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WEF in Davos – Greta Thunberg: "Unsere Forderungen wurden ignoriert"

Newsblog zum Weltwirtschaftsforum  

Thunberg: "Unsere Forderungen wurden komplett ignoriert"

24.01.2020, 12:45 Uhr | AFP, dpa, rtr, t-online.de

WEF in Davos – Greta Thunberg: "Unsere Forderungen wurden ignoriert". Klimaaktivistin Greta Thunberg nahm am Freitag an einer Kundgebung in Davos teil. (Quelle: Reuters/Denis Balibouse)

Klimaaktivistin Greta Thunberg nahm am Freitag an einer Kundgebung in Davos teil. (Quelle: Denis Balibouse/Reuters)

Das Weltwirtschaftsforum Davos feiert 50. Geburtstag. Viel wird über Green Economy gesprochen. Die Forderungen der Klimabewegung aber werden ignoriert, sagt Klimaaktivistin Thunberg. Alle Informationen im Newsblog.

In Davos findet bis Freitag das 50. Weltwirtschaftsforum statt. Wie jedes Jahr versammelt das Treffen in dem Schweizer Nobel-Skiort die Elite aus Politik und Wirtschaft. US-Präsident Donald Trump hat das Forum mit einer umstrittenen Rede eröffnet. Hauptaugenmerk der diesjährigen Tagung liegt auf der Klimakrise und ihren Auswirkungen. Globalisierungskritiker und Klimaaktivisten haben Proteste angekündigt.

 

12.28 Uhr: Klimaschutz für US-Finanzminister nicht Top-Thema

Für US-Finanzminister Steven Mnuchin ist der Klimaschutz nicht das wichtigste Thema. "Er ist eines von vielen Themen." Die USA machten hier Fortschritte dank technologischer Innovationen. Mit Blick auf den langfristig angelegten Plan der EU, bis 2050 klimaneutral sein zu wollen, sagt Mnuchin, es werde in einem solchen Zeitrahmen viele technologische Neuerungen geben, die Vorhersagen schwermachten.

12.17 Uhr: Scholz: Brexit wird Europa nicht schmerzen

Der Brexit wird nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz keine größeren Belastungen für die EU mit sich bringen, weil ein ungeordneter Austritt verhindert werden konnte. Für Großbritannien sei die Lage schwieriger. Nun gehe es darum, das künftige Verhältnis der Briten zur EU auszuhandeln.

12.13 Uhr: Mnuchin glaubt an schnelle Handelsabkommen

US-Finanzminister Steven Mnuchin äußert sich optimistisch, in diesem Jahr Handelsabkommen sowohl mit der Europäischen Union als auch mit Großbritannien abschließen zu können. Großbritannien sei nach dem Brexit eine der Prioritäten für US-Präsident Donald Trump.

12.10 Uhr: Thunberg: "Unsere Forderungen wurden komplett ignoriert"

Die Klimabewegung Fridays for Future wirft den Teilnehmern des Weltwirtschaftsforums (WEF) Untätigkeit vor. "Wir hatten einige Forderungen, aber natürlich wurden diese Forderungen komplett ignoriert", sagt die Aktivistin Greta Thunberg vor Journalisten in Davos. "Wir haben nichts anderes erwartet." Die Schwedin Isabelle Axelsson kritisiert, der Fokus der 50. WEF-Jahrestagung habe nicht darauf gelegen, konkrete Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel zu finden.

Vielmehr seien technische Neuerungen diskutiert worden. "Aber wir können uns nicht auf etwas verlassen, das noch nicht existiert", sagt Axelsson. Die Schweizer Aktivistin Loukina Tille sagt, das WEF gleiche einer "geschlossenen Blase positiver Einstellungen, abgeschlossen von der Realität". Aber solange die Teilnehmer sich weigerten, die Blase zu verlassen, werde sich nichts ändern. Die Aktivisten fordern unter anderem den sofortigen Ausstieg aus fossilen Energien.

11.59 Uhr: Scholz sieht Deutschland nicht in kritischer Phase

Deutschland ist nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz nicht in einer kritischen Wirtschaftsphase. Das erste Teilabkommen im Handelsstreit zwischen den USA und China werde der deutschen Industrie helfen. Die Beschäftigungszahlen seien auf Rekordniveau, ebenso wie die Investitionen des Bundes. "Und wir sind stark genug, um das in Zukunft fortzusetzen."

Das Bundeswirtschaftsministerium hatte die Wachstumsprognose in dieser Woche leicht nach oben korrigiert und erwartet für dieses Jahr nun 1,1 bis 1,2 Prozent Wachstum. Für 2021 geht es von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,5 Prozent aus.

11.47 Uhr: "Nicht jedes Konsumgut um die halbe Welt transportieren"

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz spricht sich für mehr Verbindlichkeit beim Klimaschutz aus. "Jeder kann einen Beitrag leisten beim Klimaschutz, aber jeder sollte auch einen Beitrag leisten", sagt Kurz in Davos.

09.38 Uhr: Schulze will sich nicht von "Trumps dieser Welt" bremsen lassen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze ruft mit Blick auf US-Präsident Donald Trump zu einer Zusammenarbeit der "Willigen" beim Klimaschutz auf. "Wenn diejenigen die Geschwindigkeit bestimmen, die am langsamsten sind, dann wird das nie was", sagt die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Auch Klimakonferenzen litten darunter, dass Ländern versuchten, Fortschritt aufzuhalten. "Ich glaube, dass ein schnelleres Tempo möglich ist, wenn die Willigen zusammenstehen", sagt sie und fügt hinzu: "Man darf sich von den Trumps dieser Welt nicht abhalten lassen, Klimaschutz zu machen."

Trump hatte unter anderem vor den "ewigen Propheten des Untergangs» gewarnt, ohne das Wort Klimawandel in den Mund zu nehmen. "Wenn sehr viele vorangehen, dann wird der Druck auf diejenigen, die nicht mitmachen, steigen", sagt Schulze. In Davos habe man gesehen, dass auch der wirtschaftliche Druck steige: "Große Fonds entscheiden, klimafreundlich zu investieren, für die fossilen Industrien gibt es irgendwann keine Investitionsmittel mehr." Das mache sie "sehr zuversichtlich, dass die Bremser uns nicht ausbremsen werden".

