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Lauterbach: "Die Uefa hat TodesfÀlle zu verantworten"

Von t-online
Aktualisiert am 11.07.2021Lesedauer: 47 Min.
Fanmassen vor dem Wembleystadion: Karl Lauterbach wirft der Uefa erneut Versagen vor.
Fanmassen vor dem Wembleystadion: Karl Lauterbach wirft der Uefa erneut Versagen vor. (Quelle: NurPHOTO/imago-images-bilder)
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Die vom 11. Juni bis zum 11. Juli laufende Fußball-EM in elf verschiedenen Spielorten neigt sich dem Ende zu. Am Sonntagabend findet das Finale im Wembley statt. Alle Informationen dazu finden Sie hier.

Die paneuropÀische EM endet am Sonntag, den 11. Juli mit dem Finale zwischen England und Italien im Wembleystadion in England. Alle Nachrichten, Infos und die wichtigsten Updates gibt es hier im EM-Finalblog nachzulesen.


EM 2021: Das sind die Bilder des Turniers

Der Schock um Christian Eriksen, der Torjubel von Marko Arnautovic oder das 50-Meter-Tor von Patrick Schick: Die EM lieferte bislang emotionale sowie spektakulÀre Bilder.
Das erste Tor des Turniers erzielte die TĂŒrkei – allerdings auf der falschen Seite. Verteidiger Merih Demiral (
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Lauterbach zur EM: "Die Uefa hat versagt"

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat der EuropĂ€ischen Fußball-Union erneut Versagen beim Umgang mit der Corona-Pandemie bei der Europameisterschaft vorgeworfen und das Hygienekonzept der Bundesliga gelobt.

"Auf dieser EM liegt ein Schatten, und die Uefa hat durch ihre ignorante Vorgehensweise TodesfĂ€lle zu verantworten. Das muss so klar gesagt werden. Die Uefa hat in meinen Augen versagt", sagte der Politiker im Magazin "11Freunde". Dieses Turnier signalisiere, dass Corona vorbei wĂ€re, aber Corona sei nicht vorbei. "Die EM hat sich fĂŒr dieses fatale Signal missbrauchen lassen", kritisierte er.

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Putins Plan geht auf
Olaf Scholz besichtigt das ehemalige GefĂ€ngnis "Number Four", in dem wĂ€hrend der Apartheid in SĂŒdafrika auch zahlreiche politische Gefangene einsitzen mussten: WĂ€hrend der Afrika-Reise des Kanzlers wird in Deutschland hitzig ĂŒber Waffenlieferungen fĂŒr die Ukraine gestritten.


Insbesondere die Zulassung von mehr als 60.000 Zuschauern beim Endspiel in London zwischen Italien und England am Sonntagabend (21.00 Uhr/t-online-Liveticker) sieht der 58-JĂ€hrige als Gefahr. "Wembley ist komplett außer Kontrolle geraten", sagte Lauterbach.

Schottische Zeitung wĂŒnscht Italien den EM-Sieg

Mit der Bitte an Italien, das EM-Finale gegen England zu gewinnen, hat eine schottische Zeitung gemischte Reaktionen hervorgerufen. "The National", das die UnabhĂ€ngigkeit Schottlands unterstĂŒtzt, zeigte auf der Titelseite seiner Samstagsausgabe den italienischen Nationaltrainer Roberto Mancini als schottischen FreiheitskĂ€mpfer William Wallace in einem Bild, das an Mel Gibsons Film "Braveheart" erinnert. "Rette uns, Roberto", schrieb das Blatt aus Glasgow mit Blick auf das EM-Endspiel am Sonntag im Londoner Wembley-Stadion, "du bist unsere letzte Hoffnung. (Wir können nicht weitere 55 Jahre ertragen, in denen sie damit prahlen.)"

WĂ€hrend viele EnglĂ€nder es mit Humor nahmen und als gewöhnliche Fußball-Sticheleien verstanden, reagierten andere verĂ€rgert und warfen "The National" vor, anti-englische Ressentiments in Schottland zu verstĂ€rken. Harry Cole, Redakteur der britischen Boulevard-Zeitung "The Sun", nannte es bei Twitter "traurig". In Italien hingegen sorgte Coach Mancini in Braveheart-Montur fĂŒr AmĂŒsement.

Grifo ĂŒber Italien-Star Chiellini: "Wirklich eine Herzensperson"

Auch der fĂŒr die Fußball-Europameisterschaft nicht nominierte Freiburger Bundesliga-Profi Vincenzo Grifo schwĂ€rmt von seinem Nationalteamkollegen Giorgio Chiellini. "Giorgio ist wirklich eine Herzensperson. Mit mir geht er immer top um und kĂŒsst mich immer von rechts nach links und nimmt mich in den Arm", sagte der 28-JĂ€hrige vom SC Freiburg am Samstag im ZDF-"Sportstudio".

Vom KapitĂ€n der italienischen Nationalmannschaft könne man "einiges lernen", sagte Grifo. Chiellini sei "einfach ein Idol". Der 36-JĂ€hrige verstelle sich "fĂŒr niemanden, auch nicht fĂŒr die Kamera".

Southgate bittet: Buht die italienische Hymne nicht aus

Teammanager Gareth Southgate hat die englischen Fußball-Fans aufgefordert, die italienische Nationalhymne vor dem Finale der EM nicht auszubuhen. "Wir sollten respektvoll sein. Wir können sie wĂ€hrend des Spiels mit den GesĂ€ngen einschĂŒchtern, aber die Hymne ist etwas anderes", sagte Southgate wĂ€hrend seines Pressestatements am Samstagabend.

Vor dem Halbfinale gegen DĂ€nemark (2:1 n.V.) hatte es wĂ€hrend der gegnerischen Hymne im Londoner Wembleystadion laute Buhrufe gegeben. "Die Spieler brauchen die UnterstĂŒtzung der Fans, die AtmosphĂ€re ist fantastisch", sagte Southgate. Es mĂŒsse jedoch fair bleiben.

Hunderte Fußball-Fans feiern in London ohne Abstand und Masken

Vor dem zweiten Halbfinale haben am Mittwoch Hunderte Fans der englischen Nationalmannschaft ohne Abstand und Masken vor dem Wembley-Stadion gefeiert. Die AnhÀnger der "Three Lions" sangen auf einem Vorplatz der Arena Lieder und standen eng beieinander. Mehr als 60.000 Zuschauer sollen bei der Partie gegen DÀnemark am Abend (ab 21 Uhr im t-online-Liveticker) im Stadion sein.

Schon vor dem ersten Halbfinale zwischen Italien und Spanien hatten sich am Dienstag weit vor dem Anpfiff Hunderte Fans beider Nationalteams vor dem Stadion eingestimmt. Zwar gelten offiziell Masken- und Abstandsregeln im Stadion, Bilder und Videos zeigten dennoch auch wÀhrend der Partie Szenen wie vor der Corona-Pandemie.

Bis zum 19. Juli sollen die Corona-Maßnahmen wie MindestabstĂ€nde und Maskenpflicht weitgehend aufgehoben werden. Das hatte Premierminister Boris Johnson am Montag angekĂŒndigt. Dann können die EnglĂ€nder wieder im voll besetzten Theater sitzen, riesige Feste feiern und sogar die Nacht im vollen Klub durchtanzen. So wie im Halbfinale am Dienstag.

London verlost Finaltickets unter Impfwilligen

Londons BĂŒrgermeister Sadiq Khan will die BĂŒrger der britischen Hauptstadt mit der Aussicht auf Tickets fĂŒr das EM-Finale zur Corona-Impfung animieren. "Wir wollen so viele Londoner wie möglich ermutigen, sich impfen zu lassen", sagte der Labour-Politiker am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Wer sich bis Donnerstag impfen lĂ€sst, könne an der Verlosung der zwei Karten teilnehmen.

Schiedsrichter Felix Brych pfeift EM-Halbfinale

Der MĂŒnchner Schiedsrichter Felix Brych pfeift das EM-Halbfinale zwischen Italien und Spanien im Wembley-Stadion von London. Dies gab die UEFA bekannt. Der 45 Jahre alte Jurist ist neben Daniel Siebert der einzige deutsche Referee bei der EM.

Brych hatte zuletzt die Viertelfinalpartie England – Ukraine (4:0), das Achtelfinal-Spiel Belgien – Portugal (1:0) sowie zwei Gruppenspiele geleitet. FĂŒr den langjĂ€hrigen Bundesliga-Referee ist dieses Turnier damit schon weitaus erfolgreicher als die WM 2018, als er von der FIFA nach einem Vorrundenspiel nicht mehr nominiert worden war und enttĂ€uscht abreiste.

Tschechien-KapitĂ€n Darida tritt aus Nationalteam zurĂŒck

Tschechiens KapitĂ€n Vladimir Darida von Hertha BSC hat am Tag nach dem EM-Aus das Ende seiner Nationalmannschaftskarriere verkĂŒndet. "Tschechien verabschiedet sich von der EM, ich verabschiede mich von meinen Teamkollegen", sagte der Mittelfeldspieler in einem Statement auf der Verbandshomepage am Sonntag.

Brite sammelt weinendes deutsches MĂ€dchen

Ein Brite hat mehr als 33.500 Pfund fĂŒr ein kleines deutsches MĂ€dchen eingesammelt, das bei der EM-Niederlage von Deutschland gegen England im Stadion bitterlich geweint hatte. Joel Huges aus Wales hatte eine Spendenkampagne gestartet, nachdem das MĂ€dchen von englischen Fans beim Weinen bejubelt und danach im Internet aggressiv beleidigt wurde.

Stefan Effenberg: Flick "muss jĂŒngeren Spielern Vertrauen geben"

Der t-online-Kolumnist und frĂŒhere deutsche Nationalspieler spricht im Sport1-"Doppelpass" bei ĂŒber die Zukunft der DFB-Elf. "Der eine oder andere wird noch verabschiedet, da bin ich mir ziemlich sicher", betonte Effenberg. Der Abschied von Toni Kroos werde nicht der letzte bleiben. Gnabry, Werner und SanĂ© seien nun "auf dem PrĂŒfstand".

Effenberg fordert zudem: "Du musst jetzt den jĂŒngeren Spielern das Vertrauen geben, sich zu prĂ€sentieren. Denn die anderen hatten die auch – und haben sie nicht genutzt. Daher fĂ€nde ich das nur fair." Weitere Infos lesen Sie hier.

50 EnglĂ€nder wegen Verstoß gegen QuarantĂ€ne-Regeln in Rom identifiziert

Englische Fans sind in einigen Hotels in Rom von den Behörde identifiziert worden, weil sie sich nicht der fĂŒnftĂ€gigen QuarantĂ€ne nach der Einreise nach Italien unterzogen haben. Ihnen wurden die Eintrittskarten fĂŒr das Viertelfinale gegen die Ukraine (4:0) vor dem Spiel entzogen. Das teilten die Behörden in Rom mit.

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Maas begleicht nach Wembley-Niederlage Wettschuld

Außenminister Heiko Maas (SPD) löst seine Wettschulden bei den Briten ein. Er hatte mit seinem Kollegen Dominic Raab um einen Kasten Bier gewettet, dass Deutschland bei der Fußball-EM gegen England gewinnt. Das war bekanntlich nicht so. Nach der 0:2 Niederlage von Wembley wollte Maas am Donnerstag in Berlin der britischen Botschafterin Jill Gallard den Kasten ĂŒberreichen, wie die diplomatische Vertretung dazu erklĂ€rte. "Wettschulden sind Ehrenschulden", hatte Maas dazu am Mittwoch bei Twitter geschrieben. Dort hatte er Raab und den Fußballern zum Sieg gratuliert.

Schottland: Fast 2.000 Fans positiv getestet

Knapp 2.000 Corona-FĂ€lle in Schottland lassen sich nach offiziellen Angaben in Verbindung mit Spielen der Fußball-Europameisterschaft bringen. Zwei Drittel von 1.991 positiv Getesteten seien Fans, die entgegen der RatschlĂ€ge aus dem Norden zu Spielen nach London gereist seien, wie die Gesundheitsbehörde Public Health Scotland am Mittwoch mitteilte. Am 18. Juni hatten die Schotten in London gegen England gespielt. Knapp 400 Infizierte aus Schottland sollen im Stadion gewesen sein, wĂ€hrend in der Innenstadt Tausende weitere Fans Straßen und PlĂ€tze bevölkerten.

Die Infektionszahlen beziehen sich auf positiv Getestete, die wĂ€hrend ihrer ansteckenden Phase EM-Spiele oder Fan-Events besucht haben – und zwar zwischen dem 11. und dem 28. Juni. Drei Viertel der Infizierten waren der Behörde zufolge zwischen 20 und 39 Jahre alt, neun von zehn waren MĂ€nner.

Das Achtelfinale Deutschland gegen England am Dienstag fand mit fast 45.000 Zuschauern vor dem bisher grĂ¶ĂŸten Publikum statt. Abstand und Masken waren im Wembley-Stadion eher eine Seltenheit. Wie viele Fans und Beobachter sich dort angesteckt haben, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat unterdessen die Uefa scharf kritisiert: Sie sei "fĂŒr den Tod von vielen Menschen verantwortlich", schrieb er auf Twitter. Was er noch sagt, lesen Sie hier.

Darum ist Deutschland bei der EM gescheitert

Deutschland ist raus. Gegen den Erzrivalen England verliert die DFB-Elf mit 0:2. Dabei hat die bittere Niederlage mehrere GrĂŒnde – am Ende ist auch Joachim Löws Strategie gescheitert. Hier lesen Sie die Analyse des Spiels gegen England.

"Tut mir verdammt weh": Bewegende Nachricht von Thomas MĂŒller

In der 81. Minute lief Thomas MĂŒller allein auf Englands Torwart Jordan Pickford zu. Doch der DFB-Spieler vergab die Großchance zum Ausgleich. Eine Szene, die MĂŒller noch mehrmals durch den Kopf ging. Was er nun zu der vergeben Möglichkeit sagt, lesen Sie hier.

