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Bericht: Trump-Party mit 400 Leuten im Weißen Haus geplant

Von afp, dpa, rtr, t-online
Aktualisiert am 02.11.2020Lesedauer: 111 Min.
Donald Trump mit seiner Tochter Ivanka Trump in Iowa: Der Wahlkampf in den USA geht in den Endspurt.
Donald Trump mit seiner Tochter Ivanka Trump in Iowa: Der Wahlkampf in den USA geht in den Endspurt. (Quelle: Carlos Barria/Reuters-bilder)
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Hunderte GĂ€ste sollen einem Bericht zufolge zur Wahlnacht ins Weiße Haus eingeladen worden sein. Ein Event im Trump-Tower in New York wurde demnach abgesagt – dort seien die Corona-Auflagen zu streng. Alle Infos im Newsblog.

In den USA wird am 3. November ein neuer PrÀsident gewÀhlt. Bei den Republikanern hofft Donald Trump auf eine weitere Amtszeit. Bei den Demokraten geht Ex-VizeprÀsident Joe Biden ins Rennen. Wenige Tage vor der Wahl ist das Land tief gespalten, immer wieder kommt es zu Unruhen und gewaltsamen Ausschreitungen.

Bericht: Wahlparty mit 400 Leuten im Weißen Haus geplant

Mitarbeiter von US-PrĂ€sident Donald Trump wollen fĂŒr die Wahlnacht laut einem Bericht der "New York Times" etwa 400 Leute zu einer Party ins Weiße Haus einladen. UrsprĂŒnglich war die Zusammenkunft in Trumps Hotel auf der Pennsylvania Avenue geplant. Das Event soll wegen der Coronavirus-EinschrĂ€nkungen in der Hauptstadt, die bei Veranstaltungen in RĂ€umen ein Limit von 50 Personen setzen, nun aber im OstflĂŒgel des Weißen Hauses stattfinden. Die Zeitung berief sich am Sonntag auf anonyme Quellen.

Bereits am 26. September hatte es eine große Veranstaltung auf dem GelĂ€nde des Weißen Hauses gegeben. In den Tagen danach waren zahlreiche Menschen, darunter Trump und seine Frau Melania, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Nominierungsveranstaltung fĂŒr die inzwischen als Richterin am Supreme Court vereidigte Juristin Amy Coney Barrett hatte allerdings unter freiem Himmel stattgefunden. Die geplante Wahlparty dĂŒrfte nun ein grĂ¶ĂŸeres Ansteckungsrisiko bergen, weil sie drinnen stattfindet.

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Trump-AnhÀnger bedrÀngen Bidens Wahlkampfbus

Ein Wahlkampfbus des demokratischen PrĂ€sidentschaftskandidaten Joe Biden ist in einen gefĂ€hrlichen Vorfall auf einer Schnellstraße mit Trump-Fans geraten. Wie die "Texas Tribune" berichtete, bestĂ€tigte ein Sprecher, dass sich inzwischen auch die Bundespolizei FBI mit der auf mehreren Twitter-Videos festgehaltenen Szene vom Samstag befasst. Hier lesen Sie mehr.

Trump gibt sich siegessicher – trotz mieser Umfragen

Zwei Tage vor der US-Wahl zeigt sich PrĂ€sident Donald Trump trotz schlechter Umfragewerte siegessicher. "Unsere Zahlen sehen ĂŒberall sehr gut aus", schrieb Trump am Sonntagmorgen (Ortszeit) auf Twitter. "Sleepy Joe beginnt bereits damit, sich aus bestimmten Bundesstaaten zurĂŒckzuziehen. Die radikale Linke geht unter!" Als "Sleepy Joe" ("schlĂ€friger Joe") verspottet der Republikaner Trump (74) seinen 77-jĂ€hrigen demokratischen Herausforderer Joe Biden.

Es gibt keine Hinweise darauf, dass Biden seine BemĂŒhungen in bestimmten Bundesstaaten einstellen wĂŒrde – er und Trump planten am Sonntag mehrere Wahlkampfauftritte. Die Statistik-Webseite "FiveThirtyEight" rechnet Trump derzeit nur eine Siegeschance von zehn Prozent aus. Der republikanische Amtsinhaber liegt in Umfragen sowohl landesweit als auch in mehreren potenziell entscheidenden Bundesstaaten hinter Biden.

Seine Wiederwahl ist dennoch nicht ausgeschlossen, zumal aufgrund des Wahlsystems auch der Kandidat mit den meisten Stimmen unterliegen kann. Trump hat schlechte Umfragewerte immer wieder als "Fake News" abgetan. Biden rief die Amerikaner am Sonntagmorgen dazu auf, wÀhlen zu gehen. "Wir haben die ultimative Macht in unseren HÀnden: die Macht der Abstimmung", schrieb er auf Twitter.

Trump: "Jeder dachte, Deutschland geht es gut"

US-PrĂ€sident Donald Trump hat kurz vor der Wahl in den USA die Wirksamkeit strenger AlltagsbeschrĂ€nkungen sowie Europas Umgang mit dem Coronavirus infrage gestellt. "Die explodierenden FĂ€lle in Europa haben gezeigt, dass drakonische Lockdowns – das sind sie, drakonisch – das Virus nicht aufhalten", sagte der Republikaner bei einer Wahlkampfveranstaltung. "Italien war so im Lockdown und jetzt fĂ€ngt es wieder von vorne an."

Trump brĂŒstete sich drei Tage vor der Wahl zudem damit, dass die Übersterblichkeit in den USA 40 Prozent niedriger sei als in Europa. "Und Europa hat einen guten Job gemacht, das ist ein sehr brutales Ding. Jeder dachte, Deutschland geht es gut, gut, gut, gut. Aber es geht denen nicht gut", sagte er. "Man sieht gerade, was da drĂŒben abgeht, Frankreich wieder, Spanien, Italien." Weiter behauptete Trump: "Uns geht es gut. Wir bekommen nur keine Anerkennung dafĂŒr." Auf welche Zahlen sich Trump mit dieser Aussage berief, ist allerdings unklar.

Die Übersterblichkeit gibt an, wie viele Menschen in einem gewissen Zeitraum mehr gestorben sind als zu einem vergleichbaren frĂŒheren Zeitraum. In den USA schwankt eine Vorhersage der Gesundheitsbehörde CDC zwischen rund 236.000 und 318.000 Toten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Die USA sind ein Land mit rund 330 Millionen Einwohnern und haben nach Angaben der Johns Hopkins UniversitĂ€t mehr als 230.000 bestĂ€tigte Corona-Tote. Zum Vergleich: In Deutschland sind demnach bislang knapp 10.500 Menschen mit dem Coronavirus gestorben.

Trump poltert nach Supreme Court-Entscheidung

Wenige Tage vor der Abstimmung hat US-PrĂ€sident Donald Trump seine Forderung nach einer zeitnahen Bekanntgabe des Wahlergebnisses erneuert. Eine Entscheidung des Obersten Gerichts, die AuszĂ€hlung von Briefwahlstimmen im Bundesstaat North Carolina noch neun Tage nach der Abstimmung zu erlauben, bezeichnete er als "verrĂŒckt und schlecht fĂŒr unser Land". Auf Twitter fragte er seine 87 Millionen Follower am Freitag: "Können Sie sich vorstellen, was wĂ€hrend dieser Frist von neun Tagen passieren wird?"

Trump hatte mit Blick auf die Wahl am Dienstag mehrfach vor Wahlbetrug gewarnt und gefordert, es mĂŒsse noch in der Wahlnacht klar sein, wer die Abstimmung gewonnen habe. Bei den meisten vergangenen Wahlen wurde der Sieger tatsĂ€chlich noch in der Wahlnacht klar. In diesem Jahr warnen Verantwortliche in mehreren Bundesstaaten aber, dass es zu Verzögerungen kommen könnte.

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US-Wahlbeteiligung steuert auf Jahrhundert-Rekord zu

Wenige Tage vor dem Abstimmungstermin steuert die Wahlbeteiligung in den USA auf einen Jahrhundert-Rekord zu. Die UniversitĂ€t von Florida gab am Samstag bekannt, dass mehr als 90 Millionen BĂŒrger bereits per Briefwahl oder in Person ihre Stimme abgegeben haben. Die Zahl entspricht 65 Prozent der gesamten WĂ€hler von vor vier Jahren.

Die hohe Zahl von BriefwĂ€hlern könnte in einigen Bundesstaaten zu Verzögerungen bei der AuszĂ€hlung fĂŒhren. Formeller Wahltag ist Dienstag. Umfragen zufolge liegt der demokratische Herausforderer Joe Biden knapp vor dem republikanischen Amtsinhaber Donald Trump.

In Texas haben schon mehr Menschen abgestimmt als 2016

Im US-Bundesstaat Texas haben per Briefwahl und vorzeitiger Abstimmung in Wahllokalen bereits mehr Menschen gewÀhlt als bei der PrÀsidentenwahl 2016. Amtliche Daten zeigten am Freitag, dass bereits mehr als neun Millionen WÀhler ihre Stimme abgegeben hatten. 2016 hatten insgesamt nur 8,97 Millionen Menschen abgestimmt.

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Die hohe Wahlbeteiligung lĂ€sst auf ein großes Interesse der WĂ€hler schließen, daraus konnte aber zunĂ€chst nicht abgelesen werden, welche Partei davon profitieren wĂŒrde. Der bevölkerungsreiche sĂŒdliche Bundesstaat mit 38 Wahlleuten geht bei der PrĂ€sidentenwahl seit Jahrzehnten an Republikaner. US-PrĂ€sident Donald Trump liegt dort dieses Jahr in Umfragen nur sehr knapp in FĂŒhrung.

Falls es dem demokratischen PrĂ€sidentschaftskandidaten Joe Biden bei der Wahl am Dienstag gelingen sollte, sich in Texas durchzusetzen, könnte es fĂŒr Trump schwierig werden, sich die fĂŒr den Sieg nötigen 270 Wahlleute zu sichern. Biden liegt in landesweiten Umfragen deutlich vor Trump. Auch Erhebungen in entscheidenden Bundesstaaten sehen Biden im Vorteil, dort sieht es aber teils knapper aus.

"Katastrophal": Fachzeitschrift rechnet mit Trumps Corona-Politik ab

Die weltweit angesehene medizinische Fachzeitschrift "The Lancet" hat die Corona-Politik von US-PrĂ€sident Donald Trump als "katastrophal" bezeichnet. Die PrĂ€sidentenwahl am 3. November sei "der richtige Moment, um VerĂ€nderungen zum Besseren einzuleiten", hieß es am Freitag in einem Leitartikel. In diesem wurde allerdings auch nicht ausdrĂŒcklich Trumps demokratischer Herausforderer Joe Biden unterstĂŒtzt.

Die USA hĂ€tten nicht angemessen auf die "grĂ¶ĂŸte Gesundheitskrise seit einem Jahrhundert" reagiert, schrieb "The Lancet". Der Leitartikel kritisierte "das ausgefranste soziale Sicherheitsnetz" in den USA, die politische Einmischung in das öffentliche Gesundheitswesen sowie das erodierte Vertrauen in den öffentlichen Sektor. Diese und andere Faktoren hĂ€tten eine "katastrophale Reaktion der USA auf die Corona-Pandemie" zur Folge gehabt.

Die Trump-Administration habe die Schutzmaßnahmen fĂŒr Arbeitnehmer und die Umwelt aufgehoben, fĂŒhrte der Leitartikel weiter aus. Das Land schotte sich von der Außenwelt ab, es wolle sich aus internationalen Abkommen und der Weltgesundheitsorganisation zurĂŒckziehen. Der Artikel forderte die WĂ€hler auf, dafĂŒr zu stimmen, "sich wieder der Weltgemeinschaft". Trumps Umgang mit der Pandemie ist eines der Hauptthemen des Wahlkampfes. Ihm wird vorgeworfen, wissenschaftliche Institutionen und wissenschaftliches Wissen ignoriert sowie Falschinformationen verbreitet zu haben.

Trump Ă€ndert offenbar seine PlĂ€ne fĂŒr die Wahlnacht

Weißes Haus statt Trump-Hotel: US-PrĂ€sident Donald Trump hat offenbar kurzfristig seine PlĂ€ne fĂŒr die Feierlichkeiten nach der PrĂ€sidentschaftswahl geĂ€ndert. Wie die "New York Times" unter Berufung auf eine Person aus dem Trump-Umfeld berichtet, soll der PrĂ€sident nach der Wahl am 3. November nun doch nicht bei einer Wahlparty in einem seiner Hotels in Washington aufschlagen. Stattdessen will Trump den Abend offenbar im Weißen Haus verbringen. Warum der PrĂ€sident seine PlĂ€ne kurzfristig Ă€nderte, ist nicht bekannt. Das Weiße Haus lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

UrsprĂŒnglich war geplant, dass der PrĂ€sident den Abend im "Trump International Hotel" im Herzen des Regierungsviertels der US-Hauptstadt verbringt. FĂŒr die Wahlparty waren bereits Werbeeinladungen im Umlauf, so die "New York Times".

Als mögliche GrĂŒnde fĂŒr die Absage der Wahlparty nannte die Zeitung Bedenken, dass Trump mit einer Feier in seinem eigenen Hotel geschĂ€ftliche und politische Belange miteinander vermischen könne. Zudem sei offenbar unklar, ob eine Feier ĂŒberhaupt mit den aktuellen Corona-Regelungen in Washington vereinbar sei. Diese erlauben nĂ€mlich nur ZusammenkĂŒnfte von 50 Personen in geschlossenen RĂ€umen. Zudem könnten Geldprobleme eine Rolle gespielt haben, so die "New York Times": Die Party hĂ€tte aus Trumps Wahlkampf-Spenden bezahlt werden mĂŒssen. Diese sind kurz vor der US-Wahl allerdings aufgezehrt.

Walmart rÀumt vor US-Wahl Waffen und Munition aus den Regalen

Der US-Einzelhandelsriese Walmart hat vor der PrĂ€sidentenwahl Waffen und Munition aus den Regalen seiner GeschĂ€fte in den USA gerĂ€umt. Diese wĂŒrden zwar weiter auf Anfrage verkauft, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Da es zu "isolierten Unruhen" gekommen sei, sei jedoch der Schritt "zur Sicherheit der Mitarbeiter und Kunden" vollzogen worden. Dies entspreche dem bereits bekannten Vorgehen bei mehreren Gelegenheiten in den vergangenen Jahren. Wann die Waffen wieder offen verkauft werden sollen, sagte der Sprecher nicht.

In mehreren US-StĂ€dten ist es in diesem Jahr zu Krawallen und PlĂŒnderungen gekommen, darunter in Chicago, New York, Los Angeles und Portland. Gleichzeitig hat der Schusswaffenabsatz in den USA vor der Abstimmung am Dienstag Rekordwerte erreicht. Experten schließen Gewalt im Umfeld der Wahl nicht aus.

Biden will Task Force nach Eltern von 545 Einwandererkindern suchen lassen

Der demokratische PrĂ€sidentschaftskandidat Joe Biden will im Falle seines Wahlsieges Hunderte Familien zusammenzufĂŒhren, die an der Grenze zwischen den USA und Mexiko getrennt wurden. An seinem ersten Tag als PrĂ€sident werde Biden eine Task Force einsetzen, die fĂŒr die FamilienzusammenfĂŒhrung sorgen solle. Dies teilte sein Wahlkampfkomitee am Donnerstag (Ortszeit) mit. Unter dem republikanischen PrĂ€sidenten Donald Trump wurden vor allem 2017 und 2018 Tausende Kinder an der Grenze von ihren Eltern getrennt, die wegen illegaler Einreise, unklarer IdentitĂ€t oder einer möglichen kriminellen Vorgeschichte strafrechtlich verfolgt wurden. Die Eltern von 545 Kindern konnten bislang nicht wiedergefunden werden.

Die Sprecherin der Trump-Wahlkampagne, Courtney Parella, sagte, dass die Regierung aktiv daran arbeite, getrennte Familien zu identifizieren und die Kinder mit ihren Eltern zu vereinen. Die Einwanderungspolitik von Trump an der Grenze zum sĂŒdlichen Nachbarn Mexiko hat weltweit fĂŒr Empörung gesorgt. Mit seiner "Nulltoleranzpolitik" wollte er Einwanderer aus Lateinamerika abschrecken, die illegal die Grenze ĂŒberqueren wollten.

Hacker erbeuten Millionen von Republikaner-Konto

Nach Angaben der Republikaner im US-Bundesstaat Wisconsin haben Hacker der Partei kurz vor der Wahl 2,3 Millionen Dollar (1,95 Millionen Euro) gestohlen. Die Organisation habe die Bundespolizei FBI eingeschaltet, sagte der Parteivorsitzende Andrew Hitt am Donnerstag im GesprĂ€ch mit dem Sender Fox News. Der Einbruch in die IT-Systeme sei vergangenen Donnerstag bemerkt worden. Die gestohlenen Mittel seien fĂŒr die Begleichung von offenen Rechnungen vorgesehen gewesen, sagte er weiter.

Die Angreifer seien mit einer Phishing-Attacke erfolgreich gewesen, hieß es. Bei solchen Angriffen werden Nutzer zum Beispiel mit fingierten E-Mails dazu verleitet, ihre Log-in-Daten preiszugeben. Vor vier Jahren hatten sich mutmaßlich russische Hacker mit dieser Methode Zugang zu E-Mails der ParteifĂŒhrung der Demokraten verschafft und sie kurz vor der damaligen PrĂ€sidentenwahl veröffentlicht.

Trump gibt "Freund" Nigel Farage bei Wahlkampfrede die BĂŒhne

US-PrĂ€sident Donald Trump hat den GrĂŒnder der Brexit-Partei, Nigel Farage, wĂ€hrend eines Wahlkampfauftritts als "König von Europa" tituliert. Trump rief am Mittwoch bei einer Kundgebung im Bundesstaat Arizona den Brexit-Politiker auf die BĂŒhne und nannte ihn "einen der mĂ€chtigsten MĂ€nner Europas".

Sechs Tage vor der US-PrĂ€sidentschaftswahl besuchte Farage mit einer Gruppe von Republikanern Trumps Kundgebung in der Stadt Goodyear. Trump scherzte im Beisein des britischen Rechtspopulisten vor der Menge: "Er ist eine sehr unumstrittene Person, nicht wahr?" und fĂŒgte hinzu: "Sehr schĂŒchtern."

Als Farage das Mikrofon ergriff, antwortete er Trump, dass er weder das eine noch das andere sei – und betonte: nicht "im Vergleich zu ihnen". Farage sagte weiter, er sei vor vier Jahren in die USA gekommen, "um die Brexit-Botschaft zu ĂŒberbringen, dass man das Establishment besiegen kann, und genau das hat Donald Trump getan". Farage griff zudem die Medien und politischen Gegner Trumps an, die ihm in den vergangenen Jahren das Leben schwer gemacht hĂ€tten. Der US-PrĂ€sident sei der einzige Regierungschef der freien Welt, der den Mut habe, fĂŒr sein Land zu kĂ€mpfen und sich gegen die Globalisierung und China zu stemmen, sagte Farage.

Trump und Farage verbindet seit einigen Jahren eine politische Freundschaft. Der Brite war bereits 2016 bei einer Veranstaltung des spÀteren Wahlsiegers dabei.

Biden gibt frĂŒhzeitig seine Stimme ab

Der demokratische PrĂ€sidentschaftskandidat Joe Biden hat bei der US-PrĂ€sidentenwahl frĂŒhzeitig seine Stimme abgegeben. "Wir haben gerade gewĂ€hlt", sagte Biden am Mittwoch im Anschluss. Er war im Beisein seiner Frau Jill in seinem Wohnort Wilmington im Bundesstaat Delaware.

Der republikanische Amtsinhaber und Bidens Konkurrent Donald Trump hat auch schon gewÀhlt. Trump gab seine Stimme am Samstag in West Palm Beach in Florida ab. Mehrere Bundesstaaten erlauben die persönliche Stimmabgabe vor dem eigentlichen Wahltag am 3. November. Experten rechnen wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr damit, dass deutlich mehr WÀhler als in anderen Jahren ihre Stimme per Post abgeben.

Über 70 Millionen haben bereits gewĂ€hlt

In den USA zeichnet sich weiterhin eine rekordverdĂ€chtige Wahlbeteiligung bei der PrĂ€sidentenwahl am 3. November ab. Nach am Dienstag veröffentlichten Daten des US-Wahl-Projektes von der UniversitĂ€t Florida haben eine Woche vor dem Wahltermin ĂŒber 70 Millionen WĂ€hler ihre Stimme abgegeben. Das entspricht mehr als der HĂ€lfte der Wahlbeteiligung in 2016.

Aufgrund der hohen Zahl an vorzeitigen Stimmabgaben geht der Leiter des Projekts, Michael McDonald, von einer Rekordbeteiligung von etwa 150 Millionen US-WÀhlern aus. Dies entspreche mit rund 65 Prozent der Wahlberechtigten der höchsten Wahlbeteiligung seit 1908.

Der Anstieg der vor dem Wahltermin abgegeben Stimmen wurde ausgelöst durch die Entscheidung vieler Bundesstaaten, Briefwahl und frĂŒhe Stimmabgabe wegen der Coronavirus-Pandemie zu erleichtern. Zudem gibt es eine hohe Mobilisation der Amerikaner, sich an der Wahl zwischen Amtsinhaber Donald Trump und seinen Herausforderer Joe Biden zu beteiligen. In landesweiten Umfragen konnte Biden seinen Vorsprung vor Trump halten. Allerdings ist in den USA wegen des Wahlrechts nicht die absolute Stimmenmehrheit ausschlaggebend, sondern die Ergebnisse in den einzelnen Bundesstaaten.

Trump greift muslimische Abgeordnete an: "hasst" die USA

US-PrĂ€sident Donald Trump hat die aus Somalia stammende US-Kongressabgeordnete Ilhan Omar erneut scharf angegriffen. Bei einer Wahl seines Herausforderers Joe Biden Anfang November wĂŒrde die Einwanderung aus Staaten mit vielen Terroristen – unter anderem Syrien und Somalia – stark ansteigen, behauptete Trump am Dienstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Michigan. "Wisst ihr, wenn ich an Somalia denke, denke ich an Omar. Ilhan Omar", sagte Trump unter den Buhrufen der Menge und fuhr fort, dass die muslimische Volksvertreterin die USA hasse. "Sie mag es, uns zu erzĂ€hlen, wie wir unser Land regieren sollen, ist das nicht nett?"

Omar, die als Kind mit ihrer Familie aus Somalia in die USA geflĂŒchtet war, ist zusammen mit anderen demokratischen Abgeordneten des linken FlĂŒgels bereits des Öfteren von Trump öffentlich verbal attackiert worden. Vergangenes Jahr warf sie Trump vor, sie mit der Verbreitung eines Tweets in Lebensgefahr zu bringen. Der PrĂ€sident hatte eine Botschaft geteilt, in der behauptet wurde, dass Omar am Jahrestag der AnschlĂ€ge des 11. September gefeiert und getanzt habe. Sie wurde im Internet daraufhin heftig angefeindet. Die Abgeordnete hatte klar gestellt, dass das verbreitete Video nicht am 11. September, sondern Tage spĂ€ter aufgenommen worden sei.

Trump und Biden beginnen den Schlussspurt vor US-Wahl

Genau eine Woche vor dem Wahltag planen Donald Trump und Joe Biden Auftritte in besonders umkĂ€mpften Bundesstaaten. Der Demokrat Biden will am Dienstag nach Georgia reisen, Amtsinhaber Trump will in Michigan, Wisconsin und Nebraska sprechen. Biden wird vom immer noch populĂ€ren Ex-PrĂ€sidenten Barack Obama unterstĂŒtzt, der in Florida auftreten will. Sollte Florida fĂŒr Trump verloren gehen, sinken dessen Chancen auf eine BestĂ€tigung im Amt erheblich. In landesweiten Umfragen konnte Biden seinen Vorsprung vor Trump halten. Allerdings ist in den USA wegen des Wahlrechts nicht die absolute Stimmenmehrheit ausschlaggebend, sondern die Ergebnisse in den einzelnen Bundesstaaten.

Pop-Star Cher bei einem Wahlkampfauftritt in Arizona: Sie unterstĂŒtzt Joe Biden und Kamala Harris.
Pop-Star Cher bei einem Wahlkampfauftritt in Arizona: Sie unterstĂŒtzt Joe Biden und Kamala Harris. (Quelle: Ross D. Franklin/ap-bilder)

Bislang haben ĂŒber 64 Millionen Amerikaner ihre Stimme per Post oder auf anderen Wegen abgegeben. Dies stellt einen Rekord dar und wird unter anderem auf die Coronavirus-Pandemie zurĂŒckgefĂŒhrt, weil viele WĂ€hler Kontakte im Wahllokal vermeiden wollen. Experten sagen voraus, dass die große Anzahl von BriefwĂ€hlern dazu fĂŒhren könnte, dass die AuszĂ€hlung der Stimmen Tage oder sogar Wochen dauern könnte.

Twitter warnt erneut vor Trump-Tweet

Trump bekrĂ€ftigte in einem Tweet die Behauptung, mit der Briefwahl werde es große Probleme und Unstimmigkeiten geben. Der Republikaner hat seine Behauptungen nicht belegt, Experten rechnen nicht mit einer VerfĂ€lschung des Wahlergebnisses wegen der vielen BriefwĂ€hler. Twitter versah den PrĂ€sidenten-Tweet mit dem Warnhinweis, der Inhalt sei umstritten und könne WĂ€hler irrefĂŒhren.

Neue Verfassungsrichterin Coney Barrett: Scharfe Kritik von Joe Biden und Kamala Harris

Nachdem der US-Senat am Montag (Ortszeit) die konservative Juristin Amy Coney Barrett als neue Richterin am Obersten Gericht gewĂ€hlt hat, haben der demokratische PrĂ€sidentschaftskandidat Joe Biden und seine Vize Kamala Harris scharfe Kritik an dem Vorgehen geĂŒbt.

"Die ĂŒberstĂŒrzte und beispiellose BestĂ€tigung von Amy Coney Barrett als Richterin am Obersten Gerichtshof wĂ€hrend einer laufenden Wahl sollte jeden Amerikaner stark daran erinnern, dass Ihre Stimme wichtig ist", schrieb Biden in einem Tweet.

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Harris wurde in ihrem Twitter-Post noch deutlicher: "Heute haben die Republikaner den Willen des amerikanischen Volkes missachtet, indem sie eine Juristin am Obersten Gericht durch einen illegitimen Prozess bestĂ€tigten – alles in ihrem Bestreben, das Gesetz zur erschwinglichen Krankenpflege zu entkernen und Millionen von Menschen mit bereits bestehenden Gesundheitsbeschwerden die Versorgung zu entziehen. Wir werden das nicht vergessen."

Trump: Ich werde die Wahl nur bei "massivem Wahlbetrug" verlieren

US-PrĂ€sident Donald Trump hat seine Überzeugung wiederholt, dass er bei der bevorstehenden Abstimmung nur im Fall von "massivem Wahlbetrug" verlieren könnte. Besonders die Abstimmung per Briefwahl sei betrugsanfĂ€llig, behauptete Trump am Montag bei einem Wahlkampfauftritt in der Stadt Allentown im Bundesstaat Pennsylvania. "Das ist meiner Meinung nach der einzige Weg, wie wir verlieren können: massiver Wahlbetrug", sagte Trump. Der Republikaner liegt in Umfragen vor der PrĂ€sidentenwahl am 3. November derzeit allerdings hinter seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden.

Trump hat bislang keine stichhaltigen Belege fĂŒr seine wiederholte Warnung vor massivem Wahlbetrug vorgelegt. Experten und selbst viele Republikaner haben Trumps Warnungen zurĂŒckgewiesen. Wahlbetrug ist in den USA extrem selten und wird von der Justiz streng geahndet.

Die Behörden rechnen wegen der Corona-Pandemie mit einer massiven Ausweitung der Briefwahl, was fĂŒr viele WahlĂ€mter eine Herausforderung ist. Viele WĂ€hler und Behördenvertreter in den Bundesstaaten sehen diese Art der Abstimmung als einen guten Weg, das Corona-Risiko einer Abstimmung im Wahllokal zu vermeiden. Auch die Demokraten machen sich fĂŒr die Briefwahl stark. Der Republikaner Trump hingegen scheint die Briefwahl als Finte seiner Gegner zu betrachten, um ihn mit Hilfe einer hohen Wahlbeteiligung zu schlagen.

Großer Teil der US-BĂŒrger hat bereits abgestimmt

Rund eine Woche vor dem eigentlichen Termin der US-PrĂ€sidentschaftswahl haben bereits 59 Millonen US-BĂŒrger ihre Stimme abgegeben. Nach Angaben des US Elections Project der UniversitĂ€t von Florida vom Sonntag beteiligten sich damit zwei Millionen mehr Menschen am sogenannten Early Voting als bei der PrĂ€sidentschaftswahl vor vier Jahren. Vor allem AnhĂ€nger der Demokraten von PrĂ€sidentschaftskandidat Joe Biden gaben demnach bereits ihre Stimme ab. Zur Einordnung: Zur PrĂ€sidentschaftswahl 2016 hatten sich insgesamt rund 146 Millionen Amerikaner fĂŒr die Stimmabgabe registriert – nicht alle hatten dann tatsĂ€chlich auch abgestimmt.

Dass mehr demokratische WĂ€hler von der Briefwahl Gebrauch machen, bedeutet nicht, dass die Republikaner von Amtsinhaber Donald Trump das am 3. November nicht ausgleichen könnten. Beobachter rechnen damit, dass republikanische WĂ€hler am 3. November in großer Zahl in die Wahllokale gehen. Trump macht seit Monaten Stimmung gegen die Briefwahl, indem er behauptet, diese sei anfĂ€lliger fĂŒr Wahlbetrug. Wissenschaftliche Belege gibt es dafĂŒr nicht.

Trumps Stabschef gibt zu: "Können Pandemie nicht kontrollieren"

Im Kampf ums Weiße Haus drĂ€ngt sich auf der Zielgeraden mit Wucht die Corona-Krise wieder in den Mittelpunkt. WĂ€hrend Trump weiter versucht, die Corona-Krise herunterzuspielen, kamen aus dem Weißen Haus ĂŒberraschende Töne. Trumps Stabschef Mark Meadows gab in einem Live-Interview zu: "Wir werden die Pandemie nicht kontrollieren." Er fĂŒhrte aus: "Was wir unter Kontrolle haben werden, ist die Tatsache, dass wir Impfstoffe, Medikamente und andere Maßnahmen zur Linderung bekommen."

Mit seinen Aussagen widerspricht Meadows ganz offen seinem Chef. Trump behauptete bei einem Wahlkampfauftritt am Sonntag erneut, die USA wĂŒrden in der Corona-Krise bald ĂŒber den Berg sein. "Wir biegen um die Kurve, wir haben die Impfstoffe, wir haben alles. Wir biegen um die Kurve. Selbst ohne die Impfstoffe biegen wir um die Kurve. Es wird vorbeigehen", sagte der PrĂ€sident im Bundesstaat New Hampshire.

Meadows Aussagen waren eine Steilvorlage fĂŒr Trumps demokratischen Herausforderer Joe Biden. Er warf Trump vor, den Kampf gegen das Coronavirus aufgegeben zu haben. Der PrĂ€sident kapituliere vor der Pandemie und hoffe, "dass das Virus einfach verschwindet, wenn er es ignoriert", erklĂ€rte Biden am Sonntag.

Biden: Russland zentraler Gegenspieler der USA

Der demokratische US-PrĂ€sidentschaftskandidat Joe Biden sieht den wichtigsten Gegenspieler der USA in der Weltpolitik in Russland – und nicht in China wie Amtsinhaber Donald Trump. "Ich denke, die grĂ¶ĂŸte Bedrohung fĂŒr Amerika ist aktuell Russland, was Angriffe auf unsere Sicherheit und die Spaltung unserer Allianzen angeht", sagte Biden in einem am Sonntag (Ortszeit) ausgestrahlten Interview des TV-Senders CBS. "Zweitens denke ich, dass China unser grĂ¶ĂŸter Wettbewerber ist."

Trumps Antwort auf die CBS-Frage nach dem zentralen Gegenspieler des Landes war unterdessen: China. "Sie sind ein Gegner, sie sind ein Wettbewerber, sie sind in vieler Hinsicht ein Feind", sagte der PrĂ€sident. Er macht Peking unter anderem dafĂŒr verantwortlich, dass das Coronavirus die Grenzen des Landes verlassen konnte - und nennt es gern das "China-Virus". In seiner Amtszeit eskalierte Trump auch einen Handelskonflikt mit China.

Trump nennt Sacha Baron Cohen "verlogenen Typen"

US-PrÀsident Donald Trump war nach eigenen Angaben noch nie ein Fan des britischen Komikers Sacha Baron Cohen, der wegen einer brisanten Szene in seinem neuen Film "Borat Anschluss Moviefilm" die Wut von Trumps Anwalt Rudy Giuliani auf sich gezogen hat. Baron Cohen sei ein "verlogener Typ", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) wÀhrend eines Fluges mit der PrÀsidentenmaschine Air Force One vor Journalisten. "Ich finde ihn nicht witzig."

