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Corona-Krise: Womöglich Dutzende Todesfälle durch Champions-League-Spiel


Covid-19 und der Sport  

Womöglich Dutzende Todesfälle durch Champions-League-Spiel

25.05.2020, 08:29 Uhr | t-online.de, sid, dpa

Corona-Krise: Womöglich Dutzende Todesfälle durch Champions-League-Spiel. FC Liverpool: Ein Champions-League-Spiel könnte zu Dutzenden Corona-Toten in Großbritannien geführt haben. (Quelle: imago images/ David Blunsden)

FC Liverpool: Ein Champions-League-Spiel könnte zu Dutzenden Corona-Toten in Großbritannien geführt haben. (Quelle: imago images/ David Blunsden)

Das Coronavirus hat auch auf den Sport Auswirkungen. Einer Studie zufolge sind 41 Todesfälle in Großbritannien auf ein Champions-League-Spiel im März zurückzuführen. Die aktuellen Entwicklungen im Überblick.

Der internationale Sport steht größtenteils still. Grund ist das Coronavirus, dessen Verbreitung durch diese drastische Maßnahme eingedämmt werden soll. Im Newsblog von t-online.de gibt es alle wichtigen Informationen zu den neuesten Entwicklungen. Große Nachrichten werden separat behandelt. 

 

Studie: 41 Corona-Todesfälle womöglich auf Champions-League-Spiel zurückzuführen

Dutzende Todesfälle durch das Coronavirus in Großbritannien sind laut einer Studie möglicherweise auf das Champions-League-Spiel zwischen dem FC Liverpool und Atlético Madrid am 11. März zurückzuführen. Die Datenanalysefirma Edge Health schätzt, dass 41 Todesfälle mit dem Fußballspiel in Verbindung stehen, wie die Zeitung "Sunday Times" am Sonntag berichtete. Diese Todesfälle traten zwischen 25 und 35 Tage nach dem Spiel in Krankenhäusern von Liverpool und Umgebung auf.

Das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League war vor 52.000 Stadionbesuchern ausgetragen worden. Rund 3.000 spanische Fans waren dafür angereist. Es war das letzte größere Fußballspiel, das in Großbritannien vor Verhängung der allgemeinen Corona-Restriktionen stattfand. Laut Schätzungen des Imperial College London und der Oxford-Universität hatte Spanien zu diesem Zeitpunkt bereits 640.000 Fälle von Coronavirus-Infektionen, Großbritannien 100.000.

Noch ein weiteres Champions-League-Spiel wird verdächtigt, für die Ausbreitung des Coronavirus mitverantwortlich zu sein. Am 19. Februar hatte in Mailand das Achtelfinal-Hinspiel zwischen Atalanta Bergamo und dem FC Valencia vor dichtgefüllten Stadionrängen stattgefunden. Die italienische Region Lombardei, deren Hauptstadt Mailand ist, wurde anschließend zu der am schlimmsten von der Pandemie heimgesuchten Region Italiens.

Spanien: La Liga soll ab 8. Juni wieder starten

Die spanischen Fußball-Profiligen dürfen ab dem 8. Juni den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Das gab Ministerpräsident Pedro Sánchez am Samstag in einer Rede an die Nation bekannt. Die Erlaubnis gilt für die Primera División und auch für die zweite Liga. Nach den bisherigen Plänen der La Liga soll der Neustart am 12. Juni erfolgen. Einen konkreten Spielplan mit Terminen gibt es aber noch nicht.

Der Spielbetrieb ist in Spanien seit dem 12. März unterbrochen. In der Primera División liegt der FC Barcelona mit Weltfußballer Lionel Messi und dem deutschen Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen nach 27 von insgesamt 38 Runden mit 58 Punkten auf Platz eins. Der Tabellenzweite Real Madrid mit Nationalspieler Toni Kroos hat nur zwei Zähler Rückstand, während der FC Sevilla als Dritter mit 47 Punkten nur noch sehr wenige Titelchancen hat.

Mit mehr als 230 000 Infektionsfällen und über 28 000 Toten ist Spanien eines der von der Coronavirus-Pandemie am schwersten getroffenen Länder. Nach Angaben der La Liga wurden zuletzt acht von rund 2500 Spielern und Mitarbeitern von Clubs der 1. und 2. Liga positiv auf das Coronavirus getestet.

Erneuter Corona-Fall bei Dynamo Dresden

Bei Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden ist ein weiterer Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Klub am Donnerstag mit. Zudem ist bei einer sogenannten "Kontaktperson der Kategorie I", also einem engen Kontakt, eines Mitglieds aus dem Trainer- und Betreuerstab das Virus nachgewiesen worden. Der Dynamo-Angestellte, die Kontaktperson sowie der Spieler müssen nun weitere 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben. Das gesamte Dresdner Trainerteam sowie der Kader befinden sich bereits seit dem 9. Mai in häuslicher Quarantäne und werden weiterhin regelmäßig auf das Coronavirus getestet. Am Samstag darf das Training wieder aufgenommen werden.

Bach gegen Olympia ohne Zuschauer

IOC-Präsident Thomas Bach hat sich gegen "Olympische Geisterspiele" im kommenden Jahr in Tokio ausgesprochen. Olympia ohne Zuschauer "ist nicht das, was wir wollen", sagte Bach im Interview mit der BBC: "Der Olympische Geist beruht auch darauf, die Fans zu vereinen. Dass Fans aus aller Welt gemeinsam in einem olympischen Stadion sind, macht die Spiele so einzigartig."

Bestätigt: DFB setzt Drittligasaison am 30. Mai fort

Die 3. Liga wird ihre Saison fortsetzen. Der Spielbetrieb beginnt am 30. Mai und soll am 4. Juli mit dem 38. Spieltag abgeschlossen werden. Zuletzt hatten sich einige Klubs noch deutlich für einen Abbruch der Saison ausgesprochen. Insgesamt elf Spieltage stehen noch aus, für die 20 Teams wird es damit durchgehend Englische Wochen geben. "Es ist wichtig und nötig, dass nun Klarheit über den weiteren Fahrplan in der 3. Liga herrscht", teilte DFB-Präsident Fritz Keller mit.

Keller betonte zugleich, dass die 3. Liga eine "bundesweite Profispielklasse" sei, "negative politische Verfügungslagen an vereinzelten Standorten dürfen hier nicht den deutschlandweit mehrheitlich möglichen Spielbetrieb komplett unterbinden." Er spielt damit etwa auf Carl-Zeiss Jena an, das sein Stadion nach einem Beschluss der Landesregierung von Thüringen bis zum 5. Juni nicht nutzen darf, am 31. Mai aber ein Heimspiel gegen den Chemnitzer FC ausrichten soll.

Norwegen plant Saisonstart mit maximal zehn Fans

Die norwegische Fußballliga will zum Saisonstart am 16. Juni offenbar auch Zuschauer in die Stadien lassen – und zwar bis zu zehn. Die ungewöhnliche Personenzahl geht aus einem kuriosen Vorschlag von Verbandsdirektor Nils Fisketjönn hervor. "Wir möchten die Klubs auffordern, Konzepte auszuarbeiten. Sie können zum Beispiel eine Gruppe von Personen für die Veranstaltung zulassen – vielleicht bis zu zehn", sagte er im Interview mit dem Sender NRK.

Insgesamt sollen sich während eines Spiels aufgrund der Corona-Pandemie maximal 200 Personen im Stadion aufhalten, dazu gehören unter anderem Spieler, Betreuer und Medienvertreter. Ab dem 15. Juni sind in Norwegen wieder Veranstaltungen in der Größenordnung bis zu dieser Personenzahl erlaubt. Ursprünglich hätte die Saison im April beginnen sollen.

Bericht: DFB soll Drittliga-Restart auf 30. Mai festgelegt haben

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat einem Medienbericht zufolge den 30. Mai als definitiven Neustart-Termin für die 3. Liga festgelegt. Die Klubs seien am Mittwoch gebeten worden, sich auf den Wiederbeginn am übernächsten Wochenende einzustellen und Quarantäne-Hotels zu reservieren, berichtet die "Bild"-Zeitung. Demnach hat der DFB die ersten Spiele nach der Corona-Pause terminiert und die Vereine auch über den Spielplan informiert.

Der DFB hatte den 30. Mai bereits vor zwei Tagen als geplanten Starttermin genannt, dafür ist jedoch noch eine Genehmigung der Politik nötig. Um die Liga gibt es seit Wochen Streit. Neun Vereine hatten zuletzt die genaue Ansetzung der noch ausstehenden Spiele gefordert, andere plädieren für einen Saisonabbruch und verweisen dabei – wie der 1. FC Magdeburg, der Hallesche FC oder der FC Carl Zeiss Jena – auf die behördlichen Festlegungen in ihrem Bundesland.