08.59 Uhr: Habeck rechtfertigt und erneuert Kritik an Trump

Grünen-Chef Robert Habeck verteidigt seine scharfe Kritik an US-Präsident Donald Trump und weist Vorwürfe des Antiamerikanismus entschieden zurück. Er habe mit seinen Äußerungen nicht die USA angesprochen, "sondern Donald Trump", sagt Habeck im Deutschlandfunk. Ein Mensch wie dieser "muss auch die Widerrede aushalten".

Habeck, der sich derzeit in den USA aufhält, hatte den Auftritt von Trump auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos als "desaströs" bezeichnet und über den US-Präsidenten gesagt: "Er ist der Gegner." Unter anderem CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte die Äußerungen des Grünen-Chefs daraufhin als "schädlich" kritisiert.

Habeck bekräftigt dagegen seine Kritik als "angemessen". Der US-Präsident habe sich gegen die Leitideen des Weltwirtschaftsforums gestellt, die Wirtschaftsweise so zu ändern, "dass wir das Klima schützen und Wachstum und Wohlstand vereinbaren mit Nachhaltigkeit", wirft der Grünen-Chef Trump vor.

Der US-Präsident sei "ein Hindernis bei der Suche nach neuen Lösungen", sagt Habeck im Deutschlandfunk. Das müsse man klar so interpretieren und dies habe auch "nichts mit der Gleichsetzung von Trump und den USA zu tun". Vielmehr sei es gerade wichtig, "gegenüber Donald Trump eine klare Sprache" zu sprechen. "Wenn wir die Fähigkeit, uns darüber zu empören, verlieren, wenn alles gleich ist, wenn es keinen Unterschied mehr in der Qualität von Politik gibt, dann macht doch politische Auseinandersetzung gar keinen Sinn", so der Grünen-Vorsitzende.

07.23 Uhr: Greta Thunberg demonstriert in Davos

Mit einer Demonstration für mehr Klimaschutz will Greta Thunberg am letzten Tag des Weltwirtschaftsforums (WEF) noch einmal aufrütteln. Über Twitter rief die 17-jährige Klimaaktivistin zur Teilnahme an dem Protest am Freitag (11.00 Uhr) auf. "Entweder Ihr sagt uns, wie wir Klimaschutz erreichen können, oder Ihr erklärt zukünftigen und bereits von der Klimakrise betroffenen Generationen, warum wir unsere Klimaschutzverpflichtungen aufgeben sollten", schrieb die Schwedin. Auch die deutsche Aktivistin Luisa Neubauer will an dem Protest teilnehmen.

07.02 Uhr: Starinvestor Soros nennt einen Trump Betrüger

Starinvestor George Soros bezeichnete nationalistische Tendenzen und den Wettstreit zwischen den Weltmächten China und den USA derweil als große Gefahr für Frieden und Freiheit. Nationalismus sei der große Feind offener Gesellschaften, sagte der ungarisch-stämmige 89-Jährige am Donnerstagabend. Seine Hoffnung auf eine gestärkte internationale Kooperation zwischen Staaten habe sich zerschlagen. Die größten Mächte USA, China und Russland seien weiter in den Händen von angehenden oder tatsächlichen Diktatoren, autoritäre Regime seien weiter auf dem Vormarsch.

An US-Präsident Donald Trump und auch Chinas Staatspräsident Xi Jinping ließ der Milliardär kein gutes Haar. Die beiden versuchten, ihre Macht bis an die Grenzen und darüber hinaus auszudehnen. "Präsident Trump ist ein Betrüger und der ultimative Narzisst, der will, dass sich die Welt um ihn dreht", sagte Soros. Xi stehe innen- und außenpolitisch unter Druck.

Seine Hoffnung liege in Zugang zu guter Bildung, sagte Soros. Darum will er eine Milliarde US-Dollar in ein Netzwerk von Universitäten stecken und damit bereits von ihm unterstützte Bildungseinrichtungen stärken. Später sollen diese um weitere Institutionen und Partner erweitert werden. Soros hat nach eigenen Angaben in den vergangenen 30 Jahren bereits mehr als 32 Milliarden US-Dollar gespendet, um Bildung und soziale Zwecke zu unterstützen.

Donnerstag, 23. Januar, 15.03 Uhr: Nun ist auch die Fragestunde vorbei

Merkel verlässt die Bühne. Der Livestream endet an dieser Stelle.

14.53 Uhr: Merkel warnt vor fehlender China-Politik

Die Rede ist vorbei. Es geht in die Fragerunde und um China. Merkel bemängelte in ihrer Ansprache die fehlende gemeinsame China-Politik Europas. Sie lehne zwar eine neue Bipolarität der Welt ab, aber China und Europa "haben völlig andere Gesellschaftssysteme". Die USA sei Europa deswegen sehr viel näher. Trotzdem sei es vermutlich nicht der richtige Weg, die eigene Wertschöpfung komplett vom kommunistischen China abzukoppeln.

14.49 Uhr: Deutschland tritt für multilaterale Lösungen ein

Es sei die völlig falsche Schlussfolgerung aus den Problemlagen der Welt sich immer weiter in sich zurückzuziehen. Deutschland trete weiter für multilaterale Lösungen ein. 

14.43 Uhr: "Ohne Entwicklung keine Sicherheit"

"Ohne Sicherheit keine Entwicklung – ohne Entwicklung keine Sicherheit", sagt Merkel hinsichtlich weiterer Kriegsherde. Der Syrien-Konflikt solle sich nicht in Libyen wiederholen. Der Gipfel unter deutscher Schirmherrschaft in Berlin sei dazu ein erster Schritt gewesen. 

14.38 Uhr: Kooperation zur Konfliktlösung gefordert

Merkel spannt einen weiten Bogen zu internationaler Kooperation insgesamt. "Wir blicken auf 75 Jahre friedliches Zusammenleben in Europa zurück, aber nicht alle haben dies." Nun geht es um den Iran-Konflikt. Deutschland setze auf Kooperation, dürfe aber keine falschen Signale nach Teheran senden, dass der Iran sich an nichts mehr halten müsse.

14.30 Uhr: "Dramatische Veränderungen"

Merkel weiter: "Wir werden dramatische Veränderungen erleben, ohne dass wir die Produkte, an die wir gewöhnt sind, aus der Hand geben müssen", sagt Merkel. Dafür müsse sich die Wirtschaft aber umstellen. Das bringe gesellschaftliche Konflikte hervor. Auch in Deutschland gebe es noch eine große Gruppe von Menschen, die noch nicht überzeugt sei. "Wie nehmen wir die mit, die nicht daran glauben? Die so tun, als sei es eine Glaubensfrage?" Dabei sei es eine Frage des wissenschaftlichen Evidenz, Fakten konkurrierten mit Emotionen. Die Sprachlosigkeit müsse überwunden werden durch mehr Dialog.

