Newsblog zur US-Wahl

Bidens Wahlsieg in Bundesstaat Michigan zertifiziert

24.11.2020, 03:25 Uhr | dpa, AFP, rtr, t-online

Joe Biden hat bei der US-Wahl im Bundesstaat Michigan gewonnen: Das wurde nun offiziell bestätigt. (Quelle: Reuters)

Nun ist es offiziell bestätigt: Joe Biden hat bei der US-Wahl in Michigan gewonnen. Amtsinhaber Donald Trump prangert seit Wochen angeblichen Wahlbetrug in dem Bundesstaat an. Alle Infos im Newsblog.

Die Präsidentschaftswahl in den USA ist entschieden. Herausforderer Joe Biden von den Demokraten hat Amtsinhaber Donald Trump besiegt. Trump will die Wahl bislang nicht anerkennen und hat erneut beleglose Betrugsvorwürfe erhoben und Klagen angekündigt. 

 


Bidens Wahlsieg in Bundesstaat Michigan zertifiziert

Der US-Bundesstaat Michigan hat am Montag das Ergebnis der US-Präsidentenwahl mit dem Sieg von Joe Biden offiziell bestätigt. Der unterlegene Präsident Donald Trump erlitt damit einen weiteren Rückschlag bei seinen Versuchen, den Ausgang der Wahl am 3. November mit juristischen Attacken zu kippen. In einer live im Internet übertragenen Sitzung der Wahlkommission stimmten die zwei Demokraten und einer der beiden Republikaner für die Bestätigung der Ergebnisse. Ein republikanisches Mitglied enthielt sich.

Michigan bringt 16 Stimmen von Wahlleuten, die Mitte Dezember schließlich den Präsidenten wählen sollen. Für die Berufung werden 270 Stimmen von Wahlleuten benötigt, die gemäß dem Ergebnis in ihren Bundesstaaten abstimmen müssen. Biden brachte 306 Wahlleute hinter sich. In Michigan gewann er mit einem Vorsprung von mehr als 150.000 Stimmen.

Trumps Republikaner hatten versucht, mit Klagen die offizielle Anerkennung der Ergebnisse in Michigan hinauszuzögern, scheiterten jedoch in mehreren Anläufen vor Gericht. Trumps Anwälte verfolgten die Strategie, das Wahlergebnis in mehreren umkämpften Bundesstaaten komplett für ungültig erklären zu lassen. Stattdessen sollten dann örtliche Parlamente selbst Wahlleute ernennen, die dann für Trump stimmen. Experten gaben den Plänen kaum eine Chance angesichts einer dürftigen rechtlichen Grundlage. Trump hatte am Wochenende die republikanischen Spitzen des Abgeordnetenhauses und Senats von Michigan ins Weiße Haus geladen, sie unterstützen den Plan jedoch nicht.

Biden will transatlantische Beziehungen "wiederbeleben"

Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat sich für eine Stärkung des transatlantischen Verhältnisses ausgesprochen. Biden habe in einem Telefonat mit EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen seinen Willen zur "Vertiefung und Wiederbelebung" der Beziehungen zwischen der Europäischen Union und den USA bekräftigt, erklärte Bidens Übergangsteam am Montag. Von der Leyen sprach nach dem Telefonat von einem "neuen Beginn der globalen Partnerschaft" zwischen der EU und der USA.

EU-Ratspräsident Charles Michel, der ebenfalls mit Biden telefonierte, rief zum Wiederaufbau einer "starken Allianz" auf. Er lud den künftigen US-Präsidenten zu einem Treffen mit den EU-Staats- und Regierungschefs im kommenden Jahr in Brüssel ein. Die Europäer hoffen auf eine enge Zusammenarbeit mit Biden nach vier Jahren Differenzen und Affronts unter dem scheidenden US-Präsidenten Donald Trump.

Biden sprach am Montag auch mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg und sicherte ihm nach Angaben seines Teams die dauerhafte Unterstützung seiner künftigen Regierung zu. Er habe sich auch zur Beistandsklausel nach Artikel 5 des Nordatlantikvertrags bekannt.

Stoltenberg erwartet von Biden ähnlichen Druck wie von Trump

Auch der künftige US-Präsident Joe Biden dürfte ähnlich wie der amtierende Präsident Donald Trump nach Einschätzung der Nato von den Europäern eine Erhöhung ihrer Verteidigungsausgaben erwarten. Das sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). Trump habe "seinen eigenen Stil" gehabt und seine Erwartungen an die Europäer "ziemlich klar" ausgedrückt. "Aber ich bin sicher, dass der gewählte Präsident Biden die gleiche Erwartung an die europäischen Partner äußern wird", betonte Stoltenberg. Allerdings sei er sich sicher, dass die Nato mit Biden einen "starken Unterstützer der Allianz" bekomme, der die Nato sehr gut kenne.

Stoltenberg warnte vor Überlegungen, das Zwei-Prozent-Ziel bei den Verteidigungsausgaben der Nato-Staaten wegen des finanziellen Drucks durch die Corona-Krise in Frage zu stellen. "Die wichtigste Aufgabe der Nato ist zu verhindern, dass die Corona-Gesundheitskrise eine Sicherheitskrise wird. Deshalb müssen wir weiter mehr investieren", sagte er. Die Bedrohungen und Herausforderungen in Sicherheitsfragen seien während der Pandemie nicht weniger geworden.

Gleichzeitig warnte Stoltenberg in der Debatte um eine eigenständige europäische Sicherheitspolitik vor einer Schwächung der Nato und der Spaltung Europas. "Tatsache ist, dass die Europäische Union nicht Europa verteidigen kann." Die US-Sicherheitsgarantien, die nukleare Abschreckung und die Präsenz von US-Truppen in Europa seien "absolut notwendig für die Verteidigung Europas". Zuvor hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mit der Forderung nach einer "strategischen Autonomie" Europas eine kritische Debatte angestoßen. "Jeder Versuch, die Bindung zwischen Nordamerika und Europa zu schwächen, wird nicht nur die Nato schwächen – sie wird auch Europa spalten", betonte Stoltenberg.

Bidens UN-Kandidatin: Müssen Allianzen mit Verbündeten erneuern

Die voraussichtliche neue US-Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen hat Verbündeten ihres Landes eine Stärkung der zuletzt in Mitleidenschaft gezogenen Beziehungen versprochen. "Als US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen werde ich daran arbeiten, das Ansehen Amerikas in der Welt wiederherzustellen und die Beziehungen zu unseren Verbündeten zu erneuern", schrieb Linda Thomas-Greenfield am Montag bei Twitter.

Zuvor hatte der gewählte US-Präsident Joe Biden bestätigt, sich für die 68-Jährige als höchste US-Diplomatin bei den UN in New York entschieden zu haben. Sie muss noch durch den US-Senat bestätigt werden. Aus westlichen Kreisen im UN-Sicherheitsrat waren nach dem Aufkommen erster Gerüchte zur Besetzung des Postens positive Signale gekommen: Thomas-Greenfield sei eine erfahrene Berufsdiplomatin mit langjähriger Expertise auch hinsichtlich der Vereinten Nationen und speziellem Fokus auf Afrika. Dies mache sie bei einer Berufung sofort einsatzfähig.

Viele Diplomaten bei den UN halten die amtierende amerikanische Botschafterin und Trump-Spenderin Kelly Craft mangels diplomatischer Erfahrung für eine Fehlbesetzung.

Trump-Team trennt sich von umstrittener Anwältin

Wenige Tage nach einer aufsehenerregenden Pressekonferenz zu angeblichem Wahlbetrug hat US-Präsident Donald Trump die Zusammenarbeit mit der Anwältin Sidney Powell beendet. Powell arbeite nicht länger für Trumps Anwaltsteam und auch nicht für den Präsidenten persönlich, erklärte Trumps Privatanwalt Rudy Giuliani am Sonntag.

Powell hatte am Donnerstag an der Seite von Giuliani einen angeblichen Betrug bei der Präsidentschaftswahl am 3. November angeprangert. Die Anwältin behauptete, Trump habe seinen Herausforderer Joe Biden in Wirklichkeit mit großem Vorsprung geschlagen. Zudem äußerte sie die Vermutung, dass Kuba, Venezuela und andere "kommunistische" die Wahl mit Hackerangriffen zugunsten von Biden manipuliert hätten. Für ihre Behauptungen führte sie keinerlei Belege an.

Biden will am Dienstag erste Ministerkandidaten vorstellen

Der gewählte US-Präsident Joe Biden will am Dienstag seine ersten Kandidaten für Ministerämter in seinem Kabinett vorstellen. Das kündigte Bidens designierter Stabschef Ronald Klain am Sonntag im Gespräch mit dem Fernsehsender ABC an. Er wollte auf Nachfrage keine Angaben dazu machen, um welche Ressorts es sich handeln würde. Er wollte auch nicht verraten, wie viele Nominierungen Biden ankündigen würde. "Wir wollen ja, dass die Leute zuschauen", sagte er mit Blick auf die Ankündigung.

Es ist allerdings davon auszugehen, dass Biden zunächst die Besetzung eines oder mehrerer der wichtigeren Ressorts ankündigen wird. Dazu gehören unter anderem das Finanz-, Außen-, Verteidigungs-, Justiz- und das Heimatschutzministerium. Wegen der Corona-Pandemie wird auch die Nominierung für das Gesundheitsministerium mit Spannung erwartet. Als mögliche Finanzministerin unter Biden wurde zuletzt die Ex-US-Notenbankchefin Janet Yellen gehandelt.

Neue juristische Niederlage für Trump im Kampf gegen Wahlergebnisse

Ein Bundesgericht im US-Staat Pennsylvania hat dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump in seinem Kampf gegen die Wahlergebnisse eine weitere Niederlage verpasst. Trumps Anwälte hätten nur "bemühte rechtliche Argumente ohne Wert und spekulative Behauptungen" ohne Beweise vorgelegt, schrieb Richter Matthew Brann in einer am Samstagabend veröffentlichten Begründung seiner Entscheidung. Trump und seine republikanischen Verbündeten haben auch bei anderen Klagen in Michigan, Georgia, Nevada und in Pennsylvania bereits Niederlagen einstecken müssen.
 

 
Die von Trump gewünschte einstweilige Verfügung, um Pennsylvania von der Beglaubigung der Wahlergebnisse abzuhalten, wurde damit abgelehnt. Trumps Klage zielte auch darauf ab, Millionen Briefwahlstimmen möglicherweise für ungültig zu erklären. Die vorgelegten Argumente und Beweise hätten aber nicht mal dafür gereicht, die Stimme "eines einzigen Wählers" für ungültig zu erklären, schrieb der Richter. "Unser Volk, unsere Gesetze und Institutionen verlangen mehr", schrieb er.

In dem wichtigen Bundesstaat, der 20 Wahlleute zu vergeben hat, setzte sich der Demokrat Joe Biden durch. Biden kommt nach Prognosen der US-Medien inzwischen auf 306 Wahlleute, deutlich mehr als die zum Sieg nötige Mehrheit von 270 Stimmen. Trump weigert sich jedoch, seine Niederlage einzuräumen und behauptet, es habe bei der Wahl vom 3. November massiven Wahlbetrug gegeben. Er hat dafür jedoch keine stichhaltigen Beweise vorgelegt. Aus diesem Grund haben Richter bereits mehrere seiner Klagen abgewiesen.

Trumps Sohn Donald positiv auf das Coronavirus getestet

Der Sohn des amtierenden US-Präsidenten, Donald Trump Junior, hat sich Medienberichten zufolge mit dem Coronavirus infiziert. Er habe keine Symptome und sich selbst in Quarantäne begeben, sagte ein Sprecher. Ein Corona-Test sei bei ihm Anfang der Woche positiv ausgefallen, berichteten die Sender CBS und CNN sowie die "New York Times" am Freitagabend (Ortszeit) unter Berufung auf den Sprecher.

Der 42-Jährige hatte seinen Vater Donald Trump vor der Abstimmung am 3. November auch aktiv im Wahlkampf unterstützt. Er war in der Wahlnacht auch bei einer Party im Weißen Haus gewesen, nach der sich Medienberichten zufolge mehrere Menschen mit dem Coronavirus infiziert hatten, darunter auch Trumps Stabschef Mark Meadows. Auf Fotos war zu sehen gewesen, dass fast kein Gast eine Maske trug.

Der amtierende Präsident selbst musste im Oktober infolge einer Coronavirus-Infektion mehrere Tage im Krankenhaus behandelt werden. Damals hatten sich auch seine Frau Melania und sein jüngster Sohn Barron angesteckt.

Nach zweiter Auszählung: Bidens Sieg in Georgia bestätigt

Der Wahlsieg von Joe Biden im Bundesstaat Georgia ist offiziell bestätigt. Der zuständige Staatssekretär Brad Raffensperger habe die Ergebnisse amtlich zertifiziert, sagte Gouverneur Brian Kemp. Das weitere Verfahren sieht nun vor, dass Kemp binnen 24 Stunden die Zahlen bestätigt und damit die 16 Wahlleute des Bundesstaates beauftragt, am 14. Dezember für Biden als Präsidenten zu stimmen.

Der unterlegene Präsident Donald Trump hat danach Zeit bis inklusive Dienstag, eine Neuauszählung der Stimmen zu beantragen. Mehrere Klagen seiner Anwälte gegen die Wahlergebnisse waren in Georgia – genauso wie in mehreren anderen Bundesstaaten – vor Gericht gescheitert.

Georgia hatte bereits selbst eine Überprüfung der Stimmzettel durchgeführt. Danach schrumpfte der Vorsprung Bidens vor Trump von rund 14.000 auf 12.670 Stimmen, wie aus Angaben von Freitag hervorging. Der Grund war, dass Wahlkommissionen in zwei von Republikanern beherrschten Bezirken vergessen hatten, mehrere tausend ausgezählte Stimmen in die Rechnung aufzunehmen. Kemp kritisierte scharf, dass es Unregelmäßigkeiten in diesem Ausmaß gegeben habe.

Trump blockiert Amtsübergabe – Demokraten fordern Aufklärung 

Mehrere demokratische US-Abgeordnete haben in einem Brief eine Stellungnahme der Chefin der Behörde GSA gefordert, die die Übergabe der Amtsgeschäfte an den gewählten US-Präsidenten Joe Biden bislang verweigert. "Ihr Vorgehen, das zu einer Blockade des gesetzlich vorgeschriebenen Übergangs führt, hat schwerwiegende Folgen", schrieben die Abgeordneten im US-Repräsentantenhaus an die von Präsident Trump ernannte Behördenleiterin Emily Murphy. Sie forderten ein Gespräch mit Murphy bis Montag. Eine Vorladung zu einer öffentlichen Anhörung schlossen sie nicht aus.

In den USA beginnen normalerweise gleich nach der Wahl eines neuen Präsidenten die Vorbereitungen für den Machtwechsel. Die Behörde GSA hat Bidens Übergangsteam nach wie vor aber kein grünes Licht für die Zusammenarbeit mit Regierungsstellen gegeben. Eigentlich bekämen Biden und sein Team schon vor der Amtsübernahme Zugang zu Ministerien, Behörden und vertraulichen Informationen der Regierung. Die Übergangszeit von der Wahl bis zur Vereidigung beträgt mehr als zwei Monate.

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Das Gesetz zur Übergabe der Amtsgeschäfte räumt der GSA eine wichtige Rolle ein. Murphy muss nach der Wahl die Feststellung treffen, wer die "offensichtlich erfolgreichen Kandidaten" für das Präsidenten- und das Vize-Amt sind. Erst mit ihrem Schreiben, das normalerweise als Formalie angesehen wird, kann die Amtsübergabe formell eingeleitet werden. Murphy erkennt Biden und seine Vizepräsidentin Kamala Harris bisher nicht als Wahlsieger an. "Wir waren äußerst geduldig, aber wir können nicht länger warten", heißt es jetzt in dem Brief der Demokraten an Murphy. Es sei ihre Verantwortung, den Übergang einzuleiten.

Biden gewinnt Georgia auch nach zweiter Auszählung

Bei der US-Präsidentenwahl hat der Demokrat Joe Biden auch nach einer Neuauszählung der Stimmen in Georgia den Bundesstaat gewonnen. Dessen Innenminister Brad Raffensperger sagte am Donnerstag dem örtlichen Sender WSB-TV, der Unterschied zwischen der ersten und der zweiten Zählung würde "keinen Fingerhut" füllen. Es gebe "keinen Zweifel", dass der Bundesstaat am Freitag den Sieg Bidens über den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump formell bestätigen werde. Mehr dazu lesen Sie hier.

Biden: Nominierung für Finanzministerium ist beschlossen

Der designierte US-Präsident Joe Biden hat sich nach eigenen Worten darauf festgelegt, wem er in seiner künftigen Regierung das Finanzministerium anvertrauen wird. "Wir haben diese Entscheidung gefällt", sagte Biden am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Washington. Sowohl der moderate wie auch der linke Flügel der Demokratischen Partei werde mit der Wahl zufrieden sein. Biden kündigte an, entweder vor dem am kommenden Donnerstag anstehenden Thanksgiving-Feiertag oder danach bekanntzugeben, wer die Leitung des Schlüsselressorts übernehmen soll.

Anwärter auf den Posten sind unter anderem die ehemalige Notenbank-Chefin Janet Yellen, Fed-Direktorin Lael Brainard, der Chef der Notenbank von Atlanta, Raphael Bostic, und die ehemalige Fed-Direktorin Sarah Bloom Raskin. Bidens Auswahl muss vom Senat bestätigt werden. Biden äußerte sich auf der Pressekonferenz auch kurz zum Kurs der US-Notenbank. Er denke, es sei "bislang positiv" gewesen, wie die Fed die Zinspolitik gehandhabt habe. 

Trump-Team zieht Klage gegen Wahlausgang in Michigan zurück

Das Wahlkampfteam des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump hat im US-Bundessstaat Michigan eine Klage im Zusammenhang mit der Wahl vom 3. November zurückgezogen. Trumps Anwalt Rudy Giuliani begründete den Schritt am Donnerstag damit, dass das Ziel der Klage erreicht worden sei: Es sei verhindert worden, dass im Bezirk Wayne County um die Metropole Detroit die Ergebnisse "vorzeitig zertifiziert" würden, so Giuliani. Es habe sichergestellt werden müssen, dass "alle legalen Stimmzettel gezählt und alle illegalen Stimmzettel nicht gezählt" würden. Zuvor hatte ein Gericht allerdings den Antrag von Trumps Team abgewiesen, die Zertifizierung des Wahlergebnisses in Wayne County zu untersagen.

Giuliani sorgt mit Verbalattacken auf Journalisten und Demokraten für Aufsehen

Der Privatanwalt von US-Präsident Donald Trump, Rudy Giuliani, hat auf einer Pressekonferenz zu angeblichem Wahlbetrug mit wüsten Verbalattacken auf die US-Demokraten und auf Journalisten für Aufsehen gesorgt. Der frühere New Yorker Bürgermeister warf anwesenden Reportern in der Hauptstadt Washington am Donnerstag einen "krankhaften Hass" auf Trump vor, kritisierte Medien für "hysterische" Berichterstattung über den Präsidenten und bezichtigte eine Journalistin wiederholt der "Lügen". Giuliani warf den Medien auch vor, "Zensur" zu betreiben. Hier lesen Sie mehr.

Trump beantragt Neuauszählung in zwei Wahlkreisen in Wisconsin

US-Präsident Donald Trump beantragt nach seiner Wahlniederlage eine Neuauszählung der Stimmen in zwei Wahlkreisen im Bundesstaat Wisconsin. Das Team des Wahlverlierers führte am Mittwoch angebliche "illegale" Vorgänge rund um die Briefwahl in dem Bundesstaat auf, den Trumps Herausforderer Joe Biden knapp gewonnen hatte. Die Stimmauszählung wird in den Wahlkreisen Milwaukee und Dane verlangt. Dort hatte Biden mit großem Vorsprung gesiegt. Das Trump-Team erklärte, es habe dort die "schlimmsten Unregelmäßigkeiten" gegeben.

Das Wahlkampfteam überwies nach eigenen Angaben drei Millionen Dollar, um die Kosten der Neuauszählung abzudecken. In Wisconsin müssen die Antragsteller die Kosten für die Neuauszählung übernehmen, es sei denn, der Wahlausgang ist extrem knapp. In diesem Fall übernimmt der Bundesstaat die Kosten.

Biden hatte Wisconsin im Mittleren Westen bei der Wahl vom 3. November mit rund 20.000 Stimmen Vorsprung vor Trump gewonnen. Experten erwarten nicht, dass eine Neuauszählung das Ergebnis maßgeblich verändern wird. In der Regeln verändern Neuauszählungen US-Wahlergebnisse nur um einige hundert Stimmen. Auch im Bundesstaat Georgia, wo am Freitag wegen des engen Wahlausgangs eine Neuauszählung gestartet wurde, dürfte der Biden-Sieg nicht in Frage stehen.

Oberstes Gericht von Pennsylvania befasst sich mit Trump-Klage zur Wahl

Der Streit über den knappen Ausgang der US-Präsidentenwahl in Pennsylvania geht vor das Oberste Gericht des Bundesstaates. Es nahm am Mittwoch einen Antrag des Wahlkampfteams von Amtsinhaber Donald Trump an, das Urteil eines untergeordneten Gerichts zu prüfen. Dieses hatte am Freitag einen Antrag verworfen, 8.329 Stimmzettel aus Philadelphia für ungültig erklären zu lassen, weil auf den dazugehörigen Umschlägen gedruckte Angaben wie Namen, Datum und Adresse fehlten.

Eine Entscheidung des Obersten Gerichts könnte auch Stimmzettel in anderen Wahlkreisen des Staates berühren, allerdings war zunächst unklar wie viele. Nach den bislang vorliegenden Ergebnissen führt der Demokrat Joe Biden in Pennsylvania mit etwa 82.000 Stimmen. Der Ausgang in dem Bundesstaat gilt als kritisch für den Versuch Trumps, die Abstimmung mit Hilfe zahlreicher Klagen doch noch für sich zu entscheiden. Hier sind 20 Wahlleute zu vergeben. Nach dem bisherigen Stand der Präsidentenwahl führt Biden vor Trump mit insgesamt 306 zu 232 Wahlleuten. 

Pelosi als Präsidentin des Repräsentantenhauses bestätigt

Nancy Pelosi ist von den Demokraten einstimmig als Kandidatin für das Amt der Präsidentin des Repräsentantenhaus für zwei weitere Jahre bestätigt worden. Auf ihrer Agenda für die kommende Amtsperiode stünden die Verabschiedung eines Gesetzes zur Reform der Strafverfolgung sowie Änderungen der Gesetzgebung bei den Themen Gesundheit und Umwelt ganz oben, sagte Pelosi am Mittwoch. "Wir haben hier das Coronavirus, das die Ungerechtigkeit in unserem Gesundheitssystem zeigt, die wir angehen müssen, um das Virus zu bekämpfen, unsere Helden zu ehren und um wieder Geld in die Taschen des amerikanischen Volkes fließen zu lassen", ließ die 80-Jährige über ihr Büro mitteilen.

Der gewählte demokratische Präsident Joe Biden sprach Pelosi seine Glückwünsche zur Wahl aus. "Er freut sich darauf, mit ihr und der demokratischen Führung im Haus an einer gemeinsamen Agenda zu arbeiten, um Covid-19 unter Kontrolle zu bringen und unsere Wirtschaft wieder und besser aufzubauen", heißt es in der Erklärung. Demokraten und Republikaner liegen seit Monaten wegen eines neuen Corona-Hilfspakets über Kreuz. Falls in den kommenden Wochen keine Einigung erzielt werden kann, werden die Finanzhilfen voraussichtlich Anfang 2021 ganz oben auf der Tagesordnung stehen.

Das gesamte Repräsentantenhaus muss Anfang Januar noch für Pelosi stimmen. Trotz Sitzverlusten der Demokraten konnte Bidens Partei in der Kammer ihre Merheit sichern. Es wird daher erwartet, dass sich Pelosi bei der Abstimmung gegen der republikanischen Kandidaten durchsetzen wird. 

Biden stellt Team fürs Weiße Haus vor

Gut zwei Monate vor seiner Amtseinführung hat der gewählte US-Präsident Joe Biden weitere Mitglieder seines Teams im Weißen Haus vorgestellt. Die bisherige Wahlkampfmanagerin des Demokraten, Jen O'Malley Dillon, soll stellvertretende Stabschefin werden, der Kongressabgeordnete Cedric Richmond soll die Position eines ranghohen Beraters einnehmen, wie Biden mitteilte. Die bisherige leitende Anwältin seines Wahlkampfteams, Dana Remus, soll demnach auch im Weißen Haus das Team der Juristen leiten.

Cedric Richmond: Der Kongressabgeordnete soll die Position eines ranghohen Beraters einnehmen. (Quelle: Patrick Semansky/Reuters)

Der bisherige Chefstratege des Wahlkampfteams, Mike Donilon, soll künftig ebenfalls die Rolle eines ranghohen Beraters einnehmen. Als Berater will Biden zudem Steve Ricchetti mit in die Regierungszentrale in Washington bringen. Dieser unterstützte Biden bereits im Wahlkampf und hatte auch schon für ihn gearbeitet, als Biden unter Präsident Barack Obama Vizepräsident gewesen war.

Die bisherige stellvertretende Wahlkampfmanagerin Julie Rodriguez soll demnach als Direktorin für die Beziehungen zu den Verantwortlichen der Bundesstaaten, Bezirke, Kommunen und Stämme verantwortlich sein. Biden hatte bereits vergangene Woche angekündigt, dass er Ron Klain als Stabschef ins Weiße Haus holen wird. Klain war von 2009 bis 2011 Bidens erster Stabschef als Vizepräsident gewesen. Später arbeitete er im Weißen Haus unter anderem als Koordinator des Einsatzes gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika (2014-2015).

Widerspruch beim Thema Wahlbetrug: Trump feuert Behördenchef

Der amtierende US-Präsident Donald Trump feuert den Chef der Cybersicherheitsagentur des Heimatschutzministeriums. Chris Krebs' Äußerung, wonach die Präsidentenwahl nicht manipuliert worden sei, sei "hochgradig unzutreffend", schrieb Trump am Dienstagabend (Ortszeit) auf Twitter. Es habe "massive Unregelmäßigkeiten" gegeben, auch Verstorbene hätten ihre Stimme abgegeben, behauptete Trump. Krebs sei deswegen "mit sofortiger Wirkung" entlassen worden, schrieb er. Twitter versah die Meldung mit einem Warnhinweis. Hier lesen Sie mehr.

Trump will per Klage Wahl-Ergebnis in Nevada notfalls annullieren

Das Wahlkampfteam des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump geht nun auch im US-Bundesstaat Nevada per Klage gegen den Sieg des gewählten Präsidenten Joe Biden vor. Die Republikaner fordern, dass per gerichtlicher Anordnung Trump "zum Wahlsieger in Nevada erklärt wird" oder dass alternativ die Ergebnisse des Wahlausgangs annulliert werden und kein Sieger bestätigt wird. Dies geht aus der Klageschrift hervor, die von einer Gruppe republikanischer Wahlmänner am Dienstag eingereicht wurde.

Darin wird aufgeführt, dass "Betrug und Missbrauch die besagten Ergebnisse der Wahlen in Nevada rechtswidrig machen". Die Wahl sei durch eine fehlerhafte Maschine zur Überprüfung der Unterschriften der Wahlberechtigten manipuliert worden. Weiter heißt es, dass offiziellen Wahlbeobachtern der Zugang zur Auszählung des Urnengangs verweigert wurde.

Die Klage scheine darauf zu basieren, "falsche Anschuldigungen ohne Kenntnis der Tatsachen aus erster Hand nachzuplappern", sagte Dan Kulin, ein Sprecher der Wahlabteilung des Bezirks Clark County in Nevada. Die Trump-Anhänger würden Anschuldigungen wiederholen, die die Gerichte bereits zurückgewiesen hätten. In Pennsylvania, Michigan und anderen Bundesstaaten waren Klagen gegen das Wahlergebnis mit ähnlichen Vorwürfen bislang gescheitert. Biden lag in Nevada nach offiziellen Angaben mit 33.596 Stimmen vor Trump.

Trump will Tausende Soldaten aus Afghanistan und Irak abziehen

Im Wahlkampf 2016 hatte Donald Trump versprochen, alle US-Truppen aus Ländern wie Afghanistan nach Hause zu holen. Kurz vor Ende seiner Amtszeit will der US-Präsident nun Fakten schaffen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Trump-Vertraute machen Druck auf Wahlaufseher in Georgia

Nach der Niederlage von Donald Trump gegen Joe Biden im Bundesstaat Georgia bei der US-Wahl machen Vertraute des amtierenden Präsidenten Druck auf den dortigen Wahlaufseher. Staatssekretär Brad Raffensperger sagte der "Washington Post" am Montag, der US-Senator Lindsey Graham habe ihn in einem Gespräch gefragt, ob er nicht die Befugnis dazu habe, bestimmte Briefwahlstimmzettel während der laufenden Neuauszählung wegzuwerfen.

Graham dementierte die Vorwürfe und sagte, er habe lediglich verstehen wollen, wie die Behörden die Unterschriften auf den Umschlägen der Briefwahlzettel verifizieren würden, wie unter anderem das "Wall Street Journal" berichtete. Raffensperger, der ebenfalls Republikaner ist, hielt am Dienstag im Sender CBS an seiner Darstellung fest.

Graham habe ihm gegenüber angeregt, die Stimmzettel aus solchen Bezirken wegzuwerfen, in denen es besonders häufig Abweichungen zwischen den Unterschriften auf dem Umschlag und den bei den Behörden hinterlegten gegeben habe. Raffensperger habe Graham erklärt, dass die Wahlzettel im Nachhinein nicht mit dem dazugehörigen Umschlag in Verbindung gebracht werden können, da es sich schließlich um eine geheime Wahl handele.

Wisconsin: Neuauszählung würde Trump Millionen kosten

Die von Donald Trump geforderte Neuauszählung aller Stimmen im US-Bundesstaat Wisconsin würde nach Angaben der Behörden rund 7,9 Millionen Dollar (6,7 Millionen Euro) kosten. Bislang gebe es noch keinen Antrag auf eine Neuauszählung, erklärte die Leiterin der Wahlbehörde, Meagan Wolfe, am Montag (Ortszeit). Noch ausstehende Endergebnisse würden bis Dienstag erwartet, die Neuauszählung müsse daher bis Mittwoch beantragt und im Voraus bezahlt werden, erklärte sie.

In dem nördlichen Bundesstaat setzte sich der Demokrat Joe Biden mit einem knappen Vorsprung von 20.470 Stimmen oder 0,62 Prozent gegen den Republikaner Trump durch. Die Kosten einer Neuauszählung würden nur vom Staat getragen, wenn der Vorsprung weniger als 0,25 Prozent betragen würde. Sollte Trump die Neuauszählung wie angekündigt beantragen, wären seine Chancen, den Staat doch noch zu gewinnen, wohl verschwindend gering. Eine Neuauszählung der Stimmen nach der Wahl 2016 hatte nur eine Abweichung von 131 Stimmen festgestellt.

Trumps Wahlkampfteam hatte unmittelbar nach der Wahl vom 3. November angekündigt, eine Neuauszählung anzustreben. Die Republikaner haben seither intensiv um Spenden für die Kosten des juristischen Nachspiels der Wahl geworben – damit könnten also vermutlich Klagen und Neuauszählungen finanziert werden. Angesichts von Bidens Vorsprung blieb es jedoch unklar, ob Trump tatsächlich bereit wäre, die Kosten für eine Neuauszählung zu tragen. Wisconsin hat bei der Präsidentenwahl die Stimmen von zehn Wahlleuten zu vergeben. Nach den bisherigen Ergebnissen führt Biden landesweit mit 306 zu 232 Stimmen. Für den Sieg braucht er mindestens 270 Stimmen. Im südlichen Georgia, wo das Ergebnis ebenfalls knapp für Biden ausgefallen ist, wird es eine von dem Bundesstaat veranlasste Neuauszählung der Stimmen geben. Hier wurde der Staatssekretär massiv von Republikanern bedroht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Trump soll Militärschlag gegen den Iran erwogen haben

Im Januar muss US-Präsident Donald Trump das Weiße Haus verlassen. Plant er in seinen letzten Wochen noch eine Militäraktion? Eine Eskalation im Konflikt mit dem Iran würde dann sein Nachfolger Joe Biden erben. Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

Trump attackiert eine Firma, die Wahlmaschinen herstellt

US-Präsident Trump leugnet weiter seine Niederlage und spricht von massivem Wahlbetrug. Jüngstes Opfer seiner Anschuldigungen ist die Firma Dominion, die Wahlmaschinen herstellt. Was ist dran? Mehr dazu lesen Sie hier.

2.600 Stimmzettel in Georgia gefunden

Bei der Nachzählung im US-Bundesstaat Georgia wurden 2.600 bisher nicht gezählte Stimmen entdeckt. Der Fehler sei geschehen, weil Wahlhelfer vergessen haben sollen, Stimmen von einer Speicherkarte hochzuladen, berichtet die "New York Times". Die Stimmen wurden im Wahlkreis Floy County abgegeben, den Donald Trump klar vor Joe Biden gewonnen hat. Trump könnte hier seinen Vorsprung um 800 Stimmen auf Biden ausweiten. Einfluss auf das Gesamtergebenis in Georgia haben die Stimmen nur marginal. Trump liegt da rund 14.000 Stimmen hinter Biden.

Trumps Sicherheitsberater: Sieht gegenwärtig nach Biden-Sieg aus

Auch der Nationale Sicherheitsberater von Donald Trump sieht nach eigenen Angaben den Demokraten Joe Biden gegenwärtig als Sieger der Präsidentenwahl. Robert O'Brien sagte am Montag auf einer online übertragenen internationalen Veranstaltung, er hoffe zwar, dass Trump am Ende als Sieger dastehen werde. Wenn es jedoch eine neue Regierung geben sollte – "und offensichtlich sieht es im Moment danach aus" – werde der Nationale Sicherheitsrat für eine professionelle Übergabe sorgen, sagte O'Brien auf dem Global Security Forum.

Die bisherigen Auszählungsergebnisse lassen Datenanbietern und US-Medien zufolge auf einen eindeutigen Sieg Bidens schließen. Trump wiest dies zurück und spricht von Betrug. Am Montag erklärte er auf Twitter erneut: "Ich habe die Wahl gewonnen!" 

Biden warnt: Trumps Blockade könnte zu noch mehr Corona-Toten führen

Wegen der Weigerung von Amtsinhaber Donald Trump, die Übergabe der Regierungsgeschäfte einzuleiten, könnten nach Ansicht des gewählten US-Präsidenten Joe Biden noch mehr Menschen nach einer Corona-Infektion sterben. Sein Team müsse zum Beispiel Zugang zu den Plänen bekommen, aus denen hervorgehe, wie mehr als 300 Millionen US-Amerikaner geimpft werden sollten, sagte der demokratische Politiker am Montag in seiner Heimatstadt Wilmington. "Das ist ein riesiges, riesiges Unterfangen", betonte Biden. Hier lesen Sie mehr.

Trump-Regierung will Ölförderung in Alaska-Schutzgebiet anschieben

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will in ihrer verbleibenden Amtszeit noch den Beginn der Förderung von Öl und Erdgas in einem arktischen Naturschutzgebiet in Alaska ankurbeln. Das Innenministerium veröffentlichte am Montag einen Aufruf an Öl- und Gasfirmen, innerhalb von 30 Tagen Gebote für die Verpachtung der Bohrrechte abzugeben. Bei dem Gebiet handelt es sich um das Arctic National Wildlife Refuge im Nordosten des Bundesstaats. Die Rechte könnten somit womöglich noch vor dem Amtsantritt des gewählten Präsidenten Joe Biden am 20. Januar verkauft werden.

In dem Gebiet werden erhebliche Rohstoffvorkommen vermutet; über eine mögliche Ausbeutung wird seit Jahrzehnten gestritten. Trumps Regierung machte den Weg für Bohrungen 2017 mit einer Gesetzesänderung frei. Zunächst sollen bis zu acht Prozent des Naturschutzgebietes für Bohrungen genutzt werden können, wie das Innenministerium im August erklärt hatte. Das Naturschutzgebiet umfasst insgesamt rund 80.000 Quadratkilometer, was mehr als der Fläche Bayerns entspricht.

Obama: Denke nicht, dass Trump erfolgreich Realität leugnen kann

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat die Weigerung seines Nachfolgers Donald Trump kritisiert, dessen Niederlage bei der Präsidentenwahl einzugestehen. "Ich denke nicht, dass er Erfolg damit haben wird, die Realität zu leugnen", sagte Obama dem Hörfunksender NPR. Obama sagte, nach seiner Wahl ins höchste Amt der USA im Jahr 2008 habe die Regierung seines Vorgängers George W. Bush trotz der politischen Differenzen einen reibungslosen Übergang ermöglicht. "Das bedeutete, dass wir sofort voll einsatzfähig und in der Lage waren, effektiver zu reagieren", so Obama. Dies sei daher ein weiteres Beispiel dafür, wie "Donald Trumps Missachtung grundlegender demokratischer Normen dem amerikanischen Volk schadet".

Der Republikaner Trump weigert sich, den Wahlsieg des Demokraten Joe Biden anzuerkennen. Seine Regierung hat daher ein Schreiben noch nicht ausgestellt, mit dem die gesetzlich vorgesehene geordnete Amtsübergabe eingeleitet würde. Dadurch bekämen Biden und sein Team schon vor der Amtsübernahme am 20. Januar Zugang zu den Ministerien, Behörden und vertraulichen Informationen der Regierung.

Es beunruhige ihn, dass sich nicht mehr republikanische Führungskräfte klar für eine zügige Übergabe ausgesprochen hätten, denn "die Zeit, die in diesem Übergangsprozess verloren geht, hat Auswirkungen auf die reale Welt", sagte der Demokrat Obama weiter. "Wir befinden uns mitten in einer Pandemie. Wir befinden uns mitten in einer Wirtschaftskrise. Wir haben ernste Fragen, was die nationale Sicherheit angeht."

