachholspiele plus die Champions League", sagte Gosens über die anstehenden Fußball-Probleme. Diese stünden aber hinter weit den gesellschaftlichen zurück: "Es geht viel mehr um die Gesundheit der Menschen. Aber klar stellt man sich die Frage, wie es weitergeht."

15. März, 12.05 Uhr: Leverkusen-Macher rät zu EM-Absage

Bayer Leverkusens Fußball-Boss Fernando Carro glaubt an eine Absage der Euro 2020 für diesen Sommer. "Es wäre die beste Lösung, die EM zu verschieben. Dann hätten wir auch ein bisschen Zeit gewonnen", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Bayer-Fußball-GmbH in der ARD-Sportschau.

Am Dienstag ist eine Sitzung der Europäischen Fußball-Union (Uefa) angesetzt, die sich mit einer möglichen Absage oder Verschiebung der paneuropäischen EM-Endrunde im Sommer beschäftigen wird.

"Es ist die beste Lösung, im Sommer die nationalen Wettbewerbe zu Ende zu spielen. Ich hoffe, dass die Entscheidung so kommt", betonte Carro, "am Ende sind die nationalen Ligen das Wichtigste von allen, und die sollten wir zu Ende spielen. Egal, ob bis Juni oder Juli." Der 55-Jährige, in Barcelona geboren, ist Mitglied im Uefa-Komitee für Klub-Wettbewerbe.

15. März, 10.39 Uhr: Paderborn-Manager: Corona-Patient Kilian auf dem Weg der Besserung

Verteidiger Luca Kilian vom Fußball-Bundesligisten SC Paderborn ist laut Paderborns Sport-Geschäftsführer Martin Przondziono nach seiner Infektion mit dem Coronavirus auf dem Weg der Genesung. "Er hatte zwei Tage wirklich Probleme, mit Fieber und Schüttelfrost, aber inzwischen geht es ihm besser", sagte Przondziono im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".

Das Bundesligaschlusslicht hatte am Freitagabend den positiven Befund bei dem seit knapp zwei Monaten verletzten U21-Nationalspieler bekannt gegeben. Der SCP war zuvor bereits in Alarmstimmung wegen des – letztlich negativen – Coronatests bei Trainer Steffen Baumgart. "Es war eine Odyssee, ich habe bestimmt hundert Telefonate geführt. Wir haben einen Krisenstab eingerichtet. Die Spieler standen mit großen Augen vor uns. Sie hatten Angst, dass wir zwei Wochen in Düsseldorf im Hotel bleiben müssen", erzählte Przondziono.

Als Vorsichtsmaßnahme verhängte der SCP am Samstag eine 14-tägige häusliche Quarantäne für Teile seiner Mannschaft, der Mannschaftsarzt führte 45 Tests bei Spielern und Mitarbeitern durch, stellte bis auf Weiteres den Trainingsbetrieb ein und schloss Geschäftsstelle sowie Fanshop. "Denen, die zu Hause bleiben müssen, geht es gut, wir haben also keine gesundheitlichen Probleme zu verzeichnen außer bei Luca", sagte Przondziono, der mit den Testergebnissen "im Laufe der Woche" rechnet.

Die Spieler sind solange angehalten, sich individuell fit zu halten. "Jeder hat ein paar Hanteln mitgenommen und Fitnessgeräte. Am Montag werden die Spinning-Bikes zu den Jungs, die zu Hause sind, geliefert. Zwei Wochen sind auch vom Kopf her eine zähe Zeit. Aber zumindest haben sie die Möglichkeit, sich fit zu halten. Und in zwei Wochen werden sie wieder getestet", äußerte Paderborns Sportchef.

15. März, 10.39 Uhr: Ex-DFL-Präsident Holzhäuser sieht Bundesliga wegen Corona nicht in Existenz bedroht

Der frühere Präsident der Deutschen Fußball-Liga (DFL), Wolfgang Holzhäuser, sieht durch das Aussetzen des Spielbetriebs wegen der Coronapandemie die Bundesliga nicht in ihrer Existenz bedroht. "Die Liga hat ein Problem, das beherrschbar erscheint", sagte Holzhäuser der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). Der wirtschaftliche Schaden dürfte sich in der Bundesliga nach seiner Einschätzung "in Grenzen halten", zumal die Erträge aus den Eintrittskarten nur 13 Prozent des Gesamtertrages ausmachten.