Trump sagte, der britische Schauspieler habe vor etwa 15 Jahren versucht, ihn "auszutricksen". Er sei der "Einzige" gewesen, der Baron Cohen in die Schranken gewiesen habe. "FĂŒr mich war das ein Widerling", fĂŒgte der US-PrĂ€sident hinzu.

Trumps Anwalt Rudy Giuliani (r.) und der britische Komiker Sacha Baron Cohen (l.)
Trumps Anwalt Rudy Giuliani (r.) und der britische Komiker Sacha Baron Cohen (l.) (Quelle: /ap-bilder)

Trump Ă€ußerte sich im Zusammenhang mit einer Filmszene im neuen "Borat"-Film, die seinen Anwalt Giuliani in einer kompromittierenden Situation zeigt. In dem am Freitag erschienenen Film ist Giuliani wĂ€hrend eines Flirts mit einer jungen Frau, die sich als Reporterin ausgab, auf einem Hotelbett zu sehen. Dabei steckt sich der ehemalige New Yorker BĂŒrgermeister scheinbar die Hand in die Hose.

Giuliani bezeichnete die Szene noch vor dem Erscheinen des Films als "pure FĂ€lschung". Im Online-Dienst Twitter schrieb der 76-JĂ€hrige am Mittwoch, er habe nur sein Hemd in seine Hose gesteckt, nachdem er das AufnahmegerĂ€t abgenommen habe; zu keinem Zeitpunkt habe er sich "unangemessen verhalten". Der Trump-Vertraute fĂŒgte hinzu, "wenn Sacha Baron Cohen etwas anderes behauptet, ist er ein eiskalter LĂŒgner".

Trump sagte zu der Szene: "Ich weiß nicht, was passiert ist." Zu seiner eigenen Begegnung mit Baron Cohen Ă€ußerte sich der Republikaner nicht im Detail. 2003 hatte der Komiker in der Verkörperung des Möchtegern-Gangsters Ali G dem Unternehmer in einem Interview eine GeschĂ€ftsidee angetragen: Spezielle Handschuhe zum Eisessen.

Trump stimmt frĂŒh bei US-PrĂ€sidentenwahl ab

US-PrĂ€sident Donald Trump hat am Samstag von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, frĂŒhzeitig seine Stimme bei der PrĂ€sidentenwahl abzugeben. Trump suchte dafĂŒr am Samstagmorgen (Ortszeit) ein Wahllokal in einer Bibliothek in West Palm Beach im Bundesstaat Florida auf.

"Ich habe fĂŒr einen Typen namens Trump abgestimmt", sagte er danach in die Fernsehkameras. Danach betonte er erneut, dass eine persönliche Stimmabgabe sicherer sei als Briefwahl. Florida, wo Trump seit gut einem Jahr seinen offiziellen Wohnsitz hat, gehört zu den Bundesstaaten, die ihre Einwohner bereits vor dem offiziellen Wahltermin am 3. November abstimmen lassen.

West Palm Beach: US-PrĂ€sident Donald Trump machte im Bundesstaat Florida von der Möglichkeit Gebrauch, frĂŒhzeitig seine Stimme bei der PrĂ€sidentenwahl abzugeben.
West Palm Beach: US-PrĂ€sident Donald Trump machte im Bundesstaat Florida von der Möglichkeit Gebrauch, frĂŒhzeitig seine Stimme bei der PrĂ€sidentenwahl abzugeben. (Quelle: /Reuters-bilder)

Bisher gaben bereits mehr als 50 Millionen Menschen ihre Stimme in Wahllokalen oder per Brief ab. Bei der PrĂ€sidentenwahl 2016 hatten insgesamt knapp 139 Millionen Amerikaner abgestimmt. Angesichts der Corona-Krise nutzen mehr Menschen als sonst die Möglichkeit zur frĂŒhen Stimmabgabe. Nachdem es in den vergangenen Monaten die Sorge gab, dass per Brief abgeschickte Stimmzettel nicht rechtzeitig ankommen könnten, nehmen viele Menschen stundenlange Wartezeiten in Kauf, um persönlich abzustimmen.

Trump hatte bei einem Wahlkampfauftritt in Florida am Vortag noch gescherzt, dass er sich auch zwei Stunden lang anstellen wĂŒrde. TatsĂ€chlich hatte der Secret Service das Wahllokal bereits Stunden vor dem Eintreffen des PrĂ€sidenten abgesichert, wie der TV-Sender CNN berichtete. Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass die Straße davor komplett abgeriegelt war.

Trump spottet in Schalte mit Israel und Sudan ĂŒber Biden

Kurz vor der Wahldebatte in den USA hat PrĂ€sident Donald Trump bei einer Telefonkonferenz mit den Regierungen des Sudans und Israels ĂŒber seinen Herausforderer Joe Biden gespottet. Vor Journalisten verkĂŒndete Trump wĂ€hrend der Schalte am Freitag im Weißen Haus, dass sich der Sudan und Israel unter seiner Vermittlung auf eine Normalisierung ihrer Beziehungen geeinigt hĂ€tten. "Denkst Du, Sleepy Joe hĂ€tte diesen Deal machen können, Bibi?", fragte Trump Israels MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu. "Das glaube ich nicht." Netanjahu antwortete diplomatisch: "Wir schĂ€tzen die Hilfe fĂŒr Frieden von jedem in Amerika." Zur selben Zeit waren der MinisterprĂ€sident des Sudan, Abdullah Hamduk, und der Vorsitzende des SouverĂ€nen Rates des Landes, Abdel Fattah Burhan, in der Leitung.

Der Republikaner Trump (74) verspottet seinen 77-jĂ€hrigen demokratischen Herausforderer Biden regelmĂ€ĂŸig als "Sleepy Joe" ("SchlĂ€friger Joe"). Trump unterstellt dem frĂŒheren VizeprĂ€sidenten Biden immer wieder mangelnde körperliche und geistige Fitness und zweifelt öffentlich an, ob er dem PrĂ€sidentenamt gewachsen sei. In Umfragen vor der Wahl am 3. November liegt Biden vor Trump.

CNN-Umfrage sieht Biden als Sieger der Fernsehdebatte

In der letzten TV-Debatte vor der US-PrĂ€sidentschaftswahl hat Herausforderer Joe Biden nach dem Ergebnis einer Umfrage des Senders CNN einen besseren Eindruck gemacht als Amtsinhaber Donald Trump. Die Umfrage unter Zuschauern des direkten Aufeinandertreffens vom Donnerstag ergab, dass 53 Prozent Biden als Sieger sahen. 39 Prozent sahen Trump vorn. AuszĂŒge aus dem TV-Duell sehen Sie oben im Video oder hier.

Befragt nach ihrem Eindruck, wer die Fragen von Moderatorin Kristen Welker direkt beantwortet habe, nannten 62 Prozent Biden und 31 Prozent Trump. Einen Gleichstand von 49 zu 49 Prozent ergab die Frage, wer in der Debatte die stĂ€rkere politische FĂŒhrungskraft gezeigt habe. Basis der Erhebung war eine telefonische Befragung von 585 registrierten WĂ€hlern durch das Institut SSRS. Der Sender gab die statistische Fehlerquote der Umfrage mit 5,7 Prozent an.

Nach der ersten Fernsehdebatte Ende September sahen in einer Umfrage des Senders CBS 48 Prozent der Zuschauer Biden vorn, 41 Prozent Trump.

Republikaner Romney verweigert Trump seine Stimme

Der frĂŒhere republikanische PrĂ€sidentschaftskandidat Mitt Romney hat bei der US-Wahl nicht fĂŒr Amtsinhaber Donald Trump gestimmt. Das sagte der als innerparteilicher Kritiker Trumps bekannte Senator dem Fernsehsender CNN am Donnerstag. Ob er seine Stimme dem demokratischen PrĂ€sidentschaftskandidaten Joe Biden gab, verriet Romney nicht. "Ich habe nicht fĂŒr PrĂ€sident Trump gestimmt", sagte er bloß. Auf wen seine Wahl fiel, wolle er "zu diesem Zeitpunkt fĂŒr mich behalten".

Möglich wĂ€re auch, dass Romney bei seiner vorzeitigen Stimmabgabe fĂŒr einen der chancenlosen Nischenkandidaten gestimmt hat. Millionen Amerikaner nutzen die Möglichkeit, schon vor dem Wahltag in speziell dafĂŒr geöffneten Wahllokalen oder per Briefwahl abzustimmen.

Die Republikaner hatten Romney 2012 als PrĂ€sidentschaftskandidaten aufgestellt, damals verlor er die Wahl gegen den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama deutlich. Inzwischen gilt der 73-JĂ€hrige als einer der schĂ€rfsten Kritiker Trumps in den Reihen seiner Partei. Im Impeachment-Verfahren gegen den PrĂ€sidenten stimmte Romney Anfang dieses Jahres als einziger Republikaner im Senat fĂŒr eine Amtsenthebung Trumps wegen Machtmissbrauchs. Damals sagte er, Trump habe sich im Zuge der sogenannten Ukraine-AffĂ€re eines "entsetzlichen Missbrauchs des öffentlichen Vertrauens" schuldig gemacht.

US-Geheimdienste: Iran und Russland mischen sich in Wahl ein

Der Iran und Russland mischen sich nach Angaben des US-Geheimdienstkoordinators aktiv in die US-Wahl ein. Sie verbreiteten Falschinformationen und hĂ€tten illegal "einige" persönliche Daten registrierter WĂ€hler erbeutet, sagte John Ratcliffe am Mittwochabend (Ortszeit) bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Die Daten könnten missbraucht werden, um WĂ€hler falsch zu informieren und Verwirrung zu stiften, sagte er weiter. Iranische Stellen hĂ€tten bereits E-Mails verschickt mit dem Ziel, "WĂ€hler einzuschĂŒchtern, sozialen Unfrieden zu schĂŒren und PrĂ€sident Trump zu schaden", sagte Ratcliffe.

Gleichzeitig versicherte er den Amerikanern, dass die IntegritĂ€t der Wahl am 3. November nicht gefĂ€hrdet sei. "Seien sie versichert: Ihre Stimmen sind sicher", sagte Ratcliffe. Der Chef der Bundespolizei FBI, Christopher Wray, fĂŒgte hinzu: "Wir werden keine Einmischung aus dem Ausland in unsere Wahl oder jegliche kriminellen AktivitĂ€ten tolerieren, die die Unversehrtheit Ihrer Stimme untergraben oder das Vertrauen der Öffentlichkeit in das Ergebnis der Wahl untergraben."

Ratcliffe und Wray machten keine Angaben dazu, wie viele WĂ€hlerdaten der Iran und Russland erbeutet haben sollen. Die Daten registrierter WĂ€hler werden in den USA in der Regel vor Ort in Bezirken und Kommunen gespeichert. Es wurden auch keine Angaben dazu gemacht, aus welchen Bundesstaaten oder Orten die WĂ€hlerdaten stammen sollen.

US-Senat stimmt am Montag ĂŒber Kandidatin fĂŒr Oberstes Gericht ab

Der US-Senat wird voraussichtlich am kommenden Montag ĂŒber die Berufung der Kandidatin von PrĂ€sident Donald Trump fĂŒr das Oberste Gericht abstimmen. Das kĂŒndigte der republikanische MehrheitsfĂŒhrer im Senat, Mitch McConnell, am Dienstag an. ZunĂ€chst soll am Donnerstag noch der Justizausschuss ĂŒber die konservative Juristin Amy Coney Barrett abstimmen. Die Republikaner haben im Senat die Mehrheit von 53 der 100 Sitze. Zwei republikanische Senatorinnen hatten sich bisher gegen eine Abstimmung kurz vor der PrĂ€sidentenwahl am 3. November ausgesprochen.

Obama prangert "Inkompetenz" der Regierung im Kampf gegen Pandemie an

Der frĂŒhere US-PrĂ€sident Barack Obama hat der Regierung seines Nachfolgers Donald Trump bei der EindĂ€mmung der Pandemie "Inkompetenz" und das Verbreiten von Falschinformationen vorgeworfen. Viele Menschen in den USA hĂ€tten nicht sterben mĂŒssen, wenn auch nur "grundlegende" Maßnahmen ergriffen worden wĂ€ren, sagte der Demokrat am Mittwoch bei einer Wahlkampfveranstaltung. Der Vergleich mit anderen LĂ€ndern wie dem Nachbarn Kanada zeige, dass die Zahl der Corona-Toten deutlich geringer hĂ€tte ausfallen können, sagte Obama im Bundesstaat Pennsylvania. Hier lesen Sie mehr.

Droh-Mails an demokratische WĂ€hler sorgen fĂŒr Aufregung

Droh-Mails an als Demokraten registrierte WĂ€hler haben knapp zwei Wochen vor der PrĂ€sidentschaftswahl fĂŒr Wirbel gesorgt. In den Bundesstaaten Florida, Pennsylvania, Arizona und Alaska bekamen WĂ€hler Medienberichten zufolge E-Mails, in denen sie in drohendem Ton zur Stimmabgabe fĂŒr PrĂ€sident Donald Trump aufgefordert wurden. Absender war eine E-Mail-Adresse mit dem Namen der rechtsradikalen Gruppierung Proud Boys. Diese bestritt aber, hinter den E-Mails zu stehen.

"Wir haben alle deine Informationen", heißt es in den E-Mails, deren Adressaten namentlich genannt werden. "Du bist derzeit als Demokrat registriert und wir wissen das, weil wir Zugriff auf die gesamte Wahl-Infrastruktur erhalten haben. Du wirst am Wahltag fĂŒr Trump stimmen oder wir werden dich kriegen."

Die Polizei im Landkreis Alachua County in Florida kĂŒndigte Ermittlungen an und bezeichnete die E-Mails als "Betrugsmasche". In den USA sind viele WĂ€hlerdaten öffentlich zugĂ€nglich. Ein Vertreter der Proud Boys sagte der "Washington Post", die Gruppierung habe die E-Mails nicht verschickt.

Die Proud Boys (etwa: die stolzen Kerle oder stolzen Jungs) sind eine berĂŒchtigte rechtsradikale Gruppierung. Die BĂŒrgerrechtsorganisation Southern Poverty Law Center stuft sie als "Hassgruppe" ein, als islam-, einwanderungs- und frauenfeindlich sowie gewaltbereit. In den vergangenen Monaten lieferten sich Proud Boys immer wieder gewaltsame Auseinandersetzungen mit linken Aktivisten.

Trump droht mit vorzeitiger Veröffentlichung von TV-Interview

Zwei Wochen vor der PrĂ€sidentschaftswahl in den USA hat Amtsinhaber Donald Trump ein TV-Interview vorzeitig abgebrochen. Das teilte der Fernsehsender CBS am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Trump drohte auf Twitter damit, einen Mitschnitt noch vor dem geplanten Ausstrahlungstermin am kommenden Sonntag selbst zu veröffentlichen. Er kritisierte das mit der renommierten Journalistin Lesley Stahl fĂŒr die CBS-Sendung "60 Minutes" gefĂŒhrte GesprĂ€ch als "Fake" und "parteiisch". Vor der Wahl sollte das Interview Teil einer "60 Minutes"-Sonderausgabe ĂŒber den Republikaner Trump und seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden an diesem Sonntag sein.

Trump sprach von einem "furchtbaren Eingriff" in die Wahl am 3. November. Bei einem Wahlkampfauftritt am Dienstagabend in Erie im US-Bundesstaat Pennsylvania schien er CBS zu drohen. "Ihr mĂŒsst Euch anschauen, was wir mit "60 Minutes" machen. Ihr werdet einen solchen Kick daraus bekommen", sagte der PrĂ€sident vor jubelnden AnhĂ€ngern. "Lesley Stahl wird nicht glĂŒcklich darĂŒber sein." Bereits zuvor hatte Trump ein kurzes Video auf Twitter veröffentlicht, zu dem er schrieb: "Lesley Stahl von "60 Minutes" ohne Maske im Weißen Haus nach ihrem Interview mit mir. Da kommt noch viel mehr."

Trump, der zu Monatsbeginn selbst an Covid-19 erkrankte, trĂ€gt fast nie einen Mund-Nasen-Schutz. Zudem hat er wiederholt nachweislich falsche Aussagen ĂŒber Gesichtsmasken und das Coronavirus verbreitet. Medien, die kritisch ĂŒber ihn berichten, bezeichnet der US-PrĂ€sident als "Volksfeinde" und ihre Berichte als "Fake News". RegelmĂ€ĂŸig wirft er US-Medien vor, diese wĂŒrden Biden nicht annĂ€hernd so hart angehen wie ihn.

Michigan verbannt bewaffnete Zivilisten aus WahlbĂŒros

Zwei Wochen vor der US-PrĂ€sidentenwahl werden in zwei entscheidenden Bundesstaaten Sorgen vor dem Auftreten bewaffneter Zivilisten in WahlbĂŒros laut. So verbietet Michigan offiziell das Tragen von Schusswaffen im Umkreis von 30 Metern eines WahlbĂŒros. Die höchste Wahlbeamtin des Bundesstaats, Jocelyn Benson, begrĂŒndete ihre Anordnung damit, dass so die per Gesetz verbotene EinschĂŒchterung von WĂ€hlern unterbunden werden solle.

In Minnesota gehen unterdessen zwei BĂŒrgerrechtsgruppen juristisch gegen eine private Sicherheitsfirma vor, die unter ehemaligen SondereinsatzkrĂ€ften des MilitĂ€rs Wachleute rekrutiert. Laut der Stellenanzeige sollen sie WahlbĂŒros schĂŒtzen. Die KlĂ€ger fĂŒrchten aber WĂ€hlereinschĂŒchterung.

US-PrĂ€sident Donald Trump, der in den meisten landesweiten Umfragen hinter seinem Herausforderer Joe Biden liegt, hat bereits Zweifel am Wahlergebnis geĂ€ußert. Seine AnhĂ€nger forderte er auf, auf Zeichen von Wahlbetrug zu achten. UnabhĂ€ngige Experten haben Trumps Warnungen als nicht zutreffend zurĂŒckgewiesen. Der Kampf ums Weiße Haus wird in diesem Jahr so erbittert gefĂŒhrt wie kaum in der jĂŒngeren Geschichte der USA. Vor vier Jahren war der Wahlausgang in Minnesota und Michigan besonders knapp: Minnesota verlor Trump mit weniger als zwei Prozentpunkten, Michigan gewann er mit dem Bruchteil eines Prozentpunktes.

US-Geheimdienstmitarbeiter: Russland hinter Kampagne gegen Biden

Mehr als 50 ehemalige hochrangige US-Geheimdienstmitarbeiter sehen Russland hinter einer Kampagne gegen den Sohn des demokratischen Herausforderers bei der PrĂ€sidentenwahl, Joe Biden. Die Veröffentlichung von E-Mails, die angeblich Bidens Sohn Hunter gehören sollen, wiesen "alle klassischen Merkmale einer russischen Informationsoperation auf", hieß es in einem Brief, den die Website "Politico" am Montag (Ortszeit) veröffentlichte.

Hintergrund ist ein Bericht in der "New York Post", der Biden mit GeschĂ€ften seines Sohnes Hunter in der Ukraine in Verbindung zu bringen versuchte. Die Zeitung berichtete, eine E-Mail, die auf einem Notebook in einer Reparaturwerkstatt gefunden worden sei, deute auf ein Treffen von Joe Biden mit einem GeschĂ€ftspartner seines Sohnes im Jahr 2015 hin. Ein Sprecher Bidens wies diesen Vorwurf zurĂŒck: "Wir haben Joe Bidens offizielle ZeitplĂ€ne aus dieser Zeit geprĂŒft und es gab nie ein Treffen, wie es von der 'New York Post' behauptet wurde."

Die frĂŒheren Geheimdienstmitarbeiter legten in ihrem Brief keine neuen Beweise vor. Sie gaben stattdessen an, ihre Erfahrung in Fragen der nationalen Sicherheit mache sie zutiefst misstrauisch. "Wenn wir recht haben, dann versucht Russland zu beeinflussen, wie die Amerikaner bei dieser Wahl abstimmen, und wir haben den festen Glauben, dass die Amerikaner sich dessen bewusst sein mĂŒssen." Zu den Unterzeichnern gehören die ehemaligen CIA-Direktoren Leon Panetta, John Brennan und Mike Hayden sowie die ehemaligen Direktoren John McLaughlin und Michael Morell.

Stumm-Schalttaste bei letztem TV-Duell

Nach dem chaotischen ersten TV-Duell zwischen US-PrĂ€sident Donald Trump und seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden werden die Regeln fĂŒr ihr nĂ€chstes Zusammentreffen angepasst. Teilweise soll das Mikrofon eines Kandidaten stummgeschaltet werden wĂ€hrend der andere spricht, wie die zustĂ€ndige unabhĂ€ngige Kommission (CPD) US-Medien zufolge am Montagabend mitteilte. In der ersten Debatte Ende September hatte Trump Biden sehr hĂ€ufig unterbrochen, was zu teils chaotischen Szenen fĂŒhrte. Auch Biden unterbrach Trump mehrfach, der Moderator schien etwas hilflos.

Zu jedem neuen Themenkomplex dĂŒrfen Trump und Biden wie gehabt jeweils zwei Minuten Stellung nehmen, aber dabei wird jetzt nur das Mikrofon des Kandidaten eingeschaltet sein, dem der Moderator das Wort erteilt. FĂŒr jedes Thema sind rund 15 Minuten GesprĂ€ch vorgesehen – fĂŒr den Großteil des TV-Duells werden daher beide Mikrofone eingeschaltet bleiben, um einen Austausch der Ideen zu gewĂ€hrleisten, wie die Kommission erklĂ€rte.

Die Kommission erklĂ€rte, die Anpassung der Regeln werde wohl keines der beiden Wahlkampfteams zufriedenstellen. FĂŒr manche gingen die Änderungen nicht weit genug, andere lehnten auch diese ab. "Wir sind zuversichtlich, dass diese Maßnahmen das richtige Maß darstellen und dass sie im Interesse der Menschen in Amerika sind, fĂŒr die diese Debatten stattfinden", erklĂ€rte die Kommission. Beide Kandidaten sollten in der Summe etwa auf die gleiche Sprechzeit kommen. Falls ein Kandidat durch Unterbrechungen Zeit verliere, wĂŒrde dieser jene Zeit extra gutgeschrieben bekommen, hieß es in der Pressemitteilung.

Trumps Wahlkampfmanager Bill Stepien erklÀrte, der PrÀsident werde trotz der "RegelÀnderung in letzter Minute" an dem TV-Duell teilnehmen. Er warf der unabhÀngigen Kommission vor, parteiisch zu sein.

Trump-Team kritisiert Debatten-Kommission

Vor der letzten TV-Debatte vor der US-PrĂ€sidentenwahl hat das Wahlkampfteam von Amtsinhaber Donald Trump scharfe Kritik an den Organisatoren geĂŒbt. Wahlkampfberater Jason Miller warf der Debatten-Kommission in einer Telefonschalte mit Journalisten am Montag "anhaltende Wahlbeeinflussung" zugunsten von Trump-Herausforderer Joe Biden vor. Bei der letzten Debatte vor der Wahl gehe es traditionell um Außenpolitik, sagte Miller. Beim TV-Duell an diesem Donnerstagabend (Ortszeit) in Nashville im Bundesstaat Tennessee liege darauf aber nicht der Schwerpunkt. "Wir glauben, dass das auf Bitten des Biden-Wahlkampfteams ist."

Miller sagte, Ex-VizeprĂ€sident Biden wolle bei der Debatte nicht mit seiner frĂŒheren UnterstĂŒtzung "endloser Kriege" oder mit fragwĂŒrdigen AuslandsgeschĂ€ften seines Sohnes Hunter Biden konfrontiert werden. "Es ist klar, dass das Biden-Lager nicht ĂŒber Außenpolitik sprechen möchte." Man habe auch gehört, dass womöglich Regeln fĂŒr die Debatte geĂ€ndert werden sollten. Nach der ersten Debatte Ende September – die vor allem wegen Trumps stĂ€ndiger Unterbrechungen ins Chaos abglitt – hatte die Kommission Änderungen angekĂŒndigt, aber keine Details veröffentlicht. Trump hat eine Änderung der Regeln abgelehnt.

Der Republikaner Trump griff am Montag bei einem Wahlkampfstopp in Phoenix (Arizona) die Moderatorin der Debatte an diesem Donnerstag, die NBC-Journalistin Kristen Welker, an. Sie sei eine "radikale linke Demokratin", sagte er. Nach Angaben der Debatten-Kommission gehören zu den von Welker ausgewÀhlten sechs Themen unter anderem die Coronavirus-Pandemie, der Klimawandel und nationale Sicherheit.

Trump bezeichnet Fauci als "Katastrophe"

US-PrĂ€sident Donald Trump hat den fĂŒhrenden US-Gesundheitsexperten Anthony Fauci Medienberichten zufolge als "Katastrophe" bezeichnet und ihm Fehler in der Pandemie vorgeworfen. Das sagte Trump nach Berichten des Senders CNN und der "New York Times" in einer Telefonschalte mit seinem Wahlkampfteam. "Jedes Mal, wenn er im Fernsehen auftritt, gibt es immer eine Bombe, aber es gibt eine grĂ¶ĂŸere Bombe, wenn man ihn feuert. Der Typ ist eine Katastrophe", sagte Trump nach Angaben der "New York Times". "Die Leute haben es satt, Fauci und diese Idioten zu hören, all diese Idioten, die Fehler gemacht haben." In der Schalte habe der PrĂ€sident Fauci auch einen "netten" Typen genannt. Hier lesen Sie mehr.

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Trump zeigt sich vor Wahl siegessicher

Zwei Wochen vor der PrĂ€sidentenwahl in den USA hat sich Amtsinhaber Donald Trump siegessicher gezeigt. "Es gab in keinem meiner beiden WahlkĂ€mpfe eine Zeit, in der ich das GefĂŒhl hatte, dass wir eine grĂ¶ĂŸere Chance auf einen Sieg hatten als jetzt", schrieb Trump am Montag auf Twitter. "Nie gab es mehr Enthusiasmus." Trump verwies unter anderem auf seine Wahlkampfveranstaltungen mit Tausenden Menschen. Auch die Daten jener WĂ€hler, die von der Möglichkeit frĂŒhzeitiger Stimmabgabe Gebrauch machten, seien besser als zunĂ€chst erwartet. Bei einem Wahlkampfstopp in Phoenix im Bundesstaat Arizona sagte Trump, er gehe davon aus, das Ergebnis von vor vier Jahren zu ĂŒbertreffen.

WahlkÀmpfer Trump verspricht AnhÀngern: Pandemie ist "bald vorbei"

US-PrĂ€sident Donald Trump hat seinen AnhĂ€ngern ein baldiges Ende der Coronavirus-Pandemie in Aussicht gestellt. "Die Pandemie ist bald vorbei", sagte Trump bei einem Wahlkampfauftritt im sĂŒdwestlichen Bundesstaat Arizona. Die Menschen hĂ€tten es satt, dass Medien wie der liberale Sender CNN nur noch ĂŒber die Pandemie sprĂ€chen, sagte Trump unter dem Jubel seiner konservativen AnhĂ€nger. "Die Leute haben die Pandemie satt. Wissen Sie das? Sie haben die Pandemie satt", sagte er am Montag (Ortszeit).

Biden bestellt Milchshakes – und kritisiert Trump

PrĂ€sidentschaftskandidat Joe Biden sorgte an einem Fastfood-Restaurant in North Carolina fĂŒr Aufsehen. Der Demokrat stieg aus einem Auto und bestellte sich und seiner Enkelin zwei Milchshakes, wie in Videos auf Twitter zu sehen war. Vor der Presse erklĂ€rte Biden, er habe einen Vanille- und einen Schokoladen-Milchshake geholt, da es seine PrĂ€ferenz, eine Mischung aus beidem, nicht gegeben habe. Ernste Fragen, wie etwa zu der Ukraine-AffĂ€re, wollte er jedoch nicht beantworten.

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Biden hatte zuvor einen "Drive-In"-Wahlkampfauftritt in North Carolina absolviert – und dabei wiederholt Amtsinhaber Trump fĂŒr dessen Umgang mit der Coronavirus-Pandemie kritisiert. Gegen Trumps Behauptung vom Wochenende, die USA seien "ĂŒber den Berg", fĂŒhrte Biden an, dass die Zahl der Neuerkrankungen auf dem höchsten Stand seit Monaten sei. "Wie mein Großvater sagen wĂŒrde: 'Dieser Kerl hat nicht mehr alle Tassen im Schrank, wenn er glaubt, dass wir ĂŒber den Berg sind'", sagte Biden. "Es wird schlimmer und er lĂŒgt uns weiterhin ĂŒber die Gegebenheiten an."

Gut zwei Wochen vor den US-PrĂ€sidentschaftswahlen haben unterdessen so viele BĂŒrger wie noch nie bereits vor dem Wahltag ihr Stimmrecht genutzt. Einem Wahlprojekt der UniversitĂ€t in Florida zufolge, haben bislang rund 27,7 Millionen US-Wahlberechtigte ihre Stimmzettel per Post oder persönlich abgegeben. "Wir mĂŒssen den unglaublichen Schwung beibehalten, wir können nicht lockerlassen", sagte der demokratische Herausforderer Joe Biden bei seinem Auftritt. Die Teilnehmer in ihren Autos hupten zustimmend. "Warte nicht – stimme heute ab", rief Biden seine AnhĂ€nger auf.

Pelosi: Zeit fĂŒr weitere Corona-Hilfen vor der Wahl wird knapp

Im Ringen um ein weiteres Corona-Hilfspaket machen die Demokraten im US-Kongress Druck auf die Regierung von PrĂ€sident Donald Trump. "Es hĂ€ngt von der Regierung ab", ob es weitere Hilfen bis zur Wahl am 3. November gebe, sagte die Sprecherin des US-ReprĂ€sentantenhauses, Nancy Pelosi, am Sonntag dem Sender ABC News. DafĂŒr mĂŒsse es bis Dienstag eine Einigung geben. Pelosi machte deutlich, dass es weiterhin Differenzen zwischen ihr und Finanzminister Steven Mnuchin gebe.

Regierung und Kongress verhandeln seit Monaten ein weiteres billionenschweres Konjunkturpaket. Die Notenbank Fed hat gewarnt, dass die Erholung der Wirtschaft ins Stocken geraten könnte, falls es keine neue staatliche Geldspritze geben sollte.

Tochter von Trump-Anwalt Giuliani ruft zu Biden-Wahl auf

Die Tochter von Rudy Giuliani, dem persönlichen Anwalt und engen WeggefĂ€hrten von US-PrĂ€sident Donald Trump, hat zur Wahl des demokratischen PrĂ€sidentschaftskandidaten Joe Biden aufgerufen. Trumps "Schreckensherrschaft" mĂŒsse beendet werden, schrieb Caroline Rose Giuliani in einem Artikel im US-Magazin "Vanity Fair".

Giuliani machte deutlich, dass sie sich nicht gerne mit ihrem Vater in Verbindung bringt, es nun aber fĂŒr geboten halte, ihren Namen und die damit einhergehende Aufmerksamkeit zu nutzen. Rudy Giuliani sei von einem "polarisierenden BĂŒrgermeister" zur "persönlichen Bulldogge des PrĂ€sidenten" geworden, schrieb Giuliani, die als Filmemmacherin arbeitet. Biden sei unter den demokratischen PrĂ€sidentschaftsanwĂ€rtern auch nicht ihre erste Wahl gewesen. "Aber ich weiß, was auf dem Spiel steht", schrieb Giuliani. Ihn zu wĂ€hlen, sei daher die richtige Entscheidung.

Rudy Giuliani vertritt Trump juristisch und hĂ€ufig auch angriffslustig im Fernsehen. Er war eine zentrale Figur in der Ukraine-AffĂ€re, die ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump ins Rollen brachte. Giuliani hatte sich aktiv darum bemĂŒht, die Ukraine zu Ermittlungen gegen Trumps Kontrahenten Biden zu bewegen.

Wahlkampf von Harris muss zwangsweise aussetzen

Die demokratische Kandidatin fĂŒr das US-VizeprĂ€sidentenamt, Kamala Harris, setzt nach zwei Corona-FĂ€llen in ihrem Umfeld fĂŒr den Rest der Woche ihre Wahlkampfreisen aus. Das sei lediglich eine Vorsichtsmaßnahme, betonte ihr Wahlkampfteam am Donnerstag. Man hab am Mittwochabend erfahren, dass Harris' Kommunikationschefin Liz Allen und ein Mitglieder einer Flugbesatzung positiv getestet worden seien. Harris sei mit ihnen am 8. Oktober unterwegs gewesen. Dabei hĂ€tten aber alle N95-Masken benutzt, die auch den TrĂ€ger schĂŒtzen sollen.