14.25 Uhr: Schwerpunkt ist der Kampf gegen die Klimakrise

Es hat sich angedeutet: Merkel legt den Schwerpunkt ihrer Rede auf den Kampf gegen die Klimakrise. Die Transformation bedeute vor allem eines: "Die gesamte Art des Wirtschaftens und des Lebens, wie wir es uns im Industriezeitalter angewöhnt haben, in den nächsten 30 Jahren zu verlassen und zu völlig neuen Wertschöpfungsformen zu kommen."

14.21 Uhr: Merkel lobt internationale Kooperation

Merkel beginnt ihre Rede mit einem Rückblick auf vergangene Fortschritte, die durch internationale Kooperation erreicht wurden. In der Gegenwart gehöre die Nachhaltigkeit dazu. Europa wolle bis 2050 klimaneutral sein. "Wir müssen handeln", sagt sie. "Die Frage der Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens könnte eine Frage des Überlebens für den ganzen Kontinent sein." Jedes Land müsse dazu seinen Beitrag leisten. 

14.17 Uhr: Die Übertragung des Livestreams hat begonnen

Verfolgen Sie die Rede oben im Live-Stream.

14.12 Uhr: Jeden Moment wird Angela Merkels Rede erwartet

Planmäßig soll Bundeskanzlerin Angela Merkel um 14.15 Uhr sprechen. Verfolgen sie ihre Rede im Livestream oben.

12.09 Uhr: Frankreich und USA sprechen sich für globale Mindeststeuer aus

Im Kampf gegen das internationale Steuerdumping wollen Frankreich und die USA die Einführung einer globalen Mindeststeuer. "Bei diesem Punkt sind wir auf exakt derselben Linie wie die USA", sagte Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire am Rande des Weltwirtschaftsforums. "Ich denke wirklich, wir sind kurz vor einer Einigung." Auch US-Finanzminister Steven Mnuchin betonte, man habe sich darauf verständigt, eine weltweite Minimalsteuer einzuführen. "Das schützt alle vor einem Steuer-Wettlauf nach unten, das verhindert, dass es Steueroasen gibt." Die Industriestaaten-Organisation OECD zeigte sich optimistisch, noch in diesem Jahr ein neues Steuersystem für 137 Länder aushandeln zu können. 

12.05 Uhr: Merkel spricht um 14.15 Uhr – Live-Stream bei t-online.de

Kanzlerin Angela Merkel spricht heute Mittag in Davos. Erwartet wird, dass Merkel den Kampf gegen den Klimawandel in den Mittelpunkt ihrer Rede um 14.15 Uhr stellen wird. t-online.de zeigt die Rede im Live-Stream. Gespannt sind die Spitzenpolitiker und Wirtschaftsbosse im Saal aber auch, ob sich die CDU-Politikerin zu den Drohungen von US-Präsident Donald Trump äußern wird, Strafzölle auf EU-Autoimporte in die USA zu erheben.

23. Januar, 12.01 Uhr: Schwere Ausschreitungen in Zürich

In der Nacht ist es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Gegnern des Weltwirtschaftsforums (WEF) und der Polizei gekommen. Die Schweizer Polizei hat Wasserwerfer, Gummigeschosse und Tränengas gegen gewaltbereite Demonstranten eingesetzt, die zuvor Feuerwerkskörper zündeten und Flaschen warfen.

Drei Personen wurden festgenommen, ein Passant durch Feuerwerkskörper verletzt und ein Polizist mit nicht näher bezeichneten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, wie die Zürcher Polizei mitteilte. Mehrere hundert Menschen marschierten bei der erlaubten Demonstration "Zürich gegen WEF" auf den Straßen der Schweizer Bankenhauptstadt.

17.09 Uhr: Ukraine sieht Zukunft in der EU

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht die Zukunft seines Landes in der EU. "Die Ukraine sollte an Bord genommen werden im Projekt der Europäischen Union", fordert der als reformorientiert geltende Staatschef. Mit dem anstehenden Ausstieg Großbritanniens aus der EU komme "vielleicht genau der richtige Zeitpunkt, um den Zugang zur EU zu finden".

16.54 Uhr: USA und Frankreich im Streit um Digitalsteuer vor Teileinigung

Paris und Washington haben nach den Worten von Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire im Streit um die Besteuerung von Digitalkonzernen eine Rahmenvereinbarung geschlossen, um einen Handelskonflikt zu vermeiden. Frankreich sei demnach bereit, fällige Vorauszahlungen auf die nationale Digitalsteuer bis Ende des Jahres auszusetzen. Die USA würden ihrerseits auf Sanktionen verzichten.

Angestrebt werde eine internationale Lösung im Rahmen der Industriestaaten-Organisation OECD, sagt Le Maire nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen Steven Mnuchin mit Blick auf die Besteuerung. Mit den USA gebe es nun einen "globalen gemeinsamen Rahmen". Für die Basis der Gespräche bei der OECD solle es am morgigen Donnerstag ein weiteres Treffen geben. Die USA hatten Frankreich im Dezember mit Strafzöllen gedroht, weil Paris 2019 eine nationale Digitalsteuer eingeführt hatte, die hauptsächlich große US-Konzerne wie Google oder Facebook trifft.

15.58 Uhr: Prinz Charles: Klimaschutz schafft auch Jobs und Wachstum

Prinz Charles fordert dazu auf, den Kampf gegen den Klimawandel auch als Chance auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft zu sehen. Zu Beginn des neuen Jahrzehnts tun sich seiner Ansicht nach im Zusammenhang mit dem Klimaschutz neue Möglichkeiten am Arbeitsmarkt auf: "Mit dem Potenzial zu beispiellosem Wachstum." 2020 sei das Jahr für "Lösungen und praktische Aktion".

15.14 Uhr: Schon bald Handelsabkommen zwischen EU und USA?

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigt sich zuversichtlich, bald ein Handelsabkommen mit den USA abzuschließen und damit Strafzölle auf US-Importe europäischer Autobauer zu verhindern. Es sei gut, einen Verhandlungsprozess mit den USA zu haben, sagt von der Leyen in Davos der Deutschen Presse-Agentur nach einem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump, "denn wir wollen in einigen Wochen gemeinsam ein Abkommen haben, das diese Themen abschließt".