Die sogenannte Kirch-Krise von 2002 war aus Sicht des früheren DFL-Chefs "existenzbedrohender" als die Coronavirus-Krise. "Rechteinhaber wie Sky oder auch Sponsoren sollten darauf vertrauen, dass die ausgefallenen Spiele noch nachgeholt werden", so Holzhäuser.

15. März, 10.12 Uhr: Berliner Senat beschließt längere Pause des "Sportbetriebs" – offenbar auch Hertha BSC und Union Berlin betroffen

Schon vor der Krisensitzung der Deutschen Fußball Liga am Montag ist eine längere Bundesliga-Zwangspause als bis zum 2. April offenbar unausweichlich. Zumindest in Berlin kann laut eines Senatsbeschlusses bis zum 19. April wegen der Coronavirus-Krise kein Profifußball gespielt werden.

Wie die Behörde am Wochenende beschloss, wird der "Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimmbädern, Fitnessstudios u. ä. untersagt". Ausnahmen gelten bis zum 19. April vorerst nur für Kaderathleten, die sich auf die Olympischen Spiele vorbereiten oder Sport mit Tieren, sofern dieser dem Wohl der Tiere dient.

Werden für Hertha BSC und den 1. FC Union Berlin keine Ausnahmeregelungen getroffen, können die Spiele von Union am 4. April gegen Mainz 05 und am 18. April gegen Schalke 04 im Stadion An der Alten Försterei sowie die Partie der Hertha gegen den FC Augsburg am 11. April im Olympiastadion nicht stattfinden. Welche Konsequenzen die Regelung für den Trainingsbetrieb der Clubs hat, war zunächst unklar.

Die Deutsche Fußball Liga hat für Montag eine Mitgliederversammlung einberufen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Bislang ist geplant, die Spiele in Bundesliga und 2. Bundesliga auch am kommenden Wochenende noch komplett auszusetzen und nach der folgenden Länderspielpause am ersten April-Wochenende wieder zu starten.

15. März, 0.15 Uhr: Cristiano Ronaldo wird Hotels in Portugal zu Corona-Notunterkünften umfunktionieren lassen

Juventus-Star Cristiano Ronaldo befindet sich derzeit in seiner portugiesischen Heimat. Der Angreifer war am Montag nach Madeira gereist und will dort nach dem positiven Test seines Teamkollegen Daniele Rugani erst einmal bleiben.

Wie die "Marca" berichtet, wird er nun seine Hotels in Portugal zu Notunterkünften im Kampf gegen das Coronavirus machen lassen. Diese befinden sich in Funchal auf Ronaldos Heimatinsel Madeira und Lissabon. Wie die Zeitung berichtet, sollen die Einrichtungen kostenlos für seine Landsleute verfügbar sein. Die Kosten für Ärzte und Mitarbeiter soll der Fußball-Star selbst übernehmen.

Erst am Donnerstag hatte sich Ronaldo an alle vom Coronavirus Betroffenen gewandt. "Die Welt befindet sich in einem sehr schwierigen Moment, der von uns allen äußerste Sorgfalt und Aufmerksamkeit verlangt", schrieb der Weltfußballer bei Instagram. Er spreche dabei nicht als Fußballer, sondern als ein Mensch, der berührt ist von den neuesten Entwicklungen, die die ganze Welt betreffen. "Der Schutz von Menschenleben muss über allen anderen Interessen stehen", beschwor Ronaldo.

14. März, 18.40 Uhr: Positiver Test bei Zweitliga-Profi aus Kiel – Mannschaft in Quarantäne

Innenverteidiger Stefan Thesker vom Zweitligisten Holstein Kiel ist als nächster Profi positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Klub am Samstag mit. Als Folge würden "die gesamte Mannschaft und ihre Familien laut behördlicher Anordnung für 14 Tage unter häusliche Quarantäne gestellt", hieß es weiter.