Harris mĂŒsse nach Vorgabe der US-Gesundheitsbehörde CDC nicht in QuarantĂ€ne gehen, weil sie nicht in unmittelbarer NĂ€he der Infizierten binnen zwei Tagen vor deren positiven Tests gewesen sei, hieß es. Dennoch werde sie bis Ende der Woche auf Reisen verzichten und sich auf Online-Events beschrĂ€nken. Harris hatte am Dienstag und Mittwoch an der Anhörung der Kandidatin fĂŒr das Oberste Gericht der USA, Amy Coney Barrett, als Vorsichtsmaßnahme von ihrem BĂŒro aus statt im Sitzungssaal teilgenommen.

17,8 Millionen Amerikaner haben schon gewÀhlt

Lange Schlangen, stundenlanges Warten: Weniger als drei Wochen vor dem eigentlichen Termin der US-PrĂ€sidentschaftswahl hĂ€lt der Ansturm auf die Wahllokale an. Inzwischen haben mehr als 17,8 Millionen US-BĂŒrger von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, ihren Stimmzettel schon vor dem 3. November abzugeben, wie es am Donnerstag auf der spezialisierten Internetseite US Elections Project hieß. Die tatsĂ€chliche Zahl dĂŒrfte noch viel höher liegen: Nicht alle Bundesstaaten machen Daten zur laufenden Stimmabgabe publik.

Trump setzt TV-Auftritt zur selben Zeit wie Biden an

US-PrĂ€sident Donald Trump und Herausforderer Joe Biden werden statt ihrer zweiten TV-Debatte mit konkurrierenden Fragestunden gegeneinander antreten. Der Fernsehsender NBC kĂŒndigte eine Zusammenkunft von Trump mit WĂ€hlern am Donnerstagabend um 20.00 Uhr Ortszeit (2.00 Uhr MESZ am Freitag) in Miami an. Exakt fĂŒr diese Zeit ist bereits seit vergangener Woche eine Ă€hnliche Veranstaltung Bidens in Philadelphia vereinbart, die beim Sender ABC ĂŒbertragen wird.

Mit der AnkĂŒndigung gibt es auch neue Informationen zu Corona-Tests des PrĂ€sidenten. Der Sender teilte mit, dass bei Trump am Dienstag ein PCR-Test gemacht worden sei, der im Forschungszentrum National Institutes of Health unter anderem vom Immunologen Anthony Fauci analysiert worden sei. Dabei sei "mit einem hohen Grad an Sicherheit" festgestellt worden, dass Trump nicht mehr ansteckend sei. Trumps Leibarzt Sean Conley hatte diese Schlussfolgerung zuvor vor allem auf Antigen-Schnelltests bezogen, die als weniger verlĂ€sslich gelten.

Am Donnerstag sollte eigentlich die zweite Debatte der Kandidaten stattfinden, auch als Fragestunde mit WÀhlern. Die Planungen gerieten aber durcheinander, als PrÀsident Trump an Covid-19 erkrankte. Die Kommission gab vergangene Woche bekannt, dass sie die Debatte online abhalten wolle, statt die Kandidaten in einem Raum zusammenzubringen. Trump sagte daraufhin seine Teilnahme ab. Biden setzte dann seine eigene TV-Veranstaltung an.

Biden sammelte mehr als 320 Millionen Euro

Im Endspurt des US-Wahlkampfs ist Joe Bidens Kasse prall gefĂŒllt: Der demokratische PrĂ€sidentschaftskandidat hat fĂŒr seine Kampagne im September 383 Millionen Dollar (328 Millionen Euro) Spenden eingesammelt. Biden dankte seinen UnterstĂŒtzern in einem Tweet fĂŒr die "erstaunliche" Summe.

Damit habe er derzeit noch 432 Millionen Dollar zur VerfĂŒgung, schrieb Bidens Wahlkampfmanagerin Jen O'Malley Dillon am Mittwochabend (Ortszeit) auf Twitter. Im Vormonat hatten Biden und seine Demokraten 364,5 Millionen Dollar eingesammelt.

US-Wissenschaftsmagazine gegen Wiederwahl von Trump

Mehrere wissenschaftliche Fachmagazine in den USA haben sich explizit gegen eine Wiederwahl von US-PrĂ€sident Donald Trump ausgesprochen. "Wie kein anderer US-PrĂ€sident in der jĂŒngeren Vergangenheit" habe der Republikaner Trump wertvolle staatliche Institutionen angegriffen und die Wissenschaft untergraben, argumentierten die Herausgeber des Fachmagazins "Nature" in einer am Mittwoch veröffentlichten Wahlempfehlung fĂŒr dessen demokratischen Herausforderer Joe Biden. "Das Vertrauen von Joe Biden in Wahrheit, Beweise, Wissenschaft und Demokratie machen ihn zur einzigen Auswahlmöglichkeit bei der US-Wahl."

Zuvor hatten sich unter anderem bereits Wissenschaftsmagazine wie "Lancet", "The New England Journal of Medicine" und "Scientific American" gegen eine Wiederwahl Trumps positioniert. Der "Scientific American" empfahl seinen Lesern, fĂŒr Biden zu stimmen - und unterstĂŒtzte damit nach eigenen Angaben zum ersten Mal in seiner rund 175 Jahre langen Geschichte explizit einen PrĂ€sidentschaftskandidaten. Das "New England Journal of Medicine" sprach sich explizit gegen eine Wiederwahl Trumps aus – und positionierte sich damit nach eigenen Angaben zum ersten Mal in seiner mehr als 200-jĂ€hrigen Geschichte parteipolitisch.

Senator Romney zum Politik-Klima: "HasserfĂŒllter Morast"

Der republikanische US-Senator Mitt Romney hat mit scharfen Worten das aufgeheizte politische Klima im Land angeprangert und dabei insbesondere PrĂ€sident Donald Trump kritisiert. Die US-Politik sei vor der PrĂ€sidentschaftswahl am 3. November zu einem "gemeinen, von SchmĂ€hrede geprĂ€gten, hasserfĂŒllten Morast" verkommen, erklĂ€rte der als Trump-Kritiker bekannte frĂŒhere PrĂ€sidentschaftskandidat am Dienstag. Das sei der "GeburtsstĂ€tte der modernen Demokratie" unwĂŒrdig. "Die Welt schaut mit Entsetzen auf Amerika", schrieb Romney weiter. "Viele Amerikaner haben Angst um unser Land – so gespalten, so wĂŒtend, so gemein, so gewalttĂ€tig."

Hart ging der glĂ€ubige Mormone mit Trump ins Gericht: Der PrĂ€sident habe die demokratische VizeprĂ€sidentschaftskandidatin Kamala Harris als "Monster" bezeichnet und OppositionsfĂŒhrerin Nancy Pelosi als "verrĂŒckt". Trump habe das Justizministerium aufgefordert, seinen VorgĂ€nger Barack Obama ins GefĂ€ngnis zu bringen, und die demokratische Gouverneurin des Bundesstaates Michigan, Gretchen Whitmer, just an jenem Tag attackiert, an dem EntfĂŒhrungsplĂ€ne gegen sie bekanntgeworden seien.

Romney kritisierte zwar auch die oppositionellen Demokraten. Er betonte aber, deren PrĂ€sidentschaftskandidat Joe Biden weigere sich, so tief zu sinken wie andere. Romney ist einer der bekanntesten parteiinternen Kritiker Trumps. Im Februar stimmte er als einziger republikanischer Senator fĂŒr eine Amtsenthebung des PrĂ€sidenten wegen der Ukraine-AffĂ€re.

Trump zieht im Streit um SteuererklÀrungen erneut vor Obersten US-Gerichtshof

US-PrĂ€sident Donald Trump ist im Streit um seine zurĂŒckgehaltenen SteuererklĂ€rungen erneut vor den Obersten Gerichtshof gezogen. Trumps AnwĂ€lte riefen den Supreme Court am Dienstag in einem Eilantrag auf, eine Übergabe der Finanzunterlagen an Manhattans Staatsanwalt Cyrus Vance zu blockieren. Ansonsten drohe dem PrĂ€sidenten "nicht wiedergutzumachender Schaden".

Der Streit um Trumps Steuerunterlagen beschĂ€ftigt die US-Justiz schon seit mehr als einem Jahr – und ist lĂ€ngst zu einem Wahlkampfthema geworden. Zuletzt lehnte das Bundesberufungsgericht von Manhattan vergangene Woche einen Antrag Trumps ab, eine Übergabe seiner Steuerunterlagen von seiner Buchhaltungsfirma Mazars an Staatsanwalt Vance zu blockieren.

US-Immunologe Fauci will nicht fĂŒr Trump-Werbung herhalten

Der US-Immunologe Anthony Fauci will nicht fĂŒr Wahlwerbung von PrĂ€sident Donald Trump herhalten. Das Wahlkampfteam des Republikaners solle ein Wahlwerbevideo, fĂŒr das Äußerungen Faucis ohne dessen Zustimmung und zusammenhangslos verwendet wurden, nicht weiter nutzen, sagte der Gesundheitsexperte am Montag dem Sender CNN. "Ich denke, es ist wirklich bedauerlich und wirklich enttĂ€uschend, dass sie das getan haben. Es ist so klar, dass ich kein politischer Mensch bin. Und ich habe nie – weder direkt noch indirekt – einen politischen Kandidaten unterstĂŒtzt." Hier lesen Sie die HintergrĂŒnde zum Thema.

Fauci erneuerte am Montag seine Kritik, die Äußerungen aus einem im MĂ€rz veröffentlichten Interview seien "komplett" aus dem Zusammenhang gerissen worden. Fauci nannte es "ungeheuerlich", sollte das Wahlkampfteam Trumps erwĂ€gen, ihn fĂŒr weitere Wahlwerbung zu nutzen. "Das könnte fĂŒr sie tatsĂ€chlich nach hinten losgehen."

Anthony Fauci: Der Direktor des Nationalen Instituts fĂŒr Infektionskrankheiten will nicht fĂŒr die Wahlwerbung des US-PrĂ€sidenten herhalten.
Anthony Fauci: Der Direktor des Nationalen Instituts fĂŒr Infektionskrankheiten will nicht fĂŒr die Wahlwerbung des US-PrĂ€sidenten herhalten. (Quelle: Alex Brandon/AP/dpa)

Zudem Ă€ußerte sich der Immunologe kritisch ĂŒber Wahlkampfveranstaltungen, von denen Trump allein in dieser Woche vier StĂŒck abhalten will. "Wir wissen, dass das zu Problemen fĂŒhrt", sagte Fauci mit Blick auf Ansammlungen vieler Menschen ohne Maske. Angesichts rasch steigender Infektionszahlen in vielen Teilen der USA sei dies noch problematischer.

Rekord: Mehr als zehn Millionen US-BĂŒrger haben bereits gewĂ€hlt

Rund drei Wochen vor der PrĂ€sidentschaftswahl in den USA hat bereits die Rekordzahl von mehr als zehn Millionen BĂŒrgern ihre Stimmen abgegeben. Das geht aus am Montag veröffentlichten Zahlen des US Elections Project der UniversitĂ€t von Florida hervor, das auf die Observation der Wahl spezialisiert ist. Demnach wurden in den Bundesstaaten, die ihre entsprechenden Daten bereits ermitteln und weitergeben, insgesamt schon knapp 10,3 Millionen Stimmen abgegeben.

Nach Angaben des Projekts ist diese Zahl um ein Vielfaches höher als drei Wochen vor der PrĂ€sidentschaftswahl von 2016. Die FrĂŒhwahl ist in den USA entweder per direkter Stimmabgabe an bestimmten Orten oder per Brief möglich. In diesem Jahr wird wegen der Corona-Pandemie mit einem sehr hohen Anteil an BriefwĂ€hlern gerechnet. Viele WĂ€hler wollen den Gang ins Wahllokal vermeiden, um sich nicht einem Ansteckungsrisiko auszusetzen.

Trumps RĂŒckkehr auf WahlkampfbĂŒhne: "FĂŒhle mich so stark"

Bei seinem Auftritt in Florida feiert Trump dann die Erholung von seiner Erkrankung gefeiert. Hier lesen Sie mehr.

Umfrage: Biden baut Vorsprung in Wisconsin und Pennsylvania leicht aus

Der Demokrat Joe Biden hat seinen Vorsprung auf US-PrÀsident Donald Trump in den wichtigen Bundesstaaten Wisconsin und Pennsylvania einer Umfrage zufolge etwas ausgebaut. Hier lesen Sie mehr.

Twitter versieht Trump-Tweet mit Warnhinweis

Twitter hat eine Botschaft von US-PrĂ€sident Donald Trump zu seiner angeblichen ImmunitĂ€t gegen das Coronavirus mit einer Warnung vor Falschinformationen versehen. Der Tweet ist deswegen erst nach einem Klick auf den Hinweis zugĂ€nglich. Trump hatte geschrieben, die Ärzte des Weißen Hauses hĂ€tten ihm attestiert, komplett gesund zu sein. "Das bedeutet, ich kann es nicht bekommen (immun) und kann es nicht weitergeben", schrieb Trump zum Coronavirus.

Experten gehen davon aus, dass Menschen nach einer Corona-Infektion vermutlich immun sind. FĂŒr wie lange und wie absolut ein Schutz existiert, ist aber noch unklar. Das Robert Koch-Institut etwa schreibt dazu: "Unklar ist zum jetzigen Zeitpunkt noch, wie regelhaft, robust und dauerhaft dieser Immunstatus aufgebaut wird."

Demokraten nehmen Supreme-Court-AnwÀrterin in die Mangel

Im Streit um die Ernennung der konservativen Juristin Amy Coney Barrett ans Oberste Gericht der USA wollen die Demokraten die Menschen im Land mobilisieren. Mehr dazu lesen Sie hier.

"BeschĂŒtzender Glanz": Trump will immun gegen Corona sein

US-PrĂ€sident Donald Trump ist infolge seiner Covid-19-Erkrankung nach eigenen Angaben nun gegen das Coronavirus. "Sieht so aus, als ob ich immun bin", sagte er am Sonntag in einem telefonischen Interview mit dem Sender Fox News. Die ImmunitĂ€t sei fĂŒr ihn wie ein "beschĂŒtzender Glanz". Er fĂŒhle sich "fantastisch", sagte Trump.

In dem Interview warb Trump am Sonntag erneut fĂŒr die Covid-Behandlung mit einem experimentellen Antikörper-Cocktail der Biotech-Firma Regeneron, den er im Krankenhaus erhalten hatte. Das Medikament sei keine Behandlungsmethode, sondern ein "Heilmittel" und ein "Wunder", das bald allen zur VerfĂŒgung stehen solle.

Die von mehreren Herstellern entwickelten Antikörper-Cocktails sind jedoch noch nicht zugelassen und auf absehbare Zeit auch nur in relativ geringer StĂŒckzahl verfĂŒgbar. Kritikern zufolge bewirbt Trump das Mittel als Wunderwaffe, um damit vor der Wahl am 3. November vom Versagen seiner Regierung bei der EindĂ€mmung der Pandemie abzulenken.

Taliban hoffen auf Sieg von Donald Trump

US-PrĂ€sident Donald Trump hat in seinen BemĂŒhungen um eine zweite Amtszeit im Weißen Haus die RĂŒckendeckung von den islamistischen Taliban in Afghanistan. "Wir hoffen, dass er die Wahl gewinnt und die US-MilitĂ€rprĂ€senz in Afghanistan abwickelt", sagte Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid in einem Telefoninterview des Senders CBS am Samstag.

Der Abzug der US-Truppen aus Afghanistan ist eines der Versprechen Trumps in seinem Wahlkampf. Erst vor wenigen Tagen hatte er erklÀrt, dass alle amerikanischen Soldaten bis Jahresende aus Afghanistan abgezogen werden könnten.

Der Sprecher von Trumps Wahlkampfteam, Tim Murtaugh, wies die UnterstĂŒtzung der Taliban zurĂŒck. "Die Taliban sollten eigentlich wissen, dass der PrĂ€sident immer die Interessen der USA mit allen notwendigen Mitteln schĂŒtzen wird", sagte Murtaugh bei CBS.

Erster Wahlkampfauftritt nach Infektion: "Ich fĂŒhle mich gut!"

US-PrĂ€sident Donald Trump ist am Samstag zum ersten Mal seit seiner RĂŒckkehr aus dem Krankenhaus vor Publikum aufgetreten. "Ich fĂŒhle mich gut", sagte Trump vor Hunderten AnhĂ€ngern, die sich unter einem Balkon des Weißen Hauses versammelt hatten. Der PrĂ€sident trug bei seinem Auftritt keine Maske. Es ist unklar, ob er noch ansteckend ist. Bei seinem Auftritt schien Trump fit zu sein. Seine Rede blieb mit weniger als 20 Minuten aber ungewöhnlich kurz.

"Ich will, dass Ihr wisst, dass unsere Nation dieses furchtbare China-Virus besiegen wird", sagte Trump vor der jubelnden AnhĂ€ngern. Die meisten von ihnen trugen Masken, hielten sich bei der Veranstaltung unter freiem Himmel jedoch nicht an die Abstandsregeln. "Geht raus und wĂ€hlt – und ich liebe euch", sagte Trump. "Wir können nicht erlauben, dass wir ein sozialistisches Land werden – oder schlimmer." Joe Biden sei nicht fĂ€hig, das Land zu regieren.

Donald Trump auf dem Balkon des Weißen Hauses: Es war sein erster Auftritt vor Publikum seit seinem Krankenhausaufenthalt.
Donald Trump auf dem Balkon des Weißen Hauses: Es war sein erster Auftritt vor Publikum seit seinem Krankenhausaufenthalt. (Quelle: Alex Brandon/ap-bilder)

Trump plant nÀchste Woche zwei weitere Wahlkampfauftritte

US-PrÀsident Donald Trump will in der kommenden Woche zwei weitere Wahlkampfauftritte abhalten. Sein Wahlkampfteam teilte am Samstag mit, nach einer bereits geplanten Veranstaltung am Montag in Florida wolle Trump nun auch am Dienstag in Johnstown im US-Bundesstaat Pennsylvania und am Mittwoch in Des Moines im Bundesstaat Iowa auftreten. Derweil ist weiter unklar, ob Trump nach seiner Covid-19-Erkrankung noch ansteckend ist.

US-Regierung verhinderte Maskenpflicht in Verkehrsmitteln

Die US-Regierung hat einem Bericht der "New York Times" zufolge eine Anordnung zur Maskenpflicht in allen öffentlichen und kommerziellen Verkehrsmitteln verhindert. Die von der Gesundheitsbehörde CDC vorbereitete Regelung sollte in Bussen, ZĂŒgen, U-Bahnen und Flugzeugen sowohl fĂŒr Passagiere als auch Bedienstete gelten, wie die Zeitung erklĂ€rte.

US-PrĂ€sident Donald Trumps Regierung habe den Vorschlag der Behörde aber abgelehnt, wie die "New York Times" unter Berufung auf zwei Beamte berichtete. Die Anordnung einer Maskenpflicht sei Sache der Bundesstaaten und Kommunen, die die Corona-Lage vor Ort am besten einschĂ€tzen könnten, wurde ein Vertreter des Weißen Hauses zur BegrĂŒndung zitiert. Die Vorschrift sollte demnach auch fĂŒr alle Bahnhöfe und FlughĂ€fen gelten.

Die praktische Relevanz der Blockade des Weißen Hauses dĂŒrfte sich aber in Grenzen halten, denn in den meisten Verkehrsmitteln und öffentlichen GebĂ€uden gibt es eine Maskenpflicht – auch wenn es dazu keine einheitliche Regelung fĂŒr alle 50 Bundesstaaten gibt.

Greta Thunberg gibt Wahlempfehlung ab

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat die US-BĂŒrger zur Wahl des demokratischen Kandidaten Joe Biden aufgerufen. "Ich mische mich nie in die Parteipolitik ein. Aber die kommende US-Wahl geht weit darĂŒber hinaus", schrieb sie auf Twitter. Auch wenn Bidens Versprechen in der Klimapolitik nicht weit genug gingen, sei er verglichen mit US-PrĂ€sident Donald Trump die bessere Wahl.

Greta Thunberg demonstriert: Die Umweltaktivistin hat die Amerikaner zum WĂ€hlen aufgerufen.
Greta Thunberg demonstriert: Die Umweltaktivistin hat die Amerikaner zum WĂ€hlen aufgerufen. (Quelle: Jessica Gow/TT NEWS AGENCY/ap-bilder)

"Organisiert euch einfach und seht zu, dass alle Biden wĂ€hlen", fĂŒgte die 17-JĂ€hrige hinzu. Trump Ă€ußert immer wieder Zweifel am menschengemachten Klimawandel. Thunberg musste sich wiederholt Spott von ihm gefallen lassen. Der demokratische Kandidat Biden hatte hingegen in der Vergangenheit lobende Worte fĂŒr Thunberg ĂŒbrig.

US-Richter hebt BeschrÀnkungen zur Briefwahl in Texas auf

Ein US-Bundesrichter hat ein Dekret des Gouverneurs von Texas zur BeschrĂ€nkung der Annahmestellen fĂŒr die Briefwahl aufgehoben. Richter Robert Pitman begrĂŒndete die Entscheidung damit, dass das Dekret die Rechte von WĂ€hlern in grĂ¶ĂŸeren und bevölkerungsreichen Landkreisen einschrĂ€nke. Die Anordnung sah vor, pro Landkreis nur eine Annahmestellen fĂŒr die Briefwahl zuzulassen. Der republikanische Gouverneur Greg Abbott hatte die VerfĂŒgung Anfang Oktober erlassen.

Behauptungen der Republikaner, wonach die EinschrĂ€nkung Wahlbetrug reduzieren wĂŒrde, wies der Richter als "nicht durch Fakten belegt" zurĂŒck. Vielmehr fĂŒhre die Anordnung zu Verwirrung bei den WĂ€hlern und wĂŒrde sie zwingen, weit zu fahren, um ihre Stimme abzugeben. Starker Andrang vor den Annahmestellen wĂŒrde die WĂ€hler zudem einem höheren Risiko aussetzen, sich mit dem Coronavirus zu infizieren.

Wer seine Briefwahl-Stimme nicht dem ĂŒberlasteten Postsystem der USA ĂŒberlassen will, kann sie alternativ an speziellen Annahmestellen abgeben. In der Corona-Krise gilt diese Praxis besonders fĂŒr Ă€ltere Menschen und Risikopatienten als relativ sicher. US-PrĂ€sident Donald Trump macht schon seit Monaten Stimmung gegen die Briefwahl und bezeichnet sie als extrem betrugsanfĂ€llig. Experten widersprechen entschieden.

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Zweites TV-Duell zwischen Trump und Biden abgesagt

Das zweite TV-Duell im US-PrĂ€sidentschaftswahlkampf zwischen Amtsinhaber Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden ist abgesagt worden. Die fĂŒr den 15. Oktober vorgesehene Veranstaltung werde nicht ausgetragen, teilten die Organisatoren am Freitag mit. Sie wollen sich nun ganz auf die Vorbereitung der letzten Debatte konzentrieren, die fĂŒr den 22. Oktober vorgesehen sei.


Die Organisatoren hatten ursprĂŒnglich beschlossen, das zweite Duell zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus virtuell auszutragen, nachdem Trump vor einer Woche mitgeteilt hatte, er sei positiv getestet worden. Trump lehnte das neue Format ab und erklĂ€rte, er werde unter solchen Bedingungen nicht teilnehmen. Weitere Details lesen Sie hier.

Demokraten zweifeln an Donald Trumps Geisteszustand – Gesetz geplant

Die Demokraten im US-Kongress wollen per Gesetz ein Gremium schaffen, dass ĂŒber die AmtsfĂ€higkeit eines amerikanischen PrĂ€sidenten befinden kann. Die Sprecherin des ReprĂ€sentantenhauses, Nancy Pelosi, will am Freitag PlĂ€ne fĂŒr einen entsprechenden Gesetzentwurf vorstellen. Pelosi sprach am Donnerstag von einem "verĂ€nderten Zustand" Trumps, nachdem der PrĂ€sident in den vergangenen Tagen unter anderem seine Covid-19-Erkrankung als "Gottes Segen" bezeichnete und seine Landsleute aufrief, keine Angst vor dem Coronavirus zu haben. Seit der Corona-Infektion leide er unter RealitĂ€tsverlust, so Pelosi.

Die Demokraten haben die Mehrheit im ReprĂ€sentantenhaus, ein solcher Gesetzentwurf mĂŒsste aber auch den Senat passieren, in dem die Republikaner aktuell 53 der 100 Sitze halten. Ein vom Kongress eingesetztes Gremium, das einen PrĂ€sidenten fĂŒr amtsunfĂ€hig erklĂ€ren kann, wird im 25. Zusatzartikel zur US-Verfassung erwĂ€hnt, der die MachtĂŒbergabe an den VizeprĂ€sidenten regelt. Nach dem Zusatz sind dazu auch der VizeprĂ€sident und eine Mehrheit der Regierungsspitze berechtigt. Das setzt ein komplexes Verfahren in Gang, bei dem ein PrĂ€sident sich im Gegenzug fĂŒr amtstauglich erklĂ€ren kann und am Ende der Kongress entscheidet.

Der Zusatzartikel war in den 60er Jahren nach dem Attentat auf PrĂ€sident John F. Kennedy hinzugefĂŒgt worden. FĂŒr das in ihm erwĂ€hnte Gremium, das vom Kongress eingesetzt wird, gibt es bisher keine gesetzliche Regelung.

Trump will am Wochenende wieder Wahlkampfauftritte machen

Donald Trump bekommt trotz seiner Covid-Erkrankung grĂŒnes Licht vom Arzt, noch diese Woche wieder Wahlkampf zu machen. Der PrĂ€sident will nun nach Florida und Pennsylvania, wo Herausforderer Joe Biden fĂŒhrt. Er fordert auch wieder eine TV-Debatte im selben Raum mit Biden. Mehr Informationen lesen Sie hier.

Umfrage: Amerikaner haben immer weniger Vertrauen in Trumps Corona-Krisenmanagement

Die Amerikaner verlieren immer mehr das Vertrauen in das Corona-Krisenmanagement von US-PrĂ€sident Donald Trump. Laut einer zwischen Dienstag und Donnerstag erstellten Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos befĂŒrworten lediglich noch 37 Prozent der Befragten Trumps Umgang mit der Pandemie. 59 Prozent lehnen seinen Kurs dagegen ab. Mit 22 Prozentpunkten war der Abstand zwischen den beiden Werten noch nie so groß seit Beginn der Erhebung Anfang MĂ€rz. Vor einer Woche, also bevor bekannt wurde, dass Trump sich mit dem Virus infiziert hatte, Betrug die Differenz noch elf Prozentpunkte.

Die Corona-Pandemie ist das bestimmende Thema der PrĂ€sidentenwahl, die am 3. November angesetzt ist. Die Umfrage wurde online erstellt. Das GlaubwĂŒrdigkeitsintervall betrĂ€gt +/- drei Prozentpunkte.

Michigans Gouverneurin: Trump hat in der Krise Wut angefacht

Michigans demokratische Gouverneurin Gretchen Whitmer hat US-PrĂ€sident Donald Trump vorgeworfen, in der Corona-Krise Wut angefacht zu haben. "Dies sollte ein Moment nationaler Einheit sein. Stattdessen hat unser Staatsoberhaupt die vergangenen sieben Monate damit verbracht, die Wissenschaft zu verleugnen, seine eigenen Gesundheitsexperten zu ignorieren, Misstrauen zu schĂŒren, Wut anzufachen und denjenigen Trost zu spenden, die Angst und Hass und Spaltung verbreiten", sagte Whitmer am Donnerstag, kurz nachdem US-Behörden Festnahmen im Zusammenhang mit einer geplanten EntfĂŒhrung der Gouverneurin verkĂŒndet hatten.

Whitmer erinnerte daran, dass sich Trump vergangene Woche beim TV-Duell gegen seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden weigerte, Rechtsextreme und Hass-Gruppen eindeutig zu verurteilen. "Wenn unsere AnfĂŒhrer sprechen, haben ihre Worte Bedeutung, sie haben Gewicht", sagte sie.

Trumps Berater Jason Miller wies die VorwĂŒrfe zurĂŒck. "Wenn wir ĂŒber Hass sprechen wollen, dann schauen Sie, Gouverneurin Whitmer, in den Spiegel." Sie wache jeden Tag mit "Hass in ihrem Herzen" fĂŒr PrĂ€sident Trump auf.

Trump will an virtuellem TV-Duell nicht teilnehmen

US-PrĂ€sident Donald Trump will wegen einer Änderung des Formats nicht am zweiten TV-Duell mit seinem Herausforderer Joe Biden teilnehmen. Der Wechsel zu einem virtuellen Format sei "inakzeptabel", sagte Trump am Donnerstag in einem Interview des Fernsehsenders Fox Business.

"Ich werde meine Zeit nicht mit einer virtuellen Debatte verschwenden." Eigentlich soll das Duell am Donnerstagabend der kommenden Woche ĂŒber die BĂŒhne gehen.

Unmittelbar zuvor hatte die zustĂ€ndige unabhĂ€ngige Kommission CPD angekĂŒndigt, die Debatte werde aus GrĂŒnden des Gesundheitsschutzes nicht als persönliches GegenĂŒber stattfinden. Die beiden Kandidaten sollten demnach an unterschiedlichen Orten auftreten und online zusammengeschaltet werden. Moderator und GĂ€ste hingegen sollten wie geplant in Miami im Bundesstaat Florida zusammenkommen. Das dritte und letzte TV-Duell vor der Wahl am 3. November ist fĂŒr den 22. Oktober geplant.

Trump will bald wieder große Wahlkampf-Veranstaltungen abhalten

US-PrĂ€sident Donald Trump will nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus bald wieder große Wahlkampfveranstaltungen abhalten. Dies kĂŒndigte Trump am Donnerstag in einem telefonischen Interview mit dem Fernsehsender Fox Business an. Am liebsten wolle er noch am Donnerstagabend eine Veranstaltung machen. Er sei ĂŒberzeugt, dass er nicht mehr ansteckend sei. Er fĂŒhle sich "perfekt", sagte Trump.

Trumps Leibarzt Sean Conley hatte am Mittwoch erklĂ€rt, Trump habe seit mehr als 24 Stunden keine Symptome einer Covid-19-Erkrankung mehr. Seine Werte seien im Bereich des normalen Spektrums "stabil". Der 74-JĂ€hrige war am Montagabend nach einem dreitĂ€gigen Klinikaufenthalt ins Weiße Haus zurĂŒckgekehrt.

China zensiert US-TV-Debatte

Chinas Zensur hat die Ausstrahlung der TV-Debatte zwischen US-VizeprĂ€sident Mike Pence und der demokratischen Kandidatin fĂŒr das Amt, Kamala Harris, an heikler Stelle unterbrochen. Als es um den Umgang mit dem Ausbruch des Coronavirus ging, der in China seinen Anfang genommen hatte, riss die Übertragung des US-Nachrichtensenders CNN abrupt ab.

Pence begann am Donnerstagmorgen Pekinger Zeit seine Kritik an der Volksrepublik mit den Worten "China ist schuld, dass ...", als plötzlich der Ton wegblieb und ein Testbild mit den Worten "Kein Signal – bitte warten" erschien. Als das GesprĂ€chsthema der TV-Debatte wechselte, wurde die Übertragung wieder aufgenommen. Wie sich die beiden Vize-PrĂ€sidentschaftskandidaten geschlagen haben, lesen Sie hier.

Facebook und Instagram verschÀrfen Vorgehen gegen QAnon-Verschwörungstheoriker

Die Online-Netzwerke Facebook und Instagram verschĂ€rfen ihr Vorgehen gegen die QAnon-Bewegung, die Verschwörungstheorien verbreitet und US-PrĂ€sident Donald Trump unterstĂŒtzt. Wie der Konzern am Dienstag mitteilte, sollen kĂŒnftig alle Facebook-Seiten und -Gruppen sowie alle Instagram-Konten mit Verbindungen zu QAnon entfernt werden, "selbst wenn sie keinen gewalttĂ€tigen Inhalt haben".

Im August hatte Facebook bereits rund 800 Gruppen, 100 Seiten und 1.500 Anzeigen mit Verbindungen zu QAnon aus seinem Netzwerk entfernt. FĂŒr mehr als 10.000 Instagram-Konten, 440 Facebook-Seiten und fast 2.000 Facebook-Gruppen wurden zudem Restriktionen verhĂ€ngt, um die Reichweite von QAnon-Inhalten einzuschrĂ€nken. Auch mehr als 300 sogenannte Hashtags – also Schlagworte – mit Bezug zu QAnon wurden deshalb in beiden Netzwerken blockiert. Der Kurzbotschaftendienst Twitter hatte bereits zuvor tausende Konten mit Verbindungen zu QAnon gelöscht.

