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Transparency International: Griechenland ist in EU am korruptesten


Transparency-Index  

Griechenland in der EU am korruptesten

03.12.2013, 14:56 Uhr | AFP, t-online.de

Transparency International: Griechenland ist in EU am korruptesten. Auch in europäischen Ländern ist Korruption weit verbreitet (Quelle: imago/ctk photo)

Auch in europäischen Ländern ist Korruption weit verbreitet (Quelle: imago/ctk photo)

Griechenland bleibt trotz einer deutlichen Verbesserung der am stärksten von Korruption durchsetzte EU-Staat. Das ergibt sich aus dem neuen Korruptionsindex (CPI) der Organisation Transparency International. Deutschland landete zusammen mit Island auf Rang zwölf. Dänemark und Neuseeland sind die am wenigsten von Korruption betroffenen Staaten weltweit. Schlusslichter bleiben Somalia, Nordkorea und Afghanistan.

Mehr als zwei Drittel der 177 Länder erreichen weniger als 50 Punkte. Der Corruption Perceptions Index (CPI) reicht von null bis 100, wobei 100 für den niedrigsten Korruptionsgrad im öffentlichen Sektor steht. Der CPI listet Länder nach dem Grad auf, in dem dort Korruption bei Amtsträgern und Politikern wahrgenommen wird. Er stützt sich auf verschiedene Umfragen und Untersuchungen von neun unabhängigen Institutionen. Laut Transparency werden Geschäftsleute sowie Länderanalysten befragt und Umfragen mit Staatsbürgern im In- und Ausland mit einbezogen. Auf direktem Weg lässt sich Korruption verständlicherweise nicht messen, da sie im Verborgenen stattfindet.

Griechenland ist mit 40 Punkten auch 2013 wieder das am schlechtesten bewertete Land in der EU. Auch für Italien ist Korruption ein deutliches Problem. Es kam mit 43 Punkten auf Platz 69, den es sich mit Kuwait und Rumänien teilt.

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Fortschritte in Griechenland

Griechenland hat im Kampf gegen die Schuldenkrise allerdings auch Fortschritte auf dem Feld der Korruptionsbekämpfung gemacht, wie Transparency-Experte Finn Heinrich sagte. Besonders interessant sei der Vergleich zum Krisenland Spanien, das im selben Zeitraum an Boden verloren habe. Während sich Griechenland von Rang 94 auf Rang 80 verbesserte, fiel Spanien von Rang 30 auf Rang 40 zurück.

Athen habe verschiedene Maßnahmen ergriffen wie die Einsetzung eines obersten Korruptionsbekämpfers. Madrid dagegen widme mehreren jüngst aufgedeckten Korruptionsskandalen wenig Aufmerksamkeit.

Es geht auch ohne Korruption

In anderen Euroländern ist Korruption ein geringeres Problem, wie die unter anderem auf Grundlage von Daten der Weltbank und des Weltwirtschaftsforums erstellte Studie ergab. Mit 83 Punkten belegen die Niederlande Platz acht, Luxemburg kommt mit 80 Punkten auf Rang elf. Frankreich als zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone erhielt 71 Punkte und findet sich damit auf Platz 22 wieder. Deutschland bekam 78 Punkte und belegt Rang zwölf. Dies ist ein Platz besser als im Vorjahr.

Den ersten Platz auf der Rangliste teilen sich mit jeweils 91 Punkten Dänemark und Neuseeland, dicht gefolgt von Finnland und Schweden mit je 89 Punkten. Ebenfalls in der Spitzengruppe mit mindestens 80 Punkten finden sich zudem Norwegen, Singapur und die Schweiz sowie Australien und Kanada. Diese Länder zeigten, wie "Transparenz Verantwortung fördert und Korruption stoppen kann", erklärte die Transparency-International-Vorsitzende Huguette Labelle.

Korruption eng mit politischen Problemen verknüpft

Den letzten Platz teilen sich mit jeweils acht Punkten Afghanistan, Nordkorea und Somalia. Knapp darüber liegen der Sudan, der Südsudan, Libyen und der Irak. Unter den Ländern, die im Jahresvergleich besonders stark abgerutscht sind, sind die Krisenländer Syrien (168), Libyen (172) und Mali (127). Korruption und Staatszerfall seien eng miteinander verknüpft, wie an Syrien und Libyen zu sehen sei, die beide Schauplätze militärischer Konflikte seien, sagte Heinrich.

Korruption ist Ausdruck und Auslöser von Fehlentwicklungen zugleich. Wer andere besticht, erhofft sich davon einen Vorteil, der über seine "Investition" hinausgeht. Bestechliche Amts- und Funktionsträger wiederum lassen sich dafür belohnen, dass sie entweder überhaupt ihre Arbeit tun oder Vorgänge in bestimmte Richtungen lenken, die objektiv nicht dem Optimum entsprechen. Das führt gesamtgesellschaftlich zu Wohlfahrtsverlusten.

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