Der ehemalige U21-Nationalspieler Thesker ist der fünfte bekannte Fall im deutschen Profifußball. Zuvor waren in der 2. Liga Timo Hübers, Jannes Horn (beide Hannover 96) und Fabian Nürnberger (1. FC Nürnberg) positiv getestet worden. In der Bundesliga wurde am Freitag zudem der positive Test bei Paderborns Luca Kilian bekannt.

Stefan Thesker: Der Zweitliga-Profi der Kieler wurde positiv auf das Coronavirus getestet. (Quelle: imago images/Zink)Stefan Thesker: Der Zweitliga-Profi der Kieler wurde positiv auf das Coronavirus getestet. (Quelle: Zink/imago images)

14. März, 19.32 Uhr: Curling-WM der Männer abgesagt

Nach der Curling-Weltmeisterschaft der Frauen sind auch die Titelkämpfe der Männer abgesagt worden. Das teilte der Curling-Weltverband mit. Das Turnier sollte eigentlich vom 28. März bis zum 5. April in Glasgow stattfinden. Der Ausfall der Titelkämpfe wird auch Auswirkungen auf das Qualifikationsprozedere für die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking haben.

14. März, 19.21 Uhr: Lionel Messi: "Jetzt verantwortungsbewusst handeln"

Welt-Star Lionel Messi nutzt wie sein portugiesischer Kollege Cristiano Rolando die sozialen Medien, um in der Coronavirus-Krise an seine Fans zu appellieren. Der Argentinier rief auf seinem Instagram-Profil, dem mehr als 144 Millionen Menschen folgen, dazu auf, die Anweisungen der Behörden zum Schutz von Risikogruppen umzusetzen. "Die Gesundheit muss immer an erster Stelle stehen", sagte der 32-Jährige. Es sei eine außergewöhnliche Situation "und Ihr müsst die Anweisungen von Gesundheitsorganisationen und Behörden befolgen. Nur auf diese Weise können wir es effektiv bekämpfen."

Es sei wichtig, jetzt verantwortungsbewusst zu handeln und zu Hause zu bleiben. "Es ist die beste Gelegenheit, die Zeit mit seinen Liebsten zu genießen", schrieb er unter ein Foto, dass ihn mit zwei seiner drei Söhne zeigt.

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Son días complicados para todo el mundo. Vivimos preocupados por lo que está ocurriendo y queremos ayudar poniéndonos en el lugar de aquellos que peor lo están pasando, o bien porque les afectó directamente a ellos o sus familiares y amigos, o porque están trabajando en primera línea para combatirlo en hospitales y centros de salud. Quiero enviarles mucha fuerza a todos ellos. La salud debe ser siempre lo primero. Es un momento excepcional y hay que seguir las indicaciones tanto de las organizaciones sanitarias como de las autoridades públicas. Sólo así podremos combatirlo de manera efectiva. Es el momento de ser responsable y quedarse en casa, además es perfecto para disfrutar ese tiempo con los tuyos que no siempre se puede tener. Un abrazo y ojalá consigamos darle vuelta a esta situación cuanto antes. #QuedateEnCasa #StayAtHome

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14. März, 19.05 Uhr: Nun zehn Infektionen in der Serie A

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in der italienischen Seria A ist auf zehn gestiegen. Am Samstag wurde Fabio Depaoli bereits als sechster Spieler von Sampdoria Genua positiv getestet. Zuvor hatte es schon Omar Colley, Ex-HSV-Profi Albin Ekdal, Antonino La Gumina, Morten Thorsby und Manolo Gabbiadini erwischt. Auch der Mannschaftsarzt habe sich angesteckt.

Stark betroffen ist auch der AC Florenz, bei dem Patrick Cutrone und German Pezzella nach Angaben des Clubs am Samstag positiv getestet wurden. Auch beim Physiotherapeuten des Teams sei eine Ansteckung nachgewiesen worden. Ihr Mannschaftskamerad Dusan Vlahovic hatte sich zuvor schon den Virus eingefangen.

