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Diese Firmen boykottieren Russland

Von t-online, mak, fho, cho, neb, fls

Aktualisiert am 19.04.2022Lesedauer: 8 Min.
Henkel-Logo (Symbolbild): Der Waschmittel-Produzent aus DĂŒsseldorf hat sein Russland-GeschĂ€ft gestoppt.
Henkel-Logo (Symbolbild): Der Waschmittel-Produzent aus DĂŒsseldorf hat sein Russland-GeschĂ€ft gestoppt. (Quelle: Michael Gstettenbauer/imago-images-bilder)
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Nach dem Angriff auf die Ukraine ziehen sich zahlreiche Unternehmen aus Russland zurĂŒck, darunter große Konzerne mit langjĂ€hrigen Verbindungen zum Kreml. JĂŒngste Beispiele: Henkel und Stellantis.

Das Wichtigste im Überblick


  • Autos und MobilitĂ€t
  • Energie und Erdöl
  • Logistik
  • Möbel und BaumĂ€rkte
  • Lebensmittel
  • Mode und Freizeit
  • Technologie
  • Sonstiges

Die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen dem Westen und Russland sind durch den Überfall Russlands auf die Ukraine schwer beschĂ€digt. Das zeigt auch die Liste an Unternehmen, die sich aus Russland zurĂŒckgezogen haben, die Auslieferungen stoppten oder Anteile an russischen Firmen verkauften. Viele Firmen ziehen nun langfristige Konsequenzen. Die jĂŒngsten Beispiele sind dabei Henkel und der Opel-Mutterkonzern Stellantis.

t-online zeigt Ihnen, welche Firmen sich noch aus Russland. Welche SupermÀrkte Produkte aus Russland verbannen, lesen Sie hier.

Beachten Sie: Da sich die aktuelle Lage schnell Ă€ndert, kann es sein, dass bestimmte Firmen noch nicht in der Liste auftauchen. Die Übersicht wird fortlaufend aktualisiert, erhebt aber keinen Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit.

Autos und MobilitÀt

Gleich mehrere Autobauer haben einen Lieferstopp fĂŒr Russland verkĂŒndet. Volkswagen unterbricht seine Produktion in Russland und seinen Export "bis auf Weiteres", teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Konzern betreibt in Moskau zwei ProduktionsstĂ€tten. Auch die Volkswagen-Tochter Porsche stellt ihr Russland-GeschĂ€ft ein.

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Auch die Opel-Mutter Stellantis hat ihre Produktion vollstĂ€ndig ausgesetzt. Wegen der sich tĂ€glich verschĂ€rfenden Sanktionen und logistischer Schwierigkeiten werde die Produktion im Werk in Kaluga sĂŒdlich von Moskau unterbrochen, teilte das Unternehmen mit

Toyota , Hyundai, Ć koda und Renault stellen die Produktion in ihren russischen Werken ein.

Russlands Machthaber Wladimir Putin mit Shell-Chef Ben van Beurden (Archivbild): Der Mineralölkonzern beendet seine Zusammenarbeit mit Gazprom.
Russlands Machthaber Wladimir Putin mit Shell-Chef Ben van Beurden (Archivbild): Der Mineralölkonzern beendet seine Zusammenarbeit mit Gazprom. (Quelle: ap-bilder)

BMW, Volvo , Ford und MAN haben den Export eingestellt und die lokale Produktion eingefroren. Das gilt auch fĂŒr Mercedes-Benz und die zugehörige Lkw-Sparte Daimler Truck . Lieferungen an den russischen Lkw-Hersteller Kamaz wurden ebenfalls eingestellt.

Suzuki, Honda und Mazda liefern keine Autos und MotorrÀder mehr nach Russland. General Motors, Scania und Nissan haben ebenfalls ihre Lieferungen gestoppt.

Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen hat alle Lieferungen nach Russland gestoppt. Das betrifft auch das Gemeinschaftsunternehmen ZF Kama, ein Joint Venture mit dem russischen Lkw-Hersteller Kamaz. Der Autozulieferer Continental hat sich ebenfalls zu einem vorlĂ€ufigen Stopp seiner Produktion und GeschĂ€fte in Russland entschlossen. Dabei geht es vor allem um das Werk Kaluga, in dem Reifen sowie Teile fĂŒr die Industriesparte Contitech entstehen. Außerdem sei das komplette Im- und ExportgeschĂ€ft mit der Russischen Föderation zunĂ€chst beendet.