Thomas MĂŒller: Der DFB-Spieler vergab eine große Torchance kurz vor Schluss.
Thomas MĂŒller: Der DFB-Spieler vergab eine große Torchance kurz vor Schluss. (Quelle: Sven Simon/imago-images-bilder)

Löw: Vom Zauberer zum Zauderer

Das war's. 0:2 im Achtelfinale gegen England: Die DFB-Elf ist raus. Und die Amtszeit von Joachim Löw als Trainer der deutschen Nationalmannschaft ist beendet. Den RĂŒckblick auf 15 intensive Jahre lesen Sie hier.

Vor Achtelfinale gegen England: Deutschland beteiligt sich am Kniefall

Die deutsche und die englische Nationalmannschaft setzen bei ihrem EM-Achtelfinale im Londoner Wembley-Stadion ein gemeinsames Zeichen gegen Rassismus und fĂŒr Vielfalt sowie Toleranz. Die DFB-Elf wird vor dem Anpfiff am Dienstag (18.00 Uhr im Liveticker bei t-online) mit ihren Gegner auf dem "heiligen" Rasen knien. Zudem trĂ€gt Three-Lions-KapitĂ€n Harry Kane wie DFB-SpielfĂŒhrer Manuel Neuer die Regenbogenbinde am Oberarm.

"Wir stehen fĂŒr all diese Werte und finden es richtig, dass man sich fĂŒr solche Werte stark macht", sagte Bundestrainer Joachim Löw: "Die Mannschaft hat besprochen, was zu tun ist und uns gesagt, dass sie auch den Kniefall machen wird. Das ist ein tolles Zeichen." Neuer sagte ĂŒber die Kniefall-Geste: "Wir stehen fĂŒr Toleranz und gegen jegliche Art von Diskriminierung und wollen uns solidarisch zeigen mit der Nationalmannschaft von England. Deshalb werden wir das auch machen. Wir ziehen da gerne mit und mussten nicht lange darĂŒber nachdenken."

Die Geste ist beim Weltmeister von 1966 und den Klubs der Premier League inzwischen obligatorisch. Dass Kane wie er die bunte Binde tragen wird, nannte Neuer "ein starkes Zeichen". Vorausgegangen war ein Austausch zwischen den VerbÀnden FA und DFB.

Die Kniefall-Geste im Profisport geht auf den US-amerikanischen Footballspieler Colin Kaepernick zurĂŒck, der 2016 erstmals vor einem Spiel der amerikanischen National Football League (NFL) bei der Nationalhymne auf die Knie ging, um auf Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze aufmerksam zu machen.

Colin Kaepernick hat fĂŒr seinen Protest viel UnterstĂŒtzung erhalten.
Colin Kaepernick hat fĂŒr seinen Protest viel UnterstĂŒtzung erhalten. (Quelle: ZUMA Wire/imago-images-bilder)

In der Folge wurde der Kniefall zu einem Symbol der "Black Lives Matter"-Bewegung und erlangte nach der Ermordung des Amerikaners George Floyd durch einen Polizisten globale Aufmerksamkeit.

Belgien hofft auf Einsatz von De Bruyne und Hazard

Belgiens Fußball-Nationaltrainer Roberto Martinez hofft fĂŒr das EM-Viertelfinale gegen Italien am Freitag (21.00 Uhr im t-online-Liveticker) in MĂŒnchen weiter auf den Einsatz der angeschlagenen Topspieler Kevin De Bruyne und Eden Hazard. "Die ersten Nachrichten von den Ärzten sind recht positiv. Beide haben keine strukturellen SchĂ€den und bleiben bei der Mannschaft", sagte Martinez am Montag bei einer Pressekonferenz.

De Bruyne und Hazard waren im Achtelfinale gegen Portugal (1:0) angeschlagen ausgewechselt worden. Ob das Duo schon gegen Italien wieder von Beginn an spielen kann, ist aber fraglich. "Es wird schwer, dass sie bis dahin voll fit sind. WÀre das Spiel heute, wÀre das nicht der Fall. Wir brauchen jeden Tag", sagte Martinez.

In der Startelf gegen Spanien: Rebic ersetzt Perisic

Der ehemalige Frankfurter Ante Rebic kehrt im EM-Achtelfinale gegen Spanien in die Startelf Kroatiens zurĂŒck. Der 27-JĂ€hrige ersetzt auf dem linken FlĂŒgel den ehemaligen MĂŒnchner Ivan Perisic, der nach einem positiven Corona-Test in QuarantĂ€ne sitzt. Außerdem rĂŒckt beim Vize-Weltmeister Duje Caleta-Car fĂŒr den gelbgesperrten Abwehrchef Dejan Lovren in die erste Elf.

Leipzigs Dani Olmo sitzt bei Spanien trotz seiner besonderen Verbindung zu Kroatien durch seine Zeit bei Dinamo Zagreb erstmal nur auf der Bank. Trainer Luis Enrique nimmt gegenĂŒber dem 5:0 gegen die Slowakei lediglich zwei VerĂ€nderungen vor. Gaya ersetzt auf der Linksverteidigerposition Jordi Alba und Ferran Torres beginnt fĂŒr Gerard Moreno als AußenstĂŒrmer.

Wegen Abschlusstraining: Uefa verwundert ĂŒber DFB

Die Uefa hat mit Verwunderung auf die Absage des Abschlusstrainings der DFB-Elf fĂŒr das EM-Achtelfinale gegen England im Wembley-Stadion reagiert. Die DFB-Elf hĂ€tte vor der Partie am Dienstag in Englands KultstĂ€tte die letzte Übungseinheit vornehmen können, habe "jedoch nicht darum gebeten, im Stadion zu trainieren", sagte ein Uefa-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Bundestrainer Joachim Löw hatte am spĂ€ten Montagvormittag das Abschlusstraining der DFB-Elf im Adi-Dassler-Stadion im Teamquartier von Herzogenaurach abgehalten. Löw hĂ€tte lieber in London trainieren wollen, hatte es am Sonntag geheißen. Die Verlegung war mit einer Uefa-Sperre des bei insgesamt acht Turnierspielen viel beanspruchten Rasens in Wembley begrĂŒndet worden.

Laut europĂ€ischem Verband wĂ€re ein Schnupperkurs in Wembley aber mit geringen EinschrĂ€nkungen möglich gewesen. "Deutschland hĂ€tte heute die Möglichkeit gehabt, seine MD-1-Trainingseinheit im Stadion zu absolvieren, verbunden mit einem eingeschrĂ€nkten Zugang zu bestimmten Bereichen des Spielfelds - was Teil des ĂŒblichen Spielfeldschutzes ist, der bei anderen UEFA-EURO-Austragungsorten zum Einsatz kommt", hieß es von der Uefa. So seien lediglich die Rasenzonen direkt vor den Toren gesperrt.

Abschlusstraining: GĂŒndogan und RĂŒdiger dabei

Gute Nachrichten fĂŒr Bundestrainer Joachim Löw. Die DFB-Elf hat ihr Abschlusstraining fĂŒr das EM-Achtelfinale gegen England mit Ilkay GĂŒndogan und Antonio RĂŒdiger bestritten. Damit sind beide Spieler fĂŒr den Klassiker in London am Dienstag (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV) wohl einsatzbereit. GĂŒndogan (SchĂ€delprellung) und RĂŒdiger (ErkĂ€ltung) hatten zuletzt eine Trainingspause eingelegt.

Damit stehen Löw bis auf Lukas Klostermann (Muskelverletzung im Oberschenkel) wohl alle Spieler zur VerfĂŒgung. Das letzte Training fand am Montagvormittag auf Anordnung der Uefa im Adi-Dassler-Stadion in Herzogenaurach statt. Nach vier EM-Spielen muss der Rasen im Wembley-Stadion geschont werden.

Am Nachmittag (16.30 Uhr) fliegt die DFB-Auswahl von NĂŒrnberg aus in die englische Hauptstadt. FĂŒr Löw könnte es das letzte Spiel als Bundestrainer sein. Er gibt sein Amt nach dem Turnier nach 15 Jahren auf.

Fast 13 Millionen Zuschauer sehen Ronaldo-Aus

Das Aus von Superstar Cristiano Ronaldo mit EM-Titelverteidiger Portugal durch das 0:1 gegen Belgien verfolgten in der Live-Übertragung in der ARD im Schnitt 12,90 Millionen Zuschauer. Der Marktanteil des Achtelfinales am Sonntagabend betrug satte 44,2 Prozent.

Zum zweiten Mal im Verlauf der EM wurde damit bei der Reichweite außerhalb der Übertragung eines Spiels mit deutscher Beteiligung eine zweistellige Millionenmarke erreicht. Damit verstĂ€rkt sich der Eindruck, dass mit Beginn der K.o.-Spiele bei der EURO auch das Interesse der Fans an den EM-Partien zunimmt.

Das zweite Spiel am frĂŒhen Sonntagabend zwischen den Niederlanden und Tschechien (0:2) sahen im Ersten im Schnitt 8,54 Millionen (MA: 40,2 Prozent). Den Sportschau-Club ab 23.30 Uhr verfolgten in der ARD noch 2,16 Millionen Zuschauer (MA: 18,9 Prozent).

Halbfinal-Held Möller glaubt erneut an Sieg im Elfmeterschießen

Europameister Andreas Möller glaubt wieder an einen Sieg im Elfmeterschießen gegen England. So wie bei der EM 1996, als er im Halbfinale den entscheidenden Elfmeter gegen die Gastgeber in Wembley verwandelte. "Es wird diesmal wieder ein Elfmeterschießen geben. Und wir gewinnen wieder", sagte Möller der "Bild".

Auch Möllers Teamkollege von damals, Markus Babbel sieht es genauso: "Mein Tipp: 1:1 nach VerlÀngerung - und dann triumphieren wir nach Penalties."

Ex-DFB-KapitĂ€n Michael Ballack glaubt ebenfalls an einen Erfolg. "Ich bin trotz der schlechten Leistung gegen Ungarn davon ĂŒberzeugt, dass wir gegen England gewinnen", sagte der 44-JĂ€hrige. "Die gezeigten Leistungen der EnglĂ€nder haben mich nicht ĂŒberzeugt. Ihre große StĂ€rke: Sie haben noch kein Gegentor kassiert. Aber nach vorne lief nicht viel."

Droht ein Ausfall? Spanien-Torwart De Gea bricht Training ab

TorhĂŒter David De Gea hat am Tag vor dem EM-Achtelfinale der spanischen Nationalmannschaft gegen Kroatien das Training abbrechen mĂŒssen. Der 30-JĂ€hrige fasste sich im Abschlusstraining beim eigentlich lockeren Kreisspiel an den linken hinteren Oberschenkel und verschwand nach einem GesprĂ€ch mit Trainer Luis Enrique schon nach nur zehn Minuten in der Kabine des Kopenhagener Parken-Stadions. Ob De Gea fĂŒr die Partie am Montag (18.00 Uhr/t-online-Liveticker) ausfĂ€llt, blieb zunĂ€chst unklar. Der Schlussmann von Manchester United war in der Gruppenphase die Nummer zwei der Spanier, Stammkeeper ist Unai Simon von Athletic Bilbao.

Kroatien-Coach: Corona-Fall "ein Schock"

Kroatiens Nationaltrainer Zlatko Dalic bezeichnet die Corona-Infektion von Ex-Bayern-Star Ivan Perisic als "Schock". "Wir haben uns an alle Maßnahmen der Uefa gehalten und unser Hygienekonzept strengstens befolgt. Dass es dennoch zu einer Infektion gekommen ist, können wir nun jedoch nicht mehr rĂŒckgĂ€ngig machen", sagte der Vizeweltmeistercoach auf t-online-Nachfrage.

Sorgen um weitere positiven Corona-Befunde mache er sich dennoch nicht. "NatĂŒrlich erhöht Ivans Ausfall noch einmal unsere Aufmerksamkeit, aber wir haben keine Angst, dass weitere Infektionen hinzukommen werden. Wir vertrauen darauf, dass dies ein Einzelfall ist und das Hygienekonzept uns weiter schĂŒtzt."

DFB-Training am Sonntag ohne RĂŒdiger und GĂŒndogan

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ihre Vorbereitung auf den Achtelfinal-Klassiker gegen England ohne Ilkay GĂŒndogan und Antonio RĂŒdiger fortgesetzt. GĂŒndogan fehlte beim Training am Sonntagmorgen in Herzogenaurach aufgrund einer SchĂ€delprellung, die er sich im Spiel gegen Ungarn (2:2) zugezogen hatte.

RĂŒdiger pausierte wegen einer ErkĂ€ltung. Er soll am Nachmittag eine individuelle Einheit absolvieren. Nach derzeitigem Stand können aber beide Spieler mit zum Spiel gegen England am Dienstag (18.00 Uhr im Liveticker bei t-online) nach London reisen.

Bundestrainer Joachim Löw standen damit im Adi-Dassler-Stadion 23 Spieler zur VerfĂŒgung, da auch Lukas Klostermann (Muskelverletzung im Oberschenkel) weiter nicht am Mannschaftstraining teilnehmen kann. Der Leipziger absolvierte eine Einheit im Fitnesszelt neben dem Rasenplatz.

Klopp vor Achtelfinale: "Deutschland abzuschreiben, wĂ€re verrĂŒckt"

Liverpools Teammanager JĂŒrgen Klopp ist vor dem EM-Achtelfinale der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Dienstag gegen England (18 Uhr im Liveticker bei t-online) in London trotz der durchwachsenen Leistung gegen Ungarn (2:2) optimistisch. "Deutschland deswegen jetzt abzuschreiben, wĂ€re doch verrĂŒckt", sagte Klopp der Bild am Sonntag.

Die DFB-Auswahl habe ein bisschen GlĂŒck gehabt, meinte Klopp. "Jetzt haben wir gegen Frankreich ordentlich gespielt, Portugal dominiert wie kaum ein anderer Gegner in den letzten Jahren. Und gegen Ungarn haben wir uns schwergetan, ja. Aber mehr ist doch nicht passiert", sagte der 54-JĂ€hrige: "Manchmal brauchst du als Mannschaft gerade so ein Spiel. Und jetzt machen wir Dienstag halt wieder ein richtiges daraus."

England wartet seit dem WM-Triumph 1966 gegen Deutschland auf einen großen Titel. In der Vorrunde hat die Mannschaft von Teammanager Gareth Southgate zwar nicht restlos ĂŒberzeugt, blieb in drei Spielen aber ohne Gegentor.