Die QAnon-Bewegung verbreitet die Behauptung, dass die USA von einer kriminellen Organisation beherrscht wĂŒrden, der etwa die frĂŒheren PrĂ€sidenten Bill Clinton und Barack Obama, der MilliardĂ€r George Soros sowie diverse Hollywoodstars angehören sollen. Viele QAnon-Botschaften haben antisemitischen und rechtsradikalen Charakter. Unter den QAnon-AnhĂ€ngern sind viele Trump-UnterstĂŒtzer. AnhĂ€nger der Bewegung nahmen zuletzt auch an Protesten gegen die Corona-Restriktionen in den USA teil. Trump hatte nach der Facebook-Entscheidung im August gesagt, er wisse nicht viel ĂŒber QAnon. Die AnhĂ€nger der Bewegung seien aber "Leute, die unser Land lieben".

"New York Times" spricht Wahlempfehlung aus

"WĂ€hl Joe Biden, Amerika! – Er ist der FĂŒhrer, den dieses Land braucht". Damit wirbt die amerikanische Zeitung "New York Times" in ihrem Leitartikel eindeutig fĂŒr den Gegenkandidaten von US-PrĂ€sident Trump. "Inmitten des unerbittlichen Chaos bietet Biden einer Ă€ngstlichen, erschöpften Nation etwas, das ĂŒber Politik oder Ideologie hinausgeht. Seine Kampagne basiert auf BestĂ€ndigkeit, Erfahrung, MitgefĂŒhl und Anstand", lautet eins der Argumente der Autorin fĂŒr die Wahl am 3. November.

In dem emotionalen und bildreichen Artikel schreibt die Autorin, Biden wolle "die Seele Amerikas" wiederherstellen, denn das Land sei heute gespaltener als noch vor vier Jahren. Sein Fokus wĂŒrde darauf liegen, diese Spaltungen zu heilen und die Nation fĂŒr gemeinsame Werte zu gewinnen. "Er wĂŒrde verstehen, dass seine erste Pflicht immer das amerikanische Volk ist", heißt es im Artikel.

Mit dieser versteckten, indirekten Kritik an Trump, der die Spaltung Amerikas immer wieder befeuert, stellt sich die Zeitung hinter Joe Biden und die Demokraten. Im US-Wahlkampf ist es ĂŒblich, dass sich die großen Tageszeitungen fĂŒr einen Kandidaten entscheiden und ihre Leser dazu aufrufen, fĂŒr ihn zu stimmen.

US-Umfragen: Joe Biden gewinnt an UnterstĂŒtzern

Kurz nach dem Bekanntwerden der Covid-19-Infektion Donald Trumps hat das Nachrichtenportal CNN eine WĂ€hler-Befragung durchgefĂŒhrt. In dieser gaben 57 Prozent der potenziellen WĂ€hler an, dass sie fĂŒr Joe Biden stimmen wĂŒrden. Nur 41 Prozent der Befragten wĂŒrden fĂŒr Trump stimmen. An eine faire AuszĂ€hlung ihrer Stimmen glauben nur noch 44 Prozent der Trump-AnhĂ€nger. 75 Prozent der UnterstĂŒtzer Joe Bidens sind hingegen von einer fairen Wahl ĂŒberzeugt.

Befragt wurden die WĂ€hler zu spezifischen Themenfeldern. Demnach bevorzugen 59 Prozent der WĂ€hler Biden, wenn es um die Corona-Politik oder die Gesundheitsversorgung geht. Die Beseitigung der Rassenungleichheit in Amerika wĂŒrden 62 Prozent der WĂ€hler Joe Biden zutrauen, nur 36 Prozent setzen auf Donald Trump. Auch in Themenbereichen wie Wirtschaft und KriminalitĂ€t und Sicherheit, die eher fĂŒr Trump-WĂ€hler von hoher Bedeutung sind, liegt Biden vorn. 55 Prozent wĂŒrden ihm einen besseren Umgang mit KriminalitĂ€t zutrauen, nur 43 Prozent sprechen sich an dieser Stelle fĂŒr Trump aus.

Es ist anzunehmen, dass das TV-Duell von Trump und Biden wesentlich zur Meinungsbildung der WĂ€hler beigetragen hat. 57 Prozent sprechen sich dafĂŒr aus, dass Biden in der Debatte den besseren Job gemacht hĂ€tte. Nur 26 Prozent glauben, dass sich Donald Trump gut geschlagen hĂ€tte.

Wenn es um einen PrĂ€sidenten geht, der das Land einen wĂŒrde, so sprechen sich 61 Prozent fĂŒr Biden aus, nur 33 Prozent sehen Trump dazu in der Lage. Auch halten 58 Prozent Biden fĂŒr vertrauenswĂŒrdiger als Donald Trump. Aus den Umfragewerten geht zudem hervor, dass Joe Biden an UnterstĂŒtzung gewonnen hat. Das heißt allerdings nicht, dass Donald Trump WĂ€hler verloren hĂ€tte. Biden hat zwar unter Frauen, mit und ohne Hochschulabschluss, unter BPoC und auch unter jungen WĂ€hlern UnterstĂŒtzer und UnterstĂŒtzerinnen hinzugewonnen, jedoch hat sich auch der Anteil an MĂ€nnern ohne Hochschulabschluss erhöht, die fĂŒr den bisherigen US-PrĂ€sidenten stimmen.

Trump will an TV-Duell am 15. Oktober teilnehmen

US-PrÀsident Donald Trump will nach Angaben eines Sprechers aus seinem Wahlkampf-Team trotz seiner Erkrankung an Covid-19 am 15. Oktober am zweiten geplanten TV-Duell mit seinem Herausforderer Joe Biden teilnehmen.

FĂŒr das an diesem Mittwoch geplante erste Aufeinandertreffen von Vize-PrĂ€sident Mike Pence und der Kandidatin fĂŒr seinen Posten, Kamala Harris, sollen nach Angaben mit dem TV-Duell vertrauter Personen Plexiglas-Abtrennungen aufgestellt werden, um die Verbreitung des Virus zu verhindern. Sowohl Pence als auch Harris waren kĂŒrzlich negativ getestet worden.

Biden hat kein Corona und betet fĂŒr den PrĂ€sidenten

Der Coronavirus-Test beim demokratischen PrÀsidentschaftskandidaten Joe Biden ist am Freitag negativ gewesen. Das teilte sein Arzt Kevin O'Connor mit. Das sei auch bei seiner Ehefrau Jill Biden der Fall.

Biden hatte zuvor Amtsinhaber Donald Trump und First Lady Melania Trump nach deren Infektion GenesungswĂŒnsche ĂŒbermittelt. Seine Ehefrau und er wĂŒnschten Donald und Melania Trump "eine rasche Genesung", schrieb Biden am Freitag auf Twitter. "Wir werden weiterhin fĂŒr die Gesundheit und Sicherheit des PrĂ€sidenten und seiner Familie beten."

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Biden und Trump waren am Dienstagabend bei der ersten TV-Debatte vor der PrÀsidentschaftswahl am 3. November aufeinandergetroffen. Der Sender CNN berichtete, auch Biden werde auf das Virus getestet. Biden hat Trump im Wahlkampf immer wieder vorgeworfen, in der Corona-Krise beim Schutz der Amerikaner versagt zu haben.

Mike Pence negativ auf das Coronavirus getestet

US-PrĂ€sident Donald Trump ist laut eigenen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sollte er seine AmtsgeschĂ€fte nicht ausĂŒben können, mĂŒsste VizeprĂ€sident Mike Pence einspringen. Pence ließ daher ebenfalls einen Test machen, der negativ ausfiel.

Sein Sprecher Devin O'Malley schrieb auf Twitter: "Es ist seit Monaten Routine, dass VizeprÀsident Mike Pence tÀglich auf das Coronavirus getestet wird. Heute Morgen wurden er und seine Frau negativ getestet."

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Positiver Test bei Trump – wer regiert jetzt die USA?

US-PrĂ€sident Donald Trump und seine Frau Melania haben Corona. Was das fĂŒr die Regierung der USA bedeutet – und wer die Macht ĂŒbernĂ€hme, wenn selbst VizeprĂ€sident Mike Pence betroffen sein sollte, lesen Sie hier.

Trump und die Corona-Infektion: Warum sollte man ihm jetzt glauben?

Er ist berĂŒchtigt fĂŒr seine LĂŒgen. Nun sagt Donald Trump, er sei mit dem Coronavirus infiziert. Stimmt das jetzt ausnahmsweise mal – oder kann es nicht auch eine weitere seiner LĂŒgen sein? Lesen Sie hier den ganzen Text.

Das ist ĂŒber Trumps Gesundheitszustand bekannt

Donald Trump hat das Coronavirus immer heruntergespielt, jetzt ist er selbst infiziert. Was wissen wir ĂŒber den allgemeinen Gesundheitszustand des 74-jĂ€hrigen US-PrĂ€sidenten? Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

US-PrÀsident Donald Trump positiv auf Corona getestet

Nach der Corona-Infektion einer engen Beraterin ist nun auch US-PrĂ€sident Trump positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 74-JĂ€hrige will seine AmtsgeschĂ€fte weiterfĂŒhren. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Trump erklÀrt sich zum Sieger der TV-Debatte mit Biden

Nach dem TV-Duell mit seinem Herausforderer Joe Biden hat sich US-PrĂ€sident Donald Trump zum Sieger der ersten Debatte vor der PrĂ€sidentschaftswahl erklĂ€rt. "Wir haben die Debatte gestern Abend nach jedem Maßstab mĂŒhelos gewonnen", sagte der Republikaner am Mittwoch im Garten des Weißen Hauses. Mit Blick auf Biden - der am 3. November fĂŒr die Demokraten in die Wahl zieht – sagte Trump: "Ich denke, dass er sehr schwach war. Er sah schwach aus, er jammerte." Trump sagte, er wolle auch die nĂ€chsten zwei TV-Debatten gegen Biden bestreiten. Sollte sein Herausforderer nicht teilnehmen wollen, sei das dessen Entscheidung.

Trump sagte, er habe "ungefĂ€hr sechs" Umfragen gesehen, die ihn als Sieger bei der Debatte gesehen hĂ€tten. Es war unklar, auf welche Erhebungen er sich bezog. In manchen Twitter-Umfragen – die ohne wissenschaftliche Grundlage als unzuverlĂ€ssig gelten – lag Trump zwar vorne. In Blitzumfragen der Sender CBS und CNN hielt dagegen eine Mehrheit Biden fĂŒr erfolgreicher bei der Debatte als Trump.

Ivanka Trump: Letztlich soll die Tochter des heutigen US-PrÀsidenten selbst abgelehnt haben, als VizeprÀsidentin anzutreten. (Archivbild)
Ivanka Trump: Letztlich soll die Tochter des heutigen US-PrÀsidenten selbst abgelehnt haben, als VizeprÀsidentin anzutreten. (Archivbild) (Quelle: Dirk Shadd/imago-images-bilder)

Trump soll 2016 seine Tochter als VizeprÀsidentin vorgeschlagen haben

Im Wahlkampf um die US-PrÀsidentschaft soll Donald Trump im Jahr 2016 seine Tochter Ivanka als VizeprÀsidentin vorgeschlagen haben. Das berichtet Trumps ehemaliger stellvertretender Wahlkampfleiter Rick Gates laut der US-Zeitung "Washington Post" in seinem Buch "Wicked Game", das am 13. Oktober in den USA erscheinen soll.

Demnach brachte Trump seine Idee im Juni 2016 vor, als seine Wahlkampfberater diskutierten, wen der Republikaner als VizeprĂ€sidenten nominieren sollte: "Wie wĂ€re es mit Ivanka?", soll Trump damals gefragt haben. Er soll sie außerdem beworben haben: "Sie ist klug, sie ist schlau, sie sieht gut aus und die Leute wĂŒrden sie lieben!" Gates zufolge handelte sich bei dem Vorschlag um mehr als eine fixe Idee. Ivanka Trump, damals 34 Jahre alt und Unternehmerin, hatte zu diesem Zeitpunkt keine politische Erfahrung.

Trump soll ĂŒber mehrere Wochen auf seinem Vorschlag beharrt haben. Über die Personalie sei deshalb mehrfach diskutiert worden, schreibt Gates weiter. Dem widersprach allerdings Tim Murtaugh, Trumps Kommunikationsleiter im aktuellen Wahlkampf. Die Diskussion soll schließlich zu einem Ende gekommen sein, als sich Ivanka selbst einschaltete: Sie habe ihrem Vater erklĂ€rt, dass es keine gute Idee sei, sie als VizeprĂ€sidentin zu nominieren. Erst daraufhin habe sich Trump fĂŒr Mike Pence entschieden, der es schließlich an Trumps Seite zum VizeprĂ€sidenten schaffte.

"Washington Post" ruft zur Wahl von Biden auf

Die "Washington Post" hat vor einer Wiederwahl von US-PrĂ€sident Donald Trump im November gewarnt und eine Wahlempfehlung fĂŒr dessen Herausforderer Joe Biden ausgesprochen. In ihrem Leitartikel schrieb die angesehene Tageszeitung am Montag, rund fĂŒnf Wochen vor der Wahl:

"Um den schlimmsten PrĂ€sidenten der jĂŒngeren Geschichte zu verjagen, dĂŒrften viele WĂ€hler bereit sein, fĂŒr fast jeden zu stimmen." GlĂŒcklicherweise mĂŒssten WĂ€hler ihre Standards nicht herabsetzen, um PrĂ€sident Trump 2020 abzuwĂ€hlen. "Der Kandidat der Demokraten, Ex-VizeprĂ€sident Joe Biden, ist von Charakter und Erfahrung her außergewöhnlich gut qualifiziert, um den gewaltigen Herausforderungen entgegenzutreten, mit denen sich die Nation in den kommenden vier Jahren konfrontiert sehen wird."

Die "Washington Post" nennt unter anderem die Corona-Pandemie, wachsende Ungleichheiten, die Zunahme autoritĂ€rer Tendenzen weltweit und die ErderwĂ€rmung. Trump habe jede dieser Herausforderungen "geschaffen, verschĂ€rft oder vernachlĂ€ssigt". Biden dagegen wĂŒrde "Anstand, Ehre und Kompetenz in der US-Regierung wiederherstellen". Wo Trump fĂŒr "Narzissmus" und "Zynismus" stehe, verkörpere Biden MitgefĂŒhl und den Glauben an amerikanische Werte.

Ex-US-Botschafter in Deutschland: Trump ist nicht voll zurechnungsfÀhig

Der frĂŒhere US-Botschafter in Deutschland, John Kornblum, hat die Eignung von US-PrĂ€sident Donald Trump fĂŒr das oberste Staatsamt in Frage gestellt. Trump sei "nicht stabil und unberechenbar", sagte Kornblum der "Passauer Neuen Presse". "Ich wĂŒrde sogar sagen, er ist nicht voll zurechnungsfĂ€hig." Trumps Herausforderer Joe Biden sei ein starker Oppositionskandidat.

Trump wirke im Wahlkampf ratlos und setze darauf, fĂŒr Unordnung und Unsicherheit zu sorgen, sagte Kornblum der Zeitung. "Mit Provokationen versucht er, seine Gegner durcheinander zu bringen und von seinem Scheitern abzulenken." Dies sei "die klassische Trump-Strategie", die ihm aktuell jedoch zu nĂŒtzen scheine.

Im Fernsehduell am Dienstagabend mĂŒsse Biden Trump "in BedrĂ€ngnis" bringen, sagte Kornblum. FĂŒr Biden sei dabei ein Vorteil, dass Trump ihn "im Vorfeld fĂŒr total unfĂ€hig erklĂ€rt" habe. Der Oppositionskandidat mĂŒsse nun im TV-Duell "nur gut sein und nicht ĂŒberragend, um die Menschen zu ĂŒberzeugen".

Gefahr fĂŒr andere: Ex-Kampagnenchef von Trump ins Krankenhaus eingeliefert

Der ehemalige Kampagnenchef des US-PrÀsidenten Donald Trump ist laut US-Medienberichten wegen Suizidgefahr ins Krankenhaus eingeliefert worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Hilfe vom Prominenten: "The Rock" wirbt fĂŒr diesen Kandidaten

Hollywood-Star Dwayne "The Rock" Johnson will bei der anstehenden US-PrĂ€sidentschaftswahl fĂŒr Joe Biden und Kamala Harris stimmen. Mehr dazu lesen Sie hier.

EnthĂŒllungen: Trump hat offenbar jahrelang keine Steuer gezahlt

Gut einen Monat vor der US-PrĂ€sidentenwahl lenkt ein explosiver Bericht der "New York Times" die Aufmerksamkeit auf die Finanzen des Amtsinhabers Donald Trump. Der US-PrĂ€sident hat demnach ĂŒber Jahre keine oder kaum Bundessteuern bezahlt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Entscheidung steht: Trump will streng konservative Barrett fĂŒr den Supreme Court

US-PrĂ€sident Donald Trump will Amy Coney Barrett als Nachfolgerin fĂŒr die verstorbene Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg am Supreme Court haben. Mehr dazu lesen Sie hier.

So will Putin sich jetzt bei Trump absichern

Der russische PrĂ€sident Wladimir Putin hat die USA aufgerufen, gegenseitig Garantien zur Nichteinmischung in Wahlen abzugeben und insgesamt auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie enger zusammenzuarbeiten. In einer am Freitag vom Kreml verbreiteten ErklĂ€rung schlĂ€gt Putin vor, sich "gegenseitig Garantien der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten, einschließlich Wahlen" zu geben und sich gemeinsam auf "praktische Maßnahmen" zu einigen.

Der russische PrĂ€sident rief die USA zu einem "Neustart" der bilateralen Beziehungen in diesem Bereich auf. Zudem schlug Putin eine weltweite Übereinkunft gegen Angriffe mit Informations- und Kommunikationstechnologien vor.

Nach EinschĂ€tzung der US-Geheimdienste hatte sich Russland 2016 massiv in den PrĂ€sidentschaftswahlkampf in den USA eingemischt – vor allem durch Hackerangriffe und die Verbreitung manipulativer Botschaften in den Onlinenetzwerken. Diese mutmaßlichen russischen Interventionen richteten sich demnach unter anderem gegen die damalige PrĂ€sidentschaftskandidatin Hillary Clinton von der Demokratischen Partei. VorwĂŒrfe, dass Russland in Absprache mit dem Team des heutigen US-PrĂ€sidenten Donald Trump die Wahl zu beeinflussen versuchte, um ihm ins Amt zu verhelfen, konnten nicht bewiesen werden.

Im US-Senat zeichnet sich Mehrheit fĂŒr Trumps Kandidatin fĂŒr Oberstes Gericht ab

US-PrĂ€sident Donald Trump hat seine Senatsmehrheit fĂŒr eine BestĂ€tigung einer neuen Verfassungsrichterin so gut wie sicher. Der republikanische Senator Mitt Romney kĂŒndigte am Dienstag an, er werde sich einer Abstimmung ĂŒber eine von Trump vorgeschlagene Kandidatin nicht entgegenstellen. Sollte eine Nominierte im Senat zur Wahl stehen, werde er gemĂ€ĂŸ ihrer Qualifikation abstimmen.

Auch zwei republikanische Senatorinnen haben Bedenken dagegen angemeldet, vor der Wahl am 3. November einen neuen Verfassungsrichter ins Amt zu bringen. Romneys Positionierung in dem Streit war mit Spannung erwartet worden, weil der Senator als scharfer Kritiker Trumps bekannt ist.

Der PrĂ€sident will seine Kandidatin am Samstag prĂ€sentieren. Als Favoritinnen fĂŒr den Posten gelten die Richterinnen Amy Coney Barrett und Barbara Lagoa.

Trump: Ich weiß nicht, ob die Wahl ehrlich sein kann

Weniger als sechs Wochen vor der US-PrĂ€sidentenwahl am 3. November schĂŒrt Amtsinhaber Donald Trump weiter Zweifel an ihrem möglichen Ergebnis. "Wir mĂŒssen sicherstellen, dass die Wahl ehrlich ist. Aber ich weiß nicht, ob sie es sein kann", sagte Trump am Donnerstag mit Blick auf per Post abgeschickte Stimmzettel. Trump behauptet bereits seit Wochen, dass millionenfach an US-BĂŒrger verschickte Wahlunterlagen die Gefahr von WahlfĂ€lschung drastisch erhöhten. Experten und Wahlverantwortliche bestreiten dies.

Trump sagte vor seinen AnhĂ€ngern wiederholt, er sei ĂŒberzeugt, die Abstimmung nur durch Wahlbetrug verlieren zu können. Am Mittwoch weigerte er sich auf die Frage eines Reporters hin, vorab eine friedliche MachtĂŒbergabe zuzusichern. "Wir mĂŒssen abwarten, was passiert", sagte er stattdessen. Trumps Äußerungen lösten Kritik sowohl bei den Demokraten als auch bei Republikanern aus. Der Senat verabschiedete am Donnerstag eine Resolution mit einem Bekenntnis zur friedlichen MachtĂŒbergabe.

Berater: Biden wĂŒrde Handelskonflikt mit der EU beenden

Der demokratische US-PrĂ€sidentschaftskandidat Joe Biden wĂŒrde nach Angaben seines Beraters Tony Blinken den Handelskonflikt der USA mit der EU beenden. "Die EU ist der grĂ¶ĂŸte Markt der Welt, wir mĂŒssen unsere Wirtschaftsbeziehungen verbessern", sagte Blinken, der Biden in außenpolitischen Fragen berĂ€t, am Dienstag (Ortszeit) bei einer virtuellen Veranstaltung der US-Handelskammer. "Und ich denke, wir mĂŒssen einen kĂŒnstlichen Handelskrieg beenden, den die Trump-Regierung begonnen hat."

Unter dem republikanischen US-PrĂ€sidenten Donald Trump ist der Handelskonflikt zwischen den USA und der EU eskaliert. Trump hatte Sonderzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte eingefĂŒhrt, weil er den ExportĂŒberschuss der EU-LĂ€nder gegenĂŒber den USA fĂŒr ungerecht und gefĂ€hrlich fĂŒr die Sicherheit seines Landes hĂ€lt. Die EU hatte mit Vergeltungszöllen auf US-Produkte reagiert. Trump hat wiederholt auch mit Strafzöllen fĂŒr Autoimporte aus der EU gedroht, die besonders deutsche Hersteller treffen wĂŒrden.

t-online erklÀrt die Wahl: So brutal kann das Wahlsystem sein

Bei der US-PrĂ€sidentschaftswahl bestimmen die Amerikaner ihren PrĂ€sidenten – sollte man meinen. Doch streng genommen wĂ€hlen sie ihn gar nicht direkt. Das hat weitreichende Folgen. Hier lesen Sie den ersten Teil der ErklĂ€r-Serie zur US-Wahl.

Das sind Trumps Favoritinnen fĂŒr den Obersten Gerichtshof

US-PrÀsident Donald Trump will noch vor der Wahl den freien Posten am Supreme Court besetzen. Drei Kandidatinnen zieht er angeblich in Betracht. Seine Favoritin steht laut Berichten fest. Lesen Sie hier mehr.

Weitere juristische RĂŒckschlĂ€ge fĂŒr Trump im Streit ĂŒber Briefwahl

Im Streit ĂŒber die Stimmabgabe per Post bei der US-Wahl haben die Republikaner von PrĂ€sident Donald Trump weitere juristische Niederlagen erlitten. Ein Bundesrichter in Nevada wies am Montag eine Klage seines Wahlkampfteams gegen den Plan zurĂŒck, allen BĂŒrgern des Bundesstaates Briefwahlunterlagen zuzusenden. In Wisconsin verlĂ€ngerte ein zweiter Bundesrichter die Frist, bis zu der Unterlagen mit korrektem Poststempel noch gezĂ€hlt werden mĂŒssen, bis zum 9. November – sechs Tage nach dem eigentlichen Wahltermin. In New York wies ein dritter Bundesrichter die US-Postbehörde an, alle Wahlunterlagen vordringlich zu behandeln und dafĂŒr auch Überstunden zu bewilligen. Zuvor hatten die Demokraten auch in Michigan und Pennsylvania Siege verzeichnet.

Der Streit zwischen Demokraten und Republikanern ĂŒber die Briefwahl hĂ€lt seit Monaten an. Angesichts der Coronavirus-Pandemie haben viele Wahlleiter die BĂŒrger aufgefordert, ihre Stimme in diesem Jahr per Post abzugeben. Einer Reuters/Ipsos-Umfrage vom August zufolge will fast die HĂ€lfte der Demokraten auf diese Weise abstimmen, jedoch nur ein Viertel der Republikaner. Trump hat wiederholt erklĂ€rt, bei der Briefwahl nehme die WahlfĂ€lschung zu. Belege dafĂŒr hat er nicht prĂ€sentiert, Experten weisen die Darstellung zurĂŒck. Bei der PrĂ€sidentenwahl 2016 wurden fast ein Viertel aller Stimmen per Post abgegeben. In einigen Bundesstaaten wird ausschließlich per Brief abgestimmt.

Trump will Ginsburg-Nachfolgerin diese Woche vorschlagen

US-PrĂ€sident Donald Trump will noch diese Woche bekanntgeben, wen er fĂŒr die Nachfolge der verstorbenen Richterin Ruth Bader Ginsburg am Obersten US-Gericht nominieren will. "Ich denke, es wird Freitag oder Samstag sein", sagte Trump dem Sender Fox News. Er werde bis nach der Beisetzung warten. Die liberale Richterin war am Freitag im Alter von 87 Jahren gestorben. Trump hatte bereits bekanntgegeben, eine Frau vorschlagen zu wollen.

Um die Ginsburg-Nachfolge ist eine Kontroverse entbrannt. Trump strebt eine rasche Neubesetzung an, um so die konservative Mehrheit im Supreme Court zu stĂ€rken. Die Demokraten fordern, dass die Nachfolge vom diesjĂ€hrigen Wahlsieger geregelt wird. Trump sagte, der Senat solle noch vor der Wahl ĂŒber seine Kandidatin abstimmt. FĂŒnf Frauen seien in der engeren Auswahl. Er suche eine "gute Person" mit "sehr, sehr hohen Moralvorstellungen".

BerĂŒhmte Supreme-Court-Richterin Ginsburg ist tot

Mit dem Tod Ruth Bader Ginsburgs verliert das liberale Amerika seine Ikone. Die 87-jĂ€hrige Richterin ahnte, was mit ihrem Ableben passieren wĂŒrde: Trump hat nun die Chance, sein Land auf Jahrzehnte zu prĂ€gen. Lesen Sie hier die Einordnung von unserem Washington-Korrespondenten Fabian Reinbold.

FBI-Chef: Russische Einmischung in US-Wahlkampf weiter stark

Russland mischt sich nach Worten von FBI-Chef Christopher Wray wieder massiv in den US-PrÀsidentschaftswahlkampf ein. Dabei gehe es speziell darum, den demokratischen Gegenkandidaten von PrÀsident Donald Trump, Joe Biden, "zu verunglimpfen", sagte Wray am Donnerstag in einer Anhörung im US-Kongress.

"Wir sehen sehr, sehr aktive BemĂŒhungen der Russen, unsere Wahlen 2020 zu beeinflussen", sagte Wray. Sie versuchten auch, "Spaltung und Zwietracht" zu sĂ€en. Das war laut US-Geheimdiensten auch eine Vorgehensweise von Russland aus gefĂŒhrter Kampagnen vor der PrĂ€sidentenwahl 2016. Unterdessen habe man – bisher anders als damals – keine direkten Attacken auf die Wahl-Infrastruktur festgestellt, sagte der FBI-Direktor. Die russische Regierung hatte die VorwĂŒrfe stets zurĂŒckgewiesen.

Die Abgeordneten im Heimatschutz-Ausschuss des ReprĂ€sentantenhauses befragten Wray auch intensiv zur sogenannten Antifa-Bewegung, die Trump in seinem Wahlkampf als eine zentrale Gefahr und treibende Kraft hinter den Ausschreitungen in amerikanischen StĂ€dten darstellt. Die Republikaner suchten dabei mit ihren Fragen eine BestĂ€tigung dieser EinschĂ€tzung, die Demokraten zogen sie in Zweifel. Wray sagte dazu, dass Antifa aus Sicht des FBI eher eine Bewegung als eine Organisation sei – und widersprach damit indirekt den Darstellungen des PrĂ€sidenten. Zugleich betonte er aber auch, dass die Bundespolizei wegen des Extremismus-Verdacht gegen einzelne Personen ermittele, die sich mit der Antifa identifizierten.

Trump will patriotische Bildung fördern

Mitten in der Debatte ĂŒber Rassismus und Diskriminierung in den USA setzt PrĂ€sident Donald Trump eine Kommission zur Förderung patriotischer Bildung ein. Die Ausschreitungen in amerikanischen StĂ€dten in den vergangenen Monaten seien ein Ergebnis von "Jahrzehnten linker Indoktrination in unseren Schulen", sagte Trump am Donnerstag. Dabei werde versucht, SchĂŒler dazu zu bringen, sich fĂŒr die Geschichte des Landes zu schĂ€men. Das sei "eine Form des Kindesmissbrauchs", sagte Trump. Lesen Sie hier mehr.

FBI: ZusammenstĂ¶ĂŸe rechter und linker Gruppen könnten zunehmen

Das FBI hat sich unterdessen besorgt gezeigt, dass vor der Wahl die gewalttĂ€tigen Konfrontationen zwischen verfeindeten politischen Gruppen zunehmen könnten. Der Direktor der Bundespolizei, Christopher Wray, sagte am Donnerstag in einer Kongressanhörung in Washington, seine Behörde sei beunruhigt ĂŒber die gewachsenen Spannungen auf den Straßen und Gruppierungen, die Proteste "kapern", um zur Gewalt anzustacheln.
Es gebe ein neues Ausmaß von "leicht entzĂŒndbarer" Gewaltbereitschaft, sagte Wray vor dem Ausschuss fĂŒr Heimatschutz des ReprĂ€sentantenhauses. Gruppen von gegensĂ€tzlichen politischen Seiten trĂŒgen zur "Gefahr der Lage" bei. Das FBI beobachte die Lage genau.

Trumps Wahlkampfstab dementiert Bericht ĂŒber sexuellen Übergriff

Der Wahlkampfstab von US-PrĂ€sident Donald Trump hat VorwĂŒrfe ĂŒber einen angeblichen sexuellen Übergriff im Jahr 1997 als falsch zurĂŒckgewiesen. Trumps Mitarbeiter reagierten damit am Donnerstag auf ein Interview des britischen "Guardian" mit dem ehemaligen Model Amy Dorris. Sie schildert darin, dass Trump ihr damals wĂ€hrend des Tennisturniers US Open in seiner VIP-Box "einfach seine Zunge in den Hals geschoben" habe. Sie habe ihn weggeschubst, doch er habe fester zugegriffen und sie am ganzen Körper begrapscht. Zum Zeitpunkt des Vorfalls sei sie 24 gewesen.

Trumps Lager erklĂ€rte, die Behauptungen seien "total falsch". Der Bericht sei grundlos, die Veröffentlichung heimtĂŒckisch. Man werde sĂ€mtliche rechtlichen Mittel in ErwĂ€gung ziehen, um den "Guardian" zur Rechenschaft zu ziehen, erklĂ€rte Jenna Ellis, eine Rechtsberaterin des Wahlkampf-Teams. Die Zeitung erklĂ€rte, sie stehe zu ihrer Berichterstattung. BemĂŒhungen, Dorris telefonisch fĂŒr eine Stellungnahme zu erreichen, waren zunĂ€chst nicht erfolgreich.

Trump wurden bereits mehrfach sexuelle Übergriffe vor seiner Zeit im Weißen Haus vorgeworfen. So gelangte kurz vor der Wahl 2016 eine Tonaufnahme von 2005 an die Öffentlichkeit, in der er sich damit brĂŒstet, Frauen zu begrapschen. Trump tat die Kommentare als "Umkleidekabinen-Gerede" ab und entschuldigte sich.

Ex-Beraterin von Pence kritisiert Trumps Corona-Politik

Eine frĂŒhere Beraterin von US-VizeprĂ€sident Mike Pence hat schwere VorwĂŒrfe gegen US-PrĂ€sident Donald Trump im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erhoben. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ex-FBI-Chef sagt vor Wahl erneut im US-Kongress aus

Der frĂŒhere FBI-Chef James Comey soll noch vor der PrĂ€sidentschaftswahl am 3. November erneut vor dem US-Kongress aussagen. Der Vorsitzende des Justizausschusses des Senats, Lindsey Graham, kĂŒndigte am Donnerstag an, Comey werde am 30. September – also 34 Tage vor der Wahl – befragt. Dabei soll es um die Ermittlungen der Bundespolizei zu Verbindungen des frĂŒheren Wahlkampfteams von PrĂ€sident Donald Trump nach Russland gehen.

Mitglieder der Republikanischen Partei des PrĂ€sidenten werfen Comey vor, bei den Ermittlungen zum Wahlkampf des Jahres 2016 einseitig auf das Trump-Team fixiert gewesen zu sein und mögliche UnregelmĂ€ĂŸigkeiten auf der Seite seiner damaligen Widersacherin Hillary Clinton vernachlĂ€ssigt zu haben. Comey werde von den Senatoren "respektvoll behandelt" werden, mĂŒsse aber "harte Fragen" beantworten, kĂŒndigte Graham an. Er ist ein enger VerbĂŒndeter des PrĂ€sidenten.