DFL verlegt nächstes Dresden-Spiel

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat nach den Duellen mit Hannover 96 und Greuther Fürth auch ein drittes Zweitliga-Spiel von Dynamo Dresden verlegt. Das geht aus den Spielplänen hervor, die die DFL am Mittwoch veröffentlichte. Die Sachsen befinden sich derzeit wegen zweier positiver Tests auf das Coronavirus in einer zweiwöchigen Quarantäne. Nun soll auch das Gastspiel bei Tabellenführer Arminia Bielefeld anders als geplant erst im Juni stattfinden. Dresden wäre beim ursprünglich geplanten Spieltermin kommende Woche zwar nicht mehr in Quarantäne gewesen, hätte aber nur eine extrem kurze Vorbereitungszeit gehabt.

Damit ergibt sich für den Zweitliga-Letzten ein echtes Mammutprogramm im Juni: Am 3. Juni (18.30 Uhr) wird die Partie in Hannover nachgeholt, bevor es am 6. Juni zum SV Wehen Wiesbaden geht. Es folgt das Nachholspiel gegen Greuther Fürth am 9. Juni (18.30 Uhr), ein Heimspiel gegen den Hamburger SV am 12. Juni und das Nachholspiel in Bielefeld am 15. Juni (20.30 Uhr). Weil direkt die nächste Englische Woche anschließt, spielt Dresden innerhalb von 15 Tagen sechs Spiele.

FCK setzt Training nach drei Corona-Verdachtsfällen aus

Beim Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern gibt es im Rahmen der regelmäßig durchgeführten Testreihen drei Verdachtsfälle auf das Coronavirus. Dies teilten die Pfälzer am Mittwoch mit. "Als Konsequenz dieser Fälle hat der 1. FC Kaiserslautern im ersten Schritt das Mannschaftstraining am Mittwoch, 20. Mai 2020, nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt aussetzen müssen", hieß es vom FCK. Die drei betroffenen Personen sollen erneut getestet werden und sich zudem wie die Kontaktpersonen in eine häusliche Quarantäne begeben. Vorbehaltlich einer politischen Genehmigung könnte die 3. Liga Ende Mai wieder starten.

Trainingsstart auch bei ManUnited

Einen Tag nach dem Start der meisten Premier-League-Klubs hat auch der englische Fußball-Rekordmeister Manchester United das Training wieder aufgenommen. Die Mannschaft von Coach Ole Gunnar Solskjaer bereitete sich am Mittwoch auf die Fortsetzung der Saison vor, die wegen der Pandemie unterbrochen wurde.

Innenministerium dementiert: Kein Förderprogramm geplant

Für den Profisport ist nach Darstellung des Bundesinnenministeriums kein Förderprogramm des Bundes geplant. Das sagte eine Sprecherin des Ministeriums am Mittwoch auf Anfrage. Zuvor hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Steffel von einem geplanten "Paket für den Profibereich" gesprochen.

Fordert Unterstützung für Profiklubs: Frank Steffel (r., hier im Gespräch mit Bob Hanning) ist nicht nur CDU-Bundestagsabgeordneter, sondern auch Präsident des Handball-Erstligisten Füchse Berlin. (Quelle: imago images)Fordert Unterstützung für Profiklubs: Frank Steffel (r., hier im Gespräch mit Bob Hanning) ist nicht nur CDU-Bundestagsabgeordneter, sondern auch Präsident des Handball-Erstligisten Füchse Berlin. (Quelle: imago images)

Steffel: Bund plant 100-Millionen-Hilfspaket für Profiklubs

Der Bund will nach den Worten des Berliner CDU-Abgeordneten Frank Steffel in der Corona-Krise auch schwächelnden Profisportvereinen helfen. "Wir wollen jetzt ein Paket für den Profibereich, dem wahrscheinlich in der kommenden Saison normale Spiele mit normaler Zuschauerbeteiligung unmöglich sein werden, auf den Weg bringen", sagte der CDU-Obmann im Sportausschuss des Bundestages dem Berliner Radiosender 105’5 Spreeradio. Das Volumen solle "bei 100 Millionen Euro liegen".

Bei der Hilfe denkt Steffel aber offenbar eher nicht an den Profifußball. In der Hauptstadt würde das "Basketball, Volleyball, Eishockey und Handball betreffen und zwar für Männer und Frauen in erster und zweiter Bundesliga", sagte der CDU-Politiker dem Sender. Den Klubs würden Zuschauereinnahmen, Sponsorengelder und Einnahmen aus Bandenwerbung und Catering wegbrechen. "Mit Bundeswirtschafts- und Bundesinnenministerium streben wir ein Paket an, das den Vereinen hilft, die in den nächsten Monaten leiden werden."

Sechs Corona-Fälle in Premier League

Bei der ersten Runde der Massentests in der englischen Premier League sind sechs Corona-Fälle bei insgesamt drei Vereinen aufgetreten. Das teilte die Liga am Dienstag mit. Zuvor waren bei Spielern sowie Mitarbeitern aller Klubs insgesamt 748 Covid-19-Tests durchgeführt worden.

"Die positiv getesteten Spieler oder Mitarbeiter werden sich nun sieben Tage lang selbst isolieren", teilte die Premier League mit, die keine Namen der betroffenen Personen oder Vereine nannte.

Am Abend gab der Tabellenzehnte FC Burnley allerdings bekannt, dass Assistenz-Teammanager Ian Woan zu den Infizierten zählt. Der 52-Jährige sei symptomfrei und halte sich nun zu Hause auf.

Watford-Kapitän verzichtet aus Angst vor Corona auf Training

Kapitän Troy Deeney vom englischen Fußball-Erstligisten FC Watford wird aus Sorge vor einer Corona-Infektion nicht ins Mannschaftstraining zurückkehren. "Ich habe gesagt, dass ich nicht mitmachen werde. Das hat nichts mit finanziellen Gründen zu tun", sagte Deeney im Podcast "Talk The Talk". Die Teams der Premier League durften am Dienstag ins Kleingruppentraining einsteigen.

Vielmehr habe er Sorge vor einer Infektion mit dem Virus und einer Übertragung in seiner Familie. "Mein Sohn ist fünf Monate alt und hat Atembeschwerden. Ich will nicht nach Hause kommen und ihn in noch größere Gefahr bringen", erklärte Deeney. Zwar werden alle Spieler und der gesamte Trainer- und Betreuerstab wie auch in Deutschland regelmäßig getestet.

Für Deeney ist die Gefahr in der Kontaktsportart Fußball dennoch zu groß. "Es braucht nur eine Person in der Gruppe. Ich will das nicht nach Hause bringen", sagte der 31-Jährige. Deeney sei sogar bereit, finanzielle Einbußen in Kauf zu nehmen. "Ich habe meinen Vater verloren, meine Oma, meinen Opa. Ich habe mehr oder weniger jeden verloren, der mir etwas bedeutet. Für mich ist das wichtiger als ein paar Pfund in meiner Tasche", sagte er.

DFB plant Drittliga-Neustart am 30. Mai

Der Deutsche Fußball-Bund plant den Neustart in der 3. Liga am 30. Mai. Dieses Datum nannte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius am Dienstag in einem Video-Pressegespräch. Entscheidend dafür sei aber die Zustimmung der politischen Entscheidungsträger. "Die Saison sollte auf dem Rasen entschieden werden und nicht am grünen Tisch", bekräftigte DFB-Präsident Fritz Keller.

Man kämpfe derzeit an allen Fronten um eine Fortsetzung der Spielzeit 2019/20, die von der Mehrheit der Vereine gewünscht werde. Der DFB war in der vergangenen Woche von seinem ursprünglichen Plan, den Spielbetrieb am 26. Mai aufzunehmen, abgerückt.

Bayerische Staatskanzlei erlaubt Pokal-Halbfinale

Die Politik hat grünes Licht für die Durchführung des DFB-Pokal-Halbfinales zwischen Bayern München und Eintracht Frankfurt gegeben. Wie die bayerische Staatsregierung am Dienstag mitteilte, können im Freistaat die Spiele des Pokals, der 3. Liga und der Frauen-Bundesliga unter Einhaltung von Hygienekonzepten wieder stattfinden. Das Duell des Rekordpokalsiegers aus München mit der Eintracht soll am 9. oder 10. Juni steigen. Das Finale in Berlin ist für den 4. Juli angesetzt.

Im zweiten DFB-Pokal-Halbfinale stehen sich der Viertligist 1. FC Saarbrücken und Bayer Leverkusen gegenüber. Über eine politische Erlaubnis für die Austragung der Partie gab es zuletzt noch keine Informationen.

TV-Highlight: Die Bundesliga verzeichnete zum Re-Start am Wochenende nicht nur in Deutschland Top-Quoten. (Quelle: imago images)TV-Highlight: Die Bundesliga verzeichnete zum Re-Start am Wochenende nicht nur in Deutschland Top-Quoten. (Quelle: imago images)

Bundesliga verzeichnet Rekordquote in den Niederlanden

Der Neustart der Bundesliga hat dem niederländischen Pay-TV-Sender Fox Sports eine Rekordquote beschert. 203.000 Zuschauer verfolgten am Samstag das Derby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 (4:0), nie zuvor sahen bei Fox Sports so viele Fans eine Begegnung der Bundesliga. Das Samstagabendspiel zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach (1:3) sahen immerhin noch 94.000 Fans.