Trump auf Twitter: Biden hat gewonnen – durch Betrug

Der amtierende US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag in einem Tweet erstmals geschrieben, dass sein Herausforderer Joe Biden die Präsidentenwahl gewonnen habe – aber zugleich seine Vorwürfe bekräftigt, dass die Abstimmung manipuliert gewesen sei. Der Republikaner reagierte dabei auf einen Tweet, in dem sich ein Moderator des TV-Senders Fox News darüber wunderte, wie Biden vorn liegen könne, wenn er einen schwachen Wahlkampf geführt habe.

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Trump schrieb dazu: "Er hat gewonnen, weil die Wahl manipuliert war." Er wiederholt seine nach wie vor nicht belegten Vorwürfe, dass keine Wahlbeobachter zugelassen worden seien und eine bei der Auszählung verwendete Software die Ergebnisse verfälscht habe. Etwa eine Stunde später twitterte Trump erneut: "Manipulierte Wahl. Wir werden gewinnen!", schrieb er.

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Weiter schrieb er, dass er seine Wahlniederlage weiter nicht eingesteht: "Er hat nur in den Augen der Fake-News-Medien gewonnen. Ich gestehe gar nichts ein!" Trumps Anwälte führen diverse Klagen im mehreren Bundesstaaten. Erst in der Nacht zum Sonntag legte er den rechtlichen Kampf um die Wahlergebnisse in die Hand seines langjährigen Anwalts und Weggefährten Rudy Giuliani.

Trump-Team scheitert mit zehn Klagen in drei Bundesstaaten

Seit Tagen wiederholen Donald Trump und sein Team unbewiesene Vorwürfe des Wahlbetrugs. In etlichen Bundesstaaten, in denen Joe Biden nur knapp gewonnen hat, haben sie daher Klagen eingereicht – bisher größtenteils ohne Erfolg. Allein am Freitag wurden neun verschiedene Klagen entweder abgewiesen oder zurückgezogen, berichtet CNN. 

In Pennsylvania verlor die Trump-Kampagne insgesamt sechs Fälle im Montgomery und im Philadelphia County. Ziel der Kampagne war es, fast 9.000 Briefwahlstimmen nicht zählen zu lassen. Ein republikanischer Politiker und einige Wähler verloren zudem einen Prozess zu Briefwahlstimmen, die nach dem Wahltag eintrafen. Sie waren in diesem Fall nicht berechtigt zu klagen. 

In Michigan verloren Wahlbeobachter der Republikaner einen Prozess mit dem Ziel, die Ratifizierung von Stimmen zu stoppen. Der Richter wies die Betrugsvorwürfe zurück. In Arizona zog die Trump-Kampagne eine Klage zurück, nachdem klar wurde, dass sich an Bidens Wahlsieg in dem Bundesstaat nichts ändern würde. 

Trump bleibt bei Besuch von Unterstützer-Demo im Auto 

Der von US-Präsident Donald Trump angekündigte Besuch bei einer Demonstration seiner Anhänger in Washington hat sich auf eine Runde im gepanzerten Fahrzeug beschränkt. Auf Videos war zu sehen, wie Trump aus dem Wagen winkte. Die auf dem Freedom Plaza unweit des Weißen Hauses versammelten Trump-Fans riefen "Vier Jahre mehr!" und "Wir wollen Trump!". Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany sprach bei Twitter von einer Million Teilnehmer, Einschätzungen von Beobachtern und Medien reichten von einigen Tausend bis gut 10.000.

Trump-Unterstützer in Washington: Nach dem Besuch bei der Demo fuhr Trump weiter zu seinem Golf-Klub. (Quelle: Hannah McKay/Reuters)

Redner bei der Demonstration auf dem Freedom Plaza unweit des Weißen Hauses hielten sich an Trumps Darstellung, dass ihm der Sieg durch massiven Wahlbetrug genommen worden sein. Sie versprachen, weiterzukämpfen, und beschimpften Medien, die zu Unrecht Biden zum Wahlgewinner erklärt hätten. Viele Teilnehmer der Demonstration trugen keine Masken. Trump hatte in seinem Wahlkampf stets behauptet, die USA würden in der Pandemie bald über den Berg sein. 

Trump verbreitete zuletzt unter anderem unbelegte Gerüchte, dass bei der Stimmauszählung verwendete Software für ihn abgegebene Stimmen zugunsten von Biden umgewandelt habe. Der Hersteller des Programms, Wahlleiter sowie mehrere US-Regierungsbehörden wiesen das zurück. "Stoppt den Diebstahl!", war ein Motto für den Marsch der Trump-Anhänger am Samstag. 

Dutzende Staatsanwälte wollen US-Wahl nicht überprüfen

Zahlreiche Staatsanwälte wollen der Anordnung von Justizminister William Barr zur Überprüfung des Ergebnisses der US-Präsidentenwahl einem Zeitungsbericht zufolge nicht nachkommen. In einem gemeinsamen Brief forderten 16 Staatsanwälte Barr auf, seine Anweisung von Montag zurückzunehmen, berichtete die "Washington Post", die den Angaben zufolge das Schreiben einsehen konnte, am Freitag. Sie hätten keine Kenntnis von außergewöhnlichen Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung der Stimmen. Zudem würden sie durch die Anordnung in die Parteipolitik hineingezogen.

US-Präsident Donald Trump hat Datenanbietern und US-Medien zufolge die Wahl verloren. Edison Research zufolge kommt sein demokratischer Herausforderer Joe Biden auf insgesamt 306 Wahlleute, Trump auf 232. Nötig für einen Sieg sind 270 Wahlleute. Mehr dazu lesen Sie hier. 

Bislang hat Trump seine Niederlage aber noch nicht eingeräumt, sondern Klagen in mehreren Bundesstaaten eingereicht. Sein Wahlkampfteam hatte Wahlfälschung und Unregelmäßigkeiten bei der Stimmabgabe geltend gemacht. Experten erwarten nicht, dass die Klagen Aussicht auf Erfolg haben. Am Donnerstag hatten US-Sicherheitsbehörden Betrugsvorwürfe zurückgewiesen.

Am Freitag gab Trump einen kleinen Hinweis, dass er den Ausgang der Wahl doch akzeptieren könnte. In der Corona-Krise schloss er einen landesweiten Lockdown unter seiner Regierung aus. "Hoffentlich wird die, äh – was auch immer in der Zukunft passiert. Wer weiß, welche Regierung es sein wird. Die Zeit wird es zeigen", sagte Trump am Freitag bei seiner ersten Ansprache seitdem der Gesamtsieg von Biden am vergangenen Samstag feststand.

Nach Wahlkampf: Dutzende Secret-Service-Mitarbeiter mit Coronavirus infiziert

Nach den Wahlkampfreisen von Präsident Donald Trump sind laut US-Medien Dutzende Secret-Service-Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert oder in Quarantäne. Die Ausbreitung werde zumindest teilweise auf die Serie von Auftritten zurückgeführt, für die Trump vor der Präsidentenwahl quer durchs Land reiste, berichtete die "Washington Post" am Freitag unter Berufung auf informierte Personen. Nach Angaben der Zeitung sind 130 Mitarbeiter betroffen – rund zehn Prozent des Kern-Sicherheitsteams.

Nach Darstellung des Senders CNN geht es um "mehrere Dutzend" Mitarbeiter. Der Secret Service ist unter anderem dafür zuständig, wichtige Amtsträger wie den Präsidenten zu schützen. Bei Trumps Dutzenden Wahlkampfauftritten – er machte zum Teil mehrere pro Tag – mussten Sicherheitsleute mitreisen und wurden auch rund ums Podium positioniert. Von den anwesenden Trump-Anhängern trugen viele keine Masken und hielten auch keinen Abstand.

Trump war bereits vorgeworfen worden, unnötig Sicherheitsleute gefährdet zu haben, nachdem er während seiner Covid-19-Erkrankung mit ihnen in das Präsidentenfahrzeug stieg, um seine Fans vor den Krankenhaustoren zu begrüßen.

Trump äußert sich zur Corona-Situation 

US-Präsident Donald Trump schließt unter seiner Regierung einen landesweiten Lockdown kategorisch aus. Dieser werde unter keinen Umständen erfolgen, sagt er bei einer Erklärung zum Stand der Impfstoffentwicklung. Für den von Pfizer und Biontech entwickelten Wirkstoff erwarte er ein schnelle Notfallzulassung. Dies werde "extrem bald" geschehen, sagte Trump. Die jüngst von den Herstellern berichtete Wirksamkeit des Impfstoffs "übertrifft bei Weitem alle Erwartungen".

Die US-Regierung habe sich vertraglich bereits die Lieferung von 100 Millionen Impfdosen gesichert und habe die Option, schnell Millionen weitere Dosen zu bekommen, so Trump. Wer dann im Januar an der Regierung sei, werde sich zeigen müssen. Trump hat eine Niederlage bei der Präsidentenwahl Anfang November bislang nicht eingeräumt.

Biden fordert Sofortmaßnahmen gegen Corona von Trump

Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat dringende Sofortmaßnahmen der Regierung gegen die beschleunigte Ausbreitung der Corona-Pandemie gefordert. Nach einem Treffen mit seinem Corona-Expertenrat erklärte Biden am Freitag in einer schriftlichen Mitteilung, die von den Medizinern präsentierten Fakten seien alarmierend.

Die Krise erfordere eine sofortige, entschiedene Antwort der Regierung in Washington, sagte Biden. Leider gebe es diese bisher nicht. "Ich bin der gewählte Präsident, aber Präsident werde ich erst im nächsten Jahr sein", führte Biden mit Blick auf den Amtsantritt am 20. Januar aus. "Die Krise respektierte keine Termine im Kalender, sie beschleunigt sich jetzt."

Im ganzen Land zeigten Infektionen, Einweisungen in Krankenhäuser und Todesfälle eine steigende Tendenz, erklärte Biden. "Unsere Ärzte, Pflegekräfte und anderen Mitarbeiter im Gesundheitswesen stehen unter enormem und wachsendem Druck." Bis ein wirksamer Impfstoff gegen Covid-19 allgemein zur Verfügung stehe, werde es noch viele Monate dauern. "Dringendes Handeln ist heute geboten, jetzt, von der gegenwärtigen Regierung – angefangen mit einem Eingeständnis, wie ernst die gegenwärtige Lage ist."

Ergebnisse in den letzten zwei Staaten: Biden gewinnt Georgia, Trump gewinnt North Carolina

Es waren die letzten zwei Bundesstaaten, für die die US-Medien noch kein Ergebnis ausgerufen hatten: Georgia und North Carolina. Nun berichten CNN und NBC, dass Biden die Wahl in Georgia gewinnt, Trump die Wahl in North Carolina. Damit sind alle Wahlleute vergeben, Biden kommt auf 306, Trump auf 232.

Laut CNN kommt Biden in Georgia, das 16 Wahlleute zu vergeben hat, auf 49,5 Prozent, und liegt damit 0,3 Prozent oder etwa 14.000 Stimmen vor Trump. Hier steht jedoch noch eine bereits angekündigte Neuauszählung an. In North Carolina siegt Trump mit genau 50 Prozent und liegt so relativ deutlich vor Biden mit 48,6 Prozent.

Gericht weist Trump-Klage zurück: "Falsch und unglaubwürdig"

Das Wahlkampfteam von Donald Trump hat in Michigan eine Klage im Zusammenhang mit der US-Präsidentenwahl verloren. Ein Gericht des Bundesstaates wies den Antrag zurück, die Zertifizierung des Ausgangs in dem Wahlbezirk um die Großstadt Detroit zu untersagen. "Die Interpretation der Ereignisse durch den Kläger ist falsch und unglaubwürdig", befand Richter Timothy Kenny. Das Wahlkampfteam hatte Wahlfälschung und Unregelmäßigkeiten bei der Stimmabgabe geltend gemacht. 

Sprecherin: Trump wird bei seiner eigenen Amtseinführung anwesend sein

Das Weiße Haus hält weiter an der Darstellung fest, dass Präsident Donald Trump die Wahl gewonnen hat und vor seiner zweiten Amtszeit steht. "Ich denke, dass der Präsident bei seiner eigenen Amtseinführung anwesend sein wird", sagte seine Sprecherin Kayleigh McEnany am Freitag im Fernsehsender Fox Business News. Die Frage war, ob Trump zu der Amtseinführungsfeier am 20. Januar 2021 kommen werde - was die Zeremonie für Wahlsieger Joe Biden sein wird.

Trump ermutigt Anhänger zu Protestkundgebungen 

Nach seiner Niederlage bei der Präsidentschaftswahl hofft Amtsinhaber Donald Trump auf verstärkte Unterstützung seiner Anhänger. Einen Tag vor einer Demonstration gegen vermeintlichen Betrug bei der Präsidentschaftswahl am 3. November kündigte Trump auf Twitter an, er überlege, ob er "vorbeikommt und Hallo sagt". Trump schrieb am Freitag, er fühle sich ermutigt von "all der enormen Unterstützung da draußen, besonders auf Kundgebungen, die ganz natürlich überall im Land aufkommen". Ohne bisher einen Beleg angeben zu können, wiederholte der Präsident seinen Vorwurf: "Diese Wahl ist manipuliert gewesen."

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Unter dem Motto "Stop the Steal" (Beendet den Diebstahl) haben mehrere Gruppen für diesen Samstag im Zentrum von Washington zu einem "Marsch für Trump" aufgerufen. Eine Demonstration soll zum Sitz des Obersten Gerichtshofs der USA führen. Antifa-Gruppen haben zum Protest gegen die Kundgebung der Trump-Anhänger aufgerufen.

Erfolg für Trump in Pennsylvania: Einzelne Stimmen dürfen nicht gezählt werden

Erfolg für das Trump-Team im Bundesstaat Pennsylvania: Wie der Sender Fox News berichtet, hat ein Gericht dort nach einer Klage der Republikaner entschieden, dass einzelne Briefwahlstimmen nicht in das Wahlergebnis einfließen dürfen. Es geht um sogenannte vorläufige Stimmen, die ohne Identitätsnachweis abgegeben wurden.

Dieser Nachweis muss im Nachhinein erfolgen: Laut Gesetz in dem Bundesstaat haben Wähler dafür bis zu sechs Tage nach der Wahl Zeit. Die Staatssekretärin von Pennsylvania hatte diese Frist zwei Tage vor der Wahl bis zum 12. November verlängert, also auf neun Tage nach der Wahl. Dazu war sie dem Gericht zufolge nicht befugt. 

Entsprechende Stimmen dürfen nun nicht mitgezählt werden. Wie viele dies genau betrifft, ist noch unklar. Am Wahlausgang in Pennsylvania dürfte die Entscheidung jedoch nichts ändern. Den Zahlen des US-Senders CNN zufolge führt Biden in dem Bundesstaat mit fast 60.000 Stimmen.

Trump-Team stellt Wahlbetrugs-Hotline ein

Um Beweise für den angeblichen Betrug bei den Wahlen zu sammeln, hatte die Trump-Kampagne eine Hotline eingerichtet. Dort sollten Bürger ihre Hinweise melden. Angerufen haben jedoch vor allem Biden-Anhänger, die die Leitungen mit Scherzanrufen blockierten. Nun wurde die Hotline eingestellt, schreibt CNN. Stattdessen habe man eine Website eingerichtet, sagte ein Sprecher dem US-Sender.

Pelosi sichert Biden Unterstützung zu

Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus haben dem gewählten US-Präsidenten Joe Biden ihre entschiedene Unterstützung zugesagt. Bei allen Meinungsverschiedenheiten in den eigenen Reihen werde die Partei im Eintreten für die Interessen der arbeitenden Bevölkerung einen Konsens finden. "Joe Biden stiftet Einheit, er ist entschlossen, die Leute zusammenzubringen", sagte die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi am Freitag in Washington.

"Der gewählte Präsident Joe Biden hat ein starkes Führungsmandat und ein starkes demokratisches Repräsentantenhaus hinter sich", sagte Pelosi. "Wir haben nicht jede Schlacht im Haus gewonnen, aber wir haben den Krieg gewonnen", sagte die demokratische Politikerin mit Blick auf den Verlust von mindestens sieben Abgeordnetenmandaten bei gleichzeitiger Verteidigung der Mehrheit.

In der Fraktion gebe es nicht in jeder Hinsicht eine einstimmige Meinung, sondern "gesunde Meinungsverschiedenheiten", erklärte Pelosi. Die Demokraten seien keine Ja-Sager. Aber sie seien sich einig in dem Vorsatz, drängende Fragen anzupacken wie die Corona-Krise, die Klimakrise und die schwierige soziale Situation vieler Familien. "Die Ungleichheit der Einkommen in unserem Land muss angegangen werden."

Behörden in Georgia widerlegen Trump-Vorwürfe

Am Mittwoch hatte die Trump-Kampagne behauptet, die Identitäten von vier Verstorbenen seien benutzt worden, um Stimmen für Biden abzugeben. Laut CNN konnten die Verantwortlichen nun zwei der Fälle widerlegen, in den zwei verbleibenden Fällen werde weiter ermittelt. Im County Nicholson sagte die Wahldirektorin Jennifer Logan CNN, dass die fragliche Person bereits 2003 aus dem Wahlregister gestrichen worden sei. Im Newton County erklärten die Offiziellen, dass die Witwe eines Verstorbenen unter dem Namen ihres Mannes gewählt habe, allerdings mit dem Zusatz "Mrs.". Auch hier habe es damit keinen Betrug gegeben. 

Jetzt gratuliert auch China Biden zum Wahlsieg

Zehn Tage nach der US-Präsidentschaftswahl haben den gewählten US-Präsidenten Joe Biden nun auch Glückwünsche aus China erreicht: "Wir respektieren die Entscheidung des amerikanischen Volkes", sagte Außenamtssprecher Wang Wenbin bei einer Pressekonferenz in Peking. China gratuliere Biden und seiner künftigen Vize-Präsidentin Kamala Harris.

China hatte zunächst auf eine Anerkennung von Bidens Wahlsieg verzichtet. Der Sieg des Demokraten bei der Wahl am 3. November stand fest, seit er am vergangenen Samstag den wichtigen Bundesstaat Pennsylvania gewonnen und sich damit mehr als die für den Wahlsieg nötigen 270 Wahlleute gesichert hatte. Trump hat seine Niederlage bisher nicht eingestanden und behauptet, bei der Abstimmung sei massiv betrogen worden. Ranghohe Vertreter der US-Wahlbehörden betonten am Donnerstag, dass es dafür keinerlei Belege gebe.

Während Trumps Amtszeit hatte sich das Verhältnis zwischen Washington und Peking deutlich verschlechtert. Beide Seiten befinden sich in einem Handelskonflikt, auch gibt es diplomatische Spannungen wegen des Vorgehens der chinesischen Behörden in Hongkong und der Verfolgung der muslimischen Minderheit der Uiguren in der Provinz Xinjiang. Auch Biden hat ein entschlossenes Auftreten gegenüber China angekündigt. Zu Wochenbeginn hatte Außenamtssprecher Wang gesagt, seine Regierung hoffe, dass die neue US-Regierung China auf halbem Wege entgegenkommen werde.

Obama übt scharfe Kritik an Trump und den Republikanern

Die Republikaner stärken Donald Trump immer noch den Rücken. Der frühere US-Präsident Barack Obama hat dafür kein Verständnis. In seinem neuen Buch rechnet er mit Trump und dessen Partei ab. Hier lesen Sie mehr.

Biden gewinnt auch in Arizona

Der designierte US-Präsident Joe Biden hat dem Datenanbieter Edison Research zufolge auch die Wahl im hart umkämpften Bundesstaat Arizona gewonnen. Der Edison-Hochrechnung vom Donnerstagabend zufolge sichert sich der demokratische Politiker damit elf weitere Wahlleute und baut seinen Vorsprung vor dem republikanischen Amtsinhaber Donald Trump aus.

Er kommt so auf 290 Stimmen in dem Wahlkollegium, das den neuen Präsidenten kürt und liegt noch deutlicher über der für einen Sieg nötigen Mehrheit von mindestens 270 Stimmen. Auch bei der landesweiten Gesamtzahl der Stimmen liegt Biden mit einem Vorsprung von mehr als 5,2 Millionen Stimmen deutlich vorne.

US-Behörden weisen Trump zurecht

Donald Trump fühlt sich weiter ungerecht behandelt: Der US-Präsident hält an seinen Behauptungen vom Wahlbetrug fest. Mehrere Behörden widersprachen ihm nun vehement. Mehr dazu lesen Sie hier.

Trump macht sich nach seiner Wahlniederlage rar

Seit seiner Wahlniederlage ist Donald Trump kaum noch öffentlich zu sehen. Der Noch-Präsident vernachlässige seine Amtsgeschäfte, berichtet der US-amerikanische Fernsehsender CNN. Demnach finden sich im öffentlichen Kalender des US-Präsidenten kaum noch offizielle Termine. Und das schon seit dem 2. Oktober, als Trump positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Einzig zahlreiche Wahlkampfveranstaltungen im Vorfeld der Wahl am 3. November waren vermerkt.

Am Mittwoch trat Trump erstmals nach sechs Tagen wieder in der Öffentlichkeit auf, als er anlässlich des Veterans Day den Nationalfriedhof in Arlington besuchte. Die entsprechenden Aufnahmen finden Sie oben im Video. Gesprochen hat er dort nicht. Stattdessen versorgt er seine Twitter-Follower weiterhin mit Verschwörungstheorien zur Wahl. Am Wochenende wurde er zudem auf dem Golfplatz gesichtet. Es soll die 300. Runde während seiner Amtszeit gewesen sein, die Trump gespielt hat.

Republikanischer Gouverneur: "Joe Biden ist der gewählte Präsident"

Als einer der wenigen republikanischen Politiker hat der Gouverneur von Ohio, Mike DeWine, den Wahlsieg von Joe Biden öffentlich anerkannt. In einer Nachrichtensendung des Senders CNN wurde DeWine vom Moderator gefragt, wer seiner Meinung nach die Wahl gewonnen habe. "Sehen Sie, ich denke, wir müssen bedenken, dass der ehemalige Vizepräsident nun der gewählte Präsident ist. Joe Biden ist der gewählte Präsident". Weiter sagte DeWine, das Weiße Haus und der Präsident, also Donald Trump, haben jedes Recht vor Gericht zu ziehen.

Die republikansiche Partei tut sich bisher schwer damit, öffentlich einzugestehen, dass Trump die Wahl verloren hat. Außenminister Mike Pompeo sprach gar von einer zweiten Amtszeit Trumps.
 

 
Trump verwehrt Biden Zugang zu Glückwunsch-Telegrammen

Der gewählte US-Präsident Joe Biden kann einem Medienbericht zufolge wegen des Widerstands von Amtsinhaber Donald Trump bei der Regierungsübergabe auch einen ganzen Stapel an Glückwunschtelegrammen nicht entgegennehmen. Im US-Außenministerium befinde sich an Biden gerichtete Post von ausländischen Staats- und Regierungschefs, doch der Zugang dazu bleibe ihm verwehrt, berichtet der Sender CNN unter Berufung auf Beamte des Ministeriums. Bislang wird Biden die gesetzlich vorgesehene Unterstützung für eine geordnete Amtsübergabe ("transition") von Trumps Regierung verwehrt.

Auch Anrufe mit Glückwünschen zu seinem Wahlsieg, darunter von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), musste Bidens Team demnach bislang ohne die Unterstützung des Außenamts bei Logistik und Übersetzung entgegennehmen. Traditionell wird der gewählte US-Präsident bei der gesamten Kommunikation vom US-Außenministerium unterstützt, daher hätten zahlreiche Länder ihre Glückwunschtelegramme seit dem Wochenende dorthin zugestellt.

Biden sagt asiatischen Partnern enge Zusammenarbeit zu

Der künftige US-Präsident Joe Biden hat den US-Partnern im Asien-und-Pazifik-Raum eine enge Zusammenarbeit zugesagt. Der Demokrat telefonierte am Donnerstag mit den Staats- und Regierungschefs Australiens, Südkoreas und Japans. Sorgen der Verbündeten, die USA könnten sich aus bestehenden Verteidigungsbündnissen zurückziehen, trat Biden mit einem klaren Bekenntnis zu den Verpflichtungen seines Landes entgegen.

Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga sprach nach japanischen Regierungsangaben in dem Telefonat von einer "zunehmend ernsten Sicherheitslage" in der Region. Biden habe daraufhin sein "tiefes Bekenntnis zur Verteidigung Japans" sowie zu seit Jahrzehnten geltenden Verträgen hervorgehoben, erklärte Bidens Übergangsteam. Dies gelte auch für die Senkaku-Inseln, sagte Biden demnach weiter. Der Archipel ist zwischen China und Japan umstritten; Bidens Ankündigung dürfte deshalb für Proteste in Peking sorgen.

Die Allianz zwischen Washington und Seoul bezeichnete Biden in seinem 14-minütigen Telefonat mit Südkoreas Präsident Moon Jae In als "Herzstück der Sicherheit und des Wohlstands" in der Region. Mit Blick auf gemeinsame Herausforderungen wie die atomare Bedrohung durch Nordkorea oder den Klimawandel wolle er eng mit Südkorea zusammenarbeiten. Das südkoreanische Präsidialamt teilte mit, Moon und Biden wollten sich "sobald wie möglich" nach Bidens Amtseinführung treffen.

Georgia: Stimmzettel werden von Hand neu ausgezählt 

Der US-Bundesstaat Georgia wird alle bei der Präsidentenwahl abgegebenen Stimmen neu per Hand auszählen. Das gab der zuständige Staatssekretär Brad Raffensperger bekannt. Das sei die richtige Entscheidung angesichts des knappen Abstands zwischen Präsident Donald Trump und Herausforderer Joe Biden, sagte er.

Georgia ist nicht entscheidend für den Wahlsieg Bidens. Der Bundesstaat Pennsylvania hob ihn bereits über die Schwelle der nötigen 270 Wahlleute. Georgia mit 16 Wahlleuten könnte Bidens Erfolg höchstens noch zementieren – oder eine Rolle spielen, wenn es den Trump-Anwälten gelingen sollte, die Ergebnisse in anderen Bundesstaaten zu kippen. Die Chancen darauf werden von US-Rechtsexperten allerdings als sehr gering eingeschätzt.

Biden führt in Georgia mit einem Abstand von 14.111 Stimmen, sagte Raffensperger. Das ist vielfach mehr als die Differenz bei früheren Neuauszählungen. In Georgia wurden rund fünf Millionen Stimmen abgegeben. Biden wäre der erste Demokrat seit Bill Clinton 1992, der in Georgia bei einer Präsidentenwahl gewinnt. 

Biden ernennt Ron Klain zum Stabschef

Der gewählte US-Präsident Joe Biden gibt erste Mitglieder seiner Regierung bekannt. Am Mittwochabend kündigt Biden die Ernennung des Demokraten Ron Klain zu seinem Stabschef an. Hier lesen Sie mehr.

Linker Senator Sanders hat Interesse an US-Arbeitsministerium

Der linke US-Senator Bernie Sanders hat Interesse am Job des Arbeitsministers im Kabinett des gewählten US-Präsidenten Joe Biden bekundet. "Wenn ich ein Ressort hätte, das es mir ermöglichen würde, für die Arbeiterfamilien einzutreten und zu kämpfen, würde ich es tun? Ja, würde ich", sagte Sanders am Mittwoch (Ortszeit) dem Sender CNN auf die Frage, ob er den Job des Arbeitsministers annehmen würde, wenn es ein entsprechendes Angebot gäbe. Er wolle alles dafür tun, um die Arbeiterfamilien des Landes zu schützen - im Senat oder in der Biden-Regierung.

Seit Wochen gibt es Gerüchte, dass der frühere Präsidentschaftsbewerber Sanders Interesse am Arbeitsministerium hat. US-Medien halten ihn aber nicht für den einzigen möglichen Kandidaten.

Sanders bezeichnet sich selbst als "demokratischen Sozialisten" und ist mit seinen linken Positionen bei Republikanern nicht wohlgelitten, dafür aber umso populärer bei vielen jungen Amerikanern. Der 79-Jährige wollte bei der diesjährigen Präsidentenwahl gegen Amtsinhaber Donald Trump antreten und war der letzte aussichtsreiche Gegenkandidat Bidens (77) bei den Demokraten. Nach seinem Ausscheiden aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur im Frühjahr unterstützte Sanders den gemäßigteren Demokraten Biden.

Republikaner gewinnen Senats-Sitz in Alaska: Showdown im Januar

Nach dem Sieg eines US-Republikaners bei der Senatswahl in Alaska fällt die Entscheidung über die Mehrheitsverhältnisse in der Kammer im Januar. Der Datenanbieter Edison Research erklärte am Mittwoch, Amtsinhaber Dan Sullivan habe seinen Sitz gegen den demokratischen Herausforderer Al Gross vereidigt. Damit haben die Republikaner 50 der 100 Sitze im Senat sicher. Im Bundesstaat Georgia finden am 5. Januar nun gleich zwei Stichwahlen statt. Sollten die Demokraten beide Abstimmungen gewinnen, würden beide Parteien zwar genau die Hälfte der Sitze halten. Allerdings darf laut Verfassung der Vize-Präsident bei einem Patt in der Kammer mit abstimmen. Damit könnte die Demokratin Kamala Harris die entscheidende Stimme liefern.

Die Republikaner gingen mit 53 der 100 Sitze in die Wahl. Umfragen hatten den Demokraten eigentlich gute Chancen eingeräumt, den Republikanern die Macht in der Kammer abzunehmen. Zwar gewannen sie in Arizona und Colorado je einen Sitz dazu, mussten in Alabama jedoch einen abgeben. Sie halten weiter die Mehrheit in der zweiten Kammer, dem Repräsentantenhaus. Sollten die Republikaner einen oder gar beide Sitze in Georgia für sich entscheiden, könnten sie eine Regierung unter der Führung von Präsident Joe Biden zu Kompromissen zwingen. Ungeachtet des Ausgangs wird der Sieger der Senatswahl kämpfen müssen, um die Parteikollegen auf Linie zu halten: In den USA gibt es keinen Fraktionszwang. 

Republikaner sichern sich Hälfte der Senatssitze – Kommt es zum Patt?

Laut Prognosen von CNN haben sich die Republikaner nach den Senatswahlen in den USA bisher 50 Sitze in der Parlamentskammer sichern können, die Demokraten kommen auf 48 Mandate. Von den 100 Sitzen stehen zwei noch aus: In Georgia gibt es noch kein Ergebnis. Dort sieht es das Gesetz vor, dass ein Senator mindestens 50 Prozent der Stimmen erreichen muss, um gewählt zu werden. Derzeit ist dies im Rennen um beide Mandate nicht der Fall.

Es wird somit höchstwahrscheinlich zu einer Stichwahl am 5. Januar kommen. Gewinnen hier beide demokratischen Kandidaten, gibt es keine Mehrheit im Senat: Sowohl Republikaner als auch Demokraten hätten dann 50 Sitze. Die entscheidende Stimme hätte dann die Vize-Präsidentin: die demokratische Kamala Harris. Aktuell sieht es jedoch nicht so aus, als würde dieser Fall eintreten: Der republikanische Senator David Perdue erreicht die 50-Prozent-Marke zwar nicht, führt aber mit 49,7 Prozent vor seinem demokratischen Herausforderer Jon Ossoff mit 48 Prozent.

Das Rennen um den zweiten Sitz könnte für die Demokraten jedoch zum Erfolg führen: Raphael Warnock führt mit 32,9 Prozent gegenüber der republikanischen Amtsinhaberin mit Kelly Loeffler mit aktuell 25,9 Prozent. Hier sind Ergebnisse so niedrig, da insgesamt vier Kandidaten, zwei Demokraten und zwei Republikaner, antraten. Zur Stichwahl stehen jedoch nur noch Warnock und Loeffler. Der US-Senat setzt sich zusammen aus 100 Senatoren, jeweils zwei aus jedem Bundesstaat. Er bildet die zweite Parlamentskammer neben dem Repräsentantenhaus. Bisher hatten die Republikaner eine Mehrheit von 53 zu 47 Sitzen.

Prognose: Trump gewinnt in Alaska 

US-Präsident Donald Trump hat sich nach Prognosen von Fernsehsendern die Mehrheit im Bundesstaat Alaska gesichert. Das ging am Mittwoch aus übereinstimmenden Vorhersagen der Sender CNN und NBC auf Grundlage der bisherigen Stimmauszählungen und Wählerbefragungen hervor. Die Nachrichtenagentur AP meldete zunächst noch keinen Gewinner in Alaska. Bei Auszählung von etwa 71 Prozent der Stimmen bei der Präsidentschaftswahl vom 3. November führte Trump mit einem Anteil von 56,9 Prozent vor Biden mit 39,1 Prozent.

Insgesamt steht der demokratische Kandidat Joe Biden als Wahlsieger fest, mit 279 Stimmen für die Wahlversammlung im Dezember. Für die Mehrheit reichen die Stimmen von 270 dieser Wahlleute.

Alaska gilt als sichere Bastion der Republikaner. Die drei Wahlleute des dünn besiedelten Staates am nordwestlichsten Rand der USA gingen bereits 2016 mit einer deutlichen Mehrheit an Trump. Auch alle Umfragen sahen den Republikaner erneut in Führung.

Bidens Vorsprung schrumpft in Arizona und wächst in Georgia

Acht Tage nach der Präsidentschaftswahl in den USA ist die Auszählung der Stimmen in vielen Bundesstaaten immer noch nicht abgeschlossen. Insgesamt steht der demokratische Kandidat Joe Biden als Wahlsieger fest, mit 279 Stimmen für die Wahlversammlung im Dezember. Für die Mehrheit reichen 270 dieser Wahlleute. Abgesehen von Alaska sind in allen noch offenen Staaten mindestens 98 Prozent der Stimmen ausgezählt. 

In Georgia, mit 16 Stimmen für die Wahlversammlung, vergrößerte sich Bidens Vorsprung auf gut 14.100 Stimmen. Das bedeutet 49,5 Prozent für Biden und 49,2 Prozent für Amtsinhaber Donald Trump. Mit Blick auf das sehr knappe Ergebnis hat die Regierung in diesem US-Staat bereits eine Neuauszählung der Stimmen angekündigt.

In Arizona geht es um 11 Wahlleute. Der zu Beginn der Auszählung deutliche Vorsprung für Biden schrumpfte weiter auf zuletzt 12.813 Stimmen. Das sind 49,4 Prozent für Biden und 49 Prozent für Trump. Die Nachrichtenagentur AP und der TV-Sender Fox hatten in Arizona bereits in der Wahlnacht eine Entscheidung für Biden gemeldet, andere Medien blieben dagegen zurückhaltend.

In North Carolina mit 15 Wahlleuten führt Trump mit rund 74.900 Stimmen Vorsprung und hält einen Anteil von 50 Prozent. Biden hatte 48,7 Prozent. In dem dünn besiedelten Alaska sind drei Stimmen für die Wahlversammlung zu vergeben. Bei Auszählung von etwa 71 Prozent der Stimmen hat Trump einen klaren Vorsprung von mehr als 46.500, etwas geringer als am Vortag. Zum jüngsten Zwischenstand entfallen 56,9 Prozent auf den Amtsinhaber und 39,1 Prozent auf Biden.

US-Demokraten behalten Mehrheit im Repräsentantenhaus

In den USA haben sich die Demokraten Medienberichten zufolge erneut die Mehrheit im Repräsentantenhaus gesichert. Die Partei des designierten US-Präsidenten Joe Biden habe mindestens 218 Sitze gewonnen, meldete die Nachrichtenagentur AP. Sie könne möglicherweise noch einige weitere Sitze holen, allerdings werde ihre bisherige Mehrheit vermutlich schrumpfen. Laut AP gewannen die Demokraten jeweils den Sitz für Washington, Arizona und Kalifornien.

Zusammen mit der Präsidentenwahl wurden auch Mandate in Repräsentantenhaus und Senat, den beiden Kammern des US-Kongresses, neu vergeben. Im Senat steht die Entscheidung noch aus. Dort haben die Republikaner des amtierenden Präsidenten Donald Trump bislang eine Mehrheit von 53 der 100 Sitze. Bei einem Patt kann der Vize-Präsident oder die Vize-Präsidentin die entscheidende Stimme abgeben. 

Erneutes Stühlerücken im Pentagon

Nach der Entlassung des US-Verteidigungsministers Mark Esper hat das Weiße Haus weitere Schlüsselpositionen im Pentagon mit Gefolgsleuten des amtieren Präsidenten Donald Trump besetzt. Kash Patel, bislang hochrangiger Berater für Terrorismusbekämpfung im Nationalen Sicherheitsrat, werde Stabschef von Christopher Miller, der Espers Nachfolge antritt, erklärte das Pentagon am Dienstag. Nach Espers Abgang sei der hochrangige Politikberater Joseph D. Kernan zurückgetreten. Sein Posten fülle nun Anthony Tata. Der ehemalige Militärgeneral gilt als umstritten, da er den ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama als "Terroristenführer" bezeichnet hatte.

US-Republikaner verteidigen wichtiges Senatsmandat in North Carolina

Im Kampf um die künftige Mehrheit im mächtigen US-Senat haben die Republikaner einen wichtigen Teilerfolg errungen. Nach engem Rennen um einen im Bundesstaat North Carolina zu vergebenen Senatssitz konnte sich der bisherige republikanische Mandatsinhaber Thom Tillis durchsetzen. Sein Konkurrent Cal Cunningham von den Demokraten räumte am Dienstag seine Niederlage ein: "Die Wähler haben gesprochen, und ich akzeptiere ihre Entscheidung."

Tillis' Sieg bedeutet, dass die Republikaner bei den parallel zur Präsidentschaftswahl vor einer Woche abgehaltenen Kongresswahlen bislang 49 der 100 Sitze im Senat erringen konnten. Die Demokraten stehen derzeit bei 48 Sitzen. Offen ist noch die künftige Besetzung eines im Bundesstaat Alaska zu vergebenden Senatssitzes sowie der zwei Sitze, die dem Bundesstaat Georgia zustehen.