TorschĂŒtzer Kalajdzic nach EM-Aus-fĂŒr Österreich: "Bitter und unverdient"

Nach der dramatischen Achtelfinal-Niederlage der Österreicher gegen Italien zeigte sich der TorschĂŒtze zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer, Sasa Kalajdzic, besonders enttĂ€uscht: "Ich glaube, das ist nicht nur das grausamste Spiel in meiner Karriere, sondern auch in der gesamten österreichischen Fußball-Geschichte", sagte der StĂŒrmer vom VfB Stuttgart nach Abpfiff.

"Absolut bitter und unverdient" sei die Niederlage seiner Mannschaft gewesen, auf die "jeder einzelne Österreicher stolz sein" könne. "Das in Worte zu fassen, ist im Moment gerade wirklich nicht einfach", sagte sein Teamkollege Alaba.

FĂŒr die vom deutschen Coach Franco Foda trainierten Österreicher endet das Turnier im Achtelfinale. Das von KapitĂ€n Alaba angefĂŒhrte Team hatte sich erstmals ĂŒberhaupt fĂŒr die K.o.-Runde einer EM qualifiziert und wehrte sich tapfer – letztlich aber vergeblich. Lesen Sie hier den Spielbericht.

Wales-Star Bale beklagt sich ĂŒber Schiedsrichter

Der walisische KapitĂ€n Gareth Bale hat sich nach dem verlorenen EM-Achtelfinale gegen DĂ€nemark ĂŒber den deutschen Schiedsrichter Daniel Siebert beklagt. "Ich hatte das GefĂŒhl, der Referee war von den Fans hier beeinflusst", sagte der StĂŒrmerstar nach dem 0:4 am Samstagabend in Amsterdam. Mehr darĂŒber lesen Sie hier.

MĂŒller vor England-Spiel: "Wir wollen sie unsicher machen"

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft will die SchwĂ€che der EnglĂ€nder bei großen Turnieren ausnutzen. "Wir wollen natĂŒrlich auch immer wieder in diese englische Turnierwunde reinstechen. Wir wollen sie unsicher machen", sagte Thomas MĂŒller bei MagentaTV vor dem Achtelfinale am Dienstag (18.00 Uhr im Liveticker bei t-online) in London.

England wartet seit dem WM-Triumph 1966 gegen Deutschland auf einen großen Titel. In der Vorrunde hat die Mannschaft von Teammanager Gareth Southgate zwar nicht ĂŒberzeugt, blieb in drei Spielen aber ohne Gegentor. MĂŒller rechnet daher mit einem knappen Ausgang mit wenig Treffern. "Wir mĂŒssen uns darauf einstellen, dass es auch mental eine PrĂŒfung wird", sagte der MĂŒnchner.

Bei dem Interview kam es zu einer kuriosen Szene. Mitten in einer Antwort quakt MĂŒller ein Frosch dazwischen. Die unterhaltsame Unterbrechung kommt ab Minute 1:55. Aber sehen Sie selbst:

Bukarest erhöht ZuschauerkapazitÀt auf 29.600

FĂŒr das Achtelfinale bei der Fußball-EM zwischen Weltmeister Frankreich und der Schweiz wird die ZuschauerkapazitĂ€t in der Arena Nationala in Bukarest fast verdoppelt. Wie die lokalen Organisatoren und die EuropĂ€ische Fußball-Union (UEFA) bestĂ€tigten, sollen bei der Partie am Montag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) 26.900 Fans Zutritt zum Stadion erhalten.

"Die zusĂ€tzlichen PlĂ€tze wurden unter strengen Bedingungen nur an vollstĂ€ndig geimpfte Personen verkauft", teilte die UEFA mit. Damit darf die Arena bis zu 50 Prozent gefĂŒllt werden. Bislang waren maximal 14.000 Zuschauer zu den Spielen in der rumĂ€nischen Hauptstadt zugelassen.

Uefa untersagt Löw Abschlusstraining im Wembley-Stadion

Die deutsche Nationalmannschaft bestreitet ihr Abschlusstraining fĂŒr das EM-Achtelfinale in London gegen England auf Anordnung der EuropĂ€ischen Fußball-Union (Uefa) in Herzogenaurach. Das bestĂ€tigte DFB-Sprecher Jens Grittner am Samstag. Bundestrainer Joachim Löw wollte die letzte Einheit am Montag eigentlich im Wembley-Stadion durchfĂŒhren, doch die Uefa untersagte diesen Plan, um den Rasen zu schonen. "Wir hĂ€tten sehr gerne dort trainiert. Das ist ein Wermutstropfen, weil es eine besondere Turnierphase und ein besonderes Stadion ist", sagte Grittner.

Am Samstagabend treffen im englischen Fußball-Tempel schon Italien und Österreich aufeinander. Zudem fanden in London schon die drei Vorrundenspiele der EnglĂ€nder statt. Nach dem Training am Montag wird die DFB-Auswahl am spĂ€ten Nachmittag von NĂŒrnberg aus zum Klassiker am Dienstag (18.00 Uhr im t-online-Liveticker) aufbrechen. Unmittelbar nach Spielschluss kehrt der DFB-Tross in sein Turnier-Quartier in Herzogenaurach zurĂŒck.

MĂŒller meldet sich bereit fĂŒr Achtelfinale gegen England

Thomas MĂŒller hat seine Knieverletzung rechtzeitig vor dem Achtelfinal-Kracher gegen England am Dienstag (18 Uhr im Liveticker bei t-online) auskuriert. Damit könnte der Offensivmann, der gegen Ungarn nur als eingewechselt wurde, gegen die "Three Lions" wieder von Beginn an auflaufen. "Die Kapselverletzung behindert mich nicht, die können wir ad acta legen", sagte MĂŒller bei einem PressegesprĂ€ch am Samstag in Herzogenaurach.

Wie MĂŒller die Leistung von Englands Top-StĂŒrmer Harry Kane einschĂ€tzt und was DFB-Kollege Serge Gnabry ĂŒber die Pfiffe gegen Leroy SanĂ© sagt, können Sie hier nachlesen.

Das sagt Arnautovic zu Achtelfinalgegner Italien

Wenn am Samstag um 21 Uhr Italien und Österreich aufeinander treffen (im t-online-Liveticker), ist letztere Mannschaft der klare Außenseiter. Doch Marko Arnautovic gibt sich vor dem Spiel gegen den Favoriten dennoch selbstsicher, hat keine Furcht vor der Abwehr bestehend aus Leonardo Bonucci und Giorgio Chiellini: "Was die beiden gemeinsam erreicht haben und wie lange sie schon miteinander spielen, ist schon ein Wahnsinn. Aber dazu kann ich nur sagen, dass ich keine Angst habe."

Zudem sagt der Spieler, der die EM bereits fĂŒr ein Spiel gesperrt wurde: "Wir spielen gegen eine ĂŒberragende Weltklasse-Mannschaft. Man muss nur schauen, wo die Spieler ĂŒberall spielen. Der Trainer ist ein Weltklasse-Trainer. Das zeigen sie am Feld."

Berichte: Spaniens Nationalmannschaft Àndert ReiseplÀne

Spaniens Nationalmannschaft hat die ReiseplÀne Medienberichten zufolge geÀndert. Das Team um Dani Olmo von Bundesligist Leipzig will bei einem Weiterkommen am Montag (18.00 Uhr/im t-online-Liveticker) im Achtelfinale gegen Kroatien zunÀchst in Kopenhagen bleiben. Von dort soll es dann zum Viertelfinale weitergehen, das vier Tage spÀter in St. Petersburg angepfiffen wird. Den zweiten Teilnehmer der Partie ermitteln Weltmeister Frankreich und die Schweiz.

Die Spanier haben ihr eigentliches EM-Quartier in der Ciudad del Futbol in Las Rozas de Madrid. Von dort ging es zu den drei Gruppenspielen, die die Mannschaft von Trainer Luis Enrique alle in Sevilla bestritt. Weil die Anreise nach St. Petersburg von Kopenhagen schneller wĂ€re, sollen sich die Verantwortlichen nun fĂŒr die ReiseplanĂ€nderung entschieden haben.

Corona-Befunde auch nach EM-Spiel zwischen DĂ€nemark und Russland

Nach dem EM-Vorrundenspiel zwischen DĂ€nemark und Russland in Kopenhagen sind bislang 16 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Darunter seien vier, bei denen die ansteckendere Delta-Variante nachgewiesen worden sei, teilte die dĂ€nische Behörde fĂŒr Patientensicherheit am Freitag ĂŒber Twitter mit. Alle Zuschauer, die bei der Begegnung am Montag auf der TribĂŒne B – das ist die hinter einem der beiden Tore – gesessen haben, werden zum PCR-Test aufgefordert. Zugleich stieg die Zahl der Delta-Befunde nach dem vorherigen DĂ€nemark-Spiel gegen Belgien: Mittlerweile sei die Variante bei neun Zuschauern entdeckt worden, schrieb die Behörde.

Italien: KapitĂ€n Chiellini zurĂŒck im Training

Italiens KapitĂ€n Giorgio Chiellini ist vor dem EM-Achtelfinale gegen Österreich ins Teamtraining zurĂŒckgekehrt. Der 36 Jahre alte Innenverteidiger absolvierte am Freitag in Florenz große Teile der abschließenden Einheit vor dem Spiel. Ob es beim Profi von Juventus Turin nach seiner Oberschenkelverletzung schon fĂŒr die Startelf in der Partie am Samstag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in London reichen wird, ist weiter offen. Lazio Roms Francesco Acerbi könnte ihn ersetzen.

Sicher fehlen wird Rechtsverteidiger Alessandro Florenzi. Der 30 Jahre alte Profi von Paris Saint-Germain konnte nach seiner im EM-Eröffnungsspiel erlittenen Verletzung an der Wade am Freitag weiter nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. FĂŒr ihn wird voraussichtlich Giovanni di Lorenzo auflaufen.

MatthĂ€us: "Wenn es zum Elfmeterschießen kommt, sind wir Favorit"

Rekord-Nationalspieler Lothar MatthĂ€us sieht gute Chancen fĂŒr die deutsche Nationalmannschaft im Achtelfinale gegen England, sollte die Entscheidung ĂŒber das Weiterkommen erst im Elfmeterschießen fallen. "Wenn es zum Shootout kommt, sind wir die Favoriten, weil England dann beginnt darĂŒber nachzudenken, was in den letzten 30 oder 40 Jahren passiert ist, als wir 1990 und 1996 gegeneinander spielten", sagte MatthĂ€us im Interview mit dem englischen "Guardian".

"Die englischen Spieler haben viel Druck, weil sie die Geschichten mit den Elfmetern jeden Tag in den Zeitungen lesen", glaubt der Weltmeister-KapitĂ€n von 1990, sagt aber auch: "Ich habe gesehen, was diese Spieler das ganze Jahr ĂŒber bei ihren Klubs geleistet haben und ich denke, sie können besser spielen, als sie es in den ersten drei Spielen gezeigt haben. Wenn sie auf ihrem höchsten Level spielen, können sie Deutschland besiegen."

Gleichzeitig kritisierte er Bundestrainer Joachim Löw nach dem Ungarn-Spiel. MatthÀus: "Mir hat die Verbindung zwischen ihm auf der Bank und den Spielern auf dem Platz gefehlt. Er hat so viele Positionen der Spieler und auch das System geÀndert. Das gibt dem Team keine Sicherheit."

Frings enttÀuscht von DFB-Elf

Ex-Nationalspieler Torsten Frings (44) fordert eine Leistungssteigerung der deutschen Mannschaft im EM-Achtelfinale. "England wird uns auseinandernehmen, wenn wir ihnen so viele RĂ€ume geben wie gegen Ungarn", sagte der 44-JĂ€hrige bei Sky im Hinblick auf die Partie am Dienstag (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in London.

Auf der einen Seite sei "das Spiel gegen England ein Wahnsinnsspiel", sagte der 79-malige Nationalspieler: "Man spielt in Wembley gegen eine Topmannschaft. Auf der anderen Seite ist das Negative, dass eine Mannschaft wie England in der Lage ist, einen Fehler eiskalt auszunutzen."

Das Team von Bundestrainer Joachim Löw enttĂ€usche ihn "bisher ein bisschen, weil sie noch nicht so konstant ist", sagte Frings. Den Auftritt der DFB-Elf gegen Ungarn (2:2) im letzten Gruppenspiel kritisierte er. Die Nationalmannschaft habe bei dieser EM "nur ein gutes Spiel gemacht und sich mit sehr viel GlĂŒck fĂŒrs Achtelfinale qualifiziert".

100 finnische Fans mit Corona infiziert

Im Zusammenhang mit Spielen bei der Fußball-EM sind in Finnland und DĂ€nemark zahlreiche Stadionbesucher positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei fast 100 Fans der finnischen Nationalmannschaft wurde das Virus nach ihrer RĂŒckkehr aus St. Petersburg nachgewiesen, wie die Behörden in Finnland am Donnerstag mitteilten.

In der russischen Metropole hatte Finnland in der vergangenen Woche gegen Russland (0:1) und am Montag gegen Belgien (0:2) gespielt. Bislang fielen an Zollposten entlang der Grenze zu Russland 86 Corona-Tests positiv aus. Weitere Auswertungen laufen noch. Wegen des Andrangs seien allerdings 800 Menschen ohne Test zurĂŒckgekehrt, berichten lokale Medien. "Es ist wichtig, dass jeder einen Test macht", sagte die finnische MinisterprĂ€sidentin Sanna Marin beim EU-Gipfel in BrĂŒssel. Die Zahl der Neuinfektionen war in Finnland von etwa 50 pro Tag auf jeweils mehr als 100 am Dienstag und am Mittwoch angestiegen. In Russland wĂ€chst die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit Wochen wieder, zudem verbreitet sich die als ansteckender geltende Delta-Variante.