Zum Vergleich: Am letzten Spieltag vor der Corona-Pause hatten gerade einmal 8.000 Menschen am Samstagnachmittag die Begegnung zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Augsburg gesehen. Generell verzeichnet die Bundesliga in den Niederlanden eher mäßige Zuschauerzahlen. Das war am Wochenende anders: Sogar das Zweitligaspiel zwischen dem VfL Bochum und dem 1. FC Heidenheim (3:0) am Samstag sahen 40.000 Zuschauer.

Bayern spielt Benefizturnier mit Real und Inter

Der deutsche Rekordmeister FC Bayern München wird im Zuge der Corona-Pandemie gemeinsam mit Real Madrid und Inter Mailand 2021 ein Turnier austragen, dessen Nettoerlöse in die medizinische Infrastruktur in Italien und Spanien fließen sollen. Mit dem "Europäischen Solidaritäts Cup" wollen die drei Vereine "ein Zeichen der Verbundenheit setzen", wie der FC Bayern mitteilte.

Beck: "Spielplan ist Wahnsinn"

Kapitän Christian Beck von Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg hat die Pläne des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) scharf kritisiert. "Wenn es nach dem DFB geht, hätten wir bis zum 30. Juni elf Liga- und möglicherweise noch zwei Landespokalspiele. Der Spielplan ist Wahnsinn", sagte der Stürmer der "Magdeburger Volksstimme" (Montag). Da der DFB am vergangenen Freitag die geplante Wiederaufnahme des Spielbetriebs zum 26. Mai bereits verschoben hat, wird die Zeitspanne ohne Verlängerung in den Juli nahezu unmöglich.

Da in Sachsen-Anhalt das Mannschaftstraining und der Wettkampfbetrieb bis zum 27. Mai untersagt sind, befürchtet Beck aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit gesundheitliche Probleme. "Verletzungen lassen sich kaum vermeiden. Wir haben schließlich so gut wie keine Vorbereitung, keine Testspiele", meinte der 32-Jährige und betonte: "Das ist doch alles nicht vertretbar."

Positiver Corona-Test beim Chemnitzer FC

Bei Fußball-Drittligist Chemnitzer FC ist ein Spieler positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das bestätigte der Club am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten der MDR und "Tag24" darüber berichtet. Demnach ist das Virus bei dem Profi bei der am Samstag vorgenommenen zweiten Testreihe nachgewiesen worden. Bei der ersten Testung am Donnerstag waren noch alle Spieler negativ gewesen.

Der betreffende Spieler sei umgehend in eine 14-tägige häusliche Quarantäne gegangen, sagte ein Vereinssprecher. Zudem müssen zwei weitere Akteure in Quarantäne, die zwar negativ getestet worden waren, aber in Kontakt zu dem positiven Spieler standen. Alle Personen sind symptomfrei.

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Aytekin: Geisterderby "auf andere Art herausfordernd"

Für Schiedsrichter Deniz Aytekin (Oberasbach) war die Leitung des Revierderbys zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 (4:0) trotz Geisterkulisse eine Herausforderung. Auf die Frage, ob die Bundesliga-Partie ohne den Druck der beiden Fanlager einfacher zu leiten gewesen sei, sagte Aytekin dem kicker: "Nein. Ich würde sagen: Es war auf eine andere Art herausfordernd. Sicher gab es Situationen auf dem Rasen, die mit Zuschauern hektischer geworden wären. Aber generell ist das Spiel nicht weniger intensiv gewesen."

Allerdings sei es nach der langen Corona-Zwangspause eine Herausforderung gewesen, "90 Minuten total präsent zu bleiben, nicht einen Sekundenbruchteil abzuschalten. Dabei kann es manchmal schon helfen, wenn auch von außen ein bisschen Leben reinkommt", sagte der 41-Jährige.

Als "absolut vorbildlich" bewertete Aytekin, der im März bereits das Geisterspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln geleitet hatte, das Verhalten der Profis. "Natürlich haben wir penibel versucht, uns bestmöglich an alles zu halten", sagte er: "Deshalb war die Arbeitsatmosphäre für uns Schiedsrichter auch noch mal ganz anders als damals in Gladbach, was den Kontakt beziehungsweise die Distanz zu den handelnden Personen angeht."

Zukünftig fünf Auswechslungen in der 1. und 2. Bundesliga erlaubt

In der 1. und 2. Fußball-Bundesliga sind für den Rest der Saison fünf statt drei Auswechslungen erlaubt. Das entschied die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Donnerstag und übernahm damit die vom Weltverband Fifa eingeführte Änderung wegen der größeren Belastung durch die Corona-Krise.

Lauterbach kritisiert "schizophrene" Verhaltensregeln in der Bundesliga

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat scharfe Kritik am Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) geübt. "Spieler werden doch nicht begreifen, dass sie auf dem Platz alles dürfen, derweil sie in der Kabine nichts dürfen", sagte Lauterbach am Mittwoch: "Zu Hause müssen sie die Wäsche selbst waschen, auf dem Platz können sie dann in den Vollkontakt gehen und möglicherweise sich oder andere infizieren. Das kriegt keiner getrennt, das ist eine schizophrene Position."

Das von der DFL erarbeitete Konzept bezeichnete Lauterbach als "löchrig" und "nicht wasserdicht". Wenn es Zwischenfälle gebe, "wird die Bundesliga blamiert sein", sagte Lauterbach. Schon jetzt sei der Schaden erheblich, weil der Eindruck entstehen konnte, dass es in der Bundesliga nur noch ums Geld und weniger um den Sport gehe.

Österreichs Bundesliga nimmt Betrieb Anfang Juni wieder auf

Die österreichische Fußball-Bundesliga wagt am 2. Juni den Neustart nach der coronabedingten Spielpause. Das teilte der Liga-Vorsitzende Christian Ebenbauer in Wien mit.

Die Spiele finden ohne Publikum und auf Grundlage eines umfangreichen Präventionskonzepts statt. Die Menschen, die das Stadion betreten dürfen, werden dabei in verschiedene Gruppen eingeteilt. Für die Gruppen gelten dann verschiedene Regeln etwa hinsichtlich regelmäßiger Coronavirus-Tests sowie dem Bewegungsbereich im Stadion. Auch kleine Details werden laut Ebenbauer im Konzept geregelt, etwa dass ein Torjubel mit Umarmungen nicht vorgesehen ist. Die Spielbälle sollen regelmäßig desinfiziert werden, eine Maskenpflicht für Trainer gibt es nicht.

Köln: Beim Bundesliga-Neustart ohne Hennes

Beim ersten Bundesligaspiel nach der Corona-Pause fehlt dem 1. FC Köln ein treuer Wegbegleiter: Geißbock Hennes IX darf bei der Partie am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den FSV Mainz 05 nicht ins Stadion, wie der Express berichtet. Laut dem Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga sind Maskottchen nicht erlaubt.

Nicht nur ohne Fans, auch ohne tierische Unterstützung muss die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol nun auskommen - und das zum ersten Mal in einem Heimspiel seit 2008. Damals fehlte Hennes VII aufgrund einer Arthrose im Aufstiegsjahr bei den Heimspielen gegen Mainz (2:0) und Hoffenheim (3:1). In der Saison 2000/2001 hatte er bereits wegen der Maul- und Klauenseuche Stadionverbot gegen Wolfsburg (0:0) und Unterhaching (1:1) und wurde durch eine Pappfigur ersetzt.

Jena attackiert DFB: "Erpresserischer Anstrich"

Der Leiter des Pandemiestabes der Stadt Jena, Benjamin Koppe (CDU), hat massive Kritik am Plan des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der 3. Liga geübt. "Aus meiner Sicht haben die Aussagen des Verbandes gegenüber den Vereinen einen erpresserischen Anstrich, zumal diese an behördliche Anordnungen gebunden sind", sagte Koppe der "Ostthüringer Zeitung". Der DFB renne dem Gedanken hinterher, mit der Brechstange schlauer zu sein als die Epidemie. "Warum hat niemand die Spieler gefragt, wie sie darüber denken?"

Der DFB-Plan sieht vor, dass die Drittligisten spätestens am 15. Mai das Mannschaftstraining aufnehmen und die Liga am 26. Mai den Spielbetrieb wieder aufnimmt. In Jena wie in ganz Thüringen allerdings sind Mannschaftstraining und Wettkämpfe bis 25. Mai verboten. Die Stadt werde absehbar bei dieser Linie bleiben und lehne eine Ausnahmeregelung für den Fußball-Drittligisten FC Carl Zeiss Jena ab, schreibt die "Ostthüringer Zeitung". Der Klub hat damit in naher Zukunft weiterhin keine Chance auf ein geregeltes Mannschaftstraining.

Bericht: DFB-Pokalfinale am 4. Juli

Das DFB-Pokalfinale könnte laut Informationen des Magazin "kicker" am 4. Juli ausgetragen werden. Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes berät am Montagnachmittag über die Terminierung. Für die Halbfinalspiele sollen der 9. und 10. Juni in Frage kommen.