Der französische Bahntechnik-Hersteller Alstom will vorerst nicht mehr in Projekte in Russland investieren. Auch jegliche Lieferungen nach Russland wĂŒrden zunĂ€chst ausgesetzt.

Boeing und Airbus haben die Lieferung von Ersatzteilen an russische Fluggesellschaften ausgesetzt.

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic zieht sich aus Russland zurĂŒck. In einer Mitteilung des Staatsunternehmens hieß es, der Schritt erfolge "bis auf Weiteres". Air Baltic mit Sitz in Riga ist die grĂ¶ĂŸte Fluglinie in den baltischen Staaten.

Energie und Erdöl

Der niederlĂ€ndisch-britische Ölkonzern Shell will sich schrittweise vom russischen Energiemarkt zurĂŒckziehen. Das Unternehmen schließt alle seine Tankstellen in Russland und stellt die Betankung von Flugzeugen und den Handel mit Schmiermitteln ein.

Bereits Ende Februar hatte Shell angekĂŒndigt, seine Anteile an allen Joint Ventures mit dem russischen Energie-Riesen Gazprom zu verkaufen. Zudem erklĂ€rte der Konzern die Absicht, seine Beteiligung an der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 zu beenden.

Der italienische Energiekonzern Eni will seinen Anteil an der Blue Stream Pipeline verkaufen, die er zusammen mit dem russischen Gaskonzern Gazprom besitzt.

Der norwegische Energiekonzern Equinor trennt sich von seinen Joint Ventures in Russland. Seit 2021 arbeitete der Konzern mit dem russischen Unternehmen Rosneft zusammen.

Der britische Energiekonzern BP hat sich von seinen Anteilen am russischen Ölunternehmen Rosneft getrennt. BP hatte seit 2013 einen Anteil von 19,75 Prozent der Rosneft-Aktien gehalten.

Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV will seine Beteiligung an der Nord Stream 2 Pipeline ĂŒberprĂŒfen. Zudem habe OMV beschlossen, die Verhandlungen mit dem russischen Konzern Gazprom ĂŒber den möglichen Erwerb einer 24,98-Prozent-Beteiligung an den Blöcken 4A/5A der Achimov-Formation des Urengoi-Erdgas- und Kondensatfelds nicht weiterzufĂŒhren und das Basic Sale Agreement vom 3. Oktober 2018 zu kĂŒndigen.

OMV mit Sitz in Wien ist einer der Finanzinvestoren der Pipeline Nord Stream 2. Nach dem Aus fĂŒr die Ostsee-Pipeline ist die schweizerische EigentĂŒmergesellschaft pleite.

Logistik

DHL, CMA CGM, Fedex und UPS haben den Versand von Waren und Dokumenten nach Russland ausgesetzt. Briefe, Pakete und PĂ€ckchen, die in Deutschland bei der Post aufgegeben werden, sollen aber weiter in die Staaten transportiert werden – dies geschieht im Rahmen internationaler Verpflichtungen des Weltpostvereins, in dem auch die Deutsche Post Mitglied ist.

Containerschiff Eugen Maersk: Die Reederei setzt Buchungen von und nach Russland aus.
Containerschiff Eugen Maersk: Die Reederei setzt Buchungen von und nach Russland aus. (Quelle: picture alliance/dpa-bilder)

Das transport- und Logistikunternehmen KĂŒhne+Nagel hat den Warenversand eingestellt. Ausgenommen sind Lebensmittel, medizinische und humanitĂ€re Lieferungen. Gleiches gilts fĂŒr die dĂ€nische Containerreederei Maersk .