Mit Trump habe sie besprochen, wie dieser Prozess weitergeht. "Unsere Expertinnen und Experten setzen sich jetzt zusammen, gucken auf die Fakten, tauschen Zahlen aus, stellen die Frage nach Fairness auf beiden Seiten", sagt die EU-Kommissionspräsidentin.

Wichtig sei, die Gespräche fortzuführen, das sei so verabredet. "Keiner hat etwas davon, wenn wir jetzt in monatelangen Handelsstreit ausbrechen." Von der Leyen betont: "Deshalb ist es klug: jetzt verhandeln, Fakten miteinander besprechen, die Verhandlungen abschließen und unterschreiben."

14.28 Uhr: Autokonvoi statt Hubschrauber

Nebel hat die zügige Abreise von US-Präsident Donald Trump nach seinen Auftritten beim Weltwirtschaftsforum in Davos verhindert. Statt wie bei seiner Anreise gestern im Hubschrauber, musste Trump die rund 150 Kilometer zwischen Davos und dem Flughafen Zürich im Autokonvoi zurücklegen. Die Fahrt teils über enge Bergstraßen dauert etwa zwei Stunden, während Hubschrauber die Strecke in einer halben Stunde schaffen. Im Konvoi fuhren nach Angaben Schweizer Medien mehr als zwei Dutzend Fahrzeuge.

13.49 Uhr: Prinz Charles trifft sich mit Greta Thunberg

Der britische Thronfolger Prinz Charles (71) wird in Davos mit der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg (17) zusammentreffen, teilt das Clarence House, der Sitz des Prince of Wales in London, per Twitter mit.

Charles warnt bereits seit vielen Jahren vor der Klimaerwärmung und sollte am Mittwoch eine Rede bei der jährlichen Konferenz in dem Schweizer Skiort halten. Laut vorab verbreiteten Auszügen der Ansprache fordert der britische Royal, dass Konsumenten künftig besser über die Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit von Produkten aufgeklärt werden sollen.

13.27 Uhr: Trump: "Thunberg hat mich ausgestochen"

Der US-Präsident äußert sich auch zu Greta Thunberg – und macht dabei einmal mehr deutlich, wie wichtig ihm Klimaschutz ist. Anstatt auf die Kritik der jungen Schwedin einzugehen, sagt Trump: "Sie hat mich auf dem "Time"-Magazin ausgestochen." Das "Time"-Magazin hatte Thunberg zur "Person des Jahres" 2019 gekürt und aufs Titelbild gehoben.

Trump gibt der Klimaaktivistin den Rat, sich andere Länder anstelle der Vereinigten Staaten vorzunehmen. Die USA seien "sauber und schön". Aber es gebe einen anderen Kontinent, "wo Rauch aufsteigt", sagt Trump, ohne Asien, China oder Indien namentlich zu nennen. "Greta sollte anfangen, sich um diese Länder zu kümmern." Manche Aspekte der Klimadebatte seien seiner Meinung nach ein "Schwindel", sagt der US-Präsident, ohne Beispiele zu nennen.

13.12 Uhr: Trump holt vor der Presse zum Rundumschlag aus

Donald Trump nutzt die überraschend angesetzte Pressekonferenz für einen Rundumschlag – gegen die Welthandelsorganisation WTO, gegen die EU und gegen die Demokraten, die ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn durchgesetzt haben.

Trump erneuert dabei seine Kritik an der WTO, die seiner Ansicht nach unfair zu den USA sei und China sowie Indien bevorteile. Mit Blick auf die Handelsstreitigkeiten mit Europa erwartet der US-Präsident noch härtere Auseinandersetzungen als mit China. "Mit ihnen ist es wirklich noch schwieriger, Geschäfte zu machen. Fragen Sie nur Boris Johnson", sagt Trump. Zugleich aber hält er eine Einigung noch vor der US-Wahl im November für möglich.

An die Adresse der Demokraten sagt er, seine starken Wirtschaftszahlen machten sie verrückt. Deshalb hätten sie diese "Hexenjagd" gegen ihn angezettelt.

13.06 Uhr: Trump attackiert Welthandelsorganisation scharf

US-Präsident Donald Trump greift die Welthandelsorganisation (WTO) in Davos erneut scharf an und fordert ihre Reform. Die WTO habe die USA lange Zeit sehr unfair behandelt, sagt Trump in einer überraschend anberaumten Pressekonferenz. Ohne die Organisation habe China nie die Rolle einnehmen können, die das Land nun innehabe. China und auch Indien hätten nun großartige Vorteile.

WTO-Generaldirektor Roberto Azevedo betont, das System habe in vielen Bereichen nicht richtig funktioniert. "Die WTO muss sich ändern." Dazu sei die Handelsorganisation bereit. Alle müssten zusammenarbeiten, damit die WTO eine relevante Rolle angesichts der aktuellen Herausforderungen spielen könne.

12.30 Uhr: Forums-Chef fordert Umschulungsrevolution

Gemeinsam mit Regierungen und Personaldienstleistern will das Weltwirtschaftsforum (WEF) bis 2030 weltweit eine Milliarde Jobs fit für die Zukunft machen. WEF-Gründer Klaus Schwab sagt, "der beste Weg, eine solidarische und inklusive Gesellschaft zu unterstützten, ist, jeden mit einem angemessenen Job und Einkommen zu versorgen". Das Ausmaß und die Dringlichkeit der digitalen Veränderungen in der Arbeitswelt "verlangen nichts weniger als eine Umschulungsrevolution". Ziele sind bessere Ausbildung, neue Fähigkeiten und bessere Jobs für eine Milliarde Menschen in aller Welt.

Geschaffen wird eine Plattform, um verschiedene Initiativen innerhalb einzelner Länder, Branchen, Organisationen oder Schulen zusammenzubringen und zu koordinieren. Daran beteiligen sich mehrere Regierungen, etwa Dänemark, Russland, Frankreich, Indien und die USA. Als Unternehmen sind unter anderem die Personaldienstleister Adecco und Manpower sowie der Cloud-Computing-Anbieter Salesforce beteiligt.

12.02 Uhr: Trump in Davos: Haben Plan gegen Coronavirus

Die USA haben nach Angaben von Präsident Trump Vorkehrungen getroffen, um das grassierende Coronavirus einzudämmen. "Wir haben einen Plan, und der wird sehr gut aufgehen", sagt Trump.