Ältestes US-Wissenschaftsmagazin ruft zur Wahl von Demokrat Biden auf

Erstmals in seiner 175-jĂ€hrigen Geschichte gibt das US-Wissenschaftsmagazin "Scientific American" eine Wahlempfehlung ab – fĂŒr den demokratischen Herausforderer Joe Biden. "Uns fĂ€llt das nicht leicht", heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Leitartikel zur Oktoberausgabe des Magazins. "Die Beweise und die Wissenschaft zeigen, dass Donald Trump den USA und ihrem Volk schweren Schaden zugefĂŒgt hat – weil er Beweise und Wissenschaft ablehnt."

Das verheerendste Beispiel dafĂŒr sei die "unehrliche und unangemessene" Reaktion des US-PrĂ€sidenten auf die Corona-Pandemie, die bislang fast 200.000 US-BĂŒrgern das Leben kostete. Aber auch sein Leugnen des Klimawandels und Angriffe auf das Gesundheitssystem zitieren die Wissenschaftler als verantwortungslos. "Deshalb fordern wir Sie dringend auf, fĂŒr Joe Biden zu stimmen, der faktenbasierte PlĂ€ne zum Schutz unserer Gesundheit, unserer Wirtschaft und der Umwelt anbietet."

Das 1845 gegrĂŒndete Magazin ist nach eigenen Angaben das Ă€lteste durchgĂ€ngig erscheinende Magazin der USA und erreicht zehn Millionen Menschen weltweit.

Biden: Trumps Umgang mit Corona "disqualifiziert" ihn fĂŒr PrĂ€sidentenamt

US-PrĂ€sidentschaftskandidat Joe Biden hat PrĂ€sident Donald Trump wegen dessen Umgang mit der Corona-Krise die Eignung fĂŒr das höchste Amt im Land abgesprochen. "Die erste Aufgabe des PrĂ€sidenten besteht darin, das amerikanische Volk zu schĂŒtzen, und das wird er nicht tun. Das disqualifiziert ihn völlig", sagte Biden am Mittwoch nach einem Treffen mit Gesundheitsexperten in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware.

Trump lasse es an "Ernsthaftigkeit" im Umgang mit der Pandemie mangeln, warf der Kandidat der oppositionellen Demokraten seinem Kontrahenten bei der Wahl am 3. November vor. Der PrĂ€sident weigere sich, wichtige Schritte zur EindĂ€mmung des Virus zu unternehmen, etwa die EinfĂŒhrung landesweit geltender Abstandsregeln.

Biden beschuldigte Trump zudem, die Suche nach einem Corona-Impfstoff fĂŒr politische Zwecke zu instrumentalisieren. Er glaube dessen Äußerungen nicht, wonach schon in wenigen Wochen ein Impfstoff zur VerfĂŒgung stehen könnte, erklĂ€rte der Demokrat. Der Prozess sollte sich an wissenschaftlichen und Sicherheitsstandards orientieren, nicht an der Politik, forderte er.

"Lassen Sie mich eines klarstellen: Ich vertraue auf Impfstoffe, ich vertraue auf Wissenschaftler, aber ich vertraue nicht Donald Trump", sagte Biden. "Zu diesem Zeitpunkt kann das amerikanische Volk das auch nicht."

Microsoft: Hacker aus Russland attackieren erneut im US-Wahlkampf

Nach Erkenntnissen des Software-Riesen Microsoft sind erneut Hacker aus Russland im US-Wahlkampf aktiv – aber auch aus China und dem Iran. Eine russische Hackergruppe habe amerikanische Beraterfirmen angegriffen, die sowohl fĂŒr die Demokraten als auch fĂŒr die Republikaner arbeiten, berichtete Microsoft am Donnerstag. Es sei dieselbe Gruppe mit dem Namen "Strontium", die im Wahlkampf 2016 E-Mails der demokratischen Partei erbeutet habe. Die E-Mails waren damals kurz vor der Wahl veröffentlicht worden und hatten Hillary Clinton, der Gegenkandidatin des heutigen PrĂ€sidenten Donald Trump, geschadet.

Eine chinesische Hackergruppe habe in diesem Jahr erfolglos versucht, E-Mail-Accounts im Umfeld des Wahlkampfteams des demokratischen PrĂ€sidentschaftskandidaten Joe Biden anzugreifen, erklĂ€rte Microsoft. Auch habe eine Gruppe mit dem Namen "Zirconium" mindestens eine "prominente Person" mit frĂŒherer Verbindung zu Trumps Weißem Haus ins Visier genommen, hieß es. Zwischen MĂ€rz und September habe es "Tausende" Attacken dieser Hacker gegeben - von denen fast 150 erfolgreich gewesen seien.

Hacker aus dem Iran hÀtten unter anderem ohne Erfolg versucht, in Accounts von Beamten der Trump-Regierung und Personen aus seinem Wahlkampf-Team einzudringen.

400.000 Menschen registrieren sich zur Wahl ĂŒber Snapchat

Die Social-Media-Plattform Snapchet hat bekannt gegeben, dass sich ĂŒber die App in den USA bereits mehr als 400.000 Menschen zur Wahl registriert haben. Die große Mehrheit der App-Nutzer sei jĂŒnger als 30 Jahre, berichtet das Portal "Axios". Erst in der vergangenen Woche hatte das Unternehmen eine WĂ€hler-Registrierung namens "Mini" eingefĂŒhrt. Dadurch wird Nutzern ermöglicht, sich direkt ĂŒber die App fĂŒr die Wahl am 3. November zu registrieren.

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Twitter trifft Vorkehrungen gegen falsche Informationen

Nach Facebook trifft auch Twitter Vorkehrungen fĂŒr den Fall, dass einer der Kandidaten bei der US-PrĂ€sidentenwahl sich verfrĂŒht zum Sieger erklĂ€rt. Solche BeitrĂ€ge gehören zu Tweets mit falschen Informationen, die gekennzeichnet oder entfernt werden, wie der Kurznachrichtendienst am Donnerstag ankĂŒndigte. Entsprechend markierte Tweets werden zwar weiterhin auf der Plattform bleiben, aber ihre Verbreitung wird eingeschrĂ€nkt.

Biden will bei Wahlsieg US-Beziehungen zur Nato wiederaufbauen

Der PrĂ€sidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, will im Fall seines Wahlsiegs im November die angespannten Beziehungen zu den Nato-VerbĂŒndeten kitten. "Sie sind verdammt besorgt ĂŒber unser Versagen, Russland diplomatisch oder auf andere Weise zu konfrontieren, und besorgt darĂŒber, dass "America First" "Amerika allein" bedeutet", sagte Biden der US-Truppenzeitung "Stars and Stripes" am Donnerstag. "Das Erste, was ich tun muss, und ich scherze nicht: Wenn ich gewĂ€hlt werde, muss ich mit den Staatschefs telefonieren und sagen, dass Amerika zurĂŒck ist, Sie können auf uns zĂ€hlen."

Unter dem Republikaner Trump sind die Beziehungen zwischen den USA und vielen Nato-VerbĂŒndeten angespannt. Er wirft Nato-Mitgliedern vor, sich von den USA beschĂŒtzen zu lassen, bei Verteidigungsausgaben aber unter den selbstgesteckten Nato-Zielen zu bleiben. Insbesondere Deutschland hat Trump in dem Zusammenhang immer wieder angegriffen. Trumps Regierung hatte Ende Juli unter anderem deswegen angekĂŒndigt, rund ein Drittel der bislang in Deutschland stationierten Soldaten möglichst rasch abziehen wollen. Trumps Außenpolitik orientiert sich an seinem Leitspruch "America First" – Amerika zuerst.

Ex-VizeprĂ€sident Biden sagte "Stars and Stripes", auch er sei fĂŒr eine Verringerung der US-Truppen im Nahen Osten. "Diese "ewigen Kriege" mĂŒssen enden." US-SpezialkrĂ€fte in einem Umfang von 1.500 bis 2.000 Soldaten sollten aber vor Ort bleiben, um gegen Terrororganisationen vorzugehen. Trump wirbt im Wahlkampf ebenfalls damit, die "endlosen Kriege" zu beenden.

Oscar-Gewinnerin mischt sich in Wahlkampf ein und löst Shitstorm aus

Oscar-PreistrĂ€gerin Susan Sarandon, bekannt aus "Dead Man Walking", ist in Kritik geraten. Nachdem sie den politischen Aktivisten Ryan Knight unterstĂŒtzt hat, der gegen die PrĂ€sidentschaftskampagne von Joe Biden und die Demokraten ist, erntete die 73-JĂ€hrige viel Kritik.

"Wir brauchen mehr Ryan Knights, die jeden Tag aufstehen und die Wahrheit an die Macht bringen", schrieb sie. Zuvor hatte Knight in einem Posting veröffentlicht, dass er seine Stimme nicht fĂŒr Joe Biden abgeben werde. Er wollte "das Böse in keiner Form unterstĂŒtzen". Seiner Meinung nach seien beide Kandidaten – Trump sowie Biden – ungeeignet – und Biden "nur das kleinere von zwei Übeln". "Irgendwann mĂŒssen mutige Menschen aufstehen und Besseres fordern, sonst wird sich nichts grundlegend Ă€ndern", schloss er ab. Sein Tweet war damit indirekt ein Aufruf, keinen der beiden zu wĂ€hlen.

Dass Sarandon ihre Zustimmung Knights Tweet gegenĂŒber Ă€ußerte, empörte viele Nutzer. Einer schrieb: "Susan Sarandon hat ein Recht auf ihre eigene Meinung. Aber Menschen zu ermutigen, nicht zu wĂ€hlen, hat Konsequenzen fĂŒr arme Menschen, die nicht so reich sind wie sie." Sarandon reagierte daraufhin mit der Zusage, Joe Biden als "Stimme gegen den Faschismus" zu wĂ€hlen. Nach der Wahl wolle sie dann versuchen, eine Volkspartei zu schaffen, damit es nĂ€chstes Mal "keine Wahl zwischen dem kleineren von zwei Übeln" geben mĂŒsse.

US-PrĂ€sident Trump fĂŒr den Friedensnobelpreis nominiert

Ein norwegischer Parlamentsabgeordneter hat US-PrĂ€sident Donald Trump fĂŒr den Friedensnobelpreis nominiert. Christian Tybring-Gjedde von der rechtspopulistischen Fortschrittspartei lobte auf seiner Facebook-Seite Trumps Engagement fĂŒr das Abkommen zwischen den Vereinten Arabischen Emiraten und Israel.

"Das Abkommen könnte den Weg freimachen fĂŒr einen dauerhaften Frieden zwischen vielen arabischen LĂ€ndern und Israel", so Tybring-Gjedde. Er hoffe, dass das Nobelkomitee beurteilen könne, was Trump international erreicht hat, und nicht ĂŒber die etablierten Vorurteile gegenĂŒber dem PrĂ€sidenten der USA stolpere.

FĂŒr den diesjĂ€hrigen Friedensnobelpreis, dessen neuer PreistrĂ€ger immer im Oktober bekanntgeben wird, kommt die Nominierung aber zu spĂ€t. Ende Februar hatte das norwegische Nobelkomitee mitgeteilt, dass bis zum Ablauf der Frist 317 Kandidaten nominiert wurden.

Biden: Trumps Verhalten in Corona-Krise "beinahe kriminell"

Der PrĂ€sidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, hat PrĂ€sident Donald Trump ein "beinahe kriminelles" Verhalten in der Corona-Krise vorgeworfen. Hintergrund ist das EingestĂ€ndnis des Republikaners, er habe das Coronavirus-Risiko bewusst heruntergespielt. Biden sagte dem Sender CNN in einem am Mittwochabend (Ortszeit) vorab in AuszĂŒgen veröffentlichten Interview, Trumps Verhalten sei "abscheulich". WĂ€hrend der PrĂ€sident um die wahre Gefahr durch das Virus gewusst habe, habe er selbst keine Maske aufgesetzt. "Es ist beinahe kriminell." Hier lesen Sie mehr zu den HintergrĂŒnden.

Trump warnt vor Übernahme des Supreme Courts durch radikale Linke

US-PrĂ€sident Donald Trump hat im Fall seiner Wahlniederlage im November vor einer Übernahme des Obersten Gerichts durch radikale Linke gewarnt. "UnglĂŒcklicherweise gibt es eine wachsende linksradikale Bewegung, die das Prinzip der Gleichbehandlung vor dem Gesetz ablehnt", sagte Trump am Mittwoch im Weißen Haus. "Wenn dieser extremen Bewegung die Mehrheit im Supreme Court gewĂ€hrt wird, wird sie Amerika ohne eine einzige Abstimmung des Kongresses grundlegend verĂ€ndern."

Trump prĂ€sentierte am Mittwoch 20 neue Kandidaten fĂŒr potenziell freiwerdende Richterstellen am Supreme Court. Derzeit gelten fĂŒnf der Richter als konservativ, vier als liberal. Trump hofft, in einer zweiten Amtszeit die konservative Mehrheit durch die Nominierung seiner Kandidaten ausbauen zu können. Freie Stellen gibt es derzeit nicht. Richterin Ruth Bader Ginsburg (87) hat sich allerdings bereits mehrfach wegen Krebserkrankungen behandeln lassen. Richter Stephen Breyer ist 82 Jahre alt, zwei seiner Kollegen sind in ihren 70ern.

Trump sagte, der nĂ€chste PrĂ€sident werde in den kommenden vier Jahren "einen, zwei, drei und sogar vier" Richter am Supreme Court nominieren können. Der PrĂ€sident forderte Biden dazu auf, ebenfalls eine Liste mit potenziellen Kandidaten vorzulegen. Unter den am Mittwoch von Trump vorgestellten potenziellen Kandidaten sind die republikanischen Senatoren Tom Cotton, Ted Cruz und Josh Hawley. Hawley erteilte Trump sofort eine Absage. Auf Twitter schrieb der Senator, er wisse das Vertrauen Trumps in seine Person zu schĂ€tzen, habe aber kein Interesse an dem Posten. Cotton machte in einem Tweet deutlich, dass er sich fĂŒr eine VerschĂ€rfung der Regelungen fĂŒr SchwangerschaftsabbrĂŒche einsetzen wĂŒrde. Cruz nannte es eine Ehre, auf Trumps Liste zu stehen.

Wahlkampagne in Geldnöten? Trump dementiert

Nach Berichten ĂŒber finanzielle Probleme seiner Kampagne hat US-PrĂ€sident Donald Trump erklĂ€rt, fĂŒr seine Wiederwahl notfalls auch Geld aus seinem Privatvermögen einsetzen zu wollen. "Ich wĂŒrde das tun, wenn ich mĂŒsste, aber wir sind in einer sehr guten Lage", sagte Trump mit Blick auf die Finanzen seines Wahlkampfteams. Falls fĂŒr einen Wahlsieg wider Erwarten mehr Geld nötig sei, wĂŒrde er das zuschießen, sagte der frĂŒhere New Yorker Immobilienunternehmer. "Was auch immer nötig ist, wir mĂŒssen gewinnen", so Trump. Wegen der Corona-Pandemie habe seine Kampagne schon frĂŒher als geplant Geld fĂŒr Werbung ausgeben mĂŒssen – "um Falschinformation zu begegnen".

Die "New York Times" hatte berichtet, dass die Kampagne wegen hoher Ausgaben weniger als zwei Monate vor der Wahl unter großem Kostendruck stehe. Auch andere US-Medien hatten berichtet, dass Trumps Kampagne trotz eines massiven Spendenaufkommens bereits einen Großteil ihrer Mittel ausgegeben habe. US-Kampagnen wenden in der Regel viel Geld fĂŒr TV- und Online-Werbung auf.

Trump und seine Republikaner erhielten seit dem Beginn der Kampagne fĂŒr Trumps Wiederwahl bis Ende Juli nach eigenen Angaben insgesamt 1,1 Milliarden Dollar (gut 900 Mio Euro). Das Spendenaufkommen fĂŒr August hat die Kampagne noch nicht bekanntgegeben. Trumps Herausforderer Joe Biden und die Demokraten konnten alleine im August 364,5 Millionen Dollar fĂŒr ihren Wahlkampf einsammeln. Im Juni und Juli hatten die Demokraten jeweils rund 140 Millionen Dollar Spenden eingesammelt. Trump wirbt allerdings schon wesentlich lĂ€nger als Biden hohe Spenden ein, weil es seit Langem als sicher galt, dass er sich fĂŒr die Republikaner um eine zweite Amtszeit bewerben wĂŒrde.

Trump gegen Biden – wer liegt wirklich vorn?

Die US-Wahl rĂŒckt nĂ€her, der Wahlkampf kommt langsam in die entscheidende Phase. Joe Biden liegt laut Umfragen vorne, aber Donald Trump holt auf. Wie eng ist das Rennen? Den Überblick finden Sie hier.

Trump zu Reporter: "Nehmen Sie bitte die Maske ab"

Eigentlich ist die Frage eines Journalisten im Weißen Haus gut zu verstehen. Doch US-PrĂ€sident Trump schaltet auf taub. Er stört sich am Mund-Nase-Schutz des Mannes und baut Druck auf. Das Video sehen Sie hier.

Harris wirft Trump verzerrte Wahrnehmung des Rassismus-Problems vor

Die demokratische VizeprÀsidentschaftskandidatin Kamala Harris hat US-PrÀsident Donald Trump eine verzerrte Wahrnehmung des Rassismus-Problems in den USA vorgeworfen. Wenn Trump bestreite, dass es in den USA institutionellen Rassismus gebe, lebe er in einer "anderen RealitÀt", sagte Harris am Sonntag.

In den USA gebe es seit "Generationen" und "offen gesagt" schon seit der GrĂŒndung des Landes "zwei Justizsysteme", sagte die Vize-Kandidatin von Joe Biden im Sender CNN. Das sei in den USA auch heute noch "die RealitĂ€t". "Ich denke, dass Donald Trump und Bill Barr vollstĂ€ndig in einer anderen RealitĂ€t leben", sagte Harris ĂŒber den PrĂ€sidenten und seinen Justizminister.

Zuvor war bekannt geworden, dass Trump inmitten der landesweiten Proteste gegen Rassismus die Bundesbehörden angewiesen hat, keine Anti-Rassismus-Trainings fĂŒr Mitarbeiter mehr zu finanzieren. Die Kurse kĂ€men "un-amerikanischer Propaganda" gleich, erklĂ€rte das Weiße Haus.

Pelosi ohne Maske bei Frisör – Trump reagiert mit HĂ€me

US-Oppositionschefin Nancy Pelosi ist wegen ihres Besuchs eines Friseursalons ohne Atemschutzmaske unter Druck geraten. Pelosi, "die stÀndig alle Anderen belehrt", werde jetzt selber kritisiert, weil sie ohne Maske in dem Salon gewesen sei, schrieb PrÀsident Donald Trump am Mittwoch mit offensichtlicher Genugtuung im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Aufnahmen von Überwachungskameras zeigen nun, dass Pelosi kĂŒrzlich bei dem Besuch des Friseursalons in San Francisco ohne Maske zwischen den RĂ€umen hin- und herging. Die OppositionsfĂŒhrerin lehnte eine Entschuldigung jedoch ab. Die Mitarbeiter des Ladens hĂ€tten ihr gesagt, dass sie innerhalb der RĂ€umlichkeiten jeweils einen einzelnen Kunden bedienen dĂŒrften. Sie sei mit dem Termin in "eine Falle" gelaufen, dafĂŒr ĂŒbernehme sie "die Verantwortung", sagte Pelosi.

Pelosi ist Vorsitzende des ReprÀsentantenhauses und damit nach Trump und VizeprÀsident Mike Pence die drittmÀchtigste Figur im Staat. In Washington ist die 80-JÀhrige Trumps hÀrteste Widersacherin.

Pelosi und die Demokraten hatten den Umgang des PrĂ€sidenten mit der Corona-Pandemie immer wieder scharf kritisiert – auch im Wahlkampf. Zudem attackierte sie Trump dafĂŒr, dass er bei öffentlichen Auftritten ĂŒber Monate hinweg keinen Atemschutz trug. "Wahre MĂ€nner tragen Masken", sagte sie im Juni. Trump begann dann erst im Juli damit, in der Öffentlichkeit einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Pelosis Stabschef Drew Hammill sagte, seine Chefin habe sich an die Regeln des Salons gehalten, so wie sie ihr erlĂ€utert worden seien. Zudem trage Pelosi ansonsten in der Öffentlichkeit immer eine Maske.

Trump droht mit KĂŒrzung von Bundesmittel fĂŒr "gesetzlose StĂ€dte"

US-PrĂ€sident Donald Trump will mehreren StĂ€dten wegen anhaltender Demonstrationen und Ausschreitungen den Geldhahn zudrehen. "Meine Regierung wird nicht zulassen, dass Steuergelder StĂ€dte finanzieren, die sich in gesetzlose Zonen verwandeln", sagte Trump in dem vom Weißen Haus veröffentlichten Memo am Mittwoch. Russel Vought, verantwortlich fĂŒr den Haushalt des Weißen Hauses, solle nun prĂŒfen, wie der Erhalt von BundeszuschĂŒssen fĂŒr StĂ€dte wie New York, Portland, Washington und Seattle eingeschrĂ€nkt werden könne oder sie auf andere Weise, soweit gesetzlich zulĂ€ssig, benachteiligt werden könnten.

Das Papier weist Generalstaatsanwalt William Barr an, eine Liste von "anarchistischen Gerichtsbarkeiten" zu erstellen, die "das Fortbestehen von Gewalt und die Zerstörung von Eigentum zuließen und sich geweigert haben, angemessene Maßnahmen zu ergreifen", um die Ordnung wiederherzustellen. Barr hatte zuvor bestritten, dass in den USA viele unbewaffnete Afroamerikaner von weißen Polizisten erschossen wĂŒrden. Er glaube, dass Berichte ĂŒber eine "seuchenĂ€hnliche" Zunahme von Tötungen durch Polizisten ein falsches Bild abgeben wĂŒrden, sagte Barr in einem Interview mit dem Sender CNN. "Tatsache ist, dass es sehr selten vorkommt, dass ein unbewaffneter Afroamerikaner von einem weißen Polizisten erschossen wird."

Der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, schrieb auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, Trump versuche Mittel zu kĂŒrzen, die Staaten und StĂ€dte dringend brĂ€uchten, um sich von der Coronavirus-Pandemie zu erholen. "Er ist kein König. Er kann New York City nicht die Mittel wegnehmen", sagte Cuomo. Es sei ein illegaler Schachzug Trumps.

Biden wird in Kenosha Familie von niedergeschossenem Schwarzen Blake treffen

US-PrĂ€sidentschaftskandidat Joe Biden wird bei einem Besuch in der Stadt Kenosha die Familie des durch PolizeischĂŒsse schwer verletzten Afroamerikaners Jacob Blake treffen. Bidens Wahlkampfteam kĂŒndigte am Mittwoch an, der frĂŒhere VizeprĂ€sident werde am Donnerstag in die Stadt im Bundesstaat Wisconsin reisen, die nach den SchĂŒssen auf Blake von teils gewalttĂ€tigen Protesten erschĂŒttert worden war. SpĂ€ter bestĂ€tigte das Wahlkampfteam ein geplantes Treffen des US-Demokraten mit der Familie des 29-jĂ€hrigen Schwarzen.

PrÀsident Donald Trump hatte Kenosha am Dienstag besucht, Blakes Familie aber nicht getroffen. Der Republikaner nutzte den umstrittenen Besuch zwei Monate vor der PrÀsidentschaftswahl vielmehr, um sich erneut als "PrÀsident von Recht und Ordnung" in Szene zu setzen: Er stellte sich demonstrativ hinter die Polizei und bezeichnete Ausschreitungen am Rande von Demonstrationen gegen Polizeigewalt und Rassismus als "Inlandsterrorismus".

Sein Herausforderer Biden wird am Donnerstag gemeinsam mit seiner Frau Jill in die Stadt im Mittleren Westen reisen. Er wolle "Amerikaner zusammenbringen um zu heilen, und die derzeitigen Herausforderungen ansprechen", erklÀrte sein Wahlkampfteam. Biden gibt sich in Abgrenzung zu Trump als Versöhner, der die Spannungen im Land abbauen will.

Über 300 Mio. Dollar nur im August: Biden bricht Spendenrekord

Joe Biden hat einem Medienbericht zufolge allein im August mehr als 300 Millionen Dollar an Wahlkampfspenden erhalten. Die endgĂŒltige Summe stehe noch nicht fest, dĂŒrfte aber die höchste sein, die jemals ein PrĂ€sidentschaftskandidat innerhalb eines Monats verbuchen konnte, zitierte die "New York Times" am Dienstag zwei mit dem Vorgang vertraute Personen.

Im Juli hatte Biden 140 Millionen Dollar eingesammelt. Sein Rivale, Amtsinhaber Donald Trump, kam auf 165 Millionen Dollar. FĂŒr August hat der Wahlkampfstab des PrĂ€sidenten noch keine Zahlen genannt. Ein Sprecher von Bidens Kampagne wollte vorerst keine Summe preisgeben, da sie noch nicht endgĂŒltig feststehe.

Ein Toter nach SchĂŒssen am Rande von Demonstrationen in Portland

Bei Demonstrationen in der Stadt Portland im US-Bundesstaat Oregon ist am Samstagabend (Ortszeit) ein Mann erschossen worden. Der Vorfall ereignete sich gegen 20.45 Uhr (5.45 Uhr MESZ) am Rande von Kundgebungen von AnhĂ€ngern und Gegnern von US-PrĂ€sident Donald Trump, wie örtliche Medien berichteten. Demnach zogen nach SchĂ€tzungen etwa 2.500 Trump-UnterstĂŒtzer mit mehreren Hundert Autos durch die Stadt. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen mit linken Gruppen.

Der genaue Hergang war zunĂ€chst unklar. Bei dem Toten soll es sich um einen Trump-AnhĂ€nger handeln. Die Polizei machte keine genaueren Angaben zu seiner IdentitĂ€t und Ă€ußerte sich zunĂ€chst auch nicht dazu, wer geschossen haben soll. Es werde wegen eines Tötungsdelikts ermittelt, hieß es. In Portland war es seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis Ende Mai immer wieder zu Protesten gekommen.

Auch in anderen amerikanischen StĂ€dten gehen Menschen aus Protest gegen Polizeigewalt gegen Schwarze seit Wochen auf die Straßen. Dabei wurden in der Nacht zum Mittwoch in der Stadt Kenosha im Bundesstaat Wisconsin zwei Menschen getötet. Trump will an diesem Dienstag selbst nach Kenosha reisen.

Trump nimmt Nominierung zum Kandidaten der Republikaner an

US-PrĂ€sident Donald Trump ist offiziell der Kandidat der Republikaner bei der PrĂ€sidentschaftswahl am 3. November. "Mit einem Herzen voller Dankbarkeit nehme ich heute Abend diese Nominierung fĂŒr das Amt des PrĂ€sidenten der Vereinigten Staaten an", sagte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) zum Abschluss des Parteitags seiner Partei. Die rund 1.500 GĂ€ste bei der Ansprache im Garten des Weißen Hauses applaudierten danach.

Kurz vor der Nominierungsrede von Donald Trump kritisierte auch Biden den US-PrÀsidenten und seine Politik scharf. Hier lesen Sie mehr.

Trump warnt vor Zerstörung der USA durch "sozialistische Agenda"

US-PrĂ€sident Donald Trump hat in seiner Nominierungsrede vor einer Zerstörung des Landes durch eine "sozialistische Agenda" gewarnt. Die PrĂ€sidentschaftswahl im November werde darĂŒber entscheiden, "ob wir den amerikanischen Traum retten oder ob wir zulassen, dass eine sozialistische Agenda unsere hochgeschĂ€tzte Bestimmung zerstört", sagte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) in seiner Rede am Weißen Haus.

Trump bezeichnete Biden als Vernichter amerikanischer ArbeitsplĂ€tze. Der Demokrat sei ein "Vernichter amerikanischer Jobs", sagte Trump. Falls Biden die Chance bekommen sollte, werde er "der Zerstörer amerikanischer GrĂ¶ĂŸe sein", behauptete Trump weiter. Trump versprach, in seiner zweiten Amtszeit die Wirtschaft nach der Corona-Pandemie wieder aufzubauen und fĂŒr "Rekord-Wohlstand" zu sorgen. Hier lesen Sie mehr.

Ivanka Trump verteidigt Kommunikationsstil ihres Vaters

Beim Parteitag der Republikaner hat US-PrĂ€sidententochter Ivanka Trump den umstrittenen Kommunikationsstil ihres Vaters Donald Trump verteidigt. "Mein Vater hat starke Überzeugungen. Er weiß, was er glaubt, und er sagt, was er denkt. Ob man mit ihm ĂŒbereinstimmt oder nicht, man weiß immer, wo er steht", sagte Ivanka Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) im Garten des Weißen Hauses. "Ich verstehe, dass der Kommunikationsstil meines Vaters nicht jedermanns Geschmack ist, und ich weiß, dass manche seiner Tweets sich ein bisschen ungefiltert anfĂŒhlen können. Aber die Ergebnisse, die Ergebnisse sprechen fĂŒr sich." Ivanka Trump fĂŒgte hinzu: "Washington hat Donald Trump nicht verĂ€ndert. Donald Trump hat Washington verĂ€ndert."

Ivanka Trump sagte: "Papa, Leute greifen dich an, weil Du unkonventionell bist. Aber ich liebe Dich, weil Du echt bist. Und ich respektiere dich, weil Du effektiv bist." Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner sind Berater im Weißen Haus.

Eltern von IS-Opfer erheben VorwĂŒrfe gegen Obama-Regierung

Die Eltern einer von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien ermordeten amerikanischen Helferin haben schwere VorwĂŒrfe gegen die Regierung des frĂŒheren PrĂ€sidenten Barack Obama erhoben. WĂ€hrend eines emotionalen Auftritts beim Parteitag der Republikaner warfen Carl and Marsha Mueller der Obama-Regierung vor, nicht genug fĂŒr die Befreiung ihrer im August 2013 entfĂŒhrten Tochter Kayla Mueller unternommen zu haben.

"Kayla sollte hier sein", sagte Carl Mueller am Donnerstagabend (Ortszeit). "Wenn Donald Trump PrÀsident gewesen wÀre, als Kayla gefangen genommen wurde, wÀre sie heute hier." Trump zieht am 3. November gegen den Kandidaten der Demokraten, Joe Biden, in die PrÀsidentschaftswahl. Biden war VizeprÀsident unter Obama.

Carl Mueller sagte mit Blick auf die Obama-Regierung: "Die Regierung zeigte sich besorgter ĂŒber die Terroristen in (dem Gefangenenlager) Guantanamo als ĂŒber die amerikanischen Geiseln in Syrien." Er fĂŒgte hinzu: "Das Trump-Team zeigte uns gegenĂŒber ein EinfĂŒhlungsvermögen, das wir von der Obama-Regierung nie erhalten haben." Bis heute hĂ€tten sie nichts von Biden gehört.

Carl Mueller sagte, IS-Terroristen hĂ€tten seine Tochter 18 Monate lang gefoltert, bevor sie sie ermordeten. IS-AnfĂŒhrer Abu Bakr al-Bagdadi habe Kayla Mueller wiederholt vergewaltigt. Al-Bagdadi war im Herbst 2019 bei einem von Trump angeordneten Einsatz von US-SpezialkrĂ€ften in Syrien getötet worden. Die Operation war nach Kayla Mueller benannt worden.

Proteste am Weißen Haus vor Trump-Rede

Zur Nominierungsrede von US-PrĂ€sident Donald Trump haben sich Hunderte Demonstranten zu Protesten vor dem Weißen Haus versammelt. Sie trugen dabei am Donnerstagabend (Ortszeit) Banner und Plakate mit dem Schriftzug "Trump/Pence sofort raus!" und Fahnen der Anti-Rassismus-Bewegung Black Lives Matter (Das Leben von Schwarzen zĂ€hlt). Mike Pence ist Trumps VizeprĂ€sident.

"Wir wollen nicht sehen, wie Donald Trump die Nominierung annimmt", sagte die Demonstrantin Miriam Oppenheimer. "Das Ziel ist es, ihn zu ĂŒbertönen."

"Wir mĂŒssen Trump rausbekommen, wir mĂŒssen das ganze System zerstören", sagte die 18-jĂ€hrige Keheirra Wedderburn. "Wir brauchen eine Revolution."

Trumps Social-Media-Chef: Der PrĂ€sident ist gĂŒtig und anstĂ€ndig

Donald Trumps Social-Media-Chef Dan Scavino, der als 16-jĂ€hriger Golf-Caddy den spĂ€teren US-PrĂ€sidenten kennenlernte, hat auf dem Parteitag der Republikaner fĂŒr die persönlichen QualitĂ€ten seines Chefs gebĂŒrgt. "Der PrĂ€sident ist ein gĂŒtiger und anstĂ€ndiger Mann", sagte Scavino am Donnerstag. "Ich wĂŒnschte, sie könnten zusammen mit mir an seiner Seite sein, um zu sehen, wie endlos gĂŒtig er zu jedem ist, den er trifft."