Drei Delta-Infektionen bei EM-Spiel – 4.000 Zuschauer sollen Tests machen

In DĂ€nemark mĂŒssen sich tausende Zuschauer eines Spiels der Europameisterschaft testen lassen, nachdem bei den Fans drei Infektionen mit der Delta-Variante des Coronavirus entdeckt wurden. Drei Fans hĂ€tten sich wĂ€hrend des Spiels DĂ€nemark gegen Belgien am Donnerstag (Mehr dazu lesen Sie hier) vergangener Woche unabhĂ€ngig voneinander im Stadion von Kopenhagen mit der hochansteckenden Coronavirus-Variante infiziert, teilten die dĂ€nischen Gesundheitsbehörden am Donnerstag mit. Deshalb mĂŒssten sich nun alle 4.000 Zuschauer aus dem Stadion testen lassen.

Ed Sheeran ĂŒberrascht Englands Nationalelf

Popstar Ed Sheeran ("Shape Of You") hat die englische Nationalmannschaft an ihrem freien Tag mit einem exklusiven Konzert ĂŒberrascht. Sheeran besuchte das Team von Trainer Gareth Southgate am Mittwoch im Trainingslager St George's Park, wo sich die EnglĂ€nder derzeit auf das EM-Achtelfinale gegen Deutschland am Dienstag (im t-online-Liveticker) vorbereiten.

Unter freiem Himmel und beim Grillen spielte Sheeran im Kreis der ĂŒberraschten und begeisterten Spieler ein Akustik-Konzert. "Es war großartig, dass er da war", schwĂ€rmte England-Profi Jordan Henderson am Donnerstag. "Er hat ein paar Lieder gespielt, wir haben ein bisschen geredet, das war sehr schön. Es war eine sehr schöne und entspannte Stimmung."

"Alles oder nichts" – Löw ist heiß auf England

Beim tiefen Durchatmen nach der emotionalen Achterbahnfahrt gegen Ungarn freute sich Bundestrainer Joachim Löw auf die nĂ€chste Nervenschlacht. "In Wembley gegen England, das ist ein absolutes Highlight, das ist das Schönste, was man sich vorstellen kann", sagte Löw ĂŒber den "Klassiker" im EM-Achtelfinale. "Jetzt geht es darum: alles oder nichts!"

In seinen 15 Amtsjahren sei es "eines der schwierigsten Spiele ĂŒberhaupt" gewesen, aber an ein Scheitern habe er "wirklich nicht" gedacht. "Das war nichts fĂŒr schwache Nerven."

Hat er keine Angst vor Englands jungen Wilden? "Nein", sagte Löw voller Überzeugung und versprach, seine Mannschaft werde am Dienstag "anders auftreten", denn: "Es gibt jetzt kein Pardon mehr."

Das wissen auch seine Spieler: "Das sind die Fußballabende, auf die sich die ganze Welt freut", blickte Leon Goretzka voraus. Und Joshua Kimmich betonte trotz aller Kritik: "Ich bin ĂŒberzeugt, dass es weitere Spiele geben wird - auch ĂŒber England hinaus."

Was Löw zu Musiala bei der Einwechslung sagte

"Er war frech, hat die BĂ€lle gesichert", lobte Bundestrainer Joachim Löw seinen Joker Jamal Musiala, dem er zum EM-DebĂŒt verhalf. Der erst 18-JĂ€hrige half mit, den Ausgleich gegen Ungarn zu erzielen und damit das Achtelfinale zu erreichen. Löw weiter: "Das war eine sehr ansprechende Leistung."

Und was gab er seinem jungen SchĂŒtzling bei der Einwechslung mit auf den Weg? Musiala berichtet: „Der Trainer hat mir vor der Einwechslung gesagt, ich soll mich einfach Sachen trauen. Ich sollte im Halbraum spielen und aggressiv nach vorne gehen. Ich habe nichts zu verlieren, solle einfach alles geben. Das habe ich gemacht mit vollem Selbstvertrauen.“

Keine deutschen Fans in Wembley?

Möglicherweise muss die deutsche Nationalmannschaft bei ihrem Achtelfinale am Dienstag gegen England im Londoner Wembley-Stadion ohne die UnterstĂŒtzung der eigenen Fans auskommen. Das berichtet die "Bild".

Dem Bericht zufolge sei eine rechtzeitige Einreise wegen der Corona-Bestimmungen in Großbritannien nur noch am heutigen Donnerstag möglich. Denn: Bei der Einreise nach England mĂŒssten Fans einen negativen PCR-Test vorlegen und sich anschließend in QuarantĂ€ne begeben. Mit zwei negativen PCR-Tests am 2. und 5. Tag könnte man aus der QuarantĂ€ne entlassen werden. Das wĂ€re der Dienstag, an dem das Spiel stattfindet.

Doch auch die RĂŒckreise nach Deutschland wĂ€re mit einer QuarantĂ€ne verbunden. Hier sogar mit einer 14-tĂ€gigen, aus der man sich auch nicht mit einem negativen PCR-Test "entlassen" könnte. Das gilt auch fĂŒr Geimpfte und Genesene. Grund: Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante wird Großbritannien vom Robert-Koch-Institut als Virusvariantengebiet klassifiziert.

Montgomery: "Kann von Reisen zu den Spielen nur abraten"

Angesichts der Verbreitung der Delta-Variante in Großbritannien warnt der Vorsitzende des WeltĂ€rztebunds, Frank Ulrich Montgomery, vor Reisen zu EM-Spielen nach London. "Ich halte das fĂŒr Populismus und kann nur von Reisen zu den Spielen abraten", sagte Montgomery der "Passauer Neuen Presse". Trotz der als ansteckernder geltenden Delta-Variante stehen im Londoner Wembley-Stadion Spiele vor bis zu 60.000 Zuschauern zur Diskussion. Am Dienstag spielt Deutschland dort gegen die englische Nationalmannschaft.

"Ich verstehe nicht, warum Premierminister Boris Johnson das zulĂ€sst", betonte der WeltĂ€rztebund-Chef. "Schon ein Geimpfter, der die Abstandsregeln einhĂ€lt und dort ins Stadion pilgert, geht ein begrenztes Risiko ein." Das gelte nicht in erster Linie fĂŒr den Stadionbesucher selbst, aber er könne das Virus mitbringen und andere anstecken. "Wer ungeimpft ist, handelt verantwortungslos angesichts der in Großbritannien vorherrschenden Delta-Variante und ihrer Ansteckungsgefahr", sagte er ĂŒber Stadionbesuche in London.

"Ich mache mir keine Sorgen"

Frankreich-Fan Cyril: "Frankreich wird heute 2:1 gewinnen, Mbappe und Benzema werden treffen." Sorgen wegen der 60.000 Fans in der Puskas Arena macht sich der 27-JĂ€hrige nicht – im Gegenteil: "Ich freue mich so sehr darauf, endlich wieder in einem Fußballstadion zu sein. Um meine Gesundheit mache ich mir keine Sorgen, wir wurden doch alle getestet."

"Portugal wird 2:0 gewinnen"

Nur noch wenige Stunden bis zum Finale der Gruppe F: Deutschland trifft in MĂŒnchen auf Ungarn, Frankreich in Budapest auf Portugal. t-online-Reporter Dominik Sliskovic ist vor Ort in der ungarischen Hauptstadt und berichtet vom Spiel. Die Stadt ist bereits gefĂŒllt mit Fans beider LĂ€nder. Marco beispielsweise ist Portugiese und lebt in Frankreich. Die heutige Partie ist fĂŒr ihn also etwas ganz besonderes. "Ich freue mich, dass ich beide Teams, die mir am Herzen liegen, in Budapest anfeuern kann", sagt er. Der 25-JĂ€hrige hĂ€lt jedoch klar zu Portugal. "Portugal wird 2:0 gewinnen, durch zwei Tore von Cristiano Ronaldo, wer auch sonst?"

Portugal-Fan Marko (l.): Keine Bedenken wegen 60.000 Fans im Stadion.
Portugal-Fan Marko (l.): Keine Bedenken wegen 60.000 Fans im Stadion. (Quelle: Dominik Sliskovic)

Sicherheitsbedenken hat er vor dem Spiel mit 60.000 Zuschauern in der Puskas Arena nicht. "Die Stadionauslastung sehe ich nicht als Problem. Wir haben alle unsere zwei PCR-Tests gemacht und freuen uns jetzt einfach darauf, unser Team bei der EM anfeuern zu können."

Niederlande: Turnier-Aus fĂŒr TorjĂ€ger

FĂŒr den niederlĂ€ndischen StĂŒrmer Luuk de Jong ist die Europameisterschaft wegen einer Knieverletzung frĂŒhzeitig vorbei. Der ehemalige Gladbacher mĂŒsse das Trainingscamp in Zeist notgedrungen verlassen, teilte der niederlĂ€ndische Verband am Mittwoch mit. Der Angreifer vom FC Sevilla habe sich im Training am Dienstag eine Innenbandverletzung zugezogen, die weitere EinsĂ€tze unmöglich mache.

Bondscoach Frank de Boer stehen damit nur noch 24 Spieler zur VerfĂŒgung. Bereits kurz vor Turnierbeginn hatte Mittelfeldspieler Donny van de Beek von Manchester United wegen einer Verletzung passen mĂŒssen. Nachnominierungen sind jetzt nicht mehr möglich. Mit Virgil van Dijk und Torwart Jasper Cillessen hatten bereits zuvor zwei wichtige Spieler passen mĂŒssen.

Die Niederlande haben die Gruppe C als Erster abgeschlossen. Die Elftal trifft am Sonntag in ihrem Achtelfinale in Budapest auf einen der vier besten Gruppendritten.

Kroos: "Es ist noch nichts gewonnen"

Nationalspieler Toni Kroos hat vor dem entscheidenden Gruppenspiel bei der EM gegen Ungarn vor Selbstsicherheit gewarnt. "Es ist noch nichts gewonnen", sagte der Mittelfeldspieler von Real Madrid in der neuesten Ausgabe des Podcasts "Einfach mal Luppen!" im GesprĂ€ch mit seinem Bruder Felix. Nach dem 4:2 gegen Europameister Portugal sei die Ausgangslage besser geworden. "Aber es ist ja auch unser Anspruch die Gruppe zu ĂŒberstehen."

Die deutsche Mannschaft habe nach der Auftaktniederlage gegen Weltmeister Frankreich und dem Sieg gegen Portugal nun drei Punkte. Das bedeute aber erst einmal gar nichts. "Außer dass wir es in der eigenen Hand haben", sagte der 31-JĂ€hrige vor dem Spiel am Mittwoch (21.00 Uhr im Liveticker bei t-online) in MĂŒnchen. Er erinnerte an die Ausgangssituation bei der WM 2018 in Russland vor dem letzten Gruppen-Spiel gegen SĂŒdkorea. "Damals war es auf dem Papier auch schon halb gewonnen gegen SĂŒdkorea, wurde es aber nicht." Das DFB-Team war nach dem 0:2 gegen die Asiaten erstmals bei einer WM in der Vorrunde gescheitert.

Der Sieg gegen Portugal bringe nur etwas, "wenn wir es natĂŒrlich weiterfĂŒhren gegen Ungarn", meinte Kroos. Er schĂ€tzt die Ungarn hoch ein, die gegen Portugal erst durch spĂ€te Tore verloren und gegen Frankreich ein 1:1 erreichten. "Da wird schon was auf uns zukommen", sagte Kroos. "Wenn wir das bringen, was wir gegen Portugal gebracht haben, werden wir aber das Spiel gewinnen."

England-Stars fallen fĂŒr Gruppenfinale aus

Schlechte Nachrichten fĂŒr Englands Nationalmannschaft. Die LeistungstrĂ€ger Ben Chilwell und Mason Mount können nicht beim letzten Gruppenspiel der "Three Lions" gegen Tschechien (Dienstag, 21 Uhr im t-online-Liveticker) teilnehmen, sondern mĂŒssen sich stattdessen in Isolation begeben. Sie sind Erstkontakte von Schottlands Profi Billy Gilmour, der am Freitag positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Das gab die Uefa am Dienstag bekannt.

Beide Profis trainieren getrennt von der Mannschaft, heißt es in der Mitteilung. Sie halten sich in privaten Zonen von Englands Trainings-Baselager St. George's Park auf. Die englische Nationalmannschaft wird nach ihrem letzten Gruppenspiel im Wembley dorthin zurĂŒckkehren. Das Team hat sich bereits fĂŒr das Achtelfinale qualifiziert.

Debatte um Regenbogen-Farben: Stadien in Köln und Frankfurt planen Beleuchtung

in der Diskussion um das Verbot der Regenbogen-Beleuchtung an der MĂŒnchner EM-Arena planen zwei andere Bundesligastadien eine Reaktion. Um welche SpielstĂ€tten es sich handelt und was die Verantwortlichen dazu sagen, lesen Sie hier.

England isoliert Chilwell und Mount vorsorglich

Die englischen Nationalspieler Ben Chilwell und Mason Mount sind vorsorglich vom Rest der Mannschaft isoliert worden. Beide hatten bei der Europameisterschaft im Rahmen des 0:0 am vergangenen Freitag gegen Schottland Kontakt mit dem schottischen Spieler Billy Gilmour, der am Montag positiv auf Corona getestet wurde. Dies teilte der englische Verband FA am Montagabend mit. Damit dĂŒrften Chilwell und Mount auch fĂŒr das abschließende Vorrundenspiel der Three Lions am Dienstagabend (21.00 Uhr/ARD und Magenta TV) gegen Tschechien ausfallen.

Gilmour, Chilwell und Mount spielen alle bei Champions-League-Sieger FC Chelsea und könnten aus diesem Grund vor und nach dem Spiel engeren Kontakt miteinander gehabt haben. Wie die FA weiter mitteilte, sind die Corona-Tests aller 26 Spieler des Kaders am Montagnachmittag negativ gewesen. Dennoch wurden Chilwell und Mount vorsorglich isoliert. Alles Weitere werde nach RĂŒcksprache mit der Gesundheitsbehörde PHE entschieden.

Karassjow pfeift letztes Gruppenspiel gegen Ungarn

Der Russe Sergej Karassjow pfeift am Mittwoch das letzte deutsche Gruppenspiel bei der Fußball-Europameisterschaft gegen Ungarn. Das teilte die Uefa am Montag mit. Der 42 Jahre alte Unparteiische aus Moskau war als Schiedsrichter auch im Einsatz, als Deutschland Ende MĂ€rz in der WM-Qualifikation gegen Nordmazedonien 1:2 verlor. Bei der EM leitete er bislang ein Spiel: das 3:0 Italiens gegen die Schweiz. In der Champions League pfiff er Borussia Mönchengladbachs Achtelfinal-RĂŒckspiel gegen Manchester City (0:2).