11.53 Uhr: Von der Leyen: Europa muss Verantwortung übernehmen

Kommissionschefin von der Leyen ruft die Europäer zu mehr Engagement in der Welt auf. Sie verweist auf die Libyen-Tagung am vergangenen Wochenende in Berlin, die viele Akteure – Konfliktparteien wie auch internationale Player – zusammengebracht habe.

Eine herrschende Ordnung zu zerschlagen, sei einfach, sagt von der Leyen. Doch die Scherben wieder zusammenzusetzen, darin bestehe die wahre Stärke. Europa habe gelernt, die Notwendigkeit eines Einschreitens in Krisenlagen zu erkennen. Niemand in der Welt investiere mehr in die Krisenprävention.

11.45 Uhr: Green Deal ist Wachstumsstrategie

Ursula von der Leyen wirbt in ihrer Rede für ihren "Green Deal" für Europa. Das Umweltprogramm sei gleichzeitig Europas Wachstumsstrategie, sagt die EU-Kommissionschefin. "Wir müssen jetzt handeln." Auf dem Weg zur Klimaneutralität gelte es, "alles zu tun, was nötig ist". Die ganze Welt brauche grüne Wachstumsstrategien, denn alle Länder stünden vor einer Verknappung der fossilen Rohstoffreserven.

Der Green Deal sieht vor, dass die EU bis 2050 klimaneutral sein soll, also praktisch kein CO2 mehr produziert. Für den "Green Deal" sind insgesamt für die nächsten zehn Jahre eine Billion Euro vorgesehen, wobei ein Drittel durch private Investitionen mit aufgebracht werden soll.

11.36 Uhr: "Klimanotstand macht nicht vor Grenzen halt"

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez mahnt die Elite aus Finanzwesen und Politik zur Eile beim Kampf gegen die Erderwärmung: "Der Klimanotstand ist eine Katastrophe, die nicht vor Grenzen haltmacht. Wir sind die letzte Generation, die noch wirksam gegen sie angehen kann." Spaniens Regierung will bis 2050 beim CO2-Ausstoß Klimaneutralität erreichen. Sie hat den Klimanotstand ausgerufen – ein erster unverbindlicher Schritt, dem jedoch konkrete Gesetze im Kampf gegen die Erderwärmung folgen sollen.

11.32 Uhr: Beteiligen Sie sich an unserer Leserdebatte

Eine prosperierende und gleichzeitig nachhaltige Wirtschaft – kann das langfristig funktionieren oder schließen sich Wachstum und Klimaschutz aus? Die Leserdebatte bei t-online.de geht auch heute weiter. Schreiben Sie uns hier Ihre Ideen und Argumente.

11.18 Uhr: Trump droht EU erneut mit Strafzöllen

Nach dem Abschluss des Handelsabkommens mit China will sich US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben jetzt auf Verhandlungen mit der EU konzentrieren. Und er warnt: Ohne neues Abkommen mit der US-Regierung drohen den Europäern "sehr hohe Zölle" auf den Import von Autos und anderen Waren. Dem US-Nachrichtensender CNBC sagt er, ohne einen Deal "müssen die USA handeln".

Er gehe aber davon aus, dass es zu einer Einigung mit Brüssel kommen werde, sagt Trump weiter. "Sie werden einen Deal machen, weil sie müssen, sie müssen", so der Präsident. Er habe sich in dem Handelskonflikt bislang zurückgehalten, weil er erst jenen mit China zum Abschluss bringen wollte. Trump beklagt, dass die EU-Staaten deutlich mehr in die USA exportierten als umgekehrt. Bereits nach einem Treffen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag hatte Trump erneut mit der Einführung von Strafzöllen auf Autoimporte gedroht.

10.46 Uhr: Handelsabkommen mit London hat für Trump Top-Priorität

US-Finanzminister Steven Mnuchin sagt, für Präsident Donald Trump ist ein Handelsabkommen mit Großbritannien eine der größten Prioritäten in diesem Jahr. Im Handelsstreit mit China sei es nicht entscheidend, noch vor der US-Präsidentenwahl im November das angestrebte zweite Teilabkommen abzuschließen. Ohne Sonderzölle und Trumps Drohungen mit noch höheren Zöllen hätte es das erste Teilabkommen nicht gegeben.

10.08 Uhr: Zweiter Tag des Weltwirtschaftsforums – Was heute wichtig ist

Die Rede von Donald Trump, die Antwort von Greta Thunberg – der erste Tag des Jubiläumstreffens in Davos sorgte bereits für reichlich Diskussionen. Am zweiten Tag des Weltwirtschaftsforums wird vor allem die Rede der neuen EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen mit Spannung erwartet. Von der Leyen hatte jüngst ihren Green Deal für Europa vorgestellt. Wahrscheinlich wird sie in Davos das Thema erneut aufgreifen. Am Vormittag wird außerdem der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez sprechen. Am Nachmittag wird interessant sein, wie sich die Peking-treue Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam zur Demokratiebewegung in ihrer Sonderverwaltungszone äußern wird.

09.26 Uhr: Blackrock steigt in Klimaschutz-Fonds ein

Eine Investoren-Gruppe um den Vermögensverwalter Blackrock will eine halbe Milliarde Dollar für einen privaten Beteiligungsfonds für Klimaschutzprojekte einsammeln. Blackrock leistet eine Anschubhilfe in Höhe von 100 Millionen Dollar für den Fonds, der 2018 von Deutschland und Frankreich sowie privaten gemeinnützigen Stiftungen aufgelegt wurde. Er soll den Einsatz erneuerbarer Energien und Projekte für mehr Energieeffizienz finanzieren helfen – unter anderem in Afrika, Südostasien und Lateinamerika.

Blackrock dränge Konzerne zu größeren Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel. Andernfalls würden sich die Anleger zunehmend abwenden, warnte Blackrock-Chef Larry Fink jüngst in einem Brief an Konzernchefs.

05.48 Uhr: Röttgen kritisiert Habeck scharf

Kritik von Grünen-Chef Robert Habeck an der Rede von US-Präsident Donald Trump auf der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos stößt in der CDU auf massiven Unmut. "Es ist schon eine Leistung, sich durch die Kritik an Präsident Trump selbst zu disqualifizieren; das ist Habeck gelungen", sagt der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Habecks Aussage, Trump sei "der Gegner, er steht für all die Probleme, die wir haben", offenbare "mindestens eine erschreckende außenpolitische Einfältigkeit des grünen Spitzenmannes". Trump sei schließlich "der demokratisch gewählte Präsident des Landes, das das Rückgrat unserer eigenen Sicherheit bildet". Habeck hatte Trumps Auftritt in Davos massiv kritisiert. "Trumps Rede war ein Desaster für die Konferenz", sagte er dem ZDF.