14. März, 18.57 Uhr: Zweitliga-Präsident fordert Rettungsfond von Fußballprofis

Aue-Präsident Helge Leonhardt geht von einem Komplettabbruch einzelner Ligen aus und hat einen von Profifußballern initiierten "Corona-Rettungsfonds" ins Spiel gebracht. "Wichtig ist, dass unsere Arbeiter, Leute, die in der Pflege Dienst schrubben, Priorität haben. Die Fußballer werden abgefedert. Die sollten Abstriche machen", sagte Leonhardt bei "Sport im Osten" im "MDR".

Leonhardt erklärte zudem, dass auch viele seiner Profis die Situation nicht voll erfasst hätten. "Ich habe die Mannschaft auf den Ernst der Lage hingewiesen. Die Lage ist sehr schwierig. Wir haben einen unsichtbaren Feind." Aktuell beschäftigen den Unternehmer aber das Wohl seiner weiteren Mitarbeiter mehr als das der Fußballprofis. "Wir sind ein großer Steuerzahler im Erzgebirge, ein Wirtschaftsunternehmen. Da hat keine Priorität, ob da elf Leute unten an den Ball latschen. Das ist absolut nachrangig."

14. März, 15.15 Uhr: Verbandsbosse aus England und Italien äußern sich

Greg Clarke, Präsident des englischen Fußball-Verbandes FA, glaubt offenbar nicht an ein reguläres Ende der Premier-League-Saison. Clarke teilte diese Ansicht laut Medienberichten der Liga mit. Die Premier League hatte den Spielbetrieb am Freitag nach einer Krisensitzung wegen mehrerer prominenter Corona-Fälle zunächst bis mindestens 3. April ausgesetzt. Der englische Verband FA und die English Football League (EFL) mit der zweitklassigen Championship sowie der League One und Two (3. und 4. Liga) folgten diesem Beschluss ebenso wie der Frauen-Fußball auf der Insel.

Anders äußerte sich dagegen Italiens Verbandspräsident Gabriele Gravina. Er schließe aus, dass die Meisterschaft 2019/20 in der  A beim jetzigen Stand abgebrochen und für beendet erklärt wird. Dies hatten einige Klubs gefordert.

"Unser Hauptziel ist, entsprechend der allgemeinen Lage in Italien die Meisterschaft nach Plan zu Ende zu führen", sagte Gravina im Interview mit der römischen Tageszeitung "Il Messaggero".

Gravina schloss indes nicht aus, den Meisterschaftstitel in Play-offs auszuspielen. "Diese Lösung könnte in der jetzigen Situation nützlich sein. Das könnte ein spannendes Ende einer Saison bedeuten, die nicht abgebrochen werden darf", sagte Gravina. Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus hat die italienische Regierung sämtliche Sportveranstaltungen im Land bis zum 3. April ausgesetzt.

14. März, 12.35 Uhr: Nun neun Infektionen in der Serie A

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in der italienischen Seria A ist auf neun gestiegen. Zwei Fußball-Spieler vom AC Florenz, Patrick Cutrone und German Pezzella, wurden nach Angaben des Clubs am Samstag positiv getestet. Auch beim Physiotherapeuten des Teams sei eine Ansteckung nachgewiesen worden.   

Ihr Mannschaftskamerad Dusan Vlahovic war bereits zuvor positiv getestet worden, ebenso wie die Spieler Omar Colley, Albin Ekdal, Antonino La Gumina, Morten Thorsby und Manolo Gabbiadini von Sampdoria Genua. Auch der Mannschaftsarzt habe sich angesteckt.

Als erste Infektion im italienischen Spitzenfußball war der Fall von Juventus-Verteidiger Daniele Rugani bereits am Mittwoch bekannt geworden.