BestĂ€tigt: EM-Aus fĂŒr Frankreich-Star

FĂŒr den frĂŒheren Dortmunder Ousmane DembĂ©lĂ© ist die EM vorzeitig beendet. Das bestĂ€tigte der französische Verband am Montag. Demnach ist der 24 Jahre alte Offensivspieler des FC Barcelona bereits abgereist. Eine Diagnose veröffentlichte der Verband nicht, sondern erklĂ€rte nur, dass der voraussichtliche Heilungsprozess ĂŒber das Turnier hinausgehe. DembĂ©lĂ© hatte im Spiel gegen Ungarn (1:1) am Samstag einen Schlag aufs Knie bekommen.

Starke Quote fĂŒr Italien-Spiel im ZDF

Knapp acht Millionen Zuschauer (7,98 Mio.) haben am Sonntagabend die Live-Übertragung vom EM-Vorrundenspiel zwischen Italien gegen Wales (1:0) im ZDF gesehen. Der Marktanteil betrug 38,0 Prozent.

Das "sportstudio live" im Anschluss verfolgten im Zweiten mit der Zusammenfassung vom zweiten Sonntagsspiel zwischen der Schweiz und der TĂŒrkei (3:1) noch 6,33 Millionen (Marktanteil 24,0 Prozent).

Der eidgenössische Sieg wurde zuvor live vom Streamingdienst MagentaTV ĂŒbertragen. Über Abrufzahlen unter seinen vier Millionen Kunden macht der Sender keine Angaben.

Nordmazedonien: Pandev kĂŒndigt RĂŒcktritt an

Nordmazedoniens Rekordnationalspieler Goran Pandev beendet seine internationale Karriere nach der EM. "Dies ist mein letztes Spiel fĂŒr die Nationalmannschaft", sagte der 37-JĂ€hrige vor dem Vorrundenfinale am Montag (18.00 Uhr/MagentaTV) in Amsterdam gegen die Niederlande: "Ich denke, es ist der richtige Moment zurĂŒckzutreten."

Sportlich geht es fĂŒr den EM-DebĂŒtanten gegen die als Gruppensieger feststehende Elftal um nichts mehr. In der Gruppe C kann der Außenseiter nach den Niederlagen gegen Österreich (1:3) und die Ukraine (1:2) den letzten Tabellenplatz nicht mehr verlassen. "Ich hoffe, diese Jungs, diese Generation, qualifizieren sich auch fĂŒr die WM", sagte Pandev: "Sie bringen den Nordmazedoniern viel Freude. Ich denke, sie verdienen es, es zur WM zu schaffen."

Eigentlich hatte der langjĂ€hrige Italien-Profi noch am 11. Oktober das RĂŒckspiel in der WM-Qualifikation in Skopje gegen die deutsche Nationalmannschaft bestreiten wollen. Im Hinspiel hatte er beim sensationellen 2:1 in Duisburg am 31. MĂ€rz das erste Tor des Außenseiters erzielt.

Infektiologe sieht EM mit Sorge: "Keine gute Idee"

Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Infektiologie, Bernd Salzberger, sieht die Fußball-Europameisterschaft mit Sorge. "Ich verstehe den Drang nach draußen und in die BiergĂ€rten. Draußen zu feiern ist sicher besser als in geschlossenen RĂ€umen zu feiern, aber gerade die Begeisterung lĂ€sst auch Tröpfchen und Viren fliegen", sagte der Infektiologe vom UniversitĂ€tsklinikum Regensburg der Deutschen Presse-Agentur. "In dieser Situation ist die EM beziehungsweise jede große Veranstaltung vermutlich keine gute Idee."

Tausende Fans hatten am Wochenende im Stadion, in der MĂŒnchner Innenstadt und in vielen anderen deutschen StĂ€dten feucht-fröhlich - und vielfach ohne Masken oder Abstand - den Sieg der deutschen Mannschaft gegen Portugal gefeiert. BiergĂ€rten und GaststĂ€tten waren teilweise brechend voll mit Fans in Deutschland-Trikots, die auf Bildschirmen das Spiel verfolgten.

EM-Boom fĂŒr deutsche Unternehmen bleibt aus

Fußballgroßereignisse wie die EM sind fĂŒr die deutsche Wirtschaft traditionell ein gutes GeschĂ€ft. Doch wie das "Handelsblatt" berichtet, fĂ€llt beim diesjĂ€hrigen Turnier das ResĂŒmee vieler werbetreibender Unternehmen bisher verhalten aus.

So sei das Interesse der Deutschen im Vergleich zum letzten Turnier vor fĂŒnf Jahren geringer: Sahen 2016 noch 15 Millionen Menschen das Eröffnungsspiel, waren es dieses Jahr gerade einmal 9,8 Millionen. Entsprechend zurĂŒckhaltend sei die Werbeindustrie bei Fußballthemen. Als Grund fĂŒr die ausbleibende Euphorie-Welle werden die unsichere Corona-Lage etwa beim Public Viewing und die nicht ausverkauften Stadien genannt.

Selbst bei den deutschen Bierbrauern, denen Fußball-Großevents sonst verlĂ€sslich mehr Geld in die Kassen spĂŒlten, ist von einer Fußball-Euphorie noch nichts zu spĂŒren. Weil bis zum Eröffnungsspiel unklar war, welche Corona-Regeln fĂŒr Public Viewing gelten wĂŒrden, hĂ€tten viele Brauereien auf große Marketing-Aktionen fĂŒr die EM verzichtet, schreibt das "Handelsblatt".

Beim Sportartikel-Hersteller Adidas, der acht EM-Teilnehmer ausrĂŒstet, sei zwar eine höhere Nachfrage nach etwa Trikots zu verzeichnen, doch insgesamt sei der kommerzielle Nutzen der Europameisterschaft bisher ĂŒberschaubar.

Lauterbach hĂ€lt Spiele in London fĂŒr "unvertretbar"

Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sieht die Austragung von EM-Spielen in London kritisch. "Es ist unvertretbar, dass in England Fußballspiele mit Zuschauern stattfinden", sagte der SPD-Mann bei RTL/ntv: "Die Delta-Variante ist einfach zu gefĂ€hrlich. Das ist eine GefĂ€hrdung der BĂŒrger Englands und der BĂŒrger Europas. Man mĂŒsste die Spiele in ein anderes europĂ€isches Land verschieben."

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Nach der Austragung von Gruppen- und Achtelfinalspielen wird das Wembley-Stadion im Juli zum exklusiven Ausrichter dieser paneuropÀischen EM: Beide Halbfinals und das Finale sollen in London stattfinden.

Wie die Tageszeitung The Times allerdings am Freitag berichtete, denkt die EuropĂ€ische Fußball-Union (UEFA) darĂŒber nach, diese Spiele wegen der raschen Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus und der strengen QuarantĂ€neverordnung in England kurzfristig nach Budapest zu vergeben. Noch soll sich der Kontinentalverband aber um Ausnahmeregelungen bemĂŒhen, damit Spieler, Offizielle und VIP-GĂ€ste problemlos ein- und ausreisen können.

Löw kĂŒndigt gegen Portugal einige taktische VerĂ€nderungen an

Joachim Löw hat fĂŒr das zweite EM-Gruppenspiel einige taktische VerĂ€nderungen in der Offensive angekĂŒndigt. "Taktisch mĂŒssen wir schon etwas anderes ins Spiel reinbringen, das heißt mehr Offensivkraft", sagte der Bundestrainer. Ob damit auch personelle Neubesetzungen in der Startelf verknĂŒpft sind, ließ der Bundestrainer vor der Partie gegen Europameister Portugal am Samstag (ab 18.00 Uhr im Liveticker von t-online) offen.

"Taktische Änderungen kann man mit der gleichen Formation durchfĂŒhren, man kann aber auch einige Wechsel vornehmen", bemerkte Löw. Defensiv seien keine VerĂ€nderungen nötig, die StabilitĂ€t habe im ersten Turnierspiel gestimmt.

Nach dem 0:1 zum EM-Auftakt gegen Weltmeister Frankreich ist die deutsche Nationalmannschaft schon in Zugzwang. Portugal hat sein erstes Match gegen Ungarn mit 3:0 gewonnen. "Der Druck ist unverĂ€ndert", sagte Löw dennoch. Aber man mĂŒsse durch Ergebnisse den SchlĂŒssel in der Hand behalten: "Mit dem Druck können alle umgehen. Den kenne ich seit 15 Jahren. Der Druck wird uns nicht erdrĂŒcken."

Christian Eriksen: Der dÀnische Mittelfeldspieler ist auf dem Weg der Besserung.
Christian Eriksen: Der dÀnische Mittelfeldspieler ist auf dem Weg der Besserung. (Quelle: ULMER Pressebildagentur/imago-images-bilder)

Eriksen aus Krankenhaus entlassen

Christian Eriksen ist nach seinem dramatischen Kollaps erfolgreich operiert und noch am Freitag aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das teilte der dÀnische Verband DBU mit.

Eriksen, der am vergangenen Samstag nach einem Zusammenbruch auf dem Spielfeld reanimiert werden musste, wurde ein Defibrillator eingesetzt. Der 29-JÀhrige besuchte am Freitag nach DBU-Angaben das dÀnische Team in Helsingör und reiste von dort nach Hause zu seiner Familie.

Eriksen schreibt nÀchste Nachricht an dÀnisches Team

Christian Eriksen hat sich nach der 1:2-Niederlage seines Teams bei der Europameisterschaft gegen Belgien schon kurz nach dem Schlusspfiff bei seinen Kollegen gemeldet.

"Christian hat uns eine Nachricht in die WhatsApp-Gruppe geschrieben. Er schrieb uns, dass wir unglaublich waren", berichtete der StĂŒrmer Martin Braithwaite vom FC Barcelona nach der Partie.

Kanzleramtsminister rÀt von Reisen zu EM-Spielen in London ab

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) rĂ€t deutschen Fußballfans wegen der als besonders ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus von Reisen nach London zu den Halbfinalspielen und dem Finale der Europameisterschaft ab. Die Ausbreitung der Delta-Variante in Großbritannien sei seine "große Sorge", sagte Braun dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Man sollte nicht in Virusvariantengebiete reisen", warnte er.

Braun verwies darauf, dass die Bundesregierung Großbritannien im Mai als Virusvariantengebiet eingestuft hatte. Fußballfans mĂŒssten sich deshalb nach einer Reise zu den EM-Spielen in London in Deutschland fĂŒr zwei Wochen in QuarantĂ€ne begeben.

Der Kanzleramtsminister kritisierte zugleich Ungarn fĂŒr seinen EM-Auftakt in Budapest mit vollem Stadion: "Ein voll besetztes Stadion finde ich daneben." Dagegen habe das Spiel Deutschland gegen Frankreich in MĂŒnchen gezeigt, "dass Abstandsregeln eingehalten werden können".

Slowakischer Spieler positiv auf Coronavirus getestet

Spitzenreiter Slowakei ist vor dem zweiten Spiel in der Gruppe E von zwei Corona-FÀllen betroffen. Trainer Stefan Tarkovic bestÀtigte am Donnerstag bei der Pressekonferenz in St. Petersburg zu der Partie am Freitag (15 Uhr/im Liveticker bei t-online) gegen Schweden, dass bei Abwehrspieler Denis Vavro von Lazio Rom ein positiver Befund vorliege. "Ich habe mit ihm gesprochen, er zeigt keine Symptome", sagte Tarkovic. Vavro habe sich wie die zweite Person, die aus dem Betreuerstab stammt und nicht namentlich genannt wurde, umgehend in Selbstisolation begeben.

Sie wĂŒrden eng mit den russischen Gesundheitsbehörden zusammenarbeiten und hĂ€tten sofort das Protokoll der Uefa angewendet, damit sich das Virus nicht weiter im Team verbreiten könne, versicherte der slowakische Coach. Er hatte beim 2:1-Auftaktsieg gegen Polen auf einen Einsatz des 25 Jahre alten Vavro verzichtet.

Schweizer Torwart Sommer nach dem Italienspiel abgereist

Der Schweizer Nationaltorwart Yann Sommer ist nach dem 0:3 (0:1) im zweiten EM-Gruppenspiel gegen Italien am Mittwoch nach Deutschland abgereist. Seine Frau Alina erwartet in den kommenden Tagen das zweite Kind. Mehr dazu lesen Sie hier.

Schweiz-Stars plötzlich blond: "Zeichen" fĂŒr Italien-Spiel

Die Schweizer Fans im Olympiastadion von Rom rieben sich verwundert die Augen. Zum Spiel gegen Mitfavorit Italien liefen Granit Xhaka und Manuel Akanji mit blondierten Haaren auf, und Nico Elvedi hatte sich von dem eigens ins Mannschaftshotel beorderten Friseur modische StrÀhnchen in seine Haarpracht fÀrben lassen.

Ob es beim Kopfball hilft? Manuel Akanji im Spiel gegen Italien mit blonden Haaren.
Ob es beim Kopfball hilft? Manuel Akanji im Spiel gegen Italien mit blonden Haaren. (Quelle: GEPA Pictures/imago-images-bilder)

Wozu das alles? Wieso sahen die drei Stars plötzlich aus, als hĂ€tten sie es als Werbung fĂŒr ihre neue CD auf eine Titelgeschichte in der "Bravo" abgesehen, lebensgroße Starschnitte ĂŒber mehrere Ausgaben inklusive? Das Trio wollte, wie es aus dem Lager der Eidgenossen hieß, in dem prestigetrĂ€chtigen Nachbarschaftsduell "ein Zeichen" setzen. Genutzt hat das allerdings wenig, stattdessen packten die Italiener die Chance beim Schopfe – es gab eine 0:3-Niederlage, die am Ende nur die Schweizer selbst in eine haarige Situation gebracht hat.

Mahnendes Beispiel ĂŒbrigens: RumĂ€nien vor dem Gruppenspiel gegen Tunesien bei der WM 1998. Einzig Torwart Bogdan Stelea war eine Teilnahme an der großen SchönfĂ€rberei nicht vergönnt – der Schlussmann hatte schon mit damals 30 Jahren eine Glatze.

