Konjunktur

Darum geht es beim Weltwirtschaftsforum in Davos
  • Florian Schmidt
Von Florian Schmidt, Davos
Noch leere Stuhlreihen: Hier im Konferenzzentrum von Davos beginnt am Montag das Weltwirtschaftsforum.

Zu optimistisch: Die EU-Kommission muss zum zweiten Mal in diesem Jahr ihre Prognose fĂŒr die Wirtschaftsleistung nach unten korrigieren. Besonders Deutschland sinkt noch einmal deutlich ab. Die Inflation hat die Kommission dagegen unterschĂ€tzt.

Von Krisen belastet (Symbolbild): Die EU-Wirtschaft wird aufgrund des Ukraine-Krieges voraussichtlich deutlich langsamer wachsen als angenommen.

Lockdown mit Folgen: Die strikte Null-Covid-Strategie belastet Chinas Wirtschaft stark. Die Industrieproduktion fiel im April ĂŒberraschend stark, die Arbeitslosigkeit erreicht fast das historische Hoch aus 2020. Die Konsequenzen spĂŒrt Deutschland mit Verzögerung.

Schwerer Lockdown: In Metropolen wie Shanghai dĂŒrfen Millionen Menschen ihre Wohnungen nicht mehr verlassen.

Der Rat der Wirtschaftsweisen bekommt ein neues Mitglied. Der Volkswirt Martin Werding soll in das Gremium einziehen. Zur VollzÀhligkeit fehlt dem SachverstÀndigenrat damit nur noch eine Person.

Der Ökonom Martin Werding: KĂŒnftig soll er mit den Wirtschaftsweisen die Bundesregierung beraten.

FĂŒr Sparer sind es schlechte Zeiten: Die Inflation sorgt dafĂŒr, dass das Geld auf dem Konto immer weniger wert wird. Doch die hohe Teuerungsrate hat auch ihre Vorteile – zumindest fĂŒr manch einen.

Profitieren von einer hohen Inflation: Der Staat kann seine Schulden bei einer höheren Inflationsrate schneller abbauen.
Von Nele Behrens

Christian Lindner sucht nach finanzpolitischen Antworten auf Ukraine-Krieg und Inflation – und vollzieht dabei eine Kehrtwende: Sein Ministerium soll, endlich, liberale Hoffnungen erfĂŒllen.

Finanzminister Christian Lindner: "Ab dem nÀchsten Jahr beginnt eine andere Phase der Finanzpolitik."
  • Mauritius Kloft
Von Mauritius Kloft

In Shanghai, im grĂ¶ĂŸten Containerhafen der Welt, stauen sich Hunderte Schiffe. Allianz-Experten warnen vor gravierenden Folgen fĂŒr die weltweiten Lieferketten. Die Lage werde sich in den nĂ€chsten Monaten kaum beruhigen.

Containerhafen in Shanghai (Symbolbild): Im Hafen der der chinesischen Metropole stauen sich die Schiffe.

Die Preise in Deutschland steigen immer weiter. Auch Finanzminister Christian Lindner weiß das. Er schlĂ€gt nun deutliche Töne an – und warnt vor einem Szenario, in dem sich Preise und Löhne immer weiter hochschaukeln.

Christian Lindner: "Die Gefahr einer Lohn-Preis-Spirale ist real."

Der Motor der Weltwirtschaft beginnt zu stottern: Chinas Exporte sind im April deutlich zurĂŒckgegangen, das Wachstum der Ausfuhren hat sich deutlich abgeschwĂ€cht. Wichtigster Grund dafĂŒr: Chinas Weg im Kampf gegen Corona.

Container-KrÀne in einem chinesischen Hafen: Das Exportwachstum des Landes fÀllt.

Die britische Notenbank stemmt sich gegen die Inflation: Die Bank of England hob am Donnerstag den Leitzins an – auf 1 Prozent. Es war die vierte Zinsanhebung in Folge.

Die Bank of England in London (Symbolbild): Sie hebt den Leitzins weiter an.

Die Zinswende ist endgĂŒltig da – zumindest in den USA. Die US-Zentralbank Fed hob am Mittwoch den Leitzins deutlich an, um die Inflation zu bekĂ€mpfen. Doch was macht nun das europĂ€ische Pendant, die EZB?

Christine Lagarde: Die EZB-Chefin stellte zuletzt eine Zinserhöhung in Aussicht.
  • Mauritius Kloft
Von Mauritius Kloft

Die Menschen in der TĂŒrkei können sich immer weniger fĂŒr ihr Geld leisten. Die Teuerungsrate zog im April weiter an, sie lag bei nunmehr 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Experten gehen davon aus, dass sie noch höher ist.