Die MSC Mediterranean Shipping Company einen vorĂŒbergehenden Stopp fĂŒr alle Frachtbuchungen von und nach Russland. Dieser umfasse alle Zugangsgebiete einschließlich des Baltikums, des Schwarzen Meeres und des Fernen Ostens Russlands.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport lĂ€sst wegen des Angriffs auf die Ukraine seine AktivitĂ€ten am Pulkovo-Flughafen in St. Petersburg ruhen. Man erbringe in der zweitgrĂ¶ĂŸten Stadt Russlands keine Beratungsleistungen mehr und transferiere kein Betriebs-Know-how, sagte ein Sprecher des MDax-Konzerns. Vor Ort habe man kein eigenes Personal und sei auch nicht in den Betrieb des Flughafens involviert.

Möbel und BaumÀrkte

Die schwedische Möbelhauskette Ikea schließt alle russischen Niederlassungen. Insgesamt betreibt die Kette 17 MöbelhĂ€user in Russland. Im vergangenen Jahr erwirtschafteten diese 1,6 Milliarden Euro Umsatz. Betroffen von dem Entschluss sind demnach 15.000 Angestellte.

Einkaufszentren in Russland, die unter dem Markennamen Mega betrieben werden, bleiben dagegen offen. Dies soll laut Ikea sicherstellen, dass viele Menschen in Russland Zugang zu Lebensmitteln und Medikamenten haben.

Auch die dÀnische Einrichtungskette Jysk, vormals bekannt als DÀnisches Bettenlager, hat alle ihre Filialen geschlossen.

Ikea-Filiale in Moskau: Am letzten Tag der Öffnung in Russland bildeten sich lange Schlangen vor dem Einrichtungshaus.
Ikea-Filiale in Moskau: Am letzten Tag der Öffnung in Russland bildeten sich lange Schlangen vor dem Einrichtungshaus. (Quelle: Vlad Karkov/dpa-bilder)
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Die Baumarkt-Kette Obi stellte ihr GeschĂ€ft in den 27 russischen Filialen schon kurz nach Kriegsausbruch ein. Von der Entscheidung sind 4.900 Mitarbeiter in Russland betroffen. Mitte April verkĂŒndete das Unternehmen nun: Alle Filialen seien an einen russischen Investor gegangen.

Kurios dabei: Obi bekommt von dem russischen Investor, der die MĂ€rkte ĂŒbernimmt, kein Geld. Obi habe "den letzten Schritt vollzogen, um den russischen Markt endgĂŒltig zu verlassen", teilte die Kette nun in Wermelskirchen mit. Die Marke Obi verschwindet damit aus Russland, die MĂ€rkte werden nicht unter Obi-Logo fortgefĂŒhrt.

Lebensmittel

Gleich mehrere GetrĂ€nkekonzerne haben sich aus dem russischen Markt zurĂŒckgezogen. Heineken und Carlsberg haben ihre Bierlieferungen gestoppt. Auch der weltgrĂ¶ĂŸte Alkoholproduzent Diageo (Guinness, Baileys etc.) wird seine Produkte vorerst nicht mehr anbieten.

Auch bei Softdrinks könnte es knapp werden: Neben Coca-Cola zieht sich auch PepsiCo (Pepsi, 7Up, Mirinda) zurĂŒck.

Auch die Kaffeehaus-Kette Starbucks stellt ihre GeschĂ€ftstĂ€tigkeit in Russland vorĂŒbergehend komplett ein. Die Lieferung von Produkten und der Betrieb von Cafes werden gestoppt.

Und: McDonald's macht vorĂŒbergehend seine 850 Filialen in Russland dicht. Die 62.000 Angestellten in dem Land wĂŒrden weiterhin bezahlt, teilt die Fast-Food-Kette mit.

Mode und Freizeit

Zuletzt gab der französische Sportausstatter Decathlon auf. Ende MĂ€rz 2022 stellte er sein GeschĂ€ft in Russland ein. Die Lieferbedingungen unter strikter Beachtung der internationalen Sanktionen ließen eine Fortsetzung der AktivitĂ€ten nicht mehr zu, teilt der Konzern mit.

Decathlon ist im Besitz der französischen Unternehmerfamilie Mulliez, der unter anderem auch die Supermarktkette Auchan gehört. Zuletzt war der Druck auf die Familie gewachsen, ihre GeschÀft in Russland einzustellen. Auchan hat rund 30.000 Angestellte in Russland, Decathlon etwa 2.500.