Trump sei als erster zu stark, zu hart und zu schlau gewesen, um sich vom politischen Establishment und von Medien zerquetschen zu lassen, sagte Scavino. "WÀhrend sie das Chaos nennen, nennt PrÀsident Trump das Wandel", sagte er zu Trumps politischem Stil.

"Donald Trump glaubte an mich, als ich ein Golf-Caddy im Teenager-Alter war - und er bereits einer der reichsten und berĂŒhmtesten Menschen auf dem ganzen Planeten", sagte Scavino. "Er sieht auch die GrĂ¶ĂŸe in unserem Land und in jedem von Euch. Er glaubt, dass die Welt, von der Ihr nachts trĂ€umt, Eure sein kann."

Afroamerikanischer Minister: Trump ist kein Rassist

US-Wohnungsbauminister Ben Carson hat den Angehörigen des bei einem Polizeieinsatz schwer verletzten Afroamerikaners Jacob Blake sein MitgefĂŒhl ausgesprochen. Beim Parteitag der Republikaner sagte der einzige afroamerikanische Minister im Kabinett von US-PrĂ€sident Donald Trump: "Unsere Herzen sind bei der Familie Blake und den anderen Familien, die von den tragischen Ereignissen in Kenosha betroffen sind." Dem 29-jĂ€hrigen Jacob Blake war am Sonntag bei einem Polizeieinsatz in Kenosha im US-Bundesstaat Wisconsin in den RĂŒcken geschossen worden. Bei den danach folgenden Protesten kam es auch zu Gewalt.

Carson sagte, auf der Seite der demokratischen Partei wollten viele zur Spaltung anstacheln, indem sie behaupteten, dass Trump ein Rassist sei. "Sie könnten nicht falscher liegen." Trump wolle, dass alle Amerikaner erfolgreich seien. Trump wirbt damit, dass die Arbeitslosenquote auch unter Afroamerikanern vor der Corona-Pandemie auf ein historisches Tief gesunken war. Zudem hat er die Finanzierung von historisch schwarzen UniversitĂ€ten sichergestellt. Seine Justizreform fĂŒhrte zur Freilassung zahlreicher schwarzer HĂ€ftlinge.

Ex-Demokrat: Radikale wollen Biden als Marionetten-PrÀsident

Der US-Kongressabgeordnete Jeff Van Drew, der von den Demokraten zu den Republikanern gewechselt ist, hat seiner ehemaligen Partei eine "radikal-sozialistische Agenda" vorgeworfen. "Joe Biden wird von den Radikalen, die meine frĂŒhere Partei fĂŒhren, gesagt, was er tun soll", sagte Van Drew am Donnerstagabend (Ortszeit) beim Parteitag der Republikaner mit Blick auf den PrĂ€sidentschaftskandidaten der Demokraten. "Dieselben Radikalen versuchen, ihn als ihren Marionetten-PrĂ€sidenten zu installieren."

US-PrĂ€sident Donald Trump habe dagegen dabei geholfen, Amerika zur "besten Nation in der Welt" zu machen, sagte Van Drew. "Es gibt viele Demokraten, die unseren PrĂ€sidenten unterstĂŒtzen und die davon angeekelt sind, was aus ihrer alten Partei, meiner alten Partei, geworden ist."

Biden will bald mit Wahlkampfreisen beginnen

US-PrĂ€sidentschaftskandidat Joe Biden hat angekĂŒndigt, trotz der Corona-Krise bald Wahlkampfreisen aufnehmen zu wollen. Er plane Besuche in fĂŒr die Wahl wichtigen SchlĂŒsselstaaten wie Wisconsin, Minnesota, Pennsylvania und Arizona, sagte der Demokrat am Donnerstag. Der 77-JĂ€hrige betonte zugleich, die Corona-Vorgaben der Bundesstaaten etwa fĂŒr die maximale Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen strikt einhalten zu wollen.

Anders als PrÀsident Donald Trump wolle er "verantwortungsvoll" handeln, sagte Biden. Mit den Reisen will er nach eigenen Angaben nach dem Feiertag Labor Day (Tag der Arbeit) beginnen, der am 7. September begangen wird.

Der frĂŒhere VizeprĂ€sident fĂ€hrt in der Corona-Krise einen extrem vorsichtigen Kurs. Seinen Heimatstaat Delaware hat er seit Beginn der Ausbreitung des Virus in den USA kaum verlassen. Ende Juni kĂŒndigte Biden an, auf Wahlkampfauftritte vor großem Publikum wegen des Ansteckungsrisikos verzichteten zu wollen. Der Kandidat kann zwar ĂŒber Fernsehen und Internet viele WĂ€hler erreichen; ein kompletter Verzicht auf öffentliche Auftritte wĂŒrde seine Möglichkeiten im Wahlkampf aber massiv einschrĂ€nken.

Mike Pence nimmt Nominierung als Vizekandidat der Republikaner an

Der amtierende VizeprĂ€sident Mike Pence hat die Nominierung als VizeprĂ€sidentschaftskandidat der Republikaner fĂŒr die Wahl im November wie erwartet angenommen. "Ich akzeptiere demĂŒtig, fĂŒr das Amt des VizeprĂ€sidenten der Vereinigten Staaten zu kandidieren", sagte Pence in seiner Ansprache vom historischen Fort McHenry in Baltimore am spĂ€ten Mittwoch. Hier lesen Sie mehr.

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Pence zur Corona-Pandemie: "Amerika ist ein Land der Wunder"

US-VizeprĂ€sident Mike Pence hat sich auf dem Parteitag der Republikaner zuversichtlich gezeigt, dass die Corona-Krise bald ĂŒberwunden werden kann. Der demokratische Herausforderer Joe Biden habe kĂŒrzlich gesagt, dass keine Wunder zu erwarten seien. "Aber Joe scheint nicht zu verstehen, dass Amerika eine Nation der Wunder ist", sagte Pence am Mittwoch in einer historischen Kaserne, Fort McHenry, bei Baltimore im US-Staat Maryland.

Bis Ende des Jahres werde es in den USA den weltweit ersten wirksamen Corona-Impfstoff geben, sagte Pence, der auch die Corona-Task-Force im Weißen Haus leitet. Zurzeit gebe es mehr als 800.000 Corona-Tests am Tag und eine zunehmende Zahl von Behandlungsmöglichkeiten fĂŒr Covid-19-Patienten.

Mit Bezug auf das Motto des dritten Tages der Parteiversammlung vom "Land der Helden" wĂŒrdigte Pence Ärzte, Krankenschwestern und alle anderen, die sich fĂŒr die BewĂ€ltigung der Pandemie einsetzten. Zu Beginn seiner Ansprache sagte Pence, dass die im Sommer geplante Hochzeit seiner Tochter Audrey wegen der Corona-Situation habe verschoben werden mĂŒssen.

Mike Pence: Er will neben Donald Trump eine zweite Amtszeit im Weißen Haus antreten.
Mike Pence: Er will neben Donald Trump eine zweite Amtszeit im Weißen Haus antreten. (Quelle: Andrew Harnik/ap-bilder)

Beraterin Conway preist Trumps Engagement fĂŒr Frauen

US-PrĂ€sidentenberaterin Kellyanne Conway hat das Engagement von Donald Trump fĂŒr die Förderung von Frauen in der Gesellschaft der USA gepriesen. "Über Jahrzehnte hat er Frauen in FĂŒhrungspositionen in der Wirtschaft und der Regierung befördert", sagte Conway am Mittwochabend (Ortszeit) beim Parteitag der Republikaner. "Er vertraut sich uns an und konsultiert uns, respektiert unsere Meinungen und besteht darauf, dass wir den MĂ€nnern gleichgestellt sind." Im Wahlkampf 2016 waren frĂŒhere frauenverachtende Äußerungen von Donald Trump aufgetaucht.

Bei der PrĂ€sidentenwahl 2016 hatte Conway als Wahlkampfmanagerin Trump zum Sieg verholfen. Nach dessen Amtsantritt wurde sie Beraterin des PrĂ€sidenten und eine seiner entschlossensten Verteidigerinnen. Große Bekanntheit im Ausland erlangte sie Anfang 2017, als sie versuchte, unwahre Behauptungen der Regierung zu "alternativen Fakten" zu erklĂ€ren. Einen Tag vor Beginn des Parteitags hatte sie am Sonntag ĂŒberraschend ihren RĂŒckzug aus dem Weißen Haus zum Monatsende angekĂŒndigt, um sich mehr um ihre vier Kinder zu kĂŒmmern.

Vor Conway hatte am Mittwoch bereits die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, das Bild eines mitfĂŒhlenden PrĂ€sidenten gezeichnet, der sich kĂŒmmert. Sie erzĂ€hlte, wie Trump sie noch vor ihrer Zeit als Sprecherin nach einer Brust-Operation angerufen habe, um sich nach ihrem Wohlergehen zu erkunden. "Die Entscheidung fĂŒr eine prĂ€ventive Mastektomie war die schwerste Entscheidung, die ich je treffen musste", sagte McEnany. "Aber PrĂ€sident Trump zu unterstĂŒtzen, der meine Tochter und die Zukunft unserer Kinder schĂŒtzen wird, war die einfachste."

Kellyanne Conway beim Parteitag der US-Republikaner: Die Beraterin des Weißen Hauses wirbt fĂŒr eine Wiederwahl von Donald Trump.
Kellyanne Conway beim Parteitag der US-Republikaner: Die Beraterin des Weißen Hauses wirbt fĂŒr eine Wiederwahl von Donald Trump. (Quelle: Susan Walsh/AP/dpa-bilder)

Lara Trump nennt Schwiegervater einen leidenschaftlichen Landesvater

Im Reigen der PrĂ€sidentenfamilie auf dem Parteitag der Republikaner hat Lara Trump ihren Schwiegervater als leidenschaftlichen Landesvater dargestellt. "Er ist ein KĂ€mpfer und wird niemals aufhören, fĂŒr Amerika zu kĂ€mpfen." In einer engagierten Ansprache erzĂ€hlte die 37-jĂ€hrige ehemalige Fernsehproduzentin, wie sie aus einfachen VerhĂ€ltnissen in North Carolina nach New York kam.

Nie hĂ€tte sie sich vorstellen können, einmal auf der ParteitagsbĂŒhne der Republikaner zu stehen, sagte die Frau von PrĂ€sidentensohn Eric Trump. Ihre Eltern hĂ€tten ihr aber beigebracht, dass sich mit harter Arbeit und Entschlossenheit alles in Amerika erreichen lasse. Als sie die Familie Trump kennengelernt habe, seien alle vorher angenommenen Urteile sofort verschwunden: "Sie waren warm und fĂŒrsorglich, sie waren harte Arbeiter und bodenstĂ€ndig."

Am 100. Jahrestag der EinfĂŒhrung des Frauenwahlrechts in den USA rĂŒhmte Lara Trump das Engagement des PrĂ€sidenten fĂŒr Frauen. Er habe viele Frauen in fĂŒhrende Positionen seiner Regierung gebracht und Hunderttausende von Frauen in Arbeit und aus Armut herausgefĂŒhrt. Lara Trump wandte sich direkt an den US-PrĂ€sidenten und dankte ihm - "dafĂŒr, dass du an mich glaubst". Lara Trump ist im Wahlkampfteam Trumps als Beraterin eingestellt worden.

Ex-Botschafter Grenell preist Trumps "America First"-Politik

Der frĂŒhere US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, hat beim Parteitag der Republikaner die "America First"-Politik von US-PrĂ€sident Donald Trump gepriesen. "America First ist einfach die Überzeugung, dass Politiker sich auf die Gleichheit und WĂŒrde eines jeden Amerikaners konzentrieren sollten", sagte Grenell. "Und dass diese Pflicht erfĂŒllt wird, indem man die Sicherheit und den Wohlstand des amerikanischen Volkes ĂŒber alles andere fördert. Das ist America First. Das ist die Trump-Doktrin."

Grenell sagte: "Als US-Botschafter in Deutschland hatte ich einen Sitz in der ersten Reihe in Donald Trumps America First Außenpolitik. Ich wĂŒnschte, jeder Amerikaner könnte sehen, wie PrĂ€sident Trump in ihrem Namen verhandelt." Er sei Zeuge geworden, wie Trump Bundeskanzlerin Angela Merkel "verzaubert" habe, wĂ€hrend er gleichzeitig darauf bestanden habe, dass Deutschland seinen Nato-Verpflichtungen bei Verteidigungsausgaben nachkommt.

"In vier Jahren hat Donald Trump keine neuen Kriege begonnen", sagte der ehemalige amtierende US-Geheimdienstkoordinator. Trump habe erkannt, dass die endlosen Kriege Amerikas eine "Katastrophe" seien. Er habe Soldaten nach Hause gebracht, das MilitĂ€r wieder aufgebaut und Friedensabkommen unterzeichnet, die Amerikaner sicherer machten. "Die Eliten in Washington wollen, dass Sie diese Art von Außenpolitik fĂŒr unmoralisch halten. Und deshalb nennen sie sie nationalistisch", sagte Grenell. Diese Eliten dĂ€chten, dass sie Trump damit beleidigen wĂŒrden. "Als ob der amerikanische PrĂ€sident die Außenpolitik nicht auf die nationalen Interessen Amerikas stĂŒtzen sollte."

BĂŒrgerrechtler: Trump hat mehr fĂŒr Schwarze getan als Biden

Der BĂŒrgerrechtler Clarence Henderson hat beim Parteitag der Republikaner das Engagement von US-PrĂ€sident Donald Trump fĂŒr Afroamerikaner gelobt. "Diese Errungenschaften zeigen, dass Donald Trump sich wirklich um das Leben der Schwarzen kĂŒmmert", sagte Henderson am Mittwochabend (Ortszeit) bei der weitgehend virtuellen Veranstaltung. "Er hat in vier Jahren mehr fĂŒr schwarze Amerikaner getan als Joe Biden in 50." Biden - der PrĂ€sidentschaftskandidat der Demokraten - habe die Unverfrorenheit gehabt zu sagen, wer nicht fĂŒr ihn stimme, sei nicht schwarz. "Dazu sage ich, wenn Sie fĂŒr Biden stimmen, dann kennen sie die Geschichte nicht."

Auch der frĂŒhere Football-Profi Jack Brewer nahm Trump gegen Rassismus-VorwĂŒrfe in Schutz. "Ich weiß, wie Rassismus aussieht", sagte Brewer, der der Gruppe "Schwarze Stimmen fĂŒr Trump" angehört. "In Amerika hat er keine Ähnlichkeit mit PrĂ€sident Trump. Und ich habe es satt, wie er in den Medien dargestellt wird, die sich weigern, anzuerkennen, was er tatsĂ€chlich fĂŒr die schwarze Gemeinschaft getan hat."

Trump wirbt unter anderem damit, dass die Arbeitslosenquote auch unter Afroamerikanern vor der Corona-Pandemie auf ein historisches Tief gesunken war. Außerdem hat er die Finanzierung von historisch schwarzen UniversitĂ€ten sichergestellt. Seine Justizreform fĂŒhrte zur Freilassung zahlreicher schwarzer HĂ€ftlinge.

US-Republikaner setzen Parteitag fort – VizeprĂ€sident Pence spricht

Gut zwei Monate vor der Wahl in den USA haben die Republikaner ihren Parteitag am Mittwochabend (Ortszeit) fortgesetzt. Als Hauptredner will am dritten Tag der Veranstaltung VizeprĂ€sident Mike Pence fĂŒr die Wiederwahl von US-PrĂ€sident Donald Trump werben. Pence (61) will bei seiner Ansprache im historischen Fort McHenry in Baltimore auch seine Nominierung als VizeprĂ€sident annehmen. Auf der Rednerliste stehen zudem die prominente Trump-Beraterin Kellyanne Conway, die zum Monatsende ihren Posten aufgibt, und der frĂŒhere US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell.

Wie schon in den vergangenen Tagen soll mit Lara Trump – der Ehefrau von PrĂ€sidentensohn Eric Trump – auch wieder jemand aus der Trump-Familie fĂŒr den Amtsinhaber werben. Außerdem stehen mehrere weitere Redner auf dem rund dreieinhalbstĂŒndigen Programm. Auch die langjĂ€hrige Beraterin und enge Vertraute von Trump, Kellyanne Conway, soll sprechen. Das Motto des dritten Tages lautet "Land der Helden".

Senatorin: Demokraten wollen Kontrolle durch Regierung ausbauen

US-Senatorin Marsha Blackburn hat den Demokraten vorgeworfen, im Falle ihres Wahlsiegs im November die Kontrolle der Regierung ĂŒber die US-BĂŒrger dramatisch ausweiten zu wollen. "Wenn es nach den Demokraten ginge, dann wĂŒrden sie Sie in ihrem Haus einsperren, bis Sie in allem von der Regierung abhĂ€ngig werden", sagte Blackburn am Mittwochabend (Ortszeit) beim Parteitag der Republikaner. "Das klingt fĂŒr mich sehr nach dem kommunistischen China." Blackburn schien sich auf Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie zu beziehen.

Die Senatorin sagte, Biden, seine Vize-Kandidatin Kamala Harris und ihre "radikalen VerbĂŒndeten" wollten amerikanische Helden in den SicherheitskrĂ€ften zerstören – "weil die Regierung uns kontrollieren kann, wenn es keine Helden gibt, die uns inspirieren". Der dritte Tag des Parteitags der Republikaner stand unter dem Motto "Land der Helden".

First Lady wirbt fĂŒr Wiederwahl Trumps – und spricht ĂŒber Corona

US-PrĂ€sidentengattin Melania Trump hat in einer Parteitags-Rede fĂŒr eine Wiederwahl ihres Mannes geworben – und ungewöhnlich offen ĂŒber die Auswirkungen der Corona-Krise auf die USA gesprochen. PrĂ€sident Donald Trump sei ein "authentischer Mensch, der dieses Land und seine Menschen liebt", sagte die First Lady am Dienstagabend (Ortszeit) in ihrer Ansprache im Rosengarten des Weißen Hauses. "Ich glaube daran, dass wir die FĂŒhrungsstĂ€rke meines Mannes jetzt mehr brauchen als je zuvor."

Zum Auftakt ihrer Rede ging Melania Trump auf die Corona-Krise ein. Seit MĂ€rz habe sich das Leben der Menschen in den USA "drastisch verĂ€ndert": "Der unsichtbare Feind Covid-19 ist ĂŒber unser schönes Land hinweggezogen und hat uns alle getroffen", sagte die 50-JĂ€hrige. "Mein tiefstes Beileid geht an alle, die einen geliebten Menschen verloren haben, und meine Gebete sind bei jenen, die krank sind und leiden."

Viele Menschen machten sich Sorgen und fĂŒhlten sich "hilflos", sagte die First Lady. "Ich will, dass ihr wisst: Ihr seid nicht allein." Zugleich beteuerte sie den Einsatz ihres Mannes im Kampf gegen die Pandemie: "Donald wird nicht ruhen, ehe er nicht alles ihm Mögliche getan hat, um sich um jeden zu kĂŒmmern, der von dieser furchtbaren Pandemie getroffen wurde."

Trump-Sohn Eric: Mein Vater bringt Amerikaner zum Mars

PrĂ€sidentensohn Eric Trump hat den Amerikanern in Aussicht gestellt, dass ihre Landsleute bald zum Mars fliegen werden – vorangetrieben vom amerikanischen Geist. Dieser habe "die Skyline von New York City erbaut, den Hoover-Staudamm errichtet und er wird – unter der FĂŒhrung meines Vaters – Amerikaner zum Mars entsenden", sagte Eric Trump beim Parteitag der Republikaner. Dieser amerikanische Geist werde auch "in 68 Tagen die leeren, repressiven und radikalen Ansichten der extremen Linken besiegen", sagte Trump weiter. Die Wahl am 3. November wĂ€re da allerdings noch 70 Tage entfernt, wie unter anderem ein Reporter des Senders CNN anmerkte.

Vor seinem Vater habe sich niemand fĂŒr die "stille Mehrheit" im Land eingesetzt, sagte Eric Trump. Politiker sowohl der Demokraten als auch der Republikaner vor Trump hĂ€tten sich "mehr darum gesorgt, wie sie von den Eliten in Paris empfangen werden als darĂŒber, wie Amerikaner fĂŒr ihre Familien in Pittsburgh sorgen werden". "Mein Vater wird fĂŒr euch kĂ€mpfen", sagte er.

"Ich liebe Dich sehr!", sagte Eric Trump an die Adresse seines Vaters. Damit richtete er als erster der bisher aufgetretenen Trump-Kinder auch persönliche Worte an den PrĂ€sidenten. "Dad, Lass uns Onkel Robert stolz machen." Donald Trumps jĂŒngerer Bruder Robert, den er als seinen besten Freund bezeichnete, starb vor rund zehn Tagen.

Vetternwirtschaft-VorwĂŒrfe gegen Biden bei Republikaner-Parteitag

Beim Parteitag der Republikaner sind VorwĂŒrfe der Vetternwirtschaft gegen den PrĂ€sidentschaftskandidaten der Demokraten, Ex-VizeprĂ€sident Joe Biden, erhoben worden. Die frĂŒhere Justizministerin Floridas, Pam Bondi, kritisierte am Dienstagabend, dass Bidens Sohn Hunter Biden im Aufsichtsrat des ukrainischen Gasunternehmens Burisma saß. "Obwohl er keine Erfahrung mit der Ukraine oder dem Energiesektor besaß, bekam er Millionen, um nichts zu tun", sagte Bondi. "Er hatte eine Qualifikation, die wichtig war: Er war der Sohn des Mannes, der dafĂŒr zustĂ€ndig war, US-Hilfe fĂŒr die Ukraine zu verteilen."

US-PrĂ€sident Trump wirft Biden vor, als VizeprĂ€sident in der Regierung von Barack Obama versucht zu haben, seinen Sohn vor der ukrainischen Justiz zu schĂŒtzen. Dazu wollte Trump Ermittlungen in der Ukraine erreichen. Der Konflikt brachte schließlich ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump ins Rollen, das im Februar mit einem Freispruch im Senat endete. Trumps Verteidiger argumentierten damals, Hunter Bidens Rolle im Aufsichtsrat von Burisma sei ein klarer Interessenskonflikt gewesen. Biden war damals federfĂŒhrend fĂŒr die US-Politik gegenĂŒber der Ukraine verantwortlich.

Joe Biden weist jedes Fehlverhalten zurĂŒck. Es ist nicht bekannt, wieviel Geld Hunter Biden fĂŒr seinen Posten bekam. Bondi warf Joe Biden am Dienstag ein "vorsĂ€tzliches Verhaltensmuster" vor. "Es gab zahlreiche Presseberichte, die gezeigt haben, dass andere enge Familienmitglieder von Joes 47-jĂ€hriger politischen Karriere profitiert haben." Belege dafĂŒr fĂŒhrte Bondi nicht an. Sie sagte auch nicht, um welche Familienmitglieder es sich gehandelt haben soll.

Minister: Biden ist "Gefangener der radikalen Linken"

Der Justizminister des US-Bundesstaats Kentucky, Daniel Cameron, hat dem demokratischen PrĂ€sidentschaftskandidaten Joe Biden als "Gefangenen der radikalen Linken" bezeichnet. "Sie glauben, dass Ihre Hautfarbe Ihre Politik diktieren muss", sagte der afroamerikanische Minister am Dienstagabend (Ortszeit) beim Parteitag der Republikaner. "Wenn Sie sich nicht anpassen, wĂ€hrend Sie Ihr von Gott gegebenes Recht ausĂŒben, frei zu sprechen und zu denken, werden sie Sie niedermachen."

Republikaner vertrauten dagegen darauf, dass die Menschen selber dĂ€chten und den amerikanischen Traum so verfolgten, wie sie es fĂŒr richtig hielten, sagte Cameron. Er kritisierte: "Joe Biden ist ein RĂŒckwĂ€rtsdenker in einer Welt, die sich nach einer zukunftsorientierten FĂŒhrung sehnt."

US-Senator: Biden wird "unser Blut und ReichtĂŒmer" vergießen

Die Republikaner haben bei ihrem Parteitag Donald Trumps demokratischen Herausforderer Joe Biden als Kriegstreiber dargestellt. Biden habe "durchweg mehr Kriege gefordert", sagte Senator Rand Paul bei seinem Auftritt. Biden habe fĂŒr den Krieg im Irak gestimmt und "Kriege in Serbien, Syrien, Libyen" unterstĂŒtzt. "Ich befĂŒrchte, Biden wird sich wieder fĂŒr Krieg entscheiden", sagte Paul. "Biden wird weiterhin unser Blut und unsere ReichtĂŒmer vergeuden. PrĂ€sident Trump wird unsere Helden nach Hause bringen."

Biden hatte 2002 tatsĂ€chlich mit der Mehrheit des US-Senats den Weg fĂŒr den Einsatz militĂ€rischer Kraft im Irak durch den damaligen republikanischen PrĂ€sidenten George W. Bush gestimmt, bezeichnete dies wenige Jahre spĂ€ter aber als Fehler.

Paul war vor vier Jahren auch ein republikanischer AnwĂ€rter auf die US-PrĂ€sidentschaft. In einer Debatte hatte er damals unter anderem davor gewarnt, Trump die Kontrolle ĂŒber die Atomwaffen anzuvertrauen.

US-Außenminister Pompeo greift auf Parteitag China an

In Missachtung einer langen Tradition hat sich US-Außenminister Mike Pompeo direkt in den Wahlkampf eingebracht und auf dem Parteitag der Republikaner fĂŒr die Wiederwahl von PrĂ€sident Donald Trump geworben. Die Umsetzung des Programms "America First" habe Trump zwar "nicht in jeder auslĂ€ndischen Hauptstadt populĂ€r gemacht", sagte Pompeo in der zuvor in Jerusalem aufgezeichneten und am Dienstag ausgestrahlten Ansprache. "Aber es hat funktioniert."

In China habe Trump "den Vorhang vor der rĂ€uberischen Aggression der Kommunistischen Partei Chinas" gelĂŒftet, sagte der US-Außenminister. Zur Corona-Pandemie sagte Pompeo: "Der PrĂ€sident hat China dafĂŒr zur Rechenschaft gezogen, dass es den China-Virus vertuscht hat und zugelassen hat, dass es Tod und wirtschaftliche Zerstörung in Amerika und in der Welt verbreitet." Unter der Regierung Trumps sei die Nato stĂ€rker geworden, erklĂ€rte Pompeo. Zu dem 2019 gekĂŒndigten INF-AbrĂŒstungsvertrag mit Moskau sagte er: "Amerika hat einen schĂ€dlichen Vertrag verlassen, damit unsere Nation nun Raketen bauen kann, um russische Aggression abzuschrecken."

Die Video-Ansprache Pompeos fĂŒr den Parteitag ist in der Demokratischen Partei auf scharfe Kritik gestoßen. Die Wahlkampfleitung von PrĂ€sidentschaftskandidat Joe Biden erklĂ€rte am Dienstag, der Beitrag des Außenministers zum Parteitag der Republikaner sei nicht nur ein Missbrauch von Steuermitteln, sondern untergrabe auch die wichtige Arbeit des Außenministeriums.

Trump-Tochter Tiffany: Medien und Tech-Konzerne manipulieren uns

PrĂ€sidententochter Tiffany Trump hat den US-BĂŒrgern beim Parteitag der Republikaner erklĂ€rt, dass sie von Medien und Technologie-Konzernen manipuliert werden. "Statt den Amerikanern das Recht einzurĂ€umen, unsere eigene Überzeugungen zu formen, hĂ€lt dieses System der Desinformation die Menschen geistig versklavt von den Ideen, die sie fĂŒr richtig halten", sagte Tiffany Trump am Dienstag. "Die Menschen mĂŒssen erkennen, dass unsere Gedanken, Meinungen und sogar die Entscheidung, fĂŒr wen wir abstimmen, von Medien und Tech-Giganten manipuliert und auf unsichtbare Weise aufgezwungen werden."

Ihrem Vater bescheinigte Tiffany Trump, dass er vom "amerikanischen Geist" angetrieben werde. "Mein Vater hat mich daran glauben lassen, dass Amerika wieder wahrhaft groß sein kann!" Über sich selbst sagte Tiffany Trump, dass die gerade ein Rechtsstudium abgeschlossen habe: "Ich kann mich in so viele von Euch hineinversetzen, die vielleicht gerade einen Job suchen."

Die 26-JĂ€hrige ist die jĂŒngste Tochter von Trump. Sie ist das einzige Kind ihrer Mutter, Marla Maples. Die US-Schauspielerin war von 1993 bis 1996 mit Trump verheiratet.

Kampagne gegen Abtreibung wirbt fĂŒr Wiederwahl Trumps

Eine fĂŒhrende Abtreibungsgegnerin in den USA hat auf dem Parteitag der Republikaner zur Wiederwahl von PrĂ€sident Donald Trump aufgerufen. "Er hat mehr fĂŒr die Ungeborenen getan als jeder andere PrĂ€sident", sagte eine ehemalige Klinikleiterin, Abby Johnson, am Dienstag. Bereits im ersten Jahr im Amt habe Trump eine Bestimmung seines VorgĂ€ngers Barack Obama und des damaligen VizeprĂ€sidenten Joe Biden aufgehoben, mit der eine staatliche Mitfinanzierung von Abtreibungen möglich gewesen sei.

"Diese Wahl ist die Wahl zwischen zwei radikalen Anti-Life-Aktivisten und dem entschiedensten Pro-Life-PrĂ€sidenten, den wir je hatten", sagte Johnson. Sie forderte die AnhĂ€nger der sich als Pro-Life-Bewegung bezeichnenden Anti-Abtreibungskampagne auf, von HaustĂŒr zu HaustĂŒr zu gehen und Nachbarn zur Wahl Trumps zu bewegen.

Kudlow warnt vor wirtschaftlichem Abschwung bei Trump-Niederlage

Der Wirtschaftsberater von US-PrĂ€sident Donald Trump, Larry Kudlow, hat beim Parteitag der Republikaner vor einem Abschwung der Wirtschaft im Fall eines Wahlsiegs der Demokraten gewarnt. "Unsere wirtschaftliche Wahl ist klar", sagte Kudlow am Dienstagabend (Ortszeit) mit Blick auf die Wahl im November. "Wollen Sie eine gesunde Wirtschaft, Wohlstand, Möglichkeiten und Optimismus? Oder wollen sie zu den dunklen Tagen von Stagnation, Rezession und Pessimismus zurĂŒckkehren?" Trump tritt bei der Wahl im November gegen den Herausforderer der Demokraten, Ex-VizeprĂ€sident Joe Biden, an.

Kudlow sagte, bis zur Corona-Pandemie sei die wirtschaftliche Entwicklung in den USA unter Trump ein "fulminanter Erfolg" gewesen. Die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie seien tragisch gewesen. Kudlow pries Trumps FĂŒhrung bei den BemĂŒhungen, "um das Covid-Virus erfolgreich zu bekĂ€mpfen". Inzwischen erhole sich die Wirtschaft wieder. Die Pandemie hat in den USA mehr als 178.000 Menschen das Leben gekostet und dauert weiter an. Millionen Amerikaner verloren ihre Arbeit. Die Wirtschaft wurde in eine schwere Krise gestĂŒrzt, die noch nicht beendet ist.

Antisemitische Verschwörungstheorie: Parteitags-Rednerin gestrichen

Nach der Weiterverbreitung antisemitischer Verschwörungstheorien auf Twitter ist eine Sprecherin beim Parteitag der US-Republikaner Medienberichten zufolge von der Rednerliste gestrichen worden. Der Sender CNN und die "Washington Post" berichteten, Mary Ann Mendoza werde am Dienstagabend (Ortszeit) nicht auftreten. Mendoza ist die Mutter eines getöteten Polizisten, der nach Angaben des Wahlkampfteams von US-PrĂ€sident Donald Trump von einem vorbestraften illegalen Migranten unter Alkoholeinfluss ĂŒberfahren wurde. Hier lesen Sie mehr.

Trump begnadigt Ex-HĂ€ftling vor Parteitagsauftritt

Unmittelbar vor einem geplanten Auftritt auf dem Parteitag der Republikaner ist ein ehemaliger HĂ€ftling von US-PrĂ€sident Donald Trump begnadigt worden. Das Leben von Jon Ponder sei "ein schönes Zeugnis fĂŒr die Kraft der Erlösung", sagte Trump vor der Unterzeichnung des Gnadenerlasses in einer Ansprache mit zahlreichen religiösen BezĂŒgen. Eine Video-Aufzeichnung der Zeremonie veröffentlichte das Weiße Haus am Dienstag. Mit der Begnadigung ist die volle Wiederherstellung der BĂŒrgerrechte verbunden, darunter auch das Wahlrecht.

An der Zeremonie nahm auch der ehemalige Bundespolizist Richard Beasley teil, der Ponder nach einem Bankraub im US-Staat Nevada im Jahr 2004 verhaftet hatte. Ponder grĂŒndete nach seiner Entlassung 2009 die Organisation Hope for Prisoners (Hoffnung fĂŒr Gefangene) mit Sitz in Las Vegas, die sich fĂŒr die gesellschaftliche Eingliederung von ExhĂ€ftlingen einsetzt. "Wir leben in einer Nation der zweiten Chancen", sagte Ponder wĂ€hrend der Zeremonie.