Bisher hat die Republikanische Partei des bei den Wahlen vor einer Woche unterlegenen Präsidenten Donald Trump im Senat eine Mehrheit von 53 der Sitze. Sollten die Republikaner die Kontrolle im Senat behalten, könnten sie Bidens Politik im Kongress blockieren. Damit könnte es für die Demokraten schwieriger werden, einen Wandel etwa bei der Klimapolitik oder einen Ausbau der Gesundheitsversorgung vorzunehmen. 

Rund 80 Prozent der Amerikaner erkennen Biden als Wahlsieger an

Der designierte US-Präsident Joe Biden wird einer Umfrage zufolge von knapp 80 Prozent der Amerikaner als künftiger Präsident der USA anerkannt. Eine Reuters/Ipsos-Meinungsumfrage ergab am Dienstag, dass 79 Prozent der Wähler in den USA glauben, dass Biden die Präsidentschaftswahl am 3. November für sich entschieden habe. Weitere 13 Prozent sagten, dass der Wahlausgang noch offen sei. Rund fünf Prozent der Befragten gaben an, sie wüssten nicht, wer gewonnen habe und drei Prozent gehen davon aus, dass Amtsinhaber Donald Trump eine zweite Amtszeit bestreiten werde.

Die Umfrage ergab auch, dass 72 Prozent der US-Bürger der Meinung sind, dass der Verlierer der Wahl eine Niederlage eingestehen müsse. Von den Befragten glauben 60 Prozent an einen friedlichen Machtwechsel, wenn Trumps Amtszeit am 20. Januar endet. In Bezug auf Trumps Vorwurf der Wahlmanipulation zeigt sich, dass 70 Prozent der Amerikaner – darunter 83 Prozent der Demokraten und 59 Prozent der Republikaner – darauf vertrauen, dass die lokalen Wahlmänner "ihre Arbeit ehrlich machen".

Biden bezeichnet Trumps Verhalten nach Wahl als "Peinlichkeit"

Der neugewählte US-Präsident Joe Biden hat die Weigerung von Amtsinhaber Donald Trump, seine Wahlniederlage anzuerkennen, als "Peinlichkeit" bezeichnet. "Ich denke nur, offen gesagt, dass es beschämend ist", sagte Biden am Dienstag, als er bei einer Pressekonferenz nach Trumps Verhalten gefragt wurde. Es werde sich auch negativ auf das "Vermächtnis" des Präsidenten auswirken, so Biden. Hier lesen Sie mehr.

Weiterer Republikaner verteidigt Sitz im US-Senat

Die Wahrscheinlichkeit, dass der gewählte US-Präsident Joe Biden sich mit einem von Republikanern kontrollierten Senat arrangieren muss, ist weiter gestiegen. Am Dienstag war klar, dass ein weiterer republikanischer Senator seinen Sitz verteidigen konnte. Im Bundesstaat North Carolina gratulierte der Demokrat Cal Cunnigham dem Amtsinhaber Thom Tillis zum Wahlsieg.

Die Republikaner kommen damit nach der Wahl auf 49 Sitze im Senat und die Demokraten auf 48. Drei Rennen sind noch offen. Bei einem davon, in Alaska, liegt der republikanische Senator Dan Sullivan vorn. In Georgia müssen die Republikaner David Perdue und Kelly Loeffler Anfang Januar in eine Stichwahl gegen ihre demokratischen Herausforderer.

Die Demokraten haben also rein rechnerisch weiter die Chance auf eine Mehrheit im Senat – allerdings werden den Republikanern gute Chancen beigemessen, ihre Sitze zu behalten. Der Senat ist extrem wichtig für einen Präsidenten: Er bestätigt seine Kandidaten für Regierungs- und Richterposten und kann Gesetzesvorhaben blockieren. Die Demokraten hatten sich vor der Wahl große Hoffnungen gemacht, sich die Mehrheit im Senat zurückzuholen und Biden damit bei einem Wahlsieg den Weg zu groß angelegten Reformen zu eröffnen. Umfragen bestärkten sie darin – mehrere republikanische Senatoren, die als Wackelkandidaten galten, konnten jedoch ihre Sitze verteidigen.

Aktuell halten die Republikaner die Mehrheit von 53 der 100 Sitze. Bereits absehbar ist, dass sie im nächsten Senat auf maximal 52 Sitze kommen können. Den Demokraten würden mit Joe Biden im Weißen Haus 50 Sitze für die Kontrolle über den Senat reichen: Bei einem Patt von 50 zu 50 Stimmen könnte Vizepräsidentin Kamala Harris auf ihrer Seite eingreifen.

Bidens Vorsprung in Arizona schrumpft

Im US-Bundesstaat Arizona sind noch nicht alle Wahlzettel ausgewertet. Mit bislang 98 Prozent der ausgezählten Stimmen schrumpft dem Datenanbieter Edison Research zufolge Joe Bidens Vorsprung auf 49,4 Prozent von 49,5 Prozent. Donald Trump liegt weiter bei 49,0 Prozent.

Trump strengt erneut Klage in Michigan an

Das Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump gibt eine Klage wegen unrechtmäßiger Stimmabgabe im US-Bundesstaat Michigan bekannt. Die Wahlergebnisse aus Michigan dürften erst bestätigt werden, wenn überprüft worden sei, ob alle Stimmen rechtmäßig abgegeben wurden, heißt es. Bereits während der Auszählung wollte Trump einen Stopp der Stimmen-Auszählung in dem Bundesstaat erwirken, eine Richterin wies die Klage ab. 

Mitglied der US-Wahlkommission fordert Kooperation mit Biden

Die Weigerung der amtierenden US-Regierung, mit dem gewählten Präsidenten Joe Biden zusammenzuarbeiten, stößt nun auch auf Kritik aus der amerikanischen Wahlkommission. Das demokratische Kommissionsmitglied Ellen Weintraub forderte, Biden müsse – wie für einen künftigen Präsidenten üblich –Zugang zu Regierungseinrichtungen und Informationen bekommen. Jede Stunde Verzögerung mache es für die künftige Regierung schwieriger, mit ihrem offiziellen Dienstantritt im Januar komplexe Probleme wie die Corona-Pandemie anzugehen.

Ein gewählter Präsident und sein Team bekommen üblicherweise schnell Zugang zur Regierungs-Infrastruktur, um die Machtübergabe vorzubereiten. Die Erlaubnis dazu gibt die Behörde General Services Administration (GSA). Angesichts von Trumps Haltung weigert sich GSA-Chefin Emily Murphy bisher, die nötigen Unterlagen für den Übergangsprozess zu unterzeichnen.

Biden telefoniert mit Merkel, Macron und Johnson

Der designierte US-Präsident Joe Biden hat am Dienstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Großbritanniens Premierminister Boris Johnson telefoniert. "Die Bundeskanzlerin brachte den Wunsch nach einer engen und vertrauensvollen künftigen Zusammenarbeit zum Ausdruck", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Merkel und Biden seien sich einig gewesen, "dass der transatlantischen Zusammenarbeit angesichts der Vielzahl globaler Herausforderungen eine hohe Bedeutung zukommt". Hier lesen Sie mehr.

Rechtsberater Bidens geben Klagen gegen Wahlen keine Chance

Eine Amtsübernahme des gewählten US-Präsidenten Joe Biden kann nach Ansicht seiner Rechtsberater auch mit juristischen Mitteln nicht verhindert werden. Das Team Bidens sei darauf vorbereitet, dass die Republikanische Partei von Amtsinhaber Donald Trump weiter versuchen werde, mit Klagen "für Verwirrung zu sorgen", sagte die Leiterin von Bidens juristischem Team, Dana Remus, auf einer Pressekonferenz am Dienstag. "Aber am Ende des Tages haben sie keine Beweise und werden keine Chance haben."

Bidens Berater Bob Bauer sagte, in Georgia, Montana und Pennsylvania seien bereits mehrere Klagen von Republikanern gegen die Auszählung der Stimmen bei der Präsidentschaftswahl der vergangenen Woche aus Mangel an stichhaltigen Belegen abgewiesen worden. In keinem Fall hätten der behauptete Wahlbetrug oder andere Unregelmäßigkeiten nachgewiesen werden können.

Auch die Neuauszählung von Stimmen in einzelnen Staaten werde nichts am Wahlsieg für Biden ändern, sagte Bauer. Bei allen bisherigen Neuauszählungen seit 2.000 habe es lediglich Veränderungen im Umfang von maximal einigen Hundert Stimmen gegeben. Bei den juristischen Vorstößen der Republikaner handle es sich um aussichtslose Manöver und "politisches Theater", sagte Bauer, der auch als Anwalt für Expräsident Barack Obama tätig war. "Unsere Beweismittel sind die vielen Menschen, die Biden gewählt haben – ihre Beweismittel existieren nicht."

US-Justizminister erlaubt Staatsanwälten Ermittlungen zu Wahlbetrug

US-Justizminister William Barr hat Medienberichten zufolge Staatsanwälten die Erlaubnis erteilt, Vorwürfe über Wahlbetrug noch vor der Bekanntgabe der Endergebnisse zu untersuchen. Solche Verfahren dürften aufgenommen werden, wenn es "klare und offenbar glaubwürdige Vorwürfe über Unregelmäßigkeiten" gebe, die den Wahlausgang in einem Bundesstaat beeinflusst haben könnten, hieß es in dem Schreiben des Ministers an Staatsanwälte. Das berichteten am Montagabend (Ortszeit) unter anderem die "Washington Post" und das "Wall Street Journal". Laut der Nachrichtenagentur Reuters mahnte er gleichzeitig, keine "fantasievollen oder weit hergeholten" Klagen zu verfolgen.

Normalerweise dürfen Staatsanwälte erst tätig werden, sobald Endergebnisse vorliegen. Das könnte nach der Wahl vom 3. November, je nach örtlicher Rechtslage, noch Tage oder Wochen dauern. Die Bundesstaaten müssen ihre beglaubigten Endergebnisse bis spätestens 8. Dezember nach Washington gemeldet haben. Der bei der Wahl unterlegene Amtsinhaber Donald Trump behauptet, dass es bei der Präsidentenwahl massiven Wahlbetrug gegeben habe. Er hat für seine Vorwürfe bislang keine stichhaltigen Beweise vorgelegt.

Trump-Team reicht weitere Klagen ein

Das Wahlkampfteam um US-Präsident Donald Trump hat unterdessen beim Bundesgericht in Pennsylvania Klage gegen die Stimmauszählung wegen angeblicher Wahlunregelmäßigkeiten eingereicht. Hier lesen Sie mehr.

Fox News schaltet von Pressekonferenz des Trump-Wahlkampfteams weg

Angesichts unbelegter Anschuldigungen über systematischen Betrug bei der US-Wahl hat der konservative TV-Sender Fox News von einer Pressekonferenz mit dem Wahlkampfteam von Präsident Donald Trump weggeschaltet. Nachdem Sprecherin Kayleigh McEnany den Demokraten von Wahlsieger Joe Biden zu Beginn unterstellte, dass diese Betrug gutheißen würden, unterbrach Moderator Neil Cavuto: "Wenn sie nicht mehr Details hat, um das zu belegen, kann ich Ihnen das nicht mit gutem Gewissen weiter zeigen".

Man werde nur weiter über die Pressekonferenz berichten, wenn Belege für die Behauptungen geliefert würden. "Nicht so schnell", sagte Cavuto weiter, es folgte Werbung. Später bekräftigte der Moderator seine Haltung und sagte, es gebe keine Beweise für die Vorwürfe.

McConnell: Trump hat zu "100 Prozent" Recht auf juristisches Vorgehen nach Wahl

Der republikanische Mehrheitsführer im US-Senat, Mitch McConnell, hat das juristische Vorgehen von Präsident Donald Trump gegen den Ausgang der Präsidentschaftswahl verteidigt. "Präsident Trump hat zu 100 Prozent das Recht, Vorwürfe von Unregelmäßigkeiten zu prüfen und seine rechtlichen Möglichkeiten abzuwägen", sagte McConnell am Montag im Senat in Washington.

Sollte es Unregelmäßigkeiten von einem Ausmaß gegeben haben, das den Ausgang der Wahl beeinflusse, sollte "jeder Amerikaner" wollen, dass dies ans Licht komme, führte der einflussreiche Politiker aus. "Einige wenige" rechtliche Schritte des Präsidenten würden nicht "das Ende der Republik" bedeuten. Von Wahl-"Betrug" sprach McConnell im Gegensatz zum Präsidenten nicht. Die Wahlbehörden haben keinen größeren Fall von Unregelmäßigkeiten gemeldet.

Republikanische Senatorin gratuliert Biden zum Wahlsieg

Die einflussreiche republikanische Senatorin Susan Collins gratuliert dem Demokraten Joe Biden zu dessen "offensichtlichem Sieg". Sie dringt auf einen Übergangsprozess, der gewährleiste, dass Biden und dessen Stellvertreterin Kamala Harris wie vorgesehen am 20. Januar die Regierung übernehmen könnten.

Gleichzeitig räumt sie aber auch ein, dass Trump die Gelegenheit bekommen sollte, die Ergebnisse der Präsidentenwahl vom vergangenen Dienstag anzufechten. Trump weigert sich bislang, seine Niederlage anzuerkennen. Er hat mehrfach von Wahlbetrug gesprochen, ohne Belege für seine Behauptung zu liefern.

Insider: Juristen Anwärter auf Schlüsselposten in Bidens Regierung

Bei der Besetzung von Schlüsselresorts in der künftigen Regierung des designierten US-Präsidenten Joe Biden tun sich erste Favoriten hervor. Mehr dazu lesen Sie hier.

US-Behörde verweigert Biden-Team Brief für Arbeitsaufnahme

Mögliche Verzögerung für den Machtwechsel im Weißen Haus: Die Leitung der für die US-Regierungsgebäude zuständigen Behörde soll sich einem Medienbericht zufolge weigern, einen Brief zu unterschreiben, mit dem das Biden-Übergangsteam Zugang zu US-Behörden erhält und somit formal diese Woche die Arbeit aufnehmen kann. Dies sei ein weiteres Zeichen dafür, dass Amtsinhaber Donald Trump den Wahlsieg des Demokraten Joe Biden nicht anerkenne und die Übergabe der Macht stören könnte, schreibt die "Washington Post" in ihrer Online-Ausgabe vom Montag.

Ein solcher Brief der Behörde General Services Administration (GSA) kommt der Zeitung zufolge einer formalen Erklärung der US-Regierung über den Sieger der Präsidentenwahl gleich. Der amtierende US-Präsident Trump versucht, den Wahlsieg Bidens mit rechtlichen Mitteln noch zu verhindern.

Die GSA, so schreibt die "Washington Post", hat nach der Wahl eines neuen Präsidenten die Rolle, mit der Erklärung des "anscheinenden Siegers" einer Präsidentenwahl dem Team des Gewinners Zugänge zu Regierungsgebäuden, E-Mails, Regierungsbeamten und Computersystemen zu gewähren, zuvor genehmigte Gelder für Gehälter und Verwaltung freizugeben und Räume in jeder US-Behörde zu schaffen. Eine neue Regierung aufzubauen ist dem Bericht zufolge in diesem Jahr mit einer Summe von 9,9 Millionen Dollar (etwa 8,3 Millionen Euro) veranschlagt.

Biden präsentiert Corona-Expertenrat

Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat am Montag seinen Expertenrat zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorgestellt. "Ich werde mich von der Wissenschaft und von Experten informieren lassen", erklärte Biden in einer Pressemitteilung. Der Expertenrat solle dabei unterstützen, die Anti-Corona-Maßnahmen der neuen Regierung zu gestalten. Dabei gehe es vor allem darum, steigende Infektionszahlen unter Kontrolle zu bringen, die Entwicklung und Verteilung von sicheren und wirksamen Impfstoffen zu fördern und gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen.

Der neue Expertenrat soll eine Dreierspitze aus Vivek Murthy, David Kessler und Marcella Nunez-Smith bekommen. Murthy war von 2014 bis 2017 oberster Gesundheitsbeamter der US-Regierung, Kessler leitete früher die Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA und Nunez-Smith ist Professorin an der Yale University, wo sie unter anderem zur Gesundheitsförderung von marginalisierten Bevölkerungsgruppen forscht. Zehn weitere Mitglieder gehören dem Gremium an, viele arbeiteten bereits für frühere US-Regierungen. Die Pandemie sei eine der wichtigsten Herausforderungen für die neue Regierung, schrieb Biden. Im Wahlkampf hatte er immer wieder versprochen, er werde den Empfehlungen der Wissenschaft folgen, um die Pandemie zu bekämpfen. Dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump hatte er völliges Versagen vorgeworfen.

Kanzlerin Merkel gratuliert Biden und Harris in Ansprache

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Joe Biden zum Sieg bei der US- Präsidentenwahl gratuliert: "Ich erinnere mich gerne an gute Gespräche mit ihm", sagte sie in einem kurzen Statement am Vormittag in Berlin. Merkel und Biden kennen sich noch aus der Zeit, als Barack Obama der Präsident der USA war. Damals war Joe Biden sein Vizepräsident und kam zu einem Gespräch ins Kanzleramt nach Berlin.

Angela Merkel: Die Bundeskanzlerin hat Harris und Biden zum Sieg gratuliert. (Quelle: Michael Kappeler/Reuters)

Merkel betonte weiter, sie freue sich auf die Zusammenarbeit mit Biden und der designierten US-Vizepräsidentin Kamala Harris: "Ich freue mich, Sie kennenzulernen." Die Wahl der neuen Vizepräsidentin sei für viele Menschen eine Inspiration, "ein Beispiel für die Möglichkeiten Amerikas", so Merkel. 

Zugleich forderte die Kanzlerin einen engen transatlantischen Schulterschluss. "Die USA und Deutschland als Teil der EU müssen zusammenstehen, um die großen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen", sagte sie. Man müsse "Seite an Seite" die Corona-Krise, die Erderwärmung und den internationalen Terrorismus bewältigen und für eine "offene Weltwirtschaft und freien Handel" kämpfen. Dies sei die Grundlage des Wohlstands auf beiden Seiten des Atlantiks. Beim Thema Verteidigung und Sicherheit wandte sie sich an Deutschland und die EU: "Wir müssen mehr Verantwortung übernehmen." Hintergrund ist unter anderem die Forderung der USA nach höheren Verteidigungsausgaben der Europäer, die auch von Biden erhoben wird.

Kein Kommentar von Russland zur US-Wahl-Ergebnis

Russland hält sich weiterhin mit einem Kommentar zur US-Wahl zurück. Man werde sich erst dann äußern, wenn ein offizielles Endergebnis vorliege, sagt Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Präsident Wladimir Putin habe mehrfach erklärt, er sei bereit, mit jedem Staatsoberhaupt der USA zusammenzuarbeiten. Russland hoffe auf einen Dialog und eine Normalisierung der Beziehungen. Seit der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland 2014 ist das Verhältnis zwischen den Führungen in Moskau und Washington schwer belastet.

Biden soll First Pitch in Washington werfen

Der neue US-Präsident Joe Biden soll vor dem Auftaktspiel der Washington Nationals in der neuen Saison der Major League Baseball (MLB) den First Pitch werfen. Der Hauptstadtklub gab bei Twitter bekannt, dass der Nachfolger von Donald Trump eingeladen worden sei, die Tradition am 1. April 2021 gegen die New York Mets fortzusetzen. Allerdings warf Trump nie einen First Pitch. In diesem Jahr hatte er den New York Yankees für die Zeremonie erst zu- und dann wieder abgesagt.

Die Nationals entschieden sich vor der abgelaufenen Saison bezeichnenderweise für den renommierten US-Virologen Anthony Fauci.
Der bislang letzte US-Präsident, der einen "Ceremonial First Pitch" warf, war Barack Obama 2010 im Nationals Park. Danach kamen lediglich die beiden ehemaligen Amtsinhaber George Bush und George W. Bush zum Einsatz.

Trump postet Videos, die Wahlbetrug belegen sollen

Trotz seiner Wahlniederlage sieht sich US-Präsident Donald Trump noch immer im Machtkampf mit seinem Herausforderer Joe Biden. Nach der Siegesrede Bidens war der Mann im Weißen Haus zunächst still geblieben. Doch Sonntagnacht, Montagmorgen in Deutschland, meldete er sich bei Twitter zurück und und ließ erkennen, dass er sich weiter als Opfer systematischen Wahlbetrugs sieht. In den von ihm abgesetzten Tweets, mit Videos des Senders Fox News, schien Trump konservative Unterstützer zu zitieren, die seine Behauptungen stützen sollen. Der 74-Jährige bleibt seit Tagen stichhaltige Beweise schuldig.

US-Medien berichten unterdessen davon, dass Trumps Umfeld versucht, auf den Präsidenten einzuwirken. Besonders seinen Familienmitgliedern wird großer Einfluss auf Trump nachgesagt. Nach Darstellung des TV-Senders CNN legte First Lady Melania ihrem Mann nahe, seine Niederlage zu akzeptieren. Trumps Berater Jason Miller wies den Bericht auf Twitter als "Fake News" zurück.

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Trump fordert weiter in mehreren US-Bundesstaaten die Neuauszählung der Stimmen. Seine bislang unbegründete Anschuldigung des Wahlbetrugs wolle er außerdem mit Todesanzeigen Verstorbener belegen, deren Stimme dennoch gezählt worden sei, erklärt er. Zudem wolle Trump seine Anhänger mit Veranstaltung im Stile seiner großen Wahlkampf-Events zur Unterstützung bei den angestrebten Rechtsstreitigkeiten aufrufen, kündigt Trumps Wahlkampfsprecher Tim Murtaugh an.

Maas: Gerichtsbeschluss würde Legitimität der Wahl bestätigen

Bundesaußenminister Heiko Maas sieht denkbare rechtliche Auseinandersetzungen um den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl gelassen. "Vielleicht sei das auch ganz gut, wenn Gerichte am Schluss das Wahlergebnis bestätigen. Das erhöht noch einmal die Legitimität des gewählten Präsidenten", sagte der SPD-Politiker am Montag im Deutschlandfunk. "Und dann werden es hoffentlich irgendwann alle akzeptieren."

Mit Biden ergäben sich "viele neue Chancen" für Deutschland, die Europäer und die internationale Zusammenarbeit insgesamt, sagte Maas im Deutschlandfunk. Biden sei ein überzeugter Multilateralist, der wisse, dass die "grenzenlosen" Herausforderungen Globalisierung, Klimawandel, Migration und Digitalisierung auch internationale Lösungen brauchen.

Ex-Präsident Bush gratuliert Biden und Harris zum Sieg

Der frühere US-Präsident George W. Bush hat dem Demokraten Joe Biden zum Sieg bei der US-Präsidentenwahl gratuliert. Er habe mit dem "gewählten Präsidenten" Biden und mit der gewählten Vizepräsidentin Kamala Harris gesprochen, teilte der letzte noch lebende republikanische Ex-Präsident mit. "Obwohl wir politische Differenzen haben, weiß ich, dass Joe Biden ein guter Mann ist." Bush gratulierte auch dem unterlegenen Amtsinhaber Donald Trump und dessen Unterstützern zu deren Wahlkampf. "Er hat die Stimmen von mehr als 70 Millionen Amerikanern gewonnen – eine außergewöhnliche politische Leistung."

Bush verwies darauf, dass Trump das Recht habe, Neuauszählungen zu beantragen und juristische Schritte zu ergreifen. Der Ex-Präsident schrieb aber auch: "Das amerikanische Volk kann darauf vertrauen, dass diese Wahl grundsätzlich fair war, dass ihre Integrität gewahrt wird und dass ihr Ergebnis klar ist." Trump sieht sich durch Betrug um seinen Sieg bei der Wahl vom Dienstag gebracht. Er hat für diese Vorwürfe aber keinerlei Beweise vorgelegt.

Bush teilte mit, Biden habe im Gespräch mit ihm betont, dass er als Demokrat kandidiert habe, aber für alle Amerikaner regieren werde. "Ich habe ihm dasselbe angeboten, was ich auch den Präsidenten Trump und Obama angeboten habe: meine Gebete für seinen Erfolg und mein Versprechen, ihm auf jede erdenkliche Weise zu helfen." George W. Bush war von 2001 bis 2009 Präsident der Vereinigten Staaten. Auf ihn folgte der Demokrat Barack Obama im Weißen Haus.

Ex-Außenministerin Condoleezza Rice gratuliert Biden und Harris

Die prominente Republikanerin und ehemalige Außenministerin Condoleezza Rice hat auf Twitter dem demokratischen Wahlsiegern gratuliert sowie dem amerikanischen Volk, das mit einer Rekord-Wahlbeteiligung gezeigt habe, wie stark und lebendig die amerikanische Demokratie sei. "Lasst uns jetzt zusammenstehen für das Allgemeinwohl, mit Empathie und Respekt füreinander", schrieb Rice.

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Maas sieht keine Chance mehr für Trump: "Unangenehmes Nachspiel"

Bundesaußenminister Heiko Maas sieht keine Chance mehr für Donald Trump, seine Abwahl als US-Präsident noch auf dem Rechtsweg rückgängig zu machen. "Das was jetzt kommt, ist ein unangenehmes Nachspiel. Das wird an dem Ergebnis, an dem Wahlergebnis, nichts mehr ändern", sagte Maas am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Anne Will". "Joe Biden wird der nächste Präsident der Vereinigten Staaten und wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm." Hier lesen Sie die gesamte TV-Kritik zu "Anne Will".

Edison Research: Trump holt in Arizona weiter auf

Im US-Bundesstaat Arizona liegt dem Datenanbieter Edison Research zufolge nach Auszählung von 98 Prozent der Stimmen Biden mit 49,5 Prozent knapp vor Trump mit 49,0 Prozent.

Biden setzt Impfstoffprogramm fort

Joe Biden will das unter Donald Trump aufgesetzte Impfstoffprogramm "Operation Warp Speed" fortführen. "Wie wir bereits im September gesagt haben, haben die medizinischen Berater Briefings von Unternehmen erhalten, die an der Herstellung von Impfstoffen arbeiten", sagt Bidens Sprecher Andrew Bates.

Biden setze sich dafür ein, so schnell wie möglich zur Entwicklung eines sicheren und wirksamen Coronavirus-Impfstoffs beizutragen. Daher habe er sich bereits vor der Wahl mit den führenden Arzneimittelherstellern getroffen. 

Chinesische Medien: China offen für Handelsgespräche mit Biden

Chinesische Staatsmedien regieren optimistisch auf den Sieg des Demokraten Joe Biden. "Es liegt im gemeinsamen Interesse der Menschen aus beiden Ländern und der internationalen Gemeinschaft, dass die Beziehung zwischen China und den USA verbessert und verlässlich wird", schreibt die staatlich geförderte Zeitung Global Times zum Wahlsieg Bidens. Die Wiederbelebung der Handelsgespräche sei entscheidend, um das Verständnis und das Vertrauen in die Beziehung zwischen China und den USA wiederherzustellen, berichtet China Daily, die offizielle englischsprachige Zeitung des Landes.

Washington Nationals laden Joe Biden für ersten Pitch der Saison ein

Der scheidende US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben der US-Nachrichtenagentur AP der einzige Präsident seit 1910, der keinen ersten Pitch geworfen hat, wenn es in Washington ein Profi-Team gab. Biden spielte als Kind Baseball und dürfte damit eine bessere Figur machen als etwa zu Beginn der vergangenen Saison der US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci. Dessen Wurf ging weit am Fänger vorbei und sorgte für Spott - unter anderem von Trump.

Estlands Finanzminister spricht von Wahlbetrug in den USA

Ein Streit über die US-Wahl spaltet die estnische Regierungskoalition. Finanzminister Martin Helme von der rechten Ekre-Partei erklärt dem Nachrichtenportal Delfi zufolge, dass es seiner Meinung nach "gar keinen Zweifel gibt, dass die Wahlen manipuliert wurden". Innenminister Mart Helme – sein Vater – nannte seinerseits Biden korrupt. Ministerpräsident Jüri Ratas und Präsidentin Kersti Kaljulaid verurteilten die Aussagen, Außenminister Urmas Reinsalu nannte sie "verrückt". Estland ist Nato- und EU-Mitglied.

Laschet: Biden zeigt möglichen Wahlsieg mit Mitte-Kurs

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet sieht den Wahlsieg von Biden als Zeichen, dass der Siegeszug von Populisten weltweit gebrochen werden kann. "Er hat auch bewiesen, man kann auch mit der Mitte Wahlen gewinnen", sagt der CDU-Politiker in der ARD. Biden habe gezeigt, dass man einem aggressiven Stil und einem "Kampf gegen das Establishment" einen sachlich ruhigen Wahlkampf entgegenstellen könne. Laschet ist Kandidat für den CDU-Vorsitz.

Berlusconi: Arroganz hat Trump den Sieg bei der US-Wahl gekostet

Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi glaubt, dass Donald Trump die US-Präsidentenwahl unter anderem verloren hat, weil er zu aggressiv und zu arrogant war. "Ich denke, dass er bei diesen Wahlen auch wegen seiner Haltung gelitten hat, die oft zu aggressiv und oft zu arrogant war", sagte Berlusconi am Sonntag dem italienischen TV-Sender Rai. Über Wahlsieger Joe Biden sagte der 84-Jährige, dass dieser mit seiner Absicht, ein Präsident für alle Amerikaner zu sein, "gut für uns alle" sein könnte.

Merkel äußert sich am Montag zu Bidens und Harris' Sieg 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich am Montagvormittag in Berlin zum Sieg von Joe Biden bei der US-Präsidentschaftswahl und zur Niederlage von Amtsinhaber Donald Trump äußern. Merkel gratulierte Biden schon am Wochenende demonstrativ herzlich und bot eine enge Zusammenarbeit an. Die Reaktionen in Berlin auf den Ausgang der Wahl in den USA waren von Freude über Bidens Sieg und kaum kaschierter Erleichterung über das absehbare Ende von Trumps Präsidentschaft geprägt.

Die traditionell engen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA hatten in den vergangenen Jahren stark gelitten. Trump übte immer wieder teils aggressive Kritik an Deutschland. Der Demokrat Biden wurde am Samstag nach einem tagelangen Wahlkrimi zum Sieger der Wahl vom 3. November ausgerufen worden. Am 20. Januar soll er als neuer US-Präsident vereidigt werden.

Trump erneuert Betrugsvorwürfe – Twitter verbirgt Tweets

Erstmals seit der Siegesrede des neu gewählten US-Präsidenten Joe Biden hat sich Amtsinhaber Donald Trump bei Twitter zu Wort gemeldet und seine Vorwürfe des Wahlbetrugs erneuert. Trump schien am Sonntag in mehreren Tweets Aussagen von konservativen Unterstützern zu zitieren, die seine Behauptungen stützen sollen. Der 74-Jährige hatte sich seit Tagen ohne Belege als Opfer systematischen Wahlbetrugs dargestellt.

US-Medien hatten am Samstag übereinstimmend den Demokraten Biden als neu gewählten Präsidenten ausgerufen, nachdem dieser sich auch die Wahlmännerstimmen im umkämpften Bundesstaat Pennsylvania gesichert hatte. Belege für Wahlbetrug gibt es nicht. Nach Angaben der staatlichen Wahlbehörde habe es insgesamt nur sehr wenige Beschwerden und keine bekannten Betrugsfälle gegeben.

Nach Wahlniederlage: Trump geht wieder Golfen

Donald Trump hat am Tag nach seiner Wahlniederlage erneut seinen Golfclub im Bundesstaat Virginia besucht. Der Konvoi sei am Sonntag kurz vor 10 Uhr (Ortszeit/16.00 MEZ) am Trump National Golfclub in Sterling in der Nähe von Washington eingetroffen, berichteten Reporter aus dem Begleittross des Präsidenten. Trump hatte die Nachricht über seine Wahlniederlage gegen Joe Biden am Samstag ebenfalls bei einem Besuch in seinem Golfclub ereilt. Seitdem ist Trump nicht öffentlich aufgetreten.

Trump ist während seiner Amtszeit immer wieder wegen seiner zahlreichen Golf-Ausflüge in die Kritik geraten. Trump wehrte sich gegen die Vorwürfe und behauptete fälschlicherweise, sein Amtsvorgänger Barack Obama habe öfter und viel länger gespielt. Im Juli schrieb Trump auf Twitter: "Ich spiele sehr schnell, erledige auf dem Golfplatz eine Menge Arbeit und bekomme auch ein "kleines" bisschen Bewegung. Nicht schlecht!"

Einflussreicher Senator Graham hält zu Trump: "nicht geschlagen geben"

Der einflussreiche konservative US-Senator Lindsey Graham hat dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump im Kampf gegen unbelegte Vorwürfe zu systematischem Betrug bei der US-Wahl den Rücken gestärkt. "Präsident Trump sollte sich nicht geschlagen geben", sagte Graham dem TV-Sender Fox. US-Medien hatten am Samstag übereinstimmend den Demokraten Biden als neu gewählten Präsidenten ausgerufen. Trump hatte sich seit Tagen und ohne Belege als Opfer systematischen Wahlbetrugs dargestellt.

US-Senator Lindsey Graham (Republikaner): "Die Medien entscheiden nicht, wer Präsident wird". (Quelle: Meg Kinnard/AP/dpa)

"Dies ist eine umstrittene Wahl. Die Medien entscheiden nicht, wer Präsident wird. Wenn sie dies tun würden, gäbe es niemals einen republikanischen Präsidenten", sagte Graham weiter. Trump müsse vor Gericht ziehen. Der Senator, der als Trump-Vertrauter gilt, führte den Fall von Personen an, die im Schlüsselstaat Pennsylvania angeblich gewählt hätten, obwohl sie bereits tot gewesen seien. Biden führt in dem Bundesstaat vor Ende der Auszählung mit 40.000 Stimmen.

Trump ereilt Nachricht von Niederlage beim Golf

US-Präsident Donald Trump hat die Nachricht seiner Wahlniederlage bei einem Besuch seines Golfclubs in Virginia ereilt – seinem ersten Ausflug aus dem Weißen Haus seit der Wahl. Trump war am Samstagvormittag vom Weißen Haus aus zu seinem Golfclub gefahren und dort um 10.39 Uhr (Ortszeit/16.39 MEZ) angekommen. Kurz vor 11.30 Uhr meldeten US-Medien, dass Trumps Herausforderer Joe Biden die Wahl gewonnen habe. Den Berichten zufolge hielt in der Nähe des Golfclubs eine Person ein Schild mit der Aufschrift "Good Riddance" (in etwa: Auf Nimmerwiedersehen) hoch.

Im Golf-Klub: Donald Trump schwang den Schläger, als Biden zum Gewinner der Wahl erklärt wurde. (Quelle: Patrick Semansky/AP/dpa)

Vor der Einfahrt zum Golfclub hatten sich Dutzende Unterstützer sowohl Bidens als auch Trumps eingefunden. Auf Schildern von Trump-Gegnern stand: "Du bist gefeuert" und "Pack Deinen Scheiß und geh". Fahrzeuge mit Trump-Flaggen seien hin- und hergefahren und hätten gehupt. Aus einem der Fahrzeuge habe jemand per Lautsprecher gerufen: "Die Medien lügen über alles." Die Reporter aus dem Begleittross berichteten, der Konvoi mit dem Präsidenten sei um 14.30 Uhr vom Golfclub aus aufgebrochen. Hier sehen Sie Aufnahmen von Trump auf dem Golfplatz.

Trump war nicht der einzige, der beim Sport von Bidens Sieg erfuhr: Die designierte Vizepräsidentin Kamala Harris war gerade joggen, als sie von dem Wahlerfolg hörte. 

Ungarns Regierungschef Orban gratuliert Biden zum Wahlerfolg

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat dem demokratischen Kandidaten Joe Biden zum Erfolg bei der US-Präsidentschaftswahl gratuliert. Dies bestätigte ein Sprecher Orbans am Sonntag gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur MTI. Der rechtsnationale Regierungschef habe Biden einen Brief geschickt, in dem er ihm zum erfolgreichen Präsidentschaftswahlkampf gratuliert habe, sagte der Sprecher. "Zur Bewältigung Ihrer außerordentlich verantwortungsvollen Aufgaben wünsche ich Ihnen gute Gesundheit und fortwährende Erfolge", zitierte der Sprecher aus dem Brief.

Orban, dem Kritiker einen autoritären Regierungsstil vorwerfen, hatte sich in der Vergangenheit mehrfach zum nunmehr abgewählten US-Präsidenten Donald Trump bekannt. In einem Rundfunk-Interview am letzten Freitag hatte er sich noch die – bislang durch nichts bewiesenen – Anschuldigungen Trumps zu eigen gemacht, wonach das Ergebnis der US-Wahl auf massivem Wahlbetrug beruhen würde. "Würde so etwas bei uns passieren, würden Himmel und Erde einstürzen", hatte Orban gesagt.

Trumps Schwiegersohn: Trump soll Wahlergebnis akzeptieren

Der Schwiegersohn von Präsident Trump, Jared Kushner, hat versucht, den Republikaner zur Anerkennung des Wahlergebnisses zu überreden, berichtet "CNN". Kushner, ein Top-Berater des Weißen Hauses, soll dies am frühen Morgen nach der Verkündung von Bidens Sieg mit Trump besprochen haben. Trump hat sich bislang geweigert nachzugeben – er bestand darauf, dass "diese Wahl noch lange nicht vorbei ist", und behauptete, Biden habe sich als "fälschlicherweise als Sieger ausgegeben", nachdem die Demokraten Pennsylvania für sich gewinnen konnten. 

"Ich werde nicht ruhen, bis das amerikanische Volk die ehrliche Stimmenauszählung hat, die es verdient und die die Demokratie verlangt", sagte Trump in einer Erklärung und versprach, dass der rechtliche Kampf der Kampagne gegen vermeintlichen "Betrug" am Montag ernsthaft beginnen würde, berichtet "CNN". 