04.05 Uhr: UN-Ozeanbeauftragter: Bedrohung durch Klimawandel wie Kriegszustand

Der UN-Ozeanbeauftragte Peter Thomson vergleicht die Gefahr für die Weltmeere durch den Klimawandel mit der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. "Jetzt befinden wir uns in einer Art Appeasement-Phase", sagt Thomson der Deutschen Presse-Agentur in Davos. "Politiker versuchen, hier und da Deals zu schließen. Aber wir müssen damit anfangen, wie in einem Kriegszustand zu denken", betont der Fidschianer. "In einem Land wie Fidschi denken wir so, denn wir werden von Tropenstürmen angegriffen."

Unter "Appeasement" (Beschwichtigung) versteht man die nachgiebige Haltung gegenüber Nazi-Diktator Adolf Hitler, mit der die Westmächte einen Krieg vermeiden wollten.

"Was passiert, wenn große Städte überflutet werden, wenn die Meeresspiegel steigen?", fragt Thomson. "Man muss sich das so vorstellen, dass man angegriffen wird." Zugleich betont er, weltweit sei das Bewusstsein vorhanden, dass die Gefährdung der Ozeane eine Gefahr für alle bedeute. Der "Kriegszustand" kann aus seiner Sicht auch etwas Gutes haben: "In Stresszeiten – und Krieg ist der größte Stress – spielen wir unsere größten Stärken aus: Innovationen. Aber wir lernen auch, besser zu teilen", sagt Thomson. "Wir halten zusammen in Stresszeiten. Deshalb denke ich, dass dies wieder ein großer Moment ist, den wir bewältigen durch bessere Innovationen."

Dienstag, 21. Januar 2020, 20.10 Uhr: UN-Flüchtlingskommissar fordert Schutz für Klimaflüchtlinge

Der Hohe UN-Kommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, erklärt, die Welt müsse sich auf Millionen Klima-Flüchtlinge vorbereiten. Er fordert internationalen Schutz für die Menschen, die ihre Heimat wegen des Klimawandels verlassen müssen.

17.30 Uhr: US-Botschafter kritisiert Habecks Attacke auf Trump 

Nachdem Grünen-Chef Robert Habeck sich negativ über die Eröffnungsrede von Donald Trump geäußert hat, meldet sich US-Botschafter Richard Grenell in der "Bild" zu Wort. Er kritisiert, Habeck hätte "besser zuhören sollen." Dann hätte er verstanden, "wie man eine Wirtschaft massiv wachsen lassen und zeitgleich den CO2-Ausstoß senken kann". Das seien zwei Dinge, die Habeck noch lernen müsste.

15.41 Uhr: China verspricht weitere Öffnung seiner Märkte

Chinas Vizeministerpräsident Han Zheng spricht sich für Globalisierung und offene Märkte aus. "Unilaterale und protektionistische Praktiken, die gegen den weltweiten Trend laufen, führen nirgendwo hin", sagt Han Zheng in Davos, ohne die konfrontative Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump direkt zu nennen. Er verspricht mehr Marktzugang für ausländische Unternehmen: "China wird sich der Welt weiter öffnen."

China wolle auch keine Handelsüberschüsse erwirtschaften, sondern seine Importe ausweiten. Han begrüßt das Teilabkommen über die erste Phase im Handelskonflikt mit den USA als "gut für China, gut für die USA und gut für die Welt". Er versichert, dass die darin zugesagten zusätzlichen Einfuhren amerikanischer Waren nach China nicht zu Lasten anderer Handelspartner gehen werden.

Die Risiken und Unsicherheiten für die Weltwirtschaft vergrößerten sich, warnt Han Zheng. "Die Globalisierung verspürt Gegenwind durch Protektionismus und Unilateralismus." Handelspannungen nähmen zu. Doch sei Globalisierung der "Trend der Zeit" und die "Triebkraft des Wirtschaftswachstums in der Welt". "Kein Land kann nachhaltiges Wachstum außerhalb der globalen Arbeitsteilung erreichen."

15.03 Uhr: Trump will mit von der Leyen über Handelsdeal sprechen

Trump kündigt Gespräche mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen über eine Einigung im transatlantischen Handelsstreit an: "Hoffentlich kriegen wir etwas hin." Trump stört sich am hohen Handelsdefizit seines Landes und sieht die USA von der EU unfair behandelt. Dabei drohte er auch immer wieder mit Sonderzöllen gegen Autoimporte aus der Europäischen Union, was vor allem deutsche Hersteller treffen würde. EU-Handelskommissar Phil Hogan hatte sich zuletzt aber zufrieden gezeigt mit Gesprächen zur Lösung der Streitfragen.

In Handelsfragen im Clinch: EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und US-Präsident Donald Trump. (Quelle: AP/dpa/Evan Vucci)In Handelsfragen im Clinch: EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und US-Präsident Donald Trump. (Quelle: Evan Vucci/AP/dpa)

14.14 Uhr: Allianz-Chef: Regierungen haben bei Klimaschutz Anschluss verloren

Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte kritisiert die Politik in ihren Bemühungen um den Klimaschutz. "Es ist das erste Mal, dass die Wirtschaft den Ton angibt und die Regierungen hinterherhinken", sagt der Manager am Dienstag auf einer Diskussionsveranstaltung in Davos mit Blick auf die Reduktion von CO2-Emissionen. "Ich kann nur für mein Heimatland sprechen: Wir diskutieren immer Pläne für den Kohleausstieg, aber wir diskutieren nur den Zeitpunkt und nicht die nötigen Schritte." Er glaube, dass die Regierungen unglücklicherweise den Anschluss verloren haben.

Die Allianz sei wohl der größte institutionelle Investor in Europa. Der Konzern wolle die Wut über das langsame Vorankommen mit Optimismus verbinden, indem man praktische Dinge tue. In einem Zusammenschluss großer Finanzinvestoren hat die Allianz sich mit anderen verpflichtet, ihre Anlageportfolios bis 2050 auf Netto-Null-Treibhausgasemissionen umzustellen.

Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte: Unzufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung im Klimabereich. (Quelle: Reuters/Denis Balibouse)Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte: Unzufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung im Klimabereich. (Quelle: Denis Balibouse/Reuters)

Gestartet sei das Bündnis mit einem Gesamtanlagevermögen von 2,4 Billionen US-Dollar, am Ende der Woche werde der Wert vermutlich mehr als doppelt so hoch liegen, sagt Bäte im Anschluss an eine kritische Rede der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg. Nach dem Start des Bündnisses im vergangenen September waren mehrere weitere große Investoren hinzugekommen.

13.36 Uhr: Habeck: Trumps Rede "ein Desaster"

Grünen-Chef Robert Habeck kritisiert die Rede von US-Präsident Trump in Davos scharf. "Trumps Rede war ein Desaster für die Konferenz", so Habeck. Nach dem Auftritt des US-Präsidenten sei "noch klarer" zu sehen, dass die Richtung gewechselt werden müsse: "Wir müssen den Kampf mit Donald Trump aufnehmen, er steht auf der anderen Seite."

Die Rede des US-Präsidenten in Davos zeigt nach Ansicht von Habeck das Problem: "Manche Politiker bewegen sich noch schneller in die Richtung, die unseren Planeten erst in die schwierige Situation gebracht hat, in der wir sind."

13.11 Uhr: "Sie sind es doch, die aufgeben, nicht wir"

Es braucht nur wenig, um den Prozess zu einer nachhaltigen Wirtschaft anzustoßen, sagt Thunberg. Dann wendet sie sich direkt an die Forumsteilnehmer: "Wie wollen Sie Ihren Kindern erklären, dass Sie nicht ausreichend getan haben, um die CO2-Emissionen zu reduzieren?", fragt die junge Schwedin. "Sie sind es doch, die aufgeben, nicht wir." Die Aktivistin kündigt an, dass der Klimaprotest der Jugend weitergehen werde.

13.06 Uhr: Ein paar Bäume zu pflanzen, wird nichts ändern

Thunberg kritisiert die bisherigen Anstrengungen, der Klimakrise zu begegnen. Die ergriffenen Maßnahmen seien alles andere als zielführend. Ein paar Millionen Bäume zu pflanzen, werde nichts daran ändern, dass wir schon bald unser CO2-Budget aufgebraucht haben werden – ein Seitenhieb auf Donald Trump, der in seiner Rede eine Unterstützung der Initiative "Eine Billion Bäume" angekündigt hatte?

13.03 Uhr: Jetzt spricht Thunberg

Und tatsächlich, es geht pünktlich weiter. Jetzt hält Greta Thunberg im Rahmen einer Klimadiskussion eine kurze Ansprache.

12.46 Uhr: Nach Trump wartet alles auf Thunberg

Der nächste wichtige Tagesordnungspunkt in Davos ist eine Klimadiskussion, an der auch Greta Thunberg teilnehmen soll. Es wird ein Redebeitrag von ihr erwartet. Weil Donald Trump seine Rede mit etwa 20 Minuten Verspätung begonnen hatte, blieb zunächst offen, ob die Klimadebatte pünktlich um 13 Uhr beginnen wird.

12.39 Uhr: Die wichtigsten Aussagen aus Trumps Rede

In Trumps Rede drehte sich fast alles um seine Wirtschafts- und Handelspolitik, die er als eine einzige Erfolgsgeschichte feiert. Unter ihm seien die Steuern gesenkt und Millionen neue Jobs geschaffen worden. Die Arbeitslosigkeit sei auf einem historischen Tiefstand, der Wohlstand auf einem Allzeithoch. Er habe Handelsabkommen geschlossen, die noch vor Jahren undenkbar gewesen wären, und die auch anderen Ländern zugute kämen. Und das Beste komme noch, sagt Trump. Vor Reportern kündigt er nach seiner Rede Investitionen von einigen der größten Unternehmen weltweit an: "Das bedeutet neue Jobs, das bedeutet wirtschaftliches Wachstum. Jetzt geht es uns gut und künftig wird es uns noch besser gehen." Die Herausforderungen der Klimakrise erwähnt er nur ganz am Rande, indem er die Umweltaktivisten als "Propheten des Untergangs" bezeichnet.

12.20 Uhr: Trump beendet seine Rede

Nach gut 30 Minuten Rede tritt Donald Trump vom Rednerpult.

12.17 Uhr: Trump keilt gegen Klimademonstranten

Trump fordert dazu auf, die "beständigen Propheten des Untergangs" in die Schranken zu weisen – eine klare Ansage an die Adresse der Klimabewegung um die schwedische Aktivistin Greta Thunberg. Dies sei keine Zeit für Pessimismus, sondern für Optimismus.

12.16 Uhr: Trump will viele Bäume pflanzen

Trump bekennt sich zur Bewahrung der Natur und kündigt an, die USA würden der Initiative "Eine Billion Bäume" des Weltwirtschaftsforums beitreten.

12.14 Uhr: Trump verspricht neuen Schub für Energie aus Atomkraft und Gas

Der US-Präsident verspricht einen Boom bei der Energieerzeugung aus Atomkraft und aus Flüssiggas. Das werde zu Versorgungssicherheit führen.

12.09 Uhr: Habe den Stier bei den Hörnern gepackt

Donald Trump sagt, seine entschlossene Haltung im Handelskonflikt mit China habe nicht nur seinem Land, sondern auch allen anderen Vorteile gebracht. Vor seiner Präsidentschaft hätten viele unter der Dominanz Chinas gelitten. Doch er habe den Stier bei den Hörnern gepackt, sagt Trump. Inzwischen habe China eingelenkt. Die Beziehung beider Länder sei "niemals besser" gewesen. Präsident Xi trete für die Interessen Chinas ein, er für jene der USA. "Ansonsten lieben wir uns."

12.05 Uhr: Trump lobt seine Steuerpolitik

Trump ruft andere Länder auf, es den USA bei der Senkung der Steuerlast für die Bürger gleich zu tun. Seine Steuerpolitik habe 40 Millionen Familien in den USA entlastet.

11.56 Uhr: Trump: Amerikas Arbeitsmarkt stärker denn je

Nach Angaben des US-Präsidenten sind seit seinem Amtsantritt über 7 Millionen Arbeitsplätze in den USA geschaffen worden. Die Arbeitslosigkeit sei auf dem niedrigsten Stand, seit in den USA eine Arbeitslosenstatistik erfasst werde. Die USA erlebten einen enormen Wohlstandsschub. Der amerikanische Traum sei wieder da, größer und stärker als je zuvor.