Sowohl Ponder als auch Beasley waren am Dienstag als Redner auf dem Parteitag der US-Republikaner angekĂŒndigt. Der zweite Tag der viertĂ€gigen Versammlung stand unter dem Motto "Land of Opportunity" (Land der Möglichkeiten).

Republikaner-Parteitag bleibt bei Einschaltquoten hinter Demokraten

Der Parteitag der Republikaner von US-PrĂ€sident Donald Trump ist am ersten Abend bei den TV-Einschaltquoten hinter dem Treffen der Demokraten in der vergangenen Woche zurĂŒckgeblieben. Die Republikaner hĂ€tten am Montagabend verteilt ĂŒber sechs Fernsehsender 15,84 Millionen Zuschauer vor die GerĂ€te gelockt, wie US-Medien am Dienstag (Ortszeit) unter Berufung auf die Firma Nielsen Media Research berichteten. Am ersten Abend des Parteitags der Demokraten exakt eine Woche zuvor waren es demnach 18,69 Millionen Zuschauer. Trump hatte die Einschaltquoten der Demokraten nach deren erstem Abend als "sehr schlecht" bezeichnet. Hier lesen Sie mehr.

Republikaner feiern waffenstarrendes Ehepaar McCloskey

WĂ€hrend im Juni ĂŒberall in den USA Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt auf die Straße gingen, bedrohten sie Demonstranten vor ihrem Haus mit Pistole und Sturmgewehr: Jetzt hat sich das Ehepaar McCloskey aus Missouri auf dem Parteitag der Republikaner fĂŒr eine Wiederwahl von Donald Trump ausgesprochen. "PrĂ€sident Trump wird das allen Amerikanern von Gott gegebene Recht, ihre HĂ€user und Familien zu verteidigen, beschĂŒtzen", sagte Mark McCloskey in einem virtuellen Auftritt am Montagabend (Ortszeit).

Weiter behauptete er, die oppositionellen Demokraten sĂ€hen den Schutz einfacher BĂŒrger nicht als Aufgabe der Regierung. Stattdessen wollten sie "Kriminelle vor ehrlichen BĂŒrgern schĂŒtzen". Patricia McCloskey behauptete, die Demokraten wollten alle VorstĂ€dte zunichte machen und den Sozialismus einfĂŒhren.


Bei einem Protestmarsch der "Black Lives Matter"-Bewegung in St. Louis hatten Demonstranten im Juni eine Privatstraße vor dem Haus der McCloskeys genutzt. Das Ehepaar stellte sich schĂŒtzend vor das Haus, er mit einer Maschinenpistole, sie mit einer Pistole. Bilder des Vorfalls lösten große Irritation aus. Demokraten und Aktivisten waren entsetzt, viele Republikaner wiederum sahen das Ehepaar als Helden, die das Recht auf Waffenbesitz hochhalten. Die örtliche Staatsanwaltschaft bereitete eine Anklage gegen das Ehepaar wegen bedrohlichem Waffeneinsatz in der Öffentlichkeit vor.

Trump und seine Republikaner schĂŒren Angst vor Biden-Sieg

Die Krönungsmesse fĂŒr Donald Trump hat begonnen. Gegen die Demokraten fahren er und seine Republikaner scharfe rhetorische GeschĂŒtze auf – die oft unwahr sind. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Trump-Sohn hĂ€lt "Beijing Biden" fĂŒr Chinas Wunschkandidaten

Der Sohn von US-PrĂ€sident Donald Trump hĂ€lt den demokratischen PrĂ€sidentschaftskandidaten Joe Biden fĂŒr den Wunschkandidaten der chinesischen kommunistischen Partei. "Sie wissen, dass er uns wirtschaftlich und auf der WeltbĂŒhne schwĂ€chen möchte", sagte Donald Trump Jr. am Montagabend (Ortszeit) beim Parteitag der Republikaner, bei dem sein Vater als Kandidat fĂŒr die Wahl im November nominiert wurde. Biden sei so schwach, dass die Geheimdienste davon ausgingen, dass die kommunistische Partei Chinas ihn bevorzuge. Donald Trump Jr. verspottete den Herausforderer seines Vaters als "Beijing Biden".

Donald Trump Jr. warf Biden linksradikale Politik vor, die die wirtschaftliche Erholung in der Corona-Krise stoppen wĂŒrde. Biden spreche bereits von einem erneuten Shutdown – "Es ist Wahnsinn". Mit Blick auf das Versprechen seines Vaters, den "Sumpf" in der US-Hauptstadt Washington auszutrocknen, sagte Donald Trump Jr.: "Joe Biden ist im Grunde das Loch-Ness-Monster des Sumpfes. Seit einem halben Jahrhundert lauert er da drin. Ab und zu steckt er seinen Kopf hoch, um fĂŒr das PrĂ€sidentenamt zu kandidieren, dann verschwindet er und tut nicht viel dazwischen."

Donald Trump Jr. rief mit Blick auf die Demokraten dazu auf, "die Radikalen abzulehnen, die uns in die Dunkelheit ziehen wollen", und Trump zu unterstĂŒtzen, der fĂŒr eine strahlende Zukunft fĂŒr alle stehe. "Es beginnt mit der Wiederwahl von Donald J. Trump zum PrĂ€sidenten der Vereinigten Staaten."

Ex-UN-Botschafterin Haley lobt Trumps Außenpolitik

Die ehemalige amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley ist auf dem Parteitag der Republikaner aufgetreten, um WĂ€hler von der außenpolitischen Kompetenz von Amtsinhaber Donald Trump zu ĂŒberzeugen. Er habe eine harte Position gegenĂŒber China eingenommen und er habe die Terrormiliz IS besiegt, sagte Haley am Montagabend (Ortszeit). "Und er sagt der Welt, was sie hören muss."

Trumps demokratischer Gegenkandidat Joe Biden habe dagegen aus seiner Zeit als Vize von PrĂ€sident Barack Obama außenpolitisch "SchwĂ€che und Versagen" vorzuweisen, sagte Haley. "Joe Biden ist gut fĂŒr den Iran, ISIS (Terrormiliz Islamischer Staat), und er ist großartig fĂŒr das kommunistische China."

Auch mit den Vereinten Nationen ging sie hart ins Gericht: "Das ist ein Ort, an dem Diktatoren, Mörder und Diebe Amerika verurteilen, und dann die Hand ausstrecken und verlangen, dass wir ihre Rechnungen bezahlen." Trump habe dem aber ein Ende gesetzt. "Amerika ist kein rassistisches Land", sagte Haley, die Tochter indischer Einwanderer ist. Ihre Familie habe zwar auch "Diskriminierung und Entbehrungen" erfahren. Aber ihre Eltern hĂ€tten sich nicht in "Groll und Hass" gestĂŒrzt.

Republikaner Scott: Biden will Sozialismus und "Kulturrevolution"

Der republikanische Senator Tim Scott hat dem demokratischen PrĂ€sidentschaftskandidaten Joe Biden vorgeworfen, aus den Vereinigten Staaten eine "sozialistische Utopie" machen zu wollen. Er und seine Kandidatin fĂŒr die VizeprĂ€sidentschaft, Kamala Harris, wollten eine "Kulturrevolution", warnte Scott am Montagabend (Ortszeit) auf dem Parteitag der Republikaner.

Der Kurs der Demokraten werde zu "Schmerz und Leid" fĂŒhren, insbesondere fĂŒr hart arbeitende Amerikaner, sagte Scott. Eine Wiederwahl von US-PrĂ€sident Donald Trump im November hingegen stelle die Fortsetzung des amerikanischen Traums sicher, sagte er.

Scott ist der einzige schwarze Senator der Republikaner. Er kritisierte Biden fĂŒr frĂŒhere Aussagen, dass nur schwarz sei, wer auch fĂŒr die Demokraten stimme. Zudem warf er Biden vor, 1994 als Senator ein Gesetz unterstĂŒtzt zu haben, das "Millionen schwarze Amerikaner hinter Gitter brachte". Biden erfreut sich bei Schwarzen Umfragen zufolge aber deutlich grĂ¶ĂŸerer Beliebtheit als Trump.

Republikaner-Parteitag preist Trumps Corona-Krisenmanagement

Der Parteitag der Republikaner hat das Krisenmanagement von US-PrĂ€sident Donald Trump wĂ€hrend der Corona-Pandemie gepriesen. In einem am Montagabend (Ortszeit) eingespielten Video hieß es: "Ein AnfĂŒhrer ergriff entschiedene Maßnahmen, um Leben zu retten – PrĂ€sident Donald Trump." In dem Video wurden mehrere Politiker der Demokraten aus den AnfĂ€ngen der Pandemie zitiert, die damals den Ernst der Lage nicht richtig einschĂ€tzten. Verharmlosende Aussagen Trumps – der im Laufe der Pandemie mehrfach sagte, das Virus werde wieder verschwinden – fanden keine ErwĂ€hnung.

In dem Video hieß es: "Wir werden stĂ€rker und grĂ¶ĂŸer (aus der Krise) hervorgehen." In Umfragen ist eine Mehrheit der Amerikaner seit langem unzufrieden mit Trumps Krisenmanagement. Die Pandemie hat in den USA mehr als 175.000 Menschen das Leben gekostet. Trumps demokratischer Herausforderer bei der Wahl im November, Ex-VizeprĂ€sident Joe Biden, wirft dem Amtsinhaber vor, beim Schutz der Amerikaner versagt zu haben.

Trump-AnhÀnger in Charlotte: Der Parteitag der Republikaner hat begonnen.
Trump-AnhÀnger in Charlotte: Der Parteitag der Republikaner hat begonnen. (Quelle: Evan Vucci/AP/dpa)

Republikaner werben mit Befreiung von Geiseln fĂŒr Trump

Der Parteitag der Republikaner hat mit der Befreiung von im Ausland inhaftierten US-StaatsbĂŒrgern durch die Regierung fĂŒr die Wiederwahl von US-PrĂ€sident Donald Trump geworben. "UnrechtmĂ€ĂŸig von auslĂ€ndischen Regierungen festgehaltene Amerikaner wurden geschlagen, misshandelt, ausgehungert und dem Tod ĂŒberlassen, bis PrĂ€sident Donald Trump eingriff", hieß es in einem eingespielten Video, in dem befreite Amerikanern gezeigt wurde, die etwa im Iran, in Syrien oder in der TĂŒrkei festgehalten worden waren.

"Unter dieser Regierung hat sich Amerika nicht von unseren Menschen abgewandt und wird das auch nicht tun", hieß es in dem Video weiter. "PrĂ€sident Trump lieferte einen Funken der Hoffnung, indem er unsere Geiseln nach Hause brachte." Trump wurde in dem Video bei einem Treffen mit sechs frĂŒheren Gefangenen gezeigt, bei dem der PrĂ€sident sich deren Freilassung als Verdienst anrechnete. Auch andere PrĂ€sidenten vor Trump hatten wĂ€hrend ihrer Amtszeit Geiseln zurĂŒckgeholt.

Parteivorsitzende zur Wahl Trumps: Das Beste liegt noch vor uns

Mit einer zweiten Amtszeit von US-PrĂ€sident Donald Trump wird nach Ansicht der republikanischen Parteivorsitzenden, Ronna McDaniel, ein neues Kapitel in der "großartigen Geschichte Amerikas" beginnen. "Das Beste liegt noch vor uns", sagte sie am Montagabend (Ortszeit) beim Parteitag der Republikaner.

"The Best Is Yet to Come" gehörte zu den grĂ¶ĂŸten und populĂ€rsten Hits des US-amerikanischen SĂ€ngers und Entertainers Frank Sinatra (1915 - 1998).

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Abgeordneter: Trump als erster PrÀsident seit Reagan ohne neuen Krieg

Der republikanische Kongressabgeordnete Matt Gaetz hat dem demokratischen PrĂ€sidentschaftskandidaten Joe Biden die UnterstĂŒtzung frĂŒherer US-MilitĂ€reinsĂ€tze vorgeworfen. Donald Trump sei dagegen der erste US-PrĂ€sident seit Ronald Reagan, der die USA nicht in einen neuen Krieg gefĂŒhrt habe, sagte Gaetz am Montagabend (Ortszeit) bei dem weitgehend virtuellen Parteitag der Republikaner. "PrĂ€sident Trump weiß, dass wir am stĂ€rksten sind, wenn wir am hĂ€rtesten kĂ€mpfen – nicht in fernen WĂŒsten, sondern fĂŒr unsere Mit-Amerikaner."

Gaetz sagte: "Wir mĂŒssen fĂŒr die Rettung Amerikas kĂ€mpfen, oder wir könnten es fĂŒr immer verlieren." Er warf Bidens Demokraten vor, den Amerikanern ihre Waffen nehmen und zugleich die GefĂ€ngnisse leeren zu wollen. "Und die Polizei kommt nicht, wenn Sie sie rufen." Die Republikaner werfen den Demokraten vor, der Polizei die Finanzierung entziehen zu wollen, was kein Wahlziel Bidens ist.

Republikaner-Parteitag nach Trump-Nominierung mit Reden fortgesetzt

Nach der Nominierung von US-PrĂ€sident Donald Trump als Kandidat fĂŒr die Wahl im November haben die Republikaner ihren Parteitag mit RedebeitrĂ€gen fortgesetzt. Am Montagabend (Ortszeit) wollten unter anderem PrĂ€sidentensohn Donald Trump Jr., der einzige schwarze Senator der Republikaner, Tim Scott, und die frĂŒhere US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, fĂŒr die Wahl des Amtsinhabers am 3. November werben.

Zum Auftakt des Parteitags hatten die Delegierten am Montag in Charlotte (North Carolina) Trump einstimmig als ihren Kandidaten nominiert. Er tritt damit gegen den demokratischen Herausforderer Joe Biden an. Der weitgehend virtuelle Parteitags der Republikaner dauert noch bis Donnerstag. Zum Abschluss will Trump die Nominierung mit einer Rede im Weißen Haus offiziell annehmen.

US-Bundesrichter: Trumps Klage auf Änderungen beim Briefwahlverfahren in Pennsylvania ausgesetzt

Ein US-Bundesrichter des Bundesstaates Pennsylvania hat das Ruhen des Verfahrens im Streit um ein Verbot von Wahlurnen und Änderungen am Briefwahlverfahren angeordnet. Die vom Wahlkampfteam von US-PrĂ€sident Donald Trump eingereichte Klage werde nicht voranschreiten, bis Ă€hnliche Verfahren vor staatlichen Gerichten abgeschlossen sind, sagte J. Nicholas Ranjan, US-Bezirksrichter fĂŒr West-Pennsylvania am Sonntag. Die Klage beziehe sich auf staatliche Gesetze und er werde sie daher vorerst an die staatlichen Gerichte verweisen.

Nach Kritik: US-Postchef sichert pĂŒnktliche Briefwahl zu

Der umstrittene Chef der US-Post, Louis DeJoy, hat im Streit ĂŒber die Briefwahl in den USA einen "sicheren und pĂŒnktlichen" Transport der Stimmzettel zugesichert. Sein Dienst werde wie zur Kongresswahl 2018 95 Prozent der entsprechenden Unterlagen innerhalb von drei Tagen zustellen, sagte DeJoy am Freitag vor einem Ausschuss des Senats in Washington. Die Briefmenge bei einer Wahl bleibe ohnehin hinter Großereignissen wie Muttertag oder Weihnachten zurĂŒck, die die US-Post gut bewĂ€ltige. Allerdings erwĂ€ge er fĂŒr die Zeit nach der Wahl "dramatische Änderungen, um den Service zu verbessern", sagte DeJoy.

Am Montag sollte der Postmaster auch vor dem ReprĂ€sentantenhaus aussagen. Die Kongress-Kammer will sich zuvor am Samstag mit einem Gesetzentwurf beschĂ€ftigen, der KĂŒrzungen verhindern soll. DeJoy hatte in der vergangenen Woche seine ReformplĂ€ne auf Eis gelegt. Demokraten hatten sich besorgt gezeigt, dass diese den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump bei der Wahl im November begĂŒnstigen könnten. DeJoy hatte vor seiner Ernennung den PrĂ€sidenten und dessen Partei mit Millionenspenden unterstĂŒtzt. Trump selbst hat wiederholt vor FĂ€lschungen bei der Briefwahl gewarnt, ohne jedoch Belege zu prĂ€sentieren. Experten haben erklĂ€rt, die Briefwahl in den USA sei so sicher wie andere Wege der Stimmabgabe.

Gysi und Trittin begrĂŒĂŸen Biden-Nominierung

Gregor Gysi, außenpolitischer Sprecher der Linkspartei, und GrĂŒnen-Politiker JĂŒrgen Trittin haben die Nominierung von Joe Biden zum demokratischen PrĂ€sidentschaftskandidaten positiv kommentiert und sehen in dem 77-JĂ€hrigen eine Alternative zum Amtsinhaber Donald Trump.

"Joe Biden hat die sozialen, ökonomischen und ökologischen Probleme der USA auf einen Namen gebracht: Trump. Die Demokraten haben mit diesem Parteitag die Reihen hinter Biden geschlossen und in den Angriffsmodus geschaltet", erklĂ€rte Gysi t-online.de. Bidens LösungsansĂ€tze mit etwas mehr Steuergerechtigkeit, öffentlichen Billioneninvestitionen in Klima- und Gesundheitsschutz und klarem Bekenntnis gegen Rassismus wĂŒrden dabei an Obamas Politik anknĂŒpfen und die USA nach Trump ein StĂŒck in die Mitte rĂŒcken. "Bernie Sanders UnterstĂŒtzung fĂŒr Biden macht deutlich, wie notwendig dies nach vier Jahren Trump ist. Auch wenn wenig zur Außenpolitik von Biden gesagt wurde, weil dieses Thema im Wahlkampf in den USA regelmĂ€ĂŸig eine untergeordnete Rolle spielt, kann wenigstens gehofft werden, dass eine Normalisierung in Bezug auf China, Russland, Europa eintritt", sagte Gysi. "Auf jeden Fall scheint Biden klar zu sein, dass die USA ihre Krise nicht mit nationalem Egoismus ĂŒberwinden können."

Trittin: "Die Alternative zu Trump liegt auf dem Tisch"

Auch JĂŒrgen Trittin begrĂŒĂŸt die Nominierung Bidens. "Mit dem Abschluss des Parteitages und der Rede von Joe Biden liegt die Alternative zu Trump auf dem Tisch. Wo dieser spaltet und polarisiert, will Biden das Land zusammenfĂŒhren. MitgefĂŒhl und CharakterstĂ€rke werden zum Wahlkampfthema", sagte der GrĂŒnen-Politiker t-online.de. "Biden tritt als oberster KĂŒmmerer der Nation auf. Er hat den Mut, die Probleme offen anzusprechen, und spricht ĂŒber die vier Krisen der USA – Corona, Rezession, Rassismus und Klimakrise. Sie mĂŒssen angegangen und nicht verdrĂ€ngt werden. 'No miracle is coming', da kommt kein Wunder." Die WĂ€hler selbst mĂŒssten dafĂŒr aktiv werden und eine neue Mehrheit fĂŒr Trump verhindern. "Mit diesem Erwartungsmanagement prĂ€sentiert sich Joe Biden nicht als Heilsbringer, sondern als Angebot, es besser zu machen", meinte Trittin. "Das gilt auch international. Wenn er gewĂ€hlt wird, verschwinden weder die globalen Herausforderungen, noch die transatlantischen Interessenskonflikte. Aber die Chancen steigen, dass man Krisen wie Corona, Klima und die Rezession wieder global und gemeinsam angeht."

Finale des Demokraten-Parteitags – Bidens Nominierungsrede

Zum Abschluss des Parteitags der US-Demokraten hat Joe Biden die Nominierung als PrĂ€sidentschaftskandidat angenommen. Damit ist der 77-JĂ€hrige offiziell der Herausforderer des republikanischen Amtsinhabers Donald Trump (74) bei der Wahl am 3. November. "Mit großer Ehre und Demut nehme ich diese Nominierung fĂŒr das Amt des PrĂ€sidenten der Vereinigten Staaten von Amerika an", sagte Biden am Donnerstagabend (Ortszeit) in der bislang wichtigsten Rede seiner jahrzehntelangen politischen Karriere.

Biden versprach, der PrĂ€sident aller Amerikaner zu sein, nicht nur jener, die ihn wĂ€hlen. "Vereint können und werden wir die Zeit der Dunkelheit in Amerika ĂŒberwinden", sagte er. Der Ex-VizeprĂ€sident trat in seinem Wohnort Wilmington (Delaware) auf. Der Parteitag fand wegen der Corona-Pandemie in stark komprimierter Form und weitgehend virtuell statt. "Zu viel Wut, zu viel Angst, zu viel Spaltung. Hier und jetzt gebe ich Ihnen mein Wort: Wenn Sie mir die PrĂ€sidentschaft anvertrauen, werde ich auf die Besten von uns zurĂŒckgreifen, nicht auf die Schlechtesten. Ich werde ein VerbĂŒndeter des Lichts sein, nicht der Dunkelheit. Es ist Zeit fĂŒr uns Menschen zusammenzukommen", so Biden. Hier lesen Sie mehr zur Rede.

Zuvor wurde er in einem emotionalen Video von seinen Kindern Ashley und Hunter Biden angekĂŒndigt. "Er ist ein großartiger Vater – und wir glauben, er wird auch ein großartiger PrĂ€sident sein", sagten sie. Hier lesen Sie mehr ĂŒber den Kandidaten der Demokraten.

Trump wettert gegen Biden: Leere Versprechen

WÀhrend der Nominierungsrede von Joe Biden hat US-PrÀsident Donald Trump seinen Herausforderer auf Twitter attackiert. "In 47 Jahren hat Joe keines von den Dingen getan, von denen er jetzt spricht", schrieb Trump. Hier lesen Sie mehr.

Zuvor hatte Trump auf Twitter auch auf die Kritik des frĂŒheren demokratischen PrĂ€sidentschaftskandidaten Michael Bloomberg reagiert. "Nach der schlechtesten Debattenleistung in der Geschichte der Politik, versucht Michael Bloomberg, allgemein bekannt als 'Mini Mike', ein Comeback zu feiern, indem er die Demokraten um Relevanz bittet. Sie behandelten ihn wie einen Hund – und werden es immer tun. Vor der Politik sagte er großartige Dinge ĂŒber mich!", schrieb Trump. Der MultimilliardĂ€r Bloomberg hatte beim Parteitag der Demokraten unter anderem Trumps Wirtschaftspolitik kritisiert.

13-jĂ€hriger Stotterer: Ohne Joe Biden wĂŒrde ich heute nicht sprechen

"Ohne Joe Biden wĂŒrde ich heute nicht zu Euch sprechen": Beim Parteitag der US-Demokraten hat der 13-jĂ€hrige Brayden Harrington den PrĂ€sidentschaftskandidaten Joe Biden als KĂŒmmerer gelobt. Er habe Biden vor ein paar Monaten in New Hampshire getroffen, sagte er in einer am Donnerstagabend (Ortszeit) ausgestrahlten Videobotschaft. "Er sagte mir, dass wir Mitglieder des gleichen Clubs seien: Wir stottern." Biden habe ihm gezeigt, wie er selbst seine Reden markiere, damit es einfacher sei, sie laut zu sprechen.

"Ich bin ein ganz normaler Junge und Joe Biden hat mich innerhalb kĂŒrzester Zeit in Bezug auf etwas, das mich mein ganzes Leben lang gestört hat, sicherer gemacht", sagte Brayden. Joe Biden habe sich gekĂŒmmert. "Stellt Euch vor, was er fĂŒr alle von uns tun könnte." In einem spĂ€ter eingespielten Film bei dem virtuellen Parteitag beschrieb Biden selbst, wie er als Kind daran gearbeitet habe, sein Stottern zu ĂŒberwinden.

Mehr als 70 ehemalige republikanische Sicherheitsbeamte sichern Biden UnterstĂŒtzung zu

Mehr als 70 ehemalige republikanische nationale Sicherheitsbeamte, darunter einige ehemalige Mitglieder der Trump-Regierung, haben einen offenen Brief unterschrieben, in dem sie Joe Biden bei der US-Wahl UnterstĂŒtzung zusichern. Zudem ĂŒben sie in dem Schreiben scharfe Kritik an der Politik von US-PrĂ€sident Donald Trump.

"Wir sind zutiefst besorgt ĂŒber die Entwicklungen in unserer Nation unter der FĂŒhrung von Donald Trump", hieß es in dem Schreiben. "Durch seine Handlungen und seine Rhetorik hat Trump gezeigt, dass ihm der Charakter und die Kompetenz fehlen, um diese Nation zu fĂŒhren, und dass er sich auf korruptes Verhalten eingelassen hat, das ihn unfĂ€hig macht, als PrĂ€sident zu dienen." Donald Trump habe das Vertrauen von Millionen von WĂ€hlern verspielt. Er sei "gefĂ€hrlich" und "unfĂ€hig" zu einer weiteren Amtszeit.

"Im Gegensatz dazu glauben wir, dass Joe Biden den Charakter, die Erfahrung und das richtige Temperament hat, um unser Land zu fĂŒhren", heißt es weiter. Den Brief unterzeichnet haben unter anderem der frĂŒhere FBI-Direktor William Webster und Chuck Hagel, der ehemalige Verteidigungsminister unter Ex-PrĂ€sident Barack Obama.

Demokrat Bloomberg verurteilt Trumps Wirtschaftspolitik

Der frĂŒhere demokratische PrĂ€sidentschaftskandidat Michael Bloomberg hat US-PrĂ€sident Donald Trumps Wirtschaftspolitik scharf kritisiert. Beim Parteitag der Demokraten sagte der MultimilliardĂ€r, Trumps verfehlte Wirtschaftspolitik sei eine massive Steuersenkung fĂŒr Vermögende wie ihn gewesen, die gar kein zusĂ€tzliches Geld gebraucht hĂ€tten. Alle anderen Amerikaner habe Trump schlicht belogen, sagte der frĂŒhere BĂŒrgermeister von New York.

Die Amerikaner sollten bei der Wahl im November nicht in erster Linie ĂŒber Trumps Charakter abstimmen, sondern ĂŒber dessen Leistung als PrĂ€sident, forderte Bloomberg. "Ich bitte Sie, nicht gegen Donald Trump zu stimmen, weil er ein schlechter Mensch ist. Ich drĂ€nge Sie, gegen ihn zu stimmen, weil er einen schlechten Job gemacht hat", sagte der Demokrat. Mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie sagte Bloomberg, Trumps "leichtsinnige Entscheidungen" brĂ€chten Amerika in Gefahr. Damit dĂŒrfe Trump nicht davonkommen, mahnte er.

Bloomberg sagte am Donnerstag, Biden habe bereits als VizeprĂ€sident nach der Finanzkrise 2008-2009 bewiesen, dass er das Zeug habe, das Land aus einer Krise zu fĂŒhren. Biden werde Trumps Steuersenkung fĂŒr Vermögende wieder rĂŒckgĂ€ngig machen und mit den zusĂ€tzlichen Mitteln nach der Pandemie den Wiederaufbau des Landes ankurbeln, sagte Bloomberg. Trumps Amtszeit sei ein "trauriges Kapitel" der US-Geschichte, das nun beendet werden mĂŒsse, forderte Bloomberg.

Ex-Konkurrenten stellen sich hinter Biden

Beim Parteitag der US-Demokraten haben sich zahlreiche frĂŒhere Konkurrenten um die PrĂ€sidentschaftskandidatur hinter den designierten Kandidaten Joe Biden gestellt. Die Senatoren Bernie Sanders, Elizabeth Warren, Cory Booker und Amy Klobuchar riefen zur Wahl von Biden auf. Auch der frĂŒhere BĂŒrgermeister von South Bend, Pete Buttigieg, der Ex-Kongressabgeordnete Beto O'Rourke, der Technologie-Unternehmer Andrew Yang und der MilliardĂ€r und frĂŒhere New Yorker BĂŒrgermeister Michael Bloomberg warben fĂŒr Biden.

US-Komikerin Sarah Cooper: Trump will nicht, dass wir wÀhlen

Sie bewegt ihre Lippen synchron zu den Worten von US-PrĂ€sident Donald Trump und ist in den USA mit ihren Kurzvideos in sozialen Medien zum Star geworden: Sarah Cooper (43). Beim Parteitag der US-Demokraten imitierte die Komikerin Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) auf ein Neues und ließ es auf gewohnte Weise so aussehen, als kĂ€men seine Worte aus ihrem Mund: drastische Warnungen vor der Briefwahl. "Wo landen diese Stimmzettel? Wer bekommt sie? Wer bekommt sie nicht?", waren Trumps Worte bei einem Auftritt am 23. Juni in Phoenix (Arizona). "Werden sie von Gruppen innerhalb unserer Nation gefĂ€lscht werden? Werden sie vielleicht millionenfach von auslĂ€ndischen MĂ€chten gefĂ€lscht werden?"

Mit ihrer eigenen Stimme, die man in ihren Videos normalerweise nicht hört, sagte Cooper anschließend, sie habe Trump schon viele Male einige sehr verstörende Dinge sagen hören. "Aber nichts ist gefĂ€hrlicher fĂŒr unsere Demokratie als seine Attacken auf die Briefwahl - wĂ€hrend einer Pandemie!", sagte Cooper. "Die Wahrheit ist: Donald Trump will, dass niemand von uns wĂ€hlt. Weil er nicht fair und ehrlich gewinnen kann."

Coopers Videos funktionieren nach einem Schema: Sie trĂ€gt als "Trump" einen Hosenanzug und imitiert ihn mit ĂŒbertriebener Mimik und Gestik - die Worte sind aber die des PrĂ€sidenten.

Demokraten-Parteitag: Mit Lachern gegen Trump

Nach der schonungslosen Kritik an PrĂ€sident Donald Trump beim Parteitag der US-Demokraten schlug am vierten Abend am Donnerstag die Stunde der Witze. Schauspielerin Julia Louis-Dreyfus ("Seinfeld" und "Veep") setzte unter anderem auf Scherze ĂŒber den Amtsinhaber, um die SMS-Info-Nummer des Wahlkampfteams seines Herausforderers Joe Biden in die Köpfe zu bringen. "30330 – das wĂ€re das Golf-Handicap von Donald Trump, wenn er nicht schummeln wĂŒrde", war einer davon.

Auch ein Seitenhieb gegen Facebook – ein wichtiges Medium fĂŒr Trump – blieb nicht aus. "Wenn wir alle wĂ€hlen, gibt es nichts, was Facebook, Fox News und Wladimir Putin tun können, um uns zu stoppen", sagte Louis-Dreyfus, die den letzten Tag des weitgehend virtuellen Parteitags moderierte. Sie erinnerte sich, wie Biden ihr zum Titelfoto im Bordmagazin der amerikanischen Bahngesellschaft Amtrak gratulierte. "Joe Biden kann nicht nur lesen, sondern er liest auch alles", stellte sie fest – ein Seitenhieb gegen Amtsinhaber Trump, ĂŒber den kolportiert wird, lesefaul zu sein.

Und beim Thema Glauben folgte die nĂ€chste Spitze gegen Trump: "Joe Biden geht so regelmĂ€ĂŸig in die Kirche, dass er sogar ohne TrĂ€nengas und Bundestruppen dort hinkommt." Bei den Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus hatten SicherheitskrĂ€fte des Bundes Demonstranten aus einem Park vor dem Weißen Haus gedrĂ€ngt, bevor Trump zur einer nahe gelegenen Kirche ging, vor der er sich mit einer Bibel in der Hand fotografieren ließ.

Trump greift Biden und "wahnsinnige" Demokraten an

US-PrĂ€sident Donald Trump hat seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden bei einem Wahlkampfauftritt heftig angegriffen. Die Demokraten wĂŒrden bei einem Wahlsieg im November die Wirtschaft ruinieren, die Polizei abschaffen und das Land in Anarchie stĂŒrzen, warnte Trump am Donnerstag (Ortszeit) vor AnhĂ€ngern im Ort Old Forge im Bundesstaat Pennsylvania. Sie seien "komplett wahnsinnig", behauptete er. Trump wiederholte auch seine Warnung, dass die Demokraten die Steuern drastisch erhöhen wĂŒrden. "Es geht bei dieser Wahl um das Überleben der Nation", sagte Trump. Hier lesen Sie mehr.

Trump muss Steuerdokumente herausgeben

US-PrĂ€sident Donald Trump hat im Streit ĂŒber die Herausgabe seiner Steuerunterlagen erneut eine Niederlage kassiert. Richter Victor Marrero wies am Donnerstag eine Klage Trumps zurĂŒck, mit der dieser die Übergabe von Steuerdokumenten verhindern wollte. Trumps Anwalt Jay Sekulow kĂŒndigte Berufung an und beantragte, dass die Unterlagen solange nicht ĂŒbergeben werden mĂŒssen. Beobachter halten es fĂŒr unwahrscheinlich, dass die Dokumente vor der Wahl im November bekannt werden.