Scheine der tĂŒrkischen Lira (Symbolbild): Das Geld wird immer weniger wert.

Die Wirtschaft wÀchst langsamer, die Inflation zieht an: Deutschland drohen Wohlstandsverluste, warnt nun Unionsfraktionsvize Jens Spahn. Bei t-online erklÀrt er, was die Ampel tun sollte.

Jens Spahn: Der frĂŒhere Gesundheitsminister kĂŒmmert sich nun um Wirtschaftspolitik.
  • Florian Schmidt
Von Florian Schmidt, Miriam Hollstein

Steigende Preise fĂŒr Energie, Weizennot am Weltmarkt: Der Ukraine-Krieg setzt die Produktionsbetriebe in Europa unter Druck. Die AufschlĂ€ge auf die Preise werden die Hersteller bald auch an die Kunden weitergeben mĂŒssen.

Produktion in Keksfabrik: Der steile Anstieg der Energiekosten lassen die Einkaufspreise fĂŒr die Hersteller in die Höhe schießen.

Warnende Worte trotz guter Zahlen. Die Arbeitslosigkeit sinkt im April weiter – doch das könnte nur von kurzer Dauer sein. WĂŒrde das russische Gas nicht mehr fließen, drohte eine Vielzahl an Jobverlusten. 

Auszubildende in einem Betrieb (Symbolbild): Hunderttausende Lehrstellen bleiben unbesetzt.

Heizkostenzuschuss, ÖPNV-Rabatt, Energiepauschale: Die Politik will die BĂŒrger entlasten. Aus der CSU kommt nun ein Vorschlag, woran noch gespart werden könnte: dem Rundfunkbeitrag. 

"Das Traumschiff": KapitÀn Max Parger (Florian Silbereisen) und sein Staff-KapitÀn Martin Grimm (Daniel Morgenroth).
  • Mauritius Kloft
Von Mauritius Kloft, Frederike Holewik

Seit der russischen Invasion in der Ukraine versucht der Bund, seine AbhĂ€ngigkeit von Putins Öl und Gas radikal zu verringern. Jetzt hat Wirtschaftsminister Habeck eine frohe Botschaft: Es hat deutliche Fortschritte gegeben.

Robert Habeck: "Schritte sind notwendig, wenn wir nicht lÀnger von Russland erpressbar sein wollen."

Es geht leicht aufwĂ€rts: Trotz Corona-Krise ist die deutsche Wirtschaft in den ersten drei Monaten des Jahres 2022 gewachsen. Die Folgen des Ukraine-Krieges dĂŒrften sich erst in den nĂ€chsten Wochen zeigen.

Bauarbeiter (Symbolbild): Die Teuerung in Deutschland zieht weiter an.

Auch wirtschaftlich hat der Ukraine-Krieg zur "Zeitenwende" gefĂŒhrt: Die Inflation ist zurĂŒck, und das mit voller Wucht. Ifo-PrĂ€sident Clemens Fuest sagt, was Bund und EZB nun machen mĂŒssen. 

Clemens Fuest: Er ist seit 2016 PrĂ€sident des MĂŒnchner Ifo-Instituts.
  • Florian Schmidt
  • Mauritius Kloft
Von Florian Schmidt, Mauritius Kloft

Der AufwĂ€rtstrend geht weiter: Auch im April stiegen die Verbraucherpreise deutlich. Die Inflationsrate lag laut erster SchĂ€tzung bei 7,4 Prozent – der höchste Stand seit ĂŒber 40 Jahren. 

Eine Kundin im Supermarkt (Symbolbild): In fast allen Lebensbereichen sind die Preise in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen.

Bundeskanzler Olaf Scholz geht davon aus, dass Putin Deutschland bald das Gas abdrehen könnte. Top-Ökonom Clemens Fuest sagt nun: Das werde wohl nicht passieren.

Ifo-PrÀsident Clemens Fuest beim Interview in der t-online-Redaktion.
  • Mauritius Kloft
  • Florian Schmidt
Von Mauritius Kloft, Florian Schmidt

Die schwedische Zentralbank hat ihren Leitzins auf 0,25 Prozent erhöht. Das erste mal seit 2014 liegt er damit ĂŒber 0 Prozent. Auch bei der EZB könnte die Zinswende bevor stehen. 

Eine Kundin an der Supermarktkasse (Symbolbild): Die steigende Inflation macht sich beim Einkaufen bemerkbar.

Der VizeprÀsident der EuropÀischen Zentralbank, Luis de Guindos, rechnet mit hohen Preissteigerungen in nÀchster Zeit. Im MÀrz erreichte die Inflationsrate mit 7,4 Prozent ein Rekordhoch im Euroraum.