Star-Wars-Schauspieler Hamill freut sich auf seine Art über Bidens Sieg

Star Wars-Schauspieler Mark Hamill hat es sich nicht nehmen lassen, den Wahlsieg von Joe Biden auf Twitter zu feiern – auf seine ganz besondere Art. Der 69-Jährige, der mehr als vier Millionen Twitter-Follower hat, ist seit Jahren ein überzeugter Kritiker von Donald Trump. Nachdem die Wahl am Samstag von zahlreichen Nachrichtenagenturen für Biden ausgerufen worden war, sorgte ein Tweet von Hamill für Furore im Netz:

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Hamill veröffentlichte ein Bild mit drei Plakaten mit den Titeln der ursprünglichen Star Wars-Trilogie. Auf dem New-Hope-Poster war ein Bild von Barack Obama zu sehen, auf dem Empire-Strikes-Back-Poster Trump und auf dem Plakat "Die Rückkehr der Jedi" war Biden abgebildet. Hamill schrieb: "#BestEpisode_EVER".

Im Vorfeld der Wahl drehten Hamill und sein Schauspielkollege Harrison Ford Spots für das Lincoln-Projekt, um potentielle Trump-Wähler abzuschrecken. Hamill machte auch offizielle Wahlwerbung für Biden. Bei der Twitter-Community kam der Tweet gut an: Rund 438.000 Nutzern gefiel der Beitrag.

Ruhani: Nächste US-Regierung sollte Trumps Fehler ausbügeln

Irans Präsident Hassan Ruhani fordert von der neuen US-Regierung eine Wiedergutmachung von Trumps Fehlern. "Trumps Schaden anrichtende Politik wurde vom amerikanischen Volk abgelehnt. Die nächste US-Regierung sollte die Gelegenheit nutzen und die Fehler aus der Vergangenheit wieder gutmachen", wird Ruhani von iranischen Staatsmedien zitiert. Trump hatte das internationale Atomabkommen mit dem Iran 2018 aufgekündigt und Sanktionen gegen das Land wieder eingeführt, die die Wirtschaft massiv belasten. Biden hat zugesagt, dem Abkommen von 2015 wieder beitreten zu wollen. 

Gärtnerei statt Luxushotel: Trump twittert falschen Ort von Pressekonferenz 

Eine Pressekonferenz von US-Präsident Trump hat für Gelächter gesorgt: Die Veranstaltung sollte in einem Luxushotel stattfinden – stattdessen fanden sich die Journalisten bei einer Gärtnerei ein. Hier lesen Sie mehr.

Biden: Wir müssen die Seele Amerikas wiederherstellen

Joe Biden ist der nächste Präsident – und hat zum ersten Mal zur Nation gesprochen. Er präsentierte sich den Amerikanern als Versöhner. Und wandte sich auch an den Rest der Welt. Lesen Sie hier mehr.

Harris: Werde nicht die letzte Frau in diesem Amt sein

Die künftige Vizepräsidentin Kamala Harris hat in ihrer ersten Rede nach dem Wahlergebnis die Bedeutung der Demokratie betont. In Joe Bidens Heimatort Wilmington, Delaware, sagte sie, die Demokratie sei nicht garantiert. "Sie ist nur so stark, wie unser Willen, für sie zu kämpfen. Und genau das haben Sie getan!" 

Harris bedankte sich bei den Wählern, "einen neuen Tag für Amerika" eingeläutet zu haben. Die US-Demokratie habe auf dem Prüfstand gestanden, "die Seele Amerikas stand auf dem Spiel". Doch die Amerikaner hätten Hoffnung und Einheit, Anstand, Wissenschaft "und ja, Wahrheit" gewählt.

Kamala Harris: Die designierte Vizepräsidentin sprach vor Joe Biden in Wilmington. (Quelle: MediaPunch/imago images)

Harris lobte die "Kühnheit" Bidens, eine der größten Barrieren in den USA durchbrochen und sich für eine Vizepräsidentin entschieden zu haben. "Obwohl ich die erste Frau in diesem Amt bin, werde ich nicht die letzte sein." Und Harris bezeichnete Biden als einen "Heiler", jemanden, der Amerika einen könne.

"New York Post" wendet sich im Wahl-Streit von Trump ab

Die konservative Zeitung "New York Post" wendet sich im Streit über das Wahlergebnis in den USA von Präsident Donald Trump ab. In einem Artikel vom Samstag schrieben die Kommentatoren der Zeitung zwar, dass Trump viel für das Land getan habe – doch mit der Verschwörungstheorie der "gestohlenen Wahl" aufhören müsse, wenn er seine eigene Stimme nicht "marginalisieren" wolle.

Zugleich veröffentlichte die Zeitung einen ungewohnt positiven Artikel über den neu gewählten Präsidenten Joe Biden mit dem Titel "It's Joe Time" ("Es ist Zeit für Joe"). Noch vor wenigen Wochen hatte die "New York Post" einen der vernichtendsten Artikel über Joe Bidens Sohn Hunter veröffentlicht. Er basierte auf fragwürdigen Quellen und brachte dem Blatt landesweit Kritik ein.

Die "New York Post" gehört Medien-Mogul Rupert Murdoch, der auch das TV-Netzwerk Fox besitzt. Der einflussreiche Nachrichtensender Fox News gilt als "Haus und Hof"-Sender von Trump. Viele seiner Moderatoren bezeichnet der amtierende Präsident als "Freunde". Doch auch Fox-News ließ eine entschiedenere Linie gegenüber Trump erkennen und titelte: "Präsident Trump hat sich dem gewählten Präsidenten nicht geschlagen gegeben."

Netanjahu gratuliert Biden und Harris – und dankt Trump

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat Joe Biden und seiner Stellvertreterin Kamala Harris nach deren Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl gratuliert – und sich bei Trump für die Zusammenarbeit bedankt. Mehr dazu lesen Sie hier.

"Offen für Dialog": Maduro gratuliert Biden und Harris

Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat dem US-amerikanischen Volk zur Präsidentschaftswahl und zugleich Joe Biden und Kamala Harris zu ihrem Sieg gratuliert. "Venezuela, das Heimatland des Befreiers Simon Bolivar, wird immer offen sein für Dialog und Verständigung mit dem Volk und der Regierung der Vereinigten Staaten", schrieb der autoritär regierende Maduro am Samstag (Ortszeit) auf Twitter. In der Generaldebatte der UN-Vollversammlung im September hatte Maduro die USA noch als Gefahr für den Weltfrieden bezeichnet.

Venezuela steckt in einer tiefen Verfassungs- und Wirtschaftskrise. Die USA haben das Land und seine Regierung mit harten Sanktionen belegt. Sie sind einer der wichtigsten Verbündeten der venezolanischen Opposition, die unter Führung des selbst ernannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó versucht, Präsident Maduro aus dem Amt zu drängen.

Mexikos Präsident will Biden noch nicht gratulieren

Mexikos Präsident Andres Manuel Lopez Obrador hat sich zurückhaltend zum Erfolg von Joe Biden bei der US-Präsidentschaftswahl geäußert. Er könne einem Wahlsieger erst dann gratulieren, wenn alle rechtlichen Verfahren im Zusammenhang mit der Abstimmung abgeschlossen seien, sagt Lopez Obrador. Ein solches Vorgehen sei "politisch klug". Er habe sowohl zu Amtsinhaber Donald Trump als auch zu Biden ein gutes Verhältnis.

Trumps erster Tweet nach Bidens Wahlsieg

Nach der Bekanntgabe von Joe Bidens Wahlsieg hat sich der amtierende US-Präsident Donald Trump wieder bei Twitter zu Wort gemeldet – und erneut ohne Belege von Wahlbetrug gesprochen. Lesen Sie hier mehr.

Bericht: Biden will schon am Montag Corona-Expertenrat vorstellen

Der frisch gewählte US-Präsident Joe Biden will US-Medienberichten zufolge schon am Montag einen Expertenrat zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie vorstellen. Die Einrichtung des Gremiums noch vor der Bekanntgabe der Personalwahl für erste Kabinettsposten unterstreiche, welche Bedeutung Biden dem Kampf gegen die Pandemie einzuräumen plane, berichtete am Samstag die Nachrichtenseite "Axios". Dem Sender CNN zufolge soll es sich um ein zwölfköpfiges beratendes Expertengremium handeln.

Der amtierende Präsident Donald Trump wird noch bis zur geplanten Amtseinführung Bidens am 20. Januar weiter regieren. Biden hatte jedoch schon vor der Wahl vom Dienstag erklärt, dass er sich im Falle eines Wahlsiegs umgehend mit Gouverneuren und Bürgermeistern kurzschließen würde, um den Kampf gegen die Pandemie voranzutreiben.

Trump erkennt Wahlsieg von Biden nicht an

US-Präsident Donald Trump will einen Sieg seines demokratischen Herausforderers Joe Biden bei der Wahl in den USA nicht anerkennen. "Die einfache Tatsache ist, dass diese Wahl noch lange nicht vorbei ist", teilte Trump am Samstag mit. Zuvor hatten US-Medien Biden übereinstimmend als Sieger der Präsidentenwahl ausgerufen.

Der frisch gewählte US-Präsident Joe Biden will US-Medienberichten zufolge schon am Montag einen Expertenrat zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie vorstellen. Die Einrichtung des Gremiums noch vor der Bekanntgabe der Personalwahl für erste Kabinettsposten unterstreiche, welche Bedeutung Biden dem Kampf gegen die Pandemie einzuräumen plane, berichtete am Samstag die Nachrichtenseite "Axios". Dem Sender CNN zufolge soll es sich um ein zwölfköpfiges beratendes Expertengremium handeln.

Wie beurteilen Sie den Sieg von Joe Biden?

Kanzlerin Angela Merkel und Außenminister Heiko Maas haben sich zuversichtlich zur künftigen Zusammenarbeit mit dem neu gewählten US-Präsidenten Joe Biden gezeigt. Wie denken Sie darüber?

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Biden-Unterstützer singen Bon Jovi Hit

Die Freude über den Sieg des Demokraten Joe Biden vor Donald Trump hat auch in Philadelphia hunderte Menschen auf die Straßen gelockt. Ein Video auf Twitter zeigt, wie sie alle zusammen den Hit "Livin' on a Prayer" von Bon Jovi singen. 

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Biden gewinnt die US-Wahl – Gratulation von Trump bleibt bislang aus

Eigentlich gehört es zum guten Ton in der US-Politik, dass ein Gegner dem Sieger der Wahl gratuliert. Stunden nach seinem Sieg bei der US-Wahl hat Joe Biden allerdings noch immer keinen Anruf von Donald Trump erhalten. Das berichtet CNN unter Berufung auf das Umfeld des neu gewählten US-Präsidenten. Zuvor war allerdings auch bekannt geworden, dass Trump das Ergebnis der Wahl nicht akzeptiert.

Foto der Bidens aus dem Wohnzimmer: "Wir haben es geschafft"

Die Frau des gewählten US-Präsidenten Joe Biden hat den Amerikanern versprochen, dass ihr Mann sich für alle Familien im Land einsetzen werde. Jill Biden veröffentlichte ein Foto auf Twitter, das sie und ihren Mann in einem Wohnzimmer zeigt. Biden trägt eine Schirmmütze mit der Aufschrift "We just did" (etwa: Wir haben es geschafft.). Die beiden halten ein Schild in die Kamera, auf dem geschrieben steht: "Dr. & Vize-Präsident Biden leben hier." Das nun überflüssige Wort "Vize" verdeckt die 69-jährige Jill Biden mit ihrer Hand.

Biden sei mit seiner Familie zu Hause gewesen, als er von der Nachricht erfahren habe, berichtete der TV-Sender ABC News unter Berufung auf einen Mitarbeiter Bidens.

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Hillary Clinton: Bidens Sieg ist eine "Absage an Trump"

Die frühere US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton sieht den Sieg von Joe Biden bei der Wahl als Absage an den Amtsinhaber Donald Trump. "Die Wähler haben gesprochen, und sie haben Joe Biden und Kamala Harris zu unserem nächsten Präsidenten und Vizepräsidenten gewählt", schrieb die Demokratin bei Twitter. Es sei ein Kandidatenpaar, das Geschichte schreibe, "eine Absage an Trump" und ein neues Kapitel für Amerika. "Vorwärts, zusammen", schrieb Clinton weiter. Sie unterlag bei der Präsidentenwahl 2016 dem Republikaner Trump. Die wichtigsten Reaktionen auf den Sieg von Joe Biden lesen Sie hier.

t-online-Reporter zeigt Bilder der Feier vor dem Weißen Haus

t-online-Reporter Fabian Reinbold verschafft sich einen Eindruck vor dem Weißen Haus. Hunderte Menschen haben sich dort eingefunden, nachdem Joe Biden zum Sieger der Wahl verkündet wurde. Auf Bildern sind Schilder zu sehen, auf denen etwa steht: "Trump du bist gefeuert". Mehr dazu sehen Sie hier.

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Biden holt auch in Nevada Mehrzahl der Stimmen

Der neu gewählte Präsident Joe Biden hat Prognosen von Medien zufolge bei der US-Wahl auch im Bundesstaat Nevada gesiegt. Das ging am Samstag aus übereinstimmenden Vorhersagen der Nachrichtenagentur AP und des TV-Senders Fox hervor. Damit sicherte Biden sich die Stimmen sechs weiterer Wahlleute und verbessert nochmal seine Position im absehbaren juristischen Kampf gegen den bisherigen Amtsinhaber Donald Trump um das Wahlergebnis.

Macron: "Wir haben viel zu tun"

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Joe Biden und Kamala Harris zum Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl gratuliert. "Die Amerikaner haben ihren Präsidenten gewählt", schrieb Macron auf Twitter auf Französisch und Englisch. "Wir haben viel zu tun, um die heutigen Herausforderungen zu bewältigen. Lasst uns zusammenarbeiten!", so Macron weiter. Die wichtigsten Reaktionen auf den Sieg von Joe Biden lesen Sie hier.

Boris Johnson gratuliert zu "historischem Erfolg"

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson hat Joe Biden zu dessen Wahl zum US-Präsidenten und Kamala Harris zu "ihrem historischen Erfolg" gratuliert. "Die USA sind unser wichtigster Verbündeter", schrieb Johnson auf Twitter, nachdem die Nachrichtenagentur AP und mehrere US-Sender Bidens Sieg über den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump ausgerufen hatten. Er freue sich auf eine enge Zusammenarbeit bei den gemeinsamen Prioritäten, vom Klimawandel bis hin zu Handel und Sicherheit, schrieb Johnson weiter. Harris wird die erste Frau und Schwarze im Amt des US-Vizepräsidenten sein. Die wichtigsten Reaktionen auf den Sieg von Joe Biden lesen Sie hier.

Kanzlerin Merkel: "Freue mich auf Zusammenarbeit"

Bundeskanzlerin Angela Merkel gratuliert Biden und betont die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen. "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Präsident Biden", twittert Regierungssprecher Steffen Seibert als Merkels Reaktion. "Unsere transatlantische Freundschaft ist unersetzlich, wenn wir die großen Herausforderungen dieser Zeit bewältigen wollen." Die wichtigsten Reaktionen auf den Sieg von Joe Biden lesen Sie hier.

Steinmeier: Damit "verbinden sich die Hoffnungen unzähliger Menschen"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dem US-Demokraten Joe Biden zum Sieg bei der Präsidentschaftswahl gratuliert und ihm die enge Partnerschaft Deutschlands zugesichert. "Mit Ihrer Präsidentschaft verbinden sich die Hoffnungen unzähliger Menschen, weit über die Grenzen Ihres Landes hinaus, auch in Deutschland", schrieb Steinmeier am Samstag an Biden. "Es ist die Hoffnung auf eine neue Gemeinsamkeit. Es ist die Hoffnung auf Verlässlichkeit, Vernunft und die beharrliche Arbeit an Lösungen in einer unruhigen Welt."

Früherer Präsident Obama gratuliert Biden zum Sieg

Barack Obama, der 44. Präsident der USA, hat Joe Biden via Twitter zum Wahlsieg gratuliert. In einem nun veröffentlichten Statement schreibt er unter anderem: "Ich könnte nicht stolzer sein, dem nächsten Präsidenten Joe Biden und unserer nächsten Forst Lady Jill Biden zu gratulieren." Zudem sichert er Biden seine Hilfe zu. Nun müsse jeder seinen Beitrag leisten, um "die Temperatur zu senken und um einen gemeinsamen Ausgangspunkt finden, um vorwärts zu kommen".

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Trump soll bei Bidens Wahlsieg-Verkündung Golf gespielt haben

Während die ganze Welt gespannt auf die Verkündung des Gewinners der Präsidentschaftswahl wartete, spielte der amtierende Präsident offenbar Golf. Wie John King, CNN-Korrespondent, bei Twitter schreibt, war es der 299. Besuch von Trump im Golf-Club während seiner Präsidentschaft. 

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Im Golf-Klub: Donald Trump schwang den Schläger, als Biden zum Gewinner der Wahl erklärt wurde. (Quelle: Patrick Semansky/AP/dpa)

Kamala Harris postet Video von erstem Telefonat mit Joe Biden nach Wahlsieg

Die neue Vize-Präsidentin, Kamala Harris, hat bei Twitter ein Video von einem Telefonat mit Joe Biden gepostet. "Wir haben es geschafft, Joe. Du wirst der nächste Präsident der Vereinigten Staaten", sagt sie.

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Kanadas Premierminister gratuliert Biden zum Sieg

Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat Joe Biden und Kamala Harris zum Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl gratuliert. "Glückwunsch", schrieb Trudeau  per Twitter an die beiden gerichtet. "Unsere beiden Länder sind enge Freunde, Partner und Verbündete. Wir teilen eine Beziehung, die einzigartig auf der Weltbühne ist. Ich freue mich wirklich sehr darauf, mit euch beiden zusammenzuarbeiten und darauf aufzubauen."

Jubeln und Rufe vor dem Weißen Haus

Mehrere US-Medien berichten von Hunderten, die vor dem Weißen Haus die Wahl von Joe Biden und Kamala Harris feiern. "NBC News" veröffentlichte ein Live-Video, in dem die Massen zu sehen sind. 

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Nancy Pelosi: Zeit der Hoffnung beginnt

Mit Joe Bidens Wahlsieg beginnt in den USA nach Ansicht der Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, eine neue Zeit der Hoffnung. Biden habe einen "historischen Sieg" errungen, erklärte die Demokratin am Samstag: "Heute beginnt ein neuer Tag der Hoffnung für Amerika."

Biden werde vom ersten Tag seiner Präsidentschaft an bereit sein, den Herausforderungen des Landes zu begegnen. Er werde die Coronavirus-Pandemie eindämmen und sich für eine bessere Gesundheitsversorgung einsetzen, sagte Pelosi. Die Amerikaner hätten mit Biden jemanden gewählt, der ohne Unterlass arbeiten werde, um das Land zu einen und der die Werte "Glauben, Familie und Gemeinschaft" hochhalte, erklärte Pelosi.

Maas wirbt für "transatlantischen Neuanfang"

Nach dem Sieg von Joe Biden hat Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) für einen Neustart der schwer angeschlagenen Beziehungen zu den USA geworben. "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der nächsten US-Regierung", schrieb er bei Twitter. "Wir wollen in unsere Zusammenarbeit investieren, für einen transatlantischen Neuanfang, einen New Deal."

CNN-Reporter bei Liveübertragung zu Tränen gerührt

Ein CNN-Reporter hat während der Liveübertragung des Senders über seine Gefühle zur Wahl von Joe Biden gesprochen. Van Jones erinnerte an die "Black Lives Matter"-Bewegung, den Tod von George Floyd und sprach darüber, wie schlimm es sei, als schwarzer Mann in den USA Angst um sein Leben haben zu müssen. "Es ist einfacher an diesem Morgen, ein Elternteil zu sein." Man könne nun seinen Kindern sagen, die Wahrheit spiele eine Rolle, ein guter Mensch zu sein, spiele eine Rolle. Mehr dazu lesen Sie hier.

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New York reagiert mit Jubel und Freudenschreien auf Ergebnis der Wahl

In New York haben Hunderte Menschen mit Jubelrufen auf die Medienberichte reagiert, die Joe Biden zum Präsidenten der USA erklärt haben. "Gott schütze Amerika" schreibt ein Twitter-Nutzer zu einem Video, dass die Atmosphäre in der Metropole zeigt. Auf den Straßen New Yorks klatschten, schrien und jubelten die Menschen. Hunderte strömten zum Times Square und feierten. Viele Autofahrer betätigten pausenlos ihre Hupen. Auch nach einer Stunde hatte der andauernde Applaus noch kein Ende genommen.

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Eine andere Twitter-Nutzerin schreibt: "Ich komme nicht über den Klang New Yorks hinweg".

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Statement von Kamala Harris: "Geht um die Seele Amerikas"

Mit der Wahl von Joe Biden zum neuen US-Präsidenten wird Kamala Harris als erste Frau und als erste Schwarze Vize-Präsidentin der USA. Sie schrieb bei Twitter: "Bei dieser Wahl geht es um so viel mehr als
Joe Biden oder mich. Es geht um die Seele Amerikas und unsere Bereitschaft, dafür zu kämpfen. Wir haben eine Menge Arbeit vor uns. Lasst uns anfangen."

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Statement von Joe Biden: Will "Präsident für alle Amerikaner sein"

Der US-Demokrat Joe Biden hat nach seinem Sieg bei der Präsidentschaftswahl versprochen, ein "Präsident für alle Amerikaner" zu werden. Er sei "geehrt", ausgewählt worden zu sein, "unser großartiges Land anzuführen", schrieb Biden bei Twitter. "Die Arbeit, die vor uns liegt, wird hart sein, aber ich verspreche euch: Ich werde ein Präsident für alle Amerikaner sein – ob ihr für mich gestimmt habt oder nicht."

Joe Biden hat "geehrt und demütig" auf seine Wahl zum US-Präsidenten reagiert. "Nach Abschluss des Wahlkampfes ist es an der Zeit, die Wut und die harte Rhetorik hinter uns zu lassen und als Nation zusammenzukommen", teilte der 77-Jährige mit. 

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Medien erklären Joe Biden zum Gewinner der Präsidentschaftswahl

Die Sender CNN und NBC riefen den früheren Vizepräsidenten am Samstag zum Sieger des umkämpften Duells mit Amtsinhaber Donald Trump aus. Er wird damit der 46. Präsident der US-Geschichte. Mehr dazu lesen Sie hier.

Bundeswahlbehörde: "Kein Beweis für Betrug"

Die oberste Wahlbehörde in den USA ist Behauptungen über möglichen Betrug bei der Präsidentschaftswahl entschieden entgegen getreten. "Es gibt wirklich keinen Beweis für Betrug", betonte Ellen Weintraub, Leitende Kommissarin bei der Bundeswahlkommission, gegenüber CNN. Im ganzen Land habe es nur sehr wenige begründete Beschwerden gegeben. Beweise für Wahlbetrug oder eine Zählung illegaler Stimmen waren aber nicht darunter. Unabhängige Wahlfachleute hätten dafür Sorge getragen, dass die Wahl überall ordnungsgemäß abgelaufen sei.

Seit der Präsidentenwahl am Dienstag behauptet Trump immer wieder und ohne Beleg, dass es bei der Abstimmung Betrug zu seinen Ungunsten gegeben habe. Auch am Samstag verbreitete er wieder entsprechende Behauptungen bei Twitter. Der Kurznachrichtendienst schränkte deshalb erneut den Zugang zu diesen Botschaften des Amtsinhabers ein und versah sie mit einem Warnhinweis.

Trump behauptet erneut, er habe die Wahl gewonnen

Donald Trump sieht sich ungeachtet des wachsenden Vorsprungs seines Herausforderers Joe Biden weiterhin als klaren Wahlsieger. "Ich habe diese Wahl gewonnen, und zwar mit großem Vorsprung", schrieb Trump am Samstag in Großbuchstaben auf Twitter. Twitter versah die Botschaft umgehend mit einem Warnhinweis.

Tatsächlich steht ein Gewinner auch vier Tage nach der Wahl noch nicht fest. Biden liegt aber deutlich vorn. Trump führt das auf "massiven Betrug" zurück, hat für seine Vorwürfe aber keinerlei Beweise vorgelegt.

Bidens Vorsprung in Georgia wächst

Im wichtigen Bundesstaat Georgia ist der Vorsprung von Joe Biden im Rennen um das Weiße Haus noch ein Stück größer geworden. Zum Stand 9 Uhr MEZ am Samstag lag der Demokrat um 7.248 Stimmen vor Amtsinhaber Donald Trump, wie der TV-Sender CNN unter Berufung auf Zahlen der Wahlbehörde berichtete. Es war ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zu den 4.430 Stimmen Vorsprung wenige Stunden zuvor.

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Angesichts des engen Rennens ist in Georgia eine Neuauszählung sehr wahrscheinlich. Der wachsende Abstand ist für Biden ein gutes Zeichen, dass er auch danach noch vorn liegen kann.

Biden hatte in Georgia einen Vorsprung Trumps von zeitweise rund 300.000 Stimmen aufgeholt. Wenn der Demokrat in dem Bundesstaat gewinnt, kann Trump nicht mehr die für einen Sieg nötige Marke von 270 Wahlleuten erreichen.

12 Uhr: Iran hofft auf Biden-Sieg

Der Iran hofft, dass die USA im Fall eines Wahlsiegs des Demokraten Joe Biden zum Wiener Atomabkommen zurückkehren und die geltenden Sanktionen aufheben. "Inschallah (so Gott will) wird eine neue Regierung in den USA zu ihren internationalen Verpflichtungen zurückehren", sagte Präsident Hassan Ruhani am Samstag. Die Sanktionen der vergangenen drei Jahre sollten dann umgehend aufgehoben werden, so der Präsident im iranischen Staatsfernsehen.

8 Uhr: Ausgang von Senatswahl wieder völlig offen

Über die Mehrheit im US-Senat für die kommenden zwei Jahre werden voraussichtlich erst zwei Stichwahlen im Bundesstaat Georgia Anfang Januar entscheiden. Auch der republikanische Senator David Purdue und sein demokratischer Herausforderer Jon Ossoff konnten ihre Rennen nicht im ersten Wahlgang entscheiden, wie die Nachrichtenagentur AP in der Nacht zum Samstag auf Grundlage von Stimmauszählungen und Wählerbefragungen meldete.

Die Republikaner hielten im Senat bisher die Mehrheit von 53 der 100 Sitze. Nach den Wahlen am Dienstag kommen Demokraten und Republikaner aktuell auf jeweils 48 Stimmen. Neben den zwei Stichwahlen in Georgia stehen noch die Ergebnisse zu zwei Sitzen in Alaska und North Carolina aus – dort führen aber die bisherigen republikanischen Senatoren. Wenn die Rennen zu ihren Gunsten ausgehen, würden die Republikaner auf 50 Sitze vorrücken.

Die Demokraten müssten dann beide Stichwahlen in Georgia gewinnen, um aufzuholen. Und wenn Joe Biden – so wie es sich aktuell abzeichnet – die Präsidentenwahl gewinnt, würde das auch die Kontrolle über den Senat bedeuten. Denn bei einem Patt von 50 zu 50 Stimmen könnte Vizepräsidentin Kamala Harris eingreifen.

6.45 Uhr: Trump schätzt Siegchancen offenbar mittlerweile realistischer ein

Der amtierende US-Präsident Donald Trump liegt bei der US-Präsidentschaftswahl in entscheidenden Bundesstaaten immer weiter hinter seinem Herausforderer Joe Biden. Bislang hatte sich Trump allerdings geweigert, seine Niederlage einzugestehen. Das scheint sich offenbar langsam zu ändern. Laut Quellen von Jim Acosta, CNN-Chefreporters im Weißen Haus, entwickle Trump mittlerweile einen "realistischeren" Blick auf die Ergebnisse. Dies heiße allerdings nicht, dass er bereits aufgegeben habe, so Acosta.   

5 Uhr: Biden: Wir werden die Wahl gewinnen

Der Demokrat Joe Biden zeigt sich bei einer Ansprache am späten Abend siegessicher. Er werde die Wahl in Pennsylvania, Georgia und Arizona gewinnen und sei auf dem Weg, mehr als 300 Wahlleute zugesprochen zu bekommen. Zusammen mit seiner Vize-Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris habe er bislang mehr als 74 Millionen Stimmen bekommen – mehr als jedes andere Wahl-Team in der Geschichte des Landes. Lesen Sie hier mehr. 

Trump warnt seinen Herausforderer Biden

US-Präsident Donald Trump hat seinen Kontrahenten Joe Biden davor gewarnt, sich als Sieger der Abstimmung auszurufen. "Joe Biden sollte das Amt des Präsidenten nicht zu Unrecht beanspruchen. Ich könnte es auch beanspruchen. Gerichtsverfahren beginnen gerade erst!", schrieb Trump auf Twitter. Mehr dazu lesen Sie hier.

2.45 Uhr: Kleiner Erfolg für Trump-Team am Supreme Court

In seiner ersten Entscheidung nach der Präsidentenwahl hat das Oberste Gericht der USA verfügt, dass im Bundesstaat Pennsylvania die nach Schließung der Wahllokale eingetroffenen Stimmzettel getrennt aufbewahrt und ausgezählt werden müssen. Das macht es einfacher, sie nicht bei der endgültigen Auszählung zu berücksichtigen, wenn sie für ungültig erklärt werden sollten.

Der Richter Samuel Alito traf die Eilentscheidung am Freitag auf Antrag der Republikaner. Die Behörden hatten die Stimmzettel allerdings bereits getrennt gesammelt. In dem Streit geht es um per Post verschickte Stimmzettel, die binnen drei Tagen nach dem Wahltag am 3. November eintreffen. In Pennsylvania sollen sie noch berücksichtigt werden.

2.30 Uhr: Trump will mit Spenden für Rechtsstreit Schulden bezahlen

Die E-Mails klingen geradezu wütend: Trumps Team will Spenden, und zwar sofort. Anlass sind die Rechtsstreitigkeiten um die Wahl. Es gibt aber einen weiteren Grund. Lesen Sie hier mehr.

22.50 Uhr: Republikaner in Pennsylvania ziehen vor den Supreme Court

Im Streit um Briefwahlstimmen im US-Bundesstaat Pennsylvania sind die Republikaner von Präsident Donald Trump erneut vor den Obersten US-Gerichtshof gezogen. Pennsylvanias Republikaner riefen den Supreme Court in Washington auf, per Eilanordnung eine Zählung von nach dem Wahltag eingegangenen Briefwahlzetteln zu untersagen. Diese Wahlzettel müssten von den anderen abgesondert werden und dürften nicht ausgezählt werden.

Pennsylvania hatte wegen der Corona-Pandemie eine Ausweitung der Briefwahl beschlossen. Demnach werden alle Stimmzettel angenommen, die bis zu drei Tage nach dem Wahltag beim Wahlleiter eintreffen, sofern sie den Poststempel vom 3. November tragen. Die Frist läuft damit am Freitag aus.

Pennsylvanias Wahlbehörden haben bereits als Vorsichtsmaßnahme angeordnet, nach dem Wahltag eingegangene Briefwahlstimmen von den anderen zu trennen. Derzeit sieht es so aus, als sei ihre Zahl ohnehin zu gering, um den Wahlausgang in dem Bundesstaat zu beeinflussen.

20 Uhr: Trump in Statement: "Ich werde nicht aufgeben"

Donald Trump hat am Freitag erneut den Vorwurf erhoben, bei der Auszählung nach der US-Präsidentschaftswahl vom Dienstag würden "illegale Stimmen" gezählt. Für diese Behauptung gibt es bisher keine Beweise. Von Anfang an habe er gesagt, dass nur "legale Stimmen" für das Ergebnis berücksichtigt werden dürften. "Aber wir sind bei diesem grundlegenden Prinzip auf Widerstand von Seiten der Demokraten gestoßen", erklärte Trump in einer schriftlichen Mitteilung.

Es gehe um die Integrität des gesamten Wahlprozesses. Der Präsident kündigte erneut an, alle rechtlichen Mitteln nutzen zu wollen. An das amerikanische Volk gerichtet fügte er hinzu: "Ich werde niemals aufgeben, für euch und unsere Nation zu kämpfen." 

19.20 Uhr: Biden will Ansprache an die Nation halten 

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden will sich am Freitagabend (Ortszeit), zur "prime-time", in einer Ansprache an die Nation wenden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von einem Sprecher von Bidens Wahlkampfteam. Der 77-Jährige steht drei Tage nach der US-Wahl kurz vor einem Sieg, nachdem er zuletzt seinen Vorsprung in wichtigen Staaten wie Pennsylvania und Nevada über Amtsinhaber Donald Trump vergrößert hatte. Biden hat sich seit der Wahl bereits drei Mal an das amerikanische Volk gewendet und zu Geduld angesichts der laufenden Auszählung aufgerufen. 

17.45 Uhr: Nancy Pelosi: "Glücklicher Tag für unser Land"

Die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, rechnet mit einem Sieg des Demokraten Joe Biden. Schon bald werde man Biden nicht mehr als Vizepräsidenten, sondern als gewählten Präsidenten bezeichnen, sagte die Demokratin in ihrer wöchentlichen Pressekonferenz am Freitag. "Das ist ein glücklicher Tag für unser Land, weil Joe Biden einer ist, der vereint", betonte die 80-Jährige. "Der gewählte Präsident Biden hat ein starkes Mandat, um zu führen."

Bei den Kongresswahlen am Mittwoch hatte Pelosi ihren Sitz in Kalifornien überzeugend verteidigt. Sie hatte bereits deutlich gemacht, dass sie sich wieder um den Führungsposten bewerben wolle.

17.40 Uhr: Demokraten gewinnen Senatssitz in Arizona

In Arizona hat Mark Kelly, ein ehemaliger Astronaut, einen Senatssitz für die Demokraten hinzugewonnen, berichtet CNN. Zuvor hielt die Republikanerin Martha McSally den Sitz.

16.55 Uhr: Biden-Sprecher: Eindringlinge werden aus dem Weißen Haus entfernt  

US-Präsident Donald Trump scheint offenbar gewillt, sich auch bei einer Niederlage mit aller Macht an sein Amt zu klammern. Das Wahlkampfteam seines Herausforderers Joe Biden sieht die US-Administration aber für diesen Fall gerüstet. "Die Regierung der Vereinigten Staaten ist durchaus in der Lage, Eindringlinge aus dem Weißen Haus zu eskortieren", sagte Sprecher Andrew Bates übereinstimmenden Medienberichten zufolge. Er reagierte damit auf entsprechende Befürchtungen, dass Trump eine drohende Wahlniederlage nicht eingestehen könnte. Was passiert, wenn er das Oval Office nach einer Wahlniederlage nicht räumt, lesen Sie hier.

16.45 Uhr: Georgia kündigt Neuauszählung an 

In Georgia hat Brad Raffensperger, der Secretary of State, vergleichbar mit einem Innenminister, angekündigt, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Neuauszählung der Stimmen geben wird. "Mit einem so kleinen Abstand wird es eine Neuauszählung geben", sagte er, wie Fox News berichtet. In dem Staat führt derzeit Joe Biden mit nur etwa 1.500 Stimmen Vorsprung. Beide Kandidaten können eine Neuauszählung beantragen, sobald der Abstand 0,5 Prozent der Stimmen oder weniger beträgt, sagte der Vertreter der Wahlbehörde, Gabriel Sterling. Bei einer Neuauszählung müsse jede Stimme neu eingescannt werden, was bis Ende November dauern könne.

16.20 Uhr: Trumps Wahlkampf-Anwalt: "Die Wahl ist noch nicht vorbei"

Das Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump hat davor gewarnt, dessen Herausforderer Joe Biden bereits jetzt zum Wahlsieger auszurufen. "Diese Wahl ist nicht vorbei", erklärte Wahlkampf-Anwalt Matt Morgan am Freitag. "Die falsche Prognose eines Sieges von Joe Biden basiert auf Ergebnissen aus vier Bundesstaaten, die noch lange nicht endgültig sind." Allerdings hat noch kein großer US-Sender Biden zum Wahlsieger ausgerufen.

Biden war am Freitag bei der Auszählung in den Schlüsselstaaten Pennsylvania und Georgia an Trump vorbeigezogen. Der 77-Jährige liegt auch in Arizona und Nevada vor dem Amtsinhaber. Damit wird ein Sieg des früheren Vizepräsidenten bei der umkämpften Wahl immer wahrscheinlicher. 

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16.15 Uhr: Biden-Unterstützer tanzen auf der Straße

In West-Philadelphia haben zahlreiche Menschen nach der Verkündung, dass Biden in Pennsylvania vorne liegt, auf der Straße getanzt. Ein Video davon ging bei Twitter viral. Mehr als 280.000 Menschen sahen sich den Clip bereits an. Reporterin Ellie Rushing schrieb dazu: "West-Philly reagiert auf den Vorsprung in Pennsylvania mit Tanzen auf der Straße, natürlich."

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16.00 Uhr: Angeblicher Wahlbetrug: Trumps Team richtet Hotline ein

Die Wahlkampf-Anwälte von Präsident Trump versuchen seit gestern, die Behauptungen des Präsidenten über den angeblichen Wahlbetrug zu beweisen. Dafür haben sie nun auch eine Hotline eingerichtet, berichtet "CNN", über die sich Wähler melden können. In deren Hauptsitz in Arlington soll dafür extra ein Raum eingerichtet worden sein.

Bislang gibt es für den von Trump vorgeworfenen Wahlbetrug bei der Auszählung der Stimmzettel keine Beweise. Er hatte den Prozess als Diebstahl an seinen Wählerstimmen dargestellt. Mehr zum Streit um die Wählerstimmen sehen Sie oben im Video oder hier.

15.36 Uhr: Arizona und Nevada kommen nur langsam durch

Die Auszählung der Stimmen kommt in den Bundesstaaten Nevada und Arizona weiter nur langsam voran. Präsidentschaftskandidat Joe Biden lag in beiden Rennen knapp vor Amtsinhaber Donald Trump, doch die Stimmen gingen am Freitag nur in kleinen Tranchen ein. Im Laufe des Tages wird mit neuen Ergebnissen gerechnet. Bisher hat noch kein Medium einen Sieger in Nevada ausgerufen. Arizona hatten die Nachrichtenagentur AP und der TV-Sender Fox News bereits Biden zugerechnet. Andere Medien hielten sich noch zurück.

15.24 Uhr: So viele Stimmen fehlen noch in Philadelphia

Der verbleibende Pool der auszuzählenden Stimmen in Philadelphia beläuft sich auf etwa 25.000 Wahlzettel. Das berichtet "CNN".