Die Begegnungen waren ursprünglich für den 21. und 22. April angesetzt, das Endspiel sollte am 23. Mai in Berlin stattfinden. Aufgrund der Coronapandemie hatte der DFB die Partien zunächst auf unbestimmte Zeit verlegt. Neben Titelverteidiger Bayern München sind noch Regionalligist 1. FC Saarbrücken, Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen im Rennen. Neben der Neuansetzung des Pokalwettbewerbs steht auch die Fortsetzung der 3. Liga sowie der Frauen-Bundesliga auf der Agenda.

Dank Maradona-Trikot: Lebensmittel für Armenviertel

Ein handsigniertes Trikot der argentinischen Fußball-Legende Diego Maradona hat einem Armenviertel bei Buenos Aires dringend benötigte Lebensmittel und Gesundheitsprodukte gebracht. Für das Viertel Favaloro kamen fast hundert Kilo Nahrungsmittel sowie dringend benötigtes Desinfektionsgel und Schutzmasken gegen die Corona-Pandemie zusammen, wie die Initiative am Freitag  mitteilte. "Von ganzem Herzen: Wir schaffen das", hatte Maradona auf das Trikot geschrieben.

Das in der Armenküche des Viertels ausgestellte Fußballshirt soll nun unter den Spendern verlost werden. Maradonas Hilfe sei "unbezahlbar", erklärte die Mitarbeiterin der Einrichtung, Marta Gutierrez. "Ich werde ihm bis zu meinem Tod dankbar sein." Das Trikot gleicht dem, das Maradona bei der Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko trug. Damals schlug die argentinische Mannschaft im Finale Deutschland.

Bericht: Schiedsrichter noch nicht auf Corona getestet

Die Schiedsrichter der Fußball-Bundesliga sind nach Informationen des kicker noch nicht auf COVID-19 getestet worden. Im Falle positiver Befunde auf das Coronavirus drohten Referees für den Liga-Restart am 15. Mai auszufallen, da eine 14-tägige häusliche Quarantäne anstünde, berichtet das Fachmagazin.

Das Schiedsrichtergespann betritt beim bisher ersten Geisterspiel der Bundesliga das Stadion: Vor dem möglichen Neustart der Saison soll noch kein Referee getestet worden sein. (Quelle: imago images/Herbert Bucco)Das Schiedsrichtergespann betritt beim bisher ersten Geisterspiel der Bundesliga das Stadion: Vor dem möglichen Neustart der Saison soll noch kein Referee getestet worden sein. (Quelle: Herbert Bucco/imago images)

Laut DFL-Konzept sollen sich die Schiedsrichter früh morgens am Vortag des von ihnen zu leitenden Spiels testen lassen – entweder bei einem heimatnahen Klub oder schon am Spielort im Rahmen der Testroutine der Heimmannschaft.

Bremen: Bundesliga-Neustart eine Fehlentscheidung

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) sieht den Neustart der Fußball-Bundesliga am 15. Mai als Fehlentscheidung an. Bürgermeister Andreas Bovenschulte habe am Mittwoch in der Bund-Länder-Konferenz für eine Fortsetzung zu einem späteren Zeitpunkt geworben – "wenn überhaupt", sagte Mäurer der Bild-Zeitung: "Der Beschluss ändert nichts an unserer Auffassung, dass wir es für eine falsche Entscheidung halten."

Der Innensenator sagte weiter: "Was ist, wenn die erste Mannschaft in Quarantäne gehen muss? Was ist, wenn zum Beispiel bei Dortmund gegen Schalke nicht zehn Personen vor dem Stadion stehen, sondern 5000?" Mäurer fügte hinzu, er selbst werde nur einmal Polizisten schicken, um eine mögliche Fan-Ansammlung vor dem Weserstadion aufzulösen: "Dann wird es kein Geisterspiel mehr geben." Werder Bremen hatte sich für eine Neuaufnahme am 23. Mai ausgesprochen, da Wettbewerbsnachteile befürchtet werden.

Türkei will Fußball-Liga im Juni fortsetzen

Nach mehr als vier Wochen Spielpause wegen der Corona-Krise will die Türkei ihre Fußball-Liga ab 12. Juni fortsetzen. Die Spiele würden dann ohne Zuschauer stattfinden, sagte der Chef der türkischen Fußballföderation, Nihat Özdemir, am Mittwoch. Die Saison werde voraussichtlich am 26. Juli enden. Das Champions-League-Finale solle zudem im August wie geplant in Istanbul stattfinden.

Dann will auch Ex-Weltmeister Lukas Podolski mit seinem Erstligaklub Antalyaspor wieder angreifen. "Mir fehlt es, mit den Jungs zu trainieren, mir fehlt der Wettkampf", hatte der 34-Jährige gesagt. Der frühere deutsche Nationalspieler steht seit Jahresbeginn bei Antalyaspor unter Vertrag und kam vor der Saisonunterbrechung bei sechs Einsätzen zu zwei Treffern und zwei Vorlagen.

Bund will grünes Licht für Profifußball geben – Termin noch offen

Der Bund will dem deutschen Profifußball grünes Licht für die Wiederaufnahme des seit Mitte März wegen der Corona-Krise ausgesetzten Spielbetriebes in der 1. und 2. Bundesliga geben. "Dem Beginn des Spielbetriebs muss eine zweiwöchige Quarantänemaßnahme, gegebenenfalls in Form eines Trainingslagers, vorweggehen", heißt es in der vorliegenden Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder an diesem Mittwoch. Als voraussichtlicher Termin für den Beginn der Geisterspiele ohne Zuschauer gilt der 15. oder der 21. Mai – ein genauer Termin ist in der Beschlussvorlage offen gelassen.

Leclercs Serie reißt beim virtuellem Brasilien-Rennen

Weil auf den Rennstrecken wegen der Corona-Krise nicht gefahren werden kann, veranstaltet die Formel 1 eine virtuelle Rennserie. Charles Leclerc könnte seinen Siegeszug dort nicht fortsetzten. Der 22 Jahre alte Monegasse musste sich auf dem simulierten Kurs von Interlagos bei Sao Paulo mit dem dritten Platz zufrieden geben. Der Ferrari-Pilot Leclerc hatte die beiden Rennen zuvor gewonnen, büßte diesmal aber auch noch einen Rang durch eine Drei-Sekunden-Strafe ein. "Ich hab es dennoch sehr genossen", meinte er hörbar begeistert und zugeschaltet aus Monte Carlo.

Als Sieger durfte sich im vierten Rennen der Serie, die vor allem als Unterhaltungsersatz für die Formel-1-Fans wegen der Grand-Prix-Absagen durch die Coronavirus-Pandemie geschaffen wurde, der britisch-thailändische Red-Bull-Pilot Alex Albon feiern lassen. "Ich habe gezittert, ich hatte soviel Adrenalin in mir", kommentierte er.

Der 24-Jährige leistete sich mit Leclerc über 36 Runden einen packenden Zweikampf mit Überholmanövern en masse. Zweiter wurde George Russell von Williams. David Schumacher, 19 Jahre alter Sohn des ehemaligen Formel-1-Piloten Ralf Schumacher, kam bei seiner Premiere auf den elften Platz.

Heldt: "Niemand hat sich leichtsinnig verhalten"

Sport-Geschäftsführer Horst Heldt führt die drei positiven Coronatests beim 1. FC Köln nicht auf Fehler des Fußball-Bundesligisten zurück. "Niemand aus unserem Team hat sich leichtsinnig verhalten", sagte Heldt der Bild am Sonntag.

"Fakt ist: Wir haben drei Infizierte und über 50 Nicht-Infizierte in unserer Testgruppe", so Heldt: "Insofern gehen wir davon aus, dass die Regeln und Maßnahmen am Geißbockheim funktionieren."

Der FC hatte am Freitagabend mitgeteilt, dass drei Personen positiv getestet wurden. Es handelt sich dabei um zwei Spieler und einen Physiotherapeuten. Das Trio, das keine Symptome aufweist, begab sich in 14-tägige Quarantäne. 

Innenminister Seehofer befürwortet Bundesliga-Wiederbeginn im Mai

Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer zeigt sich offen für einen Wiederbeginn der Fußball-Bundesliga im Mai, fordert aber zugleich strenge Auflagen wegen der Coronavirus-Pandemie. "Ich finde den Zeitplan der DFL plausibel und unterstütze einen Neustart im Mai", sagte Seehofer, der zugleich Sportminister ist, der "Bild am Sonntag": "Für mich ist aber auch klar, dass es keine Privilegien für die Fußball-Bundesliga geben kann."

Grundbedingung sei, dass es durch ein höheres Testaufkommen im Sport an keiner Stelle zu Engpässen im öffentlichen Gesundheitswesen komme, betonte der CSU-Politiker und verlangt strikte Auflagen im Falle eines Positiv-Tests: "Wenn es einen Corona-Fall in einer Mannschaft oder bei der Mannschaftsbetreuung gibt, dann müssen der gesamte Club und gegebenenfalls auch die Mannschaft, gegen die man zuletzt gespielt hat, zwei Wochen lang in Quarantäne."