Die Filialen der spanischen Bekleidungskette Inditex, zu der die Marken Zara, Pull & Bear, Massimo Dutti, Bershka, Stradivarius und Oysho gehören, sind geschlossen.

Mit Mango hat sich auch die zweitgrĂ¶ĂŸte spanische Kette aus dem russischen GeschĂ€ft zurĂŒckgezogen.

Die schwedische Kette H&M , zu der auch die Marken COS, Weekday und Arket gehören, hat den Verkauf eingestellt. Auch die GeschĂ€fte von Levi’s und Tommy Hilfiger wurden beendet.

Sportartikel von Adidas, Nike oder Puma gibt es in Russland nun nicht mehr zu kaufen. Onlinebestellungen bei ASOS und der Marke Karl Lagerfeld wurden eingefroren.

Mehrere Luxusmarken haben ebenfalls ihre GeschÀftstÀtigkeit eingestellt - darunter Hugo Boss, Prada, die Boutiquen der LVMH-Gruppe, zu der HermÚs, Chanel und Louis Vuitton gehören. Auch die Kering-Gruppe, mit Marken wie Gucci, Balenciaga und Yves Saint Laurent hat ihre GeschÀfte geschlossen.

Und auch beim Schmuck haben sowohl Swarovski als auch das Juwelierhaus Cartier ihren Verkauf in Russland gestoppt.

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Der Kosmetik-Riese EstÚe Lauder stellt alle Lieferungen nach Russland ein. Die russischen Mitarbeiter sollen unterdessen weiter ihr Gehalt bekommen, wie der US-Konzern mitteilte. Zum Konzern gehören Marken wie Clinique, Aveda, Bobbi Brown, MAC und La Mer.

Technologie

Verschiedene Online-Dienstleister haben ihren Service in Russland eingestellt. Darunter der Apartment-Vermittler Airbnb , der Urlaubsdienstleister Booking.com und der OnlinehĂ€ndler Amazon, inklusive der Streamingplattform Prime. Auch Streaming-Konkurrent Netflix hat seinen Dienst bereits fĂŒr Neukunden gesperrt. FĂŒr bisherige Nutzer lĂ€uft der Dienst mit der nĂ€chsten monatlichen Zahlung aus. Der Musikstreamingdienst Deezer hat seinen RĂŒckzug aus Russland angekĂŒndigt.

Geschlossener re:Store-Shop in St. Petersburg: Apple stoppt den Verkauf von iPhones in Russland. Das trifft auch Vertriebspartner wie re:Store.
Geschlossener re:Store-Shop in St. Petersburg: Apple stoppt den Verkauf von iPhones in Russland. Das trifft auch Vertriebspartner wie re:Store. (Quelle: Dmitri Lovetsky/ap-bilder)

Auch in russischen Kinos gibt es wenig zu sehen: Walt Disney Company, Warner Bros. und Paramount Pictures haben die VorfĂŒhrung ihrer Filme ausgesetzt.

Der US-Online-HĂ€ndler eBay hat die Auslieferung von Bestellungen ausgesetzt. Der Zahlungsdienstleister Paypal schließt Russland ebenfalls aus. Derzeit sind fĂŒr einen begrenzten Zeitraum nur noch Abhebungen vom eigenen Paypal-Konto möglich. Neukunden in Russland können sich bereits nicht mehr fĂŒr den Dienst registrieren.

Auch US-Riese Apple setzt den Verkauf aller Produkte in Russland aus. Zudem seien Apple Pay und andere Dienste eingeschrÀnkt worden.

Google setzt sein AnzeigengeschÀft in Russland bis auf Weiteres aus. Betroffen sei Werbung sowohl im Umfeld der Internet-Suche als auch bei der Videoplattform YouTube.