LegendÀr: RumÀniens Nationalelf vor dem Spiel gegen Tunesien bei der WM 1998.
LegendÀr: RumÀniens Nationalelf vor dem Spiel gegen Tunesien bei der WM 1998. (Quelle: Norbert Schmidt/imago-images-bilder)

Der Außenseiter aus Nordafrika war indes nur wenig erschreckt von den Blonden vom Balkan und trotzte ihnen widerborstig ein 1:1 ab.

Schweizer Torwart Sommer nach Italien-Spiel abgereist

Nationaltorwart Yann Sommer ist unmittelbar nach der 0:3-Niederlage der Schweiz im EM-Vorrundenspiel gegen Italien nach Deutschland abgereist. Der 32-JĂ€hrige wird in den kommenden Tagen zum zweiten Mal Vater und will bei der Geburt des Kindes dabei sein. Wann der TorhĂŒter vom Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach zur Nationalmannschaft zurĂŒckkehrt ist offen. Die Schweiz trifft im letzten Gruppenspiel am Sonntag in Baku auf die TĂŒrkei.

Ungarns Hauptstadt ist in EM-Begeisterung

Tausende Fans haben sich am Dienstagnachmittag auf einen zwei Kilometer langen Weg vom Budapester Heldenplatz zum Fußballstadion gemacht, das den Namen der ungarischen Fußball-Legende Ferenc Puskas trĂ€gt. GrĂ¶ĂŸtenteils in roten Trikots gekleidete AnhĂ€nger zogen lautstark durch Ungarns Hauptstadt. Dabei riefen sie auch den Namen von DĂ€nemarks Starspieler Christian Eriksen, der am Samstag auf dem Platz zusammengebrochen war und reanimiert werden musste.

Bereits Tage vor dem fĂŒr 18 Uhr angesetzten Spiel der ungarischen Nationalelf gegen Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo war die Fußball-Euphorie groß. Viele Fans hatten fĂŒr Kneipenterrassen ihre PlĂ€tze reserviert, wo das Spiel auf Bildschirmen ĂŒbertragen wird, berichteten Wirte in ungarischen Medien. Das Budapester Stadion ist das einzige, das bei der EM trotz der Corona-Pandemie voll ausgelastet werden darf. Laut Medienberichten soll es mit etwa 50 000 ungarischen Fans besetzt sein.

Volle Auslastung: Im Stadion haben sich auch schon viele Fans einen Platz gesucht.
Volle Auslastung: Im Stadion haben sich auch schon viele Fans einen Platz gesucht. (Quelle: Bernadett Szabo/Reuters-bilder)

"Ich wĂŒnschte, jedes Stadion wĂ€re voll. Das ist toll fĂŒr den Fußball und die Fans. Wir sind aber nicht diejenigen, die entscheiden", hatte Ronaldo schon am Montag gesagt. "Wir als Spieler sehen die Stadien natĂŒrlich gerne voll", sagte der 36 Jahre alte StĂŒrmer von Juventus Turin. Die Arena hat bei der EM nach UEFA-Angaben eine Vollauslastung von 61 000 Fans. Im Stadion gilt keine Maskenpflicht, wohl aber die Empfehlung, eine Maske zu tragen. AuslĂ€ndische Fans mĂŒssen am Stadioneingang einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht Ă€lter als 72 Stunden ist.

Die ungarischen Fans benötigen fĂŒr den Besuch der EM-Matches in Budapest einen Immunausweis - fĂŒr sie reicht ein negativer PCR-Test nicht aus. Einen solchen Ausweis erhĂ€lt in Ungarn, wer zumindest eine Impfung gegen Covid-19 erhalten hat oder nachweislich eine Corona-Erkrankung ĂŒberstanden hat. Am Dienstag betrug die Sieben-Tage-Inzidenz 9,9 pro 100 000 Einwohner.

"Deutschland hat gute Mannschaft, aber Frankreich ist stÀrker"

t-online-Reporter Noah Platschko, der die EM verfolgt und aktuell in MĂŒnchen vor Ort ist, hat mit Fans ĂŒber das Spiel gegen Frankreich heute Abend gesprochen.

Dabei hat er Jonathan (24), Dominique (37) und Lache (21/v. l. n. r.) getroffen, sie sind alle drei aus Frankreich angereist und heute Abend im Stadion. "Frankreich gewinnt natĂŒrlich. Sie sind aktuell die Nummer 1. Deutschland hat eine gute Mannschaft, aber Frankreich ist stĂ€rker", sagen sie. Dominique tippt auf ein 2:1, Jonathan auf ein 3:1 und Lache ist sich sicher: "Benzema macht mindestens zwei Buden. Mindestens."

Jonathan (24), Dominique (37) und Lache (21/v. l. n. r.): Sie glauben an einen Frankreich-Sieg gegen Deutschland.
Jonathan (24), Dominique (37) und Lache (21/v. l. n. r.): Sie glauben an einen Frankreich-Sieg gegen Deutschland. (Quelle: t-online/Noah Platschko/T-Online-bilder)

Ganz anders sieht das Henrik (29), er traut dem DFB-Team um Jogi Löw einiges zu: "Ich bin nachher im Stadion und bin relativ optimistisch – im Gegensatz zu vor paar Monaten. Im Tippspiel habe ich 2:2 getippt, hoffe aber auf ein 3:2 oder 3:1 fĂŒr Deutschland." Auch bei der Frage, wer Europameister wird, hat er eine klare Meinung: "Deutschland, man muss ja optimistisch bleiben", lacht er und geht.

Henrik (29): Der Deutschland-Fan traut dem Team um Jogi Löw einiges zu.
Henrik (29): Der Deutschland-Fan traut dem Team um Jogi Löw einiges zu. (Quelle: t-online/Noah Platschko/imago-images-bilder)

Pavard: "Wenn wir die EM gewinnen, ist Frankreich besser als Bayern"

Benjamin Pavard glaubt, dass die französische Fußball-Nationalmannschaft im Falle eines Titelgewinns bei der EM im Vergleich zu seinem Verein Bayern MĂŒnchen das qualitativ bessere Team ist. "Es sind zwei großartige Teams", sagte er im GesprĂ€ch mit "eurosport.de": "Wenn wir die EM gewinnen, dann wĂŒrde ich sagen, dass Frankreich besser als Bayern ist."

Nach den vielen Erfolgen in den vergangenen zwei Jahren in MĂŒnchen und dem WM-Titel 2018 ist er noch nicht zufrieden. Er koste diese nicht aus, denn "dafĂŒr habe ich keine Zeit", sagte Pavard: "Ich spiele Fußball, um Titel zu gewinnen und nicht, um Geld zu verdienen. Aber ein Titel fehlt mir noch. Den habe ich fest im Blick", ergĂ€nzte er mit Blick auf die laufende Europameisterschaft.

Von seinem neuen Vereinstrainer Julian Nagelsmann ist Pavard fest ĂŒberzeugt: "Er hat in Hoffenheim und Leipzig einen sehr guten Job gemacht. Wenn sich die Bayern dafĂŒr entschieden haben, passt er zum Verein", sagte er: "Seine Mannschaften spielen auf jeden Fall sehr guten Fußball."

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Diese französischen Spieler können Deutschland gefÀhrlich werden

Die Vorfreude auf den deutschen EM-Auftakt gegen Frankreich steigt minĂŒtlich. Bei aller Euphorie darf der schwere Gegner jedoch nicht aus den Augen verloren werden.

t-online-Reporter Noah Platschko, der das DFB-Team wÀhrend des gesamten Turniers verfolgt, hat analyisert, welche drei französischen Spieler der deutschen Mannschaft besonders gefÀhrlich können. Seine EinschÀtzung finden Sie hier oder im oben angehangenen Video.

Deutschland als Außenseiter? Die Buchmacher sehen es anders

Die Buchmacher sehen beim EM-Auftaktspiel der DFB-Elf keinen klaren Favoriten. Der deutsche Heimvorteil in MĂŒnchen und die höhere individuelle QualitĂ€t der französischen Mannschaft gleichen sich demnach etwas aus. Die "Équipe Tricolore" geht nur mit einem leichten Plus in die Partie.

Bei "Tipico" liegt die Quote auf einem Deutschland-Sieg bei 2,75, der auf einem Frankreich-Sieg bei 2,60.

Bei "bwin" ist die Lage Ă€hnlich. Deutschland 2,80, Frankreich 2,60. Bei "bet-at-home" ist die Quote identisch zur bei "bwin". Einig sind sich die Anbieter bei dem Fakt, dass ein Unentschieden noch unwahrscheinlicher ist. Die Quote fĂŒr ein Remis liegt bei 3,30 (Tipico) oder 3,20 (bwin, bet-at-home).

Überraschung beim Abschlusstraining der DFB-Elf

Die deutsche Nationalmannschaft hat am Montagabend ein letztes Mal vor dem Auftaktspiel gegen Frankreich trainiert. Dabei gab es laut "Bild" eine Überraschung: Statt Kai Havertz spielte Bayern-Profi Leroy SanĂ© im lila Leibchen der A-Elf.

Noch in der vergangenen Woche hatte Bundestrainier Löw mit Havertz in der ersten Formation trainieren lassen. Auch beim letzten Test gegen Lettland stand der Chelsea-Profi von Beginn an auf dem Platz. Ob SanĂ© es tatsĂ€chlich noch in die erste Elf geschafft hat, wird erst kurz vor Spielbeginn am Dienstagaabend (ab 21 Uhr im Liveticker bei t-online) klar werden. Fakt ist: Es ist nicht das erste Mal, dass Löw im Abschlusstraining eine oder mehrere Positionen neu besetzt – so auch vor dem ersten Gruppenspiel gegen Portugal bei der WM 2014.

EM-Finale vor 40.000 Zuschauer

Falls die DFB-Elf ins Finale einziehen sollte, wĂŒrde sie dort vor immerhin knapp halbvollen RĂ€ngen spielen. Denn trotz der rapiden Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante erlaubt Großbritannien am 11. Juli im Londoner Wembley-Stadion rund 40.000 Zuschauer, wie Kultur- und Sportminister Oliver Dowden am Montag der Nachrichtenagentur PA zufolge mitteilte.

Nationalspieler Neuer sendet Videobotschaft an die Fans

Deutschlands KapitĂ€n Manuel Neuer wirbt mit einer Videobotschaft in den Sozialen Medien um die Gunst der deutschen Fans. "Ihr wisst: Wir brauchen einfach eure UnterstĂŒtzung", rief der TorhĂŒter dem Anhang vor dem EM-Start gegen Frankreich am Dienstag (21.00 Uhr/t-online-Liveticker) zu: "DrĂŒckt uns die Daumen – egal ob im Stadion, zu Hause, mit Freunden. Wir wissen, dass ihr hinter uns steht. Vielen Dank dafĂŒr!"

Neuer versicherte: "Wir haben uns super vorbereitet, wir sind richtig heiß und motiviert – und wollen alles geben fĂŒr die Europameisterschaft." Das Duell mit dem Weltmeister sei sofort das "erste Finale" fĂŒr die DFB-Auswahl, betonte Neuer. Weitere Gegner in der "Todesgruppe" F sind Titelverteidiger Portugal (19.6.) und Ungarn (23.6.) ebenfalls in MĂŒnchen.

Vor Deutschland-Spiel: Deschamps verrĂ€t Elfer-SchĂŒtzen nicht

Frankreich-Trainer Didier Deschamps hat sich vor dem ersten EM-Spiel am Dienstag (21 Uhr/ZDF und Magenta TV) in MĂŒnchen gegen Deutschland nach einigen FehlschĂŒssen nicht auf einen Elfmeter-SchĂŒtzen festgelegt. "Das werde ich nicht beantworten", sagte der 52-JĂ€hrige und schob nach, dass er "nicht dem Gegner diese Information geben will". In der vergangenen Saison haben die Franzosen vier Elfmeter zugesprochen bekommen. Vier SchĂŒtzen versuchten sich, nur Olivier Giroud traf. Antoine Griezmann, Karim Benzema und Kylian MbappĂ©, die fĂŒr Dienstag als Offensiv-Trio vorgesehen sind, haben je einmal vergeben.

Bei England-Spiel: Zuschauer stĂŒrzt von TribĂŒne

Beim EM-Spiel zwischen England und Kroatien (1:0) im Londoner Wembley-Stadion ist ein Zuschauer am Sonntag schwer verletzt worden. Wie ein Sprecher nach der Partie auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, stĂŒrzte die Person kurz nach dem Anpfiff von einer TribĂŒne. Nach medizinischer Erstbehandlung vor Ort sei die Person in "kritischem Zustand" in ein Krankenhaus gebracht worden.

Nach Informationen der Zeitung "Evening Standard" handelte es sich um einen Mann, der von einem Rang gestĂŒrzt und auf die Sitze und den Steinboden in der Etage darunter gefallen war. Man werde den Vorfall gemeinsam mit der UEFA untersuchen, kĂŒndigte der Wembley-Sprecher an.

Schiedsrichter fĂŒr Deutschlandspiel steht fest

Der spanische Schiedsrichter Carlos del Cerro Grande leitet das Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der EM gegen Weltmeister Frankreich am Dienstag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in MĂŒnchen. Das gab die EuropĂ€ische Fußball-Union (UEFA) am Sonntag bekannt.

Der 45-JĂ€hrige pfeift seit 2013 international und ist in Deutschland kein Unbekannter. Del Cerro Grande hat in der abgelaufenen Saison in der Champions League Spiele von Borussia Dortmund (1:2 gegen Manchester City) und RB Leipzig (4:3 bei Basaksehir) geleitet. Die Franzosen begegneten ihm zuletzt in der Nations League im November 2020 beim 0:0 gegen Europameister Portugal.

Bei Kniefall: Erneut vereinzelte Buhrufe fĂŒr England-Star

Englands Nationalmannschaft ist auch kurz vor ihrem EM-Auftaktspiel gegen Kroatien wieder von einigen Fans fĂŒr eine Anti-Rassismus-Geste ausgebuht worden. Als KapitĂ€n Harry Kane und seine Mitspieler am Sonntag im Wembley-Stadion vor dem Anpfiff fĂŒr wenige Sekunden mit einem Knie auf den Boden gingen, buhten einige der bis zu 22.500 Zuschauer. Die Buhrufe gingen jedoch im lauten Beifall der meisten Fans unter. Auch der italienische Schiedsrichter Daniele Orsato kniete nieder. Englands Spieler waren schon vor ihren EM-Testspielen vereinzelt dafĂŒr ausgebuht worden. Sie wollen vor jedem ihrer EM-Spiele mit einem Knie auf den Boden gehen. Am Tag zuvor setzten auch die belgischen Nationalspieler ein Zeichen gegen Diskriminierung.