Keine Covid-19-Fälle bei Werder, BVB, Bayer und Frankfurt

Nach den drei positiven Corona-Tests beim 1. FC Köln hat sich die Sorge vor weiteren Infektionen in anderen Vereinen der Fußball-Bundesliga zunächst nicht bestätigt. Bayer Leverkusen, Werder Bremen und Eintracht Frankfurt vermeldeten, dass alle Tests bei Spielern und Betreuern negativ ausgefallen seien. Auch bei Borussia Dortmund gibt es laut eines Berichts der Ruhr Nachrichten vom Samstag keinen positiven Befund auf Covid-19.

Drei Covid-19-Fälle beim 1. FC Köln festgestellt

Beim 1. FC Köln sind wenige Wochen vor dem erhofften Re-Start der Fußball-Bundesliga drei Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach einer Bewertung der Fälle durch das zuständige Gesundheitsamt müssen die drei positiv getesteten Personen, die allesamt symptomfrei sind, in eine 14-tägige häusliche Quarantäne.

Der Trainingsbetrieb in Gruppen könne aufgrund der seit Anfang April praktizierten Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen jedoch weiterhin wie geplant weiterlaufen. Aus Rücksicht auf die Privatsphäre der Betroffenen nannte der Klub weder Namen noch Funktion der Betroffenen.

Italienische Serie A: Klubs stimmen für Saison-Fortführung

Alle 20 Teams der ersten italienischen Fußballliga, der Serie A, haben sich für eine sportliche Beendigung der aktuell unterbrochenen Saison ausgesprochen. Das gab der italienische Verband FIGC am Freitag bekannt. 

Die italienische Regierung droht dennoch mit einem Saisonabbruch, sollte der FIGC kein schlüssiges Sicherheitskonzept vorlegen können. Die Erstligisten Bologna, Parma, Ferrara und Sassuolo aus der Region Emilia-Romagna wollen nach der Entscheidung am Montag, dem 4. Mai, wieder das Mannschaftstraining aufnehmen.

RB Leipzig kehrt kommende Woche ins Mannschaftstraining zurück

Bundesligist RB Leipzig plant bereits für den Beginn der kommenden Woche die Rückkehr ins Mannschaftstraining. Am Freitag und am Montag unterziehen sich alle Spieler einem Corona-Test, der in einem Berliner Labor untersucht wird. "Der Plan ist, am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einzusteigen, insofern alle Tests negativ sind", sagte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff am Freitag. Derzeit trainiert RB in Kleingruppen ohne Körperkontakt. Zweikämpfe würden bei negativen Testergebnissen wieder in voller Mannschaftsstärke trainiert werden können.

Brawn bestätigt: Formel 1 plant Doppel-Rennen in Österreich

Um in der Corona-Krise die Formel-1-Saison noch zu retten, hat Sportchef Ross Brawn (65) nun Pläne der Rennserie für ein Doppel-Rennen in Österreich am 5. und 12. Juli bestätigt. Dies sei "eine echte Überlegung", sagte der Brite im offiziellen Podcast der Königsklasse. Schließlich biete die Rennstrecke in Spielberg gute Möglichkeiten, die Hygienevorschriften zu erfüllen.

Eine der "logistischen Herausforderungen" bestehe darin, "dass alle getestet und freigegeben werden, um das Fahrerlager und die Rennumgebung zu betreten", sagte Brawn. Wenn dies einmal geschafft sei, sei es für die Formel 1 "sehr attraktiv", alle Beteiligten wie die Fahrer um Ferrari-Star Sebastian Vettel und Weltmeister Lewis Hamilton (Mercedes) sowie Teammitglieder und anderes Personal "in dieser Biosphäre für ein anderes Rennen zu halten".

Auch Formel-1-Rennen in Ungarn nur ohne Zuschauer möglich

Die Formel 1 muss auch beim Großen Preis von Ungarn vor den Toren der Hauptstadt Budapest auf Zuschauer verzichten. Das teilten die Veranstalter des Rennens, das derzeit noch für den 2. August eingeplant ist, am Freitag mit. Demnach könnte auch der Grand Prix auf dem Hungaroring, sollte er während der Coronavirus-Pandemie überhaupt stattfinden, nur als Geisterrennen ausgetragen werden. Der ungarische Kanzleramtsminister Gergely Gulyas hatte kurz zuvor erklärt, dass im Land bis zum 15. August keine Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern stattfinden dürfen. 

Die Formel 1 strebt derzeit trotz der Schwierigkeiten durch die Corona-Krise einen Saisonstart am 5. Juli in Österreich an. Zuvor hatten die ersten zehn Saisonläufe verschoben oder abgesagt werden müssen. Die Wunschvorstellung der Rennserie ist ein Kalender mit 15 bis 18 Veranstaltungen. Auch bei den Rennen in Österreich und im englischen Silverstone müssten Fans schon sicher draußen bleiben.

Portugals Fußball-Liga darf Ende Mai wieder starten

Die portugiesische Fußball-Liga darf ab dem 30. Mai nach der Coronavirus-Pause den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Das teilte Ministerpräsident Antonio Costa am Donnerstag mit. Die Gesundheitsministerien müssten aber ihre Zustimmung zu den Hygienestandards in den Stadien geben.

Die portugiesische Liga war wegen der Pandemie im März am 24. von 34 Spieltagen unterbrochen worden. Der FC Porto führt die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung vor Benfica Lissabon an.

DFL bestätigt: Ab Donnerstag Corona-Tests in der Bundesliga

Die Fußballprofis der Bundesliga und der 2. Bundesliga werden ab diesem Donnerstag flächendeckend auf das Coronavirus getestet. Die Tests bei den 36 Proficlubs bestätigte die Deutsche Fußball Liga (DFL). Die Tests gehören zum Sicherheits- und Hygienekonzept, das die DFL für die erhoffte Fortsetzung des Spielbetriebs erstellt hat. Vor einer Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings sollen zwei Tests erfolgen, damit eine Ansteckung im Training verhindert werden kann. Zuvor hatte der "Kicker" darüber berichtet.

Frankreichs Ligue 1 vor dem Saisonabbruch

Die französische Ligue 1 steht als erste der fünf großen europäischen Fußball-Ligen wegen der Coronakrise unmittelbar vor dem Saisonabbruch. "Die Saison 2019/2020 des Profisports, insbesondere des Fußballs, wird nicht wieder aufgenommen werden können", sagte Frankreichs Premierminister Edouard Philippe am Dienstag vor der Nationalversammlung. Auch Noel Le Graet, Präsident des nationalen Verbandes FFF, äußerte sich entsprechend.

Bericht: Uefa setzt nationalen Ligen Deadline für Re-Start

Der europäische Fußball-Dachverband Uefa verlangt von den nationalen Ligen bis zum 25. Mai die Vorlage eines Konzepts über die Wiederaufnahme des Spielbetriebs. Das berichtet der Chefreporter des britischen TV-Senders Sky Sports News, Bryan Swanson. Dieselbe Deadline gelte auch für Erklärungen, warum Wettbewerbe vorzeitig enden sollen.

Am 27. Mai kommt die Uefa zu einer Vorstandssitzung zusammen, in der über den weiteren Verlauf der Europapokalsaison entschieden werden soll. Die Champions und die Europa League solle bis zum August ausgespielt werden, sollten die europäischen Top-Ligen einen geregelten Spieltagskalender vorweisen können.

Veranstalter: Absage Olympischer Spiele im Fall andauernder Pandemie 2021

Die wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr auf Sommer 2021 verschobenen Olympischen Spiele sollen nach Veranstalterangaben im Fall einer dann weiter andauernden Pandemie abgesagt werden. Die Spiele könnten nicht über 2021 hinaus verschoben werden, sagte Japans Chef-Organisator Yoshiro Mori der Zeitung "Nikkan Sports" am Dienstag. "In dem Fall werden sie abgesagt."

Laschet rechnet mit Freigabe für Bundesliga-Spielbetrieb

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet rechnet mit einer Zustimmung der zuständigen Behörde für einen Neustart der Fußball-Bundesliga. Im Bundesarbeitsministerium werde das Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) für einen Spielbetrieb ohne Zuschauer bewertet, sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung "Anne Will" am Sonntagabend. "Die werden uns einen Vorschlag machen. Ich gehe davon aus, was ich so bisher höre, dass die Kriterien erfüllt sind", fügte Laschet hinzu.

Er habe eine Wiederaufnahme der Bundesliga gemeinsam mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vorgeschlagen, "weil uns das Konzept überzeugt hat". Laschet und Söder hatten in der Vorwoche von einem möglichen Spielbeginn am 9. Mai gesprochen.

KNVB droht Klagewelle: "Fühlt sich wie die größte Schande der Geschichte an"

Nach dem Saisonabbruch in den Niederlanden droht dem nationalen Fußballverband KNVB eine Klagewelle. Neben dem Tabellenzweiten AZ Alkmaar gehen auch die beiden besten Vereine der zweiten Liga auf die Barrikaden.