Der Staatsanwalt von Manhattan, Cyrus Vance, ermittelt unter anderem wegen Versicherungs- und Bankbetrugs gegen Trumps Familienunternehmen, die Trump Organization. In diesem Zusammenhang forderte er die Herausgabe von acht Jahren an Steuerunterlagen. Ein Sprecher von Vance lehnte ein Stellungnahme ab.

In den USA ist es ĂŒblich, dass der PrĂ€sident der Öffentlichkeit Einblick in seine Finanzen gewĂ€hrt und seine SteuererklĂ€rung veröffentlicht. Trump, der sich im November zur Wiederwahl stellt, brach mit dieser Tradition. Er war bis vor den Obersten Gerichtshof der USA gezogen, um die Dokumente weiter unter Verschluss zu halten. Der Supreme Court urteilte im Juli, dass Trump von Vance angeforderte Unterlagen herausgeben muss. Doch das Ende des Rechtsstreit war dies nicht, da sich Trump unter anderem gegen den Umfang der zu ĂŒbergebenden Unterlagen gerichtlich wehren kann. So landete der Fall erneut vor dem New Yorker Gericht.

FrĂŒherer Trump-Berater Steve Bannon festgenommen

Der frĂŒhere Trump-Berater Steve Bannon ist am Donnerstag nach einer Betrugsanklage in New York festgenommen worden. Die New Yorker Staatsanwaltschaft wirft ihm und drei weiteren Personen vor, Geld aus einer Online-Spendenaktion fĂŒr den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko unrechtmĂ€ĂŸig verwendet zu haben. Die Kampagne unter dem Namen "We Build the Wall" (Wir bauen die Mauer) habe mehr als 25 Millionen Dollar von "hunderttausenden" Spendern bekommen.

Bannon gehört zu den einflussreichsten Stimmen im ultra-konservativen Lager der US-Politik. Er war eine Zeit lang Chefstratege und Wahlkampfchef von US-PrÀsident Donald Trump. Dem Nachrichtensender CNN zufolge gab es von Bannons Anwalt zunÀchst keine Reaktion auf die Anklage.

Vize-Kandidatin Harris wirbt mit Botschaft der Einheit fĂŒr Biden

Die Vize-Kandidatin der US-Demokraten bei der PrĂ€sidentschaftswahl, Kamala Harris, hat mit einer Botschaft der Hoffnung und Einheit fĂŒr die Wahl des designierten PrĂ€sidentschaftskandidaten Joe Biden geworben. "Wir mĂŒssen einen PrĂ€sidenten wĂ€hlen, der etwas anderes, etwas besseres bringt", sagte Harris am Mittwochabend (Ortszeit) in Wilmington (Delaware). "Einen PrĂ€sidenten, der uns alle – Schwarze, Weiße, Latinos, Asiaten, Indigene – zusammenbringt, um die Zukunft zu erreichen, die wir uns gemeinsam wĂŒnschen." Sie fĂŒgte hinzu:

Mit Blick auf den republikanischen PrĂ€sidenten Donald Trump sagte Harris: "Donald Trumps FĂŒhrungsversagen hat Leben und Lebensgrundlagen gekostet." Sie fĂŒgte hinzu: "Wir sind an einem Wendepunkt angelangt. Das stĂ€ndige Chaos macht uns hilflos. Die Inkompetenz macht uns Angst." Harris verwies am Mittwoch darauf, dass das Corona-Virus Angehörige von Minderheiten besonders hart trifft. "Das ist kein Zufall. Das ist die Folge von strukturellem Rassismus." Sie fĂŒgte hinzu: "Und lassen Sie uns eines klarstellen – es gibt keinen Impfstoff gegen Rassismus. Wir mĂŒssen die Arbeit machen."

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Harris nimmt Nominierung als Vize-Kandidatin an

Kamala Harris hat die Nominierung der US-Demokraten angenommen und ist nun offiziell die Vize-Kandidatin an der Seite von Joe Biden fĂŒr die Wahl gegen US-PrĂ€sident Donald Trump. Sie akzeptiere die Nominierung, sagte die kalifornische Senatorin am Mittwochabend (Ortszeit) in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware bei ihrer bislang wichtigsten politischen Rede im Rahmen des virtuell abgehaltenen Parteitags der US-Demokraten.

US-Demokraten nominieren Kamala Harris als Vize-Kandidatin

Die US-Demokraten haben die Senatorin Kamala Harris bei ihrem weitgehend virtuellen Parteitag als Vize-Kandidatin fĂŒr die PrĂ€sidentschaftswahl im November nominiert. "Ich erklĂ€re hiermit, dass Kamala Harris zur demokratischen Kandidaten fĂŒr das Amt der VizeprĂ€sidenten gewĂ€hlt ist", sagte der Parteitagsvorsitzende Bennie Thompson am Mittwochabend (Ortszeit). Joe Biden (77) war am Dienstag offiziell als PrĂ€sidentschaftskandidat der Demokraten bei der Wahl am 3. November nominiert worden.

Ex-VizeprĂ€sident Biden (77), der gegen den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump (74) antreten wird, hatte sich vergangene Woche fĂŒr Harris als Vize-Kandidatin entschieden und damit eine historische Wahl getroffen. Im Fall eines Wahlsiegs wĂ€re die heute 55-JĂ€hrige die erste Frau und Schwarze im VizeprĂ€sidentenamt. "Lass uns heute Abend Geschichte schreiben", schrieb Biden zuvor an Harris gerichtet auf Twitter.

Obama ĂŒbt scharfe Kritik an Trump: Demokratie steht auf dem Spiel

Der ehemalige US-PrÀsident Barack Obama hat den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump ungewöhnlich scharf angegriffen. "Donald Trump ist nicht in den Job hineingewachsen, weil er es nicht kann. Und die Folgen dieses Versagens sind schwerwiegend", sagte Obama in seinem Redebeitrag beim Parteitag der Demokraten am Mittwochabend (Ortszeit). Hier lesen Sie mehr.

Senatorin Warren: Trump ist "klÀglich" in Corona-Krise gescheitert

Die demokratische US-Senatorin Elizabeth Warren hat US-PrĂ€sident Donald Trump auf dem Parteitag der Demokraten fĂŒr die schweren Verlauf der Corona-Pandemie in den USA verantwortlich gemacht. "Diese Krise ist schlimm - und es hĂ€tte nicht so sein mĂŒssen", sagte sie am Mittwochabend (Ortszeit) zugeschaltet aus Springfield (Massachusetts). "Die Ignoranz und Inkompetenz von Donald Trump waren schon immer eine Gefahr fĂŒr unser Land." Das Coronavirus sei Trumps grĂ¶ĂŸter Test gewesen. "Er ist klĂ€glich gescheitert", sagte Warren. Am 3. November werde er dafĂŒr zur Verantwortung gezogen.

Warren wollte Trump bei der Wahl im November selbst herausfordern – mittlerweile unterstĂŒtzt sie den nominierten Kandidaten Joe Biden. Sie liebe einen "guten Plan" und Biden habe "einige richtig gute PlĂ€ne", sagte die linke Senatorin.

Pelosi bescheinigt Trump Respektlosigkeit gegenĂŒber Frauen

Die Vorsitzende des US-ReprĂ€sentantenhauses, Nancy Pelosi, hat US-PrĂ€sident Donald Trump "Respektlosigkeit gegenĂŒber Fakten, gegenĂŒber Arbeiterfamilien und insbesondere gegenĂŒber Frauen" bescheinigt. Das spiegele sich nicht nur in seinem Verhalten, sondern auch in seiner Politik wider, sagte Pelosi (80) am Mittwochabend (Ortszeit) in ihrem Beitrag fĂŒr den Parteitag der Demokraten in Milwaukee (Wisconsin). "Aber wir wissen, was er nicht weiß: Dass Amerika erfolgreich ist, wenn Frauen erfolgreich sind." Pelosi rief zur Wahl des designierten demokratischen PrĂ€sidentschaftskandidaten Joe Biden und von dessen Vize-Kandidatin Kamala Harris auf.

Pelosi kĂŒndigte an, die Demokraten wĂŒrden bei der Wahl im November ihre Mehrheit im ReprĂ€sentantenhaus ausbauen und den Senat von den Republikanern zurĂŒckerobern. Außerdem wĂŒrden Biden und Harris ins Weiße Haus gewĂ€hlt werden.

Hillary Clinton: Amerika braucht einen besseren PrÀsidenten

Die frĂŒhere Außenministerin, Senatorin und First Lady Hillary Clinton hat US-PrĂ€sident Donald Trump eine schlechte AmtsfĂŒhrung bescheinigt. "Ich wĂŒnschte, Donald Trump wĂŒsste, wie man ein PrĂ€sident ist", sagte Clinton am Mittwochabend (Ortszeit) in ihrem Beitrag zum Parteitag der Demokraten in Milwaukee (Wisconsin). "Weil Amerika jetzt sofort einen besseren PrĂ€sidenten braucht", fĂŒgte sie hinzu. Clinton rief zur Wahl des designierten PrĂ€sidentschaftskandidaten der Demokraten, Joe Biden, und dessen Vize-Kandidatin Kamala Harris auf.

Die Demokratin Clinton war dem Republikaner Trump bei der PrÀsidentschaftswahl 2016 unterlegen. Sie sagte am Mittwoch, sie habe Trump nach ihrer Niederlage eine echte Chance gegeben, um sich im Amt zu beweisen. Inzwischen sei aber deutlich, was bei einer zweiten Amtszeit Trumps auf dem Spiel stehe: "Unsere Gesundheit, unsere Jobs, sogar unsere Leben".

Amerika brauche einen PrĂ€sidenten, der im Weißen Haus MitgefĂŒhl, Entschlossenheit und FĂŒhrungsstĂ€rke zeige. Clinton (72) appellierte an die WĂ€hler: "WĂ€hlen Sie, als stĂŒnden unsere Leben und unsere Lebensgrundlagen auf dem Spiel, denn das tun sie."

"Habe Stimme nicht verloren": Attentatsopfer ruft zu Biden-Wahl auf

Die demokratische US-Politikerin Gabrielle Giffords, die 2011 als Abgeordnete bei einem Attentat schwer verletzt wurde, hat fĂŒr die Wahl von Joe Biden geworben. In ihrer Rede beim Parteitag der US-Demokraten, die nach Angaben der "New York Times" die lĂ€ngste war, die sie seit dem Attentat gehalten hat, verknĂŒpfte sie ihr persönliches Schicksal mit dem des Landes: Worte habe sie einst leicht gefunden. "Heute kĂ€mpfe ich mit der Rede. Aber ich habe meine Stimme nicht verloren", sagte sie. Jeder mĂŒsse die Stimme erheben, auch wenn man kĂ€mpfen mĂŒsse, die Worte zu finden.

Joe Biden tritt fĂŒr die Demokraten im November gegen US-PrĂ€sident Donald Trump an. "Wir stehen an einem Scheideweg. Wir können die Schießereien weitergehen lassen oder wir können handeln", sagte Giffords. "Wir können unsere Familien beschĂŒtzen, unsere Zukunft. Wir können wĂ€hlen. Wir können auf der richtigen Seite der Geschichte stehen." Biden mĂŒsse gewĂ€hlt werden, mahnte sie. "Er war fĂŒr mich da, er wird auch fĂŒr euch da sein", versprach sie.

Giffords wurde im Januar 2011 bei einem BĂŒrgertreff in einem Einkaufszentrum in Tucson (Arizona) durch einen Kopfschuss schwer verletzt. Der geistig gestörte TĂ€ter tötete sechs Menschen. Beim Parteitag, der wegen der Corona-Pandemie weitgehend virtuell abgehalten wurde, kamen auch andere Betroffene von Waffengewalt zu Wort.

Grammy-PreistrÀgerin Billie Eilish ruft zur Abwahl von Trump auf

Die SĂ€ngerin und Grammy-PreistrĂ€gerin Billie Eilish hat beim Parteitag der Demokraten in Milwaukee (Wisconsin) zur Abwahl von US-PrĂ€sident Donald Trump im November aufgerufen. "Donald Trump zerstört unser Land und alles, was uns wichtig ist", sagte Eilish am Mittwochabend (Ortszeit) bei ihrem Video-Auftritt im Rahmen des weitgehend virtuellen Parteitags. "Wir brauchen AnfĂŒhrer, die Probleme wie den Klimawandel und Covid lösen und sie nicht leugnen. AnfĂŒhrer, die systemischen Rassismus und Ungleichheit bekĂ€mpfen."

Eilish fĂŒgte hinzu: "Das beginnt damit, gegen Donald Trump und fĂŒr Joe Biden zu stimmen. Schweigen ist keine Option, und wir können das nicht aussitzen." Eilish sang nach ihrem Appell, wĂ€hlen zu gehen, ihren Ende Juli veröffentlichten Song "My Future".

Parteitag der US-Demokraten geht in die dritte Runde

UrsprĂŒnglich war das Treffen der Demokraten in einer großen Halle in Milwaukee in Wisconsin geplant gewesen. Das viertĂ€gige traditionelle Mega-Event wurde aber wegen der Coronavirus-Pandemie auf zwei Stunden Programm pro Tag im Stil einer TV-Show reduziert, das im Fernsehen und online ĂŒbertragen wird.

Trump ruft zu Boykott einer Firma auf

US-PrĂ€sident Donald Trump hat zum Boykott des Reifenherstellers Goodyear aufgerufen, weil die Firma seine AnhĂ€nger benachteilige. Die Firma habe Kopfbedeckungen mit seinem Slogan "Make America Great Again" verboten, erklĂ€rte der PrĂ€sident zur BegrĂŒndung bei Twitter am Mittwoch. Der Kurs der Goodyear-Aktie sackte nach Trumps Tweet zunĂ€chst um mehr als drei Prozent ab, erholte sich dann aber etwas.

Auslöser fĂŒr Trumps Vorgehen dĂŒrften Medienberichte gewesen sein, wonach bei einer Schulung in einem Goodyear-Werk im Bundesstaat Kansas Bekleidung mit dem Slogan fĂŒr "nicht akzeptabel" erklĂ€rt worden waren. Trump hatte schon im Wahlkampf 2016 auf das "MAGA"-Versprechen gesetzt, Amerika zu alter GrĂ¶ĂŸe zurĂŒckzubringen. Laut einem im Internet veröffentlichten Foto einer PrĂ€sentationsfolie wurden dagegen Symbole der der Bewegung "Black Lives Matter" gegen Gewalt an Schwarzen und fĂŒr Toleranz gegenĂŒber sexuellen Minderheiten erlaubt. Es blieb unklar, ob das Foto die tatsĂ€chliche Firmenpolitik zeigte.

"Kaufen Sie bessere Reifen fĂŒr viel weniger Geld!", twitterte Trump. Bei Twitter machten daraufhin Fotos die Runde, auf denen der Goodyear-Schriftzug auf den Reifen seiner PrĂ€sidenten-Limousine zu sehen war.

CDU-Politiker: Trumps Wahlkampf-Rhetorik ist "beunruhigend"

Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Peter Beyer (CDU), hat die Wahlkampf-Rhetorik von US-PrĂ€sident Donald Trump als "beunruhigend" bezeichnet. Die Aussage Trumps, er mĂŒsse erst einmal schauen, ob er am Ende das Wahlergebnis akzeptiert oder nicht, "macht schon Sorge", sagte Beyer der "Rhein-Neckar-Zeitung". Auch torpediere Trump die US-Post, um die Briefwahl zu behindern. "Das geht schon in eine sehr undemokratische Richtung", kritisierte der CDU-Politiker.

Es sei damit zu rechnen, dass sich die Wahlkampfrhetorik vor dem Wahltermin am 3. November noch verschÀrfen werde, sagte Beyer. Der demokratische Kandidat Joe Biden und sein "Running Mate" Kamala Harris seien "gut beraten, sich nicht darauf einzulassen und souverÀn zu bleiben".

Beyer attestierte Trump in der "Rhein-Neckar-Zeitung" steigende NervositÀt. Wie schon im Wahlkampf 2016 setze Trump auf sein Motto "America first", Amerika zuerst. "Er hat kein neues Programm. Er setzt voll auf seine StammwÀhler und dass dies reicht, ihn wieder ins Oval Office zu tragen."

Bill Clinton: Trumps JobverstÀndnis ist stundenlanges Fernsehen

Ex-US-PrÀsident Bill Clinton hat beim Parteitag der Demokraten zur Abwahl von US-PrÀsident Donald Trump bei der Wahl im November aufgerufen. "Wenn Sie einen PrÀsidenten wollen, der seinen Job so definiert, dass er tÀglich Stunden vor dem Fernseher verbringt und und Leute in sozialen Medien beharkt, dann ist er Ihr Mann", sagte der 74-JÀhrige in einer Videobotschaft am Dienstag. Zur Wahl stehe entweder Trumps "Wir-Gegen-Sie"-Amerika oder Joe Bidens Amerika, "wo wir alle zusammenleben und zusammenarbeiten. Es ist eine klare Wahl. Und die Zukunft unseres Landes hÀngt davon ab."

Clinton sagte mit Blick auf die Corona-Krise und der infolge der Pandemie dramatisch angestiegenen Arbeitslosigkeit: "In einer Zeit wie dieser sollte das Oval Office eine Kommandozentrale sein. Stattdessen ist es ein Sturmzentrum", kritisierte Clinton. Unter Trump gebe es nur Chaos – nur eine Sache Ă€ndere sich nie: "Seine Entschlossenheit, Verantwortung zu bestreiten und die Schuld abzuwĂ€lzen."

Bill Clinton: Der Ex-PrÀsident der USA warnte vor einer weiteren Amtszeit Trumps.
Bill Clinton: Der Ex-PrÀsident der USA warnte vor einer weiteren Amtszeit Trumps. (Quelle: Democratic National Convention/AP/dpa)

Jill Biden ruft zur ÜberbrĂŒckung von GrĂ€ben in den USA auf

Die Ehefrau des designierten PrĂ€sidentschaftskandidaten der Demokraten Joe Biden, Jill Biden, hat zur ÜberbrĂŒckung der GrĂ€ben in den USA aufgerufen. "Es gibt diejenigen, die uns sagen wollen, dass unser Land hoffnungslos gespalten ist, dass unsere Differenzen unvereinbar sind", sagte Jill Biden (69) in einem Beitrag zum weitgehend virtuell abgehaltenen Parteitag der Demokraten in Milwaukee (Wisconsin). "Aber das ist nicht, was ich in diesen Monaten gesehen habe."

"Wir brauchen einfach eine FĂŒhrung, die unserer Nation wĂŒrdig ist", sagte Jill Biden. "Eine ehrliche FĂŒhrung, die uns wieder zusammenbringt, um uns von dieser Pandemie zu erholen und uns auf das vorzubereiten, was als NĂ€chstes kommt. FĂŒhrung, um uns neu zu ĂŒberlegen, was unsere Nation sein wird. Das ist Joe." Ihr Ehemann und dessen Vize-Kandidatin Kamala Harris "werden jeden Tag genauso hart arbeiten wie Sie, um diese Nation besser zu machen. Und wenn ich die Ehre habe, als Ihre First Lady zu dienen, werde ich das auch tun."

t-online.de-Korrespondent: Das Versprechen heißt "ZurĂŒck zur NormalitĂ€t"

Die EinschĂ€tzung unseres Washington-Korrespondenten Fabian Reinbold: "Der zweite Abend des Parteitags stand unter dem inoffiziellen Motto 'ZurĂŒck zur NormalitĂ€t'. Zahlreiche Redner priesen Joe Biden als jemanden, der ohne das Chaos und Drama der Trump-Jahre regieren werde. Immer wieder wurden Bidens BemĂŒhungen um Ausgleich und Zusammenarbeit ĂŒber Parteigrenzen hinweg gelobt. Auch in der Außenpolitik stellten Redner wie die Ex-Außenminister John Kerry (Demokraten) und Colin Powell (Republikaner) der Welt eine RĂŒckkehr zu alten Zeiten und BĂŒndnissen in Aussicht. Das ist typisch fĂŒr den Biden-Wahlkampf, der sich weniger um konkrete Gesetzesvorhaben dreht und mehr um eine Wiederherstellung verloren geglaubter Werte.

Überraschend lebendig geriet die formelle Nominierung Bidens. Kleine Einspielfilme aus 57 Staaten und Gebieten zeigten, wĂ€hrend diese ihre Delegiertenstimmen offiziell vergaben, ein buntes und hoffnungsvolles Amerika: Von einem Vertreter der Sioux-Ureinwohner bis zu einem Farmer auf seinem Feld in Kansas war der ĂŒbergreifende geĂ€ußerte Wunsch, dass Biden die Spaltung des Landes ĂŒberwinden solle."

Obama gratuliert Biden zu Nominierung: "Ich bin stolz auf dich"

Der ehemalige PrĂ€sident Barack Obama hat Joe Biden zur Nominierung als PrĂ€sidentschaftskandidat der US-Demokraten beglĂŒckwĂŒnscht. "Gratuliere, Joe. Ich bin stolz auf dich", schrieb der 59-JĂ€hrige am Dienstagabend (Ortszeit) auf Twitter. Er kommentierte damit einen Tweet Bidens, der geschrieben hatte, "es ist die Ehre meines Lebens", die Nominierung als PrĂ€sidentschaftskandidat der Demokraten anzunehmen.

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Biden tritt bei der Wahl am 3. November gegen den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump an. Formell wird der 77-JÀhrige die Nominierung am Donnerstag (Ortszeit) annehmen - dann wird Biden seine Nominierungsrede in Wilmington (Delaware) halten. Biden war unter Trumps VorgÀnger Obama acht Jahre lang VizeprÀsident.

Colin Powell: Biden wird nicht Schmeichelei von Diktatoren vertrauen

Der frĂŒhere US-Außenminister Colin Powell hat beim Parteitag der Demokraten zur Wahl des designierten PrĂ€sidentschaftskandidaten Joe Biden im November aufgerufen. "Heute sind wir ein gespaltenes Land, und wir haben einen PrĂ€sidenten, der alles in seiner Macht Stehende tut, damit es so bleibt", sagte Powell in seinem Videobeitrag beim Parteitag mit Blick auf den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump. "Was fĂŒr einen Unterschied wird es machen, einen PrĂ€sidenten zu haben, der uns eint, der uns unsere Kraft und unsere Seele wiedergibt."

Ex-General Powell war von 2001 bis 2005 unter dem republikanischen US-PrĂ€sidenten George W. Bush Außenminister. Powell sagte am Dienstag: "Joe Biden wird ein PrĂ€sident sein, dem wir alle mit Stolz salutieren können. Mit Joe Biden im Weißen Haus werden Sie nie daran zweifeln, dass er zu unseren Freunden stehen und unseren Gegnern die Stirn bieten wird - niemals umgekehrt. Er wird unseren Diplomaten und unseren Geheimdiensten vertrauen, nicht der Schmeichelei von Diktatoren und Despoten."

John Kerry: US-Wahl entscheidet Sicherheit Amerikas und der Welt

Bei der US-Wahl im November geht es nach Ansicht des ehemaligen US-Außenministers John Kerry um die "Sicherheit Amerikas und der Welt". Bei dem Parteitag der US-Demokraten sagte Kerry in seinem am Dienstagabend (Ortszeit) ausgestrahlten Redebeitrag mit Blick auf US-PrĂ€sident Donald Trump: "Er trennt sich von unseren VerbĂŒndeten und schreibt Liebesbriefe an Diktatoren."

Amerika verdiene einen PrĂ€sidenten, zu dem aufgeschaut, der nicht ausgelacht werde. Über Joe Biden, der fĂŒr die Demokraten gegen Trump antritt, sagte Kerry: "Er weiß, dass man die Demokratie nicht in der Welt verbreiten kann, wenn man sie nicht zu Hause praktiziert. Und er weiß, dass selbst die Vereinigten Staaten von Amerika Freunde auf diesem Planeten brauchen." Kerry war unter dem ehemaligen US-PrĂ€sidenten Barack Obama Außenminister, Biden VizeprĂ€sident.

US-Demokraten nominieren Biden als PrÀsidentschaftskandidaten

Die US-Demokraten haben Joe Biden als ihren PrĂ€sidentschaftskandidaten nominiert. Der 77-JĂ€hrige erhielt am Dienstagabend (Ortszeit) bei dem weitgehend virtuell veranstalteten Parteitag wie erwartet die dafĂŒr erforderliche Zahl an Delegiertenstimmen, wie die TV-Sender CNN und ABC ĂŒbereinstimmend berichteten. Hier lesen Sie mehr.

Ex-US-PrÀsident Carter ruft zur Wahl von Joe Biden auf

Ex-US-PrĂ€sident Jimmy Carter hat beim Parteitag der Demokraten in Milwaukee (Wisconsin) zur Wahl von Joe Biden bei der US-PrĂ€sidentschaftswahl im November aufgerufen. "Joe Biden muss unser nĂ€chster PrĂ€sident werden", sagte Carter in einer am Dienstagabend auf dem Parteitag ausgestrahlten Audiobotschaft. "Wir verdienen eine Person mit IntegritĂ€t und Urteilsvermögen, jemanden, der ehrlich und fair ist, jemanden, der sich fĂŒr das einsetzt, was am besten fĂŒr das amerikanische Volk ist."

Der Demokrat Carter (95) ist der Àlteste noch lebende Ex-PrÀsident. Ex-VizeprÀsident Biden soll am Dienstag beim Parteitag als Kandidat nominiert werden und im November gegen den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump antreten. Der Parteitag der Demokraten hatte am Montag mit Attacken gegen Trump begonnen.

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28,9 Millionen sehen Demokraten-Parteitag – weniger TV-Zuschauer

Der diesjĂ€hrige Parteitag der US-Demokraten ist wegen der Corona-Pandemie ein reines Experiment, weil das Live-Spektakel fehlt. 28,9 Millionen Menschen haben die erstmals weitgehend virtuell abgehaltene Veranstaltung am ersten Abend im Fernsehen oder ĂŒber digitale Plattformen verfolgt, wie die Demokraten am Dienstag (Ortszeit) mitteilten.

Bei dem Großteil (18,7 Millionen) handelte es sich um Fernsehzuschauer. Vor vier Jahren hĂ€tten noch 26 Millionen die "Convention" zum Auftakt im Fernsehen verfolgt, berichteten mehrere US-Medien unter Berufung auf die Firma Nielsen Media Research. US-PrĂ€sident Donald Trump bezeichnete die Einschaltquoten am Dienstag als "sehr schlecht".

Traditionell sind die Parteitage Mega-Events mit Zehntausenden Delegierten und GĂ€sten, und sie sollen die Begeisterung fĂŒr die Kandidaten wenige Monate vor der Wahl schĂŒren. Die Demokraten haben ihr offizielles Programm dieses Jahr auf zwei Stunden an vier Abenden reduziert.

Witwe von Senator John McCain spricht beim Demokraten-Parteitag

Die Witwe des ehemaligen republikanischen Senators John McCain (1936-2018) spricht beim Parteitag der US-Demokraten ĂŒber die "unwahrscheinliche Freundschaft" mit dem designierten PrĂ€sidentschaftskandidaten Joe Biden. Die Demokraten veröffentlichten am Dienstag (Ortszeit) vor dem Beginn des zweistĂŒndigen Parteitagprogramms Ausschnitte eines Videos, in dem Cindy McCain ĂŒber die Verbindung zwischen den beiden spricht und an Picknicks im Garten der Bidens erinnert.

Trump: Mexiko wird fĂŒr Grenzmauer bezahlen

Knapp drei Monate vor der Wahl in den USA hat PrĂ€sident Donald Trump ein bislang unerfĂŒlltes Wahlversprechen aus dem vergangenen Wahlkampf reaktiviert. "Mexiko wird fĂŒr die Mauer bezahlen", sagte Trump am Dienstag (Ortszeit) bei einem Besuch in der Grenzstadt Yuma in Arizona. Trump hatte vor der Wahl 2016 versprochen, er werde eine Mauer an der SĂŒdgrenze der USA bauen und Mexiko dafĂŒr bezahlen lassen. Nach Trumps Angaben sind bislang rund 280 Meilen (450 Kilometer) des umstrittenen Grenzwalls errichtet worden. Finanziert hat den Bau bislang der US-Steuerzahler. Hier lesen Sie mehr.

US-Post sichert pĂŒnktliche Zustellung von Briefwahl-Unterlagen zu

Im Streit ĂŒber die Ausstattung der Post vor der US-PrĂ€sidentschaftswahl im November hat der Chef der Behörde eine pĂŒnktliche Zustellung von Briefwahl-Unterlagen zugesichert. Post-Chef Louis DeJoy teilte am Dienstag in Washington mit, Wahlpost werde "pĂŒnktlich und innerhalb unserer gut etablierten Servicestandards" zugestellt. Reformen, die er angestoßen habe, wĂŒrden vorerst gestoppt. "Um auch nur den Anschein einer Auswirkung auf die Wahlpost zu vermeiden, setze ich diese Initiativen bis nach der Wahl aus." DeJoy ist ein VerbĂŒndeter von US-PrĂ€sident Donald Trump.

Trump hatte am vergangenen Donnerstag offen davon gesprochen, der Post die notwendigen Mittel vorzuenthalten, um Abermillionen Briefwahlzettel fristgerecht zu befördern. Demokraten sahen darin einen Versuch des republikanischen Amtsinhabers, die Wahlbeteiligung zu seinen Gunsten gering zu halten. Trump hat dagegen wiederholt erklĂ€rt, dass Briefwahl das FĂ€lschungsrisiko deutlich erhöhe – ohne dafĂŒr Belege vorzulegen. Die Demokraten setzen sich dafĂŒr ein, dass wegen der anhaltenden Corona-Pandemie möglichst vielen WĂ€hlern die Abstimmung per Briefwahl ermöglicht wird.

Trump attackiert Obama und seinen Vize Biden als korrupt

US-PrĂ€sident Donald Trump hat mit scharfen Worten auf die Kritik der Demokraten zum Auftakt ihres Parteitags im Rennen ums Weiße Haus reagiert. "Die Administration von Obama und Biden war die korrupteste in der Geschichte", schrieb der PrĂ€sident am Dienstag bei Twitter. Dazu gehöre, dass sie sein Wahlkampfteam ausgespĂ€ht hĂ€tten, was "der grĂ¶ĂŸte politische Skandal in der Geschichte unseres Landes" sei, wiederholte Trump seinen hĂ€ufigen, aber nicht erwiesenen Vorwurf. "Das nennt man Verrat, und mehr."

Wenige Stunden zuvor hatten die Demokraten am ersten Tag ihres Parteitags, der Obamas VizeprĂ€sidenten Joe Biden diese Woche offiziell als Kandidaten fĂŒr die PrĂ€sidentenwahl im November nominieren soll, Trump heftig kritisiert. So sagte die ehemalige First Lady Michelle Obama: "Donald Trump ist der falsche PrĂ€sident fĂŒr unser Land."

Trump konterte, jemand mĂŒsse Michelle Obama erklĂ€ren, dass er nur im Weißen Haus sitze, weil ihr Ehemann Barack Obama seinen Job schlecht gemacht habe. "Meine Administration und ich haben die großartigste Wirtschaft in der Geschichte aufgebaut, weltweit, sie dann heruntergefahren, Millionen Leben gerettet, und nun baue ich eine noch großartigere Wirtschaft als zuvor auf", schrieb Trump.

Als Michelle Obama Trump den Charakter absprach

Michelle Obama, Bernie Sanders und sogar ein paar Republikaner: Die Demokraten prĂ€sentieren zum Start ihres Parteitags ein breites BĂŒndnis gegen Trump – die Ex-First-Lady setzt dabei das Ausrufezeichen, schreibt Washington-Korrespondent Fabian Reinbold.

Trump: Können Wahl nur bei Manipulation verlieren

US-PrĂ€sident Donald Trump hĂ€lt eine Niederlage bei der PrĂ€sidentschaftswahl im November nur im Fall von Wahlmanipulationen fĂŒr möglich. "Wir mĂŒssen diese Wahl gewinnen", sagte Trump am Montag (Ortszeit) bei einem Auftritt vor AnhĂ€ngern in Oshkosh im Bundesstaat Wisconsin. "Stellen Sie sicher, dass Ihre Stimmen gezĂ€hlt werden. Stellen Sie das sicher, weil der einzige Weg, wie wir diese Wahl verlieren werden, ist, wenn die Wahl manipuliert ist. Denken Sie daran. Das ist der einzige Weg, wie wir diese Wahl verlieren werden." Trump betonte: "Wir werden fĂŒr das Überleben unserer Nation und der Zivilisation selbst kĂ€mpfen."

Bernie Sanders: "Nero fiedelte, als Rom brannte. Trump spielt Golf"

Joe Biden soll im Mittelpunkt des Parteitags stehen – nicht Donald Trump. Doch der PrĂ€sident ist ein Hauptargument fĂŒr die Demokraten im Kampf um das Weiße Haus. Ein Überblick ĂŒber den Start des Parteitags.

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