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Diese Volkswirtschaften geben 2050 den Ton an


Diese Volkswirtschaften geben 2050 den Ton an

29.09.2012, 13:29 Uhr | t-online.de, t-online.de

Diese Volkswirtschaften geben 2050 den Ton an. Bis 2050 verschieben sich die Schwergewichte in der Weltwirtschaft (Quelle: dpa)

Bis 2050 verschieben sich die Schwergewichte in der Weltwirtschaft (Quelle: dpa)

Wie wird die Welt in 40 Jahren aussehen? Mit dieser Frage beschäftigen sich nicht nur Zukunftsforscher, sondern auch Ökonomen. Experten der Schweizer Großbank HSBC haben untersucht, welche Volkswirtschaften sich bis 2050 am meisten verändern.

Verschiedene Indikatoren

Für die Studie werteten die Autoren verschiedene Indikatoren wie das Einkommen, das Wirtschaftswachstum, den Grad an Rechtsstaatlichkeit und Demokratie, das Bildungsniveau sowie die demographische Entwicklung aus - mit überraschenden Ergebnissen.

Da Zukunftsprognosen immer relativ unsicher sind, unterstellen die Autoren, dass die Länder weiterhin auf Wirtschaftswachstum setzen, Kriege vermeiden und sich auf dem weltweiten Markt engagieren. Als Verrechnungseinheit wählten die Autoren den US-Dollarkurs aus dem Jahr 2000.

China überholt die USA

Wenn die Prognosen eintreffen, wird die größte Volkswirtschaft 2050 die chinesische sein. Die Analysten erwarten, dass das chinesische Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf 25,3 Billionen Dollar ansteigen wird. Damit überholen die Asiaten den langjährigen Spitzenreiter USA, der nach der Prognose nur noch auf ein BIP von rund 22,3 Billionen Dollar kommt.

Auf Platz drei landet demnach Indien, das in den Top 10 zusammen mit Mexiko den größten Sprung machen wird. Deutschland verschlechtert sich mit einer Wirtschaftsleistung von 3,7 Billionen Dollar auf Platz fünf.

Bereits auf Platz 16 werden die Philippinen erwartet, die einen Sprung von 27 Plätzen machen werden. Für Peru wiederum, das sich laut der Studie um 20 Plätze verbessern wird, erwartet die Autorin Karen Ward ein jährliches Wachstum von 5,5 Prozent, und das über 40 Jahre hinweg.

Bei den Volkswirtschaften, die am meisten verlieren, dominiert Europa. Unser Nachbarland Dänemark liegt hier an der Spitze und wird 29 Plätze abgeben. Ihm folgen mit Luxemburg und Slowenien zwei weitere europäische Staaten, ehe mit Katar der erste nicht-europäische Staat folgt.

Indien wird China als größte Nation ablösen

Auch im Bereich der Bevölkerungsentwicklung wird sich Überraschendes tun. Indien wird China als größte Nation der Erde überholen. Laut der Studie werden 2050 rund 1,6 Milliarden Menschen in Indien leben, 400 Millionen mehr als gegenwärtig. China, das bisher mit 1,3 Milliarden Menschen an der Spitze liegt, kommt laut HSBC auf 1,4 Milliarden Menschen. Zu den Gründen machen die Autoren keine Aussagen.

Deutsche Bevölkerung wird um elf Millionen schrumpfen

Für Deutschland befürchtet Ward einen Bevölkerungsrückgang um elf Millionen auf 71 Millionen Menschen. Auffällig ist, dass in Afrika in jedem Staat die Bevölkerung wachsen wird, in den meisten Ländern wird sie sich sogar verdoppeln.

Den größten Sprung in der Bevölkerungszahl wird Nigeria machen, dessen Bevölkerungszahl sich um 232 Millionen auf 390 Millionen steigern wird. Dahinter folgen Pakistan (plus 101 Millionen) und Tansania (plus 93 Millionen). Für den durch den Krieg stark gebeutelten Irak wird ein Bevölkerungswachstum von 51 Millionen Menschen erwartet. Unter den 14 Verlierern befinden sich elf Europäer.

Den größten Verlust an Bevölkerung muss dabei Russland verkraften, dessen Größe von 140 auf 116 Millionen Menschen zurückgehen wird.

Kaum Veränderungen in der Einkommensentwicklung

Beim Einkommen pro Kopf wird 2050 wohl Luxemburg dominieren. In dem Bankenparadies wird ein jährliches Einkommen von 96.000 Dollar erwartet. Ihm folgen Singapur und die Schweiz mit 84.000 respektive 83.000 Dollar pro Jahr. Unter den ärmsten Nationen finden sich fast ausschließlich afrikanische. Das traurige Schlusslicht bildet dabei ausgerechnet der arabische Staat Jemen, wo die Menschen auf ein Jahreseinkommen von 731 Dollar kommen werden. Ihm folgen mit Uganda, Nigeria und Äthiopien drei afrikanische Staaten, ehe mit dem Irak der zweite arabische Staat folgt.

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