Die Zweitligaklubs SC Cambuur und De Graafschap werden ebenfalls voraussichtlich rechtliche Schritte einleiten. "Das fühlt sich wie die größte Schande in der Geschichte des niederländischen Sports an", sagte Cambuur-Manager Henk De Jong im niederländischen Fernsehen. Seine Mannschaft hatte elf Punkte Vorsprung auf die Play-off-Plätze, als die Liga unterbrochen wurde. Die niederländische Regierung hatte Großveranstaltungen bis zum 1. September verboten. Der Saisonabbruch war danach nur noch Formsache. Cambuurs Meisterschaft sowie der Aufstieg waren damit zunichtegemacht. 

Umfrage: Deutliche Mehrheit hält DFL-Quarantänepläne für falsch

Die Bundesbürger reagieren laut einer Umfrage teilweise mit Unverständnis auf die Pläne der Deutschen Fußball Liga (DFL) zur Fortsetzung der Saison. Demnach sind 90 Prozent der Befragten dafür, bei Coronavirus-Infektionen von Profis die gesamte Mannschaft für 14 Tage in Quarantäne zu schicken. Das ergab eine repräsentative Umfrage von infratest dimap im Auftrag der ARD-"Sportschau". Nach den DFL-Plänen soll die unterbrochene Saison im Mai mit Geisterspielen fortgesetzt werden. Dabei ist vorgesehen, bei möglichen Infektionen nur die jeweiligen Spieler in Quarantäne zu schicken.

Deutsche Handballer für WM 2021 qualifiziert

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Männer hat am grünen Tisch das Ticket für die Weltmeisterschaft 2021 in Ägypten (14. bis 31. Januar) gelöst. Die Europäische Handball-Föderation EHF strich angesichts der Coronakrise die Play-offs der europäischen Nationen und vergab ihre Plätze auf Grundlage der Platzierungen bei der EM 2020.

Beim Turnier in Österreich, Schweden und Norwegen hatte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) den fünften Platz belegt. Neben dem Team von Bundestrainer Alfred Gislason sicherten sich als weitere europäische Nationen Slowenien, Portugal, Schweden, Österreich, Ungarn, Weißrussland, Island, Tschechien und Frankreich auf diese Weise ihre WM-Teilnahme. Spanien, Kroatien und Norwegen hatten ihr Ticket bereits dank ihrer EM-Platzierungen gelöst, Dänemark war als Titelverteidiger gesetzt.

French Open erneut verschoben

Die French Open der Tennis-Profis in Paris sollen nun noch eine Woche später stattfinden als zwischenzeitlich geplant. Um nicht mit der Tour de France zu kollidieren, planen die Organisatoren den Beginn des Turniers in Roland Garros für den 27. September, Finaltag wäre demnach der 11. Oktober. Dies berichtet die Zeitung "Le Parisien". Der zweite Grand Slam des Jahres hätte vom 24. Mai bis 7. Juni ausgetragen werden sollen, war wegen der Corona-Pandemie dann aber vom 20. September bis 4. Oktober angesetzt worden.

Gesundheitsexperte warnt: Bundesliga-Neustart ist gefährlich

Karl Lauterbach lehnt einen Neustart der Fußball-Bundesliga auch aus Gründen der Vorbildfunktion ab. "Wir müssen den jungen Leuten die Botschaft vermitteln: Haltet Abstand, tragt einen Mundschutz, das Virus ist gefährlich", sagte der SPD-Gesundheitsexperte am Freitag in einem Interview des Bayerischen Rundfunks. "Alle drei Botschaften werden durch einen Bundesliga-Start konterkariert."

Da werde kein Abstand gehalten, man gehe in den Zweikampf. Es werde kein Mundschutz getragen. "Wir würden unsere eigenen Botschaften in Frage stellen, wenn wir jetzt für den Fußball eine schlecht vorbereitete Ausnahme machen", meinte Lauterbach.

RKI sieht in Bundesliga-Restart-Konzept "vernünftige Überlegungen"

Das Konzept der Deutschen Fußball Liga für die Wiederaufnahme des Bundesliga-Spielbetriebs ist beim Robert Koch-Institut (RKI) allem Anschein nach positiv aufgenommen worden. "Das scheinen mir durchaus vernünftige Überlegungen zu sein", sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Freitag über das Dokument, das die DFL am Donnerstag vorgestellt hatte: "Aber es ist nicht die Zuständigkeit des RKI, sich weiter dazu zu äußern."

Mit dem 41-seitigen Strategiepapier will die DFL die Politiker davon überzeugen, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte allerdings gesagt, dass sie und die Ministerpräsidenten der Länder wohl erst am 6. Mai über weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen beraten.

Ramelow gegen Pläne zur Fortsetzung der Fußball-Bundesliga

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat die Pläne zur Fortsetzung der Fußball-Bundesliga im Mai kritisiert. "Ich bin dagegen, dass wir zuerst diejenigen privilegieren, die am meisten Geld auf den Tisch legen", sagte der Ministerpräsident am Freitagmorgen in einem Interview bei MDR Aktuell. Grundsätzlich unterstrich Ramelow: "Beim Wiedereintritt in den Alltag sollten wir uns nicht mit Geschwindigkeit überbieten." Maßgeblich sei, was zur Eindämmung des Coronavirus helfe.

Leichtathletik-EM in Paris abgesagt – Vorerst kein neuer Termin

Die für Ende August 2020 in Paris geplanten Leichtathletik-Europameisterschaften sind wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Wie der Kontinentalverband European Athletics am Donnerstagabend weiter mitteilte, wurde die Entscheidung aufgrund "einer beispiellosen Gesundheitskrise" getroffen. Die mit der Pandemie verbundenen Risiken seien "noch lange nicht unter Kontrolle".

Malaika Mihambo: Deutschlands Leichtathletik-Star wird auf die diesjährige EM verzichten müssen. (Quelle: imago images/Beautiful Sports)Malaika Mihambo: Deutschlands Leichtathletik-Star wird auf die diesjährige EM verzichten müssen. (Quelle: Beautiful Sports/imago images)

Deshalb habe die Gesundheit der Menschen und der Kampf gegen die Pandemie absolute Priorität und stehe "vor jeder anderen Überlegung". Ein möglicher neuer EM-Termin wurde in dem Statement nicht genannt.

Bericht: Nur rund ein Drittel der TV-Gelder fließt zunächst an die Klubs

Die noch ausstehenden TV-Gelder werden offenbar nicht direkt in vollem Umfang an die Vereine der Fußball-Bundesliga und der 2. Liga ausgezahlt. Wie der "Kicker" berichtet, werden die Klubs "erst einmal rund ein Drittel der Summe erhalten, die für den letzten Saisonabschnitt seitens der Medienpartner noch fällig wäre". Der Rest soll demnach partiell pro ausgetragenem Spieltag ausbezahlt werden.

Bericht: Eurosport verweigert DFL Zahlung von TV-Geldern

DFL-Boss Christian Seifert verkündete auf einer Pressekonferenz, dass das Liga-Unternehmen sich trotz momentaner Spielpause mit allen Medienpartnern auf ausstehende Zahlungen geeinigt habe. Einzig ein TV-Lizenzinhaber zeige sich nicht kompromissbereit. Wie die "Bild" nun berichtet, soll es sich dabei um den Sender Eurosport handeln. 

Dem Bericht zufolge muss Eurosport, das seine Sublizenz vor Saisonbeginn an den Streaminganbieter DAZN abgetreten hat, der DFL für diese Spielzeit 30 Millionen Euro zahlen. Der Sender weigere sich jedoch, die letzte ausstehende Rate auszuzahlen. Wie der Konflikt gelöst werden soll, konnte weder Seifert noch der Bericht der "Bild" beantworten.

Legendäre Spielstätte heißt nun "Kommt-Gesund-Wieder-Stadion"

Das Stadion des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach firmiert künftig unter einem neuen Namen. Der bisherige Namensgeber, ein lokales Geldinstitut, kündigte am Donnerstag inmitten der Corona-Krise die Umbenennung der Spielstätte in "Kommt-Gesund-Wieder-Stadion" an. Parallel zur Umbenennung wird eine Spendenaktion gestartet.

Jean Todt fürchtet schwere Folgen für die Formel 1

Präsident Jean Todt vom Automobil-Weltverband FIA befürchtet im Zuge der Corona-Krise große Verwerfungen in der Formel 1. "Im schlimmsten Szenario wäre die Formel 1, wie wir sie heute kennen, nicht mehr möglich", sagte Todt im Interview mit "Motorsport aktuell".

FIA-Boss: Jean Todt befürchtet massive Auswirkungen der Corona-Krise auf die Formel 1. (Quelle: imago images)FIA-Boss: Jean Todt befürchtet massive Auswirkungen der Corona-Krise auf die Formel 1. (Quelle: imago images)

Ursächlich dafür wäre der Verlust einiger Teams, den man nicht ausschließen könne. "Ich hoffe, dass wir nicht in diese Situation kommen", sagte der Franzose: "Dann müssten wir uns mit den Inhabern der kommerziellen Rechte Grundsatzfragen stellen: Wie soll die Formel 1 der Zukunft aussehen?"