Die Auszählung dieser Stimmen werde länger dauern, da es sich um provisorische Stimmzettel handelt, aber auch um solche, die aufgrund von Fragen wie Datum und Unterschriften überprüft werden müssen. "Es wird noch eine Weile dauern", berichtete einer der Beamten "CNN". 

14.51 Uhr: Joe Biden überholt Donald Trump im Rennen um  Pennsylvania

Bei der Auszählung der Stimmen zur US-Präsidentschaftswahl im Schlüsselstaat Pennsylvania hat Herausforderer Joe Biden am Freitag die Führung übernommen. Bei einem Auszählungsstand von etwas mehr als 95 Prozent führte Biden mit 5.587 Stimmen vor Amtsinhaber Donald Trump. Damit liegt der Demokrat nun in vier von fünf noch umkämpften Staaten vorn. Mehr dazu lesen Sie hier.

14.28 Uhr: So reagieren deutsche Politiker auf die US-Wahl

Kanzlerin Angela Merkel hat sich zwar bislang nicht zum Verlauf der Wahl in den USA geäußert, andere Politiker, wie etwa Renate Künast und Olaf Scholz, allerdings schon. Mehr dazu lesen Sie hier.

14.12 Uhr: Was, wenn Trump einfach nicht geht?

Wer die Wahl gewinnt, wird Präsident. So einfach war die US-Demokratie bislang in den allermeisten Fällen. Bei Donald Trump ist die Situation im schlimmsten vorstellbaren Szenario eine etwas andere. Der noch amtierende US-Präsident hat mehrfach und eindeutig abgelehnt, sich zu einer friedvollen Machtübergabe zu bekennen. Mehr dazu lesen Sie hier. 

13.50 Uhr: Biden muss stärker von Secret Service geschützt werden

Der Secret Service entsendet einem Medienbericht zufolge zusätzliche Mitarbeiter zum Schutz des US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden in den Bundesstaat Delaware. Biden werde sich mindestens noch einen weiteren Tag in der Stadt Wilmington aufhalten und möglicherweise bereits am Freitag eine große Rede halten, berichtete die "Washington Post" in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) unter Berufung auf zwei ungenannte Quellen. Dies habe Bidens Wahlkampfteam der Behörde mitgeteilt.

Dem Bericht zufolge sind bereits Dutzende Mitarbeiter des Secret Service im Kongresszentrum Chase Center im Einsatz, wo sich Biden mit seinem Team einquartiert hat. Die zusätzlichen Agenten sollten voraussichtlich von Freitag an die Sicherheitsvorkehrungen dort verstärken. Die Anzahl der in Wilmington abgestellten Mitarbeiter entspricht demnach aber nicht dem Schutz, der einem designierten Präsidenten zusteht. Eine Sprecherin des Secret Service erklärte, man werde sich nicht öffentlich zu den Sicherheitsvorkehrungen äußern.

13.16 Uhr: Trumps Ex-Chef-Stratege von Twitter blockiert

Twitter hat den ehemaligen Trump-Chefstrategen Steve Bannon ausgesperrt, nachdem er über die Enthauptung des FBI-Chefs Christopher Wray und des Corona-Experten Anthony Fauci fantasiert hatte. Mehr dazu lesen Sie hier.

13.01 Uhr: Merkel schweigt zur US-Wahl

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich weiterhin nicht zur US-Präsidentschaftswahl äußern. Regierungssprecher Steffen Seibert verwies am Freitagmittag darauf, dass es weiterhin kein Endergebnis gebe und die Auszählung der Stimmen in mehreren Bundesstaaten noch laufe. Diese Auszählungen gelte es abzuwarten. "Und das tut die Bundeskanzlerin, das tut die Bundesregierung."

12.20 Uhr: Biden baut Führung in Georgia aus

Joe Biden konnte seinen Vorsprung in Georgia ausbauen. Er führt jetzt mit 1.096 Stimmen vor Trump. Das berichten mehrere US-Medien übereinstimmend. Mehr dazu lesen Sie hier.

12.15 Uhr: Ergebnis aus Philadelphia wird in den kommenden zwei Stunden erwartet

Der City Commissioner von Philadelphia, Al Schmidt, sagte "CNN", dass es "in den nächsten ein bis zwei Stunden" eine Aktualisierung der Stimmenauszählung geben werde.

"Die Zählung in Philadelphia ging von Anfang an ununterbrochen weiter. Wir hatten gestern wegen eines Rechtsstreits eine kurze Pause von etwa zwei Stunden, aber es ist einfach von entscheidender Bedeutung, dass wir mit der Auszählung aller wahlberechtigten Stimmen, die von den Wählern in Philadelphia abgegeben wurden, fortfahren", sagte er. "Wir haben in Philadelphia insgesamt etwa 360.000 Briefwahlzettel erhalten. Wir haben etwa etwas mehr als 306.000 gezählt ... und [sind] bei 50.000, von denen einige noch zu melden sind."

10.34 Uhr: Biden liegt jetzt in Georgia vorn

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat Donald Trump im US-Bundesstaat Georgia überholt. Er führt laut "CNN" jetzt mit 917 Stimmen. 

10.27 Uhr: Bundesrichter ordnet Suche nach Stimmzetteln an

Ein Bundesrichter ordnete am Donnerstag an, dass der Postdienst seine Durchsuchung nach nicht zugestellten Stimmzetteln fortsetzen muss. Gesucht werden soll in Staaten, die verlängerte Zustellfristen für Stimmen haben, wie etwa North Carolina und Pennsylvania. Das berichtet "NBC".

Der Richter Emmet Sullivan aus Washington, D.C., verfügte, die Durchsuchungen bis Freitag bis zum Ende des Tages fortzusetzen, um sicherzustellen, dass alle per Post zugestellten Stimmzettel ausgezählt werden. Die Anordnung soll der Sorge entgegen wirken, dass eine Reihe von Stimmzetteln möglicherweise nicht zugestellt wurden.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass etwa 300.000 Briefwahl-Stimmzettel offenbar nicht zugestellt wurden. Sie wurden zwar im Postsystem eingescannt, aber deren Zustellung sei nicht über einen Barcode auf den Briefen erfasst worden. Die Post erklärte, dass sie in dem Versuch, die Stimmzettel schneller zuzustellen, in einigen Fällen den Scan für die ausgehende Zustellung umgangen habe.

10.15 Uhr: In diesen Staaten entscheidet sich die Wahl

Aktuell kommt Biden auf 253 der für einen Sieg bei der Präsidentenwahl nötigen 270 Stimmen von Wahlleuten. In Georgia liegt Donald Trump nur noch mit 463 Stimmen vorn (Stand: 10.12 Uhr, laut "CNN"). Mehr dazu und die gesamte Übersicht lesen Sie hier.

9.42 Uhr: Facebook schließt Gruppe von Trump-Anhängern

In einer Gruppe bei Facebook haben sich Anhänger von US-Präsident Trump zusammengetan und unter anderem Falschnachrichten verbreitet. Darauf hat die Social-Media-Plattform nun reagiert. Mehr dazu lesen Sie hier.

9.35 Uhr: Zwei Männer mit Waffen in Philadelphia festgenommen

Die Polizei in Philadelphia hat in der Nähe des Kongresszentrums, wo Stimmen der US-Präsidentenwahl ausgezählt werden, zwei Männer mit Waffen in ihrem Fahrzeug festgenommen. Die Behörden äußerten sich zunächst nicht zu den Hintergründen.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, die Männer hätten offenbar versucht, in das Wahlzentrum zu gelangen. Die Polizei der größten Stadt im Bundesstaat Pennsylvania habe einen Tipp bekommen, wonach sich ein Fahrzeug mit bewaffneten Personen vom Staat Virginia aus auf den Weg gemacht habe, um das Convention Center anzugreifen, sagte ein Polizeivertreter.

In Philadelphia sind die Regeln zum Mitführen von Waffen etwas strenger als im Rest des Bundesstaates Pennsylvania – dafür ist eine Erlaubnis erforderlich. Der Sender Fox News berichtete, die Bundespolizei FBI habe die Ermittlungen übernommen. 

9.29 Uhr: In Georgia wird es immer knapper

Trump liegt im US-Bundesstaat nur noch mit 665 Stimmen vor Joe Biden. Das berichtet CNN. In den kommenden Stunden wird ein Ergebnis erwartet. Wenn die Differenz allerdings so knapp bleibt, ist eine Neuauszählung der Stimmen sehr wahrscheinlich. Donald Trump hat bislang 2.448.183 Stimmen und Joe Biden 2.447.518. 

9.08 Uhr: Fernsehsender unterbrachen Trumps Rede

Bei seinem Auftritt im Presseraum des Weißen Hauses legte Trump keinerlei Belege für einen angeblichen Wahlbetrug vor. Mehrere Fernsehsender unterbrachen die Live-Übertragung nach kurzer Zeit, als erstes der Sender MSNBC, der die Notwendigkeit anführte, Falschaussagen des Präsidenten richtigzustellen. "Wir sind hier erneut in der außergewöhnlichen Situation, dass wir den Präsidenten der Vereinigten Staaten nicht nur unterbrechen, sondern auch korrigieren", sagte Moderator Brian Williams. Es gebe keine illegale Vorgehensweise, von denen sie wüssten. Und auch keinen Sieg von Trump, der bekannt sei.

Trump selbst verließ den Raum nach etwas über einer Viertelstunde, ohne Fragen von Journalisten zu beantworten. Auch die Sender CBS und ABC entschieden sich, die Übertragung der Ansprache abzubrechen.

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9.00 Uhr: "Y.M.C.A"-Urheber reichen Klage gegen Liedverwendung von Trump ein

Wegen des Abspielens des Disco-Hits "Y.M.C.A." bei Wahlkampfauftritten von US-Präsident Donald Trump wollen die Inhaber der Urheberrechte Klage einreichen. Dies kündigte am Donnerstag in Paris der Anwalt Richard Malka an, der die Eigentümer der Rechte an dem Hit der Band Village People aus dem Jahr 1978 vertritt. Der Song war auch für einen Wahlkampfspot Trumps verwendet worden.

Die Verwendung des Lieds für die Trump-Kampagne stelle "eindeutig einen Diebstahl des Eigentums anderer" dar, sagte Malka. Dass der Song für politische Zwecke des US-Präsidenten eingesetzt wird, hätten die Rechteinhaber bei entsprechender Anfrage "niemals akzeptiert".

Nach Angaben des Anwalts soll die Klage in den kommenden Tagen sowohl in den USA als auch in Frankreich eingereicht werden. Zu den Rechteinhabern gehört das französische Musiklabel Scorpio Music.

8.15 Uhr: Biden holt in Pennsylvania weiter auf – jetzt Gleichstand in Georgia

In dem für die Wahl wichtigen Bundesstaat Pennsylvania schrumpft der Vorsprung von US-Präsident Donald Trump laut Edison Research in der laufenden Zählung weiter. Trump ist demnach auf 49,5 Prozent abgerutscht und damit unter 50 Prozent. Biden liegt nun bei 49,2 Prozent. Ausgezählt sind bislang 95 Prozent der Stimmen.

In Georgia (16 Wahlleute) liegen Biden und Trump dem Datenanbieter Edison Research zufolge inzwischen faktisch gleichauf: Nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen kommen beide demnach auf 49,4 Prozent. Trump führte hier zuletzt.

Demokraten und viele Beobachter sind optimistisch, dass Biden Trump in den Staaten noch überholen kann, weil die nun ausgezählten Briefwahlstimmen bislang zu großen Teilen aufs Konto der Demokraten gegangen sind. Wenn Biden Pennsylvania gewinnt, hat er über 270 Wahlmännerstimmen und wäre der nächste Präsident der USA. 

6.55 Uhr: US-Post registriert in Pennsylvania weitere Stimmen

Der US Postal Service teilt mit, am Donnerstag rund 1.700 Wahlzettel in Pennsylvania erhalten zu haben. Die meisten Stimmen gingen in Philadelphia ein, gefolgt von Pittsburgh. Die Wahlzettel würden nun den Wahlleitern zugeteilt. Die Frist für eingehende Wahlzettel, die in dem umkämpften Staat noch berücksichtigt werden, läuft am Freitagabend ab.

4.10 Uhr: Warten auf Ergebnisse sorgt für Lacher im Netz 

Mehrere Tage und Nächte zieht sich die Auszählung der Wählerstimmen in den USA hin. Menschen weltweit sitzen gespannt vor der Berichterstattung – doch es gibt noch immer kein Ergebnis. Im Netz wird gespottet. Hier ein Überblick über einige der witzigsten Memes auf Twitter.

4 Uhr: Scharfe Kritik von Republikanern nach Trumps Pressekonferenz

US-Präsident Donald Trump hat sich nach seiner Pressekonferenz im Weißen Haus scharfe Kritik von Mitgliedern seiner Partei eingehandelt. Mehr dazu lesen Sie hier.

3 Uhr: Maas mahnt Zurückhaltung an – "Amerika ist mehr als eine One-Man-Show"

Angesichts des Kopf-an-Kopf-Rennens bei der US-Präsidentschaftswahl zwischen Amtsinhaber Donald Trump und Herausforderer Joe Biden hat Bundesaußenminister Heiko Maas beide Seiten zur Zurückhaltung aufgerufen. "Amerika ist mehr als eine One-Man-Show. Wer in so einer Situation weiter Öl ins Feuer gießt, der handelt selbst unverantwortlich", sagt der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Anständige Verlierer sind für das Funktionieren einer Demokratie wichtiger als strahlende Sieger." Das Vertrauen in faire und freie Wahlen dürften Demokraten niemals beschädigen. "Jetzt heißt es: Kühlen Kopf bewahren, bis ein unabhängig festgestelltes Ergebnis vorliegt."

2.10 Uhr: Vizepräsident Pence bekräftigt Loyalität zu Trump

US-Vizepräsident Mike Pence hat Donald Trump während der laufenden Stimmenauszählung nach der US-Wahl seines Rückhalts versichert. Er stehe an der Seite des Präsidenten, schrieb Pence am Donnerstagabend auf Twitter, kurz nachdem Trump eine Pressekonferenz im Weißen Haus beendet hatte.

Zugleich schrieb er: "Wir müssen jede legale Stimme zählen." "Legal" schrieb er in Großbuchstaben. Trumps Chancen auf eine Wiederwahl sind im weiterhin offenen Rennen um das Weiße Haus zuletzt stark geschrumpft. Der Republikaner sieht sich dennoch weiter als legitimer Sieger der Wahl, bei der er von dem Demokraten Joe Biden herausgefordert wurde.

2 Uhr: Trump behauptet: Habe nach "zulässigen Stimmen" klar gewonnen

US-Präsident Donald Trump sieht sich weiterhin als legitimer Sieger der Wahl in den USA. "Wenn man die legalen Stimmen zählt, gewinne ich mit Leichtigkeit", sagte Trump am Donnerstagabend im Weißen Haus bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit der Wahlnacht. "Wenn man die illegalen Stimmen zählt, dann können sie versuchen, uns die Wahl zu stehlen." Belege für seine Behauptungen führte er nicht an. Lesen Sie hier mehr. 

1.40 Uhr: Präsidentennichte bezeichnet Trump als "Verlierer"

Die Nichte von US-Präsident Donald Trump hat das Verhalten des Republikaners nach der US-Wahl abschätzig kommentiert. "So sieht es aus, wenn ein Verlierer verliert", schrieb Mary Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) auf Twitter, während Trump im Weißen Haus eine Pressekonferenz gab.

Zwei Tage nach dem Wahltag ist das Rennen um die Präsidentschaft noch nicht entschieden, Trumps Chancen auf die Wiederwahl sind aber zuletzt dramatisch geschrumpft. Trump macht dafür Wahlbetrug verantwortlich und sieht sich als legitimen Sieger der Wahl. Auf nennenswerten Betrug bei der Wahl gibt es keinerlei Hinweise.

Mary Trump – eine promovierte Psychologin – hatte vor der Wahl ein Enthüllungsbuch veröffentlicht und vor einer zweiten Amtszeit ihres Onkels gewarnt. 

1.10 Uhr: Klimaaktivistin Thunberg zu Trump: "Entspann dich, Donald!"

Klimaaktivistin Greta Thunberg hat die mögliche Wahlschlappe von US-Präsident Donald Trump für eine späte Revanche auf dessen Lieblingsmedium Twitter genutzt. Hier lesen Sie mehr.

1 Uhr: Ergebnis im US-Schlüsselstaat Pennsylvania für Freitag angekündigt

Die Behörden in Pennsylvania erwarten für diesen Freitag das Ergebnis der Präsidentschaftswahl in diesem US-Staat. Dann werde der größte Teil der Stimmen ausgezählt sein, sagte Staatssekretärin Kathy Boockvar am Donnerstag (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz in Harrisburg. Sie begründete die lange Auszählungsdauer mit der hohen Zahl von Briefwahlstimmen und dem voraussichtlich sehr knappen Ausgang. In der Nacht zum Freitag (MEZ) standen noch über 300.000 Briefwahlstimmen aus. Amtsinhaber Donald Trump führte mit etwa 75.000 Stimmen vor seinem Herausforderer Joe Biden.

Wegen des höheren Anteils von Anhängern der Demokratischen Partei unter den Briefwählern ist es möglich, dass Biden in der weiteren Auszählung Trump noch überholt. Bei 20 zu vergebenden Wahlleuten würde dies bedeuten, dass Biden die erforderliche Mehrheit von 270 Wahlleuten erreicht und damit zum Nachfolger Trumps werden kann. Die meisten der noch ausstehenden Stimmen kommen nach Angaben der Staatssekretärin aus städtischen Gebieten, vor allem aus dem Großraum der Millionenstadt Philadelphia und der Stadt Pittsburgh.

Zu den nach Schließung der Wahllokale eingetroffenen Briefwahlstimmen sagte Boockvar, sie erwarte nicht, dass diese das Ergebnis nennenswert beeinflussen könnten. Ihre Zahl sei voraussichtlich überschaubar. In Pennsylvania sind auch Briefwahlstimmen gültig, die wegen Verspätungen im Postversand bis Freitag eintreffen. Diese werden gesondert ausgezählt. Vom Trump-Team beauftragte Anwälte wollen gerichtlich verhindern, dass diese Stimmen als gültig gewertet werden. Abgesehen von einem mehrere Wochen zurückliegenden Fall habe sie keine Kenntnis von versuchtem Wahlbetrug, sagte Boockvar. Es werde alles getan, um eine absolut zuverlässige Auszählung zu garantieren. "Unsere Wahlsysteme und Datenbanken stellen sicher, dass kein Wähler mehr als eine Stimme abgeben kann."

0.45 Uhr – Abstand in Georgia wird immer kleiner

Neben dem Rennen im US-Bundesstaat Pennsylvania wird es auch bei der Auszählung der Wahlstimmen in Georgia immer enger. Der Vorsprung von US-Präsident Donald Trump auf Herausforderer Joe Biden war am Donnerstagnachmittag auf nur noch etwa 9.500 Stimmen oder 0,2 Prozentpunkte geschrumpft. Am Morgen waren es noch etwas weniger als 20.000 gewesen. Offiziellen Angaben zufolge waren am Nachmittag (Ortszeit) noch mehr als 45.000 Stimmen im Staat zu zählen. Trump konnte sich in dem südöstlichen Bundesstaat 2016 mit gut fünf Prozentpunkten vor Hillary Clinton die Stimmen der 16 Wahlleute sichern. Georgia gilt als Swing State.

0.35 Uhr – Greta Thunberg äußert sich zu Trump-Tweets: "Entspann Dich!"

US-Präsident Donald Trump sät mit seinen Tweets weiterhin Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Wahl. So verlangte Trump unter anderem auf Twitter, dass die Auszählung gestoppt werden solle. "Beendet die Auszählung", schrieb in Großbuchstaben. 

Klimaaktivistin Greta Thunberg hat die mögliche Wahlschlappe von US-Präsident Donald Trump für eine späte Revanche auf dessen Lieblingsmedium Twitter genutzt. Hier lesen Sie mehr.

00.30 Uhr – Demokrat: Trump-Wahlkampf aus dem Weißen Haus wird untersucht

Einem demokratischen Abgeordneten zufolge untersucht eine unabhängige Aufsichtsbehörde des Bundes, ob Trump durch die Einrichtungen seines Wahlkampfbüros im Weißen Haus gegen das Gesetz verstoßen habe. Das Office of Special Counsel habe dies auf Anfrage mitgeteilt, erklärt Bill Pascrell. Nach US-Recht – dem Hatch Act – sind Staatsdienern gewisse politische Tätigkeiten im Amt untersagt.

00.00 Uhr: Trump-Sohn: Präsident sollte "totalen Krieg" um Wahl erklären

Präsidentensohn Donald Trump Jr. hat seinen Vater aufgerufen, einen "totalen Krieg" rund um die Wahl zu eröffnen. Donald Trump müsse "all den Betrug und Schummeleien offenlegen", schrieb sein Trump Jr. Sohn am Donnerstag bei Twitter. Dazu gehörten die Stimmen von Wählern, die tot seien oder nicht mehr im jeweiligen Bundesstaat lebten, behauptete der Trump-Sohn. "Es ist an der Zeit, dieses Schlamassel zu bereinigen und nicht mehr wie eine Bananenrepublik auszusehen."

Bisher wurden keine nennenswerten Fälle von Wahlbetrug in den USA bekannt. Trump hatte schon seit Monaten ohne Beleg behauptet, bei Briefwahl sei die Betrugsgefahr höher und weigerte sich, eine friedliche Machtübergabe zu garantieren.

23.30 Uhr: Auszählung im US-Staat Arizona könnte bis zum Wochenende dauern

Die Auszählung der Stimmen im südwestlichen US-Bundesstaat Arizona könnte sich noch bis zum Wochenende hinziehen. Derzeit müssten noch rund 450.000 Stimmen ausgezählt werden, sagte die für die Durchführung der Wahl zuständige Staatssekretärin Katie Hobbs am Donnerstag im Gespräch mit dem Nachrichtensender CNN.

Die meisten Stimmen, rund 300.000, stehen demnach noch im Bezirk Maricopa aus, der die Hauptstadt Phoenix einschließt. Dort seien am Mittwoch rund 140.000 Stimmen ausgezählt worden, der nächste Stand der Auszählung werde am Donnerstagabend (03.00 Uhr MEZ Freitag) bekanntgegeben werden, sagte sie weiter. Die nächste Aktualisierung komme dann am Freitagabend. "Bis zum Wochenende" sollten die "meisten Bezirke" mit der Auszählung durch sein, sagte Hobbs.

Der TV-Sender Fox News und die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) hatten in Arizona schon in den Stunden nach der Wahl den Demokraten Joe Biden zum Gewinner erklärt. Andere Medien, wie CNN und die "New York Times", halten das Rennen aber für zu knapp, um schon eine verbindliche Aussage zu treffen. Biden liegt nach dem aktuellen Auszählungsstand etwa zwei Prozentpunkte vor Präsident Trump.

22.38 Uhr: Facebook schließt Gruppe von Trump-Anhängern wegen Aufruf zu Wahl-Protesten

Wegen Aufrufen zu Protesten gegen eine weitere Auszählung der Stimmen bei der US-Präsidentschaftswahl hat Facebook hat eine Gruppe von Unterstützern des Amtsinhabers Donald Trump gesperrt. Die Gruppe "Stop the Steal" ("Stoppt den (Wahl-)Diebstahl") habe die "Delegitimierung des Wahlprozesses" angestrebt, teilte der US-Internetkonzern am Donnerstag mit. Einige ihrer Mitglieder hätten "besorgniserregende Aufrufe zur Gewalt" geäußert. Im Einklang mit den außergewöhnlichen Maßnahmen, die Facebook in einer Zeit der "erhöhten Spannungen" ergreife, sei die Gruppe, der sich mehr als 300.000 Nutzer angeschlossen hatten, gelöscht worden.

Trump hatte den Demokraten in der Wahlnacht vorgeworfen, ihm den Sieg "stehlen" zu wollen. Das Wahlkampfteam des Amtsinhabers, der im erbittert geführten Präsidentschaftsrennen derzeit hinter seinem Herausforderer Joe Biden liegt, hat in mehreren Bundesstaaten Klagen eingereicht, um einen Stopp der Stimmauszählung zu erzwingen. "Stoppt die Auszählung", schrieb der Präsident am Donnerstag erneut im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Stoppt den Betrug", fügte er später hinzu. Twitter versteckte den Tweet – wie bereits bei anderen Kurzbotschaften des Präsidenten – hinter dem Warnhinweis, die Inhalte seien "umstritten und möglicherweise irreführend". Auch Facebook hatte Äußerungen Trumps zur Briefwahl in der Wahlnacht als "irreführend" eingestuft.

22.22 Uhr: Biden zeigt sich weiter siegessicher

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden glaubt weiter an einen Sieg bei der US-Wahl. "Wir haben keinen Zweifel, dass, sobald die Auszählung beendet ist, Senatorin Kamala Harris und ich zu den Gewinnern erklärt werden", sagte Biden am Donnerstag bei einem kurzen Auftritt in Wilmington im Bundesstaat Delaware. Er und seine Vize-Kandidatin fühlten sich weiterhin sehr gut angesichts des derzeitigen Stands des Rennens. Biden gab sich zuversichtlich, dass das Ergebnis der Wahl sehr bald feststehen werde.

22.12 Uhr: Trumps Wahlkampfteam reicht neue Klage in Pennsylvania ein

Das Wahlkampfteam von Trump reicht eine weitere Klage ein. Es geht um die Möglichkeit, die Auszählung der Stimmen in Philadelphia zu beobachten. Die Stadt liegt in dem besonders umkämpften Bundesstaat Pennsylvania.

21.50 Uhr: Thunberg gibt Trump Ratschläge

Die schwedische Umweltaktivistin und Präsident Donald Trump haben sich schon einige Male einen Schlagabtausch auf Twitter geliefert. Mitten in dem andauernden Wahlkrimi konnte sich die 17-Jährige einen Seitenhieb gegen Trump nicht verkneifen. Als Anspielung auf einen Tweet, den Trump im Dezember 2019 an Thunberg richtete, nachdem sie vom "Time Magazine" zur Person der Jahres ernannt wurde, bot die Schwedin nun Trump einen Rat an: "So lächerlich. Donald muss an seinem Problem mit Aggressionsbewältigung arbeiten und dann mit einem Freund in einen guten alten Film schauen! Beruhige dich, Donald, beruhige dich!".

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Den Wortlaut übernahm Thunberg von Trumps Tweet, der damals exakt das gleiche postete. Allerdings wird sich der Republikaner Thunbergs Tipp wohl kaum zu Herzen nehmen. 

21.00 Uhr: So sieht der Zwischenstand aus

In sechs US-Staaten steht noch kein Sieger fest. Das sind die Zwischenergebnisse laut "CNN": Im hart umkämpften Pennsylvania (20 Wahlmänner) wurden bislang 92 Prozent der Stimmen ausgezählt. Donald Trump führt hier mit 50,2 Prozent. Joe Biden kommt auf 48,5 Prozent. Derzeit liegen etwa 114.000 Stimmen zwischen den Konkurrenten. 

Mit Spannung wartet man auch auf das Ergebnis in Georgia (16 Wahlmänner), hier wurden bereits 98 Prozent der Wählerstimmen ausgezählt. Mit einem leichten Vorsprung von 0,3 Prozentpunkten führt hier der Amtsinhaber (49,5 Prozent). In Arizona (11 Wahlmänner) führt nach der Auszählung von 86 Prozent der Wählerstimmen Joe Biden, der Demokrat kommt auf 50,5 Prozent – das entspricht 1.470.650 Stimmen. Republikaner Trump hat 48,1 Prozent der Stimmen inne. 

Das Ergebnis in Nevada (6 Wahlmänner) lässt ebenfalls noch auf sich warten. 89 Prozent der Stimmen wurden erfasst, Biden führt mit 49,4 Prozent. Trump kommt auf 48,5 Prozent. In North Carolina (15 Wahlmänner) müssen noch fünf Prozent der Stimmen ausgezählt werden. Trump führt hier mit glatten 50 Prozent, während Biden 48,6 Prozent verzeichnet. In Alaska (3 Wahlmänner) wird Amtsinhaber Trump wahrscheinlich einen Sieg einfahren: Nach der Auszählung von 47 Prozent der Stimmen kommt er hier auf 62,9 Prozent. Biden erhielt bislang lediglich 33 Prozent. 

20.00 Uhr: Richter in zwei Bundesstaaten weisen Trump-Klagen ab 

Eine Richterin in Michigan hat eine Klage der Anwälte von Präsident Donald Trump abgewiesen, mit der die Stimmenauszählung in dem Bundesstaat gestoppt werden sollte. Die Richterin sah keine ausreichenden Beweise für den Vorwurf der Republikaner, die Kontrollmöglichkeiten bei der Auszählung seien nicht ausreichend. Der Staat wird nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen bereits Trumps Kontrahent Biden zugerechnet.

Auch in Georgia wies ein Richter eine entsprechende Klage der Republikaner ab. Dort lautete der Vorwurf, dass Wahlzettel aus verschiedenen Schritten der Auszählung durcheinander geraten sein. Bisher gibt es keine Beweise für einen Wahlbetrug oder fehlerhafte Auszählungen der Stimmen, obwohl die Republikaner um Trump dies immer wieder behaupten.

19.19 Uhr: Stimmauszählung in Nevada kann noch bis nächste Woche dauern 

In Nevada erlaubt das Wahlrecht, dass Briefwahlstimmen, die bis zum 10. November eintreffen, gezählt werden. Voraussetzung dafür ist, dass sie den Poststempel spätestens vom Wahltag, also dem 3. November tragen. Der Wahlverantwortliche des Bundesstaates rechnet damit, dass dies auf noch Tausende Wahlzettel zutreffen werde, sagte er bei einer Pressekonferenz. Daher sei mit der Beendigung der Auszählung erst nächste Woche, am 12. November, zu rechnen. Das bedeutet allerdings nicht, dass nicht schon vorher ein Sieger in dem Bundesstaat ausgerufen werden kann, sollte sich einer der Kandidaten entscheidend absetzen.

19.00 Uhr: Trump zieht in Nevada vor Gericht

Die Trump-Kampagne wird in Nevada vor Gericht ziehen, um die Auszählung der verbleibenden Stimmen dort zu stoppen. Das gab Richard Grenell, ehemals US-Botschafter in Berlin, bei einer Pressekonferenz bekannt. Die Kampagne fordert, die Stimmauszählung überwachen zu dürfen, was bisher nicht der Fall gewesen sei, so der TV-Sender NBC. Es gibt bisher keine Beweise für Wahlbetrug oder fehlerhafte Auszählungen.

18.12 Uhr: Biden baut Vorsprung in Nevada aus

Neue Zwischenergebnisse aus dem Bundesstaat Nevada: Joe Biden kann seinen Vorsprung auf Trump ausbauen. Er liegt nun mit etwa 12.000 Stimmen vorne, das entspricht einem Prozentpunkt. Nevada hatte die Ergebnisse das letzte Mal gestern Morgen aktualisiert, zu dem Zeitpunkt hatte Biden nur etwa 8.000 Stimmen vor Trump gelegen. Aus dem Bundesstaat kommen sechs Wahlmänner.

17.45 Uhr: Bidens Wahlkampf-Managerin ist siegessicher 

Bidens Wahlkampfmanagerin gibt sich siegessicher: Der Wahlsieg stehe unmittelbar bevor, sagt Jen O'Malley Dillon. Biden habe bereits 254 Wahlleute gewonnen. Für den Sieg sind 270 erforderlich. Sie erwarte, dass Biden in Nevada gewinne. Und auch in Pennsylvania sehe es gut aus.

17.15 Uhr: Weitere Klagen im juristischen Krimi um den Wahlausgang

In Philadelphia im umkämpften Staat Pennsylvania haben sich Trump-Vertreter nach übereinstimmenden Medienberichten gerichtlich erstritten, die Auszählungen aus näherer Distanz beobachten zu dürfen. In einem Tweet verkündete ein Berater des Präsidenten, dass die Auszählung der Stimmen dort pausiert sei. 

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Reuters bestätigte den Auszählungsstopp. Laut "New York Times" dauerte er jedoch nicht lang, inzwischen werde wieder gezählt.

Zudem habe das Trump-Team weitere rechtliche Schritte für Pennsylvania und Nevada angekündigt. Beweise für Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung der Wählerstimmen gibt es bisher nicht. Auf Twitter erklärte Donald Trump in allen zuletzt von Biden gewonnen Staaten Rechtsmittel einlegen zu wollen. Es gehe um Wahlbetrug und Verstöße gegen das Wahlrecht, schreibt er, ohne konkreter zu werden.

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Im Maricopa County in Arizona, wo mit Phoenix auch die Hauptstadt des Bundesstaates liegt, haben mehrere Wähler Klage gegen die Verantwortlichen eingereicht, berichtet Fox News. In den Wahllokalen seien teilweise Permanentmarker eingesetzt worden, welche die Wahlzettel so beschädigt hätten, dass sie nicht mehr gezählt werden könnten. Auch in anderen Orten in den USA soll es demnach ähnliche Probleme gegeben haben, darunter in der Metropole Chicago. Die Verantwortlichen des Countys erklärten, dass die Marker keine Probleme verursacht hätten.

16.58 Uhr: Biden mit Aufholjagd in Georgia und Pennsylvania

US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden holt bei der Auszählung der Wahlstimmen in mehreren hart umkämpften Bundesstaaten immer weiter auf. Vor allem im Schlüsselstaat Pennsylvania konnte Biden bei der Auszählung seit dem Wahltag am Dienstag seinen Rückstand auf Amtsinhaber Donald Trump von zunächst mehr als zehn Prozentpunkten auf momentan gut als zwei Prozentpunkte verkleinern.

Das liegt daran, dass in Pennsylvania zunächst die Stimmen vom Wahltag gezählt wurden – und die fielen mehrheitlich für Trump aus. Die Frühwähler, die wohl eher für Biden stimmten, wurden erst später ausgewertet. Bei noch Hunderttausenden ausstehenden Stimmen hat der ehemalige Vizepräsident Biden die Chance, Trump in diesem "Swing State" noch zu überholen. Wenn das passiert, hat er die nötigen 270 Stimmen der Wahlleute zum Gewinn der Präsidentschaft.

Ein ähnliches Bild ergab sich im südlichen Staat Georgia, wo Präsident Trump bei 96 Prozent der ausgezählten Stimmen nur noch mit weniger als 18.000 Stimmen (0,4 Prozentpunkte) in Führung liegt. Auch hier hatte Biden zuletzt aufgeholt. Ergebnisse werden hier gegen Mittag (Ortszeit) erwartet.

16.35 Uhr: Proteste vor dem Weißen Haus 

In der Nähe des Weißen Hauses in Washington D.C. sammeln sich die Menschen. Sie protestieren für die Auszählung aller Stimmen ("Count every vote", zu Deutsch "Zählt jede Stimme").

Proteste vor dem Weißen Haus: Hauptsächlich Unterstützer der Demokraten fordern, dass alle Stimmen gezählt werden. (Quelle: Hannah McKay/Reuters)

Präsident Trump hatte zuvor in mehreren Bundesstaaten gefordert, die Auszählungen zu stoppen. Auch auf Twitter brachte er dies zum Ausdruck. 

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16.15 Uhr: Predigerin sorgt mit irrem Trump-Gebet für Lacher 

Die erzkonservative Predigerin und Vertraute Trumps Paula White-Cain betet für Donald Trump – und geht damit in den sozialen Medien viral. Hier lesen Sie mehr.

16.08 Uhr: Bekannte demokratische Gouverneurin nennt Trumps Forderungen "anti-amerikanisch" 

Die bekannte demokratische Gouverneurin von Michigan, Gretchen Whitmer, weist die Forderungen von Donald Trump, die Auszählung der verbleibenden Stimmen zu stoppen, als "anti-amerikanisch" zurück. "Es ist keine Frage, dass Bestrebungen, die Integrität der Wahl und das Vertrauen in die Wahl zu untergraben, Auswirkungen weit über die Zeit, wenn endlich alle Ergebnisse da sind, haben werden", sagte sie gegenüber CNN. "Wir hören nicht auf, weil es gerade ungünstig ist oder weil eine Person eine Agenda hat, wir werden alle Stimmen zählen", so Whitmer weiter.  

15.52 Uhr: Rapper Kanye West erhielt über 60.000 Stimmen 

Der US-amerikanische Rapper Kanye West, welcher in diesem Jahr zur Präsidentschaftswahl antrat, erhielt insgesamt über 60.000 Stimmen, schreibt "USA today". Er stand in 12 der 50 Bundesstaaten auf der Wahlliste. Allein in Tennessee erhielt er dem Bericht zufolge über 10.000 Stimmen, was einen Anteil von 0,3 Prozent am Wahlergebnis dort ausmacht. 

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Auf Twitter kündigte West bereits an, 2024 wieder kandidieren zu wollen. 

15.00 Uhr: Nächste Trump-Klage gegen Auszählung – Team kündigt Erklärung an

Nach Informationen des Senders Fox News wird das Trump-Team, allen voran der ehemalige Botschafter in Deutschland Richard Grenell, bei seinem Auftritt in Las Vegas (17.30 Uhr MEZ) eine Klage wegen Wahlbetrugs in Nevada ankündigen. Nevada ist einer der Staaten, in dem noch ausgezählt wird. Das Trump-Team behauptet, dass mindestens 10.000 Menschen dort gewählt haben, ohne in dem Bundesstaat zu leben. Auch hier liefert sich Trump mit seinem Kontrahenten Joe Biden ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Der Staat hat sechs Wahlleute zu vergeben. Trump forderte auf Twitter erneut, die Auszählungen landesweit zu stoppen.

13.45 Uhr: Spannendes Rennen in Pennsylvania

Im wichtigen US-Staat Pennsylvania müssen noch etwa 750.000 Briefwahlstimmen ausgezählt werden, teilt "CNN" mit. Demnach wurden bereits 89 Prozent der Stimmen erfasst. Der Abstand zwischen den Gegnern schrumpft hier: Während Donald Trump auf 50,7 Prozent kommt, hat Joe Biden einen Anteil von 48,1 Prozent der Stimmen inne. Demnach hat der Demokrat immer noch gute Chancen, den Sieg in Pennsylvania zu holen. 