Auch der deutsche Softwareriese SAP und sein US-Rivale Oracle setzen ihre AktivitĂ€ten in Russland aus. SAP hatte zunĂ€chst das Neu- und Cloud-GeschĂ€ft ausgesetzt. Mitte April kĂŒndigte das Unternehmen dann zwei weitere Schritte "fĂŒr den geordneten Ausstieg aus unserem GeschĂ€ft in Russland" an. Auch Microsoft stellt den Verkauf seiner Produkte und Dienstleistungen in Russland bis auf Weiteres ein. Adobe hat seine Dienste ebenfalls eingestellt.

Der IT-Konzern IBM hat sein gesamtes GeschÀft in Russland ausgesetzt. Der Chipriese Intel setzt alle Lieferungen an Kunden in Russland und Belarus aus.

Der sĂŒdkoreanische Technikriese Samsung hat bekanntgegeben, alle Produktlieferungen nach Russland zu stoppen. Samsung ist MarktfĂŒhrer im Bereich Smartphones in Russland und kommt auf einen Marktanteil von rund 30 Prozent. Auch der japanische Konzern Sony stellt seine Dienste in Russland ein. Davon betroffen sind sowohl Hardware-Lieferungen, als auch Starts von Softwareprodukten.

Sonstiges

Der KonsumgĂŒterhersteller Henkel gibt sein RusslandgeschĂ€ft ebenfalls auf. Zuvor hatte der Konzern lediglich Investitionen gestoppt, die Produktion durch 2.500 BeschĂ€ftigte in Russland aber weiterlaufen lassen.

DafĂŒr gab es auf der Hauptversammlung Anfang April Kritik von AktionĂ€ren, die etwa einen Reputationsschaden fĂŒr Henkel fĂŒrchteten. Henkel-Chef Carsten Knobel hatte die Russland-Strategie unter anderem damit verteidigt, dass auslĂ€ndische Unternehmen von der Regierung in Zukunft enteignet werden und ihre lokalen Manager haftbar gemacht werden könnten, wenn sie die GeschĂ€fte einstellen.

Der Duisburger Mischkonzern Haniel zieht sich aus Russland und Belarus zurĂŒck. Zur Haniel-Gruppe gehören eine Reihe von Beteiligungen an Unternehmen. Etwa die Konzernmutter von Media Markt und Saturn, Ceconomy, der in Europa fĂŒhrende Hygiene-Dienstleister CWS, der Sicherheitsanbieter Bauwatch, der Bettwarenhersteller Emma und der UnternehmensausrĂŒster Takkt. Ein starkes Russland-GeschĂ€ft hat vor allem die Frima Optimar, ein weltweit fĂŒhrender Anbieter fĂŒr automatisierte Fisch-Verarbeitungssysteme.

Verschiedene Playmobil-Figuren sind in einem Schaufenster in Köln zu sehen (Symbolbild): Putin bekommt keine Plastik-Figuren mehr.
Verschiedene Playmobil-Figuren sind in einem Schaufenster in Köln zu sehen (Symbolbild): Putin bekommt keine Plastik-Figuren mehr. (Quelle: Manngold/imago-images-bilder)

Die Horst BrandstĂ€tter-Gruppe, die die Playmobil-Spielfiguren verkaufen, liefert ab sofort keine Produkte mehr nach Russland, wie sie vergangene Woche mitteilte. Das betrifft demnach auch die PflanzgefĂ€ĂŸe-Marke Lechuza. Auch Lego hat sein Russland-GeschĂ€ft gestoppt.

Der Keramikproduzent Villeroy & Boch lÀsst sein GeschÀft in der Ukraine, Belarus und der Ukraine "bis auf weiteres" ruhen. "Auch die Teilnahme an der russischen Messe "Mosbuild" wurde abgesagt.

Die österreichische Raiffeisen Bank International (RBI) erwÀgt Insidern zufolge nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine die Abkehr vom russischen Markt. Unmittelbar geplant sei ein solcher Schritt aber nicht, sagten zwei mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Es handle sich um einen Notfallplan, falls der russischen Tochterbank das Geld ausgehe, weil lokale Unternehmen LiquiditĂ€t oder Kapital einforderten. Das Geldhaus mit Sitz in Wien, das zu den grĂ¶ĂŸten Kreditgebern in Osteuropa zĂ€hlt, wĂ€re damit die erste europĂ€ische Bank, die Russland verlĂ€sst.

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