Tim Meyer: Der DFB-Teamarzt sprach am Sonntag ĂŒber den Fall Christian Eriksen.
Tim Meyer: Der DFB-Teamarzt sprach am Sonntag ĂŒber den Fall Christian Eriksen. (Quelle: Defibrillator/imago-images-bilder)

DFB-Arzt Ă€ußert sich zum Fall Eriksen

Tim Meyer, DFB-Teamarzt sowie Vorsitzender der medizinischen Kommission der Uefa, Ă€ußerte sich am Sonntag auf einer Pressekonferenz zum Zusammenbruch Christian Eriksens am Vortag: "Ich wĂŒnsche Christian Eriksen alles Gute. Sie können sich nicht vorstellen, wie froh wir waren, dass er bei Bewusstsein und stabil sei. Ich bin nicht der behandelnde Arzt gewesen, aber es war ganz offensichtlich ein kardiales Ereignis. Das Herz hat offensichtlich akkute Rhythmusstörungen entwickelt und das Gehirn wurde mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Die VorgĂ€nge am Ort des Geschehens waren sehr schnell. Es ist von Vorteil, wenn am Spielfeldrand ein Notfallarzt sitzt, um lebensrettende Maßnahmen einzuleiten und die Funktionen des Körpers zu erhalten."

Auf eine entsprechende Frage, ob der Fall verhindert hĂ€tte werden können, Ă€ußerte sich Meyer mit Bedacht. "Wir und andere Nationen verfolgen grundsĂ€tzlich zwei AnsĂ€tze. Erstens: Spieler regelmĂ€ĂŸig nach Vorerkankungen zu untersuchen. Ich kann mir vorstellen, dass das System in DĂ€nemark Ă€hnlich aufgebaut ist wie in Deutschland. Christian Eriksen spielt in Italien, auch dort ist das System vorbildlich. Zweitens muss man, sollte so ein Fall eintreten, sofort reagieren und Maßnahmen einleiten können. Dazu sind die entsprechenden Vorkehrungen getroffen worden."

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Meyer weiter: "Ich kann bis zu einem gewissen Punkt nur Mutmaßungen treffen. Es handelte sich bei Herrn Eriksen wohl um ein Kammerflimmern. Der Spieler ist mit einem Defibrillator geschockt worden und wurde damit in den normalen Status zurĂŒckversetzt."

Verteidiger RĂŒdiger: "Ich glaube, ich hĂ€tte nicht spielen können"

Stand jetzt sieht Meyer trotz des UnglĂŒcks keinen Anlass fĂŒr Konsequenzen. "Ich sehe keinen Ansatzpunkt. Man wird solche FĂ€lle nie gĂ€nzlich verhindern können. Ich denke, dass wir mit unserem System sehr gut aufgestellt sind."

Zur Frage, ob es zumutbar war, die Spieler weiterspielen zu lassen, wollte sich Meyer nicht weiter Ă€ußern: "Offenbar waren die Spieler mit einbezogen. Ich wĂŒrde mich einer Bewertung gerne enthalten."

Verteidiger Antionio RĂŒdiger sagte dazu: "Man muss die GefĂŒhlslage der Spieler kennen. So wie ich das mitbekommen habe, wollten sie und Christian weiterspielen. Die Finnen auch. Ich glaube aber, ich hĂ€tte nicht spielen können. Aber jeder ist da anders.

Einen Zusammenhang mit einer etwaigen Corona-Erkrankung oder Impfung schloss Meyer nach seinen Quellen aus.

DĂ€nischer Verband gibt Update zu Eriksen

Der dĂ€nische Fußballverband DBU hat sich am Sonntagmorgen erneut zum Zustand von Christian Eriksen geĂ€ußert. In einem Statement hieß es unter anderem: "Wir haben an diesem Morgen mit Christian Eriksen, der seinen Mitspielern GrĂŒĂŸe ĂŒbermittelt hat, gesprochen. Sein Zustand ist stabil und er bleibt im Krankenhaus fĂŒr weitere Untersuchungen."

Corona-Fall bei DFB-Gegner Portugal

Coronafall bei Deutschlands EM-Vorrundengegner Portugal: Abwehrspieler Joao Cancelo von Englands Meister Manchester City wurde nach Verbandsangaben von Sonntag positiv auf Covid-19 getestet und steht im weiteren Turnierverlauf nicht mehr zur VerfĂŒgung. Er wird durch Diogo Dalot (AC Mailand) ersetzt.

DĂ€nemark verschiebt Training und sagt Medientermine ab

DĂ€nemarks Nationalteam hat nach dem Zusammenbruch von Christian Eriksen das fĂŒr Sonntag geplante Training zunĂ€chst verschoben. Auch alle MedienaktivitĂ€ten wurden gestrichen. Das teilte der dĂ€nische Verband am Sonntagmorgen nach dem 0:1 (0:0) am Samstag in Kopenhagen gegen Finnland mit. Der 29 Jahre alte Eriksen von Inter Mailand war kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit auf dem Platz kollabiert und musste reanimiert werden.

Inzwischen ist der Zustand Eriksens nach Verbandsangaben stabil sein, er liegt in einem Krankenhaus in Kopenhagen. Trotz des Vorfalls wurde die Partie schließlich fortgesetzt, Die Entscheidung fĂ€llten nach ĂŒbereinstimmenden Aussagen beide Mannschaften. Der dĂ€nische Verband hat seinen Spielern inzwischen auch psychologische Hilfe angeboten.

Eriksen schreibt nach Kollaps an Inter-Teamkollegen

Christian Eriksen hat nach Angaben von Inter Mailands GeschĂ€ftsfĂŒhrer Beppe Marotta wenige Stunden nach seinem Zusammenbruch im EM-Spiel gegen Finnland eine Nachricht an seine Klub-Kollegen geschickt. "Es geht ihm sehr viel besser. Das Schöne ist, dass er eine Nachricht in unseren internen Inter-Chat geschickt hat. Er hat die Mannschaft beruhigt und gesagt, dass er bald zurĂŒck sein wird", sagte Marotta im italienischen TV Sender Sky Sport.

Der belgische Spieler Tomothy Castagne wird vom Platz gefĂŒhrt. Er hatte sich bei einem Kopfballduell verletzt.
Euro 2020 - Group B - Belgium v Russia (Quelle: Anton Vaganov/Reuters-bilder)

Aus fĂŒr belgischen Spieler

FĂŒr den belgischen Fußball-Nationalspieler Timothy Castagne ist die EM schon nach dem ersten Spiel beendet. Wie Trainer Roberto Martinez nach dem 3:0-Auftaktsieg gegen Russland bei VRT 1 erklĂ€rte, erlitt der Abwehrspieler bei einem Zusammenprall in der ersten Halbzeit einen Bruch der Augenhöhle und muss operiert werden.

"Es sind wirklich schlechte Nachrichten, Timothy Castagne ist definitiv raus aus dem Turnier", sagte Martinez auf der Pressekonferenz. Castagne und der Russe Daler Kusjajew waren bei einem Luftduell mit ihren Köpfen zusammengerasselt, beide mussten ausgewechselt werden.

Unwetter in Bukarest stoppt Österreich

Ein Unwetter in Bukarest hat zu einer PlanĂ€nderung bei Österreichs Nationalteam einen Tag vor dem ersten EM-Spiel gegen Nordmazedonien gefĂŒhrt. Das Abschlusstraining der Mannschaft von Trainer Franco Foda wurde am Samstag kurzfristig verschoben. Grund waren heftige RegenfĂ€lle mit Hagelschauern in der schwĂŒl-warmen Hauptstadt RumĂ€niens. "Die Wettersituation ist klar eine andere als in Seefeld", sagte Foda am Samstag im Vergleich zum Teamquartier der Österreicher. "Ich gehe davon aus, dass die klimatischen Bedingungen am Sonntag keine Rolle spielen", sagte Foda weiter. Allerdings sind auch fĂŒr den Spieltag Gewitter vorhergesagt. Das Spiel findet am Sonntag um 18 Uhr statt.

Florenzi fÀllt aus

Italien muss am Mittwoch im zweiten Gruppenspiel bei der Fußball-EM gegen die Schweiz auf Außenverteidiger Alessandro Florenzi verzichten. Der 30-JĂ€hrige zog sich beim ĂŒberzeugenden 3:0 der Squadra Azzurra im Auftaktspiel eine Muskelverletzung in der rechten Wade zu. Dies teilte der Verband FIGC am Samstag mit. Ob Florenzi, der gegen die TĂŒrken zur Pause ausgewechselt werden musste, zum Abschluss der Gruppenphase gegen Wales (20.6.) wieder spielen kann, ist offen. Hoffnung auf einen Einsatz schon gegen die Schweiz besteht dagegen bei Mittelfeldchef Marco Verratti. Der Profi von Paris St. Germain war in den vergangenen Wochen wegen einer BĂ€nderverletzung im Knie ausgefallen.

EM-Spiel erstmals nicht im Free-TV

Sowas gab es bei einer EM noch nie. Das zweite Spiel dieses Turniers findet nÀmlich nicht im Free-TV statt, sondern ist nur im Pay-TV zu sehen.

Die Partie Wales gegen die Schweiz um 15 Uhr wird bei MagentaTV zu sehen sein. Das Portal der Telekom hat sich exklusiv zehn der 51-EM-Spiele gesichert. Wer alle Spiele sehen will, muss also ein Abo abschließen. Welche Spiele wo laufen, können Sie auch nochmal in dieser Übersicht nachschauen.

Hofmann muss noch warten

Weiter Bangen um Jonas Hofmann. Der Gladbacher war am Samstag wegen seiner Knieverletzung nur im Fitnesszelt, hat eine Einheit auf dem Rad gemacht. Nun wird von Tag zu Tag entschieden, wie es bei ihm weitergeht. Er bleibt aber weiter im Quartier. Ein Einsatz gegen Frankreich bleibt unklar.

DFB-Star warnt vor Folgen durch Hasskommentare

Nationalspieler Robin Gosens hat vor den Folgen fĂŒr die Profis durch Hasskommentare in den Sozialen Medien gewarnt. "Gerade Social Media ist mittlerweile so gefĂ€hrlich und teilweise so verletzend. Es ist nicht einfach, wenn man tagtĂ€glich mit Morddrohungen zu kĂ€mpfen hat und auf das Übelste beschimpft wird", sagte der Profi von Atalanta Bergamo in der hr3-Morningshow.

Es gebe sicher auch Spieler, die "daran zerbrechen können", meinte Gosens und betonte: "Es ist einfach zu sagen, die Jungs verdienen so unglaublich viel Geld, die mĂŒssen alles ertragen. Ich glaube nicht, dass wir alles akzeptieren mĂŒssen."

Kunstschuss von Robert Lewandowski im Polen-Training

Polen startet zwar erst am Montag gegen die Slowakei in die EM-Endrunde – aber Star-StĂŒrmer Robert Lewandowski ist schon jetzt offenbar weiter in ĂŒberragender Form wie in der abgelaufenen Saison beim FC Bayern: Ein Video aus dem Training der Nationalmannschaft zeigt, wie der TorjĂ€ger mit einem Kunstschuss einem Teamkollegen das Handy aus der Hand schießt.

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Im Clip ist klar zu sehen, dass Lewandowski – an der Strafraumgrenze – schaut, ausholt und mit einem gezielten Schuss das Telefon des Spielers hinter dem Tor (!) trifft. Dieser lĂ€sst das GerĂ€t dann erschreckt fallen.

Da kann sich wohl auch die Defensive der Slowakei auf einiges einstellen.

Ungarns Coach lobt RB-TorhĂŒter: "Klasse wie Neuer"

Ungarns Fußball-Nationalcoach Marco Rossi attestiert seinem Torwart Peter Gulacsi (RB Leipzig) die Klasse des deutschen Schlussmanns Manuel Neuer.

"Er hat in den vergangenen Jahren auf einem absoluten Top-Niveau gespielt und das auch im internationalen Wettbewerb gegen die besten Mannschaften in Europa bewiesen. Daher denke ich, dass man ihn absolut auf dem gleichen Niveau wie Manuel Neuer sehen muss", sagte Rossi (56) der Deutschen Presse-Agentur im Interview. "Neuer ist aber schon eine Legende. Ich hoffe, dass Peter am Ende seiner Karriere zu einer Legende in Leipzig werden kann."

Rossis Ungarn sind am 23. Juni in Gruppe F letzter Gegner der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw.

U2 schließen Eröffnungsfeier ab

Zum Abschluss der Zeremonie nach dem Auftritt von Andrea Bocelli prĂ€sentieren SĂ€nger Bono und Gitarrist The Edge von der Band U2 zusammen mit DJ Martin Garrix den offiziellen EM-Song "We Are The People". Außerdem gab es auch ein kleines Feuerwerk, 24 ĂŒberdimensionale BĂ€lle in den entsprechenden Landesfarben standen fĂŒr die 24 teilnehmenden Nationen.

Viel bunter Rauch: Szene bei der EM-Eröffnungsfeier im Stadio Olimpico in Rom.
Viel bunter Rauch: Szene bei der EM-Eröffnungsfeier im Stadio Olimpico in Rom. (Quelle: ap-bilder)

Am Ende steht eine von zumindest in der TV-Übertragung vorherrschenden Akustikproblemen bei den Gesangsauftritten geprĂ€gte Eröffnungsfeier, die auch sonst merkwĂŒrdig steril geriet. Obwohl doch Zuschauer im Stadio Olimpico in Rom sind, entschied man sich dafĂŒr, U2 in einem vorab mit vielen aufwĂ€ndigen Spezialeffekten produzierten Einspieler "auftreten" zu lassen. Auch die Abschlussnummer mit aufsteigenden Ballons geriet trotz viel buntem Rauch doch etwas farblos.