13.30 Uhr: So sieht's in Nevada und North Carolina aus

Nach der Auszählung von 95 Prozent der Stimmen führt Donald Trump in North Carolina mit 50,1 Prozent, berichtet "CNN". Joe Biden verzeichnet derzeit einen Anteil von 48,6 Prozent. In dem US-Bundesstaat geht es um 15 Wahlmänner. 

In Nevada hat hingegen Demokrat Biden mit 49,3 Prozent mehr Stimmen. Dort wurden bislang 86 Prozent der Wählerstimmen ausgezählt. Amtsinhaber Trump kommt derzeit auf 48,7 Prozent und hat demnach rund 8.000 Stimmen weniger als Biden. Sechs Wahlmänner können in Nevada vergeben werden. 

13.00 Uhr: Biden holt Trump in Georgia fast ein

Das Rennen zwischen Joe Biden und Donald Trump um die Präsidentschaft 2020 spitzt sich im Bundesstaat Georgia zu: Die Differenz bei den ausgezählten Wählerstimmen zwischen den beiden Kandidaten liegt nur noch bei rund 18.500 Stimmen, wie "CNN" berichtet.

In dem Bundesstaat geht es um 16 Wahlleute. Joe Biden fehlen noch insgesamt 17, um als Präsident der USA gewählt zu werden, Trump braucht noch 87. Zuvor hatte der Vorsprung von Trump vor Biden in Georgia noch bei etwa 100.000 Stimmen gelegen.

12.00 Uhr: OSZE-Wahlbeobachter stellen keine Unregelmäßigkeiten fest

Die Wahlbeobachter der OSZE haben bei der Präsidentenwahl laut ihrem Leiter keine Unregelmäßigkeiten registriert. "Wir haben das untersucht. Wir haben keinerlei Regelverstöße feststellen können", sagt der FDP-Politiker Michael Georg Link im rbb-Inforadio. Dies gelte sowohl für den Wahltag selbst als auch zuvor bei der Briefwahl. "Es gab keine systemische Beeinträchtigung oder gar Manipulation." Es werde allerdings noch dauern, bis das endgültige Ergebnis feststehe. "Deshalb bleiben unsere Experten noch im Lande und werden das noch weiter unter die Lupe nehmen."

11.53 Uhr: Erstmals schwule schwarze US-Kongressabgeordnete gewählt

In den USA sind erstmals zwei schwarze und offen homosexuell lebende Männer in den Kongress gewählt worden. Sie werden von Januar an New York im Repräsentantenhaus vertreten, wie die Nachrichtenagentur AP meldete. Beide gehören den Demokraten an: der 33-jährige Harvard-Absolvent und Anwalt Mondaire Jones und das 32 Jahre alte New Yorker Stadtratsmitglied Ritchie Torres. 

11.30 Uhr: Kamala Harris ruft zu Vertrauen in den Wahlprozess auf

Die Anwärterin für den Vize-Präsidentschaftsposten des Demokraten Joe Biden, Kamala Harris, hat bei Twitter dazu aufgerufen, nicht den Glauben in das Wahlsystem zu verlieren. "Die Amerikaner sollten Vertrauen in den Wahlprozess haben und das verfassungsmäßige Recht, ihre rechtmäßig abgegebenen Stimmzettel auszählen zu lassen. Dieser einfache Satz ist ein Eckpfeiler der amerikanischen Demokratie", schrieb sie.

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9.48 Uhr: Bidens Vorsprung in Arizona wird kleiner

In Arizona wird das Rennen wieder enger. Laut Edison Research kommt Trump nach Auszählung von 86 Prozent der Stimmen jetzt auf 48,1 Prozent und Biden auf 50,5 Prozent. Zuvor waren es noch 47,9 zu 50,7 Prozent.

Neue Zahlen, die vom Maricopa County nach 2.30 Uhr morgens veröffentlicht wurden, zeigen am Donnerstag dieses Bild: Biden hat bislang 912.585 Stimmen und Trump 838.071 Stimmen. Zuvor meldete Maricopa, der bevölkerungsreichste Bezirk des Bundesstaates, 887.457 Stimmen für Biden und 802.160 Stimmen für Trump. 

9.10 Uhr: Bewaffnete Proteste von Trump-Unterstützern in Arizona

Eine Einrichtung, in der in Arizona Stimmzettel ausgewertet werden, musste wegen erheblicher Proteste schließen. Einem Bericht der britischen Zeitung "Independent" zufolge, versammelten sich zahlreiche Trump-Anhänger mit Waffen vor dem Wahlbüro in Maricopa County. Die Wahlhelfer würden dennoch weiter die Stimmen auszählen. Ein NBC News-Korrespondent, der das Gebäude am späten Mittwochabend verließ, berichtete über Twitter, dass die Menge, "die behauptete, dass die Stimme dem Präsidenten gestohlen wurde, größer und lauter geworden war".

Den Bundesstaat Arizona hatten US-Sender und die Nachrichtenagentur AP bereits Biden zugeschlagen. Zunächst gab es keine Anzeichen, dass sich das gesamte Rennen noch drehen würde. Dort standen am Mittwochnachmittag (Ortszeit) noch rund 600.000 Stimmen aus. Trumps Team hoffte auf einen größeren Fehler in Arizona und Siege in Pennsylvania und Georgia. Dann käme der Präsident doch noch auf eine Mehrheit. Mehr dazu lesen Sie hier.

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8.44 Uhr: Festnahmen bei Protesten in Portland

Bei Protesten linksgerichteter Demonstranten in Portland nach dem US-Wahltag sind mindestens zehn Menschen festgenommen worden. Die Polizei warnte am Mittwochabend (Ortszeit) bei Twitter vor "weitverbreiteter Gewalt" und Ausschreitungen und rief die Menschen auf, die Innenstadt zu meiden. Hunderte Polizisten und Nationalgardisten waren im Einsatz. Die Gouverneurin des US-Bundesstaats Oregon, Kate Brown, verlängerte den zuvor bereits für die Wahlnacht ausgerufenen Notstand.

Mehrere linksgerichtete und antikapitalistische Gruppen hatten zuvor friedlich in einem Park in der Innenstadt mit Musik und Vorträgen demonstriert. Eine weitere Gruppe von Demonstranten am Fluss der Stadt erklärte, die Wahlergebnisse schützen zu wollen und schwenkte Transparente mit der Aufschrift "Zählt jede Stimme".

Später warfen Demonstranten nach Polizeiangaben Flaschen und andere Gegenstände auf die Einsatzkräfte und zertrümmerten Schaufenster. Ein Mann wurde verdächtigt, einen Molotow-Cocktail geworfen zu haben. Die Polizei beschlagnahmte mehrere Waffen, darunter ein geladenes Gewehr, ein Messer, Hammer und Feuerwerkskörper.

8.17 Uhr: Trumps Vorsprung schrumpft in Pennsylvania

Trumps Vorsprung in Pennsylvania ist von 600.000 Stimmen auf weniger als 150.000 Stimmen geschrumpft. CNN-Analysten sehen gute Chancen, dass Biden den Staat noch gewinnt. Bei der Auszählung des Bundesstaats fehlen vor allem noch Stimmen aus Philadelphia, wo Biden mit mehr als 78 Prozent in Führung liegt.

8.00 Uhr: 300.000 Briefwahl-Zettel werden vermisst

300.000 Stimmzettel in den USA sind nicht an ihrem Ziel angekommen. Wie die "Washington Post" berichtet, wolle die US-Post allerdings nicht nachforschen, wo sie geblieben sind.

Gegen die Anordnung eines Bundesrichters im US-Bezirk Columbia setzte sich die Post hinweg und räumte ein, die Sendungen nicht nachverfolgen zu wollen. Um eine noch rechtzeitige Zustellung zu garantieren, sollte die Post den Verbleib eigentlich prüfen. Als Begründung gab die Post an, dass eine Nachverfolgung die Bearbeitung der Wahlzettel zu sehr verzögere. 

7.45 Uhr: So steht's in Pennsylvania

In Pennsylvania sind bislang 71 Prozent der Briefwahl-Stimmzettel ausgezählt worden. Wie "CNN" berichtet, fehlen allerdings noch rund 760.000 der 2,6 Millionen Briefwahlzettel. Größere Aktualisierungen werden sowohl aus Philadelphia County, dem größten Bezirk des Bundesstaates, als auch aus Allegheny County, der Heimat von Pittsburgh, in den kommenden Stunden erwartet, bestätigte die zuständige Behörde dem Sender.

Im Bezirk Philadelphia, einer wichtigen Hochburg der Demokraten, sind 120.000 Briefwahlscheine noch nicht gezählt worden. Siebzig Prozent dieser Stimmzettel wurden von registrierten Demokraten abgegeben, während 20 Prozent von registrierten Republikanern abgegeben wurden. 

5.00 Uhr: Trumps Vorsprung in Georgia schrumpft

In den USA bleibt der Ausgang der Präsidentenwahl unklar. Der Abstand zwischen dem republikanischen Amtsinhaber Donald Trump und dem demokratischen Herausforderer Joe Biden war auch in der Nacht auf Donnerstag in mehreren Bundesstaaten zu klein, um einen Sieger sicher vorherzusagen. Nach den Daten von Edison Research lag dabei etwa Biden in Arizona und Nevada zunächst in Führung, Trump in Pennsylvania und Georgia. Dort verringerte sich der Vorsprung des Republikaners in der Nacht jedoch zunehmend. Trumps Wahlkampfteam kündigte mehrere Klagen gegen den Ablauf der Wahl an. Edison Research zufolge führt Biden mit 227 Wahlleuten vor Trump mit 213. Für einen Sieg werden mindestens 270 benötigt.

Zwischenstand bei den ausstehenden Auszählungen von Edison Research: In Arizona führt Biden mit 50,7 Prozent der Stimmen vor Trump mit 47,9 Prozent. Auch in Nevada liegt der Demokrat mit 49,3 Prozent zu 48,7 Prozent vorn. Trumps Vorsprung in Georgia schrumpft demnach: Er liegt nur noch mit 49,8 Prozent zu 49,0 Prozent vor Biden. In dem Bundesstaat sind inzwischen 95 Prozent der Stimmen ausgezählt.

Bericht: Wüster Anruf bei Rupert Murdoch – Verliert Donald Trump die Nerven?

Die mögliche Wahlniederlage vor Augen scheint Donald Trump immer empfindlicher zu reagieren. Als in der vergangenen Nacht ausgerechnet sein Haussender Fox News den umkämpften Bundesstaat Arizona Joe Biden zusprach, soll Trump regelrecht in Rage geraten sein. Wie die "Vanity Fair" schreibt, griff der US-Präsident zum Telefon, rief Fox-Boss Rupert Murdoch persönlich an und verlangte angeblich schreiend, dass die Meldung zurückgezogen wird. Murdoch aber ließ sich nicht bewegen. Fox News blieb bei seiner Berichterstattung.

Der konservative Nachrichtensender spielt bei dieser Wahl eine erstaunliche Rolle, sagt t-online-Korrespondent Fabian Reinbold. Neben Arizona schlug Fox News auch Michigan frühzeitig dem demokratischen Herausforderer zu und sieht ihn inzwischen näher am Sieg als etwa der liberale Konkurrent CNN.

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North Carolina: 95 Prozent der Stimmen ausgezählt, Trump vorn

DonaldTrump führt Edison Research zufolge in North Carolina mit 50,1 Prozent vor Joe Biden mit 48,7 Prozent. Ausgezählt seien 95 Prozent der Stimmen, teilte die Nachrichtenagentur Reuters am Morgen mit.

Weiterer Senatssitz bleibt bei Demokraten

Der Demokrat Gary Peters verteidigt seinen Platz im Senat. Er gewann in Michigan mit 49,6 Prozent gegen den Republikaner John James (48,5 Prozent). Demokraten und Republikaner haben nun gleich viele Sitze. Damit steht es im nun 48 zu 48, 51 Sitze würden eine Mehrheit bedeuten. Hier lesen Sie mehr.

Trump verteidigt weiter Führung in Pennsylvania

In Pennsylvania sind 88 Prozent der Stimmen ausgezählt, teilt Edison Research weiter mit. Trump liegt demnach mit 50,9 Prozent vor Biden, der auf 47,8 Prozent kommt.

Biden will bei Sieg schon an erstem Amtstag Klimaabkommen wieder beitreten

US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden will im Fall seines Wahlsiegs schon an seinem ersten Amtstag den Austritt der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen wieder rückgängig machen. Dies kündigte Biden, dessen Aussichten auf den Einzug ins Weiße Haus sich zuletzt nach dem Sieg in mehreren US-Bundesstaaten verbessert hatten, am Mittwoch im Internetdienst an. Der von Amtsinhaber Donald Trump vollzogene Ausstieg aus dem Klimaabkommen war an diesem Mittwoch, also am Tag nach der US-Präsidentschaftswahl, in Kraft getreten.

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Gespanntes Warten auf Georgia und Arizona

Donald Trumps Vorsprung in Georgia ist laut CNN auf weniger als 40.000 Stimmen geschrumpft. Es sind noch mehr als 122.000 Stimmen zu zählen Die Spannung im Rennen um das Weiße Haus steigt: In der Nacht werden weitere Ergebnisse aus Arizona und Georgia erwartet. 

Trump will Auszählung in Georgia anhalten lassen

Donald Trump versucht nun auch im Bundesstaat Georgia, ein Gericht in die Auszählung der Stimmen bei der Präsidentenwahl eingreifen zu lassen. Der Präsident und die Republikanische Partei reichten am Mittwoch (Ortszeit) eine Klage im Chatham County des Bundesstaates ein. Darin forderten sie, das Gericht solle in dem Bezirk für eine strikte Abtrennung von Briefwahlunterlagen sorgen, die nach dem Ende der Stimmabgabe am Dienstagabend eintrafen.

Trumps Wahlkampfteam begründete den Schritt damit, dass laut einem Beobachter 53 Stimmzettel illegal zum Stapel rechtzeitig eingetroffener Wahlunterlagen hinzugefügt worden seien. In Georgia dürfen – anders als in mehreren anderen Bundesstaaten – per Post verschickte Stimmzettel nur ausgezählt werden, wenn sie vor Schließung der Wahllokale eintrafen.

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Auszählung in Georgia geht bis in die Nacht weiter 

Wahldirektor Richard Barron von Fulton County, dem größten Wahldistrikt im US-Bundestaat Georgia mit der Metropole Atlanta, hat angekündigt, die Auszählung der Stimmen noch in der Nacht zu beenden. Joe Biden liegt derzeit in dem Staat mit etwa 47.000 Stimmen hinter Trump.

Toter Parlamentskandidat in den USA gewinnt Mandat

Bei den Wahlen in den USA hat ein Kandidat einen Sitz im Regionalparlament des Bundesstaats North Dakota gewonnen, der bereits vor einem Monat nach einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben war. Der Republikaner David Andahl holte posthum etwa ein Drittel und damit die meisten Stimmen in seinem Wahlbezirk, wie örtliche Behördenvertreter am Mittwoch mitteilten.

Nach Angaben seiner Familie war Andahl – ein früherer Landwirt, Geschäftsmann und Rennfahrer – Anfang Oktober "nach kurzem Kampf" gegen die von dem neuartigen Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 im Alter von 55 Jahren gestorben. Nach Angaben der örtlichen Behörden wird Andahls Mandat im Kongress des Bundesstaats an der Grenze zu Kanada nun von einem anderen Republikaner übernommen.

Es war nicht das erste Mal in der jüngeren US-Geschichte, dass ein verstorbener Kandidat eine Wahl gewann. 2018 siegte der Republikaner Dennis Hof, ein früherer Bordellbesitzer, posthum bei der Wahl zum Kongress des Bundesstaats Nevada.

Auch Michigan geht an Joe Biden

Nach seinem Sieg in Wisconsin hat Joe Biden einen weiteren Schlüsselstaat im Mittleren Westen gewonnen. Auch Michigan mit seinen 16 Wahlmännern geht nach einer Hochrechnung des Nachrichtensenders CNN an den demokratischen Ex-Vizepräsidenten und dessen Vizekandidatin Kamala Harris. Nach Auszählung von 97 Prozent aller Stimmen in dem Bundesstaat liegt Biden mit 49,8 Prozent vor Amtsinhaber Donald Trump (48,6 Prozent).

Der Sieg in Michigan könnte für Biden wahlentscheidend sein. Kann er sich auch die beiden westlichen Bundesstaaten Arizona und Nevada sichern, in denen er nach bisheriger Auszählung vorne liegt, hätte er die notwendigen 270 Wahlmännerstimmen zusammen.

Trump erklärt sich zum Sieger in mehreren Staaten

US-Präsident Donald Trump hat sich auf Twitter zum Sieger in den noch nicht vollständig ausgezählten Bundesstaaten Pennsylvania, Georgia und North Carolina erklärt. Auch in Michigan, das laut CNN-Hochrechnung an seinen Herausforderer Joe Biden fällt, beanspruchte er dies. Der Präsident behauptete, in den genannten Staaten klar vorn zu liegen.

Im Fall von Pennsylvania, Georgia und North Carolina war dies zu Beginn der Auszählung tatsächlich so. Doch etwa in den großen Städten, wo die Demokraten traditionell stark sind, dauerte die Auszählung am Abend weiter an. Dort dürfte Biden also weiter punkten. Im Fall von Michigan behauptete Trump erneut, dass es massiven Wahlbetrug gegeben habe. Beweise dafür blieb er auch diesmal schuldig. Twitter versah die Mitteilungen des US-Präsidenten wie zuvor mit dem Warnhinweis, sie enthielten irreführende Angaben.

Biden: "Wir werden gewinnen"

Während in wenigen Schüsselstaaten weiter Stimmen ausgezählt werden, hat sich Herausforderer Joe Biden siegessicher und kämpferisch gezeigt. "Jetzt, nach einer langen Nacht des Zählens ist es klar, dass wir genug Staaten gewinnen, um 270 Wahlstimmen zu erreichen, die erforderlich sind, um die Präsidentschaft zu gewinnen", sagte Biden bei einer Ansprache in seiner Heimatstadt Wilmington (US-Staat Delaware). Er betonte dabei, dass er den Sieg noch nicht offiziell für sich reklamieren wolle. Doch sein Team glaube, dass er die Abstimmung gewonnen habe.

Biden betonte, die Wahl habe gezeigt, dass die Demokratie der Herzschlag dieser Nation sei. Die Herrschaft durch das Volk sei vital und am Leben. "Niemand wird uns jemals unsere Demokratie wegnehmen. Niemand" – ein Satz, der als klare Ansage an Amtsinhaber Donald Trump zu verstehen war, der die Rechtmäßigkeit der Auszählung in mehreren Bundesstaaten angezweifelt hatte.

Biden versprach, er werde bei einem Sieg ein Präsident für alle Amerikaner sein, egal auf welcher Seite sie politisch stünden. Nach der Wahl müsse eine Zeit der Heilung und des Zusammenrückens beginnen. "Wir müssen einander wieder zuhören und uns respektieren", sagte Biden. "Ich weiß, dass die Gräben in unserem Land tief sind. Aber wir dürfen unsere Kontrahenten nicht als Feinde betrachten."

Trump geht gegen Auszählungen in mehreren Staaten vor

US-Präsident Donald Trump macht seine Ankündigung aus dem Wahlkampf wahr und geht gegen Auszählungen in mehreren Bundesstaaten vor. Sein Wahlkampfteam zog im umkämpften Bundesstaat Pennsylvania vor Gericht, um die Stimmauszählung zu stoppen. In einer Erklärung war von mangelnder "Transparenz" in den Wahllokalen die Rede.

Auch in Michigan reichte das Wahlkampfteam nach eigenen Angaben Klage ein. Den Republikanern sei es in mehreren Wahllokalen verwehrt worden, die Öffnung von Wahlbriefen und die Auszählung von Stimmen zu beobachten, erklärte Wahlkampfmanager Bill Stepien. Damit sei gegen ein gesetzlich verbrieftes Recht in diesem US-Staat verstoßen worden. In dem Bundesstaat hatte Biden am Mittwoch knapp die Führung übernommen.

Im Bundesstaat Wisconsin drängte das Trump-Team auf eine Neuauszählung der Stimmen, wie Wahlkampfmanager Bill Stepien erklärte. Es lägen Berichte über Unregelmäßigkeiten in mehreren Bezirken in Wisconsin vor. Es bestünden daher "ernste Zweifel an der Gültigkeit der Ergebnisse". Genauere Angaben machte Stepien nicht. Von den Behörden lagen keine Berichte über Unregelmäßigkeiten vor.

Biden holt mehr Stimmen als Obama 2008

Bei den absoluten Stimmen für die Präsidentschaftswahl in den USA hat der demokratische Kandidat Joe Biden den bisherigen Höchstwert übertroffen, den Barack Obama bei der Wahl 2008 aufgestellt hat. Nach Erhebungen der Nachrichtenagentur AP, der "New York Times" und weiterer Medien kam Obamas ehemaliger Vizepräsident auf mehr als 70 Millionen Stimmen. Für Obama stimmten bei seiner ersten Wahl 2008 rund 69,5 Millionen Amerikaner.

Nach Erhebungen von AP dürfte die Wahlbeteiligung voraussichtlich klar höher sein als vor vier Jahren. Damals nahmen 139 Millionen Bürgerinnen und Bürger an der Wahl teil. Deutlich höhere Wahlbeteiligungen wurden unter anderem aus Florida, North Carolina, Georgia und Texas gemeldet. Bereits vor der Wahl am Dienstag machten mehr als 100 Millionen Wähler von unterschiedlichen Möglichkeiten Gebrauch, ihre Stimme vorzeitig abzugeben.

OSZE kritisiert Trump scharf

Die Wahlbeobachtermission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat die von US-Präsident Donald Trump erhobenen Wahlbetrugsvorwürfe scharf kritisiert. "Grundlose Anschuldigungen systematischer Defizite, insbesondere durch den amtierenden Präsidenten" schadeten dem "Vertrauen der Öffentlichkeit in die demokratischen Institutionen", erklärte die Beobachtermission in Washington. Viele sähen durch solche Äußerungen "das Potenzial für politisch motivierte Gewalt nach der Wahl" erhöht.

Joe Biden sichert sich Wisconsin – Trump fordert Neuzählung

Joe Biden hat sich den Bundesstaat Wisconsin gesichert. Der Demokrat kommt bei 99 Prozent ausgezählten Stimmen auf 49,4 Prozent, Amtsinhaber Donald Trump auf 48,8 Prozent. Biden sichert sich damit weitere zehn Wahlmänner und kommt nun auf insgesamt 237. Trump steht weiterhin bei 213. Biden fehlen bis zum Sieg noch 33 Wahlmänner.

Trump will möglicherweise eine Neuauszählung der Stimmen in dem Bundesstaat beantragen. Dies geht aus einer Pressemitteilung seines Wahlkampfchefs Bill Stepien hervor. Stepien kritisierte in einer schriftlichen Erklärung, in mehreren Bezirken in Wisconsin sei es zu "Unregelmäßigkeiten" gekommen, "die ernsthafte Zweifel an der Gültigkeit der Ergebnisse wecken". Bislang haben die örtlichen Behörden jedoch noch keine Vorkommnisse gemeldet.

Triumph für die Republikaner im Senat?

Die Chancen der Republikaner, die Kontrolle über den US-Senat zu behalten, sind gestiegen. Die republikanische Senatorin Susan Collins verteidigte ihren Sitz in Maine – obwohl alle Umfragen sie zuvor im Nachteil sahen. Die demokratische Herausforderin Sara Gideon räumte am Mittwoch in einer Video-Ansprache ihre Niederlage ein. Damit haben die Republikaner 48 Sitze im Senat sicher. Vier Abstimmungen von Dienstag gelten noch als offen. Davon werden drei Sitze von Republikanern gehalten, und einer von Demokraten.

Die Mehrheit im Senat liegt bei 51 Sitzen – oder 50, wenn eine Partei auch das Weiße Haus gewinnt. Denn dann kann der Vizepräsident bei einem Patt von 50 zu 50 Stimmen eingreifen. Der Senat hält eine Schlüsselposition in der US-Politik. Neben der Rolle bei der Gesetzgebung bestätigt er unter anderem die Kandidaten für hohe Regierungsposten sowie Richter.

Die Demokraten kommen aktuell auf 45 Stimmen im Senat. Die beiden unabhängigen Kandidaten, die in diesem Jahr nicht zur Wahl standen, werden den Demokraten zugerechnet. Sie konnten am Dienstag den Republikanern netto einen Sitz abnehmen und könnten rein rechnerisch immer noch die Mehrheit bekommen – allerdings konnten sie mehrere Senatsrennen, in denen ihren Kandidaten die gute Chancen zugerechnet wurden, am Dienstag nicht gewinnen

Biden führt weiterhin in Arizona

Im US-Bundesstaat Arizona hat Joe Biden 51 Prozent der Stimmen inne und führt somit weiterhin. Bislang wurden 86 Prozent der Stimmen ausgezählt. Donald Trump verzeichnet einen Anteil von 47,6 Prozent.

Biden vergrößert Abstand in Michigan

Donald Trump liegt mit 48,8 Prozent in Michigan weiter hinter Joe Biden. Nach der Auszählung von 94 Prozent der Wählerstimmen hat Biden einen Anteil von 49,5 Prozent und damit 0,7 Prozentpunkte mehr als sein republikanischer Gegner. 

Biden sammelt Geld für Rechtsstreit um Präsidentschaftswahl

Das Wahlkampfteam des demokratischen Kandidaten Joe Biden sammelt im Internet Geld für den erwarteten Rechtsstreit um den Ausgang der Präsidentschaftswahl. Der auf einer Internet-Plattform eingerichtete "Biden Fight Fund" solle das Wahlergebnis schützen, twitterte Biden am Mittwoch. Nicht US-Präsident Donald Trump dürfe über den Ausgang der Wahl entscheiden, sondern das amerikanische Volk müsse dies tun.

Trump hat am Mittwoch angekündigt, er wolle sich an den Supreme Court, den Obersten Gerichtshof der USA, wenden, um seine Ansprüche auf den Wahlsieg durchzusetzen. Auch Bidens Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin, Kamala Harris, warb um Spenden für den Rechtshilfefonds. Das Wahlkampfteam sei vorbereitet, sich gegen die von Trump angekündigte Einschaltung von Gerichten zur Wehr zu setzen, erklärte Harris auf Twitter. Unterdessen dauerte in mehreren US-Staaten die Auszählung der Stimmen weiter an, ein Ergebnis der Präsidentschaftswahl stand noch nicht fest.

Trump klagt gegen weitere Stimmauszählung in Michigan

Das Wahlkampfteam von Amtsinhaber Donald Trump will die Stimmauszählung in Michigan gerichtlich stoppen. Mit der Klage solle erreicht werden, dass die Zählung so lange ausgesetzt werde, bis es "nennenswerten Zugang" gebe, teilt das Team mit. "Wir fordern auch, dass jene Stimmzettel überprüft werden, die geöffnet und gezählt wurden, als wir keinen nennenswerten Zugang hatten."

Trump sichert sich weitere Wahlperson in Maine

US-Präsident Donald Trump hat sich bei der US-Wahl im Bundesstaat Maine eine weitere Stimme der Wahlleute gesichert. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Mittwoch auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen.

19.00 Uhr: Biden gewinnt in Maine

Joe Biden hat einen weiteren Bundesstaat für sich gewonnen. Der Demokrat machte in Maine das Rennen und sicherte sich so mindestens drei Wahlmänner. Somit steigt die Anzahl seiner Wahlmänner auf 227, berichtet "CNN". Biden gewann in Maine mit 54,1 Prozent (360.178 Stimmen), sein Herausforderer Donald Trump erhielt 42,7 Prozent (284.274 Stimmen).

Anders als in den meisten Bundesstaaten gilt in Maine nicht das Motto "the winner takes it all", sondern die Wahlmänner werden aufgeteilt. In Maine gibt es vier Wahlmänner. Der Kandidat, der den Staat als ganzen gewinnt, erhält zwei Wahlmänner. Die anderen zwei teilen sich auf die Kongress-Distrikte des Bundesstaats auf. Biden hat die zwei Wahlmänner für den Gewinn des Bundesstaats und einen der Kongress-Distrikte gewonnen. Der vierte Wahlmann steht noch aus.

18.15 Uhr: Georgia: Noch 250.000 Stimmen zu zählen 

Die Behörden in Georgia haben noch rund eine Viertelmillion Stimmen zu zählen, bis sie ein Ergebnis der Präsidentschaftswahl in diesem Bundesstaat bekanntgeben können. Staatssekretär Brad Raffensperger teilte am Mittwoch mit, nach einer Rekordwahlbeteiligung seien noch 200.000 Wahlzettel sowie 40.000 bis 50.000 vorzeitig abgegebene Stimmen zu erfassen. Die Verifizierung der Stimmzettel benötige viel Zeit.

US-Präsident Donald Trump hat in der Nacht zum Mittwoch bereits einen Sieg in Georgia für sich beansprucht und gesagt, es seien nur noch 107.000 Stimmen zu zählen. Die Nachrichtenagentur AP meldete am Mittwoch, es zeichne sich ein so knappes Ergebnis ab, dass noch keine Entscheidung verkündet werden könne. In denjenigen Bezirken, in denen die Stimmenauszählung noch andauere, zeichne sich ein gutes Abschneiden für den demokratischen Kandidaten Joe Biden ab.

Bei der Präsidentschaftswahl 2016 hatte Trump in Georgia mit fünf Prozentpunkten vor der damaligen Kandidatin Hillary Clinton gewonnen und sich so die 16 Wahlleute für das "Electoral College" gesichert. Für die Präsidentschaft ist eine Mehrheit von 270 Stimmen erforderlich.

18.03 Uhr: Twitter versieht Trump-Tweets zu angeblichem Wahlbetrug mit Warnhinweis 

Der Onlinedienst Twitter hat mehrere Tweets von US-Präsident Donald Trump über angeblichen Wahlbetrug am Tag der Präsidentschaftswahl mit Warnhinweisen versehen. "Einige oder alle der Inhalte, die in diesem Tweet geteilt werden, sind umstritten und möglicherweise irreführend in Bezug auf die Beteiligung an einer Wahl oder einem anderen staatsbürgerlichen Prozess", hieß es in der Twitter-Warnung am Mittwoch.

Mitten in der US-Wahlnacht hatte Amtsinhaber Trump den oppositionellen Demokraten in einem Tweet vorgeworfen, sie wollten ihm den Wahlsieg "stehlen". Er schrieb auf Twitter: "Wir sind weit vorne, aber sie versuchen, die Wahl zu stehlen." Trumps Herausforderer Joe Biden von den Demokraten hatte kurz zuvor gesagt, er sei "auf Kurs, diese Wahl zu gewinnen".

In einem zweiten Tweet prangerte er später ein angebliches "Verschwinden" republikanischer Wählerstimmen an. Am Dienstagabend habe er in vielen Schlüsselstaaten noch einen "soliden" Vorsprung vor Biden gehabt, der "auf zauberhafte Weise" verschwunden sei. Stattdessen seien "Überraschungsstimmen" ausgezählt worden.

17.52 Uhr: "Nein, wir sind nicht einer Meinung mit dem Weißen Haus"

Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der die Auszählung von Stimmen in umkämpften Bundesstaaten wegen angeblicher Unstimmigkeiten stoppen will, sorgen bei Parteikollegen für Unverständnis. Der Senator von Alaska, Dan Sullivan, pocht darauf, dass in seinem Staat alle Stimmen ausgezählt werden, auch wenn es noch Tage dauern sollte. CNN zitiert einen hochrangigen Vertreter der Republikaner mit den Worten: "Nein, wir sind nicht einer Meinung mit dem Weißen Haus. Wir sehen keine glaubhaften Berichte über Betrug oder andere Unregelmäßigkeiten."

17.20 Uhr: Biden vergrößert Abstand zu Trump in Michigan

In Michigan verfestigt sich die Führung von Joe Biden. Der Demokrat verzeichnet nach der Auszählung von 92 Prozent der Wählerstimmen einen Anteil von 49,5 Prozent. Sein Gegner Donald Trump kommt derzeit auf 48,9 Prozent. Damit vergrößert sich der Abstand von 0,2 auf 0,6 Prozentpunkte. Dies entspricht etwa 30.000 Stimmen. 

In Wisconsin hat Biden ebenfalls die Nase vorn. Mit 49,4 Prozent hat er 0,6 Prozentpunkte mehr als Republikaner Trump (48,8 Prozent). Dort wurden bislang 92 Prozent der Stimmen erfasst. In Pennsylvania, wo die Stimmauszählung womöglich noch bis Freitag andauern wird, macht der amtierende Präsident derzeit das Rennen mit 53,9 Prozent. Biden verzeichnet dort 44,8 Prozent nach der Auszählung von 79 Prozent der Stimmen. 

17.10 Uhr: Demokrat Biden zeigt sich weiter siegessicher

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden ist weiter siegessicher. Das sagte seine Wahlkampfmanagerin Jen O'Malley Dillon am Mittwoch vor Journalisten. "Joe Biden ist auf dem Weg, diese Wahl zu gewinnen und er wird der nächste Präsident der Vereinigten Staaten sein", sagte sie.

Die ausstehenden Ergebnisse würden seinen Sieg wohl bis Mittwochnachmittag (Ortszeit) klar zeigen, sagte sie weiter. Es sei wichtig, dass alle Stimmen weiter in Ruhe ausgezählt würden. Biden werde in den noch offenen Bundesstaaten Michigan, Wisconsin und Pennsylvania gewinnen, prognostizierte sie.

17.05 Uhr: Trump sät erneut Zweifel an Auszählung

US-Präsident Donald Trump hat ein angebliches "Verschwinden" republikanischer Wählerstimmen bei der Präsidentschaftswahl angeprangert. Am Dienstagabend habe er in vielen Schlüsselstaaten noch einen "soliden" Vorsprung vor seinem Herausforderer Joe Biden von den Demokraten gehabt, schrieb Trump am Mittwochmorgen (Ortszeit) im Online-Dienst Twitter. Über Nacht sei dieser Vorsprung dann "auf zauberhafte Weise" verschwunden; stattdessen seien "Überraschungsstimmen" ausgezählt worden. Die Entwicklung bei der Stimmauszählung sei "äußerst merkwürdig", erklärte Trump in Großbuchstaben. 

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Belege für seine Vorwürfe führte Trump nicht an. Wahlbeobachter haben bislang keine Unregelmäßigkeiten bei dem Urnengang am Dienstag oder der Stimmauszählung festgestellt. Trump hatte bereits in der Nacht mit einer Rede für Empörung gesorgt, in der er suggerierte, dass es Wahlbetrug zugunsten Bidens gegeben habe. Er kündigte an, die weitere Stimmauszählung gerichtlich stoppen zu lassen. "Wir haben diese Wahl gewonnen", sagte der Amtsinhaber trotz eines noch völlig offenen Wahlausgangs. Twitter versah den Tweet deshalb mit einem Warnhinweis.

17.00 Uhr: Gouverneur von Pennsylvania: "Stresstest für die Demokratie"

Der Gouverneur im US-Staat Pennsylvania, Tom Wolf, hat die langsame Auszählung der Stimmen zur Präsidentschaftswahl als einen "Stresstest für die Demokratie" bezeichnet. Er werde alles tun um sicherzustellen, dass jede Stimme in seinem Bundesstaat gezählt werde, sagte der Politiker der Demokratischen Partei am Mittwoch in Harrisburg. An die Bürgerinnen und Bürger gerichtet sagte Wolf: "Eure Stimme macht bei dieser Wahl einen Unterschied aus." Er werde sich gegen jeden Versuch stellen, die Wahl in Pennsylvania anzugreifen.

Staatssekretärin Kathy Boockvar teilte mit, die Zahl der über Briefwahl abgegebenen Stimmen sei mit 2,5 bis 3 Millionen zehn Mal so hoch wie bei der Wahl vor vier Jahren. "Wir nähern uns einer Auszählung von 50 Prozent der Briefwahlstimmen", sagte sie am Mittwoch und kündigte eine fortlaufende Aktualisierung des Auszählungsstands an. Dabei bat Boockvar um Geduld.

In dem zwischen Demokraten und Republikanern hart umkämpften Staat lag Amtsinhaber Donald Trump am Mittwochnachmittag mit rund zehn Prozentpunkten vorn. Analysten gingen aber davon aus, dass die noch offenen, vor allem über Brief abgegebenen Stimmen mehrheitlich auf Bidens Konto einzahlen dürften.

16.00 Uhr: Heißes Rennen in Michigan: Biden überholt Trump

In Michigan hat Joe Biden Donald Trump überholt. Derzeit verzeichnet der Demokrat 49,2 Prozent der Stimmen und somit 0,1 Prozentpunkte mehr als Donald Trump. Bislang wurden 89 Prozent der Stimmen ausgezählt. Demnach steigt die Spannung im Rennen um den Sieg in diesem wichtigen US-Bundesstaat. Insgesamt müssen dort 2,5 Millionen Briefwahlstimmen ausgezählt werden. 

15.50 Uhr: Biden bei absoluter Stimmenzahl weit vor Trump

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat nach vorläufigen Ergebnissen landesweit gut 2,6 Millionen Stimmen mehr erhalten als Amtsinhaber Donald Trump – diese absolute Zahl der Stimmen ist aber nicht entscheidend für das von den Mehrheiten der Einzelstaaten bestimmte Rennen um das Weiße Haus. Nach Erhebungen der Nachrichtenagentur AP und anderer Medien entfielen bis Mittwochnachmittag (MEZ) mindestens 68,9 Millionen Stimmen auf Biden und 66,3 Millionen auf Trump. Die Auszählung der Stimmen dauerte weiter an.

Der Leiter des Statistikportals "FiveThirtyEight", Nate Silver, äußerte auf Twitter die Erwartung, dass Biden auch die bisherige Höchstzahl von absoluten Stimmen bei einer US-Präsidentschaftswahl übertreffen wird. Diesen bislang höchsten Wert erzielte Barack Obama bei seiner ersten Wahl 2008 mit rund 69,5 Millionen Stimmen.