14. März, 12.05 Uhr: RB Leipzig gibt Spielern frei

Nach dem aufgrund der Coronavirus-Krise abgesagten Spiel gegen den SC Freiburg hat Fußball-Bundesligist RB Leipzig seinen Spielern zunächst freigegeben. Nach einer Trainingseinheit am Samstagvormittag bekamen die Profis für Sonntag und Montag frei. Von Dienstag bis Donnerstag sollen sie sich mit individuellen Laufplänen fit halten. "Ab Freitag wird wieder normal trainiert. Dann bereiten wir uns auf das Spiel gegen Hertha vor", sagte Sportdirektor Markus Krösche in einer Telefonkonferenz am Samstag.

Nach aktuellem Stand spielt Leipzig am 4. April gegen Hertha BSC. Allerdings tritt am Montag die DFL-Mitgliederversammlung zusammen und entscheidet über das weitere Vorgehen. "Wir sollten das Ziel haben, die Saison zu Ende zu spielen. Die Rahmenbedingungen muss man dann sehen", sagte Krösche. Man müsse verantwortungsbewusst im Sinne aller handeln.

Krösche hatte die RB-Profis am Samstag über die Maßnahmen informiert und ihnen einen Verhaltenskatalog an die Hand gegeben. So ist es den Spielern untersagt, ins Ausland zu reisen und es ist ihnen nahegelegt worden, in Leipzig zu bleiben. "Es ist keine Isolation, aber sie sollen sich überlegen, mit wem sie sich treffen. Playstation kann man gegeneinander heute auch online spielen", sagte Krösche. Auch Kaufhäuser sollen die Spieler meiden. Zudem wird der Trainingsbetrieb im Nachwuchs eingestellt, die Geschäftsstelle arbeitet zu 80 Prozent aus dem Home Office. Kurzarbeit ist nicht geplant.

14. März, 11.11 Uhr: Weitere Spieler positiv getestet

Zwei Spieler des französischen Fußball-Zweitligisten ES Troyes sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Klub mit. Es handelt sich um einen Spieler der ersten Mannschaft und einen Akteur des Nachwuchsteams.

Die beiden Spieler wurden nach Vereinsangaben sofort nach Hause geschickt und unter Quarantäne gestellt, alle Klubangehörige stehen unter "medizinischer Oberaufsicht".

Bereits am Freitagmittag hatte die Liga LFP den Spielbetrieb in Ligue 1 und Ligue 2 bis auf Weiteres ausgesetzt. In Deutschland sind der Paderborner Bundesliga-Profi Luca Kilian (20) sowie die Hannoveraner Zweitliga-Spieler Timo Hübers (23) und Jannes Horn (23) und Nürnbergs Zweitliga-Kicker Fabian Nürnberger (20) ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet worden.

14. März, 8.20 Uhr: Argentiniens Top-Klub River Plate verweigert Anreise zu Pokalspiel

Der argentinische Fußball-Rekordmeister River Plate hat im Zuge der Corona-Krise seine Einrichtungen geschlossen und damit seine Weigerung unterstrichen, am Samstag zum Pokalspiel gegen Atletico Tucuman anzutreten.

Man habe entschieden, "aus Gründen höherer Gewalt" nicht zum Spiel erscheinen, teilte der Klub aus der Hauptstadt Buenos Aires mit und verwies auf die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation, verschiedene Resolutionen der argentinischen Regierung und der Stadt Buenos Aires. Die Einrichtungen des Klubs würden ab Samstag "auf unbestimmte Zeit geschlossen".

In Argentinien läuft der nationale Fußballbetrieb noch hinter verschlossen Türen weiter – anders als etwa in den europäischen Top-Nationen England, Spanien, Deutschland, Italien oder Frankreich. Die Spiele der Copa Libertadores, dem südamerikanischen Pendant zur europäischen Champions League, und die südamerikanischen Qualifikationsspiele für die Weltmeisterschaft 2022 wurden vom Kontinentalverband CONMEBOL hingegen ausgesetzt.

Am Freitagabend lag die Zahl der Corona-Infizierten in Argentinien bei 34 (zwei Todesfälle).

Verwendete Quellen:
  • Mit Material der Nachrichtenagentur sid und dpa

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