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Was kostet eine Überweisung ins Ausland?

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Gebühren für Geldtransfer  

Was kostet eine Überweisung ins Ausland?

Von Sabrina Manthey

03.07.2018, 14:35 Uhr
Was kostet eine Überweisung ins Ausland?. Überweisungsträger und Euro-Noten: Für Auslandsüberweisungen können Gebühren fällig werden. Ob und in welcher Höhe hängt von einigen Bedingungen ab. (Quelle: Getty Images/Stadtratte)

Überweisungsträger und Euro-Noten: Für Auslandsüberweisungen können Gebühren fällig werden. Ob und in welcher Höhe hängt von einigen Bedingungen ab. (Quelle: Stadtratte/Getty Images)

Das Ferienhaus in Schweden gebucht oder die Jeans aus den USA bestellt, nur noch das Geld überweisen. Doch Halt: Für Auslandsüberweisungen können nochmal Extragebühren anfallen.

Die Höhe der zusätzlich anfallenden Kosten für eine Überweisung ins Ausland unterscheidet sich je nach Art der Überweisung, der Bank und wohin überweisen wird. Wir zeigen die Unterschiede.

Kostenloser Geldtransfer mit der SEPA-Überweisung

Mit Einführung des SEPA-Zahlungsverfahrens im Februar 2014 trat der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum in Kraft. Seitdem werden alle auf den Euro lautenden Zahlungen innerhalb des SEPA-Zahlungsraums als EU-Standardüberweisungen behandelt. Das gilt für alle Überweisungen innerhalb eines Landes wie auch für grenzüberschreitende Euro-Überweisungen im SEPA-Raum.

Info: Die Voraussetzung für eine SEPA-Überweisung ist, dass sowohl der Überweisende als auch der Empfänger ein Bankkonto bei einem Geldinstitut innerhalb der Europäischen Union (EU) oder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) hat.

Doch was bedeutete SEPA eigentlich: Die Abkürzung SEPA steht für die "Single Euro Payments Area" und damit für einen "Einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum".  Die SEPA-Überweisung ist meist sowohl im Inland als auch bei einer Überweisung ins Ausland kostenlos. Dies gilt seit 2006 für Überweisungen bis zu einer Höhe von 50.000 Euro.

Wann für Überweisungen im SEPA-Raum Gebühren anfallen können

Allerdings können auch innerhalb des SEPA-Zahlungsraums Gebühren anfallen. Zum Beispiel, wenn nicht in Euro überwiesen wird oder wenn die Höhe der Überweisung 50.000 Euro überschreitet. Banken können zudem Gebühren für Überweisungen verlangen, wenn auf dem Überweisungsträger Angaben fehlten oder fehlerhaft waren und sich dadurch ihr Verwaltungsaufwand erhöhte.

Welche Angaben werden für eine SEPA-Auslandsüberweisung benötigt

Für eine SEPA-Überweisung sind nur noch wenige Angaben erforderlich: Damit das Geld an den richtigen Empfänger gelangt, muss neben dem Empfänger und dem Verwendungszweck nur noch die internationale Bankkontonummer (IBAN) sowie der Bank Identification Code (BIC) oder Swift Code angeben werden. Eine SEPA-Überweisung kann per Online-Banking, am Selbstbedienungsschalter oder über ein Formular beim eigenen Bankinstitut in Auftrag gegeben werden. In der Regel wir die SEPA-Überweisung innerhalb eines Bankarbeitstages ausgeführt.

Welche Länder gehören dem SEPA-Raum an?

Im einheitlichen SEPA-Zahlungsraum haben sich 34 Länder zusammengeschlossen. Auslandsüberweisungen in Euro sind zwischen diesen Ländern in der Regel nicht mit Kosten für die Überweisung verbunden.



  • Belgien
  • Malta
  • Bulgarien
  • Monaco
  • Dänemark
  • Niederlande
  • Deutschland
  • Norwegen
  • Estland
  • Österreich
  • Finnland
  • Polen
  • Frankreich
  • Portugal
  • Griechenland
  • Rumänien
  • Großbritannien
  • San Marino
  • Irland
  • Schweden
  • Island
  • Schweiz
  • Italien
  • Slowakei
  • Kroatien
  • Slowenien
  • Lettland
  • Spanien
  • Liechtenstein
  • Tschechische Republik
  • Litauen
  • Ungarn
  • Luxemburg
  • Zypern

 

Wann bei einer Überweisung ins Ausland Gebühren anfallen

Für Überweisungen außerhalb des SEPA-Raums oder auf Überweisungen in einer fremden Währung können Gebühren anfallen, die sich durchaus sehen lassen können. Sie können sowohl von der eigenen Bank als auch vom Kreditinstitut des Empfängers erhoben werden. Dabei handelt es sich zum einen um mögliche Fremdwährungsgebühren und zum anderen um Gebühren für die Auslandsüberweisung an sich.

Fremdwährungsgebühren: Die Überweisung in einer fremden – also nicht auf Euro lautenden – Währung kann als Devisengeschäft gesehen werden. Die Bank kann Gebühren für den Ankauf und den Verkauf von Devisen berechnen.

Überweisungsgebühren: Für die Auslandsüberweisung außerhalb des SEPA-Zahlungsraums fallen SWIFT-Gebühren an. Die Gebühren unterscheiden sich je nach Kreditinstitut und sollten im Vorfeld abgeklärt werden. Sie belaufen sich in der Regel auf fünf bis zehn Prozent der Überweisungssumme.

Meldepflicht für Auslandsüberweisungen: Unabhängig davon, ob für die Auslandsüberweisung Gebühren anfallen, unterliegen diese ab einer Höhe von 12.500 Euro der Meldepflicht des Außenwirtschaftsverkehrs (AWV). Über ein separates Online-Formular muss die Überweisung der Bundesbank mitgeteilt werden. Kommen Überweisende der Meldepflicht nicht nach, kann ein Ordnungsgeld erhoben werden.

Wer trägt bei Auslandsüberweisung die Kosten?

Aufgrund der zum Teil hohen Gebühren für Auslandsüberweisungen sollte vor dem Geldtransfer geklärt werden, wer diese trägt. Der Überweisende hat die Wahl zwischen drei Varianten:

OUR – sender pays costs: Bei dieser Überweisungsoption übernimmt der Überweisende sämtliche Kosten des Geldtransfers.

BEN – benificiary pays costs: Bei dieser Variante trägt der Empfänger die Gebühren für die Auslandsüberweisung.

SHARE – shared costs: Hier teilen sich der Sender des Geldes und der Empfänger die bei der Überweisung anfallenden Kosten. Das heißt: Der Überweisende trägt die Gebühren bei seinem Geldinstitut und der Empfänger die bei seinem Kreditinstitut anfallenden Gebühren.


Verwendete Quellen:
  • Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz
  • Deutsche Bundesbank
  • Sparkasse
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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