Bereits vor der Wahl am Dienstag machten mehr als 100 Millionen Wähler von unterschiedlichen Möglichkeiten Gebrauch, ihre Stimme vorzeitig abzugeben. Ein Grund war vermutlich angesichts der raschen Ausbreitung der Corona-Pandemie die Angst vor der Infektionsgefahr bei persönlicher Stimmabgabe. Nach Erhebungen von AP dürfte die Wahlbeteiligung voraussichtlich klar höher sein als vor vier Jahren. Damals nahmen 139 Millionen Bürgerinnen und Bürger an der Wahl teil. Deutlich höhere Wahlbeteiligungen wurden unter anderem aus Florida, North Carolina, Georgia und Texas gemeldet.

15.00 Uhr: Wahlchefin im US-Staat Michigan fordert von Kandidaten "Geduld" 

Die Verantwortliche für die Durchführung der Wahl im womöglich entscheidenden US-Bundesstaat Michigan hat von den Kandidaten angesichts der laufenden Auszählung Geduld gefordert. Es seien nun "Vorsicht" und "Geduld" geboten, um "den Willen der Wähler zu respektieren", sagte die demokratische Staatssekretärin Jocelyn Benson am Mittwoch im Gespräch mit dem Nachrichtensender CNN.

Es stünden vor allem aus den größeren Städten noch "Hunderttausende" Stimmen aus. Sie rechne im Laufe des Tages mit deutlich mehr Klarheit, sagte Benson. US-Präsident Donald Trump, der sich bereits zum Sieger ausgerufen hat, nannte Benson dabei nicht namentlich.

Trump hatte die 16 Wahlleute des Bundesstaats 2016 mit hauchdünner Mehrheit gewonnen. Umfragen sahen vor der Wahl in diesem Jahr aber den Demokraten Joe Biden klar in Führung. Die Bearbeitung der Briefwahlunterlagen begann in Michigan erst kurz vor der Wahl, daher war eine Verzögerung bei den Ergebnissen erwartet worden. Umfragen vor der Wahl hatten nahegelegt, dass die Briefwähler sich mehrheitlich für Biden entscheiden würden.

14.00 Uhr: Verstorbener Kandidat in Lokal-Parlament in North Dakota gewählt

In North Dakota ist ein im Oktober nach einer Corona-Infektion verstorbener Kandidat ins das örtliche Parlament des Bundesstaates gewählt worden. David Andahl blieb auf dem Wahlzettel und bekam am Dienstag gut 35 Prozent der Stimmen, wie aus Angaben der Wahlbehörde hervorgeht.

Andahl starb Anfang Oktober, nachdem er mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus gekommen war, wie seine Mutter damals der Zeitung "Bismarck Tribune" sagte. Die Wahlbehörde hatte sich schon zu diesem Zeitpunkt unsicher gezeigt, wie sie mit einem möglichen Sieg eines verstorbenen Kandidaten umgehen würde. 

13.20 Uhr: Angespannte Stimmung in Portland und bei Biden-Anhängern in Washington

Brennende US-Flaggen, Aufrufe zum Aufstand und Nervosität bei Anhängern der Demokratischen Partei: In den USA war die Stimmung am Wahlabend vielerorts angespannt. Während vor dem Weißen Haus in der Hauptstadt Washington hunderte Unterstützer des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden bei der Stimmauszählung mitfieberten, zogen in der seit Wochen von Anti-Rassismus-Protesten erschütterten Westküsten-Metropole Portland teils bewaffnete Aktivisten vor das dortige Gerichtsgebäude.

Die Demonstranten in Portland skandierten Parolen gegen US-Präsident Donald Trump sowie den bei der Kommunalwahl am Dienstag erfolgreichen Bürgermeister Ted Wheeler. Gerüchte über den Ausgang der Präsidentschaftswahl machten die Runde: "Ich habe gehört, es dreht sich jetzt für Trump", sagte Protest-Anführer Ty Ford. "Es wird einen Aufstand geben." Sobald das Wahlergebnis feststehe, werde es "verrückt" werden, prognostizierte er.

Unruhen in den USA: Aktivisten zündeten vor dem Bundesgericht von Oregon zwei US-Flaggen an. (Quelle: Marcio Jose Sanchez/AP/dpa)

Ein 20-jähriger Demonstrant, der sich "L" nannte, sagte: "Wir mögen keinen der beiden Kandidaten – ich habe, Schande über mich, für Biden gestimmt. Aber sollte Trump für vier weitere Jahre gewählt werden, würden die Leute ausrasten", sagte er. Ähnlich äußerte sich der 22-jährige Aktivist D.D.: Der Urnengang sei eine Wahl zwischen zwei Übeln. "Aber wir werden uns mit Biden abfinden." Aktivisten zündeten vor dem Bundesgericht von Oregon zwei US-Flaggen an. Bis in die frühen Morgenstunden am Mittwoch schritt die Polizei nicht ein. Zuvor hatte es einen dreistündigen Demonstrationszug durch das Zentrum von Portland gegeben, an dem sich auch mehrere mit Schuss- und Stichwaffen bewaffnete Aktivisten beteiligten.

13.00 Uhr: Kopf-an-Kopf-Rennen in Michigan und Wisconsin

Überholt Joe Biden Donald Trump in Michigan noch? Nach der Auszählung von 85 Prozent der Stimmen gehen 48,7 Prozent auf sein Konto. Donald Trump erhielt in dem Bundesstaat bislang 49,6 Prozent. Zuvor hatte Trump nach der Auszählung von 79 Prozent der Stimmen 52 Prozent inne, Biden lediglich 47 Prozent. Wie "CNN" berichtet, wurden in Michigan keine Briefwahlstimmen ausgezählt, bevor die Abstimmungsbüros geschlossen hatten. Diese Stimmen werden zum jetzigen Zeitpunkt gezählt. Demnach hat Biden noch eine realistische Chance auf einen Sieg in Michigan. 

In Wisconsin liegt Biden um eine Haaresbreite vorne. Nach der Auszählung von 91 Prozent der Stimmen erreicht der Demokrat 49,3 Prozent. Trump liegt hier bei 49 Prozent. In Pennsylvania kann der Republikaner hingegen auf einen Sieg hoffen. Dort wurden bislang 75 Prozent der Stimmen ausgezählt. Dabei liegt Donald Trump mit 55 Prozent deutlich vor Joe Biden (43,6 Prozent). In diesem Bundesstaat müssen noch 1,4 Millionen von insgesamt 2,5 Millionen Briefwahlstimmen ausgezählt werden. Das könnte bis Freitag dauern, berichtet "CNN". Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Biden dort noch aufholt, da Pennsylvania meist demokratisch wählt. 

12.55 Uhr: Biden droht Trump mit juristischen Schritten

Das Team von Biden hat die Aussagen von Amtsinhaber Donald Trump zu einem möglichen Stopp der Stimmauszählungen bei der US-Wahl als "skandalös" und "beispiellos" zurückgewiesen. Die Rechtsexperten des demokratischen Herausforderers seien aber für eine gerichtliche Auseinandersetzung gerüstet, erklärte am Mittwochmorgen das Wahlkampfteam von Biden. Trump hatte zuvor angekündigt, er wolle eine weitere Auszählung der bei der Präsidentschaftswahl abgegeben Stimmen vom Obersten Gerichtshof des Landes stoppen lassen.

12.25 Uhr: Bereits 300 Klagen gegen US-Wahl eingereicht

Präsident Donald Trump will die Auszählung der Stimmen stoppen. Aufgrund der Corona-Pandemie hatte es in einigen US-Bundesstaaten neue Regelungen für die Wahlabläufe gegeben. In Pennsylvania werden die Briefwahlstimmen in manchen Bezirken zum Beispiel erst in den kommenden Tagen ausgezählt. Trump will auf diese Auszählung nicht warten und sich bereits vorher zum Sieger erklären. 

Schon seit Wochen haben sich die Wahlkampfteams der Demokraten und Republikaner mit den Rechtsstreitigkeiten der Wahlen beschäftigt. Dabei ging es unter anderem um Manipulationsversuche, Desinformation oder die Einschüchterung von Wählern. Die Wahlkampfteams richteten "legal war rooms" (juristische Einsatzzentralen) ein. Bis zum 3. November waren rund 300 Klagen gegen die US-Wahlen eingereicht worden. 

In Texas sollten die Stimmen aus Drive-In-Lokalen nach Meinung der Republikaner nicht gezählt werden dürfen. In North Carolina wollten sie eine Fristverlängerung für den Eingang von Briefwahlstimmen erreichen. In Nevada sollte die Auszählung von Briefwahlstimmen im Großraum Las Vergas gestoppt werden – alle drei Vorhaben der Republikaner scheiterten. 

12.20: Reaktionen auf die US-Wahl

Wer gewinnt die US-Wahl? Wie reagiert Deutschland? Darüber haben Spitzenpolitiker bei t-online live diskutiert. Lesen Sie hier ihre ersten Reaktionen am Wahlmorgen.

11.40 Uhr: Trumps Chancen in Michigan stehen gut

In Michigan kann Donald Trump auf einen Sieg hoffen. Laut Edison Research kommt der amtierende Präsident nach Auszählung von 79 Prozent der Stimmen dort auf einen Anteil von 52 Prozent. Auf seinen Kontrahenten Joe Biden entfallen demnach 47 Prozent.

11.30 Uhr: Biden liegt in Wisconsin vorn

Joe Biden hat bislang mehr Wählerstimmen im US-Bundesstaat Wisconsin erhalten, als Donald Trump. Das berichtet "CNN". Demnach liegt er 0.3 Prozentpunkte vorn. Mehr als 90 Prozent der Wählerstimmen seien ausgezählt.

11.06 Uhr: Sloweniens Ministerpräsident gratuliert Trump 

Der slowenische Ministerpräsident Janez Jansa hat US-Präsident Donald Trump zum möglichen Sieg bei der Präsidentschaftswahl gratuliert. "Es ist ziemlich klar, dass das amerikanische Volk Donald Trump und (Vize-Präsident) Mike Pence für weitere vier Jahre gewählt hat", schrieb der rechtsnationale Politiker am Mittwoch auf Twitter. Verzögerungen und "Faktenleugnungen" seitens der Mainstream-Medien würden den Triumph des US-Präsidenten nur verstärken, fügte er hinzu. Zuvor hatte sich US-Präsident Donald Trump vorzeitig zum Sieger erklärt, obwohl die Auszählung der Wahlergebnisse noch nicht abgeschlossen war.

Das EU-Land Slowenien hat zwei Millionen Einwohner. Jansa, der dort seit März regiert, ist ein enger Verbündeter des EU-kritischen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban. Beide Politiker haben sich in der Vergangenheit stets positiv über Trump und seine Präsidentschaft geäußert.

11.04: Biden-Team: Aussagen von Trump sind "skandalös"

Das Team des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden hat die Aussagen von US-Präsident Donald Trump "skandalös" und "beispiellos" genannt. Mehr dazu lesen Sie hier.

10.22 Uhr: Exklusiv bei t-online: Walter-Borjans sieht Europa in der Pflicht

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans richtet in der t-online-Wahlsendung den Blick schon nach vorne. Egal wie die Wahl auch ausgehe, sei das Ergebnis zu respektieren, sagte Walter-Borjans. "Jetzt ist Europa gefordert – so oder so, Konsequenzen zu ziehen und sich auf die eigenen Kräfte zu besinnen, immer im Kooperationsbereitschaft mit dem großen Partner auf der anderen Seite des Atlantiks." Er teile die Hoffnung, dass sich Trump in einer möglichen zweiten Amtszeit mäßige.

9.48 Uhr:  Exklusiv bei t-online: Röttgen glaubt an Biden

Auch Norbert Röttgen, der Außenpolitik-Experte der CDU und Kandidat für den Parteivorsitz, äußert sich exklusiv in der t-online-Wahlsendung. "Ich glaube, es gibt noch leichte Vorteile für Biden. Weil in Pennsylvania und Michigan noch Briefwahlstimmen ausgezählt werden – deshalb hat er noch einen leichten Vorteil. Aber es wird in jedem Falle eng werden."

Sollte Trump doch die Wahl gewinnen oder per Gericht die weitere Auszählung von Stimmen verhindern, sieht Röttgen große Herausforderungen auf Deutschland und Europa zukommen. "Seine Präsidentschaft ist ein Bruch mit 70 Jahren amerikanischer Außenpolitik. Die Unzuverlässigkeit von internationalen Verträgen, das Infragestellen der Nato, all das ist ein großer Vertrauensschaden, mit dem man umgehen konnte über vier Jahre. Wenn jetzt weitere vier Jahre kommen, dann ist das nicht nur eine Verlängerung. Wenn es acht Jahre werden, das ist eine Steigerung all dessen was wir erlebt haben und wird uns fundamental herausfordern, wenn es so kommt.”

9.45 Uhr: Großbritannien hält an Handelsabkommen fest

Unabhängig vom Wahlausgang in den USA hält Großbritanniens Außenminister Dominic Raab ein Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten weiterhin für möglich. Fortschritte seien in den Verhandlungen bereits gemacht worden, sagt er "Sky News". Das Verhältnis beider Länder werde nicht unter dem Wahlausgang leiden, der bisher unklar ist.

9.38 Uhr: Exklusiv bei t-online: Baerbock zur US-Wahl

Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock erinnert angesichts der bisherigen Ergebnisse und Hochrechnungen zur US-Wahl daran, dass noch nicht alle Stimmen in wichtigen Schlüsselstaaten ausgewertet sind. "Das Aller-, Allerwichtigste ist, dass jede Stimme ausgezählt wird", sagte Baerbock in der t-online-Show zur US-Wahl. "In manchen Staaten sind die Briefwahlstimmen noch gar nicht ausgezählt – es wird offensichtlich alles sehr knapp werden."

Scharf rechnete sie mit der ersten Amtszeit des republikanischen Präsidenten ab. "Die letzten vier Jahre unter diesem Präsidenten Tump waren für die amerikanische Bevölkerung ein Desaster", sagte Baerbock. Es brauche einen Präsidentenwechsel, um die Spaltung der Gesellschaft zu überwinden. 

9.35 Uhr: Ökonom: "Hätten uns klareres Ergebnis erhofft"

Wirtschaftsexperten reagieren abwartend auf die ersten Ergebnisse der US-Wahl. "Wir hätten uns natürlich ein klareres Wahlergebnis erhofft. Die Hängepartie von mehreren Tagen oder Wochen schafft Unsicherheit in der Wirtschaft und an den Finanzmärkten", sagte Michael Böhmer, Chefvolkswirt am Prognose-Institut, t-online. "Es beruhigt allerdings, dass am 20. Januar ein neuer oder alter Präsident ins Amt eingeführt wird. Damit ist zumindest ein Ende des Zitterns absehbar. Ökonomisch beunruhigt mich die Situation deshalb nicht so sehr wie politisch."
An den Kapitalmärkten dürfte es nun noch eine Weile unruhig bleiben. "Die ganz großen Ausschläge ließen sich an den asiatischen Märkten nicht beobachten“, so Böhmer. Eine gewisse Unsicherheit über den Wahlausgang hätten Investoren und Analysten eingepreist. „Klar ist aber auch: Die Corona-Krise sorgt bereits für eine große Verunsicherung, weitere braucht es deshalb nicht. Viel kommt jetzt auf den Start der US-Börsen am Mittwoch an." Zu den aktuellen Entwicklungen an den Finanzmärkten berichtet t-online mit regelmäßigen Updates hier. 

9.14 Uhr: Zahlen aus Philadelphia werden erst gegen 15 Uhr erwartet

Die Wählerstimmen für Joe Biden oder Donald Trump in Philadelphia werden wohl erst gegen 15 Uhr deutscher Zeit erwartet. Das berichtet "CNN" unter Berufung auf das Gremium, das in Philadelphia für die Wahl und die Registrierung der Wähler zuständig ist. Die Stimmen, die in den Wahllokalen persönlich abgegeben wurden, müssten erst an die Bezirke übermittelt werden. Insbesondere in West-Philadelphia komme es dadurch zu Verzögerungen bei der Übermittlung.

In Pittsburgh und dem Rest von Allegheny County in Pennsylvania wollen sich Wahlhelfer auch erst wieder ab 10 Uhr Ortszeit (16 Uhr MEZ) treffen. Auch in Atlanta im Bundesstaat Georgia sollte es erst am Morgen weitergehen. 

Der Gouverneur von Pennsylvania, der Demokrat Tom Wolf, erklärt auf Twitter, dass in dem US-Staat noch mehr als eine Million Briefwahl-Stimmen ausgezählt werden müssen.

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9.11 Uhr: Aktienmarkt-Experte: Trump hat "Kriegserklärung" abgegeben

Mit dem Ausrufen des eigenen Wahlsieges vor Ende der Stimmauszählungen hat der amtierende US-Präsident Donald Trump laut dem Aktienmarktexperten Neil Wilson von Markets.com eine "Kriegserklärung" abgegeben. Die Futures am Derivatemarkt hätten prompt negativ reagiert, so der Experte. Trump habe zudem die "Wahlbetrugskarte ausgespielt" und so zeichne sich bereits jenes lange, zähe Ringen um den Ausgang der Präsidentschaftswahl ab, das Anleger nicht mögen. Eine übereilte Ausrufung des eigenen Wahlsieges durch Trump war im Vorfeld allerdings erwartet worden.

8.58 Uhr: Biden siegt in Arizona und Maine

Bei der US-Präsidentenwahl hat der demokratische Herausforderer Joe Biden nach Angaben von US-Medien den besonders stark umkämpften Bundesstaat Arizona gewonnen. Sowohl der Fernsehsender Fox News als auch die Nachrichtenagentur Associated Press berichteten am Morgen, dass Biden den Bundesstaat und damit elf Wahlmännerstimmen habe erobern können. Bei der Wahl vor vier Jahren hatte noch Amtsinhaber Donald Trump den traditionell konservativen Bundesstaat gewonnen.

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, hat der demokratische Präsidentschaftskandidat Biden auch in Maine die meisten Stimmen erhalten.

8.36 Uhr: Trump will Auszählung der Briefwahl gerichtlich stoppen lassen

Trump hat angesichts der Verzögerung bei einem Wahlergebnis bei der US-Wahl von "Betrug" gesprochen. Trump kündigte am Mittwochmorgen (Ortszeit) im Weißen Haus an, vor das Oberste US-Gericht zu ziehen, um eine weitere Auszählung der Stimmen zu stoppen.

8.15 Uhr: Alle US-Wahllokale sind jetzt geschlossen

Die Wahllokale in den USA sind nun in allen Bundesstaaten geschlossen. Auf den zu Alaska gehörenden Aleuten konnten die Wähler bis 7 Uhr persönlich ihre Stimme abgeben. Kurz zuvor schlossen die Lokale im restlichen Alaska, auf Hawaii und an der US-Westküste. Weil sich die USA über mehrere Zeitzonen erstreckt, zog sich die Schließung der Wahllokale über mehrere Stunden.

Wer die US-Präsidentenwahl gewinnt, war noch offen. Die beiden Kandidaten Donald Trump und Joe Biden lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Beide zeigten sich am Mittwochmorgen siegesgewiss. Viele Wähler hatten bereits vor dem Wahltag per Brief oder vorzeitiger Stimmabgabe im Wahllokal abgestimmt.

8.10 Uhr: Trump trumpft in Nebraska

US-Präsident Donald Trump hat bei der Wahl am Dienstag im Bundesstaat Nebraska vier von fünf Stimmen für die Wahlversammlung geholt, eine Stimme konnte Herausforderer Joe Biden erringen. Nebraska gehört mit Maine zu den US-Staaten, in denen nicht alle Wahlleute komplett an den Gewinner gehen.

Trump erzielte nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AP die Mehrheit in ganz Nebraska und in zwei von drei Bezirken. In dem Bezirk mit der größten Stadt Omaha aber hatte Biden die Nase vorn und konnte somit eine Stimme für die Wahlversammlung gewinnen. Vor vier Jahren hatte Trump auch diesen Bezirk knapp für sich entschieden.

7.24 Uhr: Biden gewinnt in Rhode Island 

Biden gewinnt nach einer Projektion von Edison Research den Bundesstaat Rhode Island (vier Wahlleute). Auf Twitter erklärt Biden, es sei nicht die Sache von Donald Trump und auch nicht seine, den Sieger der Wahl zu verkünden. Das sei einzig die Sache der Wähler.

7.15 Uhr: Wahlprognose beunruhigt deutsche Politik

Das unerwartet starke Abschneiden von Präsident Donald Trump bei der Wahl in den USA beunruhigt die deutsche Politik: Eine Wiederwahl Trumps wäre "für die Welt, Deutschland und Europa ein unfassbarer Schaden", sagte die FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann der Nachrichtenagentur AFP. Eine Bestätigung des Präsidenten im Amt wäre "ein weiterer herber Rückschlag für die durch Trump bereits nachhaltig beschädigte transatlantische Partnerschaft". In diesem Fall stünde sogar die Existenz der Nato "auf der Kippe", warnte die Liberale.

Präsident Trump könnte bei einer Wiederwahl "ohne Rücksicht auf eine weitere Wiederwahl noch breitbeiniger durch die Welt latschen und richtig loslegen, um der Nato beispielsweise durch den oft angekündigten Austritt der USA den Todesstoß zu versetzen", sagte Strack-Zimmermann.

7.09 Uhr: Trump gewinnt in Texas

Trump hat bei der US-Präsidentenwahl den wichtigen Bundesstaat Texas gewonnen. Damit sichert er sich die Stimmen von 38 Wahlleuten, wie die Nachrichtenagentur AP am Mittwochmorgen (Ortszeit) auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen meldete.

6.54 Uhr: Trump behauptet: Demokraten wollen Wahlsieg "stehlen"

Bei Twitter hat Trump vor wenigen Minuten erklärt, er glaube, die Demokraten wollten den Wahlsieg "stehlen". "Wir werden sie das niemals tun lassen." Außerdem forderte er, Wählerstimmen sollten nicht mehr ausgezählt werden, sobald die Wahlbüros geschlossen seien. Das widerspräche allerdings dem gesetzlichen Verfahren bei der US-Wahl. Zudem kündigte er an, ebenfalls ein Statement abzugeben. 

6.42 Uhr: Joe Biden gibt Erklärung ab:

Die wichtigsten Aussagen:

"Wir wussten, es würde lange dauern, aber wir fühlen uns gut, wo wir jetzt stehen."

"Wir hören nicht auf, bis jede einzelne Stimme gezählt ist."

"Wir sind selbstbewusst, was Arizona angeht."

"Wir sind in Georgia immer noch im Spiel."

"Wir können noch gewinnen."

"Ich bin dankbar für alle, die den Wahlprozess möglich gemacht haben."

"Verliert nicht den Glauben, wir werden das gewinnen." 

Mehr dazu lesen Sie hier.

6.39 Uhr: Biden gewinnt Minnesota

Die Nachrichtagentur AP sagt einen Sieg für Biden in Minnesota (zehn Wahlleute) voraus. Laut "CNN" hat der Demokrat in dem US-Bundesstaat gewonnen. 

6.32 Uhr: Alexandria Ocasio-Cortez verteidigt Sitz im Repräsentantenhaus

Bei den US-Kongresswahlen hat die linke demokratische Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez ihren Sitz im Repräsentantenhaus verteidigt. Wie US-Medien am Dienstagabend (Ortszeit) berichteten, lag die 31-Jährige in ihrem New Yorker Wahlkreis nach Auszählung von fast 70 Prozent der Stimmen mit 68,5 Prozent klar in Führung. Ihr republikanischer Herausforderer, der 60-jährige Ex-Polizist John Cummings, kam demnach nur auf 30,8 Prozent.

6.30 Uhr: Montana geht an Trump

US-Präsident Donald Trump hat sich wie erwartet auch im US-Staat Montana die Mehrheit der Stimmen und damit drei weitere Wahlleute gesichert. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Mittwochmorgen (Ortszeit) auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen. 2016 konnte sich Trump in dem Staat im Nordwesten der USA mit deutlichem Vorsprung durchsetzen. Umfragen sahen zuletzt aber nur noch einen knappen Vorsprung vor seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden. Um Präsident zu werden, braucht ein Kandidat die Stimmen von mindestens 270 Wahlleuten.

6.13 Uhr: Hawaii geht an Biden

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat wie erwartet die Mehrheit im US-Staat Hawaii gewonnen. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Dienstagabend (Ortszeit) auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen. Hawaii gilt als sichere Bastion der Demokraten. 2016 gewann die damalige Kandidatin Hillary Clinton die vier Wahlleute mit einer deutlichen Mehrheit. Sie lag dort damals mehr als 30 Prozentpunkte vor dem Republikaner Donald Trump. Um Präsident zu werden, braucht ein Kandidat die Stimmen von mindestens 270 Wahlleuten.

6.08 Uhr: Kanye West stimmt für sich selbst

Rapper Kanye West hat bei der US-Präsidentenwahl seine Stimme abgegeben – allerdings wählte er weder den Demokraten Joe Biden noch den Republikaner Donald Trump. Er habe seinen eigenen Namen auf den Stimmzettel geschrieben, berichtete West.

"Heute stimme ich zum ersten Mal in meinem Leben für einen Präsidenten der Vereinigten Staaten und es ist für jemanden, dem ich wirklich vertraue ... mich", schrieb West auf Twitter. Dazu postete er mehrere Fotos und Videos von dem Vorgang in einem Wahllokal in Park County (US-Staat Wyoming). Auf dem Stimmzettel hatte er als "Write-in"-Kandidat seinen Namen und den von Predigerin Michelle Tidball als Vize-Kandidatin eingetragen.

5.58 Uhr: Biden sichert sich Stimmen in Virginia – Trump in Texas

Laut einer Hochrechnung des Senders "CNN" konnte sich Joe Biden in Virgina die meisten Stimmen sichern. Laut TV-Sender "Fox News" sicherte sich in Texas Donald Trump die meisten Wähler.

5.52 Uhr: Erstmals Transgender-Kandidaten ins Oberhaus gewählt

Bei den US-Wahlen ist erstmals eine Transgender-Kandidatin in das Oberhaus eines Bundesstaates gewählt worden: Im Bundesstaat Delaware zog die 30-jährige Sarah McBride am Dienstag mit 86 Prozent in den dortigen Senat ein. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sarah McBride: Sie hat sich einen Sitz im Oberhaus des US-Bundesstaates gesichert. (Quelle: AP/dpa)

5.50 Uhr: Ölpreise steigen – Preis der Krisenwährung Gold fällt

Der Optimismus vieler Investoren zeichnet sich auch an den Rohstoff-Märkten ab. Die Ölpreise legten spürbar zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am frühen Mittwochmorgen knapp einen Dollar mehr und notierte bei 40,66 Dollar (plus 1,18 Prozent) . Der Preis für US-Öl der Sorte WTI legte ähnlich deutlich auf 38,60 Dollar (plus 1,25 Prozent) zu. Der Preis für Gold, das gemeinhin als Krisenwährung gilt, fiel derweil. Eine Feinunze kostete zuletzt 1.901,00 Dollar (minus 0,44 Prozent).

5.44 Uhr: Mississippi geht an Trump

US-Präsident Trump hat den Bundesstaat Mississippi für sich entschieden. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend.

5.41 Uhr: Twitter markiert Posts zu Wahlergebnissen

Twitter hat in der US-Wahlnacht Hinweise an Tweets geheftet, in denen Wahlergebnisse für einzelne Staaten aus Sicht des Netzwerks voreilig verkündet wurden. So wurde beispielsweise ein Tweet, wonach Donald Trump den Staat Florida gewonnen habe, mit dem Hinweis versehen: "Offizielle Quellen könnten das Ergebnis noch nicht bestätigt haben, als dieser Tweet abgesetzt wurde." In Florida, das als einer der wichtigsten Staaten der Wahl galt, stand zu diesem Zeitpunkt laut Medien noch kein Gewinner fest.

Auch an einen Tweet von Trumps Wahlteam, wonach der Präsident South Carolina gewonnen habe, wurde ein solcher Warnhinweis geheftet. Allerdings hatte die Nachrichtenagentur AP Trumps Sieg in South Carolina zu dem Zeitpunkt bereits gemeldet.

5.30 Uhr: Investoren rechnen mit schneller Entscheidung

Die Investoren an den Finanzmärkten sehen laut Einschätzung des Marktstrategen Stephen Innes vom Broker Axi die Chancen eines Sieges des demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden im US-Präsidentschaftswahlkampf schwinden. Allerdings sei das Rennen gerade in den stark umkämpften Staaten eng und endgültige Ergebnisse könnten hier noch Tage auf sich warten lassen. Doch scheinen viele Investoren auf schnelle Klarheit zu setzen. So zogen die Kurse an den Aktien- und Futuremärkten zuletzt an und die Renditen an den Anleihemärkten fielen.

5.28 Uhr: Fox News: Biden siegt in Arizona

Der hart umkämpfte Bundesstaat Arizona (elf Wahlleute) geht an Biden, berichtet Fox News.

5.12 Uhr: Drei Westküsten-Staaten gehen an Biden

Bei der US-Präsidentschaftswahl hat sich der demokratische Kandidat Joe Biden wie erwartet die drei Staaten an der Westküste gesichert: Kalifornien, Oregon und Washington. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Dienstagabend (Ortszeit) auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen. Die Westküste ist traditionell eine Hochburg der Demokraten. Mit dem bevölkerungsreichen Kalifornien kommen 55 Wahlleute auf Bidens Konto. Washington stellt zwölf und Oregon sieben Wahlleute. Um Präsident zu werden, braucht ein Kandidat die Stimmen von mindestens 270 Wahlleuten.

5.09 Uhr: Trump gewinnt in Idaho

Bei der US-Präsidentschaftswahl hat sich der republikanische Amtsinhaber Donald Trump in Idaho durchgesetzt. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Dienstagabend (Ortszeit) auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen.

Der kleine Staat im Nordwesten der USA gilt als sichere Bastion der Republikaner. 2016 sicherte sich Trump die vier Wahlleute in Idaho mit einer deutlichen Mehrheit. Er lag damals gut 30 Prozentpunkte vor der Demokratin Hillary Clinton. Auch die Umfragen vor dieser Wahl sahen Trump dort zuletzt klar in Führung. Um Präsident zu werden, braucht ein Kandidat die Stimmen von mindestens 270 Wahlleuten.

4.52 Uhr: Stimmen aus Philadelphia kommen wohl erst am Mittwoch (US-Ortszeit)

Im wichtigen Bundesstaat Pennsylvania ist unklar, ob möglicherweise hunderttausende Stimmen in Philadelphia erst am Mittwochmorgen (Ortszeit) weiter ausgezählt werden. Laut US-Journalisten hatten dort Wahlhelfer erklärt, in der Nacht nur noch einen Teil der verbleibenden Stimmen vermelden zu wollen. 

4.50 Uhr: Utah stimmte wohl für Trump

US-Präsident Donald Trump hat sich nach Prognosen von Fernsehsendern bei der US-Wahl den Bundesstaat Utah gesichert. Das ging am Dienstagabend (Ortszeit) aus übereinstimmenden Vorhersagen der Sender NBC, CNN und Fox News auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen hervor. Die Nachrichtenagentur AP meldete zunächst noch keinen Gewinner.

Der Bundesstaat mit sechs Wahlleuten geht seit Jahrzehnten an Republikaner. Trump lag dort 2016 fast 20 Prozentpunkte vor der damaligen Kandidatin Hillary Clinton. Umfragen vor dieser Wahl sahen Trump dort in Führung – allerdings weniger deutlich. Um Präsident zu werden, braucht ein Kandidat die Stimmen von mindestens 270 Wahlleuten.

4.48 Uhr: Biden sichert sich laut Prognose vier Wahlleute in New Hampshire

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat nach Prognosen von Fernsehsendern bei der US-Wahl im Bundesstaat New Hampshire gesiegt und sich vier weitere Wahlleute gesichert. Das ging am Dienstag (Ortszeit) aus übereinstimmenden Vorhersagen der Sender ABC und NBC auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen hervor. Die Nachrichtenagentur AP meldete zunächst noch keinen Gewinner.

2016 konnte sich die damalige demokratische Kandidatin Hillary Clinton dort mit einer hauchdünnen Mehrheit von 0,3 Prozentpunkten vor Trump die vier Stimmen der Wahlleute sichern. Umfragen sahen in dem Staat an der Grenze zu Kanada zuletzt eher Biden in Führung. In dem Staat haben somit beide großen Parteien eine gute Chance auf den Wahlsieg. Auch New Hampshire gilt als "Swing State".

4.46 Uhr: Biden fehlen Stimmen der spanischsprachigen Wähler

Joe Biden fehlte in Florida offenbar das Vertrauen bei vielen spanischsprachigen Wählern. Laut Nachwahlbefragungen des Fernsehsenders CNN kam er in dieser Wählerschicht auf nur 50 Prozent der Stimmen, Hillary Clinton kam noch auf 62 Prozent. Ein ähnliches Bild ergebe sich bei den spanischsprachigen Wählern in Ohio und Georgia, so CNN. Hier bekam Clinton noch jeweils 15 Prozentpunkte mehr. 

4.42 Uhr: Missouri geht an Trump

US-Präsident Donald Trump hat auch im Bundesstaat Missouri den erwarteten Wahlsieg erzielt. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Dienstagabend (Ortszeit) auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen.

Missouri gilt als sichere Bastion der Republikaner. Bereits 2016 sicherte sich Trump die zehn Wahlleute mit einer deutlichen Mehrheit. Er lag damals gut 18 Prozentpunkte vor der damaligen Gegenkandidatin Hillary Clinton. Die Umfragen sahen Trump dieses Jahr wieder klar in Führung. Um Präsident zu werden, braucht ein Kandidat die Stimmen von mindestens 270 Wahlleuten.

4.40 Uhr: Kursplus zeichnet sich bei US-Aktien ab

Ehe die Börsen in den USA den Handel aufnehmen, zeichnet sich angesichts der ersten Wahlergebnisse eine gute Stimmung am Aktienmarkt in den USA ab. Die Kurse der Terminkontrakte, sogenannte Futures, mit denen Investoren auf die künftige Entwicklung der Märkte wetten, sind deutlich gestiegen: Futures auf den Standardwerte-Index S&P 500 gewannen zwischenzeitlich um rund 2 Prozent, Futures auf den Technologie-Aktienindex Nasdaq 100 stiegen gar um 3,9 Prozent. Hintergrund dieser Entwicklung könnte laut Nachrichtensender Bloomberg sein, dass Investoren mit schlechteren ersten Ergebnissen für Donald Trump gerechnet hatten.

4.34 Uhr: Demokraten holen Sitz im Senat in Colorado

Die Demokraten sind einer möglichen Mehrheit im Senat einen Schritt näher gerückt. Im Bundesstaat Colorado habe John Hickenlooper den Republikaner Cory Gardner von dem Senatssitz verdrängt. Das meldete die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen.

Jeder Bundesstaat entsendet zwei Senatoren, bisher hielten die Republikaner eine Mehrheit von 53 der 100 Sitze. Am Dienstag konnten die Wähler über 35 Sitze im Senat entscheiden, davon wurden bisher 23 von Republikanern gehalten und 12 von Demokraten. Nach Berechnungen von AP konnten zuvor sieben demokratische Senatoren und acht Republikaner ihre Sitze verteidigen.

Wie viele Stimmen man im Senat für die Mehrheit braucht, hängt davon ab, wer im Weißen Haus sitzt. Denn bei einem Patt von 50 zu 50 Stimmen kann der Vizepräsident eingreifen.

4.21 Uhr: Trump liegt in Kansas vorn

US-Präsident Donald Trump hat wie erwartet die Mehrheit im Bundesstaat Kansas gewonnen und sich damit die Stimmen von sechs weiteren Wahlleuten gesichert. Das berichtete die Nachrichtenagentur AP am Dienstagabend (Ortszeit) auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen. Um Präsident zu werden, braucht ein Kandidat die Stimmen von mindestens 270 Wahlleuten.

Der Staat im mittleren Westen der USA gilt als sichere Bastion der Republikaner. 2016 sicherte sich Trump die sechs Wahlleute mit einer deutlichen Mehrheit. Er lag damals gut 20 Prozentpunkte vor seiner damaligen Gegnerin Clinton. Auch die Umfragen sahen Trump dort zuletzt klar in Führung.

3.42 Uhr: Biden in Schlüsselstaat vorn

Donald Trumps Herausforderer Joe Biden könnte nach aktuellen Zahlen im Staat Ohio besser abschneiden als erwartet. Den Bundesstaat hatte Trump vor vier Jahren gewonnen. Er gilt als einer der wichtigsten und umkämpftesten überhaupt. Bislang hat kein Republikaner die Präsidentschaftswahl ohne eine Mehrheit in Ohio gewonnen.

Sollte sich Bidens Trend in Ohio bestätigen, wäre das für ihn ein gutes Zeichen für Staaten im Mittleren Westen wie Pennsylvania, Michigan und Wisconsin. Diese drei hatten Trump 2016 seinen knappen Wahlsieg beschert, alle sind von einer eher weißen Arbeiterbevölkerung geprägt.

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3.30 Uhr: Wähler berichten von Bedrohungen

Eine nationale Hotline in den USA hat bislang mehr Fälle von Wähler-Einschüchterung registriert als noch vor vier Jahren, berichtet die "New York Times". Unter anderem hätten sich bewaffnete Trump-Anhänger vor Wahllokalen postiert. So in North Carolina, wo ein bewaffneter Unterstützer des Präsidenten von der Polizei festgenommen wurde. Oder in Louisiana, wo ein Mann laut Augenzeugen eine Trump-Flagge schwenkte, während er eine große Waffe hielt.

"Diese einzelnen Vorfälle von Wähler-Einschüchterung sind problematisch und wir können sie nicht ignorieren", sagte Kristen Clarke, Präsidentin des National Lawyers’ Committee for Civil Rights Under Law, vor Reportern. "Sie fanden zwar nicht flächendeckend statt und waren auch nicht systematisch. Aber ihre Zahl ist weit größer als bei früheren Abstimmungen. Sie sind ein Spiegel der dunklen Zeiten, in denen sich unsere Nation befindet."  