Spielergewerkschaft VDV sorgt sich um untere Ligen

Ulf Baranowsky bereitet als Geschäftsführer der Spielergewerkschaft VDV vor allem die Situation unterhalb der Bundesliga und 2. Liga Sorgen. "Kurzarbeit, auslaufende Verträge, Zukunftsängste: Die Situation ist insbesondere für Spieler in der dritten Liga und der Regionalliga schwierig", sagte Baranowsky der Tageszeitung "Die Welt". Die VDV versuche mit arbeitsrechtlicher Beratung, Laufbahncoaching und psychologischer Unterstützung zu helfen. Auch das VDV-Proficamp für vereinslose Spieler sei wieder geplant.

Unabhängig von der Pandemie haben die VDV in der laufenden Saison bereits vier Insolvenzverfahren begleitet. "In Wattenscheid und Erfurt musste sogar der Spielbetrieb eingestellt werden", merkte Baranowsky an und forderte ein Umdenken: "Seit Jahren ist zu beobachten, dass viele Klubetats auf Kante genäht sind. Für die Zukunft gilt es daher, den Fußball robuster aufzustellen." Hier biete sich die Krise als Chance an.

Hessischer Ministerpräsident von Fortsetzung der Bundesliga überzeugt

Der Ministerpräsident von Hessen, Volker Bouffier, ist von einer Wiederaufnahme der Spiele in der Fußball-Bundesliga überzeugt. "Ich halte es grundsätzlich für vertretbar. Entscheiden tun nur die Länder, die sind zuständig. Klug ist es, beieinander zu bleiben, die Beurteilung durch Bundesgesundheitsministerium und das RKI wird eine Rolle spielen", sagte Bouffier dem "FAZ-Podcast für Deutschland". "Alles, was ich gehört habe, lässt mich annehmen, dass sie zustimmen. Mein Eindruck ist, dass die meisten Ministerpräsidenten mitziehen", sagte Bouffier.

Zuvor hatten auch die Ministerpräsidenten von Bayern und Nordrhein-Westfalen, Markus Söder (CSU) und Armin Laschet (CDU), eine Aufnahme von Geisterspielen im Mai in Aussicht gestellt.

Nordirland-Trainer tritt wegen Corona zurück

Michael O'Neill gibt seinen Job als Trainer der nordirischen Fußball-Nationalmannschaft auf. Grund für den Schritt des 50-Jährigen, der zudem den englischen Zweitligisten Stoke City betreut, ist die durch die angedachte Neugestaltung des internationalen Kalenders zu erwartende Doppel-Belastung. Ein Nachfolger ist laut Verband noch nicht gefunden.

Ursprünglich sollte O'Neill den 36. der FIFA-Weltrangliste auch noch in den Play-offs für die auf 2021 verlegte EM betreuen. Diese sollen nach den jüngsten Gedankenspielen der Europäischen Fußball-Union (UEFA) aber wegen der Corona-Pandemie erst nach dem für September angedachten Start der neuen Nations-League-Saison ausgetragen werden. Bei Terminen im Oktober/November stünde O'Neill voraussichtlich bei Stoke in der Pflicht.

CHIO endgültig abgesagt

Der CHIO in Aachen 2020 ist definitiv abgesagt worden. Das teilten die Organisatoren des Reitsport-Weltfestes mit. Zunächst hatte es geheißen, das größte Reitturnier der Welt werde auf einen späteren Zeitpunkt in 2020 verschoben.

"Die Gesundheit der Menschen steht über allem", sagte Frank Kemperman, Vorstandsvorsitzender des austragenden Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV). Seit den 1920er Jahren gibt es internationale Reitturniere in Aachen, unterbrochen nur während des Zweiten Weltkriegs von 1940 bis 1945. Doch völlig verzichten müssen die Fans des CHIO auf ihr Turnier nicht. "Wir werden einen virtuellen CHIO Aachen 2020 organisieren", sagte Geschäftsführer Michael Mronz. Auf der Webseite und in den sozialen Medien werde es die legendäre CHIO Aachen-Atmosphäre zumindest digital geben. In den nächsten Tagen stellen die Organisatoren das Projekt detaillierter vor.

Darts-WM in Hamburg wird verschoben

Die Mannschafts-Weltmeisterschaft der besten Darts-Spieler wird verschoben. Wie der internationale Dachverband PDC am Mittwoch mitteilte, kann das vom 18. bis 21. Juni in Hamburg geplante Turnier wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Es bestehe Hoffnung, "das Event auf einen späteren Termin in 2020 zu legen", hieß es in der PDC-Mitteilung. Im vergangenen Jahr hatte sich erstmals Schottland mit Gary Anderson und Peter Wright den Titel geholt.

Fan-Vertreter über Geisterspiele: "Anhänger sind bereit, diese Kröte zu schlucken"

Sig Zelt von der Organisation ProFans sieht bei der Mehrheit der Fußball-Fans eine positive Haltung gegenüber möglichen Geisterspielen in der Coronavirus-Pandemie. "Es klingt absurd, nun neun Spieltage in leeren Stadien durchzuziehen, aber viele Anhänger sind trotzdem bereit, diese Kröte zu schlucken", sagte der Sprecher des Bündnisses in einem Interview mehrerer Zeitungen (Mittwoch). Dass Großveranstaltungen nun bis mindestens zum 31. August verboten seien, habe die Einsicht gefördert, "dass es sich um eine tiefgreifende Krise handelt."

Zuletzt hatte sich der Zusammenschluss "Fanszenen Deutschland" vehement gegen eine Fortführung der Saison ohne Zuschauer ausgesprochen. Das nehme er "nicht als Mehrheitsmeinung wahr", sagte Zelt, Anhänger von Bundesligist 1. FC Union Berlin. Die Fan-Organisation "Unsere Kurve" hatte zuletzt den Profifußball vor einer Wiederaufnahme der Bundesliga mit Geisterspielen unter Druck gesetzt und ein Umdenken gefordert.

Söder: RKI muss "grünes Licht" für Bundesliga geben

Nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) muss das Robert Koch-Institut (RKI) "sein grünes Licht" für den Neustart der Fußball-Bundesliga geben. "Wir brauchen die Expertise des Robert Koch-Instituts", sagte der 53-Jährige in den ARD-"Tagesthemen". "Es müssen klare Geisterspiele sein, der Personenkreis muss klar kontrollierbar sein. Es muss auch dafür gesorgt werden, dass vor den Stadien auch nichts stattfindet."

Einen "Blankoscheck" für die Clubs "nach dem Motto, egal, was passiert, es findet statt", werde es "natürlich nicht geben". Das Konzept der Deutschen Fußball Liga für den Neustart stehe "natürlich unter Bewährung", sagte Söder, die Lage müsse dann "von Spieltag zu Spieltag" beobachtet werden. RKI-Vizepräsident Lars Schaade hatte sich zuvor skeptisch zu dem Ligaplan geäußert, die Fußball-Profis ständig auf das neuartige Coronavirus testen zu lassen.

Gemeinsam mit seinem nordrhein-westfälischen Amtskollegen Armin Laschet (CDU) hatte Söder am Montag den 9. Mai als möglichen Termin für die Wiederaufnahme der Bundesliga ins Spiel gebracht. Das Bundesinnenministerium ist dagegen der Auffassung, dass noch kein konkreter Termin genannt werden solle. "Das Bundesinnenministerium ist weder rechtlich noch gesundheitspolitisch zuständig", sagte Söder. 

Nationalspieler Rüdiger hilft in Berlin

Fußball-Nationalspieler Antonio Rüdiger hat sich mit einer besonderen Aktion in die Riege prominenter Sportstars eingereiht, die sich in der Coronakrise sozial engagieren. Der Profi des englischen Spitzenklubs FC Chelsea finanziert für mindestens drei Monate die Verpflegung des medizinischen Personals auf einigen Stationen in seinem Geburtskrankenhaus, der Berliner Charité.

"Auch wenn ich inzwischen in London lebe, ist Berlin für mich immer noch eine sehr besondere Stadt", berichtete Rüdiger: "Wenn ich frei habe, bin ich noch oft dort. Ich habe Berlin sehr viel zu verdanken und helfe daher jetzt sehr gerne aus." Als sich die Lage auch in Berlin verschlimmert habe, habe er sich an die Charité gewandt, um zu erfahren, "wie und wo ich am besten unterstützen kann", sagte der 27-Jährige. Dabei sei ihm berichtet worden, dass die Verpflegung des Personals wegen der Schließung der Kantinen und des Wegfalls anderer Möglichkeiten "relativ kompliziert geworden ist". Rüdiger, der sich auch an der Aktion "WeKickCorona" beteiligt, hilft daher in Zusammenarbeit mit einem lokalen Caterer aus. Die Aktion lief kurz vor Ostern an.