Der Auftritt der irischen Weltstars wurde auch von den Zuschauern scharf kritisiert. Ein Überblick ĂŒber die Reaktionen finden Sie hier.

Bocelli eröffnet die EM

Andrea Bocelli eröffnet mit seinem Lied "Nessum Dorma" die EM in Rom. Mit einem spektakulÀren Feuerwerk hört das Lied auf.

Die Eröffnungsfeier beginnt

Alessandro Nesta und Francesco Totti sind da. Besonders Letzterer verbindet mit dem "Stadio Olimpico" besondere Erinnerungen. Als Roma-Legende beendete er hier seine Karriere.

Eröffnungsfeier mit Fußball-Legenden – Tausende Fans vor Ort

Um 21 Uhr wird das Auftaktspiel der EM in Rom angepfiffen. Italien und die TĂŒrkei treffen vor rund 16.000 Zuschauern im Olympiastadion Rom aufeinander. Zuvor wird es eine Eröffnungsfeier geben, bei der Andrea Bocelli singt.

Dazu werden Francesco Totti und Alessandro Nesta, zwei Legenden des italienischen Fußballs, mit dabei sein.

Das sind die Aufstellungen des Eröffnungsspiels

TĂŒrkei: 23 Cakir/Trabzonspor (25 Jahre/9 LĂ€nderspiele) - 2 Celik/OSC Lille (24/3), 3 Demiral (23/22), 4 SöyĂŒncĂŒ/Leicester City (25/36), 13 Meras/AC Le Havre (25/14) - 5 Okay/West Bromwich Albion (27/35), 6 Tufan/Fenerbahce Istanbul (26/61) - 9 Karaman/Fortuna DĂŒsseldorf (27/23), 10 Calhanoglu/AC Mailand (27/57), 11 Yazici/OSC Lille (24/31) - 17 Burak Yilmaz/OSC Lille (35/68). - Trainer: GĂŒnes

Italien: 21 Donnarumma/AC Mailand (22 Jahre/27 LĂ€nderspiele) - 24 Florenzi/AS Roma (30/44), 19 Bonucci/Juventus Turin (34/103), 3 Chiellini/Juventus Turin (36/108), 4 Spinazzola/AS Rom (28/14) - 18 Barella/Inter Mailand (24/24), 8 Jorginho/FC Chelsea (29/29), 5 Locatelli/Sassuolo Calcio (23/11) - 10 Insigne/SSC Neapel (30/42), 17 Immobile/Lazio Rom (31/47), 11 Berardi/Sassuolo Calcio (26/12). - Trainer: Mancini

Hummels beim Training von Ball im Gesicht getroffen

Schrecksekunde noch vor Beginn des DFB-Training: Vor einer kurzen Ansprache von Bundestrainer Joachim Löw bekam Abwehrchef Mats Hummels einen Ball von Antonio RĂŒdiger aus kurzer Distanz auf den Kopf uns biss sich dabei wohl auf die Lippe. Mehrere Mitspieler vergewisserten sich nach dem Wohlbefinden des BVB-Stars. Nach kurzem SchĂŒtteln und einer Entschuldigung von "ÜbeltĂ€ter" RĂŒdiger war die Sache jedoch bereits abgehakt und Hummels nahm beschwerdefrei am restlichen Training teil.

Feueralarm auf Adidas-GelÀnde wÀhrend des DFB-Trainings

Ein Feuerwehreinsatz mit mehreren Löschfahrzeugen hat auf dem Adidas-GelĂ€nde in Herzogenaurach wĂ€hrend des Trainings der deutschen Fußball-Nationalmannschaft fĂŒr Aufregung gesorgt. Mit Sirenen fuhren die EinsatzkrĂ€fte auch der Polizei am Freitagvormittag auf den riesigen Campus des frĂ€nkischen Sportartikelherstellers in Herzogenaurach. Wenig spĂ€ter gab es Entwarnung: Es habe sich um einen Fehlalarm gehandelt, sagte ein Sprecher der Integrierten Leitstelle NĂŒrnberg. Eine Feuermelder habe ohne erkennbare Ursache ausgelöst, hieß es.

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Bundestrainer Joachim Löw ĂŒbte mit seinen Spielern zeitgleich im weiter entfernten Adi-Dassler-Stadion, das sich auch auf dem Areal befindet. Der DFB-Tross wohnt fĂŒr die Zeit der Europameisterschaft auf dem GelĂ€nde des DFB-Partners in einem neu erbauten Wohnkomplex.

Koch: "Jeder kann wichtig werden"

Fußball-Nationalspieler Robin Koch sieht seiner möglichen Rolle als Reservist zum Auftakt der EM gelassen entgegen. "Das Besondere an so einem Turnier ist: Jeder, der hier dabei ist, hat es zu 100 Prozent verdient. WĂ€hrend des Turnierverlaufs kann jeder Einzelne wichtig werden", sagte Koch am Freitag im DFB-Quartier in Herzogenaurach.

Mit dieser Einstellung gehen laut Koch alle 26 Spieler ins Training – ob Stammspieler oder Joker. "Jeder haut alles rein, wir pushen uns gegenseitig, jeder geht an seine persönliche Grenze. So ist das Niveau hoch", sagte der frĂŒhere Freiburger.

Gladbacher Hofmann fehlt bei DFB-Training

Der EM-Einsatz von Turnier-DebĂŒtant Jonas Hofmann ist ungewiss. Der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach hat sich bereits am Donnerstag am Knie verletzt und konnte die Trainingseinheit der Fußball-Nationalmannschaft am Freitag in Herzogenaurach nicht absolvieren. "Er ist noch hier im Quartier", berichtete DFB-Pressesprecher Jens Grittner bei der digitalen Pressekonferenz der Fußball-Nationalmannschaft. Dort werde der 28-JĂ€hrige weiter untersucht.

Ein Einsatz Hofmanns im EM-Auftaktspiel am Dienstag (21.00 Uhr im Liveticker bei t-online) in MĂŒnchen gegen Frankreich ist demnach unwahrscheinlich. Nach Leon Goretzka, der nach seiner Muskelverletzung gegen den Weltmeister noch nicht einsatzbereit ist, wĂ€re Hofmann der zweite Ausfall. Bundestrainer Joachim Löw muss ohnehin drei seiner 26 Akteure aus dem finalen Aufgebot fĂŒr jedes Spiel streichen.

Corona-Fall im russischen Team

Auch die russische Fußball-Nationalmannschaft beklagt unmittelbar vor ihrem Start in die EM einen Corona-Fall. Mittelfeldspieler Andrej Mostowoi (23) von Zenit St. Petersburg sei positiv getestet worden, teilten die Russen am Freitag mit, einen Tag vor dem Duell mit Belgien am Samstag (ab 21.00 Uhr im Liveticker von t-online).

Mostowoi wird das Turnier somit verpassen, er wurde umgehend aus dem Kader gestrichen. Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow, frĂŒher Bundesliga-TorhĂŒter bei Dynamo Dresden, nominierte Abwehrspieler Roman Jewgenijew (22) von Dinamo Moskau nach. Inwiefern der Corona-Fall Mostowoi weitere Auswirkungen hat, war zunĂ€chst nicht bekannt.

Merkel wĂŒnscht DFB-Team GlĂŒck per Videoschalte

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Donnerstagabend auf eine anspruchsvolle Europameisterschaft eingestimmt. "Ich freue mich auf Ihre Spiele", sagte die 66-JĂ€hrige im Rahmen einer Videoschalte mit den Spielern, Trainern und Betreuern der DFB-Auswahl: "Es geht gleich schwierig los; ich drĂŒcke die Daumen, dass Sie ganz weit kommen." Nach dem Video-Talk mit Merkel posierten Toni Kroos und seine Kollegen noch fĂŒr ein Gruppenbild mit der freundlich von der Leinwand lĂ€chelnden Angela Merkel.

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Das Team dankte noch am Abend via Twitter fĂŒr die "UnterstĂŒtzung und die guten WĂŒnsche, liebe Frau Bundeskanzlerin". Am Freitagabend beginnt die paneuropĂ€ische Endrunde mit dem Eröffnungsspiel zwischen Italien und der TĂŒrkei in Rom, am Dienstag startet dann Deutschland in MĂŒnchen gegen Weltmeister Frankreich ins Turnier. Weitere Gruppengegner sind Titelverteidiger Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni).

In der Vergangenheit hatte Merkel die gesamte Mannschaft vor großen Turnieren persönlich getroffen, dies war aufgrund der Pandemie diesmal nicht möglich. Auch der virtuelle Austausch sei aber "eine riesige WertschĂ€tzung und eine schöne Ablenkung", hatte DFB-Direktor Oliver Bierhoff gesagt: "Jedem wird deutlich, dass es eine nationale Angelegenheit und das Ergebnis wichtig fĂŒr uns alle ist."

Nach Muskelfaserriss: Goretzka wieder im Training

Bundestrainer Joachim Löw kann das erste Training der deutschen Nationalmannschaft im EM-Quartier in Herzogenaurach mit allen Spielern bestreiten. Am Donnerstagnachmittag wird auch Leon Goretzka nach ĂŒberstandenem Muskelfaserriss auf dem Rasen des Adi-Dassler-Stadions stehen. "Es ist schön, dass wir auf alle Spieler zurĂŒckgreifen können. Wir haben die volle Kapelle beisammen", sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff.

Leon Goretzka: Der Bayern-Star steht wieder im Teamtraining der Nationalmannschaft.
Leon Goretzka: Der Bayern-Star steht wieder im Teamtraining der Nationalmannschaft. (Quelle: Angelika Warmuth/Reuters-bilder)

Goretzka hatte nach seiner verspĂ€teten Anreise ins Trainingslager in Seefeld individuell trainiert. Die Testspiele gegen DĂ€nemark (1:1) und Lettland (7:1) hatte der Mittelfeldspieler des deutschen Rekordmeisters Bayern MĂŒnchen verpasst. Die DFB-Auswahl startet am Dienstag in MĂŒnchen gegen Weltmeister Frankreich ins Turnier.

NiederlÀnder pfeift das Eröffnungsspiel

Der niederlĂ€ndische Schiedsrichter Danny Makkelie (38) pfeift das Eröffnungsspiel zwischen Italien und der TĂŒrkei. Wie aus der offiziellen Ansetzung der Partie hervorgeht, kommt die Französin StĂ©phanie Frappart (37), die als erste Schiedsrichterin fĂŒr eine MĂ€nner-EM nominiert worden war, als Vierte Offizielle zu ihrem ersten Einsatz.

Als erste Schiedsrichterin bei einer MÀnner-EM: Stéphanie Frappart.
Als erste Schiedsrichterin bei einer MÀnner-EM: Stéphanie Frappart. (Quelle: Shutterstock/imago-images-bilder)

Weniger Verletzungssorgen

Nach dem bitteren EM-Aus von Donny van de Beek haben die Niederlande erst einmal keine weiteren Personalsorgen zu beklagen. Am Mittwoch standen auch Juventus-Verteidiger Matthijs de Ligt und Abwehrspieler Daley Blind von Ajax Amsterdam auf dem Trainingsplatz. Beide hatten zuletzt mit leichteren Verletzungen zu kĂ€mpfen, scheinen aber rechtzeitig fĂŒr das erste Gruppenspiel gegen die Ukraine am Sonntag in Amsterdam fit zu sein.

Baby-Boom bei Ungarn

Ein kleiner Baby-Boom hat bei Deutschlands Gruppengegner Ungarn kurz vor der EM eingesetzt. Vor wenigen Tagen wurde StĂŒrmer Janos Hahn (Paksi SE) Vater der kleinen Sara. Kurz danach folgte Adam Nagy (Bristol City). Der Mittelfeldspieler wurde Papa vom kleinen Vencel. "Wir sind alle glĂŒcklich, es ist ein unglaubliches GefĂŒhl", sagte ein strahlender Nagy ungarischen Medien. "Ich bin mir sicher, das wird mir extra Motivation wĂ€hrend der EM geben."

Deutsche Fans vertrauen Jogi-Elf

Die deutschen Fans trauen der deutschen Nationalmannschaft bei der EM einiges zu. Mit 74,5 Prozent sehen fast drei Viertel der 1156 Befragten die DFB-Auswahl mindestens im Viertelfinale. Das ist das Ergebnis einer reprĂ€sentativen Online-Umfrage des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) und des NĂŒrnberger Marktforschungsunternehmens SLC Management. Nahezu 15 Prozent glauben sogar ans Finale, davon knapp die HĂ€lfte an den Titel.

Das letzte Mal Europameister: KapitĂ€n JĂŒrgen Klinsmann (M.) stemmt 1996 den Pokal in die Höhe. Direkt neben ihm steht die Königin von England, Queen Elisabeth.
Das letzte Mal Europameister: KapitĂ€n JĂŒrgen Klinsmann (M.) stemmt 1996 den Pokal in die Höhe. Direkt neben ihm steht die Königin von England, Queen Elisabeth. (Quelle: Camera 4/imago-images-bilder)

Hoffenheimer Skov wohl bereit

Der dĂ€nische Nationalspieler Robert Skov vom Bundesligisten 1899 Hoffenheim kann entgegen erster BefĂŒrchtungen doch noch auf seine erste EM-Teilnahme hoffen. Der 25 Jahre alte FlĂŒgelspieler hatte sich am Sonntagabend beim Testspiel gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) den Knöchel verdreht. Drei Tage spĂ€ter gab sein Nationaltrainer Kasper Hjulmand aber zumindest eine vorlĂ€ufige Entwarnung. "Bei Robert sieht es positiv aus. Wir haben noch ein Scan machen lassen und sind jetzt an einem Punkt, an dem wir glauben, ihn fit zu bekommen", sagte Hjulmand.

Mit wem soll Deutschland spielen? Stellen Sie Ihre Elf auf

Die deutsche Nationalmannschaft hat die letzten beiden Tests vor dem Start der Europameisterschaft absolviert. Das erste EM-Spiel gegen Frankreich findet schon am 15. Juni statt. Doch wen stellt Bundestrainer Löw dafĂŒr auf? Was meinen Sie? Springen Sie Jogi Löw zur Seite und stellen Sie Ihre Elf auf. Klicken Sie hier und wĂ€hlen Sie Ihre DFB-Startelf gegen Frankreich.

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