Luis de Guindos, VizeprÀsident der EuropÀischen Zentralbank: Luis de Guindos erwartet hohe Preissteigerungen in den nÀchsten Monaten.

EZB-Chefin Christine Lagarde hat Hoffnung auf eine baldige Zinserhöhung geschĂŒrt. Im Juli könnten zunĂ€chst die AnleihekĂ€ufe auslaufen, dann sei es auch an der Zeit ĂŒber die Zinswende nachzudenken. 

EZB-Chefin Christine Lagarde (Symbolbild): Die Zinswende könnte im Sommer kommen.

Der Wahlsieg von Emmanuel Macron muss ein Weckruf sein. Auch fĂŒr Deutschland und Kanzler Olaf Scholz. Es geht um sehr viel Geld – und um unsere Zukunft. 

Ein Sozialdemokrat im Elysée. Olaf Scholz beim Besuch in Frankreich (Archivbild).
Ein Gastbeitrag von Marcel Fratzscher

Die Bundesregierung hat ihre Wirtschaftsprognose fĂŒr das laufende Jahr gesenkt. Sie rechnet nur noch mit einem Wachstum von 2,2 Prozent. Noch im Januar war sie von 3,6 Prozent Wachstum ausgegangen.

Zwei Mitarbeiter im Siemens-Werk in Krefeld (Symbolbild): Der Ukraine-Krieg macht sich in vielen Branchen bemerkbar und fĂŒhrt zu geringeren Erwartungen fĂŒr das deutsche Wirtschaftswachstum.

Um die Inflation auszugleichen, fordert der DGB-Chef Reiner Hoffmann höhere Löhne. Die meisten Unternehmen könnten das verkraften, so der Gewerkschaftsbund. Ökonomen sehen das mit Sorge.

DGB-Chef Reiner Hoffmann: Unternehmen, die inmitten der Krise hohe Dividenden zahlen, könnten auch höhere Löhne verkraften, sagt der Gewerkschafter.

Der Preis fĂŒr Speiseöl könnte wohl weiter steigen. Denn der wichtige Palmöl-Exporteur Indonesien stoppte die Ausfuhren vergangenen Freitag. Die genauen Folgen sind aber noch offen.

LĂŒcken im Speiseöl-Regal (Symbolbild): In den vergangenen Wochen machten HamsterkĂ€ufe die Regale leer.

Sektsteuer, Lohnsteuer, Spritsteuer: Die BĂŒrger finanzieren den Staat auf vielen Wegen. Wem das nicht genug ist, kann Lindner, Scholz und Co. freiwillig mehr ĂŒberweisen. Nur macht das kaum jemand. 

Kaum Extra-Geld fĂŒrs Schulden tilgen: Finanzminister Christian Lindner und Kanzler Olaf Scholz.
  • Mauritius Kloft
Von Mauritius Kloft

Weltweit steigen wegen der Ukraine-Kriegs die Preise fĂŒr Speiseöl. Nicht verschont von dieser Entwicklung bleibt auch der weltgrĂ¶ĂŸte Palmöl-Exporteur Indonesien. Jetzt zieht das Land Konsequenzen.

Palmöl-Ernte in Indonesien (Symbolbild): Viele Menschen in dem Land können sich das heimische Öl nicht mehr leisten.

China zeigt mit seinen Lockdowns in Shanghai, dass es fĂŒr seine Null-Covid-Politik nicht vor wirtschaftlichen SchĂ€den zurĂŒckschreckt – fĂŒr sich und die ganze Welt. Auch die Deutschen werden das spĂŒren. 

Vertritt weiterhin strenge Maßnahmen: FĂŒr PrĂ€sident Xi geht es in diesem politisches Jahr um seine WiederbestĂ€tigung – bei der Corona-Politik riskiert er daher keine Experimente.
Von Nele Behrens

Es brodelt in der EuropĂ€ischen Zentralbank: Immer mehr Angehörige des EZB-FĂŒhrungskreises weichen in der Zinspolitik von der offiziellen Linie ab. PrĂ€sidentin Lagarde will Kritiker offenbar zum Schweigen bringen.

EZB-PrĂ€sidentin Christine Lagarde: Noch hĂ€lt sie an der Nullzinspolitik fest – trotz der hohen Inflation.

Die Inflationsrate in den USA steigt und steigt. Nun erwĂ€gt die US-Zentralbank Fed einen großen Zinssprung. Der Leitzins könnte um 0,5 Prozentpunkte angehoben werden, sagte Fed-Chef Jerome Powell.

Jerome Powell: Der Chef der US-Notenbank Fed will den Leitzins im Mai deutlich anheben.

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