11.52 Uhr: Trump zählt seine Erfolge auf

Die USA erlebten derzeit einen wirtschaftlichen Aufschwung, wie es ihn noch nicht gegeben hat, sagt US-Präsident Trump. "Amerika boomt, Amerika ist aufgeblüht wie nie zuvor." Trump lobt in diesem Zusammenhang die in der vergangenen Woche geschlossenen Handelsabkommen mit China sowie mit Mexiko und Kanada, die er als Blaupausen für künftige Abkommen betrachtet.

11.50 Uhr: Trump beginnt seine Rede

Nun bittet Klaus Schwab Donald Trump ans Rednerpult.

11.47 Uhr: Trump betritt die Bühne

Donald Trump betritt gemeinsam mit dem Chef des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, die Tagungsbühne. Bevor der US-Präsident das Wort ergreift, richtet Schwab ein paar einführende Worte an die Teilnehmer.

11.45 Uhr: Zunächst wird gesungen

Kurz vor der Rede von Donald Trump bringt ein Männerchor Schweizer Folklore zum Besten. Die Männer singen ein bekanntes Volkslied.

11.34 Uhr: Beteiligen Sie sich an unserer Leserdebatte

Eine prosperierende und gleichzeitig nachhaltige Wirtschaft – kann das langfristig funktionieren oder schließen sich Wachstum und Klimaschutz aus? Schreiben Sie uns Ihre Ideen und Argumente.

11.22 Uhr: Trumps Rede erwartet

In wenigen Minuten wird US-Präsident Donald Trump mit einer Rede das 50. Weltwirtschaftsforum in Davos offiziell eröffnen. Es wird erwartet, dass er das Thema Handel in den Vordergrund rücken wird.

10.36 Uhr: Junge Klimaaktivisten fordern mehr Mitsprache

Junge Klimaaktivisten wie Greta Thunberg fordern eine stärkere Mitsprache ihrer Generation beim Kampf gegen den Klimawandel. Die Politik habe die Erfahrung, die jungen Leute die Ideen, sagt Natasha Mwansa aus Sambia in Davos. Sie müssten besser integriert werden. Es gehe nicht um Reden, sondern um Handlungen und Unterstützung. "Was zählt ist, was wir zu Hause machen. Wir werden nicht immer in Davos sein."

Thunberg fordert, die Wissenschaft stärker einzubinden. "Wir müssen die Krise behandeln als das, was es ist: Eine Krise", sagt die 17-jährige Schwedin. "Es muss viel mehr passieren, dies ist erst der Anfang." Persönlich könne sie sich über Aufmerksamkeit nicht beklagen. "Aber die Wissenschaft und die Stimmen der jungen Generation stehen nicht im Zentrum der Debatte. Doch das müssen sie. "Salvador Gomez-Colon von der Karibikinsel Puerto Rico fordert, die Klimakrise nicht zu politisieren. "Es ist keine politische Frage."

10.17 Uhr: Frankreich strebt Einigung mit USA auf Digitalsteuer an

Frankreich will sich nach den Worten von Finanzminister Bruno Le Maire am Mittwoch mit den USA auf einen gemeinsamen Plan zur Besteuerung großer Digitalkonzerne einigen. "Das gemeinsame Ziel ist eine gerechte Besteuerung digitaler Aktivitäten in einem internationalen Rahmen", sagt Le Maire in Brüssel.

Die USA hatten Frankreich im Dezember mit Strafzöllen gedroht, weil Paris 2019 eine nationale Digitalsteuer eingeführt hatte, die hauptsächlich große US-Konzerne wie Google oder Facebook trifft. Der französische Präsident Emmanuel Macron habe jedoch am Sonntagabend in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump vereinbart, jede Eskalation bei Zöllen ebenso zu vermeiden wie einen Handelskrieg, berichtet Le Maire. Ob dies bedeutet, dass Frankreich seine nationale Digitalsteuer zurücknimmt, beantwortet der Minister nicht.

9.55 Uhr: Thunberg: Nichts passiert im Kampf gegen Klimawandel

Im Kampf gegen den Klimawandel ist nach Ansicht von Klima-Aktivistin Greta Thunberg bislang "nichts getan" worden. "Wir kämpfen alle für die Umwelt und das Klima", sagt Thunberg zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums in Davos. Aus "übergeordneter Perspektive betrachtet" sei allerdings bisher "im Grunde nichts getan" worden. Es sei "viel mehr" nötig. "Das ist erst der Anfang", mahnt die junge Klimaaktivistin.

8.57 Uhr: Trump ist in der Schweiz eingetroffen

US-Präsident Donald Trump ist am Flughafen von Zürich in der Schweiz eingetroffen. Anschließend sollte ein Hubschrauber den US-Präsidenten ins etwa 150 Kilometer entfernte Davos bringen, wo er um 11.30 Uhr eine Rede halten soll.

Die Air Force One mit US-Präsident Trump an Bord ist in Zürich gelandet. (Quelle: dpa/Walter Bieri/KEYSTONE)Die Air Force One mit US-Präsident Trump an Bord ist in Zürich gelandet. (Quelle: Walter Bieri/KEYSTONE/dpa)

Nach der Landung in Zürich flog der US-Präsident an Bord des Helikopters Marine One nach Davos weiter. (Quelle: Reuters/Arnd Wiegmann)Nach der Landung in Zürich flog der US-Präsident an Bord des Helikopters Marine One nach Davos weiter. (Quelle: Arnd Wiegmann/Reuters)

6.45 Uhr: Treffen hat großen Werbewert für Davos

Trotz der großen Belastung durch Tausende Teilnehmer und Sicherheitskräfte will die Schweizer Gemeinde Davos das Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) in dem Alpenort nicht missen. Eine Studie habe ergeben, dass der Werbewert der viertägigen Veranstaltung bei 80 bis 85 Millionen Schweizer Franken (74,5 bis 79 Millionen Euro) liege, sagte Gemeindepräsident Tarzisius Caviezel der Deutschen Presse-Agentur.

"Das WEF-Jahrestreffen ist eine der wichtigsten wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Veranstaltungen der Welt", betonte Caviezel. Bilder von der Tagung würden in die ganze Welt gesendet. Außerdem werde Davos mit der Tagung als Plattform für Dialog bekannt, "wo sich zerstrittene Parteien an einen Tisch setzen können", sagte Caviezel.

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