3.22 Uhr: Repräsentantenhaus bleibt in der Hand der Demokraten

Die US-Demokraten haben bei der zeitgleich zur Präsidentenwahl stattfindenden Kongresswahl dem Sender Fox zufolge ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verteidigt.

3.15 Uhr: Senats-Sitz in Colorado geht an Demokraten

Teilerfolg für die Demokraten im Kampf um die Macht im Senat: Laut Fox News schlägt der demokratische Herausforderer John Hickenlooper in Colorado den republikanischen Amtsinhaber Cory Gardner. Bislang haben die Republikaner in der Kongresskammer eine knappe Mehrheit.

3.00 Uhr: New York stimmt für Biden

Laut Projektion des Senders CNN hat Herausforderer Joe Biden den Bundesstaat New York (29 Wahlmänner) gewonnen. Auch New Mexico (5) ging laut AP an den Demokraten. Trump holte laut der Nachrichtenagentur die Staaten Louisiana (8), Wyoming (3), North Dakota (3), South Dakota (3) und Nebraska (5). 

Der Sender Fox News sah Biden in Colorado (9) vorn, Trump in Kansas (6).

2.54 Uhr: Biden führt unerwartet in Texas

In Texas führt nach Auszählung von knapp zwei Drittel der Stimmen unerwartet Joe Biden. Derzeit kommt Biden in Texas auf 50,5 Prozent der Stimmen, Donald Trump auf 48,1 Prozent. Insbesondere in den größeren Städten Dallas, Huston und Austin konnte der demokratische Präsidentschaftskandidat deutlich gegenüber 2016 zulegen. 

2.50 Uhr: Arkansas wählt republikanisch

US-Präsident Donald Trump hat in Arkansas (6 Wahlmänner) wie erwartet die meisten Stimmen gewonnen. Das meldete die Nachrichtenagentur AP. Arkansas gilt als sichere Bastion der Republikaner. Schon 2016 sicherte sich Trump die sechs Wahlleute mit einer deutlichen Mehrheit.

2.46 Uhr: Trump-Team erklärt sich zum Sieger in Florida

Das Wahlkampf-Team von US-Präsident Donald Trump beansprucht den Sieg im umkämpften Bundesstaat Florida für sich. Das meldete das Kampagnenbüro unter Berufung auf das Wahlanalyse-Institut Decision Desk HQ. Das endgültige Ergebnis steht allerdings auch für diesen Staat noch nicht offiziell fest. 

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2.44 Uhr: Viele Staaten wählten wie erwartet

Zwischenstand: In rund zwei Dutzend Bundesstaaten haben die US-Medien schnell die erwarteten Sieger ausgerufen. Für den Demokraten Joe Biden wurden unter anderem Connecticut, Vermont und Virginia genannt. US-Präsident Donald Trump gewann unter anderem South Carolina, West Virginia, Indiana und Kentucky.

Aus Florida kamen gute Nachrichten für Trump. Besonders im bevölkerungsreichen County Miami-Dade erzielte Biden weniger Stimmen, als er voraussichtlich bräuchte, um den Staat zu gewinnen. Kommentatoren und US-Experten gingen davon aus, dass Trump gute Chancen hat, Florida für sich zu gewinnen. Der Republikaner ist auf den Staat zwingend angewiesen, sein Herausforderer hätte weitere Wege zum Sieg.

Aus den Staaten des Mittleren Westens, die vor vier Jahren das Rennen entschieden haben, gab es zunächst nur vorläufige Daten. Die ersten Zahlen einzuschätzen ist in diesem Jahr schwieriger als bei früheren Wahlen, weil es vielerorts unterschiedliche Auszählungsmethoden gibt. Manche Countys zählen zunächst Briefwahlstimmen, andere die Stimmen vom Wahltag. Bei den Briefwahlstimmen wurde den Demokraten ein Vorsprung vorhergesagt, bei den Wahltagstimmen den Republikanern. 

2.35 Uhr: Verschwörungstheoretikerin zieht in Kongress ein

Die QAnon-Verschwörungstheoretikerin Marjorie Taylor Greene vom rechten Flügel der Republikaner zieht einem Tweet des TV-Senders CNN zufolge ins Repräsentantenhaus ein. Ihr Gegenkandidat in ihrem Wahlkreis im Bundesstaat Georgia gab auf. Mehr über die Verschwörungstheorie lesen Sie hier.

2.31 Uhr: Ergebnis in Georgia könnte sich verzögern

Im wichtigen Swing State Georgia wird ebenfalls ein knappes Ergebnis erwartet. Problem allerdings: Aus dem Fulton County wird es wegen eines Wasserrohrbruchs erst einmal kein Ergebnis geben. Betroffen ist auch eine Halle, in dem Wahlurnen gelagert werden. Weil in Fulton County auch die Millionen-Metropole Atlanta liegt, könnte der Wahlausgang in Georgia  offen bleiben.

2.15 Uhr: Die nächsten Ergebnisse rollen ein

Herausforderer Joe Biden hat US-Medien zufolge die Bundesstaaten Delaware (3 Wahlleute), Maryland (10), Illinois (20), New Jersey (14), Rhode Island (4), Connecticut (7), Massachusetts (11) und den District of Columbia (3) gewonnen.

Amtsinhaber Donald Trump gewann demnach in Oklahoma (7), Tennessee (11), Alabama (9), South Carolina (9) und Mississippi (6).

2.01 Uhr: Trumps Republikaner wollen Briefwahl-Zählung in Nevada stoppen

In Nevada haben die Republikanische Partei und Trumps Wahlkampfteam einem NBC-Bericht zufolge eine einstweilige Verfügung beantragt, um die Auszählung von Briefwahlstimmen zu begrenzen. Betroffen wäre der Kreis Clark County, wo die Großstadt Las Vegas liegt.

1.55 Uhr: Prognose – Virginia geht an Biden

Joe Biden hat erwartungsgemäß den Bundesstaat Virginia gewonnen. Das meldete die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen. Der Bundesstaat an der Ostküste hat 13 Wahlleute zu vergeben. Auch 2016 gewannen die Demokraten dort. Umfragen hatten Biden vor US-Präsident Donald Trump gesehen.

Der Bundesstaat West Virginia ging den Angaben zufolge an Donald Trump. West Virginia mit fünf Wahlleuten ist seit Jahrzehnten eine Hochburg der Republikaner. Trump erzielte dort 2016 gut 40 Prozentpunkte mehr als die damalige demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton.

1.52 Uhr: Kleine Proteste in Washington

In der US-Hauptstadt haben sich einige Hundert Menschen auf der Black Lives Matter Plaza unweit des Weißen Hauses versammelt. Sie protestieren gegen Präsident Donald Trump, fordern auf Plakaten seine Abwahl.

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1.46 Uhr: Biden führt in Florida knapp vor Trump

In Florida sind bereits drei Viertel der Stimmen ausgezählt. Ein endgültiges Ergebnis könnte demnach schon in den frühen Morgenstunden vorliegen. Joe Biden führt nach Auszählung von 79 Prozent der Stimmen äußerst knapp mit 49,9 Prozent, Donald Trump kommt bislang auf 49,1 Prozent. Wichtig hier: In mehreren nahezu ausgezählten Counties liegt Biden im Moment deutlich über dem Ergebnis von Hillary Clinton vor vier Jahren.  

1.22 Uhr: Bislang keine Überraschungen

Die von US-Medien prognostizierten Siege von Donald Trump in Indiana und Kentucky sowie der Sieg von Joe Biden in Vermont waren erwartet worden. Die ersten beiden Staaten sind Republikaner-Land, Vermont eine Hochburg der Demokraten. Allerdings zeigen sich auf der Ebene der Bezirke durchaus Verschiebungen. Wie CNN berichtet, fielen bereits mehrere Counties etwa in Kentucky oder in Florida an Biden, die vor vier Jahren noch für Trump gestimmt hatten. Ob daraus ein landesweiter Trend zugunsten des demokratischen Kandidaten abzulesen ist, bleibt abzuwarten.

1.15 Uhr: Prognosen aus weiteren Bundesstaaten

US-Präsident Trump hat laut der Nachrichtenagentur AP und anderen Medien auch im Bundesstaat Kentucky gewonnen. Das war erwartet worden, denn Trump lag auch 2016 in Kentucky weit vorn. Damit erhält der US-Präsident die Stimmen von acht Wahlleuten.

Laut AP hat Herausforderer Joe Biden den Bundesstaat Vermont für sich entschieden. Auch das war erwartet worden. Der kleine Bundesstaat im Nordosten mit drei Wahlleuten geht seit Jahrzehnten an die Demokraten. Hillary Clinton lag dort 2016 mit mehr als 25 Prozentpunkten Vorsprung vor dem Wahlsieger Donald Trump.

1.02 Uhr: Trump gewinnt laut Hochrechnung ersten Staat

Donald Trump hat laut Projektion des US-Senders CNN den Bundesstaat Indiana gewonnen. Der Bundesstaat ist ländlich geprägt und traditionell eine Hochburg der Republikaner. Auch 2016 entschied Trump das Rennen in Indiana klar für sich. Der Staat stellt elf Wahlmänner.

Die Projektionen von CNN basieren zum Einen auf ersten Auszählungsergebnissen in den Bezirken der Bundesstaaten, zum Anderen auf Befragungen von Wählern nach der Stimmabgabe.

1.00 Uhr: Erste Wahllokale haben geschlossen

Bei den Wahlen in den USA haben die Wahllokale in Georgia, South Carolina, Vermont, Indiana, Kentucky und Virginia komplett geschlossen. Auch in weiten Teilen Floridas endete für Wähler am Mittwoch um 01.00 Uhr deutscher Zeit die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben. 

Hier lesen Sie, was in den entscheidenden Stunden vor Schließung der Wahllokale geschah.

"Von diesem Haus ins Weiße Haus"

US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat sich am Wahltag auf der Wohnzimmerwand seines früheren Familienhauses in Scranton verewigt. "Von diesem Haus ins Weiße Haus", lautete Bidens optimistische Botschaft, wie auf Fotos der mitgereisten Journalisten zu sehen war.

Die Szene erinnerte an den Wahlkampf im Jahr 2008, als Biden an der Seite von Barack Obama das Weiße Haus eroberte. Damals hatte Biden an einer anderen Wand des Hauses eine Botschaft hinterlassen. Der 77-Jährige hatte bis zu seinem zehnten Lebensjahr in dem Haus gewohnt. Nach dem Abstecher nach Scranton stand für den Herausforderer von Präsident Donald Trump noch ein Auftritt in Philadelphia auf dem Programm. Beide Städte liegen im umkämpften Bundesstaat Pennsylvania.

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Der dritte Kandidat

Alles schaut auf das Duell Donald Trump gegen Joe Biden. Doch ein weiterer US-Amerikaner kandidiert für das Weiße Haus: Rapper Kanye West. Er gab am Dienstag seine Stimme sich selbst.

"Heute stimme ich zum ersten Mal in meinem Leben für einen Präsidenten der Vereinigten Staaten und es ist für jemanden, dem ich wirklich vertraue ... mich", schrieb West auf Twitter. Auf dem Stimmzettel hatte er als "Write-in"-Kandidat seinen Namen und den von Predigerin Michelle Tidball als Vize-Kandidatin eingetragen.

West hatte im Juli bekanntgegeben, dass er sich für das höchste Amt im Staat bewerben wolle. Wegen verpasster Anmeldefristen schaffte er es jedoch in vielen Staaten nicht auf den Wahlzettel. Der exzentrische Rapper hatte in der Vergangenheit auch Trump unterstützt.

Facebook sperrt rechtsgerichtete Nachrichten zur Wahl

Neben Twitter hat auch Facebook etliche neu geschaffene Konten mit rechtsgerichteten Äußerungen zur US-Wahl gesperrt. Grund für die Maßnahme sei "unglaubwürdiges Verhalten", teilte das weltgrößte soziale Online-Netzwerk mit.

Twitter hatte zuvor mitgeteilt, die Accounts hätten mit ihrem Inhalt gegen die Regeln des Kurznachrichtendienstes verstoßen. Die Konten sein erst vor kurzem angelegt worden.

Wenn's mal wieder länger dauert...

Vor vielen Wahllokalen in den USA bildeten sich am Dienstag lange Schlangen. Das zwang die Wähler oft zu stundenlangem Warten. In Reading im US-Staat Pennsylvania schritten deshalb Helfer einer Einwandererorganisation zur Tat und verteilten Tacos an die Wartenden.

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Erleben die USA die größte Wahlbeteiligung aller Zeiten?

Bei der US-Präsidentenwahl haben so viele Menschen wie noch nie ihre Stimme vor dem eigentlichen Wahltag abgegeben. Das könnte auf eine historisch hohe Wahlbeteiligung hindeuten

Das "U.S. Elections Project" zählte über 100 Millionen Frühwähler. Das entspreche mehr als 73 Prozent der Stimmen, die 2016 insgesamt abgegeben wurden, teilte die Organisation mit. Besonders stark war die Wahlbeteiligung in einer Reihe von Bundesstaaten im Süden und Westen. In Texas, Washington State, Oregon und Hawaii überstieg die Zahl der Frühwähler jeweils sogar die 2016 insgesamt abgegebenen Stimmen.

Der demokratische Herausforderer Joe Biden erwartet eine noch nie dagewesene Wahlbeteiligung von über 150 Millionen Wählern, wie er vor Anhängern in Philadelphia sagte. "Wir werden heute so viele Menschen sehen, die ihre Stimme abgegeben haben, wie noch nie in der amerikanischen Geschichte." Vor allem junge Menschen und Frauen beteiligten sich in hoher Zahl, sagte Biden mit Blick auf erste Erhebungen.

Wirtschaft ist das Top-Thema

Die ökonomische Entwicklung in den USA und nicht die Corona-Krise ist laut einer CNN-Umfrage das wichtigste Thema bei dieser Wahl – auch wenn beide Themen viel miteinander zu tun haben. 34 Prozent benannten die Wirtschaft als derzeit größte Herausforderung, 21 Prozent gaben den Rassismus im Land an. Die Corona-Krise war für 18 Prozent das überragende Thema.

Eine Umfrage der Nachrichtenagentur AP sah hingegen die Corona-Krise an der Spitze, gefolgt von der Konjunktur, dem Gesundheitssystem, Rassismus, Strafvollzug, Einwanderung und Klimakrise.

Optimismus an der Börse

Die US-Aktienmärkte sind optimistisch, dass die US-Präsidentschaftswahl einen klaren Ausgang haben wird. Am Dienstag setzten sie ihren Erholungskurs nach dem Ausverkauf der Vorwoche fort. Der Dow Jones Industrial schloss 2,06 Prozent höher bei 27.480,03 Punkten, nachdem er zum Wochenstart bereits um 1,6 Prozent zugelegt hatte. Der marktbreite S&P 500 gewann 1,78 Prozent auf 3.369,16 Punkte. Der Nasdaq 100 rückte um 1,76 Prozent auf 11.279,91 Zähler vor.

Trump den Finger gezeigt

Freundlich ist das nicht gerade, was diese Frau dem in seiner Limousine vorbeifahrenden US-Präsidenten zeigt. Diese Szene trug sich am Nachmittag (Ortszeit) in Arlington im US-Staat Virginia unweit von Washington D.C. zu. Doch die Reaktion überrascht auch nicht. Wohl noch nie sorgte ein US-Präsident in seiner Amtszeit für eine derartige Spaltung in der Bevölkerung.

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Musikalische Aufmunterung für wartende Wähler

Es geht um verdammt viel bei dieser Wahl in den USA. Viele Wähler warten oft Stunden, um bei diesem historischen Urnengang ihre Stimme abgeben zu können. Da kann etwas Aufmunterung nicht schaden. In Los Angeles sorgt eine Mariachi Band vor einem Wahllokal für festliche Stimmung. Und ist eine Wahl nicht auch immer ein Fest der Demokratie?

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Wo verbringen Trump und Biden den Wahlabend?

Sie stehen an diesem Abend im Fokus: US-Präsident Donald Trump und sein Herausforderer Joe Biden. Wo aber werden sie den Abend verbringen, wenn die mit Spannung erwarteten Ergebnisse einlaufen? Wie der Sender CNN berichtet, hält sich Trump wohl den ganzen Abend über im Weißen Haus auf. 

Joe Biden wird nach den letzten Wahlkampf-Terminen in sein Haus in Wilmington im US-Staat Delaware zurückkehren und dort die Ergebnisse abwarten. Später soll er ein Wahlzentrum besuchen, berichtet CNN.

Trump siegessicher: "Wir werden eine großartige Nacht haben"

Während eines Besuchs bei seinen Wahlkampfhelfern am Tag der Präsidentenwahl in den USA hat sich Amtsinhaber Donald Trump siegessicher gezeigt. "Ich glaube, wir werden eine großartige Nacht haben", sagte Trump am Dienstag in Arlington bei Washington. Die Zahlen, die er aus den Bundesstaaten Texas, Arizona oder Florida sehe, seien sehr gut. Die letzten Umfragen sehen den republikanischen Präsidenten allerdings hinter seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden – sowohl landesweit als auch in mehreren entscheidenden "Swing States".

Auf die Frage, ob er für den Fall eines Sieges oder einer Niederlage bereits Reden vorbereitet habe, sagte Trump, dass er darüber noch nicht nachdenke. Er hoffe aber, dass das Ergebnis schnell feststehe. Trump weiter: "Gewinnen ist leicht. Verlieren ist niemals leicht. Nicht für mich." Die Ergebnisse aus den ersten Bundesstaaten werden in der Nacht zum Mittwoch (MEZ) nach 1.00 Uhr erwartet.

Donald Trump: Der amtierende US-Präsident freut sich auf die Wahlnacht. (Quelle: Carlos Barria/Reuters)

Ein Land zwischen Vorfreude und Angst

Der weltweit mit Spannung erwartete Wahltag ist da, die Amerikaner bestimmen ihren neuen Präsidenten. Wohl noch nie war die Anspannung vor diesem Termin größer – und auch die Angst, dass es zu gewaltsamen Ausbrüchen von Anhängern der unterlegenen Seite kommt. In seinem Video-Kommentar berichtet t-online-Korrespondent Fabian Reinbold von einem elektrisierten Land zwischen großer Energie und Angst. 

Wann es heute Abend besonders spannend wird

Am Dienstag wählen die USA ihren neuen Präsidenten. Doch wann steht der Sieger fest? Da sich das Land über mehrere Zeitzonen erstreckt und die Wahllokale zu unterschiedlichen Zeiten schließen, laufen die Ergebnisse die ganze Nacht über nach und nach ein. Die ersten Wahllokale schließen um Mitternacht unserer Zeit in Indiana und Kentucky. Beide Bundesstaaten sind Hochburgen der Republikaner, Donald Trump dürfte sie sicher gewinnen.

Um 2 Uhr wird ein Schlüsselmoment in dieser Wahlnacht erwartet. Dann schließen die letzten Wahllokale in über einem Dutzend Bundesstaaten, darunter die wichtigen "swing states" Florida und Pennsylvania. Die Karte zeigt, wann wo die letzten Stimmen abgegeben werden. Mehr zum Thema lesen Sie hier. 

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Wahlfieber in New York

Die Präsidentschaftswahl elektrisiert die Menschen in den USA und rund um den Globus. Traditionell erstrahlt in dieser wichtigsten Wahlnacht der Welt auch New Yorks Wahrzeichen, das Empire State Building, in den Farben der US-Flagge. So auch an diesem Abend:

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Trump findet eigenes Land schwieriger als Nordkorea 

Für US-Präsident Donald Trump ist der Umgang mit seinem Heimatland eigenen Aussagen zufolge schwieriger als der mit autoritären Regierungen. Leute würden ihn Fragen, welches Land das schwierigste sei, sagte Trump am Dienstag in der TV-Sendung "Fox and Friends". "Ist es Russland? Ist es China? Ist es Nordkorea? (...) Nein, das mit Abstand schwierigste Land sind die USA." Es gebe einige falsche Leute, sagte Trump am Wahltag in den USA weiter – und spielte damit offenbar auf seine politischen Gegner an.

Der Präsident nannte den hochrangigen Demokraten Adam Schiff beim Namen und bezeichnete ihn als "kranke Person". Seine demokratischen Widersacher hatten Trump in den vergangenen vier Jahren immer wieder hart attackiert und unter anderem ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn eingeleitet.

Bundesstaat Michigan: Unbekannte schänden jüdischen Friedhof

Nur einen Tag vor der Wahl haben Unbekannte in Grand Rapids (Michigan) einen jüdischen Friedhof geschändet. Die Vandalen schrieben in großen Buchstaben "TRUMP" und "MAGA" ("Make America Great Again", Trumps Motto) auf einzelne Grabsteine, berichtet die "Jüdische Allgemeine". Nur wenige Stunden später hatte der US-Präsident einen Wahlkampfauftritt in der zweitgrößten Stadt Michigans. 

Die Anti-Defamation League, eine Organisation, die sich gegen die Diskriminierung von Juden einsetzt, verurteilte auf ihrer Facebook-Seite die Tat: "Wir sind entsetzt über die Schändung des Friedhofs." Wer für den Akt des Vandalismus verantwortlich ist, ist noch unklar.

Dax setzt Erholung am US-Wahltag fort

Der Deutsche Aktienindex (Dax) hat am Tag der US-Präsidentschaftswahl seine Erholung schwungvoll fortgesetzt. Es werde darauf gesetzt, dass die Wahl Klarheit bringe und die Unsicherheit der vergangenen Tage dadurch vertreibe, kommentierte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Zudem werde weiter auf die US-Notenbank (Fed) vertraut.

Der deutsche Leitindex schloss am Dienstag mit plus 2,55 Prozent auf 12.088,98 Punkte auf Tageshoch. Seit seinem Tief bei 11.450 Punkten am Freitag hat er nun bereits wieder um 5,6 Prozent zugelegt. In der vergangenen Woche hatten die hochschnellenden Corona-Neuinfektionen und die daraufhin erfolgten neuen Teil-Lockdowns in europäischen Ländern die Börsen in ganz Europa und auch den USA schwer belastet. 

Wahllokale im Osten der USA geöffnet 

In den USA startet die Wahl in die heiße Phase. Nachdem in zwei kleinen Orten bereits um Mitternacht (Ortszeit) abgestimmt worden war, machten im Osten der Vereinigten Staaten nun auch die Wahllokale in größeren Städten und Kommunen auf. Um 6 Uhr Ortszeit (12 Uhr MEZ) öffneten sie zum Beispiel in New York, New Jersey und Connecticut. Vor einigen Lokalen bildeten sich lange Schlangen.

In Ohio und North Carolina, die zu den umkämpften Bundesstaaten ("Swing States") gehören, dürfen die Wähler seit 6.30 Uhr (12.30 Uhr MEZ) an die Wahlurnen. In Florida, Pennsylvania und Michigan – wo ebenfalls mit Spannung erwartet wird, wer das Rennen macht – öffneten viele Wahllokale um 7 Uhr (13 Uhr MEZ).

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Weil sich die USA über mehrere Zeitzonen erstrecken, zieht sich die Öffnung der Wahllokale über mehrere Stunden. Nach dem Osten folgen die Staaten im Zentrum des Landes. Im Westküstenstaat Kalifornien kann man von 7 Uhr Ortszeit (16 Uhr MEZ) an die Stimme abgeben. Hawaii und Alaska sind die Schlusslichter: Hier können die Wähler bis um 6 Uhr (MEZ) am Mittwoch abstimmen, auf den Aleuten noch eine Stunde länger.

Viele Wähler haben aber schon gewählt. Über 100 Millionen US-Bürger stimmten per Brief oder in vorab geöffneten Wahllokalen ab, wie das "U.S. Elections Project" berichtete. Das entspricht rund 70 Prozent der 2016 bei der Präsidentenwahl abgegebenen Stimmen. 

Anleger sind am Wahltag hoffnungsvoll

Am Tag der US-Wahl dürfte die Wall Street zunächst ihre jüngsten Gewinne ausbauen. Rund eine Dreiviertelstunde vor dem Start am Dienstag taxierte das Handelshaus IG den Dow Jones Industrial anderthalb Prozent höher bei 27.330 Punkten. Börsianer nannten als Antrieb die Hoffnung auf klare Verhältnisse nach der Wahl.

Auch Christian Kahler, Chef-Anlagestratege bei der DZ-Bank, sagte t-online jüngst: "Finanzmärkte mögen keine Unsicherheit". Wenn Trump das Weiße Haus nicht verlasse, obwohl er müsste, "werden die Aktienmärkte in den nächsten Wochen sicherlich bergab gehen." Bereits am Montag hatte der US-Leitindex als Reaktion auf den größten Wochenverlust seit Ausbruch der Corona-Pandemie im März um 1,6 Prozent zugelegt.

Indien: Kokosnüsse für Sieg von Harris und Biden

Am Tag der US-Wahl haben rund 200 Inder im Heimatdorf des indischen Großvaters der demokratischen Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris für ihren Sieg gebetet. Im Tempel im südindischen Thulasendrapuram hätten sie mehrere Kokosnüsse zerbrochen – ein gängiges Ritual, das Glück bringen solle, sagte der Tempelverwalter S.V. Ramanan. Währenddessen hätten Priester Milch über die lokale Gottheit Aiyanar gegossen und Mantras gesungen. Ramanan sagte: "Es gibt viel Vertrauen in den 300 Jahre alten Tempel – mit dem Glauben, dass Gebete bei diesem mächtigen Schrein immer erhört werden."

Wer gewinnt die US-Wahl? Wie reagiert Deutschland? Die Antworten auf die wichtigsten Fragen geben Spitzenpolitiker und Experten am Mittwochmorgen in einer t-online-Livesendung. Los geht es um 7.30 Uhr unter www.t-online.de/live. Wir freuen uns über Ihr Interesse und Feedback.

Harris Mutter stammte aus Indien, ihr Vater aus Jamaika. Die 56-Jährige sagte immer wieder, ihre inzwischen verstorbene Mutter habe den größten Einfluss auf ihr Leben gehabt. Im Tempel in Thulasendrapuram hätten Dorfbewohner Gott Aiyanar auch Blumen, Girlanden und Früchte dargeboten, sagte Ramanan. Anschließend habe es für die Anwesenden Idlis gegeben, gedampfte Reiskuchen, die in Südindien sehr beliebt sind und mit denen auch Harris aufgewachsen ist, wie sie mehrfach sagte.

Ein Tempel in Thulasendrapuram im indischen Bundesstaat Tamil Nadu: In einem besonderen Gottesdienst beten Gläubige für den Sieg der indischstämmigen Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris. (Quelle: Aijaz Rahi/AP/dpa)

Harris indische Familie habe den Tempel oft bei Hochzeiten und anderen speziellen Ereignissen besucht, sagte ihre Tante Sarala Gopalan dem indischen Fernsehsender NDTV. Sie würde versuchen, ihn jedes Jahr zu besuchen und für die Familie zu beten. Dieses Jahr hätte dies wegen Corona aber nicht geklappt.

Republikaner scheitern mit Klage gegen Stimmabgabe aus Autos

Die Republikaner sind im US-Bundesstaat Texas mit dem Versuch gescheitert, rund 127.000 Stimmzettel für ungültig erklären zu lassen, die Wähler direkt aus ihren Autos heraus abgegeben haben. Ein Bundesrichter in Houston wies am Montag eine Klage gegen das Verfahren ab. Zuvor hatte bereits das Oberste Gericht von Texas ähnlich entschieden.

Die Stimmen wurden im Harris County abgegeben, das als eher den Demokraten zugeneigt gilt. Texas hat seit dem Sieg von Jimmy Carter 1976 nicht mehr für einen Demokraten bei einer Präsidentenwahl gestimmt - in diesem Jahr zeigen die Umfragen aber ein relativ knappes Rennen zwischen dem republikanischen Amtsinhaber Donald Trump und dem Demokraten Joe Biden. Insofern könnten auch 127.000 Stimmen eine wichtige Rolle spielen.

Ein Parkplatz in Austin, Texas: Hier konnten Autofahrer ihre Stimmzettel abgeben, ohne die Fahrzeuge zu verlassen. (Quelle: Ricardo B.Brazziell/imago images)

Die Wahlbehörde von Harris County hat mit Blick auf die Corona-Krise zusätzlich Zelte neben Wahllokalen aufstellen lassen, in denen Autofahrer ihre Stimmzettel abgeben konnten, ohne die Fahrzeuge zu verlassen. Mehrere Republikaner hatten in ihrer Klage argumentiert, dass es für das Verfahren keine gesetzliche Grundlage gebe.

Trump hetzt gegen Briefwahl – Biden setzt auf Hilfe von Popstars

Der lange US-Wahlkampf geht mit scharfen Angriffen zu Ende: Trump erneuert mit einer düsteren Warnung seine Angriffe auf die Abstimmung per Briefwahl. Biden verspricht sich Hilfe von Stars. Bis kurz vor der Öffnung der Wahllokale in den USA haben sich Präsident Donald Trump und sein demokratischer Herausforderer Joe Biden gegenseitig mit harten Bandagen angegriffen. Trump bezeichnete Biden als "korrupten Politiker", der die Wirtschaft in eine "tiefe Depression" stürzen würde.
Den ganzen Artikel können Sie hier lesen.

US-Wahltag startet mit Mitternachtsabstimmung 

Mit Abstimmungen in kleinen Orten im Bundesstaat New Hampshire hat um Punkt Mitternacht (6 Uhr in Deutschland) der Wahltag in den USA begonnen. Das erste Ergebnis lieferte das Dorf Dixville Notch, das schon seit 1960 stets zu Beginn der "Geisterstunde" votiert. Hier gibt es weniger als ein Dutzend registrierte Wähler, so dass gleich nach der Stimmabgabe ausgezählt wurde. Trump-Herausforderer Joe Biden erhielt – alle – fünf Stimmen. Im Nachbarort Millsfield setzte sich Trump mit 16 zu 5 Stimmen gegen Biden durch. Im Ort Hart's Location fällt die Mitternachtsabstimmung bei dieser Präsidentschaftswahl wegen der Corona-Pandemie aus. Hier öffnen die Wahllokale wie andernorts erst einige Stunden später.

Dass man so früh votieren darf, ist einem Gesetz in New Hampshire zu verdanken. Es erlaubt Gemeinden mit weniger als 100 Einwohnern, sowohl bei den Vorwahlen als auch dann bei der Präsidentenwahl schon um Mitternacht ihr Wahllokal zu öffnen. Damit sollte Eisenbahnarbeitern die Möglichkeit gegeben werden, wählen zu gehen, sich aufs Ohr zu legen und dann pünktlich zur Arbeit anzutreten. Längst nicht immer spiegelten die Resultate aus den kleinen Orten, wer dann am Ende Präsident wurde.

Wahlstart im Dorf Dixville im US-Bundesstaat New Hampshire: Seit 1960 darf hier schon ab Mitternacht gewählt werden. (Quelle: Ashley L. Conti/Reuters)

Faktencheck: Stimmt es, dass viele US-Wähler benachteiligt werden?

Mit dem Ausweis zum Wahllokal gehen und abstimmen – so einfach ist es in den USA nicht. Denn vor dem Wählen stehen einige Hürden. Manche sind für bestimmte Wählergruppen schwer zu überwinden. Ob es stimmt, dass durch das Wahlrecht und -system einige Wählergruppen in den USA benachteiligt werden, lesen Sie hier im Faktencheck.

Studie: Trumps Wahlkampf-Rallys sollen 700 Covid-Tote verursacht haben

Donald Trump hat im Gegensatz zu seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden eine ganze Reihe von Wahlkampfveranstaltungen durchgeführt, bei denen tausende Teilnehmer dicht gedrängt und überwiegend ohne Masken vor der Bühne standen. Biden warf Trump vor, er verteile bei solchen "Superspreader-Events" Viren im ganzen Land.

Eine Studie von Ökonomen der renommierten Stanford University untermauert nun Bidens Vorwürfe mit Zahlen. Das Institut für Politik- und Wirtschaftsforschung publizierte das Papier, das noch nicht von Fachleuten bewertet wurde, auf seiner Website. Der Befund der Wissenschaftler um den Institutsleiter B. Douglas Bernheim ist alarmierend: Die 18 Wahlkampf-Auftritte des republikanischen Präsidenten, die zwischen dem 20. Juni und dem 22. September stattfanden, sollen demnach 30.000 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 und mehr als 700 Covid-19-Todesfälle verursacht haben.

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Experten für Infektionskrankheiten hatten schon zuvor vermutet, dass die Wahlkampfveranstaltungen Trumps "Superspreader"-Ereignisse sein könnten. Bisher konnten die Epidemiologen deren Auswirkungen jedoch nicht gut abschätzen, auch weil das Contact Tracing in vielen US-Staaten kaum funktioniert. In einigen Bundesstaaten stellten die Gesundheitsbehörden zwar fest, dass einzelne bestätigte Neuinfektionen bei Personen auftraten, die zuvor an einer Trump-Kundgebung teilgenommen hatten. Sie konnten aber keine kausale Verbindung bestätigen. Im Bundesstaat Minnesota führten die Gesundheitsbehörden laut der Nachrichtenagentur Reuters vier Covid-19-Ausbrüche und mehr als 25 Fälle auf Trump-Kundgebungen im September und Oktober zurück.

Umfrage – Biden liegt in wichtigem US-Staat Florida vorn

Kurz vor der US-Wahl führt der demokratische Herausforderer Joe Biden einer Umfrage zufolge in dem wichtigen Bundesstaat Florida. Nach am Montag veröffentlichten Reuters/Ipsos-Erhebung liegt Biden bei 50 Prozent und der republikanische Amtsinhaber Donald Trump bei 46 Prozent. Vor einer Woche lagen die beiden Kandidaten faktisch gleichauf. Florida gehört Experten zufolge zu den Staaten, wo die Wahl entschieden werden könnte. Landesweit liegt Reuters/Ipsos zufolge Biden mit 52 Prozent vor Trump mit 44 Prozent.

Fake-Video soll Joe Biden in schlechtes Licht rücken

Ein bearbeitetes Fake-Video von Joe Biden sollte den Eindruck erwecken, der demokratische Präsidentschaftskandidat habe vergessen, in welchem ​​US-Bundesstaat er sich befand. Das Video wurde am Wochenende mehr als eine Million Mal auf Twitter angesehen.

In dem Video spricht Biden eine Menschenmenge an und sagt: "Hallo, Minnesota!" Die Veranstaltung fand tatsächlich in St. Paul, Minnesota, statt. In dem unbearbeiteten Originalvideo lauteten die Schilder vor und hinter Biden auf der Bühne "Text MN to 30330" – was deutlich machte, dass die Veranstaltung in Minnesota (MN) stattfand. In dem gefälschten Video wurden die Schilder auf der Bühne jedoch so bearbeitet, dass sie "Tampa, Florida" und "Text FL to 30330" lauten.

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Das Video wurde erst am Sonntagabend von Twitter als "manipulierte Medien" eingestuft. Der Nutzer löschte das Video anschließend. Das Team von Präsident Donald Trump und seine Unterstützer hatten wiederholt irreführende Videos veröffentlicht, in denen sie argumentieren, Biden sei geistig nicht für ein Amt geeignet.

Trump denkt offenbar über Fauci-Entlassung nach

US-Präsident Donald Trump spielt mit dem Gedanken, den US-Seuchenexperten Anthony Fauci zu entlassen. Fauci hat Trump wiederholt für seinen Umgang mit der Corona-Pandemie kritisiert, zuletzt am Freitag. Bei einer Wahlkampfveranstaltung auf einem Flughafen in Florida am Montag verteidigte Trump seine Corona-Politik als die Menge anfing, "Feuer Fauci" zu skandieren. Darauf antwortete Trump: "Sagt es nicht weiter, aber lasst mich noch warten bis kurz nach der Wahl." Die Präsidentenwahl in den USA findet am Dienstag statt. Der Republikaner Trump liegt in Umfragen hinter seinem demokratischen Rivalen Joe Biden.

Seuchenexperte Fauci hat Trump in der Coronavirus-Pandemie mehrfach widersprochen und insbesondere Trumps Aussage, die USA hätten das Schlimmste hinter sich, kritisiert. Das Land stehe noch vor viel Leid, sagte er am Freitag in der "Washington Post". Alle Zeichen zeigten in die falsche Richtung. "Man kann nicht viel schlechter positioniert sein." Die USA sind sowohl bei den Infektions- als auch bei den Todesfällen weltweit am stärksten von der Pandemie betroffen. Fauci ist seit 1984 Direktor des "National Institutes of Health", er war Berater aller US-Präsidenten seit der Regierung von Ronald Reagan. 

Bericht: Wahlparty mit 400 Leuten im Weißen Haus geplant

Mitarbeiter von US-Präsident Donald Trump wollen für die Wahlnacht laut einem Bericht der "New York Times" etwa 400 Leute zu einer Party ins Weiße Haus einladen. Ursprünglich war die Zusammenkunft in Trumps Hotel auf der Pennsylvania Avenue geplant. Das Event soll wegen der Coronavirus-Einschränkungen in der Hauptstadt, die bei Veranstaltungen in Räumen ein Limit von 50 Personen setzen, nun aber im Ostflügel des Weißen Hauses stattfinden. Die Zeitung berief sich am Sonntag auf anonyme Quellen.

Bereits am 26. September hatte es eine große Veranstaltung auf dem Gelände des Weißen Hauses gegeben. In den Tagen danach waren zahlreiche Menschen, darunter Trump und seine Frau Melania, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Nominierungsveranstaltung für die inzwischen als Richterin am Supreme Court vereidigte Juristin Amy Coney Barrett hatte allerdings unter freiem Himmel stattgefunden. Die geplante Wahlparty dürfte nun ein größeres Ansteckungsrisiko bergen, weil sie drinnen stattfindet.

Trump-Anhänger bedrängen Bidens Wahlkampfbus

Ein Wahlkampfbus des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden ist in einen gefährlichen Vorfall auf einer Schnellstraße mit Trump-Fans geraten. Hier lesen Sie mehr.

Ältere Einträge zu den US-Präsidentschaftswahlen 2020 lesen Sie hier.