FC Barcelona vergibt Namensrechte an Camp Nou

Der spanische Fußball-Meister FC Barcelona hat sich zu einem beispielhaften Hilfsakt mit hohem Symbolcharakter entschlossen. Der Klub von Weltstar Lionel Messi und Nationaltorwart Marc-Andre ter Stegen vergibt für die Saison 2020/21 erstmals die Namensrechte an seinem Stadion Camp Nou. Ein entsprechender Beschluss der Klubführung um Präsident Josep Bertomeu wurde am Dienstag bekanntgegeben.

Demnach soll die Stiftung des Vereins (Barca Foundation) einen Namenssponsor suchen, mit dessen Geldern der Kampf gegen die Pandemie sowohl in Katalonien als auch international unterstützt werden soll. Die Wendung "Camp Nou" soll im neuen Namen enthalten bleiben.

Berlin-Marathon im September muss ausfallen

Der Berlin-Marathon muss in diesem Jahr wegen der Corona-Krise abgesagt werden. Der Senat der Hauptstadt beschloss am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ein Verbot von Großveranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern bis zum 24. Oktober. Der Marathon sollte am 27. September stattfinden, im vergangenen Jahr waren 47.000 Teilnehmer an den Start gegangen.

Berlin ist eine der schnellsten Marathonstrecken. Am 16. September 2018 war der Kenianer Eliud Kipchoge in 2:01:39 Stunden den noch heute gültigen Weltrekord gelaufen. Im Vorjahr fehlten dem Äthiopier Kenenisa Bekele nur zwei Sekunden, um diese Marke zu verbessern. Im Zuge der Corona-Krise waren zuletzt auch zahlreiche andere Marathons abgesagt worden.

Medien: Real Madrid will bei Liga-Fortsetzung in Mini-Stadion spielen

Der spanische Fußball-Rekordchampion Real Madrid plant offenbar, bei Wiederaufnahme der Meisterschaft seine verbleibenden Heimspiele im vereinseigenen Trainingsstadion auszutragen. Wie mehrere spanische Medien berichteten, hat der Klub von 2014er-Weltmeister Toni Kroos einen entsprechenden Antrag beim Ligaverband LFP eingereicht, sollte die Saison wie erwartet vor leeren Rängen fortgesetzt werden.

Mini-Tribüne statt Bernabeu: Reals Estadio Alfredo di Stefano in Valdebebas fasst 6000 Zuschauer.  (Quelle: imago images)Mini-Tribüne statt Bernabeu: Reals Estadio Alfredo di Stefano in Valdebebas fasst 6000 Zuschauer. (Quelle: imago images)

Demnach möchten die Königlichen ihre Geisterspiele im 6000 Zuschauer fassenden Estadio Alfredo di Stefano in Valdebebas vor den Toren der spanischen Hauptstadt austragen. Dadurch würde man zugleich die Umbauarbeiten am 81.044 Zuschauer fassenden Estadio Santiago Bernabeu im Stadtzentrum beschleunigen.

Kein Meister in Handball-Bundesliga der Frauen

Anders als bei den Männern wird es in der abgebrochenen Handball-Bundesliga der Frauen (HBF) 2020 keinen deutschen Meister geben. Dies teilte die HBF mit. Maßgeblich für die Entscheidung sei, dass zum Zeitpunkt des Abbruchs noch fast ein Drittel der Saison zu spielen war und auch das Rückspiel zwischen dem Tabellenzweiten SG BBM Bietigheim und Spitzenreiter Borussia Dortmund noch ausstand. Der Verband hatte die Saison wegen der Coronakrise am 18. März nach 18 von 26 Spieltagen abgebrochen.

Tabellenführer Dortmund erhält mit einem Punkt Vorsprung allerdings das einzige Champions-League-Ticket für die kommende Spielzeit. Die dahinter liegenden Teams aus Bietigheim und von der TuS Metzingen qualifizieren sich für die European Handball League (EHL).

DFB-Star Popp schlägt gemeinsame Fußball-EM für Frauen und Männer vor

Noch steht die Neuterminierung der Frauenfußball-EM 2021 aus, doch Alexandra Popp hat eine interessante Idee ins Spiel gebracht. "Mein erster Gedanke war: Lasst doch die EM im gleichen Land mit der Männer-EM stattfinden, um ein Riesending daraus zu machen", sagte die Kapitänin des Fußball-Nationalteams.

Die Stürmerin vom Serienmeister VfL Wolfsburg gibt allerdings zu, dass ein solches Co-Turnier bei der kommenden paneuropäischen Endrunde der Männer "natürlich schwierig" umzusetzen sei. Doch generell glaubt sie, dass ein gemeinsames Großevent dem Frauenfußball nützen könnte: "Man könnte viel Fanszenerie mitnehmen, viel Emotionen und Aufmerksamkeit."

Wegen der Coronavirus-Pandemie hat der europäische Fußballverband Uefa die Männer-EM um ein Jahr in den Sommer 2021 verschoben und außerdem einen neuen Termin für die Frauen-EM in England angekündigt. Es zeichnet sich ab, dass das Turnier ebenfalls ein Jahr später stattfinden wird.

Wohl Gehaltskürzungen von über 30 Prozent in chinesischer Super League

Der chinesische Fußballverband hat den Vereinen der heimischen Super League enorme Gehaltskürzungen vorgeschlagen. Um den finanziellen Schaden während der Corona-Krise in Grenzen zu halten, sollen die Löhne von Spielern und Trainern in den oberen drei Ligen um mindestens 30 Prozent gesenkt werden. Dies berichteten chinesische Medien übereinstimmend.

In den kommenden Tagen sollen die Klubs dem Verband laut der Zeitung "People's Daily" zum vorgeschlagenen Modell Rückmeldung geben. Die Gehaltskürzungen sollen dabei keine Jugendspieler und sonstigen Vereinsmitarbeiter mit relativ niedrigem Salär treffen. Vielmehr sollen die Einsparungen hauptsächlich über die Löhne einiger Topspieler und Toptrainer erfolgen, die in den letzten Jahren mit riesigen Gehaltspaketen nach China gelockt wurden.

Alleine der Brasilianer Oscar soll bei Shanghai SIPG jährlich rund 25 Millionen Euro verdienen. Der Start der Super League war ursprünglich für den 22. Februar angesetzt, musste aber nach dem Ausbruch des Virus in Fernost auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Mittlerweile sind die Teams zumindest ins Training zurückgekehrt, die Spielzeit soll nun wohl Ende Juni oder Anfang Juli beginnen.

Fan-Organisation macht Druck auf Bundesliga

Die Fan-Organisation "Unsere Kurve" hat den Profifußball vor einer Wiederaufnahme der Bundesliga mit Geisterspielen unter Druck gesetzt und ein Umdenken gefordert. "Wir möchten nicht mehr über Symptome diskutieren, sondern endlich über die Krankheit und die Wege zur Gesundung des Fußballs sprechen. Vereine und Verbände sind herausgefordert, jetzt verbindliche Schritte zur Gesundung des Profifußballs einzuleiten und zu gehen", heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag. "Anders ist eine Akzeptanz für Maßnahmen zur Beendigung der laufenden Saison aus unserer Sicht nicht zu erreichen."

"Unsere Kurve" ist in der AG Fankulturen unter dem Dach der Deutschen Fußball Liga (DFL) und in der Ad-hoc-Gruppe Fan-Institutionen und Verbände zu Corona vertreten. Das Bündnis gilt als gemäßigt und hatte bisher ein klares Statement zu Spielen ohne Zuschauer gemieden. Vergangene Woche hatten sich "Fanszenen Deutschland" eindringlich gegen Geisterspiele ausgesprochen und ebenfalls ein Kulturwandel des Profigeschäfts gefordert.

US-Golfverband prüft Ryder-Cup-Austragung ohne Zuschauer

Dem Ryder Cup der Golfer droht eine Geisterkulisse. Wie der US-Verband PGA of America am Montagabend bestätigte, wird derzeit geprüft, ob der bedeutendste Teamwettbewerb der Welt ohne Zuschauer ausgetragen werden kann. Das im Zweijahres-Rhythmus stattfindende Prestigeduell zwischen den besten Golfern der USA und Europa soll vom 25. bis 27. September im US-Bundesstaat Wisconsin ausgetragen werden.

Der Ryder Cup ist gerade für Fans das Highlight im Golfkalender, die Atmosphäre ist vergleichbar mit der in einem Fußballstadion. "Es ist schwer, sich einen Ryder Cup ohne Fans vorzustellen", sagte PGA-Chef Seth Waugh deshalb gegenüber dem New Yorker Radiosender WFAN: "Wir haben begonnen darüber zu sprechen, ob wir zumindest ein virtuelles Fan-Erlebnis schaffen können. Wir werden versuchen, so kreativ wie möglich zu sein."

Um das Lesen zu erleichtern und die Ladezeiten zu verringern, beginnt die Redaktion den Newsblog an dieser Stelle neu. Meldungen vor dem 21. April können Sie in den vorherigen Newsblogs hier und hier nachlesen.

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